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Das Neue Testament - Lesefassung Klasse 9 - Literatur verstehen

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Das Neue Testament - Lesefassung Klasse 9 - Literatur verstehen

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Einleitung

Das Neue Testament als Literatur und historische Quelle lesen – Lernkurs für Klasse 9. Du liest zehn kurze, in sich abgeschlossene Auswahlkapitel, untersuchst Figuren und Erzählweisen und prüfst Aussagen anhand der angegebenen Bibelstellen. Niemand muss die religiösen Aussagen für wahr halten oder ihnen zustimmen.

Wichtige Unterscheidung: Die zehn Texte unten sind eigens formulierte, vereinfachte Nacherzählungen ausgewählter Stellen aus dem Neuen Testament. Sie sind keine wörtlichen Zitate aus der verlinkten MOOCwiki-Buchausgabe. Deren vollständiger Wortlaut konnte bei der Vorbereitung nicht verlässlich eingesehen und mit diesen Texten abgeglichen werden. Benutze die verlinkte Buchausgabe für einen zusätzlichen Textvergleich. Diese Auswahl ist keine vollständige Bibel.

Die neutestamentlichen Schriften entstanden in der Antike. Die vorliegende vereinfachte Bearbeitung stammt aus der Gegenwart. Im Neuen Testament stehen 27 Schriften: Evangelien, Apostelgeschichte, Briefe und Offenbarung. Es sind verschiedene Textsorten und Glaubenszeugnisse, keine einheitliche Augenzeugenreportage. Die Evangelien wurden später verfasst als die frühesten Paulusbriefe. Frage immer: Wer erzählt? Wann wurde geschrieben? Welche Wirkung soll der Text haben? Was lässt sich historisch prüfen?

Jesus war Jude und lebte in einer jüdischen Lebenswelt unter römischer Herrschaft. Jüdische religiöse Traditionen und römische staatliche Macht sind unterschiedliche Dinge. Für Jesu Hinrichtung waren römische Machthaber zuständig; weder Jüdinnen und Juden damals noch heute dürfen kollektiv verantwortlich gemacht werden.

Historische Karte von 1889: ein späterer Versuch, die Orte der antiken Erzählungen darzustellen; keine Karte aus dem ersten Jahrhundert.

Animation zur Ausdehnung römischer Herrschaft über viele Jahrhunderte. Beobachte besonders die Zeit um das erste Jahrhundert und verwechsle eine Karte nicht mit einem Beweis für eine einzelne biblische Geschichte.

Terra X History: „Gab es Jesus wirklich?“ – historische Überlieferung von religiöser Deutung unterscheiden.


Lesestrategie: fünf Fragen

  1. Quelle: Welches biblische Buch und welcher Abschnitt dienen als Vorlage?
  2. Handlung: Was passiert zuerst, danach und am Ende?
  3. Figuren: Welche Interessen, Ängste und Entscheidungen werden sichtbar?
  4. Sprache: Wo gibt es Bilder, Fragen, Gegensätze oder überraschende Wendungen?
  5. Deutung: Was sagt die Erzählung aus Sicht des jeweiligen Textes, und welche andere Erklärung ist denkbar?

Gestufte Hilfe: Leicht: Markiere die handelnden Personen. Standard: Schreibe zu jeder Figur ein Verb. Anspruchsvoll: Trenne das im Text Erzählte von deiner Interpretation und einer historisch überprüfbaren Aussage.


Zehn Auswahlkapitel


Auftakt am Jordan – Markus 1,1–15

Lesetext – freie Nacherzählung nach Markus 1,1–15: Johannes tritt am Jordan auf. Menschen kommen zu ihm, hören seine Botschaft und lassen sich taufen. Er fordert dazu auf, das eigene Leben zu ändern. Auch Jesus kommt aus Nazareth zu Johannes. Markus schildert, dass Jesus bei der Taufe eine besondere Erfahrung mit dem Geist Gottes macht. Der Erzähler ordnet ihn damit religiös ein. Anschließend geht Jesus in die Wüste. Dort wird er auf die Probe gestellt. Später verkündet er in Galiläa, Gottes Reich sei nahe, und ruft Menschen zur Umkehr auf.

Leseauftrag: Unterstreiche in der Nacherzählung drei Stationen. Kennzeichne Aussagen, die der Erzähler religiös deutet, mit einem anderen Zeichen als die Ortsangaben. Hilfe: Beginne mit Jordan – Wüste – Galiläa. Vertiefung: Warum beginnt Markus nicht mit Jesu Geburt?

Wikimedia-Hörbeispiel zur Aussprache des Namens „Matthäus“ (kein biblischer Textvortrag): Vergleiche, wie Buchnamen im Unterricht ausgesprochen werden.


Ein Zöllner wird eingeladen – Markus 2,13–17

Lesetext – freie Nacherzählung nach Markus 2,13–17: Jesus kommt an einer Zollstelle vorbei. Dort sitzt Levi, der Sohn des Alphäus. Jesus fordert ihn auf, ihm zu folgen. Levi steht auf und geht mit. Später essen Jesus und seine Begleiter zusammen mit Zöllnern und weiteren Menschen, die andere ablehnen. Einige Schriftgelehrte aus dem Kreis der Pharisäer stellen kritische Fragen: Warum isst Jesus mit solchen Leuten? Jesus antwortet mit dem Vergleich zu einem Arzt. Menschen, die Hilfe brauchen, sollen nicht ausgeschlossen werden. Der Text macht so deutlich, wie Jesus sein Verhalten begründet.

Leseauftrag: Beschreibe den Gegensatz zwischen gesellschaftlicher Abgrenzung und Jesu Einladung. Hilfe: Wer wird kritisiert? Vertiefung: Erkläre, warum das Arztbild eine Metapher ist, und überprüfe, wem die Kritik im Text tatsächlich zugeschrieben wird. Verallgemeinere nicht über das Judentum.

Caravaggio, „Die Berufung des Matthäus“ (um 1600): ein viel später entstandenes Kunstwerk. Vergleiche das Gemälde mit Markus 2: Es erzählt nicht dieselbe Szene wortgetreu und identifiziert die Figur anders.


Angst auf dem See – Markus 4,35–41

Lesetext – freie Nacherzählung nach Markus 4,35–41: Am Abend fahren Jesus und die Jünger mit einem Boot über den See. Ein heftiger Wind kommt auf. Wellen schlagen ins Boot. Die Jünger fürchten, unterzugehen. Jesus liegt hinten und schläft. Sie wecken ihn und fragen, ob ihm ihre Angst gleichgültig sei. Nach der Erzählung bedroht Jesus den Wind und spricht zum See. Der Sturm lässt nach. Nun fragt er seine Begleiter, warum sie so viel Angst haben. Die Jünger sind überrascht. Sie fragen sich, wer dieser Mensch ist, dem nach Darstellung der Geschichte sogar Wind und Wasser gehorchen.

Leseauftrag: Zeichne einen Spannungsbogen mit Anfang, Höhepunkt und Wendepunkt. Hilfe: Suche nach drei Wörtern für Gefahr. Vertiefung: Erkläre, wie die Naturdarstellung eine Glaubensaussage vermittelt, ohne sie mit naturwissenschaftlichem Nachweis zu verwechseln.

Rembrandt, „Christus im Sturm auf dem See Genezareth“ (1633): Beachte Licht, Bewegung und die sichtbare Angst.


Seligpreisungen – Matthäus 5,1–12

Lesetext – freie Nacherzählung nach Matthäus 5,1–12: Jesus sieht viele Menschen. Er steigt auf einen Berg, setzt sich und lehrt seine Jünger. Er spricht Gruppen Hoffnung zu, die oft schwach, traurig oder benachteiligt erscheinen. Dazu zählen Trauernde, Menschen, die nach Gerechtigkeit verlangen, Friedensstifter und Menschen, die wegen ihres Einsatzes für Gerechtigkeit verfolgt werden. In dieser Rede werden verbreitete Wertmaßstäbe umgedreht: Nicht Reichtum oder Macht stehen im Mittelpunkt, sondern Trost, Barmherzigkeit, Frieden und Gerechtigkeit. Matthäus gibt diese Lehre als Rede Jesu weiter. Sie ist zugleich ein literarisch gestalteter Text mit Wiederholungen und Gegenüberstellungen.

Leseauftrag: Markiere drei Gruppen, denen Hoffnung zugesprochen wird. Hilfe: Suche nach Trauer, Frieden und Gerechtigkeit. Vertiefung: Welche Wirkung hat die wiederholte Satzform der Seligpreisungen in der biblischen Vorlage?


Wer hilft dem Verletzten? – Lukas 10,25–37

Lesetext – freie Nacherzählung nach Lukas 10,25–37: Ein Gesetzesgelehrter fragt Jesus, wie Menschen richtig leben sollen, und spricht über die Liebe zu Gott und zum Mitmenschen. Dann will er wissen, wer als Mitmensch gilt. Jesus erzählt von einem Reisenden, der auf dem Weg von Jerusalem nach Jericho überfallen wird. Er bleibt verletzt zurück. Zuerst kommt ein Priester vorbei, dann ein Levit. Beide gehen weiter. Schließlich sieht ihn ein Samariter. Er hilft dem Verletzten, versorgt seine Wunden, bringt ihn in eine Herberge und sorgt für die weitere Pflege. Jesus lässt den Fragenden selbst entscheiden, wer für den Verletzten ein Mitmensch geworden ist. Im Mittelpunkt steht die konkrete Hilfe, nicht die Zugehörigkeit zu einer Gruppe.

Leseauftrag: Nenne die drei Vorübergehenden in der richtigen Reihenfolge und begründe, warum das Verhalten des Samariters überraschend wirkt. Hilfe: Vergleiche die Verben „vorbeigehen“ und „helfen“. Vertiefung: Prüfe, wie Jesus die Ausgangsfrage verändert; vermeide pauschale Urteile über Priester, Leviten oder jüdische Menschen.

Vincent van Gogh, „Der barmherzige Samariter“ (1890), nach Eugène Delacroix. Dies ist eine spätere Bilddeutung der Erzählung.


Zwei Brüder – Lukas 15,11–32

Lesetext – freie Nacherzählung nach Lukas 15,11–32: Ein Mann hat zwei Söhne. Der jüngere fordert seinen Anteil am Vermögen und verlässt die Familie. Nach einer Zeit hat er alles verbraucht. Eine Notlage verschärft seine Situation. Er beschließt zurückzukehren und hofft, wenigstens als Arbeiter im Haus leben zu dürfen. Doch der Vater läuft ihm entgegen, nimmt ihn auf und lässt feiern. Der ältere Sohn, der zu Hause gearbeitet hat, wird wütend. Für ihn ist das Fest ungerecht. Der Vater erklärt, warum ihn die Rückkehr glücklich macht. Wie der ältere Bruder reagiert, lässt die Erzählung offen. Beide Brüder haben nachvollziehbare Gefühle; die Geschichte lädt zur Diskussion über Vergebung und Gerechtigkeit ein.

Leseauftrag: Schreibe aus Sicht jedes Bruders einen Satz über Gerechtigkeit. Hilfe: Unterscheide „Verzeihen“ und „Belohnen“. Vertiefung: Warum endet die Erzählung ohne eindeutige Versöhnung?

Rembrandt, „Die Rückkehr des verlorenen Sohnes“ (17. Jahrhundert): Wie werden die Figuren durch Licht und Nähe bewertet?


Zachäus verändert sein Verhalten – Lukas 19,1–10

Lesetext – freie Nacherzählung nach Lukas 19,1–10: Jesus geht durch Jericho. Zachäus, ein reicher Oberzöllner, möchte ihn sehen. Weil viele Menschen dort sind und Zachäus klein ist, steigt er auf einen Baum. Jesus bemerkt ihn, spricht ihn an und kündigt einen Besuch bei ihm an. Manche Beobachter ärgern sich darüber, dass Jesus bei einem als Sünder bezeichneten Mann einkehrt. Zachäus verspricht, einen großen Teil seines Besitzes den Armen zu geben und Menschen, die er betrogen hat, mehrfach zu entschädigen. Jesus deutet diesen Schritt als Rettung und erneute Zugehörigkeit. Der Text zeigt eine Veränderung durch Begegnung und Verantwortung.

Leseauftrag: Markiere Zachäus' Handlung vor und nach der Begegnung. Hilfe: Suchen – empfangen – wiedergutmachen. Vertiefung: Ist seine Ankündigung eher ein Zeichen von Reue, sozialer Gerechtigkeit oder beidem? Begründe am Text.


Der römische Prozess und die Kreuzigung – Markus 15,1–39

Lesetext – freie Nacherzählung nach Markus 15,1–39: Am Morgen bringen führende Priester und weitere Beteiligte Jesus zu Pontius Pilatus, dem Vertreter der römischen Herrschaft. Pilatus befragt ihn. In der Erzählung spielt auch eine aufgebrachte Menge eine Rolle. Pilatus gibt Jesus zur Hinrichtung frei. Römische Soldaten verspotten Jesus und führen die Kreuzigung durch. Am Kreuz leidet Jesus und stirbt. Markus schildert auffällige Zeichen und lässt einen römischen Hauptmann den Tod religiös deuten. Der Text verbindet einen historischen Herrschaftskontext mit einer theologischen Interpretation.

Leseauftrag: Erstelle zwei Spalten: „römische staatliche Macht“ und „Aussagen einzelner Gruppen und Figuren im Erzähltext“. Hilfe: Pilatus und die Soldaten gehören zur römischen Herrschaft. Vertiefung: Welche Teile dieser Darstellung sind Glaubensdeutung, welche beziehen sich auf die politische Wirklichkeit? Wichtig: Die Verantwortung für die römische Hinrichtung darf nicht dem jüdischen Volk als Ganzem zugeschrieben werden. Jesus selbst und seine ersten Anhänger waren jüdisch.


Unterwegs nach Emmaus – Lukas 24,13–35

Lesetext – freie Nacherzählung nach Lukas 24,13–35: Zwei Anhänger Jesu sind von Jerusalem nach Emmaus unterwegs. Sie sprechen über Jesu Tod und über Berichte, nach denen sein Grab leer sei. Ein Unbekannter schließt sich ihnen an und fragt nach ihren Sorgen. Im Gespräch deutet er biblische Texte. Als die Reisenden am Abend ankommen, bitten sie ihn zu bleiben. Beim gemeinsamen Essen erkennen sie ihn nach der Erzählung als den auferstandenen Jesus. In diesem Moment verschwindet er vor ihren Augen. Die beiden gehen zurück und berichten den anderen von ihrer Erfahrung. Lukas schildert hier, wie aus Enttäuschung Hoffnung wird. Ob man diese Glaubenserzählung teilt, ist keine Voraussetzung, um ihren Aufbau zu verstehen.

Leseauftrag: Teile die Handlung in Gespräch, Deutung, Erkennen und Weitererzählen ein. Hilfe: Achte auf den Ortswechsel. Vertiefung: Welche Funktion hat das verzögerte Erkennen für die Lesenden?


Eine Gemeinschaft wie ein Körper – 1. Korinther 12,12–27

Lesetext – freie Nacherzählung nach 1. Korinther 12,12–27: Paulus schreibt an eine christliche Gemeinde in Korinth. Er nutzt ein Bild: Ein Körper hat viele Körperteile. Augen, Ohren, Hände und Füße sind unterschiedlich, gehören aber zusammen. Kein Teil kann einfach behaupten, die anderen seien unnötig. Gerade scheinbar schwächere Glieder verdienen besondere Aufmerksamkeit. Paulus überträgt diesen Vergleich auf die Gemeinde. Menschen haben verschiedene Aufgaben und Fähigkeiten; dennoch sind sie aufeinander angewiesen. Das ist kein Tatsachenbericht über eine Reise Jesu, sondern eine argumentierende Passage aus einem Brief. Das Bild soll Zusammenhalt und gegenseitige Fürsorge begründen.

Leseauftrag: Benenne den Bildbereich „Körper“ und den gemeinten Bereich „Gemeinschaft“. Hilfe: Ein Vergleich verbindet zwei verschiedene Bereiche. Vertiefung: Welche Grenzen hat der Vergleich, wenn eine heutige Schulklasse über Mitbestimmung und Individualität spricht?

BibleProject – Deutsch: animierte Einführung in das Markusevangelium. Das Video vermittelt eine christliche Deutungsperspektive; vergleiche es kritisch mit der historisch orientierten ZDF-Dokumentation.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste dein Wissen

Welche Textsorte ist der erste Korintherbrief? (Brief mit Argumentation) (!Römisches Gesetzbuch) (!Reisebericht eines Pilgers) (!Amtliches Gerichtsprotokoll)



Wer ordnete nach Markus 15 Jesu Hinrichtung durch die römische Herrschaft an? (Pontius Pilatus) (!Zachäus) (!Paulus) (!Johannes der Täufer)



Was macht der Samariter in Lukas 10? (Er versorgt einen verletzten Reisenden) (!Er verlässt den Verletzten ohne Hilfe) (!Er befragt Pontius Pilatus) (!Er tauft Jesus am Jordan)



Welcher Ort gehört zum Anfang von Markus 1? (Der Jordan) (!Die Stadt Korinth) (!Die Stadt Rom) (!Die Insel Kreta)



Welche Aussage trifft auf die zehn Lesekapitel zu? (Sie sind vereinfachte Nacherzählungen mit Bibelstellenangaben) (!Sie bilden alle 27 Bücher vollständig ab) (!Sie sind römische Gerichtsakten) (!Sie sind wortgetreue Kapitel der verlinkten Buchausgabe)



Warum ist die spätere Entstehungszeit eines Gemäldes wichtig? (Es zeigt eine spätere Deutung und ist kein Foto der Antike) (!Es beweist alle erzählten Wunder) (!Es stammt automatisch aus dem ersten Jahrhundert) (!Es ersetzt immer die Textlektüre)



Welche Unterscheidung ist für den historischen Kontext richtig? (Jüdische Lebenswelt und römische Staatsmacht sind verschieden) (!Alle jüdischen Menschen waren römische Soldaten) (!Jesus lebte erst im Mittelalter) (!Alle Texte stammen aus derselben Gerichtsakte)



Was ist ein Gleichnis? (Eine Erzählung mit übertragbarer Bedeutung) (!Eine amtliche Steuertabelle) (!Eine genaue Landkarte) (!Ein historisches Foto)



Warum reagiert der ältere Bruder in Lukas 15 verärgert? (Er empfindet das Fest als ungerecht) (!Er hat den See verlassen) (!Er möchte nach Korinth reisen) (!Er soll Pilatus vertreten)



Was verändert sich in der Emmauserzählung? (Aus Enttäuschung wird in der Erzählung neue Hoffnung) (!Die Brüder werden römische Beamte) (!Der Samariter lässt einen Verletzten zurück) (!Paulus beendet einen Brief an Pilatus)




Memory: Quelle und Merkmal

Evangelium Erzählung über Wirken und Bedeutung Jesu
Brief Schreiben an eine Gemeinde oder Person
Gleichnis Geschichte mit einer übertragbaren Aussage
Metapher Bildlicher Ausdruck für einen anderen Sachverhalt
Historischer Kontext Zeitliche und gesellschaftliche Bedingungen
Deutung Begründete Erklärung der Bedeutung eines Textes




Drag and Drop: Begriffe zuordnen

Ordne die Begriffe ihren Erläuterungen zu. Erklärung
Pontius Pilatus Vertreter römischer Staatsmacht im Prozess Jesu
Zachäus Zöllner, der Wiedergutmachung ankündigt
Emmaus Zielort zweier Wanderer in einer lukanischen Erzählung
Samariter Helfender in einer Gleichniserzählung
Korinth Adressatenort eines Paulusbriefes




Kreuzworträtsel

Evangelium Bezeichnung für eine biblische Erzählung über Jesus
Samariter Herkunftsbezeichnung des Helfenden aus Lukas zehn
Pilatus Nachname des römischen Statthalters im Prozess
Metapher Bildlicher sprachlicher Ausdruck
Emmaus Ort, zu dem zwei Anhänger unterwegs sind
Korinth Stadt der Gemeinde, an die Paulus schreibt




LearningApps


Lückentext: Quellen kritisch lesen

Ergänze die passenden Begriffe.
Das Neue Testament enthält verschiedene

.
Jesus lebte in einer jüdischen

.
Zur Zeit Jesu übte auch Rom politische

aus.
Die Geschichten von Jesus stehen in den vier

.
Paulus nutzt in seinem Brief einen bildlichen

.
Ein Bild aus späterer Zeit ist nicht automatisch ein historischer

.
Aus einem Text eine Bedeutung abzuleiten heißt

.
Eine religiöse Aussage muss man beim literarischen Lesen nicht

.
Der barmherzige Samariter handelt in der Geschichte aus

.
Kritisches Lesen trennt Erzählung und eigene

.



Offene Aufgaben


Leicht

  1. Leseverständnis: Wähle eines der zehn Auswahlkapitel. Gib die Handlung in fünf kurzen Sätzen wieder und notiere die genaue Bibelstelle.
  2. Figurencharakterisierung: Erstelle zwei Steckbriefe zum Gleichnis vom Samariter. Beschreibe nur Handlungen, die in Lukas zehn vorkommen.
  3. Bildbeschreibung: Beschreibe zunächst nur, was du auf van Goghs Bild siehst, und vergleiche anschließend mit der Textstelle.
  4. Textsorten: Ordne Evangelium, Gleichnis, Brief und historische Darstellung je einem Beispiel aus dem Kurs zu.


Standard

  1. Perspektivwechsel: Schreibe einen kurzen inneren Monolog des älteren Bruders und belege seine Gefühle mit Lukas fünfzehn.
  2. Quellenkritik: Erstelle eine Tabelle zu Markus fünfzehn: Textaussage, historische Frage und religiöse Deutung.
  3. Medienanalyse: Vergleiche die Fragen, Perspektiven und Ziele des Terra-X-Videos mit denen des BibleProject-Videos.
  4. Szenisches Spiel: Führt das Gespräch nach der Hilfe des Samariters als respektvolles Rollenspiel auf und erläutert die eigenen Ergänzungen.


Schwer

  1. Vergleichende Textanalyse: Vergleiche das Bild von Gemeinschaft bei Paulus mit dem Handeln des Samariters; unterscheide Gemeinsamkeiten und Unterschiede.
  2. Historisches Urteil: Erkläre anhand von Markus fünfzehn und einer seriösen historischen Sekundärquelle, weshalb eine kollektive Schuldzuweisung unhaltbar ist.
  3. Literarische Interpretation: Analysiere die Spannung in Markus vier und die verzögerte Erkenntnis in Lukas vierundzwanzig als verschiedene Erzähltechniken.
  4. Projektarbeit: Erstelle eine kommentierte Ausstellung aus drei bestehenden Commons-Bildern; nenne Entstehungszeit, Urheber, Lizenz, Bibelstelle und Deutungsgrenzen.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Textbeleg: Nenne einen Unterschied zwischen Nacherzählung und nachprüfbarem Originaltext. Zeige, wie du ihn bei einer konkreten Bibelstelle überprüfst.
  2. Historischer Kontext: Erkläre die unterschiedlichen Rollen jüdischer Gruppen im Umfeld Jesu und der römischen Staatsmacht am Beispiel von Markus fünfzehn.
  3. Deutungen prüfen: Unterscheide am Beispiel der Emmausgeschichte zwischen dem Bericht des Erzählers, dem Glaubenszeugnis und einer historischen Frage.
  4. Textsorten vergleichen: Begründe, warum ein Paulusbrief anders ausgewertet wird als ein Gleichnis in einem Evangelium.
  5. Medienkritik: Erkläre, warum ein Barockgemälde keine historische Fotografie ist, und benenne dennoch seinen Nutzen für die Interpretation.
  6. Transfer: Übertrage eine Kernfrage aus dem Samaritergleichnis auf eine schulische Alltagssituation, ohne die antike Geschichte mit der heutigen gleichzusetzen.


Lernnachweis

Du kannst die zehn Quellenstellen zuordnen, Handlungen ohne erfundene Zitate zusammenfassen, Figurenperspektiven untersuchen, einen literarischen Vergleich erkennen und Bilddeutungen von historischen Belegen trennen. Als Lernprodukte eignen sich ein Lesetagebuch mit zehn Belegen, eine Quellenvergleichstabelle, eine Bildanalyse und ein begründetes eigenes Urteil. Für eine bessere Bewertung müssen Behauptungen anhand der genannten Stellen überprüfbar sein; eine Glaubenszustimmung ist niemals erforderlich.


OER und Wikipedia

Textgrundlagen und weiterführende Orientierung:

Nachgeprüfte externe Medien und Nachweise:

  • Wikimedia Commons, 1889 Palestine in the beginning of the Christian Era.jpg, Claude Reignier Conder, gemeinfrei; historische Kartendarstellung aus dem neunzehnten Jahrhundert.
  • Wikimedia Commons, Roman Empire map.gif, Roke und Bearbeitende, CC BY-SA 3.0; Animation der territorialen Entwicklung mit vereinfachten Zeitschnitten.
  • Wikimedia Commons, Caravaggio's The Calling of St Matthew.jpg, Caravaggio, Gemälde gemeinfrei; fotografische Datei unter CC BY-SA 3.0.
  • Wikimedia Commons, Rembrandt - Christ in the Storm on the Sea of Galilee.jpeg, Rembrandt, Gemälde gemeinfrei.
  • Wikimedia Commons, Vincent van Gogh - The Good Samaritan, 1890 - Google Art Project.jpg, Vincent van Gogh, gemeinfrei.
  • Wikimedia Commons, Rembrandt - The Return of the Prodigal Son.jpg, Rembrandt, Gemälde gemeinfrei.
  • Wikimedia Commons, De-Matthäus.ogg, Jeuwre, CC BY-SA 4.0; kurzer Aussprachebeleg, keine Bibellesung.
  • YouTube, Terra X History – Gab es Jesus wirklich? und BibleProject – Deutsch, Markus; nur verlinkte Einbettungen, keine Übernahme der Videodateien. Urheberrechte verbleiben bei den Rechteinhabern.

Lizenzen und Urheber findest du auf der jeweiligen Commons-Dateiseite. Historische Kunstwerke und animierte Karten sind Darstellungen, keine unmittelbaren Belege für die erzählten Ereignisse.


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