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D8 M - Denotation und Konnotation unterscheiden

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D8 M - Denotation und Konnotation unterscheiden




D8 M - Denotation und Konnotation unterscheiden

Mini-Beschreibung: Unterscheide sachliche Grundbedeutung und mitklingende Wertungen beziehungsweise Vorstellungen.

Zielgruppe: Klasse 8, M-Niveau, Deutsch in Baden-Württemberg

Du lernst hier: Wörter und Formulierungen genau zu untersuchen, ihre Wirkung zu belegen und zwischen sachlicher Bedeutung und mitklingender Wertung zu unterscheiden.


Motivierende Einstiegsfrage

Stell Dir vor, drei Personen beschreiben denselben Hund:

Variante Satz Erste Wirkung
A Der Hund kommt über den Hof. eher sachlich
B Der Köter kommt über den Hof. eher abwertend
C Der treue Begleiter kommt über den Hof. eher aufwertend und emotional

Blitzauftrag: Markiere die Wörter, die Deine Vorstellung vom Hund verändern. Was bleibt in allen drei Sätzen sachlich ähnlich?

Mögliche Lösung anzeigen
Der sachliche Kern ist: Ein Hund kommt über den Hof. Die Wörter „Köter“ und „treue Begleiter“ verändern die Wertung und Vorstellung deutlich.


Lernziele

Am Ende kann ich ... Selbstcheck
Denotation und Konnotation mit eigenen Worten erklären.
wertende oder emotional gefärbte Wörter in Texten markieren.
meine Deutung mit einem konkreten Wort oder einer Formulierung belegen.
Werbetexte und Textvarianten auf Sprachwirkung untersuchen.
erklären, warum Konnotationen vom Kontext abhängen können.
KI-Ausgaben kritisch prüfen und eigene Textarbeit sichtbar von KI-Unterstützung trennen.


Vorwissen aktivieren

Lies die Wortpaare. Entscheide spontan: Welches Wort wirkt sachlicher, positiver, negativer oder persönlicher?

Wort 1 Wort 2 Deine Beobachtung
Hund Köter ...
Haus Zuhause ...
sparsam geizig ...
sprechen quatschen ...
Auto Karre ...

Tipp: Es geht noch nicht um „richtig“ oder „falsch“. Sammle zuerst Deine Sprachgefühle.


Einleitung

Wörter transportieren oft mehr als reine Sachinformation. Ein Ausdruck kann zusätzlich freundlich, abwertend, feierlich, locker, altmodisch, werbend oder emotional wirken.

Merke
Denotation = sachliche Grundbedeutung eines Wortes.
Konnotation = mitklingende Vorstellung, Wertung oder emotionale Färbung.

Beispiel: Hund bezeichnet sachlich ein Tier. Köter kann ebenfalls einen Hund bezeichnen, klingt aber meist deutlich abwertend.


Denotation: die sachliche Grundbedeutung

Die Denotation beschreibt den möglichst sachlichen Bedeutungsanteil eines Wortes.

Prüffrage: Was bezeichnet das Wort grundsätzlich?

Wort Sachlicher Kern
Rose eine bestimmte Blütenpflanze
Megafon ein Gerät zur Verstärkung beziehungsweise Bündelung der Stimme
Haus ein Gebäude
Applaus Beifall durch Klatschen

Medienauftrag: Beschreibe das Bild zuerst so sachlich wie möglich. Ergänze danach drei Wörter, die persönliche oder kulturelle Vorstellungen auslösen könnten.


Konnotation: was zusätzlich mitschwingt

Die Konnotation umfasst Vorstellungen und Wertungen, die mit einem Ausdruck verbunden sein können.

Prüffrage: Was klingt bei diesem Wort zusätzlich mit?

Ausdruck mögliche Konnotation
Köter abwertend
Zuhause Nähe, Vertrautheit oder Geborgenheit
Karre umgangssprachlich, eventuell abwertend
Traumhaus positiv, begehrenswert
Frischekick positiv, dynamisch, werbend

Wichtig: Konnotationen sind nicht immer für alle Menschen gleich. Situation, Gruppe, Kultur, persönliche Erfahrungen und Textsorte können die Wirkung verändern.

Denkfrage: Das Bild zeigt sachlich ein Haus. Welche Vorstellungen verbindest Du mit dem Wort Zuhause zusätzlich? Vergleiche Deine Antwort mit einer Mitschülerin oder einem Mitschüler.


Denotation und Konnotation direkt vergleichen

Frage Denotation Konnotation
Worum geht es? sachlicher Bedeutungsanteil zusätzliche Vorstellung oder Wertung
Typische Prüffrage Was bezeichnet das Wort? Wie wirkt das Wort?
Kann sie positiv oder negativ sein? nicht der Schwerpunkt ja, aber auch neutral-associativ möglich
Ist sie immer gleich? meist relativ stabil stärker vom Kontext abhängig
Wie belege ich sie? Definition oder sachlicher Bezug konkretes Wort plus Wirkung im Kontext


Merksatz

Kurzformel
Denotation sagt, was gemeint ist. Konnotation zeigt, was dabei mitschwingt.


Kontext entscheidet mit

Das Wort cool kann je nach Situation Verschiedenes leisten:

Satz mögliche Wirkung
Das Wasser ist cool. englisch: kühl
Dein Referat war cool. umgangssprachlich: positiv
Bleib cool. Aufforderung: ruhig bleiben

Konnotationen entstehen also nicht nur durch einzelne Wörter. Auch Kontext, Tonfall, Bild, Musik, Textsorte und Zielgruppe wirken mit.


Hörlabor: Gleicher Ton, verschiedene Vorstellungen

Audio 1: Schulglocke

Auftrag: Notiere zuerst die Denotation des Geräuschs. Schreibe danach drei mögliche Konnotationen auf, zum Beispiel abhängig davon, ob gerade Unterricht beginnt, endet oder eine Prüfung bevorsteht.

Audio 2: Applaus

Auftrag: Was ist sachlich zu hören? Welche zusätzlichen Vorstellungen können entstehen? Denke an Konzert, Schulaufführung, Sport oder eine ironische Situation.

Feedbackidee
Eine starke Antwort trennt zuerst Beobachtung und Deutung: „Ich höre Klatschen mehrerer Personen“ ist sachlicher als „Alle sind begeistert“. Begeisterung ist bereits eine Deutung.


Textvarianten untersuchen

Vergleiche diese selbst erstellten Varianten:

Variante A: „Im Hof steht ein altes Fahrrad.“

Variante B: „Im Hof wartet ein nostalgischer Klassiker auf seine nächste Fahrt.“

Variante C: „Im Hof rostet eine klapprige Schrottmühle vor sich hin.“

Schritt Arbeitsauftrag
Markieren Unterstreiche die Wörter mit besonders starker Wirkung.
Ordnen Ordne sie als eher sachlich, aufwertend oder abwertend ein.
Belegen Zitiere nur das entscheidende Wort oder die kurze Wortgruppe.
Vergleichen Beschreibe, wie sich Deine Vorstellung vom Fahrrad verändert.

Mögliche Lösung
Variante A ist vergleichsweise sachlich. „nostalgischer Klassiker“ wertet das alte Fahrrad positiv auf. „klapprige Schrottmühle“ wertet es deutlich ab.


Werbung: Sprache will Wirkung erzeugen

Werbung verbindet Sachinformationen oft mit wertenden, emotionalen oder bildhaften Formulierungen.

Fiktiver Sachtext: „Die Trinkflasche fasst 0,75 Liter und besitzt einen Schraubverschluss.“

Fiktive Werbevariante: „Dein treuer Begleiter für lange Tage – 0,75 Liter Freiheit zum Mitnehmen.“

Untersuchungsauftrag:

Prüffrage Deine Notiz
Welche Information ist denotativ? ...
Welche Wörter erzeugen zusätzliche Vorstellungen? ...
Welche positive Wirkung soll entstehen? ...
Was ist überprüfbare Information, was sprachliche Inszenierung? ...

Mögliche Lösung
Die Angabe „0,75 Liter“ ist überprüfbare Sachinformation. „treuer Begleiter“ und „Freiheit zum Mitnehmen“ erzeugen positive Vorstellungen, die über die reine Produktinformation hinausgehen.


Historische Werbung als Bildquelle

Auftrag: Untersuche das historische Werbeplakat ohne den französischen Text vollständig übersetzen zu müssen.

  1. Bildwirkung: Welche Farben, Größen, Figuren und Blickrichtungen fallen auf?
  2. Konnotation: Welche Vorstellungen von Besonderheit, Eleganz, Neuheit oder Aufmerksamkeit könnten erzeugt werden?
  3. Beleg: Verweise auf ein konkretes Bildelement.
  4. Vergleich: Welche Mittel kennst Du aus heutiger Werbung?


Video: Sprache in der Werbung untersuchen

Arbeitsauftrag zum Video: Notiere drei sprachliche Mittel oder Wirkungen, die Du nachvollziehen kannst. Suche anschließend in einer selbst gewählten, altersgerechten Werbung je ein eigenes Beispiel. Trenne dabei Beobachtung, Wirkung und Beleg.


Die sichere Analyseformel

Formel
Begriff nennen → Beleg markieren → Wirkung beschreiben → Kontext berücksichtigen

Beispiel: Das Wort „Schrottmühle“ hat eine abwertende Konnotation. Der Beleg ist das Wort selbst. Dadurch wirkt das Fahrrad wertlos und unattraktiv. In einem humorvollen Text könnte die Wirkung zusätzlich scherzhaft sein.


Hilfestufen

Hilfestufe Was Du tun kannst
Hilfe 1 Frage: Was bezeichnet das Wort sachlich?
Hilfe 2 Frage: Würde ein Wörterbuch eine neutrale, umgangssprachliche, abwertende oder andere Markierung zeigen?
Hilfe 3 Ersetze das Wort durch ein möglichst neutrales Wort. Verändert sich die Wirkung?
Hilfe 4 Formuliere: „Das Wort ... wirkt ..., weil ...“


Mini-Training mit Feedback

Ordne die markierten Ausdrücke ein:

Satz markierter Ausdruck Deine Einordnung
Das Auto steht vor der Tür. Auto ...
Diese Karre fährt noch immer. Karre ...
Das neue Modell ist ein Traumauto. Traumauto ...
Die Klasse sprach über das Ergebnis. sprach ...
Die Klasse quatschte über das Ergebnis. quatschte ...

Lösung und Feedback
„Auto“ und „sprach“ sind vergleichsweise neutral. „Karre“ kann umgangssprachlich und abwertend wirken. „Traumauto“ wertet positiv auf. „quatschte“ wirkt umgangssprachlich und kann die Unterhaltung als weniger ernst erscheinen lassen.

Wenn Du unsicher warst: Ersetze das markierte Wort durch ein neutrales Wort und vergleiche die Wirkung noch einmal.


Sprache, Bild und Ton zusammen analysieren

Bei multimodalen Medien wirken verschiedene Ebenen gleichzeitig:

Ebene Leitfrage
Wort Welche Denotation und Konnotation hat der Ausdruck?
Bild Welche Vorstellung verstärkt das Bild?
Ton oder Musik Welche Stimmung entsteht?
Gestaltung Welche Farbe, Größe oder Position lenkt Aufmerksamkeit?
Kontext Für wen und mit welchem Ziel wurde das Medium gestaltet?

Transfer: Ein Wort kann relativ neutral sein, aber durch Musik, Bild oder Sprecherstimme stark emotional wirken.


Kritisch lesen: Konnotation ist kein Beweis

Eine positive oder negative Wortwirkung beweist nicht automatisch, dass eine Aussage wahr oder falsch ist.

Beispiel: „revolutionär“, „skandalös“, „genial“ oder „katastrophal“ können starke Wertungen transportieren. Für eine sachliche Beurteilung brauchst Du zusätzlich überprüfbare Informationen.

Merke
Sprachwirkung untersuchen heißt nicht, die Wertung einfach zu übernehmen. Prüfe Aussage, Quelle, Kontext und Belege getrennt.


KI-Spirale: sinnvoll und transparent arbeiten

KI kann beim Prüfen helfen, ersetzt aber keine eigene Textarbeit.

  1. Aufgabe verstehen: Kläre zuerst selbst, was markiert, verglichen oder begründet werden soll.
  2. Selbst denken: Lies den Originaltext und notiere Deine erste Einschätzung.
  3. Lösungsansatz entwickeln: Markiere mögliche denotative und konnotative Stellen.
  4. KI-Frage stellen: Frage gezielt nach einer schwierigen Stelle statt nach einer fertigen Komplettlösung.
  5. Ausgabe prüfen: Vergleiche die KI-Antwort mit Originaltext, Regel, Wörterbuch oder verlässlicher Quelle.
  6. Fehler erkennen: Achte auf erfundene Textstellen, übertriebene Sicherheit und unbelegte Bedeutungsbehauptungen.
  7. Eigene Lösung verbessern: Übernimm nur nachvollziehbare Hinweise und formuliere selbst.
  8. KI kennzeichnen: Schreibe transparent dazu, wobei KI geholfen hat.

Beispiel für eine konkrete KI-Frage: „Ich halte das Wort ‚Karre‘ im Satz für abwertend. Welche andere Deutung wäre im Kontext möglich? Nenne nur Möglichkeiten und begründe sie am Wortgebrauch.“

Transparenzsatz: „KI-Unterstützung genutzt für: Gegenprüfung der Wortwirkung. Endfassung und Belege: selbst erstellt.“


Selbstkontrolle: 60-Sekunden-Wiederholung

Frage Kurzantwort
Was ist Denotation? sachliche Grundbedeutung
Was ist Konnotation? mitklingende Vorstellung oder Wertung
Was brauche ich für eine gute Analyse? Begriff, Beleg, Wirkung, Kontext
Warum ist Kontext wichtig? Wirkung kann sich je nach Situation verändern
Was prüfe ich bei Werbung? Sachinformation und sprachliche Inszenierung getrennt


Kompetenzcheck

Beurteile Dich mit sicher, teilweise sicher oder noch unsicher.

Ich kann ... sicher teilweise noch unsicher
ein neutrales Wort von einem wertenden Ausdruck unterscheiden.
eine Konnotation mit einem konkreten Beleg erklären.
zwei Textvarianten vergleichen.
Werbung auf Sachinformation und Wirkung untersuchen.
erklären, warum verschiedene Personen unterschiedlich reagieren können.

Auswertung: Bei „noch unsicher“ wiederhole zuerst Merksatz, Analyseformel und Mini-Training. Bei „sicher“ bearbeite eine Transferaufgabe aus dem schweren Bereich.


Reflexion

Satzanfang Deine Antwort
Heute habe ich verstanden, dass ... ...
Besonders schwierig war ... ...
Ein Wort, dessen Wirkung ich jetzt genauer erklären kann, ist ... ...
Bei Werbung werde ich künftig genauer auf ... achten. ...
KI würde ich bei dieser Aufgabe sinnvoll nutzen, um ... ...


Folgekurs-Empfehlung

Als nächster Schritt passt ein Kurs zu Werbesprache, sprachlichen Mitteln, sprachlicher Rahmung oder zur Analyse von Werbung.


Bildungsplanbezug Baden-Württemberg

Der Kurs unterstützt zentrale Arbeitsweisen des Deutschunterrichts in Klasse 8: Sprache und Medien untersuchen, Wirkungen beschreiben, Fachbegriffe verwenden, Werbung analysieren und eigene mediale Texte funktional gestalten.

Orientierung: Bildungsplan Baden-Württemberg – Deutsch 7/8, Medien


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was bezeichnet die Denotation eines Wortes? (Die sachliche Grundbedeutung) (!Die persönliche Lieblingsbedeutung) (!Nur eine negative Wertung) (!Nur die Wirkung eines Bildes)




Was ist eine Konnotation? (Eine mitklingende Vorstellung oder Wertung) (!Eine Rechtschreibregel) (!Eine Satzart) (!Eine Quellenangabe)




Welche Formulierung ist am ehesten sachlich? (Der Rucksack wiegt 800 Gramm.) (!Der federleichte Traumrucksack wartet auf Dich.) (!Dieser geniale Rucksack verändert alles.) (!Der langweilige Rucksack liegt herum.)




Welches Wort wirkt im passenden Kontext meist abwertend? (Köter) (!Hund) (!Tier) (!Lebewesen)




Warum muss bei Konnotationen der Kontext beachtet werden? (Weil die Wirkung je nach Situation unterschiedlich sein kann.) (!Weil Wörter keine Bedeutung besitzen.) (!Weil nur Bilder Wirkung erzeugen.) (!Weil Konnotation immer sachlich ist.)




Was gehört zu einer guten Analyse der Wortwirkung? (Ein konkreter sprachlicher Beleg) (!Eine unbegründete Vermutung) (!Nur die eigene Stimmung) (!Eine möglichst lange Abschrift)




Was ist in Werbung häufig zu beobachten? (Sachinformation wird mit wertender Sprache verbunden.) (!Alle Wörter sind vollständig neutral.) (!Bilder haben grundsätzlich keine Wirkung.) (!Werbung enthält nie überprüfbare Angaben.)




Welche Frage hilft besonders beim Erkennen einer Konnotation? (Wie wirkt dieses Wort zusätzlich?) (!Wie viele Buchstaben hat das Wort?) (!Steht das Wort in der ersten Zeile?) (!Welche Schriftgröße hat das Heft?)




Wie sollte eine KI-Antwort zu einer Textanalyse genutzt werden? (Sie sollte mit Originaltext und verlässlichen Quellen geprüft werden.) (!Sie sollte ungeprüft übernommen werden.) (!Sie ersetzt den Originaltext vollständig.) (!Sie muss immer richtig sein.)




Welche Aussage ist richtig? (Eine starke Wertung beweist nicht automatisch, dass eine Aussage wahr ist.) (!Eine positive Konnotation beweist immer Wahrheit.) (!Eine negative Konnotation macht jeden Satz falsch.) (!Konnotationen spielen in Werbung keine Rolle.)





Memory

Denotation sachliche Grundbedeutung
Konnotation mitklingende Vorstellung oder Wertung
Kontext sprachliche Situation
Beleg konkrete Textstelle
aufwertend positive Färbung
abwertend negative Färbung
Werbesprache gezielte sprachliche Wirkung
Wörterbuch Hilfe zur Bedeutungsprüfung





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Köter abwertende Konnotation
Hund neutrale Grundbezeichnung
Frischekick positive Werbewirkung
Zuhause Vorstellung von Nähe und Vertrautheit
Sachinformation überprüfbare Angabe






Kreuzworträtsel

Denotation Wie heißt die sachliche Grundbedeutung eines Wortes?
Konnotation Wie heißt eine mitklingende Vorstellung oder Wertung?
Kontext Welcher Begriff bezeichnet die sprachliche Situation, in der ein Wort steht?
Wertung Wie nennt man eine positive oder negative Beurteilung?
Werbung In welchem Bereich wird Sprache oft gezielt auf Wirkung hin gestaltet?
Wörterbuch Welches Nachschlagewerk hilft bei der Prüfung von Wortbedeutungen?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.
Die sachliche Grundbedeutung eines Wortes heißt

. Eine mitklingende Vorstellung oder Wertung nennt man

. Die Wirkung eines Wortes kann sich durch den

verändern. In einer Analyse solltest Du Deine Deutung mit einem konkreten

stützen. Werbesprache verbindet Sachinformationen oft mit einer gezielten sprachlichen

. Ein möglichst neutrales Ersatzwort kann helfen, eine wertende Formulierung zu

. KI-Antworten müssen mit dem Originaltext oder einer verlässlichen

verglichen werden. Die fertige Textanalyse bleibt Deine eigene

.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Wortwirkung: Sammle fünf Wörter aus Deinem Alltag und notiere jeweils sachliche Grundbedeutung und mögliche Konnotation.
  2. Textvergleich: Schreibe zu einem neutralen Satz eine positive und eine negative Variante. Markiere die veränderten Wörter.
  3. Bildbeschreibung: Wähle ein frei lizenziertes Bild auf Wikimedia Commons. Beschreibe es erst sachlich und danach bewusst emotional.
  4. Werbung: Suche eine altersgerechte Werbung und markiere drei Wörter, die besonders positiv oder attraktiv wirken sollen.


Standard

  1. Werbeanalyse: Untersuche eine Anzeige nach Sachinformation, wertender Sprache, Bildwirkung und Zielgruppe. Belege jede Deutung.
  2. Audioanalyse: Nimm ein ungefähr zehn Sekunden langes Alltagsgeräusch selbst auf. Lass zwei Personen ihre Vorstellungen dazu beschreiben und vergleiche die Konnotationen.
  3. Textvarianten: Formuliere dieselbe Nachricht einmal sachlich, einmal freundlich-aufwertend und einmal deutlich kritisch. Erkläre die sprachlichen Unterschiede.
  4. Wörterbucharbeit: Prüfe fünf auffällige Wörter in einem Wörterbuch oder seriösen Online-Nachschlagewerk. Notiere, ob Markierungen wie umgangssprachlich oder abwertend angegeben werden.


Schwer

  1. Medienvergleich: Vergleiche zwei Werbungen für ähnliche Produkte. Untersuche, wie Wortwahl, Bild und Ton unterschiedliche Vorstellungen erzeugen.
  2. Kontextanalyse: Suche ein Wort, das in zwei verschiedenen Situationen unterschiedlich wirkt. Begründe die Unterschiede mit konkreten Kontextbelegen.
  3. KI-Kritik: Erstelle zuerst selbst eine Analyse eines kurzen Werbetextes. Stelle danach einer KI eine gezielte Frage, prüfe die Antwort mit Originaltext und Wörterbuch und dokumentiere mindestens einen übernommenen oder verworfenen Hinweis.
  4. Eigenes Medienprodukt: Gestalte eine kleine Anzeige mit einer sachlichen Produktinformation und bewusst eingesetzten Konnotationen. Ergänze eine kurze Analyse Deiner eigenen Sprachwahl und nenne die Lizenz der verwendeten Medien.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Texttransfer: Du erhältst zwei Varianten derselben Nachricht. Erkläre, wie unterschiedliche Wortwahl die Haltung gegenüber dem Thema verändert, und belege Deine Aussage.
  2. Werbung untersuchen: Trenne in einem unbekannten Werbetext überprüfbare Sachinformationen von wertenden oder emotionalisierenden Formulierungen.
  3. Kontext begründen: Zeige an einem Beispiel, warum dieselbe Formulierung in einem Freundeschat anders wirken kann als in einem offiziellen Schreiben.
  4. Medienwirkung: Analysiere, wie Text, Bild und Ton gemeinsam eine Konnotation verstärken können. Verwende mindestens drei konkrete Belege.
  5. Überarbeiten: Überarbeite einen stark wertenden Text so, dass er möglichst sachlich wirkt. Erkläre mindestens drei Änderungen.
  6. KI-Prüfung: Vergleiche eine KI-Deutung mit dem Originaltext. Nenne eine nachvollziehbare Stelle, eine unsichere Stelle und Deine begründete Endfassung.




Lernnachweis

Für einen erfolgreichen Lernnachweis solltest Du zeigen, dass Du:

  1. Denotation und Konnotation sicher unterscheiden und mit eigenen Worten erklären kannst.
  2. wertende, emotionale und eher neutrale Wörter in unbekannten Texten erkennst.
  3. Deine Deutung mit kurzen, passenden Textbelegen begründest.
  4. Kontext, Zielgruppe und Textsorte bei der Sprachwirkung berücksichtigst.
  5. Werbesprache in Sachinformation und sprachliche Inszenierung aufteilen kannst.
  6. Textvarianten selbstständig vergleichen und überarbeiten kannst.
  7. Bild, Ton und Sprache bei Medien gemeinsam untersuchen kannst.
  8. Wörterbücher und verlässliche Quellen zur Bedeutungsprüfung nutzt.
  9. KI-Unterstützung kritisch prüfst und transparent kennzeichnest.




OERs zum Thema

Wikipedia: Konnotation

Weiterführend: Denotation, Konnotation, Semantik, Werbung, Sprachgebrauch, Wortbedeutung


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Medium Lizenzstatus auf Wikimedia Commons Einsatz im Kurs
RedRose.svg gemeinfrei Bildimpuls zur Trennung von Beobachtung und Assoziation
House.svg CC0 beziehungsweise gemeinfrei bereitgestellt Haus und Zuhause vergleichen
Speech bubble.svg gemeinfrei Sprachwirkung visualisieren
Megaphone-Vector.svg gemeinfrei Werbung und Appell
Old school bell 4.ogg gemeinfrei Höranalyse
Applause i.ogg gemeinfrei Höranalyse
Opening Innovation Poster.webp gemeinfreies historisches Werk historische Werbung
Social connotation replaces denotation CC BY-SA 2.0 motivierender Einstieg


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