Ein Reisender berichtet von einer Insel mit ungewöhnlichen politischen und sozialen Einrichtungen. Morus verbindet die Beschreibung dieser Gesellschaft mit scharfer Kritik an Eigentumsverhältnissen, Strafen und Machtpraktiken seiner Zeit.
UtopieKlasse 11–1311 Abschnitte
Thomas Morus – historisches Bildnis — Historische Darstellung von Thomas Morus. Bild zur Autorschaft; keine Illustration einer bestimmten Textszene. · Hans Holbein the Younger · Public domainBildquelle ↗
Historische philosophische, religiöse und naturkundliche Aussagen sowie zeitgebundene gesellschaftliche Wertungen kritisch einordnen. Diese Texte vermitteln keine heutigen wissenschaftlichen, medizinischen oder rechtlichen Handlungsempfehlungen. Klassenangaben sind eine redaktionelle Orientierung.
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Kontextbild zum Werk. Thomas Morus – historisches Bildnis — Historische Darstellung von Thomas Morus. Bild zur Autorschaft; keine Illustration einer bestimmten Textszene. · Hans Holbein the Younger · Public domainBildquelle ↗
Fast schäme ich mich, vortrefflicher Peter Aegidibus, dass ich Dir das Büchlein über das utopianische Staatswesen erst beinahe nach einem Jahre schicke, das Du gewiss schon nach einem halben Jahre erwartet hast, da Du ja wusstest, dass ich bei diesem Werke der Erfindung überhoben war, über die Anordnung des Stoffs nicht nachzudenken und einfach nur zu berichten brauchte, was ich mit Dir zusammen von Raphael erzählen gehört hatte. So machte die Diktion mir keine Mühe, denn seine Sprache konnte, da seine Rede eine improvisirte war, nicht durchdacht und gefeilt sein, und dann ist er, wie Du weißt, mehr im Griechischen als im Lateinischen zu Hause. Und je näher meine Darstellung seiner unstudirten schlichten Sprache kam, desto näher kam sie der Wahrheit, der ich hierbei allein obzuliegen habe. Ich gestehe, Freund Peter, dass mir, da Alles so gegeben vorlag, die Arbeit so erleichtert war, dass mir fast nichts aus Eigenem zu tun übrig geblieben ist. Sonst würde Erfindung und Komposition des Ganzen Zeit und Studium eines nicht unbedeutenden und kenntnißreichen Geistes erfordert haben. Wäre verlangt worden, dass die Darstellung nicht nur wahr sondern von rednerischer Kunst sei, so hätte ich sie überhaupt nicht liefern können. Nachdem aber diese Schwierigkeiten von mir genommen waren, die allein ein Ziel des Schweißes gewesen wären, blieb nur die einfache Nacherzählung des Gehörten übrig und das war keine nennenswerthe Aufgabe. Aber selbst zur Ausführung dieser sehr geringen Arbeit ließen mir andere Geschäfte fast keine Zeit übrig. Bald muss ich in gerichtliches Angelegenheiten emsig plädiren, bald solche anhören, bald als Schiedsrichter schlichten, bald als Richter Urteile fällen, bald einen amtlichen, bald einen privaten Gang machen. Während ich fast den ganzen Tag außer Hause Andern widme, bleibt mir für meine eigenen Angelegenheiten, d.h. für Litteratur und Wissenschaft, keine Zeit übrig. Komme ich heim, so heißt es mit der Gattin plaudern, mit den Kindern schäkern und mit der Dienerschaft verkehren. Das rechne ich alles zu den Geschäften, die verrichtet werden müssen (und es muss geschehen, wenn du nicht im eigenen Hause ein Fremdling sein willst). Man muss durchaus Sorge tragen, mit denen, die entweder die Natur, der Zufall oder die eigene Wahl zu unsern Lebensgefährten gemacht haben, so angenehm als möglich zu verkommen, damit sie durch zu große Vertraulichkeit nicht verhätschelt, oder durch zu große Nachsicht aus Dienern zu Herren werden. So rauschen Tage, Monate, Jahre dahin. Wann also schreiben? Und da habe ich nicht einmal vom Schlafen und vom Essen gesprochen, das bei Vielen nicht weniger Zeit in Anspruch nimmt als der Schlaf selbst, der doch fast die Hälfte des Menschenlebens für sich in Beschlag nimmt. So erübrigt mir nur die Zeit, die ich mir vom Schlafe und vom Essen abbreche, und so wenig das ist, so ist es doch etwas, und so habe ich endlich die Utopia zu Stande gebracht, und sende sie Dir jetzt, lieber Peter, zum Durchlesen, damit, wenn mir etwas entgangen ist, Du mich darauf aufmerksam machst, obwohl ich mir nämlich in dieser Beziehung nicht gerade mißtraue, – ich wünschte, es fehlte mir ebensowenig an Genie und Gelehrsamkeit als an der Gabe des Gedächtnisses – so hege ich doch auch kein übertriebenes Vertrauen zu mir selbst, dass ich etwa glaubte, es könne mir nichts entfallen sein. Denn auch Johann Clement, mein jugendlicher Aufwärter, der, wie Du weißt, zugegen war, der mir bei keiner Unterredung von einigem Belang fehlen darf, ein junges Pflänzchen, das bereits in der griechischen und lateinischen Litteratur zu grünen beginnt, und von dem ich mir einst ausgezeichnete Frucht verspreche – hat mich sehr an mir zweifeln gemacht. So viel ich mich nämlich erinnere, hat Hythlodäus erzählt, jene Brücke von Amaurotum über den Fluss Anydrus sei fünfhundert Schritt lang, mein Johannes aber sagt, davon seien zweihundert Schritt in Abrechnung zu bringen, indem die Breite des Flusses dort nicht über dreihundert Schritt betrage. Ich bitte Dich, rufe Dir den Sachverhalt ins Gedächtnis zurück. Stimmst Du mit ihm überein, so trete ich euch bei, und glaube, dass mich mein Gedächtnis trügt; kannst Du Dich aber nicht erinnern, so lasse ich stehen, was ich niedergeschrieben und baue auf mein Erinnerungsvermögen. Denn da ich aufs äußerste besorgt bin, alles Falsche in meinem Buche zu vermeiden, so will ich, wo die Wahrheit nicht festzustellen ist, lieber eine Unwahrheit sagen, als lügen. Denn lieber ehrlich als pfiffig. Diesem Uebelstande wäre leicht abzuhelfen, wenn Du den Raphael entweder mündlich oder schriftlich befragen wolltest, was Du ja doch wegen eines anderen Skrupels, der uns aufstößt, tun musst, handle es sich nun um ein Versehen, meiner, Deiner oder Raphaels. Ist es uns doch nicht eingefallen, ihn zu fragen, noch ihm von freien Stücken zu sagen, in welcher Gegend des neuen Welttheils Utopia liegt. Lieber möcht' ich es mich eine ziemliche Summe Geldes haben kosten lassen, als dass uns das widerfahren wäre, teils, weil ich mich wirklich schäme, nicht zu wissen, in welchem Weltmeere die Insel liegt, über die ich so viel schreibe, teils weil es den Einen oder Andern bei uns gibt, Einen aber vor allen, einen frommen Mann, von Beruf Gottesgelehrten, der vor Begierde brennt, Utopien zu betreten, nicht aus einem eiteln und neugierigen Gelüsten, Neues zu sehen, sondern um unsere Religion, die dort einen vielversprechenden Anfang genommen hat, zu fördern und zu verbreiten. Um dies in regelrechtem Gange zu erreichen, will er bewirken, dass er vom Papste dorthin gesendet, dann von den Utopiern zum Bischof gewählt wird, indem er keinen Augenblick bezweifelt, dass er zu dieser Vorsteherwürde durch Bitten gelangen werde. Er hält dies für einen frommen Ehrgeiz, nicht den Rücksichten auf weltliche Ehren und Gewinn, sondern religiösen Motiven entsprungen. Darum bitte ich Dich, lieber Peter, entweder, wenn möglich, mündlich, sonst aber brieflich, dem Hythlodäus anzuliegen, dass in meinem Werke nichts Falsches stehen bleibe, aber auch nichts, was wahr ist, vermisst werde. Ich weiß nicht, ob es darum nicht gut wäre, ihm das Buch selbst zu zeigen. Denn etwas Irrthümliches kann Niemand so verlässlich beseitigen als er, er selbst kann das aber auch nur, wenn er liest, was ich geschrieben habe. Dazu kommt: auf diese Weise wirst Du merken, ob es ihm recht ist, oder ob er nicht erbaut davon ist, dass ich dieses Werk verfasst habe. Denn wenn er etwa gesonnen ist, die Geschichte seiner Mühen und Strapazen selbst in Druck zu geben, so wird es ihm eben nicht angenehm sein und ganz ebenso erginge es desfalls mir, wenn ich durch meine ihm zuvorkommende Veröffentlichung des utopianischen Staatswesens seine geschichtliche Darstellung des Reizes der Neuheit beraubte.
Um die Wahrheit zu sagen, so bin ich mit mir selbst noch nicht einig, ob ich die Utopie überhaupt herausgeben soll. Der Geschmack der Menschen ist so verschieden, die Gemüter Mancher sind so mürrisch, ihre Sinnesart so unerquicklich, ihre Urteile so abgeschmackt, dass diejenigen besser zu fahren scheinen, die sich dem Genusse und der Fröhlichkeit hingeben, als diejenigen, welche sich mit Sorgen abäschern, etwas zu veröffentlichen, was Andern zum Vergnügen oder zur Belehrung gereichen könne, während es eben diese verschmähen oder unfreundlich aufnehmen. Die Meisten wissen nichts von Wissenschaft und Litteratur, viele verachten sie. Ein barbarischer Geschmack verwirft Alles, was nicht wieder barbarisch ist. Die Halbwisser verachten Alles als trivial, was nicht von alterthümlichen Ausdrücken wimmelt. Gewissen Leuten gefällt nur das Alte, den meisten nur das, was sie selbst gemacht haben! Dieser ist so sauertöpfisch, dass er von keinem Scherze etwas wissen will, jener so platt und albern, dass er das Salz des Witzes nicht verträgt, andere so stumpfnasig, dass sie vor einer kräftigen Nase scheuen, wie ein von einem wüthenden Hunde Gebissener vor dem Wasser. Wieder Andere sind so wetterwendisch, dass sie Etwas gut heißen, während sie jetzt sitzen, und schon wieder etwas Anderes, wenn sie dann aufstehen. Noch Andere sitzen in der Kneipe und urtheilen auf der Bierbank über litterarische Erzeugnisse und verdammen mit einer ungeheuren Autorität alles Beliebige und die Schriften jedermanns, indem sie alle Welt durchzausen, während sie selbst in Sicherheit sind, außer Schußweite, nach dem Sprichworte, denn diese guten Leute sind um und um so glatt und kahl, dass sie kein gutes Haar an sich haben, bei dem man sie fassen könnte. Ueberdies gibt es so undankbare Gemüter, dass sie, während sie sich im höchsten Grade an einem Werke ergötzen, den Autor doch nicht leiden mögen, nicht unähnlich jenen unwirschen Gästen, die, nachdem sie an einem opulenten Gastmahl vollauf sich gelabt haben, nach Hause gehen, ohne dem Gastgeber ein Wort des Dankes zu sagen. Nun geh und richte für Leute so verwöhnten Gaumens, so verschiedenen Geschmacks, und obendrein von so dankbarer Gesinnung, die der Wohltaten so eingedenk sind, auf Deine Kosten einen Schmaus her.
Aber trotzdem, lieber Peter, verfahre gegen Hythlodäus, wie ich oben gesagt: es bleibt mir ja unbenommen, hinterdrein immer noch zu tun, was ich will. Aber da ich doch einmal die Mühe des Niederschreibens gehabt habe, so möge das nicht gegen seinen Willen geschehen sein. In allem Uebrigen, was bei der Herausgabe noch in Betracht kommt, werde ich den Rath meiner Freunde befolgen, vor allem den Deinigen. Lebe wohl, geliebtester Petrus Aedigius, sammt Deiner lieben Frau, und bleibe mir wie bisher zugethan, wie auch ich Dich immer lieber gewonnen habe.
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1. Wie geht dieser Textausschnitt im Kapitel unmittelbar weiter? Ergänze den genauen Wortlaut. »Und je näher meine Darstellung seiner unstudirten schlichten Sprache kam, desto …«
2. Welches Wort steht an der markierten Stelle? Achte auf die Bedeutung im Zusammenhang und prüfe den genauen Wortlaut. »Aber selbst zur […] dieser sehr geringen Arbeit ließen mir andere Geschäfte fast keine Zeit übrig.«
3. Welchen Zusammenhang kennzeichnet das Wort »entweder« in diesem Textausschnitt? »Man muss durchaus Sorge tragen, mit denen, die entweder die Natur, der Zufall oder die eigene Wahl zu unsern Lebensgefährten gemacht haben, so angenehm als möglich zu verkommen, damit sie durch zu große Vertraulichkeit nicht verhätschelt, oder durch zu große Nachsicht aus Dienern zu Herren werden.«
4. Welchen Zusammenhang kennzeichnet das Wort »entweder« in diesem Textausschnitt? »Diesem Uebelstande wäre leicht abzuhelfen, wenn Du den Raphael entweder mündlich oder schriftlich befragen wolltest, was Du ja doch wegen eines anderen Skrupels, der uns aufstößt, tun musst, handle es sich nun um ein Versehen, meiner, Deiner oder Raphaels.«
5. Welches Wort steht an der markierten Stelle? Achte auf die Bedeutung im Zusammenhang und prüfe den genauen Wortlaut. »Ist es uns doch nicht […], ihn zu fragen, noch ihm von freien Stücken zu sagen, in welcher Gegend des neuen Welttheils Utopia liegt.«
6. In welcher Reihenfolge stehen diese drei Ausschnitte im Kapitel? Gemeint ist ihre Reihenfolge im Text, nicht die Zeit der erzählten Ereignisse.
A: »Die Halbwisser verachten Alles als trivial, was nicht von alterthümlichen Ausdrücken wimmelt.«
B: »Stimmst Du mit ihm überein, so trete ich euch bei, und glaube, dass mich mein Gedächtnis trügt; kannst Du Dich aber nicht erinnern, so lasse ich stehen, was ich niedergeschrieben und baue auf mein Erinnerungsvermögen.«
C: »Sonst würde Erfindung und Komposition des Ganzen Zeit und Studium eines nicht unbedeutenden und kenntnißreichen Geistes erfordert haben.«
8. Welches Wort steht an der markierten Stelle? Achte auf die Bedeutung im Zusammenhang und prüfe den genauen Wortlaut. »Ein […] Geschmack verwirft Alles, was nicht wieder barbarisch ist.«
9. Wie geht dieser Textausschnitt im Kapitel unmittelbar weiter? Ergänze den genauen Wortlaut. »Noch Andere sitzen in der Kneipe und urtheilen auf der Bierbank über …«
10. Welches Wort steht an der markierten Stelle? Achte auf die Bedeutung im Zusammenhang und prüfe den genauen Wortlaut. »Fast schäme ich mich, […] Peter Aegidibus, dass ich Dir das Büchlein über das utopianische Staatswesen erst beinahe nach einem Jahre schicke, das Du gewiss schon nach einem halben Jahre erwartet hast, da Du ja wusstest, dass ich bei diesem Werke der Erfindung überhoben war«
2Aufgaben zum TextVerstehen, begründen und mit Textstellen arbeiten · ohne Punkte
1. Ordne diese Textstelle in den Zusammenhang ein: »Fast schäme ich mich, vortrefflicher Peter Aegidibus, dass ich Dir das Büchlein über das utopianische Staatswesen erst beinahe nach einem Jahre schicke, das Du gewiss schon nach einem halben Jahre erwartet hast, da Du ja wusstest, dass ich bei diesem Werke der Erfindung überhoben war«. Was geschieht oder wird hier besprochen? Erkläre in drei bis fünf Sätzen auch, was davor und danach wichtig ist.
Impulse zur Selbstprüfung
Lies die verlinkte Stelle mit ihrer Umgebung. Trenne ausdrücklich Gesagtes von Vermutungen.
2. Vergleiche die beiden Ausschnitte: »Fast schäme ich mich, vortrefflicher Peter Aegidibus, dass ich Dir das Büchlein über das utopianische Staatswesen erst beinahe nach einem Jahre schicke, das Du gewiss schon nach einem halben Jahre erwartet hast, da Du ja wusstest, dass ich bei diesem Werke der Erfindung überhoben war« und »mir wie bisher zugethan, wie auch ich Dich immer lieber gewonnen habe«. Welche Entwicklung, Gemeinsamkeit oder Spannung erkennst du? Begründe mit beiden Textstellen.
Impulse zur Selbstprüfung
Auch eine gleichbleibende Haltung ist ein mögliches Ergebnis. Erfinde keine Entwicklung, wenn sie sich aus dem Text nicht belegen lässt.
Beide Ausschnitte im Zusammenhang gelesen
Eine Gemeinsamkeit oder einen Unterschied erläutert
3. Untersuche die sprachliche Wirkung dieses Ausschnitts: »Diesem Uebelstande wäre leicht abzuhelfen, wenn Du den Raphael entweder mündlich oder schriftlich befragen wolltest, was Du ja doch wegen eines anderen Skrupels, der uns aufstößt, tun musst, handle es sich nun um ein Versehen, meiner, Deiner oder Raphaels.«. Wähle ein auffälliges Wort, ein Bild oder eine Formulierung. Erkläre seine Wirkung und begründe eine mögliche andere Lesart.
Impulse zur Selbstprüfung
Es gibt nicht nur eine richtige Interpretation. Prüfe beide Lesarten am Kapitel und benenne, was offen bleibt.
Sprachliches Merkmal am Wortlaut benannt
Wirkung als begründete Deutung formuliert
Alternative Lesart oder Grenze der Deutung erklärt
3Kreativ schreibenDrei Anregungen in drei Niveaustufen · ohne Punkte
Wähle die Anregung, die zu dir passt. Deine eigene Fassung bleibt klar vom Originaltext getrennt.
Niveau 1 · Einstieg
1. Schreibe zu diesem Textausschnitt 5–8 eigene Sätze: »Fast schäme ich mich, vortrefflicher Peter Aegidibus, dass ich Dir das Büchlein über das utopianische Staatswesen erst beinahe nach einem Jahre schicke, das Du gewiss schon nach einem halben Jahre erwartet hast, da Du ja wusstest, dass ich bei diesem Werke der Erfindung überhoben war«. Wähle eine Person, einen Gegenstand oder einen Gedanken daraus. Schreibe aus einer neuen Sicht. Satzanfänge helfen: „Ich bemerke …“, „Ich frage mich …“, „Als Nächstes …“.
Impulse zur Selbstprüfung
Mehrere Lösungen sind möglich. Prüfe deinen Text an den Kriterien oder besprich ihn mit anderen. Diese Aufgabe gibt keine automatisch bewerteten Punkte.
Übernimm mindestens zwei passende Einzelheiten aus dem Kapitel.
Trenne ein wörtliches Zitat deutlich von deinem eigenen Text.
2. Verwandle den folgenden Ausschnitt in einen Brief, Tagebucheintrag oder kurzen Dialog: »Lieber möcht' ich es mich eine ziemliche Summe Geldes haben kosten lassen, als dass uns das widerfahren wäre, teils, weil ich mich wirklich schäme, nicht zu wissen, in welchem Weltmeere die Insel liegt, über die ich so viel schreibe, teils weil es den Einen oder«. Entscheide, wer sich an wen richtet. Schreibe etwa 120–180 Wörter. Bei einem Sachtext kann ein lernender Mensch einem anderen die Idee erklären.
Impulse zur Selbstprüfung
Mehrere Lösungen sind möglich. Prüfe deinen Text an den Kriterien oder besprich ihn mit anderen. Diese Aufgabe gibt keine automatisch bewerteten Punkte.
Die neue Textform und die gewählte Stimme sind erkennbar.
Mindestens zwei Aussagen oder Ereignisse bleiben mit dem Kapitel vereinbar.
Ergänze einen kurzen Kommentar: Was hast du übernommen, was bewusst erfunden?
3. Schreibe ausgehend vom Kapitelende eine alternative Fortsetzung oder eine Szene mit einer Gegenposition: »Lebe wohl, geliebtester Petrus Aedigius, sammt Deiner lieben Frau, und bleibe mir wie bisher zugethan, wie auch ich Dich immer lieber gewonnen habe.«. Entwickle etwa 200–300 Wörter. Bei einem Sachtext kannst du ein Streitgespräch über eine These gestalten. Begründe anschließend in 3–5 Sätzen deine Entscheidungen mit zwei kurzen Zitaten aus dem Kapitel.
Impulse zur Selbstprüfung
Mehrere Lösungen sind möglich. Prüfe deinen Text an den Kriterien oder besprich ihn mit anderen. Diese Aufgabe gibt keine automatisch bewerteten Punkte.
Die Fortsetzung oder Gegenposition knüpft nachvollziehbar an konkrete Textstellen an.
Zwei genaue Zitate begründen die Gestaltung; Schlussfolgerungen werden als eigene Deutung markiert.
Der neue Text ist ausdrücklich eine eigene Bearbeitung und wird nicht dem Originalautor zugeschrieben.
Vollständiger lateinischer Werktext beider Bücher nach den vollständig verlinkten Quellenabschnitten, mit Eröffnungsgedicht und Vorrede. Die Quellenfassung bewahrt die historische u/v-Schreibung. Beide Ausgaben werden mit unabhängiger Abschnittswahl verglichen; keine Satzparität.
Thomas Morus; Wikisource contributors, CC BY-SA4.0.
Die Fassungen folgen den jeweils angegebenen Quellen; ihre Gliederung kann abweichen.
Welche Änderungen enthält die Lesefassung?
Explizite Wortliste statt allgemeiner Such-und-Ersetz-Regeln. Jede Änderung ist mit Kapitel, Absatz, Quellposition und Regel dokumentiert. Erfasste Namen und bekannte mehrdeutige Formen bleiben ausgespart; dies ist keine automatische vollständige Namenserkennung. Grundlage für s/ss/ß: Amtliches Regelwerk 2024, §§ 2, 5 und 25. Die unveränderte Quellfassung bleibt verfügbar.