Exotherme Reaktionen - Chemie


Exotherme Reaktionen - Chemie
Exotherme Reaktionen - Chemie

Einleitung
Viele Vorgänge des Alltags werden warm: Eine Kerze brennt, ein Wärmepflaster erhitzt sich und beim Löschen von Branntkalk kann sehr viel Wärme frei werden. Hinter solchen Beobachtungen stehen häufig exotherme Reaktionen. Dabei gibt das betrachtete chemische System Energie an seine Umgebung ab. Die Energie erscheint oft als Wärme, manchmal zusätzlich als Licht, Bewegung oder elektrische Energie.
Du lernst in diesem aiMOOC, exotherme Reaktionen zu erkennen, ein Energiediagramm zu lesen, die Aktivierungsenergie zu erklären und exotherme von endothermen Reaktionen zu unterscheiden. Außerdem untersuchst Du Beispiele aus Alltag, Technik und Biologie.
Wichtig: Energie wird bei einer Reaktion nicht neu erzeugt. Sie wird aus der im Stoffsystem gespeicherten Energie in andere Energieformen umgewandelt und an die Umgebung übertragen.
Lernziele
Nach der Bearbeitung kannst Du:
- exotherme Reaktionen anhand des Energieaustauschs beschreiben.
- System und Umgebung unterscheiden.
- ein Energiediagramm mit Edukten, Produkten und Aktivierungsenergie auswerten.
- das Vorzeichen der Reaktionsenthalpie deuten.
- Beispiele aus Alltag, Technik und Natur beurteilen.
- erklären, weshalb ein Katalysator eine Reaktion beschleunigt, aber die Reaktionsenthalpie nicht verändert.
- einfache Temperaturmessungen planen und auswerten.
Grundlagen
System und Umgebung
In der Thermochemie unterscheidet man zwischen dem System und der Umgebung. Das System umfasst die Stoffe, deren Reaktion untersucht wird. Alles außerhalb davon gehört zur Umgebung, zum Beispiel das Reaktionsgefäß, die Luft, ein Thermometer und Deine Hand.
Bei einer exothermen Reaktion fließt Energie vom System zur Umgebung. Deshalb kann die Temperatur der Umgebung steigen. Wie stark dieser Anstieg ist, hängt unter anderem von der Stoffmenge, der Wärmekapazität, der Isolierung und den Wärmeverlusten ab. Eine geringe oder nicht gemessene Temperaturerhöhung beweist daher nicht automatisch, dass keine exotherme Reaktion stattgefunden hat.
| Betrachtung | Exotherme Reaktion |
|---|---|
| System | gibt Energie ab |
| Umgebung | nimmt Energie auf |
| Häufige Beobachtung | Temperaturanstieg, Licht oder Glühen |
| Reaktionsenthalpie bei konstantem Druck | negativ |
Edukte, Produkte und Energieerhaltung
Die Ausgangsstoffe einer Reaktion heißen Edukte, die neu gebildeten Stoffe Produkte. Bei einer exothermen Reaktion besitzen die Produkte eine niedrigere Enthalpie als die Edukte. Die Differenz wird an die Umgebung übertragen.
Das entspricht dem Energieerhaltungssatz: Energie kann weder erzeugt noch vernichtet werden. Sie kann gespeichert, übertragen und umgewandelt werden. Bei einer Verbrennung wird zum Beispiel ein Teil der chemisch gespeicherten Energie in thermische Energie und Strahlungsenergie umgewandelt.
Reaktionsenthalpie und Vorzeichen
Für Reaktionen bei konstantem Druck wird der Energieumsatz häufig mit der Reaktionsenthalpie beschrieben:
Für eine exotherme Reaktion gilt:
Das negative Vorzeichen bedeutet: Das System verliert Enthalpie und gibt Energie an die Umgebung ab. Es bedeutet nicht, dass die freigesetzte Energiemenge „negativ“ wäre. Die Umgebung erhält eine positive Wärmemenge, während das System dieselbe Energiemenge abgibt.
Merksatz: Exotherm bedeutet Energieabgabe des Systems; bei konstantem Druck ist die Reaktionsenthalpie negativ.
Das Energiediagramm

Ein Energiediagramm zeigt auf der waagerechten Achse den Verlauf der Reaktion und auf der senkrechten Achse die Enthalpie oder Energie des Systems.
- Edukte: Sie liegen am Anfang auf einem höheren Energieniveau.
- Aktivierungsenergie: Sie ist die Energiebarriere bis zum höchsten Punkt der Kurve.
- Übergangszustand: Er liegt in der Nähe des Maximums und ist besonders energiereich.
- Produkte: Sie liegen bei einer exothermen Reaktion auf einem niedrigeren Energieniveau.
- Reaktionsenthalpie: Sie ist der Unterschied zwischen Produkt- und Eduktniveau und deshalb negativ.
Warum ist Aktivierungsenergie nötig?
Auch eine exotherme Reaktion beginnt oft nicht von selbst. Zunächst müssen Bindungen gelockert oder gebrochen und Teilchen günstig zueinander ausgerichtet werden. Dafür ist Aktivierungsenergie nötig. Ein Streichholz liefert beim Entzünden kurzfristig Energie. Danach kann die Verbrennung genügend Energie freisetzen, um weitere Brennstoffteilchen zur Reaktion zu bringen.
Deshalb sind Brennstoffe bei Raumtemperatur häufig längere Zeit stabil, obwohl ihre Verbrennung exotherm wäre. Exotherm beschreibt den Energieunterschied zwischen Anfang und Ende, nicht automatisch die Geschwindigkeit oder den selbstständigen Start einer Reaktion.
Wirkung eines Katalysators
Ein Katalysator ermöglicht einen anderen Reaktionsweg mit geringerer Aktivierungsenergie. Dadurch können pro Zeit mehr Teilchen erfolgreich reagieren. Der Katalysator:
- beschleunigt die Hin- und Rückreaktion,
- wird im Gesamtprozess nicht verbraucht,
- verändert nicht die Energieniveaus von Edukten und Produkten,
- verändert daher nicht die Reaktionsenthalpie.

Das Diagramm verdeutlicht die Energiebarriere. Ein katalysierter Reaktionsweg hätte einen niedrigeren Gipfel, aber denselben Anfangs- und Endpunkt.
Vergleich mit einer endothermen Reaktion

Bei einer endothermen Reaktion nimmt das System Energie aus der Umgebung auf. Die Produkte liegen energetisch höher als die Edukte und es gilt bei konstantem Druck . Die Umkehrung einer exothermen Reaktion ist energetisch endotherm und umgekehrt.
| Merkmal | Exotherm | Endotherm |
|---|---|---|
| Energiefluss | System zur Umgebung | Umgebung zum System |
| Lage der Produkte | niedriger als die Edukte | höher als die Edukte |
| Vorzeichen von | negativ | positiv |
| Häufige Temperaturbeobachtung | Umgebung wird wärmer | Umgebung wird kälter |
Erklärung mit chemischen Bindungen
Beim Ablauf einer chemischen Reaktion werden alte Bindungen gelöst und neue Bindungen gebildet. Das Lösen von Bindungen benötigt Energie. Das Bilden von Bindungen setzt Energie frei.
Eine Reaktion ist insgesamt exotherm, wenn bei der Bildung der neuen Bindungen mehr Energie frei wird, als zum Lösen der ursprünglichen Bindungen benötigt wurde. Die Differenz wird an die Umgebung abgegeben.
Dieses Bindungsmodell ist eine hilfreiche Erklärung. Für genaue Berechnungen werden tabellierte Standardbildungsenthalpien oder mittlere Bindungsenthalpien verwendet.
Beispiele exothermer Reaktionen
Verbrennung von Methan
Die vollständige Verbrennung von Methan kann vereinfacht so dargestellt werden:
Dabei entstehen Kohlenstoffdioxid und Wasser. Die Reaktion gibt Energie an die Umgebung ab. Zum Start ist jedoch eine Zündquelle nötig.

Eine ausgeglichene Reaktionsgleichung zeigt, dass von jeder Atomsorte auf beiden Seiten gleich viele Atome vorhanden sind. Der Energieumsatz wird nicht durch zusätzliche Atome dargestellt, sondern durch eine Energieangabe oder den Wert von .
Verbrennung von Ethanol
Ethanol reagiert bei vollständiger Verbrennung mit Sauerstoff zu Kohlenstoffdioxid und Wasser:
Die sichtbare Flamme ist ein Hinweis auf die Abgabe von Licht und Wärme. Eine Flamme allein ist aber kein zuverlässiges Maß für die gesamte freigesetzte Energie.

Neutralisation
Bei der Reaktion einer Säure mit einer Lauge reagieren in wässriger Lösung Oxonium-Ionen und Hydroxid-Ionen zu Wasser:
Diese Neutralisation ist exotherm. Im Unterricht lässt sich die Energieabgabe durch eine Temperaturmessung verfolgen. Experimente mit Säuren und Laugen dürfen nur nach Gefährdungsbeurteilung, mit Schutzbrille und unter fachkundiger Aufsicht durchgeführt werden.
Löschen von Branntkalk
Calciumoxid reagiert mit Wasser zu Calciumhydroxid:
Die Reaktion ist stark exotherm. Sie wird als Löschen von Branntkalk bezeichnet. Wegen der ätzenden Stoffe und der starken Wärmeentwicklung ist dies ausschließlich eine Demonstration durch eine Fachkraft.
Datei:09. Гасење вар како силно егзотермен процес.webm
Wärmepflaster und Handwärmer
Viele luftaktivierte Wärmepflaster enthalten Eisenpulver. Nach dem Öffnen gelangt Sauerstoff an das Material. Das Eisen wird langsam oxidiert und Wärme wird frei. Weitere Bestandteile steuern Feuchtigkeit, Luftzufuhr und Reaktionsgeschwindigkeit.
Ein wiederverwendbarer Natriumacetat-Handwärmer funktioniert anders: Beim Auslösen kristallisiert eine übersättigte Lösung. Auch dabei wird Wärme frei, doch die Kristallisation ist ein exothermer physikalischer Vorgang und keine Stoffumwandlung im engeren Sinn. Diese Unterscheidung ist wichtig.
Datei:Hand warmer activation.webm
Zellatmung
Bei der Zellatmung wird Glucose schrittweise mit Sauerstoff umgesetzt. Vereinfacht lautet die Gesamtgleichung:
Der Gesamtprozess ist exotherm. Die Energie wird jedoch nicht schlagartig als Flamme frei. Zellen übertragen einen Teil kontrolliert auf Energieträger wie ATP; ein Teil wird als Wärme abgegeben.
Exotherm bedeutet nicht automatisch schnell
Die Oxidation von Eisen zu Rost setzt insgesamt Energie frei, kann aber sehr langsam verlaufen. Eine Verbrennung kann dagegen sehr schnell sein. Die Reaktionsgeschwindigkeit hängt unter anderem von Temperatur, Konzentration, Zerteilungsgrad, Druck bei Gasen und Katalysatoren ab.

Daraus folgt:
- Die Reaktionsenthalpie beschreibt den Energieunterschied zwischen Anfang und Ende.
- Die Aktivierungsenergie beeinflusst, wie leicht der Reaktionsweg begonnen werden kann.
- Die Reaktionsgeschwindigkeit beschreibt, wie schnell Stoffe umgesetzt werden.
- Diese drei Größen dürfen nicht miteinander verwechselt werden.
Messen der Wärmeabgabe
Mit einem Kalorimeter lässt sich der Wärmeumsatz einer Reaktion untersuchen. Für eine erwärmte Flüssigkeit kann näherungsweise gelten:
Dabei ist die aufgenommene Wärme, die Masse, die spezifische Wärmekapazität und die Temperaturänderung. Unter idealisierten Bedingungen gilt:
Das Minuszeichen zeigt den entgegengesetzten Energiefluss. Reale Messungen werden durch Wärmeverluste, das Gefäß und unvollständige Reaktionen beeinflusst.
Beispielrechnung
In einem vereinfachten Modell werden Wasser um erwärmt. Mit ergibt sich:
Das Wasser hat näherungsweise aufgenommen. Das reagierende System hat unter der vereinfachenden Annahme entsprechend etwa abgegeben.
Schulversuch: Luftaktiviertes Wärmepflaster untersuchen
Dieser Versuch verwendet ein handelsübliches, ungeöffnetes Wärmepflaster auf Eisenbasis. Lies zuerst die Herstellerhinweise. Schneide das Pflaster niemals auf und vermeide langen direkten Hautkontakt.
| Schritt | Durchführung |
|---|---|
| Vorbereitung | Lege Schutzunterlage, zwei Thermometer, zwei gleiche Wärmepflaster, eine Stoppuhr und einen verschließbaren Behälter bereit. |
| Start | Öffne beide Außenverpackungen gleichzeitig und miss die Anfangstemperatur. |
| Vergleich | Lege ein Pflaster offen an die Luft. Gib das zweite nach kurzer Aktivierung in den verschlossenen Behälter. |
| Messung | Miss zehn bis zwanzig Minuten lang in gleichen Zeitabständen die Temperatur beider Pflaster. |
| Auswertung | Zeichne ein Temperatur-Zeit-Diagramm und erkläre die Unterschiede mithilfe der Sauerstoffzufuhr. |
Erwartung: Das offen liegende Pflaster erhält fortlaufend Sauerstoff. Im verschlossenen Behälter wird der verfügbare Sauerstoff allmählich verbraucht, sodass die Oxidation langsamer werden kann.
Sicherheit: Führe den Versuch nur nach Anweisung der Lehrkraft durch. Verwende keine beschädigten Produkte. Bei starker Überhitzung, Geruch oder austretendem Material wird der Versuch abgebrochen.
Bedeutung in Alltag und Technik
Exotherme Reaktionen werden gezielt genutzt, müssen aber kontrolliert werden. Brennstoffe liefern Wärme für Heizung und Verkehr, Batterien wandeln chemische Energie teilweise in elektrische Energie um und Wärmepflaster nutzen langsame Oxidationen. In technischen Reaktoren muss die entstehende Wärme abgeführt werden. Sonst kann sich eine Reaktion selbst beschleunigen und es droht ein thermisches Durchgehen.
Auch für den Brandschutz ist das Verständnis wichtig. Brennstoff, Oxidationsmittel und eine ausreichende Aktivierungsenergie bilden wichtige Voraussetzungen einer Verbrennung. Löschmaßnahmen können Wärme entziehen, Sauerstoff fernhalten oder den Brennstoff entfernen.
Häufige Fehlvorstellungen
| Fehlvorstellung | Richtigstellung |
|---|---|
| Exotherm bedeutet, dass eine Reaktion ohne Startenergie beginnt. | Auch exotherme Reaktionen benötigen häufig Aktivierungsenergie. |
| Bei einer exothermen Reaktion entsteht Energie. | Energie wird umgewandelt und an die Umgebung übertragen. |
| Jede exotherme Reaktion brennt. | Auch langsame Oxidationen und Neutralisationen können exotherm sein. |
| Ein Katalysator erhöht die freiwerdende Energie. | Er senkt die Aktivierungsenergie, verändert aber nicht die Reaktionsenthalpie. |
| Ein Temperaturanstieg beweist immer eine chemische Reaktion. | Auch physikalische Vorgänge wie die Kristallisation können exotherm sein. |
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Was kennzeichnet eine exotherme Reaktion? (Das System gibt Energie an die Umgebung ab) (!Das System nimmt immer Licht auf) (!Die Produkte werden zu Edukten) (!Die Reaktion benötigt niemals Startenergie)
Welches Vorzeichen hat die Reaktionsenthalpie einer exothermen Reaktion bei konstantem Druck? (Ein negatives Vorzeichen) (!Ein positives Vorzeichen) (!Immer den Wert null) (!Kein bestimmbares Vorzeichen)
Wo liegen die Produkte im Energiediagramm einer exothermen Reaktion? (Unterhalb des Energieniveaus der Edukte) (!Oberhalb des Energieniveaus der Edukte) (!Immer genau auf dem Maximum) (!Außerhalb des Diagramms)
Was beschreibt die Aktivierungsenergie? (Die zum Starten des Reaktionswegs nötige Energiebarriere) (!Die Masse aller Produkte) (!Die Temperatur der Umgebung) (!Die Anzahl der Atomsorten)
Wie wirkt ein Katalysator? (Er senkt die Aktivierungsenergie) (!Er macht die Reaktionsenthalpie stärker negativ) (!Er erhöht die Produktmasse) (!Er wird vollständig verbraucht)
Welche Stoffe entstehen bei der vollständigen Verbrennung von Methan? (Kohlenstoffdioxid und Wasser) (!Kohlenstoff und Wasserstoff) (!Methan und Sauerstoff) (!Calciumoxid und Wasser)
Welche Aussage entspricht dem Energieerhaltungssatz? (Energie wird umgewandelt und übertragen) (!Energie entsteht bei jeder Verbrennung neu) (!Energie verschwindet nach der Reaktion) (!Nur Wärme kann Energie sein)
Welche Teilchen reagieren bei der Neutralisation zu Wasser? (Oxonium-Ionen und Hydroxid-Ionen) (!Sauerstoff und Stickstoff) (!Calcium-Ionen und Eisen) (!Methan und Kohlenstoffdioxid)
Warum kann eine exotherme Reaktion langsam verlaufen? (Eine hohe Aktivierungsenergie kann den Reaktionsbeginn erschweren) (!Die Produkte besitzen immer mehr Energie) (!Exotherme Reaktionen enthalten keine Teilchen) (!Die Umgebung verhindert jede Energieübertragung)
Welche Aussage zum Natriumacetat-Handwärmer ist richtig? (Die Wärme entsteht bei einer exothermen Kristallisation) (!Im Inneren verbrennt Methan) (!Die Aktivierung erzeugt neue Atomsorten) (!Der Vorgang ist immer eine Neutralisation)
Memory
| Exotherm | Energieabgabe |
| Edukte | Ausgangsstoffe |
| Produkte | Endstoffe |
| Aktivierungsenergie | Startbarriere |
| Katalysator | alternativer Reaktionsweg |
| Reaktionsenthalpie | Energieunterschied |
| Verbrennung | schnelle Oxidation |
| Kalorimetrie | Wärmemessung |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Energiediagramm |
|---|---|
| Edukte | Ausgangszustand der Reaktion |
| Aktivierungsenergie | zu überwindende Energiebarriere |
| Übergangszustand | energiereicher Bereich am Kurvenmaximum |
| Produkte | tieferes Energieniveau bei exothermem Verlauf |
| Reaktionsenthalpie | negative Differenz zwischen Endzustand und Anfangszustand |
Kreuzworträtsel
| Exotherm | Wie heißt eine Reaktion mit Energieabgabe an die Umgebung? |
| Edukte | Wie heißen die Ausgangsstoffe einer chemischen Reaktion? |
| Produkte | Wie heißen die bei einer Reaktion neu entstehenden Stoffe? |
| Enthalpie | Welche Zustandsgröße wird im Energiediagramm häufig dargestellt? |
| Katalysator | Welcher Stoff ermöglicht einen Reaktionsweg mit kleinerer Aktivierungsenergie? |
| Verbrennung | Wie heißt eine meist schnelle Oxidation unter Wärmeabgabe? |
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Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- Beispiele sammeln: Fotografiere oder beschreibe drei Alltagssituationen, in denen Wärme durch einen chemischen oder physikalischen Vorgang frei wird. Begründe Deine Einordnung.
- Energiefluss zeichnen: Zeichne System und Umgebung und markiere den Energiefluss bei einer exothermen Reaktion mit einem Pfeil.
- Begriffe erklären: Erstelle kurze Erklärkarten zu Edukt, Produkt, Aktivierungsenergie und Reaktionsenthalpie.
- Fehlvorstellung prüfen: Widerlege die Aussage „Exotherme Reaktionen brauchen keine Startenergie“ mit einem passenden Beispiel.
Standard
- Energiediagramm gestalten: Zeichne ein beschriftetes Energiediagramm für eine exotherme Reaktion und ergänze einen katalysierten Reaktionsweg.
- Temperaturdaten auswerten: Erstelle aus Messwerten eines Wärmepflasters ein Temperatur-Zeit-Diagramm und deute den Verlauf.
- Erklärvideo planen: Entwickle ein Storyboard für ein zweiminütiges Lernvideo zu exothermen und endothermen Reaktionen.
- Produktvergleich: Vergleiche einen Eisen-Handwärmer mit einem Natriumacetat-Handwärmer und erkläre den Unterschied zwischen chemischer Reaktion und physikalischem Vorgang.
Schwer
- Kalorimetrie untersuchen: Plane eine schulgeeignete Messung, mit der die Wärmeabgabe einer Reaktion näherungsweise bestimmt werden kann. Berücksichtige Wärmeverluste.
- Katalyse analysieren: Erkläre mithilfe zweier Energiediagramme, was ein Katalysator verändert und was unverändert bleibt.
- Sicherheitskonzept entwickeln: Entwirf für eine fiktive technische Anlage Maßnahmen gegen thermisches Durchgehen und begründe jede Maßnahme chemisch.
- Transferprojekt Energie: Untersuche eine technische Anwendung exothermer Reaktionen und bewerte Nutzen, Energieeffizienz, Risiken und Umweltfolgen.


Lernkontrolle
- Energiefluss begründen: Ein Reaktionsgefäß wird außen wärmer. Erkläre, welche Schlussfolgerung möglich ist und weshalb die Beobachtung allein noch kein sicherer Nachweis für eine chemische Reaktion ist.
- Diagramm übertragen: Beschreibe, wie sich ein Energiediagramm verändert, wenn dieselbe Reaktion katalysiert abläuft. Begründe, welche Größen gleich bleiben.
- Alltagsprodukt beurteilen: Entscheide anhand einer Produktbeschreibung, ob ein Handwärmer eine chemische Reaktion oder eine physikalische Kristallisation nutzt. Nenne benötigte Zusatzinformationen.
- Messfehler analysieren: Eine berechnete Reaktionswärme ist kleiner als der Tabellenwert. Entwickle mindestens drei plausible Erklärungen.
- Reaktionsgeschwindigkeit erklären: Vergleiche Rostbildung und Verbrennung. Zeige, weshalb beide exotherm sein können, obwohl ihre Geschwindigkeiten stark verschieden sind.
- Sicherheitsentscheidung treffen: Beurteile, weshalb eine größere Stoffmenge und schlechte Wärmeabfuhr bei einer exothermen Reaktion gefährlich werden können.
Lernnachweis
Für einen überzeugenden Lernnachweis solltest Du:
- den Energiefluss zwischen System und Umgebung fachsprachlich korrekt darstellen.
- ein exothermes Energiediagramm vollständig beschriften und erklären.
- das Vorzeichen von begründen.
- Aktivierungsenergie, Reaktionsenthalpie und Reaktionsgeschwindigkeit unterscheiden.
- die Wirkung eines Katalysators korrekt einordnen.
- mindestens zwei chemische Beispiele und einen exothermen physikalischen Vorgang vergleichen.
- Messdaten aus einem Temperaturversuch grafisch auswerten und Unsicherheiten benennen.
- Sicherheitsaspekte bei exothermen Reaktionen auf eine neue Situation übertragen.
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