D6 Fö - Sichere persönliche Daten
Einleitung
D6 Fö - Sichere persönliche Daten
Übung für Klasse 6 – Förderschwerpunkt Lernen
Stell Dir vor:
Du spielst ein Spiel im Internet.
Plötzlich steht auf dem Bildschirm:
„Du hast gewonnen! Gib Deine Adresse ein!“
Was machst Du?
A: Ich gebe meine Adresse ein.
B: Ich stoppe und frage eine erwachsene Vertrauensperson.
Richtig ist B.
Deine Adresse ist privat. Fremde Menschen müssen sie nicht kennen.

Merksatz:
Erst denken. Dann klicken. Meine Daten bleiben privat!
Das lernst Du
Nach den Übungen kannst Du:
- Persönliche Daten erkennen.
- Private Dinge schützen.
- Gefährliche E-Mails besser erkennen.
- Vorsichtig im Internet handeln.
- Hilfe beim Datenschutz holen.
Du musst keine echten Daten eingeben.
Du brauchst keinen eigenen Internet-Zugang für die Übungen.
Du kannst jede Aufgabe mehrmals machen.
Du kannst lesen, hören, zeigen, sprechen oder schreiben.
Dein Übungsplan
| Übung | Thema | Zeit |
|---|---|---|
| 1 | Was ist privat? | 5 Minuten |
| 2 | Daten im Internet erkennen | 5 Minuten |
| 3 | Eine E-Mail prüfen | 5 Minuten |
| 4 | Ein Profil schützen | 5 Minuten |
| 5 | Sichere Quellen erkennen | 5 Minuten |
| 6 | Allein sicher entscheiden | 5 Minuten |
So übst Du:
Erst anschauen. Dann gemeinsam probieren. Danach allein versuchen.
Du darfst eine Pause machen.
Du darfst eine Aufgabe wiederholen.
Übung 1: Was ist privat?

Persönliche Daten sind Informationen über einen Menschen.
Manche Informationen zeigen, wer Du bist.
Zum Beispiel:
- Name: Dein richtiger Name.
- Adresse: Wo Du wohnst.
- Geburtstag: Wann Du geboren wurdest.
- Telefonnummer: Wie man Dich anrufen kann.
- E-Mail-Adresse: Wie man Dir schreiben kann.
- Schule: Welche Schule Du besuchst.
- Foto: Ein Bild, auf dem man Dich erkennt.
Auch Dein Standort kann privat sein.
Mehrere kleine Informationen können zusammen viel verraten.
Wichtig:
Dein Passwort ist besonders geheim.
Gib es niemals an fremde Menschen weiter.
Hörbeispiele: Wichtige Wörter
Höre und sprich nach.
Wort 1: Adresse
Wort 2: E-Mail-Adresse
Die Aufnahmen stammen von Wikimedia Commons.
Du kannst jedes Wort mehrmals anhören.
Sprechaufgabe:
Sage: „Meine Adresse ist privat.“
Sage: „Meine E-Mail-Adresse gebe ich nicht einfach weiter.“
Begleitete Übung: Privat oder nicht privat?
| Information | Gemeinsam entscheiden |
|---|---|
| Mein Wohnort mit Straße | Privat |
| Meine Telefonnummer | Privat |
| Mein Passwort | Geheim |
| Ein allgemeines Bild von einer Wolke | Meist unproblematisch |
| Mein Lieblingsessen ohne weitere Angaben | Meist unproblematisch |
| Ein Foto mit meinem Gesicht | Privat |
Warum?
Ein Bild einer Wolke verrät meist nichts über Dich.
Deine Telefonnummer kann anderen helfen, Dich zu erreichen.
Darum musst Du sie schützen.
Jetzt Du
Entscheide:
Jemand fragt nach Deiner Straße.
Was sagst Du?
A: „Hier ist meine Adresse.“
B: „Das sage ich nicht.“
Lösung: B.
Feedback:
Gut erkannt! Deine Wohnadresse ist privat.
Wenn Du A gewählt hast: Überlege, was Fremde mit Deiner Adresse machen könnten. Versuche es noch einmal.
Übung 2: Persönliche Daten im Internet erkennen

Im Internet gibt es Spiele, Chats und Webseiten.
Manche Seiten fragen nach persönlichen Daten.
Nicht jede Frage musst Du beantworten.
Regel:
Gib nur notwendige Daten an.
Frage eine erwachsene Vertrauensperson, wenn Du unsicher bist.
Nachgebaute Webseite: Ein Gewinnspiel
ACHTUNG: Das ist nur eine Übung.
Die folgende Tabelle sieht wie ein Formular aus.
Sie ist keine echte Webseite.
Du kannst hier nichts absenden.
| 🎁 Du hast einen Preis gewonnen! | |
|---|---|
| Dein Name | [Nicht ausfüllen] |
| Deine Adresse | [Nicht ausfüllen] |
| Deine Telefonnummer | [Nicht ausfüllen] |
| Dein Passwort | [Nicht ausfüllen] |
| [PREIS ABHOLEN – NUR EIN BEISPIEL] | |
Stopp!
Dieses Formular fragt zu viele persönliche Daten ab.
Besonders das Passwort darfst Du nicht eingeben.
Auch eine Gewinn-Nachricht kann ein Trick sein.
Begleitete Übung: Finde die Gefahr
Schau die Tabelle noch einmal an.
Aufgabe:
- Zeige auf das Wort „Adresse“.
- Finde das Wort „Passwort“.
- Sage, warum Du diese Informationen schützen solltest.
Bildhinweis:

Ein Warnzeichen erinnert Dich: Erst prüfen!
Wortliste:
privat – Passwort – fremd – schützen – fragen
Satzstarter:
„Das ist privat, weil ...“
Beispiel:
„Das Passwort ist geheim, weil andere sonst mein Konto benutzen könnten.“
Selbstständiger Lernschritt
Stell Dir vor:
Ein Online-Spiel fragt nach Deinem Lieblingsessen.
Ein anderes Online-Spiel fragt nach Deinem Passwort.
Welche Frage ist besonders gefährlich?
Lösung: Die Frage nach Deinem Passwort.
Feedback:
Richtig! Ein Passwort schützt Deinen Zugang.
Auch bei anderen Fragen solltest Du überlegen, warum die Seite Deine Daten braucht.
Übung 3: Eine E-Mail sicher prüfen

Mit einer E-Mail kannst Du Nachrichten verschicken.
Manchmal schreiben Dir fremde Menschen.
Manche Nachrichten wollen Dich austricksen.
Das nennt man manchmal Phishing.
Das schwere Wort bedeutet:
Jemand versucht, geheime Daten zu bekommen.
Nachgebaute E-Mail: Vorsicht!
Das ist eine erfundene Nachricht.
| Feld | Nachricht |
|---|---|
| Von | Unbekannte Person |
| Betreff | Achtung! Dein Konto wird gesperrt! |
| Text | Du musst sofort Dein Passwort eingeben! |
| Link | [HIER KLICKEN – KEIN ECHTER LINK] |
| Anhang | [UNBEKANNTE DATEI – KEINE ECHTE DATEI] |
Diese Nachricht ist verdächtig.
Sie macht Druck.
Sie verlangt ein Passwort.
Sie fordert einen schnellen Klick.
Eine solche Nachricht kann gefährlich sein.
Begleitete Übung: Die drei Stopp-Regeln
- Stopp: Klicke nicht auf unbekannte Links.
- Prüfen: Wer hat die Nachricht geschickt?
- Hilfe: Frage eine erwachsene Vertrauensperson.

Bildhinweis:
Suche in der E-Mail die Wörter „sofort“ und „Passwort“.
Wortliste:
Stopp – Link – Passwort – Hilfe – unbekannt
Satzstarter:
„Ich klicke nicht, weil ...“
Beispiel:
„Ich klicke nicht, weil ich die Person nicht kenne.“
Selbstständiger Lernschritt
Eine E-Mail sagt:
„Schicke mir Dein Passwort. Sonst verlierst Du Dein Spiel.“
Was machst Du?
A: Passwort schicken.
B: Link anklicken.
C: Nicht antworten und Hilfe holen.
Richtig ist C.
Feedback:
Gut entschieden! Du hast erkannt, dass die Nachricht Druck macht.
Wenn Du unsicher warst: Ein Passwort bleibt geheim. Auch bei Drohungen.
Übung 4: Mein Profil bleibt geschützt
In manchen Spielen gibt es ein Benutzerprofil.
Dort stehen Informationen über Dich.
Manchmal können andere Menschen diese Informationen sehen.
Du solltest überlegen, was Du zeigen möchtest.
Privat bedeutet: Nicht alle dürfen etwas sehen.
Öffentlich bedeutet: Viele Menschen können es sehen.
Nachgebaute Profil-Seite
Das ist kein echtes Konto.
| Profilbild | ⭐ Stern-Symbol |
| Anzeigename | Fantasie-Name |
| Echter Name | Nicht angezeigt |
| Wohnadresse | Nicht angezeigt |
| Standort | Nicht angezeigt |
| Profil sichtbar für | Nur erlaubte Kontakte |
| Passwort | Niemals öffentlich anzeigen |
Dieses Übungsprofil zeigt keine echten persönlichen Daten.
Wichtig:
Ein Fantasie-Name ist nur dann hilfreich, wenn er Deinen richtigen Namen oder andere private Angaben nicht verrät.
Ein privates Profil schützt besser.
Trotzdem können andere Inhalte kopieren oder weitergeben.
Begleitete Übung: Profil prüfen
- Zeige auf „Echter Name“.
- Suche „Standort“.
- Prüfe „Profil sichtbar für“.
- Sage, welche Informationen nicht öffentlich sein sollen.
Bildhinweis:

Wortliste:
Profil – privat – Foto – Standort – schützen
Satzstarter:
„Ich möchte nicht, dass Fremde ...“
Beispiel:
„Ich möchte nicht, dass Fremde meinen Wohnort kennen.“
Selbstständiger Lernschritt
Du möchtest ein Foto aus dem Klassenraum hochladen.
Auf dem Foto sieht man andere Kinder.
Was machst Du?
Du fragst die betroffenen Menschen und holst bei Bedarf Hilfe von Erwachsenen.
Ohne passende Erlaubnis veröffentlichst Du das Foto nicht.
Feedback:
Gut überlegt! Nicht nur Deine eigenen Daten sind wichtig.
Auch andere Menschen haben ein Recht auf Privatsphäre.
Übung 5: Sichere Informationen und Quellen erkennen

Im Internet stehen viele Informationen.
Nicht alles ist richtig.
Nicht jede Webseite ist vertrauenswürdig.
Frage Dich:
- Wer hat die Information geschrieben?
- Warum wurde sie veröffentlicht?
- Möchte die Seite meine Daten?
- Kann ich die Information bei einer guten Quelle prüfen?
Interaktive Quellenkarten
So geht es:
Öffne eine Karte.
Lies oder höre den Text gemeinsam.
Beantworte die Frage.
Du kannst jede Karte erneut öffnen.
QUELLENKARTE 1 – Internet-ABC
Wer?
Internet-ABC e. V.
Was?
Eine Lernseite für Kinder.
Hier gibt es Informationen und Übungen zum Datenschutz.
Geprüfte Quelle:
Internet-ABC: Datenschutz – das bleibt privat!
Frage:
Geht es um den Schutz persönlicher Daten?
Antwort: Ja.
Feedback:
Richtig! Die Seite erklärt Datenschutz für Kinder.
Achtung: Auch bei einer guten Webseite musst Du keine echten Daten für unsere Übung eingeben.
QUELLENKARTE 2 – BSI
Wer?
Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik.
Kurz: BSI.
Was?
Das BSI gibt Tipps zur Sicherheit im Internet.
Geprüfte Quelle:
BSI: Kinder im Internet schützen
Frage:
Kann das BSI beim Thema Internetsicherheit helfen?
Antwort: Ja.
Feedback:
Sehr gut! Das BSI erklärt Gefahren und Schutzmöglichkeiten.
QUELLENKARTE 3 – klicksafe
Wer?
Die Initiative klicksafe.
Was?
Sie bietet Informationen für einen sicheren Umgang mit Medien.
Geprüfte Quelle:
klicksafe: Datenschutz für die Klassen 4 bis 7
Frage:
Findest Du hier Unterrichtsmaterial zum Datenschutz?
Antwort: Ja.
Feedback:
Gut gefunden! Die Quelle bietet Informationen für Schule und Alltag.
Begleitete Übung: Echte Quelle oder Trick?
Vergleiche:
Seite A:
Eine Lernseite erklärt, warum Passwörter geheim bleiben.
Seite B:
Eine unbekannte Seite verspricht Dir einen Preis.
Dafür will sie Dein Passwort.
Welche Seite ist verdächtig?
Lösung: Seite B.
Begründung:
Die Seite verlangt ein geheimes Passwort.
Das ist ein Warnzeichen.
Feedback:
Richtig! Du hast nicht nur den Preis gesehen.
Du hast auch auf die gefährliche Forderung geachtet.
Übung 6: Ich entscheide selbst
Jetzt übst Du allein.
Du darfst die Hilfen benutzen.
Du kannst auch jemandem Deine Antwort sagen.
Situation A: Ein Chat
Eine unbekannte Person schreibt:
„Wo wohnst Du?“
Was machst Du?
Sichere Antwort:
„Das sage ich nicht.“
Du kannst den Kontakt beenden und bei Bedarf blockieren.
Wenn die Person Dich bedrängt, hole Hilfe.
Situation B: Eine E-Mail
Eine Nachricht verlangt Dein Passwort.
Sichere Entscheidung:
Nicht antworten.
Nicht auf den Link klicken.
Eine erwachsene Vertrauensperson fragen.
Situation C: Ein Foto
Du möchtest ein Foto teilen.
Man erkennt darauf ein anderes Kind.
Sichere Entscheidung:
Nicht einfach veröffentlichen.
Erst um Erlaubnis fragen und bei Bedarf Hilfe holen.
Meine fünf Sicherheitsregeln
- Stopp: Ich klicke nicht sofort.
- Denken: Ich prüfe die Frage.
- Schützen: Ich verrate keine Geheimnisse.
- Fragen: Ich hole mir Hilfe.
- Entscheiden: Ich teile nur, was wirklich nötig und erlaubt ist.
Du kannst diese Regeln jeden Tag nutzen.
Medien zum Anschauen und Anhören
Die folgenden Medien helfen Dir beim Üben.
Du musst nicht alle auf einmal ansehen.
Kurzes Bildschirmvideo: So öffnet man eine Webseite
Dauer: etwa 24 Sekunden
Du siehst einen Internet-Browser.
Eine Webseite wird geöffnet.
Aufgabe:
Zeige auf die Zeile mit der Internet-Adresse.
Denke nach:
Woran erkennst Du, welche Webseite geöffnet wurde?
Hinweis:
Das Video zeigt die Bedienung eines Browsers. Es zeigt keine Anmeldung und keine Eingabe privater Daten.
Video: Prüfe Dein Profil
Thema: Was können andere Menschen über Dich sehen?
Dauer: etwa 1 Minute und 10 Sekunden
Aufgabe:
Was würdest Du in Deinem Profil lieber geheim halten?
Du kannst antworten:
„Meinen Wohnort.“
„Meine Telefonnummer.“
„Meine Schule.“
Hinweis: Der Videolink wird in einem Unterrichtsmodul von Freelance zum Thema persönliche Daten genannt. Falls das Video nicht verfügbar ist, nutze die nachgebaute Profil-Tabelle aus Übung 4.
Video: Ein Passwort schützen
Thema: Warum braucht man sichere Passwörter?
Aufgabe:
Schau Dir zunächst nur einen kurzen Abschnitt an.
Was soll ein Passwort schützen?
Antwort: Den Zugang zu einem Konto.
Wichtig:
Erfinde für diese Übung kein echtes Passwort.
Schreibe auch kein echtes Passwort in den Kurs.
Weitere kurze Videos
Internet-ABC: Persönliche Daten im Internet
Erklärvideo beim Internet-ABC ansehen
Das Video erklärt, warum private Daten im Internet besonders geschützt werden sollten.
ZDF logo!: So schützt ihr eure Daten!
Dauer: etwa 2 Minuten
Kurzes Datenschutzvideo ansehen
Hier bekommst Du drei Tipps.
Hinweis für alle externen Videos:
Beim Öffnen externer Videoseiten können Daten an deren Anbieter übertragen werden. Nutze die Videos im Unterricht begleitet. Alle Aufgaben lassen sich auch ohne externe Videos bearbeiten.
Hörübung: Eine verdächtige Nachricht
Hörtext A – zum Vorlesen oder Anhören durch eine Lehrperson
„Hallo! Du hast gewonnen. Bitte schicke Deine Adresse.“
Frage:
Ist die Nachricht sicher?
Antwort: Nein. Ich gebe meine Adresse nicht weiter.
Hörtext B – zum Vorlesen oder Anhören durch eine Lehrperson
„Hallo! Verrate mir Dein Passwort.“
Frage:
Was machst Du?
Antwort: Ich verrate mein Passwort nicht.
Hörtext C – zum Vorlesen oder Anhören durch eine Lehrperson
„Hallo! Brauchst Du Hilfe? Du kannst eine erwachsene Vertrauensperson fragen.“
Frage:
Ist das ein guter Rat?
Antwort: Ja.
Wichtig: Diese drei Hörtexte sind eigens erstellte Leseskripte. Sie sind keine verlinkten oder bereits aufgenommenen Audiodateien. Du kannst sie Dir vorlesen lassen.
Hilfen für Deine Übungen
Du kannst selbst entscheiden, welche Hilfe Du brauchst.
Hilfe 1: Bildhinweis

Schloss: Etwas soll privat bleiben.

Warnzeichen: Ich muss aufpassen.

Fragezeichen: Ich darf um Hilfe bitten.
Hilfe 2: Wortliste
| Wort | Einfache Erklärung |
|---|---|
| Privat | Nicht für alle |
| Öffentlich | Für viele sichtbar |
| Passwort | Geheimes Wort für einen Zugang |
| Profil | Informationen über ein Konto |
| Link | Verbindung zu einer Internetseite |
| Quelle | Dort kommt eine Information her |
| Schützen | Sicher aufbewahren |
| Blockieren | Einen unerwünschten Kontakt stoppen |
Hilfe 3: Satzstarter
- „Das ist privat, weil ...“
- „Ich klicke nicht, weil ...“
- „Ich frage nach, weil ...“
- „Ich schütze mein Passwort, indem ...“
- „Die Webseite ist verdächtig, weil ...“
Hilfe 4: Beispiele
Beispiel 1:
„Ich verrate meine Adresse nicht. Fremde müssen sie nicht kennen.“
Beispiel 2:
„Ich klicke nicht auf den Link. Ich kenne den Absender nicht.“
Beispiel 3:
„Ich frage eine Lehrkraft. Ich bin mir nicht sicher.“
So kannst Du antworten
| Antwortweg | Was Du machst |
|---|---|
| Auswahl | Du zeigst auf eine richtige Antwort. |
| Hören | Du hörst einen Text und entscheidest. |
| Sprechen | Du sagst Deine Antwort laut. |
| Schreiben | Du schreibst einen kurzen Satz. |
| Zeigen | Du markierst eine gefährliche Stelle. |
Du musst keine echten persönlichen Daten nennen.
Einfaches Feedback
Wenn Du richtig entschieden hast:
„Gut erkannt! Die Adresse ist privat. Deshalb gibst Du sie nicht weiter.“
Wenn Du Hilfe brauchst:
„Schau auf das Warnzeichen. Welche Daten werden verlangt? Versuche es erneut.“
Wenn Du einen Fehler gemacht hast:
„Hier wäre ein Klick gefährlich. Ein unbekannter Link kann zu einer falschen Seite führen. Wähle eine sichere Handlung.“
Wenn Du eine Aufgabe wiederholt hast:
„Du hast erneut geprüft und eine Entscheidung getroffen. Erkläre jetzt mit einem Satz, warum sie sicher ist.“
Wichtig:
Du darfst Fehler machen.
Du kannst daraus lernen.
Du kannst jederzeit um Hilfe bitten.
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Was ist eine persönliche Information? (Meine Wohnadresse) (!Die Farbe einer Wolke) (!Ein Bild von einem Stein ohne weitere Angaben) (!Der Name eines Planeten)
Was machst Du, wenn Fremde Deine Adresse wollen? (Ich verrate sie nicht) (!Ich schreibe sie in den Chat) (!Ich veröffentliche sie) (!Ich schicke sie an alle)
Was ist ein Passwort? (Ein geheimes Wort für einen Zugang) (!Ein öffentliches Foto) (!Ein Computerspiel) (!Ein Wetterbericht)
Was machst Du bei einem unbekannten E-Mail-Link? (Ich klicke nicht und frage nach) (!Ich klicke sofort) (!Ich schicke mein Passwort) (!Ich leite ihn an alle weiter)
Was bedeutet privat? (Nicht für alle sichtbar) (!Für alle sichtbar) (!Immer Werbung) (!Eine Suchmaschine)
Was machst Du vor dem Teilen eines Fotos von anderen Kindern? (Ich frage nach der Erlaubnis) (!Ich lade es sofort hoch) (!Ich frage nur fremde Personen) (!Ich veröffentliche es ohne nachzudenken)
Was ist ein Warnzeichen bei einer E-Mail? (Sie verlangt dringend mein Passwort) (!Sie enthält einen freundlichen Gruß) (!Sie berichtet über das Wetter) (!Sie erklärt ein Schulfach)
Welche Handlung schützt Deine Daten? (Ich gebe nur notwendige Informationen weiter) (!Ich veröffentliche meine Telefonnummer) (!Ich teile mein Passwort im Chat) (!Ich verrate Fremden meine Adresse)
Was kannst Du machen, wenn Dir etwas im Internet Angst macht? (Ich hole Hilfe bei einer Vertrauensperson) (!Ich behalte alles für mich) (!Ich sende meine Daten an Fremde) (!Ich mache alles was verlangt wird)
Warum solltest Du Deine Daten schützen? (Damit nicht alle Menschen private Informationen über mich erfahren) (!Damit alle mein Passwort kennen) (!Damit Fremde meine Adresse finden) (!Damit jeder mein Konto benutzen kann)
Memory
Finde die passenden Paare.
| Adresse | Angabe zum Wohnort |
| Passwort | Geheimer Zugangsschutz |
| Privatsphäre | Persönlicher Lebensbereich |
| Phishing | Betrügerischer Versuch an Daten zu kommen |
| Profil | Informationen über ein Benutzerkonto |
| Warnzeichen | Hinweis auf mögliche Gefahr |
| Quelle | Herkunft einer Information |
Drag and Drop
Ordne die richtige Handlung zur Situation.
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Situation |
|---|---|
| Ich verrate nichts | Fremde fragen nach meiner Adresse |
| Ich klicke nicht | Eine verdächtige Nachricht enthält einen Link |
| Ich frage vorher | Ich möchte ein Foto von anderen veröffentlichen |
| Ich hole Hilfe | Eine unbekannte Person bedroht mich im Chat |
| Ich schütze meinen Zugang | Jemand möchte mein Passwort wissen |
Kreuzworträtsel
Finde das richtige Wort.
| Adresse | Wie heißt die Angabe zu Deinem Wohnort mit Straße und Hausnummer? |
| Passwort | Welches geheime Wort schützt ein Benutzerkonto? |
| Privat | Wie heißt es, wenn etwas nicht für alle bestimmt ist? |
| Profil | Wie nennt man die Informationsseite zu einem Benutzerkonto? |
| Quelle | Wie nennt man die Herkunft einer Information? |
| Hilfe | Was kannst Du holen, wenn Du im Internet unsicher bist? |
LearningApps
Weitere Aufgaben zum Datenschutz
Passendes Lernspiel:
Datenschutz-Quiz: Kindgerecht erklärt
Weitere Übung:
Was weiß Dein Handy über Dich?
Die beiden verlinkten Spiele gehören zum Projekt „Watching You“ von SIN – Studio im Netz e. V.
Hinweis: Die LearningApps-Suche kann auch andere Angebote anzeigen. Nutze nur passende Aufgaben. Gib keine echten privaten Daten ein.
Lückentext
Setze die fehlenden Wörter ein.
Offene Aufgaben
Du kannst allein oder mit anderen arbeiten.
Wähle die passende Antwortform.
Du kannst zeigen, sprechen, zeichnen, schreiben oder eine Aufnahme machen.
Verwende nur erfundene Beispiele und keine echten persönlichen Daten.
Leicht
- Daten-Karten: Male drei Symbole für persönliche Daten. Erkläre, warum Du sie schützen solltest.
- Privat oder öffentlich: Sortiere Karten mit erfundenen Informationen in zwei Gruppen. Sage bei zwei Karten, warum sie in die Gruppe gehören.
- Mein Schutz-Schild: Zeichne ein großes Schild mit einem Schloss. Schreibe einen kurzen Merksatz hinein.
- Gefährliche Nachricht: Markiere in der nachgebauten E-Mail das Wort „Passwort“. Sage, warum Du vorsichtig sein musst.
Standard
- E-Mail-Detektiv: Zeichne eine erfundene verdächtige E-Mail. Markiere zwei Warnzeichen und erkläre Deine Entscheidung.
- Mein sicheres Profil: Gestalte auf Papier ein erfundenes Spielprofil. Verwende Symbole statt echter Daten. Erkläre, warum bestimmte Felder leer bleiben.
- Sicherer Internet-Comic: Zeichne vier Bilder. Eine fremde Person fragt nach der Adresse. Zeige, wie die Figur sicher handelt.
- Hilfe-Interview: Befrage eine Lehrkraft oder eine Vertrauensperson. Frage: „Was soll ich bei einer komischen Nachricht tun?“ Notiere den Rat ohne Namen oder private Angaben.
Schwer
- Eigener Erklärfilm: Erstelle mit Zeichnungen oder Papierfiguren einen kurzen Film. Zeige die drei Regeln Stopp, Prüfen und Hilfe holen. Filme keine echten Personen oder Daten.
- Zwei Webseiten vergleichen: Gestalte zwei erfundene Webseiten. Eine fragt nur nach notwendigen Angaben. Die andere fragt nach privaten Daten. Begründe den Unterschied.
- Sichere E-Mail-Regeln: Erstelle ein Plakat mit fünf Regeln. Erkläre einer anderen Person anhand eines erfundenen Beispiels, wie sie einen Trick erkennt.
- Datenschutz-Projekt: Plane mit Deiner Gruppe ein Spiel für jüngere Kinder. Die Kinder sollen sichere und unsichere Entscheidungen erkennen. Entwickle passende Rückmeldungen.


Lernkontrolle
Zeige, dass Du sicher entscheiden kannst.
Es geht nicht nur darum, Wörter auswendig zu kennen.
Du sollst auch erklären, warum eine Handlung sicher ist.
- Gefahr erkennen: Eine erfundene Spielseite verlangt ein Passwort für einen Preis. Erkläre, warum das gefährlich ist. Nenne eine sichere Handlung.
- E-Mail vergleichen: Vergleiche zwei erfundene Nachrichten. Eine informiert über eine Aufgabe. Die andere verlangt dringend private Daten. Begründe, welcher Nachricht Du nicht folgen solltest.
- Anderen helfen: Ein Kind möchte seine Telefonnummer öffentlich posten. Erkläre freundlich, warum es besser ist, die Nummer nicht zu veröffentlichen.
- Entscheidung übertragen: Du hast gelernt, bei unbekannten E-Mail-Links vorsichtig zu sein. Erkläre, warum das auch für Links in Chats gilt.
- Fotos schützen: Auf einem Foto sieht man Dich und andere Kinder. Beschreibe, was vor einer Veröffentlichung wichtig ist.
- Weniger Daten teilen: Ein Online-Spiel fragt nach Lieblingsfarbe, Wohnadresse und Passwort. Erkläre, warum Du nicht alle Fragen beantworten solltest.
- Mein sicherer Plan: Denke Dir eine neue gefährliche Online-Situation aus. Beschreibe drei sichere Schritte.
Rückmeldung für die Lernkontrolle:
Gut gelungen: Du erkennst die Gefahr und begründest eine sichere Handlung.
Fast geschafft: Du erkennst bereits einen wichtigen Hinweis. Überlege noch, welche Daten gefährdet sind.
Mit Hilfe weiterlernen: Verwende ein Bild, eine Wortliste oder einen Satzstarter. Versuche die Aufgabe erneut.
Lernnachweis
Du kannst Deinen Lernnachweis zeigen, sprechen oder schreiben.
Das solltest Du können:
- Ich erkenne persönliche Daten in erfundenen Beispielen.
- Ich kann erklären, warum meine Adresse privat bleiben soll.
- Ich weiß, dass mein Passwort geheim ist.
- Ich erkenne mindestens zwei Warnzeichen in einer verdächtigen E-Mail.
- Ich weiß, warum ich unbekannte Links nicht sofort anklicke.
- Ich kann bei einem Foto an die Rechte anderer denken.
- Ich kann eine sichere Entscheidung begründen.
- Ich kenne mindestens eine vertrauenswürdige Informationsquelle.
- Ich weiß, wen ich bei Problemen um Hilfe bitten kann.
- Ich kann die Regeln auf eine neue Situation anwenden.
Mögliche Lernprodukte:
Ein Datenschutz-Schild, ein Plakat, ein Comic, eine erfundene E-Mail, eine mündliche Erklärung oder ein kurzer Zeichentrickfilm.
Alle Lernprodukte verwenden erfundene Angaben.
Wichtig:
Dieser Kurs gibt Dir Übungsmöglichkeiten.
Er stellt keine Diagnose.
Er nimmt keine schulrechtliche Niveaueinstufung vor.
Über Unterstützung und Leistungsbewertung entscheiden die zuständigen pädagogischen Fachkräfte nach den geltenden Regeln.
OERs zum Thema
Weiterführende Informationen
Wikipedia: Personenbezogene Daten
Der Wikipedia-Artikel ist ausführlich und benutzt schwierige Wörter.
Lies ihn bei Bedarf gemeinsam mit einer Lehrkraft.
Internet-ABC: Datenschutz
Datenschutz – das bleibt privat!
Internet-ABC: Datenschutz-Quiz
BSI: Kinder im Internet schützen
Informationen und Sicherheitstipps
klicksafe: Unterrichtsmaterial Datenschutz
Material für die Klassen 4 bis 7
SIN – Studio im Netz: Watching You
Kindgerechte Medien und Lernspiele
Kurze Datenschutzvideos einer Datenschutzbehörde
Nicht jedes verlinkte Angebot ist eine freie OER. Beachte deshalb die jeweilige Lizenz.
Medienrechte und Quellenprüfung
Die Symbole, Tondateien und Bildschirmvideos stammen aus Wikimedia Commons.
Bei den folgenden Dateien wurden die zugehörigen Commons-Dateiseiten und Lizenzangaben geprüft.
| Medium | Urheber | Lizenz |
|---|---|---|
| Padlock.svg | AJ Ashton | CC0 |
| Phone icon.svg | Wm Editor | CC0 |
| Email icon.svg | Jonathan | Gemeinfrei, PD-self |
| Internet-icon.svg | Zahra Ibrahem | CC BY-SA 4.0 |
| Warning.svg | Open Clip Art Library | CC0 |
| Question Mark.svg | IITManojit | Gemeinfrei |
| Web browser demo.webm | DecafPotato | CC BY-SA 4.0 |
| De-Adresse.ogg | Jeuwre | CC BY-SA 4.0 |
| De-E-Mail-Adresse.ogg | Jeuwre | CC BY-SA 4.0 |
Lizenzhinweise:
CC0 und gemeinfreie Werke können grundsätzlich frei verwendet werden.
Bei CC BY-SA ist die Namensnennung erforderlich. Bearbeitungen müssen nach den Lizenzregeln weitergegeben werden.
Die vollständigen Lizenzbedingungen stehen auf den verlinkten Commons-Dateiseiten.
Das Browser-Video ist eine ältere Bildschirmaufnahme. Die konkrete Bedienoberfläche kann heute anders aussehen.
Die nachgebauten E-Mail-, Gewinnspiel- und Profil-Beispiele wurden eigens für diesen aiMOOC als Wikitext erstellt. Sie enthalten keine echten personenbezogenen Daten und keine aktiven Formularfunktionen.
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Die YouTube-Quellen sind auf den Seiten Freelance Unterrichtsmodul Social Media und Wikimedia Commons: Passwörter einfach erklärt dokumentiert.
Externe Medien können sich ändern oder nicht mehr verfügbar sein.
Für den Unterricht:
Prüfe externe Inhalte und ihre Verfügbarkeit vor dem Einsatz.
Spiele kurze Abschnitte ab.
Pausiere bei wichtigen Stellen.
Lass die Lernenden erneut entscheiden.
Verwende keine echten Schülerdaten und keine echten Zugangsdaten.
Verknüpfte Lernbereiche
Das Wichtigste zum Schluss
Meine Daten gehören zu mir.
Meine Adresse bleibt privat.
Mein Passwort bleibt geheim.
Ich klicke nicht auf verdächtige Links.
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Wenn ich unsicher bin, hole ich Hilfe.
Stopp – Prüfen – Schützen – Hilfe holen!

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