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D9 M - Informationen aus Quellen für eigene Texte nutzen

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D9 M - Informationen aus Quellen für eigene Texte nutzen



D9 M - Informationen aus Quellen für eigene Texte nutzen


Einleitung

Wenn Du einen informierenden Text schreibst, reicht es nicht, Informationen einfach zu sammeln oder Sätze aus einer Quelle zu übernehmen. Du musst entscheiden, welche Informationen für Deine Fragestellung wichtig sind, sie sinnvoll ordnen, in eigenen Worten wiedergeben und deutlich machen, woher fremde Gedanken oder wörtlich übernommene Aussagen stammen. Genau diese Fähigkeiten gehören zur Informationskompetenz und zur Schreibkompetenz.

Dieser aiMOOC richtet sich an Lernende der Klasse 9 auf M-Niveau. Du arbeitest Schritt für Schritt von der Quellenauswahl bis zu einem selbstständig verfassten informierenden Text. Dabei lernst Du, Texte, Webseiten, Bilder, Infografiken und Videos als Quellen zu nutzen. Am Ende kannst Du aus mehreren Materialien einen eigenen Sachtext planen, formulieren, belegen, überarbeiten und mit einem Quellenverzeichnis abschließen.

Die Infografik zeigt bildlich, dass gute Recherche kein zufälliges Sammeln ist. Nutze sie als Anlass, Deinen eigenen Rechercheweg zu beschreiben: Wo beginnst Du, wie grenzt Du Suchbegriffe ein und wann ist eine Information wirklich brauchbar?


Das kannst Du nach diesem aiMOOC

Kompetenz Am Ende kannst Du ...
Auswählen Quellen nach Relevanz, Verlässlichkeit, Aktualität und Nachvollziehbarkeit beurteilen.
Strukturieren Informationen markieren, bündeln, gewichten und einer sinnvollen Gliederung zuordnen.
Paraphrasieren fremde Informationen sinngemäß und in eigenen Worten wiedergeben, ohne den Sinn zu verändern.
Zitieren kurze, besonders aussagekräftige Textstellen wörtlich übernehmen und als Zitat kennzeichnen.
Belegen zu übernommenen Gedanken und Zitaten passende Quellenangaben setzen.
Informieren einen sachlichen, adressatengerechten und klar aufgebauten informierenden Text selbstständig verfassen.


Dein Lernweg: von der Quelle zum eigenen Text

  1. Fragestellung: Kläre zuerst, worüber Dein Text informieren soll und für wen Du schreibst.
  2. Recherche: Suche gezielt nach geeigneten Quellen und notiere die Fundstellen.
  3. Quellenkritik: Prüfe Verfassende, Herausgeber, Zweck, Aktualität, Belege und Relevanz.
  4. Informationen auswählen: Markiere nur Aussagen, die Deine Fragestellung beantworten.
  5. Informationen strukturieren: Ordne die ausgewählten Inhalte nach Teilthemen.
  6. Paraphrase: Formuliere zentrale Aussagen eigenständig und sachlich.
  7. Zitat: Übernimm nur dann wörtlich, wenn die genaue Formulierung wichtig ist.
  8. Quellenangabe: Belege sowohl wörtliche als auch sinngemäße Übernahmen.
  9. Informierender Text: Schreibe Einleitung, Hauptteil und Schluss in einem zusammenhängenden Text.
  10. Überarbeitung: Prüfe Inhalt, Aufbau, Sprache, Belege und Quellenverzeichnis.


Quellen verstehen und auswählen


Was ist eine Quelle?

Eine Quelle ist der Ursprung einer Information, die Du für Deinen eigenen Text nutzt. Das kann zum Beispiel ein Buch, ein Zeitungsartikel, eine wissenschaftliche Veröffentlichung, eine Behördenseite, eine Statistik, ein Interview, ein Foto, eine Infografik oder ein Video sein. Eine Quellenangabe macht nicht automatisch eine Aussage wahr; sie macht aber nachvollziehbar, woher die Aussage stammt und ermöglicht eine Prüfung.

Nicht jede Quelle erfüllt denselben Zweck. Manche Quellen liefern Originaldaten, andere erklären oder ordnen bereits vorhandenes Wissen. Für einen guten informierenden Text ist deshalb nicht die größte Zahl an Quellen entscheidend, sondern eine passende und überprüfbare Auswahl.


Primäre, sekundäre und zusammenfassende Quellen

Eine Primärquelle enthält Informationen aus erster Hand, zum Beispiel ein Originalinterview, eine Rede, ein Gesetzestext, Messdaten oder eine historische Urkunde. Ob etwas eine Primärquelle ist, hängt immer von Deiner Fragestellung ab.

Eine Sekundärquelle wertet, erklärt, kommentiert oder ordnet Informationen aus anderen Quellen. Dazu können Fachartikel, Schulbuchtexte oder journalistische Hintergrundberichte gehören. Für einen informierenden Text sind solche Quellen oft hilfreich, weil sie Zusammenhänge verständlich erklären.


Der AUTOR-Check für Internetquellen

Nutze vor dem Schreiben den AUTOR-Check. Das ist eine Merkhilfe für fünf Fragen:

Buchstabe Prüffrage Woran erkennst Du eine gute Grundlage?
A – Autor oder Herausgeber Wer ist verantwortlich? Name, Institution, Redaktion oder nachvollziehbares Impressum sind erkennbar.
U – Ursprung und Zweck Warum wurde der Inhalt veröffentlicht? Information, Werbung, Meinung und Unterhaltung lassen sich unterscheiden.
T – Zeitpunkt Wann wurde der Inhalt veröffentlicht oder aktualisiert? Das Datum passt zur Fragestellung; bei aktuellen Themen ist die Quelle ausreichend neu.
O – Offenlegung Werden Belege, Daten oder weitere Quellen genannt? Behauptungen sind nachvollziehbar und können überprüft werden.
R – Relevanz Beantwortet die Quelle wirklich Deine Frage? Die Information hilft einem Teilthema Deines Textes und ist weder bloß interessant noch nebensächlich.

Merke: Eine professionell aussehende Webseite kann trotzdem unzuverlässig sein. Umgekehrt kann eine schlicht gestaltete Seite sehr verlässlich sein. Entscheidend sind Verantwortlichkeit, Nachprüfbarkeit, fachliche Qualität, Zweck und Relevanz.

Das Video der tagesschau eignet sich als Vertiefung zur Quellenprüfung. Notiere beim Anschauen drei Strategien, mit denen Du Informationen nicht nur liest, sondern aktiv überprüfst.


Schnelltest: Quelle behalten oder aussortieren?

Situation Entscheidung Begründung
Eine Behördenseite nennt Verfasser, Datum und Datengrundlage. eher behalten Verantwortlichkeit und Herkunft der Informationen sind nachvollziehbar.
Ein anonymer Post behauptet etwas Spektakuläres, nennt aber keine Belege. eher aussortieren Urheber, Datengrundlage und Nachprüfbarkeit fehlen.
Ein älterer Fachtext erklärt einen zeitunabhängigen Grundbegriff. möglicherweise behalten Für stabile Grundlagen kann auch eine ältere Quelle geeignet sein.
Eine aktuelle Webseite behandelt zwar Dein Oberthema, aber nicht Deine konkrete Fragestellung. aussortieren Aktualität ersetzt keine Relevanz.
Zwei seriöse Quellen widersprechen sich in einer Detailfrage. beide genauer prüfen Unterschiede können durch Definitionen, Messmethoden, Zeiträume oder Perspektiven entstehen.


Informationen aus Quellen auswählen


Von der Fundstelle zur brauchbaren Information

Viele Lernende markieren in einer Quelle zu viel. Das erschwert später das Schreiben. Arbeite deshalb mit einer klaren Leitfrage. Markiere nicht alles, was interessant klingt, sondern nur Inhalte, die eine Funktion für Deinen Text haben.

Verwende beim Lesen drei Zeichen:

  1. ! = zentral für die Fragestellung
  2. + = nützliche Ergänzung oder Beispiel
  3. ? = unklar, widersprüchlich oder noch zu prüfen

Danach überträgst Du nur die wirklich brauchbaren Informationen in eine Materialtabelle.


Materialtabelle

Quelle Kernaussage in Stichworten Teilthema Verwendung Beleg notiert?
Quelle A ... ... Paraphrase / Zitat / Beispiel ja / nein
Quelle B ... ... Paraphrase / Zitat / Beispiel ja / nein
Quelle C ... ... Paraphrase / Zitat / Beispiel ja / nein

Regel: Kopiere beim Sammeln nicht ganze Absätze in Deine Notizen. Halte Kernaussagen knapp fest und notiere sofort die Fundstelle. So verringerst Du die Gefahr, fremde Formulierungen versehentlich als eigene zu übernehmen.


Relevanz vor Menge

Stell Dir zu jeder Information vier Fragen: Beantwortet sie meine Leitfrage? Gehört sie zu einem geplanten Teilthema? Verstehe ich sie sicher genug, um sie zu erklären? Kann ich ihre Herkunft belegen? Wenn Du eine dieser Fragen nicht beantworten kannst, musst Du die Information prüfen, zurückstellen oder aussortieren.


Informationen strukturieren


Sortieren nach Teilthemen

Ein informierender Text ist kein Materialstapel. Leserinnen und Leser brauchen eine erkennbare Ordnung. Bündele Deine Informationen deshalb nach Teilthemen. Für das Thema „Informationen aus Quellen für eigene Texte nutzen“ könnte ein Schreibplan so aussehen:

Abschnitt Leitfrage Geeignete Inhalte
Einleitung Warum ist der Umgang mit Quellen wichtig? Anlass, Thema, Ziel des Textes, kurzer Überblick
Hauptteil 1 Wie wählt man Quellen aus? Relevanz, Verlässlichkeit, Aktualität, AUTOR-Check
Hauptteil 2 Wie verarbeitet man Informationen? Markieren, Notizen, Teilthemen, Paraphrase
Hauptteil 3 Wie macht man fremde Inhalte kenntlich? direktes Zitat, indirekte Wiedergabe, Beleg
Schluss Was ist für gutes Arbeiten mit Quellen besonders wichtig? knappe Zusammenfassung, Bedeutung für selbstständiges Schreiben


Vom Cluster zur Gliederung

  1. Sammle zunächst alle wichtigen Informationen.
  2. Bilde Gruppen mit ähnlichen Aussagen.
  3. Gib jeder Gruppe eine treffende Zwischenüberschrift.
  4. Ordne die Gruppen in eine logische Reihenfolge.
  5. Prüfe, ob jede Gruppe zur Leitfrage beiträgt.
  6. Entscheide erst danach, welche Information in welchem Absatz erscheint.

M-Niveau-Tipp: Ein Absatz sollte im Regelfall einen klaren Schwerpunkt haben. Beginne mit einem Satz, der den Schwerpunkt nennt, und erläutere ihn anschließend mit Informationen, Beispielen oder Belegen.


Paraphrasieren: fremde Gedanken in eigenen Worten


Was bedeutet Paraphrasieren?

Eine Paraphrase gibt den Inhalt einer Quelle sinngemäß in eigenen Worten wieder. Du darfst den Sinn nicht verändern und musst die Herkunft der Information trotzdem belegen. Nur einzelne Wörter durch Synonyme zu ersetzen, reicht nicht.

Das Video zeigt, wie man von einer fremden Formulierung zu einer eigenständigen sinngemäßen Wiedergabe gelangt. Achte besonders darauf, dass eine Paraphrase sowohl sprachlich eigenständig als auch inhaltlich treu zur Quelle sein muss.


Die 5-Schritt-Methode zum Paraphrasieren

  1. Lies den Ausgangssatz vollständig und kläre unbekannte Wörter.
  2. Decke die Quelle kurz ab oder scrolle sie aus dem Blick.
  3. Formuliere die Kernaussage so, wie Du sie einer anderen Person erklären würdest.
  4. Vergleiche Deine Formulierung mit dem Original und prüfe, ob der Sinn gleich geblieben ist.
  5. Ergänze den Quellenbeleg.


Paraphrase-Werkstatt

Ausgangsaussage, didaktisch nach Wikipedia zusammengefasst: Informationskompetenz umfasst das Erkennen eines Informationsbedarfs sowie das Finden, Bewerten, Verarbeiten und zielgerichtete Nutzen von Informationen.

Zu nah am Original: Informationskompetenz bedeutet, Informationen zu finden, zu bewerten, zu verarbeiten und zielgerichtet zu nutzen.

Besser paraphrasiert: Wer informationskompetent arbeitet, klärt zuerst, welche Informationen benötigt werden, prüft gefundene Quellen kritisch und verwendet passende Inhalte anschließend zweckgerichtet im eigenen Ergebnis (vgl. Wikipedia: Informationskompetenz).

Warum ist die zweite Fassung besser? Sie verändert Satzbau, Wortwahl und Perspektive stärker, ohne den Kern der Aussage zu verfälschen. Gleichzeitig bleibt der Beleg erhalten.


Typische Fehler beim Paraphrasieren

Fehler Problem Verbesserung
Nur einzelne Wörter austauschen Die Formulierung bleibt zu nah an der Quelle. Satzbau und Perspektive neu gestalten.
Eine Information ergänzen, die nicht in der Quelle steht Quelle und eigenes Wissen werden vermischt. Ergänzung separat belegen oder ausdrücklich als eigene Schlussfolgerung kennzeichnen.
Wertende Wörter hinzufügen Der ursprüngliche Sinn kann verändert werden. neutral und sachlich bleiben.
Beleg weglassen Fremdes Gedankengut wirkt wie eine eigene Erkenntnis. auch sinngemäße Übernahmen belegen.


Zitat und Beleg


Direktes Zitat

Ein direktes Zitat übernimmt eine Textstelle wortwörtlich. Es steht in Anführungszeichen und erhält einen Beleg. Direkte Zitate sind besonders sinnvoll, wenn die genaue Formulierung wichtig ist, etwa bei einer Definition, einer besonders prägnanten Aussage oder einer Formulierung, die Du anschließend erläuterst.

Beispiel aus dem Landesbildungsserver Baden-Württemberg:

„Korrekt zu zitieren, ist ein Gebot der Ehrlichkeit.“

Belegbeispiel: Landesbildungsserver Baden-Württemberg: Richtig zitieren – grundlegendes Niveau, abgerufen am 10.09.2026.

Im Video von musstewissen Deutsch / funk werden direktes und indirektes Zitieren schulnah erklärt. Prüfe beim Anschauen, welche Regeln Du bereits sicher anwenden kannst und welche Du noch üben musst.


Indirekte Wiedergabe und Paraphrase

Bei einer sinngemäßen Wiedergabe übernimmst Du den Gedanken, aber nicht den Wortlaut. Auch hier gehört ein Beleg dazu.

Beispiel: Der Landesbildungsserver weist darauf hin, dass nicht nur wörtlich übernommene Textstellen, sondern auch in eigenen Worten wiedergegebene fremde Gedanken kenntlich gemacht werden müssen (vgl. Landesbildungsserver Baden-Württemberg: Richtig zitieren – grundlegendes Niveau).


Was gehört in einen Beleg?

Für Klasse 9 genügt ein einheitliches und nachvollziehbares Verfahren. Welche genaue Zitierweise Deine Schule verlangt, kann unterschiedlich sein. Wichtig ist, dass Du sie konsequent verwendest.

Quellentyp Sinnvolle Angaben im Quellenverzeichnis
Buch Nachname, Vorname: Titel. Erscheinungsort: Verlag, Jahr.
Zeitungs- oder Zeitschriftenartikel Nachname, Vorname: Titel des Artikels. Name der Zeitung oder Zeitschrift, Datum bzw. Ausgabe, Seiten.
Webseite Autor oder Institution: Titel der Seite. URL, Veröffentlichungs- oder Aktualisierungsdatum soweit vorhanden, Abrufdatum.
Video Kanal oder verantwortliche Person: Titel des Videos. Plattform, Veröffentlichungsdatum, URL; bei einem direkten Zitat zusätzlich eine genaue Zeitstelle im Textbeleg.
Bild oder Infografik Urheber oder Institution: Titel bzw. Beschreibung. Plattform oder Sammlung, Lizenz soweit angegeben, URL.


Beleg direkt beim Notieren sichern

Schreibe nie zuerst den ganzen Text und suche erst am Ende nach den Quellen. Notiere den Beleg schon beim Lesen. Besonders bei Internetquellen solltest Du Autor oder Institution, Titel, Datum und URL direkt festhalten. Bei PDF-Dateien oder Büchern kommen Seitenzahlen hinzu.


Materialpool: mit Quellen arbeiten

Die folgenden Materialien sind bewusst unterschiedlich. Sie dienen dazu, Auswahl, Strukturierung, Paraphrase, Zitat und Beleg zu üben. Bei den didaktisch aufbereiteten Zusammenfassungen steht die Originalquelle dabei, damit Du die Herkunft nachvollziehen kannst.


Material M1: Informationskompetenz

Didaktisch aufbereitete Zusammenfassung nach Wikipedia: Informationskompetenz bezeichnet Fähigkeiten, die beim selbstständigen und verantwortlichen Umgang mit Informationen nötig sind. Dazu gehören unter anderem das Erkennen eines Informationsbedarfs, das Auffinden geeigneter Informationen, ihre Bewertung, Auswahl, Verarbeitung und adressatengerechte Präsentation.

Kurzes Originalzitat: „Unter Informationskompetenz versteht man die Fähigkeit mit beliebigen Informationen selbstbestimmt, souverän, verantwortlich und zielgerichtet umzugehen.“

Quelle: Wikipedia: Informationskompetenz, https://de.wikipedia.org/wiki/Informationskompetenz

Arbeitsauftrag: Markiere in der Zusammenfassung fünf Tätigkeiten. Formuliere daraus einen Satz, der erklärt, warum Quellenarbeit mehr ist als bloßes Googeln.


Material M2: Warum Quellen angegeben werden

Didaktisch aufbereitete Zusammenfassung nach Wikipedia: Eine Quellenangabe verweist auf den Ursprung einer verwendeten Information. Dadurch können andere nachvollziehen, woher eine Aussage stammt und die verwendete Grundlage überprüfen. Eine Quellenangabe allein beweist jedoch nicht, dass eine Aussage richtig ist.

Quelle: Wikipedia: Quellenangabe, https://de.wikipedia.org/wiki/Quellenangabe

Arbeitsauftrag: Formuliere die Kernaussage in maximal 25 eigenen Wörtern. Verwende anschließend einen passenden Kurzbeleg.


Material M3: Zitieren auf mittlerem Niveau

Didaktisch aufbereitete Zusammenfassung nach dem Landesbildungsserver Baden-Württemberg: Fremde Textteile müssen als Übernahmen erkennbar sein. Auch sinngemäß wiedergegebene Gedanken brauchen einen Quellenhinweis. Am Ende einer Arbeit werden die verwendeten Quellen in einem Quellenverzeichnis gesammelt.

Quelle: Landesbildungsserver Baden-Württemberg: Richtig zitieren – mittleres Niveau, https://www.schule-bw.de/themen-und-impulse/medienbildung/lernmaterial/zitierregeln/zitierregeln-und-beispiele/zitierregeln-mittelstufe.html

Arbeitsauftrag: Entscheide, welche Aussage sich gut paraphrasieren lässt und welche sich für ein kurzes direktes Zitat eignet. Begründe Deine Entscheidung.


Material M4: Recherche und Plagiat

Didaktisch aufbereitete Zusammenfassung nach dem Schülerwettbewerb des Landtags von Baden-Württemberg: Beim Recherchieren wird zwischen wörtlicher und indirekter Übernahme unterschieden. Wörtliche Zitate übernehmen den Wortlaut, indirekte Zitate geben Aussagen in eigenen Worten wieder. Verwendete Quellen müssen vollständig angegeben werden.

Quelle: Schülerwettbewerb des Landtags von Baden-Württemberg: Recherche – So gehst du mit fremden Texten, Bildern und Tonmaterial um, https://www.schuelerwettbewerb-bw.de/recherche/

Arbeitsauftrag: Schreibe aus diesem Material zwei Notizzettel: einen zu Zitat und einen zu Paraphrase. Jeder Notizzettel darf höchstens 18 Wörter enthalten.


Material M5: Infografik als Quelle

Quelle: Wikimedia Commons, Reference Sources.jpg, Urheber: Shonnmharen, Lizenz: CC BY-SA 4.0.

Arbeitsauftrag: Eine Infografik ist keine bloße Dekoration. Beschreibe zuerst, welche Arten von Informationsquellen sie unterscheidet oder darstellt. Formuliere danach eine Aussage, die Du aus der Grafik in einen informierenden Text übernehmen könntest, und notiere einen Bildbeleg.


Material M6: Recherche als Strategie

Quelle: Wikimedia Commons, Fishing for Information Research Infographic.png, Urheber: AngelinaBallerina64, Lizenz: CC BY-SA 4.0.

Arbeitsauftrag: Übertrage die Bildidee auf Deine eigene Recherche. Formuliere drei Regeln, die verhindern, dass Du wahllos Informationen sammelst.


Material M7: Eine absichtlich schwache Übungsquelle

Fiktives Übungsmaterial – keine reale Quelle: „Im Internet findet man sowieso immer dieselben Fakten. Wer eine Seite ganz oben in der Suche sieht, kann sie ohne weitere Prüfung verwenden. Quellenangaben braucht man nur bei langen wörtlichen Zitaten.“

Arbeitsauftrag: Erkläre mit dem AUTOR-Check mindestens vier Gründe, warum diese Quelle nicht als verlässliche Grundlage für einen informierenden Text geeignet ist. Widerlege außerdem die Aussage zu Quellenangaben mithilfe von M2 oder M3.


Material M8: Video als Quelle prüfen

Arbeitsauftrag: Notiere Kanal, Titel, Veröffentlichungsdatum und URL. Wähle eine zentrale Aussage des Videos aus, gib sie sinngemäß wieder und ergänze einen Beleg. Falls Du eine Formulierung wörtlich übernehmen möchtest, notiere zusätzlich die genaue Zeitstelle.


Quellen kombinieren statt nacheinander abschreiben


Informationssynthese

Ein guter informierender Text gibt nicht Quelle A wieder, danach Quelle B und danach Quelle C. Stattdessen ordnest Du Informationen nach Teilthemen und kombinierst passende Aussagen mehrerer Quellen. Das nennt man Informationssynthese.

Beispiel: Zum Teilthema „Warum Belege wichtig sind“ kannst Du M2 für die Nachprüfbarkeit, M3 für die schulische Zitierregel und M4 für die Unterscheidung zwischen direkter und indirekter Übernahme verwenden. Daraus entsteht ein eigener Absatz, der mehrere Quellen sinnvoll verbindet.


Synthese-Tabelle

Teilthema Quelle 1 Quelle 2 Eigene Kernaussage
Quellen auswählen M1 M6 Gute Recherche verbindet gezieltes Suchen mit kritischer Auswahl.
Belege setzen M2 M3 Fremde Informationen müssen so nachgewiesen werden, dass ihre Herkunft nachvollziehbar bleibt.
Zitat und Paraphrase M3 M4 Wortlaut und Sinnwiedergabe unterscheiden sich, benötigen aber beide einen Beleg.


Vom Schreibplan zum informierenden Text


Aufbau eines informierenden Textes

Einleitung: Führe in das Thema ein, nenne den Informationsgegenstand und wecke sachlich Interesse. Du musst noch nicht alle Ergebnisse vorwegnehmen.

Hauptteil: Erkläre die Teilthemen in sinnvoller Reihenfolge. Verwende klare Absätze, passende Verknüpfungen, Beispiele, Paraphrasen, wenige gezielte Zitate und nachvollziehbare Belege.

Schluss: Fasse die wichtigsten Informationen knapp zusammen oder ordne ihre Bedeutung ein. Neue große Teilthemen gehören nicht mehr in den Schluss.


Sprachliche Mittel für sachliches Informieren

Funktion Formulierungsbeispiele
Thema einführen „Der folgende Text informiert darüber, ...“ / „Für einen verlässlichen Umgang mit Informationen ist entscheidend, ...“
erklären „Das bedeutet, dass ...“ / „Darunter versteht man ...“
ordnen „Zunächst ...“, „Ein weiterer Aspekt ...“, „Außerdem ...“, „Abschließend ...“
Quelle einbinden „Nach Angaben von ...“ / „Die Quelle erläutert, dass ...“ / „Aus der Infografik geht hervor, dass ...“
vergleichen „Beide Quellen stimmen darin überein, dass ...“ / „Während Quelle A ..., betont Quelle B ...“
belegen „... (vgl. Quelle M3).“ / „... (Quelle M2).“


Musterabsatz mit Paraphrase, Zitat und Beleg

Eine sorgfältige Quellenarbeit beginnt nicht erst beim Zitieren, sondern bereits bei der Auswahl der Informationen. Informationskompetenz umfasst unter anderem das Finden, Bewerten und zielgerichtete Verwenden geeigneter Informationen (vgl. Wikipedia: Informationskompetenz). Beim Schreiben muss außerdem erkennbar bleiben, welche Gedanken aus anderen Texten stammen. Der Landesbildungsserver fasst die Bedeutung dieses Grundsatzes prägnant zusammen: „Korrekt zu zitieren, ist ein Gebot der Ehrlichkeit.“ (Landesbildungsserver Baden-Württemberg: Richtig zitieren – grundlegendes Niveau). Ein guter eigener Text verbindet deshalb kritische Auswahl, eigenständige Formulierungen und nachvollziehbare Belege.

Untersuche den Musterabsatz: Markiere die Paraphrase, das direkte Zitat, die beiden Belege und den Satz, in dem die Informationen zu einer eigenen Schlussfolgerung verbunden werden.


Schreibauftrag: Dein selbstständig verfasster informierender Text


Schreibsituation

Deine Klasse erstellt ein digitales Methodenheft für neue Schülerinnen und Schüler der Klassen 8 und 9. Du verfasst dafür einen informierenden Text mit dem Titel:

„Von der Quelle zum eigenen Text: So nutzt Du Informationen verlässlich“

Dein Text soll erklären, wie man geeignete Quellen auswählt, Informationen strukturiert, paraphrasiert, kurze Zitate sinnvoll verwendet und Belege setzt.


Verbindliche Anforderungen

  1. Nutze mindestens vier Materialien aus M1 bis M8.
  2. Verwende mindestens eine selbstständig recherchierte zusätzliche Quelle und prüfe sie mit dem AUTOR-Check.
  3. Gliedere Deinen Text in Einleitung, mindestens drei Hauptteilabschnitte und Schluss.
  4. Nutze mindestens drei eigenständige Paraphrasen mit Beleg.
  5. Verwende ein kurzes direktes Zitat mit Beleg und erkläre, warum gerade diese Formulierung wörtlich übernommen wurde.
  6. Beziehe mindestens eine nicht rein textliche Quelle ein, zum Beispiel eine Infografik oder ein Video.
  7. Führe alle verwendeten Quellen am Ende in einem einheitlich gestalteten Quellenverzeichnis auf.
  8. Schreibe sachlich, verständlich und adressatengerecht.


Schreibplan zum Ausfüllen

Abschnitt Meine Kernaussage Material oder Quelle Paraphrase, Zitat oder eigene Erklärung? Beleg
Einleitung
Hauptteil 1
Hauptteil 2
Hauptteil 3
Schluss


Überarbeitungscheck vor der Abgabe

Prüffrage Ja Noch verbessern
Beantwortet mein Text die Schreibaufgabe vollständig?
Ist die Reihenfolge der Teilthemen logisch?
Sind meine Paraphrasen sprachlich wirklich eigenständig?
Habe ich den Sinn der Quellen korrekt wiedergegeben?
Ist jedes direkte Zitat durch Anführungszeichen gekennzeichnet?
Haben Paraphrasen und Zitate einen nachvollziehbaren Beleg?
Habe ich Informationen verschiedener Quellen miteinander verbunden?
Ist mein Stil sachlich und verständlich?
Sind alle verwendeten Quellen im Quellenverzeichnis enthalten?


Bewertungsraster M-Niveau

Bereich Stark erfüllt Teilweise erfüllt Noch zu entwickeln
Quellenauswahl Quellen sind relevant, überprüfbar und sinnvoll kombiniert. überwiegend passende Quellen, einzelne Schwächen Auswahl wirkt zufällig oder wenig geprüft.
Struktur klare Gliederung, Absätze mit erkennbaren Schwerpunkten und sinnvollen Übergängen Grundstruktur erkennbar, teilweise sprunghaft Informationen stehen ungeordnet nebeneinander.
Paraphrase eigenständig formuliert und inhaltlich treffend teilweise noch nah am Original weitgehend übernommen oder inhaltlich verändert
Zitat und Beleg Zitat gezielt eingesetzt, Übernahmen vollständig und einheitlich belegt kleinere Formfehler Übernahmen nicht ausreichend gekennzeichnet
Eigener informierender Text sachlich, verständlich, adressatengerecht und quellenübergreifend überwiegend sachlich, stellenweise additiv stark quellenabhängig oder wenig verständlich


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was ist der wichtigste erste Schritt, bevor Du Informationen aus Quellen sammelst? (Eine klare Fragestellung festlegen) (!Möglichst viele Webseiten öffnen) (!Sofort ganze Absätze kopieren) (!Zuerst das Quellenverzeichnis schreiben)




Welche Aussage beschreibt eine Paraphrase richtig? (Eine fremde Aussage wird sinngemäß in eigenen Worten wiedergegeben und belegt) (!Ein Satz wird ohne Quellenangabe gekürzt) (!Nur zwei Wörter des Originals werden ersetzt) (!Eine fremde Aussage wird als eigene Meinung ausgegeben)




Wann ist ein direktes Zitat besonders sinnvoll? (Wenn der genaue Wortlaut für die Aussage wichtig ist) (!Wenn Du die Quelle nicht verstanden hast) (!Wenn Dein eigener Text möglichst lang werden soll) (!Wenn Du keinen Beleg notieren möchtest)




Was prüfst Du beim AUTOR-Check unter Relevanz? (Ob die Quelle Deine konkrete Fragestellung unterstützt) (!Ob die Webseite besonders bunt gestaltet ist) (!Ob der Text möglichst viele Fremdwörter enthält) (!Ob die Quelle an erster Stelle einer Suche erscheint)




Warum braucht auch eine sinngemäße Übernahme einen Beleg? (Weil der Gedanke aus einer fremden Quelle stammt) (!Weil jeder eigene Satz ein Zitat ist) (!Weil nur Bücher als Quellen gelten) (!Weil ein Beleg die Aussage automatisch wahr macht)




Welche Notizstrategie hilft gegen versehentliches Abschreiben? (Kernaussagen knapp in eigenen Stichworten notieren und Fundstellen sofort sichern) (!Ganze Absätze ohne Quellenangabe kopieren) (!Nur Screenshots sammeln) (!Erst nach der Abgabe nach Quellen suchen)




Was ist für die Struktur eines informierenden Hauptteils besonders wichtig? (Informationen nach Teilthemen ordnen) (!Jede Quelle in einem eigenen Abschnitt vollständig nacherzählen) (!Alle Informationen in einen einzigen Absatz schreiben) (!Mit dem Schluss beginnen)




Welche Quelle ist für eine aktuelle Tatsachenfrage eher geeignet? (Eine aktuelle nachvollziehbare Veröffentlichung mit verantwortlicher Institution und Belegen) (!Ein anonymer Post ohne Datum) (!Eine Werbeanzeige ohne Quellen) (!Ein Kommentar ohne überprüfbare Angaben)




Was leistet eine Quellenangabe vor allem? (Sie macht die Herkunft einer verwendeten Information nachvollziehbar) (!Sie beweist automatisch die Richtigkeit jeder Aussage) (!Sie ersetzt die Prüfung der Quelle) (!Sie macht eine Gliederung überflüssig)




Was kennzeichnet eine gute Informationssynthese? (Mehrere Quellen werden passend zu Teilthemen verbunden) (!Quellen werden der Reihe nach vollständig abgeschrieben) (!Nur eine Quelle wird verwendet) (!Zitate stehen ohne Erklärung hintereinander)





Memory

Paraphrase sinngemäße Wiedergabe in eigenen Worten
Direktes Zitat wortwörtliche Übernahme mit Kennzeichnung
Relevanz Passung einer Information zur Fragestellung
Quellenbeleg Hinweis auf die Herkunft einer übernommenen Information
Gliederung geordneter Aufbau des Textes nach Teilthemen
Quellenkritik Prüfung von Verlässlichkeit und Eignung
Synthese Verbindung von Informationen aus mehreren Quellen
Quellenverzeichnis vollständige Liste der verwendeten Quellen





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Fragestellung legt fest, welche Informationen überhaupt gebraucht werden
Quellenauswahl trennt geeignete von ungeeigneten Fundstellen
Strukturierung ordnet Informationen nach Teilthemen
Paraphrase gibt fremde Gedanken eigenständig und sinngemäß wieder
Beleg macht die Herkunft einer Übernahme nachvollziehbar






Kreuzworträtsel

Paraphrase Wie heißt die sinngemäße Wiedergabe einer fremden Aussage in eigenen Worten?
Relevanz Welches Kriterium bezeichnet die Passung einer Quelle zur Fragestellung?
Autor Welche verantwortliche Person sollte bei einer Quelle möglichst erkennbar sein?
Zitat Wie heißt eine wortwörtlich übernommene Textstelle?
Gliederung Wie heißt der geordnete Aufbau eines Textes nach Abschnitten?
Plagiat Wie heißt eine nicht gekennzeichnete Übernahme fremder Inhalte?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.
Bevor Du recherchierst, formulierst Du eine klare

. Eine geeignete Quelle prüfst Du unter anderem auf Verantwortlichkeit, Aktualität und

. Wichtige Informationen ordnest Du nach

. Eine fremde Aussage in eigenen Worten heißt

. Der Sinn der Quelle darf dabei nicht

werden. Eine wortwörtliche Übernahme heißt

. Sowohl wörtliche als auch sinngemäße Übernahmen brauchen einen

. Am Ende führst Du die verwendeten Quellen in einem

auf.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Quellencheck: Wähle zwei Webseiten zu demselben Thema und prüfe beide mit dem AUTOR-Check. Begründe in fünf Sätzen, welche Quelle Du eher verwenden würdest.
  2. Paraphrase: Formuliere drei Kernaussagen aus Material M1 in eigenen Worten und vergleiche Deine Satzstrukturen mit der Quelle.
  3. Zitat: Suche in M1 bis M4 eine kurze Formulierung, die sich für ein direktes Zitat eignet, und erkläre Deine Auswahl.
  4. Gliederung: Ordne zehn Informationen aus dem Materialpool den Bereichen Einleitung, Quellenauswahl, Verarbeitung, Beleg und Schluss zu.


Standard

  1. Informationssynthese: Verfasse einen Absatz von etwa 120 Wörtern, in dem Du Informationen aus mindestens zwei Materialien miteinander verbindest.
  2. Infografik auswerten: Nutze eine der Wikimedia-Commons-Grafiken als Quelle und formuliere drei sachliche Aussagen, die Du daraus für einen Text gewinnen kannst.
  3. Video als Quelle: Sieh Dir eines der eingebetteten Videos an, notiere fünf Kernaussagen und verfasse daraus eine Paraphrase mit Quellenbeleg.
  4. Peer-Feedback: Tauscht zwei Textabsätze aus und markiert gegenseitig Struktur, Paraphrasen, Zitate und Belege. Formuliert anschließend je zwei konkrete Verbesserungsvorschläge.


Schwer

  1. Quellenvergleich: Recherchiere drei seriöse Quellen zu einem selbst gewählten Sachthema und untersuche, wo sie übereinstimmen, sich ergänzen oder unterschiedliche Schwerpunkte setzen.
  2. Schreibprojekt: Verfasse den vollständigen informierenden Text aus dem Schreibauftrag und dokumentiere Deinen Weg von der Recherche über den Schreibplan bis zur Endfassung.
  3. Redaktionskonferenz: Bildet eine Redaktion, entwickelt gemeinsame Qualitätskriterien für informierende Texte und überarbeitet einen Text so, dass jede Übernahme nachvollziehbar belegt ist.
  4. Erklärvideo: Produziere ein zwei- bis vierminütiges Erklärvideo für jüngere Lernende mit dem Titel „Paraphrasieren statt Kopieren“ und gib alle verwendeten Quellen im Abspann an.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Quellenauswahl begründen: Du erhältst vier unterschiedlich zuverlässige Quellen zu einem Thema. Wähle zwei aus und begründe Deine Entscheidung anhand von mindestens drei Kriterien.
  2. Widersprüche klären: Zwei seriöse Quellen nennen unterschiedliche Aussagen. Beschreibe ein sinnvolles Vorgehen, mit dem Du prüfen kannst, ob Definition, Zeitraum, Datengrundlage oder Perspektive den Unterschied erklären.
  3. Paraphrase prüfen: Vergleiche Original und Schülerfassung. Entscheide, ob die Paraphrase sprachlich eigenständig und inhaltlich korrekt ist, und verbessere sie bei Bedarf.
  4. Informationssynthese schreiben: Verbinde Aussagen aus einem Text und einer Infografik zu einem gemeinsamen Absatz. Die Informationen sollen nach einem Teilthema geordnet und korrekt belegt sein.
  5. Zitatfunktion erklären: Wähle zwischen einem direkten Zitat und einer Paraphrase für eine vorgegebene Textstelle. Begründe, welche Form für den beabsichtigten informierenden Text überzeugender ist.
  6. Transferaufgabe: Plane für ein neues Thema einen informierenden Text. Formuliere eine Leitfrage, drei Teilthemen, geeignete Quellentypen und eine Strategie zur Belegsicherung.
  7. Überarbeitung begründen: Überarbeite einen absichtlich quellenweise aufgebauten Text so, dass er thematisch gegliedert ist. Erkläre anschließend zwei Deiner strukturellen Änderungen.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis zu diesem Thema ist wichtig, dass Du nicht nur Regeln aufsagen kannst, sondern sie an einem eigenen Schreibprodukt sichtbar machst. Ein geeigneter Lernnachweis besteht aus einer kleinen Dokumentation des Arbeitsprozesses und einem fertigen informierenden Text.

  1. Rechercheprotokoll: Leitfrage, Suchbegriffe und mindestens vier geprüfte Quellen
  2. Quellenbewertung: kurze Begründung, warum die verwendeten Quellen geeignet sind
  3. Materialtabelle: ausgewählte Kernaussagen mit Zuordnung zu Teilthemen und Fundstellen
  4. Schreibplan: nachvollziehbare Gliederung mit Einleitung, Hauptteil und Schluss
  5. Paraphrasen: mehrere eigenständige sinngemäße Übernahmen mit Beleg
  6. Direktes Zitat: mindestens ein bewusst ausgewähltes kurzes Zitat mit Kennzeichnung und Beleg
  7. Informationssynthese: Verbindung von Informationen aus mehreren Quellen innerhalb gemeinsamer Teilthemen
  8. Quellenverzeichnis: vollständige und einheitliche Liste aller tatsächlich verwendeten Quellen
  9. Endfassung: sachlicher, verständlicher und adressatengerechter informierender Text
  10. Reflexion: kurze Erklärung, welche Änderung in der Überarbeitung die Qualität des Textes am stärksten verbessert hat




OERs zum Thema

Weitere frei zugängliche Lernquellen:

  1. Informationskompetenz: Überblick über das Finden, Bewerten, Auswählen und Verwenden von Informationen.
  2. Quellenangabe: Hintergrund zur Funktion von Quellenbelegen.
  3. Landesbildungsserver Baden-Württemberg: Richtig zitieren – mittleres Niveau, https://www.schule-bw.de/themen-und-impulse/medienbildung/lernmaterial/zitierregeln/zitierregeln-und-beispiele/zitierregeln-mittelstufe.html
  4. Schülerwettbewerb des Landtags von Baden-Württemberg: Recherche, https://www.schuelerwettbewerb-bw.de/recherche/
  5. Wikimedia Commons: Information literacy, https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Information_literacy


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