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Buch - König Richard II. - Shakespeare, William

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Deutsche Übersetzung · Lesefassung

König Richard II.

Shakespeare, William

König Richard II. von Shakespeare, William. Volltext der angegebenen historischen deutschen Übersetzung.

DramaKlasse 9–10 · 11–136 Abschnitte
Historische Illustration zu König Richard II.
Historische Illustration zu „König Richard II.“ — Werkbezogene Bildquelle; keine belegte Zuordnung zu der hier angezeigten einzelnen Textstelle. · Malin, Anna, Malin, Louisa Seymour, 1861-1946, Malin, Louisa Seymour, 1861-1946, Malin, Louisa Seymour, 1861-1946, Malin, Louisa Seymour, 1861-1946, Malin, Louisa Seymour, 1861-1946 · Public domain Bildquelle ↗

Deutsche Übersetzung: August Wilhelm Schlegel

Hinweise für den Unterricht
  • Historische Sprache und zeitgebundene Wertvorstellungen gemeinsam einordnen. Klassenangaben sind redaktionelle Orientierung.

Behutsam angepasste Schreibweise nach einer begrenzten Wortliste. Mehrdeutige Formen, erfasste Namen, Sprechernamen, Bühnenanweisungen, Überschriften und Anmerkungen bleiben unverändert. Keine vollständige redaktionelle Überarbeitung nach heutiger Rechtschreibung. Für wortgetreue Quellenzitate die Quellfassung wählen.

Deutsch · Abschnitt 2 von 6

Erster Aufzug

1
Erste Szene
Vorlage S. 90
2
London. Ein Zimmer im Palaste.
Vorlage S. 90
3
König Richard tritt auf mit Gefolge: Johann von Gaunt und andre Edle mit ihm.
Vorlage S. 90
4
KÖNIG RICHARD.
Vorlage S. 90
5
Johann von Gaunt, ehrwürd'ger Lancaster
Vorlage S. 90
6
Hast du nach Schwur und Pfand hiehergebracht
Vorlage S. 90
7
Den Heinrich Hereford, deinen kühnen Sohn,
Vorlage S. 90
8
Von jüngst die heft'ge Klage zu bewähren,
Vorlage S. 90
9
Die gleich zu hören Muße uns gebrach,
Vorlage S. 90
10
Wider den Herzog Norfolk, Thomas Mowbray?
Vorlage S. 90
11
GAUNT.
Vorlage S. 90
12
Ja, gnäd'ger Herr.
Vorlage S. 90
13
KÖNIG RICHARD.
Vorlage S. 90
14
So sag mir ferner, hast du ihn erforscht,
Vorlage S. 90
15
Ob er aus altem Groll den Herzog anklagt,
Vorlage S. 90
16
Ob würdiglich, als guter Untertan,
Vorlage S. 90
17
Nach einer Kenntnis des Verrats in ihm?
Vorlage S. 90
18
GAUNT.
Vorlage S. 90
19
So weit ich in dem Stück ihn prüfen konnte,
Vorlage S. 90
20
Um augenscheinliche Gefahr, gerichtet
Vorlage S. 90
21
Auf Eure Hoheit, nicht aus altem Groll.
Vorlage S. 90
22
KÖNIG RICHARD.
Vorlage S. 90
23
So ruft sie vor: denn Antlitz gegen Antlitz
Vorlage S. 90
24
Und droh'nde Stim an Stirne, wollen wir
Vorlage S. 90
25
Frei reden hören Kläger und Beklagten.
Vorlage S. 90
26
Einige aus dem Gefolge ab.
Vorlage S. 90
27
Hochfahrend sind sie beid' und in der Wut
Vorlage S. 90
28
Taub wie die See, rasch wie des Feuers Glut.
Vorlage S. 90
29
Die vom Gefolge kommen zurück mit Bolingbroke und Norfolk.
Vorlage S. 90
30
BOLINGBROKE.
Vorlage S. 90
31
Manch Jahr beglückter Tage mög' erleben
Vorlage S. 90
32
Mein gnäd'ger König, mein huldreicher Herr!
Vorlage S. 90
33
NORFOLK.
Vorlage S. 90
34
Ein Tag erhöhe stets des andern Glück,
Vorlage S. 91
35
Bis einst der Himmel, neidisch auf die Erde,
Vorlage S. 91
36
Ein ew'ges Recht zu Eurer Krone fügt!
Vorlage S. 91
37
KÖNIG RICHARD.
Vorlage S. 91
38
Habt beide Dank: doch einer schmeichelt nur,
Vorlage S. 91
39
Wie durch den Grund, warum ihr kommt, sich zeigt,
Vorlage S. 91
40
Einander nämlich Hochverrats zu zeihn.
Vorlage S. 91
41
Vetter von Hereford, sag, was wirfst du vor
Vorlage S. 91
42
Dem Herzog da von Norfolk, Thomas Mowbray?
Vorlage S. 91
43
BOLINGBROKE.
Vorlage S. 91
44
Erst – sei der Himmel Zeuge meiner Rede! –
Vorlage S. 91
45
Aus eines Untertans ergebner Pflicht,
Vorlage S. 91
46
Für meines Fürsten teures Heil besorgt
Vorlage S. 91
47
Und frei von anderm, mißerzeugten Haß,
Vorlage S. 91
48
Komm' ich als Kläger vor dein fürstlich Haupt. –
Vorlage S. 91
49
Nun, Thomas Mowbray, wend' ich mich zu dir,
Vorlage S. 91
50
Und acht' auf meinen Gruß: denn was ich sage,
Vorlage S. 91
51
Das soll mein Leib auf Erden hier bewähren,
Vorlage S. 91
52
Wo nicht, die Seel' im Himmel Rede stehn.
Vorlage S. 91
53
Du bist ein Abgefallner und Verräter,
Vorlage S. 91
54
Zu gut, um es zu sein, zu schlecht, zu leben:
Vorlage S. 91
55
Denn je krystallner sonst der Himmel glüht,
Vorlage S. 91
56
Je trüber scheint Gewölk, das ihn durchzieht.
Vorlage S. 91
57
Noch einmal, um die Schmach mehr einzuprägen,
Vorlage S. 91
58
Werf' ich das Wort Verräter dir entgegen.
Vorlage S. 91
59
Beweisen möge, wenn's mein Fürst gewährt,
Vorlage S. 91
60
Was meine Zunge spricht, mein wackres Schwert!
Vorlage S. 91
61
NORFOLK.
Vorlage S. 91
62
Lasst meiner Antwort Kälte meinen Eifer
Vorlage S. 91
63
Herab nicht setzen! Denn kein Weiberkrieg,
Vorlage S. 91
64
Das bittre Schelten zwei erboster Zungen,
Vorlage S. 91
65
Kann diese Frage zwischen uns entscheiden;
Vorlage S. 91
66
Das Blut ist heiß, das hierum kalt muss werden.
Vorlage S. 91
67
Doch rühm' ich mich so zahmer Duldung nicht,
Vorlage S. 91
68
Dass ich nichts sagen und verstummen sollte.
Vorlage S. 91
69
Erst hält mich Scheu vor Eurer Hoheit ab,
Vorlage S. 91
70
Zu spornen statt zu zügeln meine Rede,
Vorlage S. 91
71
Die sonst wohl liefe, bis sie den Verrat
Vorlage S. 91
72
Ihm doppelt in den Hals zurückgeschleudert.
Vorlage S. 91
73
Von seines Blutes Hoheit abgesehn,
Vorlage S. 91
74
Nehmt an, er sei nicht meines Lehnsherrn Vetter:
Vorlage S. 91
75
So fodr' ich ihn heraus und spei' ihn an,
Vorlage S. 92
76
Nenn' ihn verleumderische Memm' und Schurke.
Vorlage S. 92
77
Ungleichen Kampf bestünd' ich gern hierauf
Vorlage S. 92
78
Und träf ihn, müsst' ich laufen auch zu Fuß
Vorlage S. 92
79
Bis auf der Alpen eingefrorne Zacken,
Vorlage S. 92
80
Ja jeden andern unbewohnbar'n Boden,
Vorlage S. 92
81
Wo je ein Englischer sich hingewagt.
Vorlage S. 92
82
Zum Schutze meiner Treu' indes genügt:
Vorlage S. 92
83
So wahr ich selig werden will! er lügt.
Vorlage S. 92
84
BOLINGBROKE.
Vorlage S. 92
85
Da, bleiche Memme! werf' ich hin mein Pfand,
Vorlage S. 92
86
Entsagend der Verwandtschaft eines Königs;
Vorlage S. 92
87
Und achte nicht mein fürstliches Geblüt,
Vorlage S. 92
88
Das deine Furcht, nicht Ehrerbietung vorschützt.
Vorlage S. 92
89
Wenn schuld'ge Angst dir so viel Stärke lässt,
Vorlage S. 92
90
Mein Ehrenpfand zu nehmen, bücke dich;
Vorlage S. 92
91
Bei dem und jedem Brauch des Rittertums
Vorlage S. 92
92
Will ich, Arm gegen Arm, dir, was ich sprach
Vorlage S. 92
93
Und was du Schlimmres denken kannst, bewähren.
Vorlage S. 92
94
NORFOLK.
Vorlage S. 92
95
Ich nehm' es auf und schwöre bei dem Schwert,
Vorlage S. 92
96
Das sanft mein Rittertum mir aufgelegt:
Vorlage S. 92
97
Ich stehe dir nach jeglicher Gebühr,
Vorlage S. 92
98
Nach jeder Weise ritterlicher Prüfung;
Vorlage S. 92
99
Und sitz' ich auf, nie steig' ich lebend ab,
Vorlage S. 92
100
Wenn mein Verrat zur Klage Recht dir gab!
Vorlage S. 92
101
KÖNIG RICHARD.
Vorlage S. 92
102
Was gibt dem Mowbray unser Vetter schuld?
Vorlage S. 92
103
Groß muss es sein, was nur mit dem Gedanken
Vorlage S. 92
104
Von Übel in ihm uns befreunden soll.
Vorlage S. 92
105
BOLINGBROKE.
Vorlage S. 92
106
Seht, was ich spreche, dafür steht mein Leben: –
Vorlage S. 92
107
Dass er achttausend Nobel hat empfangen,
Vorlage S. 92
108
Als Borg für Eurer Hoheit Kriegesvolk,
Vorlage S. 92
109
Die er behalten hat zu schlechten Zwecken,
Vorlage S. 92
110
Als ein Verräter und ein arger Schurke.
Vorlage S. 92
111
Dann sag' ich, und ich will's im Kampf beweisen,
Vorlage S. 92
112
Hier oder sonst wo, bis zur fernsten Grenze,
Vorlage S. 92
113
Die je ein englisch Auge hat erblickt,
Vorlage S. 92
114
Dass jeglicher Verrat, seit achtzehn Jahren
Vorlage S. 92
115
In diesem Land erdacht und angestiftet,
Vorlage S. 92
116
Vom falschen Mowbray ausgegangen ist.
Vorlage S. 92
117
Ich sage ferner und will ferner noch
Vorlage S. 93
118
Dies alles dartun auf sein schnödes Leben,
Vorlage S. 93
119
Dass er des Herzog Glosters Tod betrieben,
Vorlage S. 93
120
Mißleitet seine allzugläub'gen Gegner
Vorlage S. 93
121
Und feig verrät'risch die schuldlose Seele
Vorlage S. 93
122
Dadurch ihm ausgeschwemmt in Strömen Bluts,
Vorlage S. 93
123
Das, wie das Blut des Opfer-weih'nden Abel,
Vorlage S. 93
124
Selbst aus der Erde stummen Höhlen schreit
Vorlage S. 93
125
Zu mir um Recht und strenge Züchtigung.
Vorlage S. 93
126
Und bei der Ahnen Ruhm, den ich ererbt,
Vorlage S. 93
127
Mein Arm vollbringt's, sonst sei mein Leib verderbt!
Vorlage S. 93
128
KÖNIG RICHARD.
Vorlage S. 93
129
Wie hohen Flugs sich sein Entschluss erschwingt!
Vorlage S. 93
130
Thomas von Norfolk, was sagt Ihr hiezu?
Vorlage S. 93
131
NORFOLK.
Vorlage S. 93
132
Oh, wende mein Monarch sein Antlitz weg
Vorlage S. 93
133
Und heiße taub sein Ohr ein Weilchen sein,
Vorlage S. 93
134
Bis ich die Schmach von seinem Blut erzählt,
Vorlage S. 93
135
Wie Gott und Biedre solchen Lügner hassen!
Vorlage S. 93
136
KÖNIG RICHARD.
Vorlage S. 93
137
Mowbray, mein Aug' und Ohr ist unparteilich;
Vorlage S. 93
138
Wär' er mein Bruder, ja des Reiches Erbe,
Vorlage S. 93
139
Statt meines Vaters Brudern Sohn zu sein,
Vorlage S. 93
140
Bei meines Szepters Würde schwör' ich doch,
Vorlage S. 93
141
Die Nachbarschaft mit unserm heil'gen Blut
Vorlage S. 93
142
Sollt' ihn nicht schützen, noch parteilich machen
Vorlage S. 93
143
Den Vorsatz meines redlichen Gemüts.
Vorlage S. 93
144
Er ist uns Untertan, Mowbray, wie du:
Vorlage S. 93
145
Furchtlose Red' erkenn' ich frei dir zu.
Vorlage S. 93
146
NORFOLK.
Vorlage S. 93
147
Dann, Bolingbroke, durch deinen falschen Hals
Vorlage S. 93
148
Bis tief hinunter in dein Herz: du lügst!
Vorlage S. 93
149
Drei Viertel von dem Vorschuß für Calais
Vorlage S. 93
150
Zahlt' ich dem Kriegsvolk Seiner Hoheit richtig,
Vorlage S. 93
151
Den Rest behielt ich auf Verwilligung,
Vorlage S. 93
152
Weil mein Monarch in meiner Schuld noch war
Vorlage S. 93
153
Von wegen Rückstands einer großen Rechnung,
Vorlage S. 93
154
Seit ich aus Frankreich sein Gemahl geholt.
Vorlage S. 93
155
Nun schling' die Lüg' hinab! – Was Glosters Tod betrifft,
Vorlage S. 93
156
Ich schlug ihn nicht, allein, zu eigner Schmach,
Vorlage S. 93
157
Ließ von der Pflicht, die ich geschworen, nach. –
Vorlage S. 93
158
Was Euch gilt, edler Herr von Lancaster,
Vorlage S. 94
159
Der ehrenwerte Vater meines Feindes,
Vorlage S. 94
160
Einst stellt' ich heimlich Eurem Leben nach,
Vorlage S. 94
161
Ein Fehl, der meine bange Seele kränkt:
Vorlage S. 94
162
Doch eh' ich letzt das Sakrament empfing,
Vorlage S. 94
163
Bekannt' ich es und bat um Euer Gnaden
Vorlage S. 94
164
Verzeihung förmlich; und ich hoff', Ihr gabt sie.
Vorlage S. 94
165
So weit geht meine Schuld; der Rest der Klage
Vorlage S. 94
166
Kömmt her aus Tücken eines Bösewichts,
Vorlage S. 94
167
Abtrünn'gen und entarteten Verräters,
Vorlage S. 94
168
Was an mir selbst ich kühnlich will bestehn;
Vorlage S. 94
169
Und wechselseitig schleudr' ich hin mein Pfand
Vorlage S. 94
170
Auf dieses trotzigen Verräters Fuß,
Vorlage S. 94
171
Um mich als biedern Ritter zu bewähren
Vorlage S. 94
172
Im besten Blut, das ihm im Busen wohrt.
Vorlage S. 94
173
Dies zu beschleun'gen bitt' ich um die Gnade,
Vorlage S. 94
174
Dass Eu'r Gebot auf einen Tag uns lade.
Vorlage S. 94
175
KÖNIG RICHARD.
Vorlage S. 94
176
Ihr wutentflammten Herrn, folgt meinem Rat,
Vorlage S. 94
177
Vertreibt die Galle, ohne Blut zu lassen;
Vorlage S. 94
178
So sprechen wir, zwar nicht arzneigelehrt,
Vorlage S. 94
179
Weil tiefe Bosheit allzutief versehrt.
Vorlage S. 94
180
Vergebt, vergesst, seid einig, ohne Haß!
Vorlage S. 94
181
Der Doktor sagt: Hier frommt kein Aderlaß. –
Vorlage S. 94
182
Mein Ohm, wo dies begann, da lasst es enden:
Vorlage S. 94
Historische Illustration zu König Richard II.
Kontextbild zum Werk. Historische Illustration zu „König Richard II.“ — Werkbezogene Bildquelle; keine belegte Zuordnung zu der hier angezeigten einzelnen Textstelle. · Malin, Anna, Malin, Louisa Seymour, 1861-1946, Malin, Louisa Seymour, 1861-1946, Malin, Louisa Seymour, 1861-1946, Malin, Louisa Seymour, 1861-1946, Malin, Louisa Seymour, 1861-1946 · Public domain Bildquelle ↗
183
Ihr müsst den Sohn, ich will den Herzog wenden.
Vorlage S. 94
184
GAUNT.
Vorlage S. 94
185
Das Friedestiften ziemt des Greisen Sinn.
Vorlage S. 94
186
Wirf, Sohn, das Pfand des Herzogs Norfolk hin!
Vorlage S. 94
187
KÖNIG RICHARD.
Vorlage S. 94
188
Und, Norfolk, seines Ihr!
Vorlage S. 94
189
GAUNT.
Vorlage S. 94
190
Nun, Heinrich? nun?
Vorlage S. 94
191
Gehorsam will, du sollst es willig tun.
Vorlage S. 94
192
KÖNIG RICHARD.
Vorlage S. 94
193
Norfolk, wirf hin! Wir wollen's, und es muss.
Vorlage S. 94
194
NORFOLK.
Vorlage S. 94
195
Mich selbst, mein Herrscher, werf' ich dir zu Fuß.
Vorlage S. 94
196
Gebeut mein Leben, nur nicht meine Scham:
Vorlage S. 94
197
Das bin ich schuldig; doch mein reiner Nam',
Vorlage S. 94
198
Der trotz dem Tode lebt auf meinem Grabe,
Vorlage S. 94
199
Soll dein nicht sein, der finstern Schmach zur Habe.
Vorlage S. 94
200
Entehrt, verklagt, steh' ich hier voll Beschwer;
Vorlage S. 94
201
Durchbohrt hat mich der Läst'rung gift'ger Speer,
Vorlage S. 95
202
Kein Balsam als sein Herzblut kann dies dämpfen,
Vorlage S. 95
203
Aus dem das Gift kam.
Vorlage S. 95
204
KÖNIG RICHARD.
Vorlage S. 95
205
Wut muss man bekämpfen,
Vorlage S. 95
206
Gib her sein Pfand! Der Leu macht Pardel zahm.
Vorlage S. 95
207
NORFOLK.
Vorlage S. 95
208
Doch färbt er sie nicht um; nehmt meine Scham,
Vorlage S. 95
209
Und willig geb' ich auch mein Pfand dann auf.
Vorlage S. 95
210
Der reinste Schatz in diesem ird'schen Lauf,
Vorlage S. 95
211
Mein teurer Fürst, ist unbefleckte Ehre,
Vorlage S. 95
212
Ohn' die der Mensch bemalter Leim nur wäre.
Vorlage S. 95
213
Ein kühner Geist im treuen Busen ist
Vorlage S. 95
214
Ein Kleinod in zehnfach verschloßner Kist'.
Vorlage S. 95
215
Ehr' ist des Lebens einziger Gewinn;
Vorlage S. 95
216
Nehmt Ehre weg, so ist mein Leben hin.
Vorlage S. 95
217
Drum, teurer Fürst, lasst mich um Ehre werben,
Vorlage S. 95
218
Ich leb' in ihr und will für sie auch sterben.
Vorlage S. 95
219
KÖNIG RICHARD.
Vorlage S. 95
220
Vetter, werft hin das Pfand! Beginnet Ihr!
Vorlage S. 95
221
BOLINGBROKE.
Vorlage S. 95
222
Oh, solche Sünde wende Gott von mir!
Vorlage S. 95
223
Soll ich entherzt vor meinem Vater stehn?
Vorlage S. 95
224
Mit blasser Bettlerfurcht die Hoheit schmähn
Vorlage S. 95
225
Vor dem verhöhnten Zagen? Eh' so schnöde
Vorlage S. 95
226
Mit eigner Zung' ich meine Ehre töte
Vorlage S. 95
227
Durch feigen Antrag: eh' zerreißt mein Zahn
Vorlage S. 95
228
Das Werkzeug bangen Widerrufs fortan,
Vorlage S. 95
229
Und blutend spei' ich sie, zu höchstem Hohn,
Vorlage S. 95
230
In Mowbrays Angesicht, der Schande Thron.
Vorlage S. 95
231
Gaunt ab.
Vorlage S. 95
232
KÖNIG RICHARD.
Vorlage S. 95
233
Uns ziemet, statt zu bitten, zu befehlen.
Vorlage S. 95
234
Da wir euch auszusöhnen nicht vermocht,
Vorlage S. 95
235
So stellt euch ein, wofür eu'r Leben bürge,
Vorlage S. 95
236
Zu Coventry, auf Sankt Lambertus' Tag!
Vorlage S. 95
237
Da soll entscheiden euer Speer und Schwert
Vorlage S. 95
238
Den Zwist des Hasses, den ihr steigend nährt.
Vorlage S. 95
239
Weil wir euch nicht versöhnt, bewähr' das Recht
Vorlage S. 95
240
Die Ritterschaft des Siegers im Gefecht.
Vorlage S. 95
241
Lord Marschall, lasst das Heroldsamt der Waffen
Vorlage S. 95
242
Die Führung dieser innern Unruh' schaffen!
Vorlage S. 95
243
Alle ab.
Vorlage S. 95
244
Zweite Szene
Vorlage S. 96
245
Ebendaselbst. Ein Zimmer im Palaste des Herzogs von Lancaster.
Vorlage S. 96
246
Gaunt und die Herzogin von Gloster treten auf.
Vorlage S. 96
247
GAUNT.
Vorlage S. 96
248
Ach, mein so naher Teil an Glosters Blut
Vorlage S. 96
249
Treibt mehr mich an als Euer Schreien, mich
Vorlage S. 96
250
Zu rühren gegen seines Lebens Schlächter.
Vorlage S. 96
251
Doch weil Bestrafung in den Händen liegt,
Vorlage S. 96
252
Die das getan, was wir nicht strafen können,
Vorlage S. 96
253
Befehlen wir dem Himmel unsre Klage,
Vorlage S. 96
254
Der, wenn er reif die Stund' auf Erden sieht.
Vorlage S. 96
255
Aufs Haupt der Sünder heiße Rache regnet.
Vorlage S. 96
256
HERZOGIN VON GLOSTER.
Vorlage S. 96
257
So ist die Brüderschaft kein schärfrer Sporn?
Vorlage S. 96
258
Und schürt die Lieb' in deinem alten Blut
Vorlage S. 96
259
Kein lebend Feuer? Eduards sieben Söhne,
Vorlage S. 96
260
Wovon du selber einer bist, sie waren
Vorlage S. 96
261
Wie sieben Flaschen seines heil'gen Bluts,
Vorlage S. 96
262
Wie sieben Zweig' aus einer Wurzel sprossend.
Vorlage S. 96
263
Ein Teil ist nun natürlich eingetrocknet,
Vorlage S. 96
264
Ein Teil der Zweige vom Geschick gefällt;
Vorlage S. 96
265
Doch Thomas, mein Gemahl, mein Heil, mein Gloster,
Vorlage S. 96
266
Von Eduards heil'gem Blute eine Flasche,
Vorlage S. 96
267
Ein blüh'nder Zweig der königlichen Wurzel,
Vorlage S. 96
268
Ist eingeschlagen und der Trank verschüttet,
Vorlage S. 96
269
Ist umgehau'n und all sein Laub verwelkt,
Vorlage S. 96
270
Durch Neides Hand und Mordes blut'ge Axt.
Vorlage S. 96
271
Ach, Gaunt! sein Blut war deins; das Bett, der Schoß.
Vorlage S. 96
272
Der Lebensgeist, die Form, die dich gestaltet,
Vorlage S. 96
273
Macht' ihn zum Mann; und lebst du schon und atmest,
Vorlage S. 96
274
Du bist in ihm erschlagen: du stimmst ein
Vorlage S. 96
275
In vollem Maß zu deines Vaters Tod,
Vorlage S. 96
276
Da du den armen Bruder sterben siehst,
Vorlage S. 96
277
Der Abdruck war von deines Vaters Leben.
Vorlage S. 96
278
Nenn's nicht Geduld, es ist Verzweiflung, Gaunt;
Vorlage S. 96
279
Indem du so den Bruder lässt erschlagen,
Vorlage S. 96
280
Zeigst du den offnen Pfad zu deinem Leben
Vorlage S. 96
281
Und lehrst den finstern Mord, dich auch zu schlachten.
Vorlage S. 96
282
Was wir an Niedern rühmen als Geduld,
Vorlage S. 97
283
Ist blasse Feigheit in der edlen Brust.
Vorlage S. 97
284
Was red' ich viel? Du schirmst dein eignes Leben
Vorlage S. 97
285
Am besten, rächst du meines Glosters Tod.
Vorlage S. 97
286
GAUNT.
Vorlage S. 97
287
Der Streit ist Gottes, denn sein Stellvertreter,
Vorlage S. 97
288
Sein Bot', in seinem Angesicht gesalbt,
Vorlage S. 97
289
Hat seinen Tod verursacht; wenn mit Unrecht,
Vorlage S. 97
290
Mag Gott es rächen: ich erhebe nie
Vorlage S. 97
291
Den Arm im Zorne gegen seinen Diener.
Vorlage S. 97
292
HERZOGIN VON GLOSTER.
Vorlage S. 97
293
Wo soll ich, ach! denn meine Klage führen?
Vorlage S. 97
294
GAUNT.
Vorlage S. 97
295
Beim Himmel, der die Witwen schützt und schirmt.
Vorlage S. 97
296
HERZOGIN VON GLOSTER.
Vorlage S. 97
297
Nun gut, das will ich. Alter Gaunt, leb wohl!
Vorlage S. 97
298
Du gehst nach Coventry, den grimmen Mowbray
Vorlage S. 97
299
Mit Vetter Hereford fechten da zu sehn.
Vorlage S. 97
300
Oh, Glosters Unrecht sitz' auf Herefords Speer,
Vorlage S. 97
301
Auf dass er dring' in Schlächter Mowbrays Brust!
Vorlage S. 97
302
Und schlägt dem Unglück fehl das erste Rennen,
Vorlage S. 97
303
So schwer sei Mowbrays Sünd' in seinem Busen,
Vorlage S. 97
304
Dass sie des schäum'gen Rosses Rücken bricht
Vorlage S. 97
305
Und wirft den Reiter häuptlings in die Schranken,
Vorlage S. 97
306
Auf Gnad' und Ungnad' meinem Vetter Hereford!
Vorlage S. 97
307
Leb wohl, Gaunt! Deines weiland Bruders Weib
Vorlage S. 97
308
Verzehrt in Grams Gesellschaft ihren Leib.
Vorlage S. 97
309
GAUNT.
Vorlage S. 97
310
Schwester, leb wohl! Nach Coventry muss ich:
Vorlage S. 97
311
Heil bleibe bei dir und begleite mich!
Vorlage S. 97
312
HERZOGIN VON GLOSTER.
Vorlage S. 97
313
Ein Wort noch! – Gram springt, wo er fällt, zurück,
Vorlage S. 97
314
Durch sein Gewicht, nicht durch die hohle Leerheit.
Vorlage S. 97
315
Ich nehme Abschied, eh' ich noch begann;
Vorlage S. 97
316
Leid endet nicht, wann es scheint abgetan.
Vorlage S. 97
317
Empfiehl mich meinem Bruder, Edmund York.
Vorlage S. 97
318
Sieh, dies ist alles: – doch warum so eilen?
Vorlage S. 97
319
Ist dies schon alles, musst du doch noch weilen;
Vorlage S. 97
320
Mir fällt wohl mehr noch ein. Heiß' ihn – o was?
Vorlage S. 97
321
Zu mir nach Plashy unverzüglich gehn.
Vorlage S. 97
322
Ach, und was wird der alte York da sehn
Vorlage S. 97
323
Als leere Wohnungen und nackte Mauern
Vorlage S. 98
324
Samt öden Hallen, unbetretnen Steinen?
Vorlage S. 98
325
Was zum Willkommen hören als mein Weinen?
Vorlage S. 98
326
Darum empfiehl mich: lass ihn dort das Leid
Vorlage S. 98
327
Nicht suchen, denn es wohnt ja weit und breit.
Vorlage S. 98
328
Trostlos will ich von hinnen und verscheiden:
Vorlage S. 98
329
Mein weinend Auge sagt das letzte Scheiden.
Vorlage S. 98
330
Ab.
Vorlage S. 98
331
Dritte Szene
Vorlage S. 98
332
Gosford-Aue bei Coventry.
Vorlage S. 98
333
Der Lord Mqrschall und Aumerle treten auf.
Vorlage S. 98
334
LORD MARSCHALL.
Vorlage S. 98
335
Mylord Aumerle, ist Heinrich Hereford rüstig?
Vorlage S. 98
336
AUMERLE.
Vorlage S. 98
337
In voller Wehr, begehrend einzutreten.
Vorlage S. 98
338
LORD MARSCHALL.
Vorlage S. 98
339
Der Herzog Norfolk, wohlgemut und kühn,
Vorlage S. 98
340
Harrt nur auf die Trompete seines Klägers.
Vorlage S. 98
341
AUMERLE.
Vorlage S. 98
342
So sind die Kämpfer denn bereit und warten
Vorlage S. 98
343
Auf nichts als Seiner Majestät Erscheinung.
Vorlage S. 98
344
Trompetenstoß. König Richard tritt auf und setzt sich auf seinen Thron; Gaunt und verschiedne Edle nehmen gleichfalls ihre Plätze. Eine Trompete wird geblasen und von einer andern Trompete draußen erwidert. Alsdann erscheint Norfolk in voller Rüstung, mit einem Herold vor ihm her.
Vorlage S. 98
345
KÖNIG RICHARD.
Vorlage S. 98
346
Marschall, erfraget von dem Kämpfer dort
Vorlage S. 98
347
Die Ursach' seiner Ankunft hier in Waffen;
Vorlage S. 98
348
Auch seinen Namen, und verfahrt mit Ordnung,
Vorlage S. 98
349
Den Eid ihm abzunehmen auf sein Recht!
Vorlage S. 98
350
LORD MARSCHALL.
Vorlage S. 98
351
In Gottes Namen und des Königs, sprich:
Vorlage S. 98
352
Wer bist du, und weswegen kommst du her,
Vorlage S. 98
353
So ritterlich mit Waffen angetan?
Vorlage S. 98
354
Und wider wen kommst du, und was dein Zwist?
Vorlage S. 98
355
Sprich wahrhaft, auf dein Rittertum und Eid,
Vorlage S. 98
356
So schütze dich der Himmel und dein Mut!
Vorlage S. 98
357
NORFOLK.
Vorlage S. 98
358
Mein Nam' ist Thomas Mowbray, Norfolks Herzog;
Vorlage S. 98
359
Ich komme her, durch einen Eid gebunden
Vorlage S. 98
360
(Verhüte Gott, dass den ein Ritter bräche!),
Vorlage S. 98
361
Um zu verfechten, dass ich Treu' und Pflicht
Vorlage S. 99
362
Gott und dem König halt' und meinen Erben,
Vorlage S. 99
363
Wider den Herzog Hereford, der mich anklagt;
Vorlage S. 99
364
Und will, durch Gottes Gnad' und meinen Arm
Vorlage S. 99
Historische Illustration zu König Richard II.
Kontextbild zum Werk. Historische Illustration zu „König Richard II.“ — Werkbezogene Bildquelle; keine belegte Zuordnung zu der hier angezeigten einzelnen Textstelle. · Malin, Anna, Malin, Louisa Seymour, 1861-1946, Malin, Louisa Seymour, 1861-1946, Malin, Louisa Seymour, 1861-1946, Malin, Louisa Seymour, 1861-1946, Malin, Louisa Seymour, 1861-1946 · Public domain Bildquelle ↗
365
Mich wehrend, ihn erweisen als Verräter
Vorlage S. 99
366
An Gott, an meinem König und an mir.
Vorlage S. 99
367
So schütze Gott mich, wie ich wahrhaft fechte!
Vorlage S. 99
368
Er nimmt seinen Sitz ein.
Vorlage S. 99
369
Eine Trompete wird geblasen. Bolingbroke erscheint in voller Rüstung, mit einem Herold vor ihm her.
Vorlage S. 99
370
KÖNIG RICHARD.
Vorlage S. 99
371
Marschall, befragt den Ritter dort in Waffen
Vorlage S. 99
372
Erst, wer er ist, und dann, warum er komme,
Vorlage S. 99
373
Mit kriegerischem Zeuge so gestählt;
Vorlage S. 99
374
Und förmlich, unserem Gesetz gemäß,
Vorlage S. 99
375
Vernehmt ihn auf das Recht in seiner Sache!
Vorlage S. 99
376
LORD MARSCHALL.
Vorlage S. 99
377
Wie ist dein Nam', und warum kommst du her
Vorlage S. 99
378
Vor König Richard in die hohen Schranken?
Vorlage S. 99
379
Und wider wen kommst du, und was dein Zwist?
Vorlage S. 99
380
So schütz' dich Gott, sprich als wahrhafter Ritter!
Vorlage S. 99
381
BOLINGBROKE.
Vorlage S. 99
382
Heinrich von Hereford, Lancaster und Derby
Vorlage S. 99
383
Bin ich, der hier bereit in Waffen steht,
Vorlage S. 99
384
Durch Gottes Gnad' und meines Leibes Kraft
Vorlage S. 99
385
Hier in den Schranken gegen Thomas Mowbray,
Vorlage S. 99
386
Herzog von Norfolk, darzutun, er sei
Vorlage S. 99
387
Ein schnöder und gefährlicher Verräter
Vorlage S. 99
388
An Gott, an König Richard und an mir;
Vorlage S. 99
389
Und schütze Gott mich, wie ich wahrhaft fechte!
Vorlage S. 99
390
LORD MARSCHALL.
Vorlage S. 99
391
Bei Todesstrafe sei kein Mensch so kühn,
Vorlage S. 99
392
Dass er die Schranken anzurühren wage,
Vorlage S. 99
393
Den Marschall ausgenommen und Beamten,
Vorlage S. 99
394
Die dies Geschäft gebührend ordnen sollen.
Vorlage S. 99
395
BOLINGBROKE.
Vorlage S. 99
396
Lord Marschall, lasst des Fürsten Hand mich küssen
Vorlage S. 99
397
Und niederknie'n vor Seiner Majestät:
Vorlage S. 99
398
Denn ich und Mowbray sind zwei Männern gleich,
Vorlage S. 99
399
Die lange, schwere Pilgerfahrt gelobt.
Vorlage S. 99
400
Lasst uns denn feierlichen Abschied nehmen
Vorlage S. 100
401
Und Lebewohl von beiderseit'gen Freunden!
Vorlage S. 100
402
LORD MARSCHALL.
Vorlage S. 100
403
Der Kläger, grüßt Eu'r Hoheit ehrerbietigst
Vorlage S. 100
404
Und wünscht zum Abschied Eure Hand zu küssen.
Vorlage S. 100
405
KÖNIG RICHARD.
Vorlage S. 100
406
Ihn zu umarmen steigen wir herab. –
Vorlage S. 100
407
Vetter von Hereford, wie dein Handel recht,
Vorlage S. 100
408
So sei dein Glück im fürstlichen Gefecht!
Vorlage S. 100
409
Leb wohl, mein Blut! Musst du es heut verströmen,
Vorlage S. 100
410
Darf ich's beklagen, doch nicht Rache nehmen.
Vorlage S. 100
411
BOLINGBROKE.
Vorlage S. 100
412
Kein edles Aug' müss' eine Trän' um mich
Vorlage S. 100
413
Entweihn, wenn ich von Mowbrays Speer erblich;
Vorlage S. 100
414
So zuversichtlich, wie des Falken Stoß
Vorlage S. 100
415
Den Vogel trifft, geh' ich auf Mowbray los.
Vorlage S. 100
416
Zum Lord Marschall.
Vorlage S. 100
417
Mein güt'ger Herr, ich nehme von Euch Abschied, –
Vorlage S. 100
418
Von Euch, mein edler Vetter, Lord Aumerle: –
Vorlage S. 100
419
Nicht krank, hab' ich zu schaffen gleich mit Tod,
Vorlage S. 100
420
Nein, lustig Atem holend, frisch und rot. –
Vorlage S. 100
421
Seht, wie beim Mahl, das Ende zu versüßen,
Vorlage S. 100
422
Will ich zuletzt das Auserwählt'ste grüßen: –
Vorlage S. 100
423
Zu Gaunt.
Vorlage S. 100
424
O du, der ird'sche Schöpfer meines Bluts,
Vorlage S. 100
425
Des jugendlicher Geist, in mir erneuert,
Vorlage S. 100
426
Mit doppelter Gewalt empor mich hebt,
Vorlage S. 100
427
Den Sieg zu greifen über meinem Haupt!
Vorlage S. 100
428
Mach' meine Rüstung fest durch dein Gebet,
Vorlage S. 100
429
Durch deinen Segen stähle meine Lanze,
Vorlage S. 100
430
Dass sie in Mowbrays Panzerhemde dringe,
Vorlage S. 100
431
Und glänze neu der Nam' Johann von Gaunt
Vorlage S. 100
432
Im mutigen Betragen seines Sohns!
Vorlage S. 100
433
GAUNT.
Vorlage S. 100
434
Gott geb' dir Glück bei deiner guten Sache!
Vorlage S. 100
435
Schnell, wie der Blitz, sei in der Ausführung,
Vorlage S. 100
436
Und lass, zwiefach verdoppelt, deine Streiche
Vorlage S. 100
437
Betäubend, wie den Donner, auf den Helm
Vorlage S. 100
438
Des tödlichen, feindsel'gen Gegners fallen!
Vorlage S. 100
439
Reg' auf dein junges Blut, sei brav und lebe!
Vorlage S. 100
440
BOLINGBROKE.
Vorlage S. 100
441
Mein Recht und Sankt Georg mir Beistand gebe!
Vorlage S. 100
442
Er nimmt seinen Sitz.
Vorlage S. 100
443
NORFOLK aufstehend.
Vorlage S. 100
444
Wie Himmel oder Glück mein Los auch wirft,
Vorlage S. 101
445
Hier lebt und stirbt, treu König Richards Throne,
Vorlage S. 101
446
Ein redlicher und biedrer Edelmann.
Vorlage S. 101
447
Nie warf mit froherm Herzen ein Gefangner
Vorlage S. 101
448
Der Knechtschaft Fesseln ab und hieß willkommen
Vorlage S. 101
449
Die goldne, ungebundne Loslassung,
Vorlage S. 101
450
Als wie mein tanzendes Gemüt dies Fest
Vorlage S. 101
451
Des Kampfes wider meinen Gegner feiert.
Vorlage S. 101
452
Großmächt'ger Fürst, und meiner Freunde Schar!
Vorlage S. 101
453
Es wünscht mein Mund euch manch beglücktes Jahr.
Vorlage S. 101
454
Ich geh' zum Kampfe, munter, wie zur Lust,
Vorlage S. 101
455
Denn Ruhe wohnt in einer treuen Brust.
Vorlage S. 101
456
KÖNIG RICHARD.
Vorlage S. 101
457
Gehabt Euch wohl: ich kann genau erspähn,
Vorlage S. 101
458
Wie Mut und Tugend aus dem Aug' Euch sehn. –
Vorlage S. 101
459
Befehlt den Zweikampf, Marschall, und beginnt!
Vorlage S. 101
460
Der König und die Herren kehren zu ihren Sitzen zurück.
Vorlage S. 101
461
LORD MARSCHALL.
Vorlage S. 101
462
Heinrich von Hereford, Lancaster und Derby,
Vorlage S. 101
463
Empfang' die Lanz', und schütze Gott dein Recht!
Vorlage S. 101
464
BOLINGBROKE
Vorlage S. 101
465
aufstehend.
Vorlage S. 101
466
Stark wie ein Turm in Hoffnung, ruf' ich Amen.
Vorlage S. 101
467
LORD MARSCHALL
Vorlage S. 101
468
zu einem Beamten.
Vorlage S. 101
469
Bring' diese Lanz' an Thomas, Norfolks Herzog!
Vorlage S. 101
470
ERSTER HEROLD.
Vorlage S. 101
471
Heinrich von Hereford, Lancaster und Derby
Vorlage S. 101
472
Steht hier für Gott, für seinen Herrn und sich,
Vorlage S. 101
473
Bei Strafe, falsch und ehrlos zu erscheinen,
Vorlage S. 101
474
Um darzutun dem Thomas Mowbray, Herzog
Vorlage S. 101
475
Von Norfolk, er sei schuldig des Verrats
Vorlage S. 101
476
An Gott, an seinem König und an ihm,
Vorlage S. 101
477
Und fodert ihn zu dem Gefecht heraus.
Vorlage S. 101
478
ZWEITER HEROLD.
Vorlage S. 101
479
Hier stehet Thomas Mowbray, Norfolks Herzog,
Vorlage S. 101
480
Bei Strafe, falsch und ehrlos zu erscheinen,
Vorlage S. 101
481
Sich zu verteidigen und darzutun
Vorlage S. 101
482
Heinrich von Hereford, Lancaster und Derby
Vorlage S. 101
483
Treulos an Gott, an seinem Herrn und ihm:
Vorlage S. 101
484
Mit williger Begehr und wohlgemut,
Vorlage S. 102
485
Erwartend nur das Zeichen zum Beginn.
Vorlage S. 102
486
LORD MARSCHALL.
Vorlage S. 102
487
Trompeten, blast! und Streiter, macht euch auf!
Vorlage S. 102
488
Es wird zum Angriff geblasen.
Vorlage S. 102
489
Doch halt! der König wirft den Stab herunter.
Vorlage S. 102
490
KÖNIG RICHARD.
Vorlage S. 102
491
Lasst sie beiseit die Helm' und Speere legen
Vorlage S. 102
492
Und beide wiederkehren zu dem Sitz!
Vorlage S. 102
493
Zu Gaunt und den übrigen Großen, indem er sich gegen den Hintergrund der Bühne zurückzieht.
Vorlage S. 102
494
Ihr, folget uns! – und lasst Trompeten schallen,
Vorlage S. 102
495
Bis wir den Gegnern kund tun unsern Schluss!
Vorlage S. 102
496
Trompeten, anhaltend.
Vorlage S. 102
497
Wieder vortretend zu den Streitern.
Vorlage S. 102
498
Kommt her!
Vorlage S. 102
499
Vernehmt, was wir mit unserm Rat verfügt: –
Vorlage S. 102
500
Auf dass nicht unsers Reiches Boden werde
Vorlage S. 102
501
Befleckt mit teurem Blut, das er genährt;
Vorlage S. 102
502
Weil unser Aug' den grausen Anblick scheut
Vorlage S. 102
503
Von Wunden, aufgepflügt durch Nachbarschwerter;
Vorlage S. 102
504
Und weil uns dünkt, der stolze Adlerflug
Vorlage S. 102
505
Ehrsücht'ger, himmelstrebender Gedanken
Vorlage S. 102
506
Und Neid, der jeden Nebenbuhler haßt,
Vorlage S. 102
507
Hab' euch gereizt, zu wecken unsern Frieden,
Vorlage S. 102
508
Der, in der Wiege unsers Landes schlummernd,
Vorlage S. 102
509
Die Brust mit süßem Kindes-Odem schwellt;
Vorlage S. 102
510
Der, aufgerüttelt nun von lärm'gen Trommeln,
Vorlage S. 102
511
Samt heiserer Trompeten wildem Schmettern
Vorlage S. 102
512
Und dem Geklirr ergrimmter Eisenwehr,
Vorlage S. 102
513
Aus unsern stillen Grenzen schrecken möchte
Vorlage S. 102
514
Den holden Frieden, dass wir waten müssten
Vorlage S. 102
515
In unsrer Anverwandten Blut: – deswegen
Vorlage S. 102
516
Verbannen wir aus unsern Landen euch. –
Vorlage S. 102
517
Ihr, Vetter Hereford, sollt bei Todesstrafe,
Vorlage S. 102
518
Bis unsre Au'n zehn Sommer neu geschmückt,
Vorlage S. 102
519
Nicht wiedergrüßen unser schönes Reich
Vorlage S. 102
520
Und fremde Pfade der Verbannung treten.
Vorlage S. 102
521
BOLINGBROKE.
Vorlage S. 102
522
Gescheh' Eu'r Wille! Dies muss Trost mir sein:
Vorlage S. 103
523
Die Sonne, die hier wärmt, gibt dort auch Schein;
Vorlage S. 103
524
Und dieser goldne Strahl, Euch hier geliehn,
Vorlage S. 103
525
Wird auch um meinen Bann vergüldend glühn.
Vorlage S. 103
526
KÖNIG RICHARD.
Vorlage S. 103
527
Norfolk, dein wartet ein noch härtrer Spruch,
Vorlage S. 103
528
Den ich nicht ohne Widerwillen gebe:
Vorlage S. 103
529
Der Stunden leise Flucht soll nicht bestimmen
Vorlage S. 103
530
Den grenzenlosen Zeitraum deines Banns;
Vorlage S. 103
531
Das hoffnungslose Wort »Nie wiederkehren!«
Vorlage S. 103
532
Sprech' ich hier wider dich bei Todesstrafe.
Vorlage S. 103
533
NORFOLK.
Vorlage S. 103
534
Ein harter Spruch, mein höchster Lehensherr,
Vorlage S. 103
535
Ganz unversehn aus Eurer Hoheit Mund!
Vorlage S. 103
536
Erwünschten Lohn, nicht solche tiefe Schmach,
Vorlage S. 103
537
Dass man mich ausstößt in die weite Welt,
Vorlage S. 103
538
Hab' ich verdient von seiten Eurer Hoheit.
Vorlage S. 103
539
Die Sprache, die ich vierzig Jahr gelernt,
Vorlage S. 103
540
Mein mütterliches Englisch, soll ich missen;
Vorlage S. 103
541
Und meine Zunge nützt mir nun nicht mehr
Vorlage S. 103
542
Als, ohne Saiten, Laute oder Harfe,
Vorlage S. 103
543
Ein künstlich Instrument im Kasten, oder
Vorlage S. 103
544
Das, aufgetan, in dessen Hände kömmt,
Vorlage S. 103
545
Der keinen Griff kennt, seinen Ton zu stimmen.
Vorlage S. 103
Historische Darstellung von William Shakespeare
Kontextbild zum Werk. Historische Darstellung von William Shakespeare — Spätere künstlerische Darstellung; kein gesichertes Bildnis aus dem Leben. · Martin Droeshout · Public domain Bildquelle ↗
546
Ihr habt die Zung' in meinen Mund gekerkert,
Vorlage S. 103
547
Der Zähn' und Lippen doppelt Gatter vor;
Vorlage S. 103
548
Und dumpfe, dürftige Unwissenheit
Vorlage S. 103
549
Ist mir zum Kerkermeister nun bestellt.
Vorlage S. 103
550
Ich bin zu alt, der Amme liebzukosen,
Vorlage S. 103
551
Zu weit in Jahren, Zögling noch zu sein:
Vorlage S. 103
552
Was ist dein Urteil denn als stummer Tod,
Vorlage S. 103
553
Das eignen Hauch zu atmen mir verbot?
Vorlage S. 103
554
KÖNIG RICHARD.
Vorlage S. 103
555
Es hilft dir nicht, in Wehmut zu verzagen:
Vorlage S. 103
556
Nach unserm Spruche kommt zu spät das Klagen.
Vorlage S. 103
557
NORFOLK.
Vorlage S. 103
558
So wend' ich mich vom lichten Vaterland,
Vorlage S. 103
559
In ernste Schatten ew'ger Nacht gebannt.
Vorlage S. 103
560
Er entfernt sich.
Vorlage S. 103
561
KÖNIG RICHARD.
Vorlage S. 103
562
Komm wieder, nimm noch einen Eid mit dir!
Vorlage S. 103
563
Legt die verbannten Händ' auf dies mein Schwert,
Vorlage S. 103
564
Schwört bei der Pflicht, die ihr dem Himmel schuldet
Vorlage S. 103
565
(Denn unser Teil dran ist mit euch verbannt),
Vorlage S. 104
566
Den Eid zu halten, den wir auferlegen: –
Vorlage S. 104
567
Nie sollt ihr, so euch Gott und Wahrheit helfe!
Vorlage S. 104
568
Mit Lieb' einander nahn in eurem Bann,
Vorlage S. 104
569
Noch jemals ins Gesicht einander schaun,
Vorlage S. 104
570
Noch jemals schreiben, grüßen, noch besänft'gen
Vorlage S. 104
571
Die Stürme des daheim erzeugten Hasses,
Vorlage S. 104
572
Noch euch mit überlegtem Anschlag treffen,
Vorlage S. 104
573
Um Übles auszusinnen gegen uns
Vorlage S. 104
574
Und unsre Untertanen, Staat und Land.
Vorlage S. 104
575
BOLINGBROKE.
Vorlage S. 104
576
Ich schwöre.
Vorlage S. 104
577
NORFOLK.
Vorlage S. 104
578
Und ich auch, all dies zu halten.
Vorlage S. 104
579
BOLINGBROKE.
Vorlage S. 104
580
Norfolk, so weit sich's unter Feinden ziemt: –
Vorlage S. 104
581
Um diese Zeit, ließ es der König zu,
Vorlage S. 104
582
Irrt' in der Luft schon eine unsrer Seelen,
Vorlage S. 104
583
Verbannt aus unsers Fleisches morschem Grabe,
Vorlage S. 104
584
Wie jetzt dies Fleisch verbannt ist aus dem Lande:
Vorlage S. 104
585
Bekenne den Verrat, eh' du entweichst;
Vorlage S. 104
586
Weil du so weit zu gehn hast, nimm nicht mit
Vorlage S. 104
587
Die schwere Bürde einer schuld'gen Seele!
Vorlage S. 104
588
NORFOLK.
Vorlage S. 104
589
Nein, Bolingbroke: war ich Verräter je,
Vorlage S. 104
590
So sei getilgt mein Nam' im Buch des Lebens
Vorlage S. 104
591
Und ich verbannt vom Himmel, wie von hier!
Vorlage S. 104
592
Doch was du bist, weiß Gott und du und ich.
Vorlage S. 104
593
Und nur zu bald wird es den König reu'n.
Vorlage S. 104
594
Lebt wohl, mein Fürst! – Nicht fehlgehn kann ich jetzt:
Vorlage S. 104
595
Die weite Welt ist mir zum Ziel gesetzt.
Vorlage S. 104
596
Ab.
Vorlage S. 104
597
KÖNIG RICHARD.
Vorlage S. 104
598
Oheim, ich seh' im Spiegel deiner Augen
Vorlage S. 104
599
Dein tiefbekümmert Herz; dein traur'ger Anblick
Vorlage S. 104
600
Hat vier aus seiner Zahl verbannter Jahre
Vorlage S. 104
601
Entrückt: –
Vorlage S. 104
602
Zu Bolingbroke.
Vorlage S. 104
603
sobald sechs frost'ge Winter aus,
Vorlage S. 104
604
Kehr' du willkommen aus dem Bann nach Haus!
Vorlage S. 104
605
BOLINGBROKE.
Vorlage S. 104
606
Wie lange Zeit liegt in so kleinem Wort!
Vorlage S. 104
607
Vier träge Winter und vier lust'ge Maien
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608
Beschließt ein Wort, wenn Kön'ge Kraft ihm leihen.
Vorlage S. 104
609
GAUNT.
Vorlage S. 104
610
Dank meinem Fürsten, dass er mir zu lieb
Vorlage S. 104
611
Vier Jahre meines Sohns Verbannung kürzt!
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612
Allein ich ernte wenig Frucht davon.
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613
Eh' die sechs Jahre, die er säumen muss,
Vorlage S. 105
614
Die Monde wandeln und den Lauf vollenden,
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615
Erlischt in ew'ger Nacht mein schwindend Licht,
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616
Die Lampe, der vor Alter Öl gebricht;
Vorlage S. 105
617
Mit meinem Endchen Kerze ist's geschehn,
Vorlage S. 105
618
Und blinder Tod lässt mich den Sohn nicht sehn.
Vorlage S. 105
619
KÖNIG RICHARD.
Vorlage S. 105
620
Ei, Oheim, du hast manches Jahr zu leben.
Vorlage S. 105
621
GAUNT.
Vorlage S. 105
622
Nicht 'ne Minute, Herr, die du kannst geben.
Vorlage S. 105
623
Verkürzen kannst du meine Tag' in Sorgen,
Vorlage S. 105
624
Mir Nächte rauben, leihn nicht einen Morgen;
Vorlage S. 105
625
Du kannst der Zeit wohl helfen Furchen ziehn,
Vorlage S. 105
626
Doch nicht sie hemmen in dem raschen Fliehn:
Vorlage S. 105
627
Ihr gilt dein Wort für meinen Tod sogleich,
Vorlage S. 105
628
Doch, tot, schafft keinen Odem mir dein Reich.
Vorlage S. 105
629
KÖNIG RICHARD.
Vorlage S. 105
630
Dein Sohn ist weisem Rat gemäß verbannt,
Vorlage S. 105
631
Wozu dein Mund ein Miturteil gegeben:
Vorlage S. 105
632
Nun scheinst du finster auf das Recht zu schaun?
Vorlage S. 105
633
GAUNT.
Vorlage S. 105
634
Was süß schmeckt, wird oft bitter beim Verdau'n.
Vorlage S. 105
635
Ihr setztet mich als Richter zum Berater;
Vorlage S. 105
636
Oh, hießt Ihr doch mich reden wie ein Vater!
Vorlage S. 105
637
Wär' er mir fremd gewesen, nicht mein Kind,
Vorlage S. 105
638
So war ich milder seinem Fehl gesinnt.
Vorlage S. 105
639
Parteien-Leumund sucht' ich abzuwenden,
Vorlage S. 105
640
Und musste so mein eignes Leben enden.
Vorlage S. 105
641
Ach! Ich schaut' um, ob keiner spräche nun,
Vorlage S. 105
642
Ich sei zu streng, was mein, so wegzutun;
Vorlage S. 105
643
Doch der unwill'gen Zung' habt ihr erlaubt,
Vorlage S. 105
644
Dass sie mich wider Willen so beraubt.
Vorlage S. 105
645
KÖNIG RICHARD.
Vorlage S. 105
646
Vetter, lebt wohl! – Und, Oheim, sorgt dafür:
Vorlage S. 105
647
Sechs Jahr' ist er verbannt und muss von hier.
Vorlage S. 105
648
Trompetenstoß. König Richard und Gefolge ab.
Vorlage S. 105
649
AUMERLE.
Vorlage S. 105
650
Vetter, lebt wohl! Was Gegenwart verwehrt
Vorlage S. 105
651
Zu sagen, melde Schrift von da, wo Ihr verkehrt.
Vorlage S. 105
652
LORD MARSCHALL.
Vorlage S. 105
653
Kein Abschied, gnäd'ger Herr! denn ich will reiten,
Vorlage S. 105
654
So weit das Land verstattet, Euch zur Seiten.
Vorlage S. 105
655
GAUNT.
Vorlage S. 105
656
Oh, zu was Ende sparst du deine Worte,
Vorlage S. 106
657
Dass du den Freunden keinen Gruß erwiderst?
Vorlage S. 106
658
BOLINGBROKE.
Vorlage S. 106
659
Zu wen'ge hab' ich, um von Euch zu scheiden,
Vorlage S. 106
660
Da reichlich Dienst die Zunge leisten sollte,
Vorlage S. 106
661
Des Herzens vollen Jammer auszuatmen.
Vorlage S. 106
662
GAUNT.
Vorlage S. 106
663
Dein Gram ist nur Entfernung für 'ne Zeit.
Vorlage S. 106
664
BOLINGBROKE.
Vorlage S. 106
665
Lust fern, Gram gegenwärtig für die Zeit.
Vorlage S. 106
666
GAUNT.
Vorlage S. 106
667
Was sind sechs Winter? Sie sind bald dahin.
Vorlage S. 106
668
BOLINGBROKE.
Vorlage S. 106
669
Im Glück, doch Gram macht zehn aus einer Stunde.
Vorlage S. 106
670
GAUNT.
Vorlage S. 106
671
Nenn's eine Reise, bloß zur Lust gemacht!
Vorlage S. 106
672
BOLINGBROKE.
Vorlage S. 106
673
Mein Herz wird seufzen, wenn ich's so mißnenne,
Vorlage S. 106
674
Und findet es gezwungne Pilgerschaft.
Vorlage S. 106
675
GAUNT.
Vorlage S. 106
676
Den traur'gen Fortgang deiner müden Tritte
Vorlage S. 106
677
Acht' einer Folie gleich, um drein zu setzen
Vorlage S. 106
678
Das reiche Kleinod deiner Wiederkehr!
Vorlage S. 106
679
BOLINGBROKE.
Vorlage S. 106
680
Nein, eher wird mich jeder träge Schritt
Vorlage S. 106
681
Erinnern, welch ein Stück der Welt ich wandre
Vorlage S. 106
682
Von den Kleinodien meiner Liebe weg.
Vorlage S. 106
683
Muss ich nicht eine lange Lehrlingschaft
Vorlage S. 106
684
Auf fremden Bahnen dienen, und am Ende,
Vorlage S. 106
685
Bin ich nun frei, mich doch nichts weiter rühmen,
Vorlage S. 106
686
Als dass ich ein Gesell des Grames war?
Vorlage S. 106
687
GAUNT.
Vorlage S. 106
688
Ein jeder Platz, besucht vom Aug' des Himmels,
Vorlage S. 106
689
Ist Glückes-Hafen einem weisen Mann.
Vorlage S. 106
690
Lehr' deine Not die Dinge so betrachten;
Vorlage S. 106
691
Es kommt der Not ja keine Tugend bei.
Vorlage S. 106
692
Denk' nicht, dass dich der König hat verbannt,
Vorlage S. 106
693
Nein, du den König: Leid sitzt um so schwerer,
Vorlage S. 106
694
Wo es bemerkt, dass man nur schwach es trägt.
Vorlage S. 106
695
Geh, sag, dass ich dich ausgesandt nach Ehre,
Vorlage S. 106
696
Nicht, dass der Fürst dich bannte; oder glaube,
Vorlage S. 106
697
Verschlingend hänge Pest in unsrer Luft,
Vorlage S. 106
698
Und du entfliehst zu einem reinern Himmel.
Vorlage S. 106
699
Was deine Seele wert hält, stell' dir vor
Vorlage S. 106
700
Da, wo du hingehst, nicht, woher du kommst:
Vorlage S. 106
701
Die Singevögel halt' für Musikanten,
Vorlage S. 107
702
Das Gras für ein bestreutes Prunkgemach,
Vorlage S. 107
703
Für schöne Frau'n die Blumen, deine Tritte
Vorlage S. 107
704
Für nichts als einen angenehmen Tanz:
Vorlage S. 107
705
Denn knirschend Leid hat minder Macht, zu nagen
Vorlage S. 107
706
Den, der es höhnt und nichts danach will fragen.
Vorlage S. 107
707
BOLINGBROKE.
Vorlage S. 107
708
Oh, wer kann Feu'r dadurch in Händen halten,
Vorlage S. 107
709
Dass er den frost'gen Kaukasus sich denkt?
Vorlage S. 107
710
Und wer des Hungers gier'gen Stachel dämpfen
Vorlage S. 107
711
Durch bloße Einbildung von einem Mahl?
Vorlage S. 107
712
Wer nackend im Dezemberschnee sich wälzen,
Vorlage S. 107
713
Weil er phantast'sche Sommerglut sich denkt?
Vorlage S. 107
714
O nein! die Vorstellung des Guten gibt
Vorlage S. 107
715
Nur desto stärkeres Gefühl des Schlimmern;
Vorlage S. 107
716
Nie zeugt des Leides grimmer Zahn mehr Gift,
Vorlage S. 107
717
Als wenn er nagt, doch durch und durch nicht trifft.
Vorlage S. 107
718
GAUNT.
Vorlage S. 107
719
Komm, komm, mein Sohn, dass ich den Weg dir weise;
Vorlage S. 107
720
So jung wie du, verschöb' ich nicht die Reise.
Vorlage S. 107
721
BOLINGBROKE.
Vorlage S. 107
722
Leb wohl denn, Englands Boden! Süße Erde,
Vorlage S. 107
723
Du Mutter, Wärterin, die noch mich trägt!
Vorlage S. 107
724
Wo ich auch wandre, bleibt der Ruhm mein Lohn:
Vorlage S. 107
725
Obschon verbannt, doch Englands echter Sohn.
Vorlage S. 107
726
Alle ab.
Vorlage S. 107

Nach dem Lesen

Dein Blick auf das Kapitel

10er-QuizZitate verstehen · Zusammenhänge erkennen · Lernpunkte sammeln10 Fragen

Eine Antwort ist jeweils richtig. Lies den Textbeleg aufmerksam. Bei einer falschen Antwort kannst du es erneut versuchen.

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Je Frage sind beim ersten Versuch 10 Punkte möglich, danach 5, 3 oder 1. Bereits gelöste Fragen bleiben zum Üben verfügbar.

1. Wie geht dieser Textausschnitt im Kapitel unmittelbar weiter? Ergänze den genauen Wortlaut. »Doch rühm' ich mich …«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗ Textstelle 5 ↗

2. Welches Wort steht an der markierten Stelle? Achte auf die Bedeutung im Zusammenhang und prüfe den genauen Wortlaut. »Und feig verrät'risch die schuldlose Seele Dadurch ihm ausgeschwemmt in Strömen Bluts, Das, wie das Blut des […] Abel, Selbst aus der Erde stummen Höhlen schreit Zu mir um Recht und strenge Züchtigung.«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗ Textstelle 5 ↗ Textstelle 6 ↗ Textstelle 7 ↗ Textstelle 8 ↗

3. Welchen Zusammenhang kennzeichnet das Wort »Weil« in diesem Textausschnitt? »Weil unser Aug' den grausen Anblick scheut Von Wunden, aufgepflügt durch Nachbarschwerter;«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗

4. Welcher Ausschnitt verweist mit einer Zeitangabe ausdrücklich auf eine frühere Zeit? Achte auf ein ausdrücklich genanntes Signalwort.

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗ Textstelle 5 ↗ Textstelle 6 ↗ Textstelle 7 ↗ Textstelle 8 ↗ Textstelle 9 ↗ Textstelle 10 ↗ Textstelle 11 ↗ Textstelle 12 ↗ Textstelle 13 ↗

5. Was bedeutet »weiland« in diesem Ausschnitt? »Deines weiland Bruders Weib Verzehrt in Grams Gesellschaft ihren Leib.«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗

6. In welcher Reihenfolge stehen diese drei Ausschnitte im Kapitel? Gemeint ist ihre Reihenfolge im Text, nicht die Zeit der erzählten Ereignisse. A: »Und was du Schlimmres denken kannst, bewähren.« B: »Es hilft dir nicht, in Wehmut zu verzagen: Nach unserm Spruche kommt zu spät das Klagen.« C: »Und schlägt dem Unglück fehl das erste Rennen, So schwer sei Mowbrays Sünd' in seinem Busen,«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗ Textstelle 5 ↗

7. Wie geht dieser Textausschnitt im Kapitel unmittelbar weiter? Ergänze den genauen Wortlaut. »Erwünschten Lohn, nicht solche tiefe Schmach, Dass man mich ausstößt …«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗ Textstelle 5 ↗ Textstelle 6 ↗ Textstelle 7 ↗ Textstelle 8 ↗ Textstelle 9 ↗

8. Welches Wort steht an der markierten Stelle? Achte auf die Bedeutung im Zusammenhang und prüfe den genauen Wortlaut. »Und meine Zunge nützt mir nun nicht mehr Als, ohne Saiten, Laute oder Harfe, Ein künstlich […] im Kasten, oder Das, aufgetan, in dessen Hände kömmt, Der keinen Griff kennt, seinen Ton zu stimmen.«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗ Textstelle 5 ↗ Textstelle 6 ↗ Textstelle 7 ↗ Textstelle 8 ↗

9. Was bedeutet »Oheim« in diesem Ausschnitt? »Oheim, ich seh' im Spiegel deiner Augen«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle nachlesen ↗

10. Wie geht dieser Textausschnitt im Kapitel unmittelbar weiter? Ergänze den genauen Wortlaut. »Denk' nicht, dass dich …«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗
Aufgaben zum TextVerstehen, begründen und mit Textstellen arbeiten · ohne Punkte

1. Ordne diese Textstelle in den Zusammenhang ein: »Ein Tag erhöhe stets des andern Glück,«. Was geschieht oder wird hier besprochen? Erkläre in drei bis fünf Sätzen auch, was davor und danach wichtig ist.

Impulse zur Selbstprüfung

Lies die verlinkte Stelle mit ihrer Umgebung. Trenne ausdrücklich Gesagtes von Vermutungen.

  • Situation oder Gedanke verständlich erklärt
  • Mindestens ein passender Textbeleg
  • Eigene Formulierungen statt bloßer Abschrift
Textstelle nachlesen ↗

2. Vergleiche die beiden Ausschnitte: »Ein Tag erhöhe stets des andern Glück,« und »Von den Kleinodien meiner Liebe weg«. Welche Entwicklung, Gemeinsamkeit oder Spannung erkennst du? Begründe mit beiden Textstellen.

Impulse zur Selbstprüfung

Auch eine gleichbleibende Haltung ist ein mögliches Ergebnis. Erfinde keine Entwicklung, wenn sie sich aus dem Text nicht belegen lässt.

  • Beide Ausschnitte im Zusammenhang gelesen
  • Eine Gemeinsamkeit oder einen Unterschied erläutert
  • Deutung und wörtlichen Beleg unterschieden
Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗

3. Untersuche die sprachliche Wirkung dieses Ausschnitts: »Nicht krank, hab' ich zu schaffen gleich mit Tod«. Wähle ein auffälliges Wort, ein Bild oder eine Formulierung. Erkläre seine Wirkung und begründe eine mögliche andere Lesart.

Impulse zur Selbstprüfung

Es gibt nicht nur eine richtige Interpretation. Prüfe beide Lesarten am Kapitel und benenne, was offen bleibt.

  • Sprachliches Merkmal am Wortlaut benannt
  • Wirkung als begründete Deutung formuliert
  • Alternative Lesart oder Grenze der Deutung erklärt
Textstelle nachlesen ↗
Kreativ schreibenDrei Anregungen in drei Niveaustufen · ohne Punkte

Wähle die Anregung, die zu dir passt. Deine eigene Fassung bleibt klar vom Originaltext getrennt.

Niveau 1 · Einstieg

1. Schreibe zu diesem Textausschnitt 5–8 eigene Sätze: »Johann von Gaunt, ehrwürd'ger Lancaster«. Wähle eine Person, einen Gegenstand oder einen Gedanken daraus. Schreibe aus einer neuen Sicht. Satzanfänge helfen: „Ich bemerke …“, „Ich frage mich …“, „Als Nächstes …“.

Impulse zur Selbstprüfung

Mehrere Lösungen sind möglich. Prüfe deinen Text an den Kriterien oder besprich ihn mit anderen. Diese Aufgabe gibt keine automatisch bewerteten Punkte.

  • Übernimm mindestens zwei passende Einzelheiten aus dem Kapitel.
  • Trenne ein wörtliches Zitat deutlich von deinem eigenen Text.
  • Kennzeichne deine Ergänzungen als erfunden.
Textstelle nachlesen ↗

Niveau 2 · Vertiefung

2. Verwandle den folgenden Ausschnitt in einen Brief, Tagebucheintrag oder kurzen Dialog: »Ich komme her, durch einen Eid gebunden (Verhüte Gott, dass den ein Ritter bräche!), Um zu verfechten, dass ich Treu' und Pflicht Gott und dem König halt' und meinen Erben, Wider den Herzog Hereford, der mich anklagt;«. Entscheide, wer sich an wen richtet. Schreibe etwa 120–180 Wörter. Bei einem Sachtext kann ein lernender Mensch einem anderen die Idee erklären.

Impulse zur Selbstprüfung

Mehrere Lösungen sind möglich. Prüfe deinen Text an den Kriterien oder besprich ihn mit anderen. Diese Aufgabe gibt keine automatisch bewerteten Punkte.

  • Die neue Textform und die gewählte Stimme sind erkennbar.
  • Mindestens zwei Aussagen oder Ereignisse bleiben mit dem Kapitel vereinbar.
  • Ergänze einen kurzen Kommentar: Was hast du übernommen, was bewusst erfunden?
Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗ Textstelle 5 ↗

Niveau 3 · Gestaltung

3. Schreibe ausgehend vom Kapitelende eine alternative Fortsetzung oder eine Szene mit einer Gegenposition: »Obschon verbannt, doch Englands echter Sohn.«. Entwickle etwa 200–300 Wörter. Bei einem Sachtext kannst du ein Streitgespräch über eine These gestalten. Begründe anschließend in 3–5 Sätzen deine Entscheidungen mit zwei kurzen Zitaten aus dem Kapitel.

Impulse zur Selbstprüfung

Mehrere Lösungen sind möglich. Prüfe deinen Text an den Kriterien oder besprich ihn mit anderen. Diese Aufgabe gibt keine automatisch bewerteten Punkte.

  • Die Fortsetzung oder Gegenposition knüpft nachvollziehbar an konkrete Textstellen an.
  • Zwei genaue Zitate begründen die Gestaltung; Schlussfolgerungen werden als eigene Deutung markiert.
  • Der neue Text ist ausdrücklich eine eigene Bearbeitung und wird nicht dem Originalautor zugeschrieben.
Textstelle nachlesen ↗

Ausgabe, Herkunft und Rechte

Autor und namentlich belegte Übersetzung sind nach den geprüften Lebensdaten in Deutschland gemeinfrei. TextGrid und www.editura.de stellen Struktur und Metadaten unter CC BY 3.0 DE bereit.

König Richard II.

William Shakespeare: Sämtliche Werke in vier Bänden. Band 3, Herausgegeben von Anselm Schlösser. Berlin: Aufbau, 1975. Shakespeare, William 90- Berlin

Das Werk König Richard II. von Shakespeare, William ist eine Abwandlung des Datenbestandes der Digitalen Bibliothek von TextGrid, www.editura.de und wird unter der Creative Commons Lizenz veröffentlicht.

Quelltext und Ausgabe ↗ · CC BY 3.0 DE; underlying texts public domain per source Lizenz

Originalsprache · Englisch

Englischer Originaltext in der digitalen Project-Gutenberg-Ausgabe. Die Vorlage nennt keine historische Druckausgabe. Unterschiedliche Bühnenfassungen, Szenenteilungen und historische Übersetzungen können voneinander abweichen. Keine Behauptung einer Erstfassung oder zeilengetreuen Entsprechung. Wortlaut, Rechtschreibung und Interpunktion dieser Quelle bleiben erhalten; nur HTML-Layout wird in Lesetext übertragen.

William Shakespeare: King Richard II. Project Gutenberg eBook 1512. Originalsprache Englisch; digitale Quelle unverändert archiviert.

Autorschaft und Ausgabe: William Shakespeare

Originaltext und Ausgabe ↗ · Project Gutenberg · Lizenz und Nutzungsbedingungen

Die Fassungen folgen den jeweils angegebenen Quellen; ihre Gliederung kann abweichen.

Welche Änderungen enthält die Lesefassung?

Explizite Wortliste statt allgemeiner Such-und-Ersetz-Regeln. Jede Änderung ist mit Kapitel, Absatz, Quellposition und Regel dokumentiert. Erfasste Namen und bekannte mehrdeutige Formen bleiben ausgespart; dies ist keine automatische vollständige Namenserkennung. Grundlage für s/ss/ß: Amtliches Regelwerk 2024, §§ 2, 5 und 25. Die unveränderte Quellfassung bleibt verfügbar.