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Delfine

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Delfine



Einleitung

Delfine sind Tiere, die im Wasser leben – aber sie sind keine Fische. Sie gehören zu den Säugetieren und zu den Zahnwalen. Das bedeutet: Sie atmen Luft mit Lungen, bringen lebende Junge zur Welt und die Jungtiere trinken Milch bei ihrer Mutter. Delfine leben in vielen Meeren der Erde. Einige Arten kommen auch in Flüssen vor.

Dieser aiMOOC begleitet den Film Delfine und ist für Kinder ab etwa 6 Jahren gedacht. Du lernst, wie ein Delfinkörper gebaut ist, wie Delfine atmen, wie sie sich mit Echoortung orientieren, wie sie miteinander kommunizieren, wie sie in Gruppen leben und warum Meeresschutz wichtig ist.

Beobachtungsfrage für den Film: Achte darauf, wann ein Delfin an die Wasseroberfläche kommt, wie er seine Schwanzflosse bewegt und ob mehrere Tiere gemeinsam unterwegs sind.


Delfine sind Säugetiere

Ein Delfin sieht auf den ersten Blick ein wenig wie ein großer Fisch aus. Doch sein Körper funktioniert anders. Delfine haben Lungen und müssen deshalb immer wieder an die Wasseroberfläche kommen. Sie sind gleichwarm: Ihr Körper hält seine Temperatur in einem passenden Bereich. Unter der Haut liegt eine Fettschicht, die beim Wärmeschutz hilft.

Delfinmütter bringen lebende Junge zur Welt. Ein Jungtier nennt man Kalb. Es bleibt nach der Geburt eng bei seiner Mutter und wird von ihr gesäugt. So erkennst Du ein wichtiges Merkmal von Säugetieren.

Merksatz: Ein Delfin lebt im Wasser, ist aber ein Säugetier.


Körperbau

Der Körper eines Delfins ist stromlinienförmig. Das heißt: Er ist so geformt, dass das Wasser möglichst gut an ihm vorbeiströmen kann. Der Kopf geht ohne langen Hals in den Körper über. Bei vielen Arten sieht die Schnauze wie ein Schnabel aus.

Seitlich am Körper sitzen zwei Brustflossen. Sie heißen auch Flipper und helfen beim Steuern. Auf dem Rücken liegt bei vielen Delfinen eine Rückenflosse. Sie hilft, den Körper beim Schwimmen zu stabilisieren. Hinten befindet sich die waagerechte Schwanzflosse, die Fluke. Delfine bewegen die Fluke vor allem auf und ab. Dadurch entsteht der kräftige Antrieb.

Unter der Haut liegt eine Fettschicht. Sie schützt vor Wärmeverlust. Delfine haben außerdem kräftige Muskeln, mit denen sie beschleunigen, tauchen und springen können.

Körperteile zum Merken: Blasloch, Flipper, Rückenflosse und Fluke.


Atmung

Obwohl Delfine fast ihr ganzes Leben im Wasser verbringen, können sie unter Wasser nicht atmen. Sie müssen Luft holen. Das geschieht durch das Blasloch oben auf dem Kopf.

Wenn ein Delfin auftaucht, atmet er durch das Blasloch aus und wieder ein. Danach kann er erneut abtauchen. Wie lange ein Delfin unter Wasser bleibt, hängt von Art, Alter und Aktivität ab. Deshalb gibt es nicht eine einzige Tauchzeit, die für alle Delfine gilt.

Delfine müssen ihre Atmung auch im Schlaf weiter steuern. Bei gut untersuchten Arten wie dem Großen Tümmler können sich Gehirnhälften beim Ruhen abwechseln. So kann das Tier weiter atmen und seine Umgebung beachten.

Forscherfrage: Warum wäre ein Blasloch an der Unterseite des Körpers unpraktisch?


Echoortung: Sehen mit Schall

Unter Wasser ist es manchmal dunkel oder trüb. Delfine können dann mit Echoortung Informationen über ihre Umgebung bekommen. Dabei senden sie sehr kurze Klicklaute aus.

Vereinfacht funktioniert es so: Ein Klick breitet sich im Wasser aus. Trifft der Schall auf einen Fisch, einen Felsen oder einen anderen Gegenstand, wird ein Teil zurückgeworfen. Dieses zurückkehrende Geräusch heißt Echo. Aus den Echos kann ein Delfin zum Beispiel erkennen, aus welcher Richtung etwas kommt und wie weit es ungefähr entfernt ist.

Im Kopf liegt ein besonderes Fettorgan, die Melone. Sie hilft, die Klicklaute zu bündeln. Zurückkehrender Schall wird unter anderem über Strukturen im Unterkiefer an das Hörsystem weitergeleitet. Das Gehirn verarbeitet die Schallinformationen sehr schnell.

Wichtig: Echoortung ist keine Zauberkraft. Sie ist eine besondere Form der Wahrnehmung mit Schall.

Datei:Video of a pod of three striped dolphins (Stenella coeruleoalba) and echolocation clicks recorded by an underwater Spydro camera attached on a branchline of a pelagic longline deployed in the Eastern Corsica (Ifremer 00949-106047).webm


Kommunikation

Delfine geben viele verschiedene Laute von sich. Dazu gehören Klicklaute, Pfiffe und andere Geräusche. Klicklaute können zur Echoortung dienen. Pfiffe und weitere Laute können bei der Verständigung in der Gruppe wichtig sein.

Delfine kommunizieren nicht nur mit Lauten. Auch Bewegungen, Sprünge, Berührungen und Schläge mit der Schwanzflosse auf die Wasseroberfläche können Informationen für andere Tiere enthalten.

Bei Großen Tümmlern wurden charakteristische Signaturpfiffe untersucht. Solche Pfiffe können dabei helfen, einzelne Tiere akustisch wiederzuerkennen.

Hör-Idee: Klatsche einmal in einem großen Raum. Hörst Du ein Echo? Bei Delfinen läuft die Echoortung unter Wasser viel genauer und mit sehr kurzen Klicklauten ab.


Sozialverhalten

Delfine sind soziale Tiere. Viele Arten leben zeitweise oder dauerhaft in Gruppen. Solche Gruppen werden oft Schulen genannt. Die Größe einer Gruppe kann sich ändern. Tiere können sich trennen und später wieder zusammenschließen.

In einer Gruppe können Delfine gemeinsam nach Nahrung suchen, Jungtiere begleiten, spielen und aufeinander reagieren. Bei verschiedenen Delfinarten wurden enge soziale Beziehungen beobachtet. Manche Tiere unterstützen verletzte oder geschwächte Gruppenmitglieder.

Junge Delfine lernen viel, indem sie ihrer Mutter und anderen Tieren folgen. Das ist wichtig, denn Jagdtechniken und Verhaltensweisen können von Gruppe zu Gruppe verschieden sein.

Datei:053 Pod of Spinner dolphins swimming in the Indian ocean Video by Giles Laurent.webm


Lebensraum

Delfine leben in sehr unterschiedlichen Lebensräumen. Viele Arten leben im offenen Meer, andere nahe an Küsten. Die Familie der Delfine ist in allen Weltmeeren verbreitet. Einige Arten nutzen auch Flüsse oder Flussmündungen.

Ein Lebensraum besteht nicht nur aus Wasser. Für Delfine sind auch Nahrung, Wassertemperatur, Strömungen, Ruheplätze und sichere Wege wichtig. Viele Delfine fressen Fische oder Tintenfische. Welche Nahrung sie bevorzugen, hängt von der Art und dem Gebiet ab.

Denkfrage: Was könnte passieren, wenn in einem Gebiet plötzlich viel weniger Beutefisch vorhanden ist?


Delfine und der Schutz der Meere

Delfine brauchen gesunde Meere. Gefahren entstehen zum Beispiel durch Beifang, Meeresmüll, chemische Verschmutzung, starken Unterwasserlärm, Zusammenstöße mit Booten und Veränderungen ihrer Lebensräume.

Beifang bedeutet: Ein Tier wird beim Fischen gefangen, obwohl die Fischerinnen und Fischer eigentlich eine andere Art fangen wollten. Gerät ein Delfin in ein Netz und kann nicht rechtzeitig auftauchen, kann das lebensgefährlich sein.

Plastikmüll kann Tiere verletzen, sie können sich darin verfangen und große wie kleine Kunststoffteile belasten den Lebensraum Meer. Deshalb ist es sinnvoll, Abfälle zu vermeiden, richtig zu entsorgen und Müll aus der Natur zu entfernen.

Auch Lärm ist unter Wasser wichtig. Delfine verlassen sich stark auf ihr Gehör. Sehr starker oder dauernder Lärm kann ihre Kommunikation und Orientierung stören.

Meeresschutz bedeutet deshalb mehr als nur Müllsammeln. Fachleute, Politik, Fischerei, Schifffahrt und Bevölkerung können gemeinsam an Lösungen arbeiten: Schutzgebiete, sichere Fischereimethoden, weniger Schadstoffe, weniger Müll, Rücksicht bei Schiffsverkehr und Forschung helfen dabei, Lebensräume zu erhalten.

Das kannst Du mit Erwachsenen tun: Nimm Abfall wieder mit, benutze Dinge möglichst lange, verwende Mehrweg, sammle bei einer betreuten Aufräumaktion Müll und beobachte wilde Delfine nur mit genügend Abstand. Wildtiere solltest Du nicht anfassen oder füttern.


Filmbeobachtung

Wenn Du den Film Delfine ansiehst, kannst Du wie eine kleine Forscherin oder ein kleiner Forscher beobachten. Suche nach Hinweisen auf Körperbau, Atmung, Orientierung, Kommunikation, Gruppenleben und Lebensraum.

  1. Atmung: Notiere oder male eine Szene, in der ein Delfin auftaucht.
  2. Körperbau: Zeichne Flipper, Rückenflosse, Fluke und Blasloch.
  3. Kommunikation: Achte auf Laute, Berührungen, Sprünge oder gemeinsames Schwimmen.
  4. Sozialverhalten: Beobachte, ob Delfine allein oder in Gruppen zu sehen sind.
  5. Meeresschutz: Überlege, welche Dinge Menschen tun können, damit Delfine sicherer leben.


Zusammenfassung

Delfine sind Säugetiere und gehören zu den Zahnwalen. Ihr stromlinienförmiger Körper hilft ihnen beim Schwimmen. Sie atmen Luft durch das Blasloch, nutzen Echoortung mit Klicklauten, verständigen sich mit Lauten und Körperbewegungen und leben häufig in sozialen Gruppen. Delfine kommen in vielen Meeresgebieten vor. Gesunde, möglichst saubere und sichere Lebensräume sind für sie wichtig. Meeresschutz schützt deshalb nicht nur Delfine, sondern viele weitere Lebewesen.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Zu welcher Tiergruppe gehören Delfine? (Säugetiere) (!Fische) (!Amphibien) (!Insekten)




Womit atmet ein Delfin? (Mit Lungen) (!Mit Kiemen) (!Mit Flossen) (!Mit Schuppen)




Wo nimmt ein Delfin Luft auf? (Durch das Blasloch) (!Durch die Fluke) (!Durch die Rückenflosse) (!Durch den Bauch)




Was bedeutet Echoortung? (Orientierung mit ausgesendetem Schall und zurückkehrendem Echo) (!Orientierung nur mit Sonnenlicht) (!Fortbewegung mit Meeresströmungen) (!Schlafen an der Wasseroberfläche)




Welche Laute nutzen Delfine unter anderem? (Klicklaute und Pfiffe) (!Nur Vogelgesang) (!Nur Brüllen) (!Gar keine Laute)




Wie heißt die waagerechte Schwanzflosse eines Delfins? (Fluke) (!Melone) (!Blasloch) (!Kiemendeckel)




Wie leben viele Delfinarten häufig? (In sozialen Gruppen) (!Nur allein) (!Nur an Land) (!Nur in Höhlen)




Wo leben Delfine? (In vielen Meeren und einige Arten auch in Flüssen) (!Nur in Wüsten) (!Nur auf Bergen) (!Nur in Teichen)




Was bedeutet Beifang? (Ein Tier wird beim Fischen unbeabsichtigt mitgefangen) (!Ein Delfin findet besonders viel Nahrung) (!Ein Schiff fährt besonders langsam) (!Ein Strand wird sauber gemacht)




Was hilft beim Schutz der Meere? (Müll vermeiden und Lebensräume schützen) (!Abfall ins Wasser werfen) (!Wildtiere füttern) (!Delfine anfassen)





Memory

Blasloch Atmung
Fluke Antrieb
Melone Schall bündeln
Echo Zurückgeworfener Schall
Schule Delfingruppe
Flipper Steuern
Beifang Unbeabsichtigter Fang





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Aufgabe
Blasloch Luft holen
Flipper Steuern
Fluke Vortrieb
Melone Klicklaute bündeln
Rückenflosse Körper stabilisieren






Kreuzworträtsel

Blasloch Wie heißt die Atemöffnung oben auf dem Kopf eines Delfins?
Melone Wie heißt das Organ im Delfinkopf, das bei der Echoortung hilft?
Fluke Wie heißt die Schwanzflosse eines Delfins?
Pfiffe Welche Laute nutzen Delfine häufig zur Verständigung?
Schule Wie nennt man eine Gruppe von Delfinen häufig?
Beifang Wie heißt es, wenn Delfine unbeabsichtigt in Fischereigerät geraten?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

Delfine gehören zu den

und nicht zu den Fischen. Sie atmen Luft mit ihren

. Die Atemöffnung oben auf dem Kopf heißt

. Die waagerechte Schwanzflosse heißt

. Mit kurzen Klicklauten können Delfine die

nutzen. Zurückgeworfener Schall wird

genannt. Delfine verständigen sich unter anderem mit Pfiffen und

. Viele Delfine leben zeitweise in sozialen

. Delfine leben in vielen

. Unbeabsichtigtes Mitfangen in Fischereigerät nennt man

. Weniger Müll und sichere Lebensräume helfen beim

.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Delfinzeichnung: Male einen Delfin und beschrifte Blasloch, Flipper, Rückenflosse und Fluke.
  2. Atemspiel: Spiele mit einer erwachsenen Person das Auftauchen eines Delfins nach und erkläre dabei, warum er Luft holen muss.
  3. Echoexperiment: Klatsche in einem großen Raum oder vor einer festen Wand und beschreibe, ob Du ein Echo hören kannst.
  4. Meeresschutzplakat: Gestalte ein Plakat mit drei Regeln, die helfen, Müll aus dem Meer fernzuhalten.


Standard

  1. Filmprotokoll: Beobachte im Film drei Szenen und ordne sie den Themen Atmung, Sozialverhalten oder Lebensraum zu.
  2. Delfinsprache: Erfinde gemeinsam mit anderen Kindern drei unterschiedliche Geräusche oder Gesten für drei Nachrichten und besprecht, warum klare Signale hilfreich sind.
  3. Lebensraumcollage: Gestalte eine Collage zu einem gesunden Delfin-Lebensraum und ergänze Nahrung, Wasser, Artgenossen und Schutz vor Gefahren.
  4. Müllforscher: Untersuche mit Erwachsenen einen Schulhof oder Park, sortiere gefundenen Müll sicher und überlege, wie weniger davon in Bäche und Meere gelangen könnte.


Schwer

  1. Echoortungsmodell: Baue ein einfaches Modell mit Schallquelle, Hindernis und Empfänger und erkläre, welcher Teil für Aussenden, Echo und Wahrnehmen steht.
  2. Delfininterview: Bereite fünf Fragen an eine Meeresbiologin, einen Meeresbiologen oder eine Naturschutzorganisation vor und dokumentiere die Antworten.
  3. Gefahrenkette: Erstelle eine Ursache-Wirkungs-Kette vom verlorenen Fischereigerät bis zu möglichen Folgen für Meerestiere und entwickle zwei Schutzideen.
  4. Mini-Erklärfilm: Produziere einen kurzen eigenen Erklärfilm über Körperbau, Atmung, Echoortung und Meeresschutz. Nutze nur selbst erstellte oder frei lizenzierte Medien.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Körperbau und Bewegung: Erkläre, warum ein stromlinienförmiger Körper und eine kräftige Fluke gut zum Leben im Wasser passen.
  2. Atmung und Schlaf: Beschreibe, welches Problem ein Delfin beim Schlafen lösen muss, weil er Luft an der Oberfläche holen muss.
  3. Echoortung im Alltag: Vergleiche die Echoortung eines Delfins mit einem Echo, das Du in einem Raum hörst. Nenne eine Gemeinsamkeit und einen Unterschied.
  4. Kommunikation und Gruppe: Erkläre, warum Pfiffe, Körperbewegungen und Berührungen in einer sozialen Gruppe nützlich sein können.
  5. Lebensraum und Nahrung: Überlege, wie sich ein starker Rückgang von Beutefischen auf eine Delfingruppe auswirken könnte.
  6. Meeresschutz und Handeln: Wähle eine Gefahr für Delfine und entwickle eine Maßnahme für Kinder sowie eine Maßnahme für Erwachsene, Politik oder Wirtschaft.


Lernnachweis

Für einen guten Lernnachweis solltest Du zeigen, dass Du die wichtigsten Ideen nicht nur auswendig kennst, sondern erklären kannst.

  1. Säugetiere: Du kannst begründen, warum Delfine Säugetiere und keine Fische sind.
  2. Körperbau: Du kannst Blasloch, Flipper, Rückenflosse und Fluke benennen und ihre Aufgaben erklären.
  3. Atmung: Du kannst erklären, warum Delfine auftauchen müssen.
  4. Echoortung: Du kannst den Weg von Klick, Hindernis und Echo in eigenen Worten beschreiben.
  5. Kommunikation: Du kannst mehrere Formen der Verständigung nennen.
  6. Sozialverhalten: Du kannst erklären, warum Gruppenleben Vorteile haben kann.
  7. Lebensraum: Du kannst wichtige Merkmale eines Delfin-Lebensraums nennen.
  8. Meeresschutz: Du kannst Gefahren beschreiben und sinnvolle Schutzmaßnahmen vorschlagen.




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