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Campbells Soup Cans - Kunst

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Campbells Soup Cans - Kunst

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Einleitung

Campbells Soup Cans - Kunst – ein aiMOOC zu Andy Warhols Campbell’s Soup Cans (1962) für Klasse 7 bis 13.

Leitfrage: Wie verändert die Wiederholung den Blick auf einen Alltagsartikel?

Einstieg: Sieh Dir eine einzelne Suppendose an. Ist sie Werbung, ein Gebrauchsgegenstand oder Kunst? Was ändert sich, wenn Du 32 ähnliche Bilder davon nebeneinander siehst?

Das Original ansehen: Andy Warhol, Campbell’s Soup Cans, 1962 – Sammlung des Museum of Modern Art (MoMA). Öffne dort die Abbildung. Die Museumsseite zeigt das geschützte Werk; die folgenden freien Bilder sind Vergleichsmaterial, nicht das Original.

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Das Kunstwerk verstehen


Beobachtung: Was ist zu sehen?

Eine Dose erscheint frontal, ihr metallischer Deckel ist leicht von oben zu sehen. Rot und Weiß dominieren. Schriftzüge, schwarze Konturen und goldfarbene Details ordnen das Etikett. Fast immer bleibt die Form gleich; die Suppensorte verändert sich.

Die 32 einzelnen, ähnlich großen Leinwände werden häufig als Raster aus vier Reihen gezeigt. Schaust Du länger hin, erkennst Du kleine Unterschiede. Das ist eine Beschreibung – noch keine Aussage über Warhols Absicht.

Bildvergleich – eine echte Dose von 2019 (keine Warhol-Arbeit):

Foto: Famartin, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0. Das abgebildete Verpackungsdesign ist zusätzlich vom Fotorecht zu unterscheiden.


Gesicherte Fakten: Wer, wann, womit?

Künstler und Werk: Andy Warhol, Campbell’s Soup Cans, 1962, Pop Art in der Nachkriegszeit. Es sind 32 Leinwände, je 50,8 × 40,6 cm, mit Acryl- und metallischer Emailfarbe. Sie zeigen die 32 damals angebotenen Suppensorten.

Herstellung: Warhol zeichnete, übertrug Schrift mit einem Projektor, malte die Dosen überwiegend von Hand und stempelte die kleinen Lilienmuster. Wichtig: Die ursprüngliche 32-teilige Serie war keine durchgehend fotografisch siebgedruckte Serie. Den Siebdruck nutzte Warhol verstärkt kurz danach für weitere Werke.

Ausstellung: 1962 standen die Bilder in der Ferus Gallery in Los Angeles auf schmalen Ablagen wie Waren im Laden. Die heute bekannte Rasterhängung ist eine spätere Präsentationsform, nicht die einzige ursprüngliche Anordnung.

Quellen: MoMA, Objektdaten · MoMA, Technik und Wiederholung · MoMA, Ausstellungsformen.


Begründete Deutung: Welche Wirkung entsteht?

Mögliche Deutung: Eine einzelne Dose wirkt gewöhnlich. 32 ähnliche Bilder können wie ein Supermarkt-Regal aussehen. Die Wiederholung macht Alltägliches auffällig, zugleich aber auch austauschbar. Die kleinen Abweichungen lassen Dich genauer hinsehen.

Nicht als Fakt behaupten: Warhol habe ausschließlich Werbung gefeiert oder ausschließlich Konsumkritik betrieben. Beide Lesarten sind diskutierbar. Begründe Deine Meinung mit Farbe, Anordnung und Wiederholung.

Für die Oberstufe: Vergleiche Warenästhetik und Museumsraum. Das Motiv bleibt erkennbar, aber der Kontext verändert seine Bedeutung. Frage nach Originalität, Massenproduktion und dem Verhältnis zwischen Handarbeit und technischer Reproduktion.


Bildvergleich: Werbung vor Warhol

Historische Quelle, nicht Warhol: Eine Campbell-Werbeanzeige von 1905.

Historische Quelle, nicht Warhol: Campbell-Werbung aus dem Ladies’ Home Journal (1923).

Weiterer Vergleich, nicht Warhol: Suppenwerbung von 1925.

Vergleiche: Wo wird ein Produkt angepriesen? Wo lädt ein Bild zum genauen Betrachten ein? Die historischen Drucke belegen frühere Formen der Warenwerbung. Sie sind keine Vorlagen, deren unmittelbare Verwendung durch Warhol hier nachgewiesen wäre.


Technik verstehen – und unterscheiden

Die folgende Commons-Animation zeigt allgemeinen Siebdruck. Sie zeigt nicht die Herstellung der 32 Originalbilder von 1962.

Animation: Nicholas Smith, CC BY-SA 3.0.

Schema: Stefan 024, GFDL 1.2 oder neuer. Ebenfalls eine allgemeine Technikerklärung.

Hörbeispiel: Das Geräusch einer Heidelberger Druckpresse zeigt mechanische Vervielfältigung. Diese Presse arbeitet nicht im Siebdruck und war nicht Warhols Gerät.

Audio: Work With Sounds / teemu.ahola, CC BY 4.0.


Filmische Werkbetrachtung

Smarthistory: „Andy Warhol’s Soup Cans: Why Is This Art?“ (Sal Khan und Steven Zucker). Das verifizierte Video erläutert insbesondere eine einzelne Leinwand als Werkausschnitt. Das Video ist keine frei lizenzierte Kopie des Gesamtwerks.

Vertiefung ab Klasse 11: The Case For Andy Warhol, The Art Assignment / PBS Digital Studios. Achte auf die Aussagen zu Konsum und Wiederholung; der Film behandelt auch andere Werke.

Original-Audio: MoMA-Hörtext zu Formen und Etiketten (Museumsquelle, extern).


Interaktive Bildbetrachtung

Öffne parallel die Originalabbildung im MoMA. Die drei Hilfen lassen sich aufklappen. Antworte erst selbst und öffne dann den Hinweis.

Detail A – Form und Farbe: Hinweis anzeigen

Suche am oberen Rand einer Dose die elliptische Deckelform. Beschreibe danach den Rot-Weiß-Kontrast. Das ist eine Beobachtung.

Detail B – kleine Unterschiede: Hinweis anzeigen

Vergleiche zwei Sortennamen und die kleinen goldenen Ornamente am unteren Rand. Nicht jede Farb- oder Stempelspur ist exakt gleich.

Detail C – Wirkung: Hinweis anzeigen

Deute das Raster als mögliches Warenregal. Begründe Deine Deutung mit der gleichmäßigen Reihung. Ein Gefühl wie „langweilig“ oder „beeindruckend“ ist eine Wirkungsaussage, kein historischer Beweis.

Mini-Vergleich: Schau die Einzel-Dose oben, die historische Werbung und die Serie im MoMA nacheinander an. Ergänze mündlich: „Ich sehe … / Ich weiß aus der Quelle … / Ich deute …“.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Wähle je eine Lösung. Klappe nach jeder Frage das Feedback auf.

Wer schuf die 32-teilige Serie von 1962? (Andy Warhol) (!Pablo Picasso) (!Claude Monet) (!Vincent van Gogh)



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Richtig ist Andy Warhol; das MoMA dokumentiert seine Urheberschaft und die Datierung 1962.


Wie viele Leinwände gehören zur ursprünglichen Serie? (32) (!12) (!16) (!64)



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32 Leinwände entsprachen den damals angebotenen Suppensorten.


Welche Farbflächen prägen die Etiketten? (Rot und Weiß) (!Violett und Grün) (!Blau und Orange) (!Schwarz und Lila)



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Der starke Rot-Weiß-Kontrast macht die Dosen sofort wiedererkennbar.


Was unterscheidet die Motive vor allem? (Der Name der Suppensorte) (!Die Form der Leinwand) (!Das Material der Dose) (!Die Größe des Museums)



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Der Sortenname wechselt; die wiederholte Grundform bleibt fast gleich.


Welche Technik kennzeichnet die ursprünglichen 32 Leinwände? (Handmalerei mit Projektor und Stempelhilfe) (!Vollständig fotografischer Siebdruck) (!Digitaler Farbdruck) (!Fotografie ohne Malerei)



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Die 32 Bilder wurden überwiegend von Hand gemalt. Fotografischen Siebdruck setzte Warhol in anderen Werken kurz danach ein.


Wo wurden die 32 Bilder erstmals ausgestellt? (In der Ferus Gallery in Los Angeles) (!Im Louvre in Paris) (!In der Uffiziengalerie in Florenz) (!Im Prado in Madrid)



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Die erste gemeinsame Präsentation fand 1962 in Los Angeles statt.


Wie wurden die Bilder bei dieser ersten Ausstellung gezeigt? (Auf Ablagen wie Waren im Laden) (!Als Deckenfresko) (!Als Skulpturen im Park) (!Als Filmprojektion)



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Regalbretter erinnerten an die Präsentation von Dosen im Geschäft. Die Rasterhängung wurde später verbreitet.


Zu welcher Kunstrichtung wird das Werk gezählt? (Pop Art) (!Gotik) (!Barock) (!Romantik)



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Pop Art greift häufig Motive aus Werbung, Warenwelt und Massenmedien auf.


Welche Aussage ist eine Deutung statt einer gesicherten Beobachtung? (Die Wiederholung kann wie ein Warenregal wirken) (!Es sind Dosen abgebildet) (!Die Etiketten enthalten Schrift) (!Rot ist auf den Etiketten sichtbar)



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„Wie ein Warenregal“ ist eine begründbare Interpretation. Farben, Schrift und Dosenform kannst Du unmittelbar beobachten.


Was folgt aus einer freien Fotolizenz eines Museumsfotos nicht automatisch? (Dass auch das fotografierte Kunstwerk frei nutzbar ist) (!Dass der Fotograf genannt werden darf) (!Dass es eine Bilddatei gibt) (!Dass man die Lizenz nachlesen kann)



Feedback öffnen
Bildrechte können auf mehreren Ebenen bestehen: an der Fotografie, am abgebildeten Kunstwerk und gegebenenfalls an Marken.



Memory

Finde fünf unterschiedliche Begriffspaare.

Pop Art Kunst mit Motiven der Alltagskultur
Serienprinzip Wiederholung eines Motivs
Ferus Gallery Erster Ausstellungsort in Los Angeles
Bildträger Leinwand
Stempel Hilfe für kleine Ornamente





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Bedeutung
Dosenkörper Zylindrische Grundform
Etikett Fläche mit Sortennamen
Projektor Hilfe beim Übertragen von Schrift
Reihung Gleichmäßige Anordnung ähnlicher Bilder
Konsumkultur Alltag mit Waren und Werbung





Kreuzworträtsel

Warhol Welcher Nachname gehört zum Künstler der Suppendosenserie?
Leinwand Auf welchem Bildträger wurden die Dosen gemalt?
Etikett Wie heißt die bedruckte Fläche auf einer Dose?
Stempel Mit welchem Hilfsmittel entstanden die kleinen Ornamente?
Galerie Welche Art Ausstellungsort war die Ferus Gallery?
Raster Wie heißt eine regelmäßige Anordnung in Reihen und Spalten?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.
Das Kunstwerk entstand im Jahr

.
Die Serie umfasst

Leinwände.
Die abgebildeten Gegenstände sind

.
Die wichtigste Farbkombination ist Rot und

.
Die Dosen unterscheiden sich vor allem durch die

.
Warhol malte die ursprüngliche Serie überwiegend von

.
Bei der ersten Ausstellung standen die Bilder auf

.
Das Werk gehört zur Kunstrichtung

.
Die Wiederholung stellt Fragen nach Konsum und

.



Offene Aufgaben

Die drei Niveaus sind frei wählbar. Dokumentiere Dein Ergebnis und trenne Beobachtung von Deutung.


G – Grundniveau

  1. Bildbeschreibung: Zeichne eine eigene, frei erfundene Produktverpackung viermal nebeneinander. Beschreibe drei sichtbare Formen und Farben. Schreibe zwei Sätze: „Ich sehe …“ und „Die Wiederholung wirkt auf mich …“.


Mittleres Niveau

  1. Bildvergleich: Vergleiche die Campbell-Werbung von 1923, das Foto einer echten Dose und die MoMA-Originalabbildung. Gestalte ein kommentiertes Vergleichsplakat mit zwei Beobachtungen, zwei belegten Fakten und einer begründeten Deutung. Kennzeichne Bilder als Original, Werbung oder Foto.


E – Erweitertes Niveau

  1. Kunstinterpretation: Verfasse eine kurze, quellenbasierte Argumentation zur Frage, ob die Serie Konsumkritik, Würdigung des Alltags oder beides sein kann. Nutze MoMA und das Smarthistory-Video, berücksichtige Handarbeit und Wiederholung und unterscheide Belege von Interpretationen.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Transfer: Erkläre, warum 32 gleiche Trinkflaschen im Supermarkt anders wirken können als 32 Bilder davon im Museum.
  2. Bildanalyse: Beschreibe, wie ein einzelnes fehlendes Motiv die Wirkung eines gleichmäßigen Rasters verändern würde.
  3. Quellenkritik: Die deutschsprachige Wikipedia nennt ein Siebdruckverfahren. Vergleiche diese Angabe mit dem MoMA zur konkreten 32-teiligen Serie und begründe, welche Angabe Du bevorzugst.
  4. Urheberrecht: Eine Fotografin veröffentlicht ein Museumsfoto unter einer freien Lizenz. Erkläre, welche Rechte trotzdem am gezeigten Werk bestehen können.
  5. Begründete Deutung: Formuliere zwei gegensätzliche Deutungen der Wiederholung und stütze jede durch ein sichtbares Merkmal.




Lernnachweis

  1. Werkdaten: Künstler, gesicherte Datierung, Material und Umfang korrekt nennen.
  2. Bildbeschreibung: Formen, Farbflächen, Schrift, Reihung und Unterschiede genau benennen.
  3. Kunstinterpretation: Mindestens eine Deutung mit sichtbaren Merkmalen begründen.
  4. Quellenkritik: Beobachtung, Museumsfakt und Vermutung trennen; Original und Ausschnitt unterscheiden.
  5. Medienkompetenz: Quellen, Urheber und Foto-, Werk- und Markenrechte getrennt ausweisen.




OERs zum Thema

Wikipedia zum Werk (zum Nachlesen und Gegenprüfen; die Angabe „Siebdruckverfahren“ zur ursprünglichen Serie ist mit der neueren MoMA-Forschung abzugleichen):

Gesicherte Fachquellen: MoMA, Original und Werkdaten · MoMA, Entstehung · Smarthistory, Video und Transkript · PBS, ergänzender Kontextfilm.


Mediennachweise und Rechte

  1. Echte Campbell-Dose (2019): Wikimedia Commons, Foto: Famartin, CC BY-SA 4.0; keine Originalabbildung von Warhol.
  2. Werbegrafik (1905): Wikimedia Commons, historische Zeitschrift, Digitalisat: Internet Archive Book Images; Commons vermerkt „No known copyright restrictions“; keine Warhol-Arbeit.
  3. Werbeanzeige (1923): Wikimedia Commons, Curtis Publishing Co., nach Commons gemeinfrei in den USA; Rechte außerhalb der USA gegebenenfalls gesondert prüfen.
  4. Werbeanzeige (1925): Wikimedia Commons, Campbell's Soup Co., nach Commons gemeinfrei in den USA; kein Foto von Warhols Werk.
  5. Siebdruckanimation: Wikimedia Commons, Nicholas Smith, CC BY-SA 3.0; allgemeine Technik, nicht die Herstellung der 32 Bilder.
  6. Siebdruckschema: Wikimedia Commons, Stefan 024, GFDL 1.2 oder neuer.
  7. Druckgeräusch: Wikimedia Commons, Work With Sounds / teemu.ahola, CC BY 4.0; andere Drucktechnik.
  8. Videos: Smarthistory, Sal Khan und Steven Zucker sowie The Art Assignment / PBS Digital Studios; Einbettung über die jeweiligen YouTube-Player, keine Freigabe zum Kopieren oder Wiederveröffentlichen.
  9. Originalwerk: Andy Warhol, Campbell’s Soup Cans, 1962, MoMA, Inv.-Nr. 476.1996.1–32; laut MoMA © Andy Warhol Foundation / ARS; Markenhinweis Campbell's. Das Werk ist nicht gemeinfrei. Auch bei frei lizenzierten Museumsfotos sind die Rechte am Foto und die Rechte am abgebildeten Kunstwerk getrennt zu prüfen. Deshalb hier statt einer Commons-Kopie ein offizieller MoMA-Link und rechtmäßig bereitgestellte Videoplayer.


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