D7 E - Formelle Texte adressatengerecht gestalten

D7 E - Formelle Texte adressatengerecht gestalten
D7 E - Formelle Texte adressatengerecht gestalten
Mini-Beschreibung: Vergleiche Bewerbungsschreiben, formelle E-Mail, Lebenslauf, Flyer und Interview nach Zweck, Aufbau, Sprache und Medium. Du untersuchst realitätsnahe fiktive Situationen, begründest Entscheidungen und gestaltest eigene Texte und Medien für passende Adressaten.
Niveau: Klasse 7, E-Niveau, Deutsch in Baden-Württemberg. Im Mittelpunkt stehen selbstständiges Analysieren, Vergleichen, Begründen, Bewerten, Überarbeiten und Reflektieren.
Einleitung
Mission: Eine Botschaft – fünf mögliche Formen. Stell Dir vor, Du möchtest ein einwöchiges Schülerpraktikum in der fiktiven Fahrradwerkstatt Radwerk Neckarblick machen. Gleichzeitig plant Deine Klasse einen Tauschmarkt und möchte eine Fachperson interviewen. Welcher Text passt wann?
| Situation | Erste Entscheidung |
|---|---|
| Praktikumsplatz anfragen | Bewerbungsschreiben oder formelle E-Mail? |
| Eigene Erfahrungen übersichtlich zeigen | Lebenslauf |
| Viele Menschen zu einem Tauschmarkt einladen | Flyer |
| Eine Fachperson gezielt befragen | Interview |
Merksatz: Adressatengerecht heißt: Zweck + Zielgruppe + Situation + Medium bestimmen Inhalt, Aufbau und Sprache.

Lernziele
Am Ende kannst Du die fünf Textsorten sicher unterscheiden und für eine Situation begründet auswählen.
| Du kannst … | Woran man es sieht |
|---|---|
| analysieren | Du markierst Zweck, Aufbau, Sprache und Adressat. |
| vergleichen | Du nutzt eine Textsortenmatrix und formulierst Gemeinsamkeiten und Unterschiede. |
| gestalten | Du schreibst oder produzierst einen passenden formellen Text. |
| bewerten | Du begründest, warum eine Formulierung oder ein Medium passt oder nicht passt. |
| prüfen | Du belegst Aussagen am Material und kontrollierst Quellen, Regeln und KI-Ausgaben. |
| reflektieren | Du erklärst Deine Überarbeitungen und machst KI-Unterstützung transparent. |
Vorwissen aktivieren
30-Sekunden-Start: Ordne jeder Aussage spontan eine Textsorte zu. Vergleiche danach mit der Matrix.
| Aussage | Vermutete Textsorte |
|---|---|
| „Betreff: Bewerbung um ein Schülerpraktikum“ | ? |
| „Schulbildung – Praktika – Kenntnisse – Interessen“ | ? |
| „Samstag 11–15 Uhr – Aula – Eintritt frei!“ | ? |
| „Welche Aufgabe macht Ihnen an Ihrem Beruf besonders Freude?“ | ? |
| „Sehr geehrte Frau König, könnten Sie mir bitte mitteilen …“ | ? |
Selbstkontrolle: Bewerbungsschreiben – Lebenslauf – Flyer – Interview – formelle E-Mail.
Textsortenmatrix
| Textsorte | Zweck | Adressat | Typischer Aufbau | Sprache | Medium | Prüffrage |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Bewerbungsschreiben | Interesse wecken und Eignung begründen | Betrieb, Verein, Einrichtung | Betreff – Anrede – Anlass – Motivation – Stärken mit Beleg – Schluss – Gruß | höflich, präzise, begründet | meist PDF, E-Mail-Anhang oder Portal | Warum genau dort – und warum passe ich? |
| Formelle E-Mail | informieren, anfragen, vereinbaren | Lehrkraft, Betrieb, Institution, unbekannte erwachsene Person | Empfänger – Betreff – Anrede – Anlass – Bitte/Info – Schluss – Gruß | knapp, höflich, eindeutig | Erkennt die empfangende Person sofort Anlass und gewünschte Handlung? | |
| Lebenslauf | Stationen und Fähigkeiten übersichtlich darstellen | Betrieb, Auswahlgremium | Kontaktdaten – Schule – Erfahrungen – Kenntnisse – Interessen | sachlich, knapp, einheitlich | meist PDF oder Portal | Findet man Wichtiges in wenigen Sekunden? |
| Flyer | informieren und oft zum Handeln motivieren | klar definierte Öffentlichkeit | Blickfang – Kernbotschaft – wichtigste Daten – Handlungsaufforderung | sehr knapp, auffällig, adressatennah | Print oder digital | Was soll die Zielgruppe sofort wissen und tun? |
| Interview | Informationen, Erfahrungen oder Meinungen erfragen | Interviewpartner und Publikum | Einstieg – offene Fragen – Nachfragen – Abschluss | mündlich, verständlich, respektvoll, flexibel | Gespräch, Audio, Video oder Transkript | Fördern die Fragen ergiebige Antworten? |
E-Niveau: Eine Entscheidung gilt erst als stark, wenn Du sie am Material belegst und eine mögliche Alternative mitbedenkst.
Fünf Textsorten unter der Lupe
Bewerbungsschreiben
Fiktive Situation: Mila Beispiel bewirbt sich um ein einwöchiges Schülerpraktikum bei Radwerk Neckarblick. Alle Namen und Kontaktdaten sind erfunden.
Betreff: Bewerbung um ein einwöchiges Schülerpraktikum
Sehr geehrte Frau König,
im Technikunterricht repariere ich gern kleine mechanische Geräte. Deshalb möchte ich den Arbeitsalltag in einer Fahrradwerkstatt kennenlernen. Beim Fahrrad-Check unserer Klasse habe ich zuverlässig im Team gearbeitet und Arbeitsschritte dokumentiert. Über die Möglichkeit, Ihr Team während meines Schulpraktikums kennenzulernen, würde ich mich freuen.
Mit freundlichen Grüßen
Mila Beispiel
Untersuche: Markiere im Beispiel Anlass, Motivation, Stärke mit Beleg und Schluss. Formuliere anschließend einen Satz, der nur behauptet, und verbessere ihn durch einen konkreten Beleg.
Videoauftrag: Notiere zwei Hinweise, die sich auf Deine eigene Praktikumsbewerbung übertragen lassen. Prüfe anschließend, ob sie zur Situation und zum Medium passen.
Formelle E-Mail

Fiktives Beispiel:
An: praktikum@radwerk.example
Betreff: Rückfrage zum Praktikumszeitraum 12.–16. Mai
Sehr geehrte Frau König,
vielen Dank für Ihre Rückmeldung. Könnten Sie mir bitte mitteilen, ob das Praktikum am Montag um 8 Uhr beginnt und ob ich Arbeitskleidung mitbringen soll?
Mit freundlichen Grüßen
Mila Beispiel
Vergleiche: Warum ist diese E-Mail kürzer als das Bewerbungsschreiben? Nenne zwei Gründe aus Zweck und Situation.
Fehlerdetektiv: „Hey, ich wollt mal fragen, wann ich kommen soll??? LG Mila“ – markiere mindestens vier Stellen, die für eine erste formelle Nachricht unpassend sein können, und überarbeite sie.
Videoauftrag: Nutze besonders den Abschnitt zu Betreff und Anrede. Notiere eine Regel und belege sie anschließend an einem eigenen E-Mail-Beispiel. Das Video richtet sich an fortgeschrittene Deutschlernende; für diesen Kurs genügt die gezielte Auswahl passender Abschnitte.
Lebenslauf
Lernbeispiel ohne private Adresse und Foto:
| Bereich | Beispiel |
|---|---|
| Name | Mila Beispiel |
| Schule | Gemeinschaftsschule Musterstadt, Klasse 7 |
| Erfahrung | Fahrrad-Check im Technikprojekt; Mithilfe beim Schulfest |
| Kenntnisse | Textverarbeitung, Präsentationen, Englisch |
| Interessen | Fahrradtechnik, Zeichnen, Schulradio |
Untersuche: Welche Angabe wäre für das Fahrradpraktikum besonders relevant? Begründe. Welche Angabe wäre nur dann sinnvoll, wenn sie einen Bezug zur Stelle hat?
Datenschutz-Merke: Verwende in Lernprodukten nur fiktive Daten. In echten Bewerbungen gehören nur notwendige oder freiwillig bewusst gewählte Angaben hinein. Ein Bewerbungsfoto ist in Deutschland kein Muss.
Flyer

Fiktiver Schulflyer als Textgerüst:
TAUSCH STATT WEGWERFEN!
Bücher- und Spiele-Tauschmarkt
Freitag, 15–17 Uhr · Aula
Bring bis zu fünf gut erhaltene Dinge mit.
Komm vorbei und tausch mit!
Bildauftrag: Betrachte den eingebundenen Flyer nur hinsichtlich Gestaltung: Blickführung, Größe, Kontrast, Informationsdichte. Übertrage zwei Gestaltungsideen auf den fiktiven Schulflyer, ohne Inhalte oder Marken zu kopieren.
Vergleiche: Ein Flyer darf stärker verkürzen und visuell hervorheben als eine formelle E-Mail. Erkläre, warum das Medium diese Entscheidung begünstigt.
Interview

Fiktiver Ausschnitt:
Interviewer: Welche Fähigkeit brauchen Auszubildende in Ihrer Werkstatt besonders?
Frau König: Sorgfalt, weil schon kleine Fehler die Sicherheit beeinflussen können.
Interviewer: Woran merken Sie bei Praktikantinnen und Praktikanten, dass sie sorgfältig arbeiten?
Analyse: Die zweite Frage ist eine Nachfrage. Erkläre, wie sie die erste Antwort vertieft.
Audio-Mini-Auftrag: Höre die Aussprache des Begriffs „Bewerbungs-Gespräch“. Sprich ihn selbst deutlich ein und vergleiche Betonung und Verständlichkeit.
Audioauftrag: Höre einen kurzen Ausschnitt. Notiere Frage, Antwort und einen möglichen Anschluss. Untersuche die Gesprächsstruktur – nicht die Person.
Videoauftrag: Formuliere nach dem Ansehen drei mögliche Interviewfragen für ein Schülerpraktikum: eine offene Einstiegsfrage, eine Nachfrage und eine Abschlussfrage.
Medienwerkstatt: aktiv untersuchen
| Material | Aktive Handlung | Produkt |
|---|---|---|
| Text | markieren, ordnen, vergleichen | Textsortenmatrix mit Belegen |
| Bild | Blickführung und Informationshierarchie kommentieren | annotierter Flyer |
| Audio | Frage-Antwort-Folgen und Verständlichkeit untersuchen | Kurzprotokoll oder eigene Aufnahme |
| Video | Regeln heraushören, mit Beispiel prüfen | Regel + Beleg + Gegenbeispiel |
| Quelle im Netz | recherchieren, Urheber und Lizenz prüfen, Aussage belegen | Quellenkarte |
| eigenes Medium | planen, gestalten, testen, überarbeiten | Bewerbung, E-Mail, Lebenslauf, Flyer oder Interview |
Rechtssicher arbeiten: Bevorzuge eigene, gemeinfreie oder offen lizenzierte Materialien. Prüfe bei Wikimedia Commons immer die konkrete Dateiseite auf Urheber und Lizenz. YouTube-Videos sind nicht automatisch OER; übernimm daraus keine Bilder, Musik oder langen Textpassagen. Für Lernprodukte nutzt Du fiktive oder wirklich notwendige personenbezogene Daten.
KI-Spirale
KI ist Werkzeug, nicht Abkürzung. Arbeite in dieser Reihenfolge:
| Schritt | Handlung | Kontrollfrage |
|---|---|---|
| 1 | Selbst denken | Was weiß ich schon über Zweck und Adressat? |
| 2 | Eigene Lösung beginnen | Welche zwei bis drei Sätze oder Fragen stammen zuerst von mir? |
| 3 | Gezielt fragen | Bitte ich um eine konkrete Hilfe statt um die komplette Lösung? |
| 4 | Prüfen | Stimmt die Ausgabe mit Originaltext, Regel, Wörterbuch oder verlässlicher Quelle überein? |
| 5 | Unsicherheiten erkennen | Wo fehlen Belege, Kontext oder eindeutige Regeln? |
| 6 | Eigene Lösung verbessern | Welche Änderung kann ich begründen? |
| 7 | Transparenz herstellen | Was hat KI beigetragen und was habe ich selbst entschieden? |
Transparenzsatz: „Ich habe KI für ______ genutzt. Geprüft habe ich die Ausgabe mit ______. Verändert habe ich ______, weil ______.“
Prüfregel: Eine höflich klingende KI-Formulierung ist nicht automatisch adressatengerecht. Entscheidend sind Situation, Zielgruppe, Zweck, Medium und belegbare Regeln.
Realitätsnahe fiktive Situationen
| Fall | Auftrag | Schwierige Entscheidung |
|---|---|---|
| A: Praktikum in der Fahrradwerkstatt | Wähle zwischen Bewerbungsschreiben und formeller E-Mail und begründe. | Reicht eine kurze Anfrage oder musst Du Deine Eignung darstellen? |
| B: Rückfrage an ein Jugendhaus | Schreibe eine formelle E-Mail mit eindeutigem Betreff. | Wie höflich und wie knapp muss sie sein? |
| C: Tauschmarkt der Schule | Gestalte einen Flyer für Schülerinnen und Schüler sowie Familien. | Welche Informationen müssen sofort ins Auge fallen? |
| D: Interview mit einer Fachperson | Plane sechs Fragen und zwei mögliche Nachfragen. | Wie bleibst Du vorbereitet und zugleich flexibel? |
| E: Mini-Bewerbungsmappe | Kombiniere Anschreiben und Lebenslauf. | Welche Informationen wiederholen sich unnötig? |
Hilfen, Feedback und Lösungen
Aufgabe A: Passendes Medium wählen
Auftrag: Das Jugendhaus soll nur bestätigen, ob am Dienstag noch drei Plätze für einen Workshop frei sind. Bewerbungsschreiben, formelle E-Mail, Lebenslauf, Flyer oder Interview?
Hilfe 1: Prüfe zuerst den Zweck: kurze konkrete Auskunft.
Hilfe 2: Frage: Welches Medium ermöglicht eine direkte, dokumentierte Anfrage?
Lösung: Eine formelle E-Mail passt. Ein Bewerbungsschreiben wäre zu umfangreich; Flyer und Lebenslauf verfolgen andere Zwecke; ein Interview wäre für eine Terminfrage unnötig aufwendig.
Feedback: Stark ist Deine Antwort erst, wenn Du mindestens Zweck und Medium nennst.
Aufgabe B: Formulierung verbessern
Ausgangssatz: „Ich bin super zuverlässig und kann alles schnell lernen.“
Hilfe 1: Vermeide unbelegte Selbstlob-Wörter.
Hilfe 2: Nutze: Stärke + konkrete Situation + Ergebnis.
Musterlösung: „Beim Technikprojekt habe ich Materiallisten zuverlässig geführt und fehlende Teile vor Beginn jeder Arbeitsphase geprüft.“
Feedback: Die Aussage ist überzeugender, weil die Stärke durch ein überprüfbares Beispiel gestützt wird.
Aufgabe C: Flyer prüfen
Ausgangslage: Ein Flyer enthält eine lange Einleitung, aber Datum und Ort stehen klein am Ende.
Hilfe 1: Denke an Blickführung.
Hilfe 2: Frage: Was muss eine Person in drei Sekunden erkennen?
Lösung: Überschrift, Anlass, Datum, Uhrzeit, Ort und Handlungsaufforderung sollten schnell auffindbar sein. Die lange Einleitung kann gekürzt oder gestrichen werden.
Feedback: Begründe nicht nur „übersichtlicher“, sondern erkläre die Wirkung auf die Zielgruppe.
Aufgabe D: Interview vertiefen
Ausgangsfrage: „Gefällt Ihnen Ihr Beruf?“
Hilfe 1: Ja-Nein-Fragen liefern oft kurze Antworten.
Hilfe 2: Beginne mit „Was“, „Wie“ oder „Woran“.
Musterlösung: „Welche Aufgabe macht Ihnen an Ihrem Beruf besonders Freude, und warum?“
Feedback: Die offene Frage fordert Beschreibung und Begründung; dadurch entsteht mehr verwertbares Material.
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Welche Textsorte begründet besonders, warum Du für ein Praktikum geeignet bist? (Bewerbungsschreiben) (!Flyer) (!Interview) (!Lebenslauf)
Welche Angabe hilft in einer formellen E-Mail besonders bei der schnellen Orientierung? (Eindeutiger Betreff) (!Werbeslogan) (!Bunte Überschrift) (!Reim)
Was ist die Hauptfunktion eines Lebenslaufs? (Stationen und Fähigkeiten übersichtlich darstellen) (!Ein Gespräch spontan steuern) (!Eine Veranstaltung bewerben) (!Eine Bitte ausführlich begründen)
Welche Formulierung belegt eine Stärke am besten? (Im Technikprojekt habe ich Materiallisten zuverlässig geführt) (!Ich bin einfach sehr gut) (!Alle sagen dass ich toll bin) (!Ich kann bestimmt alles)
Was kennzeichnet einen guten Flyer besonders? (Wichtige Informationen sind schnell erfassbar) (!Jeder Satz ist möglichst lang) (!Alle Informationen sind gleich groß) (!Die Zielgruppe bleibt unklar)
Welche Frage eignet sich besonders für ein ergiebiges Interview? (Welche Aufgabe ist für Sie besonders anspruchsvoll und warum) (!Ist alles gut) (!Ja oder nein) (!Sie mögen Ihren Beruf oder)
Was bedeutet adressatengerecht? (Sprache und Gestaltung passen zu Zielgruppe Zweck Situation und Medium) (!Jeder Text klingt gleich) (!Nur Rechtschreibung ist wichtig) (!Je länger desto formeller)
Welcher Schritt gehört vor eine gezielte KI-Frage? (Eine eigene Lösung beginnen) (!Die KI-Antwort sofort abgeben) (!Alle Quellen löschen) (!Personendaten eingeben)
Wie prüfst Du eine KI-Aussage sinnvoll? (Mit Originaltext Regel Wörterbuch oder verlässlicher Quelle) (!Nur nach gutem Klang) (!Durch häufiges Wiederholen) (!Mit einer zweiten ungeprüften Behauptung)
Warum ist eine Nachfrage im Interview nützlich? (Sie vertieft oder klärt eine vorherige Antwort) (!Sie ersetzt jede Vorbereitung) (!Sie beendet das Gespräch sofort) (!Sie macht den Lebenslauf kürzer)
Memory
| Bewerbungsschreiben | Motivation und Eignung begründen |
| Formelle E-Mail | Konkrete Anfrage höflich und knapp senden |
| Lebenslauf | Stationen übersichtlich ordnen |
| Flyer | Aufmerksamkeit auf Kerninformationen lenken |
| Interview | Mit Fragen Informationen gewinnen |
| Adressat | Zielperson oder Zielgruppe |
| Medium | Form der Übermittlung |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Textsorte |
|---|---|
| Motivation mit Beleg | Bewerbungsschreiben |
| Eindeutiger Betreff | Formelle E-Mail |
| Übersichtliche Stationen | Lebenslauf |
| Blickfang und Handlungsaufforderung | Flyer |
| Offene Frage und Nachfrage | Interview |
Kreuzworträtsel
| Adressat | Wie heißt die Person oder Gruppe, für die ein Text bestimmt ist? |
| Betreff | Welche kurze Zeile zeigt bei einer E-Mail sofort das Thema? |
| Lebenslauf | Welche Textsorte ordnet Schulweg, Erfahrungen und Kenntnisse? |
| Flyer | Welche Textsorte informiert kurz und visuell auffällig über eine Aktion? |
| Interview | Welche Textsorte lebt von Fragen, Antworten und Nachfragen? |
| Anrede | Wie heißt die höfliche Eröffnung direkt vor dem eigentlichen Nachrichtentext? |
LearningApps
Lückentext
Wiederholung und Transfer
60-Sekunden-Wiederholung: Nenne für jede Textsorte einen Zweck und ein typisches Merkmal. Nutze danach die Matrix zur Kontrolle.
Transfer: Deine Schule sucht Helferinnen und Helfer für einen Medientag. Entscheide, welche zwei der fünf Textsorten zusammen besonders sinnvoll sind. Begründe Deine Kombination mit Zielgruppe, Zweck, Aufbau und Medium. Eine zweite Lösung kann ebenfalls überzeugend sein, wenn sie gut begründet ist.
Kompetenzcheck
| Aussage | Sicher | Noch üben | Mein Beleg |
|---|---|---|---|
| Ich unterscheide alle fünf Textsorten nach Zweck, Aufbau, Sprache und Medium. | □ | □ | … |
| Ich kann eine Textsorte für eine neue Situation begründet auswählen. | □ | □ | … |
| Ich belege Stärken und Bewertungen an konkreten Beispielen. | □ | □ | … |
| Ich kann formelle Sprache überarbeiten, ohne sie unnötig steif zu machen. | □ | □ | … |
| Ich prüfe Medienquellen, Lizenzen und KI-Ausgaben. | □ | □ | … |
Selbstkontrolle: Wenn Du bei zwei oder mehr Punkten „Noch üben“ markierst, wiederhole zuerst die Textsortenmatrix und bearbeite Aufgabe A bis D erneut.
Reflexion und Folgekurs-Empfehlung
Exit-Ticket: Ergänze drei Sätze: „Heute habe ich erkannt, dass …“ – „Beim adressatengerechten Gestalten muss ich besonders auf … achten.“ – „Eine KI-Antwort prüfe ich künftig, indem …“
Folgekurs: Vertiefe anschließend Bewerbungsschreiben, Lebenslauf, Vorstellungsgespräch, Argumentieren und Medienkompetenz. Besonders sinnvoll ist ein Folgeprojekt, in dem Du eine vollständige fiktive Praktikumsbewerbung erstellst, ein Interview führst und beide Produkte anhand eines Kriterienrasters überarbeitest.
Offene Aufgaben
Leicht
- Textsorten-Detektiv: Fotografiere oder beschreibe drei formelle Texte aus Deinem Alltag, ohne personenbezogene Daten zu zeigen. Ordne sie mit der Textsortenmatrix ein.
- Betreff-Werkstatt: Formuliere fünf präzise Betreffzeilen zu fiktiven Schul- und Praktikumssituationen und begründe Deine beste.
- Flyer-Check: Untersuche einen offen lizenzierten Flyer auf Blickfang, Informationshierarchie und Zielgruppe. Markiere drei gelungene Stellen.
- Interviewfragen: Entwickle sechs offene Fragen für ein Interview mit einer fiktiven Fachperson und ergänze zwei mögliche Nachfragen.
Standard
- E-Mail-Revision: Schreibe eine zu lockere fiktive E-Mail in eine adressatengerechte formelle E-Mail um. Kommentiere mindestens vier Änderungen.
- Lebenslauf-Prototyp: Gestalte einen fiktiven Lebenslauf für eine Schülerin oder einen Schüler und priorisiere Informationen passend zu einem Praktikum.
- Bewerbung mit Belegen: Schreibe ein kurzes Bewerbungsschreiben für das fiktive Radwerk Neckarblick. Belege zwei Stärken durch Situationen.
- Medienvergleich: Vergleiche dasselbe Anliegen als E-Mail, Flyer und Interview-Einstieg. Erkläre, welche Informationen sich durch das Medium verändern.
Schwer
- Mehrdeutige Situation: Ein Jugendhaus sucht Helfende und beantwortet zugleich Fragen zum Angebot. Entwickle zwei sinnvolle Kommunikationswege und verteidige beide unter unterschiedlichen Annahmen.
- Quellenprüfung: Recherchiere zwei verlässliche Regeln zu formellen E-Mails oder Bewerbungen. Belege sie und prüfe eine KI-Aussage dagegen.
- Multimodales Projekt: Gestalte einen Flyer und ein 60-sekündiges Audio-Interview zum selben fiktiven Schulprojekt. Analysiere, welche Informationen in welchem Medium besser funktionieren.
- Redaktionskonferenz: Tauscht in einer Gruppe Bewerbung, E-Mail, Lebenslauf, Flyer und Interviewleitfaden aus. Bewertet mit der Matrix, begründet strittige Entscheidungen und dokumentiert Überarbeitungen.


Lernkontrolle
- Situationsanalyse: Eine Schülerin möchte einen Praktikumsplatz, hat aber noch keine konkrete Ansprechperson. Entwickle zwei mögliche Kommunikationswege und erkläre, wann welcher sinnvoller ist.
- Adressatenwechsel: Formuliere dieselbe Anfrage einmal an eine bekannte Lehrkraft und einmal an einen unbekannten Betrieb. Erläutere mindestens drei sprachliche Unterschiede.
- Medienentscheidung: Eine Schulaktion soll Familien informieren und gleichzeitig Rückfragen ermöglichen. Kombiniere zwei Medien und begründe ihre unterschiedlichen Funktionen.
- Belegprüfung: Bewerte drei fiktive Aussagen über eigene Stärken. Entscheide, welche belegt sind, und verbessere die schwächeren.
- Interviewtransfer: Verwandle eine geschlossene Frage in eine offene Frage und entwickle zwei Nachfragen, die unterschiedliche Richtungen eröffnen.
- KI-Kritik: Eine KI schlägt für jede formelle E-Mail dieselbe Anrede und denselben Schluss vor. Erkläre, warum diese Regel zu pauschal ist, und formuliere Kriterien für eine bessere Entscheidung.
Lernnachweis
Für einen überzeugenden Lernnachweis sind diese Punkte wichtig:
- Textsortenwissen: Du unterscheidest Bewerbungsschreiben, formelle E-Mail, Lebenslauf, Flyer und Interview sicher.
- Adressatenbezug: Du passt Inhalt, Ton, Umfang und Gestaltung an Zielgruppe und Situation an.
- Struktur: Dein Produkt zeigt einen für die Textsorte funktionalen Aufbau.
- Belege: Du begründest Stärken, Bewertungen und Entscheidungen mit konkreten Beispielen oder Materialstellen.
- Medienwahl: Du erklärst, warum das gewählte Medium den Zweck unterstützt.
- Sprachrichtigkeit: Rechtschreibung, Zeichensetzung und formelle Konventionen sind sorgfältig geprüft.
- Quellenkompetenz: Du kennzeichnest Quellen, beachtest Lizenzen und verwendest keine unnötigen personenbezogenen Daten.
- KI-Transparenz: KI-Unterstützung wird offengelegt, geprüft und sichtbar überarbeitet.
- Reflexion: Du kannst mindestens zwei eigene Änderungen fachlich begründen.
OERs zum Thema
Wikipedia zum Nachschlagen:
Weitere verlässliche Orientierung: Für aktuelle Bewerbungsregeln eignen sich die Informationsseiten der Bundesagentur für Arbeit. Für Unterrichtsentscheidungen ist der Bildungsplan Baden-Württemberg maßgeblich. Prüfe bei jeder externen Quelle Aktualität, Autorenschaft und Zweck.
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