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Buch - Hamlet. Prinz von Dänemark - Shakespeare, William

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Deutsche Übersetzung · Lesefassung

Hamlet. Prinz von Dänemark

Shakespeare, William

Hamlet. Prinz von Dänemark von Shakespeare, William. Volltext der angegebenen historischen deutschen Übersetzung.

DramaKlasse 9–10 · 11–136 Abschnitte
Historische Illustration zu Hamlet. Prinz von Dänemark
Historische Illustration zu „Hamlet. Prinz von Dänemark“ — Werkbezogene Bildquelle; keine belegte Zuordnung zu der hier angezeigten einzelnen Textstelle. · Print made by: Eugène Delacroix Printed by: Bertauts (?) Published by: Dusacq & Cie (?) Published by: Michel Lévy frères (?) Published by: Laurent Antoine Pagnerre · Public domain Bildquelle ↗

Deutsche Übersetzung: August Wilhelm Schlegel

Hinweise für den Unterricht
  • Historische Sprache und zeitgebundene Wertvorstellungen gemeinsam einordnen. Klassenangaben sind redaktionelle Orientierung.

Behutsam angepasste Schreibweise nach einer begrenzten Wortliste. Mehrdeutige Formen, erfasste Namen, Sprechernamen, Bühnenanweisungen, Überschriften und Anmerkungen bleiben unverändert. Keine vollständige redaktionelle Überarbeitung nach heutiger Rechtschreibung. Für wortgetreue Quellenzitate die Quellfassung wählen.

Deutsch · Abschnitt 2 von 6

Erster Aufzug

1
Erste Szene
Vorlage S. 264
2
Helsingör. Eine Terrasse vor dem Schlosse.
Vorlage S. 264
3
Francisco auf dem Posten. Bernardo tritt auf.
Vorlage S. 264
4
BERNARDO.
Vorlage S. 264
5
Wer da!
Vorlage S. 264
6
FRANCISCO.
Vorlage S. 264
7
Nein, mir antwortet: steht und gebt Euch kund!
Vorlage S. 264
8
BERNARDO.
Vorlage S. 264
9
Lang' lebe der König!
Vorlage S. 264
10
FRANCISCO.
Vorlage S. 264
11
Bernardo?
Vorlage S. 264
12
BERNARDO.
Vorlage S. 264
13
Er selbst.
Vorlage S. 264
14
FRANCISCO.
Vorlage S. 264
15
Ihr kommt gewissenhaft auf Eure Stunde.
Vorlage S. 264
16
BERNARDO.
Vorlage S. 264
17
Es schlug schon zwölf; mach' dich zu Bett, Francisco!
Vorlage S. 264
18
FRANCISCO.
Vorlage S. 264
19
Dank für die Ablösung! 's ist bitter kalt,
Vorlage S. 264
20
Und mir ist schlimm zu Mut.
Vorlage S. 264
21
BERNARDO.
Vorlage S. 264
22
War Eure Wache ruhig?
Vorlage S. 264
23
FRANCISCO.
Vorlage S. 264
24
Alles mausestill.
Vorlage S. 264
25
BERNARDO.
Vorlage S. 264
26
Nun, gute Nacht!
Vorlage S. 264
27
Venn Ihr auf meine Wachtgefährten stoßt,
Vorlage S. 264
28
Horatio und Marcellus, heißt sie eilen!
Vorlage S. 264
29
Horatio und Marcellus treten auf.
Vorlage S. 264
30
FRANCISCO.
Vorlage S. 264
31
Ich denk', ich höre sie. – He! halt! Wer da?
Vorlage S. 264
32
HORATIO.
Vorlage S. 264
33
Freund dieses Bodens.
Vorlage S. 264
34
MARCELLUS.
Vorlage S. 264
35
Und Vasall des Dänen.
Vorlage S. 264
36
FRANCISCO.
Vorlage S. 264
37
Habt gute Nacht!
Vorlage S. 264
38
MARCELLUS.
Vorlage S. 264
39
O grüß' dich, wackrer Krieger:
Vorlage S. 264
40
Wer hat dich abgelöst?
Vorlage S. 264
41
FRANCISCO.
Vorlage S. 264
42
Bernardo hat den Posten.
Vorlage S. 264
43
Habt gute Nacht!
Vorlage S. 264
44
Ab.
Vorlage S. 264
45
MARCELLUS.
Vorlage S. 264
46
Holla, Bernardo! Sprecht!
Vorlage S. 264
47
BERNARDO.
Vorlage S. 264
48
He, ist Horatio da?
Vorlage S. 264
49
HORATIO.
Vorlage S. 264
50
Ein Stück von ihm.
Vorlage S. 265
51
BERNARDO.
Vorlage S. 265
52
Willkommen Euch! Willkommen, Freund Marcellus!
Vorlage S. 265
53
HORATIO.
Vorlage S. 265
54
Nun, ist das Ding heut wiederum erschienen?
Vorlage S. 265
55
BERNARDO.
Vorlage S. 265
56
Ich habe nichts gesehn.
Vorlage S. 265
57
MARCELLUS.
Vorlage S. 265
58
Horatio sagt, es sei nur Einbildung,
Vorlage S. 265
59
Und will dem Glauben keinen Raum gestatten
Vorlage S. 265
60
An dieses Schreckbild, das wir zweimal sahn.
Vorlage S. 265
61
Deswegen hab' ich ihn hieher geladen,
Vorlage S. 265
62
Mit uns die Stunden dieser Nacht zu wachen,
Vorlage S. 265
63
Damit, wenn wieder die Erscheinung kommt,
Vorlage S. 265
64
Er unsern Augen zeug' und mit ihr spreche.
Vorlage S. 265
65
HORATIO.
Vorlage S. 265
66
Pah, pah! Sie wird nicht kommen.
Vorlage S. 265
67
BERNARDO.
Vorlage S. 265
68
Setzt Euch denn,
Vorlage S. 265
69
Und lasst uns nochmals Euer Ohr bestürmen,
Vorlage S. 265
70
Das so verschanzt ist gegen den Bericht,
Vorlage S. 265
71
Was wir zwei Nächte sahn.
Vorlage S. 265
72
HORATIO.
Vorlage S. 265
73
Gut, sitzen wir,
Vorlage S. 265
74
Und lasst Bernardo uns hievon erzählen!
Vorlage S. 265
75
BERNARDO.
Vorlage S. 265
76
Die allerletzte Nacht,
Vorlage S. 265
77
Als eben jener Stern, vom Pol gen Westen,
Vorlage S. 265
78
In seinem Lauf den Teil des Himmels hellte,
Vorlage S. 265
79
Wo jetzt er glüht: da sahn Marcell und ich,
Vorlage S. 265
80
Indem die Glocke eins schlug –
Vorlage S. 265
81
MARCELLUS.
Vorlage S. 265
82
O still! halt' ein! Sieh, wie's da wieder kommt!
Vorlage S. 265
83
Der Geist kommt.
Vorlage S. 265
84
BERNARDO.
Vorlage S. 265
85
Ganz die Gestalt wie der verstorbne König.
Vorlage S. 265
86
MARCELLUS.
Vorlage S. 265
87
Du bist gelehrt: sprich du mit ihm, Horatio!
Vorlage S. 265
88
BERNARDO.
Vorlage S. 265
89
Sieht's nicht dem König gleich? Schau's an, Horatio!
Vorlage S. 265
90
HORATIO.
Vorlage S. 265
91
Ganz gleich; es macht mich starr vor Furcht und Staunen.
Vorlage S. 265
92
BERNARDO.
Vorlage S. 265
93
Es möchte angeredet sein.
Vorlage S. 265
94
MARCELLUS.
Vorlage S. 265
95
Horatio, sprich mit ihm!
Vorlage S. 265
96
HORATIO.
Vorlage S. 265
97
Wer bist du, der sich dieser Nachtzeit anmaßt
Vorlage S. 265
98
Und dieser edlen krieg'rischen Gestalt,
Vorlage S. 265
99
Worin die Hoheit des begrabnen Dänmark
Vorlage S. 265
100
Weiland einherging? Ich beschwöre dich
Vorlage S. 265
101
Beim Himmel, sprich!
Vorlage S. 265
102
MARCELLUS.
Vorlage S. 265
103
Es ist beleidigt.
Vorlage S. 266
104
BERNARDO.
Vorlage S. 266
105
Seht, es schreitet weg.
Vorlage S. 266
106
HORATIO.
Vorlage S. 266
107
Bleib', sprich! Sprich, ich beschwör' dich, sprich!
Vorlage S. 266
108
Geist ab.
Vorlage S. 266
109
MARCELLUS.
Vorlage S. 266
110
Fort ist's und will nicht reden.
Vorlage S. 266
111
BERNARDO.
Vorlage S. 266
112
Wie nun, Horatio? Ihr zittert und seht bleich:
Vorlage S. 266
113
Ist dies nicht etwas mehr als Einbildung?
Vorlage S. 266
114
Was haltet Ihr davon?
Vorlage S. 266
115
HORATIO.
Vorlage S. 266
116
Bei meinem Gott, ich dürfte dies nicht glauben,
Vorlage S. 266
117
Hätt' ich die sichre, fühlbare Gewähr
Vorlage S. 266
118
Der eignen Augen nicht.
Vorlage S. 266
119
MARCELLUS.
Vorlage S. 266
120
Sieht's nicht dem König gleich?
Vorlage S. 266
121
HORATIO.
Vorlage S. 266
122
Wie du dir selbst.
Vorlage S. 266
123
Genauso war die Rüstung, die er trug,
Vorlage S. 266
124
Als er sich mit dem stolzen Norweg maß;
Vorlage S. 266
125
So dräut' er einst, als er in hartem Zweisprach
Vorlage S. 266
126
Aufs Eis warf den beschlitteten Polacken.
Vorlage S. 266
127
's ist seltsam.
Vorlage S. 266
128
MARCELLUS.
Vorlage S. 266
129
So schritt er, grad' um diese dumpfe Stunde,
Vorlage S. 266
130
Schon zweimal krieg'risch unsre Wacht vorbei.
Vorlage S. 266
131
HORATIO.
Vorlage S. 266
132
Wie dies bestimmt zu deuten, weiß ich nicht;
Vorlage S. 266
133
Allein so viel ich insgesamt erachte,
Vorlage S. 266
134
Verkündet's unserm Staat besondre Gärung.
Vorlage S. 266
135
MARCELLUS.
Vorlage S. 266
136
Nun setzt euch, Freunde, sagt mir, wer es weiß,
Vorlage S. 266
137
Warum dies aufmerksame strenge Wachen
Vorlage S. 266
138
Den Untertan des Landes nächtlich plagt?
Vorlage S. 266
139
Warum wird Tag für Tag Geschütz gegossen
Vorlage S. 266
140
Und in der Fremde Kriegsgerät gekauft?
Vorlage S. 266
141
Warum gepresst für Werfte, wo das Volk
Vorlage S. 266
142
Den Sonntag nicht vom sauren Werktag trennt?
Vorlage S. 266
143
Was gibt's, dass diese schweißbetriefte Eil'
Vorlage S. 266
144
Die Nacht dem Tage zur Gehülfin macht?
Vorlage S. 266
145
Kann jemand mich belehren?
Vorlage S. 266
146
HORATIO.
Vorlage S. 266
147
Ja, ich kann's;
Vorlage S. 266
148
Zum mind'sten heißt es so. Der letzte König
Vorlage S. 266
149
Ward, wie ihr wisst, durch Fortinbras von Norweg,
Vorlage S. 266
150
Den eifersücht'ger Stolz dazu gespornt,
Vorlage S. 266
151
Zum Kampf gefodert; unser tapfrer Hamlet
Vorlage S. 267
152
(Denn diese Seite der bekannten Welt
Vorlage S. 267
153
Hielt ihn dafür) schlug diesen Fortinbras,
Vorlage S. 267
154
Der laut dem untersiegelten Vertrag,
Vorlage S. 267
155
Bekräftiget durch Recht und Rittersitte,
Vorlage S. 267
156
Mit seinem Leben alle Länderei'n,
Vorlage S. 267
157
So er besaß, verwirkte an den Sieger;
Vorlage S. 267
158
Wogegen auch ein angemeßnes Teil
Vorlage S. 267
159
Von unserm König ward zum Pfand gesetzt,
Vorlage S. 267
160
Das Fortinbras anheim gefallen wäre,
Vorlage S. 267
161
Hätt' er gesiegt; wie durch denselben Handel
Vorlage S. 267
162
Und Inhalt der besprochnen Punkte seins
Vorlage S. 267
163
An Hamlet fiel. Der junge Fortinbras
Vorlage S. 267
164
Hat nun, von wildem Feuer heiß und voll,
Vorlage S. 267
165
An Norwegs Ecken hier und da ein Heer
Vorlage S. 267
166
Landloser Abenteurer aufgerafft,
Vorlage S. 267
167
Für Brot und Kost, zu einem Unternehmen,
Vorlage S. 267
168
Das Herz hat; welches denn kein andres ist
Vorlage S. 267
169
(Wie unser Staat das auch gar wohl erkennt),
Vorlage S. 267
170
Als durch die starke Hand und Zwang der Waffen
Vorlage S. 267
171
Die vorbesagten Land' uns abzunehmen,
Vorlage S. 267
172
Die so sein Vater eingebüßt: und dies
Vorlage S. 267
173
Scheint mir der Antrieb unsrer Zurüstungen,
Vorlage S. 267
174
Die Quelle unsrer Wachen und den Grund
Vorlage S. 267
175
Von diesem Treiben und Gewühl im Lande.
Vorlage S. 267
176
BERNARDO.
Vorlage S. 267
177
Nichts anders, denk' ich, ist's, als eben dies.
Vorlage S. 267
178
Wohl trifft es zu, dass diese Schreckgestalt
Vorlage S. 267
179
In Waffen unsre Wacht besucht, so ähnlich
Vorlage S. 267
180
Dem König, der der Anlass dieses Kriegs.
Vorlage S. 267
181
HORATIO.
Vorlage S. 267
182
Ein Stäubchen ist's, des Geistes Aug' zu trüben.
Vorlage S. 267
183
Im höchsten palmenreichsten Stande Roms,
Vorlage S. 267
184
Kurz vor dem Fall des großen Julius, standen
Vorlage S. 267
185
Die Gräber leer, verhüllte Tote schrien
Vorlage S. 267
186
Und wimmerten die röm'schen Gassen durch.
Vorlage S. 267
187
Dann feu'rgeschweifte Sterne, blut'ger Tau,
Vorlage S. 267
188
Die Sonne fleckig; und der feuchte Stern,
Vorlage S. 267
189
Des Einfluss waltet in Neptunus' Reich,
Vorlage S. 267
190
Krankt' an Verfinst'rung wie zum Jüngsten Tag.
Vorlage S. 267
191
Und eben solche Zeichen grauser Dinge
Vorlage S. 268
192
(Als Boten, die dem Schicksal stets vorangehn,
Vorlage S. 268
193
Und Vorspiel der Entscheidung, die sich naht)
Vorlage S. 268
194
Hat Erd' und Himmel insgemein gesandt
Vorlage S. 268
195
An unsern Himmelsstrich und Landsgenossen.
Vorlage S. 268
196
Der Geist kommt wieder.
Vorlage S. 268
197
Doch still! Schaut, wie's da wieder kommt! Ich kreuz' es,
Vorlage S. 268
198
Und sollt' es mich verderben. – Steh, Phantom!
Vorlage S. 268
199
Hast du Gebrauch der Stimm' und einen Laut:
Vorlage S. 268
200
Sprich zu mir!
Vorlage S. 268
201
Ist irgendeine gute Tat zu tun,
Vorlage S. 268
202
Die Ruh' dir bringen kann und Ehre mir:
Vorlage S. 268
203
Sprich zu mir!
Vorlage S. 268
204
Bist du vertraut mit deines Landes Schicksal,
Vorlage S. 268
205
Das etwa noch Voraussicht wenden kann:
Vorlage S. 268
206
O sprich!
Vorlage S. 268
207
Und hast du aufgehäuft in deinem Leben
Vorlage S. 268
208
Erpreßte Schätze in der Erde Schoß,
Vorlage S. 268
209
Wofür ihr Geister, sagt man, oft im Tode
Vorlage S. 268
210
Umhergeht: sprich davon! verweil' und sprich!
Vorlage S. 268
211
Der Hahn kräht.
Vorlage S. 268
212
Halt' es doch auf, Marcellus!
Vorlage S. 268
213
MARCELLUS.
Vorlage S. 268
214
Soll ich nach ihm mit der Hellbarde schlagen?
Vorlage S. 268
215
HORATIO.
Vorlage S. 268
216
Tu's, wenn's nicht stehen will!
Vorlage S. 268
217
BERNARDO.
Vorlage S. 268
218
's ist hier.
Vorlage S. 268
219
HORATIO.
Vorlage S. 268
220
's ist hier.
Vorlage S. 268
221
MARCELLUS.
Vorlage S. 268
222
's ist fort.
Vorlage S. 268
223
Geist ab.
Vorlage S. 268
224
Wir tun ihm Schmach, da es so majestätisch,
Vorlage S. 268
225
Wenn wir den Anschein der Gewalt ihm bieten.
Vorlage S. 268
226
Denn es ist unverwundbar wie die Luft,
Vorlage S. 268
227
Und unsre Streiche nur boshafter Hohn.
Vorlage S. 268
228
BERNARDO.
Vorlage S. 268
229
Es war am Reden, als der Hahn just krähte.
Vorlage S. 268
230
HORATIO.
Vorlage S. 268
231
Und da fuhr's auf, gleich einem sünd'gen Wesen
Vorlage S. 268
232
Auf einen Schreckensruf. Ich hab' gehört,
Vorlage S. 268
233
Der Hahn, der als Trompete dient dem Morgen,
Vorlage S. 268
234
Erweckt mit schmetternder und heller Kehle
Vorlage S. 269
235
Den Gott des Tages, und auf seine Mahnung,
Vorlage S. 269
236
Sei's in der See, im Feu'r, Erd' oder Luft,
Vorlage S. 269
237
Eilt jeder schweifende und irre Geist
Vorlage S. 269
238
In sein Revier; und von der Wahrheit dessen
Vorlage S. 269
239
Gab dieser Gegenstand uns den Beweis.
Vorlage S. 269
240
MARCELLUS.
Vorlage S. 269
241
Es schwand erblassend mit des Hahnes Kräh'n.
Vorlage S. 269
242
Sie sagen, immer wann die Jahrszeit naht,
Vorlage S. 269
243
Wo man des Heilands Ankunft feiert, singe
Vorlage S. 269
244
Die ganze Nacht durch dieser frühe Vogel.
Vorlage S. 269
245
Dann darf kein Geist umhergehn, sagen sie,
Vorlage S. 269
246
Die Nächte sind gesund, dann trifft kein Stern,
Vorlage S. 269
247
Kein Elfe faht, noch mögen Hexen zaubern:
Vorlage S. 269
248
So gnadevoll und heilig ist die Zeit.
Vorlage S. 269
249
HORATIO.
Vorlage S. 269
250
So hört' auch ich und glaube dran zum Teil.
Vorlage S. 269
251
Doch seht, der Morgen, angetan mit Purpur,
Vorlage S. 269
252
Betritt den Tau des hohen Hügels dort:
Vorlage S. 269
253
Lasst uns die Wacht aufbrechen, und ich rate,
Vorlage S. 269
254
Vertraun wir, was wir diese Nacht gesehn,
Vorlage S. 269
255
Dem jungen Hamlet; denn, bei meinem Leben,
Vorlage S. 269
256
Der Geist, so stumm für uns, ihm wird er reden.
Vorlage S. 269
257
Ihr willigt drein, dass wir ihm dieses melden,
Vorlage S. 269
258
Wie Lieb' uns nötigt und der Pflicht geziemt?
Vorlage S. 269
259
MARCELLUS.
Vorlage S. 269
260
Ich bitt' Euch, tun wir das; ich weiß, wo wir
Vorlage S. 269
261
Ihn am bequemsten heute finden werden.
Vorlage S. 269
262
Ab.
Vorlage S. 269
263
Zweite Szene
Vorlage S. 269
264
Ein Staatszimmer im Schlosse.
Vorlage S. 269
265
Der König, die Königin, Hamlet, Polonius, Laertes, Voltimand, Cornelius, Herren vom Hofe und Gefolge.
Vorlage S. 269
266
KÖNIG.
Vorlage S. 269
267
Wiewohl von Hamlets Tod, des werten Bruders,
Vorlage S. 269
268
Noch das Gedächtnis frisch; und ob es unserm Herzen
Vorlage S. 269
269
Zu trauren ziemte, und dem ganzen Reich,
Vorlage S. 269
270
In eine Stirn des Grames sich zu falten;
Vorlage S. 269
271
So weit hat Urteil die Natur bekämpft,
Vorlage S. 269
272
Dass wir mit weisem Kummer sein gedenken,
Vorlage S. 269
273
Zugleich mit der Erinn'rung an uns selbst.
Vorlage S. 270
274
Wir haben also unsre weiland Schwester,
Vorlage S. 270
275
Jetzt unsre Königin, die hohe Witwe
Vorlage S. 270
276
Und Erbin dieses kriegerischen Staats,
Vorlage S. 270
277
Mit unterdrückter Freude, so zu sagen
Vorlage S. 270
278
Mit einem heitern, einem nassen Aug',
Vorlage S. 270
279
Mit Leichenjubel und mit Hochzeitklage,
Vorlage S. 270
280
In gleichen Schalen wägend Leid und Lust,
Vorlage S. 270
281
Zur Eh' genommen; haben auch hierin
Vorlage S. 270
282
Nicht eurer bessern Weisheit widerstrebt,
Vorlage S. 270
283
Die frei uns beigestimmt. – Für alles, Dank!
Vorlage S. 270
284
Nun, wisst ihr, hat der junge Fortinbras,
Vorlage S. 270
285
Aus Minderschätzung unsers Werts, und denkend,
Vorlage S. 270
286
Durch unsers teuren sel'gen Bruders Tod
Vorlage S. 270
287
Sei unser Staat verrenkt und aus den Fugen:
Vorlage S. 270
288
Gestützt auf diesen Traum von seinem Vorteil,
Vorlage S. 270
289
Mit Botschaft uns zu plagen nicht ermangelt
Vorlage S. 270
290
Um Wiedergabe jener Länderei'n,
Vorlage S. 270
291
Rechtskräftig eingebüßt von seinem Vater
Vorlage S. 270
292
An unsern tapfern Bruder. – So viel von ihm;
Vorlage S. 270
293
Nun von uns selbst und eurer Herberufung.
Vorlage S. 270
294
So lautet das Geschäft: wir schreiben hier
Vorlage S. 270
295
An Norweg, Ohm des jungen Fortinbras,
Vorlage S. 270
296
Der schwach, bettlägrig, kaum von diesem Anschlag
Vorlage S. 270
297
Des Neffen hört, desselben fernern Gang
Vorlage S. 270
298
Hierin zu hemmen; sintemal die Werbung,
Vorlage S. 270
299
Bestand und Zahl der Truppen, alles doch
Vorlage S. 270
300
Aus seinem Volk geschieht; und senden nun
Vorlage S. 270
301
Euch, wackrer Voltimand, und Euch, Cornelius,
Vorlage S. 270
302
Mit diesem Gruß zum alten Norweg hin,
Vorlage S. 270
303
Euch keine weitre Vollmacht übergebend,
Vorlage S. 270
304
Zu handeln mit dem König, als das Maß
Vorlage S. 270
305
Der hier erörterten Artikel zuläßt.
Vorlage S. 270
306
Lebt wohl, und Eil' empfehle euren Eifer!
Vorlage S. 270
307
CORNELIUS UND VOLTIMAND.
Vorlage S. 270
308
Hier, wie in allem, wollen wir ihn zeigen.
Vorlage S. 270
Historische Illustration zu Hamlet. Prinz von Dänemark
Kontextbild zum Werk. Historische Illustration zu „Hamlet. Prinz von Dänemark“ — Werkbezogene Bildquelle; keine belegte Zuordnung zu der hier angezeigten einzelnen Textstelle. · Print made by: Eugène Delacroix Printed by: Bertauts Published by: Dusacq & Cie Published by: Michel Lévy frères Published by: Laurent Antoine Pagnerre · Public domain Bildquelle ↗
309
KÖNIG.
Vorlage S. 270
310
Wir zweifeln nicht daran. Lebt herzlich wohl!
Vorlage S. 270
311
Voltimand und Cornelius ab.
Vorlage S. 270
312
Und nun, Laertes, sagt, was bringt Ihr uns?
Vorlage S. 271
313
Ihr nanntet ein Gesuch: was ist's, Laertes?
Vorlage S. 271
314
Ihr könnt nicht von Vernunft dem Dänen reden,
Vorlage S. 271
315
Und Euer Wort verlieren. Kannst du bitten,
Vorlage S. 271
316
Was ich nicht gern gewährt', eh' du's verlangt?
Vorlage S. 271
317
Der Kopf ist nicht dem Herzen mehr verwandt,
Vorlage S. 271
318
Die Hand dem Munde dienstgefäll'ger nicht,
Vorlage S. 271
319
Als Dänmarks Thron es deinem Vater ist.
Vorlage S. 271
320
Was wünschest du, Laertes?
Vorlage S. 271
321
LAERTES.
Vorlage S. 271
322
Hoher Herr,
Vorlage S. 271
323
Vergünstigung, nach Frankreich rückzukehren,
Vorlage S. 271
324
Woher ich zwar nach Dänmark willig kam,
Vorlage S. 271
325
Bei Eurer Krönung meine Pflicht zu leisten;
Vorlage S. 271
326
Doch nun gesteh' ich, da die Pflicht erfüllt,
Vorlage S. 271
327
Strebt mein Gedank' und Wunsch nach Frankreich hin
Vorlage S. 271
328
Und neigt sich Eurer gnädigen Erlaubnis.
Vorlage S. 271
329
KÖNIG.
Vorlage S. 271
330
Erlaubt's der Vater Euch? Was sagt Polonius?
Vorlage S. 271
331
POLONIUS.
Vorlage S. 271
332
Er hat, mein Fürst, die zögernde Erlaubnis
Vorlage S. 271
333
Mir durch beharrlich Bitten abgedrungen,
Vorlage S. 271
334
Dass ich zuletzt auf seinen Wunsch das Siegel
Vorlage S. 271
335
Der schwierigen Bewilligung gedrückt.
Vorlage S. 271
336
Ich bitt' Euch, gebt Erlaubnis ihm zu gehn!
Vorlage S. 271
337
KÖNIG.
Vorlage S. 271
338
Nimm deine günst'ge Stunde: Zeit sei dein,
Vorlage S. 271
339
Und eigne Zierde; nutze sie nach Lust! –
Vorlage S. 271
340
Doch nun, mein Vetter Hamlet und mein Sohn –
Vorlage S. 271
341
HAMLET
Vorlage S. 271
342
beiseit.
Vorlage S. 271
343
Mehr als befreundet, weniger als Freund.
Vorlage S. 271
344
KÖNIG.
Vorlage S. 271
345
Wie, hängen stets noch Wolken über Euch?
Vorlage S. 271
346
HAMLET.
Vorlage S. 271
347
Nicht doch, mein Fürst, ich habe zu viel Sonne.
Vorlage S. 271
348
KÖNIGIN.
Vorlage S. 271
349
Wirf, guter Hamlet, ab die nächt'ge Farbe,
Vorlage S. 271
350
Und lass dein Aug' als Freund auf Dänmark sehn!
Vorlage S. 271
351
Such' nicht beständig mit gesenkten Wimpern
Vorlage S. 271
352
Nach deinem edlen Vater in dem Staub:
Vorlage S. 271
353
Du weißt, es ist gemein: was lebt, muss sterben
Vorlage S. 271
354
Und Ew'ges nach der Zeitlichkeit erwerben.
Vorlage S. 271
355
HAMLET.
Vorlage S. 271
356
Ja, gnäd'ge Frau, es ist gemein.
Vorlage S. 271
357
KÖNIGIN.
Vorlage S. 271
358
Nun wohl,
Vorlage S. 271
359
Weswegen scheint es so besonders dir?
Vorlage S. 271
360
HAMLET.
Vorlage S. 271
361
Scheint, gnäd'ge Frau? Nein, ist; mir gilt kein »scheint«.
Vorlage S. 272
362
Nicht bloß mein düstrer Mantel, gute Mutter,
Vorlage S. 272
363
Noch die gewohnte Tracht von ernstem Schwarz,
Vorlage S. 272
364
Noch stürmisches Geseufz' beklemmten Odems,
Vorlage S. 272
365
Noch auch im Auge der ergieb'ge Strom,
Vorlage S. 272
366
Noch die gebeugte Haltung des Gesichts,
Vorlage S. 272
367
Samt aller Sitte, Art, Gestalt des Grames,
Vorlage S. 272
368
Ist das, was wahr mich kund gibt; dies scheint wirklich:
Vorlage S. 272
369
Es sind Gebärden, die man spielen könnte.
Vorlage S. 272
370
Was über allen Schein, trag' ich in mir;
Vorlage S. 272
371
All dies ist nur des Kummers Kleid und Zier.
Vorlage S. 272
372
KÖNIG.
Vorlage S. 272
373
Es ist gar lieb und Eurem Herzen rühmlich, Hamlet,
Vorlage S. 272
374
Dem Vater diese Trauerpflicht zu leisten.
Vorlage S. 272
375
Doch wisst, auch Eurem Vater starb ein Vater;
Vorlage S. 272
376
Dem seiner, und der Nachgelaßne soll,
Vorlage S. 272
377
Nach kindlicher Verpflichtung, ein'ge Zeit
Vorlage S. 272
378
Die Leichentrauer halten. Doch zu beharren
Vorlage S. 272
379
In eigenwill'gen Klagen, ist das Tun
Vorlage S. 272
380
Gottlosen Starrsinns; ist unmännlich Leid;
Vorlage S. 272
381
Zeigt einen Willen, der dem Himmel trotzt,
Vorlage S. 272
382
Ein unverschanztes Herz und wild Gemüt;
Vorlage S. 272
383
Zeigt blöden, ungelehrigen Verstand.
Vorlage S. 272
384
Wovon man weiß, es muss sein; was gewöhnlich
Vorlage S. 272
385
Wie das Gemeinste, das die Sinne rührt:
Vorlage S. 272
386
Weswegen das in mürr'schem Widerstande
Vorlage S. 272
387
Zu Herzen nehmen? Pfui! es ist Vergehn
Vorlage S. 272
388
Am Himmel; ist Vergehen an dem Toten,
Vorlage S. 272
389
Vergehn an der Natur; vor der Vernunft
Vorlage S. 272
390
Höchst töricht, deren allgemeine Predigt
Vorlage S. 272
391
Der Väter Tod ist, und die immer rief
Vorlage S. 272
392
Vom ersten Leichnam bis zum heut verstorbnen:
Vorlage S. 272
393
»Dies muss so sein.« Wir bitten, werft zu Boden
Vorlage S. 272
394
Dies unfruchtbare Leid, und denkt von uns
Vorlage S. 272
395
Als einem Vater; denn wissen soll die Welt,
Vorlage S. 272
396
Dass Ihr an unserm Thron der Nächste seid,
Vorlage S. 272
397
Und mit nicht minder Überschwang der Liebe,
Vorlage S. 272
398
Als seinem Sohn der liebste Vater widmet,
Vorlage S. 272
399
Bin ich Euch zugetan. Was Eure Rückkehr
Vorlage S. 273
400
Zur hohen Schul' in Wittenberg betrifft,
Vorlage S. 273
401
So widerspricht sie höchlich unserm Wunsch,
Vorlage S. 273
402
Und wir ersuchen Euch, beliebt zu bleiben,
Vorlage S. 273
403
Hier in dem milden Scheine unsers Aug's,
Vorlage S. 273
404
Als unser erster Hofmann, Vetter, Sohn.
Vorlage S. 273
405
KÖNIGIN.
Vorlage S. 273
406
Lass deine Mutter fehl nicht bitten, Hamlet:
Vorlage S. 273
407
Ich bitte, bleib' bei uns, geh nicht nach Wittenberg!
Vorlage S. 273
408
HAMLET.
Vorlage S. 273
409
Ich will Euch gern gehorchen, gnäd'ge Frau.
Vorlage S. 273
410
KÖNIG.
Vorlage S. 273
411
Wohl, das ist eine liebe, schöne Antwort.
Vorlage S. 273
412
Seid wie wir selbst in Dänmark! – Kommt, Gemahlin!
Vorlage S. 273
413
Dies will'ge, freundliche Nachgeben Hamlets
Vorlage S. 273
414
Sitzt lächelnd um mein Herz; und dem zu Ehren
Vorlage S. 273
415
Soll das Geschütz heut jeden frohen Trunk,
Vorlage S. 273
416
Den Dänmark ausbringt, an die Wolken tragen,
Vorlage S. 273
417
Und wenn der König anklingt, soll der Himmel
Vorlage S. 273
418
Nachdröhnen ird'schem Donner. – Kommt mit mir!
Vorlage S. 273
419
König, Königin, Laertes und Gefolge ab.
Vorlage S. 273
420
HAMLET.
Vorlage S. 273
421
O schmölze doch dies allzu feste Fleisch,
Vorlage S. 273
422
Zerging', und löst' in einen Tau sich auf!
Vorlage S. 273
423
Oder hätte nicht der Ew'ge sein Gebot
Vorlage S. 273
424
Gerichtet gegen Selbstmord! – O Gott! O Gott!
Vorlage S. 273
425
Wie ekel, schal und flach und unersprießlich
Vorlage S. 273
426
Scheint mir das ganze Treiben dieser Welt!
Vorlage S. 273
427
Pfui! pfui darüber! 's ist ein wüster Garten,
Vorlage S. 273
428
Der auf in Samen schießt; verworfnes Unkraut
Vorlage S. 273
429
Erfüllt ihn gänzlich. Dazu musst' es kommen!
Vorlage S. 273
430
Zwei Mond' erst tot! – nein, nicht so viel, nicht zwei;
Vorlage S. 273
431
Solch trefflicher Monarch! der neben diesem
Vorlage S. 273
432
Apoll bei einem Satyr; so meine Mutter liebend,
Vorlage S. 273
433
Dass er des Himmels Winde nicht zu rauh
Vorlage S. 273
434
Ihr Antlitz ließ berühren. Himmel und Erde!
Vorlage S. 273
435
Muss ich gedenken? Hing sie doch an ihm,
Vorlage S. 273
436
Als stieg' der Wachstum ihrer Lust mit dem,
Vorlage S. 273
437
Was ihre Kost war. Und doch, in einem Mond –
Vorlage S. 273
438
Lasst mich's nicht denken! – Schwachheit, dein Nam' ist Weib! –
Vorlage S. 273
439
Ein kurzer Mond; bevor die Schuh'verbraucht,
Vorlage S. 273
440
Womit sie meines Vaters Leiche folgte,
Vorlage S. 274
441
Wie Niobe, ganz Tränen – sie, ja sie;
Vorlage S. 274
442
O Himmel! würd' ein Tier, das nicht Vernunft hat,
Vorlage S. 274
443
Doch länger trauren. – Meinem Ohm vermählt,
Vorlage S. 274
444
Dem Bruder meines Vaters, doch ihm ähnlich
Vorlage S. 274
445
Wie ich dem Herkules: in einem Mond!
Vorlage S. 274
446
Bevor das Salz höchst frevelhafter Tränen
Vorlage S. 274
447
Der wunden Augen Röte noch verließ,
Vorlage S. 274
448
War sie vermählt! – O schnöde Hast, so rasch
Vorlage S. 274
449
In ein blutschänderisches Bett zu stürzen!
Vorlage S. 274
450
Es ist nicht, und es wird auch nimmer gut.
Vorlage S. 274
451
Doch brich, mein Herz! denn schweigen muss mein Mund.
Vorlage S. 274
452
Horatio, Bernardo und Marcellus treten auf.
Vorlage S. 274
453
HORATIO.
Vorlage S. 274
454
Heil Eurer Hoheit!
Vorlage S. 274
455
HAMLET.
Vorlage S. 274
456
Ich bin erfreut. Euch wohl zu sehn.
Vorlage S. 274
457
Horatio – wenn ich nicht mich selbst vergesse?
Vorlage S. 274
458
HORATIO.
Vorlage S. 274
459
Ja, Prinz, und Euer armer Diener stets.
Vorlage S. 274
460
HAMLET.
Vorlage S. 274
461
Mein guter Freund; vertauscht mir jenen Namen!
Vorlage S. 274
462
Was macht Ihr hier von Wittenberg, Horatio?
Vorlage S. 274
463
Marcellus?
Vorlage S. 274
464
MARCELLUS.
Vorlage S. 274
465
Gnäd'ger Herr –
Vorlage S. 274
466
HAMLET.
Vorlage S. 274
467
Es freut mich, Euch zu sehn. Habt guten Abend!
Vorlage S. 274
468
Im Ernst, was führt Euch weg von Wittenberg?
Vorlage S. 274
469
HORATIO.
Vorlage S. 274
470
Ein müßiggängerischer Hang, mein Prinz.
Vorlage S. 274
471
HAMLET.
Vorlage S. 274
472
Das möcht' ich Euren Feind nicht sagen hören,
Vorlage S. 274
473
Noch sollt Ihr meinem Ohr den Zwang antun,
Vorlage S. 274
474
Dass Euer eignes Zeugnis gegen Euch
Vorlage S. 274
475
Ihm gültig wär'. Ich weiß, Ihr geht nicht müßig.
Vorlage S. 274
476
Doch was ist Eu'r Geschäft in Helsingör?
Vorlage S. 274
477
Ihr sollt noch trinken lernen, eh' Ihr reist.
Vorlage S. 274
478
HORATIO.
Vorlage S. 274
479
Ich kam zu Eures Vaters Leichenfeier.
Vorlage S. 274
480
HAMLET.
Vorlage S. 274
481
Ich bitte, spotte meiner nicht, mein Schulfreund;
Vorlage S. 274
482
Du kamst gewiss zu meiner Mutter Hochzeit.
Vorlage S. 274
483
HORATIO.
Vorlage S. 274
484
Fürwahr, mein Prinz, sie folgte schnell darauf.
Vorlage S. 274
485
HAMLET.
Vorlage S. 274
486
Wirtschaft, Horatio! Wirtschaft! Das Gebackne
Vorlage S. 274
487
Vom Leichenschmaus gab kalte Hochzeitschüsseln.
Vorlage S. 274
488
Hätt' ich den ärgsten Feind im Himmel lieber
Vorlage S. 274
489
Getroffen, als den Tag erlebt, Horatio!
Vorlage S. 275
490
Mein Vater – mich dünkt, ich sehe meinen Vater.
Vorlage S. 275
491
HORATIO.
Vorlage S. 275
492
Wo, mein Prinz?
Vorlage S. 275
493
HAMLET.
Vorlage S. 275
494
In meines Geistes Aug', Horatio.
Vorlage S. 275
495
HORATIO.
Vorlage S. 275
496
Ich sah ihn einst, er war ein wackrer König.
Vorlage S. 275
497
HAMLET.
Vorlage S. 275
498
Er war ein Mann, nehmt alles nur in allem,
Vorlage S. 275
499
Ich werde nimmer seinesgleichen sehn.
Vorlage S. 275
500
HORATIO.
Vorlage S. 275
501
Mein Prinz, ich denk', ich sah ihn vor'ge Nacht.
Vorlage S. 275
502
HAMLET.
Vorlage S. 275
503
Sah? wen?
Vorlage S. 275
504
HORATIO.
Vorlage S. 275
505
Mein Prinz, den König, Euren Vater.
Vorlage S. 275
506
HAMLET.
Vorlage S. 275
507
Den König, meinen Vater?
Vorlage S. 275
508
HORATIO.
Vorlage S. 275
509
Beruhigt das Erstaunen eine Weil'
Vorlage S. 275
510
Durch ein aufmerksam Ohr; bis ich dies Wunder,
Vorlage S. 275
511
Auf die Bekräftigung der Männer hier,
Vorlage S. 275
512
Euch kann berichten.
Vorlage S. 275
513
HAMLET.
Vorlage S. 275
514
Um Gottes willen, lasst mich hören!
Vorlage S. 275
515
HORATIO.
Vorlage S. 275
516
Zwei Nächte nach einander war's den beiden,
Vorlage S. 275
517
Marcellus und Bernardo, auf der Wache
Vorlage S. 275
518
In toter Stille tiefer Mitternacht
Vorlage S. 275
519
So widerfahren. Ein Schatte wie Eu'r Vater
Vorlage S. 275
520
(Geharnischt, ganz in Wehr, von Kopf bis Fuß,)
Vorlage S. 275
521
Erscheint vor ihnen, geht mit ernstem Tritt
Vorlage S. 275
522
Langsam vorbei und stattlich; schreitet dreimal
Vorlage S. 275
523
Vor ihren starren, furchtergriffnen Augen,
Vorlage S. 275
524
So dass sein Stab sie abreicht; während sie,
Vorlage S. 275
525
Geronnen fast zu Gallert durch die Furcht,
Vorlage S. 275
526
Stumm stehn, und reden nicht mit ihm. Dies nun
Vorlage S. 275
527
In banger Heimlichkeit vertraun sie mir.
Vorlage S. 275
528
Ich hielt die dritte Nacht mit ihnen Wache;
Vorlage S. 275
529
Und da, wie sie berichtet, nach der Zeit,
Vorlage S. 275
530
Gestalt des Dings, buchstäblich alles wahr,
Vorlage S. 275
531
Kommt das Gespenst. Ich kannte Euren Vater:
Vorlage S. 275
532
Hier diese Hände gleichen sich nicht mehr.
Vorlage S. 275
533
HAMLET.
Vorlage S. 275
534
Wo ging dies aber vor?
Vorlage S. 275
535
MARCELLUS.
Vorlage S. 275
536
Auf der Terrasse, wo wir Wache hielten.
Vorlage S. 275
537
HAMLET.
Vorlage S. 275
538
Ihr sprachet nicht mit ihm?
Vorlage S. 275
539
HORATIO.
Vorlage S. 275
540
Ich tat's, mein Prinz,
Vorlage S. 275
541
Doch Antwort gab es nicht; nur einmal schien's,
Vorlage S. 275
542
Es höb' sein Haupt empor und schickte sich
Vorlage S. 276
543
Zu der Bewegung an, als wollt' es sprechen.
Vorlage S. 276
544
Doch eben krähte laut der Morgenhahn,
Vorlage S. 276
545
Und bei dem Tone schlüpft' es eilig weg
Vorlage S. 276
546
Und schwand aus unserm Blick.
Vorlage S. 276
547
HAMLET.
Vorlage S. 276
548
Sehr sonderbar.
Vorlage S. 276
549
HORATIO.
Vorlage S. 276
550
Bei meinem Leben, edler Prinz, 's ist wahr;
Vorlage S. 276
551
Wir hielten's durch die Pflicht uns vorgeschrieben,
Vorlage S. 276
552
Die Sach' Euch kund zu tun.
Vorlage S. 276
553
HAMLET.
Vorlage S. 276
554
Im Ernst, im Ernst, ihr Herrn, dies ängstigt mich.
Vorlage S. 276
555
Habt ihr die Wache heut?
Vorlage S. 276
556
ALLE.
Vorlage S. 276
557
Ja, gnäd'ger Herr.
Vorlage S. 276
558
HAMLET.
Vorlage S. 276
559
Geharnischt, sagt ihr?
Vorlage S. 276
560
ALLE.
Vorlage S. 276
561
Geharnischt, gnäd'ger Herr.
Vorlage S. 276
562
HAMLET.
Vorlage S. 276
563
Vom Wirbel bis zur Zeh'?
Vorlage S. 276
564
ALLE.
Vorlage S. 276
565
Von Kopf zu Fuß.
Vorlage S. 276
566
HAMLET.
Vorlage S. 276
567
So saht Ihr sein Gesicht nicht?
Vorlage S. 276
568
HORATIO.
Vorlage S. 276
569
O ja doch, sein Visier war aufgezogen.
Vorlage S. 276
570
HAMLET.
Vorlage S. 276
571
Nun, blickt' er finster?
Vorlage S. 276
572
HORATIO.
Vorlage S. 276
573
Eine Miene, mehr
Vorlage S. 276
574
Des Leidens als des Zorns.
Vorlage S. 276
575
HAMLET.
Vorlage S. 276
576
Blass oder rot?
Vorlage S. 276
577
HORATIO.
Vorlage S. 276
578
Nein, äußerst blass.
Vorlage S. 276
579
HAMLET.
Vorlage S. 276
580
Sein Aug' auf euch geheftet?
Vorlage S. 276
581
HORATIO.
Vorlage S. 276
582
Ganz fest.
Vorlage S. 276
583
HAMLET.
Vorlage S. 276
584
Ich wollt', ich wär' dabei gewesen.
Vorlage S. 276
585
HORATIO.
Vorlage S. 276
586
Ihr hättet Euch gewiss entsetzt.
Vorlage S. 276
587
HAMLET.
Vorlage S. 276
588
Sehr glaublich,
Vorlage S. 276
589
Sehr glaublich. Blieb es lang'?
Vorlage S. 276
590
HORATIO.
Vorlage S. 276
591
Derweil mit mäß'ger Eil'
Vorlage S. 276
592
Man hundert zählen konnte.
Vorlage S. 276
593
MARCELLUS, BERNARDO.
Vorlage S. 276
594
Länger, länger.
Vorlage S. 276
595
HORATIO.
Vorlage S. 276
596
Nicht, da ich's sah.
Vorlage S. 276
597
HAMLET.
Vorlage S. 276
598
Sein Bart war greis, nicht wahr?
Vorlage S. 276
599
HORATIO.
Vorlage S. 276
600
Wie ich's an ihm bei seinem Leben sah,
Vorlage S. 276
601
Ein schwärzlich Silbergrau.
Vorlage S. 276
602
HAMLET.
Vorlage S. 276
603
Ich will heut wachen.
Vorlage S. 276
604
Vielleicht wird's wieder kommen.
Vorlage S. 276
605
HORATIO.
Vorlage S. 276
606
Zuverlässig.
Vorlage S. 277
607
HAMLET.
Vorlage S. 277
608
Erscheint's in meines edlen Vaters Bildung,
Vorlage S. 277
609
So red' ich's an, gähnt' auch die Hölle selbst
Vorlage S. 277
610
Und hieß' mich ruhig sein. Ich bitt' euch alle:
Vorlage S. 277
611
Habt ihr bis jetzt verheimlicht dies Gesicht,
Vorlage S. 277
612
So haltet's ferner fest in eurem Schweigen;
Vorlage S. 277
613
Und was sich sonst zu Nacht ereignen mag,
Vorlage S. 277
614
Gebt allem einen Sinn, doch keine Zunge:
Vorlage S. 277
615
Ich will die Lieb' euch lohnen; lebt denn wohl!
Vorlage S. 277
Historische Illustration zu Hamlet. Prinz von Dänemark
Kontextbild zum Werk. Historische Illustration zu „Hamlet. Prinz von Dänemark“ — Werkbezogene Bildquelle; keine belegte Zuordnung zu der hier angezeigten einzelnen Textstelle. · Print made by: Eugène Delacroix Printed by: Bertauts Published by: Dusacq & Cie Published by: Michel Lévy frères Published by: Laurent Antoine Pagnerre · Public domain Bildquelle ↗
616
Auf der Terrasse zwischen eilf und zwölf
Vorlage S. 277
617
Besuch' ich euch.
Vorlage S. 277
618
ALLE.
Vorlage S. 277
619
Eu'r Gnaden unsre Dienste!
Vorlage S. 277
620
HAMLET.
Vorlage S. 277
621
Nein, eure Liebe, so wie meine euch.
Vorlage S. 277
622
Lebt wohl nun!
Vorlage S. 277
623
Horatio, Marcellus und Bernardo ab.
Vorlage S. 277
624
Meines Vaters Geist in Waffen!
Vorlage S. 277
625
Es taugt nicht alles: ich vermute was
Vorlage S. 277
626
Von argen Ränken. Wär' die Nacht erst da!
Vorlage S. 277
627
Bis dahin ruhig, Seele! Schnöde Taten,
Vorlage S. 277
628
Birgt sie die Erd' auch, müssen sich verraten.
Vorlage S. 277
629
Ab.
Vorlage S. 277
630
Dritte Szene
Vorlage S. 277
631
Ein Zimmer in Polonius' Hause.
Vorlage S. 277
632
Laertes und Ophelia treten auf.
Vorlage S. 277
633
LAERTES.
Vorlage S. 277
634
Mein Reisegut ist eingeschifft. Leb wohl,
Vorlage S. 277
635
Und, Schwester, wenn die Winde günstig sind
Vorlage S. 277
636
Und Schiffsgeleit sich findet, schlaf' nicht, lass
Vorlage S. 277
637
Von dir mich hören!
Vorlage S. 277
638
OPHELIA.
Vorlage S. 277
639
Zweifelst du daran?
Vorlage S. 277
640
LAERTES.
Vorlage S. 277
641
Was Hamlet angeht und sein Liebsgetändel,
Vorlage S. 277
642
So nimm's als Sitte, als ein Spiel des Bluts;
Vorlage S. 277
643
Ein Veilchen in der Jugend der Natur,
Vorlage S. 277
644
Frühzeitig, nicht beständig – süß, nicht dauernd,
Vorlage S. 277
645
Nur Duft und Labsal eines Augenblicks:
Vorlage S. 277
646
Nichts weiter.
Vorlage S. 277
647
OPHELIA.
Vorlage S. 277
648
Weiter nichts?
Vorlage S. 278
649
LAERTES.
Vorlage S. 278
650
Nur dafür halt es:
Vorlage S. 278
651
Denn die Natur, aufstrebend, nimmt nicht bloß
Vorlage S. 278
652
An Größ' und Sehnen zu; wie dieser Tempel wächst,
Vorlage S. 278
653
So wird der innre Dienst von Seel' und Geist
Vorlage S. 278
654
Auch weit mit ihm. Er liebt Euch jetzt vielleicht;
Vorlage S. 278
655
Kein Arg und kein Betrug befleckt bis jetzt
Vorlage S. 278
656
Die Tugend seines Willens: doch befürchte,
Vorlage S. 278
657
Bei seinem Rang gehört sein Will' ihm nicht!
Vorlage S. 278
658
Er selbst ist der Geburt ja untertan.
Vorlage S. 278
659
Er kann nicht, wie geringe Leute tun,
Vorlage S. 278
660
Für sich auslesen; denn an seiner Wahl
Vorlage S. 278
661
Hängt Sicherheit und Heil des ganzen Staats.
Vorlage S. 278
662
Deshalb muss seine Wahl beschränket sein
Vorlage S. 278
663
Vom Beifall und der Stimme jenes Körpers,
Vorlage S. 278
664
Von welchem er das Haupt. Wenn er nun sagt, er liebt dich,
Vorlage S. 278
665
Geziemt es deiner Klugheit, ihm zu glauben,
Vorlage S. 278
666
So weit er nach besonderm Recht und Stand
Vorlage S. 278
667
Tat geben kann dem Wort; das heißt, nicht weiter
Vorlage S. 278
668
Als Dänemarks gesamte Stimme geht.
Vorlage S. 278
669
Bedenk', was deine Ehre leiden kann,
Vorlage S. 278
670
Wenn du zu gläubig seinem Liede lauschest,
Vorlage S. 278
671
Dein Herz verlierst, und deinen keuschen Schatz
Vorlage S. 278
672
Vor seinem ungestümen Dringen öffnest.
Vorlage S. 278
673
Fürcht' es, Ophelia! fürcht' es, liebe Schwester,
Vorlage S. 278
674
Und halte dich im Hintergrund der Neigung,
Vorlage S. 278
675
Fern von dem Schuss und Anfall der Begier!
Vorlage S. 278
676
Das scheuste Mädchen ist verschwend'risch noch,
Vorlage S. 278
677
Wenn sie dem Monde ihren Reiz enthüllt.
Vorlage S. 278
678
Selbst Tugend nicht entgeht Verleumdertücken,
Vorlage S. 278
679
Es nagt der Wurm des Frühlings Kinder an,
Vorlage S. 278
680
Zu oft noch eh' die Knospe sich erschließt,
Vorlage S. 278
681
Und in der Früh' und frischem Tau der Jugend
Vorlage S. 278
682
Ist gift'ger Anhauch am gefährlichsten.
Vorlage S. 278
683
Sei denn behutsam! Furcht gibt Sicherheit,
Vorlage S. 278
684
Auch ohne Feind hat Jugend innern Streit.
Vorlage S. 278
685
OPHELIA.
Vorlage S. 278
686
Ich will den Sinn so guter Lehr' bewahren,
Vorlage S. 278
687
Als Wächter meiner Brust; doch, lieber Bruder,
Vorlage S. 278
688
Zeigt nicht, wie heilvergeßne Pred'ger tun,
Vorlage S. 279
689
Den steilen Dornenweg zum Himmel andern,
Vorlage S. 279
690
Derweil als frecher, lockrer Wollüstling
Vorlage S. 279
691
Er selbst den Blumenpfad der Lust betritt
Vorlage S. 279
692
Und spottet seines Rats.
Vorlage S. 279
693
LAERTES.
Vorlage S. 279
694
O fürchtet nichts!
Vorlage S. 279
695
Zu lange weil' ich – doch da kommt mein Vater.
Vorlage S. 279
696
Polonius kommt.
Vorlage S. 279
697
Zwiefacher Segen ist ein zwiefach Heil:
Vorlage S. 279
698
Der Zufall lächelt einem zweiten Abschied.
Vorlage S. 279
699
POLONIUS.
Vorlage S. 279
700
Noch hier, Laertes? Ei, ei! an Bord, an Bord!
Vorlage S. 279
701
Der Wind sitzt in dem Nacken Eures Segels,
Vorlage S. 279
702
Und man verlangt Euch. Hier mein Segen mit dir –
Vorlage S. 279
703
Indem er dem Laertes die Hand aufs Haupt legt.
Vorlage S. 279
704
Und diese Regeln präg' in dein Gedächtnis:
Vorlage S. 279
705
Gib den Gedanken, die du hegst, nicht Zunge,
Vorlage S. 279
706
Noch einem ungebührlichen die Tat!
Vorlage S. 279
707
Leutselig sei, doch keineswegs gemein!
Vorlage S. 279
708
Den Freund, der dein, und dessen Wahl erprobt,
Vorlage S. 279
709
Mit ehr'nen Haken klammr' ihn an dein Herz!
Vorlage S. 279
710
Doch härte deine Hand nicht durch Begrüßung
Vorlage S. 279
711
Von jedem neugeheckten Bruder! Hüte dich,
Vorlage S. 279
712
In Händel zu geraten; bist du drin:
Vorlage S. 279
713
Führ' sie, dass sich dein Feind vor dir mag hüten!
Vorlage S. 279
714
Dein Ohr leih' jedem, wen'gen deine Stimme;
Vorlage S. 279
715
Nimm Rat von allen, aber spar' dein Urteil!
Vorlage S. 279
716
Die Kleidung kostbar, wie's dein Beutel kann,
Vorlage S. 279
717
Doch nicht ins Grillenhafte; reich, nicht bunt:
Vorlage S. 279
718
Denn es verkündigt oft die Tracht den Mann,
Vorlage S. 279
719
Und die vom ersten Rang und Stand in Frankreich
Vorlage S. 279
720
Sind darin ausgesucht und edler Sitte.
Vorlage S. 279
721
Kein Borger sei und auch Verleiher nicht:
Vorlage S. 279
722
Sich und den Freund verliert das Darlehn oft,
Vorlage S. 279
723
Und Borgen stumpft der Wirtschaft Spitze ab.
Vorlage S. 279
724
Dies über alles: sei dir selber treu,
Vorlage S. 279
725
Und daraus folgt, so wie die Nacht dem Tage,
Vorlage S. 279
726
Du kannst nicht falsch sein gegen irgend wen.
Vorlage S. 280
727
Leb wohl! mein Segen fördre dies an dir!
Vorlage S. 280
728
LAERTES.
Vorlage S. 280
729
In Ehrerbietung nehm' ich Abschied, Herr.
Vorlage S. 280
730
POLONIUS.
Vorlage S. 280
731
Euch ruft die Zeit; geht, Eure Diener warten.
Vorlage S. 280
732
LAERTES.
Vorlage S. 280
733
Leb wohl, Ophelia, und gedenk' an das,
Vorlage S. 280
734
Was ich dir sagte!
Vorlage S. 280
735
OPHELIA.
Vorlage S. 280
736
Es ist in mein Gedächtnis fest verschlossen,
Vorlage S. 280
737
Und Ihr sollt selbst dazu den Schlüssel führen.
Vorlage S. 280
738
LAERTES.
Vorlage S. 280
739
Lebt wohl.
Vorlage S. 280
740
Ab.
Vorlage S. 280
741
POLONIUS.
Vorlage S. 280
742
Was ist's, Ophelia, dass er Euch gesagt?
Vorlage S. 280
743
OPHELIA.
Vorlage S. 280
744
Wenn Ihr erlaubt, vom Prinzen Hamlet war's.
Vorlage S. 280
745
POLONIUS.
Vorlage S. 280
746
Ha, wohl bedacht!
Vorlage S. 280
747
Ich höre, dass er Euch seit kurzem oft
Vorlage S. 280
748
Vertraute Zeit geschenkt; und dass Ihr selbst
Vorlage S. 280
749
Mit Eurem Zutritt sehr bereit und frei wart.
Vorlage S. 280
750
Wenn dem so ist – und so erzählt man mir's,
Vorlage S. 280
751
Und das als Warnung zwar –, muss ich Euch sagen,
Vorlage S. 280
752
Dass Ihr Euch selber nicht so klar versteht,
Vorlage S. 280
753
Als meiner Tochter ziemt und Eurer Ehre.
Vorlage S. 280
754
Was gibt es zwischen euch? Sagt mir die Wahrheit!
Vorlage S. 280
755
OPHELIA.
Vorlage S. 280
756
Er hat seither Anträge mir getan
Vorlage S. 280
757
Von seiner Zuneigung.
Vorlage S. 280
758
POLONIUS.
Vorlage S. 280
759
Pah, Zuneigung! Ihr sprecht wie junges Blut,
Vorlage S. 280
760
In solchen Fährlichkeiten unbewandert.
Vorlage S. 280
761
Und glaubt Ihr den Anträgen, wie Ihr's nennt?
Vorlage S. 280
762
OPHELIA.
Vorlage S. 280
763
Ich weiß nicht, Vater, was ich denken soll?
Vorlage S. 280
764
POLONIUS.
Vorlage S. 280
765
So hört's denn: denkt, Ihr seid ein dummes Ding,
Vorlage S. 280
766
Dass Ihr für bar Anträge habt genommen,
Vorlage S. 280
767
Die ohn' Ertrag sind. Nein, betragt Euch klüger,
Vorlage S. 280
768
Sonst (um das arme Wort nicht tot zu hetzen)
Vorlage S. 280
769
Trägt Eure Narrheit noch Euch Schaden ein.
Vorlage S. 280
770
OPHELIA.
Vorlage S. 280
771
Er hat mit seiner Lieb' in mich gedrungen,
Vorlage S. 280
772
In aller Ehr' und Sitte.
Vorlage S. 280
773
POLONIUS.
Vorlage S. 280
774
Ja, Sitte mögt Ihr's nennen: geht mir, geht!
Vorlage S. 280
775
OPHELIA.
Vorlage S. 280
776
Und hat sein Wort beglaubigt, lieber Herr,
Vorlage S. 280
777
Beinah' durch jeden heil'gen Schwur des Himmels.
Vorlage S. 280
778
POLONIUS.
Vorlage S. 280
779
Ja, Sprenkel für die Drosseln! Weiß ich doch,
Vorlage S. 280
780
Wenn das Blut kocht, wie das Gemüt der Zunge
Vorlage S. 280
781
Freigebig Schwüre leiht. Dies Lodern, Tochter,
Vorlage S. 281
782
Mehr leuchtend als erwärmend, und erloschen
Vorlage S. 281
783
Selbst im Versprechen, während es geschieht,
Vorlage S. 281
784
Nehmt keineswegs für Feuer! Kargt von nun an
Vorlage S. 281
785
Mit Eurer jungfräulichen Gegenwart
Vorlage S. 281
786
Ein wenig mehr; schätzt Eure Unterhaltung
Vorlage S. 281
787
Zu hoch, um auf Befehl bereit zu sein!
Vorlage S. 281
788
Und was Prinz Hamlet angeht, traut ihm so:
Vorlage S. 281
789
Er sei noch jung, und habe freiern Spielraum,
Vorlage S. 281
790
Als Euch vergönnt mag werden. Kurz, Ophelia,
Vorlage S. 281
791
Traut seinen Schwüren nicht: denn sie sind Kuppler,
Vorlage S. 281
792
Nicht von der Farbe ihrer äußern Tracht,
Vorlage S. 281
793
Fürsprecher sündlicher Gesuche bloß,
Vorlage S. 281
794
Gleich frommen, heiligen Gelübden atmend,
Vorlage S. 281
795
Um besser zu berücken. Eins für alles:
Vorlage S. 281
796
Ihr sollt mir, grad' heraus, von heute an
Vorlage S. 281
797
Die Muße keines Augenblicks so schmähn,
Vorlage S. 281
798
Dass Ihr Gespräche mit Prinz Hamlet pflöget.
Vorlage S. 281
799
Seht zu, ich sag's Euch: geht nun Eures Weges!
Vorlage S. 281
800
OPHELIA.
Vorlage S. 281
801
Ich will gehorchen, Herr.
Vorlage S. 281
802
Ab.
Vorlage S. 281
803
Vierte Szene
Vorlage S. 281
804
Die Terrasse.
Vorlage S. 281
805
Hamlet, Horatio und Marcellus treten auf.
Vorlage S. 281
806
HAMLET.
Vorlage S. 281
807
Die Luft geht scharf, es ist entsetzlich kalt.
Vorlage S. 281
808
HORATIO.
Vorlage S. 281
809
's ist eine schneidende und strenge Luft.
Vorlage S. 281
810
HAMLET.
Vorlage S. 281
811
Was ist die Uhr?
Vorlage S. 281
812
HORATIO.
Vorlage S. 281
813
Ich denke, nah an zwölf.
Vorlage S. 281
814
MARCELLUS.
Vorlage S. 281
815
Nicht doch, es hat geschlagen.
Vorlage S. 281
816
HORATIO.
Vorlage S. 281
817
Wirklich schon?
Vorlage S. 281
818
Ich hört' es nicht; so rückt heran die Stunde
Vorlage S. 281
819
Worin der Geist gewohnt ist umzugehn.
Vorlage S. 281
820
Trompetenstoß und Geschütz abgefeuert hinter der Szene.
Vorlage S. 281
821
Was stellt das vor, mein Prinz?
Vorlage S. 281
822
HAMLET.
Vorlage S. 281
823
Der König wacht die Nacht durch, zecht vollauf,
Vorlage S. 281
824
Hält Schmaus und taumelt den geräusch'gen Walzer;
Vorlage S. 282
825
Und wie er Züge Rheinweins niedergießt,
Vorlage S. 282
826
Verkünden schmetternd Pauken und Trompeten
Vorlage S. 282
827
Den ausgebrachten Trunk.
Vorlage S. 282
828
HORATIO.
Vorlage S. 282
829
Ist das Gebrauch?
Vorlage S. 282
830
HAMLET.
Vorlage S. 282
831
Nun freilich wohl:
Vorlage S. 282
832
Doch meines Dünkens (bin ich eingeboren
Vorlage S. 282
833
Und drin erzogen schon) ist's ein Gebrauch,
Vorlage S. 282
834
Wovon der Bruch mehr ehrt als die Befolgung.
Vorlage S. 282
835
Dies schwindelköpf' ge Zechen macht verrufen
Vorlage S. 282
836
Bei andern Völkern uns in Ost und West;
Vorlage S. 282
837
Man heißt uns Säufer, hängt an unsre Namen
Vorlage S. 282
838
Ein schmutzig Beiwort; und fürwahr, es nimmt
Vorlage S. 282
839
Von unsern Taten, noch so groß verrichtet,
Vorlage S. 282
840
Den Kern und Ausbund unsers Wertes weg.
Vorlage S. 282
841
So geht es oft mit einzlen Menschen auch,
Vorlage S. 282
842
Dass sie durch ein Naturmal, das sie schändet,
Vorlage S. 282
843
Als etwa von Geburt (worin sie schuldlos,
Vorlage S. 282
844
Weil die Natur nicht ihren Ursprung wählt)
Vorlage S. 282
845
Ein Übermaß in ihres Blutes Mischung,
Vorlage S. 282
846
Das Dämm' und Schanzen der Vernunft oft einbricht,
Vorlage S. 282
847
Auch wohl durch Angewöhnung, die zu sehr
Vorlage S. 282
848
Den Schein gefäll'ger Sitten überrostet –
Vorlage S. 282
849
Dass diese Menschen, sag' ich, welche so
Vorlage S. 282
850
Von einem Fehler das Gepräge tragen
Vorlage S. 282
851
(Sei's Farbe der Natur, sei's Fleck des Zufalls),
Vorlage S. 282
852
Und wären ihre Tugenden so rein
Vorlage S. 282
853
Wie Gnade sonst, so zahllos wie ein Mensch
Vorlage S. 282
854
Sie tragen mag: in dem gemeinen Tadel
Vorlage S. 282
855
Steckt der besondre Fehl sie doch mit an;
Vorlage S. 282
856
Der Gran von Schlechtem zieht des edlen Wertes
Vorlage S. 282
857
Gehalt herab in seine eigne Schmach.
Vorlage S. 282
858
Der Geist kommt.
Vorlage S. 282
859
HORATIO.
Vorlage S. 282
860
O seht, mein Prinz, es kommt!
Vorlage S. 282
861
HAMLET.
Vorlage S. 282
862
Engel und Boten Gottes steht uns bei!
Vorlage S. 282
863
Sei du ein Geist des Segens, sei ein Kobold,
Vorlage S. 282
864
Bring' Himmelslüfte oder Dampf der Hölle,
Vorlage S. 282
865
Sei dein Beginnen boshaft oder liebreich,
Vorlage S. 283
866
Du kommst in so fragwürdiger Gestalt,
Vorlage S. 283
867
Ich rede doch mit dir; ich nenn' dich Hamlet,
Vorlage S. 283
868
Fürst, Vater, Dänenkönig: o gib Antwort!
Vorlage S. 283
869
Lass mich in Blindheit nicht vergehn! Nein, sag:
Vorlage S. 283
870
Warum dein fromm Gebein, verwahrt im Tode,
Vorlage S. 283
871
Die Leinen hat gesprengt? warum die Gruft,
Vorlage S. 283
872
Worin wir ruhig eingeurnt dich sahn,
Vorlage S. 283
873
Geöffnet ihre schweren Marmorkiefern,
Vorlage S. 283
874
Dich wieder auszuwerfen? Was bedeutet's,
Vorlage S. 283
875
Dass, toter Leichnam, du, in vollem Stahl,
Vorlage S. 283
876
Aufs neu' des Mondes Dämmerschein besuchst,
Vorlage S. 283
877
Die Nacht entstellend; dass wir Narren der Natur
Vorlage S. 283
878
So furchtbarlich uns schütteln mit Gedanken,
Vorlage S. 283
879
Die unsre Seele nicht erreichen kann?
Vorlage S. 283
880
(Was ist dies? sag! Warum? Was sollen wir?)
Vorlage S. 283
881
HORATIO.
Vorlage S. 283
882
Es winket Euch, mit ihm hinwegzugehn,
Vorlage S. 283
883
Als ob es eine Mitteilung verlangte
Vorlage S. 283
884
Mit Euch allein.
Vorlage S. 283
885
MARCELLUS.
Vorlage S. 283
886
Seht, wie es Euch mit freundlicher Gebärde
Vorlage S. 283
887
Hinweist an einen mehr entlegnen Ort:
Vorlage S. 283
888
Geht aber nicht mit ihm!
Vorlage S. 283
889
HORATIO.
Vorlage S. 283
890
Nein, keineswegs.
Vorlage S. 283
891
HAMLET.
Vorlage S. 283
892
Es will nicht sprechen: wohl, so folg' ich ihm.
Vorlage S. 283
893
HORATIO.
Vorlage S. 283
894
Tut's nicht, mein Prinz!
Vorlage S. 283
895
HAMLET.
Vorlage S. 283
896
Was wäre da zu fürchten?
Vorlage S. 283
897
Mein Leben acht' ich keine Nadel wert;
Vorlage S. 283
898
Und meine Seele, kann es der was tun,
Vorlage S. 283
899
Die ein unsterblich Ding ist, wie es selbst?
Vorlage S. 283
900
Es winkt mir wieder fort, ich folg' ihm nach.
Vorlage S. 283
901
HORATIO.
Vorlage S. 283
902
Wie, wenn es hin zur Flut Euch lockt, mein Prinz
Vorlage S. 283
903
Vielleicht zum grausen Gipfel jenes Felsen,
Vorlage S. 283
904
Der in die See nickt über seinen Fuß,
Vorlage S. 283
905
Und dort in andre Schreckgestalt sich kleidet,
Vorlage S. 283
906
Die der Vernunft die Herrschaft rauben könnte
Vorlage S. 283
907
Und Euch zum Wahnsinn treiben? Oh, bedenkt!
Vorlage S. 283
908
Der Ort an sich bringt Grillen der Verzweiflung
Vorlage S. 283
909
Auch ohne weitern Grund in jedes Hirn,
Vorlage S. 283
910
Der so viel Klafter niederschaut zur See
Vorlage S. 284
911
Und hört sie unten brüllen.
Vorlage S. 284
912
HAMLET.
Vorlage S. 284
913
Immer winkt es:
Vorlage S. 284
914
Geh nur! ich folge dir.
Vorlage S. 284
915
MARCELLUS.
Vorlage S. 284
916
Ihr dürft nicht gehn, mein Prinz!
Vorlage S. 284
917
HAMLET.
Vorlage S. 284
918
Die Hände weg!
Vorlage S. 284
919
HORATIO.
Vorlage S. 284
920
Hört uns, Ihr dürft nicht gehn!
Vorlage S. 284
921
HAMLET.
Vorlage S. 284
922
Mein Schicksal ruft,
Vorlage S. 284
Historische Darstellung von William Shakespeare
Kontextbild zum Werk. Historische Darstellung von William Shakespeare — Spätere künstlerische Darstellung; kein gesichertes Bildnis aus dem Leben. · Martin Droeshout · Public domain Bildquelle ↗
923
Und macht die kleinste Ader dieses Leibes
Vorlage S. 284
924
So fest als Sehnen des Nemeer Löwen.
Vorlage S. 284
925
Der Geist winkt.
Vorlage S. 284
926
Es winkt mir immerfort: lasst los! Beim Himmel,
Vorlage S. 284
927
reißt sich los
Vorlage S. 284
928
Den mach' ich zum Gespenst, der mich zurückhält! –
Vorlage S. 284
929
Ich sage, fort! – Voran! ich folge dir.
Vorlage S. 284
930
Der Geist und Hamlet ab.
Vorlage S. 284
931
HORATIO.
Vorlage S. 284
932
Er kommt ganz außer sich vor Einbildung.
Vorlage S. 284
933
MARCELLUS.
Vorlage S. 284
934
Ihm nach! Wir dürfen ihm nicht so gehorchen.
Vorlage S. 284
935
HORATIO.
Vorlage S. 284
936
Kommt, folgen wir! Welch Ende wird dies nehmen?
Vorlage S. 284
937
MARCELLUS.
Vorlage S. 284
938
Etwas ist faul im Staate Dänemarks.
Vorlage S. 284
939
HORATIO.
Vorlage S. 284
940
Der Himmel wird es lenken.
Vorlage S. 284
941
MARCELLUS.
Vorlage S. 284
942
Lasst uns gehn!
Vorlage S. 284
943
Fünfte Szene
Vorlage S. 284
944
Ein abgelegener Teil der Terrasse.
Vorlage S. 284
945
Der Geist und Hamlet kommen.
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946
HAMLET.
Vorlage S. 284
947
Wo führst du hin mich? Red', ich geh' nicht weiter.
Vorlage S. 284
948
GEIST.
Vorlage S. 284
949
Hör' an!
Vorlage S. 284
950
HAMLET.
Vorlage S. 284
951
Ich will's.
Vorlage S. 284
952
GEIST.
Vorlage S. 284
953
Schon naht sich meine Stunde,
Vorlage S. 284
954
Wann ich den schweflichten, qualvollen Flammen
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955
Mich übergeben muss.
Vorlage S. 284
956
HAMLET.
Vorlage S. 284
957
Ach, armer Geist!
Vorlage S. 284
958
GEIST.
Vorlage S. 284
959
Beklag' mich nicht, doch leih' dein ernst Gehör
Vorlage S. 284
960
Dem, was ich kund will tun.
Vorlage S. 284
961
HAMLET.
Vorlage S. 284
962
Sprich! mir ist's Pflicht zu hören.
Vorlage S. 285
963
GEIST.
Vorlage S. 285
964
Zu rächen auch, sobald du hören wirst.
Vorlage S. 285
965
HAMLET.
Vorlage S. 285
966
Was?
Vorlage S. 285
967
GEIST.
Vorlage S. 285
968
Ich bin deines Vaters Geist:
Vorlage S. 285
969
Verdammt auf eine Zeitlang, nachts zu wandern,
Vorlage S. 285
970
Und tags gebannt, zu fasten in der Glut,
Vorlage S. 285
971
Bis die Verbrechen meiner Zeitlichkeit
Vorlage S. 285
972
Hinweggeläutert sind. Wär' mir's nicht untersagt,
Vorlage S. 285
973
Das Innre meines Kerkers zu enthüllen,
Vorlage S. 285
974
So höb' ich eine Kunde an, von der
Vorlage S. 285
975
Das kleinste Wort die Seele dir zermalmte,
Vorlage S. 285
976
Dein junges Blut erstarrte, deine Augen
Vorlage S. 285
977
Wie Stern' aus ihren Kreisen schießen machte,
Vorlage S. 285
978
Dir die verworrnen krausen Locken trennte
Vorlage S. 285
979
Und sträubte jedes einzle Haar empor,
Vorlage S. 285
980
Wie Nadeln an dem zörn'gen Stacheltier:
Vorlage S. 285
981
Doch diese ew'ge Offenbarung fasst
Vorlage S. 285
982
Kein Ohr von Fleisch und Blut. – Horch, horch! o horch!
Vorlage S. 285
983
Wenn du je deinen teuren Vater liebtest –
Vorlage S. 285
984
HAMLET.
Vorlage S. 285
985
O Himmel!
Vorlage S. 285
986
GEIST.
Vorlage S. 285
987
Räch' seinen schnöden, unerhörten Mord!
Vorlage S. 285
988
HAMLET.
Vorlage S. 285
989
Mord?
Vorlage S. 285
990
GEIST.
Vorlage S. 285
991
Ja, schnöder Mord, wie er aufs beste ist,
Vorlage S. 285
992
Doch dieser unerhört und unnatürlich.
Vorlage S. 285
993
HAMLET.
Vorlage S. 285
994
Eil', ihn zu melden: dass ich auf Schwingen, rasch
Vorlage S. 285
995
Wie Andacht und des Liebenden Gedanken,
Vorlage S. 285
996
Zur Rache stürmen mag.
Vorlage S. 285
997
GEIST.
Vorlage S. 285
998
Du scheinst mir willig:
Vorlage S. 285
999
Auch wärst du träger als das feiste Kraut,
Vorlage S. 285
1000
Das ruhig Wurzel treibt an Lethes Bord,
Vorlage S. 285
1001
Erwachtest du nicht hier. Nun, Hamlet, höre:
Vorlage S. 285
1002
Es heißt, dass, weil ich schlief in meinem Garten,
Vorlage S. 285
1003
Mich eine Schlange stach; so wird das Ohr des Reichs
Vorlage S. 285
1004
Durch den erlognen Hergang meines Todes
Vorlage S. 285
1005
Schmählich getäuscht; doch wisse, edler Jüngling,
Vorlage S. 285
1006
Die Schlang', die deines Vaters Leben stach,
Vorlage S. 285
1007
Trägt seine Krone jetzt.
Vorlage S. 285
1008
HAMLET.
Vorlage S. 285
1009
O mein prophetisches Gemüt! Mein Oheim?
Vorlage S. 285
1010
GEIST.
Vorlage S. 285
1011
Ja, der blutschänderische Ehebrecher,
Vorlage S. 286
1012
Durch Witzes Zauber, durch Verrätergaben
Vorlage S. 286
1013
(O arger Witz und Gaben, die imstand
Vorlage S. 286
1014
So zu verführen sind!) gewann den Willen
Vorlage S. 286
1015
Der scheinbar tugendsamen Königin
Vorlage S. 286
1016
Zu schnöder Lust. O Hamlet, welch ein Abfall!
Vorlage S. 286
1017
Von mir, des Liebe von der Echtheit war,
Vorlage S. 286
1018
Dass Hand in Hand sie mit dem Schwure ging,
Vorlage S. 286
1019
Den ich bei der Vermählung tat; erniedert
Vorlage S. 286
1020
Zu einem Sünder, von Natur durchaus
Vorlage S. 286
1021
Armselig gegen mich!
Vorlage S. 286
1022
Allein wie Tugend nie sich reizen lässt,
Vorlage S. 286
1023
Buhlt Unzucht auch um sie in Himmelsbildung,
Vorlage S. 286
1024
So Lust, gepaart mit einem lichten Engel,
Vorlage S. 286
1025
Wird dennoch eines Götterbettes satt
Vorlage S. 286
1026
Und hascht nach Wegwurf. –
Vorlage S. 286
1027
Doch still! mich dünkt, ich wittre Morgenluft:
Vorlage S. 286
1028
Kurz lass mich sein. – Da ich im Garten schlief,
Vorlage S. 286
1029
Wie immer meine Sitte nachmittags,
Vorlage S. 286
1030
Beschlich dein Oheim meine sichre Stunde,
Vorlage S. 286
1031
Mit Saft verfluchten Bilsenkrauts im Fläschchen,
Vorlage S. 286
1032
Und träufelt' in den Eingang meines Ohrs
Vorlage S. 286
1033
Das schwärende Getränk; wovon die Wirkung
Vorlage S. 286
1034
So mit des Menschen Blut in Feindschaft steht,
Vorlage S. 286
1035
Dass es durch die natürlichen Kanäle
Vorlage S. 286
1036
Des Körpers hurtig, wie Quecksilber läuft;
Vorlage S. 286
1037
Und wie ein saures Lab, in Milch getropft,
Vorlage S. 286
1038
Mit plötzlicher Gewalt gerinnen macht
Vorlage S. 286
1039
Das leichte, reine Blut. So tat es meinem,
Vorlage S. 286
1040
Und Aussatz schuppte sich mir augenblicklich,
Vorlage S. 286
1041
Wie einem Lazarus, mit ekler Rinde
Vorlage S. 286
1042
Ganz um den glatten Leib.
Vorlage S. 286
1043
So ward ich schlafend und durch Bruderhand
Vorlage S. 286
1044
(Um Leben, Krone, Weib mit eins gebracht,)
Vorlage S. 286
1045
In meiner Sünden Blüte hingerafft,
Vorlage S. 286
1046
Ohne Nachtmahl, ungebeichtet, ohne Ölung;
Vorlage S. 286
1047
Die Rechnung nicht geschlossen, ins Gericht
Vorlage S. 286
1048
Mit aller Schuld auf meinem Haupt gesandt.
Vorlage S. 286
1049
O schaudervoll! o schaudervoll! höchst schaudervoll!
Vorlage S. 287
1050
Hast du Natur in dir, so leid' es nicht;
Vorlage S. 287
1051
Lass Dänmarks königliches Bett kein Lager
Vorlage S. 287
1052
Für Blutschand' und verruchte Wollust sein!
Vorlage S. 287
1053
Doch, wie du immer diese Tat betreibst,
Vorlage S. 287
1054
Befleck' dein Herz nicht; dein Gemüt ersinne
Vorlage S. 287
1055
Nichts gegen deine Mutter: überlaß sie
Vorlage S. 287
1056
Dem Himmel und den Dornen, die im Busen
Vorlage S. 287
1057
Ihr stechend wohnen! Lebe wohl mit eins!
Vorlage S. 287
1058
Der Glühwurm zeigt, dass sich die Frühe naht,
Vorlage S. 287
1059
Und sein unwirksam Feu'r beginnt zu blassen.
Vorlage S. 287
1060
Ade! Ade! Ade! Gedenke mein!
Vorlage S. 287
1061
Ab.
Vorlage S. 287
1062
HAMLET.
Vorlage S. 287
1063
O Herr des Himmels! Erde! – Was noch sonst?
Vorlage S. 287
1064
Nenn' ich die Hölle mit? – O pfui! Halt, halt mein Herz!
Vorlage S. 287
1065
Ihr meine Sehnen, altert nicht sogleich,
Vorlage S. 287
1066
Tragt fest mich aufrecht! – Dein gedenken? Ja,
Vorlage S. 287
1067
Du armer Geist, solang' Gedächtnis haust
Vorlage S. 287
1068
In dem zerstörten Ball hier. Dein gedenken?
Vorlage S. 287
1069
Ja, von der Tafel der Erinn'rung will ich
Vorlage S. 287
1070
Weglöschen alle törichten Geschichten,
Vorlage S. 287
1071
Aus Büchern alle Sprüche, alle Bilder,
Vorlage S. 287
1072
Die Spuren des Vergangnen, welche da
Vorlage S. 287
1073
Die Jugend einschrieb und Beobachtung;
Vorlage S. 287
1074
Und dein Gebot soll leben ganz allein
Vorlage S. 287
1075
Im Buche meines Hirnes, unvermischt
Vorlage S. 287
1076
Mit minder würd'gen Dingen. – Ja, beim Himmel!
Vorlage S. 287
1077
O höchst verderblich Weib!
Vorlage S. 287
1078
O Schurke! lächelnder, verdammter Schurke!
Vorlage S. 287
1079
Schreibtafel her! Ich muss mir's niederschreiben,
Vorlage S. 287
1080
Dass einer lächeln kann, und immer lächeln,
Vorlage S. 287
1081
Und doch ein Schurke sein, zum wenigsten
Vorlage S. 287
1082
Weiß ich gewiss, in Dänmark kann's so sein.
Vorlage S. 287
1083
Da steht Ihr, Oheim. Jetzt zu meiner Losung!
Vorlage S. 287
1084
Sie heißt: »Ade, ade! Gedenke mein!«
Vorlage S. 287
1085
Ich hab's geschworen.
Vorlage S. 287
1086
HORATIO
Vorlage S. 287
1087
hinter der Szene.
Vorlage S. 287
1088
Mein Prinz! Mein Prinz!
Vorlage S. 287
1089
MARCELLUS
Vorlage S. 287
1090
hinter der Szene.
Vorlage S. 287
1091
Prinz Hamlet!
Vorlage S. 287
1092
HORATIO
Vorlage S. 288
1093
hinter der Szene.
Vorlage S. 288
1094
Gott beschütz' ihn!
Vorlage S. 288
1095
HAMLET.
Vorlage S. 288
1096
So sei es!
Vorlage S. 288
1097
MARCELLUS
Vorlage S. 288
1098
hinter der Szene.
Vorlage S. 288
1099
Heda! Ho! Mein Prinz!
Vorlage S. 288
1100
HAMLET.
Vorlage S. 288
1101
Ha! heisa, Junge! Komm, Vögelchen, komm!
Vorlage S. 288
1102
Horatio und Marcellus kommen.
Vorlage S. 288
1103
MARCELLUS.
Vorlage S. 288
1104
Wie steht's, mein gnäd'ger Herr?
Vorlage S. 288
1105
HORATIO.
Vorlage S. 288
1106
Was gibt's, mein Prinz?
Vorlage S. 288
1107
HAMLET.
Vorlage S. 288
1108
Oh, wunderbar!
Vorlage S. 288
1109
HORATIO.
Vorlage S. 288
1110
Sagt, bester, gnäd'ger Herr!
Vorlage S. 288
1111
HAMLET.
Vorlage S. 288
1112
Nein, ihr verratet's.
Vorlage S. 288
1113
HORATIO.
Vorlage S. 288
1114
Ich nicht, beim Himmel, Prinz.
Vorlage S. 288
1115
MARCELLUS.
Vorlage S. 288
1116
Ich gleichfalls nicht.
Vorlage S. 288
1117
HAMLET.
Vorlage S. 288
1118
Was sagt ihr? Sollt's 'ne Menschenseele denken? –
Vorlage S. 288
1119
Doch ihr wollt schweigen? –
Vorlage S. 288
1120
HORATIO, MARCELLUS.
Vorlage S. 288
1121
Ja, beim Himmel, Prinz!
Vorlage S. 288
1122
HAMLET.
Vorlage S. 288
1123
Es lebt kein Schurk' im ganzen Dänemark,
Vorlage S. 288
1124
Der nicht ein ausgemachter Bube wär'.
Vorlage S. 288
1125
HORATIO.
Vorlage S. 288
1126
Es braucht kein Geist vom Grabe herzukommen,
Vorlage S. 288
1127
Um das zu sagen.
Vorlage S. 288
1128
HAMLET.
Vorlage S. 288
1129
Richtig; Ihr habt recht.
Vorlage S. 288
1130
Und so, ohn' alle weitre Förmlichkeit,
Vorlage S. 288
1131
Denk' ich, wir schütteln uns die Händ' und scheiden;
Vorlage S. 288
1132
Ihr tut, was euch Beruf und Neigung heißt –
Vorlage S. 288
1133
Dann jeder Mensch hat Neigung und Beruf,
Vorlage S. 288
1134
Wie sie denn sind –, ich, für mein armes Teil,
Vorlage S. 288
1135
Seht ihr, will beten gehn.
Vorlage S. 288
1136
HORATIO.
Vorlage S. 288
1137
Dies sind nur wirblichte und irre Worte, Herr.
Vorlage S. 288
1138
HAMLET.
Vorlage S. 288
1139
Es tut mir leid, dass sie Euch ärgern, herzlich;
Vorlage S. 288
1140
Ja, mein' Treu', herzlich.
Vorlage S. 288
1141
HORATIO.
Vorlage S. 288
1142
Kein Ärgernis, mein Prinz.
Vorlage S. 288
1143
HAMLET.
Vorlage S. 288
1144
Doch, bei Sankt Patrick, gibt es eins, Horatio,
Vorlage S. 288
1145
Groß Ärgernis. Was die Erscheinung angeht,
Vorlage S. 288
1146
Ich sag' euch, 's ist ein ehrliches Gespenst.
Vorlage S. 288
1147
Die Neugier, was es zwischen uns doch gibt,
Vorlage S. 288
1148
Bemeistert, wie ihr könnt! Und nun, ihr Lieben,
Vorlage S. 288
1149
Wofern ihr Freunde seid, Mitschüler, Krieger,
Vorlage S. 288
1150
Gewährt ein Kleines mir!
Vorlage S. 288
1151
HORATIO.
Vorlage S. 288
1152
Was ist's? Wir sind bereit.
Vorlage S. 289
1153
HAMLET.
Vorlage S. 289
1154
Macht nie bekannt, was ihr die Nacht gesehn!
Vorlage S. 289
1155
HORATIO, MARCELLUS.
Vorlage S. 289
1156
Wir wollen's nicht, mein Prinz.
Vorlage S. 289
1157
HAMLET.
Vorlage S. 289
1158
Gut, aber schwört!
Vorlage S. 289
1159
HORATIO.
Vorlage S. 289
1160
Auf Ehre, Prinz, ich nicht!
Vorlage S. 289
1161
MARCELLUS.
Vorlage S. 289
1162
Ich gleichfalls nicht, auf Ehre!
Vorlage S. 289
1163
HAMLET.
Vorlage S. 289
1164
Auf mein Schwert!
Vorlage S. 289
1165
MARCELLUS.
Vorlage S. 289
1166
Wir haben schon geschworen, gnäd'ger Herr.
Vorlage S. 289
1167
HAMLET.
Vorlage S. 289
1168
Im Ernste, auf mein Schwert, im Ernste!
Vorlage S. 289
1169
GEIST
Vorlage S. 289
1170
unter der Erde.
Vorlage S. 289
1171
Schwört!
Vorlage S. 289
1172
HAMLET.
Vorlage S. 289
1173
Haha, Bursch! sagst du das? Bist du da, Grundehrlich?
Vorlage S. 289
1174
Wohlan – ihr hört im Keller den Gesellen –
Vorlage S. 289
1175
Bequemt euch zu schwören!
Vorlage S. 289
1176
HORATIO.
Vorlage S. 289
1177
Sagt den Eid!
Vorlage S. 289
1178
HAMLET.
Vorlage S. 289
1179
Niemals von dem, was ihr gesehn, zu sprechen,
Vorlage S. 289
1180
Schwört auf mein Schwert!
Vorlage S. 289
1181
GEIST
Vorlage S. 289
1182
unter der Erde.
Vorlage S. 289
1183
Schwört!
Vorlage S. 289
1184
HAMLET.
Vorlage S. 289
1185
Hic et ubique? Wechseln wir die Stelle! –
Vorlage S. 289
1186
Hieher, ihr Herren, kommt,
Vorlage S. 289
1187
Und legt die Hände wieder auf mein Schwert:
Vorlage S. 289
1188
Schwört auf mein Schwert,
Vorlage S. 289
1189
Niemals von dem, was ihr gehört, zu sprechen!
Vorlage S. 289
1190
GEIST
Vorlage S. 289
1191
unter der Erde.
Vorlage S. 289
1192
Schwört auf sein Schwert!
Vorlage S. 289
1193
HAMLET.
Vorlage S. 289
1194
Brav, alter Maulwurf! Wühlst so hurtig fort?
Vorlage S. 289
1195
O trefflicher Minierer! – Nochmals weiter, Freunde!
Vorlage S. 289
1196
HORATIO.
Vorlage S. 289
1197
Beim Sonnenlicht, dies ist erstaunlich fremd.
Vorlage S. 289
1198
HAMLET.
Vorlage S. 289
1199
So heiß' als einen Fremden es willkommen.
Vorlage S. 289
1200
Es gibt mehr Ding' im Himmel und auf Erden,
Vorlage S. 289
1201
Als Eure Schulweisheit sich träumt, Horatio.
Vorlage S. 289
1202
Doch kommt!
Vorlage S. 289
1203
Hier, wie vorhin, schwört mir, so Gott euch helfe,
Vorlage S. 289
1204
Wie fremd und seltsam ich mich nehmen mag,
Vorlage S. 289
1205
Da mir's vielleicht in Zukunft dienlich scheint,
Vorlage S. 289
1206
Ein wunderliches Wesen anzulegen:
Vorlage S. 289
1207
Ihr wollet nie, wenn ihr alsdann mich seht,
Vorlage S. 289
1208
Die Arme so verschlingend, noch die Köpfe
Vorlage S. 289
1209
So schüttelnd, noch durch zweifelhafte Reden,
Vorlage S. 289
1210
Als: »Nun, nun, wir wissen« – oder: »Wir könnten, wenn wir wollten« – oder: »Ja, wenn wir reden möchten«; oder:
Vorlage S. 289
1211
»Es gibt ihrer, wenn sie nur dürften« –
Vorlage S. 290
1212
Und solch verstohlnes Deuten mehr, verraten,
Vorlage S. 290
1213
Dass ihr von mir was wisset: dieses schwört,
Vorlage S. 290
1214
So Gott in Nöten und sein Heil euch helfe!
Vorlage S. 290
1215
GEIST
Vorlage S. 290
1216
unter der Erde.
Vorlage S. 290
1217
Schwört!
Vorlage S. 290
1218
HAMLET.
Vorlage S. 290
1219
Ruh', ruh', verstörter Geist! – Nun, liebe Herrn,
Vorlage S. 290
1220
Empfehl' ich euch mit aller Liebe mich,
Vorlage S. 290
1221
Und was ein armer Mann, wie Hamlet ist,
Vorlage S. 290
1222
Vermag, euch Lieb' und Freundschaft zu bezeugen,
Vorlage S. 290
1223
So Gott will, soll nicht fehlen. Lasst uns gehn,
Vorlage S. 290
1224
Und, bitt' ich, stets die Finger auf den Mund!
Vorlage S. 290
1225
Die Zeit ist aus den Fugen: Schmach und Gram,
Vorlage S. 290
1226
Dass ich zur Welt, sie einzurichten, kam!
Vorlage S. 290
1227
Nun kommt, lasst uns zusammen gehn!
Vorlage S. 290
1228
Alle ab.
Vorlage S. 290

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Dein Blick auf das Kapitel

10er-QuizZitate verstehen · Zusammenhänge erkennen · Lernpunkte sammeln10 Fragen

Eine Antwort ist jeweils richtig. Lies den Textbeleg aufmerksam. Bei einer falschen Antwort kannst du es erneut versuchen.

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Je Frage sind beim ersten Versuch 10 Punkte möglich, danach 5, 3 oder 1. Bereits gelöste Fragen bleiben zum Üben verfügbar.

1. Wie geht dieser Textausschnitt im Kapitel unmittelbar weiter? Ergänze den genauen Wortlaut. »Nun setzt euch, Freunde, sagt mir, wer es weiß, Warum …«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗ Textstelle 5 ↗ Textstelle 6 ↗ Textstelle 7 ↗ Textstelle 8 ↗ Textstelle 9 ↗ Textstelle 10 ↗

3. Welchen Zusammenhang kennzeichnet das Wort »bevor« in diesem Textausschnitt? »Ein kurzer Mond; bevor die Schuh'verbraucht,«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle nachlesen ↗

4. Welcher Ausschnitt enthält ausdrücklich einen Grund oder eine daraus gezogene Folge? Achte auf ein ausdrücklich genanntes Signalwort.

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗ Textstelle 5 ↗ Textstelle 6 ↗ Textstelle 7 ↗ Textstelle 8 ↗ Textstelle 9 ↗ Textstelle 10 ↗ Textstelle 11 ↗ Textstelle 12 ↗ Textstelle 13 ↗ Textstelle 14 ↗ Textstelle 15 ↗ Textstelle 16 ↗

6. In welcher Reihenfolge stehen diese drei Ausschnitte im Kapitel? Gemeint ist ihre Reihenfolge im Text, nicht die Zeit der erzählten Ereignisse. A: »Birgt sie die Erd' auch, müssen sich verraten.« B: »Dann feu'rgeschweifte Sterne, blut'ger Tau, Die Sonne fleckig; und der feuchte Stern,« C: »Aufs neu' des Mondes Dämmerschein besuchst, Die Nacht entstellend; dass wir Narren der Natur So furchtbarlich uns schütteln mit Gedanken, Die unsre Seele nicht erreichen kann?«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗ Textstelle 5 ↗ Textstelle 6 ↗ Textstelle 7 ↗

9. Welche Sprecherangabe gehört im Kapitel zu diesen Worten? »Wenn du je deinen teuren Vater liebtest –«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗
Aufgaben zum TextVerstehen, begründen und mit Textstellen arbeiten · ohne Punkte

1. Ordne diese Textstelle in den Zusammenhang ein: »Nun setzt euch, Freunde, sagt mir, wer es weiß,«. Was geschieht oder wird hier besprochen? Erkläre in drei bis fünf Sätzen auch, was davor und danach wichtig ist.

Impulse zur Selbstprüfung

Lies die verlinkte Stelle mit ihrer Umgebung. Trenne ausdrücklich Gesagtes von Vermutungen.

  • Situation oder Gedanke verständlich erklärt
  • Mindestens ein passender Textbeleg
  • Eigene Formulierungen statt bloßer Abschrift
Textstelle nachlesen ↗

2. Vergleiche die beiden Ausschnitte: »Nun setzt euch, Freunde, sagt mir, wer es weiß,« und »Wenn du je deinen teuren Vater liebtest –«. Welche Entwicklung, Gemeinsamkeit oder Spannung erkennst du? Begründe mit beiden Textstellen.

Impulse zur Selbstprüfung

Auch eine gleichbleibende Haltung ist ein mögliches Ergebnis. Erfinde keine Entwicklung, wenn sie sich aus dem Text nicht belegen lässt.

  • Beide Ausschnitte im Zusammenhang gelesen
  • Eine Gemeinsamkeit oder einen Unterschied erläutert
  • Deutung und wörtlichen Beleg unterschieden
Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗

3. Untersuche die sprachliche Wirkung dieses Ausschnitts: »Es nagt der Wurm des Frühlings Kinder an,«. Wähle ein auffälliges Wort, ein Bild oder eine Formulierung. Erkläre seine Wirkung und begründe eine mögliche andere Lesart.

Impulse zur Selbstprüfung

Es gibt nicht nur eine richtige Interpretation. Prüfe beide Lesarten am Kapitel und benenne, was offen bleibt.

  • Sprachliches Merkmal am Wortlaut benannt
  • Wirkung als begründete Deutung formuliert
  • Alternative Lesart oder Grenze der Deutung erklärt
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Kreativ schreibenDrei Anregungen in drei Niveaustufen · ohne Punkte

Wähle die Anregung, die zu dir passt. Deine eigene Fassung bleibt klar vom Originaltext getrennt.

Niveau 1 · Einstieg

1. Schreibe zu diesem Textausschnitt 5–8 eigene Sätze: »Nein, mir antwortet: steht und gebt Euch kund!«. Wähle eine Person, einen Gegenstand oder einen Gedanken daraus. Schreibe aus einer neuen Sicht. Satzanfänge helfen: „Ich bemerke …“, „Ich frage mich …“, „Als Nächstes …“.

Impulse zur Selbstprüfung

Mehrere Lösungen sind möglich. Prüfe deinen Text an den Kriterien oder besprich ihn mit anderen. Diese Aufgabe gibt keine automatisch bewerteten Punkte.

  • Übernimm mindestens zwei passende Einzelheiten aus dem Kapitel.
  • Trenne ein wörtliches Zitat deutlich von deinem eigenen Text.
  • Kennzeichne deine Ergänzungen als erfunden.
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Niveau 2 · Vertiefung

2. Verwandle den folgenden Ausschnitt in einen Brief, Tagebucheintrag oder kurzen Dialog: »Wie ich's an ihm bei seinem Leben sah,«. Entscheide, wer sich an wen richtet. Schreibe etwa 120–180 Wörter. Bei einem Sachtext kann ein lernender Mensch einem anderen die Idee erklären.

Impulse zur Selbstprüfung

Mehrere Lösungen sind möglich. Prüfe deinen Text an den Kriterien oder besprich ihn mit anderen. Diese Aufgabe gibt keine automatisch bewerteten Punkte.

  • Die neue Textform und die gewählte Stimme sind erkennbar.
  • Mindestens zwei Aussagen oder Ereignisse bleiben mit dem Kapitel vereinbar.
  • Ergänze einen kurzen Kommentar: Was hast du übernommen, was bewusst erfunden?
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Niveau 3 · Gestaltung

3. Schreibe ausgehend vom Kapitelende eine alternative Fortsetzung oder eine Szene mit einer Gegenposition: »Dass ich zur Welt, sie einzurichten, kam!«. Entwickle etwa 200–300 Wörter. Bei einem Sachtext kannst du ein Streitgespräch über eine These gestalten. Begründe anschließend in 3–5 Sätzen deine Entscheidungen mit zwei kurzen Zitaten aus dem Kapitel.

Impulse zur Selbstprüfung

Mehrere Lösungen sind möglich. Prüfe deinen Text an den Kriterien oder besprich ihn mit anderen. Diese Aufgabe gibt keine automatisch bewerteten Punkte.

  • Die Fortsetzung oder Gegenposition knüpft nachvollziehbar an konkrete Textstellen an.
  • Zwei genaue Zitate begründen die Gestaltung; Schlussfolgerungen werden als eigene Deutung markiert.
  • Der neue Text ist ausdrücklich eine eigene Bearbeitung und wird nicht dem Originalautor zugeschrieben.
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Ausgabe, Herkunft und Rechte

Autor und namentlich belegte Übersetzung sind nach den geprüften Lebensdaten in Deutschland gemeinfrei. TextGrid und www.editura.de stellen Struktur und Metadaten unter CC BY 3.0 DE bereit.

Hamlet. Prinz von Dänemark

William Shakespeare: Sämtliche Werke in vier Bänden. Band 4, Herausgegeben von Anselm Schlösser. Berlin: Aufbau, 1975. Shakespeare, William 264- Berlin

Das Werk Hamlet. Prinz von Dänemark von Shakespeare, William ist eine Abwandlung des Datenbestandes der Digitalen Bibliothek von TextGrid, www.editura.de und wird unter der Creative Commons Lizenz veröffentlicht.

Quelltext und Ausgabe ↗ · CC BY 3.0 DE; underlying texts public domain per source Lizenz

Originalsprache · Englisch

Englischer Originaltext in der digitalen Project-Gutenberg-Ausgabe. Die Vorlage nennt keine historische Druckausgabe. Keine Behauptung einer Erstfassung oder zeilengetreuen Entsprechung zur deutschen Schlegel-Übersetzung. Originale Rechtschreibung und Interpunktion dieser Quelle bleiben erhalten; nur HTML-Layout wird in Lesetext übertragen.

William Shakespeare: Hamlet. Project Gutenberg eBook 1524. Originalsprache Englisch; digitale Quelle unverändert archiviert.

Autorschaft und Ausgabe: William Shakespeare

Originaltext und Ausgabe ↗ · Project Gutenberg · Lizenz und Nutzungsbedingungen

Die Fassungen folgen den jeweils angegebenen Quellen; ihre Gliederung kann abweichen.

Welche Änderungen enthält die Lesefassung?

Explizite Wortliste statt allgemeiner Such-und-Ersetz-Regeln. Jede Änderung ist mit Kapitel, Absatz, Quellposition und Regel dokumentiert. Erfasste Namen und bekannte mehrdeutige Formen bleiben ausgespart; dies ist keine automatische vollständige Namenserkennung. Grundlage für s/ss/ß: Amtliches Regelwerk 2024, §§ 2, 5 und 25. Die unveränderte Quellfassung bleibt verfügbar.