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Buch - König Heinrich V. - Shakespeare, William

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Deutsche Übersetzung · Lesefassung

König Heinrich V.

Shakespeare, William

König Heinrich V. von Shakespeare, William. Volltext der angegebenen historischen deutschen Übersetzung.

DramaKlasse 9–10 · 11–136 Abschnitte
Historische Illustration zu König Heinrich V.
Historische Illustration zu „König Heinrich V.“ — Werkbezogene Bildquelle; keine belegte Zuordnung zu der hier angezeigten einzelnen Textstelle. · Malin, Anna, Malin, Louisa Seymour, 1861-1946, Malin, Louisa Seymour, 1861-1946, Malin, Louisa Seymour, 1861-1946 · Public domain Bildquelle ↗

Deutsche Übersetzung: August Wilhelm Schlegel

Hinweise für den Unterricht
  • Historische Sprache und zeitgebundene Wertvorstellungen gemeinsam einordnen. Klassenangaben sind redaktionelle Orientierung.

Behutsam angepasste Schreibweise nach einer begrenzten Wortliste. Mehrdeutige Formen, erfasste Namen, Sprechernamen, Bühnenanweisungen, Überschriften und Anmerkungen bleiben unverändert. Keine vollständige redaktionelle Überarbeitung nach heutiger Rechtschreibung. Für wortgetreue Quellenzitate die Quellfassung wählen.

Deutsch · Abschnitt 2 von 6

Erster Aufzug

1
Erste Szene
Vorlage S. 389
2
London. Ein Vorzimmer im Palast des Königs.
Vorlage S. 389
3
Der Erzbischof von Canterbury und Bischof von Ely treten auf.
Vorlage S. 389
4
CANTERBURY.
Vorlage S. 389
5
Mylord, ich sag' Euch, eben die Verordnung
Vorlage S. 389
6
Wird jetzt betrieben, die im eilften Jahr
Vorlage S. 389
7
Von der Regierung des verstorbnen Königs
Vorlage S. 389
8
Beinahe wider uns wär' durchgegangen,
Vorlage S. 389
9
Wenn die verworrne, unruhvolle Zeit
Vorlage S. 389
10
Aus weitrer Frage nicht verdrängt sie hätte.
Vorlage S. 389
11
ELY.
Vorlage S. 389
12
Doch sagt, Mylord, wie wehrt man jetzt sie ab?
Vorlage S. 389
13
CANTERBURY.
Vorlage S. 389
14
Man muss drauf denken. Geht sie durch, so büßen
Vorlage S. 389
15
Wir unsrer Güter beßre Hälfte ein.
Vorlage S. 389
16
Denn all das weltlich Land, das fromme Menschen
Vorlage S. 389
17
Im Testament der Kirche zugeteilt,
Vorlage S. 389
18
Will man uns nehmen; nämlich so geschätzt:
Vorlage S. 389
19
So viel, um für des Königs Staat zu halten
Vorlage S. 389
20
An funfzehn Grafen, funfzehnhundert Ritter,
Vorlage S. 389
21
Sechstausendundzweihundert gute Knappen;
Vorlage S. 389
22
Zum Trost für Sieche dann und schwaches Alter.
Vorlage S. 389
23
Für dürft'ge Seelen, leiblich unvermögend,
Vorlage S. 389
24
Einhundert wohlbegabte Armenhäuser;
Vorlage S. 389
25
Und sonst noch in des Königs Schatz des Jahrs
Vorlage S. 389
26
Eintausend Pfund: so lautet die Verordnung.
Vorlage S. 389
27
ELY.
Vorlage S. 389
28
Das wär' ein starker Zug.
Vorlage S. 389
29
CANTERBURY.
Vorlage S. 389
30
Der schlänge Kelch und alles mit hinab.
Vorlage S. 389
31
ELY.
Vorlage S. 389
32
Allein wie vorzubeugen?
Vorlage S. 389
33
CANTERBURY.
Vorlage S. 389
34
Der König ist voll Huld und milder Rücksicht.
Vorlage S. 389
35
ELY.
Vorlage S. 389
36
Und ein wahrhafter Freund der heil'gen Kirche.
Vorlage S. 390
37
CANTERBURY.
Vorlage S. 390
38
Sein Jugendwandel zwar verhieß es nicht:
Vorlage S. 390
39
Doch kaum lag seines Vaters Leib entseelt,
Vorlage S. 390
40
Als seine Wildheit auch, in ihm ertötet,
Vorlage S. 390
41
Zu sterben schien: ja in dem Augenblick
Vorlage S. 390
42
Kam beßre Überlegung wie ein Engel
Vorlage S. 390
43
Und peitscht' aus ihm den sünd'gen Adam weg.
Vorlage S. 390
44
Dass wie ein Paradies sein Leib nun blieb,
Vorlage S. 390
45
Das Himmelsgeister aufnimmt und umfasst.
Vorlage S. 390
46
Nie ward so schnell ein Zögling noch gebildet;
Vorlage S. 390
47
Nie hat noch Besserung mit einer Flut
Vorlage S. 390
48
So raschen Stromes Fehler weggeschwemmt,
Vorlage S. 390
49
Und nie hat hydraköpf'ger Eigensinn
Vorlage S. 390
50
So bald den Sitz verloren, und mit eins,
Vorlage S. 390
51
Als jetzt bei diesem König.
Vorlage S. 390
52
ELY.
Vorlage S. 390
53
Die Umwandlung ist segensvoll für uns.
Vorlage S. 390
54
CANTERBURY.
Vorlage S. 390
55
Hört ihn nur über Gottsgelahrtheit reden.
Vorlage S. 390
56
Und, ganz Bewund'rung, werdet Ihr den Wunsch
Vorlage S. 390
57
Im Innern tun, der König wär' Prälat.
Vorlage S. 390
58
Hört ihn verhandeln über Staatsgeschäfte,
Vorlage S. 390
59
So glaubt Ihr, dass er einzig das studiert;
Vorlage S. 390
60
Horcht auf sein Kriegsgespräch, und grause Schlachten
Vorlage S. 390
61
Vernehmt Ihr vorgetragen in Musik.
Vorlage S. 390
62
Bringt ihn auf einen Fall der Politik,
Vorlage S. 390
63
Er wird desselben gord'schen Knoten lösen,
Vorlage S. 390
64
Vertraulich wie sein Knieband; dass, wenn er spricht,
Vorlage S. 390
65
Die Luft, der ungebundne Wüstling, schweigt
Vorlage S. 390
66
Und stumm Erstaunen lauscht in aller Ohren,
Vorlage S. 390
67
Die honigsüßen Sprüche zu erhaschen,
Vorlage S. 390
68
So dass des Lebens Kunst und praktisch Teil
Vorlage S. 390
69
Der Meister dieser Theorie muss sein.
Vorlage S. 390
70
Ein Wunder, wie sie Seine Hoheit auflas,
Vorlage S. 390
71
Da doch sein Hang nach eitlem Wandel war,
Vorlage S. 390
72
Sein Umgang ungelehrt und roh und seicht,
Vorlage S. 390
73
Die Stunden hingebracht in Saus und Braus,
Vorlage S. 390
74
Und man nie ernsten Fleiß an ihm bemerkt,
Vorlage S. 390
75
Auch kein Zurückziehn, keine Sonderung
Vorlage S. 390
76
Von freiem Zulauf und von Volksgewühl.
Vorlage S. 390
77
ELY.
Vorlage S. 390
78
Es wächst die Erdbeer' unter Nesseln auf,
Vorlage S. 391
79
Gesunde Beeren reifen und gedeihn
Vorlage S. 391
80
Am besten neben Früchten schlechtrer Art;
Vorlage S. 391
81
Und so verbarg der Prinz auch die Betrachtung
Vorlage S. 391
82
Im Schleier seiner Wildheit; ohne Zweifel
Vorlage S. 391
83
Wuchs sie, wie Sommergras, bei Nacht am schnellsten,
Vorlage S. 391
84
Das, ungesehn, doch kräft'gen Wachstum hat.
Vorlage S. 391
85
CANTERBURY.
Vorlage S. 391
86
Es muss so sein, denn Wunder gibt's nicht mehr;
Vorlage S. 391
87
Deshalb muss man die Mittel eingestehn,
Vorlage S. 391
88
Wie was zu stande kommt.
Vorlage S. 391
89
ELY.
Vorlage S. 391
90
Doch, bester Lord,
Vorlage S. 391
91
Was nun zu tun zur Mild'rung dieses Vorschlags,
Vorlage S. 391
92
Den die Gemeinen tun? Ist Seine Majestät
Vorlage S. 391
93
Für oder wider?
Vorlage S. 391
94
CANTERBURY.
Vorlage S. 391
95
Er scheint unbestimmt,
Vorlage S. 391
96
Doch neigt er mehr auf unsre Seite sich,
Vorlage S. 391
97
Als dass er wider uns den Antrag fördert.
Vorlage S. 391
98
Denn ein Erbieten tat ich Seiner Majestät,
Vorlage S. 391
99
Auf unsre geistliche Zusammenrufung
Vorlage S. 391
100
Und in Betracht von jetzt vorhandnen Gründen,
Vorlage S. 391
101
Die Seiner Hoheit näher ich eröffnet,
Vorlage S. 391
102
Anlangend Frankreich: eine größre Summe
Vorlage S. 391
103
Zu geben, als die Geistlichkeit noch je
Vorlage S. 391
104
Auf einmal seinen Vorfahr'n ausgezahlt.
Vorlage S. 391
105
ELY.
Vorlage S. 391
106
Wie nahm man dies Erbieten auf, Mylord?
Vorlage S. 391
107
CANTERBURY.
Vorlage S. 391
108
Es ward von Seiner Majestät genehmigt,
Vorlage S. 391
109
Nur war nicht Zeit genug, um anzuhören
Vorlage S. 391
110
(Was Seine Hoheit, merkt' ich, gern getan)
Vorlage S. 391
111
Das Näh're und die klare Ableitung
Vorlage S. 391
112
Von seinem Recht an ein'ge Herzogtümer
Vorlage S. 391
113
Und überhaupt an Frankreichs Kron' und Land
Vorlage S. 391
114
Von Eduard, seinem Ältervater, her.
Vorlage S. 391
115
ELY.
Vorlage S. 391
116
Was war die Hind'rung, die dies unterbrach?
Vorlage S. 391
117
CANTERBURY.
Vorlage S. 391
118
Den Augenblick bat Frankreichs Abgesandter
Vorlage S. 391
119
Gehör sich aus; die Stund' ist, denk' ich, da,
Vorlage S. 391
120
Ihn vorzulassen. Ist es nicht vier Uhr?
Vorlage S. 391
121
ELY.
Vorlage S. 391
122
Ja.
Vorlage S. 391
123
CANTERBURY.
Vorlage S. 391
124
Gehn wir hinein, die Botschaft zu erfahren,
Vorlage S. 392
125
Die ich jedoch gar leichtlich raten wollte,
Vorlage S. 392
126
Eh' der Franzose noch ein Wort gesagt.
Vorlage S. 392
127
ELY.
Vorlage S. 392
128
Ich folg' Euch; mich verlangt, sie anzuhören.
Vorlage S. 392
129
Ab.
Vorlage S. 392
130
Zweite Szene
Vorlage S. 392
131
Ein Audienzsaal im Palast.
Vorlage S. 392
132
König Heinrich, Gloster, Bedford, Exeter, Warwick, Westmoreland und Gefolge.
Vorlage S. 392
133
KÖNIG HEINRICH.
Vorlage S. 392
134
Wo ist der würd'ge Herr von Canterbury?
Vorlage S. 392
135
EXETER.
Vorlage S. 392
136
Nicht gegenwärtig.
Vorlage S. 392
137
KÖNIG HEINRICH.
Vorlage S. 392
138
Sendet nach ihm, Oheim.
Vorlage S. 392
139
WESTMORELAND.
Vorlage S. 392
140
Mein König, soll man den Gesandten rufen?
Vorlage S. 392
141
KÖNIG HEINRICH.
Vorlage S. 392
142
Noch nicht, mein Vetter; Dinge von Gewicht,
Vorlage S. 392
143
Betreffend uns und Frankreich, liegen uns
Vorlage S. 392
144
Im Sinne, über die wir Auskunft wünschen,
Vorlage S. 392
145
Eh' wir ihn sprechen.
Vorlage S. 392
146
Der Erzbischof von Canterbury und Bischof von Ely treten auf,
Vorlage S. 392
147
CANTERBURY.
Vorlage S. 392
148
Gott samt seinen Engeln
Vorlage S. 392
149
Beschirme Euren heil'gen Thron und gebe,
Vorlage S. 392
150
Dass Ihr ihn lange ziert!
Vorlage S. 392
151
KÖNIG HEINRICH.
Vorlage S. 392
152
Wir danken Euch.
Vorlage S. 392
153
Fahrt fort, wir bitten, mein gelehrter Herr,
Vorlage S. 392
154
Erklärt rechtmäßig und gewissenhaft,
Vorlage S. 392
155
Ob uns das Salische Gesetz in Frankreich
Vorlage S. 392
156
Von unserm Anspruch ausschließt oder nicht.
Vorlage S. 392
157
Und Gott verhüte, mein getreuer Herr,
Vorlage S. 392
158
Dass Ihr die Einsicht drehn und modeln solltet
Vorlage S. 392
159
Und schlau Eu'r wissendes Gemüt beschweren
Vorlage S. 392
160
Durch Vortrag eines mißerzeugten Anspruchs,
Vorlage S. 392
161
Des eigne Farbe nicht zur Wahrheit stimmt.
Vorlage S. 392
162
Denn Gott weiß, wie so mancher, jetzt gesund,
Vorlage S. 392
163
Sein Blut zu des Bewährung noch vergießt,
Vorlage S. 392
164
Wozu uns Eu'r Hochwürden treiben wird.
Vorlage S. 392
165
Darum gebt acht, wie Ihr Euch selbst verpfändet,
Vorlage S. 393
166
Wie Ihr des Krieges schlummernd Schwert erweckt,
Vorlage S. 393
167
In Gottes Namen mahn' ich Euch: gebt acht!
Vorlage S. 393
Historische Darstellung von William Shakespeare
Kontextbild zum Werk. Historische Darstellung von William Shakespeare — Spätere künstlerische Darstellung; kein gesichertes Bildnis aus dem Leben. · Martin Droeshout · Public domain Bildquelle ↗
168
Denn niemals stritten noch zwei solche Reiche,
Vorlage S. 393
169
Dass nicht viel Blut floss; des unschuld'ge Tropfen
Vorlage S. 393
170
Ein jeglicher ein Weh und bittre Klage
Vorlage S. 393
171
Sind über den, der schuldig Schwerter wetzte,
Vorlage S. 393
172
Die so die kurze Sterblichkeit verheeren.
Vorlage S. 393
173
Nach der Beschwörung sprecht, mein würd'ger Herr:
Vorlage S. 393
174
Wir wollen's merken und im Herzen glauben,
Vorlage S. 393
175
Das, was Ihr sagt, sei im Gewissen Euch
Vorlage S. 393
176
So rein wie Sünde bei der Tauf' gewaschen.
Vorlage S. 393
177
CANTERBURY.
Vorlage S. 393
178
So hört mich, gnädiger Monarch, und Pairs,
Vorlage S. 393
179
Die diesem Herrscherthron eu'r Leben, Treue
Vorlage S. 393
180
Und Dienste schuldig seid: – nichts einzuwenden
Vorlage S. 393
181
Ist wider Seiner Hoheit Recht an Frankreich,
Vorlage S. 393
182
Als dies, was sie vom Pharamund ableiten:
Vorlage S. 393
183
»In terram Salicam mulieres ne succedant.«
Vorlage S. 393
184
Auf Weiber soll nicht erben Salisch Land.
Vorlage S. 393
185
Dies Sal'sche Land nun deuten die Franzosen
Vorlage S. 393
186
Als Frankreich fälschlich aus, und Pharamund
Vorlage S. 393
187
Als Stifter dieser Ausschließung der Frauen.
Vorlage S. 393
188
Doch treu bezeugen ihre eignen Schreiber,
Vorlage S. 393
189
Dass dieses Sal'sche Land in Deutschland liegt,
Vorlage S. 393
190
Zwischen der Sala und der Elbe Strömen,
Vorlage S. 393
191
Wo Karl der Große, nach der Unterjochung
Vorlage S. 393
192
Der Sachsen, Franken angesiedelt ließ,
Vorlage S. 393
193
Die, aus Geringschätzung der deutschen Frau'n,
Vorlage S. 393
194
Als die in unehrbaren Sitten lebten,
Vorlage S. 393
195
Dort dies Gesetz gestiftet, dass kein Weib
Vorlage S. 393
196
Je Erbin sollte sein im Sal'schen Land,
Vorlage S. 393
197
Das, wie ich sagte, zwischen Elb' und Sala
Vorlage S. 393
198
In Deutschland heutzutage Meißen heißt.
Vorlage S. 393
199
So zeigt sich's klar, das Salische Gesetz
Vorlage S. 393
200
Ward nicht ersonnen für der Franken Reich;
Vorlage S. 393
201
Noch auch besaßen sie das Sal'sche Land,
Vorlage S. 393
202
Als bis vierhunderteinundzwanzig Jahre
Vorlage S. 393
203
Nach dem Hinscheiden König Pharamunds,
Vorlage S. 394
204
Den man den Stifter des Gesetzes wähnt.
Vorlage S. 394
205
Er starb im Jahr nach unsers Heiland Kunft
Vorlage S. 394
206
Vierhundertsechsundzwanzig, und Karl der Große
Vorlage S. 394
207
Bezwang die Sachsen, setzte Franken ein
Vorlage S. 394
208
Jenseit des Flusses Sala, in dem Jahr
Vorlage S. 394
209
Achthundertfünf. Dann sagen ihre Schreiber,
Vorlage S. 394
210
König Pippin, der Childrich abgesetzt,
Vorlage S. 394
211
Gab Recht und Anspruch vor an Frankreichs Krone
Vorlage S. 394
212
Als allgemeiner Erbe, von Blithilden,
Vorlage S. 394
213
Der Tochter stammend Königes Chlotar.
Vorlage S. 394
214
Auch Hugo Capet, der die Kron' entriss
Vorlage S. 394
215
Herzogen Karl von Lothring, einz'gem Erben
Vorlage S. 394
216
Vom echten Haus und Mannsstamm Karls des Großen,
Vorlage S. 394
217
Mit ein'gem Schein den Anspruch zu beschönen,
Vorlage S. 394
218
Der doch in Wahrheit schlecht und nichtig war,
Vorlage S. 394
219
Gab sich als Erben aus von Frau Lingaren,
Vorlage S. 394
220
Der Tochter Karlmanns, der von Kaiser Ludwig
Vorlage S. 394
221
Der Sohn war, so wie Ludewig der Sohn
Vorlage S. 394
222
Von Karl dem Großen. Auch Ludwig der Zehnte,
Vorlage S. 394
223
Des Usurpators Capet einz'ger Erbe,
Vorlage S. 394
224
Konnt' im Gewissen keine Ruhe haben
Vorlage S. 394
225
Bei Frankreichs Krone, bis man ihm erwies,
Vorlage S. 394
226
Dass Isabell', die schöne Königin,
Vorlage S. 394
227
Von der er Enkel war in grader Reih',
Vorlage S. 394
228
Abstamme von Frau Irmengard, der Tochter
Vorlage S. 394
229
Des vorerwähnten Herzogs Karl von Lothring;
Vorlage S. 394
230
Durch welche Eh' die Linie Karls des Großen
Vorlage S. 394
231
Mit Frankreichs Krone neu vereinigt ward,
Vorlage S. 394
232
So dass so klar wie Sonnenlicht erscheint:
Vorlage S. 394
233
Das Recht Pippins und Hugo Capets Vorwand
Vorlage S. 394
234
Und Ludewigs Beruhigung, sie gründen
Vorlage S. 394
235
Sich auf der Frauen Recht und Anspruch alle;
Vorlage S. 394
236
Wie Frankreichs Kön'ge tun bis diesen Tag,
Vorlage S. 394
237
Wiewohl sie gern das Salische Gesetz
Vorlage S. 394
238
Behaupten möchten, Euer Hoheit Anspruch
Vorlage S. 394
239
Von Frauen Seite damit auszuschließen,
Vorlage S. 394
240
Und lieber sich verstricken in ein Netz,
Vorlage S. 394
241
Als die verdrehten Rechte bloß zu legen,
Vorlage S. 395
242
Von Euch und Euren Vordern angemaßt.
Vorlage S. 395
243
KÖNIG HEINRICH.
Vorlage S. 395
244
Kann ich nach Pflicht und Recht die Fod'rung tun?
Vorlage S. 395
245
CANTERBURY.
Vorlage S. 395
246
Die Sünde auf mein Haupt, gestrenger Fürst!
Vorlage S. 395
247
Denn in dem Buch der Numeri steht geschrieben:
Vorlage S. 395
248
»Der Tochter sei das Erbe zugewandt,
Vorlage S. 395
249
Wenn der Sohn stirbt.« Behauptet, gnäd'ger Herr,
Vorlage S. 395
250
Was Euch gebührt; entrollt Eu'r Blutpanier,
Vorlage S. 395
251
Schaut Euch nach Euren mächt'gen Ahnen um,
Vorlage S. 395
252
Geht, Herr, zu Eures Ältervaters Gruft,
Vorlage S. 395
253
Auf den Ihr Euch mit Eurer Fod'rung stützt;
Vorlage S. 395
254
Ruft seinen tapfern Geist und Eduards an,
Vorlage S. 395
255
Des Schwarzen Prinzen, Eures Großoheims,
Vorlage S. 395
256
Der dort auf fränk'schem Grund ein Trauerspiel,
Vorlage S. 395
257
Die Macht von Frankreich schlagend, aufgeführt,
Vorlage S. 395
258
Indes sein großer Vater lächelnd stand
Vorlage S. 395
259
Auf einer Höh' und seinen jungen Löwen
Vorlage S. 395
260
Sich weiden sah im Blut des fränk'schen Adels.
Vorlage S. 395
261
O edle Englische, die trotzen konnten
Vorlage S. 395
262
Mit halbem Heere Frankreichs ganzem Stolz,
Vorlage S. 395
263
Und lachend stand dabei die andre Hälfte,
Vorlage S. 395
264
Ganz unbeschäftigt und um Kampf verlegen.
Vorlage S. 395
265
ELY.
Vorlage S. 395
266
Weckt die Erinn'rung dieser tapfern Toten,
Vorlage S. 395
267
Mit mächt'gem Arm erneuet ihre Taten!
Vorlage S. 395
268
Ihr seid ihr Erb', Ihr sitzt auf ihrem Thron,
Vorlage S. 395
269
Das Blut, der Mut rinnt in den Adern Euch,
Vorlage S. 395
270
Der sie erhob; mein dreimal mächt'ger Fürst
Vorlage S. 395
271
Ist in dem Maienmorgen seiner Jugend,
Vorlage S. 395
272
Zu Tat und großer Unternehmung reif.
Vorlage S. 395
273
CANTERBURY.
Vorlage S. 395
274
Die Herrn der Erde, Eure Mitmonarchen,
Vorlage S. 395
275
Erwarten alle, dass Ihr Euch ermannt,
Vorlage S. 395
276
So wie die vor'gen Löwen Eures Bluts.
Vorlage S. 395
277
WESTMORELAND.
Vorlage S. 395
278
Sie wissen, Ihr habt Grund und Macht und Mittel;
Vorlage S. 395
279
Die hat Eu'r Hoheit auch: kein König Englands
Vorlage S. 395
280
Hat einen reichern Adel je gehabt
Vorlage S. 395
281
Noch treu're Untertanen, deren Herzen
Vorlage S. 395
282
Die Leiber hier in England heim gelassen
Vorlage S. 396
283
Und sich in Frankreichs Feldern schon gelagert.
Vorlage S. 396
284
CANTERBURY.
Vorlage S. 396
285
O lasst die Leiber folgen, bester Fürst,
Vorlage S. 396
286
Gewinnt Eu'r Recht mit Blut und Feu'r und Schwert,
Vorlage S. 396
287
Wozu wir von der Geistlichkeit Eu'r Hoheit
Vorlage S. 396
288
Solch eine starke Summ' erheben wollen,
Vorlage S. 396
289
Als nie die Klerisei mit einem Mal
Vorlage S. 396
290
Noch einem Eurer Ahnen zugebracht.
Vorlage S. 396
291
KÖNIG HEINRICH.
Vorlage S. 396
292
Man muss nicht bloß sich wider die Franzosen
Vorlage S. 396
293
Zum Angriff rüsten, auch zum Widerstand
Vorlage S. 396
294
Die Vorkehrungen gegen Schottland treffen,
Vorlage S. 396
295
Das einen Zug sonst wider uns wird tun
Vorlage S. 396
296
Mit allem Vorteil.
Vorlage S. 396
297
CANTERBURY.
Vorlage S. 396
298
Die an den Marken dort, mein gnäd'ger Fürst,
Vorlage S. 396
299
Sind stark genug zur Mau'r, das innre Land
Vorlage S. 396
300
Vor Plünderern der Grenze zu beschützen.
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301
KÖNIG HEINRICH.
Vorlage S. 396
302
Wir meinen nicht die leichten Streifer bloß,
Vorlage S. 396
303
Die Hauptgewalt des Schotten fürchten wir,
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304
Der stets für uns ein wilder Nachbar war.
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305
Denn Ihr könnt lesen, dass mein Ältervater
Vorlage S. 396
306
Mit seinen Truppen nie nach Frankreich zog,
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307
Dass nicht der Schott' ins unbewehrte Reich
Vorlage S. 396
308
Hereinbrach, wie die Flut in einen Riss,
Vorlage S. 396
309
Mit reicher Überfülle seiner Kraft,
Vorlage S. 396
310
Das leere Land mit heißem Angriff plagend,
Vorlage S. 396
311
Die Städt' und Burgen mit Belag'rung gürtend,
Vorlage S. 396
312
Dass unsre Landschaft, aller Wehr entblößt,
Vorlage S. 396
313
Gebebt vor solcher üblen Nachbarschaft.
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314
CANTERBURY.
Vorlage S. 396
315
Sie hatte dann mehr Schreck als Schaden, Herr,
Vorlage S. 396
316
Denn hört sie nur bewähret durch sich selbst:
Vorlage S. 396
317
Als ihre Ritterschaft in Frankreich war
Vorlage S. 396
318
Und sie betrübte Witwe ihrer Edlen,
Vorlage S. 396
319
Hat sie nicht bloß sich selber gut verteidigt;
Vorlage S. 396
320
Sie fing der Schotten König, sperrt' ihn ein,
Vorlage S. 396
321
Sandt' ihn nach Frankreich dann, um Eduards Ruhm
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322
Zu füllen mit gefangner Kön'ge Zahl
Vorlage S. 396
323
Und Eure Chronik reich an Preis zu machen,
Vorlage S. 397
324
Wie Meeres Schlamm und Boden ist an Trümmern
Vorlage S. 397
325
Gesunkner Schiff' und Schätzen ohne Maß.
Vorlage S. 397
326
WESTMORELAND.
Vorlage S. 397
327
Doch gibt es einen Spruch, sehr alt und wahr:
Vorlage S. 397
328
»So du Frankreich willt gewinnen,
Vorlage S. 397
329
Musst mit Schottland erst beginnen.«
Vorlage S. 397
330
Denn ist der Adler England erst auf Raub,
Vorlage S. 397
331
So kommt das Wiesel Schottland angeschlichen
Vorlage S. 397
332
Zu seinem unbewachten Nest und saugt
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333
Ihm so die königlichen Eier aus;
Vorlage S. 397
334
Es spielt die Maus, die, wenn die Katze fort,
Vorlage S. 397
Historische Illustration zu König Heinrich V.
Kontextbild zum Werk. Historische Illustration zu „König Heinrich V.“ — Werkbezogene Bildquelle; keine belegte Zuordnung zu der hier angezeigten einzelnen Textstelle. · Malin, Anna, Malin, Louisa Seymour, 1861-1946, Malin, Louisa Seymour, 1861-1946, Malin, Louisa Seymour, 1861-1946 · Public domain Bildquelle ↗
335
Besudelt und verdirbt, was sie nicht frisst.
Vorlage S. 397
336
EXETER.
Vorlage S. 397
337
Die Katze muss demnach zu Hause bleiben,
Vorlage S. 397
338
Allein verwünscht sei diese Nötigung!
Vorlage S. 397
339
Gibt's Schlösser doch, den Vorrat zu verwahren,
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340
Und feine Fallen für die kleinen Diebe.
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341
Indes die Hand, bewaffnet, auswärts ficht,
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342
Wehrt sich zu Hause das beratne Haupt;
Vorlage S. 397
343
Denn Regiment, zwar hoch und tief und tiefer
Vorlage S. 397
344
Verteilt an Glieder, hält den Einklang doch
Vorlage S. 397
345
Und stimmt zu einem vollen reinen Schluss,
Vorlage S. 397
346
So wie Musik.
Vorlage S. 397
347
CANTERBURY.
Vorlage S. 397
348
Sehr wahr: drum teilt der Himmel
Vorlage S. 397
349
Des Menschen Stand in mancherlei Beruf
Vorlage S. 397
350
Und setzt Bestrebung in beständ'gen Gang,
Vorlage S. 397
351
Dem, als zum Ziel, Gehorsam ist gestellt.
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352
So tun die Honigbienen, Kreaturen,
Vorlage S. 397
353
Die durch die Regel der Natur uns lehren,
Vorlage S. 397
354
Zur Ordnung fügen ein bevölkert Reich.
Vorlage S. 397
355
Sie haben einen König und Beamte
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356
Von unterschiednem Rang, wovon die einen,
Vorlage S. 397
357
Wie Obrigkeiten, Zucht zu Hause halten,
Vorlage S. 397
358
Wie Kaufleut' andre auswärts Handel treiben,
Vorlage S. 397
359
Noch andre wie Soldaten, mit den Stacheln
Vorlage S. 397
360
Bewehrt, die samtnen Sommerknospen plündern
Vorlage S. 397
361
Und dann den Raub mit lust'gem Marsch nach Haus
Vorlage S. 397
362
Zum Hauptgezelte ihres Kaisers bringen;
Vorlage S. 397
363
Der, emsig in der Majestät, beachtet,
Vorlage S. 398
364
Wie Maurer singend goldne Dächer baun;
Vorlage S. 398
365
Die stillen Bürger ihren Honigkneten;
Vorlage S. 398
366
Wie sich die armen Tagelöhner drängen
Vorlage S. 398
367
Mit schweren Bürden an dem engen Tor;
Vorlage S. 398
368
Wie, mürrisch summend, der gestrenge Richter
Vorlage S. 398
369
Die gähnende und faule Drohne liefert
Vorlage S. 398
370
In bleicher Henker Hand. Ich folgre dies:
Vorlage S. 398
371
Dass viele Dinge, die zusammenstimmen
Vorlage S. 398
372
Zur Harmonie, verschieden wirken können,
Vorlage S. 398
373
Wie viele Pfeile da und dorther fliegen
Vorlage S. 398
374
Zu einem Ziel;
Vorlage S. 398
375
Wie viel verschiedne Weg' in eine Stadt,
Vorlage S. 398
376
Wie viele frische Ström' in einen See,
Vorlage S. 398
377
Wie viele Linien in den Mittelpunkt
Vorlage S. 398
378
An einer Sonnenuhr zusammenlaufen:
Vorlage S. 398
379
So, erst im Gang, kann tausendfaches Wirken
Vorlage S. 398
380
Zu einem Zweck gedeihn, wohl durchgeführt
Vorlage S. 398
381
Und ohne Mangel. Drum nach Frankreich, Herr!
Vorlage S. 398
382
Teilt Euer glücklich England in vier Teile:
Vorlage S. 398
383
Ein Viertel nehmt davon nach Frankreich hin,
Vorlage S. 398
384
Ihr könnt damit ganz Gallien zittern machen.
Vorlage S. 398
385
Wenn wir mit dreimal so viel Macht zu Haus
Vorlage S. 398
386
Die eigne Tür dem Hund nicht wehren können,
Vorlage S. 398
387
So lasst uns zausen, und dies Volk verliere
Vorlage S. 398
388
Den Ruhm der Tapferkeit und Politik.
Vorlage S. 398
389
KÖNIG HEINRICH.
Vorlage S. 398
390
Ruft die vom Dauphin hergesandten Boten!
Vorlage S. 398
391
Einer vom Gefolge ab. Der König besteigt den Thron.
Vorlage S. 398
392
Wir sind entschlossen, und, mit Gottes Hülfe
Vorlage S. 398
393
Und Eurer (unsrer Stärke edlen Sehnen),
Vorlage S. 398
394
Da Frankreich unser, wollen wir vor uns
Vorlage S. 398
395
Es beugen oder ganz in Stücke brechen;
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396
Wir wollen dort entweder waltend sitzen
Vorlage S. 398
397
In weiter hoher Herrschaft über Frankreich
Vorlage S. 398
398
Und die fast königlichen Herzogtümer;
Vorlage S. 398
399
Sonst ruhe dies Gebein in schlechter Urne,
Vorlage S. 398
400
Grablos und ohne Denkmal über ihm.
Vorlage S. 398
401
Wenn die Geschichte nicht mit vollem Mund
Vorlage S. 399
402
Kühn meine Taten spricht, so sei mein Grab
Vorlage S. 399
403
Gleich einem türk'schen Stummen ohne Zunge,
Vorlage S. 399
404
Nicht mit papiernem Epitaph geehrt.
Vorlage S. 399
405
Die französischen Gesandten treten auf
Vorlage S. 399
406
Wir sind bereit, was unserm Vetter Dauphin
Vorlage S. 399
407
Beliebt, nun zu vernehmen; denn wir hören,
Vorlage S. 399
408
Von ihm ist euer Gruß, vom König nicht.
Vorlage S. 399
409
GESANDTER.
Vorlage S. 399
410
Geruhn Eu'r Majestät, uns zu erlauben,
Vorlage S. 399
411
Frei zu bestellen, was der Auftrag ist;
Vorlage S. 399
412
Wie, oder sollen schonend wir von fern
Vorlage S. 399
413
Des Dauphins Meinung, unsre Botschaft, zeigen?
Vorlage S. 399
414
KÖNIG HEINRICH.
Vorlage S. 399
415
Nicht ein Tyrann, ein christlicher Monarch
Vorlage S. 399
416
Sind wir, und unsre Leidenschaft der Gnade
Vorlage S. 399
417
So unterworfen, wie in unsern Kerkern
Vorlage S. 399
418
Verbrecher angefesselt; darum sagt
Vorlage S. 399
419
Mit freier, ungehemmter Offenheit
Vorlage S. 399
420
Des Dauphins Meinung aus.
Vorlage S. 399
421
GESANDTER.
Vorlage S. 399
422
Dann kürzlich so:
Vorlage S. 399
423
Eu'r Hoheit, neulich hin nach Frankreich sendend,
Vorlage S. 399
424
Sprach dort gewisse Herzogtümer an,
Vorlage S. 399
425
Kraft Eures großen Vorfahr'n Eduard des Dritten:
Vorlage S. 399
426
Zur Antwort nun sagt unser Herr, der Prinz,
Vorlage S. 399
427
Dass Ihr zu sehr nach Eurer Jugend schmeckt,
Vorlage S. 399
428
Und heißt Euch wohl bedenken, dass in Frankreich
Vorlage S. 399
429
Mit muntern Tänzen nichts gewonnen wird;
Vorlage S. 399
430
Ihr könnt Euch nicht in Herzogtümer schwärmen.
Vorlage S. 399
431
Drum schickt er, angemeßner Eurem Geist,
Vorlage S. 399
432
Euch dieser Tonne Schatz, begehrt dafür,
Vorlage S. 399
433
Ihr wollet fernerhin die Herzogtümer
Vorlage S. 399
434
Nicht von Euch hörenlassen. So der Dauphin.
Vorlage S. 399
435
KÖNIG HEINRICH.
Vorlage S. 399
436
Der Schatz, mein Oheim?
Vorlage S. 399
437
EXETER.
Vorlage S. 399
438
Federbälle, Herr.
Vorlage S. 399
439
KÖNIG HEINRICH.
Vorlage S. 399
440
Wir freun uns, dass der Dauphin mit uns scherzt,
Vorlage S. 399
441
Habt Dank für Eure Müh' und sein Geschenk
Vorlage S. 399
442
Wenn wir zu diesen Bällen die Raketten
Vorlage S. 399
443
Erst ausgesucht, so wollen wir in Frankreich
Vorlage S. 400
444
Mit Gottes Gnad' in einer Spielpartie
Vorlage S. 400
445
Des Vaters Kron' ihm in die Schanze schlagen;
Vorlage S. 400
446
Sagt ihm, er ließ sich ein mit solchem Streiter,
Vorlage S. 400
447
Dass alle Höfe Frankreichs ängsten wird
Vorlage S. 400
448
Der Bälle Sprung. Und wir verstehn ihn wohl,
Vorlage S. 400
449
Wie er uns vorhält unsre wildern Tage
Vorlage S. 400
450
Und nicht ermißt, wozu wir sie benutzt.
Vorlage S. 400
451
Wir schätzten niemals diesen armen Sitz
Vorlage S. 400
452
Von England hoch: drum in der Ferne lebend,
Vorlage S. 400
453
Ergaben wir uns wilder Ausschweifung,
Vorlage S. 400
454
Wie Menschen immer es zu halten pflegen,
Vorlage S. 400
455
Dass sie am lustigsten vom Hause sind.
Vorlage S. 400
456
Doch sagt dem Dauphin, dass ich meinen Rang
Vorlage S. 400
457
Behaupten will, gleich einem König sein
Vorlage S. 400
458
Und meiner Größe Segel will entfalten,
Vorlage S. 400
459
Erheb' ich mich auf meinem fränk'schen Thron.
Vorlage S. 400
460
Ich legte meine Majestät bei Seit'
Vorlage S. 400
461
Und plagte mich gleich einem Werktags-Mann;
Vorlage S. 400
462
Doch dort steh' ich in voller Glorie auf,
Vorlage S. 400
463
Die alle Augen Frankreichs blenden soll,
Vorlage S. 400
464
Ja auch den Dauphin selbst mit Blindheit schlagen.
Vorlage S. 400
465
Und sagt dem muntern Prinzen, dies Gespött
Vorlage S. 400
466
Verwandle seine Bäll' in Büchsensteine,
Vorlage S. 400
467
Und seine Seele lade schwer auf sich
Vorlage S. 400
468
Die Schuld verheerungsvoller Rache, die
Vorlage S. 400
469
Mit ihnen ausfliegt: denn viele tausend Witwen
Vorlage S. 400
470
Wird dies Gespött um werte Gatten spotten,
Vorlage S. 400
471
Um Söhne Mütter, Burgen niederspotten,
Vorlage S. 400
472
Und mancher jetzt noch ungeborne Sohn
Vorlage S. 400
473
Wird künftig fluchen auf des Dauphins Hohn.
Vorlage S. 400
474
Doch dies beruht in Gottes Willen alles,
Vorlage S. 400
475
Auf den ich mich beruf', und in des Namen
Vorlage S. 400
476
Sagt ihr dem Dauphin, dass ich komme, mich
Vorlage S. 400
477
Zu rächen, wie ich kann, und auszustrecken
Vorlage S. 400
478
In heil'ger Sache den gerechten Arm.
Vorlage S. 400
479
So zieht in Frieden hin und sagt dem Dauphin,
Vorlage S. 400
480
Sein Spaß wird nur wie schaler Witz erscheinen,
Vorlage S. 400
481
Wenn tausend mehr, als lachten, drüber weinen. –
Vorlage S. 401
482
Gebt ihnen sicheres Geleit! – Lebt wohl!
Vorlage S. 401
483
Gesandte ab.
Vorlage S. 401
484
EXETER.
Vorlage S. 401
485
Gar eine lust'ge Botschaft.
Vorlage S. 401
486
KÖNIG HEINRICH.
Vorlage S. 401
487
Wir hoffen ihren Sender rot zu machen.
Vorlage S. 401
488
Er steigt vom Thron.
Vorlage S. 401
489
Drum, Lords, versäumet keine günst'ge Stunde,
Vorlage S. 401
490
Die unser Unternehmen fördern mag.
Vorlage S. 401
491
Denn mein Gedank' ist einzig Frankreich nun,
Vorlage S. 401
492
Nur der an Gott geht dem Geschäfte vor.
Vorlage S. 401
493
Lasst denn zu diesem Krieg bald unsre Mittel
Vorlage S. 401
494
Versammelt sein und alles wohl bedacht,
Vorlage S. 401
495
Was Federn unsern Schwingen leihen kann
Vorlage S. 401
496
Zu weiser Schnelligkeit: denn, Gott voraus,
Vorlage S. 401
497
Straf' ich den Dauphin in des Vaters Haus.
Vorlage S. 401
498
Drum strenge jeder seinen Geist nun an,
Vorlage S. 401
499
Dem edlen Werk zu schaffen freie Bahn.
Vorlage S. 401
500
Alle ab.
Vorlage S. 401

Nach dem Lesen

Dein Blick auf das Kapitel

10er-QuizZitate verstehen · Zusammenhänge erkennen · Lernpunkte sammeln10 Fragen

Eine Antwort ist jeweils richtig. Lies den Textbeleg aufmerksam. Bei einer falschen Antwort kannst du es erneut versuchen.

Angemeldet zählen richtige Antworten für deinen Lernstand. Als Gast übst du ohne Kontopunkte.

Je Frage sind beim ersten Versuch 10 Punkte möglich, danach 5, 3 oder 1. Bereits gelöste Fragen bleiben zum Üben verfügbar.

3. Welche Sprecherangabe gehört im Kapitel zu diesen Worten? »Wo ist der würd'ge Herr von Canterbury?«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗

4. Welche Sprecherangabe gehört im Kapitel zu diesen Worten? »Bezwang die Sachsen, setzte Franken ein«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗

5. Welches Wort steht an der markierten Stelle? Achte auf die Bedeutung im Zusammenhang und prüfe den genauen Wortlaut. »Ruft seinen tapfern Geist und Eduards an, Des Schwarzen Prinzen, Eures Großoheims, Der dort auf […] Grund ein Trauerspiel, Die Macht von Frankreich schlagend, aufgeführt, Indes sein großer Vater lächelnd stand Auf einer Höh' und seinen jungen Löwen«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗ Textstelle 5 ↗ Textstelle 6 ↗ Textstelle 7 ↗ Textstelle 8 ↗ Textstelle 9 ↗

6. In welcher Reihenfolge stehen diese drei Ausschnitte im Kapitel? Gemeint ist ihre Reihenfolge im Text, nicht die Zeit der erzählten Ereignisse. A: »Mit reicher Überfülle seiner Kraft, Das leere Land mit heißem Angriff plagend, Die Städt' und Burgen mit Belag'rung gürtend, Dass unsre Landschaft, aller Wehr entblößt, Gebebt vor solcher üblen Nachbarschaft.« B: »Gott samt seinen Engeln Beschirme Euren heil'gen Thron und gebe, Dass Ihr ihn lange ziert!« C: »Geruhn Eu'r Majestät, uns zu erlauben, Frei zu bestellen, was der Auftrag ist;«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗ Textstelle 5 ↗ Textstelle 6 ↗ Textstelle 7 ↗ Textstelle 8 ↗ Textstelle 9 ↗ Textstelle 10 ↗

7. Wie geht dieser Textausschnitt im Kapitel unmittelbar weiter? Ergänze den genauen Wortlaut. »Der, emsig in der Majestät, beachtet, …«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗ Textstelle 5 ↗ Textstelle 6 ↗ Textstelle 7 ↗ Textstelle 8 ↗ Textstelle 9 ↗

10. Welcher Ausschnitt enthält ausdrücklich einen Grund oder eine daraus gezogene Folge? Achte auf ein ausdrücklich genanntes Signalwort.

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗ Textstelle 5 ↗ Textstelle 6 ↗ Textstelle 7 ↗ Textstelle 8 ↗ Textstelle 9 ↗ Textstelle 10 ↗
Aufgaben zum TextVerstehen, begründen und mit Textstellen arbeiten · ohne Punkte

1. Ordne diese Textstelle in den Zusammenhang ein: »Deshalb muss man die Mittel eingestehn,«. Was geschieht oder wird hier besprochen? Erkläre in drei bis fünf Sätzen auch, was davor und danach wichtig ist.

Impulse zur Selbstprüfung

Lies die verlinkte Stelle mit ihrer Umgebung. Trenne ausdrücklich Gesagtes von Vermutungen.

  • Situation oder Gedanke verständlich erklärt
  • Mindestens ein passender Textbeleg
  • Eigene Formulierungen statt bloßer Abschrift
Textstelle nachlesen ↗

2. Vergleiche die beiden Ausschnitte: »Deshalb muss man die Mittel eingestehn,« und »Frei zu bestellen, was der Auftrag ist;«. Welche Entwicklung, Gemeinsamkeit oder Spannung erkennst du? Begründe mit beiden Textstellen.

Impulse zur Selbstprüfung

Auch eine gleichbleibende Haltung ist ein mögliches Ergebnis. Erfinde keine Entwicklung, wenn sie sich aus dem Text nicht belegen lässt.

  • Beide Ausschnitte im Zusammenhang gelesen
  • Eine Gemeinsamkeit oder einen Unterschied erläutert
  • Deutung und wörtlichen Beleg unterschieden
Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗

3. Untersuche die sprachliche Wirkung dieses Ausschnitts: »Dass unsre Landschaft, aller Wehr entblößt,«. Wähle ein auffälliges Wort, ein Bild oder eine Formulierung. Erkläre seine Wirkung und begründe eine mögliche andere Lesart.

Impulse zur Selbstprüfung

Es gibt nicht nur eine richtige Interpretation. Prüfe beide Lesarten am Kapitel und benenne, was offen bleibt.

  • Sprachliches Merkmal am Wortlaut benannt
  • Wirkung als begründete Deutung formuliert
  • Alternative Lesart oder Grenze der Deutung erklärt
Textstelle nachlesen ↗
Kreativ schreibenDrei Anregungen in drei Niveaustufen · ohne Punkte

Wähle die Anregung, die zu dir passt. Deine eigene Fassung bleibt klar vom Originaltext getrennt.

Niveau 1 · Einstieg

1. Schreibe zu diesem Textausschnitt 5–8 eigene Sätze: »Mylord, ich sag' Euch, eben die Verordnung«. Wähle eine Person, einen Gegenstand oder einen Gedanken daraus. Schreibe aus einer neuen Sicht. Satzanfänge helfen: „Ich bemerke …“, „Ich frage mich …“, „Als Nächstes …“.

Impulse zur Selbstprüfung

Mehrere Lösungen sind möglich. Prüfe deinen Text an den Kriterien oder besprich ihn mit anderen. Diese Aufgabe gibt keine automatisch bewerteten Punkte.

  • Übernimm mindestens zwei passende Einzelheiten aus dem Kapitel.
  • Trenne ein wörtliches Zitat deutlich von deinem eigenen Text.
  • Kennzeichne deine Ergänzungen als erfunden.
Textstelle nachlesen ↗

Niveau 2 · Vertiefung

2. Verwandle den folgenden Ausschnitt in einen Brief, Tagebucheintrag oder kurzen Dialog: »Ihr seid ihr Erb', Ihr sitzt auf ihrem Thron, Das Blut, der Mut rinnt in den Adern Euch, Der sie erhob; mein dreimal mächt'ger Fürst Ist in dem Maienmorgen seiner Jugend, Zu Tat und großer Unternehmung reif.«. Entscheide, wer sich an wen richtet. Schreibe etwa 120–180 Wörter. Bei einem Sachtext kann ein lernender Mensch einem anderen die Idee erklären.

Impulse zur Selbstprüfung

Mehrere Lösungen sind möglich. Prüfe deinen Text an den Kriterien oder besprich ihn mit anderen. Diese Aufgabe gibt keine automatisch bewerteten Punkte.

  • Die neue Textform und die gewählte Stimme sind erkennbar.
  • Mindestens zwei Aussagen oder Ereignisse bleiben mit dem Kapitel vereinbar.
  • Ergänze einen kurzen Kommentar: Was hast du übernommen, was bewusst erfunden?
Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗ Textstelle 5 ↗

Niveau 3 · Gestaltung

3. Schreibe ausgehend vom Kapitelende eine alternative Fortsetzung oder eine Szene mit einer Gegenposition: »Dem edlen Werk zu schaffen freie Bahn.«. Entwickle etwa 200–300 Wörter. Bei einem Sachtext kannst du ein Streitgespräch über eine These gestalten. Begründe anschließend in 3–5 Sätzen deine Entscheidungen mit zwei kurzen Zitaten aus dem Kapitel.

Impulse zur Selbstprüfung

Mehrere Lösungen sind möglich. Prüfe deinen Text an den Kriterien oder besprich ihn mit anderen. Diese Aufgabe gibt keine automatisch bewerteten Punkte.

  • Die Fortsetzung oder Gegenposition knüpft nachvollziehbar an konkrete Textstellen an.
  • Zwei genaue Zitate begründen die Gestaltung; Schlussfolgerungen werden als eigene Deutung markiert.
  • Der neue Text ist ausdrücklich eine eigene Bearbeitung und wird nicht dem Originalautor zugeschrieben.
Textstelle nachlesen ↗

Ausgabe, Herkunft und Rechte

Autor und namentlich belegte Übersetzung sind nach den geprüften Lebensdaten in Deutschland gemeinfrei. TextGrid und www.editura.de stellen Struktur und Metadaten unter CC BY 3.0 DE bereit.

König Heinrich V.

William Shakespeare: Sämtliche Werke in vier Bänden. Band 3, Herausgegeben von Anselm Schlösser. Berlin: Aufbau, 1975. Shakespeare, William 387- Berlin

Das Werk König Heinrich V. von Shakespeare, William ist eine Abwandlung des Datenbestandes der Digitalen Bibliothek von TextGrid, www.editura.de und wird unter der Creative Commons Lizenz veröffentlicht.

Quelltext und Ausgabe ↗ · CC BY 3.0 DE; underlying texts public domain per source Lizenz

Originalsprache · Englisch

Englischer Originaltext in der digitalen Project-Gutenberg-Ausgabe. Die Vorlage nennt keine historische Druckausgabe. Unterschiedliche Bühnenfassungen, Szenenteilungen und historische Übersetzungen können voneinander abweichen. Keine Behauptung einer Erstfassung oder zeilengetreuen Entsprechung. Wortlaut, Rechtschreibung und Interpunktion dieser Quelle bleiben erhalten; nur HTML-Layout wird in Lesetext übertragen.

William Shakespeare: King Henry V. Project Gutenberg eBook 1521. Originalsprache Englisch; digitale Quelle unverändert archiviert.

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Originaltext und Ausgabe ↗ · Project Gutenberg · Lizenz und Nutzungsbedingungen

Die Fassungen folgen den jeweils angegebenen Quellen; ihre Gliederung kann abweichen.

Welche Änderungen enthält die Lesefassung?

Explizite Wortliste statt allgemeiner Such-und-Ersetz-Regeln. Jede Änderung ist mit Kapitel, Absatz, Quellposition und Regel dokumentiert. Erfasste Namen und bekannte mehrdeutige Formen bleiben ausgespart; dies ist keine automatische vollständige Namenserkennung. Grundlage für s/ss/ß: Amtliches Regelwerk 2024, §§ 2, 5 und 25. Die unveränderte Quellfassung bleibt verfügbar.