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D10 M - Online- und Printjournalismus vergleichen

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D10 M - Online- und Printjournalismus vergleichen




D10 M - Online- und Printjournalismus vergleichen

Mini-Beschreibung: Du untersuchst, wie Print- und Onlineangebote Aktualität, Layout, Navigation, Verlinkung, Interaktion und Darstellungsformen nutzen. Du vergleichst mit Belegen, prüfst Quellen und gestaltest eine eigene mediengerechte Version. Niveau: Deutsch Klasse 10, M-Niveau, Baden-Württemberg.

Einstiegsmedium: historische Zeitungsfrontseite; gemeinfreies Bild auf Wikimedia Commons.

Einstiegsmedium: frühe Online-Nachrichtenseite von 2008; gemeinfrei auf Wikimedia Commons. Nutze sie nicht als Beleg für heutiges Webdesign, sondern als Vergleichsfolie.


Einleitung

Print- und Onlinejournalismus erfüllen ähnliche journalistische Aufgaben, nutzen aber unterschiedliche technische Möglichkeiten. Eine gedruckte Ausgabe ist nach dem Druck zunächst stabil. Ein Onlinebeitrag kann aktualisiert, verlinkt, multimedial ergänzt und kommentierbar gemacht werden. Das sind Möglichkeiten, keine Automatismen: Nicht jedes Onlineangebot nutzt Kommentare, Videos oder Live-Updates; auch Printprodukte können mit QR-Codes, Infografiken und E-Paper-Angeboten crossmedial erweitert werden.

Der Bildungsplan Baden-Württemberg für Deutsch in Klasse 10 betont selbstständige Mediennutzung, kritische Recherche, die begründete Auswahl von Medien und die Gestaltung linearer und nichtlinearer Texte.[1] Für Sach- und Gebrauchstexte gehören Nachrichten, Kommentare, Reportagen, Interviews, Grafiken und Bilder zu den möglichen Textgrundlagen.[2]


Einstieg

90-Sekunden-Vergleich: Betrachte die beiden Einstiegsbilder. Notiere drei Beobachtungen, ohne sie sofort zu bewerten: Wo beginnt Dein Blick? Wie wird Wichtigkeit sichtbar? Wie würdest Du zum nächsten Inhalt gelangen?

Beobachtung Printseite Onlineseite
Blickführung Seitenfläche, Spalten, Überschriften, Bilder Bildschirmfläche, Teaser, Menüs, Links
Reihenfolge weitgehend durch Ausgabe und Seite vorgegeben oft nichtlinear und durch Klicks veränderbar
Veränderbarkeit gedruckte Ausgabe bleibt gleich Beitrag kann aktualisiert oder ergänzt werden

Feedback: Gute Beobachtungen nennen ein sichtbares Merkmal und seine mögliche Funktion. Eine bloße Wertung wie „online ist besser“ reicht nicht.


Lernziele

  1. Medienvergleich: Du vergleichst Print- und Onlineangebote anhand klarer Kriterien und belegst Aussagen am Material.
  2. Layoutanalyse: Du erklärst, wie Überschrift, Spalten, Bild, Teaser, Menü und Platzierung Aufmerksamkeit lenken.
  3. Navigation: Du untersuchst lineare und nichtlineare Wege durch journalistische Inhalte.
  4. Quellenkritik: Du prüfst Autorenschaft, Datum, Belege, Verlinkungen und Aktualisierungen.
  5. Medienproduktion: Du überführst einen kurzen journalistischen Text in eine passende Print- oder Onlineform und begründest Deine Entscheidungen.
  6. KI-Kompetenz: Du nutzt KI erst nach eigener Erschließung gezielt, prüfst Ergebnisse unabhängig und machst die Hilfe transparent.


Vorwissen

  1. Journalistische Darstellungsform: Du kannst Nachricht, Bericht, Kommentar, Reportage und Interview grundsätzlich unterscheiden.
  2. Sachtext: Du kannst Kernaussagen markieren und Textbelege anführen.
  3. Quelle: Du kennst Autor, Medium, Datum und Fundstelle als wichtige Angaben.
  4. Urheberrecht: Du weißt, dass fremde Texte, Bilder, Audios und Videos nicht beliebig übernommen werden dürfen.


Prüfungsbezug Baden-Württemberg

Stand: 24.09.2026. Schulabschluss und Prüfungsjahr sind nicht dasselbe.

Begriff Bedeutung für diesen Kurs
Schulabschluss Die Realschule führt nach Klasse 10 zum Realschulabschluss; die konkreten Prüfungsteile beschreibt das Kultusministerium.[3]
Prüfungsjahr Wer im Schuljahr 2026/2027 den Realschulabschluss ablegt, schreibt die ordentliche schriftliche Deutschprüfung nach aktuellem Terminplan am 27.04.2027.[4]
Verbindlichkeit Dieser aiMOOC trainiert Kompetenzen, ersetzt aber keine aktuellen Ausführungsbestimmungen, Musterprüfungen oder schulischen Hinweise. Prüfe für Dein Prüfungsjahr immer Schule und Kultusministerium.


Grundwissen: Print und Online

Kriterium Print Online Prüffrage
Aktualität erscheint in Ausgaben und Redaktionszyklen kann fortlaufend aktualisiert werden Ist der Stand oder eine Aktualisierungszeit erkennbar?
Layout feste Seite, Spalten, Seitenhierarchie responsives Layout, Teaser, Scrollen, Module Welche Elemente lenken Deinen Blick zuerst?
Navigation blättern, Inhaltsverzeichnis, Ressorts, Seitenverweise Menüs, Suche, Tags, Links, Scrollen Wie gelangst Du zu Hintergrund oder verwandten Beiträgen?
Verlinkung gedruckt nur indirekt, etwa URL oder QR-Code direkte Hyperlinks möglich Wohin führt ein Link und warum?
Interaktion Leserbrief, Telefon, Veranstaltung; meist zeitversetzt Kommentare, Reaktionen, Umfragen, Teilen; je nach Angebot Welche Rückmeldung ist möglich und wie wird sie moderiert?
Darstellungsformen Text, Foto, Grafik, Illustration zusätzlich Audio, Video, Animation, Datenvisualisierung, Liveblog Passt die Form zur Information?

Merksatz: Das Medium beeinflusst, wie Informationen ausgewählt, geordnet und wahrgenommen werden. Es entscheidet nicht automatisch darüber, wie gut ein Beitrag recherchiert ist.

Visualisierung: Größen verschiedener Zeitungsformate auf Wikimedia Commons.


Aktualität

Bei Print ist der Redaktionsschluss wichtig. Spätere Entwicklungen erscheinen meist erst in einer folgenden Ausgabe. Online kann ein Beitrag schnell ergänzt werden. Prüfe dabei, ob Änderungen kenntlich gemacht werden. Geschwindigkeit ist kein Ersatz für Quellenprüfung.


Layout und Navigation

Print arbeitet mit einer festen Fläche. Größe, Position, Spalten, Bilder und Weißraum erzeugen Hierarchie. Online verändert sich die Darstellung je nach Gerät. Menüs, Suche, Teaser und Links ermöglichen mehrere Wege.

Freies Commons-Foto einer Redaktion. Untersuche: Welche Arbeitsmittel deuten auf medienübergreifendes Arbeiten hin?


Verlinkung und Interaktion

Ein Hyperlink kann zu Quellen, Hintergrund oder verwandten Beiträgen führen. Er kann aber auch vom Thema wegführen. Interaktion ermöglicht Rückmeldungen, schafft jedoch Moderationsaufwand. Prüfe bei Kommentaren: Ist klar, was redaktioneller Inhalt und was Nutzerbeitrag ist?


Darstellungsformen

Onlinejournalismus kann Text, Foto, Grafik, Audio, Video und interaktive Elemente verbinden. Print kann Informationen dagegen in einer stabilen, überblickbaren Seitenkomposition bündeln. Ein E-Paper ist eine digital gelesene Ausgabe, die häufig stark an das Printlayout gebunden bleibt und deshalb Merkmale beider Welten zeigt.


Hören: Produktionswelten vergleichen

Audio: laufende Heidelberger Tiegeldruckpresse, Wikimedia Commons, CC BY 4.0.

Audio: Computertastatur, Wikimedia Commons, gemeinfrei.

Auftrag: Höre jeweils etwa 15 Sekunden. Formuliere zwei sachliche Beobachtungen und eine vorsichtige Deutung: Was lässt sich über Produktionsbedingungen vermuten? Was lässt sich nicht über journalistische Qualität ableiten?

Hilfestufe 1: Trenne „Ich höre …“ von „Das könnte bedeuten …“.

Hilfestufe 2: Denke an Material, Tempo, Wiederholbarkeit und technische Arbeitsmittel.

Lösung/Feedback: Die Druckmaschine macht die physische Produktion hörbar; die Tastatur steht beispielhaft für digitale Textproduktion. Aus Geräuschen allein kannst Du weder Sorgfalt noch Glaubwürdigkeit eines Beitrags beurteilen.


Originalmaterial: Ein Ereignis in zwei Formen

Die folgenden Mini-Texte sind für diesen aiMOOC neu erstellt und dürfen als Übungsmaterial bearbeitet werden.

Printversion Onlineversion
Schülerfirma eröffnet Reparatur-Ecke
Am Dienstag öffnete die Schülerfirma der Beispielschule erstmals eine Reparatur-Ecke für Fahrräder. Zehn Jugendliche halfen in der Mittagspause bei kleinen Einstellungen und beim Flicken von Reifen. Nach Angaben der Projektgruppe soll das Angebot jeden zweiten Dienstag stattfinden. Die Schule stellt Werkzeug bereit. Über die Fortsetzung entscheidet die Gruppe nach einer vierwöchigen Testphase.
12:40 Uhr – Reparatur-Ecke startet mit großem Andrang
Seit heute hilft die Schülerfirma in der Mittagspause bei kleinen Fahrradreparaturen. Update 13:25 Uhr: Die Projektgruppe meldet 18 bearbeitete Fahrräder. Ein verlinkter Infokasten erklärt die nächsten Termine; eine kurze Bilderstrecke zeigt Werkzeug und Arbeitsstationen. Über ein Formular können Schülerinnen und Schüler anonym Rückmeldung zur Organisation geben.

Analyseauftrag: Untersuche Aktualität, Layoutidee, Navigation, Verlinkung, Interaktion und Darstellungsformen. Belege jeden Vergleich mit einem Merkmal aus dem Material.

Kriterium Beleg Print Beleg Online Schlussfolgerung
Aktualität
Navigation/Verlinkung
Interaktion
Darstellungsform

Hilfestufe 1: Suche zuerst nach Zeitangaben, Update-Hinweisen und Zusatzangeboten.

Hilfestufe 2: Formuliere mit „Während …, ermöglicht …“ oder „Beide …, jedoch …“.

Musterlösung: Die Printversion bündelt den Stand zu einem festen Bericht. Die Onlineversion signalisiert Aktualisierung durch Uhrzeiten und „Update“, ergänzt eine Bilderstrecke, einen Infokasten und ein Rückmeldeformular. Daraus folgt nicht, dass sie automatisch genauer ist; Genauigkeit muss in beiden Formen geprüft werden.


Medienlabor

Freies Commons-Foto einer Druckmaschine. Vergleiche den Produktionsweg mit einem Online-CMS.


Aufgabe 1: Layout-Spurensuche

Vergleiche die historische Frontseite und die Online-Startseite vom Kursbeginn. Markiere je drei Elemente, die Wichtigkeit signalisieren.

Hilfestufe 1: Achte auf Größe, Position, Spalten, Bilder, Überschriften und Menüs.

Hilfestufe 2: Ergänze zu jedem Merkmal die Wirkung: „groß → fällt zuerst auf“.

Lösung/Feedback: Erwartet werden konkrete Belege. Bei Print kann etwa die große Überschrift dominieren; online können Teaserposition, Menü und sichtbare Linkflächen Blick und Klickweg steuern. Weil die Online-Abbildung von 2008 stammt, darfst Du daraus keine Aussage über heutiges Webdesign verallgemeinern.


Aufgabe 2: Navigation testen

Wähle mit Erlaubnis der Lehrkraft ein aktuelles frei zugängliches Nachrichtenangebot und notiere Deinen Weg von der Startseite zu einem Hintergrundbeitrag. Zähle nicht nur Klicks: Beschreibe Menü, Suche, Tags, Teaser und Links.

Hilfestufe 1: Zeichne den Weg als Pfeilkette.

Hilfestufe 2: Ergänze an jedem Schritt: „Warum habe ich hier geklickt?“.

Lösung/Feedback: Es gibt keine einzige Musterroute. Gut ist eine Lösung, die den tatsächlichen Weg dokumentiert und erklärt, wie die Oberfläche Entscheidungen beeinflusst.


Aufgabe 3: Video prüfen statt nur ansehen

Das Video „Guter Journalismus, böser Journalismus?“ gehört zur bpb-Webvideoreihe FakeFilter; die bpb weist den Medieninhalt mit CC BY-NC-ND 4.0 aus.[5]

Auftrag: Notiere eine überprüfbare Tatsachenaussage, eine Wertung und einen genannten Prüfweg. Kontrolliere anschließend mindestens eine Aussage mit einer zweiten seriösen Quelle.

Hilfestufe 1: Tatsachenaussagen lassen sich prinzipiell belegen oder widerlegen.

Hilfestufe 2: Eine Wertung enthält eine Einordnung; sie ist nicht automatisch falsch, braucht aber Begründung.

Lösung/Feedback: Entscheidend ist die Trennung von Aussagearten und eine unabhängige Kontrolle. Das Video selbst ist keine ausreichende Zweitquelle für seine eigenen Aussagen.


Aufgabe 4: Vertiefung – Medienkritik

Auftrag: Sieh nur einen von der Lehrkraft festgelegten kurzen Ausschnitt. Formuliere die Hauptthese in einem Satz und prüfe anschließend, ob Du sie anhand eines konkreten Medienbeispiels nachvollziehen kannst. Nenne Gegenbelege, falls sie nicht passt.

Feedback: Eine These wird nicht dadurch richtig, dass sie überzeugend vorgetragen wird. Prüfe Beispiele, Begriffe und Quellen getrennt.


KI-Spirale

KI ersetzt keine eigene Textarbeit. Nutze sie in dieser Reihenfolge:

  1. Aufgabe verstehen: Formuliere selbst, was verglichen oder gestaltet werden soll.
  2. Material erschließen: Untersuche Texte, Bilder, Audios, Videos und Quellen zuerst ohne KI.
  3. Eigenen Ansatz entwickeln: Schreibe Deine Kriterien, Belege und erste Schlussfolgerung selbst.
  4. KI gezielt befragen: Stelle eine begrenzte Frage, zum Beispiel nach einem übersehenen Vergleichskriterium.
  5. Unabhängig prüfen: Kontrolliere Texttreue, Fakten, Logik und Quellen am Originalmaterial und an verlässlichen Quellen.
  6. Eigene Lösung verbessern: Übernimm nur nachvollziehbare Verbesserungen und formuliere selbst.
  7. KI-Hilfe transparent machen: Notiere knapp, wofür Du KI genutzt, was Du geprüft und was Du verworfen hast.

Transparenzsatz als Vorlage: „KI genutzt für: Gegenprüfung meiner Kriterien. Selbst geprüft: Belege, Fakten und Quellen. Übernommen: zwei Formulierungsideen; verworfen: eine unbelegte Behauptung.“

Datenschutz: Gib keine unnötigen personenbezogenen Daten, privaten Chatverläufe oder unveröffentlichten Arbeiten anderer Personen in ein KI-System ein.


Rechtssicher arbeiten

  1. Urheberrecht: Verwende bevorzugt gemeinfreie, offene oder eigene Materialien und beachte die jeweilige Lizenz.
  2. Zitat: Nutze nur kurze funktionale Zitate, wenn sie für Deine Analyse nötig sind, und nenne die Quelle.
  3. Ganzschrift: Geschützte Ganzschriften oder vollständige Zeitungsartikel werden nicht vollständig wiedergegeben; arbeite mit Originalexemplar, zulässigen Ausschnitten und eigenen Zusammenfassungen.
  4. Persönlichkeitsrecht: Veröffentliche keine unnötigen Namen, Kontaktdaten, Fotos oder Accounts von Mitschülerinnen und Mitschülern.
  5. Quellenangabe: Dokumentiere bei Onlinequellen Autor oder Redaktion, Titel, Medium, Datum und Abrufdatum, soweit verfügbar.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Welcher Unterschied betrifft besonders die Aktualisierung eines Beitrags? (Ein Onlinebeitrag kann nach der Veröffentlichung ergänzt werden) (!Eine Printausgabe kann nach dem Druck unsichtbar geändert werden) (!Nur Printbeiträge besitzen ein Veröffentlichungsdatum) (!Onlinebeiträge brauchen keinen Redaktionsschluss)




Was beschreibt Layout am treffendsten? (Die sichtbare Anordnung und Gewichtung von Texten und Gestaltungselementen) (!Nur die Rechtschreibung eines Artikels) (!Nur die Länge einer Überschrift) (!Die private Meinung der Lesenden)




Was ist ein typisches Mittel der Online-Navigation? (Ein Menü mit anklickbaren Bereichen) (!Eine fest gedruckte Seitennummer allein) (!Die Papierstärke) (!Die Druckfarbe)




Welche Funktion hat ein Hyperlink? (Er verbindet einen Inhalt direkt mit einer anderen digitalen Stelle) (!Er verhindert jede Aktualisierung) (!Er ersetzt die Quellenprüfung) (!Er macht einen Beitrag automatisch glaubwürdig)




Was ist ein Beispiel für Interaktion in einem Onlineangebot? (Eine moderierte Kommentarfunktion) (!Eine fest gedruckte Spalte) (!Ein unveränderter Seitenrand) (!Eine Papierfalzung)




Was ist ein E-Paper? (Eine digital gelesene Ausgabe mit häufig printnaher Seitenstruktur) (!Eine ausschließlich gesprochene Nachricht) (!Ein beliebiger Kommentar in einem sozialen Netzwerk) (!Ein gedrucktes Blatt ohne digitale Fassung)




Was bedeutet multimediale Darstellung? (Mehrere Medienformen wie Text Bild Audio oder Video werden verbunden) (!Ein Text wird nur länger) (!Eine Zeitung hat mehr Papierseiten) (!Eine Überschrift wird zweimal gedruckt)




Welche Prüfung ist bei einer schnellen Online-Aktualisierung besonders wichtig? (Quelle Datum Belege und Änderungen kontrollieren) (!Nur die Schriftgröße prüfen) (!Nur die Kommentarzahl zählen) (!Nur auf die erste Überschrift vertrauen)




Welche Aussage vergleicht Print und Online sachgerecht? (Beide können journalistisch sorgfältig sein und nutzen unterschiedliche technische Möglichkeiten) (!Online ist immer glaubwürdiger als Print) (!Print ist immer aktueller als Online) (!Interaktion macht Recherche überflüssig)




Wann soll KI in der KI-Spirale gezielt eingesetzt werden? (Nach eigener Materialerschließung und einem eigenen ersten Ansatz) (!Bevor die Aufgabe gelesen wurde) (!Anstelle jeder Quellenprüfung) (!Damit keine eigene Lösung mehr nötig ist)





Memory

Aktualität Zeitpunkt und Möglichkeit einer Aktualisierung
Layout sichtbare Anordnung von Text Bild und Fläche
Navigation Weg durch Menüs Seiten Suche und Inhalte
Hyperlink direkte digitale Verbindung zu einer anderen Stelle
Interaktion Rückmeldung oder Beteiligung des Publikums
Multimedialität Verbindung mehrerer Medienformen
E-Paper digitale Ausgabe mit printnaher Seitenstruktur





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Aktualität Update und Zeitstand
Navigation Weg durch ein Angebot
Verlinkung Verbindung zu Hintergrund oder Quelle
Interaktion Beteiligung des Publikums
Layout sichtbare Gewichtung von Inhalten





Kreuzworträtsel

Aktualität Welches Kriterium fragt danach, wie neu oder aktualisiert ein Beitrag ist?
Hyperlink Wie heißt eine anklickbare Verbindung zu einer anderen digitalen Stelle?
Navigation Wie heißt die Führung durch Menüs, Suche und Inhaltswege?
Kommentar Wie heißt eine mögliche Reaktion des Publikums oder eine journalistische Meinungsform?
Layout Wie heißt die sichtbare Anordnung von Text, Bild und Fläche?
Multimedia Wie heißt die Verbindung von Text, Bild, Audio und Video in einem Angebot?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.
Eine gedruckte Ausgabe besitzt nach dem Druck einen weitgehend festen

.
Ein Onlinebeitrag kann durch ein

ergänzt werden.
Die sichtbare Anordnung von Texten und Bildern nennt man

.
Den Weg durch Menüs, Suche und Beiträge nennt man

.
Eine anklickbare Verbindung ist ein

.
Kommentare oder Umfragen sind Formen der

.
Die Verbindung von Text, Bild, Audio und Video heißt

.
Bei jeder Medienform bleibt die unabhängige Prüfung der

wichtig.




Selbstkontrolle

Markiere nach dem Kurs für Dich sicher, teilweise oder noch nicht. Wiederhole gezielt nur die Bereiche, die Du noch nicht sicher kannst.

Ich kann … sicher teilweise noch nicht
Aktualität, Layout, Navigation, Verlinkung, Interaktion und Darstellungsformen unterscheiden.
einen Vergleich mit konkreten Materialbelegen formulieren.
Onlinequellen nach Datum, Autorenschaft, Belegen und Aktualisierung prüfen.
einen Printtext mediengerecht in eine Onlineform übertragen.
KI-Hilfe begrenzen, unabhängig prüfen und transparent angeben.


Transfer

  1. Aktueller Medienvergleich: Wähle zu einem unpolitischen aktuellen Thema zwei journalistische Angebote, eines printnah und eines online. Vergleiche sechs Kriterien und belege jede Aussage.
  2. Formatwechsel: Verwandle den selbst erstellten Printtext zur Reparatur-Ecke in eine Onlineversion mit Teaser, Linkziel, Bildidee und Interaktionsmöglichkeit. Begründe vier Entscheidungen.
  3. Quellencheck: Nimm eine konkrete Behauptung aus einem Beitrag, suche eine unabhängige zweite Quelle und dokumentiere, ob beide dasselbe aussagen oder unterschiedliche Schwerpunkte setzen.


Kompetenzcheck

Kompetenz M-Niveau-Nachweis
Analysieren Du benennst nicht nur Merkmale, sondern erklärst ihre Funktion am Material.
Vergleichen Du verwendest dieselben Kriterien für beide Angebote und belegst Gemeinsamkeiten und Unterschiede.
Argumentieren Du leitest eine begründete Schlussfolgerung aus mehreren Beobachtungen ab.
Quellenkritik Du prüfst Herkunft, Aktualität, Belege und mögliche Änderungen.
Gestalten Du wählst mediengerechte Darstellungsformen und begründest sie.
KI reflektieren Du kannst eigene Arbeit und KI-Unterstützung klar voneinander trennen.

Bestehensidee für Dich selbst: Wenn Du zu jedem Bereich ein eigenes Beispiel mit Beleg erklären kannst, bist Du für eine vertiefende Anwendung gut vorbereitet.


Reflexion

  1. Medienwahl: Bei welchem Thema würdest Du Print, Online oder eine Kombination wählen? Begründe mit mindestens drei Kriterien.
  2. Aufmerksamkeit: Welches Layout- oder Navigationselement beeinflusst Deinen Blick am stärksten?
  3. Geschwindigkeit und Sorgfalt: Wo kann schnelle Aktualisierung helfen, wo kann sie zu vorschnellen Veröffentlichungen führen?
  4. KI-Reflexion: Welche KI-Hilfe hat Deine Arbeit tatsächlich verbessert und welche Aussage musstest Du korrigieren oder verwerfen?


Folgekurs-Empfehlung

Als nächster Schritt passt D10 M - Journalistische Textsorten analysieren und materialgestützt argumentieren. Dort kannst Du Nachrichten, Kommentare und Reportagen stärker mit eigener Argumentation und Materialverknüpfung verbinden.


Offene Aufgaben


Leicht

  1. Screenshot-Lupe: Nutze einen frei verwendbaren oder selbst erstellten Screenshot einer Nachrichtenseite. Markiere fünf Navigations- oder Layoutelemente und erkläre ihre Funktion.
  2. Printseite nachbauen: Gestalte aus dem Originalmaterial zur Reparatur-Ecke eine einfache Printseite mit Überschrift, Vorspann, Bildplatzhalter und zwei Spalten.
  3. Audio-Protokoll: Vergleiche die beiden Commons-Audios in fünf Sätzen und trenne Beobachtung von Deutung.
  4. Begriffskarte: Erstelle eine eigene Visualisierung mit den sechs Vergleichskriterien und je einem Beispiel.


Standard

  1. Doppelanalyse: Vergleiche ein aktuelles Print- oder E-Paper-Angebot mit der zugehörigen Website anhand aller sechs Kriterien und belege jede Aussage.
  2. Online-Umbau: Überführe einen selbst geschriebenen 120-Wörter-Bericht in eine Onlinefassung mit Teaser, Zwischenüberschrift, Linkidee und Zusatzmedium.
  3. Quellenpfad: Verfolge in einem Onlineartikel zwei Links. Prüfe, ob sie Quelle, Hintergrund, Werbung oder verwandten Inhalt liefern.
  4. Mini-Redaktion: Produziere in einer Gruppe zum selben Schulereignis eine Printseite und eine mobile Onlineansicht und besprecht unterschiedliche Entscheidungen.


Schwer

  1. Update-Analyse: Beobachte einen frei zugänglichen Onlinebeitrag über einen vereinbarten Zeitraum. Dokumentiere sichtbare Änderungen und prüfe, ob sie transparent gemacht werden.
  2. Interaktionskonzept: Entwirf für einen Onlinebeitrag eine datensparsame Beteiligungsmöglichkeit und Regeln für Moderation, Datenschutz und sachliches Feedback.
  3. Medienkritik: Formuliere eine These dazu, wie Navigation und Verlinkung die Wahrnehmung eines Themas beeinflussen können, und prüfe sie an zwei Beispielen.
  4. KI-Audit: Lass eine KI Deinen eigenen Medienvergleich kritisieren. Prüfe jeden Vorschlag am Material, markiere Fehler der KI und überarbeite nur begründet.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Vergleich mit Belegen: Du erhältst eine Printseite und eine Onlineansicht zum selben fiktiven Ereignis. Erkläre drei Unterschiede in ihrer Wirkung und belege jeden am Material.
  2. Priorisierung: Entscheide, welche zwei Darstellungsformen für eine dringende Unwetterwarnung und welche für eine ausführliche Hintergrundanalyse geeignet wären. Begründe ohne pauschale Wertung des Mediums.
  3. Navigationskritik: Analysiere einen vorgegebenen Klickpfad. Zeige, an welcher Stelle Nutzerinnen und Nutzer Informationen verlieren oder zusätzliche Orientierung gewinnen könnten.
  4. Quellenkonflikt: Zwei Beiträge nennen unterschiedliche Zahlen zum selben Sachverhalt. Beschreibe ein Prüfverfahren, bevor Du eine Schlussfolgerung ziehst.
  5. Medienwechsel: Begründe, welche Inhalte eines Printberichts bei der Übertragung ins Netz unverändert bleiben sollten und welche sinnvoll ergänzt werden könnten.
  6. KI-Prüfung: Eine KI behauptet, Onlinejournalismus sei immer aktueller und deshalb verlässlicher. Widerlege die unzulässige Schlussfolgerung und formuliere eine sachgerechte Aussage.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis sind besonders wichtig:

  1. ein kriteriengeleiteter Vergleich von Print und Online;
  2. konkrete Materialbelege statt pauschaler Urteile;
  3. Erklärung von Layout, Navigation, Verlinkung, Interaktion und Darstellungsformen;
  4. selbstständige Quellenprüfung und saubere Quellenangaben;
  5. eine eigene mediengerechte Gestaltung mit begründeten Entscheidungen;
  6. transparente Dokumentation einer eventuellen KI-Nutzung;
  7. sichere Beachtung von Urheberrecht, Datenschutz und Persönlichkeitsrechten.




Quellen und offene Medien

Fachliche Quellen

  1. Bildungsplan Baden-Württemberg – Deutsch Klasse 10: Medien
  2. Bildungsplan Baden-Württemberg – Deutsch Klasse 10: Sach- und Gebrauchstexte
  3. Kultusministerium Baden-Württemberg – Abschlussprüfungen
  4. Kultusministerium Baden-Württemberg – Prüfungstermine
  5. so geht MEDIEN – Nachrichtenfaktoren, Unterrichtseinheit für Klasse 9–10
  6. bpb – Guter Journalismus, böser Journalismus?

Medienhinweis: Die eingebundenen Bilder und Audios stammen von Wikimedia Commons. Prüfe für Weiterverwendung immer die Lizenzangaben auf der jeweiligen Dateibeschreibungsseite und nenne Urheber und Lizenz, wenn dies verlangt wird.


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