D9 G - Medien und Informationsvermittlung

D9 G - Medien und Informationsvermittlung
Einleitung
Medien begegnen Dir jeden Tag: beim Lesen einer Zeitung, beim Hören eines Podcasts, beim Anschauen einer Nachrichtensendung oder beim Scrollen durch soziale Netzwerke. Dabei werden ständig Informationen ausgewählt, gestaltet und weitergegeben. Genau darum geht es bei der Informationsvermittlung.
In diesem aiMOOC lernst Du, unterschiedliche Formen der Informationsvermittlung zu erkennen und zu vergleichen. Du untersuchst, welches Medium genutzt wird, welchen Zweck eine Information hat, an welche Zielgruppe sie sich richtet und wie ihre Gestaltung wirken kann.
Wichtig ist: Medien wirken nicht bei allen Menschen gleich. Ob ein Beitrag Aufmerksamkeit bekommt, glaubwürdig erscheint oder Gefühle auslöst, hängt unter anderem von der Person, ihren Erfahrungen, der Situation und der Gestaltung des Beitrags ab.

Lernziele
Nach diesem aiMOOC kannst Du:
- Medien in Print, Audio, Video und digitale Medien einordnen.
- Informationsvermittlung als Weitergabe und Gestaltung von Informationen erklären.
- Zweck und Zielgruppe eines Medienbeitrags bestimmen.
- grundlegende Wirkungen von Text, Bild, Ton, Musik, Sprache und Gestaltung beschreiben.
- zwischen Nachricht, Meinung, Werbung und Unterhaltung unterscheiden.
- Quellen prüfen und Hinweise auf Desinformation erkennen.
- verschiedene Medien für eine eigene Informationsaufgabe passend auswählen.
Was bedeutet Informationsvermittlung?
Informationsvermittlung bedeutet, dass Informationen von einem Absender zu einem Empfänger gelangen. Dabei wird fast immer ein Medium genutzt.
Ein einfaches Beispiel: Die Schulleitung möchte mitteilen, dass der Unterricht am nächsten Tag später beginnt. Diese Information kann auf einem Zettel stehen, über die Schul-App verschickt, über Lautsprecher angesagt oder auf der Schulhomepage veröffentlicht werden.
Die Information bleibt ähnlich, aber die Form der Vermittlung verändert sich.
Dabei kannst Du drei Dinge unterscheiden:
- Medium: Der Weg oder Träger, zum Beispiel Zeitung, Radio, Fernsehen, Website oder Smartphone.
- Darstellungsform: Die konkrete Form, zum Beispiel Nachricht, Interview, Bericht, Podcast, Erklärvideo oder Infografik.
- Inhalt: Das, was mitgeteilt wird.
Sender, Botschaft und Empfänger
Bei jeder Informationsvermittlung kannst Du fragen:
Wer sendet etwas? – zum Beispiel eine Redaktion, eine Schule, ein Unternehmen oder eine Privatperson.
Was wird vermittelt? – zum Beispiel eine Nachricht, eine Erklärung, eine Warnung oder Werbung.
Über welchen Weg? – zum Beispiel gedruckt, als Ton, als Video oder digital.
An wen richtet sich die Botschaft? – zum Beispiel Jugendliche, Eltern, Kundinnen und Kunden oder die gesamte Öffentlichkeit.
Was soll erreicht werden? – zum Beispiel informieren, erklären, warnen, überzeugen oder unterhalten.
Vier wichtige Medienbereiche
Printmedien
Printmedien vermitteln Informationen vor allem über gedruckten Text und Bilder. Dazu gehören Zeitungen, Zeitschriften, Bücher, Flyer, Broschüren, Plakate und Schulhefte.
Typische Beispiele:
- Zeitung: Ein Bericht informiert über ein Ereignis in der Stadt.
- Flyer: Ein Jugendzentrum wirbt für ein Ferienprogramm.
- Plakat: Eine Gemeinde warnt vor Waldbrandgefahr.
- Broschüre: Eine Beratungsstelle erklärt ein Gesundheitsthema.
- Schülerzeitung: Schülerinnen und Schüler berichten über ein Schulprojekt.
- Infografik: Zahlen und Zusammenhänge werden mit Text, Symbolen und Diagrammen erklärt.
Printmedien haben einen Vorteil: Du kannst meist in Deinem eigenen Tempo lesen, Stellen wiederholen und Informationen markieren. Bilder, Überschriften und Schriftgrößen lenken dabei Deine Aufmerksamkeit.

Beispiel: Auf der Titelseite einer Zeitung steht eine große Überschrift über einem Foto. Diese Gestaltung zeigt Dir sofort, welches Thema die Redaktion für besonders wichtig hält. Das bedeutet aber nicht automatisch, dass es für jede Person das wichtigste Ereignis des Tages ist.
Audiomedien
Audiomedien vermitteln Informationen über Sprache, Geräusche und Musik. Beispiele sind Radio, Podcast, Audioguide, Durchsage und Hörbeitrag.
Typische Beispiele:
- Radionachrichten: Kurze Meldungen informieren über aktuelle Ereignisse.
- Podcast: Eine Folge erklärt ausführlich ein Thema.
- Audiointerview: Eine Expertin beantwortet Fragen.
- Durchsage: Ein Bahnhof informiert über eine Zugverspätung.
- Audioguide: Ein Museum erklärt ein Ausstellungsstück.
- Sprachnachricht: Eine Person übermittelt direkt eine Information.
Audio kann besonders hilfreich sein, wenn Menschen nebenbei zuhören oder wenn Bilder nicht notwendig sind. Stimme, Sprechtempo, Pausen, Geräusche und Musik können die Wirkung stark mitbestimmen.

Beispiel: Eine ruhige Stimme kann eine Erklärung verständlich wirken lassen. Dramatische Musik kann Spannung erzeugen. Die Musik beweist aber nicht, dass eine Aussage richtig oder wichtig ist.
Videomedien
Videomedien verbinden meist bewegte Bilder, Sprache, Geräusche, Musik und Schrift. Dazu zählen Fernsehnachrichten, Reportagen, Dokumentationen, Erklärvideos, Livestreams und kurze Social-Media-Clips.
Typische Beispiele:
- Fernsehnachricht: Ein Beitrag zeigt Bilder eines Ereignisses und erklärt die wichtigsten Fakten.
- Reportage: Eine Journalistin begleitet Menschen vor Ort.
- Dokumentation: Ein Thema wird ausführlich mit Bildern, Interviews und Erklärungen dargestellt.
- Erklärvideo: Ein komplizierter Inhalt wird Schritt für Schritt erklärt.
- Livestream: Ein Ereignis wird nahezu gleichzeitig übertragen.
- Werbespot: Ein Produkt wird mit Bildern, Ton und Sprache positiv dargestellt.

Video wirkt häufig anschaulich, weil Du sehen und hören kannst. Gleichzeitig kann ein Video durch Auswahl, Kameraperspektive, Schnitt und Musik eine bestimmte Sichtweise besonders stark hervorheben.
Beispiel: Zeigt ein Beitrag bei einer Demonstration nur eine sehr kleine Gruppe, entsteht möglicherweise ein anderer Eindruck als bei einer Totalaufnahme des gesamten Platzes. Deshalb ist die Auswahl von Bildern wichtig.
Digitale Medien
Digitale Medien können Text, Bild, Ton, Video und interaktive Elemente miteinander verbinden. Beispiele sind Webseiten, Apps, Suchmaschinen, soziale Netzwerke, Messenger, Wikis und digitale Karten.
Typische Beispiele:
- Nachrichtenwebsite: Texte, Fotos, Videos und Links informieren über aktuelle Ereignisse.
- Nachrichten-App: Push-Mitteilungen weisen schnell auf neue Meldungen hin.
- Social-Media-Post: Eine Person oder Organisation veröffentlicht Text, Bild oder Video.
- Messenger: Informationen werden direkt in Chats oder Gruppen geteilt.
- Suchmaschine: Treffer helfen beim Finden von Informationen.
- Wiki: Wissen wird auf miteinander verknüpften Seiten gesammelt.
- QR-Code: Ein gedrucktes Zeichen kann zu digitalen Zusatzinformationen führen.

Digitale Medien sind häufig schnell, aktuell und interaktiv. Du kannst Beiträge kommentieren, teilen, verlinken oder selbst veröffentlichen. Gleichzeitig musst Du besonders sorgfältig prüfen, wer eine Information veröffentlicht hat und woher sie stammt.
Vergleich: Print, Audio, Video und digital
| Medienbereich | Typische Beispiele | Stärken | Mögliche Grenzen | Typische Wirkungsmittel |
|---|---|---|---|---|
| Zeitung, Flyer, Buch, Plakat | Lesen im eigenen Tempo, gut markierbar | Ton und Bewegung fehlen | Überschrift, Schriftgröße, Bild, Farbe, Anordnung | |
| Audio | Radio, Podcast, Durchsage | Gut zum Zuhören, Stimme kann erklären | Bilder fehlen | Stimme, Lautstärke, Pausen, Geräusche, Musik |
| Video | Nachrichtensendung, Reportage, Erklärvideo | Bild und Ton erklären gemeinsam | Schnitt und Bildauswahl können stark lenken | Kamera, Schnitt, Sprache, Musik, Texteinblendungen |
| Digital | Website, App, Social Media, Messenger | Schnell, vernetzbar, interaktiv, multimedial | Quellenqualität sehr unterschiedlich | Kombination aus Text, Bild, Ton, Video, Links und Interaktion |
Zweck der Informationsvermittlung
Medienbeiträge können unterschiedliche Ziele verfolgen. Manchmal werden mehrere Ziele miteinander verbunden.
Informieren
Eine Nachricht soll Dir wichtige und überprüfbare Informationen über ein Ereignis geben.
Beispiel: Eine Lokalzeitung berichtet, dass eine Straße wegen Bauarbeiten gesperrt wird.
Erklären
Ein Beitrag kann Zusammenhänge verständlich machen.
Beispiel: Ein Podcast erklärt, wie eine Wahl funktioniert.
Warnen und orientieren
Information kann Menschen helfen, eine Gefahr zu erkennen oder eine Entscheidung zu treffen.
Beispiel: Eine Wetter-App warnt vor einem starken Gewitter.
Überzeugen und werben
Werbung möchte häufig Einstellungen oder Kaufentscheidungen beeinflussen.
Beispiel: Ein Werbevideo stellt ein neues Smartphone besonders positiv dar.
Unterhalten
Medien können in erster Linie unterhalten und gleichzeitig Informationen vermitteln.
Beispiel: Eine Wissensshow verbindet Fakten mit Spielen und Unterhaltung.
Beteiligung ermöglichen
Digitale Medien ermöglichen es, selbst zu reagieren, zu kommentieren oder Inhalte zu erstellen.
Beispiel: Die Schülervertretung startet eine Online-Umfrage zur Gestaltung des Schulhofs.
Zielgruppen erkennen
Eine Zielgruppe ist eine Gruppe von Menschen, für die ein Medienbeitrag besonders gedacht ist.
Bei der Planung können zum Beispiel diese Merkmale wichtig sein: Alter, Vorwissen, Interessen, Sprache, Wohnort, Beruf oder Nutzungssituation.
Beispiel 1: Eine Nachricht für Kinder verwendet meist einfachere Erklärungen als ein Fachartikel für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler.
Beispiel 2: Ein Plakat für ein Jugendkonzert nutzt möglicherweise große Bilder und kurze Texte, weil es schnell Aufmerksamkeit bekommen soll.
Beispiel 3: Eine Broschüre für neue Schülerinnen und Schüler erklärt Begriffe ausführlich, die ältere Schülerinnen und Schüler bereits kennen.
Beispiel 4: Eine Verkehrsmeldung im Radio richtet sich besonders an Menschen, die gerade unterwegs sind.
Wie Medien grundsätzlich wirken können
Mediengestaltung kann beeinflussen, was Du zuerst bemerkst, was Du verstehst, was Du Dir merkst und welche Gefühle angesprochen werden. Eine bestimmte Wirkung ist aber nie bei allen Menschen sicher.
Überschriften und Sprache
Eine sachliche Überschrift beschreibt möglichst klar, worum es geht. Eine stark zugespitzte Überschrift kann Neugier oder Aufregung erzeugen.
Beispiel sachlich: „Neue Buslinie startet am Montag.“
Beispiel zugespitzt: „Verkehrs-Revolution: Ab Montag ist alles anders!“
Beide Überschriften könnten dasselbe Thema behandeln, wirken aber unterschiedlich.
Bilder
Bilder können Informationen sehr schnell vermitteln und Gefühle ansprechen. Entscheidend sind Auswahl, Bildausschnitt, Perspektive und Bildunterschrift.
Beispiel: Ein Foto von einem vollen Mülleimer kann ein Umweltproblem deutlich zeigen. Es sagt allein aber noch nicht, wie häufig dieses Problem vorkommt.
Ton und Musik
Musik kann Spannung, Freude, Ruhe oder Dramatik verstärken. Eine Stimme kann freundlich, ernst, unsicher oder überzeugend wirken.
Merke: Eine überzeugende Stimme ist kein Beweis für die Richtigkeit einer Information.
Schnitt und Reihenfolge
Bei Videos beeinflusst die Reihenfolge von Bildern und Aussagen, wie ein Beitrag verstanden wird.
Beispiel: Wenn zuerst ein Streit und danach eine ruhige Erklärung gezeigt wird, kann ein anderer Eindruck entstehen als bei umgekehrter Reihenfolge.
Wiederholung
Informationen, Begriffe, Bilder oder Werbeslogans, die oft wiederholt werden, können leichter im Gedächtnis bleiben. Wiederholung macht eine Aussage aber nicht automatisch wahr.
Nachricht, Meinung, Werbung und Unterhaltung
Für Deine Medienkompetenz ist wichtig, verschiedene Formen zu unterscheiden.
| Form | Hauptzweck | Typische Merkmale | Beispiel |
|---|---|---|---|
| Nachricht | sachlich informieren | überprüfbare Angaben, Quellen, W-Fragen | Bericht über eine neue Schulbuslinie |
| Kommentar | Meinung begründen | erkennbare Position, Argumente, Bewertung | Text darüber, ob die neue Buslinie sinnvoll ist |
| Werbung | überzeugen oder zum Kauf anregen | positive Darstellung, Markenname, Kaufanreiz | Anzeige für ein Monatsticket |
| Unterhaltung | unterhalten | Spannung, Humor, Geschichte, Show | Comedy-Clip über Busfahren |
Eine gute journalistische Nachricht ist auf sachliche und überprüfbare Darstellung ausgerichtet. Ein Kommentar darf eine Meinung enthalten, sollte aber als Meinungsbeitrag erkennbar sein.
Vom Ereignis zur Nachricht
Nicht jedes Ereignis wird automatisch zu einer Nachricht. Redaktionen müssen auswählen. Dabei können zum Beispiel Aktualität, Nähe, Bedeutung für viele Menschen, Überraschung, Konflikt oder bekannte beteiligte Personen eine Rolle spielen.
Eine einfache Nachrichtenprüfung beginnt mit den W-Fragen:
- Wer ist beteiligt?
- Was ist passiert?
- Wann ist es passiert?
- Wo ist es passiert?
- Wie ist es passiert?
- Warum ist es passiert?
- Woher stammen die Informationen?
Beispiel: „Am Montag eröffnet die Stadt am Bahnhof eine neue Fahrradstation mit 200 Stellplätzen.“ Diese Meldung beantwortet bereits mehrere W-Fragen. Für einen vollständigen Bericht müssten weitere Informationen recherchiert werden.
Wie entsteht ein Medienbeitrag?
Ein seriöser Informationsbeitrag entsteht meist in mehreren Schritten:
- Recherche: Informationen werden gesucht und gesammelt.
- Quellenprüfung: Herkunft und Zuverlässigkeit werden geprüft.
- Auswahl: Wichtiges wird von weniger Wichtigem getrennt.
- Darstellung: Text, Bild, Ton oder Video werden passend gestaltet.
- Veröffentlichung: Der Beitrag erscheint im gewählten Medium.
- Korrektur: Fehler sollten nach Möglichkeit verbessert und transparent gemacht werden.
Informationen im Internet prüfen
Im Internet kann fast jede Person Inhalte veröffentlichen. Deshalb ist Quellenprüfung besonders wichtig.
Nutze diese einfache Prüfroutine:
- Absender prüfen: Wer hat den Beitrag veröffentlicht?
- Quelle suchen: Woher stammt die Behauptung ursprünglich?
- Datum prüfen: Ist die Information aktuell oder wird ein alter Beitrag neu verbreitet?
- Belege ansehen: Werden nachvollziehbare Daten, Dokumente oder Aussagen genannt?
- Vergleichen: Berichten mehrere voneinander unabhängige, verlässliche Quellen dasselbe?
- Fakt und Meinung trennen: Wird etwas belegt oder nur behauptet?
- Bild und Kontext prüfen: Passt das Foto wirklich zu Ort, Zeit und Ereignis?
- Nicht sofort teilen: Unsichere Informationen erst prüfen.
Fake News und Desinformation
Der Ausdruck Fake News wird oft für erfundene oder irreführende Beiträge verwendet, die wie echte Nachrichten aussehen. Der genauere Begriff Desinformation bezeichnet falsche oder irreführende Informationen, die absichtlich verbreitet werden, um Menschen zu täuschen.
Nicht jeder Fehler ist Desinformation. Auch seriösen Medien können Fehler passieren. Entscheidend ist unter anderem, ob eine Täuschungsabsicht vorliegt und wie mit Fehlern umgegangen wird.
Algorithmen und personalisierte Auswahl
Auf digitalen Plattformen werden Inhalte häufig durch Algorithmen sortiert. Dabei können zum Beispiel Dein Suchverhalten, angesehene Videos, Klicks oder Interaktionen eine Rolle spielen.
Das kann praktisch sein, weil Du Inhalte siehst, die wahrscheinlich zu Deinen Interessen passen. Es kann aber auch dazu führen, dass Dir bestimmte Themen oder Sichtweisen häufiger begegnen als andere.
Deshalb ist es sinnvoll, Informationen bewusst aus mehreren Quellen zu beziehen und auch Angebote zu nutzen, die nicht nur durch persönliche Empfehlungen ausgewählt wurden.
Welches Medium passt zu welchem Zweck?
Stell Dir vor, Deine Schule möchte über einen neuen Wasserspender informieren.
Print: Ein Plakat in der Aula erreicht Menschen direkt vor Ort.
Audio: Eine Durchsage erreicht viele Personen schnell während des Schultags.
Video: Ein kurzer Clip kann zeigen, wo der Wasserspender steht und wie er benutzt wird.
Digital: Eine Nachricht in der Schul-App kann zusätzlich Öffnungszeiten, Regeln und einen Lageplan enthalten.
Die beste Lösung kann auch eine Kombination sein.
Entscheidungsfragen für Deine Medienwahl
Frage Dich:
- Was möchte ich vermitteln?
- Wen möchte ich erreichen?
- Wie schnell muss die Information ankommen?
- Muss etwas gezeigt oder nur erklärt werden?
- Soll das Publikum reagieren können?
- Wie viel Zeit hat das Publikum?
- Wie kann ich meine Quellen sichtbar machen?
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Was ist ein Printmedium? (Zeitung) (!Podcast) (!Livestream) (!Radiosendung)
Welches Medium vermittelt Informationen hauptsächlich über Sprache und Geräusche? (Audio) (!Print) (!Plakat) (!Broschüre)
Was beschreibt eine Zielgruppe? (Die Menschen für die ein Beitrag besonders gedacht ist) (!Nur die Personen die einen Beitrag bezahlen) (!Nur Journalistinnen und Journalisten) (!Alle Menschen mit demselben Smartphone)
Was ist ein typischer Zweck einer Nachricht? (Sachlich informieren) (!Ein Produkt verkaufen) (!Eine erfundene Geschichte verbergen) (!Nur Musik abspielen)
Welche Aussage über Medienwirkung ist richtig? (Mediengestaltung kann Menschen unterschiedlich beeinflussen) (!Jedes Bild wirkt auf alle Menschen gleich) (!Musik beweist dass eine Aussage wahr ist) (!Große Überschriften sind immer wichtiger als kleine)
Was hilft beim Prüfen einer Internetmeldung? (Die ursprüngliche Quelle suchen) (!Nur die Anzahl der Likes ansehen) (!Die Überschrift sofort weiterleiten) (!Nur auf das Profilbild achten)
Was ist ein Kommentar im Journalismus? (Ein Beitrag mit erkennbarer Meinung und Begründung) (!Eine reine Wetterzahl) (!Eine automatisch wahre Meldung) (!Eine Form ohne Sprache)
Was kann ein Algorithmus auf einer Plattform tun? (Inhalte auswählen und sortieren) (!Jede Information automatisch wahr machen) (!Alle Nutzerinnen und Nutzer gleich behandeln) (!Gedruckte Zeitungen herstellen)
Welche Gestaltung gehört besonders zu Video? (Kameraperspektive und Schnitt) (!Papiergewicht und Heftklammer) (!Nur Schriftgröße) (!Nur Seitenzahl)
Warum sollte man eine Meldung mit weiteren Quellen vergleichen? (Um ihre Verlässlichkeit besser einzuschätzen) (!Um mehr Werbung zu sehen) (!Um jede Meinung zu vermeiden) (!Um das Datum unwichtig zu machen)
Memory
| Zeitung | Printmedium |
| Podcast | Audiomedium |
| Reportage | Videobeitrag |
| Webseite | Digitalmedium |
| Zielgruppe | gewünschtes Publikum |
| Quelle | Herkunft einer Information |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Thema |
|---|---|
| Zeitungsartikel | |
| Radionachricht | Audio |
| Fernsehreportage | Video |
| Nachrichten-App | Digital |
| Werbeanzeige | Überzeugen |
Kreuzworträtsel
| Zeitung | Welches Printmedium berichtet regelmäßig über aktuelle Ereignisse? |
| Podcast | Wie heißt eine abrufbare Audiosendung im Internet? |
| Kamera | Welches Gerät nimmt Bilder für einen Videobeitrag auf? |
| Algorithmus | Was sortiert auf digitalen Plattformen häufig Inhalte? |
| Quelle | Wie nennt man die Herkunft einer Information? |
| Werbung | Welche Medienform soll häufig zum Kauf oder Handeln überzeugen? |
LearningApps
Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- Medientagebuch: Notiere einen Tag lang je ein Beispiel für Print, Audio, Video und digitale Medien. Schreibe zu jedem Beispiel den vermuteten Zweck.
- Zielgruppenanalyse: Wähle ein Plakat oder einen Flyer aus Deiner Umgebung und beschreibe, für welche Zielgruppe er gedacht ist. Begründe Deine Entscheidung mit drei Gestaltungsmerkmalen.
- Nachricht und Meinung: Formuliere zu einem erfundenen Schulereignis zuerst eine sachliche Nachricht und danach einen kurzen Meinungsbeitrag.
- Informationsweg: Zeichne den Weg einer Information von einem Ereignis bis zu Dir. Markiere Sender, Medium, Botschaft und Empfänger.
Standard
- Medienvergleich: Suche dasselbe aktuelle Thema in einer Zeitung, einem Audioangebot und einem digitalen Angebot. Vergleiche Umfang, Sprache, Bilder oder Ton und Zielgruppe.
- Podcast-Projekt: Produziere mit einer Partnerperson einen zwei- bis dreiminütigen Informationspodcast über ein Schulthema. Nennt am Ende Eure Quellen.
- Erklärvideo: Plant ein kurzes Erklärvideo zu einem Unterrichtsthema. Erstellt Storyboard, Sprechertext und eine Liste der benötigten Bilder.
- Quellencheck: Wähle eine öffentlich zugängliche Internetmeldung und prüfe Absender, Datum, Belege und mindestens eine weitere Quelle. Dokumentiere Dein Ergebnis.
Schwer
- Redaktionskonferenz: Simuliert eine Redaktion. Wählt aus zehn erfundenen Ereignissen drei für eine Nachrichtensendung aus und begründet die Auswahl mit Nachrichtenfaktoren.
- Medienwirkung: Gestalte dieselbe sachliche Information einmal ruhig und einmal stark zugespitzt. Vergleiche anschließend, welche Gestaltungsmittel die Wirkung verändern.
- Informationskampagne: Entwickle eine kleine Kampagne für ein schulisches Thema mit einem Printmedium, einem Audiobeitrag und einem digitalen Element. Erkläre die Aufgabe jedes Mediums.
- Interviewprojekt: Interviewe eine Person aus Journalismus, Öffentlichkeitsarbeit, Bibliothek oder Schule über den Umgang mit Informationen. Bereite Fragen vor, dokumentiere Antworten und reflektiere die Zuverlässigkeit der erhaltenen Aussagen.


Lernkontrolle
- Medienwahl begründen: Eine Gemeinde muss Jugendliche kurzfristig vor einer gesperrten Sporthalle warnen. Entscheide, welche zwei Medien Du einsetzen würdest, und begründe Deine Wahl mit Zielgruppe, Geschwindigkeit und Wirkung.
- Darstellungsformen vergleichen: Erkläre an einem selbst gewählten Beispiel, wie dieselbe Information als Nachricht, Kommentar und Werbung unterschiedlich gestaltet werden könnte.
- Wirkung analysieren: Beschreibe, wie Überschrift, Bild, Musik und Reihenfolge die Wahrnehmung eines Beitrags beeinflussen können. Erkläre auch, warum die Wirkung nicht bei allen Menschen gleich sein muss.
- Quellen bewerten: Du findest in einem sozialen Netzwerk eine überraschende Behauptung ohne Quellenangabe. Entwickle einen sinnvollen Prüfplan mit mindestens vier Schritten.
- Zielgruppenwechsel: Übertrage dieselbe Information einmal für Fünftklässler und einmal für Erwachsene. Erkläre, welche sprachlichen oder gestalterischen Unterschiede sinnvoll sind.
- Algorithmische Auswahl: Erkläre, warum zwei Personen auf derselben Videoplattform unterschiedliche Informationsangebote sehen können und welche Folgen das für ihre Wahrnehmung eines Themas haben kann.
Lernnachweis
Für einen Lernnachweis zu diesem Thema ist wichtig, dass Du:
- die vier Medienbereiche Print, Audio, Video und digital sicher unterscheiden kannst.
- zu jedem Medienbereich passende Beispiele nennen kannst.
- Zweck und Zielgruppe eines Medienbeitrags begründet bestimmst.
- grundlegende Gestaltungsmittel und mögliche Wirkungen erklärst.
- Nachricht, Meinung, Werbung und Unterhaltung unterscheiden kannst.
- eine einfache Quellenprüfung selbstständig durchführst.
- erklärst, warum Informationen in digitalen Medien ausgewählt und personalisiert werden können.
- ein passendes Medium für eine konkrete Informationsaufgabe auswählst und Deine Entscheidung begründest.
- bei eigenen Medienprodukten Quellen transparent nennst.
- Zusammenhänge zwischen Medium, Gestaltung, Zielgruppe, Zweck und Wirkung darstellen kannst.
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