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Mädchen und Pursche, festlich geschmückt, füllen die Bühne; es werden Blumenkränze und Körbe unter sie verteilt, währenddem wird folgender Chor gesungen.
Alles eilt schon zum Schloß hinauf, der Müller ist früher schon fortgegangen, du kannst also ungestört eine Viertelstunde bei deiner Geliebten zubringen.
Sei unbesorgt! Du bist vor acht Tagen angekommen, um den Empfang unserer Herrschaft vorzubereiten; in der ersten Stunde deines Hierseins hast du dich verliebt, folglich in acht Tagen nichts getan als geseufzt und geschmachtet. Der gnädige Herr müsste also alle Anstalten jetzt selbst treffen, wenn ich nicht alles für dich getan hätte. Ich rechne bei Gelegenheit auf deine Gegendienste, denn dein Beispiel zeigt mir leider, dass der gescheiteste, fidelste, jovialste Mensch sich auch verlieben kann. Traurige Entdeckung!
Solche wahnsinnige Heiratsideen haben die Vormünder sehr häufig, sind aber in allen Jahrhunderten zu Tausenden geprellt worden. Bei dem wird man auch keine Ausnahme machen.
Sei unbesorgt, ich avisiere dich von allem. Und jetzt geh hin, Glücklicher, lass dich immer fester und fester von den Rosenketten der Liebe umschlingen, ich beneide dich nicht. Wohl mir, unter meiner bordierten Weste schlägt noch ein freies Herz. Geht links in den Hintergrund ab.
Auf meinem guten gnädigen Herrn beruht meine einzige Hoffnung. Er ist mir gewogen, er wird gewiss meine Liebe begünstigen, unterstützen und des Müllers Eigensinn zu Paaren treiben. Geht an die Haustüre des Müllers und horcht.
Das ist zum Totärgern! Vergiss ich, den Geldkasten zuzusperren, und muss den weiten Weg zurücklaufen – Will in sein Haus und erblickt den Jäger; prallt ergrimmt zurück und spricht leise. Du verdammtes Gepack! Schleicht der wieder zu meiner Mündel –!? Wart, Pursche!
Brich dir fünfmal 's G'nack auf jedem Staffel, du Madlverführer! Ich werd' dich lernen, einem ehrenfesten Mann seine Braut abspenstig machen! – Was tu' ich jetzt –? Ich lauf' in die Mühl', hol' alle meine Knecht' zusamm' –! Doch nein – das macht Aufsehen, ich dreh' ihm eigenhändig den Hals einigemal um und um, kratz' ihm die Augen aus, brich ihm Arm und Bein, zervierteil' ihn, und wenn das g'schehn is, so wird er erst hernach massakriert. Will ins Haus ab.
Ich habe alles selbst gedichtet, und mir kommen immer zweierlei Freudentränen in die Augen, so oft ich meine Verse von meiner Tochter deklamieren höre, einmal aus poetischer und hernach wiederum aus naturgesetzlicher Vaterfreude.
Du bist eine alte Plaudertaschen, die mich aufhalt't, währenddem in meinem Haus das verliebte Volk – mir brennt bei Kopf bei dem bloßen Gedanken! – Sich losreißend. Lass mich aus, ich zerspring' vor Wut und Eifersucht! Läuft grimmig in sein Haus.
Dem lasst wieder die Eifersucht keine Ruh'! Armer Gevatter! Ja, so geht's, wenn man sich in ein Mädel verliebt. Ich bin auch verliebt, aber nicht in das schöne Geschlecht, sondern in das Flaschengeschlecht Dabei lebt man ruhig und vergnügt. Ich umarm' eine um die andere, und 's gibt keinen Zank, keine Eifersucht; höchstens die letzte wird manchmal grob und wirft mich um die Erde. Aber was tut das? Die Kellner tragen einen um ein Billiges nach Haus, man schlaft süß und sanft, der Nebel verschwindet, und man tritt dann wieder im Sonnenglanz seiner Solidität hervor und nickt in stattlicher Ruhe dem Volke zu, welches einem einen guten Morgen wünscht. Geht in sein Haus links ab.
Ich bin ein Künstler, das kann mir kein Mensch abstreiten, ich betreibe die große Kunst, auf Unkosten andrer Leut' zu leben. Mein Bleiben ist nirgends, aber meine Werkstatt ist überall. Ich steh' jetzt häufig den Verliebten in ihren verwickelten Angelegenheiten bei, und das is ein Geschäft, bei dem man nicht zugrundgehen kann. Dieser Ort is zwar sehr klein, allein er könnte viel größer sein, wenn er mehr Häuser und Inwohner hätt'. Übrigens, für mich ist auch die kleinste Bevölkerung groß genug; denn ich hab' es bloß mit Liebesleuten zu tun und unter hundert Einwohnern gibt es immer einen Geizhals, fünf Säufer, einen Gelehrten, fünf Gescheite und achtundachtzig Verliebte. Auf diese statistische Bemerkung gründ' ich mein Metier und hab' noch immer meine Rechnung g'funden dabei. Man hört Lärm im Hause des Müllers. Was ist denn das für ein Lärm? Da muss ich mich auf die Lauer legen. Zieht sich zurück.
Unglücklich? Das bitt' ich mir aus! Nur keine Grobheiten! Ein Müllner und Hauseigentümer macht kein Mädl unglücklich, von Jägern wär' so etwas eher zu erzählen. Das leichtsinnige Mädl wird jetzt zu ihrem Besten eingesperrt bei Wasser und Brot.
Das will ich sehn, wer in meinem Haus etwas hindern kann. Wenn Ihm wieder verliebte Gedanken kommen, Herr Jäger, so denk' Er an meine Mühlknecht', vielleicht vergeht Ihm hernach die Schwärmerei. Verstanden? Schlägt die Haustüre ungestüm zu.
Nein, dasmal is's nur Ihnen an'gangen. Ich bin überhaupt noch gar nicht oft hinausg'worfen worden. Ich hab' darin sehr einen feinen Takt; wie ich seh', dass sich einer die Ärmeln aufstreckt und mich packen will, da geh' ich selber.
Da hab' ich's viel ärger g'habt. Ich war verliebt in eine Kohlenbrennerstochter; die hat ihrem Vater immer g'holfen beim Aufladen; so oft mir die ein Bussel hat 'geben, hab' ich ein G'sicht 'kriegt als wie ein Schlosserbub'.
Auf die natürlichste Weis' von der Welt. Für das Geld, was Sie mir geben, dürfen Sie mir keine Intressen zahlen, also tu' ich es ohne Intresse. Schaun Sie, ich nähmet gar kein Geld, aber 's Geld braucht man halt zum Leben, und leben tu' ich in einemfort, also brauch' ich halt in einemfort ein Geld.
Ha! Wie diese Laschi mich begeistert! Noch eh' der Kukuruz verblüht – was sag' ich – noch eh' die heurigen Maikäfer hinwerden – was sag' ich – noch eh' die morgige Sonne sich in die Abendwolken verhaspelt und ins Meer hineinplumpst – eher noch ist die Müllnerische als Gattin in Ihren Armen. Hören Sie, das is ein Schwur, der sich g'waschen hat.
Jetzt wär's ganz am Platz, wenn wir zwei das Duett singeten aus 'n »Barbier von Sevilla«, ich den Figaro und Sie den Almaviva. Aber nein, tun wir's lieber nicht, wir könnten ein Malheur haben, und es lasst überhaupt viel bescheidener, wenn wir uns ganz in der Still' empfehlen; es muss ja nicht allweil gesungen sein. Geht mit Heinrich im Hintergrunde ab.
Ich werd' wieder unter die Umgangskinder das allerschönste sein. Ich bin in meinem Alltagsanzug schon ein liebes Bubi, hat die Frau Mutter gesagt, jetzt erst, wenn ich mit Blumen geschmückt bin, da is es gar nicht zum Aushalten. Schad', und an so ein' Festtag muss wieder ein Verdruss im Haus sein. Der Lenerl ihre Jagdgeschichte wirkt störend auf den müllnerischen Frieden unsers Hauses. Das Madl soll froh sein, dass sie der Vetter heiraten will, für was braucht sie den Jäger? Ich wollt' nix sagen, wenn sie schlechte Augen hätt', denn da soll es sehr gesund sein für ein Mädl, wenn sie eine Amour mit ein' Jäger hat, weil sie allweil ins Grüne schaut. Aber eine mit fünf ganze Sinn', die soll doch einsehen, dass es nicht leicht eine reizendere Naturerscheinung gibt als einen Müllner, alleweil voll Mehl, schneeweiß; es is kein Wunder, wenn ein Madl völlig verblendet wird, wenn's a Weil' auf ein' Müllner schaut. Ich sage – Man hört zanken. mir scheint, der Familienzwist zieht sich in diese Gegend.
Schau', Lenerl – weinen musst nicht – aber schau', ich mein's so gut mit dir, ich werd' der zärtlichste Eh'mann sein – weinen musst nicht – ich werd' dich auf den Händen tragen – weinen musst nicht – wir werden leben wie die Turteltauben – wennst nicht aufhörst zum Weinen, so wein' ich auch.
Lass gut sein, wenn ich auch wein', wenn ich auch zerfließ' vor Rührung, auslassen tu' ich s' deswegen doch nicht; heiraten darf sie doch kein' andern als mich.
Kein Glück? So sei nur g'scheit! Wenn einer ein Mädel sitzen lasst, so sagt man, er hat's unglücklich gemacht; wenn einer ein Mädel heiratet, so sagt man, er hat's glücklich g'macht; ich will dich heiraten, du musst mich heiraten, also –
Wenn wir zwei nebeneinander stehn, so ist das grad als wie zwei Mehlsäck'; einer is der Ausschuß, der andre is der Auszug. Mit Beziehung auf Mehlwurm. Der Ausschuß is das Grobe, da drum is wenig Nachfrag', das bleibt zurück. Mit Beziehung auf sich. Der Auszug is das Beste, das wird gesucht, das geht stark, drum geh' ich. Komm' d' Frau Mutter! Geht mit Cordula zur Mitte ab.
Undankbares Geschöpf! Ich treib' dir den Jäger aus. Wenn er sich noch einmal bei dir sehn lasst, so hetz' ich ihn mit die Hund' aus 'n Haus! Wieder sanfter und am Ende zärtlicher. Lenerl! Lenerl! Du weißt noch kein' rechten Unterschied zu machen, man muss dich zwingen zu deinem Glück.
Wenn ich ungelegen komm', so geh' ich halt wieder. Ich dräng' mich nicht hinein, wenn ich seh', dass die Leut' miteinander Geheimniss' haben. Geht zur Türe zurück.
Das wer'n S' mir ansehn, dass ich kein Rauchfangkehrer bin. Wir Menschen sein auf der Welt, einer dem andern zu helfen. Ich brauch' eine Arbeit und der Meister braucht Leut', die arbeiten, also nimm mich der Meister in Dienst, so is uns allen zwei'n g'holfen.
Wie ich durch 'n Wald 'gangen bin, stell' ich mich unter einen Baum, zieh' meine Kundschaft heraus und will z'samm'zählen, bei wieviel Meister als ich schon war; schlagt auf einmal der Blitz ein in 'n Baum, und die Kundschaft verbrennt mir in 'n Händen.
Das is sehr traurig für mich. Jetzt bleibt mir nichts übrig, als ich muss betteln oder stehl'n. G'freu'n S' Ihnen, wenn ich wieder daherkomme, denn es is sehr die Frag', ob ich bei Ihnen betteln werd' – mir scheint immer, bei Ihnen wird g'stohl'n.
Nicht? Ah, das is ewig schad'! Nein, wie Sie zwei zusamm'passeten! Beiseite. Als wie ein Kanarienvogel und ein Wiedhopf. Laut. Da wird man nicht bald zwei Leut' finden –, ah, Sie müssen einander heiraten.
Was? Sie wollen nicht! Ah, hör'n Sie, da sein Sie ja verruckt! Zu Mehlwurm. Sie verzeihn, wenn ich etwas zu scharf red', aber da kann ich mich nicht mäßigen. Zu Lenchen. Wenn Ihnen der Müllner nicht recht is, so wird man der Jungfer ein' andern malen. Es is unbegreiflich! Sie spreizen Ihnen? Ich möcht' bloß deswegen ein Frauenzimmer sein, wegen dem Müllner, den ließ' ich nicht aus, um kein' Preis, das muss ja eine Seligkeit sein!
Ulrich. Für sich. Wenn ich 'n nur aus 'n Zimmer brächt'! Zu Mehlwurm. Da mach' ich Ihnen aber gleich drauf aufmerksam, Herr Meister, achtgeben heißt's kurios, denn es schleicht heutzutag ein Volk herum auf den Gassen, was eigens drauf ausgeht, Eh'männer zu beunruhigen und g'setzte Bräutigam' zu sakrifizieren.
Ein fufzig Schritt von hier steht auch einer; wie ein Jäger schaut er aus, der spekuliert immer auf das Haus herüber. Was kann er wollen? Mehlsäck' schnipfen g'wiß nit, also hat er andere Absichten.
Ich hab' keine Zeit, mir gehn jetzt ganz andere Sachen in Kopf herum. Zu Eulenspiegel. Mach' Er sich kommod', Er g'fallt mir, und wenn Er auch keine Kundschaft hat, so will ich's doch a vierzehn Tage versuchen mit Ihm. Zur Mitte ab.
Aus dem Land der welschen Glut. Auf 'n Ätna, grad das Haus neb'n 'n Krater, bin ich geboren. Jetzt können Sie sich denken, mein ganzes Geblüt is reine Lava.
Überall, in London, Paris, Stockerau, Neapel, Konstantinopel, Adrianopel und noch ein paar Opl hab' ich sprechen gehört von der schönen Mündel des Müllers Mehlwurm in Nelkenstein.
Das sieht man Ihnen an, dass Sie verlegen sein. Unwiderstehliche Sehnsucht zog mich hierher, gestern bin ich angekommen und habe diese Verkleidung gewählt, und –
Im Namen wohl, aber nicht in der minniglichen Gestalt, nicht in den wonniglichen Eigenschaften; jünger kann die andere wohl sein Schwärmerisch. aber was ist Jugend gegen diesen ehrwürdigen Anstand, gegen diese reifliche, auf vieljährige Erfahrung gegründete Sanftmut? – O Gott –!!
Der gnädige Herr kommt! Komm d' Frau Mutter, die Festivität fangt an. Er zieht sie mit sich fort. Sie wirft Küsse gegen die Türe, durch welche Eulenspiegel abging.
Mädchen und Pursche mit Blumenkränzen stehen zu beiden Seiten gereiht. Specht ist beschäftigt, Ordnung im Ganzen zu halten. Mit dem Aufziehen der Kurtine beginnt folgender Chor, an dessen Schlusse Nelkenstein, von Dienerschaft begleitet, eintritt.
Zu gnädig, Euer Gnaden; aber Hochdieselben glauben nicht, wie mühsam ich ihnen das eingebleut hab'! Todesstrafe auf ein Vivat zu wenig oder zu viel, darum ist es gegangen.
Vivat! Sie gruppieren sich mit den Blumengirlanden gegen das Tor des Schlosses, in welches Nelkenstein, von der Dienerschaft begleitet, eintritt; währenddem wiederholt sich das Ende des vorigen Chores.
2. Welches Wort steht an der markierten Stelle? Achte auf die Bedeutung im Zusammenhang und prüfe den genauen Wortlaut. »Die Kellner tragen einen um ein Billiges nach Haus, man schlaft süß und sanft, der Nebel […], und man tritt dann wieder im Sonnenglanz seiner Solidität hervor und nickt in stattlicher Ruhe dem Volke zu, welches einem einen guten Morgen wünscht.«
3. Welchen Zusammenhang kennzeichnet das Wort »weil« in diesem Textausschnitt? »Ich wollt' nix sagen, wenn sie schlechte Augen hätt', denn da soll es sehr gesund sein für ein Mädl, wenn sie eine Amour mit ein' Jäger hat, weil sie allweil ins Grüne schaut.«
4. Welcher Ausschnitt kennzeichnet eine Aussage ausdrücklich als Möglichkeit oder Vermutung? Achte auf die Formulierung; entscheide nicht, ob die Aussage tatsächlich wahr ist.
6. In welcher Reihenfolge stehen diese drei Ausschnitte im Kapitel? Gemeint ist ihre Reihenfolge im Text, nicht die Zeit der erzählten Ereignisse.
A: »Den Haushund hab' ich wegg'lockt, jetzt bleibt der Hausdrach' da.«
B: »Ein Umgang und Einzug, das is halt eine Freud',«
C: »Er ist mir gewogen, er wird gewiss meine Liebe begünstigen, unterstützen und des Müllers Eigensinn zu Paaren treiben.«
7. Wie geht dieser Textausschnitt im Kapitel unmittelbar weiter? Ergänze den genauen Wortlaut. »G'freu'n S' Ihnen, wenn ich wieder daherkomme, denn es is sehr die …«
8. Welches Wort steht an der markierten Stelle? Achte auf die Bedeutung im Zusammenhang und prüfe den genauen Wortlaut. »Aus […], das kennt man ja gleich aus mein' Dialekt.«
2Aufgaben zum TextVerstehen, begründen und mit Textstellen arbeiten · ohne Punkte
1. Lies den Abschnittsbeginn: »Mädchen und Pursche, festlich geschmückt, füllen die Bühne; es werden Blumenkränze und Körbe unter sie verteilt, währenddem wird folgender Chor gesungen.« Welche Informationen sind hier bereits sicher, und welche Frage bleibt für dich offen?
Impulse zur Selbstprüfung
Vergleiche deine Antwort mit dem verlinkten Originalabsatz. Mehrere begründete Antworten sind möglich; die Aufgabe wird nicht automatisch als richtig oder falsch bewertet.
Nenne zwei Informationen, die sich tatsächlich aus dieser Passage ableiten lassen.
Trenne eine eigene Frage oder Vermutung klar vom Textbefund.
2. Prüfe, ob es in dieser Passage um Angst oder Unsicherheit geht. Wenn ja, begründe dies am Text. Wenn nicht, erläutere stattdessen die konkrete Aussage oder Handlung. Unterscheide wörtliche und übertragene Bedeutungen. Ausgangspunkt: »Der sitzt mir schon auf, da is mir gar nicht bang.«
Impulse zur Selbstprüfung
Vergleiche deine Antwort mit dem verlinkten Absatz der Lesefassung. Mehrere begründete Antworten sind möglich; die Aufgabe wird nicht automatisch als richtig oder falsch bewertet.
Beziehe dich auf die konkrete verlinkte Passage und ihren unmittelbaren Zusammenhang.
Belege deine Aussage mit einem passenden kurzen Zitat.
Kennzeichne eine weitergehende Interpretation als Deutung, nicht als ausdrücklich genannte Tatsache.
3. Prüfe, ob es in dieser Passage um Nähe oder Gefühle geht. Wenn ja, begründe dies am Text. Wenn nicht, erläutere stattdessen die konkrete Aussage oder Handlung. Unterscheide wörtliche und übertragene Bedeutungen. Ausgangspunkt: »Also bin ich erst ganz unglücklich; denn mein Herz gehört meinem Heinrich, nur ihn kann ich lieben.«
Impulse zur Selbstprüfung
Vergleiche deine Antwort mit dem verlinkten Absatz der Lesefassung. Mehrere begründete Antworten sind möglich; die Aufgabe wird nicht automatisch als richtig oder falsch bewertet.
Beziehe dich auf die konkrete verlinkte Passage und ihren unmittelbaren Zusammenhang.
Belege deine Aussage mit einem passenden kurzen Zitat.
Kennzeichne eine weitergehende Interpretation als Deutung, nicht als ausdrücklich genannte Tatsache.
4. Prüfe, ob es in dieser Passage um Geld oder Besitz geht. Wenn ja, begründe dies am Text. Wenn nicht, erläutere stattdessen die konkrete Aussage oder Handlung. Unterscheide wörtliche und übertragene Bedeutungen. Ausgangspunkt: »Ums Geld und ohne Intresse, wie geht das zusammen?«
Impulse zur Selbstprüfung
Vergleiche deine Antwort mit dem verlinkten Absatz der Lesefassung. Mehrere begründete Antworten sind möglich; die Aufgabe wird nicht automatisch als richtig oder falsch bewertet.
Beziehe dich auf die konkrete verlinkte Passage und ihren unmittelbaren Zusammenhang.
Belege deine Aussage mit einem passenden kurzen Zitat.
Kennzeichne eine weitergehende Interpretation als Deutung, nicht als ausdrücklich genannte Tatsache.
5. Prüfe, ob es in dieser Passage um Macht oder Abhängigkeit geht. Wenn ja, begründe dies am Text. Wenn nicht, erläutere stattdessen die konkrete Aussage oder Handlung. Unterscheide wörtliche und übertragene Bedeutungen. Ausgangspunkt: »Von der Herrschaft Birkenstein sind zwei Leute hier, Mehl zu kaufen.«
Impulse zur Selbstprüfung
Vergleiche deine Antwort mit dem verlinkten Absatz der Lesefassung. Mehrere begründete Antworten sind möglich; die Aufgabe wird nicht automatisch als richtig oder falsch bewertet.
Beziehe dich auf die konkrete verlinkte Passage und ihren unmittelbaren Zusammenhang.
Belege deine Aussage mit einem passenden kurzen Zitat.
Kennzeichne eine weitergehende Interpretation als Deutung, nicht als ausdrücklich genannte Tatsache.
6. Vergleiche diese beiden Stellen: »Da hab' ich's viel ärger g'habt. Ich war verliebt in eine Kohlenbrennerstochter; die hat ihrem Vater immer g'holfen beim […]« und »Jetzt will ich dem da unten das Handwerk legen.«. Welche Gemeinsamkeit oder welchen Unterschied kannst du am Wortlaut zeigen?
Impulse zur Selbstprüfung
Vergleiche deine Antwort mit dem verlinkten Absatz der Lesefassung. Mehrere begründete Antworten sind möglich; die Aufgabe wird nicht automatisch als richtig oder falsch bewertet.
Nenne eine nachvollziehbare Gemeinsamkeit oder einen Unterschied.
Belege beide Seiten des Vergleichs; unterstelle keine Entwicklung, die der Text nicht zeigt.
7. Am Abschnittsende steht: »Mit Euch zieht Glück in diese Hallen ein, Aus vollem Herzen lasst uns Vivat schrein!« Was ist hier geklärt, und was bleibt offen?
Impulse zur Selbstprüfung
Vergleiche deine Antwort mit dem verlinkten Absatz der Lesefassung. Mehrere begründete Antworten sind möglich; die Aufgabe wird nicht automatisch als richtig oder falsch bewertet.
Beziehe dich auf den Schluss dieses Abschnitts, nicht auf dein Vorwissen über das ganze Werk.
Falls die Stelle nichts eindeutig klärt, begründe auch das mit dem Text.
8. Prüfe deinen ersten Leseeindruck an Anfang und Ende: »Mädchen und Pursche, festlich geschmückt, füllen die Bühne; es werden Blumenkränze und Körbe unter sie […]« / »Mit Euch zieht Glück in diese Hallen ein, Aus vollem Herzen laßt uns Vivat schrein!«. Würdest du deine erste Einschätzung jetzt verändern? Begründe.
Impulse zur Selbstprüfung
Vergleiche deine Antwort mit dem verlinkten Originalabsatz. Mehrere begründete Antworten sind möglich; die Aufgabe wird nicht automatisch als richtig oder falsch bewertet.
Nenne deine ursprüngliche Einschätzung oder Leseerwartung.
Verwende mindestens einen Textbeleg für deine jetzige Einschätzung.
Sowohl eine veränderte als auch eine bestätigte Einschätzung ist möglich.
3Kreativ schreibenDrei Anregungen in drei Niveaustufen · ohne Punkte
Wähle die Anregung, die zu dir passt. Deine eigene Fassung bleibt klar vom Originaltext getrennt.
Niveau 1 · Einstieg
1. Schreibe zu diesem Textausschnitt 5–8 eigene Sätze: »Das wird ein Tag der Freude sein,
Heut' ziehet unser Gutsherr ein.«. Wähle eine Person, einen Gegenstand oder einen Gedanken daraus. Schreibe aus einer neuen Sicht. Satzanfänge helfen: „Ich bemerke …“, „Ich frage mich …“, „Als Nächstes …“.
Impulse zur Selbstprüfung
Mehrere Lösungen sind möglich. Prüfe deinen Text an den Kriterien oder besprich ihn mit anderen. Diese Aufgabe gibt keine automatisch bewerteten Punkte.
Übernimm mindestens zwei passende Einzelheiten aus dem Kapitel.
Trenne ein wörtliches Zitat deutlich von deinem eigenen Text.
2. Verwandle den folgenden Ausschnitt in einen Brief, Tagebucheintrag oder kurzen Dialog: »Verraten, verkauft, betrogen hast du mich, deinen Vormund und Bräutigam.«. Entscheide, wer sich an wen richtet. Schreibe etwa 120–180 Wörter. Bei einem Sachtext kann ein lernender Mensch einem anderen die Idee erklären.
Impulse zur Selbstprüfung
Mehrere Lösungen sind möglich. Prüfe deinen Text an den Kriterien oder besprich ihn mit anderen. Diese Aufgabe gibt keine automatisch bewerteten Punkte.
Die neue Textform und die gewählte Stimme sind erkennbar.
Mindestens zwei Aussagen oder Ereignisse bleiben mit dem Kapitel vereinbar.
Ergänze einen kurzen Kommentar: Was hast du übernommen, was bewusst erfunden?
3. Schreibe ausgehend vom Kapitelende eine alternative Fortsetzung oder eine Szene mit einer Gegenposition: »Aus vollem Herzen lasst uns Vivat schrein!«. Entwickle etwa 200–300 Wörter. Bei einem Sachtext kannst du ein Streitgespräch über eine These gestalten. Begründe anschließend in 3–5 Sätzen deine Entscheidungen mit zwei kurzen Zitaten aus dem Kapitel.
Impulse zur Selbstprüfung
Mehrere Lösungen sind möglich. Prüfe deinen Text an den Kriterien oder besprich ihn mit anderen. Diese Aufgabe gibt keine automatisch bewerteten Punkte.
Die Fortsetzung oder Gegenposition knüpft nachvollziehbar an konkrete Textstellen an.
Zwei genaue Zitate begründen die Gestaltung; Schlussfolgerungen werden als eigene Deutung markiert.
Der neue Text ist ausdrücklich eine eigene Bearbeitung und wird nicht dem Originalautor zugeschrieben.
Originalautor vor 1956 verstorben. TextGrid kennzeichnet die zugrunde liegenden reinen Texte als gemeinfrei; Struktur und Metadaten unter CC BY 3.0 DE mit Namensnennung TextGrid und www.editura.de. Das Werk Eulenspiegel von Nestroy, Johann ist eine Abwandlung des Datenbestandes der Digitalen Bibliothek von TextGrid, www.editura.de, und wird unter der Creative Commons Lizenz Namensnennung 3.0 Deutschland veröffentlicht. Der zugrunde liegende literarische Reintext ist gemeinfrei. TextGrid wurde vom BMBF gefördert (Förderkennzeichen 01UG1203A).
Die Extraktion erfasst alle Textpositionen der gelieferten Quelldatei; dies ersetzt keinen vollständigen Vergleich mit dem historischen Druck. Offene Kapitelaufgaben dienen der Selbstprüfung und sind keine automatisch bewertete Interpretation.
Eulenspiegel
Johann Nestroy: Gesammelte Werke. Ausgabe in sechs Bänden, Wien: Verlag von Anton Schroll & Co., 1962. Nestroy, Johann 348- Wien
Das Werk Eulenspiegel von Nestroy, Johann ist eine Abwandlung des Datenbestandes der Digitalen Bibliothek von TextGrid, www.editura.de und wird unter der Creative Commons Lizenz veröffentlicht.
Explizite Wortliste statt allgemeiner Such-und-Ersetz-Regeln. Jede Änderung ist mit Kapitel, Absatz, Quellposition und Regel dokumentiert. Erfasste Namen und bekannte mehrdeutige Formen bleiben ausgespart; dies ist keine automatische vollständige Namenserkennung. Grundlage für s/ss/ß: Amtliches Regelwerk 2024, §§ 2, 5 und 25. Die unveränderte Quellfassung bleibt verfügbar.