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Buch - Liebes Leid und Lust - Shakespeare, William

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Deutsche Übersetzung · Lesefassung

Liebes Leid und Lust

Shakespeare, William

Liebes Leid und Lust von Shakespeare, William. Volltext der angegebenen historischen deutschen Übersetzung.

DramaKlasse 9–10 · 11–136 Abschnitte
Historische Illustration zu Liebes Leid und Lust
Historische Illustration zu „Liebes Leid und Lust“ — Werkbezogene Bildquelle; keine belegte Zuordnung zu der hier angezeigten einzelnen Textstelle. · Isobel Lilian Gloag · Public domain Bildquelle ↗

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Deutsche Übersetzung: Wolf Heinrich von Baudissin

Hinweise für den Unterricht
  • Historische Sprache und zeitgebundene Wertvorstellungen gemeinsam einordnen. Klassenangaben sind redaktionelle Orientierung.

Behutsam angepasste Schreibweise nach einer begrenzten Wortliste. Mehrdeutige Formen, erfasste Namen, Sprechernamen, Bühnenanweisungen, Überschriften und Anmerkungen bleiben unverändert. Keine vollständige redaktionelle Überarbeitung nach heutiger Rechtschreibung. Für wortgetreue Quellenzitate die Quellfassung wählen.

Deutsch · Abschnitt 2 von 6

Erster Aufzug

1
Erste Szene
Vorlage S. 222
2
Navarra. Park vor dem königlichen Schloß.
Vorlage S. 222
3
Es treten auf der König, Biron, Longaville und Dumain.
Vorlage S. 222
4
KÖNIG.
Vorlage S. 222
5
Mag Ruhm, den jeder sucht, solang' er lebt,
Vorlage S. 222
6
Leben in Schrift auf unserm erznen Grabe
Vorlage S. 222
7
Und dann uns zieren in des Todes Unzier;
Vorlage S. 222
8
Wenn, trotz der räuberisch gefräß'gen Zeit,
Vorlage S. 222
9
Das Streben dieser Gegenwart uns kauft
Vorlage S. 222
10
Die Ehre, die der Sichel Schärf' ihr stumpft,
Vorlage S. 222
11
Und uns zu Erben macht der ganzen Zukunft. –
Vorlage S. 222
12
Deshalb, ihr tapfern Sieger! – denn das seid ihr,
Vorlage S. 222
13
Die ihr die eigne Neigung kühn bekämpft,
Vorlage S. 222
14
Zusamt der ird'schen Lüste mächt'gem Heer, –
Vorlage S. 222
15
Bleib' unser letzt Gebot in voller Kraft:
Vorlage S. 222
16
Navarra soll das Wunder sein der Welt;
Vorlage S. 222
17
Sein Hof sei eine klein' Akademie,
Vorlage S. 222
18
Der Kunst stiller Beschaulichkeit ergeben.
Vorlage S. 222
19
Ihr drei, Biron, Dumain und Longaville,
Vorlage S. 222
20
Beschwurt, drei Jahre hier mit mir zu leben
Vorlage S. 222
21
Als Schulgenossen, den Gesetzen treu,
Vorlage S. 222
22
Die auf der Tafel hier verzeichnet stehn.
Vorlage S. 222
23
Ihr schwurt den Eid: nun unterschreibt die Namen,
Vorlage S. 222
24
Damit die eigne Hand des Ehre fälle,
Vorlage S. 222
25
Der hievon nur den kleinsten Punkt verletzt:
Vorlage S. 222
26
Seid ihr zum Handeln wie zum Schwur bereit,
Vorlage S. 222
27
So unterschreibt und haltet streng den Eid!
Vorlage S. 222
28
LONGAVILLE.
Vorlage S. 222
29
Gebt her; es gilt ja nur dreijährig Fasten;
Vorlage S. 222
30
Die Seele schmaust, ob auch der Körper darbt:
Vorlage S. 222
31
Ein fetter Bauch hat magres Hirn; je feister
Vorlage S. 222
32
Die Rippen, um so eh'r bankrott die Geister.
Vorlage S. 222
33
DUMAIN.
Vorlage S. 222
34
Mein teurer Fürst, Dumain will Buße tun;
Vorlage S. 223
35
Den gröbern Reiz der Welt und ihrer Freuden
Vorlage S. 223
36
Lässt er dem stumpfen Knecht der groben Welt:
Vorlage S. 223
37
Der Lust, dem Pomp, dem Reichtum will ich sterben,
Vorlage S. 223
38
In der Philosophie all dies zu erben.
Vorlage S. 223
39
BIRON.
Vorlage S. 223
40
Ich kann nur ihr Beteuern wiederholen,
Vorlage S. 223
41
Was ich, mein bester Fürst, bereits gelobt:
Vorlage S. 223
42
Das heißt, drei Jahr studierend hier zu leben.
Vorlage S. 223
43
Doch gibt's noch andre strenge Observanzen,
Vorlage S. 223
44
Als: keine Frau zu sehn in all der Zeit,
Vorlage S. 223
45
Was, hoff' ich sehr, nicht im Verzeichnis steht;
Vorlage S. 223
46
Und einen Tag der Woche nichts zu essen,
Vorlage S. 223
47
Und außerdem nur täglich ein Gericht,
Vorlage S. 223
48
Was, hoff' ich, auch nicht im Verzeichnis steht:
Vorlage S. 223
49
Und dann drei Stunden Schlaf nur in der Nacht,
Vorlage S. 223
50
Und keinen Augenblick am Tage schlummern
Vorlage S. 223
51
(Da ich gewohnt, kein Arg zu haben nachts,
Vorlage S. 223
52
Und Nacht zu machen aus dem halben Tage),
Vorlage S. 223
53
Was, hoff' ich sehr, nicht im Verzeichnis steht.
Vorlage S. 223
54
O trocknes Mühn! O allzuschwere Lasten!
Vorlage S. 223
55
Studieren, keine Frau sehn, wachen, fasten!
Vorlage S. 223
56
KÖNIG.
Vorlage S. 223
57
Eu'r Eid gibt auf, dies alles aufzugeben.
Vorlage S. 223
58
BIRON.
Vorlage S. 223
59
Ich sage nein, mein Fürst! Ihr müsst vergeben:
Vorlage S. 223
60
Drei Jahr an Euerm Hof zu leben nur
Vorlage S. 223
61
Und mit Euch zu studieren, war mein Schwur.
Vorlage S. 223
62
LONGAVILLE.
Vorlage S. 223
63
Der eine Schwur schließt auch die andern ein.
Vorlage S. 223
64
BIRON.
Vorlage S. 223
65
Dann schwur ich nur zum Spaß, bei ja und nein. –
Vorlage S. 223
66
Was ist der Zweck des Studiums? Lasst mich's wissen!
Vorlage S. 223
67
KÖNIG.
Vorlage S. 223
68
Nun, das zu lernen, was wir jetzt nicht wissen.
Vorlage S. 223
69
BIRON.
Vorlage S. 223
70
Was unerforschlich ist gemeinem Sinn? –
Vorlage S. 223
71
KÖNIG.
Vorlage S. 223
72
Das ist des Studiums göttlicher Gewinn.
Vorlage S. 223
73
BIRON.
Vorlage S. 223
74
Dann, schwör' ich Euch, studier' ich andachtsvoll,
Vorlage S. 223
75
Zu lernen das, was ich nicht wissen soll.
Vorlage S. 223
76
Als, wo ich mag ein leckres Mahl erspähn,
Vorlage S. 223
77
Da uns zum Fasten unser Eid verpflichtet;
Vorlage S. 223
78
Und wo ich kann ein hübsches Mädchen sehn,
Vorlage S. 223
79
Seit auf der Schönen Anblick wir verzichtet:
Vorlage S. 223
80
Oder, wie man zu harten Eid umgebe,
Vorlage S. 223
81
Dass man ihn brech' und doch die Treu' bestehe.
Vorlage S. 224
82
Wenn dies der Studien Ziel und edler Preis,
Vorlage S. 224
83
Dann lehrt mich Studium, was ich noch nicht weiß;
Vorlage S. 224
84
Dann schwör' ich gern, gelob' Euch allen Fleiß.
Vorlage S. 224
85
KÖNIG.
Vorlage S. 224
86
Der Anstoß eben hemmt, wenn man studiert,
Vorlage S. 224
87
Der unsern Geist zu eitler Lust verführt.
Vorlage S. 224
88
BIRON.
Vorlage S. 224
89
Eitel ist jede Lust, am meisten, die
Vorlage S. 224
90
Mit Mühen kaufend nichts erwirbt als Müh';
Vorlage S. 224
91
Als, mühevoll den Geist zum Buch gewendet,
Vorlage S. 224
92
Suchend der Wahrheit Licht; Wahrheit indessen
Vorlage S. 224
93
Hat täuschend schon des Auges Blick geblendet,
Vorlage S. 224
94
Licht suchend hat das Licht des Lichts vergessen:
Vorlage S. 224
95
Und statt zu spähn, wo Licht im Finstern funkelt,
Vorlage S. 224
96
Erlosch dein Licht, Nacht hat dein Aug' umdunkelt.
Vorlage S. 224
97
Studiert vielmehr, was Euer Aug' entzücke,
Vorlage S. 224
98
Indem Ihr's auf ein schönres Auge wendet,
Vorlage S. 224
99
Das blendend uns zugleich mit Trost erquicke,
Vorlage S. 224
100
Und, raubt es Licht, uns neue Sehkraft spendet.
Vorlage S. 224
101
Studium vergleich' ich mit dem Strahl der Sonnen:
Vorlage S. 224
102
Kein frecher Blick darf ihren Glanz ergründen;
Vorlage S. 224
103
Was hat solch armer Grübler sich gewonnen,
Vorlage S. 224
104
Als Satzung, die im fremden Buch zu finden?
Vorlage S. 224
105
Die ird'schen Paten, die im Himmelsheer,
Vorlage S. 224
106
Gevattern gleich, jedweden Stern benennen,
Vorlage S. 224
107
Erfreun sie sich der hellen Nächte mehr,
Vorlage S. 224
108
Als die umhergehn und nicht einen kennen? –
Vorlage S. 224
109
Allzuviel wissen heißt mit Worten kramen,
Vorlage S. 224
110
Und jeglicher Gevatter kann benamen.
Vorlage S. 224
111
KÖNIG.
Vorlage S. 224
112
Ei, wie belesen er aufs Lesen wütet!
Vorlage S. 224
113
DUMAIN.
Vorlage S. 224
114
Wie rasch fortschreitend er das Gehn verbietet!
Vorlage S. 224
115
LONGAVILLE.
Vorlage S. 224
116
Er will das Korn getilgt, Unkraut behütet!
Vorlage S. 224
117
BIRON.
Vorlage S. 224
118
Der Lenz ist nah, wenn Gans und Ente brütet.
Vorlage S. 224
119
DUMAIN.
Vorlage S. 224
120
Wie passt sich das?
Vorlage S. 224
121
BIRON.
Vorlage S. 224
122
Es passt für Zeit und Ort.
Vorlage S. 224
123
DUMAIN.
Vorlage S. 224
124
Nicht für den Sinn! –
Vorlage S. 224
125
BIRON.
Vorlage S. 224
126
So reimte doch das Wort.
Vorlage S. 224
127
LONGAVILLE.
Vorlage S. 224
128
Biron ist gleich den neid'schen, frost'gen Winden! –
Vorlage S. 224
129
Er knickt die ersten Blumen, die entspringen.
Vorlage S. 224
130
BIRON.
Vorlage S. 224
131
Und wär' ich's? Soll sich Sommer stolz verkünden,
Vorlage S. 225
132
Eh' noch ein Vogel Ursach' hat zu singen? –
Vorlage S. 225
133
Soll ich unzeitiger Geburt mich freun?
Vorlage S. 225
134
Ich mag um Neujahr Rosen nicht verlangen,
Vorlage S. 225
135
Noch Schnee, wenn Lenz und Mai mit Blüten prangen:
Vorlage S. 225
136
Jegliche Frucht muss Reif' und Zeit erlangen.
Vorlage S. 225
137
So kommt für euch zu spät das Lernen nach;
Vorlage S. 225
138
Ihr wollt zur Haustür klettern übers Dach.
Vorlage S. 225
139
KÖNIG.
Vorlage S. 225
140
So scheidet aus, Biron, und geht sofort!
Vorlage S. 225
141
BIRON.
Vorlage S. 225
Historische Illustration zu Liebes Leid und Lust
Kontextbild zum Werk. Historische Illustration zu „Liebes Leid und Lust“ — Werkbezogene Bildquelle; keine belegte Zuordnung zu der hier angezeigten einzelnen Textstelle. · Urheber unbekannt · Public domain Bildquelle ↗
142
Nein, teurer Herr, ich bleib', ich gab mein Wort.
Vorlage S. 225
143
Sprach ich gleich mehr zum Ruhm der Barbarei,
Vorlage S. 225
144
Als für den Engel Weisheit Ihr könnt sagen:
Vorlage S. 225
145
Doch halt' ich meinen Eidschwur streng und treu
Vorlage S. 225
146
Und will drei Jahr die Buße täglich tragen.
Vorlage S. 225
147
Zeigt mir das Blatt, und was es auch begehrt,
Vorlage S. 225
148
Dem Härtsten sei die Unterschrift gewährt.
Vorlage S. 225
149
KÖNIG.
Vorlage S. 225
150
Solch edle Rückkehr hat dich hoch geehrt.
Vorlage S. 225
151
BIRON
Vorlage S. 225
152
liest.
Vorlage S. 225
153
»Item, dass kein Weib unserm Hof auf eine Meile nah kommen dürfe.« – Ist dies bekannt gemacht? –
Vorlage S. 225
154
LONGAVILLE.
Vorlage S. 225
155
Schon seit vier Tagen.
Vorlage S. 225
156
BIRON.
Vorlage S. 225
157
Und welche Strafesteht darauf? Liest. »Bei Verlust ihrer Zunge.« Ei, wer gab den Bescheid?
Vorlage S. 225
158
LONGAVILLE.
Vorlage S. 225
159
Ich selber schrieb ihn heut.
Vorlage S. 225
160
BIRON.
Vorlage S. 225
161
Und wozu so viel Leid?
Vorlage S. 225
162
LONGAVILLE.
Vorlage S. 225
163
Zu schrecken durch der Strafe Furchtbarkeit.
Vorlage S. 225
164
BIRON.
Vorlage S. 225
165
Ein arg Gesetz doch für die Höflichkeit! – Er liest. »Item, sieht man einen Mann in dem Zeitraum von drei Jahren mit einem Weibe sprechen, so soll er so viel öffentliche Schmach erdulden, als der übrige Hof nur immer zu ersinnen vermag.«
Vorlage S. 225
166
Den Punkt, mein Lehnsherr, müsst Ihr selber brechen;
Vorlage S. 225
167
Denn Frankreichs König schickt in unser Land
Vorlage S. 225
168
Die eigne Tochter her, mit Euch zu sprechen,
Vorlage S. 225
169
Durch seltnen Reiz und Hoheit weltbekannt.
Vorlage S. 225
170
Für ihren Vater, alt, gelähmt und kränklich,
Vorlage S. 225
171
Fragt sie um Aquitaniens Räumung an;
Vorlage S. 225
172
Drum scheint der Punkt umsonst mir und bedenklich,
Vorlage S. 225
173
Dafern sie nicht den Weg umsonst getan.
Vorlage S. 225
174
KÖNIG.
Vorlage S. 225
175
Wie nur der Umstand uns so ganz entfiel!
Vorlage S. 226
176
BIRON.
Vorlage S. 226
177
So schießt das Studium immer übers Ziel:
Vorlage S. 226
178
Weil es studiert zu haschen, was es wollte,
Vorlage S. 226
179
Vergaß es auszurichten, was es sollte;
Vorlage S. 226
180
Und hat es nun, worauf es lang gesonnen,
Vorlage S. 226
181
Ist's, wie im Sturm gewonnen, so zerronnen.
Vorlage S. 226
182
KÖNIG.
Vorlage S. 226
183
Dann freilich sind zur Änd'rung wir gezwungen;
Vorlage S. 226
184
Denn hier verweilen muss sie notgedrungen.
Vorlage S. 226
185
BIRON.
Vorlage S. 226
186
Und all die Eide wird die Not zerbrechen
Vorlage S. 226
187
Dreitausendmal, noch eh' drei Jahre schwinden:
Vorlage S. 226
188
Denn jeder Mensch hat angeborne Schwächen,
Vorlage S. 226
189
Die Gnade nur, nicht Kraft kann überwinden.
Vorlage S. 226
190
Drum sei mein Trost, verletz' ich das Gebot:
Vorlage S. 226
191
Mich zwang zum Meineid unumgänglich Not. –
Vorlage S. 226
192
So steh' mein Name deutlich hier gleich allen,
Vorlage S. 226
193
Und wer das kleinste der Gesetze kränkt,
Vorlage S. 226
194
Der sei der ew'gen Schmach anheimgefallen;
Vorlage S. 226
195
Versuchung ist, wie andern, mir verhängt.
Vorlage S. 226
196
Doch hoff' ich, schein' ich auch verdrossen jetzt,
Vorlage S. 226
197
Von allen brech' ich wohl den Eid zuletzt. –
Vorlage S. 226
198
Doch, wird kein Scherz zur Stärkung uns gewährt?
Vorlage S. 226
199
KÖNIG.
Vorlage S. 226
200
O ja! Ihr wisst, an unserm Hof verkehrt
Vorlage S. 226
201
Ein Reisender aus Spanien; ein Exempel
Vorlage S. 226
202
Der neusten Mod', in Feinheit wohl belehrt,
Vorlage S. 226
203
Des Hirn Sentenzen ausprägt, wie ein Stempel:
Vorlage S. 226
204
Einer, dem die Musik der eignen Stimme
Vorlage S. 226
205
So süß dünkt als ein überirdisch Tönen;
Vorlage S. 226
206
Das Muster eines Manns, den ihrem Grimme
Vorlage S. 226
207
Unrecht und Recht gewählt, sie zu verhöhnen.
Vorlage S. 226
208
Dies Kind der Laune, Don Armado heißt er,
Vorlage S. 226
209
Erzählt mit schwülst'gem Wort in Mußestunden
Vorlage S. 226
210
Das Tun und Wirken hoher Waffenmeister
Vorlage S. 226
211
Aus Spaniens Glut, im Strom der Zeit entschwunden.
Vorlage S. 226
212
Ich weiß nicht, edle Herrn, wie ihr ihn schätzt,
Vorlage S. 226
213
Doch wahr ist, dass sein Lügen mich ergötzt,
Vorlage S. 226
214
Und dass er meine Sänger mir ersetzt.
Vorlage S. 226
215
BIRON.
Vorlage S. 226
216
Armado ist der Mod' erlauchter Hort,
Vorlage S. 226
217
Und funkelneu von Phras' und seltnem Wort.
Vorlage S. 226
218
LONGAVILLE.
Vorlage S. 226
219
Mit ihm soll Schädel uns die Stunden würzen
Vorlage S. 227
220
Und der drei Jahre strenge Zeit verkürzen.
Vorlage S. 227
221
Dumm mit einem Brief, und Schädel treten auf.
Vorlage S. 227
222
DUMM.
Vorlage S. 227
223
Welches ist des Herzogs eigne Person?
Vorlage S. 227
224
BIRON.
Vorlage S. 227
225
Dieser, Freund; was wollt'st du? –
Vorlage S. 227
226
DUMM.
Vorlage S. 227
227
Ich selber präsumiere seine eigne Person, denn ich bin Seiner Hoheit Schersant; aber ich möchte gern seine Person in Fleisch und Blut sehn.
Vorlage S. 227
228
BIRON.
Vorlage S. 227
229
Dieser ist's.
Vorlage S. 227
230
DUMM.
Vorlage S. 227
231
Signor Arme – Arme, – empfiehlt Euch. Da ist 'ne Schelmerei im Werk, dieser Brief wird Euch mehr sagen.
Vorlage S. 227
232
SCHÄDEL.
Vorlage S. 227
233
Der ganze Unbegriff davon betrifft gleichsam mich.
Vorlage S. 227
234
KÖNIG.
Vorlage S. 227
235
Ein Brief von dem glorreichen Armado.
Vorlage S. 227
236
BIRON.
Vorlage S. 227
237
Wie niedrig auch der Inhalt, so hoffe ich doch, bei Gott! auf hohe Worte.
Vorlage S. 227
238
LONGAVILLE.
Vorlage S. 227
239
Eine hohe Hoffnung auf ein niedriges Fazit; Gott verleihe uns Geduld! –
Vorlage S. 227
240
BIRON.
Vorlage S. 227
241
Zu hören? oder mit Hören verschont zu bleiben? –
Vorlage S. 227
242
LONGAVILLE.
Vorlage S. 227
243
Lässig zu hören, und mäßig zu lachen; oder mit beidem verschont zu bleiben.
Vorlage S. 227
244
BIRON.
Vorlage S. 227
245
Wohlan, sei es so, wie der Stil uns Anlass geben wird, die Ernsthaftigkeit mit Stumpf und Stiel auszurotten.
Vorlage S. 227
246
SCHÄDEL.
Vorlage S. 227
247
Der Inhalt bin ich, Herr, so weit es die Jacquenetta betrifft. Art, Weise und Grund von der Sache anlangend, so ward ich ertappt, dass es eine Art hatte.
Vorlage S. 227
248
BIRON.
Vorlage S. 227
249
Auf welche Weise?
Vorlage S. 227
250
SCHÄDEL.
Vorlage S. 227
251
Paarweise.
Vorlage S. 227
252
BIRON.
Vorlage S. 227
253
Und auf welchen Grund?
Vorlage S. 227
254
SCHÄDEL.
Vorlage S. 227
255
Auf dem Grunde des Parks sitzend, da habt Ihr Art, Grund und Weise, und zwar folgender Weise: Was die Art betrifft, so ist's die Art eines Mannes, mit einem Mädel zu reden, – was den Grund, – so gründlich er kann; –
Vorlage S. 227
256
BIRON.
Vorlage S. 227
257
Und die folgende Weise? –
Vorlage S. 227
258
SCHÄDEL.
Vorlage S. 227
259
Nun, die wird sich wohl in meiner Zurechtweisung ausweisen, und Gott schütze das Recht! –
Vorlage S. 227
260
KÖNIG.
Vorlage S. 227
261
Wollt ihr den Brief mit Aufmerksamkeit anhören?
Vorlage S. 227
262
BIRON.
Vorlage S. 227
263
Wie wir delphische Ausrufungen vernehmen würden.
Vorlage S. 227
264
SCHÄDEL.
Vorlage S. 227
265
Das glaub' ich, Schellfische hört man immer gern ausrufen.
Vorlage S. 228
266
KÖNIG
Vorlage S. 228
267
liest.
Vorlage S. 228
268
»Großer Statthalter, des Firmaments Vizeregent und alleiniger Selbstherrscher Navarras, meiner Seele irdischer Gott, und meines Leibes Nahrung spendender Patron, –«
Vorlage S. 228
269
SCHÄDEL.
Vorlage S. 228
270
Noch kein Wort von Schädel!
Vorlage S. 228
271
KÖNIG.
Vorlage S. 228
272
»So ist es, ...«
Vorlage S. 228
273
SCHÄDEL.
Vorlage S. 228
274
Es kann so sein; aber wenn er sagt, es ist so, so ist er, die Wahrheit zu sagen, nur so so.
Vorlage S. 228
275
KÖNIG.
Vorlage S. 228
276
Friede! –
Vorlage S. 228
277
SCHÄDEL.
Vorlage S. 228
278
Mit mir und jedem, der nicht fechten mag! –
Vorlage S. 228
279
KÖNIG.
Vorlage S. 228
280
Kein Wort!
Vorlage S. 228
281
SCHÄDEL.
Vorlage S. 228
Historische Illustration zu Liebes Leid und Lust
Kontextbild zum Werk. Historische Illustration zu „Liebes Leid und Lust“ — Werkbezogene Bildquelle; keine belegte Zuordnung zu der hier angezeigten einzelnen Textstelle. · Urheber unbekannt · Public domain Bildquelle ↗
282
– Von andrer Leute Geheimnissen, das bitt' ich mir aus.
Vorlage S. 228
283
KÖNIG
Vorlage S. 228
284
liest.
Vorlage S. 228
285
»So ist es: Belagert von der düsterfarbigen Melancholei empfahl ich den schwarzdrücken den Humor der allerheilsamsten Arznei Deiner Gesundheit atmenden Luft, und so wahr ich ein Edelmann bin, entschloß ich mich, zu lustwandeln. Die Zeit wann? um die sechste Stunde, wenn das Vieh am meisten graset, der Vogel am besten pickt, und der Mensch sich niedersetzt zu derjenigen Nahrung, welche genannt wird Abendessen. So viel in Betracht der Zeit wann. Nun von dem Grunde welchen; auf welchem, meine ich, ich wandelte; selbiger wird benamset Dein Park. Sodann in Betracht des Ortes wo; wo, meine ich, ich stieß auf jene obszöne und höchst unzielsetzliche Begebenheit, welche meiner schneeweißen Feder die ebenholzschwarze Tinte entlockt, so Du hier betrachtest, schauest, erblickest oder wahrnimmst. Anlangend jedoch den Ort wo: er liegt Nordnordost gen Ost von dem westlichen Winkel Deines seltsam geschürzten Gartens; alldaselbst sahe ich jenen staubsinnigen Schäfer, jenen verworfenen Gründling deiner Scherzhaftigkeit, –«
Vorlage S. 228
286
SCHÄDEL.
Vorlage S. 228
287
Mich! –
Vorlage S. 228
288
KÖNIG
Vorlage S. 228
289
liest.
Vorlage S. 228
290
»Jene unpolierte, kenntnisarme Seele, –«
Vorlage S. 228
291
SCHÄDEL.
Vorlage S. 228
292
Mich!
Vorlage S. 228
293
KÖNIG
Vorlage S. 228
294
liest.
Vorlage S. 228
295
»Jenen armseligen Hintersassen, –«
Vorlage S. 228
296
SCHÄDEL.
Vorlage S. 228
297
Immer noch mich! –
Vorlage S. 229
298
KÖNIG
Vorlage S. 229
299
liest.
Vorlage S. 229
300
»Welcher, so viel ich mich erinnere, geheißen ist Schädel, –«
Vorlage S. 229
301
SCHÄDEL.
Vorlage S. 229
302
Hoho! mich selbst! –
Vorlage S. 229
303
KÖNIG
Vorlage S. 229
304
liest.
Vorlage S. 229
305
»Gesellt und vergesellschaftet, entgegen Deinem manifestierten, proklamierten Edikt und oktroyerten Statut, mit, – mit, – o mit, – aber es erschüttert mich, zu sagen, womit, –«
Vorlage S. 229
306
SCHÄDEL.
Vorlage S. 229
307
Mit einem Weibsbilde.
Vorlage S. 229
308
KÖNIG
Vorlage S. 229
309
liest.
Vorlage S. 229
310
»Mit einem Kinde unserer Ahnfrau Eva, einem weiblichen Gebilde; oder, geeigneter Deinem lieblichen Verständnis, einem Mägdlein. Diesen (wie meine stets bewährte Pflicht mich spornt) sende ich Dir, den Lohn, seine Bestrafung, zu empfahen durch Deiner süßen Hoheit Gerichtsdiener, Antonius Dumm, einen Mann von gutem Ruf, Betragen, Verhalten und Ansehn.«
Vorlage S. 229
311
DUMM.
Vorlage S. 229
312
Mich, mit Euer Gnaden Vergunst; ich bin Anton Dumm.
Vorlage S. 229
313
KÖNIG
Vorlage S. 229
314
liest.
Vorlage S. 229
315
»Jacquenetta betreffend, – (so ist das schwächere Gefäß geheißen, welche ich überraschte mit vorbemeldetem Bauersmann –), so bewahre ich selbige als ein Gefäß für Deines Gesetzes Furie, und soll sie auf den geringsten Wink Deines holden Wohlmeinens zum Gerichte geführt werden. Der Deine, in allen Erfüllungen dahin gegebener und herzbrennender Glut des Diensteifers,
Vorlage S. 229
316
Don Adriano de Armado.«
Vorlage S. 229
317
BIRON.
Vorlage S. 229
318
Dies ist nicht so gut, als ich erwartete, aber das Beste, das ich je gehört.
Vorlage S. 229
319
KÖNIG.
Vorlage S. 229
320
Jawohl, das Beste im Schlechtesten. Aber Ihr da, mein Freund, was sagt Ihr dazu? –
Vorlage S. 229
321
SCHÄDEL.
Vorlage S. 229
322
Herr, ich bekenne das Mädel.
Vorlage S. 229
323
KÖNIG.
Vorlage S. 229
324
Hörtet Ihr nicht die Kundmachung?
Vorlage S. 229
325
SCHÄDEL.
Vorlage S. 229
326
Ich bekenne, dass ich viel davon gehört, aber wenig darauf acht gegeben habe.
Vorlage S. 229
327
KÖNIG.
Vorlage S. 229
328
Es ward kund gemacht: ein Jahr Gefängnis, wenn einer mit einem Weibe ertappt wird.
Vorlage S. 229
329
SCHÄDEL.
Vorlage S. 229
330
Ich ward auch mit keinem ertappt. Herr, ich ward ertappt mit einer Demoiselle.
Vorlage S. 229
331
KÖNIG.
Vorlage S. 229
332
Gut, es ward kund gemacht, Demoiselle.
Vorlage S. 230
333
SCHÄDEL.
Vorlage S. 230
334
Es war auch keine Demoiselle, gnädiger Herr; sie war eine Jungfrau.
Vorlage S. 230
335
KÖNIG.
Vorlage S. 230
336
Auch das war in dem Gesetz enthalten, es ward kund gemacht, Jungfrau.
Vorlage S. 230
337
SCHÄDEL.
Vorlage S. 230
338
Wenn das ist, so leugne ich ihre Jungfrauschaft: ich ward ertappt mit einem Mädel.
Vorlage S. 230
339
KÖNIG.
Vorlage S. 230
340
Dies Mädel wird Euch zu nichts helfen, Freund.
Vorlage S. 230
341
SCHÄDEL.
Vorlage S. 230
342
Dies Mädel wird mir doch zu etwas helfen, Herr!
Vorlage S. 230
343
KÖNIG.
Vorlage S. 230
344
Ich will dein Urteil sprechen, Bursch: du sollst eine Woche bei Wasser und Brot fasten.
Vorlage S. 230
345
SCHÄDEL.
Vorlage S. 230
346
Lieber hätte ich einen Monat bei Schöpsenfleisch und Suppe gebetet.
Vorlage S. 230
347
KÖNIG.
Vorlage S. 230
348
Und Don Armado soll dein Wächter sein.
Vorlage S. 230
349
Mylord Biron, lasst ihn ihm überliefern;
Vorlage S. 230
350
Und gehn wir, Herrn, damit ein jeder tut,
Vorlage S. 230
351
Was er den andern hier so fest beschworen.
Vorlage S. 230
352
BIRON.
Vorlage S. 230
353
Ich setze meinen Kopf an Euern Hut,
Vorlage S. 230
354
In Spott und Schmach gehn Eid und Spruch verloren.
Vorlage S. 230
355
Komm mit, Gesell! –
Vorlage S. 230
356
SCHÄDEL.
Vorlage S. 230
357
Ich leide für die Wahrheit, Herr; denn es ist wahr, ich ward mit Jacquenette ertappt, und Jacquenette ist eine wahrhafte Dirne; und deshalb, willkommen du bittrer Kelch der Glückseligkeit! – Die Trübsal wird eines Tages wieder lächeln; und bis dahin, setze dich nieder, Kummer! –
Vorlage S. 230
358
Sie gehn ab.
Vorlage S. 230
359
Zweite Szene
Vorlage S. 230
360
Ebendaselbst.
Vorlage S. 230
361
Es treten auf Armado und Motte.
Vorlage S. 230
362
ARMADO.
Vorlage S. 230
363
Was bedeutet es, Kind, wenn ein Mann von hohem Geist schwermütig wird? –
Vorlage S. 230
364
MOTTE.
Vorlage S. 230
365
Eine große Vorbedeutung, Herr, dass er melancholisch aussehn wird.
Vorlage S. 230
366
ARMADO.
Vorlage S. 230
367
Nein, Melancholie ist ja damit eins und dasselbe, teures Pfropfreis!
Vorlage S. 230
368
MOTTE.
Vorlage S. 230
369
Nein, nein, o bei Leibe, nein! –
Vorlage S. 231
370
ARMADO.
Vorlage S. 231
371
Wie unterscheidest du wohl Schwermut und Melancholie, mein zarter Juvenil? –
Vorlage S. 231
372
MOTTE.
Vorlage S. 231
373
Durch eine faßliche Demonstration ihrer Wirkungen, mein zäher Sennor.
Vorlage S. 231
374
ARMADO.
Vorlage S. 231
375
Warum zäher Sennor? Warum zäher Sennor? –
Vorlage S. 231
376
MOTTE.
Vorlage S. 231
377
Warum zarter Juvenil? Warum zarter Juvenil? –
Vorlage S. 231
378
ARMADO.
Vorlage S. 231
379
Ich wähle dieses »zarter Juvenil« als ein kongruentes Epitheton, anfügsam deinen jungen Tagen, welche wir treffend nennen: zart.
Vorlage S. 231
380
MOTTE.
Vorlage S. 231
381
Und ich »zäher Sennor«, als einen passenden Titel für Eure alten Jahre, welche wir mit Recht nennen: zäh.
Vorlage S. 231
382
ARMADO.
Vorlage S. 231
383
Artig und geschickt.
Vorlage S. 231
384
MOTTE.
Vorlage S. 231
385
Wie meint Ihr, Herr: ich artig und meine Rede geschickt? oder ich geschickt und meine Rede artig?
Vorlage S. 231
386
ARMADO.
Vorlage S. 231
387
Du artig, weil klein.
Vorlage S. 231
388
MOTTE.
Vorlage S. 231
389
Kleinartig, weil klein. Und warum geschickt?
Vorlage S. 231
390
ARMADO.
Vorlage S. 231
391
Und deshalb geschickt, weil schnell.
Vorlage S. 231
392
MOTTE.
Vorlage S. 231
393
Sprecht Ihr dies zu meinem Lobe, Herr?
Vorlage S. 231
394
ARMADO.
Vorlage S. 231
395
Zu deinem verdienten Lobe.
Vorlage S. 231
396
MOTTE.
Vorlage S. 231
397
Ich will einen Aal mit demselben Lobe loben.
Vorlage S. 231
398
ARMADO.
Vorlage S. 231
399
Wie? dass ein Aal sinnreich ist?
Vorlage S. 231
400
MOTTE.
Vorlage S. 231
401
Dass ein Aal schnell ist.
Vorlage S. 231
402
ARMADO.
Vorlage S. 231
403
Ich sage, du bist schnell im Antworten, du erhitzest mein Blut, –
Vorlage S. 231
404
MOTTE.
Vorlage S. 231
405
Nun habe ich meine Antwort, Herr.
Vorlage S. 231
406
ARMADO.
Vorlage S. 231
407
Ich liebe nicht, gekreuzt zu sein.
Vorlage S. 231
408
MOTTE
Vorlage S. 231
409
beiseit.
Vorlage S. 231
410
Umgekehrt, ihn lieben die Kreuzer nicht.
Vorlage S. 231
411
ARMADO.
Vorlage S. 231
412
Ich habe versprochen, drei Jahre mit dem Herzoge zu studieren.
Vorlage S. 231
413
MOTTE.
Vorlage S. 231
414
Das könnt Ihr in einer Stunde tun
Vorlage S. 231
415
ARMADO.
Vorlage S. 231
416
Unmöglich! –
Vorlage S. 231
417
MOTTE.
Vorlage S. 231
418
Wie viel ist eins dreimal genommen?
Vorlage S. 231
419
ARMADO.
Vorlage S. 231
420
Ich bin schwach im Rechnen; es ziemt dem Geiste eines Bierzapfers.
Vorlage S. 231
421
MOTTE.
Vorlage S. 231
Historische Darstellung von William Shakespeare
Kontextbild zum Werk. Historische Darstellung von William Shakespeare — Spätere künstlerische Darstellung; kein gesichertes Bildnis aus dem Leben. · Martin Droeshout · Public domain Bildquelle ↗
422
Ihr seid ein Edelmann und ein Spieler, Herr.
Vorlage S. 231
423
ARMADO.
Vorlage S. 231
424
Ich gestehe beides: beides ist der Firnis eines vollendeten Mannes.
Vorlage S. 231
425
MOTTE.
Vorlage S. 231
426
So wisst Ihr denn auch sicherlich, auf wie viel sich die hohe Summe von Daus und As beläuft.
Vorlage S. 232
427
ARMADO.
Vorlage S. 232
428
Sie beläuft sich auf eins mehr denn zwei.
Vorlage S. 232
429
MOTTE.
Vorlage S. 232
430
Und das nennt der gemeine Pöbel drei.
Vorlage S. 232
431
ARMADO.
Vorlage S. 232
432
Recht!
Vorlage S. 232
433
MOTTE.
Vorlage S. 232
434
Nun, ist denn das so mühsames Studium? Drei waren hier ausstudiert, eh' Ihr dreimal mit den Augen blinzt: und wie leicht man das Wort Jahre zu dem Wort drei fügen und drei Jahre in zwei Worten studieren kann, das zählt Euch das Kunstpferd vor.
Vorlage S. 232
435
ARMADO.
Vorlage S. 232
436
Eine hübsche Figur! –
Vorlage S. 232
437
MOTTE
Vorlage S. 232
438
beiseit.
Vorlage S. 232
439
Hübscher als Eure kann sie leicht sein!
Vorlage S. 232
440
ARMADO.
Vorlage S. 232
441
Ich will überdem gestehn, dass ich in Liebe bin; und welcherleigestalt es niedrig ist für einen Soldaten, zu lieben, also auch bin ich in Liebe eines niedrigen Mägdleins. Wenn mein Schwert zu ziehen gegen den Kummer der Leidenschaft mich befreien könnte von dieser gottvergeßnen Gesinnung, so würde ich das Verlangen gefangen nehmen und es einem französischen Hofmann gegen ein neu ersonnenes Kompliment auswechseln. Ich halte es für schimpflich zu seufzen; mich dünkt, ich sollte dem Cupido abschwören. Sprich mir Trost ein, Kind: welche große Männer sind in Liebe gewesen? –
Vorlage S. 232
442
MOTTE.
Vorlage S. 232
443
Herkules, Herr.
Vorlage S. 232
444
ARMADO.
Vorlage S. 232
445
Holdseliger Herkules! Mehr Auktoritäten, teurer Knabe, nenne ihrer mehr; und, mein holdseliges Kind, lasse sie Männer von gutem Ruf und stattlichem Betragen sein.
Vorlage S. 232
446
MOTTE.
Vorlage S. 232
447
Simson, Herr: der war ein Mann von gutem Betragen, großem Betragen, denn er trug die Stadttore auf seinem Rücken wie ein Lastträger; und der war in Liebe.
Vorlage S. 232
448
ARMADO.
Vorlage S. 232
449
O wohlgefügter Simson! Stämmig gegliederter Simson! Ich übertreffe dich mit meinem Rapier so sehr, als du mich im Tortragen übertrafest. Auch ich bin in Liebe. Wer war Simsons Geliebte, mein teurer Motte?
Vorlage S. 232
450
MOTTE.
Vorlage S. 232
451
Ein Weib, Herr.
Vorlage S. 232
452
ARMADO.
Vorlage S. 232
453
Von welcher Komplexion?
Vorlage S. 232
454
MOTTE.
Vorlage S. 232
455
Von allen vieren, oder dreien, oder zweien; oder von einer unter den vieren.
Vorlage S. 232
456
ARMADO.
Vorlage S. 232
457
Sage mir ausdrücklich, von welcher Komplexion? –
Vorlage S. 233
458
MOTTE.
Vorlage S. 233
459
Von der meergrünen, Herr.
Vorlage S. 233
460
ARMADO.
Vorlage S. 233
461
Ist das eine der vier Komplexionen? –
Vorlage S. 233
462
MOTTE.
Vorlage S. 233
463
So wie ich gelesen habe, Herr, und noch dazu die beste.
Vorlage S. 233
464
ARMADO.
Vorlage S. 233
465
Grün, in der Tat, ist die Farbe der Liebenden; aber eine Geliebte von der Farbe zu haben, dazu, dünkt mich, hatte Simson nur wenig Ursache. Ohne Zweifel hatte er wegen ihres Witzes Zärtlichkeit für sie?
Vorlage S. 233
466
MOTTE.
Vorlage S. 233
467
So ist es, Herr, denn sie hatte einen grünen Witz.
Vorlage S. 233
468
ARMADO.
Vorlage S. 233
469
Meine Geliebte ist höchst makellos rot und weiß.
Vorlage S. 233
470
MOTTE.
Vorlage S. 233
471
Höchst makelvolle Gedanken, Herr, sind unter dieser Farbe maskiert.
Vorlage S. 233
472
ARMADO.
Vorlage S. 233
473
Erkläre, erkläre dich, wohlgezogenes Kindlein!
Vorlage S. 233
474
MOTTE.
Vorlage S. 233
475
Meines Vaters Witz und meiner Mutter Zunge, steht mir bei! –
Vorlage S. 233
476
ARMADO.
Vorlage S. 233
477
Anmutige Anrufung für ein Kind; sehr artig und pathetisch!
Vorlage S. 233
478
MOTTE.
Vorlage S. 233
479
Wenn rot und weiß die Mädchen blühn,
Vorlage S. 233
480
Hat Sünde nie ein Zeichen;
Vorlage S. 233
481
Sonst macht ein Fehltritt sie erglühn,
Vorlage S. 233
482
Die Furcht wie Schnee erbleichen.
Vorlage S. 233
483
Was Schuld sei oder Schrecken nur,
Vorlage S. 233
484
Wer möcht' es unterscheiden,
Vorlage S. 233
485
Wenn ihre Wange von Natur
Vorlage S. 233
486
Die Farbe trägt der beiden?
Vorlage S. 233
487
Ein gefährlicher Reim, Herr, gegen Weiß und Rot! –
Vorlage S. 233
488
ARMADO.
Vorlage S. 233
489
Gibt's nicht eine Ballade, Kind, vom König und der Bettlerin?
Vorlage S. 233
490
MOTTE.
Vorlage S. 233
491
Vor einigen Menschenaltern hatte sich die Welt mit einer solchen Ballade versündigt; aber ich glaube, man findet sie jetzt nicht mehr, oder wenn sie noch da wäre, sind weder Text noch Melodie zu gebrauchen.
Vorlage S. 233
492
ARMADO.
Vorlage S. 233
493
Ich will diesen Gegenstand von neuem bearbeiten lassen, damit ich ein Beispiel habe für meine Abirrung an einem erhabenen Vorgänger. Knabe, ich liebe das Landmädchen, welches ich im Park mit dem vernunftbegabten Tiere Schädel ergriff; sie kann Ansprüche machen ...
Vorlage S. 233
494
MOTTE
Vorlage S. 234
495
beiseit.
Vorlage S. 234
496
Aufs Zuchthaus; und mit alle dem auf einen bessern Liebhaber als meinen Herrn.
Vorlage S. 234
497
ARMADO.
Vorlage S. 234
498
Singe, Knabe: mein Gemüte wird schwermütig vor Liebe.
Vorlage S. 234
499
MOTTE
Vorlage S. 234
500
beiseit.
Vorlage S. 234
501
Und das ist ein großes Wunder, da Ihr ein leichtfertiges Mädchen liebt.
Vorlage S. 234
502
ARMADO.
Vorlage S. 234
503
Singe, sage ich.
Vorlage S. 234
504
MOTTE.
Vorlage S. 234
505
Geduld, bis die Gesellschaft fort ist.
Vorlage S. 234
506
Dumm, Schädel und Jacquenette treten auf.
Vorlage S. 234
507
DUMM.
Vorlage S. 234
508
Herr, des Herzogs Wille ist, dass Ihr Schädel in Sicherheit bringt; Ihr sollt ihm keine Freude, aber auch kein Leid verursachen; aber fasten soll er, drei Tage in der Woche lang. Diese Jungfer muss ich in den Park bringen unter die Milchmädchen. Lebt wohl!
Vorlage S. 234
509
ARMADO.
Vorlage S. 234
510
Ich verrate mich selbst durch Erröten. – Mädchen! –
Vorlage S. 234
511
JACQUENETTE.
Vorlage S. 234
512
Männel!
Vorlage S. 234
513
ARMADO.
Vorlage S. 234
514
Ich will dich in deinem Milchkeller besuchen.
Vorlage S. 234
515
JACQUENETTE.
Vorlage S. 234
516
Krumm um die Ecke! –
Vorlage S. 234
517
ARMADO.
Vorlage S. 234
518
Ich weiß, wo er gelegen ist.
Vorlage S. 234
519
JACQUENETTE.
Vorlage S. 234
520
Herrje, wie klug er ist! –
Vorlage S. 234
521
ARMADO.
Vorlage S. 234
522
Ich will dir Wunder sagen.
Vorlage S. 234
523
JACQUENETTE.
Vorlage S. 234
524
Ja, Plunder! –
Vorlage S. 234
525
ARMADO.
Vorlage S. 234
526
Ich liebe dich! –
Vorlage S. 234
527
JACQUENETTE.
Vorlage S. 234
528
Das sind alte Kalender.
Vorlage S. 234
529
ARMADO.
Vorlage S. 234
530
Und so gehab' dich wohl!
Vorlage S. 234
531
JACQUENETTE.
Vorlage S. 234
532
Prost die Mahlzeit!
Vorlage S. 234
533
DUMM.
Vorlage S. 234
534
Komm, Jacquenetta, fort! –
Vorlage S. 234
535
Dumm und Jacquenette gehn ab.
Vorlage S. 234
536
ARMADO.
Vorlage S. 234
537
Bösewicht, du sollst fasten für deine Vergehungen, bevor dir verziehen wird.
Vorlage S. 234
538
SCHÄDEL.
Vorlage S. 234
539
Gut, Herr; ich hoffe, wenn ich's tue, werde ich's mit vollem Magen tun.
Vorlage S. 234
540
ARMADO.
Vorlage S. 234
541
Du sollst schwer bestraft werden.
Vorlage S. 234
542
SCHÄDEL.
Vorlage S. 234
543
So bin ich Euch mehr verbunden als Eure Leute, denn die werden nur leicht belohnt.
Vorlage S. 234
544
ARMADO.
Vorlage S. 234
545
Hinweg mit diesem Bösewicht, sperrt ihn ein! –
Vorlage S. 235
546
MOTTE.
Vorlage S. 235
547
Komm, du übertretender Sklav', komm! –
Vorlage S. 235
548
SCHÄDEL.
Vorlage S. 235
549
Fasst mich nur nicht an! Ich will gefasst sein, zu fasten, wenn Ihr mich loslaßt.
Vorlage S. 235
550
MOTTE.
Vorlage S. 235
551
Los und gefasst zugleich? Mein Freund, du musst ins Gefängnis.
Vorlage S. 235
552
SCHÄDEL.
Vorlage S. 235
553
Gut! Wenn ich je die fröhlichen Tage der Verzweiflung wiedersehe, die ich gesehn habe, so sollen gewisse Leute sehn, –
Vorlage S. 235
554
MOTTE.
Vorlage S. 235
555
Was sollen gewisse Leute sehn? –
Vorlage S. 235
556
SCHÄDEL.
Vorlage S. 235
557
Nichts, gar nichts, Junker Motte, als was sie erblicken werden. Es schickt sich für Gefangne nicht, in ihren Reden still zu schweigen, und deswegen will ich nichts sagen. Gott sei's gedankt, ich habe nicht mehr Geduld als andre Leute; und darum kann ich ruhig sein.
Vorlage S. 235
558
Motte und Schädel ab.
Vorlage S. 235
559
ARMADO.
Vorlage S. 235
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Ja, ich verehre selbst den Boden (welcher niedrig), wo ihr Schuh (welcher niedriger) – geführt von ihrem Fuß (welcher am niedrigsten) – einhertritt. Ich werde meineidig (welches doch ein großer Beweis von Treulosigkeit), wenn ich liebe: und wie kann das echtes Lieben sein, welches mit Untreue begonnen wird? Liebe ist ein Kobold; Liebe ist ein Teufel; es gibt keinen bösen Engel, als die Liebe. Dennoch ward Simson so versucht, und er besaß eine ausnehmende Stärke; dennoch ward Salomo so verführt, und er besaß einen ziemlichen Verstand. Cupidos Pfeil ist zu stark für Herkules' Keule; wie sollte er dann nicht meiner spanischen Klinge überlegen sein? Der erste und zweite Ausfoderungsgrund können mir nicht helfen: den passado achtet er nicht, das duello erkennt er nicht an. Sein Schimpf ist, Knabe genannt zu werden; sein Triumph dagegen, Männer zu unterjochen. Fahr' hin, Tapferkeit! – Roste, meine Klinge! – Schweige, Trommel! Denn euer Gebieter ist in Liebe; ja, er liebet. Hilf mir irgendein improvisierender Gott des Reims; denn zweifelsohne wird aus mir ein Sonettendichter. Erfinde, Witz; schreibe, Feder; denn ich bin gestimmt für ganze Bände in Folio. Er geht ab.
Vorlage S. 235

Nach dem Lesen

Dein Blick auf das Kapitel

10er-QuizZitate verstehen · Zusammenhänge erkennen · Lernpunkte sammeln10 Fragen

Eine Antwort ist jeweils richtig. Lies den Textbeleg aufmerksam. Bei einer falschen Antwort kannst du es erneut versuchen.

Angemeldet zählen richtige Antworten für deinen Lernstand. Als Gast übst du ohne Kontopunkte.

Je Frage sind beim ersten Versuch 10 Punkte möglich, danach 5, 3 oder 1. Bereits gelöste Fragen bleiben zum Üben verfügbar.

1. Wie geht dieser Textausschnitt im Kapitel unmittelbar weiter? Ergänze den genauen Wortlaut. »Seid ihr zum Handeln wie zum Schwur …«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗ Textstelle 5 ↗ Textstelle 6 ↗

3. Welche Sprecherangabe gehört im Kapitel zu diesen Worten? »Seit auf der Schönen Anblick wir verzichtet:«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗

4. Welche Sprecherangabe gehört im Kapitel zu diesen Worten? »Ihr wollt zur Haustür klettern übers Dach.«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗

6. In welcher Reihenfolge stehen diese drei Ausschnitte im Kapitel? Gemeint ist ihre Reihenfolge im Text, nicht die Zeit der erzählten Ereignisse. A: »Was, hoff' ich sehr, nicht im Verzeichnis steht;« B: »Von allen vieren, oder dreien, oder zweien; oder von einer unter den vieren.« C: »Da ist 'ne Schelmerei im Werk, dieser Brief wird Euch mehr sagen.«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗

7. Wie geht dieser Textausschnitt im Kapitel unmittelbar weiter? Ergänze den genauen Wortlaut. »Dies Mädel wird mir …«

Eine Antwort ist richtig.

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9. Wie geht dieser Textausschnitt im Kapitel unmittelbar weiter? Ergänze den genauen Wortlaut. »So wie ich gelesen habe, …«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗
Aufgaben zum TextVerstehen, begründen und mit Textstellen arbeiten · ohne Punkte

1. Ordne diese Textstelle in den Zusammenhang ein: »Mag Ruhm, den jeder sucht, solang' er lebt,«. Was geschieht oder wird hier besprochen? Erkläre in drei bis fünf Sätzen auch, was davor und danach wichtig ist.

Impulse zur Selbstprüfung

Lies die verlinkte Stelle mit ihrer Umgebung. Trenne ausdrücklich Gesagtes von Vermutungen.

  • Situation oder Gedanke verständlich erklärt
  • Mindestens ein passender Textbeleg
  • Eigene Formulierungen statt bloßer Abschrift
Textstelle nachlesen ↗

2. Vergleiche die beiden Ausschnitte: »Mag Ruhm, den jeder sucht, solang' er lebt,« und »Kind; sehr artig und pathetisch«. Welche Entwicklung, Gemeinsamkeit oder Spannung erkennst du? Begründe mit beiden Textstellen.

Impulse zur Selbstprüfung

Auch eine gleichbleibende Haltung ist ein mögliches Ergebnis. Erfinde keine Entwicklung, wenn sie sich aus dem Text nicht belegen lässt.

  • Beide Ausschnitte im Zusammenhang gelesen
  • Eine Gemeinsamkeit oder einen Unterschied erläutert
  • Deutung und wörtlichen Beleg unterschieden
Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗

3. Untersuche die sprachliche Wirkung dieses Ausschnitts: »Dann freilich sind zur Änd'rung wir gezwungen;«. Wähle ein auffälliges Wort, ein Bild oder eine Formulierung. Erkläre seine Wirkung und begründe eine mögliche andere Lesart.

Impulse zur Selbstprüfung

Es gibt nicht nur eine richtige Interpretation. Prüfe beide Lesarten am Kapitel und benenne, was offen bleibt.

  • Sprachliches Merkmal am Wortlaut benannt
  • Wirkung als begründete Deutung formuliert
  • Alternative Lesart oder Grenze der Deutung erklärt
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Kreativ schreibenDrei Anregungen in drei Niveaustufen · ohne Punkte

Wähle die Anregung, die zu dir passt. Deine eigene Fassung bleibt klar vom Originaltext getrennt.

Niveau 1 · Einstieg

1. Schreibe zu diesem Textausschnitt 5–8 eigene Sätze: »Mag Ruhm, den jeder sucht, solang' er lebt,«. Wähle eine Person, einen Gegenstand oder einen Gedanken daraus. Schreibe aus einer neuen Sicht. Satzanfänge helfen: „Ich bemerke …“, „Ich frage mich …“, „Als Nächstes …“.

Impulse zur Selbstprüfung

Mehrere Lösungen sind möglich. Prüfe deinen Text an den Kriterien oder besprich ihn mit anderen. Diese Aufgabe gibt keine automatisch bewerteten Punkte.

  • Übernimm mindestens zwei passende Einzelheiten aus dem Kapitel.
  • Trenne ein wörtliches Zitat deutlich von deinem eigenen Text.
  • Kennzeichne deine Ergänzungen als erfunden.
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Niveau 2 · Vertiefung

2. Verwandle den folgenden Ausschnitt in einen Brief, Tagebucheintrag oder kurzen Dialog: »So steh' mein Name deutlich hier gleich allen,«. Entscheide, wer sich an wen richtet. Schreibe etwa 120–180 Wörter. Bei einem Sachtext kann ein lernender Mensch einem anderen die Idee erklären.

Impulse zur Selbstprüfung

Mehrere Lösungen sind möglich. Prüfe deinen Text an den Kriterien oder besprich ihn mit anderen. Diese Aufgabe gibt keine automatisch bewerteten Punkte.

  • Die neue Textform und die gewählte Stimme sind erkennbar.
  • Mindestens zwei Aussagen oder Ereignisse bleiben mit dem Kapitel vereinbar.
  • Ergänze einen kurzen Kommentar: Was hast du übernommen, was bewusst erfunden?
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Niveau 3 · Gestaltung

3. Schreibe ausgehend vom Kapitelende eine alternative Fortsetzung oder eine Szene mit einer Gegenposition: »Erfinde, Witz; schreibe, Feder; denn ich bin gestimmt für ganze Bände in Folio.«. Entwickle etwa 200–300 Wörter. Bei einem Sachtext kannst du ein Streitgespräch über eine These gestalten. Begründe anschließend in 3–5 Sätzen deine Entscheidungen mit zwei kurzen Zitaten aus dem Kapitel.

Impulse zur Selbstprüfung

Mehrere Lösungen sind möglich. Prüfe deinen Text an den Kriterien oder besprich ihn mit anderen. Diese Aufgabe gibt keine automatisch bewerteten Punkte.

  • Die Fortsetzung oder Gegenposition knüpft nachvollziehbar an konkrete Textstellen an.
  • Zwei genaue Zitate begründen die Gestaltung; Schlussfolgerungen werden als eigene Deutung markiert.
  • Der neue Text ist ausdrücklich eine eigene Bearbeitung und wird nicht dem Originalautor zugeschrieben.
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Ausgabe, Herkunft und Rechte

Autor und namentlich belegte Übersetzung sind nach den geprüften Lebensdaten in Deutschland gemeinfrei. TextGrid und www.editura.de stellen Struktur und Metadaten unter CC BY 3.0 DE bereit.

Liebes Leid und Lust

William Shakespeare: Sämtliche Werke in vier Bänden. Band 1, Herausgegeben von Anselm Schlösser. Berlin: Aufbau, 1975. Shakespeare, William 222- Berlin

Das Werk Liebes Leid und Lust von Shakespeare, William ist eine Abwandlung des Datenbestandes der Digitalen Bibliothek von TextGrid, www.editura.de und wird unter der Creative Commons Lizenz veröffentlicht.

Quelltext und Ausgabe ↗ · CC BY 3.0 DE; underlying texts public domain per source Lizenz

Originalsprache · Englisch

Englischer Originaltext in der digitalen Project-Gutenberg-Ausgabe. Die Vorlage nennt keine historische Druckausgabe. Unterschiedliche Bühnenfassungen, Szenenteilungen und historische Übersetzungen können voneinander abweichen. Keine Behauptung einer Erstfassung oder zeilengetreuen Entsprechung. Wortlaut, Rechtschreibung und Interpunktion dieser Quelle bleiben erhalten; nur HTML-Layout wird in Lesetext übertragen.

William Shakespeare: Love's Labour's Lost. Project Gutenberg eBook 1510. Originalsprache Englisch; digitale Quelle unverändert archiviert.

Autorschaft und Ausgabe: William Shakespeare

Originaltext und Ausgabe ↗ · Project Gutenberg · Lizenz und Nutzungsbedingungen

Die Fassungen folgen den jeweils angegebenen Quellen; ihre Gliederung kann abweichen.

Welche Änderungen enthält die Lesefassung?

Explizite Wortliste statt allgemeiner Such-und-Ersetz-Regeln. Jede Änderung ist mit Kapitel, Absatz, Quellposition und Regel dokumentiert. Erfasste Namen und bekannte mehrdeutige Formen bleiben ausgespart; dies ist keine automatische vollständige Namenserkennung. Grundlage für s/ss/ß: Amtliches Regelwerk 2024, §§ 2, 5 und 25. Die unveränderte Quellfassung bleibt verfügbar.