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Buch - Viel Lärmen um nichts - Shakespeare, William

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Deutsche Übersetzung · Lesefassung

Viel Lärmen um nichts

Shakespeare, William

Viel Lärmen um nichts von Shakespeare, William. Volltext der angegebenen historischen deutschen Übersetzung.

DramaKlasse 9–10 · 11–136 Abschnitte
Historische Illustration zu Viel Lärmen um nichts
Historische Illustration zu „Viel Lärmen um nichts“ — Werkbezogene Bildquelle; keine belegte Zuordnung zu der hier angezeigten einzelnen Textstelle. · Artuš Scheiner · Public domain Bildquelle ↗

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Deutsche Übersetzung: Wolf Heinrich von Baudissin

Hinweise für den Unterricht
  • Historische Sprache und zeitgebundene Wertvorstellungen gemeinsam einordnen. Klassenangaben sind redaktionelle Orientierung.

Behutsam angepasste Schreibweise nach einer begrenzten Wortliste. Mehrdeutige Formen, erfasste Namen, Sprechernamen, Bühnenanweisungen, Überschriften und Anmerkungen bleiben unverändert. Keine vollständige redaktionelle Überarbeitung nach heutiger Rechtschreibung. Für wortgetreue Quellenzitate die Quellfassung wählen.

Deutsch · Abschnitt 2 von 6

Erster Aufzug

1
Erste Szene
Vorlage S. 554
2
Leonato, Hero, Beatrice und ein Bote treten auf.
Vorlage S. 554
3
LEONATO.
Vorlage S. 554
4
Ich sehe aus diesem Briefe, dass Don Pedro von Arragon diesen Abend in Messina eintrifft.
Vorlage S. 554
5
BOTE.
Vorlage S. 554
6
Er kann nicht mehr weit sein: er war kaum drei Meilen von der Stadt entfernt, als ich ihn verließ.
Vorlage S. 554
7
LEONATO.
Vorlage S. 554
8
Wie viel Edelleute habt ihr in diesem Treffen verloren?
Vorlage S. 554
9
BOTE.
Vorlage S. 554
10
Überhaupt nur wenig Offiziere, und keinen von großem Namen.
Vorlage S. 554
11
LEONATO.
Vorlage S. 554
12
Ein Sieg gilt doppelt, wenn der Feldherr seine volle Zahl wieder heimbringt. Wie ich sehe, hat Don Pedro einem jungen Florentiner, namens Claudio, große Ehre erwiesen.
Vorlage S. 554
13
BOTE.
Vorlage S. 554
14
Die er seinerseits sehr wohl verdient, und Don Pedro nicht minder nach Verdienst erkennt. Er hat mehr gehalten, als seine Jugend versprach, und in der Gestalt eines Lammes die Taten eines Löwen vollbracht; ja, wahrlich, es sind alle Erwartungen noch trefflicher von ihm übertroffen, als Ihr erwarten dürft, von mir erzählt zu hören.
Vorlage S. 554
15
LEONATO.
Vorlage S. 554
16
Er hat einen Oheim hier in Messina, welchem diese Nachricht sehr lieb sein wird.
Vorlage S. 554
17
BOTE.
Vorlage S. 554
18
Ich habe ihm schon Briefe überbracht, und er scheint große Freude daran zu haben; so große Freude, dass es schien, sie könne sich nicht ohne ein Zeichen von Schmerz bescheiden genug darstellen.
Vorlage S. 554
19
LEONATO.
Vorlage S. 554
20
Brach er in Tränen aus?
Vorlage S. 554
21
BOTE.
Vorlage S. 554
22
In großem Maß.
Vorlage S. 554
23
LEONATO.
Vorlage S. 554
24
Eine zärtliche Ergießung der Zärtlichkeit. Keine Gesichter sind echter, als die so gewaschen werden. Wie viel besser ist's, über die Freude zu weinen, als sich am Weinen zu freuen!
Vorlage S. 554
25
BEATRICE.
Vorlage S. 555
26
Sagt mir doch, ist Signor Schlachtschwert aus dem Feldzug wieder heim gekommen, oder noch nicht?
Vorlage S. 555
27
BOTE.
Vorlage S. 555
28
Ich kenne keinen unter diesem Namen, mein Fräulein. Es wird keiner von den Offizieren so genannt.
Vorlage S. 555
29
LEONATO.
Vorlage S. 555
30
Nach wem fragt Ihr, Nichte?
Vorlage S. 555
31
HERO.
Vorlage S. 555
32
Meine Muhme meint den Signor Benedikt von Padua.
Vorlage S. 555
33
BOTE.
Vorlage S. 555
34
Oh, der ist zurück, und immer noch so aufgeräumt als jemals.
Vorlage S. 555
35
BEATRICE.
Vorlage S. 555
36
Er schlug seinen Zettel hier in Messina an und foderte den Cupido auf den befiederten Pfeil heraus; und meines Oheims Narr, als er die Auffoderung gelesen, unterschrieb in Cupidos Namen und foderte ihn auf den stumpfen Bolzen. Sagt mir doch, wie viele hat er in diesem Feldzug umgebracht und aufgegessen? Oder lieber, wie viele hat er umgebracht? Denn ich versprach ihm, alle aufzuessen, die er umbringen würde.
Vorlage S. 555
37
LEONATO.
Vorlage S. 555
38
Im Ernst, Nichte, Ihr seid unbarmherzig gegen den Signor Benedikt. Aber Ihr werdet Euren Mann an ihm finden, das glaubt mir nur.
Vorlage S. 555
39
BOTE.
Vorlage S. 555
40
Er hat in diesem Feldzug gute Dienste getan, mein Fräulein.
Vorlage S. 555
41
BEATRICE.
Vorlage S. 555
42
Ihr hattet verdorbnen Proviant, und er half ihn verzehren, nicht wahr? Er ist ein sehr tapfrer Tellerheld und hat einen unvergleichlichen Appetit.
Vorlage S. 555
43
BOTE.
Vorlage S. 555
44
Dagegen, Fräulein, ist er auch ein guter Soldat.
Vorlage S. 555
45
BEATRICE.
Vorlage S. 555
46
Gegen Fräulein ist er ein guter Soldat; aber was ist er gegen Kavaliere?
Vorlage S. 555
47
BOTE.
Vorlage S. 555
48
Ein Kavalier gegen einen Kavalier, ein Mann gegen einen Mann. Er ist mit allen ehrenwerten guten Eigenschaften ausstaffiert.
Vorlage S. 555
49
BEATRICE.
Vorlage S. 555
50
Ausstaffiert! O ja! Aber die Staffage ist auch danach. – Ei nun, wir sind alle sterblich.
Vorlage S. 555
51
LEONATO.
Vorlage S. 555
52
Ihr müsst meine Nichte nicht mißverstehn, lieber Herr. Es ist eine Art von scherzhaftem Krieg zwischen ihr und Signor Benedikt. Sie kom men nie zusammen ohne ein Scharmützel von sinnreichen Einfällen.
Vorlage S. 555
53
BEATRICE.
Vorlage S. 555
54
Leider gewinnt er niemals dabei. In unsrer letzten Affaire gingen ihm vier von seinen fünf Sinnen als Krüppel davon, und seine ganze Person muss sich seitdem mit einem behelfen. Wenn er noch Sinn und Witz genug zurückbehalten hat, sich warm zu halten, so mag man ihm das als ein Abzeichen gönnen, das ihn von seinem Pferde unterscheidet, denn sein ganzer Vorrat beschränkt sich jetzt darauf, dass man ihn für ein menschliches Wesen hält. Wer ist denn jetzt sein Unzertrennlicher? Denn alle vier Wochen hat er einen neuen Herzensfreund.
Vorlage S. 556
55
BOTE.
Vorlage S. 556
56
Ist's möglich?
Vorlage S. 556
57
BEATRICE.
Vorlage S. 556
58
Sehr leicht möglich: denn er hält es mit seiner Treue wie mit der Form seines Huts, die immer mit jeder nächsten Mode wechselt.
Vorlage S. 556
59
BOTE.
Vorlage S. 556
60
Wie ich sehe, Fräulein, steht dieser Kavalier nicht sonderlich bei Euch angeschrieben.
Vorlage S. 556
61
BEATRICE.
Vorlage S. 556
62
Nein, wenn das wäre, so würde ich alles, was ich schrieb, verbrennen. Aber sagt mir doch, wer ist jetzt sein Kamerad? Gibt's keinen jungen Raufer, der Lust hat, in seiner Gesellschaft eine Reise zum Teufel zu machen? –
Vorlage S. 556
63
BOTE.
Vorlage S. 556
64
Man sieht ihn am meisten mit dem edlen Claudio.
Vorlage S. 556
65
BEATRICE.
Vorlage S. 556
66
O Himmel! Dem wird er sich anhängen wie eine Krankheit. Man holt ihn sich schneller als die Pest, und wen er angesteckt hat, der wird augenblicklich verrückt. Tröste Gott den edlen Claudio; wenn er sich den Benedikt zugezogen, wird er nicht unter tausend Pfund von ihm geheilt.
Vorlage S. 556
67
BOTE.
Vorlage S. 556
68
Ich wünschte Freundschaft mit Euch zu halten, Fräulein!
Vorlage S. 556
69
BEATRICE.
Vorlage S. 556
70
Tut das, mein Freund!
Vorlage S. 556
71
LEONATO.
Vorlage S. 556
72
Ihr werdet niemals verrückt werden, Nichte!
Vorlage S. 556
73
BEATRICE.
Vorlage S. 556
74
Nein, nicht eh' ein heißer Januar kommt.
Vorlage S. 556
75
BOTE.
Vorlage S. 556
76
Don Pedro nähert sich eben. Geht ab.
Vorlage S. 556
77
Don Pedro, Balthasar, Don Juan, Claudio und Benedikt treten auf.
Vorlage S. 556
78
DON PEDRO.
Vorlage S. 556
79
Teurer Signor Leonato, Ihr geht Eurer Unruhe entgegen. Es ist sonst der Welt Brauch, Unkosten zu vermeiden, und Ihr sucht sie auf.
Vorlage S. 556
80
LEONATO.
Vorlage S. 556
81
Nie kam Unruhe unter Eurer Gestalt in mein Haus, mein gnädiger Fürst. Wenn uns die Unruhe verließ, bleibt sonst die Behaglichkeit zurück: wenn Ihr dagegen wieder abreist, wird die Trauer verweilen und das Glück von mir Abschied nehmen.
Vorlage S. 557
82
DON PEDRO.
Vorlage S. 557
83
Ihr nehmt Eure Last zu willig auf. – Das ist Eure Tochter, wie ich vermute?
Vorlage S. 557
84
LEONATO.
Vorlage S. 557
85
Das hat mir ihre Mutter oft gesagt.
Vorlage S. 557
86
BENEDIKT.
Vorlage S. 557
Historische Illustration zu Viel Lärmen um nichts
Kontextbild zum Werk. Historische Illustration zu „Viel Lärmen um nichts“ — Werkbezogene Bildquelle; keine belegte Zuordnung zu der hier angezeigten einzelnen Textstelle. · Urheber unbekannt · Public domain Bildquelle ↗
87
Zweifeltet Ihr daran, Signor, dass Ihr sie fragtet?
Vorlage S. 557
88
LEONATO.
Vorlage S. 557
89
Nein, Signor Benedikt, denn damals wart Ihr noch ein Kind.
Vorlage S. 557
90
DON PEDRO.
Vorlage S. 557
91
Da habt Ihr's nun, Benedikt: wir sehn daraus, was Ihr jetzt als Mann sein müsst. In der Tat, sie kündigt selber ihren Vater an. – Ich wünsche Euch Glück, mein Fräulein, Ihr gleicht einem ehrenwerten Vater.
Vorlage S. 557
92
BENEDIKT.
Vorlage S. 557
93
Wenn auch Signor Leonato ihr Vater ist, sie würde nicht um ganz Messina seinen Kopf auf ihren Schultern tragen wollen, wie sehr sie ihm auch gleicht.
Vorlage S. 557
94
BEATRICE.
Vorlage S. 557
95
Mich wundert, dass Ihr immer etwas sagen wollt, Signor Benedikt; kein Mensch achtet auf Euch.
Vorlage S. 557
96
BENEDIKT.
Vorlage S. 557
97
Wie, mein liebes Fräulein Verachtung! Lebt Ihr auch noch?
Vorlage S. 557
98
BEATRICE.
Vorlage S. 557
99
Wie sollte wohl Verachtung sterben, wenn sie solche Nahrung vor sich hat, wie Signor Benedikt? – Die Höflichkeit selbst wird zur Verachtung werden, wenn Ihr Euch vor ihr sehen lasst.
Vorlage S. 557
100
BENEDIKT.
Vorlage S. 557
101
Dann ist Höflichkeit ein Überläufer; aber so viel ist gewiss, alle Damen sind in mich verliebt, Ihr allein ausgenommen; und ich wollte, mein Herz sagte mir, ich hätte kein so hartes Herz; denn wahrhaftig, ich liebe keine.
Vorlage S. 557
102
BEATRICE.
Vorlage S. 557
103
Ein wahres Glück für die Frauen; Ihr wäret ihnen ein gefährlicher Bewerber geworden. Ich danke Gott und meinem kalten Herzen, dass ich hierin mit Euch eines Sinnes bin. Lieber wollt' ich meinen Hund eine Krähe anbellen hören, als einen Mann schwören, dass er mich liebe.
Vorlage S. 557
104
BENEDIKT.
Vorlage S. 557
105
Gott erhalte mein gnädiges Fräulein immer in dieser Gesinnung! So wird doch ein oder der andre ehrliche Mann dem Schicksal eines zerkratzten Gesichts entgehn.
Vorlage S. 557
106
BEATRICE.
Vorlage S. 557
107
Kratzen würde es nicht schlimmer machen, wenn es ein Gesicht wäre wie Eures.
Vorlage S. 558
108
BENEDIKT.
Vorlage S. 558
109
Gut, Ihr versteht Euch trefflich drauf, Papageien abzurichten.
Vorlage S. 558
110
BEATRICE.
Vorlage S. 558
111
Ein Vogel von meiner Zunge ist besser als ein Vieh von Eurer.
Vorlage S. 558
112
BENEDIKT.
Vorlage S. 558
113
Ich wollte, mein Pferd wäre so schnell als Eure Zunge und liefe so in eins fort. Doch nun geht, und der Himmel sei mit Euch, denn ich bin fertig.
Vorlage S. 558
114
BEATRICE.
Vorlage S. 558
115
Ihr müsst immer mit lahmen Pferdegeschichten aufhören; ich kenne Euch von alten Zeiten her.
Vorlage S. 558
116
DON PEDRO.
Vorlage S. 558
117
Kurz und gut, Leonato; – ihr, Signor Claudio und Signor Benedikt; – mein werter Freund Leonato hat euch alle eingeladen. Ich sage ihm aber, wir werden wenigstens einen Monat verweilen, und er bittet den Himmel, dass irgend eine Veranlassung uns länger hier aufhalten möge. Ich wollte schwören, dass er kein Heuchler sei, sondern dass ihm dies Gebet von Herzen geht.
Vorlage S. 558
118
LEONATO.
Vorlage S. 558
119
Ihr würdet nicht falsch schwören, mein gnädiger Herr. Lasst mich Euch willkommen heißen, Prinz Juan; nach Eurer Aussöhnung mit dem Fürsten, Eurem Bruder, widme ich Euch alle meine Dienste.
Vorlage S. 558
120
DON JUAN.
Vorlage S. 558
121
Ich danke Euch. Ich bin nicht von vielen Worten, aber ich danke Euch.
Vorlage S. 558
122
LEONATO.
Vorlage S. 558
123
Gefällt's Euer Gnaden, voraus zu gehn?
Vorlage S. 558
124
DON PEDRO.
Vorlage S. 558
125
Eure Hand, Leonato, wir gehn zusammen.
Vorlage S. 558
126
Leonato, Don Pedro, Don Juan, Beatrice und Hero gehn ab.
Vorlage S. 558
127
Benedikt und Claudio.
Vorlage S. 558
128
CLAUDIO.
Vorlage S. 558
129
Benedikt, hast du Leonatos Tochter wohl ins Auge gefasst?
Vorlage S. 558
130
BENEDIKT.
Vorlage S. 558
131
Ins Auge habe ich sie nicht gefasst, aber angesehn habe ich sie.
Vorlage S. 558
132
CLAUDIO.
Vorlage S. 558
133
Ist sie nicht ein sittsames junges Fräulein?
Vorlage S. 558
134
BENEDIKT.
Vorlage S. 558
135
Fragt Ihr mich wie ein ehrlicher Mann um meine schlichte aufrichtige Meinung? Oder soll ich Euch nach meiner Gewohnheit als ein erklärter Feind ihres Geschlechts antworten?
Vorlage S. 558
136
CLAUDIO.
Vorlage S. 558
137
Nein, ich bitte dich, rede nach ernstem, nüchternem Urteil.
Vorlage S. 559
138
BENEDIKT.
Vorlage S. 559
139
Nun denn, auf meine Ehre: mich dünkt, sie ist zu niedrig für ein hohes Lied, zu braun für ein helles Lob, zu klein für ein großes Lob; alles, was ich zu ihrer Empfehlung sagen kann, ist dies: wäre sie anders als sie ist, so wäre sie nicht hübsch, und weil sie nicht anders ist als sie ist, so gefällt sie mir nicht.
Vorlage S. 559
140
CLAUDIO.
Vorlage S. 559
141
Du glaubst, ich treibe Scherz: nein, sag mir ehrlich, wie sie dir gefällt.
Vorlage S. 559
142
BENEDIKT.
Vorlage S. 559
143
Wollt Ihr sie kaufen, weil Ihr Euch so genau erkundigt?
Vorlage S. 559
144
CLAUDIO.
Vorlage S. 559
145
Kann auch die ganze Welt solch Kleinod kaufen?
Vorlage S. 559
146
BENEDIKT.
Vorlage S. 559
147
Ja wohl, und ein Futteral dazu. Aber sprecht Ihr dies in vollem Ernst? Oder agiert Ihr den lustigen Rat und erzählt uns, Amor sei ein geübter Hasenjäger und Vulkan ein trefflicher Zimmermann? Sagt doch, welchen Schlüssel muss man haben, um den rechten Ton Eures Gesanges zu treffen?
Vorlage S. 559
148
CLAUDIO.
Vorlage S. 559
149
In meinem Aug' ist sie das holdeste Fräulein, das ich jemals erblickte.
Vorlage S. 559
150
BENEDIKT.
Vorlage S. 559
151
Ich kann noch ohne Brille sehn, und ich sehe doch von dem allen nichts. Da ist ihre Muhme: wenn die nicht von einer Furie besessen wäre, sie würde Hero an Schönheit so weit übertreffen, als der erste Mai den letzten Dezember. Aber ich hoffe, Ihr denkt nicht daran, ein Ehemann zu werden: oder habt Ihr solche Gedanken? –
Vorlage S. 559
152
CLAUDIO.
Vorlage S. 559
153
Und hätt' ich schon das Gegenteil beschworen, ich traute meinem Eide kaum, wenn Hero meine Gattin werden wollte.
Vorlage S. 559
154
BENEDIKT.
Vorlage S. 559
155
Nun wahrhaftig, steht es so mit Euch? Hat die Welt auch nicht einen einzigen Mann mehr, der seine Kappe ohne Verdacht tragen will? Soll ich keinen Junggesellen von sechzig Jahren mehr sehn? Nun, nur zu; wenn du denn durchaus deinen Hals unters Joch zwängen willst, so trage den Druck davon und verseufze deine Sonntage. Sieh, da kommt Don Pedro und sucht dich.
Vorlage S. 559
156
Don Pedro kommt zurück.
Vorlage S. 559
157
DON PEDRO.
Vorlage S. 559
158
Welch Geheimnis hat euch hier zurückgehalten, dass ihr nicht mit uns in Leonatos Haus gingt?
Vorlage S. 560
159
BENEDIKT.
Vorlage S. 560
160
Ich wollte, Eure Hoheit nötigte mich, es zu sagen.
Vorlage S. 560
161
DON PEDRO.
Vorlage S. 560
162
Ich befehle dir's bei deiner Lehnspflicht.
Vorlage S. 560
163
BENEDIKT.
Vorlage S. 560
164
Ihr hört's, Graf Claudio: ich kann schweigen wie ein Stummer, das könnt Ihr glauben; aber bei meiner Lehnspflicht, – seht Ihr wohl, bei meiner Lehnspflicht, – er ist verliebt. In wen? (so fragt Eure Hoheit jetzt), und nun gebt acht, wie kurz die Antwort ist: in Hero, Leonatos kurze Tochter.
Vorlage S. 560
165
CLAUDIO.
Vorlage S. 560
166
Wenn dem so wäre, wär' es nun gesagt.
Vorlage S. 560
167
BENEDIKT.
Vorlage S. 560
168
Wie das alte Märchen, mein Fürst: es ist nicht so, und war nicht so, und wolle Gott nur nicht, dass es so werde! –
Vorlage S. 560
169
CLAUDIO.
Vorlage S. 560
170
Wenn meine Leidenschaft sich nicht in kurzem ändert, so wolle Gott nicht, dass es anders werde.
Vorlage S. 560
171
DON PEDRO.
Vorlage S. 560
Historische Illustration zu Viel Lärmen um nichts
Kontextbild zum Werk. Historische Illustration zu „Viel Lärmen um nichts“ — Werkbezogene Bildquelle; keine belegte Zuordnung zu der hier angezeigten einzelnen Textstelle. · Urheber unbekannt · Public domain Bildquelle ↗
172
Amen! wenn Ihr sie liebt; denn das Fräulein ist dessen sehr würdig.
Vorlage S. 560
173
CLAUDIO.
Vorlage S. 560
174
So sprecht Ihr nur, mein Fürst, mich zu versuchen.
Vorlage S. 560
175
DON PEDRO.
Vorlage S. 560
176
Bei meiner Treu', ich rede, wie ich's denke.
Vorlage S. 560
177
CLAUDIO.
Vorlage S. 560
178
Das tat ich ebenfalls, mein Fürst, auf Ehre.
Vorlage S. 560
179
BENEDIKT.
Vorlage S. 560
180
Und ich, bei meiner zwiefachen Ehre und Treue, mein Fürst, ich gleichfalls.
Vorlage S. 560
181
CLAUDIO.
Vorlage S. 560
182
Dass ich sie liebe, fühl' ich.
Vorlage S. 560
183
DON PEDRO.
Vorlage S. 560
184
Dass sie es wert ist, weiß ich.
Vorlage S. 560
185
BENEDIKT.
Vorlage S. 560
186
Und dass ich weder fühle, wie man sie lieben kann, noch weiß, wie sie dessen würdig sei, das ist eine Überzeugung, welche kein Feuer aus mir herausschmelzen soll; darauf will ich mich spießen lassen.
Vorlage S. 560
187
DON PEDRO.
Vorlage S. 560
188
Du warst von jeher ein verstockter Ketzer in Verachtung der Schönheit.
Vorlage S. 560
189
CLAUDIO.
Vorlage S. 560
190
Und der seine Rolle nie anders durchzuführen wusste, als indem er seinem Willen Gewalt antat.
Vorlage S. 560
191
BENEDIKT.
Vorlage S. 560
192
Dass mich ein Weib geboren hat, dafür dank' ich ihr; dass sie mich aufzog, auch dafür sag' ich ihr meinen demütigsten Dank: aber dass ich meine Stirn dazu hergebe, die Jagd darauf abzublasen, oder mein Hifthorn an einen unsichtbaren Riem aufhänge, das können mir die Frauen nicht zumuten. Weil ich ihnen das Unrecht nicht tun möchte, einer von ihnen zu misstrauen, so will ich mir das Recht vorbehalten, keiner zu trauen; und das Ende vom Liede ist (und zugleich gewiss auch das beste Lied), dass ich ein Junggesell bleiben will.
Vorlage S. 560
193
DON PEDRO.
Vorlage S. 561
194
Ich erlebe es noch, dich einmal ganz blass vor Liebe zu sehen.
Vorlage S. 561
195
BENEDIKT.
Vorlage S. 561
196
Vor Zorn, vor Krankheit oder Hunger, mein Fürst; aber nicht vor Liebe. Beweist mir, dass ich jemals aus Liebe mehr Blut verliere, als ich durch eine Flasche Wein wieder ersetzen kann, so stecht mir die Augen aus mit eines Balladenschrei bers Feder, hängt mich auf über der Tür eines schlechten Hauses und schreibt darunter: »Zum blinden Cupido.«
Vorlage S. 561
197
DON PEDRO.
Vorlage S. 561
198
Nun ja, wenn du je von diesem Glauben abfällst, so mach' dir keine Rechnung auf unsre Barmherzigkeit.
Vorlage S. 561
199
BENEDIKT.
Vorlage S. 561
200
Wenn ich das tue, so hängt mich in einem Faß auf wie eine Katze und schießt nach mir; und wer mich trifft, dem klopft auf die Schulter und nennt ihn Adam.
Vorlage S. 561
201
DON PEDRO.
Vorlage S. 561
202
Nun wohl, die Zeit wird kommen,
Vorlage S. 561
203
»Wo sich der wilde Stier dem Joche fügt.«
Vorlage S. 561
204
BENEDIKT.
Vorlage S. 561
205
Das mag der wilde Stier; wenn aber der verständige Benedikt sich ihm fügt, so reißt dem Stier seine Hörner aus und setzt sie an meine Stirn: und lasst mich von einem Anstreicher abmalen, und mit so großen Buchstaben, wie man zu schreiben pflegt: »Hier sind gute Pferde zu vermieten«, setzt unter mein Bildnis: »Hier ist zu sehn Benedikt, der Ehemann.«
Vorlage S. 561
206
CLAUDIO.
Vorlage S. 561
207
Wenn das geschähe, so würdest du hörnertoll sein.
Vorlage S. 561
208
DON PEDRO.
Vorlage S. 561
209
Nun, wenn nicht Cupido seinen ganzen Köcher in Venedig verschossen hat, so wirst du in kurzem für deinen Hochmut beben müssen.
Vorlage S. 561
210
BENEDIKT.
Vorlage S. 561
211
Dazu müsste noch erst ein Erdbeben kommen.
Vorlage S. 561
212
DON PEDRO.
Vorlage S. 561
213
Gut, andre Zeiten, andre Gedanken. Für jetzt, lieber Signor Benedikt, geht hinein zu Leonato, empfehlt mich ihm und sagt ihm, ich werde mich zum Abendessen bei ihm einfinden; denn wie ich höre, macht er große Zurüstungen.
Vorlage S. 561
214
BENEDIKT.
Vorlage S. 562
215
Diese Bestellung traue ich mir allenfalls noch zu, und somit befehle ich Euch –
Vorlage S. 562
216
CLAUDIO.
Vorlage S. 562
217
»Dem Schutz des Allerhöchsten: gegeben in meinem Hause, (wenn ich eins hätte) –
Vorlage S. 562
218
DON PEDRO.
Vorlage S. 562
219
Den sechsten Juli: Euer getreuer Freund Benedikt.«
Vorlage S. 562
220
BENEDIKT.
Vorlage S. 562
221
Nun, spottet nicht, spottet nicht: der Inhalt Eurer Gespräche ist zuweilen mit Lappen verbrämt, und die Verbrämung nur sehr schwach aufgenäht: eh' Ihr so alte Späße wieder hervorsucht, prüft Euer Gewissen, und somit empfehle ich mich Euch. Benedikt ab.
Vorlage S. 562
222
CLAUDIO.
Vorlage S. 562
223
Eu'r Hoheit könnte jetzt mich sehr verpflichten.
Vorlage S. 562
224
DON PEDRO.
Vorlage S. 562
225
Sprich, meine Lieb' ist dein: belehre sie,
Vorlage S. 562
226
Und du sollst sehn, wie leicht sie fassen wird
Vorlage S. 562
227
Die schwerste Lehre, die dir nützlich ist.
Vorlage S. 562
228
CLAUDIO.
Vorlage S. 562
229
Hat Leonato einen Sohn, mein Fürst?
Vorlage S. 562
230
DON PEDRO.
Vorlage S. 562
231
Kein Kind, als Hero: sie ist einz'ge Erbin.
Vorlage S. 562
232
Denkst du an sie, mein Claudio?
Vorlage S. 562
233
CLAUDIO.
Vorlage S. 562
234
O mein Fürst,
Vorlage S. 562
235
Eh' Ihr den jetzt beschloßnen Krieg begannt,
Vorlage S. 562
236
Sah ich sie mit Soldatenblick mir an,
Vorlage S. 562
237
Dem sie gefiel: allein die rauhe Arbeit
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238
Ließ Wohlgefallen nicht zur Liebe reifen.
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Jetzt kehr' ich heim, und jene Kriegsgedanken
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Räumten den Platz; statt ihrer drängen nun
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Sich Wünsche ein von sanfter, holder Art
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Und mahnen an der jungen Hero Reiz,
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Und dass sie vor dem Feldzug mir gefiel.
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244
DON PEDRO.
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Ich seh' dich schon als einen Neuverliebten,
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Und unser Ohr bedroht ein Buch von Worten.
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Liebst du die schöne Hero, sei getrost,
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Ich will bei ihr und ihrem Vater werben,
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Du sollst sie haben: war es nicht dies Ziel,
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Nach dem die feingeflochtne Rede strebte?
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CLAUDIO.
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Wie lieblich pflegt Ihr doch des Liebeskranken,
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253
Des Gram Ihr gleich an seiner Blässe kennt.
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254
Nur dass mein Leid zu plötzlich nicht erschiene,
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255
Wollt' ich durch längres Heilen es beschönen.
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256
DON PEDRO.
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Historische Darstellung von William Shakespeare
Kontextbild zum Werk. Historische Darstellung von William Shakespeare — Spätere künstlerische Darstellung; kein gesichertes Bildnis aus dem Leben. · Martin Droeshout · Public domain Bildquelle ↗
257
Wozu die Brücke breiter als der Fluss?
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258
Die Not ist der Gewährung bester Grund.
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259
Sieh, was dir hilft, ist da: fest steht, du liebst,
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Und ich bin da, das Mittel dir zu reichen.
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Heut abend, hör' ich, ist ein Maskenball:
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Verkleidet spiel' ich deine Rolle dann,
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Der schönen Hero sag' ich, ich sei Claudio,
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Mein Herz schütt' ich in ihren Busen aus
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Und nehm' ihr Ohr gefangen mit dem Sturm
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Und mächt'gen Angriff meiner Liebeswerbung.
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Sogleich nachher sprech' ich den Vater an,
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Und dieses Liedes End' ist, sie wird dein.
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Nun komm und lass sogleich ans Werk uns gehn! –
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270
Beide ab.
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271
Zweite Szene
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272
Leonato und Antonio treten auf.
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273
LEONATO.
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274
Nun, Bruder! wo ist mein Neffe, dein Söhn? – Hat er die Musik besorgt?
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ANTONIO.
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276
Er macht sich sehr viel damit zu tun. Aber, Bruder, ich kann dir seltsame Neuigkeiten erzählen, von denen du dir nicht hättest träumen lassen.
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LEONATO.
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Sind sie gut?
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ANTONIO.
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Nachdem der Erfolg sie stempeln wird: indes der Deckel ist gut, von außen sehn sie hübsch aus. Der Prinz und Graf Claudio, die in einer dicht verwachsnen Allee in meinem Garten spazieren gingen, wurden so von einem meiner Leute genau behorcht. Der Prinz entdeckte dem Claudio, er sei verliebt in meine Nichte, deine Tochter, und willens, sich ihr heut abend auf dem Ball zu erklären: und wenn er finde, dass sie nicht abgeneigt sei, so wolle er den Augenblick beim Schopf ergreifen und gleich mit dem Vater reden.
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281
LEONATO.
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282
Hat der Bursche einigen Verstand, der das sagte?
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283
ANTONIO.
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Ein guter, ein recht schlauer Bursch: ich will ihn rufen lassen, dann kannst du ihn selbst ausfragen.
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LEONATO.
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286
Nein, nein, wir wollen es für einen Traum halten, bis es an den Tag kommt. – Aber ich will doch meiner Tochter davon sagen, damit sie sich besser auf eine Antwort gefasst machen kann, wenn es von ohngefähr wahr sein sollte. Geht doch und erzählt ihr's!
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287
Verschiedene Personen gehn über die Bühne.
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288
Vettern, ihr wisst, was ihr zu tun habt? – Oh, bitte um Verzeihung, lieber Freund, Ihr müsst mit mir gehn, ich bedarf Eures guten Kopfs. – Ihr, lieben Vettern, gebt acht in dieser unruhigen Zeit!
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289
Alle ab.
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290
Dritte Szene
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291
[Andres Zimmer in Leonatos Hause.]
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292
Don Juan und Konrad treten auf.
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293
KONRAD.
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294
Was der Tausend, mein Prinz, warum seid Ihr denn so übermäßig schwermütig?
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295
DON JUAN.
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296
Weil ich übermäßig viel Ursache dazu habe, deshalb ist auch meine Verstimmung ohne Maß.
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297
KONRAD.
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298
Ihr solltet doch Vernunft anhören.
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299
DON JUAN.
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300
Und wenn ich sie nun angehört, welchen Trost hätt' ich dann davon?
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301
KONRAD.
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302
Wenn auch nicht augenblickliche Hülfe, doch Geduld zum Leiden.
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DON JUAN.
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304
Ich wundre mich, wie du, der, wie du selbst sagst, unterm Saturn geboren bist, dich damit abgibst, ein moralisches Mittel gegen ein tödliches Übel anzupreisen. Ich kann nicht verbergen, wer ich bin; ich muss verdrießlich sein, wenn ich Ursache dazu habe, und über niemands Einfälle lachen; essen, wenn mich hungert, und auf niemands Belieben warten; schlafen, wenn mich schläfert, und um niemands Geschäfte mich anstrengen; lachen, wenn ich lustig bin, und keinen in seiner Laune streicheln.
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305
KONRAD.
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306
Ei ja; aber Ihr solltet Euch nicht so zur Schau tragen, bis Ihr's ohne Widerspruch tun könnt. Erst neulich habt Ihr Euch mit Eurem Bruder überworfen, und jetzt eben hat er Euch wieder zu Gnaden aufgenommen; da könnt Ihr unmöglich in seiner Gunst Wurzel schlagen, wenn Ihr Euch nicht selbst das gute Wetter dazu macht. Ihr müsst Euch notwendig günstige Witterung für Eure Ernte schaffen.
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307
DON JUAN.
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308
Lieber wollt' ich eine Hagebutte im Zaun sein, als eine Rose in seiner Gnade; und für mein Blut schickt sich's besser, von allen verschmäht zu werden, als ein Betragen zu drechseln und jemands Liebe zu stehlen. So viel ist gewiss, niemand wird mich einen schmeichlerischen Biedermann nennen, niemand soll mir's aber dagegen absprechen, dass ich ein aufrichtiger Bösewicht sei. Mit einem Maulkorb trauen sie mir, und mit einem Block lassen sie mich laufen; darum bin ich entschlossen, in meinem Käficht nicht zu singen. Hätt' ich meine Zähne los, so würd' ich beißen: hätt' ich meinen freien Lauf, so täte ich, was mir beliebt. Bis dahin lass mich sein, was ich bin, und such' mich nicht zu ändern.
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309
KONRAD.
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310
Könnt Ihr denn von Eurem Mißvergnügen keinen Gebrauch machen?
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311
DON JUAN.
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Ich mache allen möglichen Gebrauch davon, ich brauche es eben. Wer kommt denn da? Was gibt's Neues, Borachio? –
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Borachio kommt.
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BORACHIO.
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315
Ich komme von drüben von einem großen Abendschmaus: der Prinz, Euer Bruder, wird von Leonato königlich bewirtet, und ich kann Euch vorläufig erzählen, dass eine Heirat im Werke ist.
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316
DON JUAN.
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317
Könnte mir das nicht ein Fundament werden, irgendein Unheil drauf zu bauen? Wer ist denn der Narr, der sich an ewige Unruhe verloben will.
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BORACHIO.
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Ei, es ist Eures Bruders rechte Hand.
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DON JUAN.
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Wer? der höchst ausbündige Claudio?
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BORACHIO.
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Eben der.
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DON JUAN.
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Ein schmuckes Herrchen! Und wer? und wer? Was sein Absehn? –
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BORACHIO.
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327
Nun, Hero, Leonatos Tochter und Erbin.
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328
DON JUAN.
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329
Das kaum flügge Märzhühnchen? Wie kommst du dazu? –
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330
BORACHIO.
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331
Ich habe das Ausräuchern der Zimmer zu besorgen; und als ich eben in einem dumpfigen Saal damit beschäftigt bin, kommen der Prinz und Claudio Hand in Hand, in sehr ernsthafter Unterredung. Ich duckte mich hinter die Tapeten, und da hört' ich, wie sie Abrede nahmen, der Prinz solle um Hero für sich werben, und wenn er sie bekomme, sie dem Grafen Claudio geben.
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332
DON JUAN.
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333
Komm, komm, lass uns hinüber; das kann meinem Grimm Nahrung werden. Dieser junge Emporschößling hat den ganzen Ruhm meiner Niederlage; kann ich den nur auf einem Wege kreuzen, so will ich mich allerwegen glücklich schätzen. Ihr seid beide zuverlässig und steht mir bei? –
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KONRAD.
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335
Bis in den Tod, gnädiger Herr!
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DON JUAN.
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337
Gehn wir zu dem großen Gastmahl! Ihr Wohlleben ist desto größer, weil ich zu Grunde gerichtet bin. Ich wollte, der Koch dächte wie ich! Wollen wir gehn und sehn, was zu tun ist? –
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338
BORACHIO.
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339
Wir sind zu Euerm Befehl, mein gnädiger Herr.
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340
Alle ab.
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Nach dem Lesen

Dein Blick auf das Kapitel

10er-QuizZitate verstehen · Zusammenhänge erkennen · Lernpunkte sammeln10 Fragen

Eine Antwort ist jeweils richtig. Lies den Textbeleg aufmerksam. Bei einer falschen Antwort kannst du es erneut versuchen.

Angemeldet zählen richtige Antworten für deinen Lernstand. Als Gast übst du ohne Kontopunkte.

Je Frage sind beim ersten Versuch 10 Punkte möglich, danach 5, 3 oder 1. Bereits gelöste Fragen bleiben zum Üben verfügbar.

1. Wie geht dieser Textausschnitt im Kapitel unmittelbar weiter? Ergänze den genauen Wortlaut. »Oh, der ist zurück, und …«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗

2. Welches Wort steht an der markierten Stelle? Achte auf die Bedeutung im Zusammenhang und prüfe den genauen Wortlaut. »Wie ich sehe, Fräulein, steht dieser Kavalier nicht […] bei Euch angeschrieben.«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗

3. Welchen Zusammenhang kennzeichnet das Wort »Nachdem« in diesem Textausschnitt? »Nachdem der Erfolg sie stempeln wird: indes der Deckel ist gut, von außen sehn sie hübsch aus.«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle nachlesen ↗

4. Welche Sprecherangabe gehört im Kapitel zu diesen Worten? »Eure Hand, Leonato, wir gehn zusammen.«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗

5. Welche Sprecherangabe gehört im Kapitel zu diesen Worten? »Ich wollte, Eure Hoheit nötigte mich, es zu sagen.«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗

6. In welcher Reihenfolge stehen diese drei Ausschnitte im Kapitel? Gemeint ist ihre Reihenfolge im Text, nicht die Zeit der erzählten Ereignisse. A: »Du glaubst, ich treibe Scherz: nein, sag mir ehrlich, wie sie dir gefällt.« B: »Dagegen, Fräulein, ist er auch ein guter Soldat.« C: »Sieh, was dir hilft, ist da: fest steht, du liebst, Und ich bin da, das Mittel dir zu reichen.«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗

7. Wie geht dieser Textausschnitt im Kapitel unmittelbar weiter? Ergänze den genauen Wortlaut. »»Dem Schutz des Allerhöchsten: gegeben in …«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗

9. Welches Wort steht an der markierten Stelle? Achte auf die Bedeutung im Zusammenhang und prüfe den genauen Wortlaut. »Nun, […]! wo ist mein Neffe, dein Söhn? – Hat er die Musik besorgt?«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗

10. Wie geht dieser Textausschnitt im Kapitel unmittelbar weiter? Ergänze den genauen Wortlaut. »Bis dahin lass mich sein, was ich …«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗ Textstelle 5 ↗
Aufgaben zum TextVerstehen, begründen und mit Textstellen arbeiten · ohne Punkte

1. Ordne diese Textstelle in den Zusammenhang ein: »zu weinen, als sich am Weinen zu freuen«. Was geschieht oder wird hier besprochen? Erkläre in drei bis fünf Sätzen auch, was davor und danach wichtig ist.

Impulse zur Selbstprüfung

Lies die verlinkte Stelle mit ihrer Umgebung. Trenne ausdrücklich Gesagtes von Vermutungen.

  • Situation oder Gedanke verständlich erklärt
  • Mindestens ein passender Textbeleg
  • Eigene Formulierungen statt bloßer Abschrift
Textstelle nachlesen ↗

2. Vergleiche die beiden Ausschnitte: »zu weinen, als sich am Weinen zu freuen« und »bin, und such' mich nicht zu ändern«. Welche Entwicklung, Gemeinsamkeit oder Spannung erkennst du? Begründe mit beiden Textstellen.

Impulse zur Selbstprüfung

Auch eine gleichbleibende Haltung ist ein mögliches Ergebnis. Erfinde keine Entwicklung, wenn sie sich aus dem Text nicht belegen lässt.

  • Beide Ausschnitte im Zusammenhang gelesen
  • Eine Gemeinsamkeit oder einen Unterschied erläutert
  • Deutung und wörtlichen Beleg unterschieden
Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗

3. Untersuche die sprachliche Wirkung dieses Ausschnitts: »meinem Hause, (wenn ich eins hätte«. Wähle ein auffälliges Wort, ein Bild oder eine Formulierung. Erkläre seine Wirkung und begründe eine mögliche andere Lesart.

Impulse zur Selbstprüfung

Es gibt nicht nur eine richtige Interpretation. Prüfe beide Lesarten am Kapitel und benenne, was offen bleibt.

  • Sprachliches Merkmal am Wortlaut benannt
  • Wirkung als begründete Deutung formuliert
  • Alternative Lesart oder Grenze der Deutung erklärt
Textstelle nachlesen ↗
Kreativ schreibenDrei Anregungen in drei Niveaustufen · ohne Punkte

Wähle die Anregung, die zu dir passt. Deine eigene Fassung bleibt klar vom Originaltext getrennt.

Niveau 1 · Einstieg

1. Schreibe zu diesem Textausschnitt 5–8 eigene Sätze: »Ich sehe aus diesem Briefe, dass Don Pedro von Arragon diesen Abend in Messina eintrifft.«. Wähle eine Person, einen Gegenstand oder einen Gedanken daraus. Schreibe aus einer neuen Sicht. Satzanfänge helfen: „Ich bemerke …“, „Ich frage mich …“, „Als Nächstes …“.

Impulse zur Selbstprüfung

Mehrere Lösungen sind möglich. Prüfe deinen Text an den Kriterien oder besprich ihn mit anderen. Diese Aufgabe gibt keine automatisch bewerteten Punkte.

  • Übernimm mindestens zwei passende Einzelheiten aus dem Kapitel.
  • Trenne ein wörtliches Zitat deutlich von deinem eigenen Text.
  • Kennzeichne deine Ergänzungen als erfunden.
Textstelle nachlesen ↗

Niveau 2 · Vertiefung

2. Verwandle den folgenden Ausschnitt in einen Brief, Tagebucheintrag oder kurzen Dialog: »Das tat ich ebenfalls, mein Fürst, auf Ehre.«. Entscheide, wer sich an wen richtet. Schreibe etwa 120–180 Wörter. Bei einem Sachtext kann ein lernender Mensch einem anderen die Idee erklären.

Impulse zur Selbstprüfung

Mehrere Lösungen sind möglich. Prüfe deinen Text an den Kriterien oder besprich ihn mit anderen. Diese Aufgabe gibt keine automatisch bewerteten Punkte.

  • Die neue Textform und die gewählte Stimme sind erkennbar.
  • Mindestens zwei Aussagen oder Ereignisse bleiben mit dem Kapitel vereinbar.
  • Ergänze einen kurzen Kommentar: Was hast du übernommen, was bewusst erfunden?
Textstelle nachlesen ↗

Niveau 3 · Gestaltung

3. Schreibe ausgehend vom Kapitelende eine alternative Fortsetzung oder eine Szene mit einer Gegenposition: »Wir sind zu Euerm Befehl, mein gnädiger Herr.«. Entwickle etwa 200–300 Wörter. Bei einem Sachtext kannst du ein Streitgespräch über eine These gestalten. Begründe anschließend in 3–5 Sätzen deine Entscheidungen mit zwei kurzen Zitaten aus dem Kapitel.

Impulse zur Selbstprüfung

Mehrere Lösungen sind möglich. Prüfe deinen Text an den Kriterien oder besprich ihn mit anderen. Diese Aufgabe gibt keine automatisch bewerteten Punkte.

  • Die Fortsetzung oder Gegenposition knüpft nachvollziehbar an konkrete Textstellen an.
  • Zwei genaue Zitate begründen die Gestaltung; Schlussfolgerungen werden als eigene Deutung markiert.
  • Der neue Text ist ausdrücklich eine eigene Bearbeitung und wird nicht dem Originalautor zugeschrieben.
Textstelle nachlesen ↗

Ausgabe, Herkunft und Rechte

Autor und namentlich belegte Übersetzung sind nach den geprüften Lebensdaten in Deutschland gemeinfrei. TextGrid und www.editura.de stellen Struktur und Metadaten unter CC BY 3.0 DE bereit.

Viel Lärmen um nichts

William Shakespeare: Sämtliche Werke in vier Bänden. Band 1, Herausgegeben von Anselm Schlösser. Berlin: Aufbau, 1975. Shakespeare, William 554- Berlin

Das Werk Viel Lärmen um nichts von Shakespeare, William ist eine Abwandlung des Datenbestandes der Digitalen Bibliothek von TextGrid, www.editura.de und wird unter der Creative Commons Lizenz veröffentlicht.

Quelltext und Ausgabe ↗ · CC BY 3.0 DE; underlying texts public domain per source Lizenz

Originalsprache · Englisch

Englischer Originaltext in der digitalen Project-Gutenberg-Ausgabe. Die Vorlage nennt keine historische Druckausgabe. Unterschiedliche Bühnenfassungen, Szenenteilungen und historische Übersetzungen können voneinander abweichen. Keine Behauptung einer Erstfassung oder zeilengetreuen Entsprechung. Wortlaut, Rechtschreibung und Interpunktion dieser Quelle bleiben erhalten; nur HTML-Layout wird in Lesetext übertragen.

William Shakespeare: Much Ado about Nothing. Project Gutenberg eBook 1519. Originalsprache Englisch; digitale Quelle unverändert archiviert.

Autorschaft und Ausgabe: William Shakespeare

Originaltext und Ausgabe ↗ · Project Gutenberg · Lizenz und Nutzungsbedingungen

Die Fassungen folgen den jeweils angegebenen Quellen; ihre Gliederung kann abweichen.

Welche Änderungen enthält die Lesefassung?

Explizite Wortliste statt allgemeiner Such-und-Ersetz-Regeln. Jede Änderung ist mit Kapitel, Absatz, Quellposition und Regel dokumentiert. Erfasste Namen und bekannte mehrdeutige Formen bleiben ausgespart; dies ist keine automatische vollständige Namenserkennung. Grundlage für s/ss/ß: Amtliches Regelwerk 2024, §§ 2, 5 und 25. Die unveränderte Quellfassung bleibt verfügbar.