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Eine Trainingseinheit vom Spielproblem planen - Fußballtraining

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Eine Trainingseinheit vom Spielproblem planen - Fußballtraining

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Einleitung

Gutes Fußballtraining beginnt nicht mit der Frage „Welche Übung kenne ich?“, sondern mit der Frage „Welches konkrete Problem erkenne ich im Spiel, und woran werde ich die Verbesserung erkennen?“ In diesem Kurs planst du eine vollständige Trainingseinheit vom beobachteten Spielproblem über eine kurze Einstiegsaufgabe bis zur erneuten Anwendung im freien Spiel. Er richtet sich an Trainerinnen, Trainer, Coaches und interessierte Spielerinnen und Spieler.

Eine Trainingsspielsituation mit mehreren Spielern am Ball; Aufnahme aus Uganda 2021
Eine Trainingsspielsituation mit mehreren Spielern am Ball; Aufnahme aus Uganda 2021

Bild 1 – Quelle und Alternative: Wikimedia Commons: Players exercising.jpg; Douglaseru, 28.03.2021, CC BY-SA 4.0, unverändert eingebunden. Textalternative: Spielende verfolgen bei einem Fußball-Trainingsspiel gemeinsam den Ball. Das Bild zeigt eine Spielsituation, aber keine belegte Trainingswirkung.

Leitfrage: Was verändern die Mitspielenden unmittelbar nach einem Ballgewinn, damit der Ballbesitz nicht sofort verloren geht?

Dein Lernprodukt: ein sicherer, altersgerechter Trainingsplan mit Spielproblem, überprüfbarem Ziel, drei aufeinander bezogenen Spielformen, Beobachtungsbogen, Anpassungen und Transferprüfung. Die Beispiele sind didaktisch konstruierte Modellfälle, keine Daten realer Kinder. Das grundlegende Lernen in dieser Fußballwelt bleibt kostenlos.


Das Spielproblem beobachten und ein Ziel formulieren


Vom Eindruck zur überprüfbaren Beobachtung

Eine Trainingsplanung startet mit einer kurzen, möglichst spielnahen Diagnose. Ein Spielproblem ist eine wiederholt beobachtete Schwierigkeit, die Entscheidungen oder Handlungen im Spiel beeinträchtigt. Beispiel: Nach eigenem Ballgewinn hat die ballführende Person häufig keinen erkennbar offenen Passweg. Anders als „Das Team kann nicht passen“ beschreibt das eine konkrete Spielsituation und ist nicht vorschnell eine Schuldzuweisung.

Verwende die Folge Situation – Verhalten – Folge – Vermutung. Situation: Ballgewinn im Mittelfeld. Verhalten: Die beiden anderen Angreifenden bleiben hinter Gegenspielenden oder bewegen sich in denselben Raum. Folge: riskanter Querpass oder Ballverlust. Vermutung: zu wenig Wahrnehmung und Freilaufbewegung nach Ballgewinn. Die Vermutung muss durch weitere Beobachtungen geprüft werden. Bewegungs-, technische und taktische Ursachen können zusammenwirken.

Messregel: Als Ballgewinn zählt eine kontrollierte neue Ballbesitzphase. Eine offene Anspielstation ist eine mitspielende Person, die innerhalb von etwa drei Sekunden in einer anspielbaren Position mit erkennbarem Passfenster steht. Zähle vorab festgelegte acht Ballgewinnsituationen unter denselben Spielfeld- und Teamregeln; werte für jede Situation „mindestens eine offene Anspielstation: ja/nein“. Verhindert ein Gegenspieler die mögliche Passlinie, wird sie nicht als offen gezählt. Das Ziel ist nicht, alle Entscheidungen mit einer einzigen Kennzahl zu erklären.


Ein beobachtbares Ziel statt einer allgemeinen Absicht

Ungeeignet: „Wir verbessern das Zusammenspiel.“ Geeigneter: „In der abschließenden 3-gegen-3-Spielform entsteht nach mindestens fünf der ersten acht kontrollierten Ballgewinne innerhalb von drei Sekunden eine freie Anspielstation.“ Dazu gehört das Teilziel, dass die Spielerinnen und Spieler selbst erklären können, wann sie sich seitlich oder diagonal vom Gegner lösen und wann ein Laufweg den Passweg eines anderen blockiert.

Das ist ein Trainingsziel, kein sportmedizinischer Normwert und keine garantierte Leistungssteigerung. Ergebnis und Prozess gehören zusammen: Wird ein Passweg angeboten, obwohl der Ballführende anders entscheidet? Wer sich freiläuft, hat taktisch sinnvoll gehandelt, auch wenn kein Pass erfolgt. Deshalb werden im Bogen sowohl Angebote als auch konkrete Anschlussaktionen notiert.

Fußballtrainingsszene in Lusaka, Sambia, Aufnahme von 2019
Fußballtrainingsszene in Lusaka, Sambia, Aufnahme von 2019

Bild 2 – Quelle und Alternative: Wikimedia Commons: Football training.jpg; Mepereshka, 06.02.2019, CC BY-SA 4.0, unverändert eingebunden. Textalternative: Dokumentierte Fußballtrainingsarbeit in Lusaka; die Aufnahme dient als Kontext für das Beobachten von Training, nicht als Nachweis für eine bestimmte Trainingsmethode.


Mini-Diagnose vor der Einheit

Stelle nur drei Beobachtungsfragen: Wo entsteht das Problem? Was tun die zwei nächstgelegenen Mitspielenden? Welche Handlung könnte die Situation lösen? Lass eine zweite beobachtende Person unabhängig eine kurze Stichprobe einschätzen. Stimmen beide Bewertungen selten überein, definiere das Beobachtungskriterium verständlicher, bevor du Trainingsfortschritt behauptest. Notiere Spielstärke, Tagesform und Zahl der beobachteten Ereignisse als Grenzen der Aussage.


Vom Ziel zu passenden Spielformen


Die Lernlogik: Entdecken – gezielt verändern – übertragen

Ein sinnvoller Aufbau ist kurzes Einstiegsspiel → gezielt verändertes Lernspiel → freies Abschlussspiel. Bereits das Einstiegsspiel enthält echte Gegenspielende, Raum und eine Entscheidung. Im Lernspiel verstärkst du die zu lernende Spielsituation, ohne aus dem Fußball eine isolierte Hütchenübung zu machen. Im Abschlussspiel fallen Sonderregeln weg: Nur dann zeigt sich, ob das Verhalten auch selbstständig eingesetzt wird.

Die DFB-Trainingsphilosophie Deutschland betont Freude, Intensität und Wiederholung sowie kleine Spielformen mit vielen Ballaktionen. Diese Qualitätsmerkmale begründen keine Maximalbelastung: Intensität wird dem Alter, der Entwicklung, dem Befinden und den Pausen angepasst. Die DFB-Informationen zum Kinderfußball erläutern seit der Saison 2024/25 eingeführte kleinere Wettbewerbsformen.

Video 1 – Quelle und Alternative: Vom Trainerzimmer auf den Trainingsplatz; DFB (Verband), veröffentlicht 13.05.2023. Originalvideo auf YouTube, keine freie Nachnutzungslizenz behauptet; Einbettung ausschließlich über den nativen YouTube-Player und vorbehaltlich der schulischen Datenschutz- und Einwilligungseinstellungen. Textalternative: Hannes Wolf und Peter Hermann erklären zahlreiche kleine Spielformen; im Video beginnen Beispiele für ein Sechs-Tore-Spiel bei 17:55 und für 3 gegen 3 im Funino-Feld bei 23:24. Das Video ist Anschauungsmaterial, keine persönliche Empfehlung für diesen Kurs.


Eigenes Taktikschema: ein Passfenster schaffen

Die folgenden eigenen didaktischen Diagramme wurden am 03.11.2026 für diesen Kurs entworfen. Text und Tabellen sind als eigene Darstellung unter CC BY-SA 4.0 zur Nachnutzung freigegeben. A bezeichnet angreifende Spielende, V verteidigende Spielende, B den Ball, ein Pfeil eine mögliche Lauf- oder Passrichtung. Es handelt sich um schematische Positionsangaben, nicht um maßstabsgerechte Platzpläne.

Taktikschema 1: Nach Ballgewinn stehen beide Ziele im Deckungsschatten
Linke Seite Zentrum Rechte Seite
A2 hinter V2 V1 vor A1 mit B A3 hinter V3
Passfenster blockiert Ballführende Person sucht Lösung Passfenster blockiert
Taktikschema 2: Zwei unterschiedliche Laufwege eröffnen Alternativen
Linke Seite Zentrum Rechte Seite
A2 bewegt sich seitlich nach links A1 hat B und schaut hoch A3 bewegt sich diagonal nach rechts
V2 muss Passlinie neu schließen A1 kann Passfenster prüfen V3 muss Passlinie neu schließen

Textalternative der Schemata: Zunächst sind beide möglichen Passwege von Verteidigenden verstellt. Danach bewegen sich die zwei ballfernen Angreifenden in unterschiedliche Richtungen und geben der ballführenden Person mögliche Entscheidungen. Transferfrage: Was passiert, wenn beide in denselben Raum laufen?


Die Regel muss das Problem treffen

Für das Lernspiel darf ein Team einen Bonuspunkt erhalten, wenn nach kontrolliertem Ballgewinn ein freies seitliches oder diagonales Passangebot sichtbar wird; ein Tor bleibt weiterhin das Hauptziel. Ein zu starres „mindestens drei Pässe vor Torabschluss“ kann hingegen gute direkte Abschlüsse verbieten. Beobachte die gewünschte Handlung, variiere vor allem Raum, Spielerzahl oder Bonus und entferne die Hilfe im Transfer. Kleine Spielgruppen bedeuten viele Aktionen, wenn Warteschlangen, lange Erklärungen und unnötige Unterbrechungen vermieden werden.

Fußballtraining als Bewegungs- und Spielpraxis, Fotografie 2019
Fußballtraining als Bewegungs- und Spielpraxis, Fotografie 2019

Bild 3 – Quelle und Alternative: Wikimedia Commons: Daily training football.jpg; Menkir-tibeb, 12.03.2019, CC BY-SA 4.0, unverändert eingebunden. Textalternative: Aufnahme eines Fußballtrainings aus Äthiopien; sie illustriert Praxisnähe, aber nicht die genaue Anordnung des hier entwickelten Lernspiels.


Drei Trainingsaufgaben mit klarer Funktion

Die drei folgenden Aufgaben bilden zusammen eine Trainingskette. Sie sind für einen konstruierten Modellfall mit zwölf Spielenden im Alter von zehn bis dreizehn Jahren ausgelegt. Zwei getrennte Felder mit je sechs Personen ermöglichen simultan 3 gegen 3. Maßangaben sind Beispiele; passe die Größe an Können, Platzqualität und Sicherheit an. Jede Form wird fachlich angeleitet.


Aufgabe A: Einstiegsspiel – Wo bleibt die Anspielstation?

Ziel: Das Spielproblem im echten Entscheiden sichtbar machen und acht Ballgewinnsituationen beobachten.

Material: Acht gut gesicherte Minitore oder gleichwertige ungefährliche Markierungstore, Hütchen, mehrere altersgerechte Bälle, Leibchen, Beobachtungsbogen, Uhr.

Aufbau: Zwei getrennte, ausreichend beabstandete Felder von ungefähr 20 mal 15 Metern, pro Feld zwei gegenläufige Tore auf jeder Grundlinie oder eine passende sichere Torvariante. Drei gegen drei pro Feld. Die Tore stehen kippsicher und der Raum zwischen den Feldern bleibt frei.

Durchführung: Nach einer sehr kurzen Erklärung frei spielen lassen. Erste acht kontrollierte Ballgewinne je Feld erfassen; das Spiel nicht wegen jeder Beobachtung stoppen. Nach Ausball rasch neu starten. Als Einstieg genügt ein kurzer Spielblock mit einer kleinen Trink- oder Erholungspause bei Bedarf.

Typische Fehler: Coaches coachen die gesuchte Lösung schon während der Eingangsmessung; Spielende stehen hinter Gegenspielenden oder laufen auf dieselbe Linie.

Beobachtung: Nach wie vielen der acht Ballgewinne ist ein freier Passweg sichtbar? Wer bewegt sich ohne Ball? Dokumentiere ohne Namen mit anonymen Zählstrichen.

Leichtere Variante: Feld etwas breiter gestalten, Tempo reduzieren, kürzere Spielphasen und eine gut erkennbare Angriffsrichtung nutzen.

Schwerere Variante: Feld behutsam enger gestalten oder die Verteidigung zielgerichteter anlaufen lassen, ohne riskante Kontakte zu fördern.

Transfer: Dieselbe Beobachtungsdefinition gilt später für das Abschlussspiel; nur so lassen sich die beiden Momentaufnahmen vorsichtig vergleichen.


Aufgabe B: Lernspiel – Zwei Passfenster öffnen

Ziel: Nach Ballgewinn unterscheiden zwei Mitspielende möglichst früh seitliches und diagonales Freilaufen; die ballführende Person nimmt Optionen wahr.

Material: Aufbau und Materialien aus Aufgabe A, zusätzlich andersfarbige flache Markierungen für breite Korridore.

Aufbau: Die zwei 3-gegen-3-Felder bleiben bestehen. Markiere auf jedem Feld zwei schmale Außenkorridore als Orientierung, ohne Spielende dort festzuhalten. Tore sicher verankern.

Durchführung: Freies 3 gegen 3, dazu ein zeitlich begrenzter Bonuspunkt für ein deutlich anspielbares Angebot nach Ballgewinn. Nach wenigen Spielminuten anhalten und fragen: „Welche zwei Laufwege wären jetzt möglich?“ Anschließend erneut spielen, Sonderregel gegebenenfalls abschwächen. Das Spiel bleibt der Mittelpunkt; kurze Impulse statt dauernder Zurufe.

Typische Fehler: Beide Mitspielende kommen zum Ball, bleiben im Rücken des Gegners oder laufen ins selbe Passfenster; der Coach zählt nur tatsächliche Pässe und übersieht gute ungenutzte Angebote.

Beobachtung: Anzahl erkennbarer Passangebote, unterschiedliche Bewegungsrichtungen und selbstständige Entscheidungen. Kurze Teamreflexion mit konkreter Spielsituation.

Leichtere Variante: Feld breiter, Verteidigende mit etwas mehr Abstand starten, Bonus auch für ein einzelnes freies Angebot.

Schwerere Variante: Feld moderat verkleinern, Bonus nur bei zwei unterschiedlichen Passoptionen oder nach einem unmittelbaren Umschaltmoment vergeben.

Transfer: Bonusregel erst reduzieren und dann ganz entfernen, damit die Teams eigene Lösungen wählen.


Aufgabe C: Abschlussspiel – Löst ihr das Problem ohne Hilfe?

Ziel: Sichtbare Freilaufangebote im gewöhnlichen Spiel wiederholen und Transfer prüfen.

Material: Material wie in A, Beobachtungsbogen, Wasser und sichere Pausenfläche.

Aufbau: Wieder dieselben zwei Felder und Mannschaftsgrößen wie bei der Eingangsmessung; möglichst ähnliche Bedingungen.

Durchführung: Zwei freie 3-gegen-3-Spiele ohne Bonus und ohne vorgegebene Passzahl. Beobachte wieder die ersten acht passenden Ballgewinne pro Feld. Coaches greifen nur zur Sicherheit oder für die notwendige Spielorganisation ein; anschließend kurze Reflexion und freiwillige eigene Zielsetzung.

Typische Fehler: Eine verbesserte Quote wird sofort als bewiesene Ursache gewertet; Teams spielen nur noch auf Quoten statt auf Tore; Ermüdungszeichen werden ignoriert.

Beobachtung: Vorher-nachher-Quoten, Qualität des Freilaufens, Anschlussentscheidung und mögliche Gegenbeispiele festhalten.

Leichtere Variante: Kleine Erholungsphasen, breiteres Feld oder klare Orientierungslinien, ohne das Ziel zu ändern.

Schwerere Variante: Bei sicherem, passendem Leistungsstand in einem weiteren Termin mit veränderter gegnerischer Spielweise prüfen.

Transfer: Im nächsten Freundschaftsspiel oder regulären Training dasselbe Verhalten unter anderem Gegnerdruck erneut beobachten, ohne Personen bloßzustellen.

Video 2 – Quelle und Alternative: Vom Wohnzimmer auf den Trainingsplatz; DFB (Verband), veröffentlicht 20.01.2023, mit Hannes Wolf und Hermann Gerland. Über den offiziellen YouTube-Player eingebettet, keine CC-Lizenz behauptet. Textalternative: Spielnahe Varianten wie 2 gegen 2, 4 gegen 4 mit Anspielenden und Linie verteidigen werden beschrieben; besonders geeignet zum Vergleichen von Aufgabenbedingungen. Video nur nach den jeweils geltenden Freigabe- und Datenschutzentscheidungen aktivieren.


Vollständiger Modellfall: eine U13-Einheit planen


Ausgangslage, messbares Ziel und Zeitplan

Fiktive Ausgangslage: Zwölf Kinder im Alter von elf bis zwölf Jahren, zwei Coaches, zwei sichere Kleinspielfelder. In einer Beobachtung werden im ersten Spiel bei zwei von acht Ballgewinnen auf Feld A freie Anspielstationen erfasst; auf Feld B bei drei von acht. Daraus folgt zunächst nur eine Arbeitsvermutung, keine Diagnose individueller Defizite.

Ziel auf Feld A: Im freien Abschlussspiel ist bei mindestens fünf der ersten acht kontrollierten Ballgewinne innerhalb von drei Sekunden eine offene Anspielstation erkennbar. Zusätzlich können zwei Spielende verbal oder mit einer eigenen Skizze je einen seitlichen und einen diagonalen Laufweg erklären. Für Feld B werden dieselben Kriterien beobachtet, aber die jeweilige Ausgangslage getrennt berichtet.

Beispielhafter Ablauf für 70 Minuten
Minuten Phase Zweck und Coachingimpuls
0–8 Bewegter Einstieg mit Ball und kurzer 3-gegen-3-Sequenz Freude, Orientierung, Aufsicht und sichere Feldwege
8–20 Aufgabe A mit Eingangsmessung Acht Ballgewinne zählen; noch keine Lösung vorsagen
20–38 Aufgabe B mit kurzen Reflexionsstopps Passfenster durch Freilaufen verändern; zwei Varianten ausprobieren
38–58 Aufgabe C, freies Spiel Sonderregeln weg; selbstständige Entscheidungen zulassen
58–65 Zweite Erhebung im freien Spiel Bei Bedarf denselben freien Spielmodus fortführen, bis acht verwertbare Situationen vorliegen; wenn nicht, Stichprobe als kleiner kennzeichnen
65–70 Auslaufen, Trinken, Reflexion Ein beobachtetes Beispiel, ein nächster Lernschritt

Die Zeitfenster sind ein Planungsbeispiel, keine Verpflichtung zu ununterbrochener Belastung. Trinkpausen und Erholung werden in den Spielblöcken nach Bedarf eingeräumt; bei Hitze, Beschwerden, geringer Erfahrung oder fehlender Aufsicht werden Umfang und Felder angepasst. Die zweite Erhebung zählt nur die acht neu beobachteten Situationen in der ausgewiesenen Phase, nicht doppelt jene aus Aufgabe C.


Lösung des Modellfalls: Diagnose, Intervention, Auswertung

Beispiel einer nachvollziehbaren Lösung: Der Coach beobachtet, dass A2 und A3 nach Ballgewinn gleichzeitig zentral zum Ball laufen. Die passende Intervention sind breitere und diagonale Laufwege mit konkurrierenden Spielentscheidungen, nicht eine reine Passstaffel ohne Gegner. Im Lernspiel machen die seitlichen Korridore die beiden Optionen erkennbarer. Im freien Spiel werden die Korridore als Pflicht und die Bonusregel entfernt.

Ausgefüllter anonymisierter Modell-Beobachtungsbogen, ausschließlich erfundene Werte
Feld Vorher: mit freiem Angebot Nachher: mit freiem Angebot Vorsichtige Interpretation
A 2 von 8 5 von 8 Ziel in dieser kurzen Stichprobe erreicht; erneute Prüfung nötig
B 3 von 8 5 von 8 Mehr beobachtete Angebote; kein sicherer Wirksamkeitsbeweis

Rechenweg: Auf Feld A sind fünf statt zwei von acht Ballgewinnsituationen mit Angebot erfasst, also drei mehr innerhalb gleicher Stichprobengröße. Auf Feld B sind es zwei mehr. Dass Lernprozesse, Tagesform oder andere Einflüsse eine Rolle gespielt haben können, bleibt offen. Qualitative Ergänzung: Die Teams finden häufiger unterschiedliche Laufwege, einzelne gute Angebote werden aber noch nicht angespielt. Deshalb lautet das Anschlussziel „Passfenster wahrnehmen und den passenden Anschluss wählen“.


Eigenes Ablaufdiagramm und Entscheidungsbaum

Eigenes Planungsdiagramm, Entwurf 03.11.2026, CC BY-SA 4.0
Spielproblem sehen
↓
Beobachtungsregel festlegen
↓
Einstiegsaufgabe mit Ausgangswert
↓
Lernspiel mit genau einer sinnvollen Veränderung
↓
Freies Spiel und zweiter Beobachtungswert
↓
Ziel erreicht? Ja: Transfer in neuer Lage prüfen. Nein: Ursache und Aufgabenbedingung überarbeiten.

Textalternative: Von der Spielbeobachtung führt der Ablauf über Zielsetzung, kurzes Eingangsspiel, gezielte Variation und freies Abschlussspiel zur Reflexion; bei ausbleibender Veränderung werden Hypothese und Trainingsform überprüft.


Bewertungsraster für deinen Trainingsplan

Transparente Bewertung mit fünf Kriterien und jeweils 0 bis 4 Punkten
Kriterium 4 Punkte 2 Punkte 0 Punkte
Spielproblem und Beobachtung Wiederholte, konkret beobachtbare Situation und eindeutige Zählregel Problem erkennbar, Zählregel unklar Nur allgemeine Behauptung
Zielklarheit Verhalten, Situation, Stichprobe und Zielwert genannt Teilweise messbares Ziel Nicht überprüfbar
Passung der Trainingskette Einstieg, Lernspiel und freier Transfer prüfen dieselbe Handlung Zusammenhang teilweise erkennbar Unverbundene Übungen
Sicherheit und Differenzierung Altersgerechte Varianten, sichere Tore, Aufsicht, Pausen und Abbruch benannt Einzelne Vorkehrungen fehlen Erhebliche Sicherheitslücken
Auswertung und Lerntransfer Daten korrekt und vorsichtig interpretiert, neuer Prüfpunkt vereinbart Zahlen genannt, wenig Interpretation Kein Lernnachweis

Bewertungsschlüssel: Für jedes Kriterium sind 0, 1, 2, 3 oder 4 Punkte zulässig; die Zwischenwerte beschreiben jeweils eine Zwischenqualität. Maximal 20 Punkte. 17–20: sehr gut begründet; 13–16: weitgehend tragfähig; 9–12: noch überarbeiten; 0–8: grundlegende Neuausrichtung. Musterbewertung: Problem 4, Ziel 4, Trainingskette 4, Sicherheit 3, Auswertung 3 ergibt 18 von 20 Punkten. Der Abzug bei Sicherheit wäre beispielsweise begründet, wenn die Trinkpausen nur implizit statt als verlässliche organisatorische Regel benannt wären. Das Raster bewertet einen Plan, nicht die persönliche Leistung eines Kindes.


Altersgerecht, sicher und reflektiert coachen


Alter, Erfahrung und Teilhabe unterscheiden

Gruppe Geeigneter Schwerpunkt Unterstützung und Variation
6–9 Jahre, Einstieg Bewegte Spielgeschichten, 2 gegen 2 oder 3 gegen 3, Tore erzielen, viele Ballkontakte Kurze Erklärungen, Wahlmöglichkeiten, einfache Markierungen, keine Kopfballpflicht; Wohlbefinden vor Punktzahl
10–13 Jahre, variable Grundlagen 3 gegen 3, Freilaufen und Anspielbarkeit, Raum und Gegenüber wahrnehmen Unterschiedliche Feldbreiten, Aufgaben in mehreren Schwierigkeitsgraden, Spielregeln begrenzt variieren
14–17 Jahre, spielnahe Entscheidungen 3 gegen 3, 4 gegen 4 und passende Transferformen mit Zeit- und Gegnerdruck Qualitätskriterien gemeinsam erarbeiten, Positionen wechseln, Belastung und Erfahrung berücksichtigen
Erwachsene, angepasst Gegnerbezogene Kleinspiele und Reflexion bei unterschiedlichen sportlichen Hintergründen Raum, Wiederholungen, Ruhezeiten und Rollen an Trainingszustand, Erfahrung und persönliche Voraussetzungen anpassen

Die Tabelle ist eine didaktische Orientierung und keine pauschale Entwicklungsdiagnose. Plane Zugänglichkeit für Menschen mit unterschiedlicher Erfahrung oder Unterstützungsbedarf; biete Rollenwechsel sowie mündliche und grafische Alternativen für Reflexionen. Lob bezieht sich auf beobachtbare Entscheidungen und Lernfortschritte, nicht auf eine fixe Begabung.


Sicherheits- und Datenschutzcheck

Vor Beginn: Platz auf Löcher, Hindernisse und Abstände prüfen; Tore gegen Kippen sichern; Laufwege und Nachbarfelder trennen; Bälle und Leibchen passend wählen; Aufsicht und Notfallwege klären. Kinder dürfen bewegliche Tore nicht selbst umstellen. DFB-Leitfaden zur Torsicherheit, 01.07.2025.

Während der Einheit: Kontakte fair und kontrolliert, Pausen und Trinken ermöglichen, auf Schmerz, Schwindel, ungewöhnliche Erschöpfung und Hitze achten. Bei Beschwerden sofort abbrechen, betreuen lassen und je nach Situation fachliche bzw. medizinische Hilfe organisieren. Coaches führen keine eigenständige Verletzungsbehandlung jenseits ihrer Qualifikation durch. Keine riskanten Sprung- oder Kontaktfolgen und keine Maximalbelastung als Pflicht.

Kopfball: Diese Einheit lässt sich vollständig ohne Kopfballtraining durchführen. Gerade bei Kindern besteht keine Kopfballpflicht. Der DFB empfiehlt generell, Kopfballbelastung zu verringern, Alters- und Ballmaterial zu berücksichtigen und viele Wiederholungen zu vermeiden; etwaige Technikschulung gehört ausschließlich in verantwortete, altersgerechte Settings.

Datenschutz: Nur anonymisierte Summen auf dem Beobachtungsbogen; keine Namenslisten, identifizierbaren Kinderbilder oder Gesundheitsdetails veröffentlichen. Videos sind freiwillige Anschauung. Bei schulischer VIDIS-Nutzung und restriktiven Einbettungseinstellungen zählen die institutionelle Wahl, Consent-Mechanismen und die folgenden Textalternativen; Videoplattformen nicht automatisch freigeben. Ohne Fremdvideo bleibt die ganze Einheit durchführbar.


Profibilder fachlich einordnen: Vorbild ist eine Frage, keine Schablone

Megan Rapinoe bei einem Nationalmannschaftsspiel im Mai 2015
Megan Rapinoe bei einem Nationalmannschaftsspiel im Mai 2015

Bild 4 – Quelle und Alternative: Wikimedia Commons: Megan Rapinoe.jpg; Noah Salzman, 10.05.2015, CC BY-SA 4.0, unverändert. Textalternative: Megan Rapinoe im Spiel für die US-amerikanische Nationalmannschaft im Jahr 2015. Historische Aufnahme, keine Aussage über aktuelle Vereinszugehörigkeit. Analysefrage: Welche Vorinformationen bräuchtest du, um aus einer Spielsequenz ein bewusstes Freilaufangebot zu erkennen?

Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes:
Alexia Putellas in einer Begegnung von Barcelona gegen Athletic Club am 28. Februar 2016

Bild 5 – Quelle und Alternative: Wikimedia Commons: Alexia Putellas (FCB - Athletic Club 2016).jpg; Electro07, 28.02.2016, CC BY-SA 4.0, unverändert. Textalternative: Alexia Putellas im dokumentierten Spiel 2016; kein Bild eines heutigen Kaders. Analysefrage: Welche Positionen von Ball, Gegner und Mitspielenden müsstest du vor und nach diesem Standbild sehen, um eine Anspielentscheidung zu beurteilen?

Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes:
Jamal Musiala in der Begegnung Ecuador gegen Deutschland am 25. Juni 2026

Bild 6 – Quelle und Alternative: Wikimedia Commons: Jamal Musiala Ecuador v Germany 25 June 2026-174.jpg; Bryan Berlin / WikiPortraits, 25.06.2026, CC BY-SA 4.0, unverändert. Textalternative: Jamal Musiala in der Begegnung Ecuador gegen Deutschland im Juni 2026; nicht als heutiger Kaderbeleg zu verwenden. Analysefrage: Ist in einer längeren Spielsequenz der offene Passweg oder ein Dribbling die zweckmäßige Lösung?

Methodischer Hinweis: Einzelbilder beweisen weder die Qualität einer Entscheidung noch die Wirkung eines Trainings. Verwende historische Profiaufnahmen als Anlass für Fragen; beurteile konkrete Taktik erst an erlaubten, ausreichend langen Spielszenen. Niemand von den abgebildeten Personen wirkt an diesem Kurs mit oder empfiehlt ihn.

Video 3 – Quelle und Alternative: Hannes Wolf und der BVB präsentieren die Trainingsphilosophie Deutschland; DFB (Verband), veröffentlicht 12.05.2025, mit Thomas Broich und Marco Lehmann. Offizieller YouTube-Player, keine CC-Lizenz oder persönliche Empfehlung behauptet. Textalternative: Vorstellung kleiner, an unterschiedliche Leistungsstufen angepasster Spielformen bei Borussia Dortmund. Achte auf mehrere Spielfelder, verfügbare Ballaktionen und kurze Coachingimpulse. Bei gesperrter Videoeinbettung bleibt der Text als Ersatz.


Reflexionsschleife nach dem Training

Stelle nach dem Spiel drei Fragen: „Was habt ihr nach Ballgewinn erkannt?“, „Wann wurde ein Passweg frei?“, „Was würdet ihr nächstes Mal anders machen?“ Gleiche Spielerantworten mit Beobachtungsnotizen ab. Bei ausbleibendem Fortschritt zuerst die Hypothese und die Aufgabe überarbeiten, nicht die Spielenden etikettieren. Notiere eine überprüfbare Änderung für die Folgeeinheit und plane die nächste Beobachtung.

Sequenz statt erfundener Animation: Das eigene Diagramm in drei Schritten lautet Standbild A: Ballgewinn, beide Passwege zu; Standbild B: A2 läuft nach außen, A3 diagonal; Standbild C: A1 erkennt die bessere Option oder dribbelt in den freien Raum. Das sind frei nachnutzbare Text-Standbilder vom 03.11.2026 (eigene Darstellung, CC BY-SA 4.0), keine behauptete Videodatei oder GIF-Animation. Textalternative: Der dargestellte Ablauf zeigt ein Vorher, zwei Freilaufbewegungen und eine anschließende Entscheidung.


Interaktive Aufgaben


Multiple-Choice-Quiz

Welche Beobachtung beschreibt ein konkretes Spielproblem? (Nach Ballgewinn ist bei sechs von acht Situationen kein freies Passfenster erkennbar) (!Unser Team ist grundsätzlich unbegabt) (!Wir sollten mehr Hütchen kaufen) (!Ein gutes Training braucht immer viele neue Übungen)



Was macht ein Trainingsziel beobachtbar? (Ein beschriebenes Verhalten mit Situation und überprüfbarem Kriterium) (!Die bloße Hoffnung auf besseren Teamgeist) (!Ein allgemeiner Satz ohne Ausgangslage) (!Die maximale Anzahl aufgestellter Hütchen)



Was gehört zur kurzen Einstiegsaufgabe? (Eine echte Spielsituation mit Entscheidungen und kurzer Beobachtung) (!Nur eine lange Erklärung ohne Ball) (!Eine Passfolge ohne Gegner und ohne Spielproblem) (!Eine freie Übung ohne Bezug zum Ziel)



Welche Änderung fördert freie Anspielstationen nach Ballgewinn? (Seitliches und diagonales Freilaufen in unterschiedliche Räume) (!Alle Mitspielenden laufen zur ballführenden Person) (!Alle bleiben hinter demselben Gegenspieler) (!Die Spielenden vermeiden jede Bewegung ohne Ball)



Wozu dient das gezielt veränderte Lernspiel? (Die gewünschte Spielsituation häufiger und erkennbarer auslösen) (!Den Transfer ohne erneutes Spielen behaupten) (!Alle Spielsituationen durch auswendig gelernte Abläufe ersetzen) (!Jede freie Entscheidung dauerhaft verbieten)



Wann prüfst du den Spieltransfer besonders sinnvoll? (Im freien Abschlussspiel ohne die zusätzliche Bonusregel) (!Nur bei der Erklärung auf der Taktiktafel) (!Allein anhand der Anzahl gelaufener Meter) (!Nur beim Anschauen eines Fotos)



Was zeigt ein Ergebnis von fünf statt zwei freien Angeboten bei jeweils acht Ballgewinnen? (In dieser Stichprobe wurden drei weitere Situationen mit Angebot beobachtet) (!Damit ist die Ursache wissenschaftlich bewiesen) (!Jedes einzelne Kind hat sich sicher verbessert) (!Die Übung ist für alle Altersgruppen gleich wirksam)



Welche Anpassung passt am ehesten zu Einsteigenden zwischen sechs und neun Jahren? (Kurze spielerische Kleinfeldformen und viele Ballaktionen) (!Verpflichtendes intensives Kopfballtraining) (!Maximale körperliche Belastung ohne Pause) (!Lange Wartezeiten zwischen isolierten Übungen)



Welche Aussage zur Torsicherheit ist richtig? (Transportable Tore müssen zuverlässig gegen Umkippen gesichert sein) (!Kinder dürfen schwere Tore alleine umstellen) (!Ein ungesichertes Tor ist im Training unproblematisch) (!Tore dürfen als Klettergerüst genutzt werden)



Wie nutzt du Profibilder fachlich verantwortungsvoll? (Als historisch eingeordnete Beobachtungsanlässe mit Quellen und Bildgrenzen) (!Als Beweis einer bestimmten Trainingswirkung) (!Als aktuelle Kaderübersicht unabhängig vom Aufnahmedatum) (!Als persönliche Empfehlung der abgebildeten Person)




Memory

Ordne die sechs eindeutigen Begriffe ihren Beschreibungen zu.

Spielproblem Wiederkehrende Schwierigkeit in einer konkreten Spielsituation
Passfenster Raumlinie für ein annehmbares Zuspiel ohne unmittelbare Blockade
Freilaufen Bewusstes Lösen vom Gegner in einen anspielbaren Raum
Eingangsbeobachtung Erhebung vor der gezielten Veränderung der Spielform
Transfer Selbstständige Anwendung unter weniger unterstützten Spielbedingungen
Reflexion Begründete Auswertung von Handlungen und nächsten Lernschritten




Drag-and-drop-Zuordnung

Verbinde jeden Planungsschritt mit der passenden Handlung.

Planungsschritt Passende Handlung
Problem erkennen Acht Ballgewinne anhand derselben Definition beobachten
Ziel festlegen Fünf freie Anspielangebote in acht Situationen anstreben
Einstieg gestalten Kurzes freies Drei-gegen-Drei spielen lassen
Lernspiel verändern Seitliche und diagonale Laufwege durch einen Bonus sichtbar machen
Transfer überprüfen Ohne Bonus erneut frei spielen und Verhalten beobachten




Kreuzworträtsel

Finde sechs Fachbegriffe aus dem Kurs. Jede Lösung besteht aus genau einem Wort.

Freilaufen Wie heißt das absichtliche Lösen von einer gegnerischen Deckung?
Passfenster Wie heißt die offene Möglichkeit für ein Zuspiel zwischen Gegenspielenden?
Umschalten Wie heißt der schnelle Wechsel zwischen Angreifen und Verteidigen?
Beobachtung Wie heißt das planmäßige Erfassen tatsächlich sichtbaren Verhaltens?
Reflexion Wie heißt das begründete Nachdenken über Ergebnis und Lernweg?
Spielbreite Wie heißt das Ausnutzen der seitlichen Raumaufteilung des Feldes?




LearningApps

Mit der folgenden Themensuche kannst du freiwillige Lernspiele finden. Ein Suchtreffer ist nicht automatisch ein von diesem Kurs geprüftes oder neu erstelltes LearningApp-Spiel. Es werden keine personenbezogenen Lerndaten benötigt.


Lückentext

Fülle die Lücken mit den zentralen Begriffen des Kurses. Pro Satz fehlt genau ein Begriff.

Ergänze den Text.
Am Anfang einer guten Einheit steht ein beobachtetes

.
Ein konkretes Ziel beschreibt ein überprüfbares

.
Die erste kurze Spielform dient der

.
Nach dem Ballgewinn hilft das gezielte

.
Eine sichtbare Zuspielmöglichkeit ist ein

.
Das gezielte Lernspiel enthält eine begründete

.
Im freien Abschlussspiel prüfen wir den

.
Die Zählung erfolgt mit einer vorher festgelegten

.
Der Vergleich weniger Situationen beweist noch keine

.
Pausen und gesicherte Tore gehören zur

.
Das gemeinsame Nachdenken am Ende heißt

.



Offene Aufgaben

Bearbeite genau die vier Aufgaben je Niveaustufe oder wähle sie im Trainerteam abgestuft aus. Die Lösungshinweise sind Musterlösungen, keine einzig zulässigen Formulierungen. Praxisaufgaben werden nur unter geeigneter fachlicher Aufsicht durchgeführt.


Leicht

  1. Spielbeobachtung: Sieh dir eine kurze erlaubte 3-gegen-3-Szene an und beschreibe ein wiederkehrendes Problem ohne Schuldzuweisung. Lösungshinweis: „Nach Ballgewinn fehlt häufig eine seitliche Anspielstation“ nennt Situation und sichtbares Verhalten.
  2. Trainingsziel: Formuliere aus der Beobachtung ein Ziel mit beobachtbarem Verhalten. Lösungshinweis: „In mindestens fünf von acht Ballgewinnsituationen entsteht ein offenes Passfenster“ ist nach definierten Regeln prüfbar.
  3. Trainingsmaterial: Skizziere zwei kleine sichere Spielfelder für zwölf Spielende. Lösungshinweis: Zwei getrennte 3-gegen-3-Felder, kippsichere Tore, freie Sicherheitsabstände und Ersatzbälle.
  4. Coachingfrage: Erfinde eine kurze Frage, die zum Nachdenken über Freilaufen anregt. Lösungshinweis: „Wo konntest du nach Ballgewinn anspielbar werden?“ ist hilfreicher als pauschales Anschreien.


Standard

  1. Fußballtaktik: Zeichne je zwei passende und unpassende Laufwege nach Ballgewinn und erläutere ihren Effekt. Lösungshinweis: Seitlicher und diagonaler Laufweg öffnen unterschiedliche Passfenster, zwei identische zentrale Läufe können sie schließen.
  2. Trainingsplanung: Erstelle aus Einstieg, Lernspiel und Transfer einen Ablauf für 60 bis 75 Minuten. Lösungshinweis: Zeit, Ziel, Aufbau, Beobachtung, Erholung und Coachingimpuls sind enthalten; ein Beispiel steht im Modellfall.
  3. Differenzierung: Passe Aufgabe B für einen unerfahrenen Achtjährigen und eine erfahrene Sechzehnjährige an. Lösungshinweis: Jüngere erhalten breitere Räume und kurze Phasen, Ältere stärkeren spielgerechten Entscheidungsdruck bei sicherer Belastung.
  4. Beobachtungsbogen: Gestalte eine namenlose Tabelle für acht Ballgewinnsituationen pro Phase. Lösungshinweis: Spalten für Phase, Nummer der Situation, offenes Angebot ja/nein und kurze qualitative Notiz.


Schwer

  1. Hypothesenprüfung: Begründe zwei alternative Ursachen dafür, dass das Team nach Ballgewinn den Ball verliert, und plane eine Gegenbeobachtung. Lösungshinweis: Fehlendes Freilaufen und unpräziser erster Ballkontakt unterscheiden sich; beide müssen unabhängig erfasst werden.
  2. Trainingsanalyse: Berechne und interpretiere die fiktiven Ergebnisse 2 von 8 vor und 5 von 8 nach dem Training. Lösungshinweis: Drei zusätzliche Situationen mit Passangebot; Stichprobe klein, andere Erklärungen bleiben möglich.
  3. Taktikdiagramm: Entwirf drei aufeinanderfolgende, selbst gezeichnete Standbilder mit einem Ballgewinn, zwei Laufwegen und einer Anschlussentscheidung. Lösungshinweis: Ausgangsdeckung, divergierende Freilaufwege und begründete Entscheidung sind sichtbar und als eigene Grafik gekennzeichnet.
  4. Trainingsreflexion: Entwickle für eine Folgeeinheit einen alternativen Trainingsplan, falls das Ziel verfehlt wird. Lösungshinweis: Zuerst Kriterium und Ursache prüfen, dann gezielt Raum oder Unterstützung variieren und anschließend frei nachmessen.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

Diese fünf weiterführenden Lernkontrollen verlangen Erklärungen, Anwendungen und begründete Entscheidungen; sie sind nicht mit dem Multiple-Choice-Quiz identisch.

  1. Transferaufgabe: Erkläre, warum ein Bonus für Freilaufen im Lernspiel hilfreich sein kann, im Abschlussspiel aber entfällt. Musterlösung: Der Bonus erhöht die Aufmerksamkeit für das Problem; ohne Sonderregel wird Selbstständigkeit geprüft.
  2. Fallanalyse: Ein Team kann sicher passen, verliert aber nach jedem Ballgewinn die Übersicht. Welches Spielproblem vermutest du und wie testest du es? Musterlösung: Freilaufverhalten und Wahrnehmung getrennt beobachten, dann ein 3-gegen-3-Einstiegsspiel mit definierten Kriterien.
  3. Datenauswertung: In acht Situationen entstehen vier gute Passoptionen, aber nur ein Pass wird gespielt. Wie beurteilst du das Lernziel? Musterlösung: Das Angebotsziel ist nur teilweise erfüllt, die Entscheidung der Ballführenden ist ein zusätzliches Teilziel.
  4. Sicherheit im Sport: Ein mobiles Tor ist nicht gesichert und ein Kind klagt über Schwindel. Was geschieht vor Trainingsfortsetzung? Musterlösung: Spiel sofort stoppen, Tor aus dem Betrieb nehmen und fachgerecht sichern lassen, Kind aus dem Spiel nehmen und angemessene professionelle Hilfe veranlassen.
  5. Unterrichtsplanung: Vergleiche für Einsteigende und Fortgeschrittene jeweils Feldgröße, Aufgabe, Rückmeldung und Transfer. Musterlösung: Bei Einsteigenden mehr Raum, kürzere Phasen und einfache Fragen; bei Fortgeschrittenen mehr Gegnerdruck und detailliertere Reflexion, jeweils angepasst und sicher.


Lernnachweis

Dein Portfolio enthält: (1) Spielproblem mit Situation, sichtbarem Verhalten und zwei alternativen Erklärungen, (2) genaue Ziel- und Zählregel, (3) beschriftetes Feldschema, (4) einen Ablauf mit Ziel, Material, Aufbau, Durchführung, Fehlerbild, Beobachtung, leichterer und schwererer Variante und Transfer für jede der drei Aufgaben, (5) anonyme Vorher-nachher-Daten, (6) eine vorsichtige Interpretation und (7) einen nächsten Lernschritt. Gib für eigene Taktikdiagramme Urheber, Datum, Lizenz und Textalternativen an.

Praktischer Nachweis: Bei einer fachlich betreuten Einheit erklärt der Coach vorab das Problem in einem Satz, startet die Einstiegsaufgabe zügig, beobachtet statt nur zu rufen, verändert genau eine wesentliche Spielbedingung und prüft dieselbe Zielhandlung im freien Spiel. Eine schriftliche Plansimulation ist möglich, wenn keine sichere beaufsichtigte Spielpraxis verfügbar ist. Beurteile den Lernnachweis mit dem 20-Punkte-Raster aus dem Modellfall und dokumentiere Begründungen.


OER und Wikipedia

Fachliche Quellen (recherchiert am 03.11.2026):

  1. DFB: Trainingsphilosophie Deutschland – Freude, Intensität, Wiederholung und kleine Spielformen; externes Originalmaterial, keine Übernahme geschützter Texte.
  2. DFB: Kinderfußball – altersgemäße Spielformen und Beteiligung aller Kinder.
  3. DFB: Kopfballspiel – FAQ und Empfehlungen – Belastung begrenzen, leichtes Material und altersgerechte Verantwortung.
  4. DFB: Verkehrssicherheit und Fußballtore – Leitfaden vom 01.07.2025 zur Sicherung von Toren.
  5. DFB: Trainingsdialoge im Überblick – weitere Kleinfeld-Varianten und begründete Übungsauswahl.
  6. Wikipedia: Fußball – frei zugängliche thematische Grundorientierung, Wikipedia-Lizenzhinweise auf der Originalseite beachten.

Verifizierte Commons-Dateiseiten und Lizenzen: Players exercising.jpg (Douglaseru, 28.03.2021, CC BY-SA 4.0); Football training.jpg (Mepereshka, 06.02.2019, CC BY-SA 4.0); Daily training football.jpg (Menkir-tibeb, 12.03.2019, CC BY-SA 4.0); Megan Rapinoe.jpg (Noah Salzman, 10.05.2015, CC BY-SA 4.0); Alexia Putellas 2016 (Electro07, 28.02.2016, CC BY-SA 4.0); Jamal Musiala 2026 (Bryan Berlin / WikiPortraits, 25.06.2026, CC BY-SA 4.0). Rechtsgrund der Einbettung: Die jeweiligen Commons-Lizenzen erlauben unter Namensnennung und Beachtung gleicher Lizenzbedingungen die Nachnutzung; Dateiseiten enthalten den verbindlichen Nachweis. Die Bilder wurden hier nicht verändert. Persönlichkeitsrechte bleiben gegebenenfalls zusätzlich zu beachten.

Verifizierte Videoquellen: DFB, 13.05.2023 – Vom Trainerzimmer auf den Trainingsplatz; DFB, 20.01.2023 – Vom Wohnzimmer auf den Trainingsplatz; DFB, 12.05.2025 – Trainingsphilosophie beim BVB. Urheber/Herausgeber: DFB (Verband). Einbettungsgrund: offizieller YouTube-Player, kein Download und keine unterstellte Creative-Commons-Lizenz. Für alle drei Videos bestehen Textalternativen direkt unter der Einbettung. Externe Videos nur gemäß lokalen Datenschutz-, Einwilligungs- und VIDIS-Einstellungen öffnen.

Eigene OER: Die Taktikschemata, dreistufige Textbild-Sequenz, der Planungsablauf und der Modell-Beobachtungsbogen wurden eigens für diesen Kurs am 03.11.2026 erstellt und unter CC BY-SA 4.0 freigegeben. Keine ungeprüfte Fremdanimation wurde eingebunden; eine real bewegte Animation ist nicht vorhanden. Die Tabellen und Textalternativen ermöglichen eine Nutzung ohne Medienplayer.

Wikipedia-Vertiefung:


Verknüpfte Lernbereiche

Die neue Fußballwelt ist als eigenständiger Lernpfad gedacht: beobachten → Ziel vereinbaren → kurz spielend einsteigen → gezielt verändern → frei übertragen → reflektieren. Die Navigationslinks sind Verknüpfungen, keine Kopie, Überschreibung oder Übernahme bestehender alter Fußballkurse. Die eigenständigen Anschlussseiten Fußball und Fußballtraining bleiben nur thematische Bezugspunkte.


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