D9 G - Sach- und Gebrauchstexte

D9 G - Sach- und Gebrauchstexte
D9 G - Sach- und Gebrauchstexte
Einleitung
Sach- und Gebrauchstexte begegnen Dir jeden Tag: auf dem Smartphone, am Bahnhof, in der Schule, auf Verpackungen, in Apps, in Zeitungen und beim Kochen. Sie sollen meist nicht in erster Linie unterhalten, sondern Dir Informationen geben, etwas erklären, Dich anleiten, vor etwas warnen oder zu einer Handlung auffordern. In diesem aiMOOC lernst Du auf G-Niveau der Klasse 9, solche Texte sicher zu erkennen und mit einem einfachen Vier-Fragen-Check zu untersuchen.
Im Mittelpunkt stehen die Textsorten Nachricht, Bericht, Anleitung, Informationstext und Gebrauchstext. Besonders wichtig sind dabei vier Fragen: Was ist das Thema? Welchen Zweck hat der Text? An wen richtet er sich? Welche Textfunktion steht im Vordergrund?

Medienauftrag: Schau Dir die Smartphone-Benachrichtigungen an. Überlege: Welche Information soll schnell verstanden werden? Wer ist der mögliche Adressat? Was müsste in einer Nachricht stehen, damit Du sofort weißt, was zu tun ist?
Das Video zeigt, wie man Informationen aus Sachtexten herausarbeitet und knapp wiedergibt. Für diesen aiMOOC ist besonders wichtig: Du musst nicht jedes Detail behalten, sondern Thema, Kernaussagen und Zweck erkennen.
Was sind Sach- und Gebrauchstexte?
Ein Sachtext ist ein Text, der vor allem Sachverhalte, Tatsachen, Zusammenhänge oder praktische Informationen vermittelt. Sachtexte können zum Beispiel informieren, erklären, auffordern oder Regeln festlegen. Häufig erfüllen sie mehr als eine Funktion gleichzeitig.
Ein Gebrauchstext hat einen besonders deutlichen praktischen Nutzen. Du brauchst ihn, um im Alltag etwas zu erledigen, zu verstehen oder richtig zu benutzen. Typische Beispiele sind Fahrpläne, Rezepte, Bedienungsanleitungen, Hausordnungen, Formulare, Warnhinweise, Produktinformationen oder Informationsblätter.
Die Grenzen sind nicht immer scharf. Eine Gebrauchsanweisung ist ein Sachtext und zugleich ein Gebrauchstext. Eine Nachricht in einer Zeitung ist ein Sachtext. Eine private Chatnachricht ist ebenfalls ein alltagsbezogener Text, aber wenn im Deutschunterricht von der Textsorte Nachricht gesprochen wird, ist meist die journalistische Nachricht gemeint.

Alltagsbezug: Eine Bedienungsanleitung wird meistens nur dann gelesen, wenn Du ein konkretes Problem lösen willst. Genau daran erkennst Du den starken Gebrauchswert: Der Text soll Dir helfen, richtig zu handeln.
Der Vier-Fragen-Check
Mit vier Fragen kannst Du fast jeden Sach- oder Gebrauchstext untersuchen.
| Frage | Was Du herausfindest | Beispiel |
|---|---|---|
| 1. Thema | Worum geht es? | Verspätung eines Zuges |
| 2. Zweck | Warum wurde der Text geschrieben? | Reisende über die Verspätung informieren |
| 3. Adressat | Für wen ist der Text gedacht? | Fahrgäste auf dem Bahnsteig |
| 4. Textfunktion | Was soll der Text hauptsächlich leisten? | informieren und Orientierung geben |
Merksatz: Thema ist der Inhalt. Zweck ist das Ziel. Adressat ist die Zielgruppe. Textfunktion ist die Wirkung oder kommunikative Aufgabe, die im Vordergrund steht.
Thema erkennen
Das Thema beantwortet die Frage: Worum geht es in diesem Text? Formuliere das Thema möglichst knapp, am besten als Wortgruppe und nicht als ganzen Satz.
Beispiel: In einem Aushang steht: „Am Freitag bleibt die Sporthalle wegen Wartungsarbeiten geschlossen.“ Das Thema lautet nicht „Der Text informiert“, sondern Schließung der Sporthalle am Freitag. „Der Text informiert“ beschreibt dagegen die Funktion.
Achte auf Überschrift, wiederholte Begriffe, zentrale Aussagen, Bilder, Tabellen und hervorgehobene Wörter. Sie geben oft einen schnellen Hinweis auf das Thema.
Zweck bestimmen
Der Zweck fragt: Wozu wurde der Text geschrieben? Ein Fahrplan soll Dir helfen, eine Verbindung zu finden. Eine Anleitung soll Dir ermöglichen, etwas richtig auszuführen. Eine Nachricht soll Dich über ein aktuelles Ereignis informieren. Ein Warnhinweis soll ein gefährliches Verhalten verhindern.
Der Zweck ist oft konkreter als die Textfunktion. Ein Text kann die Funktion informieren haben. Sein konkreter Zweck kann aber lauten: Schülerinnen und Schüler über einen Raumwechsel informieren.
Adressat bestimmen
Der Adressat ist die Person oder Gruppe, an die sich ein Text richtet. Manchmal wird sie direkt genannt, zum Beispiel „Liebe Eltern“, „An alle Fahrgäste“ oder „Für Nutzerinnen und Nutzer ab 14 Jahren“. Oft musst Du sie aus Inhalt, Wortwahl und Situation erschließen.
Ein Text für Fachleute kann Fachbegriffe enthalten. Ein Text für Jugendliche nutzt meist verständlichere Sprache und erklärt mehr. Ein Text auf einem Bahnhof muss schnell erfassbar sein. Die Gestaltung eines Textes hängt also eng mit seinem Adressaten zusammen.

Medienauftrag: Die Abfahrtstafel richtet sich an Reisende. Untersuche, welche Informationen besonders groß oder übersichtlich dargestellt werden. Begründe, warum lange Sätze hier unpraktisch wären.
Grundlegende Textfunktionen
Die Textfunktion beschreibt, was ein Text in einer Kommunikationssituation hauptsächlich leisten soll. Für Klasse 9 auf G-Niveau reichen zunächst einige Grundfunktionen.
| Textfunktion | Leitfrage | Typische Beispiele |
|---|---|---|
| informieren | Was soll ich erfahren? | Nachricht, Bericht, Infotafel, Fahrplan |
| erklären | Was soll ich verstehen? | Lexikontext, Informationsblatt, Erklärtext |
| anleiten oder steuern | Was soll ich tun und wie? | Rezept, Bedienungsanleitung, Montageanleitung |
| appellieren oder auffordern | Wozu soll ich bewegt werden? | Aufruf, Werbung, Warnhinweis |
| regeln oder normieren | Welche Regel soll gelten? | Hausordnung, Schulordnung, Nutzungsregel |
Viele Texte verbinden mehrere Funktionen. Eine Gebrauchsanweisung informiert über ein Gerät und leitet zugleich zum Handeln an. Ein Warnschild informiert über eine Gefahr und fordert indirekt zu vorsichtigem Verhalten auf. Entscheidend ist, welche Funktion im Vordergrund steht.

Mini-Analyse: Ein Warnzeichen hat wenig Text, kann aber eine starke Funktion haben. Thema: Gefahr. Zweck: Schaden verhindern. Adressat: Personen im Gefahrenbereich. Funktion: warnen und zu vorsichtigem Verhalten auffordern.
Nachricht
Die journalistische Nachricht informiert knapp über ein aktuelles Ereignis. Sie ist möglichst sachlich und trennt Information von persönlicher Meinung. Besonders wichtig sind die W-Fragen: Wer? Was? Wann? Wo? Wie? Warum? Je nach Ereignis ist auch die Frage nach der Quelle wichtig.
Bei einer Nachricht steht das Wichtigste meist früh. So kann die Leserin oder der Leser schnell erfassen, was geschehen ist.
Beispiel: „Am Montagmorgen fiel an der Gemeinschaftsschule Beispielstadt wegen eines Defekts die Heizungsanlage aus. Der Unterricht begann deshalb in mehreren Klassen erst zur zweiten Stunde. Nach Angaben der Schulleitung war die Anlage gegen 9 Uhr wieder in Betrieb.“
Daran kannst Du erkennen: Das Thema ist der Heizungsausfall. Der Zweck besteht darin, über das Ereignis zu informieren. Adressaten könnten die Schulgemeinschaft oder Leserinnen und Leser einer lokalen Nachrichtenseite sein. Die Hauptfunktion ist Information.

Medienauftrag: Zeitungsseiten zeigen, dass Überschriften und Bilder Aufmerksamkeit lenken. Suche beim Betrachten zuerst nach dem Ereignis, dann nach den wichtigsten W-Fragen. Beachte: Das gezeigte historische Beispiel stammt aus dem Jahr 1913; die Grundidee einer übersichtlichen Nachrichtendarstellung lässt sich trotzdem erkennen.
Nachricht oder Chatnachricht?
Im Alltag bedeutet „Nachricht“ oft eine Mitteilung per Messenger. Im Deutschunterricht meint die Textsorte Nachricht meist eine journalistische Form. Eine Chatnachricht kann persönlich, verkürzt und emotional sein. Eine journalistische Nachricht soll dagegen ein Ereignis für viele Leserinnen und Leser verständlich, sachlich und nachvollziehbar darstellen.

Vergleichsauftrag: Überlege, welche Unterschiede es zwischen einer privaten Chatnachricht und einer Nachricht auf einer seriösen Nachrichtenseite gibt. Denke an Adressat, Sprache, Quellen und Zweck.
Bericht
Ein Bericht informiert ebenfalls sachlich über ein Ereignis oder einen Sachverhalt, ist aber meist ausführlicher als eine Nachricht. Er kann Hintergründe, Ursachen, Folgen, genauere Abläufe, Zitate oder zusätzliche Einzelheiten enthalten.
Auch beim Bericht helfen die W-Fragen. Ein Bericht sollte so geschrieben sein, dass Lesende nachvollziehen können, was passiert ist. Persönliche Wertungen wie „Das war total peinlich“ oder „Zum Glück war es nicht schlimmer“ gehören in einen sachlichen Bericht normalerweise nicht.
Lebensnahes Beispiel: Nach einem Unfall auf dem Schulhof kann ein Bericht klären, wer beteiligt war, wann und wo der Unfall geschah, wie es dazu kam und welche Folgen er hatte. Ein solcher Bericht kann für Lehrkräfte, Eltern oder eine Versicherung wichtig sein. Der Adressat beeinflusst, welche Angaben besonders genau sein müssen.
Hinweis zum Video: Das Video ist für jüngere Klassen erklärt, eignet sich aber gut, um die grundlegenden W-Fragen und die sachliche Sprache eines Berichts zu wiederholen. In Klasse 9 kommt zusätzlich die genauere Unterscheidung von Nachricht, Bericht, Zweck und Adressat hinzu.
Nachricht und Bericht vergleichen
| Merkmal | Nachricht | Bericht |
|---|---|---|
| Umfang | eher kurz | ausführlicher |
| Ziel | schnell über das Wichtigste informieren | genauer und zusammenhängend informieren |
| W-Fragen | zentrale W-Fragen knapp beantworten | W-Fragen ausführlicher beantworten |
| Hintergrund | nur das Nötigste | oft Ursachen, Folgen und Zusammenhänge |
| Sprache | sachlich | sachlich und genauer |
Anleitung
Eine Anleitung erklärt, wie Du ein Ziel erreichst. Sie führt Schritt für Schritt durch einen Vorgang. Typische Formen sind Kochrezepte, Bastelanleitungen, Spielanleitungen, Aufbauanleitungen und Bedienungsanleitungen.
Eine gute Anleitung nennt zuerst das Ziel. Dann folgen benötigte Materialien oder Voraussetzungen. Anschließend werden die Handlungsschritte in sinnvoller Reihenfolge erklärt. Wichtige Sicherheits- oder Warnhinweise müssen dort stehen, wo sie gebraucht werden.
Typisch sind klare Verben wie „öffnen“, „einsetzen“, „drücken“, „mischen“ oder „prüfen“. Oft werden Imperativformen oder Infinitivkonstruktionen verwendet. Entscheidend ist nicht die grammatische Form allein, sondern dass der Adressat eindeutig weiß, was er tun soll.

Medienauftrag: Untersuche die Montagegrafik. Welche Informationen werden durch Bilder statt durch lange Sätze vermittelt? Wann ist eine Abbildung hilfreicher als reiner Text?

Alltagsbezug: Ein Rezept ist eine Anleitung. Thema könnte „Nudeln mit Tomatensoße“ sein. Zweck: Das Gericht soll gelingen. Adressaten: Menschen, die das Gericht kochen möchten. Funktion: anleiten; zusätzlich informiert der Text über Zutaten und Mengen.
So prüfst Du eine Anleitung
Nutze diese Reihenfolge als Check: Zuerst muss klar sein, was erreicht werden soll. Danach prüfst Du, ob Material oder Voraussetzungen genannt sind. Dann kontrollierst Du, ob die Schritte vollständig und logisch geordnet sind. Zum Schluss prüfst Du, ob Warnhinweise, Maße, Zeiten oder Bedingungen eindeutig sind.
Ein schlechter Schritt wäre: „Mach das Gerät irgendwie an.“ Ein besserer Schritt lautet: „Drücke die Ein-Aus-Taste zwei Sekunden lang, bis die Kontrollleuchte aufleuchtet.“ Die zweite Form ist genauer, überprüfbar und adressatengerecht.
Informationstext
Ein Informationstext stellt Wissen, Daten oder Zusammenhänge verständlich dar. Beispiele sind Infotafeln, Lexikontexte, Broschüren, Webseiten, Aushänge oder Infoseiten von Behörden und Schulen.
Der Aufbau hängt stark vom Adressaten ab. Eine Infotafel im Museum darf ausführlicher sein als eine Anzeige auf einem Bahnsteig. Ein Text für Schülerinnen und Schüler sollte unbekannte Fachbegriffe erklären. Ein Behördenhinweis muss eindeutig sein, damit keine Missverständnisse entstehen.
Medienauftrag: Informationsschilder verbinden oft Überschrift, kurzen Text und Bild. Prüfe: Was ist das Thema? Welche Lesergruppe wird angesprochen? Welche Information ist wichtig genug, um direkt auf dem Schild zu stehen?
Gebrauchstext
Der Begriff Gebrauchstext beschreibt Texte mit einem unmittelbaren praktischen Nutzen. Du liest sie, weil Du etwas wissen, erledigen, auswählen, bedienen oder beachten möchtest.
Ein Fahrplan hilft bei einer Reise. Eine Speisekarte hilft bei einer Auswahl. Eine Hausordnung nennt Regeln. Ein Rezept führt durch einen Kochvorgang. Ein Warnhinweis schützt vor Gefahren. Ein Formular sammelt benötigte Angaben. Diese Texte sehen sehr unterschiedlich aus, haben aber gemeinsam, dass sie in einer konkreten Situation gebraucht werden.

Lebensnaher Analyseauftrag: Stell Dir vor, Du musst in drei Minuten Deinen Zug finden. Der Textträger muss deshalb andere Anforderungen erfüllen als ein langer Bericht. Er braucht klare Gliederung, kurze Angaben und gut erkennbare Schlüsselwörter.
Sprache und Gestaltung untersuchen
Sach- und Gebrauchstexte wirken nicht nur durch Wörter. Auch Überschriften, Absätze, Tabellen, Symbole, Bilder, Fettdruck, Farben, Reihenfolgen und Hervorhebungen lenken die Aufmerksamkeit. In einem Fahrplan ist eine Tabelle sinnvoll. In einer Anleitung helfen nummerierte Schritte. In einer Nachricht hilft eine präzise Überschrift. In einem Warnhinweis kann ein Symbol schneller wirken als ein langer Satz.
Frage deshalb nicht nur: „Was steht da?“, sondern auch: „Warum ist der Text genau so gestaltet?“
Das Video zur Sachtextanalyse geht über die Grundlagen dieses G-Niveau-Kurses hinaus. Nutze es als Vertiefung: Achte besonders darauf, wie Inhalt, Aufbau, Sprache und Wirkung miteinander verbunden werden.
Ein einfaches Analyse-Schema für Klassenarbeiten
Wenn Du einen Sach- oder Gebrauchstext untersuchen sollst, kannst Du in fünf Schritten vorgehen.
- Text lesen: Lies den Text zuerst vollständig und kläre unbekannte Wörter.
- Thema: Formuliere in wenigen Wörtern, worum es geht.
- Zweck und Adressat: Erkläre, warum der Text geschrieben wurde und für wen.
- Textfunktion: Bestimme die wichtigste Funktion und belege sie mit einer Textstelle oder einem Gestaltungsmerkmal.
- Textsorte: Ordne den Text begründet als Nachricht, Bericht, Anleitung, Informationstext oder Gebrauchstext ein.
Formulierungshilfe: „Das Thema des Textes ist … Der Text richtet sich vor allem an … Sein Zweck ist … Die wichtigste Textfunktion ist … Das erkennt man daran, dass …“
Typische Fehler vermeiden
Ein häufiger Fehler ist, Thema und Zweck zu verwechseln. „Der Text informiert“ ist kein Thema. Ein weiterer Fehler ist, den Adressaten zu allgemein mit „alle Menschen“ anzugeben. Suche nach Hinweisen im Text und in der Situation. Außerdem solltest Du eine Textsorte nicht nur nennen, sondern begründen: Welche Merkmale passen?
Bei einer Anleitung reicht es zum Beispiel nicht zu schreiben: „Das ist eine Anleitung.“ Besser ist: „Der Text führt in klarer Reihenfolge durch einzelne Arbeitsschritte und verwendet genaue Handlungsverben. Deshalb handelt es sich um eine Anleitung.“
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Welche Frage hilft Dir dabei, das Thema eines Textes zu bestimmen? (Worum geht es in dem Text?) (!Wer hat die größte Schrift gewählt?) (!Wie viele Absätze hat der Text?) (!Welche Farbe hat das Papier?)
Was beschreibt der Adressat eines Textes? (Die Person oder Gruppe, an die sich der Text richtet) (!Den Ort, an dem der Text gedruckt wurde) (!Die Länge des Textes) (!Die Meinung der Lehrkraft)
Welche Hauptfunktion hat eine Abfahrtstafel am Bahnhof? (Reisende informieren) (!Eine Geschichte erzählen) (!Eine Figur charakterisieren) (!Reime erzeugen)
Was ist typisch für eine journalistische Nachricht? (Sie nennt wichtige Informationen möglichst knapp und sachlich) (!Sie besteht hauptsächlich aus persönlicher Meinung) (!Sie erklärt immer eine Bastelarbeit) (!Sie enthält nur wörtliche Rede)
Wodurch unterscheidet sich ein Bericht meist von einer Nachricht? (Er informiert ausführlicher über Zusammenhänge und Einzelheiten) (!Er darf keine W-Fragen beantworten) (!Er besteht nur aus Überschriften) (!Er richtet sich nie an Leser)
Was ist das wichtigste Ziel einer Anleitung? (Einen Vorgang verständlich und in sinnvoller Reihenfolge erklären) (!Ein Ereignis möglichst spannend erfinden) (!Eine Person bewerten) (!Eine Gedichtform nachahmen)
Welche Aussage beschreibt den Zweck eines Warnhinweises am besten? (Ein gefährliches Verhalten verhindern) (!Eine Romanfigur vorstellen) (!Eine Reiseroute erzählen) (!Ein Gedicht interpretieren)
Welche Formulierung nennt ein Thema und nicht eine Textfunktion? (Schließung der Sporthalle am Freitag) (!Die Leser informieren) (!Zum Handeln auffordern) (!Eine Regel festlegen)
Warum ist der Adressat für die Gestaltung eines Textes wichtig? (Weil Sprache und Informationsmenge an die Zielgruppe angepasst werden) (!Weil jeder Text gleich gestaltet werden muss) (!Weil nur der Autor den Text lesen darf) (!Weil der Adressat die Überschrift verbietet)
Welche Aussage über Sach- und Gebrauchstexte stimmt? (Ein Text kann mehrere Funktionen gleichzeitig erfüllen) (!Jeder Text hat immer nur eine einzige Funktion) (!Gebrauchstexte dürfen keine Bilder enthalten) (!Sachtexte bestehen immer aus Tabellen)
Memory
| Nachricht | knapp über ein aktuelles Ereignis informieren |
| Bericht | ein Ereignis ausführlicher und sachlich darstellen |
| Anleitung | Handlungsschritte in sinnvoller Reihenfolge erklären |
| Adressat | vorgesehene Zielgruppe eines Textes |
| Thema | Gegenstand oder zentraler Inhalt eines Textes |
| Zweck | konkretes Ziel eines Textes |
| Information | Wissen oder Fakten vermitteln |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Thema |
|---|---|
| Nachricht | kurze sachliche Information über ein aktuelles Ereignis |
| Bericht | ausführlichere Darstellung mit Einzelheiten und Zusammenhängen |
| Anleitung | geordnete Schritte zum Erreichen eines Ziels |
| Informationstext | verständliche Vermittlung von Wissen und Daten |
| Gebrauchstext | Text mit unmittelbarem praktischem Nutzen |
Kreuzworträtsel
| Nachricht | Welche journalistische Textsorte informiert knapp über ein aktuelles Ereignis? |
| Bericht | Welche Textsorte informiert ausführlicher über ein Ereignis und seine Zusammenhänge? |
| Anleitung | Welche Textsorte erklärt geordnete Handlungsschritte? |
| Adressat | Wie nennt man die vorgesehene Zielgruppe eines Textes? |
| Information | Welche Funktion steht bei Fahrplänen und Nachrichten meist im Vordergrund? |
| Gebrauchstext | Wie heißt ein Text mit unmittelbarem praktischem Nutzen im Alltag? |
LearningApps
Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- Textsorten-Suche: Fotografiere oder notiere drei Sach- oder Gebrauchstexte, die Dir auf dem Schulweg begegnen, und ordne sie einer Textsorte zu.
- Vier-Fragen-Check: Wähle einen Aushang aus Deiner Schule und bestimme Thema, Zweck, Adressat und wichtigste Textfunktion.
- Nachricht: Formuliere aus fünf vorgegebenen W-Fragen eine kurze sachliche Nachricht über einen fiktiven Ausfall einer Schulveranstaltung.
- Anleitung: Schreibe eine verständliche Mini-Anleitung mit fünf Schritten für eine alltägliche Tätigkeit, zum Beispiel das Verbinden eines Geräts mit dem Schul-WLAN.
Standard
- Nachricht und Bericht vergleichen: Suche zu demselben Ereignis eine kurze Nachricht und einen ausführlicheren Bericht und erkläre mindestens drei Unterschiede.
- Informationsdesign: Gestalte eine Infokarte für neue Schülerinnen und Schüler mit Raum, Uhrzeit, Ansprechpartner und einem klaren Hinweis. Begründe Deine Gestaltung.
- Adressatenwechsel: Schreibe denselben Hinweis einmal für Fünftklässler und einmal für Erwachsene. Erkläre anschließend, was Du an Sprache und Informationsmenge verändert hast.
- Gebrauchstext verbessern: Nimm eine unklare Anleitung aus dem Alltag und überarbeite sie so, dass Reihenfolge, Verben und Warnhinweise eindeutig werden.
Schwer
- Medienvergleich: Vergleiche einen gedruckten Fahrplan mit einer Fahrplan-App. Untersuche, wie Medium, Adressat und Nutzungssituation die Darstellung verändern.
- Bericht-Projekt: Führe ein kurzes Interview zu einem Schulereignis und schreibe daraus einen sachlichen Bericht mit W-Fragen, Quelle, Hintergrund und Folgen.
- Textfunktionen untersuchen: Analysiere einen Werbeflyer oder Warnhinweis, der gleichzeitig informiert und appelliert. Entscheide begründet, welche Funktion dominiert.
- Erklärvideo: Produziere ein ein- bis zweiminütiges Video, in dem Du an einem selbst gewählten Alltagsbeispiel Thema, Zweck, Adressat und Textfunktion erklärst.


Lernkontrolle
- Transfer auf einen Aushang: Ein Zettel an der Schultür lautet „Heute geschlossen“. Erkläre, welche wichtigen Informationen fehlen und wie Du den Text adressatengerecht verbessern würdest.
- Textfunktion begründen: Eine App meldet „Unwetterwarnung: Verlasse den Park sofort“. Zeige, wie Information und Appell zusammenwirken und welche Funktion wichtiger ist.
- Textsorte entscheiden: Du erhältst einen Text über einen Fahrradunfall. Entwickle Kriterien, mit denen Du entscheidest, ob es sich eher um eine Nachricht oder einen Bericht handelt.
- Anleitung prüfen: Begründe, warum die Reihenfolge „Backofen einschalten – Teig mischen – Zutaten einkaufen“ für eine Anleitung ungeeignet ist, und formuliere eine bessere Struktur.
- Adressaten vergleichen: Erkläre, warum dieselbe Information über eine Fahrplanänderung auf einer Bahnhofsanzeige anders formuliert werden muss als in einem ausführlichen Kundenbrief.
- Gestaltung und Funktion: Untersuche ein Warnschild aus Deiner Umgebung und erkläre, wie Text, Symbol und Platzierung gemeinsam die Wirkung unterstützen.
Lernnachweis
Für einen Lernnachweis zu diesem Thema ist wichtig, dass Du Sach- und Gebrauchstexte nicht nur benennen, sondern begründet untersuchen kannst.
- Thema bestimmen: Du formulierst den zentralen Inhalt eines Textes knapp und passend.
- Zweck erklären: Du beschreibst, welches konkrete Ziel der Text verfolgt.
- Adressat erkennen: Du leitest aus Sprache, Inhalt und Situation die Zielgruppe ab.
- Textfunktion bestimmen: Du unterscheidest vor allem Informieren, Erklären, Anleiten, Appellieren und Regeln.
- Textsorte begründen: Du erkennst Nachricht, Bericht, Anleitung, Informationstext und Gebrauchstext anhand typischer Merkmale.
- Gestaltung deuten: Du erklärst die Wirkung von Überschrift, Absätzen, Tabellen, Symbolen und Bildern.
- Transfer leisten: Du kannst einen unklaren Text für einen bestimmten Adressaten verbessern oder selbst einen passenden Gebrauchstext verfassen.
OERs zum Thema
Der Wikipedia-Artikel zu Sachtext bietet eine fachliche Vertiefung zu Funktionen und Textsorten.
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