Zum Inhalt springen

Computersysteme konfigurieren und einrichten - Informationselektroniker - LF 7

Aus MOOCsWiki Staging
aiMOOC-Siegel aiMOOC

Computersysteme konfigurieren und einrichten - Informationselektroniker - LF 7

QR-Code



Einleitung

Ein kleiner Betrieb benötigt einen funktionsfähigen, sicheren Computerarbeitsplatz. Welche Fragen stellst du vor dem Kauf oder Umbau? Wie stellst du sicher, dass Programme, Schnittstellen, Daten und Schutzmaßnahmen zusammenpassen? In diesem aiMOOC bearbeitest du einen Kundenauftrag von der Analyse bis zur überprüfbaren Übergabe. Du begründest technische und wirtschaftliche Entscheidungen und dokumentierst sie so, dass andere Fachkräfte sie nachvollziehen können.

Zielgruppe: Auszubildende zum Informationselektroniker oder zur Informationselektronikerin im 2. Ausbildungsjahr. Der KMK-Rahmenlehrplan nennt für Lernfeld 7 einen Zeitrichtwert von 60 Unterrichtsstunden. Im Zentrum stehen das kundengerechte Einrichten von Computersystemen, Datenschutz, Informationssicherheit, Datensicherung, die sichere Behandlung alter Datenträger sowie die Prüfung und Reflexion von Projektergebnissen. Die Handlungsphasen lauten: analysieren – planen – Varianten vergleichen – auswählen – einrichten – prüfen – reflektieren. KMK-Rahmenlehrplan, PDF-Seite 16

Lernziele: Nach dem Kurs kannst du ein Lastenheft aus einem Gespräch ableiten, ein Pflichtenheft mit prüfbaren Abnahmekriterien verfassen, passende Hard- und Software auswählen, ein sicheres Installations- und Sicherungskonzept entwerfen, den Arbeitsplatz unter Aufsicht einrichten, einen Funktionstest einschließlich Wiederherstellung ausführen und deine Entscheidungen gegenüber einer auftraggebenden Person begründen. Dafür nutzt du ausschließlich fiktive Auftragsdaten und freigegebene Übungssysteme.

Sicherheit: An elektrischen Geräten und in Kundenumgebungen handelst du ausschließlich nach betrieblicher Freigabe, Gefährdungsbeurteilung, Herstelleranleitung und unter befugter fachlicher Aufsicht. Netzteile, netzspannungsführende Teile und Schutzmessungen sind keine Selbstversuche. Für alle Übungen reichen eine stromlose Übungshardware, virtuelle Maschinen, ein simuliertes Inventar und erfundene Dateien.


Kundenauftrag analysieren und Anforderungen festlegen


Vom Kundengespräch zum Lastenheft

Ein Lastenheft beschreibt aus Sicht der auftraggebenden Person, was das Computersystem leisten soll und welche Randbedingungen gelten. Es legt noch nicht alle technischen Umsetzungsdetails fest. Frage nach Tätigkeit, benötigter Software, gleichzeitig geöffneten Programmen, Peripherie, Datenvolumen, Arbeitsplatzergonomie, Barrierefreiheit, bestehendem Netzwerk, Betriebssystembindungen, Kostenrahmen, Termin, Wartung und vorhandenen Lizenzen. Kläre, wer Daten verarbeitet, wer administrieren darf und wer die Abnahme erklärt. Verwechsle nicht den geäußerten Wunsch „Der PC soll schneller werden“ mit einer messbaren Anforderung.

Beispiel für ein fiktives Beratungsgespräch: Der Verein „Musterwerk“ möchte einen vorhandenen Bürocomputer weiterverwenden. Auf ihm sollen Texte, Tabellen und PDF-Dateien bearbeitet werden; ein USB-Scanner muss funktionieren. Täglich entstehen maximal zwei Gibibyte neue oder veränderte Übungsdateien. Der Verein will spätestens am nächsten Arbeitstag weiterarbeiten können, wenn eine Datei verloren geht. Maximal 800 Euro sind für das Modellprojekt vorgesehen. Alle Angaben sind erfunden; eine echte Kundendatei wird nicht benötigt.

Aussage im Gespräch Prüffähige Formulierung für das Lastenheft Nachweis
„Programme müssen laufen“ Textverarbeitung, Tabellenkalkulation und PDF-Anzeige öffnen jeweils eine Übungsdatei fehlerfrei Anwendungstest
„Scanner nutzen“ Das vorhandene USB-Scanmodell erzeugt eine lesbare Test-PDF Testscan ohne personenbezogene Daten
„Daten sollen sicher sein“ Rollen, Sicherungsintervalle, Speicherorte und Rücksicherung werden vereinbart Berechtigungstest und Wiederherstellungsprotokoll
„Nicht zu teuer“ Die dokumentierte Modellkalkulation überschreitet 800 Euro nicht Kostentabelle

Typische Fehler: Anforderungen ohne Abnahmekriterium, stillschweigend angenommene Softwarelizenzen, fehlende Rückfragen zur vorhandenen Hardware oder ein Backupversprechen ohne Klärung der Aufbewahrungsdauer. Eine präzise Nachfrage spart spätere Nacharbeit.


Datenschutz und Datensicherheit unterscheiden

Datenschutz betrifft insbesondere die rechtmäßige Verarbeitung personenbezogener Daten. Datensicherheit schützt Informationen und Systeme vor Verlust, Manipulation und unberechtigtem Zugriff – auch dann, wenn Daten keinen Personenbezug haben. Ein professioneller Auftrag berücksichtigt beides: Zweckbindung und Datenminimierung nach Art. 5 DSGVO, datenschutzfreundliche Voreinstellungen nach Art. 25 und risikogerechte technische und organisatorische Maßnahmen nach Art. 32. Die für den konkreten Betrieb verantwortliche Stelle legt Rechtsgrundlage, Rollen, Lösch- und Aufbewahrungsfristen fest; eine technische Fachkraft entscheidet das nicht allein. DSGVO

Ein nützliches Schutzbedarfsprofil beantwortet drei Fragen: Was darf nicht veröffentlicht werden (Vertraulichkeit)? Was darf nicht unbemerkt verändert werden (Integrität)? Wie lange darf der Dienst ausfallen (Verfügbarkeit)? Dokumentiere Risiken, etwa Geräteverlust, versehentliches Löschen, Schadsoftware und fehlende Updates. Plane von Anfang an geeignete Gegenmaßnahmen. Eine rein technische Einstellung ersetzt keine betriebliche Regelung.


Varianten planen, kompatibel auswählen und entscheiden


Vom Lastenheft zum Pflichtenheft

Das Pflichtenheft erklärt aus Sicht der ausführenden Fachkraft, wie die Anforderungen erreicht werden. Es enthält Inventar und Ausgangszustand, Schnittstellenliste, Systemarchitektur, Auswahlkriterien, Arbeitsmittel, Verantwortlichkeiten, Zeitplan, Sicherheitskonzept, Testfälle und Übergabedokumente. Jeder wichtigen Anforderung ordnest du einen überprüfbaren Test zu. Vereinbare Änderungen vor ihrer Ausführung: Ein nicht freigegebener Produktwechsel ist keine saubere Projektdurchführung.

Kompatibilität bedeutet mehr als einen passenden Stecker. Prüfe Formfaktor, Prozessorsockel, Arbeitsspeichertyp und unterstützte Kapazität, SATA- oder M.2-Anbindung, benötigte PCIe-Lanes, Stromversorgung, Kühlung, Schnittstellen, Treiber, Betriebssystemfreigaben und verfügbare Sicherheitsupdates. Eine M.2-Steckkarte kann beispielsweise über SATA oder PCIe/NVMe angebunden sein: Die gemeinsame Bauform garantiert noch keine Protokollkompatibilität. Verbindliche Daten stehen im aktuellen Handbuch des konkreten Geräte- und Mainboardmodells.

Abbildung: DDR4-Arbeitsspeichermodul. Bei der Auswahl zählen Generation, Bauform, Geschwindigkeit und Herstellerfreigabe, nicht allein die Kapazität. Foto: ElooKoN, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0.

Abbildung: geöffnete SATA-SSD als Anschauungsbeispiel. Flash-Speicher ist nicht dasselbe wie flüchtiger RAM; SATA und NVMe verwenden unterschiedliche Schnittstellenprotokolle. Foto: Hans Haase, Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0.

Fachvideo zu Speichergrundlagen (deutsch, historisches Beispiel): Die Grundlagen von Flash-Speicher sind nützlich, aber konkrete Schnittstellen und Kaufempfehlungen aus 2014 müssen anhand aktueller Herstellerdokumentation aktualisiert werden.

„Wie funktionieren SSDs und USB-Sticks? #7“, brainfaqk, 2014; Videorechte beim Urheber, hier nur Originaleinbettung.


Variantenvergleich mit Nutzwert und Gesamtkosten

Vergleiche mindestens zwei realistische Varianten, etwa Bestandssystem aufrüsten und Neugerät beschaffen. Verwende Muss-Kriterien als Ausschlussbedingungen: Ein Computer ohne benötigte Treiber, ausreichende Leistung oder unterstütztes Betriebssystem ist auch bei niedrigen Kosten ungeeignet. Für die verbleibenden Alternativen bietet sich eine gewichtete Nutzwertanalyse an. Ein Beispiel: Sicherheit und Support 35 %, Funktionsumfang 30 %, Kosten 20 %, Umweltwirkung 15 %. Vergib je Kriterium 0 bis 5 Punkte und berechne die gewichtete Punktzahl als Summe aus Gewicht mal Punktezahl. Bei fünf möglichen Punkten ergeben 4·0,35 + 5·0,30 + 5·0,20 + 4·0,15 = 4,50 von 5. Die Bewertungen sind zu begründen, keine objektiven Naturkonstanten.

Betrachte nicht nur den Kaufpreis, sondern auch Einrichtung, Wartung, Energie, Softwarelizenzen, Ersatzteile, Ausfallrisiko und Entsorgung. Ein vorhandenes Gerät weiterzunutzen kann Ressourcen sparen; eine höhere Leistungsaufnahme und fehlender Support können dagegen sprechen. Beispiel Energie: Bei 60 W gegenüber 35 W und 5 Stunden an 220 Tagen im Jahr ist der rechnerische Mehrbedarf (60 − 35) W · 1.100 h / 1.000 = 27,5 kWh pro Jahr. Mit einem nur angenommenen Strompreis von 0,30 €/kWh sind das 8,25 € pro Jahr. Reale Lastprofile und Preise müssen gemessen bzw. belegt werden.


Computerhardware sicher installieren


Baugruppen und Schnittstellen erkennen

Die Hauptplatine verbindet Prozessor, RAM, Massenspeicher, Erweiterungskarten und Ein-/Ausgabeschnittstellen. Die CPU verarbeitet Befehle, der RAM hält Daten für laufende Prozesse nur während der Stromversorgung bereit, die SSD speichert dauerhaft und die Netzwerkkarte stellt die Kommunikationsschnittstelle bereit. Eine GPU kann für spezielle Bild- und Rechenaufgaben relevant sein. Ein Drucker oder Scanner zählt zur Peripherie. Die Auswahl ergibt sich aus dem Auftrag, nicht aus einer maximal langen Komponentenliste.

Abbildung: ältere Desktop-Hauptplatine mit historischen Steckplätzen. Nutze das Bild zum Erkennen von Grundfunktionen, nicht als aktuelles Kompatibilitätsmuster. Foto: Luciamarflo, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0.

Kurzauftrag zur Bildanalyse: Markiere auf einer selbst erstellten Skizze Speichersteckplätze, Prozessorsockel, Erweiterungssteckplätze und Schnittstellen. Unterscheide anschließend, welche abgebildeten Anschlüsse heute oft durch neuere Standards ersetzt werden. Ein Modell ohne Gerätedatenblatt liefert keine verlässliche Ersatzteilfreigabe.


Arbeits-, Gesundheits- und EMV-Schutz

ESD (elektrostatische Entladung) kann Halbleiter unbemerkt beschädigen. Arbeite mit freigegebenem ESD-Arbeitsplatz, geeigneter ESD-Ausrüstung und der Herstellervorschrift. Gerät ausschalten, gegen unerwartetes Einschalten sichern, alle vorgesehenen Stromquellen fachgerecht trennen und den Arbeitsbereich beurteilen. Bei Akkugeräten, USV und Netzteilen können selbst nach Abschalten gefährliche Energien verbleiben. Öffne niemals ein Netzteil und führe keine Arbeiten an Netzspannung oder Schutzmessungen eigenständig durch. Solche Tätigkeiten bleiben qualifizierten, beauftragten Fachkräften nach geltenden Regeln vorbehalten.

EMV steht für elektromagnetische Verträglichkeit: Geräte sollen sich nicht unzulässig gegenseitig stören. Verwende zugelassene Komponenten, passende Gehäuseabschirmung und die vom Hersteller vorgegebene Kabelführung, Befestigung und Erdungsführung. Beachte sichere Belüftung, mechanische Stabilität, Hebeergonomie, Bildschirmposition und Wartungszugang. Herstellerhinweis: Dell: ESD und elektrische Sicherheit. Berufliche Prüfpflichten, Zuständigkeiten und Prüffristen sind anhand der Gefährdungsbeurteilung und aktuellen DGUV-Information 203-070, Ausgabe 04/2026 bzw. DGUV-Information 203-071 zu klären; dieser Kurs ersetzt keine fachliche Befähigung.

Sichere Alternative: Identifiziere Baugruppen an einem ausgebauten, vollständig stromlosen Demonstrationsgerät oder im virtuellen PC-Baukasten. Erstelle eine Fotodokumentation ohne Kennnummern, echte Kundendaten oder gefährliche Messungen.


Betriebssystem, Programme und Zugriff einrichten


Startvorgang, UEFI und Treiber

Das UEFI ist Firmware, die Hardware initialisiert und den Start des Betriebssystems vorbereitet. Secure Boot prüft im unterstützten Startprozess vertrauenswürdige Signaturen. Ein TPM kann kryptografisches Schlüsselmaterial absichern, ersetzt aber keine Verschlüsselung, ein Backup oder sorgfältige Benutzerrechte. Vor einer Installation prüfst du die Freigabe des vorgesehenen Betriebssystems sowie der Peripherietreiber. Der reale Ablauf hängt von Modell, Firmwarestand, Lizenz und Unternehmensvorgaben ab.

Abbildung: vereinfachter UEFI-Startablauf. Grafik: Amila Ruwan 20, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0; englische Beschriftung.

Deutschsprachiges Fachvideo: „Wie funktioniert ein TPM (Trusted Platform Module)?“, Zerobrain, 2021. Achte auf den Unterschied zwischen gemessenem und abgesichertem Start.

Windows 11 benötigt laut aktueller Microsoft-Dokumentation unter anderem einen kompatiblen Prozessor, mindestens 4 GB RAM, 64 GB Speicher, UEFI mit Secure-Boot-Fähigkeit und TPM 2.0. Das sind Mindestanforderungen, keine Empfehlung für jeden Büroarbeitsplatz; prüfe die tatsächlich benötigte Leistung und aktuelle Herstellerkompatibilität. Microsoft Learn: Windows-11-Anforderungen Windows 10 erreichte sein reguläres Supportende am 14. Oktober 2025; besondere Supportprogramme sind gesondert zu prüfen, statt veraltete Installationen pauschal als sicher einzustufen. Umgehungen von Schutz- oder Plattformanforderungen sind keine Standardlösung.


Installieren, Administrieren und Funktionsfähigkeit prüfen

Ein nachvollziehbarer Installationsablauf ist: Datensicherung und Freigabe des Ist-Zustands dokumentieren; Installationsquelle samt Herkunft und Integrität prüfen; kompatible Firmwareeinstellungen und Datenträger auswählen; freigegebenes Betriebssystem installieren; herstellergeeignete Treiber und Sicherheitsupdates einspielen; Anwendungen mit gültiger Lizenz einrichten; Benutzerkonten und Rechte vergeben; Sicherung und Überprüfung aktivieren; Testfälle und Wiederanlauf testen. Veränderungen an vorhandenen Daten niemals ohne Freigabe vornehmen.

Standardkonto bedeutet, dass für tägliche Tätigkeiten keine dauerhaften Administratorrechte benötigt werden. Least Privilege heißt: Ein Konto erhält nur die erforderlichen Rechte. Nutze Mehrfaktorauthentifizierung, wo vorgesehen, sichere Passwortrichtlinien, Bildschirmsperre und geeignete Laufwerksverschlüsselung mit getrennt verwahrtem Wiederherstellungsschlüssel. Berücksichtige datensparsame Einstellungen, Diagnose- und Telemetrieoptionen, Updatefenster und dokumentierte Zuständigkeiten. Der BSI-Baustein SYS.2.2.3 Clients unter Windows erläutert die Schutzperspektive; vor praktischer Umsetzung ist die aktuelle Edition abzugleichen.

Fehlersuche als Kette: Wenn ein Scanner nicht funktioniert, prüfe zuerst die vereinbarte Schnittstelle und sichtbare Geräteerkennung, dann zulässige Treiber, Dienststatus, Rechte und eine Testdatei. Ein positives Gerätesymbol beweist noch nicht, dass ein gescannter Text als PDF verwertbar ist. Dokumentiere Symptom, Hypothese, kontrollierten Test, Ergebnis und nächste Maßnahme. Verändere niemals fremde Produktivdaten für einen Diagnosetest.


Datenschutz, Datensicherung und nachhaltige Aussonderung


Schutzkonzept mit konkreten Maßnahmen

Ein Sicherheitskonzept ordnet Bedrohungen wirksame Maßnahmen zu. Für einen Einzelarbeitsplatz sind beispielsweise Gerätediebstahl – verschlüsselter Datenträger und Bildschirmsperre; Schadsoftware – Updates, passende Schutzsoftware und eingeschränkte Rechte; versehentliches Löschen – versioniertes Backup und getestete Rücksicherung; Fehlbedienung – kurze Einweisung und klare Zuständigkeiten. Lege für jede Maßnahme einen Nachweis fest, etwa Einstellungen, Prüfprotokoll oder simulierten Wiederherstellungstest. Prüfe, ob externe Cloud- oder Supportdienste datenschutzrechtlich freigegeben sind; „kostenlos“ bedeutet nicht „zulässig“.

Die Datensicherung schützt vor Verlust, nicht automatisch vor unbefugter Einsicht. RPO (Recovery Point Objective) bezeichnet den maximal hinnehmbaren Datenverlust in Zeit, RTO (Recovery Time Objective) die angestrebte Wiederanlaufzeit. Beide Werte sind erst dann belastbar, wenn Speicherleistung, Zuständigkeiten und Übungen dazu passen. Beispiel: Bei täglicher nächtlicher Sicherung beträgt ein mögliches RPO knapp 24 Stunden; ein RPO von einer Stunde wäre damit nicht erfüllt.

Abbildung: 3-2-1-Sicherungsprinzip – drei Datenkopien insgesamt, mindestens zwei Arten von Speichermedien, davon eine an einem anderen Ort oder besonders getrennt geschützt. Grafik: Olaf Pichler, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0.

Die 3-2-1-Regel ist eine hilfreiche Heuristik, keine für jeden Schutzbedarf abschließende Garantie. Ergänze verschlüsselte, gegen unbefugte Änderungen geschützte Sicherungen, definierte Aufbewahrungsfristen und echte Restore-Tests. Beachte, dass viele synchronisierte Cloudordner Löschungen sofort mit übernehmen; Synchronisierung allein ist kein versioniertes Backup. Der BSI-Grundschutzbaustein CON.3 Datensicherungskonzept betont Regelbetrieb, geschützte Aufbewahrung und regelmäßige Wiederherstellbarkeit.

Rechenbeispiel zur Kapazitätsplanung: Es liegen 55 GiB Ausgangsdaten vor. Pro Tag fallen vereinfachend 2 GiB versionierte Änderungen an; es sollen 14 Tagesstände aufbewahrt werden. Eine vorsichtige Modellrechnung ohne Kompression oder Deduplizierung lautet 55 GiB + 14 · 2 GiB = 83 GiB. Mit angenommenen 20 % Reserve ergibt das 99,6 GiB. Ein 1-TB-Sicherungsdatenträger bietet nominell deutlich mehr Platz, aber Dateisystem, Versionierungsverfahren, andere Daten und tatsächliche Änderungsrate müssen vorab berücksichtigt werden. Bei einer stark veränderten Datenbank kann dieses Modell zu optimistisch sein. Ein zusätzlicher Restore-Test prüft Funktion und Zeitbedarf, nicht nur belegten Speicher.


Daten sicher löschen und Altgeräte behandeln

Ein gewöhnliches „Löschen“ oder Schnellformatieren ist bei Festplatten und besonders bei SSDs kein verlässlicher Nachweis der Datenvernichtung. Lege abhängig von Schutzbedarf, Datenträgertyp und Herstellerunterlagen ein autorisiertes Verfahren fest, beispielsweise eine geeignete Sanitize-/Secure-Erase-Funktion, fachgerecht geplante kryptografische Löschung oder zertifizierte Vernichtung. SSD-Wear-Leveling kann bewirken, dass mehrfaches Überschreiben nicht alle Speicherbereiche erfasst. Prüfe deshalb die technische Eignung, Zuständigkeit und Nachweisführung. Dokumentiere die Entscheidung, ohne Schlüssel oder schutzbedürftige Inhalte offenzulegen. Fachgrundlage: BSI CON.6 Löschen und Vernichten; vor tatsächlicher Anwendung die aktuelle Fassung prüfen.

Trenne Wiederverwendung von Entsorgung: Erst funktionsfähige und sichere Weiterverwendung erwägen, dann fachgerechte Erfassung nach dem aktuellen ElektroG. Nicht freigegebene Datenträger gehen niemals mit erkennbaren Daten in den Abfall. Akkus und gefährliche Komponenten behandelt nur zuständiges Fachpersonal gemäß Arbeitsanweisungen. Für Übungen genügt eine virtuelle Testdatei auf einem isolierten virtuellen Datenträger: Stelle Löschkonzept, Freigabe- und Nachweisformular vor, ohne reale Kundendaten oder physische Datenträger zu vernichten.


Vollständiger Praxisfall: Büroarbeitsplatz in Betrieb nehmen


Ausgangslage und prüffähiges Auftragsziel

Fiktiver Auftrag „Musterwerk“: Ein gemeinnütziger Modellbetrieb möchte einen vorhandenen Desktop für Office, PDF und einen USB-Scanner sicher einrichten. Vorhanden sind ein betriebsseitig freigegebener Desktop mit funktionsfähigem, aktuell unterstütztem Prozessor, UEFI, TPM 2.0, passenden Speichersteckplätzen und genehmigtem Zugriff auf ein bereits vorhandenes NAS mit Festplatten. Der Ausgangszustand ist dokumentiert; es gibt keine echten Personen-, Vereins- oder Geschäftsdaten. Die Gerätefreigabe und Kompatibilitätsprüfung sind Teil der Aufgabe, nicht durch die Modellangabe ersetzt.

Lastenheft-Ausschnitt: Texte, Tabellen und PDF-Dateien sollen geöffnet und gespeichert werden können. Ein definierter USB-Testscanner erstellt eine PDF-Testdatei. Ein täglicher automatischer Sicherungsstand und eine zusätzliche getrennt verwahrte Kopie sollen vorliegen; die Wiederherstellung einer Testdatei muss vorgeführt werden. Standardnutzende dürfen keine Software ohne Freigabe installieren. Die Lösung soll maximal 800 Euro nach den angenommenen Modellpreisen kosten. Vorhandene funktionsfähige Teile sollen nach Möglichkeit weitergenutzt werden.

Pflichtenheft-Ausschnitt: Aufrüstung auf herstellerfreigegebene 16 GiB RAM und eine kompatible 512-GB-SSD; Installation einer aktuell unterstützten, im Modell freigegebenen Linux-Distribution mit Langzeitpflege; Einrichtung von LibreOffice, PDF-Anzeige und eines für den Testscanner freigegebenen Treibers; Konto „Demo-Nutzung“ ohne Administratorrechte; vollständige Datenträgerverschlüsselung, getrennt verwahrte Wiederherstellungsinformation, Updates; versionierte tägliche Sicherung auf dem freigegebenen NAS und eine verschlüsselte wöchentliche Offline-Kopie auf externer HDD. Die Freigabe einer anderen Betriebssystemvariante setzt zuvor geprüfte Treiber und Lizenzen voraus. Weder Schlüsselinhalte noch echte Nutzungsdaten gehören in den Bericht.


Varianten und durchgerechnete Entscheidung

Alle Geldbeträge und Leistungen sind fiktive Übungsannahmen, keine Marktangebote. Die Arbeitszeit umfasst Analyse, technische Umsetzung, Prüfung und Übergabe; das bestehende NAS ist im Beispiel eine freigegebene Ressource ohne zusätzliche Beschaffungskosten.

Kostenposition A: Bestandsgerät aufrüsten B: Ersatzgerät anschaffen
Computer 0 € aus Bestand 630 €
RAM und SSD 50 € + 85 € im Neugerät enthalten
Verschlüsselt nutzbare externe HDD 75 € 75 €
Passendes Anschlussmaterial 10 € 0 €
Arbeitszeit zum angenommenen Satz von 60 €/h 6 h · 60 € = 360 € 4 h · 60 € = 240 €
Modellgesamtkosten 580 € 945 €

Entscheidung: A unterschreitet das Budget um 220 €; B überschreitet es um 145 €. A kostet in der Modellrechnung 365 € weniger. A wird nur gewählt, wenn unterstützte Firmware, Treiber, Sicherheitsupdates, Scannerfunktion und betriebliche Risikobewertung tatsächlich passen. Andernfalls muss der Auftrag mit dem Auftraggeber neu abgestimmt werden; ein scheinbar günstiger, unsicherer Rechner darf nicht einfach geliefert werden. Für A ist keine kostenpflichtige Betriebssystemlizenz kalkuliert; prüfe dennoch Lizenzen der installierten Anwendungen, mögliche Dienstleistungs- und Wartungskosten sowie die Softwarefreigabe.


Arbeitsplan, Verantwortung und sichere Alternative

Schritt Modellzeit Tätigkeit und Dokument Sicherheits- und Freigabepunkt
Analyse 0,75 h Anforderungsliste, Inventar, Ist-Zustand und Schutzbedarf Nur fiktive Daten; Auftrag und Zugriff genehmigt
Planung 0,75 h Zwei Varianten, Kompatibilitätsliste, Pflichtenheft, Sicherungsplan Fachliche Prüfung von Hardware, Herstellerfreigaben und Lizenzen
Vorbereitung und Hardware 1,00 h Stromloser Aufrüstungsschritt durch befugte Person; alternativ nur digitale Baugruppensimulation Keine Arbeiten an Netzspannung; ESD- und Herstellervorgaben
Softwareinstallation 1,50 h Freigegebenes System, Treiber und Anwendungen, dokumentierte Versionen Keine Produktivdaten löschen; Quellen und Integrität prüfen
Schutz und Backup 1,00 h Rollen, Verschlüsselung, Updates, täglicher NAS-Job, Offline-Medium Freigegebene Speicherorte und getrennte Schlüsselverwaltung
Test und Übergabe 1,00 h Testfälle, Rücksicherung, Kosten-Soll-Ist, fiktive Einweisung und Reflexion Auftraggeber prüft Abnahmekriterien; keine personenbezogenen Nachweise
Summe 6,00 h Projektdokumentation Verantwortlichkeiten geklärt

Durchführung im Labor: Erzeuge zwei erfundene Dateien „auftrag-test.txt“ und „scan-test.pdf“; nutze eine virtuelle Maschine, ein Test-USB-Gerät oder eine von der Ausbildungsleitung freigegebene Übungsplattform. Für die Sicherungsübung ersetzt ein freigegebener virtueller Netzwerkordner das echte NAS. Demonstriere eine Wiederherstellung nach absichtlichem Löschen ausschließlich einer Kopie der Testdatei. Gefährliche Arbeiten, reale Datenlöschung und nicht freigegebene Netzänderungen werden nicht ausgeführt.


Prüftabelle, Arbeitsergebnis und Abnahmeraster

Test-ID Prüfhandlung mit Testdaten Erwartetes Ergebnis Nachweis
P1 Systeminventar und OS-/Treiberstand mit der Freigabeliste vergleichen Hardware und Software sind nachweisbar kompatibel und unterstützt Versionsübersicht ohne Gerätegeheimnisse
P2 Standardkonto startet Büroprogramme und öffnet zwei Beispieldateien Dokumente sind lesbar und bearbeitbar; keine Adminrechte für Alltagskonto Testprotokoll
P3 Mit freigegebenem Übungsscanner ein Dokument scannen Test-PDF ist lesbar und unter definiertem Pfad vorhanden Datei- und Funktionstest
P4 Backupstatus kontrollieren, Testdatei sichern und aus Sicherung wiederherstellen Bytegleicher Inhalt; Quelle und Ziel sind getrennt; Wiederherstellungszeit notiert Wiederherstellungsprotokoll, optional SHA-256-Vergleich
P5 Verschlüsselung, Bildschirmverriegelung, Updates und Rollen anzeigen Vereinbarte Schutzmaßnahmen aktiv, Schlüssel nicht im Protokoll Checkliste ohne Geheimwerte
P6 Modellkosten und Nutzerfeedback gegen Lastenheft vergleichen Maximal 800 €; alle Muss-Anforderungen erfüllt oder Abweichung offen dokumentiert Soll-Ist-Abgleich und fiktive Abnahme

Prüfbares Arbeitsergebnis: Eine abgabefertige Projektmappe enthält anonymisiertes Lastenheft, Pflichtenheft, Kompatibilitätsmatrix, Varianten- und Kostenrechnung, Arbeitsplan, Schutz- und Sicherungskonzept, Testmatrix mit Ist-Ergebnissen, Rücksicherungsnachweis, Entsorgungs-/Löschkonzept, Übergabeprotokoll und kurze Reflexion. Jeder Test erhält Datum, Prüfperson als fiktive Rolle, Soll, Ist und Status (bestanden, nicht bestanden oder nicht geprüft). Offene Abweichungen werden nicht als bestanden ausgegeben.

Bewertungsraster für den Lernnachweis (100 Punkte; Unterrichtsraster, kein amtlicher Prüfungsmaßstab):

Kriterium Maximalpunkte Beobachtbarer Qualitätsnachweis
Analyse und Lastenheft 15 Vollständige, priorisierte Anforderungen und messbare Abnahmekriterien
Pflichtenheft und Variantenentscheidung 20 Kompatibilität, Kosten, Nachhaltigkeit und nachvollziehbare Entscheidung
Fachlich sichere Einrichtung 25 Freigaben, korrektes Setup, Rechte, Schutzmaßnahmen, ESD-/EMV-Bewusstsein
Prüfung und Wiederherstellung 20 Dokumentierte Testfälle, echte Testdaten-Rücksicherung und Abweichungsbehandlung
Dokumentation, Übergabe, Reflexion 20 Reproduzierbare Mappe, verständliche Einweisung, konkrete Verbesserungsvorschläge
Gesamt 100 Individuelles Feedback anhand der Nachweise

Rückmeldung: Gute Nachweise zeigen nicht nur, dass etwas funktioniert, sondern wie du es gemessen, geprüft oder simuliert hast. Fehlt beispielsweise ein erfolgreicher Restore-Test, ist die Backup-Anforderung noch nicht nachgewiesen. Prüfe den Fehler, dokumentiere die Korrektur und wiederhole den betroffenen Test. Reflexionsfragen: Welche Anforderung war unklar? Welcher Test entdeckte einen Fehler? Welche Arbeitsschritte würdest du beim nächsten Auftrag verändern?


Interaktive Aufgaben


Quiz: Prüfe dein Fachwissen

Welcher Inhalt gehört zuerst in ein Lastenheft? (Eine überprüfbare Beschreibung des Kundenbedarfs) (!Eine bereits festgelegte Liste aller Treiberversionen) (!Ein Protokoll der durchgeführten Endabnahme) (!Eine ungeprüfte Kaufempfehlung ohne Anforderungen)




Wozu dient ein Pflichtenheft im Kundenprojekt? (Es beschreibt die geplante Umsetzung und ihre Prüfkriterien) (!Es ersetzt die Freigabe der auftraggebenden Person) (!Es enthält nur den späteren Rechnungsbetrag) (!Es erlaubt Änderungen ohne Dokumentation)




Welche Aussage zur Kompatibilität einer M.2 SSD stimmt? (Bauform und unterstütztes Speicherprotokoll müssen zusammenpassen) (!Jede M.2 SSD nutzt immer automatisch das gleiche Protokoll) (!Die Farbe der Platine bestimmt die Einsetzbarkeit) (!Jeder M.2 Steckplatz ist mit jeder SSD elektrisch identisch)




Was ist ein typischer Schutz vor Schäden durch elektrostatische Entladung? (Ein freigegebener ESD Arbeitsplatz nach Herstellervorgabe) (!Das Berühren spannungsführender Netzteilkontakte) (!Das Ablegen empfindlicher Platinen auf einem Teppich) (!Das Öffnen des Netzteils zur Entladung)




Welche Funktion hat der Arbeitsspeicher? (Er hält Daten laufender Prozesse während der Versorgung bereit) (!Er ersetzt das dauerhafte Backup auf einem zweiten Medium) (!Er speichert jede Datei ohne Strom unbegrenzt) (!Er stellt allein die rechtliche Softwarelizenz bereit)




Was trifft auf ein Standardbenutzerkonto zu? (Es soll die für den Alltag nötigen Rechte ohne dauerhafte Administration besitzen) (!Es muss alle Schutzfunktionen beliebig abschalten dürfen) (!Es benötigt immer Zugriff auf die Sicherungsschlüssel) (!Es ersetzt eine Prüfung des Betriebssystemstands)




Was beschreibt das Recovery Point Objective? (Den maximal akzeptierten zeitlichen Datenverlust) (!Die Dauer des Hardwareeinbaus in Minuten) (!Die Größe des eingebauten Arbeitsspeichers) (!Die veranschlagte Lebensdauer des Monitors)




Welcher Nachweis belegt die Nutzbarkeit einer Datensicherung am besten? (Eine erfolgreiche dokumentierte Wiederherstellung von Testdaten) (!Allein das Leuchten einer externen Festplattenanzeige) (!Ein voller Ordner ohne geprüfte Dateiinhalte) (!Ein Screenshot einer geplanten Sicherung ohne Ausführung)




Weshalb genügt normales Schnellformatieren einer SSD nicht als sicheres Löschkonzept? (Weil dabei Datenreste in nicht adressierten Bereichen verbleiben können) (!Weil jede SSD ausschließlich flüchtigen RAM enthält) (!Weil Dateinamen grundsätzlich nie gelöscht werden können) (!Weil ein angeschlossener Bildschirm Datenträger automatisch löscht)




Welche Maßnahme zeigt eine sachgerechte Projektabnahme? (Prüfergebnisse mit vereinbarten Zielen und Kundenfeedback vergleichen) (!Nur den Rechner einschalten und alle Tests als bestanden markieren) (!Bei Fehlern die ursprünglich festgelegten Ziele heimlich ändern) (!Ein fehlgeschlagenes Backup ohne Vermerk ignorieren)





Memory

Ordne jeden Fachbegriff genau einer Beschreibung zu. Prüfe deine Zuordnungen an den Fachkapiteln, ohne die Reihenfolge einfach zu übernehmen.

Lastenheft Vom Auftraggeber festgelegte Anforderungen an das Ergebnis
Pflichtenheft Technisch beschriebener Plan zur Umsetzung der Anforderungen
UEFI Firmwareumgebung zur Vorbereitung des Systemstarts
ESD Elektrostatische Entladung mit Gefahr für empfindliche Bauteile
RPO Maximal akzeptierter Zeitraum eines möglichen Datenverlusts
Restore-Test Kontrollierte Wiederherstellung einer zuvor gesicherten Testdatei





Drag-and-drop

Verbinde die fünf Begriffe mit ihrer passenden Funktion im beruflichen Arbeitsablauf.

Passender Begriff Beschreibung im Projekt
Anforderungsanalyse Kundenbedarf sammeln und in testbare Ziele übersetzen
Kompatibilitätsprüfung Schnittstellen und Herstellerfreigaben vor einer Auswahl abgleichen
Systemeinrichtung Betriebssystem, Treiber, Anwendungen und Konten konfigurieren
Wiederherstellungstest Gesicherte Übungsdateien in einem kontrollierten Versuch zurückholen
Abnahmegespräch Testergebnisse und Abweichungen mit dem Auftraggeber bewerten





Kreuzworträtsel

Trage zu jeder Umschreibung den fachlich richtigen Einzelbegriff ein.

Lastenheft Wie heißt das Dokument mit dem beschriebenen Bedarf aus Kundensicht?
Pflichtenheft Welches Dokument beschreibt die geplante technische Realisierung?
Firmware Welche gerätenahe Software bereitet unter anderem den Start vor?
Backup Wie heißt eine zusätzliche Sicherungskopie von Daten?
Treiber Welche Software vermittelt zwischen Betriebssystem und Geräteschnittstelle?
Schnittstelle Wie nennt man die definierte Verbindung zwischen zwei Systemkomponenten?





LearningApps

Nutze die themenbezogene Suche nach zusätzlichen Übungen. Die Treffer stammen von externen Anbietenden und sind vor dem Unterricht auf Aktualität, Datenschutz und fachliche Eignung zu überprüfen; diese Suche ist keine Zusage über eine bestimmte bereits vorhandene Aufgabe.


Lückentext

Ergänze pro Satz genau einen Fachbegriff aus den Kapiteln. Achte auf den Zusammenhang der vollständigen beruflichen Handlung.

Ergänze die Fachbegriffe.
Den dokumentierten Kundenbedarf hältst du im

fest.
Die geplante technische Umsetzung beschreibst du im

.
Die frühe Prüfung von Steckplätzen und Protokollen heißt

.
Die moderne Firmwareumgebung eines PCs wird häufig als

bezeichnet.
Eine elektrostatische Entladung nennt man abgekürzt

.
Alltagskonten sollen nach dem Prinzip der geringsten

eingerichtet werden.
Der maximal akzeptierte Zeitraum des Datenverlusts heißt

.
Den gewünschten Zeitraum bis zur Wiederaufnahme des Betriebs beschreibt das

.
Ein erfolgreich erprobtes Zurückspielen von Dateien heißt

.
Vor der Aussonderung eines Datenträgers planst du die sichere

.
Der Vergleich von Ist-Ergebnissen mit Projektzielen gehört zur

.
Konkrete Verbesserungen für spätere Aufträge ermittelst du durch

.




Offene Aufgaben

Arbeite ausschließlich mit Testsystemen und frei erfundenen Daten. Zu jeder Abgabe gehört ein überprüfbarer Nachweis und eine kurze Selbsteinschätzung. Eine lernförderliche Rückmeldung benennt jeweils Stärke, noch fehlenden Beleg und nächsten Verbesserungsschritt.


Leicht

  1. Lastenheft: Formuliere vier Fragen für ein Kundengespräch und leite aus den Antworten drei messbare Anforderungen ab. Nachweis: kurze Tabelle mit Anforderung und Testidee.
  2. Computerhardware: Beschrifte auf einer eigenen Skizze CPU, RAM, SSD und zwei Schnittstellen. Nachweis: Foto oder Grafik mit Funktionsbeschreibung, keine Öffnung eines unter Spannung stehenden Geräts.
  3. Datenschutz: Ordne fünf fiktive Situationen den Zielen Vertraulichkeit, Integrität oder Verfügbarkeit zu und erläutere eine passende Schutzmaßnahme. Nachweis: Zuordnung mit Begründungen.
  4. Datensicherung: Zeichne das 3-2-1-Prinzip mit drei ausdrücklich benannten Datenkopien und markiere die getrennt gelagerte Sicherung. Nachweis: Plan mit einer begründeten Wiederherstellungsprobe.


Standard

  1. Pflichtenheft: Erstelle für einen fiktiven Büro-PC ein Pflichtenheft mit Hardware-/Softwareliste, Sicherheitsvorgaben und mindestens fünf Abnahmekriterien. Nachweis: prüfbare Version.
  2. Computerkompatibilität: Vergleiche zwei erfundene Aufrüstungsvarianten nach Schnittstellen, Support, Kosten und Umweltwirkung. Nachweis: begründete Entscheidungsmatrix.
  3. Betriebssystem: Konfiguriere in einer freigegebenen virtuellen Maschine ein Standardkonto, Updates und ein Büroprogramm; dokumentiere, welche Administratorrechte du bewusst nicht vergibst. Nachweis: anonymisierte Checkliste.
  4. Backup: Sichere eine selbst erzeugte Übungsdatei versioniert, lösche nur deren Arbeitskopie und stelle sie aus der Sicherung wieder her. Nachweis: Testprotokoll mit Soll, Ist und Wiederherstellungsdauer.


Schwer

  1. IT-Projektmanagement: Übernimm die Rolle eines IT-Dienstleisters und entwickle für ein erfundenes Zwei-Arbeitsplatz-Szenario Lastenheft, Pflichtenheft, Zeitplan und Risikoregister. Nachweis: vollständige Projektmappe.
  2. Nutzwertanalyse: Rechne den Variantenvergleich mit selbst begründeten Gewichten und einer Sensitivitätsprüfung durch. Nachweis: Kalkulation mit Erklärung, wann die Empfehlung kippt.
  3. Informationssicherheit: Entwirf ein Datensicherheits- und Datenschutzkonzept mit Rollen, RPO, RTO, Verschlüsselung, Restore-Tests sowie Freigabeschritten für SSD-Aussonderung. Nachweis: auditierbare Matrix; Löschung nur als Modell, nicht real ausführen.
  4. Qualitätssicherung: Simuliere einen fehlgeschlagenen Scan- oder Restore-Test. Entwickle Hypothesen, teste im Übungssystem eine Fehlerbehebung, verfasse Abnahmeprotokoll und eine fachliche Einweisung als kurzes Video ohne erkennbare Personen- oder Betriebsdaten.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Anforderungsanalyse: Ein Auftrag lautet „ein schneller und sicherer PC“. Welche fünf Rückfragen sind nötig, und wie machst du daraus messbare Soll-Kriterien?
  2. Technische Dokumentation: Welche Bestandteile eines Pflichtenheftes fehlen, wenn nur RAM und SSD aufgelistet sind, und weshalb gefährdet das die Abnahme?
  3. Kompatibilität: Eine vorhandene M.2-Schnittstelle und eine neue SSD haben unterschiedliche Protokolle. Wie gehst du vor, bevor du beschaffst?
  4. IT-Sicherheit: Begründe, warum ein tägliches Standardkonto, Datenträgerverschlüsselung und eine getrennte Sicherung unterschiedliche Risiken adressieren.
  5. Wirtschaftlichkeit: Im Praxisfall steigen die Arbeitskosten von A um 80 Euro. Wie verändern sich Gesamtpreis, Budgetreserve und Vergleich zu B?
  6. Datensicherung: Entwirf einen überprüfbaren Test, der zwischen erfolgreichem Backup-Job und tatsächlich wiederherstellbaren Dateien unterscheidet.
  7. Nachhaltigkeit: Vergleiche Reparatur, Wiederverwendung und Entsorgung bei zwei Rechnern anhand von Sicherheitsunterstützung, Ressourcen und laufendem Energiebedarf.
  8. Projektreflexion: Eine Kundin meldet nach der Übergabe einen nicht funktionierenden Scanvorgang. Beschreibe das weitere Vorgehen mit Fehlerprotokoll, Test und möglicher Korrektur der Abnahme.

Rückmeldehilfe: Prüfe bei jeder Antwort die Verbindung aus fachlicher Begründung, Nachweis, Konsequenz und Alternative. Reine Begriffsnennungen reichen für eine vollständige berufliche Handlung nicht aus.


Lernnachweis

Konkretes Abschlussprodukt: Reiche für den Praxisfall „Musterwerk“ eine zusammenhängende, vollständig mit Übungsdaten erstellte Projektdokumentation ein. Sie muss Lastenheft, Pflichtenheft, Soll-Ist-Inventar, Kompatibilitätscheck, mindestens zwei Lösungsvarianten, nachvollziehbare Kosten- und Zeitrechnung, Freigaben, Arbeitsplan, Schutzkonzept, Sicherungsschema, Protokoll einer erfolgreichen Test-Rücksicherung, Lösch-/Entsorgungskonzept, Test- und Abnahmeübersicht sowie eine Reflexion enthalten. Beschreibe auch, wenn eine Maßnahme aus Sicherheitsgründen nur simuliert wurde.

Prüfbare Mindestbelege: Mindestens fünf formulierte Muss-Anforderungen mit Testkriterien; eine begründete Variantenentscheidung; die korrekte Kostenrechnung; eine nachvollziehbare sichere Konfiguration; sechs ausgefüllte Testfälle; ein Restore-Test mit Testdatei; eine dokumentierte offene Abweichung oder die ausdrückliche Bestätigung, dass keine festgestellt wurde. Der Nachweis kann als Wiki-Text, PDF oder als geschütztes Lernportfolio erstellt werden, ohne reale Kunden- oder Schülerdaten zu veröffentlichen.

Bewertung und Lernfeedback: Nutze das 100-Punkte-Raster aus Kapitel 6. Stelle zu jedem Kriterium die erzielten Punkte neben den vorhandenen Beleg, gib eine konkrete Verbesserungsempfehlung und ermögliche nach der Korrektur einen erneuten Test. Dieses Unterrichtsraster ist keine behördlich festgelegte Abschlussprüfung oder Prüfungszulassung.

Kompetenzbezug: Der Kurs orientiert sich am KMK-Lernfeld 7. Die praktische betriebliche Ausbildung richtet sich zusätzlich nach dem geltenden BIBB-Berufsprofil und der Informationselektronikerausbildungsverordnung, nach dem betrieblichen Ausbildungsplan, dem anwendbaren Landeslehrplan und den Vorgaben der zuständigen Handwerkskammer. Der Kurs behauptet keine amtliche Anerkennung oder Prüfungszulassung; Prüfungsbestimmungen einschließlich Änderungen sind eigenständig aktuell zu kontrollieren.


OER und Wikipedia

Geprüfte Grundlagen und weiterführende Materialien (Stand der Quellenprüfung: Oktober 2026):

Bilder: Originaldatei, Quelle, Urheber und Lizenz. Die folgenden fünf Medien wurden anhand ihrer Wikimedia-Commons-Dateiseiten ausgewählt. Bildrechte gelten entsprechend der jeweils verlinkten Lizenz; Änderungen und Weitergabe erfordern ggf. Namensnennung und Share-Alike.

Exakter Commons-Dateiname Quelle und Nachweis Urheber Lizenz
File:Desktop Computer Motherboard.jpg Dateiseite Luciamarflo CC BY-SA 4.0
File:RAM Module (SDRAM-DDR4).jpg Dateiseite ElooKoN CC BY-SA 4.0
File:Sf-ssd.jpg Dateiseite Hans Haase CC BY-SA 3.0
File:UEFI boot process.png Dateiseite Amila Ruwan 20 CC BY-SA 4.0
File:3-2-1 backup.svg Dateiseite Olaf Pichler CC BY-SA 4.0

Videonachweise: Die deutschsprachigen YouTube-Fachvideos wurden anhand ihrer konkreten Videodatensätze mit Titel und Kanal abgeglichen. Sie sind keine frei nachnutzbaren OER-Dateien und werden nur vom Originalanbieter eingebettet; keine Kopie oder freie Lizenz wird unterstellt.

Video Originalquelle Urheber/Kanal Rechtehinweis
Wie funktionieren SSDs und USB-Sticks? #7 YouTube, 2014 brainfaqk Originaleinbettung; Urheberrechte beim Rechteinhaber
Wie funktioniert ein TPM? YouTube, 2021 Zerobrain Originaleinbettung; Urheberrechte beim Rechteinhaber

Wikipedia zum Vertiefen: Der deutschsprachige Überblick zur Datensicherung ergänzt das Schutzkonzept; überprüfe bei technischen Einzelheiten die verlinkten aktuellen Fachquellen.

Mediengrenze: Der Kurs bindet zwei geprüfte Fachvideos ein. Weitere aktuell genaue deutschsprachige Installationsvideos wurden nicht als uneingeschränkt geeignete Anleitung übernommen, da gefundene Anleitungen zum Umgehen von Windows-Sicherheitsanforderungen für diesen Lehrzweck nicht passen. Die Grundlagenvideos aus 2014 und 2021 sind keine Garantie aktueller Produktfreigaben.


Verknüpfte Lernbereiche

Fachliche Vernetzung: Lernfeld 4 (informationstechnische Systeme bereitstellen), Lernfeld 5 (Elektroenergieversorgung und elektrische Sicherheit), Lernfeld 6 (elektronische Baugruppen prüfen) und Lernfeld 8 (vernetzte Systeme administrieren) ergänzen LF 7. LF 7 konzentriert sich hier auf kundenbezogene Arbeitsplatzkonfiguration; eine vollständige Planung von Netzwerken gehört schwerpunktmäßig zu LF 8. Dazu kommen Informatik, Mathematik für Kosten- und Kapazitätsmodelle, Wirtschaftslehre für Angebote, Deutsch für Kundengespräche und Dokumentation, Datenschutzrecht und Bildung für nachhaltige Entwicklung.


aiMOOC Projekte



Schulfach+




aiMOOCs



aiMOOC Projekte









MOOCwiki · Deutsch

Nach dem Lernen ist vor dem Lernen

Entdecke direkt den nächsten Lernkurs. Weitere Inhalte erscheinen, wenn Du weiter nach unten scrollst.

Zur MOOCwiki-Hauptseite

Mediathek

Suche verfeinern

Dein Lernplan bestimmt, was oben steht. Alle anderen Inhalte bleiben erreichbar. Seitenaufrufe beeinflussen die Auswahl nicht.

Inhalte werden geladen ...

Mediathek wird aus dem Wiki geladen ...