Sokrates untersucht mit Protarchos, ob Lust oder Einsicht das gute Leben begründet. Der Dialog entwickelt Unterscheidungen zwischen verschiedenen Arten von Freude, Wissen und Maß.
Philosophischer DialogKlasse 11–136 Abschnitte
Platon – antike Büste — Antikes Bildnis zur Autorschaft; Fotografie von Osama Shukir Muhammed Amin. · Osama Shukir Muhammed Amin FRCP(Glasg) · CC BY-SA 4.0Bildquelle ↗
Historische philosophische, religiöse und naturkundliche Aussagen sowie zeitgebundene gesellschaftliche Wertungen kritisch einordnen. Diese Texte vermitteln keine heutigen wissenschaftlichen, medizinischen oder rechtlichen Handlungsempfehlungen. Klassenangaben sind eine redaktionelle Orientierung.
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Deutsch · Abschnitt 1 von 6
Philebos · Leseabschnitt 1
Redaktioneller Leseabschnitt innerhalb von „Philebos“. Die zusätzliche Gliederung verändert weder Wortlaut noch Reihenfolge.
Sokrates: So sieh denn zu, Protarchos, was für ein Satz es ist, den du von Philebos übernimmst, und wie unser Satz lautet, den du sofort bestreiten wirst, wenn er nicht nach deinem Sinn ist. Willst du, dass wir den einen und den andern bündig zusammenfassen?
Sokrates: Philebos also behauptet, ein Gut für alles, was da lebe, sei die Freude, die Lust, das Vergnügen, und was sonst mit dieser Gattung zusammenstimmt. Wir aber bestreiten das und sagen, nicht dieses sei es; sondern das Einsichthaben, das Denken, das Sich-erinnern und was wieder mit diesem gleicher Gattung sei, richtige Vorstellung und wahre Vernunftschlüsse seien besser und wertvoller als die Lust für alles, was irgend daran teilnehmen könne. Ja für alle, die daran teilhaben können, sowohl gegenwärtig als in der Zukunft, sei das das Allernützlichste. – Ist es nicht dieses, mein Philebos, ungefähr, was jeder von uns behauptet?
Sokrates: Dass jetzt jeder von uns versuchen, soll, eine gewisse Beschaffenheit und Verfassung der Seele aufzuzeigen, welche geeignet sei, allen Menschen ihr Leben zu einem glücklichen zu machen. Nicht so?
Sokrates: Wie aber, wenn nun eine andere zum Vorschein käme, die besser als jene beiden wäre? Würden da nicht, wenn jene der Lust sich als näher verwandt herausstellte, wir beide vor dem an derselben stetig festhaltenden Leben das Feld räumen müssen, so zwar, dass das der Lust doch den Vorzug behauptete vor dem der Einsicht?
Sokrates: Ist dieselbe aber der Einsicht verwandter, so siegt doch wohl die Einsicht über die Lust, und es muss diese das Feld räumen? – Nehmt ihr dies so an als zugestanden, oder wie?
Protarchos: Philebos, nachdem du die Untersuchung mir übergeben hast, steht es auch wohl nicht mehr in deiner Befugnis, dem Sokrates ein Zugeständnis zu machen oder das Gegenteil.
Protarchos: Und wir wollen dir gleichfalls mitbezeugen, dass du gesagt hast, was du sagst. Sofort aber wollen wir doch versuchen, mein Sokrates, die Besprechung des Weiteren, mag nun Philebos mithalten oder was sonst gewillt sein, zu Ende zu führen.
Sokrates: Versuchen wir es denn, und zwar von der Göttin aus, von welcher dieser behauptet, dass sie zwar Aphrodite genannt werde, ihr eigentlichster Name aber Lust sei.
Sokrates: Meine Scheu aber, Protarchos, hinsichtlich der Namen der Götter ist jederzeit nicht gewöhnlich menschlicher Art, sondern übersteigt selbst die größte Furcht. Auch jetzt will ich denn die Aphrodite ebenso benennen, wie es ihr selbst lieb ist. Von der Lust aber weiß ich, dass sie etwas Buntfarbiges ist, und wenn wir von ihr ausgehen, wie ich sagte, müssen wir wohl beherzigen und erwägen, was für eine Natur sie hat. Denn so dem Wortlaut nach ist sie zwar einfach nur Eines, in der Tat aber hat sie doch allerlei und auf gewisse Art einander unähnliche Formen angenommen. Denn sieh nur, Lust, sagen wir, empfinde der ausschweifende Mensch, Lust empfinde aber auch der Besonnene eben dadurch, dass er besonnen ist; Lust empfinde auch der Unverständige und von unverständigen Meinungen und Hoffnungen Angefüllte, Lust aber hinwiederum auch der Vernünftige eben dadurch, dass er vernünftig ist; und wie könnte nun jemand von diesen beiden Lustzuständen sagen, sie seien einander ähnlich, ohne mit Recht als ein Tor zu erscheinen?
Protarchos: Freilich, Sokrates, kommen dieselben von entgegengesetzten Ursachen her, selbst aber sind sie sich gewiss nicht entgegengesetzt. Denn wie sollte nicht von allem, was es gibt, Lust mit Lust, dasselbe mit sich selbst, die größte Ähnlichkeit haben?
Sokrates: Ja, du Wundersamer, auch Farbe mit Farbe, und gewiss ist eben in bezug auf die Farbe im allgemeinen keine Verschiedenheit vorhanden. Ebenso gewiss aber erkennen wir alle an, dass das Schwarze und das Weiße neben ihrem Verschiedensein sich gerade am meisten entgegengesetzt sind. Und ebenso auch Figur der Figur. Der Gattung nach ist sie ein Ganzes; die Teile desselben aber sind einander sehr entgegengesetzt, oder sie haben doch tausenderlei Verschiedenheiten an sich. Und mit vielem anderen, können wir finden, verhält es sich ebenso, so dass du jener Lehre ja nicht trauen darfst, welche aus allem, auch dem Entgegengesetztesten, Eines machen will. Und so fürchte ich, dass wir auch gewisse Lustgefühle finden werden, die einander entgegengesetzt sind.
Sokrates: Weil du, werden wir sagen, dem Unähnlichen noch einen anderen Namen gibst. Denn du behauptest ja, dass das Angenehme auch alles gut sei. Dass nun das Angenehme angenehm sei, ist ein Satz, den niemand bestreitet. Obgleich aber nun davon das meiste schlecht, anderes aber auch gut ist, wie wir sagen, nennst du doch alles gut, während du, wenn dich jemand im Gespräch dazu nötigt, zugibst, dass es sich unähnlich sei. Was ist nun doch das ebenso in den schlechten als in den guten Lustgefühlen vorhandene Gleiche, dass du sie alle etwas Gutes nennst?
Protarchos: Wie meinst du, Sokrates? Glaubst du denn, dass jemand dir darin beitreten, dass jemand, nachdem er einmal angenommen hat, die Lust sei das Gute, es nachher sich gefallen lassen werde, wenn du behauptest, gewisse Lustgefühle seien gut, gewisse andere aber von ihnen seien schlecht?
Sokrates: Hiermit, Protarchos, werden wir wieder auf den vorigen Satz gebracht. Wir werden also sagen, dass Lust von Lust nicht verschieden, sondern dass alle Lust sich gleich sei; wir werden uns auch die vorhin angeführten Belege gar nicht anfechten lassen, uns dagegen in Reden versuchen, wie sie nur die allergemeinsten Leute und Leute, die zugleich in Untersuchungen der Art völlig unerfahren sind, vorbringen.
Sokrates: Dass, wenn ich nun, um dich nachzuahmen und mich zu verteidigen, die Behauptung wage, das Unähnlichste sei dem Unähnlichsten am allerähnlichsten, ich damit ganz nur dasselbe sagen werde wie du, sowie dass wir uns dabei als über alle Gebühr unerfahren zeigen werden und unsere Untersuchung uns ganz im Sande verlaufen wird. Wir wollen sie also noch einmal umwenden; vielleicht dass wir dann ins gleiche Fahrwasser einlenkend miteinander zusammengehen können.
Sokrates: Ob nicht Einsicht, Erkenntnis, Vernunft, und was alles ich gleich anfangs, auf die Frage nach dem Wesen des Guten, als etwas Gutes bezeichnet habe, dasselbe Schicksal haben werde wie dein Satz?
Sokrates: Als vielfältig werden uns nicht nur die sämtlichen Erkenntnisse erscheinen, sondern manche derselben auch als einander unähnlich; gesetzt aber, einige stellten sich sogar als Gegensätze heraus, wäre ich da irgend wert, jetzt ein Gespräch zu führen, wenn ich aus Furcht davor gleichfalls behaupten wollte, keine Erkenntnis sei der anderen unähnlich, und dann infolge davon dieser unser Spruch uns wie ein Geschwätz zuschanden ginge, wir selbst aber uns nur noch mit irgend einem Widerspruch zu helfen wüssten?
Protarchos: Aber nein, das darf nicht geschehen, das Sich-zu-helfen-wissen abgerechnet. In der Tat, die Gleichheit deines und meines Satzes gefällt mir nicht übel. So möge es denn viele Lustzustände geben, die sich unähnlich, wie viele Erkenntnisse, die von einander verschieden sind.
Sokrates: Mit der Verschiedenheit also, Protarchos, sowohl meines Gutes als des deinigen wollen wir nicht mehr zurückhalten: sondern indem wir offen damit herausgehen, wollen wir es darauf wagen, ob uns die nähere Prüfung beider nicht einen Fingerzeig gebe, was man als das Gute bezeichnen müsse, ob die Lust oder die Einsicht oder ein anderes Drittes. Denn wir eifern jetzt ja doch über denselben Satz nicht deshalb mit einander, damit meine Aufstellung oder die deine den Sieg davontrage; sondern dem, was der Wahrheit am meisten entspricht, müssen wir doch wohl beide als Bundesgenossen zur Seite stehen.
Sokrates: Ich meine den eben jetzt uns unter die Hand gekommenen, seiner Natur nach sonderbaren Satz. Denn dass das Viele Eines und dass das Eine Vieles sei, das lautet doch sonderbar, und wer das eine oder andere behauptet, mit dem lässt sich leicht streiten.
Protarchos: Du meinst wohl so, wie wenn jemand sagt, mein, des Protarchos, Ich, das von Natur Eines ist, sei auch wieder viele und einander entgegengesetzte Ich, indem er ebendenselben als groß und klein setzt, als schwer und leicht, und so tausend anderes mehr?
Sokrates: Was du da anführst, Protarchos, von den Sonderbarkeiten über das Eine und Viele, ist nur das, was bereits gemein geworden ist und mit dem man sich nach so ziemlich allgemeiner Meinung nicht mehr befassen darf, indem man darin nur eine Spielerei und leichte Ware sieht, die nur dazu diene, die Untersuchung recht aufzuhalten. Ja auch nicht einmal das gehört hierher, wenn einer im Gespräch die Glieder und übrigen Teile eines Gegenstandes unterscheidet und sich nun darüber verständigt, dass alle zusammen jener eine Gegenstand seien, um dann mit Lachen zu beweisen, dass er sich gezwungen sehe, wunder was zu behaupten, nämlich dass das Eine Vieles und Unbegrenztes und dass das Viele nur Eines sei.
Sokrates: Dieses, mein Sohn, wenn jemand das Eine nicht als in den Bereich des Werdenden und Vergehenden fallend, wie wir vorhin getan haben, setzen würde. Denn in diesem Falle, und wenn es sich um ein solches Eins handelt, wie wir es jetzt eben bezeichnet haben, bedarf es zugestandenermaßen keines Beweises. Wenn aber jemand den Versuch macht, den Menschen als Eines und den Ochsen als Eines, und das Schöne als Eines und das Gute als Eines zu setzen, über diese und ähnliche Einheiten führt der große Eifer im Teilen zu Zweifel und Streit.
Sokrates: Einmal darüber, ob man annehmen muss, dass es solche wahrhaft seiende Einheiten gebe; sodann, wie diese Einheiten, und zwar jede Einheit für sich stets sie selbst, keinem Wechsel des Entstehens und Vergehens unterworfen, in Wahrheit aufs beharrlichste diese Einheit sei; hierauf wiederum, ob sie als im Werdenden und Unbegrenzten zerteilt und Vieles geworden, oder als Ganzes auch in der Abtrennung von sich selbst anzunehmen sei, was freilich das Allerundenkbarste sein dürfte, dass nämlich Eines und dasselbe sowohl in Einem als in Vielen zugleich sich vorfinde. – Dieses Eins und Vieles, nicht aber jenes, Protarchos, ist bei dergleichen Untersuchungen die Ursache, dass sie, wenn es unrichtig verstanden wird, allwärts mißraten, dagegen wenn es richtig verstanden wird, wohl geraten.
Protarchos: Und demnach nimm nur an, dass wir dir alle darin beitreten. Den Philebos indessen wird es vielleicht das Beste sein, für jetzt nicht durch Fragen zu stören in seiner guten Ruhe.
Sokrates: Wir geben doch wohl zu, dass die Identität des Einen und Vielen im Sprachgebrauch überall und bei allem, was man bespricht, immer, wie vordem so noch jetzt, einem in den Weg läuft. Auch wird das so wenig je aufhören, als es jetzt erst angefangen hat, sondern, wie mir scheint, ist dieses eine unsterbliche und niemals veraltende Eigentümlichkeit der Sprache selbst bei uns. Und wer nun von den jungen Leuten das erstemal davon gekostet hat, der ist so froh, als hätte er einen Schatz von Weisheit gefunden. Außer sich vor Freude, vergnügt er sich damit, nun jede Rede hin- und herzubewegen, indem er sie jetzt nach der einen Seite hinwendet und in Eins zusammenknetet, dann wieder auseinanderwickelt und in Teile zerlegt. Und wie er damit vor allem sich selbst und am meisten in Verwirrung bringt, so nicht minder nachher jeden, dessen er irgend habhaft werden kann, gleichviel ob derselbe jünger oder älter oder gleichen Alters mit ihm ist; und dabei schont er weder des Vaters noch der Mutter noch irgend anderer, wenn sie nur auf ihn hören, und es fehlte nicht viel, selbst nicht die anderen lebenden Wesen, nicht nur den Menschen; denn selbst der Barbaren würde er keinen verschonen, wenn er nur irgendwoher einen Dolmetscher bekommen könnte!
Protarchos: Aber, Sokrates, siehst du nicht, dass wir unser viele sind, und das lauter junge Leute? Fürchtest du dich nicht, wir könnten, wenn du uns schmähst, mit dem Philebos zusammen über dich herfallen? Indessen – wir verstehen ja, was du meinst, – wenn es ein Mittel und einen Ausweg gibt, einer solchen Störung unserer Besprechung in gütlicher Weise zu begegnen und einen anständigeren Weg als diesen für das Gespräch zu finden, so bemühe dich darum, und wir werden dir alle folgen, so gut wir können, denn unsere gegenwärtige Untersuchung, Sokrates, ist keine kleine.
Sokrates: Freilich nicht, ihr Kinder, wie euch Philebos zu benennen pflegt. In der Tat aber gibt es keinen besseren Weg, noch dürfte sich einer zeigen, als der, von dem ich jederzeit ein besonderer Liebhaber bin, und den ich noch niemals verloren habe, ohne dann verlassen und ratlos dazustehen.
Sokrates: Ihn zu zeigen ist gar nicht schwer, ihn zu benützen aber sehr schwer. Denn alles, was jemals kunstmäßig erfunden worden ist, ist auf demselben ans Licht gekommen. Sieh aber zu, welchen ich meine!
Sokrates: Ein Göttergeschenk an die Menschen, wie ich es wenigstens ansehe, ward einst durch irgend einen Prometheus zugleich mit einem Feuer der glänzendsten Art von Göttern herniedergeschleudert, und die Alten, welche besser waren als wir und Göttern näherstanden, haben es als eine Sage überliefert, dass alles, wovon wir immer sagen, es sei, zwar aus Eins und aus Vielem, das aber Begrenzung und Unbegrenztheit zusammengewachsen in sich habe, bestehe. Unsere Sache nun sei es, da dieses einmal also geordnet, immer in jedem einzelnen Falle bei allem eine Idee anzunehmen und sie aufzusuchen – und finden werde man eine, da sie darin sei. Hierauf, wenn wir sie erfasst haben, müsse man nach dem Einen zwei in Betrachtung ziehen, wenn es etwa deren gebe, wenn nicht, drei oder irgend eine andere Zahl, und dann wieder mit jedem dieser Eins auf dieselbe Art verfahren, bis man von dem anfänglich Einen erkannt hat, nicht, dass es nur Eins und Vieles und unbegrenzt, sondern auch, wie vieles es ist. Die Idee des Unbegrenzten aber dürfe man nicht eher auf die Vielheit übertragen, bis man die ganze Zahl der letzteren, welche zwischen dem Unbegrenzten und dem Eins liegt, erkannt habe; dann erst dürfe man das einzelne Eins bei allem ins Unbegrenzte übergehen und so auf sich beruhen lassen. Die Götter also, wie gesagt, haben uns die Weisung gegeben, also zu untersuchen, zu lernen und uns gegenseitig zu belehren. Die Weisen aber unter den jetzigen Menschen machen zwar ein Eins, wie es ihnen gerade aufstößt, und schneller und zögerlicher als nötig auch ein Vieles, aber ein Unbegrenztes unmittelbar nach dem Eins, während ihnen das in der Mitte Liegende entgeht. Darin aber beruht gerade der Unterschied des dialektischen Verfahrens von dem eristischen in unseren Besprechungen.
Sokrates: Ganz deutlich, Protarchos, wird, was ich meine, dir an den Lautzeichen sein, und faß es nur einmal an diesen, die du ja auch erlernt hast, ins Auge!
Sokrates: Der Laut ist doch wohl im ganzen und einzelnen, wie er durch den Mund geht, nur Einer und doch wieder unbegrenzt vielfältig?
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Kontextbild zum Werk. Platon – antike Büste — Antikes Bildnis zur Autorschaft; Fotografie von Osama Shukir Muhammed Amin. · Osama Shukir Muhammed Amin FRCP(Glasg) · CC BY-SA 4.0Bildquelle ↗
Sokrates: Und doch werden wir noch in nichts durch eines von diesen beiden sachverständig, weder dadurch, dass wir ihn als ein Unbegrenztes, noch dadurch, dass wir ihn als Eines kennen; sondern erkennen, wie viele und welcherlei Formen er habe: das ist es, was jeden von uns zum Sprachkundigen macht.
Sokrates: Nun aber wirst du doch in der Tonkunst noch gar kein Sachverständiger, wenn du nur dieses von ihr weißt. Freilich, verstehst du nicht einmal das, so wirst du darin eigentlich noch gar nichts taugen.
Sokrates: Sondern, mein Freund, erst wenn du begriffen hast, wie viele es Intervalle des Tons, sowohl was die Höhe als Tiefe desselben betrifft, der Zahl nach gibt und wie beschaffen sie sind, sodann die Grenzen der Intervalle, und wie viele Tonsysteme auf denselben beruhen, die schon unsere Vorfahren erkannt und uns, ihren Nachkommen, unter dem Namen Harmonien überliefert haben, ferner noch andere hierher gehörige, aus den Bewegungen des Körpers sich ergebende Verhältnisse, welche man nach Zahlen messen und, wie sie weiter sagen, Takte und Maße nennen müsse, und hinsichtlich deren man zugleich wohlgemerkt jedes Eins und Vieles ebenso untersuchen muss, – wenn, sage ich, du dieses so begriffen hast, dann erst bist du ein Sachverständiger geworden. Und so mit jedem anderen Eins, was es auch sei, – erst wenn du es auf diese Weise untersucht und erfasst hast, bist du zu einer Einsicht darüber gekommen. Die unbestimmte Vielheit aber des Einzelnen und im Einzelnen verleiht nur jedesmal auch deiner Einsicht ein unbestimmtes Wesen und macht, dass du, weil du durchaus in nichts ein Auge für die Zahl hast, auch selbst weder mitgerechnet noch mitgezählt werden kannst.
Sokrates: Ich werde es tun, wenn ich erst noch über denselben Gegenstand weniges auseinandergesetzt habe. Denn gleichwie, wenn jemand irgend welches Eins ins Auge gefasst hat, derselbe nun, wie gesagt, nicht ohne weiteres den Blick auf die Natur des Unbegrenzten richten soll, sondern auf irgend eine Zahl, so muss auch umgekehrt, wenn nun jemand sich gedrungen sieht, zuerst das Unbegrenzte ins Auge zu fassen, derselbe nicht ohne weiteres nach dem Eins sich umsehen, sondern ebenfalls nach einer Zahl, die irgendwelche einzelne Vielheit zum Nachdenken darüber in sich hat, und zuletzt nach allem erst mit dem Eins abschließen. – Indessen wollen wir auch diesen Satz wieder an den Buchstaben ins Auge fassen.
Sokrates: War es ein Gott oder ein göttlicher Mensch, der zuerst das Unbegrenzte der Sprache zum Gegenstande seines Nachdenkens machte, – in Ägypten geht die Sage, ein gewisser Theuth sei es gewesen, der zuerst über die Selbstlauter in diesem Unbegrenzten nachgedacht habe, dass es deren nicht einen nur, sondern mehrere gebe, und wiederum über andere, welche zwar keinen Laut, aber einen Klang haben, dass es auch dieser eine gewisse Zahl gebe; sodann schied er als eine dritte Gattung die von uns sogenannten stummen aus; hierauf unterschied er die klanglosen und stummen bis zum einzelnsten, dann auch die Selbstlauter und die mittleren auf dieselbe Weise, bis er ihre Zahl erfasste, worauf er nun dem einzelnen Eins sowohl als allen zusammen den Namen ›Element‹ gab. Und als er sah, dass niemand von uns auch nur eines derselben für sich allein ohne die anderen insgesamt verstehen würde, ersann er noch weiter jenes Bindemittel, das, selbst einheitlich, dieselben alle zusammen als Eins darstellt, nämlich die dieselben betreffende eine Kunst, der er den Namen der Grammatik beilegte.
Philebos: Dieses habe ich noch besser verstanden, Protarchos, als jenes, beides gegeneinander gehalten. Doch fehlt mir auch jetzt noch zu den Erörterungen das gleiche wie kurz vorhin.
Sokrates: Was demnach unsere vorige Untersuchung von uns noch fordert, ist der Nachweis, wie nun jedes jener beiden Eins und Vieles ist, und wie sie nicht ohne weiteres unbegrenzt sind, sondern jedes von beiden seine bestimmte Zahl besitzt, bevor das Einzelne derselben ein Unbegrenztes geworden.
Protarchos: Keine leichte Frage ist es, Philebos, in welche uns Sokrates, nachdem er uns, ich weiß selbst nicht wie, im Kreise herumgeführt, hineingeworfen hat. Und sieh nun zu, wer von uns beiden das jetzt Gefragte beantworten wird! Vielleicht ist es lächerlich, dass ich, der ich doch unbedingt als Fortleiter des Gesprächs eingetreten bin, das jetzt Gefragte, weil ich nicht imstande bin es zu beantworten, dir wieder zuschiebe; doch noch viel lächerlicher, meine ich, wäre es, wenn keiner von uns beiden es imstande wäre. Siehe denn zu, was wir tun wollen! Sokrates fragt uns jetzt, wie mir scheint, nach Formen der Lust, ob es solche gebe oder nicht, und wie viele und wie beschaffen sie seien, und wieder ebenso hinsichtlich der Einsicht.
Sokrates: Ganz richtig, was du sagst, du Sohn des Kallias! Denn wenn wir nicht imstande sind, dieses mit jedem Eins und jedem Ähnlichen und Selbigen zu leisten, und ebenso mit dem Gegenteil davon, so wird wohl, wie die vorige Untersuchung gezeigt hat, keiner von uns jemals auch nur irgend etwas nütze sein.
Protarchos: Fast scheint es, Sokrates, sich so zu verhalten. Indessen schön zwar ist es für den Weisen, alles zu erkennen; die beste Fahrt nächstdem aber scheint zu sein, sich über sich selbst nicht zu täuschen. Was ich aber jetzt damit sagen will; Ich will dir's erklären: Du hast uns allen, Sokrates, diese Zusammenkunft gewidmet und dich selbst dazu hergegeben, um zu bestimmen, welches unter den menschlichen Besitztümern das vorzüglichste sei. Während nämlich Philebos behauptete, Lust und Genuss und Freude sei es und was es alles von dieser Art gibt, hast du dagegen behauptet, nicht dieses sei es, sondern jenes, was wir uns denn selbst absichtlich immer und gewiss mit Recht ins Gedächtnis rufen, um es im Gedächtnis zu haben, wenn es geprüft werden soll. Und zwar behauptest du, wie mir scheint, dasjenige Gilt, welches mit Recht höher als die Lust gestellt werden müsse, sei Vernunft, Erkenntnis, Einsicht, Kunst und alles, was wieder mit diesen verwandt ist, und dieses, nicht jenes, müsse man zu erwerben suchen. Und weil nun beide Ansichten nur unter Widerspruch vorgebracht worden sind, haben wir dir scherzweise gedroht, wir werden dich nicht eher ziehen lassen, bis die Sache zur Entscheidung, und unsere Untersuchung zu einem gehörigen Abschluss gediehen sei. Du aber hast eingewilligt und dich uns selbst dazu hergegeben. Wir aber sagen nun wie die Kinder: was man rechtmäßig geschenkt, darf man nicht wieder nehmen. Höre also nur auf, uns bei dem, was jetzt gesprochen wird, auf diese Art zu begegnen!
Protarchos: Auf die, dass du uns in Verlegenheit setzest und immer wieder Fragen stellst, aufweiche wir dir im Augenblick eine befriedigende Antwort nicht zu geben wissen. Denn das mögen wir nicht annehmen, dass das Ende unserer heutigen Besprechungen unser aller Verlegenheit sein soll; sondern wenn wir außerstand sind es zu leisten, musst du es leisten; denn du hast es versprochen. Gehe also nur selbst mit dir darüber zu Rat, ob man verschiedene Formen von Lust und Erkenntnis annehmen müsse, oder ob man dies auf sich beruhen lassen soll, wofern du etwa sonst auf irgend eine andere Weise unsere jetzigen Streitfragen ins klare bringen kannst und willst.
Sokrates: Nichts Schlimmes hat demnach, nachdem du dich so ausgesprochen, meine Person mehr zu erwarten. Denn das Wort »wenn du willst« benimmt mir alle und jede Furcht. Überdies scheint mir wiederum der Götter einer eine Erinnerung für uns verliehen zu haben.
Sokrates: Gewisse Reden, welche ich ehedem im Traum oder wachend gehört habe, verstehe ich jetzt erst, von der Lust nämlich und der Einsicht, dass von diesen beiden keines das Gute sei, sondern ein anderes Drittes, von diesen verschieden und besser als beide. Gleichwohl ist, wenn sich uns dieses jetzt augenfällig herausstellt, die Lust um ihren Sieg gebracht; denn das Gute wäre nicht mehr mit ihr identisch. Oder wie?
Sokrates: Dann werden wir auch des Weiteren zu Unterscheidung von Lustarten meiner Ansicht nach nicht mehr bedürfen. Im Verlauf wird sich dieses noch deutlicher zeigen.
Sokrates: Am notwendigsten aber, wie ich meine, sei das von ihm auszusagen, dass alles, was eine Kenntnis von ihm hat, ihm nachjagt und zustrebt, in der Absicht, es zu ergreifen und für sich zu besitzen, während es sich um alles andere nichts bekümmert, das ausgenommen, was mit dem Guten zugleich erzielt wird.
Sokrates: Es sei also weder in dem der Lust Einsicht, noch in dem der Einsicht Lust enthalten! Denn wenn eines von diesen beiden das Gute ist, darf es keines anderen mehr bedürfen, und zeigt sich eines von ihnen noch als bedürftig, so ist dasselbe in keinem Falle mehr für uns das wirklich Gute.
Sokrates: Besinne dich wohl: also auch nicht etwas einzusehen, zu erkennen, das Erforderliche zu berechnen, und was damit alles verschwistert ist, ja nicht einmal etwas wahrzunehmen?
Sokrates: Und zwar würdest du doch wohl notwendig fürs erste gerade das nicht wissen, ob du dich freuest oder nicht, da du ja aller Einsicht bar wärest.
Sokrates: Und gewiss wohl ebenso notwendig würdest du, da du keine Erinnerung besäßest, weder dich erinnern, dass du dich jemals gefreut hast, noch von der im Augenblick dir zugefallenen Lust dir irgendwelche Erinnerung bewahren; und da du ferner auch keine wahre Vorstellung besäßest, würdest du auch im Zustande der Freude keine Vorstellung von der Freude haben; der Berechnungsgabe aber beraubt, würdest du auch gar nicht imstande sein, für die Zukunft zu berechnen, wie du dich freuen werdest, wohl aber das Leben nicht eines Menschen leben, sondern etwa das eines Polypen oder jener vielen Meerkörper, welche ihr Leben in Muscheln haben. Ist dem so, oder können wir uns die Sache noch anders als so denken?
Sokrates: Ob einer von um andererseits es wohl annehmbar fände, so zu leben, dass er zwar Einsicht, Verstand, Erkenntnis und Erinnerung an alles in ganzem Maße besäße, an der Lust aber auch nicht den entferntesten Anteil hätte, ebensowenig aber auch an der Unlust, sondern schlechterdings unempfindlich für alles dieser Art wäre?
2. Welches Wort steht an der markierten Stelle? Achte auf die Bedeutung im Zusammenhang und prüfe den genauen Wortlaut. »Ebenso gewiss aber erkennen wir alle an, dass das Schwarze und das Weiße neben ihrem […] sich gerade am meisten entgegengesetzt sind.«
3. Welchen Zusammenhang kennzeichnet das Wort »nachdem« in diesem Textausschnitt? »Protarchos: Keine leichte Frage ist es, Philebos, in welche uns Sokrates, nachdem er uns, ich weiß selbst nicht wie, im Kreise herumgeführt, hineingeworfen hat.«
5. Welcher Ausschnitt kennzeichnet eine Aussage ausdrücklich als Möglichkeit oder Vermutung? Achte auf die Formulierung; entscheide nicht, ob die Aussage tatsächlich wahr ist.
6. In welcher Reihenfolge stehen diese drei Ausschnitte im Kapitel? Gemeint ist ihre Reihenfolge im Text, nicht die Zeit der erzählten Ereignisse.
A: »Wenn aber jemand den Versuch macht, den Menschen als Eines und den Ochsen als Eines, und das Schöne als Eines und das Gute als Eines zu setzen, über diese und ähnliche Einheiten führt der große Eifer im Teilen zu Zweifel und Streit.«
B: »Würden da nicht, wenn jene der Lust sich als näher verwandt herausstellte, wir beide vor dem an derselben stetig festhaltenden Leben das Feld räumen müssen, so zwar, dass das der Lust doch den Vorzug behauptete vor dem der Einsicht?«
C: »Sokrates: Und von jedem der beiden behaupten wir doch, es sei ein Eins?«
7. Wie geht dieser Textausschnitt im Kapitel unmittelbar weiter? Ergänze den genauen Wortlaut. »nach einer Zahl, die irgendwelche einzelne Vielheit zum Nachdenken darüber in sich …«
8. Welches Wort steht an der markierten Stelle? Achte auf die Bedeutung im Zusammenhang und prüfe den genauen Wortlaut. »Vielleicht ist es lächerlich, dass ich, der ich doch unbedingt als Fortleiter des Gesprächs eingetreten bin, das jetzt Gefragte, weil ich nicht imstande bin es zu beantworten, dir wieder zuschiebe; doch noch viel […], meine ich, wäre es, wenn keiner von uns beiden es imstande wäre.«
9. Welchen Zusammenhang kennzeichnet das Wort »nachdem« in diesem Textausschnitt? »Sokrates: Nichts Schlimmes hat demnach, nachdem du dich so ausgesprochen, meine Person mehr zu erwarten.«
2Aufgaben zum TextVerstehen, begründen und mit Textstellen arbeiten · ohne Punkte
1. Ordne diese Textstelle in den Zusammenhang ein: »Ihr meint nun die des Sich-freuens, wir aber die des Einsichthabens?«. Was geschieht oder wird hier besprochen? Erkläre in drei bis fünf Sätzen auch, was davor und danach wichtig ist.
Impulse zur Selbstprüfung
Lies die verlinkte Stelle mit ihrer Umgebung. Trenne ausdrücklich Gesagtes von Vermutungen.
2. Vergleiche die beiden Ausschnitte: »Ihr meint nun die des Sich-freuens, wir aber die des Einsichthabens?« und »muss dasselbe alles andere übertreffen«. Welche Entwicklung, Gemeinsamkeit oder Spannung erkennst du? Begründe mit beiden Textstellen.
Impulse zur Selbstprüfung
Auch eine gleichbleibende Haltung ist ein mögliches Ergebnis. Erfinde keine Entwicklung, wenn sie sich aus dem Text nicht belegen lässt.
Beide Ausschnitte im Zusammenhang gelesen
Eine Gemeinsamkeit oder einen Unterschied erläutert
3. Untersuche die sprachliche Wirkung dieses Ausschnitts: »hat, sondern, wie mir scheint, ist dieses eine unsterbliche und niemals veraltende«. Wähle ein auffälliges Wort, ein Bild oder eine Formulierung. Erkläre seine Wirkung und begründe eine mögliche andere Lesart.
Impulse zur Selbstprüfung
Es gibt nicht nur eine richtige Interpretation. Prüfe beide Lesarten am Kapitel und benenne, was offen bleibt.
Sprachliches Merkmal am Wortlaut benannt
Wirkung als begründete Deutung formuliert
Alternative Lesart oder Grenze der Deutung erklärt
3Kreativ schreibenDrei Anregungen in drei Niveaustufen · ohne Punkte
Wähle die Anregung, die zu dir passt. Deine eigene Fassung bleibt klar vom Originaltext getrennt.
Niveau 1 · Einstieg
1. Schreibe zu diesem Textausschnitt 5–8 eigene Sätze: »Sokrates: So sieh denn zu, Protarchos, was für ein Satz es ist, den du von Philebos übernimmst, und wie unser Satz lautet, den du sofort bestreiten wirst, wenn er nicht nach deinem Sinn ist.«. Wähle eine Person, einen Gegenstand oder einen Gedanken daraus. Schreibe aus einer neuen Sicht. Satzanfänge helfen: „Ich bemerke …“, „Ich frage mich …“, „Als Nächstes …“.
Impulse zur Selbstprüfung
Mehrere Lösungen sind möglich. Prüfe deinen Text an den Kriterien oder besprich ihn mit anderen. Diese Aufgabe gibt keine automatisch bewerteten Punkte.
Übernimm mindestens zwei passende Einzelheiten aus dem Kapitel.
Trenne ein wörtliches Zitat deutlich von deinem eigenen Text.
2. Verwandle den folgenden Ausschnitt in einen Brief, Tagebucheintrag oder kurzen Dialog: »Begrenzung und Unbegrenztheit zusammengewachsen in sich habe, bestehe«. Entscheide, wer sich an wen richtet. Schreibe etwa 120–180 Wörter. Bei einem Sachtext kann ein lernender Mensch einem anderen die Idee erklären.
Impulse zur Selbstprüfung
Mehrere Lösungen sind möglich. Prüfe deinen Text an den Kriterien oder besprich ihn mit anderen. Diese Aufgabe gibt keine automatisch bewerteten Punkte.
Die neue Textform und die gewählte Stimme sind erkennbar.
Mindestens zwei Aussagen oder Ereignisse bleiben mit dem Kapitel vereinbar.
Ergänze einen kurzen Kommentar: Was hast du übernommen, was bewusst erfunden?
3. Schreibe ausgehend vom Kapitelende eine alternative Fortsetzung oder eine Szene mit einer Gegenposition: »Sokrates: Ob einer von um andererseits es wohl annehmbar fände, so zu leben, dass er zwar Einsicht, Verstand, Erkenntnis und Erinnerung an alles in ganzem Maße besäße, an der Lust aber auch nicht den entferntesten Anteil hätte, ebensowenig aber auch an der Unlust, sondern schlechterdings unempfindlich für alles dieser Art wäre?«. Entwickle etwa 200–300 Wörter. Bei einem Sachtext kannst du ein Streitgespräch über eine These gestalten. Begründe anschließend in 3–5 Sätzen deine Entscheidungen mit zwei kurzen Zitaten aus dem Kapitel.
Impulse zur Selbstprüfung
Mehrere Lösungen sind möglich. Prüfe deinen Text an den Kriterien oder besprich ihn mit anderen. Diese Aufgabe gibt keine automatisch bewerteten Punkte.
Die Fortsetzung oder Gegenposition knüpft nachvollziehbar an konkrete Textstellen an.
Zwei genaue Zitate begründen die Gestaltung; Schlussfolgerungen werden als eigene Deutung markiert.
Der neue Text ist ausdrücklich eine eigene Bearbeitung und wird nicht dem Originalautor zugeschrieben.
Vollständiger altgriechischer Text der bezeichneten kritischen Edition. Quellschreibweise und editorische Zeichen bleiben erhalten; TEI-Struktur wird für die Anzeige umgesetzt. Abschnittsgrenzen folgen ausschließlich wirklichen Quellenunterteilungen. Historische deutsche Übersetzung und griechische Quellenedition haben eigenständige Gliederungen.
Platon; John Burnet (Quellenedition); Perseus Digital Library, Tufts University, CC BY-SA4.0.
Die Fassungen folgen den jeweils angegebenen Quellen; ihre Gliederung kann abweichen.
Welche Änderungen enthält die Lesefassung?
Explizite Wortliste statt allgemeiner Such-und-Ersetz-Regeln. Jede Änderung ist mit Kapitel, Absatz, Quellposition und Regel dokumentiert. Erfasste Namen und bekannte mehrdeutige Formen bleiben ausgespart; dies ist keine automatische vollständige Namenserkennung. Grundlage für s/ss/ß: Amtliches Regelwerk 2024, §§ 2, 5 und 25. Die unveränderte Quellfassung bleibt verfügbar.