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Buch - Der Widerspenstigen Zähmung - Shakespeare, William

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Deutsche Übersetzung · Lesefassung

Der Widerspenstigen Zähmung

Shakespeare, William

Der Widerspenstigen Zähmung von Shakespeare, William. Volltext der angegebenen historischen deutschen Übersetzung.

DramaKlasse 9–10 · 11–137 Abschnitte
Historische Illustration zu Der Widerspenstigen Zähmung
Historische Illustration zu „Der Widerspenstigen Zähmung“ — Werkbezogene Bildquelle; keine belegte Zuordnung zu der hier angezeigten einzelnen Textstelle. · Urheber unbekannt · Public domain Bildquelle ↗

Deutsche Übersetzung: Wolf Heinrich von Baudissin

Hinweise für den Unterricht
  • Historische Sprache und zeitgebundene Wertvorstellungen gemeinsam einordnen. Klassenangaben sind redaktionelle Orientierung.

Behutsam angepasste Schreibweise nach einer begrenzten Wortliste. Mehrdeutige Formen, erfasste Namen, Sprechernamen, Bühnenanweisungen, Überschriften und Anmerkungen bleiben unverändert. Keine vollständige redaktionelle Überarbeitung nach heutiger Rechtschreibung. Für wortgetreue Quellenzitate die Quellfassung wählen.

Deutsch · Abschnitt 2 von 7

Einleitung

1
Einleitung
Vorlage S. 64
2
Schlau und die Wirtin treten auf.
Vorlage S. 64
3
SCHLAU.
Vorlage S. 64
4
Ich will Euch zwiebeln, mein' Seel'!
Vorlage S. 64
5
WIRTIN.
Vorlage S. 64
6
Fußschellen für dich, du Lump!
Vorlage S. 64
7
SCHLAU.
Vorlage S. 64
8
Du Weibsstück! Die Schlaus sind keine Lumpen! Sieh in den Chroniken nach, wir kamen mit Richard dem Eroberer herüber! also paucas palabris: lasst der Welt ihr Recht: Sessa! –
Vorlage S. 64
9
WIRTIN.
Vorlage S. 64
10
Ihr wollt mir die Gläser nicht bezahlen, die Ihr zerbrochen habt?
Vorlage S. 64
11
SCHLAU.
Vorlage S. 64
12
Nein, keinen Heller: still, still, sagt Jeronimo: geh in dein kaltes Bett und wärme dich!
Vorlage S. 64
13
WIRTIN.
Vorlage S. 64
14
Ich weiß schon, was ich zu tun habe: ich muss gehn und den Viertelsmeister holen. – Ab.
Vorlage S. 64
15
SCHLAU.
Vorlage S. 64
16
Den Viertels-, Fünftels-, Sechstels- oder Achtelsmeister: ich werde ihm nach dem Gesetz antworten. Ich weiche keinen Zoll breit, Junge; lasst ihn kommen und in der Güte. Schläft ein.
Vorlage S. 64
17
Ein Lord, der mit seinem Gefolge von der Jagd zurückkehrt, tritt auf.
Vorlage S. 64
18
LORD.
Vorlage S. 64
19
Jäger, ich sag' dir's, pfleg' die Meute gut! –
Vorlage S. 64
20
Der Spürhund Lustig hat sich überlaufen;
Vorlage S. 64
21
Und kupple Greif mit der tiefstimm'gen Bracke!
Vorlage S. 64
22
Sahst du nicht, Bursch, wie brav der Silber aufnahm
Vorlage S. 64
23
Am Rand des Zauns, so kalt die Fährte war?
Vorlage S. 64
24
Den Hund möcht' ich für zwanzig Pfund nicht missen.
Vorlage S. 64
25
ERSTER JÄGER.
Vorlage S. 64
26
Nun, Baumann ist so gut wie der, Mylord,
Vorlage S. 64
27
Er ließ nicht ab, verlor er gleich die Spur,
Vorlage S. 64
28
Und zweimal fand er heut die schwächste Witt'rung: –
Vorlage S. 64
29
Glaubt mir's, das ist der allerbeste Hund!
Vorlage S. 64
30
LORD.
Vorlage S. 64
31
Du bist ein Narr; wär' Echo nur so flink,
Vorlage S. 64
32
Ich schätzt' ihn höher als ein Dutzend solcher.
Vorlage S. 65
33
Nun füttre diese gut, und sieh nach allen;
Vorlage S. 65
34
Ich reite morgen wieder auf die Jagd.
Vorlage S. 65
35
ERSTER JÄGER.
Vorlage S. 65
36
Ganz wohl, Mylord.
Vorlage S. 65
37
LORD.
Vorlage S. 65
38
Was gibt's da?
Vorlage S. 65
39
Ein Toter oder Trunkner? Atmet er?
Vorlage S. 65
40
ZWEITER JÄGER.
Vorlage S. 65
41
Er atmet, gnäd'ger Herr: ihn wärmt sein Bier,
Vorlage S. 65
42
Sonst wär's ein kaltes Bett, so fest zu schlafen.
Vorlage S. 65
43
LORD.
Vorlage S. 65
44
O scheußlich Tier! Da liegt er wie ein Schwein! –
Vorlage S. 65
45
Graunvoller Tod, wie ekel ist dein Abbild! –
Vorlage S. 65
46
Hört, mit dem Trunknen will ich was beginnen.
Vorlage S. 65
47
Was meint ihr, wenn man in ein Bett ihn legte,
Vorlage S. 65
48
In feinem Linnen, Ring' an seinen Fingern,
Vorlage S. 65
49
Ein recht erlesnes Mahl an seinem Lager,
Vorlage S. 65
50
Stattliche Diener um ihn beim Erwachen: –
Vorlage S. 65
51
Würde der Bettler nicht sein selbst vergessen?
Vorlage S. 65
52
ERSTER JÄGER.
Vorlage S. 65
53
Mein' Treu', Mylord, das, glaub' ich, kann nicht fehlen.
Vorlage S. 65
54
ZWEITER JÄGER.
Vorlage S. 65
55
Es wird ihn seltsam dünken, wenn er wacht.
Vorlage S. 65
56
LORD.
Vorlage S. 65
57
Ganz wie ein schmeichlerischer Traum, ein Blendwerk!
Vorlage S. 65
58
Drum hebt ihn auf, verfolgt den Scherz geschickt,
Vorlage S. 65
59
Tragt ihn behutsam in mein schönstes Zimmer,
Vorlage S. 65
60
Und hängt umher die lüsternen Gemälde;
Vorlage S. 65
61
Wärmt seinen strupp'gen Kopf mit duft'gem Wasser,
Vorlage S. 65
62
Mit Lorbeerholz durchwürzt des Saales Luft,
Vorlage S. 65
63
Haltet Musik bereit, so wie er wacht,
Vorlage S. 65
64
Dass Himmelston ihm Wonn' entgegenklinge:
Vorlage S. 65
65
Und spricht er etwa, eilt sogleich herzu,
Vorlage S. 65
66
Und mit demüt'ger tiefer Reverenz
Vorlage S. 65
67
Fragt: »Was befiehlt doch Eure Herrlichkeit?«
Vorlage S. 65
68
Das Silberbecken reich' ihm einer dar
Vorlage S. 65
69
Voll Rosenwasser und bestreut mit Blumen.
Vorlage S. 65
70
Gießkanne trage dieser, Handtuch jener,
Vorlage S. 65
71
Sagt: »Will Eu'r Gnaden sich die Hände kühlen?«
Vorlage S. 65
72
Ein andrer steh' mit reichem Kleide da
Vorlage S. 65
73
Und frag' ihn, welch ein Anzug ihm beliebt?
Vorlage S. 65
74
Noch einer sprech' ihm vor von Pferd und Hunden,
Vorlage S. 65
75
Und wie sein Unfall sein Gemahl bekümmre.
Vorlage S. 65
76
Macht ihm begreiflich, er sei längst verrückt,
Vorlage S. 66
77
Und sagt er euch, er sei ... so sprecht, ihm träume,
Vorlage S. 66
78
Er sei nichts anders, als ein mächt'ger Lord. –
Vorlage S. 66
79
Dies tut und macht's geschickt, ihr lieben Leute;
Vorlage S. 66
80
Es wird ein schön ausbünd'ger Zeitvertreib,
Vorlage S. 66
81
Wird er gehandhabt mit bescheidnem Maß.
Vorlage S. 66
82
ERSTER JÄGER.
Vorlage S. 66
83
Mylord, vertraut, wir spielen unsre Rolle;
Vorlage S. 66
84
Und unserm Eifer nach soll er es glauben,
Vorlage S. 66
85
Dass er nichts anders ist, als wir ihn nennen.
Vorlage S. 66
86
LORD.
Vorlage S. 66
Historische Illustration zu Der Widerspenstigen Zähmung
Kontextbild zum Werk. Historische Illustration zu „Der Widerspenstigen Zähmung“ — Werkbezogene Bildquelle; keine belegte Zuordnung zu der hier angezeigten einzelnen Textstelle. · Urheber unbekannt · Public domain Bildquelle ↗
87
Hebt ihn behutsam auf, bringt ihn zu Bett,
Vorlage S. 66
88
Und jeder an sein Amt, wenn er erwacht!
Vorlage S. 66
89
Einige tragen Schlau fort. Trompeten.
Vorlage S. 66
90
Geh, Bursch, und sieh, wen die Trompete meldet:
Vorlage S. 66
91
Vielleicht ein großer Herr, der auf der Reise
Vorlage S. 66
92
Sich diesen Ort ersehn, um hier zu rasten.
Vorlage S. 66
93
Sag an, wer ist's?
Vorlage S. 66
94
DIENER.
Vorlage S. 66
95
Mit Euer Gnaden Gunst,
Vorlage S. 66
96
Schauspieler sind's, die ihre Dienste bieten.
Vorlage S. 66
97
LORD.
Vorlage S. 66
98
Führ' sie herein!
Vorlage S. 66
99
Schauspieler treten auf.
Vorlage S. 66
100
Ihr seid willkommen, Leute.
Vorlage S. 66
101
ERSTER SCHAUSPIELER.
Vorlage S. 66
102
Wir danken Euer Gnaden.
Vorlage S. 66
103
LORD.
Vorlage S. 66
104
Gedenkt ihr diesen Abend hier zu bleiben?
Vorlage S. 66
105
ZWEITER SCHAUSPIELER.
Vorlage S. 66
106
Wenn Euer Gnaden unsern Dienst genehmigt.
Vorlage S. 66
107
LORD.
Vorlage S. 66
108
Von Herzen gern. Den Burschen kenn' ich noch,
Vorlage S. 66
109
Er spielte eines Pachters ältsten Sohn;
Vorlage S. 66
110
Da, wo so hübsch du um das Mädchen warbst:
Vorlage S. 66
111
Ich weiß nicht deinen Namen, doch die Rolle
Vorlage S. 66
112
War passend und natürlich dargestellt.
Vorlage S. 66
113
ERSTER SCHAUSPIELER.
Vorlage S. 66
114
War es nicht Soto, den Eu'r Gnaden meint?
Vorlage S. 66
115
LORD.
Vorlage S. 66
116
Der war es auch; du spieltest ihn vortrefflich.
Vorlage S. 66
117
Nun, zur gelegnen Stunde kommt ihr eben,
Vorlage S. 66
118
So mehr, da ich 'nen Spaß mir vorgesetzt,
Vorlage S. 66
119
Wo ihr mit euerm Witz mir helfen könnt.
Vorlage S. 66
120
Ein Lord hier wird euch heute spielen sehn:
Vorlage S. 66
121
Allein ich furcht', ihr kommt mir aus der Fassung:
Vorlage S. 67
122
Dass, fällt sein närrisch Wesen euch ins Auge
Vorlage S. 67
123
(Denn noch sah Mylord niemals ein Theater),
Vorlage S. 67
124
Ihr nicht ausbrecht in schallendes Gelächter,
Vorlage S. 67
125
Und so ihm Anstoß gebt: denn seid versichert,
Vorlage S. 67
126
Wenn ihr nur lächelt, kommt er außer sich.
Vorlage S. 67
127
ERSTER SCHAUSPIELER.
Vorlage S. 67
128
Sorgt nicht, Mylord, wir halten uns in Zaum,
Vorlage S. 67
129
Und wär' er auch die lächerlichste Fratze.
Vorlage S. 67
130
LORD.
Vorlage S. 67
131
Du geh mir, führ' sie in die Kellerei!
Vorlage S. 67
132
Da reiche jedem freundlichen Willkommen,
Vorlage S. 67
133
Und spare nichts, was nur mein Haus vermag!
Vorlage S. 67
134
Schauspieler ab.
Vorlage S. 67
135
– Du hol' Bartholomeo mir, den Pagen,
Vorlage S. 67
136
Und lass ihn kleiden ganz wie eine Dame:
Vorlage S. 67
137
Dann führ' ihn in des Trunkenbolds Gemach;
Vorlage S. 67
138
Und nenn' ihn gnäd'ge Frau, dien' ihm mit Ehrfurcht:
Vorlage S. 67
139
Sag ihm von mir, wenn meine Gunst ihm lieb,
Vorlage S. 67
140
Mög' er mit feinem Anstand sich betragen,
Vorlage S. 67
141
So wie er edle Frauen irgend nur
Vorlage S. 67
142
Mit ihren Eh'herrn sich benehmen sah:
Vorlage S. 67
143
So untertänig sei er diesem Säufer.
Vorlage S. 67
144
Mit sanfter Stimme, tief sich vor ihm neigend,
Vorlage S. 67
145
Sprech' er dann: »Was befiehlt mein teurer Herr,
Vorlage S. 67
146
Worin Eu'r Weib getreu und unterwürfig
Vorlage S. 67
147
Euch Pflicht erweis' und ihre Lieb' erzeige?« –
Vorlage S. 67
148
Hernach mit süßem Kuß und sanft umarmend,
Vorlage S. 67
149
Das Haupt an seine Brust ihm angelehnt,
Vorlage S. 67
150
Soll er im Übermaß der Freude weinen,
Vorlage S. 67
151
Dass sein Gemahl ihm wiederhergestellt,
Vorlage S. 67
152
Der zweimal sieben Jahr, sich selbst verkennend,
Vorlage S. 67
153
Für einen schmutz'gen Bettler sich gehalten. –
Vorlage S. 67
154
Versteht der Knabe nicht die Frauenkunst,
Vorlage S. 67
155
Schnell diesem Regenschauer zu gebieten,
Vorlage S. 67
156
Wird eine Zwiebel ihm behülflich sein,
Vorlage S. 67
157
Die heimlich eingewickelt in ein Tuch
Vorlage S. 67
158
Die Augen sicher unter Wasser setzt. –
Vorlage S. 67
159
Besorge dies, so schleunig du's vermagst:
Vorlage S. 68
160
Ich will sogleich dir mehr noch anvertraun.
Vorlage S. 68
161
Diener ab.
Vorlage S. 68
162
Ich weiß, der Knabe wird den feinen Anstand,
Vorlage S. 68
163
Gang, Stimm' und Wesen einer Dame borgen.
Vorlage S. 68
164
Ich freu' mich drauf, wenn er Gemahl ihn nennt,
Vorlage S. 68
165
Und wie mit Lachen alle werden kämpfen,
Vorlage S. 68
166
Wenn sie dem albern Bauer huld'gen müssen.
Vorlage S. 68
167
Ich geh', noch mehr zu raten; mein Erscheinen
Vorlage S. 68
168
Mag ihre allzu lust'ge Laune dämpfen,
Vorlage S. 68
169
Die sonst vielleicht ein Übermaß erreichte.
Vorlage S. 68
170
Ab mit seinem Gefolge.
Vorlage S. 68
171
Es treten auf Schlau mit mehreren Dienern. Einige tragen Kleider, Becken und Gießkanne und anderes Gerät. Der Lord unter ihnen.
Vorlage S. 68
172
SCHLAU.
Vorlage S. 68
Historische Illustration zu Der Widerspenstigen Zähmung
Kontextbild zum Werk. Historische Illustration zu „Der Widerspenstigen Zähmung“ — Werkbezogene Bildquelle; keine belegte Zuordnung zu der hier angezeigten einzelnen Textstelle. · Urheber unbekannt · Public domain Bildquelle ↗
173
Um Gottes willen, einen Krug Dünnbier!
Vorlage S. 68
174
ERSTER DIENER.
Vorlage S. 68
175
Befiehlt Eu'r Herrlichkeit 'nen Becher Sekt?
Vorlage S. 68
176
ZWEITER DIENER.
Vorlage S. 68
177
Befiehlt Eu'r Gnaden eingemachte Früchte?
Vorlage S. 68
178
DRITTER DIENER.
Vorlage S. 68
179
Welch einen Anzug wünscht Eu'r Gnaden heut?
Vorlage S. 68
180
SCHLAU.
Vorlage S. 68
181
Ich bin Christoph Schlau, heißt mich nicht Herrlichkeit noch Gnaden. Ich habe mein Lebstage keinen Sekt getrunken, und wollt ihr mir Eingemachtes geben, so gebt mir eingemachtes Rindfleisch. Fragt mich nicht, welchen Anzug ich tragen will, denn ich habe nicht mehr Wämser als Rücken, nicht mehr Strümpfe als Beine, nicht mehr Schuhe als Füße, ja zuweilen mehr Füße als Schuhe, oder solche Schuhe, wo mir die Zehen durchs Oberleder kucken.
Vorlage S. 68
182
LORD.
Vorlage S. 68
183
Gott nehm' Eu'r Gnaden diesen müß'gen Wahn! –
Vorlage S. 68
184
O dass ein mächt'ger Lord, von solcher Abkunft,
Vorlage S. 68
185
So großem Reichtum, solcher hohen Würde,
Vorlage S. 68
186
Sich von so bösem Geist beherrschen lässt!
Vorlage S. 68
187
SCHLAU.
Vorlage S. 68
188
Was! wollt Ihr mich verrückt machen? Bin ich denn nicht Christoph Schlau, Sohn des alten Schlau von Burtonhaide? durch Geburt ein Hausierer, durch Erziehung ein Hechelkrämer, durch Verwandlung ein Bärenführer und nun nach meiner jetzigen Hantierung ein Kesselflicker? Fragt nur Anne Hacket, die dicke Bierwirtin von Wincot, ob sie mich nicht kennt. Wenn sie sagt, dass sie mich nicht mit vierzehn Pfennigen für Weißbier auf ihrem Kerbholz angestrichen hat, so streicht mich an als den verlogensten Schelm in der ganzen Christenheit. Was! ich bin doch nicht verhext? – Hier ist ...
Vorlage S. 68
189
ERSTER DIENER.
Vorlage S. 69
190
Oh, dies macht Eure edle Gattin weinen! –
Vorlage S. 69
191
ZWEITER DIENER.
Vorlage S. 69
192
Oh, dies macht Eure treuen Diener trauern! –
Vorlage S. 69
193
LORD.
Vorlage S. 69
194
Ja, deshalb scheun das Haus die Anverwandten,
Vorlage S. 69
195
Als geißelt' Euer Wahnsinn sie hinweg.
Vorlage S. 69
196
O edler Lord, gedenk' der hohen Ahnen,
Vorlage S. 69
197
Den alten Sinn ruf' aus dem Bann zurück,
Vorlage S. 69
198
Und banne diesen blöden, niedern Traum! –
Vorlage S. 69
199
Sieh, alle Diener warten ihres Amts!
Vorlage S. 69
200
Die Pflicht will jeder tun nach deinem Wink.
Vorlage S. 69
201
Willst du Musik? So horch, Apollo spielt,
Vorlage S. 69
202
Und zwanzig Nachtigall'n im Bauer singen: –
Vorlage S. 69
203
Sag, willst du schlafen? Deiner harrt ein Lager,
Vorlage S. 69
204
Weicher und sanfter als das üpp'ge Bett,
Vorlage S. 69
205
Das für Semiramis ward aufgeschmückt: –
Vorlage S. 69
206
Willst du lustwandeln? Blumen streun wir dir;
Vorlage S. 69
207
Willst reiten? Deine Rosse lass' ich zäumen,
Vorlage S. 69
208
Ihr Zeug ganz aufgeschmückt mit Gold und Perlen.
Vorlage S. 69
209
Liebst du die Beize? Deine Falkenschwingen
Vorlage S. 69
210
Sich höher als die Morgenlerche; Jagd?
Vorlage S. 69
211
Der Himmel dröhnt vom Bellen deiner Hunde
Vorlage S. 69
212
Und weckt der hohlen Erde grelles Echo.
Vorlage S. 69
213
ERSTER DIENER.
Vorlage S. 69
214
Sprich, willst du hetzen? Schnell sind deine Hunde,
Vorlage S. 69
215
Leicht wie der Hirsch, und flücht'ger als das Reh.
Vorlage S. 69
216
ZWEITER DIENER.
Vorlage S. 69
217
Liebst du Gemälde? Sprich! Wir bringen dir
Vorlage S. 69
218
Adonis, ruhend an dem klaren Bach,
Vorlage S. 69
219
Und Cytherea, ganz im Schilf versteckt,
Vorlage S. 69
220
Das ihrem Atem kost und so sich regt,
Vorlage S. 69
221
Wie schwankes Schilfrohr mit dem Winde spielt.
Vorlage S. 69
222
LORD.
Vorlage S. 69
223
Wir zeigen Jo dir, da sie noch Jungfrau,
Vorlage S. 69
224
Wie sie betrogen ward und überrascht,
Vorlage S. 70
225
Ganz nach dem Leben täuschend dargestellt.
Vorlage S. 70
226
DRITTER DIENER.
Vorlage S. 70
227
Und Daphne, flüchtend durch den dorn'gen Wald,
Vorlage S. 70
228
Zerritzt die Beine, dass man schwört, sie blute,
Vorlage S. 70
229
Und bei dem Anblick traurig wein' Apollo:
Vorlage S. 70
230
So meisterlich gemalt sind Blut und Tränen.
Vorlage S. 70
231
LORD.
Vorlage S. 70
232
Du bist ein Lord, nichts anders als ein Lord:
Vorlage S. 70
233
Und ein Gemahl besitzest du, weit schöner
Vorlage S. 70
234
Als irgendein' in dieser dürft'gen Zeit.
Vorlage S. 70
235
ERSTER DIENER.
Vorlage S. 70
236
Und eh' die Tränen, die für dich vergossen,
Vorlage S. 70
237
Voll Neid ihr lieblich Antlitz überströmt,
Vorlage S. 70
238
War sie das reizendste Geschöpf der Welt,
Vorlage S. 70
239
Und jetzt noch steht sie keiner andern nach.
Vorlage S. 70
240
SCHLAU.
Vorlage S. 70
241
Bin ich ein Lord? Und hab' ich solche Frau?
Vorlage S. 70
242
Träum' ich? Sagt, oder träumte mir bis jetzt?
Vorlage S. 70
243
Ich schlafe nicht, ich seh', ich hör', ich spreche,
Vorlage S. 70
244
Ich rieche Duft, ich fühle weiches Lager:
Vorlage S. 70
245
Bei meiner Seel', ich bin ein Lord, wahrhaftig,
Vorlage S. 70
246
Kein Kesselflicker, noch Christoffer Schlau.
Vorlage S. 70
247
Wohlan, so bringt mir meine Frau vor Augen,
Vorlage S. 70
248
Und nochmals: einen Krug vom dünnsten Bier! –
Vorlage S. 70
249
ZWEITER DIENER.
Vorlage S. 70
250
Will Eu'r Erhabenheit die Hände waschen?
Vorlage S. 70
251
Die Diener reichen ihm Becken, Kanne und Tuch.
Vorlage S. 70
252
Wir sind beglückt, dass Ihr zurecht Euch fandet;
Vorlage S. 70
253
Oh, dass Ihr endlich einseht, wer Ihr seid! –
Vorlage S. 70
254
Seit funfzehn Jahren wart Ihr wie im Traum,
Vorlage S. 70
255
Und wachtet Ihr, so war's, als ob Ihr schlieft.
Vorlage S. 70
256
SCHLAU.
Vorlage S. 70
257
Seit funfzehn Jahren! Blitz, ein hübsches Schläfchen!
Vorlage S. 70
258
Sprach ich denn gar nichts in der ganzen Zeit? –
Vorlage S. 70
Historische Darstellung von William Shakespeare
Kontextbild zum Werk. Historische Darstellung von William Shakespeare — Spätere künstlerische Darstellung; kein gesichertes Bildnis aus dem Leben. · Martin Droeshout · Public domain Bildquelle ↗
259
ERSTER DIENER.
Vorlage S. 70
260
O ja, Mylord, doch lauter unnütz Zeug.
Vorlage S. 70
261
Denn lagt Ihr gleich in diesem schönen Zimmer,
Vorlage S. 70
262
Doch sagtet Ihr, man werf' Euch aus der Tür.
Vorlage S. 70
263
Dann schaltet Ihr die Wirtin aus und drohtet,
Vorlage S. 70
264
Sie beim Gerichtstag nächstens zu verklagen.
Vorlage S. 70
265
Weil sie Steinkrüge gab statt richt'gen Maßes:
Vorlage S. 70
266
Dann wieder rieft Ihr nach Cäcilie Hacket.
Vorlage S. 70
267
SCHLAU.
Vorlage S. 70
268
Ja, ja, der Wirtin Tochter in der Schenke.
Vorlage S. 70
269
DRITTER DIENER.
Vorlage S. 70
270
Ei Herr, Ihr kennt solch Haus nicht und solch Mädchen,
Vorlage S. 71
271
Noch solche Leute, als Ihr hergezählt,
Vorlage S. 71
272
Auch all die Männer, die Ihr nanntet, nicht:
Vorlage S. 71
273
Als Stephan Schlau, Hans Knopf den alten Dicken,
Vorlage S. 71
274
Und Peter Torf und Heinrich Pimpernell,
Vorlage S. 71
275
Und zwanzig solcher Namen noch und Leute,
Vorlage S. 71
276
Die niemals lebten und die niemand kennt.
Vorlage S. 71
277
SCHLAU.
Vorlage S. 71
278
Nun, Gott sei Dank für unsre Beßrung!
Vorlage S. 71
279
ALLE.
Vorlage S. 71
280
Amen! –
Vorlage S. 71
281
SCHLAU.
Vorlage S. 71
282
Ich danke dir, 's soll nicht dein Schade sein. –
Vorlage S. 71
283
Der Page kommt, wie eine Dame gekleidet, mit Gefolge.
Vorlage S. 71
284
PAGE.
Vorlage S. 71
285
Wie geht es meinem Herrn?
Vorlage S. 71
286
SCHLAU.
Vorlage S. 71
287
Ei nun, recht wohl, hier gibt's genug zu essen.
Vorlage S. 71
288
Wo ist mein Weib?
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290
Hier, edler Herr; was wolltest du von ihr?
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291
SCHLAU.
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292
Seid Ihr mein Weib und nennt mich nicht mein Mann?
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293
Herr heiß' ich fürs Gesind', ich bin Eu'r Alter.
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294
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295
Mein Gatte und mein Herr, mein Herr und Gatte,
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296
Ich bin Eu'r Eh'gemahl in schuld'ger Demut.
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297
SCHLAU.
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298
Nun ja, ich weiß. Wie heißt sie denn?
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299
LORD.
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300
Madam.
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301
SCHLAU.
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302
Was! Madam Else? oder Madam Hanne? –
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303
LORD.
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304
Madam schlichtweg, so nennen Lords die Ladies.
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305
SCHLAU.
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306
Nun, Madam Frau, man sagt, ich schlief und träumte
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307
Schon an die funfzehn Jahre wohl und länger.
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308
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309
Ja, und die Zeit bedünkte mich wie dreißig,
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310
Weil ich so lang' getrennt von deinem Bett.
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311
SCHLAU.
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312
's ist viel! Leute, lasst mich und sie allein!
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313
Madam, zieht Euch nur aus und kommt zu Bett!
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315
Dreimal erhabner Lord, ich muss Euch flehn,
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316
Geduldet Euch nur wen'ge Nächte noch,
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317
Wo nicht, nur bis die Sonne unterging:
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318
Denn Eure Ärzte haben streng verordnet
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319
(In Furcht, Eu'r altes Übel kehre wieder),
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Dass ich mich noch von Eurem Bett entferne:
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321
So steht die Sache, drum entschuldigt mich!
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322
SCHLAU.
Vorlage S. 71
323
I nun ja, wenn's so steht, ist's aber doch schwer, so lange zu warten. Aber es sollte mich freilich verdrießen, wenn ich wieder in meine Träume verfiele, darum will ich warten, was auch Fleisch und Blut dazu sagen mögen.
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324
Ein Diener kommt.
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DIENER.
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Eu'r Herrlichkeit Schauspieler sind bereit,
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Weil Ihr gesund, ein lustig Stück zu spielen,
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Denn also halten's Eure Ärzte dienlich,
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Weil zu viel Trübsinn Euer Blut verdickt,
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Und Traurigkeit des Wahnsinns Amme ist.
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331
Deshalb schien's ihnen gut, Ihr säht dies Spiel
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332
Und lenktet Euren Sinn auf muntern Scherz:
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333
Dadurch wird Leid verbannt, verlängt das Leben.
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SCHLAU.
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335
Zum Henker, das soll geschehn. Ist es nicht so eine Komodität, eine Christmarktstanzerei, oder eine Luftspringergeschichte?
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337
Nein, Herr, dies Zeug gefällt Euch wohl noch besser.
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SCHLAU.
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339
Was? ist es Tischzeug?
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341
's ist 'ne Art Historie.
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SCHLAU.
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Nun, wir wollen's ansehn. Komm, Madam Frau, setz' dich neben mich und lass der Welt ihren Lauf; wir werden niemals wieder jünger.
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Nach dem Lesen

Dein Blick auf das Kapitel

10er-QuizZitate verstehen · Zusammenhänge erkennen · Lernpunkte sammeln10 Fragen

Eine Antwort ist jeweils richtig. Lies den Textbeleg aufmerksam. Bei einer falschen Antwort kannst du es erneut versuchen.

Angemeldet zählen richtige Antworten für deinen Lernstand. Als Gast übst du ohne Kontopunkte.

Je Frage sind beim ersten Versuch 10 Punkte möglich, danach 5, 3 oder 1. Bereits gelöste Fragen bleiben zum Üben verfügbar.

1. Wie geht dieser Textausschnitt im Kapitel unmittelbar weiter? Ergänze den genauen Wortlaut. »Und zweimal fand er …«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗

3. Welchen Zusammenhang kennzeichnet das Wort »Weil« in diesem Textausschnitt? »Weil sie Steinkrüge gab statt richt'gen Maßes: Dann wieder rieft Ihr nach Cäcilie Hacket.«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗

4. Welcher Ausschnitt enthält eine ausdrückliche Verneinung oder einen Ausschluss? Achte auf ein ausdrücklich genanntes Signalwort.

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗ Textstelle 5 ↗ Textstelle 6 ↗ Textstelle 7 ↗ Textstelle 8 ↗ Textstelle 9 ↗ Textstelle 10 ↗ Textstelle 11 ↗ Textstelle 12 ↗ Textstelle 13 ↗ Textstelle 14 ↗

5. Welche Sprecherangabe gehört im Kapitel zu diesen Worten? »Versteht der Knabe nicht die Frauenkunst,«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗

6. In welcher Reihenfolge stehen diese drei Ausschnitte im Kapitel? Gemeint ist ihre Reihenfolge im Text, nicht die Zeit der erzählten Ereignisse. A: »Den Hund möcht' ich für zwanzig Pfund nicht missen.« B: »Ich schlafe nicht, ich seh', ich hör', ich spreche,« C: »(Denn noch sah Mylord niemals ein Theater), Ihr nicht ausbrecht in schallendes Gelächter, Und so ihm Anstoß gebt: denn seid versichert, Wenn ihr nur lächelt, kommt er außer sich.«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗ Textstelle 5 ↗ Textstelle 6 ↗

7. Wie geht dieser Textausschnitt im Kapitel unmittelbar weiter? Ergänze den genauen Wortlaut. »Und eh' die Tränen, …«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗

9. Welchen Zusammenhang kennzeichnet das Wort »Deshalb« in diesem Textausschnitt? »Deshalb schien's ihnen gut, Ihr säht dies Spiel Und lenktet Euren Sinn auf muntern Scherz:«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗

10. Wie geht dieser Textausschnitt im Kapitel unmittelbar weiter? Ergänze den genauen Wortlaut. »Ja, und die Zeit bedünkte mich wie dreißig, …«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗ Textstelle 5 ↗
Aufgaben zum TextVerstehen, begründen und mit Textstellen arbeiten · ohne Punkte

1. Ordne diese Textstelle in den Zusammenhang ein: »geh in dein kaltes Bett und wärme dich«. Was geschieht oder wird hier besprochen? Erkläre in drei bis fünf Sätzen auch, was davor und danach wichtig ist.

Impulse zur Selbstprüfung

Lies die verlinkte Stelle mit ihrer Umgebung. Trenne ausdrücklich Gesagtes von Vermutungen.

  • Situation oder Gedanke verständlich erklärt
  • Mindestens ein passender Textbeleg
  • Eigene Formulierungen statt bloßer Abschrift
Textstelle nachlesen ↗

2. Vergleiche die beiden Ausschnitte: »geh in dein kaltes Bett und wärme dich« und »Und lenktet Euren Sinn auf muntern Scherz:«. Welche Entwicklung, Gemeinsamkeit oder Spannung erkennst du? Begründe mit beiden Textstellen.

Impulse zur Selbstprüfung

Auch eine gleichbleibende Haltung ist ein mögliches Ergebnis. Erfinde keine Entwicklung, wenn sie sich aus dem Text nicht belegen lässt.

  • Beide Ausschnitte im Zusammenhang gelesen
  • Eine Gemeinsamkeit oder einen Unterschied erläutert
  • Deutung und wörtlichen Beleg unterschieden
Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗

3. Untersuche die sprachliche Wirkung dieses Ausschnitts: »Sprech' er dann: »Was befiehlt mein teurer Herr,«. Wähle ein auffälliges Wort, ein Bild oder eine Formulierung. Erkläre seine Wirkung und begründe eine mögliche andere Lesart.

Impulse zur Selbstprüfung

Es gibt nicht nur eine richtige Interpretation. Prüfe beide Lesarten am Kapitel und benenne, was offen bleibt.

  • Sprachliches Merkmal am Wortlaut benannt
  • Wirkung als begründete Deutung formuliert
  • Alternative Lesart oder Grenze der Deutung erklärt
Textstelle nachlesen ↗
Kreativ schreibenDrei Anregungen in drei Niveaustufen · ohne Punkte

Wähle die Anregung, die zu dir passt. Deine eigene Fassung bleibt klar vom Originaltext getrennt.

Niveau 1 · Einstieg

1. Schreibe zu diesem Textausschnitt 5–8 eigene Sätze: »Ich will Euch zwiebeln, mein' Seel'!«. Wähle eine Person, einen Gegenstand oder einen Gedanken daraus. Schreibe aus einer neuen Sicht. Satzanfänge helfen: „Ich bemerke …“, „Ich frage mich …“, „Als Nächstes …“.

Impulse zur Selbstprüfung

Mehrere Lösungen sind möglich. Prüfe deinen Text an den Kriterien oder besprich ihn mit anderen. Diese Aufgabe gibt keine automatisch bewerteten Punkte.

  • Übernimm mindestens zwei passende Einzelheiten aus dem Kapitel.
  • Trenne ein wörtliches Zitat deutlich von deinem eigenen Text.
  • Kennzeichne deine Ergänzungen als erfunden.
Textstelle nachlesen ↗

Niveau 2 · Vertiefung

2. Verwandle den folgenden Ausschnitt in einen Brief, Tagebucheintrag oder kurzen Dialog: »Ich freu' mich drauf, wenn er Gemahl ihn nennt, Und wie mit Lachen alle werden kämpfen, Wenn sie dem albern Bauer huld'gen müssen.«. Entscheide, wer sich an wen richtet. Schreibe etwa 120–180 Wörter. Bei einem Sachtext kann ein lernender Mensch einem anderen die Idee erklären.

Impulse zur Selbstprüfung

Mehrere Lösungen sind möglich. Prüfe deinen Text an den Kriterien oder besprich ihn mit anderen. Diese Aufgabe gibt keine automatisch bewerteten Punkte.

  • Die neue Textform und die gewählte Stimme sind erkennbar.
  • Mindestens zwei Aussagen oder Ereignisse bleiben mit dem Kapitel vereinbar.
  • Ergänze einen kurzen Kommentar: Was hast du übernommen, was bewusst erfunden?
Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗

Niveau 3 · Gestaltung

3. Schreibe ausgehend vom Kapitelende eine alternative Fortsetzung oder eine Szene mit einer Gegenposition: »Komm, Madam Frau, setz' dich neben mich und lass der Welt ihren Lauf; wir werden niemals wieder jünger.«. Entwickle etwa 200–300 Wörter. Bei einem Sachtext kannst du ein Streitgespräch über eine These gestalten. Begründe anschließend in 3–5 Sätzen deine Entscheidungen mit zwei kurzen Zitaten aus dem Kapitel.

Impulse zur Selbstprüfung

Mehrere Lösungen sind möglich. Prüfe deinen Text an den Kriterien oder besprich ihn mit anderen. Diese Aufgabe gibt keine automatisch bewerteten Punkte.

  • Die Fortsetzung oder Gegenposition knüpft nachvollziehbar an konkrete Textstellen an.
  • Zwei genaue Zitate begründen die Gestaltung; Schlussfolgerungen werden als eigene Deutung markiert.
  • Der neue Text ist ausdrücklich eine eigene Bearbeitung und wird nicht dem Originalautor zugeschrieben.
Textstelle nachlesen ↗

Ausgabe, Herkunft und Rechte

Autor und namentlich belegte Übersetzung sind nach den geprüften Lebensdaten in Deutschland gemeinfrei. TextGrid und www.editura.de stellen Struktur und Metadaten unter CC BY 3.0 DE bereit.

Der Widerspenstigen Zähmung

William Shakespeare: Sämtliche Werke in vier Bänden. Band 1, Herausgegeben von Anselm Schlösser. Berlin: Aufbau, 1975. Shakespeare, William 64- Berlin

Das Werk Der Widerspenstigen Zähmung von Shakespeare, William ist eine Abwandlung des Datenbestandes der Digitalen Bibliothek von TextGrid, www.editura.de und wird unter der Creative Commons Lizenz veröffentlicht.

Quelltext und Ausgabe ↗ · CC BY 3.0 DE; underlying texts public domain per source Lizenz

Originalsprache · Englisch

Englischer Originaltext in der digitalen Project-Gutenberg-Ausgabe. Die Vorlage nennt keine historische Druckausgabe. Unterschiedliche Bühnenfassungen, Szenenteilungen und historische Übersetzungen können voneinander abweichen. Keine Behauptung einer Erstfassung oder zeilengetreuen Entsprechung. Wortlaut, Rechtschreibung und Interpunktion dieser Quelle bleiben erhalten; nur HTML-Layout wird in Lesetext übertragen.

William Shakespeare: The Taming of the Shrew. Project Gutenberg eBook 1508. Originalsprache Englisch; digitale Quelle unverändert archiviert.

Autorschaft und Ausgabe: William Shakespeare

Originaltext und Ausgabe ↗ · Project Gutenberg · Lizenz und Nutzungsbedingungen

Die Fassungen folgen den jeweils angegebenen Quellen; ihre Gliederung kann abweichen.

Welche Änderungen enthält die Lesefassung?

Explizite Wortliste statt allgemeiner Such-und-Ersetz-Regeln. Jede Änderung ist mit Kapitel, Absatz, Quellposition und Regel dokumentiert. Erfasste Namen und bekannte mehrdeutige Formen bleiben ausgespart; dies ist keine automatische vollständige Namenserkennung. Grundlage für s/ss/ß: Amtliches Regelwerk 2024, §§ 2, 5 und 25. Die unveränderte Quellfassung bleibt verfügbar.