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Buch - Der Sophist - Platon

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Deutsche Übersetzung · Lesefassung

Der Sophist

Platon

Im Gespräch über den Sophisten untersucht Platon das Verhältnis von Sein, Nichtsein und falscher Aussage. Die gemeinsame Suche prüft, wie Begriffe voneinander abgegrenzt und dennoch miteinander verbunden werden können.

Philosophischer DialogKlasse 11–135 Abschnitte
Platon – antike Büste
Platon – antike Büste — Antikes Bildnis zur Autorschaft; Fotografie von Osama Shukir Muhammed Amin. · Osama Shukir Muhammed Amin FRCP(Glasg) · CC BY-SA 4.0 Bildquelle ↗

Deutsche Übersetzung: Schleiermacher, Friedrich

Hinweise für den Unterricht
  • Historische philosophische, religiöse und naturkundliche Aussagen sowie zeitgebundene gesellschaftliche Wertungen kritisch einordnen. Diese Texte vermitteln keine heutigen wissenschaftlichen, medizinischen oder rechtlichen Handlungsempfehlungen. Klassenangaben sind eine redaktionelle Orientierung.

Behutsam angepasste Schreibweise nach einer begrenzten Wortliste. Mehrdeutige Formen, erfasste Namen, Sprechernamen, Bühnenanweisungen, Überschriften und Anmerkungen bleiben unverändert. Keine vollständige redaktionelle Überarbeitung nach heutiger Rechtschreibung. Für wortgetreue Quellenzitate die Quellfassung wählen.

Deutsch · Abschnitt 1 von 5

Der Sophist · Leseabschnitt 1

Redaktioneller Leseabschnitt innerhalb von „Der Sophist“. Die zusätzliche Gliederung verändert weder Wortlaut noch Reihenfolge.

1
Platon
Vorlage S. 662
2
Der Sophist
Vorlage S. 662
3
(Sophistês)
Vorlage S. 662
4
Theodoros · Sokrates · Fremder aus Elea · Theaitetos
Vorlage S. 665
5
Theodoros: Der gestrigen Verabredung gemäß, o Sokrates, Stellen wir selbst uns gebührend ein und bringen auch hier noch einen Fremdling mit, seiner Abkunft nach aus Elea, und einen Freund derer, die sich zum Parmenides und Zenon halten, einen gar philosophischen Mann.
Vorlage S. 665
6
Sokrates: Solltest du etwa, Theodoros, dir unbewusst nicht einen Fremdling, sondern einen Gott mitbringen nach der Rede des Homeros, welcher ja sagt, dass sowohl andere Götter solche Menschen, die an Recht und Scham festhalten, als auch besonders der gastliche Gott, zu geleiten pflegen, um den Übermut und die Frömmigkeit der Menschen zu beschauen: Vielleicht also begleitet auch dich auf dieselbe Art dieser, einer der Höheren, um uns, die wir noch so gering sind im Reden, heimzusuchen und zu überführen, ein überführender Gott?
Vorlage S. 665
7
Theodoros: Nicht ist dieses die Weise des Fremdlings, o Sokrates; sondern bescheidener ist er als die, welche sich auf das Streiten gelegt haben. Und es dünkt mich der Mann ein Gott zwar keineswegs zu sein, göttlich aber gewiss; denn alle Philosophen möchte ich so benennen.
Vorlage S. 665
8
Sokrates: Und mit Recht, o Freund. Nur mag wohl dieses Geschlecht, dass ich es heraussage, nicht viel leichter zu erkennen sein als das der Götter. Denn in gar mancherlei Gestalten erscheinen, wegen der Unwissenheit der andern, diese Männer, die nicht angeblichen, sondern wahrhaften Philosophen, und durchgehen, die Gebiete der Menschen betrachtend, von oben her der Niedern Leben, und einigen scheinen sie gar nichts wert zu sein, anderen über alles zu schätzen, und sie werden bald für Staatsmänner angesehen, bald für Sophisten; ja bisweilen sind sie einigen schon vorgekommen als gänzlich Verwirrte. Von unserm Fremdling nun möchte ich gern vernehmen, wenn es auch ihm gelegen wäre, was doch die Leute dortigen Ortes hiervon hielten und sagten.
Vorlage S. 665
9
Theodoros: Wovon denn?
Vorlage S. 665
10
Sokrates: Vom Sophisten, Staatsmann, Philosophen.
Vorlage S. 665
11
Theodoros: Was doch eigentlich? Und was für Ungewissheit hast du hierüber, dass dir dies zu fragen eingefallen ist?
Vorlage S. 665
12
Sokrates: Diese, ob sie dies alles für einerlei hielten oder für zweierlei, oder ob sie, so wie die drei Wörter, so auch drei Gattungen unterscheidend, nach der Zahl der Namen mit jedem auch einen besonderen Begriff verknüpften?
Vorlage S. 665
13
Theodoros: Er wird ja, wie ich meine, kein Bedenken haben, dies durchzugehen. Oder was, o Fremdling, wollen wir sagen; fremder: Eben dies, Theodoros. Denn weder habe ich ein Bedenken, noch ist es schwer zu sagen, dass sie es ja wohl für dreierlei hielten. Einzeln aber genau zu bestimmen, was jedes ist, das ist kein kleines noch leichtes Geschäft.
Vorlage S. 665
14
Theodoros: Recht glücklich, o Sokrates, hast du einen Gegenstand ergriffen, der dem ganz verwandt ist, worüber wir schon, ehe wir hierhergingen, diesen befragten. Er aber hat dasselbe, was jetzt gegen dich, auch vorher gegen uns vorgeschützt. Denn genug darüber gehört zu haben bekennt er, und auch, dass es ihm nicht entfallen ist.
Vorlage S. 665
15
Sokrates: Also, o Fremdling, bescheide uns ja nicht abschlägig, indem wir eben die erste Gunst von dir erbitten! Sondern nur dies sage uns zuvor, ob du gewohnt bist, lieber für dich allein in fortlaufender Rede sprechend dasjenige durchzuführen, was du jemandem darstellen willst, oder in Fragen; welcher Art und Weise ich einst den Parmenides sich bedienen und treffliche Sachen durchführen hörte in meinem Beisein, da ich noch ein junger Mensch, er aber schon ziemlich bei Jahren war.
Vorlage S. 665
16
Fremder: Mit einem, o Sokrates, der ohne Verdruss und lenksam mitzusprechen weiß, lieber leichter so gesprächsweise; wenn aber das nicht, dann allein.
Vorlage S. 665
17
Sokrates: Demnach nun steht dir frei, von den Anwesenden welchen du willst auszuwählen; denn alle werden dir willig folgen. Nimmst du aber meinen Rat an, so wirst du einen von den Jünglingen wählen, etwa hier den Theaitetos, oder welcher von den andern nach deinem Sinne sein mag.
Vorlage S. 665
18
Fremder: O Sokrates, eine gewisse Scham ergreift mich doch, dass ich, jetzt zum ersten Male unter euch, nicht soll kurzes Gespräch Wort um Wort mit euch führen, sondern mich ausbreitend eine zusammenhängende Rede durchführen, geschehe es nun allein oder mit einem andern, als ob ich mich vor euch zeigen wollte. Denn das Aufgegebene ist in der Tat nicht so kurz, als einer, wenn es so gefragt ist, erwarten könnte; sondern es bedarf einer gar langen Auseinandersetzung. Auf der andern Seite aber dir und diesen nicht gefällig zu sein, zumal nach dem, was du gesagt, scheint mir ungastlich zu sein und ungesittet. Denn dass Theaitetos der Gesprächsgenosse sei, ist mir auf alle Weise genehm, sowohl infolge dessen, was ich schon selbst vorher mit ihm gesprochen habe, als auch, weil du ihn jetzt dazu empfiehlst.
Vorlage S. 665
19
Theaitetos: Wirst du so aber auch, wie Sokrates sagte, allen gefällig sein, o Fremdling?
Vorlage S. 666
20
Fremder: Hierüber scheint nichts mehr zu sagen nötig, Theaitetos, und an dich soll von nun an, wie es scheint, meine Rede ergehen. Wenn es dich aber auf die Länge anstrengt und dir beschwerlich wird, so gib die Schuld davon nicht mir, sondern diesen deinen Freunden!
Vorlage S. 666
21
Theaitetos: Ich hoffe ja, dass ich jetzt gerade nicht so ermüden werde. Sollte mir aber dergleichen begegnen, so wollen wir auch diesen Sokrates dazunehmen, der dem Sokrates dem Namen, mir dem Alter nach gleich ist und mein Übungsgenosse und dem daher mancherlei mühsam mit mir zu bestehen nicht ungewohnt ist.
Vorlage S. 666
22
Fremder: Wohlgesprochen, und hierüber magst du selbst mit dir zu Rate gehn im Verfolg unserer Rede. Jetzt aber musst du gemeinschaftlich mit mir zur Untersuchung schreiten, zuerst beginnend, wie mich dünkt, vom Sophisten zu suchen und durch die Rede aufzuhellen, was er wohl ist. Denn jetzt haben ich und du von ihm nur erst den Namen gemein; die Sache aber, der wir ihn beilegen, mag vielleicht jeder von uns bei sich selbst besonders vorstellen. Immer aber muss man in allen Dingen über die Sache lieber durch Erklärungen sich verständigen als nur über den Namen ohne Erklärung. Der ganze Stamm aber, den wir jetzt vorhaben zu suchen, ist wohl nicht eben vor andern leicht zu ergreifen: wohin er gehört, der Sophist. Was aber Großes wohl gelingen soll, darüber sind alle von jeher einig, dass man es zuvor an Kleinem und Leichterem üben müsse, ehe als an dem Größten selbst. So auch jetzt, o Theaitetos, rate ich wenigstens uns beiden, – weil wir die Art des Sophisten für mühsam und schwer einzufangen halten, zuvor an etwas anderem. Leichterem das Verfahren zu versuchen, wenn du nicht etwa anderswoher einen anderen, leichteren Weg anzugeben hast.
Vorlage S. 666
23
Theaitetos: Den habe ich nicht.
Vorlage S. 667
24
Fremder: Sollen wir uns also etwas ganz Geringes holen und daran versuchen, ein Vorbild aufzustellen für das Größere?
Vorlage S. 667
25
Theaitetos: Ja.
Vorlage S. 667
26
Fremder: Was sollen wir also vornehmen leicht zu Erkennendes und Kleines, dennoch aber nicht kürzerer Erklärung Bedürfendes als das Größere? Etwa der Angelfischer: ist der nicht etwas allen Bekanntes und viel Mühe auf ihn zu wenden gar nicht wert?
Vorlage S. 667
27
Theaitetos: So ist er.
Vorlage S. 667
28
Fremder: Ein Verfahren aber soll er uns, hoffe ich, zeigen und eine Erklärung gar nicht unangemessen für das, was wir wollen.
Vorlage S. 667
29
Theaitetos: Das wäre ja vortrefflich.
Vorlage S. 667
30
Fremder: Wohlan denn, lass uns so mit ihm beginnen: Sage mir, wollen wir ihn als einen Künstler setzen oder als einen Kunstlosen, dem aber irgend ein anderes Vermögen zukommt?
Vorlage S. 667
31
Theaitetos: Keineswegs doch als einen Kunstlosen.
Vorlage S. 667
32
Fremder: Für alle Künste aber gibt es etwa zwei Begriffe.
Vorlage S. 667
33
Theaitetos: Wie das?
Vorlage S. 667
34
Fremder: Der Ackerbau nämlich und jegliche Bemühung um einen sterblichen Körper, und wiederum, was sich auf das Zusammengefügte und Gestaltete bezieht, was wir Gerätschaft nennen, dann die nachahmende Kunst, alles dieses kann mit Recht durch eine Benennung bezeichnet werden.
Vorlage S. 667
35
Theaitetos: Wie und durch welche?
Vorlage S. 667
36
Sokrates: Wo nur immer jemand, was zuvor nicht war, hernach zum Dasein bringt, sagt man, dass der Bringende es mache, das Gebrachte aber gemacht werde.
Vorlage S. 667
37
Theaitetos: Richtig.
Vorlage S. 667
38
Fremder: Was wir nun eben angeführt haben, hatte sämtlich hierin seine Kraft.
Vorlage S. 667
39
Theaitetos: Hierin allerdings.
Vorlage S. 667
40
Fremder: So könnte man demnach dies alles zusammenfassend die hervorbringende Kunst nennen.
Vorlage S. 667
41
Theaitetos: So sei es.
Vorlage S. 667
42
Fremder: Alle Arten des Erlernens aber auf der andern Seite und der Erkenntnis, alles Geldverdienen ferner und Kämpfen und Jagen, da keine davon etwas verfertigt, sondern nur das bereits Vorhandene und Gewordene teils durch Worte und Taten in ihre Gewalt bringt, teils es denen, welche es in ihre Gewalt bringen, nicht vergönnt: so könnte deshalb am besten eine Kunst, welche man die erwerbende Kunst nennte, alle diese Abteilungen beschreiben.
Vorlage S. 668
43
Theaitetos: Ja, das ginge wohl.
Vorlage S. 668
44
Fremder: Wenn nun alle Künste zur erwerbenden oder hervorbringenden gehören, unter welche, o Theaitetos, wollen wir den Angelfischer setzen?
Vorlage S. 668
45
Theaitetos: Unter die erwerbende offenbar.
Vorlage S. 668
46
Fremder: Gibt es aber von der erwerbenden nicht zwei Gattungen, deren eine jegliches auf beiden Seiten gutwillige Umsetzen ist durch Geschenk sowohl als Kauf oder Miete; das übrige insgesamt aber, jegliche Bezwingung, geschehe sie nun wörtlich oder tätlich, in sich Schließende hieße die bezwingende.
Vorlage S. 668
47
Theaitetos: Es ist deutlich aus dem Gesagten.
Vorlage S. 668
48
Fremder: Wie aber? Sollen wir die bezwingende nicht wieder in zwei zerschneiden?
Vorlage S. 668
49
Theaitetos: Auf welche Art?
Vorlage S. 668
50
Fremder: Indem wir nämlich alles Offenbare als Kampf setzen, das Heimliche in ihr aber insgesamt als Nachstellung.
Vorlage S. 668
51
Theaitetos: Gut.
Vorlage S. 668
52
Fremder: Die Nachstellung nun wäre es unvernünftig nicht wieder in zwei zu teilen.
Vorlage S. 668
53
Theaitetos: Sage, wie?
Vorlage S. 668
54
Fremder: Die eine für das Leblose absondernd, die andere für das Belebte.
Vorlage S. 668
55
Theaitetos: Warum sollte man nicht, wenn es doch beides gibt?
Vorlage S. 668
56
Fremder: Wie gäbe es das nicht? Und die des Leblosen, welche bis auf einige Teile der Taucherkunst und andere dergleichen kleinere unbenannt ist, müssen wir liegen lassen, die des Belebten aber, welche nun die Nachstellung gegen Tiere ist, die Tiernachstellung oder die Jagd nennen.
Vorlage S. 668
57
Theaitetos: So sei es.
Vorlage S. 668
58
Fremder: Von der Jagd aber könnte man nicht eine zwiefache Art mit Recht anführen? Eine, welche, auf die Gattung der Landtiere gehend, in viele Arten und Namen geteilt ist, die Landjagd; die andere, ganz auf die schwimmenden Tiere gehend, die Jagd im Flüssigen.
Vorlage S. 669
59
Theaitetos: Allerdings.
Vorlage S. 669
60
Fremder: Von den schwimmenden Tieren aber sehen wir ein befiedertes Geschlecht und ein im Wasser lebendes?
Vorlage S. 669
61
Theaitetos: Wie sollten wir nicht?
Vorlage S. 669
62
Fremder: Und die gesamte Jagd auf das befiederte Geschlecht heißt doch wohl die Vogeljagd?
Vorlage S. 669
63
Theaitetos: So heißt sie allerdings.
Vorlage S. 669
64
Fremder: Und die auf das im Wasser Lebende insgemein die Fischerei?
Vorlage S. 669
65
Theaitetos: Ja.
Vorlage S. 669
66
Fremder: Und wie? Möchten wir nicht auch diese Jagd wiederum in zwei große Teile teilen?
Vorlage S. 669
67
Theaitetos: In was für welche?
Vorlage S. 669
68
Fremder: Inwiefern der eine durch Gehege allein den Fang vollbringt, der andere durch Verwundung.
Vorlage S. 669
69
Theaitetos: Wie meinst du das? Und wonach trennen sich beide?
Vorlage S. 669
70
Fremder: Die einen, weil alles, was etwas, um es zurückzuhalten, umgibt, wohl ein Gehege heißen muss.
Vorlage S. 669
71
Theaitetos: Freilich.
Vorlage S. 669
72
Fremder: Reusen also und Schlingen und Hamen und Grundnetze und dergleichen, soll man das anders als Gehege nennen?
Vorlage S. 669
73
Theaitetos: Nicht anders.
Vorlage S. 669
74
Fremder: Netzfang also würden wir diesen Teil der Jagd nennen, oder so ungefähr.
Vorlage S. 669
75
Theaitetos: Ja.
Vorlage S. 669
76
Fremder: Der aber mit Haken und Harpunen durch Verwundung geschieht, den würden wir von jenem unterscheidend jetzt mit einem Worte die Wundfischerei nennen müssen. Oder wie, Theaitetos, könnte man sie besser benennen?
Vorlage S. 669
77
Theaitetos: Lass es sein mit dem Namen; denn auch dieser ist gut genug.
Vorlage S. 669
78
Fremder: Die nächtliche Art Wundfischerei nun, die beim Scheine des Feuers getrieben wird, heißt bei denen, die ihr obliegen, schon der Fackelfang.
Vorlage S. 669
79
Theaitetos: Freilich.
Vorlage S. 670
80
Fremder: Die aber bei Tage, mit Haken an der Spitze und mit Harpunen, heißt im allgemeinen die Hakenfischerei.
Vorlage S. 670
81
Theaitetos: So heißt sie.
Vorlage S. 670
82
Fremder: Was nun bei dieser zur Wundfischerei gehörigen Hakenfischerei von oben nach unten geschieht, das wird, weil man sich der Harpunen vornehmlich auf diese Art bedient, die Harpunenfischerei genannt.
Vorlage S. 670
83
Theaitetos: So nennen sie einige.
Vorlage S. 670
84
Fremder: Das übrige ist nun nur noch eine Art.
Vorlage S. 670
85
Theaitetos: Was für eine?
Vorlage S. 670
86
Fremder: Die durch den ganz entgegengesetzten Zug mit dem Angelhaken getrieben wird und die Fische nicht gleichviel an welchem Teile des Leibes trifft wie mit der Harpune, sondern allemal am Kopf und Munde und den gefangenen Fisch dann mittelst Rute und Rohr von unten heraufzieht. Und wie sollen wir sagen, Theaitetos, dass diese müsse genannt werden?
Vorlage S. 670
87
Theaitetos: Mich dünkt, was wir uns eben vorgesetzt hatten zu finden, nun wirklich vollbracht zu sein.
Vorlage S. 670
88
Fremder: Nun also sind wir, du und ich, von der Angelfischerei nicht nur über den Namen einig, sondern haben auch die Erklärung über die Sache selbst zur Genüge erlangt. Denn von der gesamten Kunst war die eine Hälfte die erwerbende, von der erwerbenden die bezwingende, von der bezwingenden die nachstellende, von der nachstellenden die jagende, von der jagenden die im Flüssigen jagende, von der im Flüssigen jagenden war der ganze untere Abschnitt die Fischerei, von dieser ein Teil die verwundende, von der verwundenden die Hakenfischerei, und von dieser hat uns die Art vermittelst einer von unten nach oben gezogenen und den Fisch daran hängenden Wunde den der Tat selbst nachgebildeten Namen der Angelfischerei erhalten.
Vorlage S. 670
89
Theaitetos: Auf alle Weise ist dies nun hinreichend aufgehellt.
Vorlage S. 670
90
Fremder: Wohlan denn, wollen wir nach eben diesem Muster wie hier auch versuchen aufzufinden, was der Sophist wohl ist?
Vorlage S. 670
91
Theaitetos: Allerdings freilich.
Vorlage S. 670
92
Fremder: Jenes war also doch die erste Frage, ob wir den Angelfischer sollten als einen Unwissenden oder als eine Kunst besitzend ansehen?
Vorlage S. 671
93
Theaitetos: Ja.
Vorlage S. 671
94
Fremder: So auch jetzt, Theaitetos, wollen wir diesen als einen Unwissenden setzen oder auf alle Weise doch als einen wirklich klugen?
Vorlage S. 671
95
Theaitetos: Keineswegs als unwissend, denn ich verstehe, was du meinst, dass auf alle Weise von der letzten Art sein muss, wer diesen Namen führt.
Vorlage S. 671
96
Fremder: Also als im Besitz einer Kunst müssen wir ihn auf alle Weise setzen.
Vorlage S. 671
97
Theaitetos: Aber was für einer wohl?
Vorlage S. 671
98
Fremder: Ist etwa gar, bei den Göttern, uns unbewusst der Mann mit dem andern verwandt?
Vorlage S. 671
99
Theaitetos: Wer mit wem?
Vorlage S. 671
100
Fremder: Der Angelfischer mit dem Sophisten?
Vorlage S. 671
101
Theaitetos: Wieso?
Vorlage S. 671
102
Fremder: Jäger scheinen sie mir ganz bestimmt beide zu sein.
Vorlage S. 671
103
Theaitetos: In welcher Jagd der eine? Denn von dem andern haben wir es gesagt.
Vorlage S. 671
104
Fremder: Haben wir nicht eben die gesamte Jagd in zwei Teile geteilt, den einen für die Schwimmenden abschneidend, den andern für die Gehenden?
Vorlage S. 671
105
Theaitetos: Ja.
Vorlage S. 671
106
Fremder: Und sind von dem einen durchgegangen, was sich auf die im Wasser Schwimmenden bezog, die Landjagd aber haben wir ungespaltet gelassen und nur erwähnt, sie wäre sehr vielartig?
Vorlage S. 671
107
Theaitetos: So geschah es.
Vorlage S. 671
108
Fremder: Bis hierher nun sind der Sophist und der Angelfischer von der erwerbenden Kunst aus mit einander gegangen.
Vorlage S. 671
109
Theaitetos: So scheinen sie wenigstens.
Vorlage S. 671
110
Fremder: Sie trennen sich aber bei der Tiernachstellung, der eine nach dem Meere und den Strömen und Seen hin, um den dort befindlichen Tieren nachzustellen.
Vorlage S. 671
111
Theaitetos: Offenbar.
Vorlage S. 671
112
Fremder: Der andere aber aufs Land und zu ganz anderen Strömen, nämlich des Reichtums und der Jugend, dass ich so sage, üppigen Wiesen, um der hier befindlichen Geschöpfe sich zu bemächtigen.
Vorlage S. 671
113
Theaitetos: Wie meinst du das?
Vorlage S. 672
114
Fremder: Von der Landjagd gibt es zwei ganz große Teile.
Vorlage S. 672
115
Theaitetos: Welches sind die beiden?
Vorlage S. 672
116
Fremder: Die der zahmen und die der wilden.
Vorlage S. 672
117
Theaitetos: Gibt es denn eine Jagd auf zahme Tiere?
Vorlage S. 672
118
Fremder: Wenn anders der Mensch ein zahmes Tier ist! Setze aber, was dir gefallt: entweder, dass es gar keine zahmen Tiere gebe, oder dass es deren zwar gebe, der Mensch aber ein wildes sei; oder du magst auch den Menschen zwar ein zahmes nennen, aber nicht glauben, dass es eine Nachstellung auf den Menschen gebe; was du hiervon am liebsten möchtest behauptet haben, darüber erkläre dich nur!
Vorlage S. 672
119
Theaitetos: So halte ich denn uns für ein zahmes Tier, o Fremdling, und sage auch, dass es eine Nachstellung auf Menschen gebe.
Vorlage S. 672
120
Fremder: Zwiefach, sagen wir nun auch wieder, sei die zahme Jagd.
Vorlage S. 672
121
Theaitetos: Weshalb sagen wir das?
Vorlage S. 672
122
Fremder: Die Räuberei, die Sklavenfangerei, die Tyrannei und die gesamte Kriegskunst, dies sämtlich bestimmen wir als die gewaltsame Nachstellung.
Vorlage S. 672
123
Theaitetos: Schön.
Vorlage S. 672
124
Fremder: Die sachwalterische aber und die volksrednerische und die umgängliche, insgesamt als eins, wollen wir eine Kunst, die überredende, nennen.
Vorlage S. 672
125
Theaitetos: Richtig.
Vorlage S. 672
126
Fremder: Von der Überredungskunst aber setzen wir zwei Gattungen.
Vorlage S. 672
127
Theaitetos: Was für welche?
Vorlage S. 672
128
Fremder: Eine die unter Einzelnen, die andere die öffentlich getriebene.
Vorlage S. 672
Platon – antike Büste
Kontextbild zum Werk. Platon – antike Büste — Antikes Bildnis zur Autorschaft; Fotografie von Osama Shukir Muhammed Amin. · Osama Shukir Muhammed Amin FRCP(Glasg) · CC BY-SA 4.0 Bildquelle ↗
129
Theaitetos: Beide Arten gibt es allerdings.
Vorlage S. 672
130
Fremder: Von der nicht öffentlichen nun ist wiederum die eine die lohnfordernde, die andere die geschenkbringende.
Vorlage S. 672
131
Theaitetos: Das verstehe ich nicht.
Vorlage S. 672
132
Fremder: So scheinst du auf die Nachstellung der Liebenden wohl noch nie gemerkt zu haben.
Vorlage S. 672
133
Theaitetos: Wieso?
Vorlage S. 673
134
Fremder: Wie sieden Gefangenen noch Geschenke dazu geben.
Vorlage S. 673
135
Theaitetos: Du hast ganz recht.
Vorlage S. 673
136
Fremder: Diese Art sei also die der Liebeskunst.
Vorlage S. 673
137
Theaitetos: Ganz wohl.
Vorlage S. 673
138
Fremder: Von der lohnfordernden aber gibt es zunächst eine Art, welche immer lieblich redend und, die Lust überall als Lockspeise brauchend, als einzigen Lohn Nahrung fordert, welche wir, glaube ich, als die einschmeichelnde alle für eine ergötzliche Kunst erklären würden.
Vorlage S. 673
139
Theaitetos: Wie denn anders?
Vorlage S. 673
140
Fremder: Die andere aber, welche um der Tugend willen Umgang zu pflegen verheißt und sich Geld zum Lohne reichen lässt, – lohnt es nicht, dass wir diese Art mit einem andern Namen benennen?
Vorlage S. 673
141
Theaitetos: Allerdings.
Vorlage S. 673
142
Fremde: Aber mit welchem wohl? Das versuche zu sagen!
Vorlage S. 673
143
Theaitetos: Es ist klar. Denn den Sophisten haben wir, dünkt mich, gefunden. Ich wenigstens glaube, indem ich ihn für dieses erkläre, ihn mit dem schicklichsten Namen zu benennen.
Vorlage S. 673
144
Fremder: Nach dieser jetzigen Rede also, o Theaitetos, wäre die von der nachstellend bezwingenden aneignenden Kunst, und zwar von der Tiernachstellung zu Lande auf Menschen, nämlich der nicht öffentlichen Überredungskunst lohnforderndem, für Geld sich verkaufendem, scheinbar belehrendem Teil auf reiche angesehene Jünglinge angestellte Jagd, wie diese Rede uns ausgegangen ist, die sophistische Kunst zu nennen.
Vorlage S. 673
145
Theaitetos: So ist es allerdings.
Vorlage S. 673
146
Fremder: Auch so lass uns aber noch zusehen: Denn nicht einer geringen Kunst ist teilhaftig, was wir jetzt suchen, sondern einer gar mannigfaltigen. Denn auch aus dem Vorhergesagten ergibt sich ein Schein, als sei es nicht das, was wir jetzt sagen, sondern noch eine andere Gattung.
Vorlage S. 673
147
Theaitetos: Wieso doch?
Vorlage S. 673
148
Fremder: Von der erwerbenden Kunst gab es doch zwei Arten: indem sie sowohl einen nachstellenden Teil hat als einen umsetzenden.
Vorlage S. 673
149
Theaitetos: So war es.
Vorlage S. 673
150
Fremder: Dem Umsatz wollen wir nun wieder zwei Arten geben: die eine das Schenken, die andere das Kaufen oder den Handel.
Vorlage S. 674
151
Theaitetos: Das soll gelten.
Vorlage S. 674
152
Fremder: Weiter wollen wir sagen, dass auch der Handel in zwei Teile zerfalle.
Vorlage S. 674
153
Theaitetos: Wie?
Vorlage S. 674
154
Fremder: Absondernd den Eigenhandel der Selbstverfertiger von dem Zwischenhandel derer, welche fremde Arbeit umtauschen.
Vorlage S. 674
155
Theaitetos: Sehr wohl.
Vorlage S. 674
156
Fremder: Wie aber? Was von dem Zwischenhandel städtischer Verkauf ist, gewiss fast die Hälfte desselben, nennt man das nicht Kleinhandel?
Vorlage S. 674
157
Theaitetos: Ja.
Vorlage S. 674
158
Fremder: Den Handel aber, welcher von einer Stadt zur andern durch Kaufund Verkauf getrieben wird, nennt man den nicht Großhandel?
Vorlage S. 674
159
Theaitetos: Freilich.
Vorlage S. 674
160
Fremder: Und haben wir etwa nicht bemerkt, dass dieses Großhandels einer Teil das, wovon der Leib sich nährt und Gebrauch macht, der andere das, wovon die Seele sich nährt und Gebrauch macht, im Verkauf gegen Geld umsetzt?
Vorlage S. 674
161
Theaitetos: Wie meinst du dies?
Vorlage S. 674
162
Fremder: So ist uns wohl das unbekannt von der Seele, denn das andre verstehen wir doch.
Vorlage S. 674
163
Theaitetos: Ja.
Vorlage S. 674
164
Fremder: Die gesamte Tonkunst wollen wir also sagen, indem sie von einer Stadt zur andern, hier eingekauft und dort hingeführt und verkauft wird, und die Malerei und die Taschenspielerei und vieles andere der Seele Angehörige, was teils der Ergötzung, teils auch ernstlicher Beschäftigung wegen eingeführt und verkauft wird, verschafft denen, die es einführen und verkaufen, mit nicht minderem Recht den Namen eines Kaufmannes, als der Handel mit Getreide oder Wein.
Vorlage S. 674
165
Theaitetos: Du hast ganz recht.
Vorlage S. 674
166
Fremder: Willst du also nicht auch den, welcher Kenntnisse zusammenkauft und sie von einer Stadt zur andern wieder umsetzt gegen Geld, mit demselben Namen benennen?
Vorlage S. 674
167
Theaitetos: Gewiss.
Vorlage S. 675
168
Fremder: Von diesem Seelengroßhandel nun könnte man mit Recht den einen Teil die Schaustellung heißen; dem andern aber, obgleich nicht minder lächerlich als das Vorige, muss man dennoch als einem Handel mit Kenntnissen einen dem Geschäft verschwisterten Namen beilegen.
Vorlage S. 675
169
Theaitetos: Allerdings.
Vorlage S. 675
170
Fremder: Von diesem Kenntnisverkauf nun wollen wir den Teil, der die Kenntnis der andern Künste betrifft, mit einem, den aber auf die Tugend sich beziehenden mit einem andern Namen benennen.
Vorlage S. 675
171
Theaitetos: Wie sollten wir nicht?
Vorlage S. 675
172
Fremder: Der Name Kunstverkauf möchte für jenes übrige wohl angemessen sein; diesem aber versuche du, den Namen zu geben!
Vorlage S. 675
173
Theaitetos: Und welchen Namen könnte man, ohne fehlzugehen, der Sache geben, außer wenn man sagt, sie sei das eben jetzt von uns Gesuchte, das sophistische Geschlecht?
Vorlage S. 675
174
Fremder: Nicht anders. Wohlan also, lass uns das Ganze zusammenstellen und sagen, es sei als der erwerbenden Kunst umsetzenden kaufmännischen Zweiges, und zwar des Zwischenhandels mit Seelengütern, Reden und Kenntnisse über die Tugend verkaufender Teil zum zweitenmal nun erschienen die sophistische Kunst.
Vorlage S. 675
175
Theaitetos: Vortrefflich.
Vorlage S. 675
176
Fremder: Drittens denke ich aber auch, wenn jemand, in der Stadt selbst sich gänzlich niederlassend, Kenntnisse über eben diese Gegenstände teils einkaufend, teils auch selbst zuschnitzend, wiederum verkaufte und davon zu leben sich vorsetzte, so würdest du ihn mit keinem andern Namen nennen als dem eben jetzt genannten.
Vorlage S. 675
177
Theaitetos: Wie sollte ich auch?
Vorlage S. 675
178
Fremder: So würdest du also auch der erwerbenden Kunst umsetzenden kaufmännischen Zweiges, Kleinhandel und Selbstverkauf, beides, sobald es nur in diesen Gegenständen zur kenntnisverkaufenden Art gehört, allemal, wie es scheint, Sophistik nennen.
Vorlage S. 675
179
Theaitetos: Notwendig; denn wo die Rede hingeht, muss ich folgen.
Vorlage S. 675
180
Fremder: Lass uns denn noch sehen, ob etwa auch diesem noch die jetzt verfolgte Art gleicht!
Vorlage S. 676
181
Theaitetos: Wem denn?
Vorlage S. 676
182
Fremder: Ein Teil der erwerbenden Kunst war uns doch die Kampfgeschicklichkeit?
Vorlage S. 676
183
Theaitetos: Allerdings.
Vorlage S. 676
184
Fremder: Nicht uneben wäre es nun, diese auch wieder zwiefach zu teilen.
Vorlage S. 676
185
Theaitetos: Auf welche Weise?
Vorlage S. 676
186
Fremder: Der eine sei Wettkampf, der andere Gefecht.
Vorlage S. 676
187
Theaitetos: Gut.
Vorlage S. 676
188
Fremder: In welchem Gefechte nun Leib gegen Leib steht, dem dürften wir natürlich und schicklich einen solchen Namen geben, dass wir es etwa das Gewalttätige nennten.
Vorlage S. 676
189
Theaitetos: Ja.
Vorlage S. 676
190
Fremder: In welchem aber Wort gegen Wort, o Theaitetos, wie sollte man das anders nennen als Streit?
Vorlage S. 676
191
Theaitetos: Gar nicht anders.
Vorlage S. 676
192
Fremder: Was aber unter den Streit gehört, ist wieder zwiefach zu setzen.
Vorlage S. 676
193
Theaitetos: Inwiefern?
Vorlage S. 676
194
Fremder: Sofern er nämlich mit langen Reden gegen lange über das Recht und Unrecht öffentlich geführt wird, ist er der Rechtsstreit.
Vorlage S. 676
195
Theaitetos: Ja.
Vorlage S. 676
196
Fremder: Den in Fragen und Antworten zerschnittenen aber unter Einzelnen, sind wir den anders zu nennen gewohnt als Wortwechsel?
Vorlage S. 676
197
Theaitetos: Nicht anders.
Vorlage S. 676
198
Fremder: Was nun wortwechselnd im Handel und Wandel gestritten wird durcheinander und kunstlos, dies muss man zwar als die eine Art setzen, da die Erklärung es als ein Verschiedenes anerkennt; aber einen Namen hat es weder von den Früheren erhalten, noch verdient es einen durch uns zu erlangen.
Vorlage S. 676
199
Theaitetos: Gewiss nicht. Auch ist es gar zu sehr ins kleine und vielfach geteilt.
Vorlage S. 676
200
Fremder: Den kunstgerechten Wortwechsel aber, sowohl über Recht und Unrecht als über andere Dinge, sind wir nicht gewohnt, ihn das Streitgespräch zu nennen?
Vorlage S. 676
201
Theaitetos: Wie auch anders?
Vorlage S. 677
202
Fremder: Das Streitgespräch aber ist teils geldverzehrend, teils geldbringend.
Vorlage S. 677
203
Theaitetos: Ganz gewiss.
Vorlage S. 677
204
Fremder: So lass uns also den Beinamen, mit dem wir beides bezeichnen müssen, zu bestimmen versuchen!
Vorlage S. 677
205
Theaitetos: Das ist nötig.
Vorlage S. 677
206
Fremder: Mir scheint das Streitgespräch, das aus reiner Lust an solcher Verhandlung mit Vernachlässigung eignet Angelegenheiten geschieht, in Hinsicht auf den Vortrag aber von den meisten Hörern nicht mit Vergnügen angehört wird, nach meiner Meinung nicht anders als das Geschwätzige genannt werden zu können.
Vorlage S. 677
207
Theaitetos: So pflegt man es ja zu nennen.
Vorlage S. 677
208
Fremder: Wer aber im Gegenteil aus dem Streitgespräch mit Einzelnen Geld erwirbt, diesen versuche du deinerseits mir zu nennen !
Vorlage S. 677
209
Theaitetos: Und was sollte man wohl, ohne fehlzugehn, anders sagen, als dass schon wiederum herauskomme jener wunderbare, von uns nun schon zum viertenmal eingeholte Sophist?
Vorlage S. 677
210
Fremder: So wäre also nichts anderes als die geldbringende Art der streitsprecherischen Kunst, welche von dem Wortwechsel, also der streitenden, fechtenden, kampfgeschickten und so erwerbenden Kunst ein Teil ist, wie die Rede uns jetzt gezeigt hat, der Sophist.
Vorlage S. 677
211
Theaitetos: Ganz offenbar.
Vorlage S. 677
212
Fremder: Siehst du also, wie richtig das gesagt ist, dass dies gar ein schlaues Tier ist und, wie man sagt, nicht mit einer Hand zu fangen?
Vorlage S. 677
213
Theaitetos: Also müssen wir beide dazu nehmen. Fremder: Das müssen wir, und zwar aus allen Kräften, tun, indem wir auch noch dieser Spur von ihm nachgehn: Sage mir nämlich, wir haben doch gewisse von knechtischen Diensten gebrauchte Ausdrücke?
Vorlage S. 677
214
Theaitetos: Gar viele; aber nach welchen von diesen vielen fragst du?
Vorlage S. 677
215
Fremder: Solche meine ich wie durchseihen, durch sieben, ausschwingen und verlesen.
Vorlage S. 677
216
Theaitetos: Wie werde ich die nicht kennen! Fremder: Und außer diesen kennen wir noch krämpeln, spinnen, schlagen mit der Weberlade und tausend ähnliche Verrichtungen in anderen Gewerben. Nicht wahr?
Vorlage S. 678
217
Theaitetos: aber um was doch an ihnen allen deutlich zu machen, hast du diese als Beispiele aufgestellt und danach gefragt?
Vorlage S. 678
218
Fremder: Aussonderndes ist doch das Angeführte insgesamt?
Vorlage S. 678
219
Theaitetos: Ja.
Vorlage S. 678
220
Fremder: So lass uns ihm auch nach meiner Weise als einer Kunst zu diesem Behuf in allen Dingen einen Namen erteilen!
Vorlage S. 678
221
Theaitetos: Und wie sollen wir sie nennen?
Vorlage S. 678
222
Fremder: Die Aussonderungskunst.
Vorlage S. 678
223
Theaitetos: So soll es sein.
Vorlage S. 678
224
Fremder: Sieh nun zu, ob wir auch von dieser wiederum zwei Arten erblicken können?
Vorlage S. 678
225
Theaitetos: Zu schnell für mich trägst du mir die Untersuchung auf.
Vorlage S. 678
226
Fremder: Von den genannten Aussonderungen war doch die eine ein Ausscheiden des Schlechteren vom Besseren, die andere ein Ausscheiden des Ähnlichen vom Ähnlichen?
Vorlage S. 678
227
Theaitetos: Nun es gesagt wird, kommt es mir auch wohl ebenso vor.
Vorlage S. 678
228
Fremder: Von der einen nun weiß ich keinen üblichen Namen; von jener Aussonderung aber, welche das Bessere zurückläßt und das Schlechtere wegwirft, weiß ich einen.
Vorlage S. 678
229
Theaitetos: Sage: welchen?
Vorlage S. 678
230
Fremder: Eine jede solche Aussonderung wird, soviel ich verstehe, von jedermann eine Reinigung genannt.
Vorlage S. 678
231
Theaitetos: Das ist richtig.
Vorlage S. 678
232
Fremder: Und sollte nicht jeder sehn, dass auch das Reinigen ein zwiefaches ist?
Vorlage S. 678
233
Theaitetos: Bei Muße vielleicht; jetzt sehe ich wenigstens es noch nicht.
Vorlage S. 678
234
Fremder: Die vielen Arten der Reinigungen der Körper sollten wir unter einem Namen zusammenfassen.
Vorlage S. 678
235
Theaitetos: Was für welche und unter welchem Namen?
Vorlage S. 678
236
Fremder: Zuerst die der Lebendigen, wie sie innerlich von der Kunst der Leibesübungen und der Heilkunst durch richtige Aussonderung gereiniget werden, und dann auch von außen, was – geringfügig zu sagen – die Badekunst leistet. Dann auch die der unbelebten Körper, welchen die Walkerkunst und die gesamte Putz- und Glättkunst ihre kleinen Dienste leistet unter vielen lächerlichen Namen, wenn man sie alle nennen wollte.
Vorlage S. 678
237
Theaitetos: Gewiss nicht wenig.
Vorlage S. 679
238
Fremder: Freilich wohl, o Theaitetos. Allein dem erklärenden Verfahren liegt nicht mehr noch minder an der Kunst der Badegerätschaften zum Beispiel als an der der Arzneibereitung, wenn auch jene uns nur geringen, diese aber großen Nutzen gewährt durch ihre Reinigung. Denn indem sie nur, um Einsicht zu erwerben, das Verwandte und Nichtverwandte in den Künsten zu entdecken sucht, ehrt sie alle gleichermaßen, und der Ähnlichkeit gemäß hält sie keine vor der andern für lächerlich. Für höher und würdiger aber wird sie den, welcher die nachstellende Kunst als Feldherrnkunst äußert, nicht halten als den, der sie als Kammerjägerei ausübt, sondern meistens nur für großsprecherischer. So auch jetzt bei dem, was du fragtest, mit welchem Namen wir diese sämtlichen Verrichtungen, welchen obliegt, einen (sei es belebten oder unbelebten) Körper zu reinigen, benennen sollen, wird ihr nichts daran gelegen sein, welcher ihnen etwa als der zierlichste könnte beigelegt werden; er halte nur, die Reinigung der Seele ausgenommen, alles zusammen verbunden, was sonst irgend etwas reinigt. Denn das Reinigen an der Seele sollte eben jetzt von allem andern abgesondert werden, wenn wir anders verstehen, was unser Verfahren wollte.
Vorlage S. 679
239
Theaitetos: Wohl, ich habe es begriffen und gebe zu zwei Arten der Reinigung, von denen die eine für die Seele ist, abgesondert von der für den Leib.
Vorlage S. 679
240
Fremder: Sehr schön. So höre nun mein nächstes und versuche, auch das eben Gesagte entzweizuschneiden!
Vorlage S. 679
241
Theaitetos: Wie du mich führen willst, will ich versuchen, dir nachzuschneiden.
Vorlage S. 679
242
Fremder: Bösartigkeit ist uns doch etwas anderes als Tugend in der Seele?
Vorlage S. 679
243
Theaitetos: Wie sollte sie nicht?
Vorlage S. 679
244
Fremder: Und Reinigung war uns doch, das andere zurücklassen, wo es aber irgend etwas Untaugliches gibt, dies herauswerfen?
Vorlage S. 680
245
Theaitetos: Das war die Sache.
Vorlage S. 680
246
Fremder: Auch bei der Seele, wo wir eine Hinwegräumung der Schlechtigkeit antreffen, werden wir, wenn wir das Reinigung nennen, wohlgesprochen haben.
Vorlage S. 680
247
Theaitetos: Gar sehr.
Vorlage S. 680
248
Fremder: Zwei Arten von Schlechtigkeit in der Seele sind aber anzuführen.
Vorlage S. 680
249
Theaitetos: Was für welche?
Vorlage S. 680
250
Fremder: Die eine wohnt ihr ein wie dem Leibe die Krankheit, die andere wie die Hässlichkeit.
Vorlage S. 680
251
Theaitetos: Das habe ich nicht verstanden.
Vorlage S. 680
252
Fremder: Vielleicht hältst du Krankheit und Aufruhr nicht für einerlei?
Vorlage S. 680
253
Theaitetos: Auch darauf weiß ich noch nicht, was ich antworten soll.
Vorlage S. 680
254
Fremder: Siehst du Aufruhr für etwas anderes an, als für einen in dem von Natur Verwandten durch irgend ein Verderben entstandenen Zwist?
Vorlage S. 680

Nach dem Lesen

Dein Blick auf das Kapitel

10er-QuizZitate verstehen · Zusammenhänge erkennen · Lernpunkte sammeln10 Fragen

Eine Antwort ist jeweils richtig. Lies den Textbeleg aufmerksam. Bei einer falschen Antwort kannst du es erneut versuchen.

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Je Frage sind beim ersten Versuch 10 Punkte möglich, danach 5, 3 oder 1. Bereits gelöste Fragen bleiben zum Üben verfügbar.

1. Wie geht dieser Textausschnitt im Kapitel unmittelbar weiter? Ergänze den genauen Wortlaut. »Einzeln aber genau zu bestimmen, was jedes …«

Eine Antwort ist richtig.

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2. Welches Wort steht an der markierten Stelle? Achte auf die Bedeutung im Zusammenhang und prüfe den genauen Wortlaut. »Sollte mir aber dergleichen begegnen, so wollen wir auch diesen Sokrates dazunehmen, der dem Sokrates dem Namen, mir dem Alter nach gleich ist und mein […] und dem daher mancherlei mühsam mit mir zu bestehen nicht ungewohnt ist.«

Eine Antwort ist richtig.

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3. Welchen Zusammenhang kennzeichnet das Wort »weil« in diesem Textausschnitt? »So auch jetzt, o Theaitetos, rate ich wenigstens uns beiden, – weil wir die Art des Sophisten für mühsam und schwer einzufangen halten, zuvor an etwas anderem.«

Eine Antwort ist richtig.

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4. Welcher Ausschnitt enthält eine ausdrückliche Verneinung oder einen Ausschluss? Achte auf ein ausdrücklich genanntes Signalwort.

Eine Antwort ist richtig.

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5. Welcher Ausschnitt kennzeichnet eine Aussage ausdrücklich als Möglichkeit oder Vermutung? Achte auf die Formulierung; entscheide nicht, ob die Aussage tatsächlich wahr ist.

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗

6. In welcher Reihenfolge stehen diese drei Ausschnitte im Kapitel? Gemeint ist ihre Reihenfolge im Text, nicht die Zeit der erzählten Ereignisse. A: »Wenn es dich aber auf die Länge anstrengt und dir beschwerlich wird, so gib die Schuld davon nicht mir, sondern diesen deinen Freunden!« B: »Fremder: Siehst du also, wie richtig das gesagt ist, dass dies gar ein schlaues Tier ist und, wie man sagt, nicht mit einer Hand zu fangen?« C: »Fremder: So auch jetzt, Theaitetos, wollen wir diesen als einen Unwissenden setzen oder auf alle Weise doch als einen wirklich klugen?«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗

7. Wie geht dieser Textausschnitt im Kapitel unmittelbar weiter? Ergänze den genauen Wortlaut. »Fremder: Willst du also nicht auch den, welcher Kenntnisse zusammenkauft und sie …«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗

8. Welches Wort steht an der markierten Stelle? Achte auf die Bedeutung im Zusammenhang und prüfe den genauen Wortlaut. »Fremder: In welchem aber Wort gegen Wort, o […], wie sollte man das anders nennen als Streit?«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗

9. Welchen Zusammenhang kennzeichnet das Wort »entweder« in diesem Textausschnitt? »Setze aber, was dir gefallt: entweder, dass es gar keine zahmen Tiere gebe, oder dass es deren zwar gebe, der Mensch aber ein wildes sei; oder du magst auch den Menschen zwar ein zahmes nennen, aber nicht glauben, dass es eine Nachstellung auf den Menschen gebe; was du hiervon am liebsten möchtest behauptet haben, darüber erkläre dich nur!«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle nachlesen ↗

10. Wie geht dieser Textausschnitt im Kapitel unmittelbar weiter? Ergänze den genauen Wortlaut. »So auch jetzt bei dem, was du fragtest, mit welchem Namen wir …«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗
Aufgaben zum TextVerstehen, begründen und mit Textstellen arbeiten · ohne Punkte

1. Ordne diese Textstelle in den Zusammenhang ein: »Und es dünkt mich der Mann ein Gott zwar keineswegs zu sein, göttlich aber gewiss; denn alle Philosophen möchte ich so benennen.«. Was geschieht oder wird hier besprochen? Erkläre in drei bis fünf Sätzen auch, was davor und danach wichtig ist.

Impulse zur Selbstprüfung

Lies die verlinkte Stelle mit ihrer Umgebung. Trenne ausdrücklich Gesagtes von Vermutungen.

  • Situation oder Gedanke verständlich erklärt
  • Mindestens ein passender Textbeleg
  • Eigene Formulierungen statt bloßer Abschrift
Textstelle nachlesen ↗

2. Vergleiche die beiden Ausschnitte: »Und es dünkt mich der Mann ein Gott zwar keineswegs zu sein, göttlich aber gewiss; denn alle Philosophen möchte ich so benennen.« und »Theaitetos: Wohl, ich habe es begriffen und gebe zu zwei Arten der Reinigung, von denen die eine für die Seele ist, abgesondert von der für den Leib.«. Welche Entwicklung, Gemeinsamkeit oder Spannung erkennst du? Begründe mit beiden Textstellen.

Impulse zur Selbstprüfung

Auch eine gleichbleibende Haltung ist ein mögliches Ergebnis. Erfinde keine Entwicklung, wenn sie sich aus dem Text nicht belegen lässt.

  • Beide Ausschnitte im Zusammenhang gelesen
  • Eine Gemeinsamkeit oder einen Unterschied erläutert
  • Deutung und wörtlichen Beleg unterschieden
Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗

3. Untersuche die sprachliche Wirkung dieses Ausschnitts: »Setze aber, was dir gefallt: entweder, dass es gar keine zahmen Tiere gebe, oder dass es deren zwar gebe, der Mensch aber ein wildes sei; oder du magst auch den Menschen zwar ein zahmes nennen, aber nicht glauben, dass es eine Nachstellung auf den Menschen gebe; was du hiervon am liebsten möchtest behauptet haben, darüber erkläre dich nur!«. Wähle ein auffälliges Wort, ein Bild oder eine Formulierung. Erkläre seine Wirkung und begründe eine mögliche andere Lesart.

Impulse zur Selbstprüfung

Es gibt nicht nur eine richtige Interpretation. Prüfe beide Lesarten am Kapitel und benenne, was offen bleibt.

  • Sprachliches Merkmal am Wortlaut benannt
  • Wirkung als begründete Deutung formuliert
  • Alternative Lesart oder Grenze der Deutung erklärt
Textstelle nachlesen ↗
Kreativ schreibenDrei Anregungen in drei Niveaustufen · ohne Punkte

Wähle die Anregung, die zu dir passt. Deine eigene Fassung bleibt klar vom Originaltext getrennt.

Niveau 1 · Einstieg

1. Schreibe zu diesem Textausschnitt 5–8 eigene Sätze: »Theodoros: Der gestrigen Verabredung gemäß, o Sokrates, Stellen wir selbst uns gebührend ein und bringen auch hier noch einen Fremdling mit, seiner Abkunft nach aus Elea, und einen Freund derer, die sich zum Parmenides und Zenon halten, einen gar philosophischen Mann.«. Wähle eine Person, einen Gegenstand oder einen Gedanken daraus. Schreibe aus einer neuen Sicht. Satzanfänge helfen: „Ich bemerke …“, „Ich frage mich …“, „Als Nächstes …“.

Impulse zur Selbstprüfung

Mehrere Lösungen sind möglich. Prüfe deinen Text an den Kriterien oder besprich ihn mit anderen. Diese Aufgabe gibt keine automatisch bewerteten Punkte.

  • Übernimm mindestens zwei passende Einzelheiten aus dem Kapitel.
  • Trenne ein wörtliches Zitat deutlich von deinem eigenen Text.
  • Kennzeichne deine Ergänzungen als erfunden.
Textstelle nachlesen ↗

Niveau 2 · Vertiefung

2. Verwandle den folgenden Ausschnitt in einen Brief, Tagebucheintrag oder kurzen Dialog: »Fremder: Der andere aber aufs Land und zu ganz anderen Strömen, nämlich des Reichtums und der Jugend, dass ich so sage, üppigen Wiesen, um der hier befindlichen Geschöpfe sich zu bemächtigen.«. Entscheide, wer sich an wen richtet. Schreibe etwa 120–180 Wörter. Bei einem Sachtext kann ein lernender Mensch einem anderen die Idee erklären.

Impulse zur Selbstprüfung

Mehrere Lösungen sind möglich. Prüfe deinen Text an den Kriterien oder besprich ihn mit anderen. Diese Aufgabe gibt keine automatisch bewerteten Punkte.

  • Die neue Textform und die gewählte Stimme sind erkennbar.
  • Mindestens zwei Aussagen oder Ereignisse bleiben mit dem Kapitel vereinbar.
  • Ergänze einen kurzen Kommentar: Was hast du übernommen, was bewusst erfunden?
Textstelle nachlesen ↗

Niveau 3 · Gestaltung

3. Schreibe ausgehend vom Kapitelende eine alternative Fortsetzung oder eine Szene mit einer Gegenposition: »Fremder: Siehst du Aufruhr für etwas anderes an, als für einen in dem von Natur Verwandten durch irgend ein Verderben entstandenen Zwist?«. Entwickle etwa 200–300 Wörter. Bei einem Sachtext kannst du ein Streitgespräch über eine These gestalten. Begründe anschließend in 3–5 Sätzen deine Entscheidungen mit zwei kurzen Zitaten aus dem Kapitel.

Impulse zur Selbstprüfung

Mehrere Lösungen sind möglich. Prüfe deinen Text an den Kriterien oder besprich ihn mit anderen. Diese Aufgabe gibt keine automatisch bewerteten Punkte.

  • Die Fortsetzung oder Gegenposition knüpft nachvollziehbar an konkrete Textstellen an.
  • Zwei genaue Zitate begründen die Gestaltung; Schlussfolgerungen werden als eigene Deutung markiert.
  • Der neue Text ist ausdrücklich eine eigene Bearbeitung und wird nicht dem Originalautor zugeschrieben.
Textstelle nachlesen ↗

Ausgabe, Herkunft und Rechte

Der Sophist – DTA DiBiPhil

Deutsches Textarchiv, BBAW, DiBiPhil-Korpus; Kuration Matthias Boenig, Susanne Haaf, Marius Hug und DTA-Team; ursprüngliche Digitalisierung Editura/Digitale Bibliothek. Historische Quellausgabe: Platon: Sämtliche Werke. Berlin: Lambert Schneider, [1940].

Quelltext und Ausgabe ↗ · CC BY-SA 4.0 Lizenz

Originalsprache · Altgriechisch

Vollständiger altgriechischer Text der bezeichneten kritischen Edition. Quellschreibweise und editorische Zeichen bleiben erhalten; TEI-Struktur wird für die Anzeige umgesetzt. Abschnittsgrenzen folgen ausschließlich wirklichen Quellenunterteilungen. Historische deutsche Übersetzung und griechische Quellenedition haben eigenständige Gliederungen.

Platon; John Burnet (Quellenedition); Perseus Digital Library, Tufts University, CC BY-SA4.0.

Autorschaft und Ausgabe: Platon · John Burnet

Originaltext und Ausgabe ↗ · Perseus Digital Library, Tufts University · Lizenz und Nutzungsbedingungen

Die Fassungen folgen den jeweils angegebenen Quellen; ihre Gliederung kann abweichen.

Welche Änderungen enthält die Lesefassung?

Explizite Wortliste statt allgemeiner Such-und-Ersetz-Regeln. Jede Änderung ist mit Kapitel, Absatz, Quellposition und Regel dokumentiert. Erfasste Namen und bekannte mehrdeutige Formen bleiben ausgespart; dies ist keine automatische vollständige Namenserkennung. Grundlage für s/ss/ß: Amtliches Regelwerk 2024, §§ 2, 5 und 25. Die unveränderte Quellfassung bleibt verfügbar.