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D9 M - Sach- und Gebrauchstexte untersuchen

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D9 M - Sach- und Gebrauchstexte untersuchen




Einleitung

Sach- und Gebrauchstexte begegnen Dir jeden Tag: in Nachrichten, Webseiten, Infobroschüren, Anleitungen, Regeln, Kommentaren, Ratgebern, Werbeanzeigen oder Informationsblättern. Solche Texte wollen in der Regel nicht nur etwas „erzählen“. Sie verfolgen eine bestimmte Aufgabe: Sie können informieren, erklären, anleiten, überzeugen, bewerten, warnen oder zu einem bestimmten Verhalten auffordern.

In diesem aiMOOC lernst Du, Sach- und Gebrauchstexte auf dem Niveau der Klasse 9 im M-Niveau systematisch zu untersuchen. Dabei konzentrierst Du Dich auf sechs zentrale Untersuchungsbereiche: Thema, Informationsgehalt, Aufbau, Sprache, Adressat und Wirkungsabsicht. Besonders wichtig ist, dass Du Deine Beobachtungen nicht nur findest, sondern sie selbstständig ordnest, belegst und zu einer nachvollziehbaren Gesamtaussage verbindest.

Ein guter Untersuchungssatz beantwortet deshalb nicht nur die Frage: „Was steht im Text?“, sondern auch: „Wie ist der Text gemacht, für wen ist er gedacht und was soll er bei den Lesenden bewirken?“


Sach- und Gebrauchstexte verstehen


Was ist ein Sachtext?

Ein Sachtext bezieht sich auf reale Sachverhalte. Er vermittelt Informationen, erklärt Zusammenhänge, nimmt Stellung oder versucht, auf Einstellungen und Handlungen einzuwirken. Anders als ein literarischer Text steht bei einem Sachtext nicht die Gestaltung einer erfundenen Welt im Mittelpunkt, sondern ein konkreter Gegenstand, ein Problem, eine Information oder eine Handlungssituation.

Sachtexte können sehr unterschiedlich aussehen. Ein Zeitungsbericht, ein Lexikonartikel, ein Kommentar, ein Informationsflyer oder eine Schulordnung gehören ebenso dazu wie ein Ratgebertext, eine Produktbeschreibung oder ein erklärender Internetartikel.


Was ist ein Gebrauchstext?

Als Gebrauchstext bezeichnet man Texte, die in einer konkreten Alltagssituation einen bestimmten Zweck erfüllen. Sie sollen beispielsweise erklären, regeln, informieren oder zu einer Handlung anleiten.

Typische Gebrauchstexte sind Bedienungsanleitungen, Rezepte, Formulare, Informationsschreiben, Hausordnungen, Sicherheitshinweise, Fahrpläne oder Beipackinformationen. Entscheidend ist nicht nur, was gesagt wird, sondern auch, wozu der Text gebraucht wird.

Bei einer Anleitung müssen Reihenfolge, Genauigkeit und Verständlichkeit besonders wichtig sein. Bei einem Werbetext stehen dagegen Aufmerksamkeit, Überzeugung und die gewünschte Reaktion der Zielgruppe stärker im Vordergrund.


Sachtext oder Meinung?

Viele Sachtexte verbinden Fakten mit Bewertungen. Deshalb musst Du unterscheiden, ob eine Aussage überprüfbare Informationen liefert oder ob sie eine Einschätzung, Wertung oder Forderung enthält.

Ein Satz wie „Die Schule beginnt um 7.45 Uhr“ ist grundsätzlich überprüfbar. Ein Satz wie „Der Unterricht beginnt viel zu früh“ enthält zusätzlich eine Bewertung. Gerade bei Kommentaren, Stellungnahmen, Werbetexten oder politischen Texten ist diese Unterscheidung wichtig.


Das Untersuchungsraster

Für die selbstständige Analyse arbeitest Du mit sechs Leitbereichen. Sie bilden zusammen ein festes Raster, mit dem Du fast jeden Sach- oder Gebrauchstext strukturiert untersuchen kannst.

Untersuchungsbereich Leitfrage Typische Beobachtungen
Thema Worum geht es im Kern? Gegenstand, Problem, zentrale Fragestellung, Teilthemen
Informationsgehalt Welche Informationen werden vermittelt? Fakten, Beispiele, Zahlen, Erklärungen, Positionen, fehlende Informationen
Aufbau Wie ist der Text gegliedert? Überschrift, Einstieg, Sinnabschnitte, Reihenfolge, Übergänge, Schluss
Sprache Wie wird formuliert? Wortwahl, Satzbau, Fachsprache, Wertungen, direkte Anrede, rhetorische Mittel
Adressat Für wen ist der Text bestimmt? Vorwissen, Alter, Interessen, Lebenssituation, Erwartungen
Wirkungsabsicht Was soll der Text beim Adressaten bewirken? informieren, erklären, überzeugen, warnen, anleiten, appellieren, bewerten

Dieses Raster ist kein starres Schema. Die Bereiche hängen zusammen. Eine einfache Sprache kann zum Beispiel zeigen, dass der Text für ein breites Publikum geschrieben ist. Eine direkte Anrede kann dazu dienen, die Zielgruppe stärker einzubeziehen. Eine besondere Reihenfolge kann eine bestimmte Wirkung vorbereiten.


Das Thema bestimmen

Das Thema ist der zentrale Gegenstand eines Textes. Es sollte so genau formuliert sein, dass es den Kern des Textes trifft, aber nicht jedes Detail aufzählt.

Ungenau wäre: „Es geht um Handys.“

Genauer wäre: „Der Text behandelt die Frage, wie private Smartphones im Schulalltag geregelt werden sollen.“

Noch genauer kann die Formulierung werden, wenn der Text eine bestimmte Perspektive einnimmt: „Der Text untersucht Chancen und Probleme eines eingeschränkten Smartphone-Einsatzes an Schulen.“


Thema und Hauptaussage unterscheiden

Das Thema beantwortet die Frage: Worum geht es?

Die Hauptaussage beantwortet die Frage: Was wird über dieses Thema ausgesagt?

Beispiel: Das Thema eines Artikels kann „Plastikverpackungen im Alltag“ sein. Die Hauptaussage könnte lauten, dass Verbraucherinnen und Verbraucher durch Mehrwegsysteme einen Teil des Verpackungsmülls verringern können.

Diese Unterscheidung hilft Dir, später Informationsgehalt und Wirkungsabsicht genauer zu bestimmen.


Den Informationsgehalt untersuchen

Beim Informationsgehalt prüfst Du, welche Inhalte der Text tatsächlich vermittelt. Dabei reicht es nicht, nur einzelne Fakten herauszuschreiben. Du sollst erkennen, welche Informationen wichtig sind und wie sie zusammenhängen.

Achte auf Tatsachen, Beispiele, Zahlen, Erklärungen, Ursachen, Folgen, Begründungen und gegebenenfalls Gegenpositionen. Frage Dich auch, ob Informationen fehlen, die für eine ausgewogene Beurteilung wichtig wären.


Wichtige und ergänzende Informationen unterscheiden

Nicht jede Information ist gleich wichtig. Eine gute Zusammenfassung enthält die Informationen, ohne die die Kernaussage des Textes nicht verständlich wäre.

Du kannst beim Lesen mit drei Kategorien arbeiten:

Kategorie Bedeutung Leitfrage
Kerninformation Für das Verständnis unverzichtbar Was muss ich unbedingt wissen?
Beleg oder Beispiel Veranschaulicht eine Kernaussage Wodurch wird die Aussage gestützt?
Zusatzinformation Ergänzt, vertieft oder konkretisiert Ist diese Information hilfreich, aber nicht zentral?


Informationen prüfen und gewichten

Bei Sachtexten ist es wichtig, Informationen nicht automatisch als gleichwertig zu behandeln. Eine einzelne persönliche Erfahrung hat eine andere Aussagekraft als eine gut belegte Untersuchung. Eine genaue Zahl wirkt häufig besonders sachlich, kann aber trotzdem ohne Kontext irreführend sein.

Frage deshalb: Woher stammen Informationen? Sind Quellen genannt? Sind Beispiele typisch oder nur Einzelfälle? Wird zwischen Tatsache und Meinung unterschieden? Werden Gegenargumente berücksichtigt?


Den Aufbau untersuchen

Der Aufbau zeigt, in welcher Reihenfolge Informationen angeordnet werden und wie der Text seine Leserinnen und Leser führt.

Ein Text kann beispielsweise mit einer Frage beginnen, danach ein Problem erklären, mehrere Beispiele nennen und mit einer Forderung enden. Ein anderer Text erklärt zuerst einen Begriff, beschreibt danach Ursachen und Folgen und fasst am Ende die wichtigsten Ergebnisse zusammen.


Sinnabschnitte bilden

Eine besonders wichtige Arbeitstechnik ist das Gliedern in Sinnabschnitte. Ein neuer Sinnabschnitt beginnt dort, wo sich Inhalt, Blickrichtung oder Funktion deutlich verändern.

Du kannst jedem Abschnitt eine kurze Zwischenüberschrift geben. Diese sollte nicht einfach Wörter aus dem Text wiederholen, sondern den Inhalt knapp zusammenfassen.

Abschnitt Mögliche Funktion Eigene Zwischenüberschrift
Anfang Problem einführen „Warum das Thema aktuell ist“
Mitte Hintergrund erklären „Ursachen des Problems“
Vertiefung Beispiele nennen „Folgen im Alltag“
Schluss Konsequenz formulieren „Forderung nach einer Lösung“


Aufbau und Wirkung verbinden

Beschreibe den Aufbau nicht nur. Erkläre seine Wirkung. „Im ersten Absatz steht ein Beispiel“ ist eine Beobachtung. Stärker ist: „Der Text beginnt mit einem alltagsnahen Beispiel, durch das die Lesenden unmittelbar in das Problem eingeführt werden.“ Besonders gut ist die Verbindung zum Adressaten und zur Absicht: „Der alltagsnahe Einstieg erleichtert der angesprochenen Zielgruppe den Zugang zum Thema und bereitet die spätere Forderung vor.“


Die Sprache untersuchen

Bei der sprachlichen Untersuchung fragst Du, wie der Text seine Inhalte vermittelt. Sprache kann sachlich, knapp, emotional, wertend, anschaulich, fachsprachlich, umgangssprachlich oder auffordernd wirken.


Wortwahl und Satzbau

Achte besonders auf auffällige Wörter. Wertende Begriffe wie „vernünftig“, „gefährlich“, „unnötig“ oder „zukunftsweisend“ können eine Haltung sichtbar machen. Fachbegriffe können Präzision schaffen, aber auch Vorwissen voraussetzen. Umgangssprachliche Wörter können Nähe zur Zielgruppe herstellen.

Kurze Sätze können direkt, klar oder eindringlich wirken. Längere Satzgefüge eignen sich häufig dazu, komplexe Zusammenhänge genauer darzustellen. Fragesätze können Aufmerksamkeit erzeugen. Aufforderungssätze können einen Appell verstärken.


Sprachliche Mittel und ihre Funktion

Bei einer Analyse genügt es nicht, ein sprachliches Mittel nur zu benennen. Du musst erklären, was es im Zusammenhang des Textes bewirkt.

Sprachliches Mittel Mögliche Funktion
Beispiel macht eine Aussage anschaulich
rhetorische Frage lenkt die Aufmerksamkeit auf eine bestimmte Antwort
Wiederholung hebt einen Gedanken hervor
Vergleich verdeutlicht einen Sachverhalt
direkte Anrede bindet den Adressaten ein
Fachbegriff kann Präzision und Sachlichkeit erhöhen
wertendes Adjektiv macht eine Haltung sichtbar
Imperativ verstärkt eine Aufforderung

Formuliere immer nach dem Muster: Beobachtung + Beleg + Wirkung.


Den Adressaten bestimmen

Der Adressat ist die Person oder Gruppe, an die sich ein Text richtet. Manchmal wird die Zielgruppe ausdrücklich genannt. Oft musst Du sie aus Sprache, Thema, Gestaltung und vorausgesetztem Wissen erschließen.

Achte darauf, welches Vorwissen vorausgesetzt wird, wie schwierig die Sprache ist, ob Fachbegriffe erklärt werden, welche Beispiele vorkommen und welche Interessen angesprochen werden.

Eine Anleitung für Fachpersonal kann voraussetzen, dass technische Begriffe bekannt sind. Ein Informationsflyer für Jugendliche wird dagegen eher Beispiele aus Schule, Freizeit oder sozialen Medien verwenden und schwierige Begriffe erklären.


Die Wirkungsabsicht bestimmen

Die Wirkungsabsicht beschreibt, was ein Text bei seinen Adressaten erreichen möchte. Häufig hat ein Text mehrere Absichten. Du musst dann entscheiden, welche im Vordergrund steht.

Wirkungsabsicht Ziel Typische Textsorten
informieren Wissen vermitteln Bericht, Lexikonartikel, Nachricht
erklären Zusammenhänge verständlich machen Ratgeber, Lehrtext, Erklärartikel
anleiten eine Handlung ermöglichen Anleitung, Rezept, Bedienhinweis
überzeugen eine Position plausibel machen Kommentar, Stellungnahme
appellieren zu einer Handlung oder Haltung auffordern Kampagnentext, Aufruf, Werbung
warnen vor einem Risiko schützen Sicherheitshinweis, Warnmeldung
bewerten einen Sachverhalt einordnen Rezension, Kommentar

„Der Autor will informieren“ ist häufig zu allgemein. Eine bessere Aussage nennt Inhalt, Zielgruppe und gewünschte Wirkung: „Der Text informiert Schülerinnen und Schüler über Risiken von Datenweitergabe und möchte sie dadurch zu einem vorsichtigeren Umgang mit Apps bewegen.“


Ergebnisse selbstständig strukturieren

Die wichtigste Methode dieses aiMOOCs ist ein Arbeitsweg in vier Schritten.

Schritt Aufgabe Ergebnis
Erfassen Text vollständig lesen und Thema klären vorläufige Kernaussage
Markieren Fundstellen zu den sechs Untersuchungsbereichen kennzeichnen Textbelege
Ordnen Fundstellen in einer Ergebnismatrix sortieren übersichtliche Notizen
Verknüpfen Beobachtungen zu Analyseaussagen verbinden strukturierter Untersuchungstext


Die Ergebnismatrix

Bereich Beobachtung Beleg Bedeutung oder Wirkung
Thema
Informationsgehalt
Aufbau
Sprache
Adressat
Wirkungsabsicht

Fülle die Matrix zunächst stichwortartig. Erst danach entscheidest Du, in welcher Reihenfolge Du Deine Ergebnisse schriftlich darstellst.


Eine sinnvolle Reihenfolge für den Untersuchungstext

  1. Einleitung: Textsorte, Titel, Verfasser oder Institution, Thema und gegebenenfalls Quelle nennen.
  2. Thema und Informationsgehalt: zentrale Inhalte knapp und geordnet darstellen.
  3. Textaufbau: Sinnabschnitte und ihre Funktion erklären.
  4. Sprache: auffällige sprachliche Merkmale mit Belegen und Wirkung untersuchen.
  5. Adressat: Zielgruppe aus Inhalt und Sprache erschließen.
  6. Wirkungsabsicht: Gesamtabsicht begründet darstellen und mit vorherigen Beobachtungen verbinden.
  7. Fazit: zentrale Ergebnisse knapp zusammenführen.


Formulierungshilfen für Klasse 9 M-Niveau

Untersuchungsschritt Formulierungshilfe
Thema „Der Text behandelt die Frage, …“
Informationsgehalt „Zunächst informiert der Text darüber, dass …“
Aufbau „Der zweite Sinnabschnitt erweitert den ersten Gedanken, indem …“
Sprache „Durch die Verwendung von … wirkt die Aussage …“
Adressat „Die Wortwahl deutet darauf hin, dass sich der Text vor allem an … richtet.“
Wirkungsabsicht „Insgesamt verfolgt der Text die Absicht, …, indem …“
Verknüpfung „Dies unterstützt die Wirkung, weil …“


Typische Fehler vermeiden

Ein häufiger Fehler ist das reine Nacherzählen. Eine Untersuchung muss über die Inhaltsangabe hinausgehen. Ein zweiter Fehler ist das Auflisten sprachlicher Mittel ohne Erklärung ihrer Wirkung. Ein dritter Fehler ist eine ungenaue Adressatenbestimmung wie „Der Text ist für alle“. Prüfe stattdessen konkrete Hinweise. Ein vierter Fehler ist eine unbegründete Wirkungsabsicht. Zeige mit Textbelegen, wie Aufbau und Sprache die Absicht unterstützen. Ein fünfter Fehler ist eine ungeordnete Ergebnisdarstellung. Nutze deshalb zuerst die Ergebnismatrix und schreibe erst danach Deinen Analyseentwurf.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Welche Frage hilft Dir am besten, das Thema eines Sachtextes zu bestimmen? (Worum geht es im Text im Kern?) (!Welche Schriftart wurde verwendet?) (!Wie viele Wörter enthält der Text?) (!Welche Farbe hat die Überschrift?)




Was gehört zum Informationsgehalt eines Sachtextes? (Fakten, Beispiele, Erklärungen und zentrale Aussagen) (!Nur die Überschrift) (!Nur die persönliche Meinung des Lesers) (!Nur die Anzahl der Absätze)




Woran erkennst Du einen Sinnabschnitt besonders gut? (An einem deutlichen Wechsel von Inhalt oder Funktion) (!An jedem Punkt am Satzende) (!An jedem langen Wort) (!An jeder Zahl im Text)




Was ist bei der Untersuchung sprachlicher Mittel besonders wichtig? (Die Wirkung im Zusammenhang des Textes zu erklären) (!Möglichst viele Fachbegriffe aufzuzählen) (!Jeden Satz vollständig abzuschreiben) (!Nur die Wortarten zu bestimmen)




Was bezeichnet der Adressat eines Textes? (Die angesprochene Zielgruppe) (!Den Erscheinungsort des Textes) (!Die Überschrift des Textes) (!Den ersten Sinnabschnitt)




Welche Aussage beschreibt eine Wirkungsabsicht? (Der Text möchte Jugendliche zu einem bewussteren Verhalten bewegen) (!Der Text hat vier Absätze) (!Der Text enthält 500 Wörter) (!Der Text wurde digital veröffentlicht)




Welche Formulierung verbindet Beobachtung und Wirkung? (Die direkte Anrede bezieht die Lesenden persönlich ein) (!Im Text steht das Wort Du) (!Der Text ist lang) (!Der Autor schreibt viele Sätze)




Wozu dient eine Ergebnismatrix? (Sie ordnet Beobachtungen, Belege und Wirkungen systematisch) (!Sie ersetzt das genaue Lesen) (!Sie zählt automatisch alle Wörter) (!Sie bestimmt die Textsorte ohne Begründung)




Was unterscheidet Thema und Hauptaussage? (Das Thema nennt den Gegenstand, die Hauptaussage sagt etwas über ihn aus) (!Beide Begriffe bedeuten immer genau dasselbe) (!Das Thema steht nur im Schluss) (!Die Hauptaussage ist immer eine Überschrift)




Welche Untersuchung ist für das M-Niveau besonders wichtig? (Merkmale begründet miteinander zu verknüpfen) (!Nur einzelne Textstellen abzuschreiben) (!Nur die Textlänge zu bestimmen) (!Nur Rechtschreibfehler zu suchen)





Memory

Thema zentraler Gegenstand des Textes
Informationsgehalt vermittelte Fakten und Kernaussagen
Aufbau Gliederung und Reihenfolge der Textteile
Sprache Wortwahl und Satzgestaltung
Adressat angesprochene Zielgruppe
Wirkungsabsicht beabsichtigte Wirkung beim Leser
Sinnabschnitt inhaltlich zusammengehöriger Textteil





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Thema Worum geht es im Text im Kern?
Informationsgehalt Welche wichtigen Informationen werden vermittelt?
Aufbau Wie sind die Gedanken und Abschnitte geordnet?
Sprache Wie wirken Wortwahl und Satzbau?
Adressat Für welche Zielgruppe ist der Text geschrieben?
Wirkungsabsicht Was soll der Text bei der Zielgruppe erreichen?





Kreuzworträtsel

Sachtext Wie nennt man einen Text, der reale Sachverhalte informiert oder erklärt?
Adressat Wie heißt die Zielgruppe, an die sich ein Text richtet?
Intention Welches Fachwort bezeichnet die Absicht eines Textes?
Kohärenz Wie heißt der inhaltliche Zusammenhang innerhalb eines Textes?
Abschnitt Wie nennt man einen abgegrenzten Teil eines längeren Textes?
Appell Wie heißt eine auffordernde Wirkung eines Textes?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.
Das

beschreibt den zentralen Gegenstand eines Sachtextes.
Der

umfasst die wichtigen Fakten, Erklärungen und Kernaussagen.
Ein inhaltlich zusammengehöriger Teil eines Textes wird als

bezeichnet.
Bei der Untersuchung des Aufbaus prüfst Du die

der Gedanken.
Die Wortwahl und der Satzbau gehören zum Untersuchungsbereich

.
Die angesprochene Zielgruppe eines Textes heißt

.
Die beabsichtigte Wirkung eines Textes wird als

untersucht.
Eine direkte Anrede kann persönliche

zur Zielgruppe erzeugen.
Ein Textbeleg macht eine Analyse

.
Eine Ergebnismatrix hilft Dir beim

Deiner Beobachtungen.
Ein guter Analysesatz verbindet Beobachtung, Beleg und

.
Auf dem M-Niveau sollst Du verschiedene Untersuchungsergebnisse miteinander

.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Sachtext-Sammlung: Sammle drei Sach- oder Gebrauchstexte aus Deinem Alltag und notiere jeweils Textsorte, Thema und vermuteten Adressaten.
  2. Überschriftenwerkstatt: Formuliere für einen Sachtext drei unterschiedliche Überschriften und erkläre, welche Wirkung jede Überschrift erzeugt.
  3. Sinnabschnitte markieren: Gliedere einen kurzen Zeitungs- oder Infotext in Sinnabschnitte und gib jedem Abschnitt eine eigene Zwischenüberschrift.
  4. Adressaten-Spuren: Suche in einem Gebrauchstext fünf sprachliche Hinweise auf die Zielgruppe und erkläre jeden Hinweis in einem Satz.


Standard

  1. Ergebnismatrix erstellen: Untersuche einen selbst gewählten Sachtext mithilfe der sechs Bereiche Thema, Informationsgehalt, Aufbau, Sprache, Adressat und Wirkungsabsicht und trage Deine Ergebnisse in eine Matrix ein.
  2. Informationsgehalt prüfen: Vergleiche zwei Texte zum selben Thema und untersuche, welche Informationen beide enthalten, welche nur in einem Text vorkommen und welche Perspektiven fehlen.
  3. Sprachwirkung untersuchen: Markiere mindestens fünf auffällige sprachliche Mittel und formuliere zu jedem eine Aussage nach dem Muster Beobachtung, Beleg und Wirkung.
  4. Gebrauchstext umschreiben: Schreibe eine sachliche Anleitung so um, dass sie sich gezielt an jüngere Schülerinnen und Schüler richtet. Begründe anschließend Deine sprachlichen Veränderungen.


Schwer

  1. Adressatenwechsel: Verfasse zwei kurze Informationstexte zum selben Thema, einmal für Jugendliche und einmal für Erwachsene. Vergleiche anschließend Wortwahl, Beispiele, Satzbau und Wirkungsabsicht.
  2. Wirkungsanalyse: Untersuche einen Kommentar oder Kampagnentext und zeige, wie Aufbau und Sprache gemeinsam die Überzeugungsabsicht unterstützen.
  3. Medienvergleich: Vergleiche einen gedruckten Sachtext mit einem digitalen Beitrag zum selben Thema. Untersuche neben dem Text auch Überschriften, Bilder, Links und Gestaltung und bewerte ihre Wirkung auf die Zielgruppe.
  4. Eigene Sachtextanalyse: Wähle einen anspruchsvollen Sachtext, erstelle selbstständig eine Ergebnismatrix und verfasse anschließend eine vollständige strukturierte Analyse mit begründeten Verknüpfungen zwischen mindestens vier Untersuchungsbereichen.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Transfer Textsorte und Zweck: Du erhältst einen unbekannten Gebrauchstext. Erkläre, wie seine konkrete Nutzungssituation den Aufbau und die Sprache beeinflusst.
  2. Adressatenvergleich: Zwei Texte behandeln dasselbe Thema, richten sich aber an unterschiedliche Zielgruppen. Arbeite heraus, welche sprachlichen Unterschiede sich daraus ergeben und welche Wirkung sie haben.
  3. Struktur und Wirkung: Untersuche, wie die Reihenfolge der Sinnabschnitte eines Textes seine Wirkungsabsicht unterstützt. Begründe mindestens drei Zusammenhänge.
  4. Informationsauswahl bewerten: Prüfe einen Sachtext darauf, ob seine Informationsauswahl ausgewogen wirkt. Zeige, welche Informationen besonders betont werden und welche möglicherweise fehlen.
  5. Analyse verbessern: Überarbeite eine vorgegebene schwache Sachtextanalyse, in der nur Merkmale aufgezählt werden. Ergänze Belege, Wirkungen und Verknüpfungen.
  6. Eigenständige Gesamtanalyse: Plane eine Untersuchung mit der Ergebnismatrix und verfasse daraus einen zusammenhängenden Text, in dem Thema, Informationsgehalt, Aufbau, Sprache, Adressat und Wirkungsabsicht sinnvoll miteinander verbunden werden.




Lernnachweis

Für einen erfolgreichen Lernnachweis solltest Du zeigen, dass Du einen unbekannten Sach- oder Gebrauchstext selbstständig erschließen kannst.

  1. Thema bestimmen: das zentrale Thema präzise formulierst.
  2. Informationsgehalt ordnen: Kerninformationen von Beispielen und Zusatzinformationen unterscheidest.
  3. Sinnabschnitte bilden: den Text sinnvoll gliederst und die Funktion der Abschnitte erklärst.
  4. Sprache analysieren: sprachliche Merkmale mit passenden Textbelegen untersuchst.
  5. Adressat erschließen: die Zielgruppe anhand konkreter Hinweise begründest.
  6. Wirkungsabsicht erklären: die Absicht des Textes differenziert formulierst.
  7. Zusammenhänge herstellen: Sprache, Aufbau, Adressat und Wirkung miteinander verknüpfst.
  8. Ergebnisse strukturieren: Deine Beobachtungen vor dem Schreiben in einer Ergebnismatrix ordnest.
  9. Analysesätze formulieren: Beobachtung, Beleg und Wirkung nachvollziehbar verbindest.
  10. Fachbegriffe verwenden: zentrale Begriffe sicher und passend einsetzt.




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