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Eine Gesetzesidee durch das politische Verfahren verfolgen - Gemeinschaftskunde 9-10

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Eine Gesetzesidee durch das politische Verfahren verfolgen - Gemeinschaftskunde 9-10

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Eine Gesetzesidee durch das politische Verfahren verfolgen - Gemeinschaftskunde 9-10

Fach: Gemeinschaftskunde | Klasse: 9–10 | Niveau: Fö, G, M und E | Zeitstand: 17. Oktober 2026

Kurzbeschreibung: Zwischen Vorschlag, Beratung, Beschluss und Kontrolle unterscheiden und beteiligte Interessen an einem Modellfall nachvollziehen.

Leitfrage: Wie wird aus einer politischen Idee möglicherweise ein Gesetz – und wer kann dabei mitreden?

Wichtig: Unser Beispiel ist erfunden. Die Informationen über die staatlichen Einrichtungen und das geltende Recht sind dagegen mit offiziellen Quellen abgeglichen.


Einleitung

Ein Gesetz ist eine verbindliche Regel. In einer Demokratie wird ein Bundesgesetz nicht von einer einzelnen Person gemacht. Mehrere Einrichtungen wirken daran mit.

Dein Lernweg: Idee verstehen → Interessen prüfen → Beratung verfolgen → Beschluss erklären → Kontrolle beurteilen.

Wort-Hörhilfe: Höre das Wort „Gesetz“.

Transkript: „Gesetz.“

Wort-Hörhilfe: Höre das Wort „Gesetzesbeschluss“.

Transkript: „Gesetzesbeschluss.“

Worterklärung: Eine Gesetzesidee ist noch kein Gesetz. Ein Gesetzesbeschluss ist eine Entscheidung im parlamentarischen Verfahren. Bis zum geltenden Gesetz folgen weitere Schritte.


Unser fiktiver Modellfall: Mehrwegbecher

Ein benutzter und zerdrückter Einwegbecher liegt zwischen Gras und Zweigen

Bildfrage: Was siehst Du wirklich? Das Foto zeigt einen weggeworfenen Becher. Es beweist nicht, wie viele Becher insgesamt weggeworfen werden.

Drei wiederverwendbare Pfandbecher in verschiedenen Größen stehen nebeneinander

Bildfrage: Welche Idee steckt hinter diesen Bechern? Sie können mehrfach benutzt werden.

Fiktive Gesetzesidee für 2029: Cafés sollen Getränke zum Mitnehmen normalerweise in Mehrwegbechern ausgeben. Einwegbecher sollen nur bei genau bestimmten Ausnahmen erlaubt sein. Kleine Cafés sollen zwei Jahre Zeit für die Umstellung bekommen.

Die erfundenen Personen Mila (Jugendgruppe), Samir (Cafébetreiber) und Mira (Bundestagsabgeordnete) betrachten diesen Vorschlag aus verschiedenen Blickwinkeln.

Achtung – geltendes Recht, kein Modell: Schon seit dem 1. Januar 2023 gibt es in Deutschland eine Mehrwegangebotspflicht für bestimmte Getränke- und Lebensmittelverpackungen zum Mitnehmen. Im Rechtsstand 2026 ist sie in § 60 des Verpackungsrecht-Durchführungsgesetzes geregelt; § 61 enthält Erleichterungen für kleine Unternehmen. Kundinnen und Kunden haben bei den betroffenen Angeboten grundsätzlich die Wahl zwischen Einweg und Mehrweg. Unsere fiktive Idee würde darüber hinausgehen, weil sie Mehrweg im Regelfall vorschreiben soll.

Geprüfte Quelle, Stand 12.08.2026: Umweltbundesamt: Mehrwegverpackungen. Gesetzestext: § 60 VerpackDG und § 61 VerpackDG.


Vier Stationen der Gesetzgebung


Vorschlag: Wer bringt eine Idee ein?

Einfach erklärt: Alle Menschen können politische Ideen äußern. Einen Gesetzentwurf auf Bundesebene dürfen aber nur bestimmte Stellen offiziell einbringen: die Bundesregierung, der Bundesrat und Mitglieder des Bundestages über eine Fraktion oder mindestens fünf Prozent der Abgeordneten.

Im Modell: Mila schickt eine Petition an den Bundestag. Eine fiktive Bundestagsfraktion greift die Idee auf und bringt einen Entwurf ein. Die Petition ist nicht selbst die förmliche Gesetzesinitiative.

Merksatz: Ein Wunsch ist noch kein Gesetzentwurf.

Kontrollfrage: Kann Mila allein einen Gesetzentwurf in den Bundestag einbringen? Nein. Sie kann die Politik ansprechen, aber das formelle Initiativrecht ist begrenzt.


Beratung: Wer prüft die Idee?

Plenarsaal des Deutschen Bundestages mit Sitzreihen und Rednerbereich; Aufnahme von 2007

Der Bundestag berät Gesetzentwürfe in der Regel in drei Lesungen. Die genaue Arbeit geschieht häufig in Ausschüssen. Dort können Fachleute und Interessenvertretungen angehört werden.

Im Modell: Eine Umweltfachperson erklärt mögliche Vorteile von Mehrweg. Ein Caféverband beschreibt Kosten und Platzprobleme. Der Ausschuss diskutiert Ausnahmen und Übergangsfristen.

Bildfrage: Welches Gebäude und welcher politische Ort werden gezeigt? Der Plenarsaal ist ein Ort der parlamentarischen Beratung und Abstimmung. Das Foto zeigt keine konkrete Abstimmung über unseren Modellfall.

Merksatz: In der Beratung werden Argumente geprüft und Vorschläge verändert.


Beschluss: Wer entscheidet?

Der Bundestag stimmt am Ende seiner Beratungen über den Entwurf ab. Danach wirkt der Bundesrat mit. Er vertritt die Bundesländer. Bei einem Zustimmungsgesetz ist seine Zustimmung nötig. Bei einem Einspruchsgesetz kann der Bundestag unter bestimmten Bedingungen einen Einspruch zurückweisen. Bei Konflikten kann ein Vermittlungsausschuss beteiligt werden.

Karte Deutschlands mit den Namen der sechzehn Bundesländer

Kartenfrage: Zähle die Bundesländer. Warum wirken die Länder an der Gesetzgebung des Bundes mit? Sie sind Teil des föderalen Staates und werden im Bundesrat vertreten.

Plenarsaal des Bundesrates in Berlin mit Sitzplätzen und Rednerpult; Aufnahme von 2007

Bildvergleich: Ordne die beiden Plenarsaal-Fotos zu: Bundestag – Bundesrat. Beide Einrichtungen arbeiten an Bundesgesetzen mit, haben aber unterschiedliche Aufgaben.

Nach erfolgreichem Verfahren wird das Gesetz gegengezeichnet, vom Bundespräsidenten ausgefertigt und im Bundesgesetzblatt verkündet. Es gilt ab dem festgelegten Zeitpunkt seines Inkrafttretens.

Merksatz: Ein Beschluss im Bundestag allein bedeutet noch nicht, dass die Regel schon gilt.


Kontrolle: Wird das Gesetz geprüft?

Kontrolle nach dem Gesetzgebungsverfahren bedeutet unter anderem:

  1. Parlamentarische Kontrolle: Der Bundestag kann die Bundesregierung fragen, wie eine Regel umgesetzt wird.
  2. Evaluation: Man untersucht, ob die Regel ihre Ziele erreicht und welche Folgen sie hat.
  3. Bundesverfassungsgericht: In dafür vorgesehenen Verfahren kann geprüft werden, ob ein Gesetz mit dem Grundgesetz vereinbar ist.

Im Modell: Nach Einführung der fiktiven Regel wird geprüft, ob weniger Einwegbecher anfallen und welche Kosten bei Cafés entstehen. Für eine belastbare Aussage braucht man Daten vor und nach der Änderung.

Merksatz: Kontrolle fragt nach Rechtmäßigkeit, Umsetzung und Wirkung. Eine bloße Meinung ersetzt keine überprüfbaren Belege.


Zwei belegte Positionen – eine offene Streitfrage

Position A – Umweltbundesamt: Mehrwegsysteme können Verpackungsabfälle vermeiden und Ressourcen schonen. Der tatsächliche Nutzen hängt auch davon ab, wie die Behälter genutzt und gereinigt werden. Das Umweltbundesamt ist eine wissenschaftliche Bundesbehörde.

Quelle: Umweltbundesamt, aktualisiert am 12.08.2026. Die dort genannte Untersuchung zu Einweggetränkebechern stammt aus dem Jahr 2019.

Position B – DEHOGA Sachsen: Der Gastgewerbeverband unterstützte 2023 das Ziel, Mehrweg häufiger zu nutzen. Er lehnte jedoch zusätzliche Pflichten in der damals vorgeschlagenen Form ab. Als Gründe nannte er Kosten, Lagerung, Aufwand und Schwierigkeiten bei der Rückgabe.

Quelle: DEHOGA Sachsen, Stellungnahme vom 03.07.2023.

Quelle Belegbare Aussage Erkennbares Interesse Materialgrenze
Umweltbundesamt, 2026 Mehrweg kann Abfall und Ressourcenverbrauch verringern. Umwelt- und Ressourcenschutz Kein direkter Wirkungsnachweis für unser erfundenes Gesetz.
DEHOGA Sachsen, 2023 Der Verband nennt praktische und finanzielle Belastungen durch zusätzliche Pflichten. Interessen von Gastronomiebetrieben Verbandsposition aus 2023; nicht repräsentativ für jeden Betrieb im Jahr 2026.

Sachliche Einordnung: Dass die Quellen diese Aussagen enthalten, ist überprüfbar. Ob unser Gesetz gerecht, sinnvoll oder zu streng wäre, ist dagegen ein begründungsbedürftiges politisches Werturteil.

Kontroverse Frage: Soll die neue Pflicht eingeführt, abgeschwächt oder verworfen werden? Mehrere Antworten sind vertretbar, wenn sie die Belege, die Betroffenen und die Grundrechte berücksichtigen.

Materialkritik: Ein Becherfoto zeigt keinen bundesweiten Trend. Ein Verbandsstatement ist keine unabhängige Kostenstudie. Eine ältere Studie beweist nicht automatisch die Wirkung eines zukünftigen Gesetzes. Es fehlen besonders aktuelle Daten zu Kosten, Nutzungshäufigkeit und Rückgabequoten unseres Modellfalls.


Medienlabor: Sehen, hören, prüfen


Commons-Video: Der Ort des Parlaments

Datei:Geschichte des Berliner Reichstagsgebäudes.webm

Untertitel: Im Commons-Videoplayer sind deutsche Untertitel über „CC“ verfügbar.

Textalternative: Der Film beschreibt die Geschichte des Berliner Reichstagsgebäudes seit dem 19. Jahrhundert, seine Schäden, den Wiederaufbau und die erneute Nutzung durch den Bundestag. Der Film erklärt nicht die einzelnen Schritte eines heutigen Gesetzes.

Leitfragen: Was erfährst Du über das Gebäude? Was erfährst Du nicht über die Arbeit von Ausschüssen? Begründe, warum ein Film über ein Gebäude keine vollständige Quelle für ein Gesetzgebungsverfahren ist.


YouTube: Wie entsteht ein Gesetz?

Quelle: Bundeszentrale für politische Bildung, Veröffentlichung des YouTube-Videos am 27.05.2015.

Textalternative: Eine Gesetzesidee kann von verschiedenen Stellen zu einem förmlichen Entwurf gemacht werden. Der Bundestag berät und entscheidet. Der Bundesrat wirkt mit. Nach weiteren Schritten kann das Gesetz ausgefertigt und verkündet werden.

Leitfrage: Notiere die vier Wörter Vorschlag – Beratung – Beschluss – Kontrolle. Ordne den dargestellten Einrichtungen passende Tätigkeiten zu. Prüfe Details zum geltenden Recht mit den aktuellen Quellen von 2026.

Video-Link: Wie entsteht ein Gesetz? – bpb


YouTube: Warum gibt es den Bundesrat?

Quelle: explainity, „Bundesrat – einfach erklärt“, 03.02.2021.

Textalternative: Deutschland besteht aus Bundesländern. Deren Regierungen sind im Bundesrat vertreten und wirken an Bundesgesetzen mit. Wie stark der Bundesrat mitentscheidet, hängt von der Art des Gesetzes ab.

Leitfrage: Vergleiche das Bundesrat-Foto mit der Bundesländerkarte. Was ist im Video vereinfacht? Ergänze die Unterscheidung zwischen Zustimmungs- und Einspruchsgesetzen.

Video-Link: Bundesrat – einfach erklärt

Medienregel: Wenn Ton, Untertitel oder Video nicht verfügbar sind, nutze die Textalternativen und die Fotos. Du musst kein eigenes Bild, Audio oder Video herstellen.


Differenzierte Lernwege

Wähle mit Deiner Lehrkraft den passenden Zugang. Alle bearbeiten denselben Modellfall.


Fö – Fördern: Kurze Schritte mit Bildhilfe

Schritt A – Sehen: Betrachte die zwei Becherfotos. Zeige auf den Mehrwegbecher. Rückmeldung: Richtig ist das Foto mit den drei wiederverwendbaren Pfandbechern.

Schritt B – Lesen: „Mila hat eine Idee. Eine Fraktion macht daraus einen Entwurf.“ Wer hat die Idee? Wer kann den Entwurf einbringen? Rückmeldung: Mila hat die Idee. Die Fraktion kann den Entwurf offiziell einbringen.

Schritt C – Zuordnen: „Abgeordnete sprechen über die Idee.“ Das ist Beratung. „Abgeordnete stimmen ab.“ Das ist Beschluss. „Später prüft man die Wirkung.“ Das ist Kontrolle.

Schritt D – Sprechen oder schreiben: Ergänze: „Ich würde vor einer Entscheidung fragen, ob …“ Nenne eine Frage zu Umwelt oder Kosten. Rückmeldung: Eine klare Frage reicht. Du musst noch keine politische Position festlegen.

Wort-Bild-Hilfe: Mehrweg = Becherfoto mit drei Pfandbechern; Bundestag = großer Sitzungssaal; Bundesrat = zweiter Sitzungssaal; Bundesländer = Karte.


G – Grundniveau: Materialien gestützt auswerten

Lies die kurzen Abschnitte zu Vorschlag, Beratung und Beschluss. Erstelle eine Tabelle mit Station – Beteiligte – Aufgabe. Nutze die beiden Quellenpositionen und markiere jeweils eine Aussage und ein Interesse.

Hilfesatz: „Die Quelle von … nennt … . Das könnte für … wichtig sein.“

Rückmeldung: Ein gutes Ergebnis trennt die Institutionen sauber und erkennt, dass ein Foto keine statistischen Daten liefert.


Mittleres Niveau: Argumente begründet analysieren

Vergleiche Umweltbundesamt und DEHOGA Sachsen. Verwende die Wörter Behauptung, Beleg, Interesse, Materialgrenze. Schlage für den fiktiven Gesetzentwurf eine Änderung vor, die mindestens ein Problem aufgreift.

Hilfesatz: „Ich schlage … vor, weil Quelle … zeigt beziehungsweise begründet, dass … . Unsicher bleibt … .“

Rückmeldung: Bewertet werden nachvollziehbare Belege und Gegenargumente – nicht, ob Du für oder gegen die Pflicht bist.


E – Erweitertes Niveau: Kriterienorientiert übertragen

Beurteile drei Alternativen: A strenge Mehrwegpflicht, B Pflicht mit Ausnahmen und längerer Übergangsfrist, C bestehende Wahlmöglichkeit mit zusätzlichen Anreizen. Prüfe Wirksamkeit, Kosten, Umsetzbarkeit, Verhältnismäßigkeit und Grundrechte. Kläre außerdem, ob Bund und EU zuständig sind und welche Daten für eine Wirkungskontrolle fehlen.

Rückmeldung: Ein starkes Urteil benennt den rechtlichen Rahmen, wägt mindestens zwei Zielkonflikte ab und erklärt die Grenzen der vorliegenden Quellen.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Wer darf einen Gesetzentwurf aus der Mitte des Bundestages offiziell einbringen? (Eine Bundestagsfraktion) (!Eine einzelne Schulklasse) (!Ein beliebiger Cafébetrieb) (!Eine private Einzelperson ohne Mandat)



Rückmeldung: Eine Fraktion oder mindestens fünf Prozent der Bundestagsmitglieder können einen Entwurf aus der Mitte des Bundestages einbringen.

Was ist eine Petition in unserem Modellfall? (Ein politischer Anstoß ohne eigenes förmliches Initiativrecht) (!Ein bereits beschlossenes Bundesgesetz) (!Die Schlussabstimmung des Bundestages) (!Die Verkündung im Bundesgesetzblatt)



Rückmeldung: Die Petition kann eine Idee sichtbar machen. Daraus entsteht nicht automatisch ein Gesetz.

Wo werden Gesetzentwürfe im Bundestag oft im Detail beraten? (In den Ausschüssen) (!Nur in den Cafés) (!Ausschließlich vor Gericht) (!Nur in den Schulklassen)



Rückmeldung: Ausschüsse prüfen Details und können Sachverständige anhören.

Wie viele Lesungen durchlaufen Gesetzentwürfe im Bundestag in der Regel? (Drei Lesungen) (!Eine Lesung) (!Sechs Lesungen) (!Neun Lesungen)



Rückmeldung: Meist gibt es drei Lesungen. Der konkrete Ablauf richtet sich nach den Verfahrensregeln.

Was passiert bei der Schlussabstimmung? (Der Bundestag entscheidet über den Entwurf) (!Ein Foto wird zur amtlichen Statistik) (!Ein Café schreibt das Grundgesetz) (!Eine Petition wird sofort gültiges Recht)



Rückmeldung: Der Bundestag stimmt über das Gesetzesvorhaben ab. Weitere Schritte können nötig sein.

Wessen Interessen sind im Bundesrat institutionell vertreten? (Die Interessen der Bundesländer) (!Nur die Interessen einer einzelnen Stadt) (!Nur die Interessen der Cafés) (!Nur die Interessen eines Schulvereins)



Rückmeldung: Die Landesregierungen wirken über den Bundesrat an Bundesgesetzen mit.

Was ist bei einem Zustimmungsgesetz nötig? (Die Zustimmung des Bundesrates) (!Nur eine Abstimmung einer Schulklasse) (!Immer nur die Zustimmung eines Ausschusses) (!Nur ein Bericht einer Umweltbehörde)



Rückmeldung: Zustimmungsgesetze brauchen die Zustimmung des Bundesrates. Bei Einspruchsgesetzen gelten andere Regeln.

Was geschieht bei der Ausfertigung eines Bundesgesetzes? (Der Bundespräsident unterzeichnet das Gesetz nach der Gegenzeichnung) (!Der Bundespräsident ersetzt alle Bundestagsabgeordneten) (!Ein Café entscheidet über die Verfassung) (!Eine Zeitung erlässt die Regel)



Rückmeldung: Nach den vorgeschriebenen Schritten wird das Gesetz ausgefertigt und verkündet.

Welches Beispiel gehört zur parlamentarischen Regierungskontrolle? (Eine Kleine Anfrage an die Bundesregierung) (!Das Betrachten einer alten Sitzungssaalaufnahme) (!Das Kaufen eines Mehrwegbechers) (!Das Zählen der Farben auf der Deutschlandkarte)



Rückmeldung: Der Bundestag kann Informationen von der Bundesregierung verlangen.

Was ist eine wichtige Grenze der DEHOGA-Stellungnahme von 2023? (Sie belegt nicht die tatsächlichen Kosten eines fiktiven Gesetzes von 2029) (!Sie ist ein rechtskräftiges Gerichtsurteil) (!Sie ist eine Messung aller deutschen Cafés im Jahr 2026) (!Sie ersetzt die Abstimmung im Bundestag)



Rückmeldung: Eine Verbandsposition ist wichtig für den Vergleich. Sie ist aber keine vollständige Wirkungsstudie.


Memory

Finde die passenden Begriffspaare.

Petition Politischer Anstoß aus der Bevölkerung
Gesetzentwurf Ausformulierter Vorschlag für eine Regelung
Ausschuss Fachliche Beratung im Parlament
Schlussabstimmung Entscheidung im Bundestag
Bundesrat Vertretung der Landesregierungen
Ausfertigung Unterzeichnung durch den Bundespräsidenten
Evaluation Untersuchung der tatsächlichen Wirkung
Normenkontrolle Gerichtliche Prüfung einer Rechtsnorm



Rückmeldung: Vergleiche bei Fehlern immer Aufgabe und Zuständigkeit. Besonders wichtig ist der Unterschied zwischen Gesetzesbeschluss und gerichtlicher Kontrolle.


Drag and Drop

Ordne jedem Fachbegriff seine passende Beschreibung zu.

Ordne die richtigen Begriffe zu. Passende Beschreibung
Gesetzesinitiative Förmliches Einbringen eines Gesetzentwurfs
Anhörung Fachleute und Interessenvertretungen kommen zu Wort
Lesung Beratung im Plenum des Bundestages
Verkündung Veröffentlichung im Bundesgesetzblatt
Regierungskontrolle Parlamentarische Fragen nach Umsetzung und Ergebnissen



Rückmeldung: Der richtige Ablauf hilft: Entwurf einbringen, beraten, entscheiden, veröffentlichen, Wirkung prüfen. Nicht jedes Verfahren verläuft in allen Einzelheiten gleich.


Kreuzworträtsel

BUNDESTAG Welches Parlament beschließt Bundesgesetze?
BUNDESRAT Welche Einrichtung vertritt die Landesregierungen bei der Bundesgesetzgebung?
AUSSCHUSS Wo beraten Abgeordnete einen Entwurf besonders genau?
ENTWURF Wie heißt ein noch nicht beschlossenes schriftliches Gesetzesvorhaben?
PETITION Wie heißt eine Bitte oder Beschwerde an eine zuständige staatliche Stelle?
KONTROLLE Wie heißt das Prüfen staatlichen Handelns und seiner Folgen?



Rückmeldung: Achte darauf, ob nach einer Einrichtung, einem Dokument oder einer Tätigkeit gefragt wird.


LearningApps

Suche nach zusätzlichen Übungen. Die Treffer sind externe Angebote und müssen vor dem Einsatz auf fachliche Richtigkeit und Aktualität geprüft werden.


Lückentext

Vervollständige den Text. Setze pro Satz genau ein Wort ein.
Mila bringt ihre Idee mit einer

an die Politik.
Eine Bundestagsfraktion kann einen formellen

einbringen.
Der Bundestag berät ein Gesetzesvorhaben in der Regel in drei

.
Besonders gründlich beraten die Abgeordneten in einem

.
Über den Entwurf entscheidet der

durch Abstimmung.
Die Bundesländer wirken durch den

an der Bundesgesetzgebung mit.
Der Bundespräsident ist für die

zuständig.
Das Gesetz wird im

verkündet.
Mit parlamentarischen Anfragen übt der Bundestag

über die Bundesregierung aus.
Eine Untersuchung der Wirkung einer Regel heißt

.


Rückmeldung: Prüfe bei jeder Lücke, ob die Frage nach einer Person, einer Einrichtung, einem Verfahrensschritt oder einer Wirkung fragt.


Offene Aufgaben

Bearbeite die Aufgaben passend zu Deinem Lernzugang. Alle beteiligten Personen und zusätzlichen Daten in Deinen Beispielen bleiben fiktiv. Du musst keine eigene Parteimeinung und keine privaten Erlebnisse offenlegen.


Leicht

  1. Einweg und Mehrweg (Fö): Beschreibe die zwei vorhandenen Becherfotos in je einem Satz. Unterscheide Beobachtung und Vermutung.
  2. Politischer Vorschlag (Fö): Schreibe vier kurze Sätze: Mila hat eine Idee. Eine Fraktion macht einen Entwurf. Der Bundestag berät. Die Wirkung wird später geprüft.
  3. Bundestag und Bundesrat (Fö/G): Ordne die beiden Sitzungssaal-Fotos den richtigen Einrichtungen zu und nenne je eine Aufgabe.
  4. Begriffskarte (Fö/G): Erkläre mit den vorhandenen Commons-Bildern drei Wörter: Mehrweg, Parlament und Bundesland. Nutze dazu einen kurzen Text statt neuer Zeichnungen.


Standard

  1. Gesetzgebungsverfahren (G): Schreibe ein Ablaufprotokoll zum fiktiven Entwurf. Benenne Vorschlag, Beratung, Beschluss, Verkündung und Kontrolle.
  2. Interessenvertretung (G/M): Stelle die Aussagen des Umweltbundesamtes und des DEHOGA in einer Vergleichstabelle gegenüber. Markiere Tatsache und Position.
  3. Anhörung (M): Verfasse ein kurzes fiktives Ausschussgespräch zwischen Umweltfachperson und Cafévertretung. Gib beiden nachvollziehbare Argumente.
  4. Kompromiss (M): Ändere einen Satz des fiktiven Gesetzentwurfs. Erkläre, welches Problem Deine Änderung löst und welches bestehen bleibt.


Schwer

  1. Gesetzgebungskompetenz (E): Prüfe, warum für das Modell Bundesrecht und EU-Recht relevant sein können. Nenne eine offene Rechtsfrage für eine weitere Recherche.
  2. Verhältnismäßigkeit (E): Vergleiche strenge Pflicht, Ausnahmenmodell und zusätzliche Anreize nach vier selbst erklärten Kriterien.
  3. Quellenkritik (M/E): Untersuche das Datum, den Zweck und die Grenzen beider Positionsquellen. Formuliere drei fehlende Daten, die Du für ein Urteil brauchst.
  4. Politisches Urteil (E): Schreibe eine begründete Empfehlung an einen fiktiven Ausschuss. Berücksichtige Umwelt, Kosten, Betroffene, Grundrechte und Unsicherheiten.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

Die Aufgaben prüfen Zusammenhänge und die Übertragung auf neue Fälle.

  1. Transfer: Ein fiktiver Verein fordert ein neues Gesetz gegen Lebensmittelverschwendung. Erkläre den Unterschied zwischen öffentlicher Forderung und förmlicher Gesetzesinitiative.
  2. Beratung und Beschluss: In einem Ausschuss wird ein Vorschlag stark verändert. Begründe, warum das zur parlamentarischen Beratung passt und weshalb danach eine Abstimmung nötig ist.
  3. Föderalismus: Ein geplantes Gesetz betrifft auch Aufgaben der Länder. Erkläre, weshalb die Rolle des Bundesrates genauer geprüft werden muss.
  4. Kontrolle: Nach einer neuen Regel sinkt eine gemessene Abfallmenge, gleichzeitig steigen Betriebskosten. Welche zusätzlichen Informationen brauchst Du, um die Wirkung fair zu beurteilen?
  5. Grundrechte: Eine vorgeschlagene Umweltregel belastet bestimmte Betriebe besonders. Erkläre, welche Fragen ein verhältnismäßiger Ausgleich beantworten sollte.
  6. Quellenvergleich: Eine Behörde veröffentlicht Daten, ein Verband fordert eine Änderung. Erkläre, warum beides wichtige Materialien sind, aber unterschiedliche Aussagekraft haben.

Transparente Beurteilung: Es gibt bei begründeten politischen Urteilen nicht nur eine erwünschte Meinung. Richtig bewertet werden die sachliche Unterscheidung der Verfahren, die Qualität der Belege, die faire Berücksichtigung unterschiedlicher Interessen und die nachvollziehbare Argumentation.


Lernnachweis

Du kannst Deinen Lernfortschritt durch ein schriftliches Fallprotokoll zum fiktiven Mehrweg-Gesetz zeigen. Das Protokoll enthält:

  1. Einen korrekt geordneten Ablauf von Idee, Gesetzentwurf, Beratung, Beschluss, Verkündung und Kontrolle.
  2. Die richtige Benennung von Bundestag, Bundesrat, Bundesregierung und Bundespräsident mit ihren jeweiligen Aufgaben.
  3. Den Vergleich zweier belegter Interessenpositionen mit Quellenangaben und Datierung.
  4. Die klare Trennung zwischen gesicherten Tatsachen, Interessenbehauptungen und eigenem begründetem Werturteil.
  5. Einen Lösungsvorschlag für den Modellfall mit einer Gegenposition.
  6. Mindestens eine benannte Grenze der Materialien und eine noch zu prüfende Frage.

Bewertungsraster, insgesamt 8 Punkte:

Kriterium Punkte
Richtiger Ablauf und passende Zuständigkeiten 0–2
Belege und faire Darstellung der Gegenposition 0–2
Abwägung von Folgen, Betroffenen und Grundrechten 0–2
Quellenkritik und nachvollziehbare Begründung 0–2

Fö-Lernnachweis: Vier kurze Sätze und zwei korrekte Bildzuordnungen genügen als angepasste Form. Entscheidend ist, dass Vorschlag, Beratung, Beschluss und Kontrolle unterscheidbar sind.

G-Lernnachweis: Ablauf und Quellenvergleich mit Hilfssätzen.

M-Lernnachweis: Abgewogene Änderung am Entwurf mit Belegen.

E-Lernnachweis: Kriteriengeleitetes Urteil einschließlich rechtlicher und methodischer Grenzen.


OERs zum Thema

Wikipedia – Vertiefung:

Offiziell geprüfte Sach- und Rechtsquellen, Recherche- und Abgleichstand 17.10.2026:

  1. Deutscher Bundestag: Weg der Gesetzgebung – Gesetzentwurf, Lesungen, Ausschüsse, Bundesrat und Verkündung.
  2. Grundgesetz, Artikel 76 – Einbringung von Gesetzentwürfen.
  3. Grundgesetz, Artikel 77 – Beschluss des Bundestages und Mitwirkung des Bundesrates.
  4. Grundgesetz, Artikel 82 – Ausfertigung, Verkündung und Inkrafttreten.
  5. Deutscher Bundestag: Kontrolle der Regierung – parlamentarische Kontrollinstrumente.
  6. Bundesverfassungsgericht: Verfahrensarten – gerichtliche Kontrolle mit rechtlichen Voraussetzungen.
  7. VerpackDG § 60 und VerpackDG § 61 – gegenwärtiges Recht zu Mehrwegalternativen und kleinen Betrieben.
  8. Umweltbundesamt: Mehrwegverpackungen, zuletzt aktualisiert am 12.08.2026.
  9. DEHOGA Sachsen: Stellungnahme, 03.07.2023. Interessenposition, nicht amtlicher Rechtsnachweis.


Wikimedia-Commons-Mediennachweise und Lizenzen

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Verwendete Datei und konkrete Quelle Urheber und Datierung Lizenz und erforderliche Namensnennung
Non-recyclable coffee cups.jpg Meanwell Packaging, 30.05.2022; ursprünglich Flickr CC BY 2.0. Namensnennung: „Meanwell Packaging – Non-recyclable coffee cups.jpg – CC BY 2.0“; unverändert.
RECUP Pfandbecher (c)recup.jpg Greta RECUP, 28.05.2018 CC BY-SA 4.0. Namensnennung: „Greta RECUP – RECUP Pfandbecher (c)recup.jpg – CC BY-SA 4.0“; unverändert.
Reichstag Plenarsaal des Bundestags.jpg Andreas Praefcke, April 2007 Wahlweise unter anderem CC BY 3.0. Namensnennung: „Andreas Praefcke – Reichstag Plenarsaal des Bundestags.jpg – CC BY 3.0“; unverändert.
Karte Deutsche Bundesländer (Bezeichner).svg David Liuzzo; Bearbeitung durch User:elya CC BY-SA 2.0 Deutschland. Namensnennung: „David Liuzzo / elya – Karte Deutsche Bundesländer (Bezeichner).svg – CC BY-SA 2.0 DE“; unverändert.
Bundesrat Plenarsaal 1.jpg Andreas Praefcke, April 2007 Wahlweise unter anderem CC BY 3.0. Namensnennung: „Andreas Praefcke – Bundesrat Plenarsaal 1.jpg – CC BY 3.0“; unverändert.
De-Gesetz.ogg Jeuwre, 17.03.2017 CC BY-SA 4.0. Namensnennung: „Jeuwre – De-Gesetz.ogg – CC BY-SA 4.0“; unverändert. Transkript: „Gesetz.“
De-Gesetzesbeschluss.ogg Jeuwre, 22.12.2019 CC BY-SA 4.0. Namensnennung: „Jeuwre – De-Gesetzesbeschluss.ogg – CC BY-SA 4.0“; unverändert. Transkript: „Gesetzesbeschluss.“
Geschichte des Berliner Reichstagsgebäudes.webm ZDF / Friedrich Scherer / Fritz Göran Vöpel, 29.11.2021 CC BY 4.0. Namensnennung: „ZDF / Friedrich Scherer / Fritz Göran Vöpel – Geschichte des Berliner Reichstagsgebäudes – CC BY 4.0“; unverändert. Deutsche Untertitel auf Commons vorhanden.

Weitere Videonachweise: Bundeszentrale für politische Bildung, Wie entsteht ein Gesetz?, 27.05.2015 und explainity, Bundesrat – einfach erklärt, 03.02.2021. Diese YouTube-Videos werden nur von ihren bestehenden Seiten eingebettet; es erfolgt kein Download, keine Bearbeitung und keine Behauptung einer Commons-Lizenz. Textalternativen stehen direkt bei den Videos.

Grenzen: Die Sitzungssaal-Fotos stammen aus dem Jahr 2007 und zeigen nicht die heutige Zusammensetzung der Institutionen. Die Fotos der Becher belegen keine Umweltbilanz. Der Commons-Film zeigt Gebäudegeschichte statt eines Gesetzgebungsverfahrens. Die älteren Erklärvideos ersetzen keine aktuelle Rechtsquelle.


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