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Buch - Timon von Athen - Shakespeare, William

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Deutsche Übersetzung · Lesefassung

Timon von Athen

Shakespeare, William

Timon von Athen von Shakespeare, William. Volltext der angegebenen historischen deutschen Übersetzung.

DramaKlasse 9–10 · 11–136 Abschnitte
Historische Illustration zu Timon von Athen
Historische Illustration zu „Timon von Athen“ — Werkbezogene Bildquelle; keine belegte Zuordnung zu der hier angezeigten einzelnen Textstelle. · Urheber unbekannt · Public domain Bildquelle ↗

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Deutsche Übersetzung: Dorothea Tieck

Hinweise für den Unterricht
  • Historische Sprache und zeitgebundene Wertvorstellungen gemeinsam einordnen. Klassenangaben sind redaktionelle Orientierung.

Behutsam angepasste Schreibweise nach einer begrenzten Wortliste. Mehrdeutige Formen, erfasste Namen, Sprechernamen, Bühnenanweisungen, Überschriften und Anmerkungen bleiben unverändert. Keine vollständige redaktionelle Überarbeitung nach heutiger Rechtschreibung. Für wortgetreue Quellenzitate die Quellfassung wählen.

Deutsch · Abschnitt 2 von 6

Erster Aufzug

1
Erste Szene
Vorlage S. 916
2
Athen. Vorsaal in Timons Hause.
Vorlage S. 916
3
Der Dichter und der Maler treten auf.
Vorlage S. 916
4
DICHTER.
Vorlage S. 916
5
Guten Tag!
Vorlage S. 916
6
MALER.
Vorlage S. 916
7
Mich freut's, Euch wohl zu sehn.
Vorlage S. 916
8
DICHTER.
Vorlage S. 916
9
Ich sah Euch lange nicht. Wie geht die Welt?
Vorlage S. 916
10
MALER.
Vorlage S. 916
11
Sie trägt sich ab im Lauf.
Vorlage S. 916
12
DICHTER.
Vorlage S. 916
13
Das ist bekannt.
Vorlage S. 916
14
Doch welch besonder Seltnes, Fremdes, das
Vorlage S. 916
15
Vielfach Erzählen noch nicht kennt? – Doch seht –
Vorlage S. 916
16
Der Kaufmann, der Juwelier und mehrere andre treten auf.
Vorlage S. 916
17
Magie des Reichtums! Diese Geister alle
Vorlage S. 916
18
Beschwor dein Zauber her zum Dienst. Ich kenne
Vorlage S. 916
19
Den Kaufmann.
Vorlage S. 916
20
MALER.
Vorlage S. 916
21
Ich beide; jener ist ein Juwelier.
Vorlage S. 916
22
KAUFMANN.
Vorlage S. 916
23
Höchst würdig ist der Lord.
Vorlage S. 916
24
JUWELIER.
Vorlage S. 916
25
Jenseit des Zweifels.
Vorlage S. 916
26
KAUFMANN.
Vorlage S. 916
27
Ein Mann, höchst unvergleichbar, sozusagen
Vorlage S. 916
28
Geschult zu unermüdlich steter Güte:
Vorlage S. 916
29
Ein Musterbild.
Vorlage S. 916
30
JUWELIER.
Vorlage S. 916
31
Hier hab' ich ein Juwel.
Vorlage S. 916
32
KAUFMANN.
Vorlage S. 916
33
O bitte, zeigt: für den Lord Timon wohl?
Vorlage S. 916
34
JUWELIER.
Vorlage S. 916
35
Traut er der Schätzung – doch was das betrifft –
Vorlage S. 916
36
DICHTER
Vorlage S. 916
37
rezitierend.
Vorlage S. 916
38
Wenn wir um Lohn den Schändlichen gepriesen,
Vorlage S. 916
39
Dämpft es den Glanz des wohlgelungnen Reimes,
Vorlage S. 916
40
Des Kunst den Edeln singt.
Vorlage S. 916
41
KAUFMANN
Vorlage S. 916
42
den Stein betrachtend.
Vorlage S. 916
43
Ha! schön geschnitten!
Vorlage S. 916
44
JUWELIER.
Vorlage S. 916
45
Und reich; das ist ein Wasser, seht nur selbst!
Vorlage S. 917
46
MALER.
Vorlage S. 917
47
Ihr seid verzückt. Ein Werk, wohl eine Huld'gung
Vorlage S. 917
48
Dem großen Lord?
Vorlage S. 917
49
DICHTER.
Vorlage S. 917
50
Ein Ding, mir leicht entschlüpft.
Vorlage S. 917
51
Wie ein Gewand ist unsre Poesie,
Vorlage S. 917
52
Heilsam, wo man es hegt; das Feu'r im Stein
Vorlage S. 917
53
Glänzt nur, schlägt man's heraus; von selbst erregt
Vorlage S. 917
54
Sich unsre edle Flamm', flieht, gleich dem Strom,
Vorlage S. 917
55
Zurück, von jeder Hemmung. – Was ist das?
Vorlage S. 917
56
MALER.
Vorlage S. 917
57
Ein Bild, Herr. Wann tritt Euer Buch hervor?
Vorlage S. 917
58
DICHTER.
Vorlage S. 917
59
Es folgt der Überreichung auf dem Fuß.
Vorlage S. 917
60
Zeigt mir das Stück!
Vorlage S. 917
61
MALER.
Vorlage S. 917
62
Es ist ein gutes Stück.
Vorlage S. 917
63
DICHTER.
Vorlage S. 917
64
Gewiss, dies hebt sich trefflich, herrlich ab.
Vorlage S. 917
65
MALER.
Vorlage S. 917
66
So ziemlich.
Vorlage S. 917
67
DICHTER.
Vorlage S. 917
68
Unvergleichlich! Wie die Grazie
Vorlage S. 917
69
Sich durch sich selbst ausspricht! Wie geist'ge Kraft
Vorlage S. 917
70
Aus diesem Auge blitzt!
Vorlage S. 917
71
Wie Phantasie Sich auf der Lippe regt! stumme Gebärdung,
Vorlage S. 917
72
Die jeder möcht' in Worten deuten.
Vorlage S. 917
73
MALER.
Vorlage S. 917
74
Wohl leidlich hübsch das Leben nachgeäfft;
Vorlage S. 917
75
Hier ist ein Zug, der spricht!
Vorlage S. 917
76
DICHTER.
Vorlage S. 917
77
Ich möchte sagen,
Vorlage S. 917
78
Er meistert die Natur: kunstreiches Streben
Vorlage S. 917
79
Lebt in der Farb' lebend'ger als das Leben.
Vorlage S. 917
80
Einige Senatoren treten ein und gehn nach den innern Gemächern.
Vorlage S. 917
81
MALER.
Vorlage S. 917
82
Wie viele Freunde hat der Edle!
Vorlage S. 917
83
DICHTER.
Vorlage S. 917
84
Athen'sche Senatoren! – Die Beglückten!
Vorlage S. 917
85
MALER.
Vorlage S. 917
86
Schaut, mehr noch!
Vorlage S. 917
87
DICHTER.
Vorlage S. 917
88
Seht den Zusammenfluß, den Schwall der Freunde! –
Vorlage S. 917
89
In diesem rohen Werk zeichn' ich 'nen Mann,
Vorlage S. 917
90
Den diese ird'sche Welt umfängt und hegt
Vorlage S. 917
91
Mit reichster Gunst; mein freier Zug wird nirgend
Vorlage S. 917
92
Gehemmt durch einzelnes, nein, segelt fort
Vorlage S. 917
93
In weiter, klarer See: kein boshaft Zielen
Vorlage S. 917
94
Vergiftet eine Silbe meiner Fahrt;
Vorlage S. 917
95
Sie fliegt den Adlerflug, kühn, stets gradaus,
Vorlage S. 918
96
Kein Wölkchen hinter sich.
Vorlage S. 918
97
MALER.
Vorlage S. 918
98
Wie soll ich Euch verstehn?
Vorlage S. 918
99
DICHTER.
Vorlage S. 918
100
Ich will es Euch entriegeln.
Vorlage S. 918
101
Ihr seht, wie alle Ständ' und alle Menschen,
Vorlage S. 918
102
Sowohl von leicht geschmeid'gem Sinn, als auch
Vorlage S. 918
103
Von strenger, ernster Art, dem Timon weihn
Vorlage S. 918
104
In Demut ihren Dienst. Sein großer Reichtum,
Vorlage S. 918
105
Umkleidend seinen adlig güt'gen Sinn,
Vorlage S. 918
106
Bezwingt und kauft für seine Lieb' und Herrschaft
Vorlage S. 918
107
Ein jeglich Herz. Ja, von des Schmeichlers Spiegelantlitz,
Vorlage S. 918
108
Zu Apemantus selbst, der nichts so liebt,
Vorlage S. 918
109
Als er sich selber haßt: auch er beugt ihm
Vorlage S. 918
110
Sein Knie, und kehrt in Frieden heim, bereichert
Vorlage S. 918
111
Vom Nicken Timons.
Vorlage S. 918
112
MALER.
Vorlage S. 918
113
Ich sah's, er sprach mit ihm.
Vorlage S. 918
114
DICHTER.
Vorlage S. 918
115
Ich stelle dar auf lieblich grünem Hügel
Vorlage S. 918
116
Fortuna thronend: an dem Fuß des Berges
Vorlage S. 918
117
Gedrängte Reih'n von jedem Stand und Wesen,
Vorlage S. 918
118
Die auf der Wölbung dieser Sphäre streben,
Vorlage S. 918
119
Ihr Glück zu steigern; unter allen diesen,
Vorlage S. 918
120
Die auf die Königin den Blick geheftet,
Vorlage S. 918
121
Stell' ich den einen dar in Timons Bildung,
Vorlage S. 918
122
Den zu sich winkt Fortunas elfne Hand;
Vorlage S. 918
123
Die volle Gunst verkehrt in Sklaven völlig,
Vorlage S. 918
124
Die eben Mitbewerber waren.
Vorlage S. 918
125
MALER.
Vorlage S. 918
126
Herrlich!
Vorlage S. 918
127
Fortuna und der Thron und Hügel, dünkt mich,
Vorlage S. 918
128
Der ein', herauf gewinkt von allen unten,
Vorlage S. 918
129
Sein Haupt geneigt zum steilen Berg hinan,
Vorlage S. 918
130
Sein Glück erklimmend, wär' ein schöner Vorwurf
Vorlage S. 918
131
Für unsre Kunst.
Vorlage S. 918
132
DICHTER.
Vorlage S. 918
133
Nein, hört nur weiter, Freund:
Vorlage S. 918
134
All jene (die noch eben ihm Kam'raden,
Vorlage S. 918
135
Ja, manch' ihm vorzuziehn), von dem Moment
Vorlage S. 918
136
Folgend nur seinem Pfad; Vorplatz und Hof
Vorlage S. 918
137
Mit Dienst belagernd;
Vorlage S. 918
138
Vergötternd Flüstern gießend in sein Ohr,
Vorlage S. 918
139
Selbst seinen Bügel heil'gend, trinken sie
Vorlage S. 919
140
Die freie Luft durch ihn.
Vorlage S. 919
141
MALER.
Vorlage S. 919
142
Nun, und was weiter?
Vorlage S. 919
143
DICHTER.
Vorlage S. 919
144
Wenn nun Fortun', in Laun' und Wankelmut,
Vorlage S. 919
145
Herab stößt ihren Günstling: all sein Troß,
Vorlage S. 919
146
Der hinter ihm den Berg hinauf sich mühte,
Vorlage S. 919
147
Auf Knie'n und Händen selbst, lässt hin ihn stürzen;
Vorlage S. 919
148
Nicht einer, der ihm folgt in seinem Fall.
Vorlage S. 919
149
MALER.
Vorlage S. 919
150
Das ist gewöhnlich.
Vorlage S. 919
151
Ich kann der Art Euch tausend Bilder weisen,
Vorlage S. 919
152
Die auch des Glückes schnellen Wandel malen,
Vorlage S. 919
153
Lebend'ger als das Wort. Doch tut Ihr wohl,
Vorlage S. 919
154
Zeigt Ihr Lord Timon, dass geringe Augen
Vorlage S. 919
155
Den Fuß schon höher als das Haupt gesehn.
Vorlage S. 919
156
Timon tritt auf mit Begleitung, ein Diener des Ventidius spricht mit ihm.
Vorlage S. 919
157
TIMON.
Vorlage S. 919
158
Verhaftet ist er, sagst du?
Vorlage S. 919
159
DIENER.
Vorlage S. 919
160
Ja, Herr, und fünf Talent' ist seine Schuld,
Vorlage S. 919
161
Kleinsein Vermögen, seine Gläub'ger hart;
Vorlage S. 919
162
Eu'r edles Fürwort spricht er an, bei denen,
Vorlage S. 919
163
Die ihn gefangen setzten; fehlt ihm dies,
Vorlage S. 919
164
So stirbt sein Trost.
Vorlage S. 919
165
TIMON.
Vorlage S. 919
166
Edler Ventidius! Gut!
Vorlage S. 919
167
Nicht meine Weis' ist's, abzuschütteln Freunde,
Vorlage S. 919
168
Wenn meiner sie bedürfen. Weiß ich doch,
Vorlage S. 919
169
Sein edler Sinn ist solcher Hülfe wert:
Vorlage S. 919
170
Die wird ihm: denn ich zahl', und er sei frei.
Vorlage S. 919
171
DIENER.
Vorlage S. 919
172
Euer Gnaden wird auf ewig ihn verbinden.
Vorlage S. 919
173
TIMON.
Vorlage S. 919
174
Empfiehl mich ihm! Gleich send' ich seine Lösung;
Vorlage S. 919
175
Nachdem er frei, bitt' ihn, zu mir zu kommen: –
Vorlage S. 919
176
Denn nicht genug, dem Schwachen aufzuhelfen,
Vorlage S. 919
177
Auch stützen muss man ihn. – So fahre wohl!
Vorlage S. 919
178
DIENER.
Vorlage S. 919
179
Sei alles Glück mit meinem gnäd'gen Herrn!
Vorlage S. 919
180
Diener geht ab.
Vorlage S. 919
181
Ein alter Athenienser tritt auf.
Vorlage S. 919
182
ATHENIENSER.
Vorlage S. 919
183
Lord Timon, hör' mich an!
Vorlage S. 919
184
TIMON.
Vorlage S. 919
185
Sprich, guter Alter
Vorlage S. 919
186
ATHENIENSER.
Vorlage S. 919
187
Du hast 'nen Diener, der Lucilius heißt?
Vorlage S. 920
188
TIMON.
Vorlage S. 920
189
So ist's: Was soll er?
Vorlage S. 920
190
ATHENIENSER.
Vorlage S. 920
191
Höchst edler Timon, lass' ihn vor dich kommen!
Vorlage S. 920
192
TIMON.
Vorlage S. 920
193
Ist er hier im Gefolge? – He, Lucilius!
Vorlage S. 920
194
LUCILIUS
Vorlage S. 920
195
vortretend.
Vorlage S. 920
196
Hier, zu Euer Gnaden Dienst!
Vorlage S. 920
197
ATHENIENSER.
Vorlage S. 920
198
Der Mensch hier, edler Timon, er, dein Knecht,
Vorlage S. 920
199
Kommt abends oft zu mir. Ich bin ein Mann,
Vorlage S. 920
200
Der von früh auf was vor sich bringen wollte,
Vorlage S. 920
201
Und etwas höher sucht mein Gut den Erben,
Vorlage S. 920
202
Als der mit Tellern läuft.
Vorlage S. 920
203
TIMON.
Vorlage S. 920
204
Nun gut, was weiter?
Vorlage S. 920
205
ATHENIENSER.
Vorlage S. 920
Historische Illustration zu Timon von Athen
Kontextbild zum Werk. Historische Illustration zu „Timon von Athen“ — Werkbezogene Bildquelle; keine belegte Zuordnung zu der hier angezeigten einzelnen Textstelle. · Urheber unbekannt · Public domain Bildquelle ↗
206
Ich hab' nur eine Tochter, nichts Verwandtes,
Vorlage S. 920
207
Und ihr will ich mein ganzes Gut vermachen.
Vorlage S. 920
208
Schön ist das Mädchen, alt genug zur Braut,
Vorlage S. 920
209
Und ihr Erziehen hat mich viel gekostet,
Vorlage S. 920
210
Kein Lehrer war zu teuer. Er, dein Diener,
Vorlage S. 920
211
Geht ihr in Liebe nach: nun, edler Lord,
Vorlage S. 920
212
Weis' ihn mit mir aus meinem Hause fort;
Vorlage S. 920
213
Was ich sprach, war umsonst.
Vorlage S. 920
214
TIMON.
Vorlage S. 920
215
Der Mann ist redlich.
Vorlage S. 920
216
ATHENIENSER.
Vorlage S. 920
217
So wird er's hier beweisen, würd'ger Timon;
Vorlage S. 920
218
Es wird sein redlich Tun sich selbst belohnen,
Vorlage S. 920
219
Es muss nicht meine Tochter just gewinnen.
Vorlage S. 920
220
TIMON.
Vorlage S. 920
221
Und liebt sie ihn?
Vorlage S. 920
222
ATHENIENSER.
Vorlage S. 920
223
Jung ist sie, leicht gereizt;
Vorlage S. 920
224
Uns lehrt der Irrtum unsrer eignen Jugend,
Vorlage S. 920
225
Wie unbedacht sie sei.
Vorlage S. 920
226
TIMON.
Vorlage S. 920
227
Liebst du das Mädchen?
Vorlage S. 920
228
LUCILIUS.
Vorlage S. 920
229
Ja, teurer Herr, und mir ward Gegenliebe.
Vorlage S. 920
230
ATHENIENSER.
Vorlage S. 920
231
Fehlt meine Zustimmung bei dieser Ehe,
Vorlage S. 920
232
Die Götter sei'n mir Zeugen, so erwähl' ich
Vorlage S. 920
233
Mir aus den Straßenbettlern einen Erben,
Vorlage S. 920
234
Und nehm' ihr alles.
Vorlage S. 920
235
TIMON.
Vorlage S. 920
236
Was bestimmst du ihr,
Vorlage S. 920
237
Wird sie vermählt dem Gatten gleichen Standes?
Vorlage S. 920
238
ATHENIENSER.
Vorlage S. 920
239
Nun, drei Talente jetzt; in Zukunft alles.
Vorlage S. 920
240
TIMON.
Vorlage S. 920
241
Der gut erzogne Jüngling dient mir lange;
Vorlage S. 920
242
Sein Glück zu baun tu' ich ein übriges,
Vorlage S. 921
243
Denn das ist Menschenpflicht. Schenk' ihm dein Kind:
Vorlage S. 921
244
Was du ihr gibst, soll er von mir erhalten,
Vorlage S. 921
245
Und so nicht leichter wiegen.
Vorlage S. 921
246
ATHENIENSER.
Vorlage S. 921
247
Edler Lord,
Vorlage S. 921
248
Zum Pfande deine Ehr', und sie ist sein.
Vorlage S. 921
249
TIMON.
Vorlage S. 921
250
Schlag' ein, ich halte Wort, bei meiner Ehre!
Vorlage S. 921
251
LUCILIUS.
Vorlage S. 921
252
In Demut dank' ich Euch, mein gnäd'ger Lord;
Vorlage S. 921
253
Und nimmer mög' ich Glück und Gut genießen,
Vorlage S. 921
254
Das Euch nicht angehört!
Vorlage S. 921
255
Lucilius und der alte Athenienser gehn ab.
Vorlage S. 921
256
DICHTER.
Vorlage S. 921
257
Nehmt huldreich auf dies Werk: lebt lang' und glücklich!
Vorlage S. 921
258
TIMON.
Vorlage S. 921
259
Ich dank' Euch sehr; bald sollt Ihr von mir hören;
Vorlage S. 921
260
Entfernt Euch nicht! – Was habt Ihr da, mein Freund?
Vorlage S. 921
261
MALER.
Vorlage S. 921
262
Ein kleines Bild: geruh', mein Gnäd'ger, nicht
Vorlage S. 921
263
Es zu verschmähn!
Vorlage S. 921
264
TIMON.
Vorlage S. 921
265
Erfreulich ist ein Bild.
Vorlage S. 921
266
Das Bildwerk ist beinah' der wahre Mensch;
Vorlage S. 921
267
Denn seit Ehrlosigkeit mit Menschheit schachert,
Vorlage S. 921
268
Ist er nur Außenseite: diese Färbung
Vorlage S. 921
269
Ist, was sie vorgibt. Mir gefällt dies Werk;
Vorlage S. 921
270
Und du erfährst, wie mir's gefällt: komm wieder
Vorlage S. 921
271
Zur Aufwartung, und du wirst von mir hören.
Vorlage S. 921
272
MALER.
Vorlage S. 921
273
Der Himmel schütz' Euch!
Vorlage S. 921
274
TIMON.
Vorlage S. 921
275
Lebt wohl, ihr Freunde! Gebt mir eure Hand,
Vorlage S. 921
276
Wir speisen heut zusammen. – Euer Stein
Vorlage S. 921
277
Litt unter seiner Schätzung.
Vorlage S. 921
278
JUWELIER.
Vorlage S. 921
279
Wie, Herr, so wär' er unterschätzt
Vorlage S. 921
280
TIMON.
Vorlage S. 921
281
Nein, Überfülle allerhöchsten Lobes.
Vorlage S. 921
282
Bezahlt' ich ihn, so wie er angepriesen,
Vorlage S. 921
283
Würd' es mich ganz entkleiden.
Vorlage S. 921
284
JUWELIER.
Vorlage S. 921
285
Seine Schätzung
Vorlage S. 921
286
Ist, wie Verkäufer zahlen würden: doch
Vorlage S. 921
287
Ein Ding, von gleichem Wert, den Eigner tauschend,
Vorlage S. 921
288
Wird, wie Ihr wisst, nach seinem Herrn geschätzt;
Vorlage S. 921
289
Dass Ihr ihn tragt, erhöht den Wert des Steins.
Vorlage S. 921
290
TIMON.
Vorlage S. 921
291
Ein guter Spott!
Vorlage S. 921
292
KAUFMANN.
Vorlage S. 921
293
Nein, edler Herr, er spricht gemeine Rede,
Vorlage S. 922
294
Die jeder spricht gleich ihm.
Vorlage S. 922
295
TIMON.
Vorlage S. 922
296
Seht, wer hier kommt: Wollt ihr euch schelten lassen?
Vorlage S. 922
297
Apemantus tritt auf.
Vorlage S. 922
298
JUWELIER.
Vorlage S. 922
299
Wir teilen mit Eu'r Gnaden.
Vorlage S. 922
300
KAUFMANN.
Vorlage S. 922
301
Er schont keinen.
Vorlage S. 922
302
TIMON.
Vorlage S. 922
303
Sei mir willkommen, edler Apemantus!
Vorlage S. 922
304
APEMANTUS.
Vorlage S. 922
305
Spar', bis ich edel werde, deinen Willkomm,
Vorlage S. 922
306
Dann bist du Timons Hund, die Schuft' hier ehrlich.
Vorlage S. 922
307
TIMON.
Vorlage S. 922
308
Was nennst du Schufte sie? Du kennst sie nicht.
Vorlage S. 922
309
APEMANTUS.
Vorlage S. 922
310
Sind sie keine Athener?
Vorlage S. 922
311
TIMON.
Vorlage S. 922
312
Ja.
Vorlage S. 922
313
APEMANTUS.
Vorlage S. 922
314
So widerruf ich nicht.
Vorlage S. 922
315
JUWELIER.
Vorlage S. 922
316
Ihr kennt mich, Apemantus.
Vorlage S. 922
317
APEMANTUS.
Vorlage S. 922
318
Du weißt, ich tu's; ich nannte dich bei Namen.
Vorlage S. 922
319
TIMON.
Vorlage S. 922
320
Du bist stolz, Apemantus.
Vorlage S. 922
321
APEMANTUS.
Vorlage S. 922
322
Auf nichts so sehr, als dass ich nicht wie Timon bin.
Vorlage S. 922
323
TIMON.
Vorlage S. 922
324
Wohin gehst du?
Vorlage S. 922
325
APEMANTUS.
Vorlage S. 922
326
Einem ehrlichen Athener das Gehirn auszuschlagen.
Vorlage S. 922
327
TIMON.
Vorlage S. 922
328
Das ist eine Tat, für die du sterben musst.
Vorlage S. 922
329
APEMANTUS.
Vorlage S. 922
330
Ja, wenn Nichtstun den Tod durch das Gesetz verdient.
Vorlage S. 922
331
TIMON.
Vorlage S. 922
332
Wie gefällt dir dies Gemälde, Apemantus?
Vorlage S. 922
333
APEMANTUS.
Vorlage S. 922
334
Gut, weil es nichts Böses tut.
Vorlage S. 922
335
TIMON.
Vorlage S. 922
336
Richtete der nicht viel aus, der es malte?
Vorlage S. 922
337
APEMANTUS.
Vorlage S. 922
338
Der noch mehr, der den Maler hervorbrachte; und doch ist der selbst nur ein schmutziges Stück.
Vorlage S. 922
339
MALER.
Vorlage S. 922
340
Du bist ein Hund.
Vorlage S. 922
341
APEMANTUS.
Vorlage S. 922
342
Deine Mutter ist von meinem Stamm; was ist sie, wenn ich ein Hund bin?
Vorlage S. 922
343
TIMON.
Vorlage S. 922
344
Willst du mit mir zu Mittag speisen, Apemantus?
Vorlage S. 922
345
APEMANTUS.
Vorlage S. 922
346
Nein, ich esse keine große Herren.
Vorlage S. 922
347
TIMON.
Vorlage S. 922
348
Tätest du das, so würdest du die Frauen erzürnen.
Vorlage S. 922
349
APEMANTUS.
Vorlage S. 922
350
Oh, die essen große Herren, und dadurch nehmen sie zu.
Vorlage S. 922
351
TIMON.
Vorlage S. 922
352
Das ist eine unanständige Andeutung.
Vorlage S. 923
353
APEMANTUS.
Vorlage S. 923
354
Wenn du sie deutest, nimm sie für deine Mühe!
Vorlage S. 923
355
TIMON.
Vorlage S. 923
356
Wie gefällt dir dieser Edelstein, Apemantus?
Vorlage S. 923
357
APEMANTUS.
Vorlage S. 923
358
Nicht so gut als Aufrichtigkeit, die doch keinem Menschen einen Heller kostet.
Vorlage S. 923
359
TIMON.
Vorlage S. 923
360
Wie viel denkst du, dass er wert sei?
Vorlage S. 923
361
APEMANTUS.
Vorlage S. 923
362
Nicht meines Denkens wert. – Wie steht's Poet?
Vorlage S. 923
363
DICHTER.
Vorlage S. 923
364
Wie steht's, Philosoph?
Vorlage S. 923
365
APEMANTUS.
Vorlage S. 923
366
Du lügst.
Vorlage S. 923
367
DICHTER.
Vorlage S. 923
368
Bist du keiner?
Vorlage S. 923
369
APEMANTUS.
Vorlage S. 923
370
Ja.
Vorlage S. 923
371
DICHTER.
Vorlage S. 923
372
So lüg' ich nicht.
Vorlage S. 923
373
APEMANTUS.
Vorlage S. 923
374
Bist du nicht ein Poet?
Vorlage S. 923
375
DICHTER.
Vorlage S. 923
376
Ja.
Vorlage S. 923
377
APEMANTUS.
Vorlage S. 923
378
So lügst du: sieh nur in dein neuestes Werk, wo du ersinnst, er sei ein würd'ger Mensch.
Vorlage S. 923
379
DICHTER.
Vorlage S. 923
380
Das ist nicht ersonnen, er ist es wirklich.
Vorlage S. 923
381
APEMANTUS.
Vorlage S. 923
382
Ja, er ist deiner wert, um dich für deine Arbeit zu bezahlen: wer die Schmeichelei liebt, ist des Schmeichlers würdig. Himmel, wäre ich doch ein Lord!
Vorlage S. 923
383
TIMON.
Vorlage S. 923
384
Was wolltest du dann tun, Apemantus?
Vorlage S. 923
385
APEMANTUS.
Vorlage S. 923
386
Dasselbe, was Apemantus jetzt tut, einen Lord von Herzen hassen.
Vorlage S. 923
387
TIMON.
Vorlage S. 923
388
Wie, dich selbst?
Vorlage S. 923
389
APEMANTUS.
Vorlage S. 923
390
Ja.
Vorlage S. 923
391
TIMON.
Vorlage S. 923
392
Weshalb?
Vorlage S. 923
393
APEMANTUS.
Vorlage S. 923
394
Dass mir aller grimmige Witz fehlte, um Lord zu bleiben. – Bist du nicht ein Kaufmann?
Vorlage S. 923
395
KAUFMANN.
Vorlage S. 923
396
Ja, Apemantus.
Vorlage S. 923
397
APEMANTUS.
Vorlage S. 923
398
Der Handel richte dich zugrunde, wenn es die Götter nicht tun!
Vorlage S. 923
399
KAUFMANN.
Vorlage S. 923
400
Wenn es der Handel tut, so tun es die Götter.
Vorlage S. 923
401
APEMANTUS.
Vorlage S. 923
402
Der Handel ist dein Gott, und dein Gott richte dich zugrunde!
Vorlage S. 923
403
Trompeten. Es tritt ein Diener auf.
Vorlage S. 923
404
TIMON.
Vorlage S. 923
405
Was für Trompeten?
Vorlage S. 923
406
DIENER.
Vorlage S. 923
407
Alcibiades,
Vorlage S. 924
408
Mit zwanzig Rittern, seinen Kriegsgefährten.
Vorlage S. 924
409
TIMON.
Vorlage S. 924
Historische Illustration zu Timon von Athen
Kontextbild zum Werk. Historische Illustration zu „Timon von Athen“ — Werkbezogene Bildquelle; keine belegte Zuordnung zu der hier angezeigten einzelnen Textstelle. · Urheber unbekannt · Public domain Bildquelle ↗
410
Geht, führt sie ein, geleitet sie zu uns!
Vorlage S. 924
411
Einige aus dem Gefolge gehn ab.
Vorlage S. 924
412
Ihr müsst heut mit mir speisen: – geht nicht fort,
Vorlage S. 924
413
Bis ich Euch dankte; nach der Mahlzeit dann
Vorlage S. 924
414
Zeigt uns das Bild! – Erfreut, Euch hier zu sehn!
Vorlage S. 924
415
Alcibiades und seine Gefährten treten auf.
Vorlage S. 924
416
Willkommen, Freund!
Vorlage S. 924
417
Sie begrüßen sich.
Vorlage S. 924
418
APEMANTUS.
Vorlage S. 924
419
So, so, nun geht es los! –
Vorlage S. 924
420
Gicht lähm' und dörr' euch die geschmeid'gen Glieder! –
Vorlage S. 924
421
Von Liebe nichts in all den süßen Schuften,
Vorlage S. 924
422
Und lauter Höflichkeit! Die Menschenbrut
Vorlage S. 924
423
Renkt sich in Aff und Pavian noch hinein.
Vorlage S. 924
424
ALCIBIADES.
Vorlage S. 924
425
Ihr stilltet meine Sehnsucht, und ich schweige
Vorlage S. 924
426
In Gier an Eurem Anblick.
Vorlage S. 924
427
TIMON.
Vorlage S. 924
428
Sehr willkommen!
Vorlage S. 924
429
Und eh' wir scheiden, eint uns manche Stunde
Vorlage S. 924
430
In Freud' und Lust. Ich bitte, tretet ein!
Vorlage S. 924
431
Alle gehn ab, außer Apemantus.
Vorlage S. 924
432
Zwei Lords treten auf.
Vorlage S. 924
433
ERSTER LORD.
Vorlage S. 924
434
Was ist die Zeit am Tage, Apemantus?
Vorlage S. 924
435
APEMANTUS.
Vorlage S. 924
436
Zeit, dass man ehrlich ist.
Vorlage S. 924
437
ERSTER LORD.
Vorlage S. 924
438
Die Zeit ist immer.
Vorlage S. 924
439
APEMANTUS.
Vorlage S. 924
440
Um so verruchter du, sie nie zu nutzen.
Vorlage S. 924
441
ZWEITER LORD.
Vorlage S. 924
442
Gehst zu Lord Timons Fest?
Vorlage S. 924
443
APEMANTUS.
Vorlage S. 924
444
Ja, um zu sehn, wie Schurken Speise nährt
Vorlage S. 924
445
Und Narren Wein erhitzt.
Vorlage S. 924
446
ZWEITER LORD.
Vorlage S. 924
447
Leb wohl, leb wohl!
Vorlage S. 924
448
APEMANTUS.
Vorlage S. 924
449
Du bist ein Narr, dass du mir's zweimal sagst.
Vorlage S. 924
450
ZWEITER LORD.
Vorlage S. 924
451
Warum, Apemantus?
Vorlage S. 924
452
APEMANTUS.
Vorlage S. 924
453
Du hättest das eine für dich behalten sollen, denn ich denke dir keines zu geben.
Vorlage S. 924
454
ERSTER LORD.
Vorlage S. 924
455
Geh, häng' dich auf!
Vorlage S. 924
456
APEMANTUS.
Vorlage S. 924
457
Nein, ich tue nichts auf deinen Befehl: bring' deine Gesuche bei deinem Freunde an!
Vorlage S. 925
458
ZWEITER LORD.
Vorlage S. 925
459
Fort, du zänkischer Hund, oder ich stoße dich mit dem Fuß hinaus.
Vorlage S. 925
460
APEMANTUS.
Vorlage S. 925
461
Ich will, wie der Hund, die Hufen des Esels fliehen. Apemantus geht ab.
Vorlage S. 925
462
ERSTER LORD.
Vorlage S. 925
463
Er ist ein Widerspiel der Menschheit. Kommt hinein,
Vorlage S. 925
464
Lasst Timons Güt' uns kosten, sie ist reicher
Vorlage S. 925
465
Als selbst das Herz der Milde.
Vorlage S. 925
466
ZWEITER LORD.
Vorlage S. 925
467
Er strömt sie aus; Plutus, der Gott des Goldes,
Vorlage S. 925
468
Ist sein Verwalter nur: wer ihn beschenkt,
Vorlage S. 925
469
Wird siebenfach belohnt; und keine Gabe,
Vorlage S. 925
470
Die nicht Vergeltung ihrem Geber bringt,
Vorlage S. 925
471
Weit über alles Maß.
Vorlage S. 925
472
ERSTER LORD.
Vorlage S. 925
473
Das edelste
Vorlage S. 925
474
Gemüt hat er, das je im Menschen herrschte.
Vorlage S. 925
475
ZWEITER LORD.
Vorlage S. 925
476
Er lebe lang' und glücklich! Woll'n wir gehn!
Vorlage S. 925
477
ERSTER LORD.
Vorlage S. 925
478
Ja, ich begleite Euch.
Vorlage S. 925
479
Sie gehn ab.
Vorlage S. 925
480
Zweite Szene
Vorlage S. 925
481
Prunksaal in Timons Hause.
Vorlage S. 925
482
Hoboen, laute Musik. Ein großes Bankett wird angerichtet.
Vorlage S. 925
483
Flavius und andre Diener. Dann treten auf: Timon, Alcibiades, Lucius Sempronius, Lucullus, Ventidius und andre Senatoren und Gefolge. Zuletzt Apemantus.
Vorlage S. 925
484
VENTIDIUS.
Vorlage S. 925
485
Erlauchter Timon, Götterratschluß sandte
Vorlage S. 925
486
Zur langen Ruh' den greisen Vater hin.
Vorlage S. 925
487
Er schied beglückt und hinterließ mich reich:
Vorlage S. 925
488
Drum, wie mich Lieb' und Dankbarkeit verpflichten,
Vorlage S. 925
489
Erstatt' ich deiner Großmut die Talente,
Vorlage S. 925
490
Zugleich dir dienstergeben, der durch sie
Vorlage S. 925
491
Mir Freiheit schuf.
Vorlage S. 925
492
TIMON.
Vorlage S. 925
493
O nimmermehr, Ventidius!
Vorlage S. 925
494
Rechtschaffner Mann, da kränkt Ihr meine Liebe;
Vorlage S. 925
495
Ich gab sie weg auf immer. Wer zurücknimmt,
Vorlage S. 925
496
Kann nicht mit Recht behaupten, dass er gibt:
Vorlage S. 926
497
Wenn so der Große tut, nicht ziemt uns, nachzuspielen,
Vorlage S. 926
498
Weil an den Reichen stets die Fehler selbst gefielen.
Vorlage S. 926
499
Sie stehn alle mit Ehrfurcht um Timon her.
Vorlage S. 926
500
VENTIDIUS.
Vorlage S. 926
501
Welch edler Geist!
Vorlage S. 926
502
TIMON.
Vorlage S. 926
503
Nein, Lords, die Zeremonie
Vorlage S. 926
504
Ward nur erfunden, einen Glanz zu leihn
Vorlage S. 926
505
Verstellter Freundlichkeit und hohlem Gruß,
Vorlage S. 926
506
Guttun vernichtend, um nicht zu gewähren;
Vorlage S. 926
507
Doch wahre Freundschaft kann sie ganz entbehren.
Vorlage S. 926
508
Setzt euch; ihr seid willkommner meinem Glück,
Vorlage S. 926
509
Als mir mein Reichtum ist.
Vorlage S. 926
510
Sie setzen sich.
Vorlage S. 926
511
ERSTER LORD.
Vorlage S. 926
512
Mylord, das war stets unser Eingeständnis.
Vorlage S. 926
513
APEMANTUS.
Vorlage S. 926
514
Ho! Eingeständnis? Folgt nicht Hängen drauf?
Vorlage S. 926
515
TIMON.
Vorlage S. 926
516
Oh, Apemantus! – Sei willkommen!
Vorlage S. 926
517
APEMANTUS.
Vorlage S. 926
518
Nein,
Vorlage S. 926
519
Ich will nicht, dass du mich willkommen heißest:
Vorlage S. 926
520
Ich kam, damit du aus der Tür mich werfest.
Vorlage S. 926
521
TIMON.
Vorlage S. 926
522
Pfui, du bist rauh, und einer Laune eigen,
Vorlage S. 926
523
Dem Menschen ungeziemend, tadelnswürdig;
Vorlage S. 926
524
Sonst sagt man: ira furor brevis est,
Vorlage S. 926
525
Doch jener Mann ist immerfort ergrimmt.
Vorlage S. 926
526
Du da, bereit' ihm seinen eignen Tisch,
Vorlage S. 926
527
Denn er sucht weder die Gesellschaft auf,
Vorlage S. 926
528
Noch passt er für sie irgend.
Vorlage S. 926
529
APEMANTUS.
Vorlage S. 926
530
Auf dein' Gefahr bleib' ich denn, Timon, hier:
Vorlage S. 926
531
Ich kam, um aufzumerken; sei gewarnt!
Vorlage S. 926
532
TIMON.
Vorlage S. 926
533
Das kümmert mich nicht; du bist ein Athener und mir deshalb willkommen; ich möchte hier nichts zu befehlen haben: bitte, lass mein Mahl dich zum Schweigen bringen!
Vorlage S. 926
534
APEMANTUS.
Vorlage S. 926
535
Dein Mahl verschmäh' ich; es erwürgt mich, denn
Vorlage S. 926
536
Nie würd' ich schmeicheln. – Götter! welche Schar
Vorlage S. 926
537
Verzehrt den Timon, und er sieht sie nicht!
Vorlage S. 926
538
Mich quält es, dass so viel' ihr Brot eintauchen
Vorlage S. 926
539
In eines Mannes Blut; und größre Tollheit,
Vorlage S. 926
540
Er muntert sie noch auf.
Vorlage S. 927
541
Mich wundert, wie doch Mensch dem Menschen traut:
Vorlage S. 927
542
Sie sollten nur sich laden ohne Messer;
Vorlage S. 927
543
Gut für das Mahl, und für das Leben besser:
Vorlage S. 927
544
Das zeigt sich oft; der Bursche ihm zunächst,
Vorlage S. 927
545
Der mit ihm Brot bricht, ihm Gesundheit bringt,
Vorlage S. 927
546
Mit seinem Atem im geteilten Trunk,
Vorlage S. 927
547
Er ist der nächst', ihn zu ermorden. So
Vorlage S. 927
548
Geschah's schon oft; wär' ich ein großer Herr,
Vorlage S. 927
549
Ich wagte bei der Mahlzeit nicht zu trinken,
Vorlage S. 927
550
Sonst könnte man erspähn der Kehle Schwächen;
Vorlage S. 927
551
Nur halsgepanzert sollten Große zechen.
Vorlage S. 927
552
TIMON.
Vorlage S. 927
553
Von Herzen, Herr; und rundum geh' es weiter!
Vorlage S. 927
554
ZWEITER LORD.
Vorlage S. 927
555
Lass ihn von dieser Seite wandeln, edler Lord!
Vorlage S. 927
556
APEMANTUS.
Vorlage S. 927
557
Von dieser Seite!
Vorlage S. 927
558
Ein herz'ger Mensch! – Das Wandeln ist sein Handwerk.
Vorlage S. 927
559
O Timon! du und dein Besitz
Vorlage S. 927
560
Wird krank von dem Gesundheitstrinken noch.
Vorlage S. 927
561
Hier hab' ich, was zu schwach ist, um zu sünd'gen,
Vorlage S. 927
562
Ehrliches Wasser, was noch keinen hinwarf:
Vorlage S. 927
563
Dies mag mit meiner Kost sich gut vertragen;
Vorlage S. 927
564
Schmaus ist zu stolz, den Göttern Dank zu sagen.
Vorlage S. 927
565
(Des Apemantus Gratias)
Vorlage S. 927
566
Ihr Götter, nicht um Geld bitt' ich,
Vorlage S. 927
567
Für niemand bet' ich, als für mich;
Vorlage S. 927
568
Gebt, dass ich nie so töricht sei,
Vorlage S. 927
569
Zutraun der Menschen Schwur und Treu';
Vorlage S. 927
570
Noch der Dirne, wenn sie weint,
Vorlage S. 927
571
Noch dem Hund, der schlafend scheint,
Vorlage S. 927
572
Noch dem Schließer im Gefängnis,
Vorlage S. 927
573
Noch dem Freunde in Bedrängnis,
Vorlage S. 927
574
Amen! So greife zu:
Vorlage S. 927
575
Der Reiche sündigt. Wurzeln speise du!
Vorlage S. 927
576
Er ißt und trinkt.
Vorlage S. 927
577
Und wohl bekomm' es deinem guten Herzen, Apemantus!
Vorlage S. 927
578
TIMON.
Vorlage S. 927
579
General Alcibiades, Euer Herz ist in diesem Augenblick im Felde.
Vorlage S. 927
580
ALCIBIADES.
Vorlage S. 927
581
Mein Herz ist immer zu Euren Diensten, Mylord
Vorlage S. 928
582
TIMON.
Vorlage S. 928
583
Ihr wäret lieber bei einem Frühstück von Feinden, als bei einem Mittagessen von Freunden.
Vorlage S. 928
584
ALCIBIADES.
Vorlage S. 928
585
Wenn sie frischblutend sind, so kommt kein schmaus ihnen gleich, und ich möchte meinem besten Freund ein solches Fest wünschen.
Vorlage S. 928
586
APEMANTUS.
Vorlage S. 928
587
So wollt' ich, alle diese Schmeichler wären deine Feinde, damit du sie alle töten könntest und mich dann darauf einladen.
Vorlage S. 928
588
ERSTER LORD.
Vorlage S. 928
589
Würde uns nur das Glück zu teil, edler Lord, dass Ihr einst unsrer Liebe bedürftet, damit wir Euch einigermaßen unsern Eifer zeigen könnten: dann würden wir uns, auf immer für beglückt halten.
Vorlage S. 928
590
TIMON.
Vorlage S. 928
591
Oh, zweifelt nicht, meine teuern Freunde, die Götter selbst haben gewiss dafür gesorgt, dass ihr mir noch dereinst sehr nützlich werden könnt: wie wäret ihr auch sonst meine Freunde? Weshalb führtet ihr vor tausend andern diesen liebevollen Namen, wenn ihr meinem Herzen nicht die Nächsten wäret? Ich habe mir selbst mehr von euch gesagt, als ihr mit Bescheidenheit zu eurem Besten sagen könnt, und das steht fest bei mir. Oh, ihr Götter, denk' ich, was bedürfen wir irgend der Freunde, wenn wir ihrer niemals bedürften? Sie wären ja die unnützesten Geschöpfe auf der Welt, wenn wir sie nie gebrauchten, und glichen lieblichen Instrumenten, die in ihren Kasten an der Wand hängen und ihre Töne für sich selbst behalten. Wahrlich, ich habe oft gewünscht, ärmer zu sein, um euch näher zu stehn. Wir sind dazu geboren, wohltätig zu sein, und was können wir wohl mit besserm Anspruch unser eigen nennen, als den Reichtum unsrer Freunde? Oh, welch ein tröstlicher Gedanke ist es, dass so viele, Brüdern gleich, einer über des andern Vermögen gebieten kann! O Freude, die schon stirbt, ehe sie geboren wird! Meine Augen können die Tränen nicht zurück halten: um ihren Fehl vergessen zu machen, trinke ich euch zu.
Vorlage S. 928
592
APEMANTUS.
Vorlage S. 928
593
Du weinst, dass sie trinken mögen, Timon.
Vorlage S. 928
594
ZWEITER LORD.
Vorlage S. 928
595
So ward die Freud' auch uns im Aug' empfangen,
Vorlage S. 928
596
Und sprang sogleich als weinend Kind hervor,
Vorlage S. 928
597
APEMANTUS.
Vorlage S. 928
598
Ich lache, dass es wohl ein Bastard war.
Vorlage S. 929
599
DRITTER LORD.
Vorlage S. 929
600
Wahrlich, Mylord, Ihr habt mich ganz erschüttert,
Vorlage S. 929
601
APEMANTUS.
Vorlage S. 929
602
Gans!
Vorlage S. 929
603
Trompeten hinter der Szene.
Vorlage S. 929
604
TIMON.
Vorlage S. 929
605
Was bedeutet die Trompete? – he?
Vorlage S. 929
606
Ein Diener tritt auf.
Vorlage S. 929
607
DIENER.
Vorlage S. 929
608
Mit Eurer Genehmigung, Mylord, es sind einige Damen da, die sehnlich den Einlaß wünschen.
Vorlage S. 929
609
TIMON.
Vorlage S. 929
610
Damen? was begehren sie?
Vorlage S. 929
611
DIENER.
Vorlage S. 929
612
Sie haben einen Vorläufer bei sich, Mylord, der den Auftrag hat, ihren Willen kund zu tun.
Vorlage S. 929
613
TIMON.
Vorlage S. 929
Historische Darstellung von William Shakespeare
Kontextbild zum Werk. Historische Darstellung von William Shakespeare — Spätere künstlerische Darstellung; kein gesichertes Bildnis aus dem Leben. · Martin Droeshout · Public domain Bildquelle ↗
614
Wohl, so lass sie ein!
Vorlage S. 929
615
Cupido tritt auf.
Vorlage S. 929
616
CUPIDO.
Vorlage S. 929
617
Dem würd'gen Timon Heil und all den andern,
Vorlage S. 929
618
Die seiner Huld genießen! – Die fünf Sinne
Vorlage S. 929
619
Erkennen dich als ihren Herrn und nahn
Vorlage S. 929
620
Glückwünschend deinem edlen Haus: Geschmack,
Vorlage S. 929
621
Gefühl fand hier an deinem Tisch Erquicken;
Vorlage S. 929
622
Sie kommen nur, dein Auge zu entzücken.
Vorlage S. 929
623
TIMON.
Vorlage S. 929
624
Sie sind alle willkommen; man empfange sie freundlich: Musik, heiße sie willkommen!
Vorlage S. 929
625
Cupido geht ab.
Vorlage S. 929
626
ERSTER LORD.
Vorlage S. 929
627
Ihr seht, wie Ihr von allen seid geliebt.
Vorlage S. 929
628
Musik. Cupido tritt wieder auf, Maskerade von Damen als Amazonen verkleidet; sie haben Lauten und tanzen und spielen.
Vorlage S. 929
629
APEMANTUS.
Vorlage S. 929
630
Heisa, ein Schwarm von Eitelkeit bricht ein!
Vorlage S. 929
631
Sie tanzen, ha! Wahnsinn'ge Weiber sind's.
Vorlage S. 929
632
Ganz solcher Wahnsinn ist die Pracht des Lebens,
Vorlage S. 929
633
Wie dieser Pomp sich zeigt bei dieser Wurzel.
Vorlage S. 929
634
Selbst machen wir zu Narr'n uns, uns zu freun;
Vorlage S. 929
635
Vergeuden Schmeicheln, aufzutrinken Menschen,
Vorlage S. 929
636
Auf deren Alter wir es wieder speien,
Vorlage S. 929
637
Mit Haß und Hohn vergiftet. Wer lebt, der nicht
Vorlage S. 929
638
Gekränkt ist oder kränkt? Wer stirbt, und nimmt
Vorlage S. 929
639
Nicht eine Wund' ins Grab von Freundeshand?
Vorlage S. 929
640
Die vor mir tanzen jetzt, ich würde fürchten,
Vorlage S. 930
641
Sie stampfen einst auf mich: es kam schon vor;
Vorlage S. 930
642
Man schließt beim Sonnenuntergang das Tor.
Vorlage S. 930
643
Die Lords stehn vom Tisch auf, indem sie dem Timon die größte Ehrfurcht beweisen; und, um ihm ihre Liebe zu zeigen, wählt jeder eine Amazone zum Tanz; nach einer heitern Musik schließt der Tanz.
Vorlage S. 930
644
TIMON.
Vorlage S. 930
645
Ihr schönen Frau'n lieht Anmut unsrer Lust
Vorlage S. 930
646
Und schmücktet unser Fest mit schönerm Glanz,
Vorlage S. 930
647
Das halb so reich und hold vorher nicht strahlte;
Vorlage S. 930
648
Ihr gabt ihm höhern Wert und freundlich Schimmern,
Vorlage S. 930
649
Und unterhieltet mich, wie ich's ersann:
Vorlage S. 930
650
Noch bleib' ich Dank euch schuldig.
Vorlage S. 930
651
ERSTE DAME.
Vorlage S. 930
652
Ihr nehmt uns, Mylord, von der besten Seite.
Vorlage S. 930
653
APEMANTUS.
Vorlage S. 930
654
Wahrlich, denn die schlimmste ist schmutzig, und würde wohl kaum das Nehmen vertragen, denk' ich.
Vorlage S. 930
655
TIMON.
Vorlage S. 930
656
Ihr Frauen, dort findet ihr ein leicht Bankett:
Vorlage S. 930
657
So gütig seid, euch selber zu bedienen!
Vorlage S. 930
658
DAMEN.
Vorlage S. 930
659
Euch höchst ergebnen Dank, Mylord.
Vorlage S. 930
660
Cupido und die Damen gehn ab.
Vorlage S. 930
661
TIMON.
Vorlage S. 930
662
Flavius, –
Vorlage S. 930
663
FLAVIUS.
Vorlage S. 930
664
Mylord?
Vorlage S. 930
665
TIMON.
Vorlage S. 930
666
Bring' mir das kleine Kästchen!
Vorlage S. 930
667
FLAVIUS.
Vorlage S. 930
668
Sogleich, Mylord. –
Vorlage S. 930
669
Beiseit.
Vorlage S. 930
670
Noch immer mehr Juwelen!
Vorlage S. 930
671
Man darf ihn nicht in seiner Laune kreuzen;
Vorlage S. 930
672
Sonst würd' ich – Gut – wenn alles ist geschwunden,
Vorlage S. 930
673
Wünscht er, er hätte sich gekreuzt gefunden.
Vorlage S. 930
674
O Jammer! möchte Milde rückwärts sehn,
Vorlage S. 930
675
Dass nicht an Großmut Edle untergehn!
Vorlage S. 930
676
Er geht ab und kommt mit dem Kästchen wieder.
Vorlage S. 930
677
ERSTER LORD.
Vorlage S. 930
678
Sind unsre Leute da?
Vorlage S. 930
679
DIENER.
Vorlage S. 930
680
Euch zu Befehl, Mylord.
Vorlage S. 930
681
ZWEITER LORD.
Vorlage S. 930
682
Die Pferde vor!
Vorlage S. 930
683
TIMON.
Vorlage S. 930
684
Ihr Freunde, noch ein Wort
Vorlage S. 930
685
Erlaubt mir: – Seht, mein guter Lord, ich muss
Vorlage S. 930
686
Euch bitten, dass Ihr mir die Ehr' erweist,
Vorlage S. 930
687
Hier dies Juwel zu adeln:
Vorlage S. 931
688
Empfangt und tragt es, güt'ger Herr!
Vorlage S. 931
689
ERSTER LORD.
Vorlage S. 931
690
Doch bin ich schon so sehr in Eurer Schuld –
Vorlage S. 931
691
ALLE.
Vorlage S. 931
692
Das sind wir alle.
Vorlage S. 931
693
Ein Diener tritt auf.
Vorlage S. 931
694
ZWEITER DIENER.
Vorlage S. 931
695
Mylord, es steigen ein'ge Senatoren
Vorlage S. 931
696
Vom Pferde eben, um Euch zu besuchen.
Vorlage S. 931
697
TIMON.
Vorlage S. 931
698
Höchlich willkommen.
Vorlage S. 931
699
FLAVIUS.
Vorlage S. 931
700
Ich ersuch' Eu'r Gnaden,
Vorlage S. 931
701
Erlaubt ein Wort mir: es betrifft Euch nah.
Vorlage S. 931
702
TIMON.
Vorlage S. 931
703
Mich selbst? So hör' ich dich ein andermal:
Vorlage S. 931
704
Ich bitte, lass uns wohl bereitet sein,
Vorlage S. 931
705
Sie ziemend aufzunehmen.
Vorlage S. 931
706
FLAVIUS
Vorlage S. 931
707
beiseit.
Vorlage S. 931
708
Kaum noch weiß ich, wie.
Vorlage S. 931
709
Ein Diener tritt auf.
Vorlage S. 931
710
DRITTER DIENER.
Vorlage S. 931
711
Erlaubt mir, gnäd'ger Herr, Lord Lucius sendet
Vorlage S. 931
712
Aus freier Liebe als Geschenk Euch vier
Vorlage S. 931
713
Milchweiße Rosse, aufgeschirrt mit Silber.
Vorlage S. 931
714
TIMON.
Vorlage S. 931
715
Ich nehme sie mit Dank; sorgt, dass die Gabe
Vorlage S. 931
716
Würdig erwidert wird. – Wie nun, was gibt's?
Vorlage S. 931
717
Ein Diener tritt auf.
Vorlage S. 931
718
VIERTER DIENER.
Vorlage S. 931
719
Mit Euer Gnaden Erlaubnis, der edle Lord Lucullus wünscht Eure Gesellschaft, um morgen mit ihm zu jagen, und sendet Euer Gnaden zwei Kuppel Windhunde.
Vorlage S. 931
720
TIMON.
Vorlage S. 931
721
Ich sage zu. – Lass in Empfang sie nehmen,
Vorlage S. 931
722
Nicht ohne reichen Lohn!
Vorlage S. 931
723
FLAVIUS
Vorlage S. 931
724
beiseit.
Vorlage S. 931
725
Was soll draus werden?
Vorlage S. 931
726
Bewirten sollen wir und reich beschenken,
Vorlage S. 931
727
Und alles das aus einem leeren Kasten:
Vorlage S. 931
728
Er rechnet nimmer nach und heißt mich immer schweigen,
Vorlage S. 931
729
Wenn ich sein Herz als Bettler ihm will zeigen,
Vorlage S. 931
730
Da seine Macht nicht seinem Wunsch genügt;
Vorlage S. 931
731
Ihn überfliegt so sehr, was er verspricht,
Vorlage S. 931
732
Dass, was er redet, Schuld ist: ja verpflichtet
Vorlage S. 931
733
Für jedes Wort, ist er so mild, dass Zins
Vorlage S. 932
734
Er dafür zahlt. All seine Güter stehn
Vorlage S. 932
735
In ihren Büchern. –
Vorlage S. 932
736
Wär ich nur freundlich meines Dienstes los,
Vorlage S. 932
737
Bevor ich ihn gewaltsam lassen muss!
Vorlage S. 932
738
Viel besser freundlos, keinem Speise bieten,
Vorlage S. 932
739
Als vielen, die mehr noch als Feinde wüten.
Vorlage S. 932
740
Es blutet mir das Herz um meinen Herrn.
Vorlage S. 932
741
Er geht ab.
Vorlage S. 932
742
TIMON.
Vorlage S. 932
743
Ihr tut Euch selbst groß Unrecht,
Vorlage S. 932
744
Schätzt Ihr so wenig Euren eignen Wert: –
Vorlage S. 932
745
Hier, nehmt die kleine Gabe meiner Liebe!
Vorlage S. 932
746
ZWEITER LORD.
Vorlage S. 932
747
Ich nehm's, mit nicht gemeiner Dankbarkeit.
Vorlage S. 932
748
DRITTER LORD.
Vorlage S. 932
749
Ja wohl ist er der Großmut wahre Seele!
Vorlage S. 932
750
TIMON.
Vorlage S. 932
751
Und jetzt entsinn' ich mich, Mylord, Ihr gabt
Vorlage S. 932
752
Jüngst schönes Lob dem Braunen, den ich ritt:
Vorlage S. 932
753
Er ist der Eure, da er Euch gefällt.
Vorlage S. 932
754
ZWEITER LORD.
Vorlage S. 932
755
Ich bitt' Euch, edler Herr, entschuldigt mich!
Vorlage S. 932
756
TIMON.
Vorlage S. 932
757
Glaubt meinem Wort, mein Freund, ich weiß, man kann
Vorlage S. 932
758
Für nach Verdienst das loben, was man liebt:
Vorlage S. 932
759
Der Freunde Neigung wäg' ich nach der eignen;
Vorlage S. 932
760
Ich spreche aus der Seel'. Ich such' Euch auf.
Vorlage S. 932
761
ALLE LORDS.
Vorlage S. 932
762
Wer wäre so willkommen!
Vorlage S. 932
763
TIMON.
Vorlage S. 932
764
Besuch der Freund', und eurer insbesondre,
Vorlage S. 932
765
Ist mir so wert, ich kann genug nicht geben;
Vorlage S. 932
766
Den Freunden möcht' ich Königreiche schenken,
Vorlage S. 932
767
Und nie ermüden. – Alcibiades,
Vorlage S. 932
768
Du bist ein Krieger, darum selten reich,
Vorlage S. 932
769
Du brauchst es wohl; dein Lebensunterhalt
Vorlage S. 932
770
Ist bei den Toten, deine Ländereien
Vorlage S. 932
771
Das Schlachtfeld.
Vorlage S. 932
772
ALCIBIADES.
Vorlage S. 932
773
Unfruchtbares Land, Mylord!
Vorlage S. 932
774
ERSTER LORD.
Vorlage S. 932
775
Wir sind unendlich Euch verpflichtet. –
Vorlage S. 932
776
TIMON.
Vorlage S. 932
777
Und
Vorlage S. 932
778
So bin ich Euch.
Vorlage S. 932
779
ZWEITER LORD.
Vorlage S. 932
780
Auf ewig ganz ergeben.
Vorlage S. 932
781
TIMON.
Vorlage S. 932
782
Nicht minder ich. – He, Lichter, noch mehr Lichter!
Vorlage S. 932
783
ERSTER LORD.
Vorlage S. 932
784
Das höchste Glück,
Vorlage S. 932
785
Reichtum und Ehre bleib' Euch, edler Timon!
Vorlage S. 932
786
TIMON.
Vorlage S. 932
787
Zum Dienst der Freunde.
Vorlage S. 933
788
Alcibiades und die Lords gehn ab.
Vorlage S. 933
789
APEMANTUS.
Vorlage S. 933
790
Welch ein Lärm ist das!
Vorlage S. 933
791
Grinsend Gesicht, den Steiß heraus gekehrt!
Vorlage S. 933
792
Ob wohl die Beine jene Summen wert,
Vorlage S. 933
793
Die sie gekostet? Freundschaft ist voll Kahmen:
Vorlage S. 933
794
Der Falschheit Knochen sollten immer lahmen.
Vorlage S. 933
795
Kniebeugen macht treuherz'gen Narr'n bankrut.
Vorlage S. 933
796
TIMON.
Vorlage S. 933
797
Nun, Apemantus, wärst du nicht so mürrisch,
Vorlage S. 933
798
Wollt' ich dir Gutes tun.
Vorlage S. 933
799
APEMANTUS.
Vorlage S. 933
800
Nein, ich will nichts:
Vorlage S. 933
801
Würd' ich bestochen auch, so bliebe keiner,
Vorlage S. 933
802
Auf dich zu schmähn; dann sündigt'st du noch schneller.
Vorlage S. 933
803
Du gibst so viel, Timon, dass, wie ich fürchte,
Vorlage S. 933
804
Du in Papier dich bald hinweggeschenkt:
Vorlage S. 933
805
Wozu die Schmäus' und Aufzüg', eitles Großtun?
Vorlage S. 933
806
TIMON.
Vorlage S. 933
807
Nein, wenn du selbst Geselligkeit willst schmähen,
Vorlage S. 933
808
So will ich wahrlich deiner gar nicht achten.
Vorlage S. 933
809
Fahr' wohl und komm in beßrer Stimmung.
Vorlage S. 933
810
Timon, geht ab.
Vorlage S. 933
811
APEMANTUS.
Vorlage S. 933
812
So; –
Vorlage S. 933
813
Du willst nicht hören, – sollst auch nicht; – verschlossen
Vorlage S. 933
814
Sei dir dies Glück! O Mensch, wie so betört!
Vorlage S. 933
815
Taub ist das Ohr dem Rat, das Schmeichler hört.
Vorlage S. 933
816
Geht ab.
Vorlage S. 933

Nach dem Lesen

Dein Blick auf das Kapitel

10er-QuizZitate verstehen · Zusammenhänge erkennen · Lernpunkte sammeln10 Fragen

Eine Antwort ist jeweils richtig. Lies den Textbeleg aufmerksam. Bei einer falschen Antwort kannst du es erneut versuchen.

Angemeldet zählen richtige Antworten für deinen Lernstand. Als Gast übst du ohne Kontopunkte.

Je Frage sind beim ersten Versuch 10 Punkte möglich, danach 5, 3 oder 1. Bereits gelöste Fragen bleiben zum Üben verfügbar.

1. Wie geht dieser Textausschnitt im Kapitel unmittelbar weiter? Ergänze den genauen Wortlaut. »Mit reichster Gunst; mein …«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗

3. Welchen Zusammenhang kennzeichnet das Wort »Nachdem« in diesem Textausschnitt? »Nachdem er frei, bitt' ihn, zu mir zu kommen: –«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle nachlesen ↗

4. Welcher Ausschnitt enthält ausdrücklich einen Grund oder eine daraus gezogene Folge? Achte auf ein ausdrücklich genanntes Signalwort.

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗ Textstelle 5 ↗ Textstelle 6 ↗

5. Welche Sprecherangabe gehört im Kapitel zu diesen Worten? »Was ist die Zeit am Tage, Apemantus?«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗

6. In welcher Reihenfolge stehen diese drei Ausschnitte im Kapitel? Gemeint ist ihre Reihenfolge im Text, nicht die Zeit der erzählten Ereignisse. A: »Ihr seht, wie alle Ständ' und alle Menschen, Sowohl von leicht geschmeid'gem Sinn, als auch Von strenger, ernster Art, dem Timon weihn In Demut ihren Dienst.« B: »Ganz solcher Wahnsinn ist die Pracht des Lebens,« C: »Alcibiades, Mit zwanzig Rittern, seinen Kriegsgefährten.«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗ Textstelle 5 ↗ Textstelle 6 ↗ Textstelle 7 ↗

7. Wie geht dieser Textausschnitt im Kapitel unmittelbar weiter? Ergänze den genauen Wortlaut. »Ich habe mir selbst mehr von euch gesagt, als ihr mit …«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗

9. Welche Sprecherangabe gehört im Kapitel zu diesen Worten? »Ich ersuch' Eu'r Gnaden, Erlaubt ein Wort mir: es betrifft Euch nah.«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗

10. Wie geht dieser Textausschnitt im Kapitel unmittelbar weiter? Ergänze den genauen Wortlaut. »Und jetzt entsinn' ich …«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗
Aufgaben zum TextVerstehen, begründen und mit Textstellen arbeiten · ohne Punkte

1. Ordne diese Textstelle in den Zusammenhang ein: »Ihr seht, wie alle Ständ' und alle Menschen,«. Was geschieht oder wird hier besprochen? Erkläre in drei bis fünf Sätzen auch, was davor und danach wichtig ist.

Impulse zur Selbstprüfung

Lies die verlinkte Stelle mit ihrer Umgebung. Trenne ausdrücklich Gesagtes von Vermutungen.

  • Situation oder Gedanke verständlich erklärt
  • Mindestens ein passender Textbeleg
  • Eigene Formulierungen statt bloßer Abschrift
Textstelle nachlesen ↗

2. Vergleiche die beiden Ausschnitte: »Ihr seht, wie alle Ständ' und alle Menschen,« und »morgen mit ihm zu jagen, und sendet Euer Gnaden zwei Kuppel Windhunde«. Welche Entwicklung, Gemeinsamkeit oder Spannung erkennst du? Begründe mit beiden Textstellen.

Impulse zur Selbstprüfung

Auch eine gleichbleibende Haltung ist ein mögliches Ergebnis. Erfinde keine Entwicklung, wenn sie sich aus dem Text nicht belegen lässt.

  • Beide Ausschnitte im Zusammenhang gelesen
  • Eine Gemeinsamkeit oder einen Unterschied erläutert
  • Deutung und wörtlichen Beleg unterschieden
Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗

3. Untersuche die sprachliche Wirkung dieses Ausschnitts: »Was ist die Zeit am Tage, Apemantus?«. Wähle ein auffälliges Wort, ein Bild oder eine Formulierung. Erkläre seine Wirkung und begründe eine mögliche andere Lesart.

Impulse zur Selbstprüfung

Es gibt nicht nur eine richtige Interpretation. Prüfe beide Lesarten am Kapitel und benenne, was offen bleibt.

  • Sprachliches Merkmal am Wortlaut benannt
  • Wirkung als begründete Deutung formuliert
  • Alternative Lesart oder Grenze der Deutung erklärt
Textstelle nachlesen ↗
Kreativ schreibenDrei Anregungen in drei Niveaustufen · ohne Punkte

Wähle die Anregung, die zu dir passt. Deine eigene Fassung bleibt klar vom Originaltext getrennt.

Niveau 1 · Einstieg

1. Schreibe zu diesem Textausschnitt 5–8 eigene Sätze: »Doch welch besonder Seltnes, Fremdes, das Vielfach Erzählen noch nicht kennt? – Doch seht –«. Wähle eine Person, einen Gegenstand oder einen Gedanken daraus. Schreibe aus einer neuen Sicht. Satzanfänge helfen: „Ich bemerke …“, „Ich frage mich …“, „Als Nächstes …“.

Impulse zur Selbstprüfung

Mehrere Lösungen sind möglich. Prüfe deinen Text an den Kriterien oder besprich ihn mit anderen. Diese Aufgabe gibt keine automatisch bewerteten Punkte.

  • Übernimm mindestens zwei passende Einzelheiten aus dem Kapitel.
  • Trenne ein wörtliches Zitat deutlich von deinem eigenen Text.
  • Kennzeichne deine Ergänzungen als erfunden.
Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗

Niveau 2 · Vertiefung

2. Verwandle den folgenden Ausschnitt in einen Brief, Tagebucheintrag oder kurzen Dialog: »Zur langen Ruh' den greisen Vater hin.«. Entscheide, wer sich an wen richtet. Schreibe etwa 120–180 Wörter. Bei einem Sachtext kann ein lernender Mensch einem anderen die Idee erklären.

Impulse zur Selbstprüfung

Mehrere Lösungen sind möglich. Prüfe deinen Text an den Kriterien oder besprich ihn mit anderen. Diese Aufgabe gibt keine automatisch bewerteten Punkte.

  • Die neue Textform und die gewählte Stimme sind erkennbar.
  • Mindestens zwei Aussagen oder Ereignisse bleiben mit dem Kapitel vereinbar.
  • Ergänze einen kurzen Kommentar: Was hast du übernommen, was bewusst erfunden?
Textstelle nachlesen ↗

Niveau 3 · Gestaltung

3. Schreibe ausgehend vom Kapitelende eine alternative Fortsetzung oder eine Szene mit einer Gegenposition: »Taub ist das Ohr dem Rat, das Schmeichler hört.«. Entwickle etwa 200–300 Wörter. Bei einem Sachtext kannst du ein Streitgespräch über eine These gestalten. Begründe anschließend in 3–5 Sätzen deine Entscheidungen mit zwei kurzen Zitaten aus dem Kapitel.

Impulse zur Selbstprüfung

Mehrere Lösungen sind möglich. Prüfe deinen Text an den Kriterien oder besprich ihn mit anderen. Diese Aufgabe gibt keine automatisch bewerteten Punkte.

  • Die Fortsetzung oder Gegenposition knüpft nachvollziehbar an konkrete Textstellen an.
  • Zwei genaue Zitate begründen die Gestaltung; Schlussfolgerungen werden als eigene Deutung markiert.
  • Der neue Text ist ausdrücklich eine eigene Bearbeitung und wird nicht dem Originalautor zugeschrieben.
Textstelle nachlesen ↗

Ausgabe, Herkunft und Rechte

Autor und namentlich belegte Übersetzung sind nach den geprüften Lebensdaten in Deutschland gemeinfrei. TextGrid und www.editura.de stellen Struktur und Metadaten unter CC BY 3.0 DE bereit.

Timon von Athen

William Shakespeare: Sämtliche Werke in vier Bänden. Band 4, Herausgegeben von Anselm Schlösser. Berlin: Aufbau, 1975. Shakespeare, William 916- Berlin

Das Werk Timon von Athen von Shakespeare, William ist eine Abwandlung des Datenbestandes der Digitalen Bibliothek von TextGrid, www.editura.de und wird unter der Creative Commons Lizenz veröffentlicht.

Quelltext und Ausgabe ↗ · CC BY 3.0 DE; underlying texts public domain per source Lizenz

Originalsprache · Englisch

Englischer Originaltext in der digitalen Project-Gutenberg-Ausgabe. Die Vorlage nennt keine historische Druckausgabe. Unterschiedliche Bühnenfassungen, Szenenteilungen und historische Übersetzungen können voneinander abweichen. Keine Behauptung einer Erstfassung oder zeilengetreuen Entsprechung. Wortlaut, Rechtschreibung und Interpunktion dieser Quelle bleiben erhalten; nur HTML-Layout wird in Lesetext übertragen.

William Shakespeare: Timon of Athens. Project Gutenberg eBook 1536. Originalsprache Englisch; digitale Quelle unverändert archiviert.

Autorschaft und Ausgabe: William Shakespeare

Originaltext und Ausgabe ↗ · Project Gutenberg · Lizenz und Nutzungsbedingungen

Die Fassungen folgen den jeweils angegebenen Quellen; ihre Gliederung kann abweichen.

Welche Änderungen enthält die Lesefassung?

Explizite Wortliste statt allgemeiner Such-und-Ersetz-Regeln. Jede Änderung ist mit Kapitel, Absatz, Quellposition und Regel dokumentiert. Erfasste Namen und bekannte mehrdeutige Formen bleiben ausgespart; dies ist keine automatische vollständige Namenserkennung. Grundlage für s/ss/ß: Amtliches Regelwerk 2024, §§ 2, 5 und 25. Die unveränderte Quellfassung bleibt verfügbar.