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D10 M - Medienfunktionen vergleichen und bewerten

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D10 M - Medienfunktionen vergleichen und bewerten



D10 M - Medienfunktionen vergleichen und bewerten


Einleitung

Medien können informieren, Kommunikation ermöglichen und unterhalten. In diesem aiMOOC vergleichst Du verschiedene Angebote und bewertest, welches Medium für ein konkretes Ziel besonders geeignet ist. Entscheidend ist nicht, ob ein Medium „gut“ oder „schlecht“ ist, sondern wie gut es zu Ziel, Zielgruppe und Situation passt.

Mini-Beschreibung: Vergleiche Informations-, Kommunikations- und Unterhaltungsfunktionen verschiedener Angebote und bewerte deren Eignung für ein konkretes Ziel.

Zielgruppe: Deutsch, Klasse 10, Baden-Württemberg, M-Niveau.

Der Bildungsplan für Deutsch in Klasse 10 verlangt auf M-Niveau ausdrücklich, Funktionen von Medien zu unterscheiden, zu vergleichen und zu bewerten. Dazu gehören Information, Kommunikation und Unterhaltung.

Bildungsplan Baden-Württemberg: Deutsch Klasse 10 – Medien


Einstieg: Drei Medien – drei Erwartungen

Denkauftrag: Du willst

  1. eine verlässliche Information finden,
  2. mit anderen schnell etwas abstimmen,
  3. zehn Minuten abschalten.

Ordne jedem Ziel spontan ein Medium zu. Begründe anschließend: Welche Eigenschaft des Mediums passt zum Ziel?

Wichtig: Ein Angebot kann mehrere Funktionen gleichzeitig erfüllen. Ein Video kann informieren und unterhalten; ein Messenger kann kommunizieren und Informationen verbreiten.


Lernziele

Nach dem Kurs kannst Du

  1. Medienfunktionen Information, Kommunikation und Unterhaltung sicher unterscheiden,
  2. ein Medienangebot anhand konkreter Merkmale analysieren,
  3. mindestens zwei Angebote zielbezogen vergleichen,
  4. ein begründetes Urteil mit Beobachtung oder Quelle belegen,
  5. ein eigenes kleines Medienprodukt funktional gestalten und Deine Medien- sowie KI-Nutzung transparent machen.


Vorwissen

Prüfe Dich kurz:

  1. Kannst Du zwischen Fakt und Meinung unterscheiden?
  2. Kennst Du Merkmale einer überprüfbaren Quelle?
  3. Weißt Du, dass Bilder, Musik, Texte und Videos dem Urheberrecht unterliegen können?
  4. Kannst Du erklären, was eine Zielgruppe ist?

Wenn Dir etwas unsicher ist, nutze später die Hilfestufen.


Grundwissen: Drei Medienfunktionen


Informationsfunktion

Ein Angebot hat eine starke Informationsfunktion, wenn es Wissen, Daten, Nachrichten oder Erklärungen vermittelt.

Achte auf:

  1. Quelle und Urheber,
  2. Datum und Aktualität,
  3. überprüfbare Belege,
  4. sachgerechte Auswahl und Darstellung.

Merksatz: Information ist für ein Ziel besonders nützlich, wenn sie relevant, überprüfbar und verständlich ist.


Kommunikationsfunktion

Ein Angebot hat eine starke Kommunikationsfunktion, wenn Menschen Informationen, Fragen, Reaktionen oder Ergebnisse austauschen können.

Achte auf:

  1. Antwort- und Rückfragemöglichkeiten,
  2. Geschwindigkeit,
  3. Reichweite und Zielgruppe,
  4. Regeln, Datenschutz und mögliche Missverständnisse.

Merksatz: Kommunikation ist nicht nur Senden. Sie umfasst auch Empfangen, Reagieren und Verstehen.


Unterhaltungsfunktion

Ein Angebot hat eine starke Unterhaltungsfunktion, wenn es Aufmerksamkeit, Spannung, Spiel, Humor, Musik oder Entspannung bietet.

Achte auf:

  1. Erzählweise,
  2. Bild, Ton und Rhythmus,
  3. Spannung oder Spielprinzip,
  4. mögliche Ablenkung vom eigentlichen Ziel.

Merksatz: Unterhaltung kann Lernen unterstützen, wenn sie Aufmerksamkeit auf den Inhalt lenkt. Sie kann aber auch vom Ziel ablenken.


Medien aktiv untersuchen


Station 1: Bild als Information

Untersuche das Symbol:

  1. Welche Botschaft verstehst Du ohne zusätzlichen Text?
  2. Welche Information fehlt?
  3. Für welches Ziel reicht ein Symbol aus, für welches nicht?

M-Niveau: Formuliere ein Urteil mit Kriterium + Beobachtung + Zielbezug.

Beispielstruktur: „Für das Ziel … ist das Symbol geeignet, weil … . Das erkenne ich an … .“


Station 2: Audio und Erwartung

Das kurze Radiobeispiel ist auf Wikimedia Commons unter CC0 verfügbar.

Höre zu und notiere:

  1. Welche Funktion erwartest Du nach den ersten Sekunden?
  2. Welche Wirkung entsteht nur durch den Ton?
  3. Welche zusätzliche Information bräuchtest Du für ein sicheres Urteil?

Vergleiche anschließend mit diesem kurzen Nachrichten-Jingle:

Transfer: Erkläre, wie ein akustisches Signal Aufmerksamkeit steuern kann, obwohl es selbst nur wenig Sachinformation enthält.


Station 3: Podcast und Hörmedium

Ein Podcast kann informieren, erzählen, diskutieren oder unterhalten. Prüfe bei einem selbst gewählten, schulgeeigneten Beispiel:

  1. Wer spricht?
  2. Welches Ziel ist erkennbar?
  3. Welche Belege werden genannt?
  4. Welche Wirkung haben Stimme, Musik und Schnitt?

Verwende nur kurze funktionale Ausschnitte. Gib Quelle, Titel und Zeitpunkt an.


Station 4: Video – Nachricht, Meinung und Prüfung

Auftrag: Notiere zwei Merkmale, an denen Du Nachricht und Meinung unterscheiden kannst. Prüfe danach, welche Medienfunktion im Video besonders stark ist und wodurch sie unterstützt wird.

Auftrag: Sammle drei Prüfschritte für Informationen im Netz. Wende mindestens einen davon auf eine zweite Quelle an.


Station 5: Medien selbst gestalten

Erstelle einen Medienbeitrag von höchstens 60 Sekunden oder eine Bildschirmseite zu einem schulischen Thema. Entscheide vorher:

  1. Was ist Dein Ziel?
  2. Welche Funktion steht im Mittelpunkt?
  3. Wer ist die Zielgruppe?
  4. Welche Belege oder Quellen brauchst Du?
  5. Welche Gestaltung unterstützt das Ziel?

Verwende bevorzugt eigene, gemeinfreie oder offen lizenzierte Materialien.

Das Video erklärt Creative Commons. Prüfe die konkrete Lizenz eines Materials immer auf der Originalseite.


Vergleichswerkzeug: Passt das Medium zum Ziel?

Nutze diese Matrix als Visualisierung. Bewerte nicht „allgemein“, sondern immer für ein konkretes Ziel.

Kriterium Leitfrage Beobachtung oder Beleg
Zielpassung Hilft das Angebot genau bei meiner Aufgabe? Inhalt und Funktion nennen
Verlässlichkeit Kann ich Aussagen und Quelle prüfen? Urheber, Beleg, Gegenquelle
Aktualität Ist der Zeitpunkt für mein Ziel wichtig? Datum, Aktualisierung
Kommunikation Kann ich fragen, antworten oder gemeinsam arbeiten? Kommentar, Chat, Rückmeldung
Aufmerksamkeit Unterstützt die Gestaltung das Verstehen? Bild, Ton, Rhythmus, Spiel
Zugänglichkeit Kann die Zielgruppe das Angebot gut nutzen? Sprache, Untertitel, Lesbarkeit
Rechte und Datenschutz Darf ich Material verwenden und Daten teilen? Lizenz, Einwilligung, Datensparsamkeit

Urteilsformel: Ziel → Kriterium → Beobachtung/Beleg → Vergleich → begründetes Urteil.


Beispiel: Ein konkretes Ziel bewerten

Ziel: Eine Klasse soll eine kurzfristige Raumänderung zuverlässig erfahren.

Angebot Hauptfunktion Stärke für dieses Ziel mögliche Grenze
Schulplattform mit offizieller Mitteilung Information klare, nachvollziehbare Quelle wird eventuell nicht sofort geöffnet
Klassenchat Kommunikation schnelle Rückfrage und Weitergabe Nachrichten können übersehen oder verändert weitergegeben werden
kurzer Unterhaltungssclip Unterhaltung kann Aufmerksamkeit erzeugen Kerninformation kann hinter Gestaltung zurücktreten

Begründetes Urteil: Für dieses Ziel ist eine offizielle Mitteilung als verlässliche Hauptquelle sinnvoll; ein Kommunikationskanal kann ergänzend auf die Änderung aufmerksam machen. Das Urteil hängt von Erreichbarkeit und schulischen Regeln ab.


Hilfestufen


Hilfestufe 1: Funktion erkennen

Frage zuerst: Was soll das Angebot hauptsächlich leisten?

  1. Wissen vermitteln → Information
  2. Austausch ermöglichen → Kommunikation
  3. Spannung, Spaß oder Entspannung erzeugen → Unterhaltung


Hilfestufe 2: Zwei Kriterien nutzen

Vergleiche zwei Angebote mindestens mit:

  1. Zielpassung,
  2. Verlässlichkeit,
  3. Kommunikation,
  4. Aufmerksamkeit.


Hilfestufe 3: Urteil formulieren

Nutze dieses Muster:

„Für das Ziel eignet sich besser, weil . Das belege ich mit . Das andere Angebot hat jedoch den Vorteil . Insgesamt entscheide ich mich für , wenn gilt.“


Interaktive Aufgaben mit Feedback


Aufgabe A: Funktion oder Mischung?

Ein Lernvideo erklärt einen Sachverhalt mit Animationen und Humor. Unter dem Video diskutieren Lernende Fragen.

Auftrag: Nenne alle drei möglichen Medienfunktionen und belege jede mit einem beobachtbaren Merkmal.

Tipp: Trenne Videoinhalt, Gestaltung und Kommentarbereich.

Lösungshinweis: Information durch Erklärung; Unterhaltung durch humorvolle Gestaltung; Kommunikation durch Austausch im Kommentarbereich. Entscheidend ist die konkrete Ausgestaltung.

Feedback: Wenn Du nur die drei Begriffe nennst, fehlt noch die Analyse. Auf M-Niveau brauchst Du zu jeder Funktion einen Beleg.


Aufgabe B: Zwei Angebote vergleichen

Du willst Dich in zehn Minuten über ein unbekanntes Thema informieren. Zur Auswahl stehen ein kurzer Erklärclip und ein ausführlicher Lexikonartikel.

Auftrag: Vergleiche beide mit drei Kriterien. Entscheide anschließend, welches Angebot für Dein konkretes Ziel besser passt.

Tipp 1: Prüfe Zeit, Informationstiefe und Nachprüfbarkeit.

Tipp 2: Ein Medium muss nicht in jedem Kriterium besser sein.

Musterlösung: Für einen schnellen Überblick kann ein kurzer Erklärclip passen. Für genaues Nachschlagen und das Prüfen einzelner Aussagen kann ein gut belegter Lexikonartikel geeigneter sein. Die Entscheidung hängt vom Ziel ab.


Aufgabe C: Ein Angebot verbessern

Ein Informationsbeitrag enthält viele Fakten, aber keine Quellen, eine sehr kleine Schrift und laute Hintergrundmusik.

Auftrag: Entwickle drei Verbesserungen und ordne jede einem Kriterium zu.

Musterlösung: Quellen ergänzen → Verlässlichkeit; größere gut lesbare Schrift → Zugänglichkeit; Hintergrundmusik reduzieren → Verständlichkeit und Zielpassung.


KI-Spirale: KI gezielt und transparent nutzen

KI ersetzt keine eigene Textarbeit. Arbeite in dieser Reihenfolge:

  1. Aufgabe verstehen: Markiere Ziel, Operatoren und Material.
  2. Selbst Material erschließen: Notiere eigene Beobachtungen, Belege und offene Fragen.
  3. Eigenen Ansatz entwickeln: Formuliere eine erste Vergleichsidee oder ein Urteil.
  4. KI gezielt befragen: Bitte um Gegenargumente, Prüffragen oder Strukturhilfe – nicht um eine fertige Abgabe.
  5. Unabhängig prüfen: Kontrolliere Texttreue, Fakten, Logik und Quellen selbst.
  6. Eigene Lösung verbessern: Übernimm nur nachvollziehbare Hinweise.
  7. KI-Hilfe transparent machen: Notiere kurz, wofür Du KI genutzt und was Du selbst geprüft oder verändert hast.

Transparenznotiz: „KI genutzt für: … / selbst geprüft mit: … / übernommen oder verändert: …“

Teile keine unnötigen personenbezogenen Daten mit einem KI-System.


Medienrecht und Datenschutz

Die in diesem Kurs eingebetteten Wikimedia-Commons-Dateien sind gemeinfrei oder offen lizenziert; die genaue Lizenz steht auf der jeweiligen Dateiseite. YouTube-Videos werden nur eingebettet und nicht vollständig kopiert.

Für eigene Produkte:

  1. nutze bevorzugt eigene, gemeinfreie oder offen lizenzierte Materialien,
  2. nenne Urheber und Lizenz, wenn dies verlangt wird,
  3. verwende aus geschützten Texten nur kurze funktionale Zitate mit Quelle,
  4. gib geschützte Ganzschriften niemals vollständig wieder,
  5. veröffentliche keine unnötigen personenbezogenen Daten,
  6. hole vor Veröffentlichungen mit erkennbaren Personen nötige Einwilligungen ein.


Prüfungsbezug Baden-Württemberg

Stand: September 2026. Dieser Kurs orientiert sich am Bildungsplan Deutsch Sekundarstufe I, Klasse 10, M-Niveau. Er ist nicht automatisch an ein bestimmtes Prüfungsjahr gebunden.

Das Kultusministerium unterscheidet die Abschlussarten. An der Realschule führt Klasse 10 zur Realschulabschlussprüfung; eine Hauptschulabschlussprüfung kann dort bereits nach Klasse 9 abgelegt werden. Werkrealschul-, Hauptschul- und Realschulabschluss haben eigene Vorgaben.

Für die Realschulabschlussprüfung 2027 veröffentlicht das Kultusministerium eigene Termine und Materialien. Prüfe deshalb vor einer konkreten Prüfung immer Prüfungsjahr + Abschlussart + schulinterne Entscheidung.

Kultusministerium: Haupt- und Realschulabschlussprüfung

Kultusministerium: Prüfungstermine Realschule

Kultusministerium: Haupt- und Werkrealschule

Verbindliche aktuelle Vorgaben klärst Du zusätzlich mit Deiner Schule.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Welche Medienfunktion steht im Mittelpunkt, wenn überprüfbare Sachinformationen vermittelt werden? (Informationsfunktion) (!Kommunikationsfunktion) (!Unterhaltungsfunktion) (!Spielfunktion)




Was ist für eine begründete Medienbewertung besonders wichtig? (Ein konkretes Ziel und nachvollziehbare Kriterien) (!Nur die persönliche Lieblingsplattform) (!Nur die Länge des Angebots) (!Nur die Anzahl der Bilder)




Welche Eigenschaft spricht besonders für eine Kommunikationsfunktion? (Möglichkeit zu Antwort und Rückfrage) (!Eine gedruckte Seitenzahl) (!Ein Filmabspann) (!Eine Hintergrundfarbe)




Welche Beobachtung kann auf eine Unterhaltungsfunktion hinweisen? (Spannung, Humor oder Spielgestaltung) (!Eine Quellenangabe allein) (!Ein Veröffentlichungsdatum allein) (!Eine Seitenzahl allein)




Warum kann ein Medienangebot mehrere Funktionen zugleich erfüllen? (Weil es zugleich informieren, Austausch ermöglichen und unterhalten kann) (!Weil jedes Medium immer nur ein einziges Ziel hat) (!Weil Quellen dadurch unwichtig werden) (!Weil Gestaltung keine Wirkung hat)




Welches Kriterium hilft besonders beim Prüfen einer Information? (Nachvollziehbare Quelle) (!Lautstärke) (!Bildschirmgröße) (!Lieblingsfarbe)




Was gehört zu einer Bewertung auf M-Niveau? (Kriterium, Beleg und Zielbezug) (!Nur ein spontanes Gefühl) (!Nur eine Inhaltsangabe) (!Nur der Name des Mediums)




Was ist bei fremdem Bildmaterial besonders zu prüfen? (Lizenz und Nutzungsrecht) (!Nur die Dateigröße) (!Nur die Bildhöhe) (!Nur die Bildschirmhelligkeit)




Welche Reihenfolge passt zur KI-Spirale? (Erst selbst erschließen und entwickeln, dann KI gezielt nutzen und prüfen) (!Zuerst eine fertige KI-Lösung übernehmen) (!Quellen nur von der KI prüfen lassen) (!Die eigene Analyse durch KI ersetzen)




Was macht eine Medienentscheidung besonders überzeugend? (Ein Vergleich mehrerer Angebote anhand passender Kriterien) (!Eine unbegründete Rangliste) (!Ein besonders langer Text) (!Eine möglichst große Zahl an Fachwörtern)





Memory

Informationsfunktion überprüfbares Wissen
Kommunikationsfunktion Austausch und Rückmeldung
Unterhaltungsfunktion Spannung und Entspannung
Quellencheck Urheber und Belege prüfen
Zielgruppe vorgesehene Nutzende
Creative Commons offene Lizenzmodelle
Datenschutz sparsame Datennutzung
Medienvergleich Kriterien auf Angebote anwenden





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Quellenangabe Verlässlichkeit
Rückfrage Kommunikation
Spannungsbogen Unterhaltung
Untertitel Zugänglichkeit
Lizenzhinweis Nutzungsrecht






Kreuzworträtsel

Information Welche Funktion vermittelt vor allem Wissen und Sachverhalte?
Kommunikation Welche Funktion ermöglicht Austausch und Rückmeldung?
Unterhaltung Welche Funktion zielt auf Spannung, Spaß oder Entspannung?
Quellencheck Wie heißt die Prüfung von Urheber, Belegen und Herkunft?
Zielgruppe Wie nennt man die vorgesehenen Nutzenden eines Angebots?
Urheberrecht Welches Rechtsgebiet schützt kreative Werke?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.
Medien können Wissen vermitteln; diese Aufgabe heißt

.
Wenn ein Angebot Antworten und Rückfragen ermöglicht, erfüllt es eine

.
Spannung, Humor und Spiel weisen häufig auf die

hin.
Eine Bewertung braucht immer ein konkretes

.
Aussagen sollten mit einer nachvollziehbaren

geprüft werden.
Beim Vergleichen helfen vorher festgelegte

.
Für fremde Bilder oder Audios muss die passende

beachtet werden.
KI-Hilfe soll nach eigener Prüfung

gemacht werden.




Selbstkontrolle

Markiere für Dich sicher, teilweise oder noch unsicher:

Ich kann … sicher teilweise noch unsicher
die drei Medienfunktionen unterscheiden
mehrere Funktionen in einem Angebot erkennen
zwei Medien mit Kriterien vergleichen
Aussagen mit Beobachtungen oder Quellen belegen
ein zielbezogenes Urteil formulieren
KI-Hilfe prüfen und transparent machen

Auswertung: Bei „noch unsicher“ wiederholst Du die passende Station und bearbeitest Aufgabe A oder B erneut.


Transfer

Wähle ein reales, schulgeeignetes Ziel, zum Beispiel:

  1. einen Projekttag ankündigen,
  2. ein Rechercheergebnis erklären,
  3. eine Diskussion organisieren,
  4. ein Lernangebot motivierend gestalten.

Vergleiche dafür mindestens drei Medienangebote. Erstelle anschließend eine kurze Empfehlung mit zwei Belegen und einem Gegenargument.


Kompetenzcheck

Du arbeitest auf M-Niveau, wenn Du

  1. Funktionen nicht nur nennst, sondern an Merkmalen nachweist,
  2. mindestens zwei Medien selbstständig mit Kriterien vergleichst,
  3. Vor- und Nachteile auf ein konkretes Ziel beziehst,
  4. Quellen und Gestaltung gemeinsam berücksichtigst,
  5. ein differenziertes Urteil statt eines pauschalen „gut/schlecht“ formulierst,
  6. Materialverknüpfungen zwischen Text, Bild, Audio oder Video herstellst.


Reflexion

Beantworte kurz:

  1. Welches Kriterium verändert Deine Medienwahl am stärksten?
  2. Wann hilft Unterhaltung beim Informieren?
  3. Wann kann schnelle Kommunikation die Verlässlichkeit schwächen?
  4. Welche Quelle würdest Du künftig genauer prüfen?
  5. Wo hat KI Deine Arbeit verbessert – und was musstest Du selbst korrigieren?


Offene Aufgaben


Leicht

  1. Medientagebuch: Sammle an einem Tag sechs Medienangebote und ordne ihnen eine Hauptfunktion zu. Begründe jede Zuordnung in einem Satz.
  2. Bildanalyse: Untersuche zwei frei lizenzierte Commons-Bilder und erkläre, welche Information jeweils ohne Begleittext verständlich ist.
  3. Audiovergleich: Vergleiche die beiden Audiobeispiele aus dem Kurs hinsichtlich Aufmerksamkeit, Information und Wirkung.
  4. Quellencheck: Prüfe einen schulgeeigneten Online-Beitrag mit Urheber, Datum, Quelle und einer zweiten Quelle.


Standard

  1. Medienvergleich: Vergleiche einen Artikel, einen Podcast und ein Video zu demselben Thema mit vier Kriterien.
  2. Zielgruppenanalyse: Gestalte dieselbe Information einmal für eine Schulhomepage und einmal für einen Klassenchat. Begründe die Unterschiede.
  3. Erklärclip: Produziere einen 60-sekündigen Clip mit eigener Sprache und offen lizenzierten Medien. Dokumentiere die Quellen.
  4. Argumentation: Schreibe ein begründetes Urteil darüber, welches von zwei Angeboten für ein selbst gewähltes Lernziel geeigneter ist.


Schwer

  1. Multimodale Analyse: Verbinde Beobachtungen aus Text, Bild, Ton und Video zu einer gemeinsamen Wirkungsanalyse.
  2. Medienkonzept: Plane eine kleine Informationskampagne für die Schule mit mindestens drei Medienformaten und begründe die jeweilige Funktion.
  3. KI-Quellenprüfung: Entwickle zunächst selbst eine Analyse, lasse Dir von KI drei Gegenfragen geben, prüfe diese unabhängig und dokumentiere Deine Änderungen.
  4. Medienprodukt: Erstelle ein eigenes Angebot, teste es mit einer kleinen Lerngruppe und verbessere es anhand von Rückmeldungen, ohne personenbezogene Daten unnötig zu speichern.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Ziel-Medium-Transfer: Für einen kurzfristigen Schulausfall stehen Schulplattform, Messenger, Podcast und Plakat zur Verfügung. Entwickle eine begründete Kombination aus zwei Medien und erkläre mögliche Schwächen.
  2. Funktionskonflikt: Ein Lernvideo ist sehr unterhaltsam, nennt aber keine Quellen. Erkläre, wie Du es verbessern würdest, ohne die motivierende Wirkung zu verlieren.
  3. Materialverknüpfung: Verbinde einen kurzen Text, ein Bild und ein Audio zu einem gemeinsamen Informationsangebot. Begründe die Reihenfolge.
  4. Quellenentscheidung: Zwei Beiträge widersprechen sich. Entwickle einen Prüfplan, bevor Du ein Urteil formulierst.
  5. Adressatenwechsel: Überarbeite eine sachliche Information für zwei unterschiedliche Zielgruppen und erkläre jede Gestaltungsentscheidung.
  6. KI-Revision: Vergleiche Deine erste eigene Lösung mit einem KI-Vorschlag. Markiere mindestens eine Verbesserung, einen Fehler oder eine unbelegte Behauptung und begründe Deine Endfassung.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis sind wichtig:

  1. ein klar benanntes Kommunikations- oder Informationsziel,
  2. der Vergleich von mindestens zwei unterschiedlichen Medienangeboten,
  3. nachvollziehbare Kriterien,
  4. konkrete Beobachtungen oder Quellen als Belege,
  5. ein begründetes, differenziertes Urteil,
  6. ein kleines eigenes Medienprodukt,
  7. korrekte Quellen- und Lizenzangaben,
  8. eine kurze Reflexion über KI-Nutzung und eigene Prüfung.

Im Lernnachweis werden keine externen Medien eingebettet. Verweise auf Quellen erfolgen nur als nachvollziehbare Angaben.




Folgekurs-Empfehlung

Als Vertiefung eignet sich Medienkompetenz mit dem Schwerpunkt Quellenkritik, Desinformation, Urheberrecht und eigene Mediengestaltung. Ein sinnvoller nächster aiMOOC wäre: D10 M - Medienquellen prüfen und eigene Beiträge gestalten.


OERs zum Thema

Freie und offene Materialien:

  1. Wikimedia Commons: Bilder, Audios und Videos mit Lizenzangaben auf der Dateiseite.
  2. klicksafe: Materialien zur Medienkompetenz und Quellenprüfung.
  3. Landesmedienzentrum Baden-Württemberg: Medienbildung und Unterrichtsmaterialien.
  4. ARD Medienkompetenz: Lernangebote zu Medien und Quellen.


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