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D9 M - Infinitiv- und Partizipialgruppen

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D9 M - Infinitiv- und Partizipialgruppen



D9 M - Infinitiv- und Partizipialgruppen


Einleitung

Infinitiv- und Partizipialgruppen helfen Dir dabei, Informationen knapp, abwechslungsreich und präzise auszudrücken. Du findest sie in Erzählungen, Berichten, Sachtexten, Anleitungen und Argumentationen. Gleichzeitig gehören sie zu den Bereichen, in denen die Kommasetzung besonders wichtig ist.

In diesem aiMOOC lernst Du auf dem M-Niveau der Klasse 9, wie Du Infinitive, Partizipien, Infinitivgruppen und Partizipialgruppen sicher erkennst, wie diese Gruppen aufgebaut sind, welche Funktionen sie im Satz übernehmen und wann Kommas gesetzt werden.

Besonders wichtig ist die aktuelle Rechtschreibung: Seit dem 1. Juli 2024 gilt das überarbeitete amtliche Regelwerk. Satzwertige Infinitivgruppen mit zu werden als infinite Nebensätze durch Komma vom übergeordneten Satz abgegrenzt. Bei nicht erweiterten zu-Infinitiven und bei mehrteiligen Prädikaten musst Du genauer prüfen, ob tatsächlich ein infiniter Nebensatz vorliegt.

Du wirst außerdem sehen, dass Partizipialgruppen häufig Informationen verdichten. Sie können zum Beispiel ausdrücken, wie, warum, wann oder unter welcher Bedingung etwas geschieht.


Lernziele

Nach diesem aiMOOC kannst Du ...

  1. Infinitivgruppen anhand eines zu-Infinitivs und ihrer Erweiterungen erkennen.
  2. Partizipialgruppen anhand eines Partizips I oder Partizips II erkennen.
  3. den Aufbau beider Gruppen bestimmen.
  4. Infinitiv- und Partizipialgruppen von anderen Wortgruppen unterscheiden.
  5. ihre Funktion als Satzglied, Attribut, Zusatz oder satzähnliche Einheit erklären.
  6. Infinitivgruppen in finite Nebensätze umformen und umgekehrt.
  7. Partizipialgruppen in Nebensätze oder andere Satzglieder umformen.
  8. die aktuellen Regeln der Kommasetzung bei Infinitivgruppen anwenden.
  9. Muss-Kommas und mögliche Kommas bei Partizipialgruppen unterscheiden.
  10. typische Fehler bei unklaren Bezügen erkennen und verbessern.


Vorwissen: finite und infinite Verbformen

Ein Verb kann in einer finiten oder infiniten Form stehen.

Eine finite Verbform ist nach Person und Zahl bestimmt:

  1. ich lerne
  2. du lernst
  3. wir lernen

Eine infinite Verbform ist nicht nach Person und Zahl bestimmt. Dazu gehören der Infinitiv und die Partizipien.

Beispiele:

  1. Infinitiv: lernen
  2. zu-Infinitiv: zu lernen
  3. Partizip I: lernend
  4. Partizip II: gelernt

Infinitiv- und Partizipialgruppen enthalten also keine finite Verbform als Kern. Trotzdem können besonders Infinitivgruppen satzwertig sein und dann ähnlich wie Nebensätze funktionieren.

Ein Syntaxbaum macht sichtbar, dass Wörter nicht einfach nur hintereinanderstehen, sondern Gruppen bilden. Auch bei Infinitiv- und Partizipialgruppen musst Du deshalb immer fragen: Welche Wörter gehören zusammen?


Infinitivgruppen


Was ist eine Infinitivgruppe?

Eine Infinitivgruppe enthält einen Infinitiv mit zu. Häufig kommen weitere Wörter hinzu, die den Infinitiv ergänzen.

Beispiele:

  1. zu lesen
  2. das neue Buch zu lesen
  3. das neue Buch aufmerksam zu lesen
  4. nach der Schule das neue Buch aufmerksam zu lesen

Der Kern ist jeweils der zu-Infinitiv zu lesen. Die übrigen Wörter erweitern diesen Kern.

Bei trennbaren Verben steht zu innerhalb des Wortes:

  1. aufstehen → aufzustehen
  2. mitmachen → mitzumachen
  3. zurückgeben → zurückzugeben

Bei nicht trennbaren Verben steht zu getrennt:

  1. verstehen → zu verstehen
  2. besuchen → zu besuchen
  3. erklären → zu erklären


Aufbau einer Infinitivgruppe

Eine Infinitivgruppe kann aus mehreren Bestandteilen bestehen:

Bestandteil Beispiel Funktion innerhalb der Gruppe
zu-Infinitiv zu lösen verbaler Kern
Objekt die schwierige Aufgabe zu lösen Ergänzung zum Verb
Adverbiale Bestimmung am Nachmittag die Aufgabe zu lösen nähere Angabe
Modalangabe die Aufgabe gründlich zu lösen beschreibt die Art und Weise
Einleitender Ausdruck um die Aufgabe zu lösen kennzeichnet zum Beispiel einen Zweck

Beispielanalyse:

Mira versucht, die schwierige Aufgabe heute selbstständig zu lösen.

Die Infinitivgruppe lautet: die schwierige Aufgabe heute selbstständig zu lösen.

Ihr Kern ist: zu lösen.

Zum Kern gehören:

  1. die schwierige Aufgabe als Akkusativobjekt,
  2. heute als Zeitangabe,
  3. selbstständig als Angabe der Art und Weise.


Erkennung: So findest Du eine Infinitivgruppe

Gehe in mehreren Schritten vor:

  1. Suche nach einem zu-Infinitiv wie zu schreiben, zu kommen, anzufangen oder mitzumachen.
  2. Frage, welche Wörter inhaltlich zu diesem Infinitiv gehören.
  3. Prüfe, ob die Wortgruppe eine eigene Aussageeinheit bildet.
  4. Prüfe, ob Du die Gruppe oft in einen Nebensatz umformen kannst.

Beispiel:

Jonas spart Geld, um sich ein neues Fahrrad zu kaufen.

Infinitivgruppe: um sich ein neues Fahrrad zu kaufen

Umformung:

Jonas spart Geld, damit er sich ein neues Fahrrad kaufen kann.

Die Infinitivgruppe drückt hier einen Zweck aus.


Satzwertige Infinitivgruppen

Eine Infinitivgruppe ist satzwertig, wenn sie ähnlich wie ein Nebensatz eine eigene grammatische und inhaltliche Einheit bildet.

Beispiel:

Lina hofft, die Klassenarbeit erfolgreich zu bestehen.

Die Gruppe die Klassenarbeit erfolgreich zu bestehen kann sinngemäß erweitert werden:

Lina hofft, dass sie die Klassenarbeit erfolgreich besteht.

Die Infinitivgruppe besitzt zwar kein eigenes finites Verb, übernimmt aber eine Funktion, die auch ein Nebensatz übernehmen könnte.

Ein wichtiges Erkennungsmerkmal ist deshalb die Umformprobe.


Das logische Subjekt der Infinitivgruppe

Infinitivgruppen haben normalerweise kein ausdrücklich genanntes Subjekt. Wer die Handlung ausführt, ergibt sich aus dem übergeordneten Satz.

Tarek versucht, den Ball zu fangen.

Wer fängt? → Tarek

Mila bittet Tarek, die Tür zu schließen.

Wer soll die Tür schließen? → Tarek

Der Bezug kann also vom Verb des übergeordneten Satzes abhängen. Deshalb musst Du immer den gesamten Satz verstehen und darfst nicht nur nach dem Wort zu suchen.


Funktionen von Infinitivgruppen

Infinitivgruppen können verschiedene Funktionen übernehmen.


Infinitivgruppe als Subjekt

Pünktlich anzukommen, ist heute besonders wichtig.

Frage: Was ist besonders wichtig?

Antwort: pünktlich anzukommen

Die Infinitivgruppe übernimmt die Funktion des Subjekts.


Infinitivgruppe als Objekt oder Ergänzung

Nora hofft, die Prüfung zu bestehen.

Frage: Was hofft Nora?

Antwort: die Prüfung zu bestehen

Die Infinitivgruppe ergänzt das Verb hoffen.


Infinitivgruppe als Ergänzung zu einem Nomen

Er hatte den Wunsch, später im Ausland zu arbeiten.

Die Infinitivgruppe erklärt das Nomen Wunsch genauer.

Weitere typische Nomen sind:

  1. Absicht: die Absicht, etwas zu verändern
  2. Plan: der Plan, früher aufzustehen
  3. Hoffnung: die Hoffnung, das Ziel zu erreichen
  4. Möglichkeit: die Möglichkeit, ein Praktikum zu machen


Infinitivgruppe als Ergänzung zu einem Adjektiv

Sofia ist bereit, Verantwortung zu übernehmen.

Die Infinitivgruppe ergänzt das Adjektiv bereit.

Weitere Beispiele:

  1. Es ist schwierig, alles gleichzeitig zu erledigen.
  2. Er war froh, die Aufgabe verstanden zu haben.
  3. Sie ist entschlossen, den Fehler zu korrigieren.


Infinitivgruppe als adverbiale Angabe

Mit bestimmten Einleitungswörtern können Infinitivgruppen Beziehungen ausdrücken.

Einleitung Typische Bedeutung Beispiel
um Zweck Sie trainiert, um ihre Ausdauer zu verbessern.
ohne fehlender Begleitumstand Er ging, ohne sich zu verabschieden.
statt oder anstatt Ersatz oder Gegensatz Sie diskutierte weiter, statt zuzuhören.
außer Ausnahme Ihm blieb nichts übrig, außer abzuwarten.
als Vergleich oder Alternative Sie konnte nichts Besseres tun, als ehrlich zu antworten.


Umformprobe bei Infinitivgruppen

Die Umformung in einen finiten Nebensatz hilft Dir, Funktion und Bedeutung zu erkennen.

Infinitivgruppe Mögliche Umformung Bedeutung
Um den Zug zu erreichen, lief Ben schneller. Damit Ben den Zug erreichte, lief er schneller. Zweck
Ohne auf sein Handy zu sehen, überquerte Amir die Straße. Während Amir die Straße überquerte, sah er nicht auf sein Handy. Begleitumstand
Statt sich zu beschweren, suchte Lea nach einer Lösung. Anstatt dass Lea sich beschwerte, suchte sie nach einer Lösung. Gegensatz oder Ersatz
Mia hofft, die Aufgabe richtig gelöst zu haben. Mia hofft, dass sie die Aufgabe richtig gelöst hat. Inhalt einer Hoffnung


Zeichensetzung bei Infinitivgruppen

Das aktuelle amtliche Regelwerk behandelt satzwertige Infinitivgruppen als infinite Nebensätze. Sie werden durch Komma vom übergeordneten Satz abgegrenzt.

Beispiele:

  1. Wir versuchen, die Ursache des Fehlers genau zu erklären.
  2. Die Aufgabe vollständig zu lösen, gelang der Gruppe erst am Ende.
  3. Ich freue mich, morgen mit euch weiterzuarbeiten.
  4. Sie war froh, den Schlüssel wiedergefunden zu haben.

Steht eine Infinitivgruppe eingeschoben, brauchst Du zwei Kommas:

Die Klasse hatte beschlossen, nach der Pause konzentriert weiterzuarbeiten, und setzte den Plan sofort um.


Besonders deutliche Fälle

Du kannst Infinitivgruppen besonders leicht erkennen, wenn sie mit um, ohne, statt, anstatt, außer oder als eingeleitet werden.

  1. Er ging früher los, um den Bus zu erreichen.
  2. Sie löste die Aufgabe, ohne lange nachzudenken.
  3. Jan half seinem Freund, statt nur zuzusehen.
  4. Ihr blieb nichts anderes übrig, als die Wahrheit zu sagen.

Auch Infinitivgruppen, die von einem Nomen oder einem Hinweiswort abhängen, sind gut erkennbar:

  1. Der Plan, am Wochenende gemeinsam zu lernen, gefiel allen.
  2. Wir dachten daran, die Materialien rechtzeitig mitzubringen.
  3. Sie hatte es geschafft, die schwierige Stelle fehlerfrei vorzulesen.


Nicht erweiterter zu-Infinitiv

Ein nicht erweiterter zu-Infinitiv besteht nur aus zu und dem Infinitiv beziehungsweise aus einer entsprechenden Form bei einem trennbaren Verb.

Beispiele:

  1. zu helfen
  2. zu warten
  3. aufzustehen

Ein solcher Ausdruck kann je nach Satzstruktur als infinitiver Nebensatz oder als eng integrierte Wortgruppe aufgefasst werden.

Kim versucht, abzunehmen.

Hier wird abzunehmen als infiniter Nebensatz aufgefasst.

Kim versucht abzunehmen.

Hier wird abzunehmen enger mit versucht verbunden und als Wortgruppe aufgefasst.

Für Dich ist wichtig: Bei einem bloßen zu-Infinitiv musst Du genauer prüfen, wie eng er mit dem übergeordneten Verb verbunden ist.


Mehrteiliges Prädikat: kein Komma

Nicht jeder zu-Infinitiv bildet einen infiniten Nebensatz. Gehört er zusammen mit einem anderen Verb zu einem mehrteiligen Prädikat, steht kein Komma.

Beispiele:

  1. Du brauchst heute nicht zu kommen.
  2. Er scheint die Lösung verstanden zu haben.
  3. Ich habe noch einiges zu erledigen.

Das Komma darf hier nicht einfach zwischen zusammengehörige Teile des Prädikats gesetzt werden.

Bei Verben wie versuchen, erlauben, beabsichtigen, versprechen, gestatten, probieren oder wagen kann die Struktur manchmal unterschiedlich aufgefasst werden. Dann kann das Komma anzeigen, ob Du einen infiniten Nebensatz oder ein mehrteiliges Prädikat meinst.


Komma-Entscheidungsweg für Infinitivgruppen

Frage Wenn ja Beispiel
Gibt es einen zu-Infinitiv? Prüfe weiter. zu lösen
Gehören weitere Wörter zum zu-Infinitiv? Eine erweiterte Gruppe liegt vor. die Aufgabe sorgfältig zu lösen
Funktioniert die Gruppe wie eine eigene Aussageeinheit? Sie ist satzwertig und wird mit Komma abgegrenzt. Er versucht, die Aufgabe sorgfältig zu lösen.
Ist die Gruppe eingeschoben? Setze am Anfang und am Ende ein Komma. Der Versuch, die Aufgabe zu lösen, gelang.
Bildet der zu-Infinitiv mit einem Verb ein mehrteiliges Prädikat? Setze kein Komma innerhalb des Prädikats. Du brauchst nicht zu warten.


Häufige Fehler bei Infinitivgruppen

Fehler 1: Nur nach dem Wort zu suchen

In Ich gehe zur Schule ist zur kein Infinitivsignal. Du brauchst einen zu-Infinitiv wie zu lernen.

Fehler 2: Die Gruppe zu kurz markieren

Satz: Wir beschlossen, nach dem Unterricht gemeinsam für den Test zu lernen.

Nicht nur zu lernen gehört zur Gruppe, sondern:

nach dem Unterricht gemeinsam für den Test zu lernen

Fehler 3: Das Komma in ein mehrteiliges Prädikat setzen

Falsch: Du brauchst heute nicht, zu kommen.

Richtig: Du brauchst heute nicht zu kommen.

Fehler 4: Den Sinnbezug nicht prüfen

Um rechtzeitig anzukommen, fuhr der Bus schneller.

Grammatisch bezieht sich die Infinitivgruppe auf den Bus. Soll eine Person gemeint sein, muss der Satz entsprechend umgebaut werden:

Um rechtzeitig anzukommen, bat Lara den Fahrer, etwas zügiger zu fahren.


Video: Infinitivsätze verstehen

Das folgende Video erklärt Aufbau und Verwendung von Infinitivsätzen. Nutze es vor allem, um die grammatische Struktur und typische Verbindungen mit Verben, Nomen und Adjektiven zu wiederholen. Für die Zeichensetzung orientierst Du Dich in diesem aiMOOC am aktuellen amtlichen Regelwerk von 2024.


Partizipialgruppen


Was ist ein Partizip?

Ein Partizip ist eine infinite Verbform. Im Deutschen unterscheidet man vor allem Partizip I und Partizip II.


Partizip I

Das Partizip I wird in der Regel aus dem Infinitiv und der Endung -d gebildet.

  1. lachen → lachend
  2. warten → wartend
  3. schreiben → schreibend
  4. laufen → laufend

Es beschreibt häufig eine Handlung oder einen Vorgang, der gleichzeitig mit einer anderen Handlung stattfindet.

Lachend kam Samira ins Klassenzimmer.

Samira lachte und kam gleichzeitig ins Klassenzimmer.


Partizip II

Das Partizip II kennst Du aus dem Perfekt, Plusquamperfekt und Passiv.

Beispiele:

  1. lernen → gelernt
  2. schreiben → geschrieben
  3. verlieren → verloren
  4. öffnen → geöffnet
  5. verstehen → verstanden

Als Teil einer Partizipialgruppe bezeichnet es häufig einen Zustand, ein Ergebnis oder einen bereits vollzogenen Vorgang.

Vom langen Training erschöpft, setzte sich Elif auf die Bank.

Die Erschöpfung besteht bereits, als Elif sich setzt.


Was ist eine Partizipialgruppe?

Eine Partizipialgruppe besteht aus einem Partizip und mindestens einer näheren Bestimmung.

Beispiele:

  1. leise summend
  2. über das Ergebnis nachdenkend
  3. vom langen Weg erschöpft
  4. von allen Mitschülerinnen und Mitschülern gelobt

Der Kern ist jeweils ein Partizip:

  1. summend → Partizip I
  2. nachdenkend → Partizip I
  3. erschöpft → Partizip II
  4. gelobt → Partizip II


Aufbau einer Partizipialgruppe

Gruppe Partizip Erweiterung
leise pfeifend pfeifend leise
auf den Bus wartend wartend auf den Bus
von der Wanderung erschöpft erschöpft von der Wanderung
sorgfältig vorbereitet vorbereitet sorgfältig
von allen gelobt gelobt von allen


Erkennung: So findest Du eine Partizipialgruppe

  1. Suche nach einem Partizip I oder Partizip II.
  2. Prüfe, welche Wörter dieses Partizip näher bestimmen.
  3. Suche das Bezugswort oder die Person, zu der die Gruppe gehört.
  4. Frage, welche inhaltliche Beziehung die Gruppe zum restlichen Satz ausdrückt.
  5. Probiere eine Umformung in einen Nebensatz.

Beispiel:

Von der langen Wanderung erschöpft, legte sich Ben früh schlafen.

Partizipialgruppe: von der langen Wanderung erschöpft

Bezugswort: Ben

Umformung:

Weil Ben von der langen Wanderung erschöpft war, legte er sich früh schlafen.

Funktion: kausale Angabe


Funktionen von Partizipialgruppen

Partizipialgruppen können unterschiedliche Funktionen übernehmen.


Adverbiale Funktion

Leise pfeifend ging Mara nach Hause.

Die Gruppe leise pfeifend beschreibt, wie Mara nach Hause ging.

Vom langen Lauf erschöpft, machte Amir eine Pause.

Die Gruppe kann erklären, warum Amir eine Pause machte.

Partizipialgruppen können deshalb ähnliche Bedeutungen wie adverbiale Nebensätze ausdrücken:

  1. temporal: wann etwas geschieht
  2. kausal: warum etwas geschieht
  3. modal: wie etwas geschieht
  4. konditional: unter welcher Bedingung etwas geschieht


Attributive Funktion

Partizipialgruppen können ein Nomen genauer bestimmen.

Die vor dem Klassenzimmer wartenden Schülerinnen gingen hinein.

Die Gruppe vor dem Klassenzimmer wartenden gehört zum Nomen Schülerinnen.

Solche attributiven Partizipialgruppen sind in die Nomengruppe integriert und werden nicht automatisch mit Kommas abgetrennt.

Weitere Beispiele:

  1. der auf dem Tisch liegende Schlüssel
  2. die sorgfältig vorbereitete Präsentation
  3. das gestern veröffentlichte Ergebnis


Zusatz zu einem Nomen oder Pronomen

Eine Partizipialgruppe kann auch als zusätzlicher Einschub auftreten.

Die Klasse, vom Ausflug völlig erschöpft, wurde plötzlich sehr ruhig.

Der Satz Die Klasse wurde plötzlich sehr ruhig ist bereits grammatisch vollständig. Die Partizipialgruppe liefert eine Zusatzinformation und wird deshalb mit zwei Kommas eingeschlossen.

Am Satzende:

Die Klasse wurde plötzlich sehr ruhig, vom Ausflug völlig erschöpft.

Auch hier steht die Gruppe als Zusatz.


Partizipialgruppe oder Relativsatz?

Partizipialgruppen können häufig in Relativsätze umgeformt werden.

Die vor der Tür wartenden Jugendlichen winkten.

Die Jugendlichen, die vor der Tür warteten, winkten.

Die sorgfältig vorbereitete Präsentation überzeugte die Klasse.

Die Präsentation, die sorgfältig vorbereitet worden war, überzeugte die Klasse.

Die Partizipialform ist meist knapper. Der Relativsatz macht die grammatischen Beziehungen oft deutlicher.


Partizipialgruppe oder Adverbialsatz?

Leise singend ging Alina über den Schulhof.

Während Alina leise sang, ging sie über den Schulhof.

Von der Nachricht überrascht, sagte Karim zunächst nichts.

Weil Karim von der Nachricht überrascht war, sagte er zunächst nichts.

Die genaue Bedeutung ergibt sich immer aus dem Zusammenhang. Eine Partizipialgruppe enthält nicht selbst Wörter wie weil oder während. Diese Beziehung erschließt Du beim Lesen.


Zeichensetzung bei Partizipialgruppen

Partizipialgruppen werden anders behandelt als satzwertige Infinitivgruppen.

Eine satzähnliche Partizipialgruppe kann durch Komma abgetrennt werden, um die Satzstruktur deutlich zu machen:

Vom plötzlichen Regen überrascht[,] suchten alle Schutz.

Leise vor sich hin summend[,] betrat Mia den Raum.

Das Komma kann hier die Gliederung verdeutlichen.

Ist die Partizipialgruppe jedoch ein Zusatz zu einem bereits grammatisch vollständigen Satz oder zu einem Nomen beziehungsweise Pronomen, wird sie mit Komma abgegrenzt.

Mia, von der Nachricht überrascht, sagte zunächst nichts.

Die Mannschaft verließ den Platz, von den Fans laut gefeiert.

Bei einem eingeschobenen Zusatz stehen zwei Kommas.


Kein Komma innerhalb einer fest integrierten Nomengruppe

Eine attributive Partizipialgruppe steht direkt beim Nomen und bildet mit ihm eine Einheit.

Die im Flur wartenden Jugendlichen wurden hereingerufen.

Hier darfst Du nicht schreiben:

Die im Flur wartenden, Jugendlichen ...

Das wäre falsch, weil das Komma die zusammengehörige Nomengruppe zerreißen würde.

Weitere Beispiele:

  1. die gestern abgegebene Hausaufgabe
  2. der schnell vorbeifahrende Bus
  3. die von allen gelobte Präsentation


Bezug muss eindeutig sein

Eine Partizipialgruppe muss logisch zu einem passenden Bezugswort gehören.

Problematisch:

Am Bahnhof angekommen, begann es heftig zu regnen.

Grammatisch scheint es angekommen zu sein. Gemeint ist aber wahrscheinlich eine Person.

Besser:

Am Bahnhof angekommen, bemerkte Leni den heftigen Regen.

Oder:

Als Leni am Bahnhof angekommen war, begann es heftig zu regnen.

Solche Bezugsfehler werden manchmal als schwebende oder falsch bezogene Partizipialkonstruktionen bezeichnet.


Video: Partizip I und Partizip II unterscheiden

Das folgende Video eignet sich zur Wiederholung der beiden Partizipformen und ihrer Bedeutung.


Infinitivgruppe und Partizipialgruppe im Vergleich

Merkmal Infinitivgruppe Partizipialgruppe
Verbform zu-Infinitiv Partizip I oder Partizip II
Beispiel die Aufgabe zu lösen die Aufgabe sorgfältig lösend
Satzwertigkeit häufig satzwertig häufig satzähnlich oder attributiv
Typische Funktion Subjekt, Ergänzung, adverbiale Angabe adverbiale Angabe, Attribut, Zusatz
Umformung oft in dass-, damit-, ohne-dass- oder andere Nebensätze oft in Relativ- oder Adverbialsätze
Komma satzwertige Infinitivgruppen werden abgegrenzt je nach Funktion möglich oder als Zusatz verpflichtend


Satzlabor: Verdichten und Entfalten

Aus zwei Sätzen wird eine Infinitivgruppe:

Nora trainiert regelmäßig. Sie möchte ihre Ausdauer verbessern.

Nora trainiert regelmäßig, um ihre Ausdauer zu verbessern.

Aus zwei Aussagen wird eine Partizipialgruppe:

Mika ging nach Hause. Dabei pfiff er leise.

Leise pfeifend ging Mika nach Hause.

Aus einer Partizipialgruppe wird ein Nebensatz:

Vom Ergebnis enttäuscht, überprüfte Jasmin ihre Rechnung.

Weil Jasmin vom Ergebnis enttäuscht war, überprüfte sie ihre Rechnung.

Aus einem Attribut wird ein Relativsatz:

Die auf dem Boden liegende Tasche gehört Sam.

Die Tasche, die auf dem Boden liegt, gehört Sam.

Beim Umformen darf sich die Bedeutung nicht ungewollt verändern.


Stilistische Wirkung

Infinitiv- und Partizipialgruppen machen Texte häufig kompakter.

Vergleiche:

Während Leon auf den Bus wartete, las er seine Nachrichten.

Auf den Bus wartend, las Leon seine Nachrichten.

Die zweite Variante ist kürzer, kann aber schriftsprachlicher wirken.

Auch Infinitivgruppen können Texte verdichten:

Maja lernt zusätzlich, damit sie ihre Leistungen verbessert.

Maja lernt zusätzlich, um ihre Leistungen zu verbessern.

In Sachtexten und Berichten helfen solche Konstruktionen, Wiederholungen zu vermeiden. In schwierigen oder missverständlichen Sätzen ist ein ausgeschriebener Nebensatz jedoch oft klarer.


Aktuelles Regelwissen für die Schule

Für Deine Arbeit in Klasse 9 solltest Du besonders diese Punkte beherrschen:

  1. Eine satzwertige Infinitivgruppe funktioniert wie ein infiniter Nebensatz und wird mit Komma abgegrenzt.
  2. Ein nicht erweiterter zu-Infinitiv kann je nach Struktur auch als eng integrierte Wortgruppe aufgefasst werden.
  3. Ein zu-Infinitiv als Teil eines mehrteiligen Prädikats wird nicht durch Komma abgetrennt.
  4. Eine Partizipialgruppe als Zusatz wird durch Komma beziehungsweise zwei Kommas abgegrenzt.
  5. Eine satzähnliche Partizipialgruppe kann durch Komma hervorgehoben werden, wenn dadurch die Gliederung deutlicher wird.
  6. Eine attributive Partizipialgruppe innerhalb einer Nomengruppe wird nicht einfach vom Nomen abgetrennt.
  7. Bei beiden Gruppen muss der logische Bezug eindeutig sein.

Als maßgebliche Referenz gilt das amtliche Regelwerk der deutschen Rechtschreibung.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Woran erkennst Du eine typische Infinitivgruppe? (Sie enthält einen zu-Infinitiv) (!Sie enthält immer ein Partizip II) (!Sie beginnt immer mit einem Artikel) (!Sie enthält immer zwei finite Verben)




Welche Wortgruppe ist eine erweiterte Infinitivgruppe? (nach der Schule konzentriert zu lernen) (!nach der Schule konzentriert lernend) (!der konzentrierte Schüler) (!weil er konzentriert lernt)




Wie wird eine satzwertige Infinitivgruppe nach dem aktuellen amtlichen Regelwerk vom übergeordneten Satz abgegrenzt? (mit Komma) (!mit Doppelpunkt) (!mit Gedankenstrich als Pflichtzeichen) (!überhaupt nicht)




In welchem Satz steht der zu-Infinitiv als Teil eines mehrteiligen Prädikats und wird nicht durch Komma abgetrennt? (Du brauchst heute nicht zu warten.) (!Mila hofft, den Bus noch zu erreichen.) (!Er ging früher, um den Zug zu bekommen.) (!Sie hatte den Wunsch, Medizin zu studieren.)




Welche Form ist ein Partizip I? (lachend) (!gelacht) (!lachen) (!zu lachen)




Welche Form ist ein Partizip II? (geschrieben) (!schreibend) (!schreiben) (!zu schreiben)




Welche Umformung passt zu Vom langen Lauf erschöpft, machte Amir eine Pause am besten? (Weil Amir vom langen Lauf erschöpft war, machte er eine Pause.) (!Obwohl Amir nie gelaufen war, machte er eine Pause.) (!Damit Amir laufen konnte, machte er eine Pause.) (!Bevor Amir geboren wurde, machte er eine Pause.)




Wie wird ein eingeschobener partizipialer Zusatz normalerweise gekennzeichnet? (mit zwei Kommas) (!mit zwei Punkten) (!ohne jedes Satzzeichen) (!mit einem Schrägstrich)




Welche Wortgruppe ist ein attributives Partizipialgefüge innerhalb einer Nomengruppe? (die im Flur wartenden Jugendlichen) (!um im Flur zu warten) (!weil die Jugendlichen warten) (!die Jugendlichen warten im Flur)




Was musst Du bei einer Partizipialgruppe besonders prüfen? (ob ihr logischer Bezug eindeutig ist) (!ob jedes Wort mit einem Großbuchstaben beginnt) (!ob sie immer am Satzende steht) (!ob sie immer ein eigenes Subjekt enthält)





Memory

Infinitivgruppe Wortgruppe mit einem zu-Infinitiv als Kern
Partizip I Infinite Verbform wie lachend oder wartend
Partizip II Infinite Verbform wie gelernt oder geschrieben
Satzwertigkeit Eigenschaft einer Einheit, ähnlich wie ein Nebensatz zu funktionieren
Korrelat Hinweiswort wie es, daran oder damit
Partizipialgruppe Partizip mit einer oder mehreren näheren Bestimmungen
Zusatz grammatisch abgrenzbare zusätzliche Information
Mehrteiliges Prädikat eng zusammengehörige Verbindung mehrerer Verbteile





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
um die Prüfung zu bestehen Infinitivgruppe mit Zweckangabe
ohne auf die Uhr zu sehen Infinitivgruppe mit fehlendem Begleitumstand
leise summend Partizipialgruppe mit Partizip I
vom langen Weg erschöpft Partizipialgruppe mit Partizip II
die im Hof wartenden Schülerinnen attributive Partizipialgruppe
der Plan, früher aufzustehen Infinitivgruppe als Ergänzung zu einem Nomen
Mia ist bereit, Verantwortung zu übernehmen Infinitivgruppe als Ergänzung zu einem Adjektiv
Die Klasse, vom Ausflug erschöpft, wurde ruhig Partizipialgruppe als Zusatz






Kreuzworträtsel

Infinitiv Wie heißt die Grundform eines Verbs?
Partizip Welche infinite Verbform steckt in lachend und geschrieben?
Komma Welches Satzzeichen grenzt satzwertige Infinitivgruppen ab?
Nebensatz Welcher Satzart kann eine satzwertige Infinitivgruppe funktional entsprechen?
Korrelat Wie heißt ein Hinweiswort wie daran oder es in diesem grammatischen Zusammenhang?
Gleichzeitigkeit Welche zeitliche Beziehung drückt das Partizip I häufig aus?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.
Eine Infinitivgruppe enthält als Kern einen

.
Eine satzwertige Infinitivgruppe kann funktional einem

entsprechen.
Bei trennbaren Verben kann zu innerhalb des Infinitivs stehen, wie bei

.
Eine Infinitivgruppe mit um drückt häufig einen

aus.
Satzwertige Infinitivgruppen werden nach dem aktuellen amtlichen Regelwerk durch ein

abgegrenzt.
Ein zu-Infinitiv kann zusammen mit einem anderen Verb Teil eines mehrteiligen

sein.
Das Partizip I wird typischerweise aus dem Infinitiv und der Endung

gebildet.
Die Form geschrieben ist ein

.
Eine Partizipialgruppe kann als zusätzliche Information einen

bilden.
Die Wortgruppe die im Flur wartenden Jugendlichen enthält eine attributive

.
Eine Partizipialgruppe lässt sich häufig in einen Relativsatz oder einen

umformen.
Bei jeder Partizipialgruppe muss der logische

eindeutig sein.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Infinitivgruppen markieren: Schreibe acht eigene Sätze mit Infinitivgruppen. Markiere in jedem Satz den zu-Infinitiv und unterstreiche alle Wörter, die zur Infinitivgruppe gehören.
  2. Partizipien sammeln: Suche in einem Zeitungsartikel, Jugendroman oder Schulbuch zehn Partizipien. Ordne sie in Partizip I und Partizip II.
  3. Sätze umformen: Forme fünf Sätze mit damit, weil oder während in Sätze mit einer Infinitiv- oder Partizipialgruppe um.
  4. Komma-Detektiv: Erfinde sechs Sätze, von denen drei korrekt und drei fehlerhaft gesetzt sind. Tausche sie mit einer Partnerin oder einem Partner und begründet die Korrekturen.


Standard

  1. Satzlabor: Erstelle eine Tabelle mit zehn Beispielen. Notiere jeweils Ausgangssatz, Infinitiv- oder Partizipialgruppe, Funktion und Kommaregel.
  2. Mini-Erklärvideo: Produziere ein ein- bis zweiminütiges Erklärvideo zur Frage, wie man Infinitivgruppen erkennt und warum satzwertige Gruppen durch Komma abgegrenzt werden.
  3. Textüberarbeitung: Schreibe einen kurzen Bericht über einen Schultag zunächst nur mit Haupt- und Nebensätzen. Überarbeite ihn danach mit mindestens drei Infinitivgruppen und drei Partizipialgruppen. Vergleiche die Wirkung.
  4. Fehleranalyse: Sammle acht typische Fehler zur Zeichensetzung oder zum Bezug von Infinitiv- und Partizipialgruppen und formuliere zu jedem Fehler eine verständliche Korrekturregel.


Schwer

  1. Stilvergleich: Untersuche einen Sachtext und einen literarischen Text darauf, wie Infinitiv- und Partizipialgruppen verwendet werden. Vergleiche Häufigkeit, Funktion und Wirkung.
  2. Mehrdeutigkeit untersuchen: Erfinde fünf Sätze mit Verben wie versuchen, beabsichtigen oder wagen, bei denen die Struktur unterschiedlich interpretiert werden kann. Erkläre, wie die Kommasetzung die Analyse beeinflusst.
  3. Sprachberatung gestalten: Entwickle einen einseitigen Ratgeber für jüngere Lernende mit einem Entscheidungsdiagramm zur Kommasetzung bei Infinitiv- und Partizipialgruppen.
  4. Interview zur Sprachpraxis: Befrage mindestens drei Personen dazu, welche Kommaregeln ihnen bei Infinitivgruppen bekannt sind. Vergleiche die Antworten mit dem aktuellen amtlichen Regelwerk und dokumentiere mögliche Unterschiede zwischen älteren und aktuellen Regeln.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Umformung und Bedeutung: Forme den Satz „Um rechtzeitig fertig zu werden, arbeitete Nika konzentriert weiter“ in einen finiten Nebensatz um. Erkläre anschließend, ob sich die Bedeutung verändert.
  2. Funktionsanalyse: Vergleiche „Die im Hof wartenden Schülerinnen gingen hinein“ mit „Die Schülerinnen, im Hof wartend, gingen hinein“. Erkläre den Unterschied zwischen Attribut und Zusatz sowie die Folgen für die Zeichensetzung.
  3. Fehlerdiagnose: Untersuche „Am Ziel angekommen, begann es zu schneien“. Erkläre das Bezugsproblem und formuliere zwei eindeutige Verbesserungen.
  4. Kommaentscheidung: Begründe die Zeichensetzung in „Lea hofft, die schwierige Aufgabe heute noch lösen zu können“ und in „Du brauchst heute nicht zu warten“. Nutze dabei die Begriffe satzwertige Infinitivgruppe und mehrteiliges Prädikat.
  5. Textverdichtung: Überarbeite einen kurzen Absatz mit mehreren Nebensätzen so, dass mindestens zwei passende Infinitivgruppen und zwei Partizipialgruppen entstehen. Begründe, an welchen Stellen die Verdichtung den Stil verbessert oder verschlechtert.
  6. Transfer: Erkläre, warum die Fähigkeit, Gruppenstrukturen zu erkennen, nicht nur für Kommas, sondern auch für Satzverständnis, Textproduktion und Überarbeitung wichtig ist.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis zu diesem Thema solltest Du zeigen, dass Du nicht nur Regeln auswendig kennst, sondern grammatische Strukturen begründen kannst.

  1. Du erkennst Infinitivgruppen vollständig und markierst nicht nur den zu-Infinitiv.
  2. Du unterscheidest satzwertige Infinitivgruppen von eng integrierten zu-Infinitiven in mehrteiligen Prädikaten.
  3. Du setzt Kommas bei satzwertigen Infinitivgruppen nach dem aktuellen Regelwerk korrekt.
  4. Du erkennst Partizip I und Partizip II sicher.
  5. Du bestimmst vollständige Partizipialgruppen und ihre Bezugswörter.
  6. Du unterscheidest attributive Partizipialgruppen von Zusätzen und adverbial gebrauchten Gruppen.
  7. Du begründest die Kommasetzung bei Partizipialgruppen aus ihrer Funktion.
  8. Du kannst Infinitivgruppen in Nebensätze umformen.
  9. Du kannst Partizipialgruppen in Relativ- oder Adverbialsätze umformen.
  10. Du erkennst unklare oder falsche Bezüge und formulierst verständlichere Alternativen.
  11. Du setzt Infinitiv- und Partizipialgruppen gezielt ein, um eigene Texte präzise und abwechslungsreich zu gestalten.




OERs zum Thema




Weiterführende verlässliche Regelquellen

  1. Amtliches Regelwerk: Komma bei Nebensätzen und satzwertigen Infinitivgruppen
  2. Amtliches Regelwerk: Komma bei Zusätzen und Partizipialgruppen
  3. Rat für deutsche Rechtschreibung: Regeln und Wörterverzeichnis


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