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Der Verrat der Bilder von René Magritte - Kunst

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Der Verrat der Bilder von René Magritte - Kunst

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Einleitung

Der Verrat der Bilder von René Magritte - Kunst

Leitfrage: Was unterscheidet einen Gegenstand von seinem Bild und seinem Namen?

Ein Bild zeigt eine Pfeife. Darunter steht: „Ceci n’est pas une pipe.“ – „Dies ist keine Pfeife.“

Wie kann das stimmen? Der belgische Künstler René Magritte stellt mit diesem Gemälde eine ungewöhnliche Frage: Ist das Bild eines Gegenstands dasselbe wie der Gegenstand selbst?

Du untersuchst Formen, Farben, Anordnung, Technik und Wirkung. Dabei unterscheidest Du zwischen dem, was Du siehst, dem, was historisch belegt ist, und dem, was Du deutest.

Zielgruppe: Klasse 7–13. G = grundlegendes Niveau, M = mittleres Niveau, E = erweitertes Niveau. Wähle das Niveau passend zu Deinen Vorkenntnissen.

Zur Reihe: Zur Präsentation Kunst-Welt – Werk 084 und zum Lernpaket 100 Kunstwerke – Eine Reise durch die Kunst.


Das Originalwerk entdecken

Geprüfter Videonachweis: Smarthistory zeigt und erläutert das Gemälde am Los Angeles County Museum of Art. Die Aufnahme ist eine filmische Wiedergabe des Originals, nicht das Original selbst. Video in englischer Sprache.

Herausgeber: Smarthistory, mit Dr. Beth Harris und Dr. Steven Zucker. Video, Transkript und Werkangaben.

Erster Impuls: Halte das Video an, sobald das ganze Gemälde zu sehen ist. Was fällt Dir zuerst auf: die Pfeife oder die Wörter?

Das Museum LACMA bietet außerdem einen offiziellen Kurzfilm mit John Baldessari an. Der Film ist auf der Museumsseite eingebettet.

Rechtehinweis: Das Gemälde ist in Deutschland 2026 noch urheberrechtlich geschützt. Deshalb wird hier keine ungeklärte Commons-Reproduktion des Magritte-Gemäldes direkt eingebunden. Die Werkbetrachtung erfolgt über die Publikationen und Medien der genannten Herausgeber.


Das Kunstwerk verstehen


Gesicherte historische Fakten

Merkmal Angabe
Künstler René Magritte (1898–1967)
Originaltitel La trahison des images
Deutscher Titel Der Verrat der Bilder
Entstehung 1929, laut Museumskatalog
Material und Technik Öl auf Leinwand
Größe ungefähr 60,3 × 81,1 cm
Kunstepoche Moderne, Surrealismus
Aufbewahrung Los Angeles County Museum of Art, Los Angeles
Inventarnummer 78.7

Originalquelle: LACMA – The Treachery of Images. Künstler, Datierung, Material und Standort sind durch den Museumskatalog belegt.

Wichtig: Magritte ist als Künstler dieses Gemäldes gesichert. Die Jahreszahl 1929 ist die Katalogdatierung. Andere Bilder mit ähnlichen Pfeifenmotiven, spätere Fassungen oder Ausschnitte dürfen nicht ungeprüft mit diesem Original gleichgesetzt werden.


Beobachtung: Was ist wirklich zu sehen?

Motiv: Auf einem hellen, beigefarbenen Grund erscheint eine braune Tabakpfeife mit gebogenem Mundstück. Die Pfeife ist einzeln und von der Seite dargestellt.

Farben und Formen: Brauntöne, Schwarz und sanfte Schattierungen lassen das Motiv plastisch wirken. Geschwungene und längliche Formen bestimmen sein Aussehen.

Komposition: Das Pfeifenbild nimmt den oberen Bereich ein. Darunter steht in dunkler Schreibschrift ein französischer Satz. Viel freie Fläche umgibt beides.

Technik: Magritte malte mit Ölfarbe auf Leinwand. Das Bild wirkt sachlich und sorgfältig, ähnlich einer deutlichen Produktabbildung.

Wirkung: Zunächst scheint die Darstellung leicht verständlich. Der Satz darunter erzeugt jedoch Irritation.

Merke: Eine Beobachtung beschreibt sichtbare Eigenschaften. Eine Wirkung beschreibt, was diese Gestaltung bei Dir auslösen kann.


Bilddetail: Die Pfeife

Vergleiche Magrittes gemaltes Motiv im Museumsfilm mit dieser Fotografie einer tatsächlichen Tabakpfeife.

Vergleichsmedium: Fotografie von MartinMerinsky, 2019, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0. Keine Abbildung von Magrittes Gemälde.

Frage: Welche Ähnlichkeiten erkennst Du? Welche Unterschiede bestehen zwischen dem fotografierten Gegenstand und der gemalten Darstellung?

Zweite Vergleichsfotografie: MartinMerinsky, 2019, CC BY-SA 4.0. Sie zeigt eine andere Pfeifenform.

Zwei Pfeifen können unterschiedlich aussehen und trotzdem denselben Namen tragen.


Bilddetail: Die Wörter

Magritte schrieb:

Ceci n’est pas une pipe.

Auf Deutsch: Dies ist keine Pfeife.

Höre Dir den französischen Satz an:

Audio: ZoliveR, 2005, Wikimedia Commons, gemeinfrei laut Dateiseite.

Das französische Wort für Pfeife kannst Du zusätzlich anhören:

Audio: Vion Nicolas / Shtooka Project, CC BY 2.0 France.

Denkfrage: Was kannst Du mit einer echten Pfeife tun, was mit dem geschriebenen Wort „Pfeife“ oder mit einem Pfeifenbild nicht möglich ist?


Gegenstand, Bild und Wort

Freie Vergleichsillustration: hatalar205 / Open Clipart, CC0. Dies ist eine gezeichnete Pfeife, kein Magritte-Bild.

Gegenstand Bild Wort
Ein wirklich vorhandenes Ding Eine sichtbare Darstellung eines Dings Ein sprachliches Zeichen
Dreidimensional und körperlich vorhanden Auf einer Fläche oder einem Bildschirm sichtbar Aus Buchstaben oder Lauten gebildet
Beispiel: eine Tabakpfeife Beispiel: eine Pfeifenzeichnung Beispiel: „Pfeife“

Ein Bild kann einer Pfeife sehr ähnlich sehen, ist aber selbst keine Pfeife. Das Wort benennt den Gegenstand, ohne ihm ähnlich sehen zu müssen.

Leitgedanke: Eine Darstellung ist nicht mit dem dargestellten Gegenstand identisch.


Deutung: Warum ist das überraschend?

Beobachtung: Ein erkennbares Pfeifenbild wird mit einem Satz kombiniert, der bestreitet, eine Pfeife zu zeigen.

Gesicherter Zusammenhang: Das Museum LACMA beschreibt das Werk als Auseinandersetzung mit dem Verhältnis von Bild, Wort und Gegenstand.

Begründete Deutung: Die scheinbar widersprüchliche Aussage kann Dich darauf aufmerksam machen, dass Du eine Darstellung schnell mit dem abgebildeten Ding verwechselst.

Diese Deutung lässt sich am sichtbaren Zusammenspiel von Schrift und Pfeifenbild begründen. Sie ist jedoch nicht mit einer vollständig bewiesenen Aussage über alle Absichten Magrittes gleichzusetzen.


Einordnung: Moderne und Surrealismus

Der Surrealismus entwickelte sich im 20. Jahrhundert. Surrealistische Kunst stellt vertraute Dinge oft in ungewöhnliche Zusammenhänge. Dadurch werden unsere Gewohnheiten des Sehens und Denkens herausgefordert.

Magrittes Gemälde zeigt keine fantastische Kreatur. Gerade die alltägliche Pfeife und der überraschende Satz sorgen für den ungewöhnlichen Effekt.

Für die Oberstufe: Untersuche, ob das Bild nur zwischen Gegenstand und Darstellung unterscheidet oder auch die Zuverlässigkeit von Sprache infrage stellt. Das führt zur Semiotik, der Lehre von Zeichen.


Vergleich: Wie verändert sich die Bedeutung?

Die folgende historische Zeichnung zeigt einen Menschen, der eine Pfeife benutzt.

Vergleichswerk: Zeichnung von Adriaen van Ostade (1610–1685), Sammlung des Nationalmuseum Stockholm. Das ältere Werk ist gemeinfrei; die Datei zeigt eine digitale Reproduktion des zweidimensionalen Originals. Es handelt sich weder um Magrittes Gemälde noch um einen Ausschnitt daraus.

Vergleiche: Bei van Ostade erscheint die Pfeife als Teil einer Alltagsszene. Bei Magritte steht die Frage nach Darstellung und Bezeichnung im Mittelpunkt.


Wahrnehmung: Was sehen wir, und wie deuten wir es?

Rubins Vase: Erkennst Du eine Vase oder zwei Gesichter? Die Bilddatei stammt von Ian Remsen, 2023, CC0.

Die Formen ändern sich nicht, aber Deine Wahrnehmung kann wechseln. Das ist ein Vergleich zur Rolle des Betrachters, kein Bild von Magritte.

Animation: Necker-Würfel von TNSE PARTHI DIET ARY, 2017, CC BY-SA 4.0. Beobachte, wie sich die räumliche Deutung eines gezeichneten Körpers verändern kann.

Transferfrage: Kann ein Bild uns täuschen, obwohl seine einzelnen Linien unverändert bleiben?


Interaktive Bildbetrachtung

Starte den Smarthistory-Film oben und halte ihn mehrfach an. Öffne die folgenden Rückmeldungen erst, nachdem Du selbst geantwortet hast.


Station 1: Formendetektiv

Aufgabe: Beschreibe Pfeifenkopf und Mundstück. Welche Teile sind gerundet, welche länglich? Verwende nur Beobachtungen.

Beobachtungshilfe: Der Pfeifenkopf besitzt gerundete Seiten und eine Öffnung oben. Das Rohr führt nach rechts zum gebogenen Mundstück. Form und Schattierung lassen die Darstellung räumlich erscheinen.


Station 2: Kompositionsdetektiv

Aufgabe: Was steht oben und was unten? Wie würde das Bild ohne den Satz wirken?

Rückmeldung: Die Pfeifendarstellung steht oberhalb der Schrift. Ohne Satz könnte das Bild wie eine gewöhnliche sachliche Abbildung wirken. Dies ist eine begründete Vermutung über die Wirkung.


Station 3: Sprachdetektiv

Aufgabe: Prüfe den Satz „Dies ist keine Pfeife“. Ist er falsch, richtig oder mehrdeutig? Begründe Deine Entscheidung.

Deutungshilfe: Wenn „dies“ das gemalte Bild bezeichnet, ist der Satz nachvollziehbar: Farbe auf Leinwand ist keine echte Pfeife. Wenn „dies“ den dargestellten Gegenstand meint, entsteht zunächst ein Widerspruch.


Station 4: Quellencheck

Aufgabe: Öffne den Museumskatalog und vergleiche ihn mit einer Abbildung im Internet. Welche Quelle nennt Urheber, Material, Größe und Standort zuverlässig? Ist die Abbildung vollständig oder beschnitten?

Prüfhilfe: Der LACMA-Katalog belegt die Werksangaben. Ein Internetbild oder Filmstandbild ist eine Wiedergabe. Der Bildausschnitt kann durch Rahmen, Kamera und Zuschnitt verändert sein. Die Rechte der Wiedergabe sind zusätzlich zu prüfen.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Bearbeite alle zehn Fragen. Zu jeder Aufgabe gehört eine Erklärung, die Du anschließend aufklappen kannst.

Welcher Gegenstand ist auf Magrittes Gemälde dargestellt? (Eine Tabakpfeife) (!Eine Violine) (!Eine Kerze) (!Eine Taschenuhr)



Feedback: Die Darstellung zeigt eine Tabakpfeife. Das bedeutet nicht, dass das Bild selbst ein solcher Gegenstand ist.


Wie lautet die deutsche Übersetzung des französischen Satzes? (Dies ist keine Pfeife) (!Dies ist eine neue Pfeife) (!Die Pfeife gehört mir) (!Das ist eine schöne Pfeife)



Feedback: Der Satz verneint die Gleichsetzung der Darstellung mit einer wirklichen Pfeife.


Wer schuf das Gemälde? (René Magritte) (!Claude Monet) (!Pablo Picasso) (!Salvador Dalí)



Feedback: René Magritte ist als Künstler des Originals im LACMA-Katalog dokumentiert.


In welchem Jahr entstand das Gemälde laut Museumskatalog? (1929) (!1789) (!1850) (!2009)



Feedback: Das LACMA datiert das Gemälde auf 1929 und ordnet es der modernen Kunst zu.


Welche Maltechnik wurde verwendet? (Öl auf Leinwand) (!Kohle auf Stein) (!Aquarell auf Glas) (!Marmorbildhauerei)



Feedback: Das Werk besteht aus Ölfarbe auf Leinwand. Ein Video davon ist nur eine weitere mediale Wiedergabe.


Wie sind Pfeife und Schrift im Original angeordnet? (Die Pfeife steht über der Schrift) (!Die Schrift steht über der Pfeife) (!Die Pfeife erscheint hinter einer Person) (!Die Schrift fehlt vollständig)



Feedback: Das Motiv nimmt den oberen Bereich ein. Die Schrift steht darunter und verändert die Wahrnehmung.


Was unterscheidet einen Gegenstand von seinem Bild? (Ein Bild ist eine Darstellung und nicht der Gegenstand selbst) (!Ein Bild ist immer dreidimensional) (!Ein Bild besitzt immer die Eigenschaften des echten Gegenstands) (!Ein Bild kann nichts darstellen)



Feedback: Eine Pfeife kann körperlich vorhanden sein. Ihre Darstellung besteht beispielsweise aus Farbe auf Leinwand.


Welcher Kunstrichtung wird Magrittes Werk zugeordnet? (Surrealismus) (!Barock) (!Romanik) (!Rokoko)



Feedback: Der Surrealismus stellt Vertrautes in überraschende Zusammenhänge und fordert Wahrnehmungsgewohnheiten heraus.


Was ist eine begründete Deutung des Satzes im Bild? (Er stellt das Verhältnis zwischen Bild und Wirklichkeit infrage) (!Er beweist die Gefährlichkeit aller Bilder) (!Er erklärt die Herstellung von Pfeifen) (!Er gibt eine Anleitung zum Rauchen)



Feedback: Der scheinbare Widerspruch lenkt den Blick darauf, dass Zeichen, Bilder und Dinge nicht dasselbe sind.


Wo befindet sich das Originalgemälde laut dem Museumskatalog? (Im Los Angeles County Museum of Art) (!Im Louvre in Paris) (!Im Prado in Madrid) (!In den Uffizien in Florenz)



Feedback: Das LACMA führt das Werk in seiner Sammlung unter der Inventarnummer 78.7.



Memory

Finde die sechs zusammengehörenden Begriffspaare.

Gegenstand Körperlich vorhandenes Ding
Abbild Sichtbare Darstellung
Schriftzug Gemalte Wörter
Komposition Anordnung der Bildteile
Surrealismus Kunstbewegung der Moderne
Ölmalerei Malen mit Ölfarben





Drag and Drop

Ordne die Begriffe den passenden Beschreibungen zu.

Ordne die richtigen Begriffe zu. Beschreibung
Pfeifendarstellung Oberes Bildmotiv
Schriftzeile Französischer Satz
Hintergrund Helle Bildfläche
Komposition Räumliche Anordnung
Bilddeutung Begründete Interpretation





Kreuzworträtsel

Magritte Wie lautet der Nachname des Künstlers?
Pfeife Welcher Alltagsgegenstand ist dargestellt?
Leinwand Auf welchen Bildträger wurde gemalt?
Surrealismus Zu welcher Kunstbewegung gehört das Gemälde?
Schriftzug Wie heißt eine geschriebene Zeile innerhalb des Bildes?
Komposition Wie nennt man die Anordnung der Teile eines Bildes?





LearningApps

Hinweis: Dies ist eine thematische Suche bei LearningApps. Fremde Übungen müssen vor der Verwendung auf Richtigkeit und Medienrechte geprüft werden.


Lückentext

Vervollständige den Text.
Der Künstler heißt René

.
Das Gemälde entstand im Jahr

.
Als Material verwendete der Künstler Öl auf

.
Dargestellt ist eine braune

.
Der französische Satz bedeutet Dies ist keine

.
Das Werk gehört zum

.
Die Anordnung der Bildteile heißt

.
Ein Bild ist nicht der echte

.
Die Sammlung des Gemäldes befindet sich in Los

.
Eine Aussage über die Bedeutung eines Bildes ist eine

.



Offene Aufgaben

Wähle die Kernaufgabe Deines Niveaus. Die übrigen Aufgaben sind Wahl- und Vertiefungsangebote. Insgesamt stehen zwölf Aufgaben zur Verfügung.


Leicht – G (grundlegendes Niveau)

  1. Kernaufgabe G – Bildbeschreibung: Beschreibe das Gemälde in fünf kurzen Sätzen. Nenne Pfeife, Farbe, Schrift, Hintergrund und Deine erste Wirkung.
  2. Formen erkennen: Zeichne eine vereinfachte Pfeifenform und beschrifte Pfeifenkopf, Rohr und Mundstück. Kennzeichne Deine eigene Zeichnung als Vergleichsskizze.
  3. Wort und Bild: Wähle drei andere Alltagsgegenstände. Schreibe ihre Namen auf und erkläre, warum die Wörter nicht die Gegenstände selbst sind.
  4. Kunst erleben: Erkläre einem Mitschüler oder einer Mitschülerin die Aussage des Bildes in einer einminütigen Audioaufnahme. Verwende ausschließlich selbst gesprochene Worte.


Standard – M (mittleres Niveau)

  1. Kernaufgabe M – Bildanalyse: Verfasse eine Analyse in drei Absätzen: sichtbare Beobachtung, gesicherte Fakten und begründete Deutung. Verwende mindestens vier Fachbegriffe.
  2. Bildvergleich: Vergleiche Magrittes Gemälde mit einer freien Pfeifenfotografie. Untersuche Ähnlichkeit, Unterschied und Aussage.
  3. Fotografie: Fotografiere einen ungefährlichen Gegenstand und ergänze einen überraschenden Satz. Erkläre, welche Wirkung dadurch entsteht. Verwende nur eigene oder freigegebene Aufnahmen.
  4. Interview: Befrage drei Personen, ob der Satz „Dies ist keine Pfeife“ richtig sei. Ordne ihre Begründungen den Bereichen Gegenstand, Bild oder Wort zu.


Schwer – E (erweitertes Niveau)

  1. Kernaufgabe E – Semiotik: Erörtere in 300–500 Wörtern, wie Magritte das Verhältnis von Zeichen, Bild und Wirklichkeit untersucht. Trenne Befund, Quellenbeleg, Deutung und Gegenargument.
  2. Kunstphilosophie: Diskutiere, ob ein naturgetreues Bild mehr Wahrheit enthält als eine abstrakte Darstellung. Beziehe Magrittes Schriftzug ein.
  3. Medienkritik: Vergleiche das Gemälde mit einem aktuellen Beispiel aus digitaler Bildkommunikation. Erkläre, warum Ähnlichkeit keine Echtheit beweist.
  4. Kunstausstellung: Konzipiere eine kleine Ausstellung mit Magritte als Hauptwerk und zwei rechtlich nutzbaren Vergleichsmedien. Erstelle Objekttexte mit Quellen, Urhebern und korrekten Bildnachweisen.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

Bearbeite mindestens fünf Aufgaben. Hier geht es um Zusammenhänge und Deine Argumentation.

  1. Bild und Wirklichkeit: Erkläre anhand von Magrittes Werk, warum eine genaue Darstellung nicht mit dem Originalgegenstand gleichzusetzen ist.
  2. Sprache und Wahrnehmung: Untersuche, wie der Satz unter der Pfeife die Bedeutung des ganzen Bildes verändert.
  3. Komposition: Begründe, welche Wirkung die Trennung von Pfeifenmotiv und Text sowie die freie Hintergrundfläche erzeugen.
  4. Vergleichende Bildanalyse: Vergleiche eine Fotografie und Magrittes gemalte Pfeife. Beschreibe, was beide darstellen und worin ihre Aussagen voneinander abweichen.
  5. Quellenkritik: Erkläre, weshalb ein Commons-Dateiname allein keine ausreichende Bestätigung für eine rechtmäßige Bildnutzung ist.
  6. Transfer: Übertrage Magrittes Frage auf ein digitales Profilbild, ein Symbol oder ein KI-generiertes Bild. Begründe die Grenzen der Darstellung.


Lernnachweis

Für Deinen Lernnachweis reichst Du eine kurze, übersichtliche Dokumentation ein.

Sie enthält:

  1. Eine Beschreibung des sichtbaren Motivs, der Farben, Formen und Komposition.
  2. Die korrekten Werkdaten mit Angabe der Museumsquelle.
  3. Eine klar gekennzeichnete Deutung mit mindestens zwei Beobachtungen als Belege.
  4. Eine Antwort auf die Leitfrage nach Gegenstand, Bild und Name.
  5. Die Bearbeitung einer Kernaufgabe auf Niveau G, M oder E.
  6. Eine Reflexion darüber, wie Du zwischen gesichertem Wissen und Vermutung unterscheidest.
  7. Vollständige Quellen- und Lizenzangaben zu allen verwendeten fremden Medien.

Bewertung: Genauigkeit der Beobachtung, richtige Fakten, nachvollziehbare Argumentation, Transfer und sorgfältiger Umgang mit Quellen. Auf E-Niveau werden auch Gegenargumente und selbstständige Reflexion berücksichtigt.




OERs zum Thema

Wikipedia-Einstieg:

Weitere geprüfte Quellen:

  1. LACMA: offizieller Werkdatensatz – maßgebliche Angaben zu Künstler, Datierung, Technik und Sammlung.
  2. LACMA: Museumsfilm und Werkführer – vom Museum bereitgestellte Betrachtung.
  3. Smarthistory: Werkanalyse mit Transkript – Video der genannten Autorinnen und Autoren.
  4. Wikipedia: La trahison des images – ergänzender Einstieg, nicht Ersatz für den Museumskatalog.


Medien- und Lizenznachweis

Die folgenden Commons-Dateien wurden anhand ihrer Dateibeschreibungen ausgewählt. Freie Vergleichsmedien sind keine Originalabbildungen von Magrittes Werk.

Medium Originalquelle / Urheber Recht und Nutzung
MartinMerinsky, 2019 Fotografie, CC BY-SA 4.0
MartinMerinsky, 2019 Fotografie, CC BY-SA 4.0
hatalar205 / Open Clipart Eigene Illustration des Urhebers, CC0
Ian Remsen, 2023 Illustration, CC0
TNSE PARTHI DIET ARY, 2017 Animationsdatei, CC BY-SA 4.0
Historische Zeichnung Adriaen van Ostade / Nationalmuseum Originalwerk gemeinfrei; digitale originalgetreue zweidimensionale Wiedergabe auf Commons als PD-Art gekennzeichnet. Rechte an Reproduktionen sind je nach Rechtsordnung gesondert zu beurteilen.
Französischer Satz ZoliveR, 2005 Audio, Public-Domain-Freigabe durch Urheber
Französisches Einzelwort Vion Nicolas / Shtooka Project, 2006 Audio, CC BY 2.0 France
Hauptfilm Smarthistory, 2011 Urheber des Films: Beth Harris und Steven Zucker / Smarthistory; eingebettet über YouTube, keine Freigabe des Magritte-Gemäldes zur eigenständigen Weiterverwendung
Museumsfilm LACMA / John Baldessari Vom Museum auf dessen Werkführer veröffentlichter Videobeitrag; keine Weiterlizenzierung behauptet

Rechte des Hauptwerks: René Magritte starb 1967. In Deutschland endet die reguläre urheberrechtliche Schutzfrist 70 Jahre nach seinem Todesjahr, also grundsätzlich erst Ende 2037. Die Gemeinfreiheit gilt somit regulär ab 1. Januar 2038. Nationale Sonderregeln bleiben gesondert zu prüfen.

Rechte der Reproduktion: Rechte am Gemälde und Rechte an einer Fotografie des Gemäldes sind getrennt zu betrachten. Auch eine CC-Lizenz für eine Fotografie macht das abgebildete noch geschützte Kunstwerk nicht automatisch frei.

Nicht eingebettet: Die Commons-Datei „Magritte treachery.jpg“ war zum Prüfzeitpunkt wegen zweifelhafter Rechte am dargestellten Werk zur Löschung vorgeschlagen. Deshalb wird sie hier nicht als freies Hauptbild verwendet.

Bilddetails und Kopien: Die freien Pfeifendarstellungen sind Vergleichsbeispiele, keine Ausschnitte oder Kopien des Originals. Ein angehaltenes Video zeigt eine filmische Wiedergabe des Gemäldes und darf nicht ohne gesonderte Rechteprüfung als eigenständiges freies Bild verbreitet werden.

Prüfstand: Oktober 2026. Technische Abrufbarkeit und Einbettung können sich nach der Veröffentlichung ändern.


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