Christkind und Weihnachten
Einleitung
Warum gibt es Weihnachten, weshalb kommt in manchen Familien das Christkind und in anderen der Weihnachtsmann, und woher stammen die vielen Bräuche? In diesem aiMOOC erkundest du Weihnachten als christliches Fest, als historisch gewachsene Tradition und als gesellschaftliches Ereignis. Du lernst, Glaubensaussagen, historische Quellen und heutige Bräuche zu unterscheiden. Du kannst auch dann teilnehmen, wenn du selbst kein Weihnachten feierst. Die Vielfalt von Familien, Religionen und persönlichen Überzeugungen wird respektiert.
Deine Lernziele: Du erläuterst die biblischen Geburtserzählungen und den 25. Dezember als Festdatum, beschreibst die Entwicklung der Figur Christkind, vergleichst regionale Weihnachtsbräuche und überprüfst Darstellungen anhand vertrauenswürdiger Quellen. Am Ende gestaltest du ein eigenes Lernprodukt und begründest, wie Feste Gemeinschaft, Erinnerung und Konsum beeinflussen.
Historische Postkarte von 1912 mit Christkind und Weihnachtsbaum. Bildquelle: Wikimedia Commons; Urheber nicht bekannt, Lizenz siehe Dateiseite. Die Darstellung ist ein historisches Bild einer Tradition, kein Foto eines tatsächlichen Geschenkebringers.
Die christliche Bedeutung von Weihnachten
Was feiern Christinnen und Christen?
Weihnachten erinnert im Christentum an die Geburt Jesu Christi. Die Feier beginnt vielerorts am Heiligabend (24. Dezember). Der kirchliche Hauptfesttag ist der 25. Dezember; in Deutschland ist auch der 26. Dezember ein gesetzlicher Weihnachtsfeiertag. Der genaue historische Geburtstag Jesu ist nicht gesichert. Der Festtermin wurde erst in den ersten Jahrhunderten des Christentums etabliert und erklärt daher nicht das tatsächliche Geburtsdatum. In Gottesdiensten stehen die Botschaft von Gottes Nähe zu den Menschen, Hoffnung, Frieden und Nächstenliebe im Mittelpunkt.
Im Lauf der Jahrhunderte wurde Weihnachten nicht nur in Kirchen, sondern auch in Familien, Schulen, Vereinen und öffentlichen Räumen gefeiert. Traditionen wie Weihnachtsbaum, Geschenke und festliches Essen haben unterschiedliche Entstehungszeiten. Sie sind keine unveränderlichen Einzelheiten der Bibel. Eine hilfreiche Unterscheidung lautet: Religiöse Bedeutung beschreibt den Glauben an Jesu Geburt; Brauchtum beschreibt, wie Menschen das Fest im Alltag gestalten.
Die Weihnachtsgeschichte als Glaubenstext
Im Lukasevangelium (Lukas 2,1–20) erzählen die Texte von Maria und Josef, der Geburt Jesu in Bethlehem, dem Kind in einer Krippe, Hirten und einer Engelsbotschaft. Das Matthäusevangelium (Matthäus 1–2) enthält andere Schwerpunkte, darunter die Sterndeuter aus dem Osten und den Stern. Die heutige populäre Krippenszene verbindet häufig Motive aus beiden Evangelien. Die traditionellen Namen der drei Könige und die Vorstellung, sie seien genau drei Personen, stammen aus späterer Auslegung; der Matthäustext nennt keine Zahl und keine Namen.
Bei einer Quellenanalyse kannst du fragen: Wer erzählt? Welches religiöse Anliegen verfolgt der Text? Welche Elemente stehen tatsächlich im jeweiligen Evangelium? Welche sind durch Kunst, Krippenspiele und spätere Überlieferungen hinzugekommen? Auf diese Weise respektierst du einen Glaubenstext, ohne historische Sicherheit dort zu behaupten, wo die Quellen sie nicht bieten.
Eine Weihnachtskrippe in Fislisbach in der Schweiz. Foto: EpsilonEridani, Wikimedia Commons, Lizenzangaben auf der Dateiseite.
Videobeitrag zur Bedeutung der Weihnachtsgeschichte (SüdWest TV, mit Materialhinweis ZDF/Terra X); prüfe beim Anschauen, welche Motive aus welchem Evangelium stammen.
Die Geschichte des Christkinds
Geschenkebringer und Reformation
Das Christkind ist eine Brauchfigur, die in vielen Familien am Heiligabend unsichtbar Geschenke bringt. Die Figur entwickelte sich im Zusammenhang mit der Reformation des 16. Jahrhunderts. Zuvor war in vielen Regionen die Beschenkung von Kindern am Nikolaustag, dem 6. Dezember, verbreitet. Reformatorische Kreise wollten die Heiligenverehrung zurückdrängen und lenkten die Aufmerksamkeit auf Christus und das Weihnachtsfest. Martin Luther wird in diesem Zusammenhang mit dem „Heiligen Christ“ als Gabenbringer verbunden.
Die einfache Aussage „Luther hat das heutige Christkind erfunden“ ist jedoch zu ungenau. Historikerinnen und Volkskundler beschreiben einen längeren Wandel, an dem Predigten, Familienbräuche, Krippenspiele und bildliche Darstellungen beteiligt waren. Gerade die spätere engelhafte Erscheinung mit hellem Gewand, Flügeln und Krone hat sich schrittweise herausgebildet. Außerdem begann die Tradition in evangelischen Milieus, ist heute aber häufig in katholisch geprägten Gebieten verbreitet. Religiöse Zugehörigkeit und regionale Gepflogenheiten lassen sich deshalb nicht eins zu eins gleichsetzen.
Christkind, Jesuskind, Nikolaus und Weihnachtsmann
Das Jesuskind bezeichnet Jesus als neugeborenes Kind in der biblischen Erzählung und in der Krippe. Das Christkind als Geschenkebringer ist eine symbolische Figur der Weihnachtsbräuche; seine Gestalt wird häufig wie ein Engel dargestellt. Nikolaus von Myra ist der historische Ausgangspunkt eines Heiligenbrauchs zum 6. Dezember, wobei seine Lebensgeschichte von Legenden überlagert ist. Der Weihnachtsmann ist eine anders entwickelte Figur der neuzeitlichen Geschenkekultur, beeinflusst von Nikolaustraditionen und späterer Werbung.
Es gibt keinen einzigen Brauch, der für alle Familien oder Regionen gilt. Manche Kinder hören von Christkind und Nikolaus, andere vom Weihnachtsmann, wieder andere kennen keine dieser Figuren. Wichtig ist, bei einer Beschreibung zwischen einer symbolischen Erzählfigur und nachprüfbaren historischen Personen zu unterscheiden.
Das Nürnberger Christkind als öffentliche Rolle
Auf dem Nürnberger Christkindlesmarkt wird das Christkind von einer ausgewählten Person dargestellt, die den Markt mit einem Prolog eröffnet und repräsentative Termine wahrnimmt. Es ist eine kulturelle Rolle, nicht die Behauptung, ein übernatürliches Wesen sei öffentlich erschienen. Solche Inszenierungen zeigen, wie Feste Identität stiften und zugleich durch Stadtmarketing und Tourismus geprägt werden.
Darstellung des Nürnberger Christkinds bei einer öffentlichen Veranstaltung. Foto: Stefan Brending, Wikimedia Commons, Lizenzbedingungen siehe Datei.
Advent, Festtage und Symbole
Die Zeit der Vorbereitung
Advent bezeichnet im Kirchenjahr die Vorbereitungszeit auf Weihnachten. Die vier Adventssonntage stehen für den Weg zum Fest. Ein Adventskranz mit vier Kerzen macht das Warten sichtbar: An jedem Sonntag wird meist eine weitere Kerze angezündet. Daneben sind Adventskalender, gemeinsames Backen, Singen, Stille und soziale Aktionen verbreitet. Der Nikolaustag am 6. Dezember ist von Heiligabend am 24. Dezember zu unterscheiden.
Adventskranz mit einer brennenden Kerze. Foto: THWler 33142, Wikimedia Commons, vom Urheber gemeinfrei zur Verfügung gestellt.
Baum, Licht, Krippe und Bescherung
Der Weihnachtsbaum wurde besonders im deutschsprachigen Raum zu einem Symbol häuslicher Weihnachtsfeiern. Im Laufe der Neuzeit veränderten sich Schmücken, Beleuchtung und Verbreitung. Kerzen und Lichter können als Zeichen von Hoffnung und Orientierung gedeutet werden. Die Weihnachtskrippe stellt die Geburt Jesu bildlich dar; sie enthält häufig zusätzliche, später verbundene Überlieferungsmotive. Die Bescherung bezeichnet die Übergabe von Geschenken. In Deutschland und Österreich erfolgt sie in vielen Familien am 24. Dezember; in manchen anderen Ländern am Morgen des 25. Dezember.
Ein geschmückter Weihnachtsbaum in einem deutschen Haushalt. Foto: Viceskeeni2, Wikimedia Commons, CC0.
Weihnachtsmusik und gemeinsames Handeln
Lieder, Vorlesen, Gottesdienstbesuche, Krippenspiele oder gemeinsames Essen geben dem Fest eine zeitliche Form. Manche Bräuche haben einen religiösen Ursprung, andere sind Familienrituale oder regionale Besonderheiten. Du kannst beobachten, wie Menschen durch wiederkehrende Handlungen Erinnerungen und Zugehörigkeit schaffen. Frag auch, wer an den Feiern teilhaben kann: Alleinlebende, Menschen ohne finanzielle Mittel und Zugewanderte erleben die Festzeit unter Umständen anders als idealisierte Werbebilder nahelegen.
Weihnachten in verschiedenen Regionen und Lebenswelten
Regionale Vielfalt
Das Christkind wird besonders in Teilen Süd- und Westdeutschlands sowie in Österreich und weiteren mitteleuropäischen Regionen als Geschenkebringer erzählt. In anderen Gegenden ist der Weihnachtsmann bekannter; häufig kommen beide Vorstellungen vor. Christkindlesmärkte, Weihnachtsmärkte, Sternsingen und regionale Speisen sind nicht überall gleich. In vielen Ländern mit christlicher Tradition unterscheiden sich Feiertermine, Liturgien und Bescherungszeiten; manche orthodoxen Gemeinschaften feiern Weihnachten wegen anderer kirchlicher Kalender an einem anderen bürgerlichen Datum.
Ein Vergleich sollte ohne Wertung erfolgen: Eine Familie, die am 24. Dezember mit dem Christkind feiert, ist nicht „richtiger“ als eine, die am 25. Dezember Geschenke austauscht oder ganz andere Feste feiert. Beschreibe die Unterschiede sachlich und frage nach deren Geschichte.
Feste, Medien und Werbung
Weihnachtsfilme, Schaufenster, Werbung und soziale Medien vermitteln starke Bilder davon, wie Weihnachten angeblich sein soll. Oft werden Geschenke, perfekte Dekoration und Konsum betont. Demgegenüber stehen religiöse Erzählungen, Begegnungen und soziales Engagement. Analysiere Bild, Musik, Farben und Text einer Werbung: Welche Gefühle sollen entstehen? Wird eine Tradition dokumentiert oder ein Kaufwunsch erzeugt? Welches Bild von Familie wird gezeigt, und wer fehlt vielleicht?
Ein öffentliches Fest kann zugleich Kultur, Glaube und Wirtschaft verbinden. Das Beispiel des Nürnberger Christkindlesmarkts hilft dir, Tradition von Vermarktung zu unterscheiden, ohne beides vorschnell gegeneinander auszuspielen.
Gemeinschaft, Verantwortung und Nachhaltigkeit
Welche Werte verbinden Menschen mit Weihnachten?
Viele verbinden Weihnachten mit Frieden, Aufmerksamkeit, Großzügigkeit und Hoffnung. Im christlichen Verständnis verweisen diese Werte auf die Botschaft von der Geburt Jesu; in säkularen Familien können ähnliche Werte ohne religiöses Bekenntnis wichtig sein. Ein gutes Gespräch erlaubt verschiedene Positionen: Welche Rituale fördern Zusammenhalt? Wann erzeugen Erwartungen Druck? Und wie können Menschen einbezogen werden, die nicht mitfeiern?
Weihnachten bewusst gestalten
Geschenke können Freude machen, zugleich verursachen Herstellung, Versand und Verpackung ökologische Belastungen. Nachhaltigere Möglichkeiten sind langlebige Gegenstände, gemeinsam verbrachte Zeit, Selbstgemachtes, Spenden oder sorgfältig ausgewählte gebrauchte Geschenke. Ein Budget verhindert unnötigen Kaufdruck. Prüfe bei Aussagen über „klimaneutrale“ Produkte, ob Belege vorliegen. Mit Rücksicht auf andere kannst du Feste barrierearm, kostengünstig und offen gestalten.
Forschungsauftrag für den Alltag: Befrage freiwillige Personen aus unterschiedlichen Generationen nach einem Weihnachtsbrauch. Halte fest, was persönlicher Bericht ist und was durch historische Quellen belegt wird. Frage niemanden nach vertraulichen Daten und veröffentliche keine privaten Antworten ohne Einwilligung.
Interaktive Aufgaben
Quiz: Prüfe dein Wissen
Woran erinnert Weihnachten im christlichen Glauben? (An die Geburt Jesu Christi) (!An die Gründung der Stadt Rom) (!An den Beginn der Reformation) (!An die Erfindung des Weihnachtsbaums)
Welches Datum ist im westlichen Kirchenjahr der Hauptfesttag von Weihnachten? (25. Dezember) (!6. Dezember) (!1. November) (!14. Februar)
Welche Aussage über den historischen Geburtstag Jesu ist zutreffend? (Sein genaues Geburtsdatum ist nicht gesichert) (!Er wurde nachweislich am 25. Dezember geboren) (!Er wurde nachweislich am 6. Dezember geboren) (!Sein Geburtstag wurde im Mittelalter fotografiert)
Wer besucht im Lukasevangelium das neugeborene Kind? (Hirten) (!Die sieben Zwerge) (!Kaiser Karl der Große) (!Der Weihnachtsmann)
Was stimmt über die Sterndeuter im Matthäusevangelium? (Ihre genaue Anzahl wird im Text nicht genannt) (!Sie heißen im Text ausdrücklich Kaspar Melchior und Balthasar) (!Sie treten ausschließlich im Lukasevangelium auf) (!Sie sind identisch mit den Hirten)
In welchem historischen Zusammenhang entwickelte sich die Christkindtradition als Gabenbringer? (In der Reformationszeit) (!Während der Industrialisierung des Internets) (!Im alten Ägypten) (!Erst nach dem Jahr 2000)
Welche Aussage beschreibt das Christkind angemessen? (Es ist eine Symbolfigur des Weihnachtsbrauchtums) (!Es ist eine historisch amtlich nachgewiesene Person) (!Es steht ausschließlich für den Nikolaustag) (!Es ist überall dieselbe Figur wie der Weihnachtsmann)
Woran erinnert der Nikolaustag? (An den heiligen Nikolaus von Myra) (!An die Einweihung des Nürnberger Rathauses) (!An den ersten Weihnachtstag) (!An die Entstehung von Adventskalendern)
Was verdeutlichen vier Kerzen auf einem Adventskranz häufig? (Die vier Adventssonntage) (!Die vier Evangelisten als feste Kerzenzahl der Bibel) (!Die vier Weihnachtsfeiertage in Deutschland) (!Die vier Jahreszeiten als einzigen Sinn des Advents)
Welche Aussage ist für die Analyse von Weihnachtswerbung wichtig? (Werbung kann Traditionen zeigen und zugleich Kaufwünsche wecken) (!Werbung ist immer eine historische Quelle ohne Absicht) (!Jedes Werbebild zeigt alle Familienformen vollständig) (!Produkte werden durch Weihnachtsdekoration automatisch nachhaltig)
Memory: Begriffe und Bedeutungen
| Advent | Vorbereitungszeit mit vier Adventssonntagen |
| Christkind | Symbolischer Geschenkebringer in vielen Familien |
| Krippe | Bildliche Darstellung der Geburt Jesu |
| Nikolaustag | Gedenktag am sechsten Dezember |
| Bescherung | Übergabe und Öffnen von Geschenken |
| Reformation | Kirchlicher Erneuerungsprozess des sechzehnten Jahrhunderts |
Drag and Drop: Ordne die Traditionen zu
| Ordne jeder Beschreibung den passenden Begriff zu. | Beschreibung |
|---|---|
| Heiligabend | Vorabend des Weihnachtsfestes mit verbreiteter Bescherung |
| Lukasevangelium | Biblischer Text mit der Verkündigung an die Hirten |
| Matthäusevangelium | Biblischer Text mit Sterndeutern aus dem Osten |
| Adventskranz | Kranz mit Kerzen als Zeichen des Wartens |
| Weihnachtsmarkt | Öffentlicher Markt mit winterlichen Angeboten und Festbräuchen |
Kreuzworträtsel: Weihnachten
| Christkind | Wie heißt die oft engelhaft dargestellte Geschenkefigur? |
| Advent | Wie heißt die Vorbereitungszeit vor Weihnachten? |
| Krippe | Wie heißt die Darstellung der Geburt Jesu mit Figuren? |
| Bethlehem | In welcher Stadt wird Jesus in den Geburtserzählungen verortet? |
| Nikolaus | Wie heißt der Heilige mit dem Gedenktag am sechsten Dezember? |
| Bescherung | Wie nennt man das Überreichen der Weihnachtsgeschenke? |
LearningApps
Probiere die Lernspiele zu Christkind und Weihnachten aus und überprüfe anschließend mit deinen Quellen, ob die dort genannten Aussagen stimmen.
Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- Weihnachtssymbole: Zeichne drei typische Symbole und schreibe zu jedem eine gesicherte Bedeutung sowie eine offene Frage auf.
- Adventskalender: Entwirf einen nachhaltigen Adventskalender mit Ideen für gemeinsame Zeit statt Kaufartikeln.
- Weihnachtsgeschichte: Erstelle eine Tabelle mit je zwei Motiven aus Lukas und Matthäus und kennzeichne spätere Ergänzungen.
- Christkind: Beschreibe anhand der historischen Postkarte, wie die Figur dargestellt wird, und unterscheide Beobachtung von Interpretation.
Standard
- Nikolaus von Myra: Recherchiere Unterschiede zwischen Nikolaus, Christkind und Weihnachtsmann und gestalte einen erklärenden Vergleich.
- Weihnachtsbrauchtum in Deutschland: Führe mit freiwilligen Erwachsenen zwei kurze Interviews über regionale Festbräuche und werte sie anonym aus.
- Weihnachtsmusik: Produziere einen kurzen Audiobeitrag über die Wirkung eines traditionellen Weihnachtslieds, ohne geschützte Aufnahmen unerlaubt zu übernehmen.
- Weihnachtskrippe: Gestalte eine Krippenszene aus wiederverwendeten Materialien und erkläre die Herkunft ihrer Motive.
Schwer
- Reformation: Prüfe die Behauptung, Martin Luther habe das heutige Christkind allein erfunden; nutze mindestens zwei Quellen und erläutere Unsicherheiten.
- Weihnachtswerbung: Analysiere eine Werbekampagne auf Bildsprache, Familienbilder und Konsumanreize; erstelle eine begründete Gegenkampagne.
- Nachhaltigkeit: Entwickle einen überprüfbaren Plan für eine ressourcenschonende Klassen- oder Familienfeier mit Budget und Kriterien.
- Religionsfreiheit: Konzipiere eine inklusive schulische Jahresabschlussfeier, bei der Kinder unterschiedlicher religiöser und nichtreligiöser Hintergründe freiwillig mitmachen können.


Lernkontrolle
- Historische Quellen: Erkläre mit mindestens zwei Belegen, weshalb das Datum des Weihnachtsfests nicht automatisch Jesu historischen Geburtstag belegt.
- Biblische Exegese: Vergleiche Lukas und Matthäus und zeige an drei Beispielen, wie spätere Traditionen Erzählmotive zusammenführen.
- Christkind: Erläutere, warum die Christkindtradition mit der Reformation verbunden und gleichzeitig heute konfessionell unterschiedlich verbreitet ist.
- Vergleichende Kulturwissenschaft: Vergleiche zwei regionale Formen der Bescherung und unterscheide Gemeinsamkeiten, Unterschiede und Erklärungen.
- Medienkompetenz: Analysiere eine Weihnachtswerbung hinsichtlich Bildauswahl, Zielgruppe und belegbaren Aussagen.
- Bildung für nachhaltige Entwicklung: Begründe konkrete Regeln für ein festliches, ressourcenschonendes und finanziell zugängliches Zusammensein.
Lernnachweis
Du kannst deinen Lernfortschritt mit einem Portfolio dokumentieren. Es enthält Sachwissen (Bedeutung, Festtage, Evangelien, historische Entwicklung des Christkinds), Methoden (Quellenkritik, genaue Bildbeschreibung, Vergleich, respektvolles Interview), Produkte (Zeitleiste, Poster, Audio, Krippenmodell oder Veranstaltungsplan) und Transfer (nachhaltige, inklusive Gestaltung eines Festes). Für eine überzeugende Leistung nennst du überprüfbare Quellen, trennst Glaubensaussagen von historischen Aussagen, stellst Unterschiede wertschätzend dar und begründest eigene Entscheidungen.
Ein Bewertungsraster kann vier Kriterien mit jeweils null bis drei Punkten nutzen: sachliche Genauigkeit, Qualität der Quellenarbeit, nachvollziehbare Gestaltung und Perspektivenvielfalt. Rückmeldungen sollen Lernwege sichtbar machen statt religiöse Überzeugungen zu bewerten.
OER und Wikipedia
Für vertiefende Recherche eignen sich die folgenden überprüften öffentlichen Quellen:
- Evangelische Kirche in Deutschland: Weihnachten – Überblick über Entstehung und Bräuche.
- Evangelisch.de: Geschichte des Christkinds – Interview zur reformatorischen Entwicklung.
- Evangelisch.de: Luther und das Christkind – Überblick mit historischen Einschränkungen.
- Wikipedia: Christkind – Ausgangspunkt mit weiterführenden Belegen.
- Wikipedia: Weihnachten – Überblick zu Festdatum und Bräuchen.
- Wikipedia: Weihnachtsgeschichte – Unterschiede biblischer Erzählungen.
- Wikimedia Commons: Christkind-Postkarte – historisches Bild mit Angaben zur Nachnutzung.
- Wikimedia Commons: Weihnachtskrippe – Bild- und Lizenzinformationen.
- Wikimedia Commons: Adventskranz – gemeinfreies Foto.
- Wikimedia Commons: Weihnachtsbaum – CC0-Foto.
- Wikimedia Commons: Nürnberger Christkind – Bildbeleg mit Nutzungsbedingungen.
- Videobeitrag: Warum feiern wir Weihnachten? – Medienquelle mit Bildungsbezug.
- Terra X History: Seit wann gibt es Weihnachten? – ein historischer Erklärfilm.
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