Eine Erinnerung freundlich erfragen - Geschichte Klasse 1 bis 4
Eine Erinnerung freundlich erfragen - Geschichte Klasse 1 bis 4
Einleitung
Wie war die Schule früher? Das kannst Du herausfinden, indem Du alte Bilder betrachtest oder jemanden freundlich nach einer Erinnerung fragst.
Ein solches Gespräch heißt Interview. Du stellst Fragen und hörst gut zu.
Wichtig: Niemand muss etwas Persönliches erzählen. Du kannst alle Aufgaben mit unserem erfundenen Beispielgespräch lösen. Private Familiengeschichten, Fotos und Aufnahmen brauchst Du nicht.
Dein Lernweg: Anschauen → Fragen finden → freundlich fragen → zuhören → nachdenken → Ergebnis zeigen.
Klasse 1 und 2: Du darfst Dir alle Texte vorlesen lassen und mit Bildern, Wörtern oder Zeichnungen antworten.
Klasse 3 und 4: Du kannst zusätzlich Quellen prüfen und verschiedene Erinnerungen vergleichen.
Was ist eine Erinnerung?
Eine Erinnerung ist etwas, woran sich ein Mensch erinnert.
Zum Beispiel: an einen Schulweg, ein Spiel oder einen Unterrichtstag.
Erinnerungen erzählen von früher. Aber Menschen erinnern sich nicht immer gleich genau. Manchmal fehlen Einzelheiten.
Merke: Eine Erinnerung ist eine persönliche Sicht auf die Vergangenheit. Sie ist nicht automatisch ein Beweis dafür, dass alles genau so war.
Ein echtes Foto aus der Vergangenheit

Originalquelle: Historisches Klassenfoto aus Heiligenkreuz, um 1900. Herkunft: Stiftsarchiv Heiligenkreuz. Fotograf oder Fotografin unbekannt. Wikimedia Commons, gemeinfrei (Public Domain Mark).
Schau genau hin:
- Beobachten: Was siehst Du auf dem Foto?
- Fragen: Was würdest Du ein Kind auf diesem Bild gerne über die Schule fragen?
- Nachdenken: Kannst Du allein am Foto erkennen, ob die Kinder gerne in die Schule gingen?
Hilfe: Beginne mit „Ich sehe ...“.
Denkhilfe: Was Menschen fühlen, ist auf einem Foto nicht immer zu erkennen.
Ein Interview freundlich beginnen
Bevor Du fragst, brauchst Du die Erlaubnis der anderen Person.
So kannst Du beginnen:
„Darf ich Dich etwas über die Schule früher fragen? Du musst nicht antworten, wenn Du nicht möchtest.“
Fünf einfache Gesprächsregeln:
- Freundlich beginnen: Begrüße die Person.
- Erlaubnis erfragen: Warte auf ein freiwilliges Ja.
- Zuhören: Lass die Person ausreden.
- Grenzen achten: Ein Nein und „Das weiß ich nicht mehr“ sind in Ordnung.
- Danke sagen: Bedanke Dich am Ende.
Achtung: Schreibe keine privaten Namen, Adressen oder Familiengeschichten auf. Tonaufnahmen oder Fotos sind nicht notwendig. Aufnehmen oder Veröffentlichen ist nur mit entsprechender Zustimmung und Begleitung einer erwachsenen Lehr- oder Betreuungsperson erlaubt.
So sieht ein Mikrofon aus

Moderne Aufnahme: Foto eines Mikrofons von Martin Rulsch für Wikimedia Deutschland, 2016. Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0.
Auftrag: Was hilft bei einem guten Gespräch mehr: ein Mikrofon oder gutes Zuhören? Begründe Deine Antwort.
Merke: Für unser Interview reichen Papier und Stift. Ein Aufnahmegerät ist nicht nötig.
Gute Fragen finden
Gute Fragen sind freundlich und verraten keine privaten Geheimnisse.
Du kannst zum Beispiel fragen:
- Schule: Womit habt ihr im Unterricht geschrieben?
- Schulweg: Wie kamen die Kinder zur Schule?
- Pause: Welche Spiele habt ihr in der Pause gespielt?
- Lernen: Welche Dinge gab es im Klassenraum?
- Erinnern: An welches Schulspiel erinnerst Du Dich gern?
Eine offene Frage lädt zum Erzählen ein. Sie beginnt oft mit „Wie“, „Was“ oder „Welche“.
Eine Frage nach einem privaten Geheimnis gehört nicht in unser Interview.
Alte Schulsachen entdecken

Museumsdarstellung: Heute fotografierte Ausstellung mit Schulmaterialien, darunter Schiefertafel, Griffel und Rechenrahmen. Das genaue Alter der einzelnen Gegenstände ist hier nicht belegt. Foto: Geolina163, 2015. Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0.
Bildauftrag: Zeige auf die Schiefertafel. Was könnte man damit machen?
Klasse 3 und 4: Formuliere eine Frage, mit der Du erfahren könntest, wie ein solches Gerät früher benutzt wurde.
Unser erfundenes Interview
Achtung: Dieses Gespräch ist vollständig erfunden! Frau Mira ist eine ausgedachte Person. Ihre Antworten sind ein Übungsbeispiel, kein historischer Zeitzeugenbericht und keine Archivquelle.
Kind: Guten Tag, Frau Mira. Darf ich Sie etwas über Schule früher fragen?
Frau Mira: Ja, gerne.
Kind: Womit haben Sie in der Schule geschrieben?
Frau Mira: In meiner erfundenen Geschichte ging ich in den 1970er Jahren zur Schule. Ich schrieb in Hefte. An der großen Tafel schrieb unsere Lehrerin mit Kreide.
Kind: Was haben Sie in der Pause gespielt?
Frau Mira: Besonders gerne spielte ich Fangen.
Kind: Was fanden Sie schön?
Frau Mira: Ich mochte es, mit anderen Kindern zusammen zu spielen.
Kind: Vielen Dank für das Gespräch!
Frau Mira: Bitte schön!
Überlege: Welche Frage war besonders freundlich? Was weißt Du nach dem Gespräch? Warum darfst Du Miras erfundene Antworten nicht als Beweis für die wirkliche Schule der 1970er Jahre verwenden?
Eine Schule um 1970 im Museum

Moderne Darstellung: Ein Schulraum nach dem Vorbild eines DDR-Klassenzimmers um 1970, fotografiert im Schulmuseum Leipzig im Jahr 2015. Das Foto stammt nicht aus dem Jahr 1970. Foto: Geisler Martin. Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0.
Auftrag: Was passt zu Miras erfundener Geschichte? Was kannst Du auf dem Museumsfoto tatsächlich sehen? Belegt das Bild, dass alle Schulen damals so aussahen?
Geschichte mit Bildern erforschen
Quellen sind Spuren aus früherer Zeit. Das können alte Fotos, Briefe oder Gegenstände sein.
Ein Museum kann solche Gegenstände zeigen. Ein heute eingerichteter historischer Raum ist aber nicht dasselbe wie ein damals aufgenommenes Foto.

Originalquelle: Schulklasse vor einem Schulhaus in Schwellbrunn, Schweiz, 1910. Sammlung der Kantonsbibliothek Appenzell Ausserrhoden, Archivnummer KB-033175. Fotograf oder Fotografin unbekannt. Wikimedia Commons, gemeinfrei (Public Domain Mark).
Originalquelle und Archivangaben
Beobachtung: Wo stehen die Kinder?
Deutung: Warum könnten sie sich für das Foto aufgestellt haben?
Urteil: Findest Du es sinnvoll, auch solche Fotos für die Zukunft aufzubewahren? Warum?
Wichtig: Der Grund für die Aufstellung ist nicht sicher bekannt. Deine Erklärung ist zunächst eine Vermutung.
Ein Museumsraum zum Vergleich

Moderne Darstellung: Schulraum nach dem Vorbild der Zeit um 1900, aufgenommen 2015 im Schulmuseum Leipzig. Foto: Geisler Martin. Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0.
Vergleiche: Schau Dir den Museumsraum um 1900 und den Museumsraum um 1970 an. Nenne eine Gemeinsamkeit und einen Unterschied.
Vertiefung: Beide Aufnahmen entstanden 2015. Warum zeigen sie trotzdem zwei verschiedene historische Zeiten? Was können sie über die damalige Wirklichkeit nicht sicher beweisen?
Geräusche und Erinnerungen
Manchmal hilft ein Geräusch, sich an etwas zu erinnern. Das kann ein Klingeln oder ein Lied sein. Aber eine heute gemachte Tonaufnahme ist nicht automatisch eine Aufnahme aus früherer Zeit.
Hörbeispiel 1: Glocke
Audio auf Wikimedia Commons anhören
Moderne Originalaufnahme: Glockengeräusch, aufgenommen 2008 von ezwa. Quelle: PDSounds, auf Wikimedia Commons übertragen. Gemeinfrei.
Textalternative: Eine Glocke klingelt. Die Aufnahme dauert ungefähr acht Sekunden.
Hörbeispiel 2: Schulglocke
Audio auf Wikimedia Commons anhören
Moderne Originalaufnahme: Schulglocke aus Österreich, aufgenommen 2021 von Paganinnni. Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0.
Textalternative: Eine Schulglocke ist zu hören. Die Aufnahme dauert ungefähr 18 Sekunden.
Hörauftrag: Welches Geräusch fällt Dir auf? Was unterscheidet die Aufnahmen?
Denkauftrag: Beweisen diese Aufnahmen, wie Deine Schule vor 100 Jahren klang? Nein, denn beide Geräusche wurden erst viel später aufgenommen.
Wenn Du nicht hören kannst oder möchtest, bearbeite die Aufgabe mit den Textalternativen.
Videos: Fragen stellen und Schule entdecken
Video 1: Kinderreporter fragen nach
Quelle: ZDFtivi, Rückblick auf logo!-Kinderreporter-Interviews 2021. Dies ist eine moderne Videozusammenstellung, keine historische Originalquelle.
Sehauftrag: Schaue einen kurzen Ausschnitt von ungefähr zwei bis drei Minuten. Achte darauf, wie die Kinder ihre Fragen stellen.
Denkauftrag: Welche Frage würdest Du selbst freundlich stellen? Wie könnte ein Gespräch gut enden?
Textalternative: Kinderreporter führen Interviews und stellen Fragen. Für unser eigenes Interview sind ein freundlicher Anfang, Zuhören und Bedanken wichtig.
Video 2: Der Schul-Check mit Checker Tobi
Quelle: CHECKER WELT / Bayerischer Rundfunk, „Der Schul-Check“, 2024. Moderne Kinderreportage mit Einblicken in die Schule und ihre Geschichte.
Sehauftrag: Schaue zunächst einen kurzen Ausschnitt von etwa drei Minuten. Beobachte, wie Tobi Fragen stellt.
Denkauftrag: Welche Frage ist eine echte Wissensfrage? Was würdest Du gerne genauer wissen?
Textalternative: Checker Tobi besucht eine Grundschule, beobachtet den Schulalltag und fragt nach der Schule früher und heute.
Barrierefreiheit und Datenschutz: Beide Videos sind freiwillig. Nutze vorhandene Untertitel, sofern sie angeboten werden, oder die Textalternativen. Externe YouTube-Einbettungen können Daten übertragen und müssen gegebenenfalls erst freigegeben werden. Die Videos bleiben beim jeweiligen Rechteinhaber; sie werden hier nur eingebettet.
Beobachten, vermuten, beurteilen
Beim Erforschen der Geschichte helfen drei Schritte:
Beobachtung: „Auf dem Foto sehe ich Kinder vor einem Schulhaus.“
Deutung: „Vielleicht stehen sie dort für ein Klassenfoto.“
Urteil: „Ich finde es wichtig, solche Fotos aufzubewahren, damit wir etwas über früher erfahren können.“
Eine Deutung ist nicht automatisch sicher. Verschiedene Menschen können dieselbe Erinnerung unterschiedlich erzählen.
Deine Übung: Nimm eines der historischen Fotos. Sage zuerst, was Du wirklich siehst. Sage dann, was Du vermutest. Begründe zuletzt Deine Meinung.
Dein Lernweg mit Hilfen
Stufe A – Klasse 1 und 2: Schau ein Bild an. Höre Dir eine Frage vorlesen. Zeige eine Antwort oder male sie. Übe mit einer anderen Person den Satz: „Darf ich etwas fragen?“
Stufe B – Klasse 3 und 4: Schreibe drei offene Fragen. Lies das erfundene Interview und unterscheide Frage, Antwort und Vermutung.
Stufe C – Vertiefung: Vergleiche zwei Quellen. Überlege, was die Quellen zeigen und was unklar bleibt. Begründe Deine Einschätzung.
Wenn Du Hilfe brauchst:
- Satzstarter: „Ich sehe ...“, „Ich frage ...“, „Ich vermute ...“.
- Nächster Schritt: Bearbeite erst ein Bild und nur eine Frage.
- Gemeinsam lernen: Lass Dir eine Aufgabe vorlesen oder übe mit einer Partnerperson.
Rückmeldung und neuer Versuch: Prüfe, ob Deine Frage freundlich, freiwillig und nicht privat ist. Falls nicht, verbessere sie und versuche es erneut. Bei Bildaufgaben hilft die Rückfrage: „Kann ich das wirklich sehen oder vermute ich es nur?“ Begründe Deine Antwort. Fehler sind eine Gelegenheit zum Weiterlernen.
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Wie beginnt ein freundliches Interview? (Darf ich Dir eine Frage stellen?) (!Du musst mir alles erzählen!) (!Ich nehme Dich heimlich auf!) (!Sag mir zuerst ein Geheimnis!)
Was machst Du, wenn jemand nicht antworten möchte? (Ich akzeptiere das Nein) (!Ich frage immer weiter) (!Ich werde wütend) (!Ich erzähle es allen)
Welche Frage lädt zum Erzählen ein? (Womit habt ihr früher geschrieben?) (!Du musst jetzt Ja sagen?) (!Ist meine Meinung richtig?) (!Darf ich Dein Passwort haben?)
Was ist beim Zuhören wichtig? (Die Person ausreden lassen) (!Dazwischenrufen) (!Andere auslachen) (!Nur selbst sprechen)
Welche Frage schützt die Privatsphäre? (Welche Spiele gab es in der Pause?) (!Wo wohnt Deine Familie genau?) (!Wie heißt Dein geheimes Passwort?) (!Zeigst Du mir private Briefe?)
Was ist eine Erinnerung? (Etwas woran sich jemand erinnert) (!Immer eine genaue Messung) (!Immer ein erfundenes Märchen) (!Immer ein Schulbuch)
Was ist ein historisches Originalfoto? (Ein Foto das in der damaligen Zeit entstand) (!Ein heute gebautes Museum) (!Ein neu gemaltes Fantasiebild) (!Ein modernes Spielzeug)
Was zeigt ein heute eingerichtetes historisches Klassenzimmer? (Eine moderne Darstellung von früher) (!Immer genau jede damalige Schule) (!Eine Aufnahme aus der Zukunft) (!Ein echtes Interview)
Welche Aussage ist eine Beobachtung? (Auf dem Foto stehen Kinder) (!Alle Kinder waren glücklich) (!Die Kinder mochten jeden Lehrer) (!Damals war alles besser)
Wie prüfst Du eine unsichere Erinnerung? (Ich vergleiche sie mit einer weiteren Quelle) (!Ich glaube jede Aussage sofort) (!Ich erfinde eine passende Antwort) (!Ich stelle keine Fragen mehr)
Memory
| Interview | Gespräch mit Fragen |
| Erinnerung | Gedanke an Erlebtes |
| Quelle | Spur aus vergangener Zeit |
| Einverständnis | Freiwilliges Ja |
| Beobachtung | Das sehe ich |
| Deutung | Das könnte bedeuten |
| Urteil | Begründete Bewertung |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Thema |
|---|---|
| Begrüßen | Freundlich anfangen |
| Erlaubnis erfragen | Ein freiwilliges Ja abwarten |
| Zuhören | Andere ausreden lassen |
| Nachdenken | Beobachtung und Vermutung trennen |
| Bedanken | Das Gespräch freundlich beenden |
Kreuzworträtsel
| Interview | Wie heißt ein Gespräch mit Fragen und Antworten? |
| Erinnerung | Wie heißt das Zurückdenken an etwas Erlebtes? |
| Schiefertafel | Auf welches kleine Schreibgerät schrieben früher viele Schulkinder? |
| Archiv | Wo werden alte Dokumente und Fotos aufbewahrt? |
| Modell | Wie heißt eine vereinfachte Nachbildung? |
| Respekt | Wie heißt der achtsame Umgang mit anderen Menschen? |
LearningApps
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Lückentext
Tipp: Lies den Satz noch einmal. Denke an die Regeln und Beispiele. Falls Deine Antwort nicht passt, probiere es erneut und erkläre, weshalb die neue Antwort besser passt.
Offene Aufgaben
Leicht
- Bilddetektiv: Wähle ein Commons-Bild. Zeige drei Dinge und benenne sie.
- Freundlicher Anfang: Übe mit einem anderen Kind den Satz „Darf ich etwas fragen?“.
- Fragebild: Male eine Schiefertafel oder ein Schulspiel und ergänze eine freundliche Frage.
- Danke sagen: Spiele mit Handpuppen oder mit einer Partnerperson einen freundlichen Gesprächsabschluss.
Standard
- Fragekarten: Schreibe drei freiwillige Fragen über die Schule früher. Keine Frage darf private Dinge verlangen.
- Beispielgespräch: Lies das Gespräch mit Frau Mira und markiere Anfang, Fragen, Antworten und Schluss.
- Zeitstreifen: Ordne das Originalfoto um 1900, den dargestellten Schulraum um 1970 und Deine heutige Schule. Kennzeichne Originalquelle und moderne Darstellung.
- Vergleich: Finde an zwei Museumsbildern eine Gemeinsamkeit und einen Unterschied. Schreibe, was Du noch nicht sicher weißt.
Schwer
- Freiwilliges Interview: Befrage mit Erlaubnis eine erwachsene Person über ein unprivates Schulthema. Nutze alternativ das fiktive Interview und werte es genauso ausführlich aus.
- Quellenforscher: Vergleiche das historische Klassenfoto mit einem Museumsfoto. Erkläre, was beide belegen können und was nicht.
- Zwei Sichtweisen: Schreibe zwei unterschiedliche mögliche Erinnerungen an denselben Schultag. Kennzeichne beide als erfundene Beispiele und begründe, warum Menschen etwas verschieden erleben könnten.
- Mini-Ausstellung: Erstelle ein Papierplakat mit einer selbst geschriebenen Bildbeschreibung, einer Quelle, drei Interviewfragen und einer begründeten Schlussfolgerung. Verwende nur geprüfte Commons-Bilder, wenn Du Bilder einfügst.


Lernkontrolle
- Gespräch verbessern: Ein Kind fragt ohne Erlaubnis nach privaten Dingen. Erkläre das Problem und formuliere zwei bessere Fragen.
- Beweis prüfen: Jemand sagt, ein Museumsfoto aus dem Jahr 2015 beweise genau, wie alle Klassenzimmer 1900 aussahen. Erkläre, warum das nicht sicher stimmt.
- Verschiedene Erinnerungen: Zwei Menschen erzählen Unterschiedliches über ihre Schulpausen. Nenne zwei mögliche Gründe und einen fairen Weg, damit umzugehen.
- Früher und heute: Vergleiche eine Schiefertafel mit einem heutigen Schreibgerät. Erkläre einen Vorteil und eine mögliche Grenze des Vergleichs.
- Erkenntnisse sichern: Wähle eine Aussage aus dem fiktiven Interview. Erkläre, warum Du sie nicht als historische Tatsache ausgeben darfst und welche echte Quelle Du dafür suchen könntest.
Rückmeldung: Gute Lösungen enthalten einen nachvollziehbaren Grund. Wenn Deine Antwort nur eine Vermutung enthält, ergänze eine Beobachtung oder benenne die Unsicherheit. Verbessere Deine Antwort und versuche es erneut.
Lernnachweis
Für Deinen Lernnachweis kannst Du ein Heftblatt, eine mündliche Erklärung oder ein kleines Plakat verwenden. Eine Aufnahme ist nicht notwendig.
- Du kannst eine freundliche und freiwillige Interviewfrage stellen.
- Du achtest auf ein Nein und auf die Privatsphäre.
- Du kannst eine Erinnerung in eigenen Worten wiedergeben.
- Du unterscheidest echte historische Quellen von Museumsdarstellungen und erfundenen Beispielen.
- Du trennst Beobachtung, Vermutung und begründetes Urteil.
- Du vergleichst zwei Hinweise auf die Vergangenheit und benennst eine Unsicherheit.
- Du kannst nach einer Rückmeldung Deine Arbeit verbessern.
Für Klasse 1 und 2: Zeigen, Zeichnen und mündliches Antworten sind gleichwertig.
Für Klasse 3 und 4: Ergänze Quellenangaben und kurze Begründungen.
Bewertung: Wichtig sind freundliches Fragen, sorgfältiges Beobachten und gute Begründungen. Persönliche Erlebnisse und private Familiengeschichte werden nicht bewertet.
OERs zum Thema
Zum Weiterlesen: Interview, Erinnerung, Zeitzeuge, Historische Quelle und Oral History.
Weitere seriöse Bildungsangebote:
- Zeitzeugenportal der Stiftung Haus der Geschichte: Echte, persönlich gefärbte Erinnerungsberichte; für jüngere Kinder nur begleitet auswählen.
- Bundesarchiv – Bildungsarbeit: Hinweise zum Forschen mit historischen Quellen.
- ZDF logo! – Kinderreporter: Kurze echte Interviews als Beispiele für Frage und Antwort.
- UNICEF – Deine Rechte: Informationen über den Schutz der Privatsphäre.
- Wikimedia Commons: Freie Bilder und Tonaufnahmen mit Informationen zu Herkunft, Urheber und Lizenz.
Hinweis: Ein verlinktes Angebot ist nicht automatisch frei zum Kopieren. Für Bilder und Tondateien wurden hier ausschließlich vorhandene Dateien von Wikimedia Commons ausgewählt.
Mediennachweise und Quellenkritik
Alle eingebundenen Bilder und Audiodateien stammen von Wikimedia Commons. Sie wurden nicht künstlich erzeugt. Die Wiedergabe erfolgt ohne inhaltliche Bild- oder Tonbearbeitung; die Darstellung kann auf der Website skaliert werden. Die Dateiseiten enthalten die vollständigen Lizenzbedingungen.
- Historische Originalquelle: Schulklasse Heiligenkreuz um 1900. Stiftsarchiv Heiligenkreuz; Urheber unbekannt; gemeinfrei, Public Domain Mark. Das genaue Entstehungsdatum ist nur ungefähr angegeben.
- Historische Originalquelle: Schulklasse Schwellbrunn, 1910. Kantonsbibliothek Appenzell Ausserrhoden, KB-033175; Urheber unbekannt; gemeinfrei, Public Domain Mark.
- Moderne Museumsdarstellung: Klassenzimmer nach Vorbild um 1900. Geisler Martin, Aufnahme 2015; CC BY-SA 3.0.
- Moderne Museumsdarstellung: DDR-Klassenzimmer nach Vorbild um 1970. Geisler Martin, Aufnahme 2015; CC BY-SA 3.0.
- Moderne Aufnahme ausgestellter Gegenstände: Historische Schulsachen im Museum. Geolina163, 2015; CC BY-SA 4.0.
- Moderne Sachaufnahme: Mikrofon. Martin Rulsch für Wikimedia Deutschland, 2016; CC BY-SA 4.0.
- Moderne Tonaufnahme: Glockengeräusch. ezwa, Aufnahme 2008, Quelle PDSounds; gemeinfrei. Keine historische Tonaufnahme aus dem Jahr 1900.
- Moderne Tonaufnahme: Schulglocke. Paganinnni, 2021; CC BY-SA 4.0.
- Modernes Video: ZDFtivi – logo!-Kinderreporter-Rückblick 2021. Verlinktes und eingebettetes Video, keine freie Commons-Datei.
- Moderne Reportage: CHECKER WELT / BR – Der Schul-Check, 2024. Verlinktes und eingebettetes Video, keine freie Commons-Datei.
Quellenprüfung: Alte Fotos geben Einblicke in einzelne Orte und Situationen. Museumsräume zeigen, wie Geschichte heute dargestellt wird. Erinnerungen sind subjektiv. Das Gespräch mit Frau Mira ist ausschließlich ein erfundenes Unterrichtsbeispiel.
Barrierefreiheit: Die Bilder enthalten Alternativtexte. Zu den Tonaufnahmen und Videos stehen einfache Textalternativen und konkrete Beobachtungsaufträge. Aufgaben können vorgelesen, mündlich beantwortet oder schriftlich bearbeitet werden. Bei externen Videos sollen Untertitel verwendet werden, wenn sie vorhanden sind.
Lizenzen: CC BY-SA bedeutet Namensnennung und Weitergabe unter gleichen Bedingungen. Bei gemeinfreien Werken bestehen nach der Kennzeichnung auf Wikimedia Commons keine bekannten urheberrechtlichen Beschränkungen. Die jeweilige Dateiseite ist für Einzelheiten maßgeblich.
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