Zum Inhalt springen

Eine digitale Sortenkarte der Streuobstwiese erstellen

Aus MOOCsWiki Staging
aiMOOC-Siegel

Eine digitale Sortenkarte der Streuobstwiese erstellen



Eine digitale Sortenkarte der Streuobstwiese erstellen


Einleitung

Das Plakat des BUND Staig mit dem Titel „Unsere Streuobstwiese im jahreslauf“ mit dem Bereich „Lage der Obstsorten“ wird zur digitalen Lernkarte. Du überträgst die Baumpositionen aus dem Plan, prüfst sie vor Ort und ergänzt Sortenname, Fotos, Steckbrief und Beobachtungen im Jahreslauf.

Die Karte ist für lebenslanges Lernen gedacht: für Einzelne, Familien, Vereine, Schulen und lokale Initiativen. Ein Smartphone genügt; mit QGIS kannst Du später genauer arbeiten.


Lernziel

Am Ende kannst Du aus einem analogen Lageplan eine nachvollziehbare digitale Sortenkarte entwickeln und die Daten über Jahre ergänzen.


Vom Plakat zur digitalen Karte

Der Plan auf dem Plakat ist die Ausgangsquelle. Die einzelnen Beschriftungen werden nicht geraten: Übernimm jeden Sortennamen exakt vom Plakat und markiere unleserliche oder unsichere Angaben als noch zu prüfen.

Schritt Ergebnis
Lageplan sichern Foto oder Scan des Bereichs „Lage der Obstsorten“
Bäume nummerieren B01, B02, B03 … in der Reihenfolge des Plans
Position übertragen Jeder Baum wird als Punkt gesetzt
Vor Ort prüfen Lage, Baumart und Schild vergleichen
Sorte erfassen Name laut Plakat oder „unbestimmt“
Medien ergänzen Gesamtbaum, Blüte, Blatt, Frucht, Rinde
Jahreslauf dokumentieren Beobachtung mit Datum und Foto


Welche Technik passt?

  1. Einfacher Einstieg: Tabelle mit Baum-ID und Koordinaten plus eine Webkarte.
  2. Fortgeschritten: Punktlayer in QGIS mit Fotos und Attributen.
  3. Langzeitprojekt: Eine freie Grundkarte wie OpenStreetMap nutzen und die Sortendaten in einem eigenen Layer pflegen.


Die Baum-Datenbank

Ein GIS verbindet Ort und Information. Für jeden Baum genügt zunächst ein kompakter Datensatz.

Feld Inhalt
Baum-ID B01, B02 …
Position Punkt aus dem Plakat und später Koordinate
Obstart Apfel, Birne, Kirsche, Zwetschge …
Sortenname exakt übernommen oder „unbestimmt“
Foto aktuelles Bild mit Datum
Steckbrief Frucht, Reife, Nutzung, Besonderheiten
Jahresbeobachtung Knospe, Blüte, Frucht, Ernte, Winterbild
Prüfstatus Plakat / vor Ort bestätigt / fachlich bestimmt


Baum-Steckbrief als Vorlage

Merkmal Eintrag
Baum-ID B__
Sortenname ____________________
Obstart ____________________
Standort ____________________
Blüte Datum + Foto
Frucht Form, Farbe, Geschmack
Reife Beobachteter Zeitraum
Nutzung frisch, Saft, Most, Küche oder andere Nutzung
Besonderheit Wuchs, Alter, Höhle, Schäden, Pflege
Sicherheit der Bestimmung sicher / wahrscheinlich / unbestimmt


Sorten erkennen – ohne zu raten

Die Pomologie ist die Lehre von Obstarten und Obstsorten. Für eine Bestimmung helfen mehrere Merkmale zusammen: Fruchtform, Schale, Stiel, Kelch, Fruchtfleisch, Geschmack, Reifezeit und Baummerkmale.

Wichtig: Ein Foto allein reicht oft nicht. Bei Unsicherheit bleibt der Eintrag „unbestimmt“, bis ein Schild, eine verlässliche Quelle oder eine fachkundige Sortenbestimmung vorliegt.


Beispielbilder für Sorten-Steckbriefe

Die folgenden Sorten zeigen, wie ein Steckbrief bebildert werden kann. Sie sind Beispiele und nicht automatisch Sorten des Plakats.


Fotos, die wirklich helfen

Fotografiere bei jedem Besuch möglichst dieselben Perspektiven. So werden Veränderungen sichtbar.

  1. Gesamtbaum: Wuchsform und Krone.
  2. Detailfoto: Knospe, Blüte, Blatt oder Frucht.
  3. Sortenfoto: Frucht von mehreren Seiten, möglichst mit Größenvergleich.
  4. Standortfoto: Baum mit Umgebung zur Wiedererkennung.


Jahreszeitliche Beobachtungen

Eine digitale Sortenkarte wird besonders wertvoll, wenn sie nicht nur wo und welche Sorte, sondern auch wann was geschieht zeigt. Das gehört zur Phänologie.


Frühling – Knospen und Blüte

Dokumentiere Austrieb, Blühbeginn, Vollblüte und auffällige Bestäuber.


Sommer – Fruchtentwicklung

Achte auf Fruchtansatz, Blattgesundheit, Trockenstress und Kronenentwicklung. Wiederhole ein Foto vom gleichen Standpunkt.


Herbst – Reife und Ernte

Notiere den beobachteten Reifezeitraum, Fallobst, Erntemenge und Verwendung.


Winter – Krone, Rinde und Pflege

Ohne Laub sind Kronenform, Astbruch, Baumhöhlen und Schnittmaßnahmen gut erkennbar.


Digitale Kartierung als Dauerprojekt

Die Karte lebt von Wiederholung. Ein guter Rhythmus sind vier kurze Rundgänge pro Jahr: Blüte, Fruchtentwicklung, Ernte und Winterzustand.


Datenqualität sichern

  1. Quelle: Notiere, woher der Sortenname stammt.
  2. Datum: Jede Beobachtung bekommt ein Datum.
  3. Fotovergleich: Nutze wiederkehrende Perspektiven.
  4. Prüfstatus: Trenne sicher bestätigte von unsicheren Angaben.
  5. Datenschutz: Veröffentliche keine personenbezogenen Daten ohne Grund und Erlaubnis.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Wozu dient eine Baum-ID? (Sie kennzeichnet einen Baum eindeutig) (!Sie ersetzt den Sortennamen) (!Sie zeigt automatisch das Alter) (!Sie bestimmt die Fruchtfarbe)




Was wird aus dem Lageplan zuerst übernommen? (Die relative Position der Bäume) (!Der Geschmack der Früchte) (!Das Alter aller Bäume) (!Die jährliche Erntemenge)




Welche Datenform eignet sich in einem GIS für einzelne Bäume? (Ein Punktlayer) (!Eine Audiospur) (!Eine Textseite ohne Ortsbezug) (!Eine Videoliste)




Was ist bei einem unsicheren Sortennamen richtig? (Unbestimmt eintragen und später prüfen) (!Eine ähnliche Sorte erfinden) (!Den Baum aus der Karte löschen) (!Nur die Fruchtfarbe als Sortenname nutzen)




Warum ist derselbe Fotostandpunkt hilfreich? (Veränderungen werden besser vergleichbar) (!Die Koordinate wird dadurch automatisch genauer) (!Der Sortenname wird automatisch erkannt) (!Das Foto braucht dann kein Datum)




Welche Beobachtung passt besonders zum Frühling? (Blühbeginn) (!Laublose Kronenform) (!Winterlicher Astbruch) (!Lagerfähigkeit nach Monaten)




Welche Beobachtung passt besonders zum Herbst? (Reife und Ernte) (!Knospenaufbruch) (!Vollblüte) (!Laublose Krone)




Welche Bildserie hilft bei einer Sortendokumentation besonders? (Gesamtbaum Blüte Blatt und Frucht) (!Nur ein unscharfes Fernfoto) (!Nur ein Foto des Bodens) (!Nur ein Bild ohne Datum)




Wie sollte eine freie Grundkarte genutzt werden? (Als Hintergrund für einen eigenen Baumdaten-Layer) (!Als Ersatz für jede Vor-Ort-Prüfung) (!Als Beweis für jeden Sortennamen) (!Als automatische Ernteprognose)




Was macht eine Langzeitbeobachtung aussagekräftig? (Wiederholte Einträge mit Datum) (!Ein einmaliges Foto ohne Ort) (!Ein Sortenname ohne Quelle) (!Eine Karte ohne Baum-IDs)





Memory

Baum-ID Eindeutige Kennung
Koordinate Standort
Pomologie Sortenkunde
Steckbrief Bauminformation
Phänologie Jahreszeitliche Entwicklung
Punktlayer Digitale Baumstandorte





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Plakat Ausgangsplan
Baum-ID Eindeutige Kennung
Koordinate Standort
Steckbrief Sachinformationen
Jahresbeobachtung Zeitliche Entwicklung





Kreuzworträtsel

Pomologie Wie heißt die Lehre von Obstarten und Obstsorten?
Koordinate Wie heißt eine Angabe für einen geografischen Standort?
Steckbrief Wie heißt eine kompakte Sammlung von Informationen zu einem Baum?
Jahreslauf Wie heißt die Folge jahreszeitlicher Veränderungen?
Kartierung Wie heißt die systematische Übertragung von Standorten in eine Karte?
Punktlayer Wie heißt eine GIS-Ebene mit einzelnen Baumstandorten?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.
Jeder Baum erhält eine eindeutige

. Der Standort wird in der digitalen Karte als

erfasst. Die Lehre von den Obstsorten heißt

. Ein unsicherer Sortenname wird als

gekennzeichnet. Ein Fotovergleich gelingt besser mit demselben

. Im Frühling wird besonders die

beobachtet. Im Herbst ist die

wichtig. Wiederholte Beobachtungen mit Datum ergeben einen

.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Lageplan lesen: Markiere auf einer Kopie des Plakats jeden sichtbaren Baum.
  2. Baum-ID vergeben: Entwickle ein einfaches Nummernsystem wie B01, B02 und B03.
  3. Fotoplan erstellen: Lege vier Motive fest, die Du bei jedem Baum fotografieren möchtest.
  4. Jahreszeitenkalender: Plane vier Beobachtungstermine für Frühling, Sommer, Herbst und Winter.


Standard

  1. Feldkartierung: Gehe die Wiese ab und ordne mindestens fünf reale Bäume ihren Punkten im Lageplan zu.
  2. Baum-Steckbrief: Erstelle für einen Baum einen vollständigen Datensatz mit Quelle, Foto und Prüfstatus.
  3. Fotovergleich: Fotografiere denselben Baum zweimal vom gleichen Standpunkt und beschreibe die Veränderung.
  4. Sortenprüfung: Vergleiche den Sortennamen des Plakats mit Schild, Fruchtmerkmalen oder einer fachkundigen Bestimmung.


Schwer

  1. QGIS-Projekt: Lege einen Punktlayer mit Baum-ID, Obstart, Sorte, Datum und Fotopfad an.
  2. Datenqualitätsprüfung: Entwickle Regeln, mit denen unsichere oder widersprüchliche Angaben sichtbar werden.
  3. QR-Code-Rundgang: Plane einen Lernpfad, bei dem jeder Baum über einen QR-Code zu seinem Steckbrief führt.
  4. Langzeitbeobachtung: Vergleiche Blüh- oder Reifezeiten über mehrere Jahre und diskutiere mögliche Ursachen für Unterschiede.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Plan und Wirklichkeit vergleichen: Erkläre, wie Du vorgehst, wenn ein Baum im Plakat eingezeichnet ist, vor Ort aber fehlt.
  2. Unsicherheit dokumentieren: Entwickle einen Eintrag für einen Baum, dessen Sorte nicht sicher bestimmt werden kann.
  3. Datenmodell begründen: Begründe, warum Baum-ID, Koordinate, Datum und Quelle getrennte Felder sein sollten.
  4. Jahreszeiten übertragen: Entwirf Beobachtungsfragen, die für denselben Baum im Frühling und Herbst unterschiedlich sind.
  5. Kartenwahl beurteilen: Vergleiche eine einfache Webkarte mit einem QGIS-Projekt für ein mehrjähriges Vereinsprojekt.
  6. Bildbeweis prüfen: Erkläre, warum ein einzelnes Fruchtfoto keine sichere Sortenbestimmung garantieren muss.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis sind wichtig:

  1. Eine nachvollziehbare Übertragung des analogen Lageplans.
  2. Eindeutige Baum-IDs und passende Standorte.
  3. Sortennamen mit Quelle und Prüfstatus.
  4. Mindestens ein vollständiger Baum-Steckbrief.
  5. Mehrere eigene Fotos mit Datum.
  6. Beobachtungen aus mindestens zwei Jahreszeiten.
  7. Ein kurzer Hinweis auf Unsicherheiten und Verbesserungsmöglichkeiten.




OERs zum Thema



Verknüpfte Lernbereiche


aiMOOC-Projekte

MOOCwiki · Deutsch

Nach dem Lernen ist vor dem Lernen

Entdecke direkt den nächsten Lernkurs. Weitere Inhalte erscheinen, wenn Du weiter nach unten scrollst.

Zur MOOCwiki-Hauptseite
Inhalte werden geladen ...

Mediathek wird aus dem Wiki geladen ...