Zum Inhalt springen

Digitales Trainingsportfolio gestalten - Fußballtraining

Aus MOOCsWiki Staging
aiMOOC-Siegel aiMOOC

Digitales Trainingsportfolio gestalten - Fußballtraining

QR-Code



Einleitung

Ein digitales Trainingsportfolio zeigt, wie du im Fußball eigene Lernziele setzt, Spielhandlungen beobachtest, Rückmeldungen prüfst und passende nächste Schritte auswählst. Es ist ein Werkzeug zum Lernen – kein Ranking, keine dauerhafte Leistungsüberwachung und keine Pflicht zur Veröffentlichung. Du entscheidest mit, was du festhältst. Auch ein handschriftlicher oder rein textbasierter Eintrag ist ein vollwertiger Lernnachweis.

Zielgruppe sind Spielerinnen, Spieler und Coaches ab 14 Jahren. Beispiele für jüngere Kinder dienen ausschließlich der angeleiteten Trainingsplanung. Dieser Kurs verbindet Fußballtraining, Reflexion, Medienkompetenz und Datenschutz. Du lernst, Beobachtung von Interpretation zu unterscheiden, mit freiwilligem Videofeedback umzugehen und Fortschritte an deinem eigenen Ausgangspunkt statt an anderen Personen zu messen.

Fußballerin bei einer Dribbelübung mit Markierungskegeln im Training in Tamale, Ghana, 2023
Fußballerin bei einer Dribbelübung mit Markierungskegeln im Training in Tamale, Ghana, 2023

Mediennachweis und Textalternative: OJjnr, Foto vom 14.06.2023, „Female Football 43.jpg“, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0. Textalternative: Eine Fußballerin dribbelt zwischen Markierungskegeln; Mitspielerinnen stehen dahinter. Dateiseite und Lizenz. Das Bild belegt eine Trainingssituation, nicht die Entwicklung oder Leistung einzelner Personen.

Am Ende kannst du eine übersichtliche Portfolio-Struktur anlegen, ein realistisches Prozessziel auswählen, einen sicheren Trainingsversuch protokollieren, Beobachtungen und Videos kritisch deuten sowie ein begründetes nächstes Lernziel ableiten.


Lernziele statt Kontrollzahlen


Wozu ein Portfolio?

Ein Portfolio enthält ausgewählte Spuren eines Lernwegs: Zielvereinbarung, Ausgangslage, kleine Trainingsideen, Beobachtungsnotizen, eigene Deutungen und eine begründete Entscheidung für den nächsten Schritt. Es soll weder jede Ballberührung zählen noch einen vollständigen Tagesablauf dokumentieren. Drei prägnante Einträge können lehrreicher sein als hundert unkommentierte Messwerte.

Die einfache Lernschleife lautet: Ziel setzen → sicher erproben → konkret beobachten → reflektieren → anpassen. Als personenbezogene Ressource gehört das Portfolio zunächst dir. Beim Coaching werden nur ausdrücklich gewählte Ausschnitte besprochen; sensible Notizen dürfen privat bleiben. Eine Pause, ein Trainingsausfall oder eine Verschlechterung an einem einzelnen Tag widerlegt keinen Lernfortschritt.


Einflussbereich und faire Ziele

Ein Ergebnisziel wie „Wir gewinnen das nächste Spiel“ hängt auch von Gegnern und Zufall ab. Ein Prozessziel liegt näher an deinem Einfluss: „Ich schaue vor einem Zuspiel bewusst nach einer freien Anspielstation und beschreibe nach dem Spiel zwei Situationen.“ Es ist beobachtbar, zeitlich überschaubar und ohne Perfektionsanspruch veränderbar.

Beispiel für einen Vier-Wochen-Zyklus: „In zwei angeleiteten Spielformen pro Woche achte ich auf meinen ersten Blick vor der Ballannahme. Ich dokumentiere nach einer freiwilligen Auswahl jeweils eine gelungene und eine schwierige Szene.“ Nicht festhalten musst du Namen von Mitspielenden, biometrische Daten, Gesundheitsangaben, Noten oder Vergleichsranglisten.

Portfolio-Feld Beispiel Erkenntnisfrage
Persönliches Prozessziel Vor der Ballannahme Orientierung suchen Was kann ich selbst beeinflussen?
Ausgangslage Unter Raumdruck schaue ich manchmal spät auf Was beobachte ich, ohne mich abzuwerten?
Erprobung Kleinfeldspiel mit wechselnden Passwegen Welche Situation übe ich spielnah?
Beleg Zwei anonymisierte Beobachtungssätze Woran wird die Einschätzung nachvollziehbar?
Reflexion Früherer Blick half bei einer Entscheidung Was möchte ich beibehalten oder ändern?

Eigenes Diagramm A: Die Tabelle ist eine selbst entworfene Lernschleife, erstellt für diesen Kurs am 03.11.2026; Textalternative: Fünf aufeinanderfolgende Schritte führen vom selbst gewählten Ziel über eine praktische Erprobung zu Beobachtung und Reflexion. Eigene schematische Darstellung, CC0 1.0.


Beobachtung ist nicht Bewertung

Beobachtung: „Im dritten Angriff war vor meinem ersten Kontakt ein freier Passweg links.“ Interpretation: „Das vorherige Umschauen könnte mir geholfen haben.“ Vorsichtige Folgerung: „Ich teste es in einer vergleichbaren Spielsituation erneut.“ Aussagekräftige Portfolios kennzeichnen Unsicherheit und Bedingungen wie Spielfeldgröße, Gegnerdruck und Anzahl der Aktiven. Ein einzelnes Tor, ein verlorener Ball oder ein kurzer Clip ist keine zuverlässige Gesamtbeurteilung.


Portfolio aufbauen und Daten schützen


Eine schlanke und barrierearme Struktur

Du brauchst keine kostenpflichtige Plattform. Eine lokal gespeicherte, passwortgeschützte Textdatei oder eine zugriffsbeschränkte Schul- beziehungsweise Vereinslösung reicht. Lege die Abschnitte „Mein Ziel“, „Trainingsidee“, „Beobachtung“, „Reflexion“, „Nächster Schritt“ und „Quellen und Freigaben“ an. Verwende aussagekräftige Überschriften, kurze Sätze, Alternativtexte für Grafiken sowie ein Datum der letzten eigenen Überarbeitung. Dokumentiere nur so viel, wie du selbst zum Lernen benötigst.

Muster für einen kurzen Eintrag: „Woche 2, freiwillige Selbstbeobachtung: In einem 3-gegen-3-Spiel gab es zwei Situationen mit sichtbarem freiem Passweg. Bei einer blickte ich vorher bewusst auf. Ich probiere beim nächsten Mal dieselbe Frage in einer leicht veränderten Feldgröße aus.“ Zahlen sind hier ein Gedächtnishinweis und keine Diagnose. Statt eines Videos kann eine neutrale Feldskizze genügen.


Rechtliche und pädagogische Grenzen

Die Aufnahme einer erkennbaren Person und die Veröffentlichung oder Weitergabe ihrer Bilder sind unterschiedliche Verarbeitungsvorgänge. Für vereinsbezogene Trainingsvideos bedarf es einer tragfähigen Rechtsgrundlage, transparenter Information und einer Prüfung von Zweck, Empfängern, Aufbewahrung und Löschung. Bei Minderjährigen sind besonders strenge Schutzmaßstäbe und regelmäßig die Beteiligung der Sorgeberechtigten nötig. Eine Einwilligung in die Aufnahme ist keine pauschale Erlaubnis zum Hochladen. Ein berechtigtes Interesse kann je nach Situation eine andere Rechtsgrundlage sein; die konkrete Prüfung übernimmt der verantwortliche Verein, nicht das Portfolio.

Praktische Schutzregel: Erst eine Alternative ohne Kamera anbieten, dann nur nach organisierter Freigabe aufnehmen, möglichst ohne identifizierende Merkmale arbeiten, kurze Sequenzen auswählen, verschlüsselt beziehungsweise zugriffsbeschränkt speichern, nicht in privaten Gruppen-Chats verteilen und nach dem vereinbarten Zweck löschen. Kein automatisches Tracking, kein öffentlicher Vergleich und kein KI-Upload von erkennbaren Trainingsvideos ohne gesonderte rechtliche und organisatorische Freigabe. Freiwilligkeit bedeutet keine Nachteile für Personen ohne Aufnahme.

Beachte die Datenschutzinformationen des DFB sowie die Hinweise des Landesdatenschutzbeauftragten Baden-Württemberg. Für Schulen und Vereine gelten zusätzlich die jeweiligen Vorgaben. Im Zweifel nutzt du eine selbst gezeichnete, anonymisierte Spielsituation.


Sichere Teilnahme für unterschiedliche Gruppen

Die Übungen werden von geeigneten Coaches fachlich angeleitet. Prüft befestigte und kippsichere Tore, freie Spielflächen, Wetter, passende Schuhe, Ball und Feldgrenzen. Plant Wasser- und Erholungspausen sowie freiwillige Anpassungen. Bei Schmerzen, Schwindel, Unwohlsein oder Kopfkontakt mit Beschwerden: sofort abbrechen, verantwortliche Aufsicht informieren und medizinische Abklärung veranlassen; das Portfolio ersetzt keine eigenständige Verletzungsbehandlung.

Im Alter von 6 bis 9 Jahren stehen Freude, Fantasie und einfache Spielformen im Vordergrund; zwischen 10 und 13 Jahren werden Grundlagen variiert; zwischen 14 und 17 Jahren treten Spielentscheidungen und Selbstreflexion stärker hervor; Erwachsene berücksichtigen Erfahrung und individuelle Belastbarkeit. Für Kinder gibt es keine Kopfballpflicht; dieser Kurs plant keine Kopfballübungen, riskanten Kontaktfolgen, Sprungduelle oder Maximalbelastungen. Der DFB empfiehlt für den Nachwuchs viele kleine Spiele, Ballaktionen und altersangemessene Belastung; siehe Trainingsphilosophie und Kopfball-Empfehlungen.


Spielbeobachtung, Videofeedback und digitales Coaching


Eine faire Beobachtungsfrage formulieren

Eine gute Frage ist eng gefasst: „Welche Passoptionen erkenne ich unmittelbar vor der Ballannahme?“ Weniger sinnvoll ist „Bin ich eine gute Spielerin oder ein guter Spieler?“. Dokumentiere bei einer selbst ausgewählten Situation Kontext – sichtbares Verhalten – mögliche Erklärung – nächster Versuch. Ein Coach kann nachfragen: „Welche andere Lösung war möglich?“ statt pausenlos Anweisungen zu geben.

Moment im eigenen Taktikschema Beobachtbare Situation Offene Reflexionsfrage
Vor dem Zuspiel: A → B; C ist anspielbar B orientiert sich zum Ball Hat B den freien Raum bereits gesehen?
Ballannahme: A → B → C C läuft seitlich in die freie Zone Welche weitere Passoption gab es?
Nach dem Zuspiel: B ↗ Freiraum B bietet sich erneut an Warum war das Nachrücken nützlich?

Eigenes Taktikschema B: Symbolische Dreierkombination mit A, B und C, erstellt am 03.11.2026, CC0 1.0. Textalternative: A passt zu B, C bewegt sich in den freien Raum, danach bietet B sich erneut an. Das ist ein abstraktes Beispiel und keine Aufzeichnung realer Personen.


Was ein Video zeigen kann – und was nicht

Eine zulässige Aufnahme kann Positionen, Blickrichtung, Raumaufteilung oder zeitliche Abfolgen sichtbar machen. Kameraausschnitt, Perspektive, Bildrate und die unbekannten Entscheidungen anderer begrenzen jede Deutung. Vor dem Filmen werden Zweck, Rechtsgrundlage und Aufnahmebedingungen geklärt; ohne Freigabe nutzt du Taktikmagnete, Standbilder aus freigegebenem OER-Material oder selbst gezeichnete Skizzen. Die 20-Sekunden-Analyse als Methode: Szene beschreiben, zwei Handlungsoptionen notieren, eine offene Frage formulieren und den nächsten Versuch planen – ohne automatische Punktevergabe.

Alexia Putellas in einem Spiel gegen Brann, März 2024 – dokumentierter Moment, keine vollständige Leistungsanalyse
Alexia Putellas in einem Spiel gegen Brann, März 2024 – dokumentierter Moment, keine vollständige Leistungsanalyse

Bildnachweis und Textalternative: MichaelEmilio, Aufnahme vom 20.03.2024, CC BY-SA 4.0. Textalternative: Alexia Putellas spielt für den FC Barcelona gegen Brann; eine einzelne Spielsituation ist fotografisch festgehalten. Originaldatei mit Lizenz. Analysiere nur Sichtbares: Was lässt sich über Körperausrichtung sagen? Welche Informationen fehlen außerhalb des Bildausschnitts? Keine Aussagen über damaligen oder heutigen Kaderstatus ohne weitere Quelle. Weder die Spielerin noch ihr Verein sind an diesem Kurs beteiligt oder empfehlen ihn.


Zwei geprüfte Praxisvideos des DFB

Video 1: „Hannes Wolf und der BVB präsentieren die Trainingsphilosophie Deutschland in Dortmund“, DFB (Verband), veröffentlicht am 12.05.2025. Quelle. Einbettung des offiziellen YouTube-Videos über die Plattform, keine offene Video-Lizenz und keine Kopie. Textalternative: Trainer erläutern kleine Spielformen und ihre Anpassung an unterschiedliche Niveaus; prüfe bei der Sichtung, an welcher Stelle eine neue Spielentscheidung entstehen kann.

Video 2: „Trainingsphilosophie Deutschland: Hannes Wolf in Wolfsburg“, DFB (Verband), veröffentlicht am 02.05.2025. Quelle. Offizielle YouTube-Einbettung, alle Rechte am Video verbleiben beim Rechteinhaber. Textalternative: Hannes Wolf erklärt mit Blick auf einzelne Kinder, warum individuelle Entwicklung und Spielfreude wichtig sind. Nutze kein fremdes Videomaterial für eine öffentliche Portfolio-Montage.

Wahlmöglichkeit: Externe Videos sind Zusatzmedien. Wer YouTube oder dessen Cookies nicht freigeben möchte, bearbeitet die darunter genannten Textalternativen und die eigenen Schemata ohne Nachteil; die Datenschutz- und VIDIS-Einstellungen des jeweiligen Lernsystems bleiben maßgeblich.


Altersgerechte Trainingsversuche für das Portfolio

Die folgenden Aufgaben können nur bei gesicherter Fläche und unter fachlicher Aufsicht durchgeführt werden. Die Ziele betreffen eigene Lernhandlungen; das Portfolio bleibt freiwillig. Keine Übung erfordert gefährliche Zweikämpfe, Kopfballserien oder medizinische Selbsttests. Kleinspielformen mit vielen Ballaktionen folgen dem DFB-Leitgedanken „Freude, Intensität und Wiederholung“, wobei sich Belastung immer am sicheren individuellen Rahmen orientiert.

Historische Jugendfeld-Skizze für Neun gegen neun aus dem Jahr 2013; nicht als aktueller DFB-Standard lesen
Historische Jugendfeld-Skizze für Neun gegen neun aus dem Jahr 2013; nicht als aktueller DFB-Standard lesen

Bildnachweis und Textalternative: Scoute-dich, Grafik vom 15.03.2013, CC BY-SA 3.0, Dateiseite. Textalternative: Schematisch eingezeichnetes verkleinertes Feld für ein historisches U13-Neun-gegen-neun-Format. Die Skizze dient zum Erlernen einer dokumentierten Feldbeschreibung, nicht als Vorgabe für heutige Wettbewerbsregeln.


Training A: Spielinseln für 6 bis 9 Jahre

  • Ziel: Freude an vielen Ballkontakten sowie Wahrnehmen freier Zonen; kein numerischer Leistungsvergleich.
  • Material: Weiche altersgerechte Bälle, flache Markierungen und sicher befestigte Minitore.
  • Aufbau: Zwei oder mehr übersichtliche kleine Felder, ausreichend Abstand zu Hindernissen und Kindern außerhalb des Spielfelds.
  • Durchführung: Spielende bewegen sich im 2 gegen 2 oder 3 gegen 3 und versuchen ohne Kopfballvorgabe, eine freie Torzone zu erreichen. Eine erwachsene Leitung wechselt Regeln nur behutsam.
  • Typische Fehler: Zu lange Wartezeiten, komplizierte Vorgaben, ungesicherte Tore.
  • Beobachtung: Die Leitung notiert anonym, ob alle Kinder häufig am Ball sind und gern mitmachen; keine personenbezogenen Kinderprofile.
  • Leichter: Größere Tore, mehr Raum, ein Ball pro Paar beim freien Ausprobieren.
  • Schwerer: Wechselnde sichere Zielzonen und zusätzliche Wahlmöglichkeiten ohne Zeitdruck.
  • Transfer: Kinder beschreiben mündlich eine Lieblingsaktion; Coaches übernehmen nur eine kurze anonyme Idee ins eigene Trainingsportfolio.


Training B: Passwege entdecken mit 10 bis 13 Jahren

  • Ziel: Vor dem Pass offene Anspielstationen wahrnehmen.
  • Material: Bälle, Markierungsteller, sichere Minitore und Papier für freiwillige Skizzen.
  • Aufbau: Kleines übersichtliches Spielfeld mit seitlichen Freiräumen; 3 gegen 3 oder angepasste Zahl.
  • Durchführung: In kurzen angeleiteten Spielphasen suchen die Teams freie Passwege und besprechen danach eine gewählte Situation. Keine Pflichtfilme.
  • Typische Fehler: Nur auf den Ball schauen, zugestellte Passwege ignorieren, lautstarke Dauerkommandos.
  • Beobachtung: Beschreibe eine Passoption und die Raumaufteilung, ohne Namen oder Rankings.
  • Leichter: Überzahl mit neutraler Anspielperson und mehr Platz.
  • Schwerer: Feldform ändern oder nach Ballverlust gemeinsam neue Anspielwinkel suchen.
  • Transfer: Ein anonymes Feldbild und eine offene Frage werden als Muster im Portfolio abgelegt.


Training C: Entscheidung unter Spielnähe mit 14 bis 17 Jahren

  • Ziel: Vor der Ballannahme zwei mögliche Anschlussaktionen erkennen und anschließend begründet reflektieren.
  • Material: Bälle, Markierungsteller, gesicherte Tore, geschütztes Notizmedium; eine Kamera ist nicht erforderlich.
  • Aufbau: Zwei Kleinfelder für 3 gegen 3 oder 4 gegen 4 mit sicheren Auslaufzonen.
  • Durchführung: Nach gemeinsamer Aufwärmphase und Belastungsabstimmung folgen kurze Spielabschnitte mit Pausen. Jede Person wählt freiwillig eine Situation und beschreibt sie nach dem Spiel.
  • Typische Fehler: Aus einem Ballverlust auf mangelnde Fähigkeit schließen, fremde Spielende ohne Freigabe filmen, Belastung trotz Beschwerden fortsetzen.
  • Beobachtung: Notiere zuerst die sichtbare Handlung und erst danach eine vorsichtige Vermutung.
  • Leichter: Größeres Feld, ein neutraler Anspielpunkt oder geringerer Gegnerdruck.
  • Schwerer: Neue Startpositionen und Wahl zwischen Vorwärts- und Rückpass bei weiterhin sicherer Intensität.
  • Transfer: Zwei zeitlich getrennte Reflexionen mit unterschiedlichen Kontexten begründen eine nächste Spielidee.


Training D: Erfahrungsangepasste Spielformen für Erwachsene

  • Ziel: Eigenes Freilaufverhalten bei wechselnder Raumaufteilung einschätzen, ohne Fremdvergleich.
  • Material: Alters- und niveaugeeignete Bälle, Hütchen, gesicherte Tore, Notizblatt.
  • Aufbau: Kleines Spielfeld mit variabler Breite, ausreichend Platz und angepassten Teams.
  • Durchführung: Angeleitetes Spiel mit optionaler kürzerer Spielzeit, Pausen und frei wählbarer aktiver Rolle; anschließend wertschätzender Austausch.
  • Typische Fehler: Übung zu eng planen, Erholung vernachlässigen oder die Zahl der Sprints mit Lernqualität verwechseln.
  • Beobachtung: Notiere eine selbst gewählte Situation mit Alternativen für den Laufweg.
  • Leichter: Weniger Gegnerdruck, kleinere Teamzahl oder längere Erholung.
  • Schwerer: Zusätzliche taktische Wahlmöglichkeiten statt höherer Maximalbelastung.
  • Transfer: Übertrage eine begründete Raumidee in das nächste Training und dokumentiere, ob die Bedingungen vergleichbar waren.


Vollständiger Modellfall und begründetes Feedback


Fiktiver Fall: Ein Lernportfolio über vier Wochen

Ausgangslage: Eine fiktive 15-jährige Person aus einer U16-Trainingsgruppe, im Folgenden „Person M“, hat Spaß an kleinen Spielen, schaut vor dem Zuspiel aber nach eigener Einschätzung gelegentlich zu spät auf. Die Person möchte den ersten Blick vor der Ballannahme ausprobieren. Weder Name noch echte Vereinsdaten, Gesundheitsdaten, ein Bild oder ein Leistungsrang werden gespeichert.

Prozessziel: Innerhalb von vier Wochen nach jeweils einem freiwillig ausgewählten Training eine eigene Spielsituation mit „Raum – Blick – Entscheidung – Alternative“ beschreiben. Zusammen mit dem Coach werden geschützte Notizen statt Videoaufnahmen vereinbart. Das Team spielt altersgerecht auf gesicherten Kleinfeldern unter Aufsicht. Vier Wochen sind ein Reflexionsfenster, keine Pflicht zur Teilnahme oder Garantie für Leistungszuwachs.

Musterphase Anonymisierte Selbstbeobachtung Reflexion und nächste Entscheidung
Woche 1 – Ausgangslage Vor einem Pass sah M den seitlichen Freiraum erst spät. Offene Frage: Welche Blickrichtung hätte vorher geholfen?
Woche 2 – verändertes Feld M sah eine freie Station, spielte aber zunächst zurück. Rückpass kann sinnvoll sein; nicht jeden Vorwärtspass erzwingen.
Woche 3 – anderer Gegnerdruck M blickte vor der Annahme auf und nutzte eine Seitenoption. Ersten Blick erneut versuchen; Einzelbeispiel nicht überbewerten.
Woche 4 – Rückblick In zwei unterschiedlichen Situationen wurden Optionen bemerkt; eine blieb ungenutzt. Fortschritt als genaueres Erkennen beschreiben; neues Ziel: Passweg nach dem Abspiel anbieten.

Eigenes Diagramm C: Selbst erfundene Verlaufstabelle, erstellt am 03.11.2026, CC0 1.0. Textalternative: Vier aufeinanderfolgende Wochen führen von einer offenen Frage über neue Feldbedingungen zu einer ausgewogenen Reflexion. Die Daten sind rein fiktiv und weder Messreihe noch Evidenz für eine Trainingswirkung.


Schrittweise Musterlösung zum Modellfall

Schritt 1 – Zielprüfung: Das Ziel betrifft einen kontrollierbaren Prozess und enthält weder ein Siegversprechen noch einen Teamvergleich. Schritt 2 – Datenschutz: Anonymisierte eigene Notizen reichen aus, daher kein Video und keine unnötige Datenerhebung. Schritt 3 – Beobachtungsqualität: In Woche 2 ist der Rückpass eine beobachtbare Entscheidung, nicht automatisch ein Fehler; in Woche 3 wird eine konkrete Option beschrieben. Schritt 4 – Interpretation: Vier Einträge allein beweisen keine dauerhafte Verbesserung, denn Gegnerdruck, Mitspielende und Feldgröße wechseln. Schritt 5 – Transfer: Für das nächste Treffen wird „nach dem Abspiel wieder anspielbar werden“ als neuer Fokus gewählt, nicht die Erhöhung einer Kennzahl. Schritt 6 – Sicherheit: Spielformen bleiben beaufsichtigt, mit gesicherten Toren, Pausen und Abbruch bei Beschwerden.

Angeleitete Coaching-Fragen: „Was hast du wahrgenommen?“ – „Welche andere Lösung war erkennbar?“ – „Was blieb außerhalb deiner Sicht?“ – „Was möchtest du ohne zusätzlichen Druck ausprobieren?“ Ein gutes Feedback benennt die Beobachtung, formuliert eine offene Frage und respektiert die Entscheidung der lernenden Person.


Bewertungsraster für Portfolioqualität, nicht für Personen

Kriterium 0 Punkte – noch nicht erkennbar 1 Punkt – teilweise 2 Punkte – nachvollziehbar
Eigenes Ziel Unklar oder ausschließlich Ergebnis Ansatz für einen beeinflussbaren Prozess Beobachtbarer, freiwilliger Prozess mit realistischem Zeitraum
Beobachtung Nur pauschales Urteil Einzelne konkrete Handlung Konkrete Situation mit Kontext und klarer Trennung von Deutung
Reflexion Keine Begründung Eine mögliche Erklärung Alternativen, Unsicherheiten und Lerneinsicht erläutert
Transfer Kein nächster Versuch Allgemeine Absicht Passende, sichere und überprüfbare neue Handlungsfrage
Datenschutz und Teilhabe Rechte oder Wahlfreiheit fehlen Grundlegende Schutzideen Datenminimierung, Freigabe, Löschung und gleichwertige Offline-Alternative

Auswertung: Maximal 10 Punkte für die Qualität des Beispieldokuments, nicht für fußballerisches Können. Musterfall M erreicht bei sorgfältiger Begründung etwa 2+2+2+2+2 = 10 Dokumentationspunkte; ohne dokumentierte Freigaberegeln wäre das letzte Kriterium niedriger. Nutze das Raster formativ, mit Rückmeldung und Überarbeitung statt als heimliche Rangliste. Der Vorschlag ersetzt keine Bewertungsvorgaben einer Bildungseinrichtung.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Prüfe dein Verständnis

Welchen Zweck erfüllt ein persönliches Trainingsportfolio am besten? (Es macht selbst gewählte Lernschritte nachvollziehbar) (!Es erstellt eine verpflichtende Rangliste aller Mitspielenden) (!Es ersetzt das angeleitete Fußballtraining) (!Es veröffentlicht jedes Trainingsvideo automatisch)




Welches Ziel liegt am stärksten im eigenen Einflussbereich? (Vor einer Ballannahme bewusst eine mögliche Anspielstation suchen) (!Das nächste Spiel mit vier Toren Unterschied gewinnen) (!Den Gegner zu Fehlern zwingen) (!Die meisten Zuschauerstimmen erhalten)




Welche Aussage ist eine Beobachtung statt einer pauschalen Bewertung? (Vor dem Pass war links eine freie Anspielstation sichtbar) (!Die Spielerin ist immer unkonzentriert) (!Dieser Ballverlust beweist fehlendes Talent) (!Die Mannschaft war grundsätzlich schlecht)




Welche Variante ist ohne Bildaufnahme ein gleichwertiger Lernnachweis? (Eine anonymisierte Feldskizze mit eigener Reflexion) (!Ein öffentliches Video aller Mitspielenden) (!Eine heimliche Tonaufnahme) (!Ein Profil mit privaten Gesundheitsdaten)




Was muss vor einer vereinsbezogenen Aufnahme erkennbarer Jugendlicher geklärt werden? (Rechtsgrundlage und transparente Freigaben sowie der sichere Verwendungszweck) (!Nur die Auflösung der Kamera) (!Nur der Name der Lieblingsplattform) (!Nur die Größe der Videodatei)




Welche Grenze hat ein einzelnes Standbild von einem Fußballspiel? (Es zeigt nicht alle vorherigen und nachfolgenden Entscheidungen) (!Es erklärt immer die gesamte Taktik) (!Es beweist dauerhaftes Leistungsvermögen) (!Es zeigt automatisch den aktuellen Kader)




Was gehört zu hilfreichem Coaching? (Eine konkrete Beobachtung und eine offene Frage zu Alternativen) (!Dauerkommandos bei jeder Ballberührung) (!Ein öffentlicher Vergleich mit anderen) (!Eine Bewertung allein nach Torzahl)




Welche drei Merkmale betont die Trainingsphilosophie Deutschland des DFB? (Freude Intensität und Wiederholung) (!Dauerläufe Ranglisten und Bestrafung) (!Kopfballserien Sprinttests und Maximalbelastung) (!Kameraüberwachung Tabellen und Noten)




Wie deutest du einen misslungenen Trainingsversuch? (Als Anlass für eine neue Frage unter Berücksichtigung des Kontexts) (!Als eindeutigen Beweis fehlender Eignung) (!Als Grund jede Aufzeichnung öffentlich zu teilen) (!Als Aufforderung Schmerzen zu ignorieren)




Welche Veröffentlichung passt zu einem datensparsamen Portfolio? (Nur freigegebene eigene Inhalte weitergeben und private Notizen schützen) (!Jede Aufnahme ohne weitere Prüfung hochladen) (!Gesundheitsdaten der ganzen Mannschaft sammeln) (!Private Gruppenbilder ohne Nachfrage verbreiten)





Memory: Begriffe und Bedeutung

Lernziel Selbst gewählte Fähigkeit oder Handlung für den nächsten Lernschritt
Ausgangslage Beschriebene Situation vor einer geplanten Veränderung
Beobachtung Möglichst konkrete Beschreibung eines sichtbaren Vorgangs
Reflexion Begründetes Nachdenken über Erfahrungen und Alternativen
Transfer Übertragung einer Erkenntnis auf eine neue Spielsituation
Freigabe Festgelegte Erlaubnis für einen konkret beschriebenen Datenzweck





Drag and Drop: Bestandteile zuordnen

Ordne den Begriff zu. Passender Inhalt
Zielnotiz Die selbst gewählte Verhaltensfrage vor dem Training
Trainingsskizze Die vereinfachte Darstellung eines Spielfeldaufbaus
Beobachtungsprotokoll Die möglichst neutrale Beschreibung einer Spielsituation
Reflexionssatz Die begründete Erkenntnis mit einer verbleibenden Unsicherheit
Löschdatum Der vereinbarte Zeitpunkt zum Entfernen nicht mehr benötigter Daten





Kreuzworträtsel

Portfolio Wie heißt eine geordnete Sammlung ausgewählter eigener Lernspuren?
Feedback Wie nennt man eine hilfreiche Rückmeldung zu einer Handlung?
Variation Wie heißt die bewusste Veränderung einer Übungsbedingung?
Dribbling Wie heißt das kontrollierte Führen des Balles mit dem Fuß?
Einwilligung Wie heißt eine freiwillige Zustimmung für einen bestimmten Datenzweck?
Reflexion Wie nennt man die begründete Rückschau auf eigene Erfahrungen?





LearningApps

Suche nach ergänzenden interaktiven Lernkarten zum Thema; die Suchergebnisse sind keine verpflichtende oder redaktionell geprüfte Übung. Ohne externe Freigabe bearbeitest du die Aufgaben dieser Seite.


Lückentext

Vervollständige die Merksätze zum Portfolio.
Ein Portfolio macht persönliche

nachvollziehbar.
Ein hilfreiches Lernziel liegt im eigenen

.
Die Beschreibung einer Spielsituation beginnt mit einer

.
Erst anschließend folgt eine vorsichtige

.
Beim sportlichen Coaching helfen offene

.
Ein einzelner Videoclip zeigt nur einen begrenzten

.
Vor dem Filmen erkennbarer Personen muss die

geklärt sein.
Ein Trainingseintrag darf als Alternative eine anonyme

enthalten.
Zu einer geeigneten Durchführung gehören Erholungsphasen und

.
Am Ende eines Lernzyklus planst du einen nächsten

.



Offene Aufgaben

Alle Aufgaben sind auch ohne Kamera, persönliche Daten oder Veröffentlichung lösbar. Für praktische Aufgaben gelten sichere Flächen, gesicherte Tore, fachliche Anleitung und freiwillige Pausen. Verwende fiktive Beispiele oder eigene anonymisierte Notizen; erstelle keine personenbezogenen Datensammlungen.


Leicht

  1. Lernziel: Formuliere ein selbst beeinflussbares Fußball-Prozessziel für zwei angeleitete Einheiten und erkläre, warum ein Sieg kein geeignetes Individualziel ist.
  2. Portfolio: Entwirf eine barrierearme Startseite mit sechs benannten Rubriken und ohne personenbezogene Teamdaten.
  3. Beobachtung: Schreibe zu einer frei erfundenen Passsituation einen neutralen Beobachtungssatz und eine getrennte Vermutung.
  4. Datenschutz: Gestalte eine kurze Checkliste mit fünf Punkten, die eine nicht filmende Person vor dem Teilen eines Portfolio-Auszugs prüft.


Standard

  1. Fußballtaktik: Zeichne eine anonyme Drei-Personen-Passfolge und beschreibe zwei Alternativen nach der Ballannahme.
  2. Trainingsplanung: Plane eine betreute Kleinspielform für eine 12-jährige Gruppe mit Ziel, Material, Aufbau, Ablauf, Fehlern, Beobachtung, Variation und Transfer.
  3. Videoanalyse: Vergleiche eine zugelassene kurze Videosequenz oder die hier gezeigte Bildquelle mit einer eigenen Feldskizze; nenne zwei sichtbare und zwei unbekannte Aspekte.
  4. Feedback: Schreibe einen respektvollen Dialog aus Beobachtung, Rückfrage und nächstem Lernversuch ohne Personenvergleich.


Schwer

  1. Lernfortschritt: Erstelle ein fiktives Vier-Wochen-Portfolio, analysiere unterschiedliche Rahmenbedingungen und begründe ein neues Prozessziel.
  2. Medienrecht: Entwirf ein datensparsames Verfahren für freiwilliges Jugend-Videofeedback inklusive Verantwortlichkeit, Information, Freigabe, Alternative, Speicherort und Löschung.
  3. Trainingsdidaktik: Vergleiche dieselbe Spielidee für 8-, 12-, 16-jährige und erwachsene Teilnehmende mit sicheren und nachvollziehbaren Differenzierungen.
  4. Evaluation: Wende das Fünf-Kriterien-Raster auf ein selbst erfundenes Portfolio an und erkläre, welche Schlussfolgerungen aus einer einzigen Szene unzulässig sind.


Musterlösungen und Erwartungshorizonte zu den zwölf Aufgaben

Lösung 1: „Ich schaue vor zwei Ballannahmen nach einem freien Passweg und reflektiere danach eine Situation.“ Der Sieg hängt auch vom Gegner ab. Lösung 2: Startseite mit Ziel, Trainingsidee, Beobachtung, Reflexion, nächstem Schritt und Quellen/Freigaben; klare Überschriften und Bildalternativen. Lösung 3: Beobachtung: „C steht links frei.“ Vermutung: „Ein früher Blick könnte die Passwahl erleichtern.“ Lösung 4: Prüfpunkte: Zweck, Rechte an allen Inhalten, identifizierbare Personen, Empfängerkreis, Löschfrist.

Lösung 5: A passt zu B, C steht frei; B kann zu C spielen oder kontrolliert nach hinten sichern. Lösung 6: Ein passendes 3-gegen-3 auf gesichertem Kleinfeld mit Bällen und Hütchen, freien Passwegen, kurzen Spielabschnitten, Pausen; typische Fehler sind Gedränge und späte Orientierung; erleichtert wird mit größerem Raum, erschwert mit neuer Feldform; Transfer ist eine eigene Passwegfrage. Lösung 7: Sichtbar sind beispielsweise Position und Ballort; unbekannt sind vorangegangene Absprachen und das Geschehen außerhalb des Ausschnitts. Eine Zeichnung kann die Situation ohne Identifizierung verdeutlichen. Lösung 8: Coach: „Vor der Ballannahme war eine Station frei. Was hast du gesehen? Welche Option probierst du als Nächstes?“ Die lernende Person wählt selbst.

Lösung 9: Vier Einträge mit wechselndem Gegnerdruck und Feldaufbau; kein lineares Leistungsurteil, sondern plausible Erkenntnis und neues Freilaufziel. Lösung 10: Vereinsverantwortliche prüfen Rechtsgrundlage, informieren Betroffene und Sorgeberechtigte nach Bedarf, bieten echte Nicht-Film-Alternative, begrenzen Berechtigungen und dokumentieren Löschung; kein privater Chat oder unzulässiger Cloud-Upload. Lösung 11: Achtjährige spielen einfach und fantasievoll, Zwölfjährige variieren Grundaktionen, Sechzehnjährige reflektieren Entscheidungen spielnah, Erwachsene wählen die individuelle Belastung; alle trainieren beaufsichtigt und ohne Kopfballpflicht. Lösung 12: Fünf Kriterien je 0 bis 2 Punkte, transparent begründet; aus einer Szene sind weder Talentdiagnose noch dauerhafte Leistungsprognose noch Vergleiche mit anderen gerechtfertigt.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Lernziel: Prüfe drei verschiedene Zielformulierungen auf persönlichen Einflussbereich, Freiwilligkeit und Beobachtbarkeit; begründe deine Auswahl.
  2. Spielbeobachtung: Trenne in einem erfundenen Beispiel fünf sichtbare Tatsachen von drei Interpretationen und markiere mindestens eine Unsicherheit.
  3. Datenschutz: Entscheide für ein fiktives U16-Videoprojekt, welche Freigaben, Informationen und Datenminimierungen nötig sind und welche Offline-Alternative gleichwertig bleibt.
  4. Fußballtraining: Überarbeite eine überfordernde Trainingseinheit mit Warteschlangen zu betreuten Kleinfeldspielen und erkläre Nutzen und Sicherheitsbedingungen.
  5. Coaching: Formuliere aus einem negativen Urteil zwei offene Rückfragen und eine von der lernenden Person wählbare Erprobung.
  6. Lernfortschritt: Werte die fiktiven vier Wochen des Modellfalls aus und erläutere, warum du daraus keine Kausalwirkung des Trainings beweisen kannst.
  7. Medienkompetenz: Erkläre an den beiden DFB-Videos, wie Quellen, Aufnahmedaten und Rechte kontrolliert werden, ohne die Videos herunterzuladen oder wiederzuveröffentlichen.

Lösungshinweise: Anerkannt werden begründete, datensparsame und sichere Vorschläge. Die Stärken einer Antwort liegen in konkreter Beobachtung, fairer Unsicherheitsdarstellung, fachlich sinnvoller Variation und respektvoller Teilhabe. Keine Aufgabe verlangt einen Videobeweis realer Minderjähriger.


Lernnachweis

Ein vollständiger Lernnachweis besteht aus einer frei gewählten Prozessfrage, einer übersichtlichen Portfolio-Vorlage, einer sicheren Trainingsskizze, mindestens zwei unterschiedlichen anonymisierten Beobachtungseinträgen, einer Trennung von Beobachtung und Vermutung, einem respektvollen Feedbackbeispiel und einem begründeten nächsten Schritt. Für den Modellfall werden zusätzlich ein ausgefülltes Bewertungsraster und eine Reflexion der Datengrenzen vorgelegt. Ein Textportfolio oder eine Papierversion ist gleichwertig zu einer Videoarbeit.

Kriterien für gelungenes Lernen: Du kannst erklären, warum eine begrenzte Beobachtung nicht für ein Talenturteil reicht, kannst eine Trainingsaufgabe altersgerecht variieren und benennst vor dem Umgang mit Medien die notwendigen Rechte, Schutzmaßnahmen und Alternativen. Das Material ist zum eigenständigen kostenlosen Grundlernen gedacht; Zusatzdienste sind nicht erforderlich.


OER und Wikipedia

Wissensquellen: DFB-Trainingsphilosophie Deutschland (abgerufen 03.11.2026), DFB-Kinderfußball und Spielformen, DFB-Kopfballspiel und Risikoreduktion, DFB-Datenschutz und Bildnutzung, LfDI Baden-Württemberg zu Vereinsfotos. Die Quellen dienen der fachlichen Orientierung, ersetzen keine individuelle Rechtsberatung oder qualifizierte Übungsleitung.

Wikipedia zum vertiefenden Lesen: Training im Sport; der Artikel behandelt Grundideen, Planung und Reflexion sportlichen Trainings, ist aber keine Rechts- oder Sicherheitsanweisung.

Medien- und Lizenzverzeichnis mit Textalternativen:

Medium Originalquelle Urheber Lizenz oder Einbettungsgrund Aufnahme oder Veröffentlichung Textalternative
File:Female Football 43.jpg Commons-Dateiseite OJjnr CC BY-SA 4.0 14.06.2023 Fußballerin dribbelt auf einem Trainingsfeld um Kegel
File:Brann - Barça Femení CG3A7807.jpg Commons-Dateiseite MichaelEmilio CC BY-SA 4.0 20.03.2024 Historischer Spielmoment mit Alexia Putellas und Barcelona
File:Übung - Fußballfeld.png Commons-Dateiseite Scoute-dich CC BY-SA 3.0 15.03.2013 Historische Feldskizze für U13-Neun-gegen-neun
Wnc01f6vFbA Offizieller YouTube-Beitrag DFB (Verband) Einbettung über YouTube, keine freie Nachnutzungslizenz behauptet 12.05.2025 Erläuterung kleiner Spielformen und Trainingsniveaus in Dortmund
tI6zE8YPlXk Offizieller YouTube-Beitrag DFB (Verband) Einbettung über YouTube, keine freie Nachnutzungslizenz behauptet 02.05.2025 Hannes Wolf betont den Blick auf das einzelne Kind in Wolfsburg

Die eingebetteten Commons-Dateien dürfen nur unter Einhaltung ihrer jeweiligen Namensnennung und ShareAlike-Bedingungen nachgenutzt werden. Die eigenen Tabellen A, B und C sind neu für diesen Kurs geschaffene schematische Darstellungen (03.11.2026, Freigabe CC0 1.0). Eine zusätzlich frei lizenzierte, thematisch passende Animation wurde nicht zuverlässig geprüft und wird daher nicht als verfügbar behauptet. YouTube-Material bleibt beim jeweiligen Rechteinhaber; kein Herunterladen oder Neuhochladen.


Verknüpfte Lernbereiche

Die neue Fußball-Lernwelt verbindet frei zugängliches Grundlagenlernen, persönliche Lernfragen und fachlich angeleitete Trainingspraxis. Bereits vorhandene ältere Fußballkurse sind weder Bestandteil dieses Kurses noch eine Vorlage für seinen Inhalt. Für Training und Beratung gelten die Regeln des Vereins, der Schule und der jeweils verantwortlichen Lehr- oder Trainerperson.


aiMOOC-Projekte



Schulfach+




aiMOOCs



aiMOOC Projekte









MOOCwiki · Deutsch

Nach dem Lernen ist vor dem Lernen

Entdecke direkt den nächsten Lernkurs. Weitere Inhalte erscheinen, wenn Du weiter nach unten scrollst.

Zur MOOCwiki-Hauptseite

Mediathek

Suche verfeinern

Dein Lernplan bestimmt, was oben steht. Alle anderen Inhalte bleiben erreichbar. Seitenaufrufe beeinflussen die Auswahl nicht.

Inhalte werden geladen ...

Mediathek wird aus dem Wiki geladen ...