Zum Inhalt springen

Bob Dylan – Man in the Long Black Coat

Aus MOOCsWiki Staging

Bob Dylan – Man in the Long Black Coat




Bob Dylan – Man in the Long Black Coat


Einleitung

„Man in the Long Black Coat“ ist ein 1989 veröffentlichter Song des US-amerikanischen Singer-Songwriters Bob Dylan. Das Stück erschien auf dem Album Oh Mercy und wurde von Daniel Lanois produziert. Es verbindet Merkmale einer düsteren Ballade, einer rätselhaften Erzählung und einer atmosphärisch dichten Musikproduktion. Im Mittelpunkt steht das Verschwinden einer Frau, die ihren bisherigen Lebenspartner verlässt und einem geheimnisvollen Mann in einem langen schwarzen Mantel folgt.

Der Song erklärt weder eindeutig, wer der Fremde ist, noch weshalb die Frau mit ihm fortgeht. Gerade diese Offenheit macht das Stück für eine literarische und musikalische Analyse besonders ergiebig. Der Mann kann als reale Person, als Verkörperung des Todes, als dämonische Gestalt, als Symbol für Freiheit oder als Projektionsfläche für Ängste und Wünsche verstanden werden. Auch die Frau bleibt eine mehrdeutige Figur: Ist sie verführt worden, flieht sie aus einem unerfüllten Leben oder entscheidet sie sich bewusst gegen die Erwartungen ihrer Umgebung?

In diesem aiMOOC untersuchst Du den Song als Verbindung von Musik, Literatur, Erzähltheorie, Symbolik und Kulturgeschichte. Du lernst, wie Atmosphäre entsteht, wie Mehrdeutigkeit gestaltet wird und wie eine moderne Songballade ältere Erzählmuster aufgreift. Der vollständige Liedtext wird aus urheberrechtlichen Gründen nicht wiedergegeben.


Lernbereiche

  1. Musik: Songstruktur, Stimme, Instrumentierung, Klangraum und Produktion.
  2. Englisch: Hörverstehen, Wortfelder, Bildsprache und Interpretation eines englischsprachigen Songs.
  3. Literatur: Ballade, Erzählperspektive, Symbolik, Ambiguität und Intertextualität.
  4. Medienbildung: Quellenkritik, Urheberrecht, Coverversionen und mediale Inszenierung.
  5. Kulturelle Bildung: Bob Dylan, amerikanische Songtradition und kultureller Kontext der 1980er Jahre.


Verknüpfte Lernbereiche

  1. Songanalyse: Verbindung von Text, Musik und Aufführung.
  2. Ballade: erzählende Liedform mit lyrischen, epischen und dramatischen Elementen.
  3. Symbol: Deutung von Mantel, Wasser, Wind, Nacht und Tanzsaal.
  4. Ambiguität: begründeter Umgang mit mehreren möglichen Lesarten.
  5. Erzählperspektive: Unterscheidung zwischen Beobachtung, Gerücht und Deutung.
  6. Intertextualität: Bezug zu älteren Volksballaden und dem Motiv des dämonischen Liebhabers.


Werkdaten und Entstehung

Merkmal Information
Titel Man in the Long Black Coat
Interpret und Autor Bob Dylan
Album Oh Mercy
Veröffentlichung 1989
Produzent Daniel Lanois
Aufnahmeort New Orleans, Louisiana
Gattung Düster gefärbte Folkballade mit Rockelementen
Zentrale Instrumente Stimme, Gitarre, Mundharmonika, Dobro und Keyboards


Das Album Oh Mercy

Oh Mercy ist Bob Dylans 26. Studioalbum. Die Zusammenarbeit mit Daniel Lanois führte zu einem charakteristischen Klangbild: Stimmen, Instrumente und Raumgeräusche wirken nicht glatt voneinander getrennt, sondern bilden eine dichte akustische Umgebung. „Man in the Long Black Coat“ reduziert die Handlung auf wenige rätselhafte Szenen und erzeugt den Eindruck einer alten Geschichte in moderner Klanggestalt.


Aufnahme in New Orleans

Die Aufnahme entstand in New Orleans. Wasser, Hitze, Wind, Vegetation und nächtliche Tiergeräusche bilden keine bloße Kulisse. Sie prägen die Wahrnehmung der Handlung und erzeugen Unruhe, Übergang und Bedrohung. Grillengeräusche öffnen den Studioklang zu einer nächtlichen Landschaft.


Inhalt und Handlungsstruktur


Ausgangssituation

Der Song setzt mit Naturbeobachtungen ein. Wasser, Wind, Pflanzen und Tiergeräusche bilden eine unruhige Landschaft. Danach wird deutlich, dass eine Frau verschwunden ist. Sie hat keinen Abschiedsbrief hinterlassen und ist offenbar mit einem fremden Mann fortgegangen.


Der Tanzsaal

Ein alter Tanzsaal am Rand der Stadt ist der zentrale Ort der Begegnung. Dort soll der Fremde gesehen worden sein. Die Frau spricht ihn an und bittet ihn zum Tanz. Diese Szene kann als zufällige Begegnung, Verführung, selbstbestimmter Aufbruch oder Grenzüberschreitung verstanden werden.


Das Verschwinden

Das Verschwinden wird nicht direkt gezeigt. Die Hörenden erhalten nur Spuren, Aussagen und Erinnerungen. Dadurch entsteht Spannung, zugleich bleibt eine sichere Rekonstruktion unmöglich. Das offene Ende bestätigt weder eine Entführung noch einen Tod oder eine freiwillige Flucht.


Erzählweise


Beobachtung, Gerücht und Deutung

Ebene Leitfrage
Beobachtung Was wird als konkrete Spur beschrieben?
Gerücht Was behaupten unbestimmte Zeugen?
Deutung Welche Bedeutung geben Menschen den Spuren?

Der Song zeigt, wie Menschen aus unvollständigen Informationen Geschichten bilden. Vorurteile, religiöse Vorstellungen, Ängste und Verlusterfahrungen können diese Erzählungen beeinflussen.


Perspektive des verlassenen Partners

Am Ende tritt die Sicht des verlassenen Partners stärker hervor. Der Fremde könnte deshalb auch als übermächtiger Rivale erscheinen, dessen unheimliche Wirkung durch Eifersucht, Kränkung und Verlust verstärkt wird.


Sprache und Symbolik


Natur als Seelenlandschaft

Wasser, Sturm, Hitze und Nacht verweisen auf Kräfte, die Menschen nicht kontrollieren können. Die äußere Landschaft kann als Seelenlandschaft gelesen werden.

  1. Wasser: Übergang, Gefahr oder Auflösung.
  2. Wind: Veränderung und unsichtbare Macht.
  3. Nacht: begrenzte Sicht und begrenztes Wissen.
  4. Grillengeräusche: hörbare, gleichgültige Natur.


Der lange schwarze Mantel

Der Mantel ist das wichtigste visuelle Symbol. Er verhüllt den Körper und verbirgt Identität. Schwarz kann mit Trauer, Tod, Autorität, Geheimnis oder Gefahr verbunden werden.

  1. Anonymität: Der Mann bleibt namenlos.
  2. Todessymbolik: Die Kleidung erinnert an Trauer und Vergänglichkeit.
  3. Autorität: Der Mantel verleiht Macht und Distanz.
  4. Projektionsfläche: Die Leerstelle wird mit eigenen Vorstellungen gefüllt.


Maske und Tanz

Das Gesicht des Fremden wirkt maskenhaft. Eine Maske kann Identität schützen, Gefühle verbergen oder eine Rolle erzeugen. Der Tanz wiederum ist Begegnung und Übergangsritual. Der Tanzsaal liegt symbolisch zwischen Gemeinschaft und Außenwelt, Sicherheit und Risiko.


Musikalische Gestaltung


Grundstimmung

Eine mollgefärbte Harmonik, langsames Tempo und reduzierte Begleitung erzeugen eine dunkle, schwebende Stimmung. Spannung entsteht vor allem durch Wiederholung, Pausen und klangliche Andeutungen.


Instrumente und Klangräume

  1. Gitarre: harmonische Grundlage und Balladencharakter.
  2. Dobro: metallische, gleitende Klangfarbe.
  3. Keyboard: atmosphärische Verdichtung.
  4. Mundharmonika: Verbindung zu Dylans typischer Klangsprache.
  5. Umgebungsgeräusch: Öffnung des Studioklangs zur Landschaft.


Musik und Text

Die Musik illustriert nicht nur einzelne Wörter, sondern schafft einen Deutungsraum. Das langsame Tempo gibt den Bildern Gewicht, die sparsame Begleitung erzeugt Leere und die Naturgeräusche verbinden die erzählte Welt mit der Aufnahme.


Gattung und Tradition


Moderne Ballade

Eine Ballade verbindet lyrische, epische und dramatische Elemente. Der Song erzählt eine Handlung, verdichtet sie sprachlich und lässt einen Konflikt ohne eindeutige Lösung zurück.


Dämonischer Liebhaber

In europäischen und amerikanischen Volksballaden findet sich das Motiv des dämonischen Liebhabers. Eine Frau folgt einer geheimnisvollen Gestalt und überschreitet eine gefährliche Grenze. Dylans Song greift dieses Muster auf, lässt aber offen, ob tatsächlich etwas Übernatürliches geschieht.


Intertextualität

Der Begriff Intertextualität bezeichnet Beziehungen eines Werkes zu älteren Texten, Bildern oder Musikstücken. Dylans Beschäftigung mit traditionellen Balladen wie House Carpenter hilft, den Song in eine lange Erzähltradition einzuordnen.


Deutungsansätze


Der Fremde als Todesfigur

Der schwarze Mantel, die maskenhafte Erscheinung und das Verschwinden können den Mann als Verkörperung des Todes erscheinen lassen. Gegen diese Deutung spricht, dass kein Tod bestätigt wird.


Der Fremde als Verführer

Religiöse Bilder, Maske und Balladentradition können eine dämonische Lesart stützen. Allerdings spricht die Frau den Fremden selbst an, weshalb eine ausschließlich passive Opferrolle nicht sicher belegt ist.


Die Frau als selbstbestimmte Figur

Die Frau kann als handelndes Subjekt gelesen werden. Sie beginnt den Kontakt und entzieht sich den Erwartungen ihrer Umgebung. Der Fremde wäre dann eher Begleiter als Ursache ihres Aufbruchs.


Projektion des verlassenen Partners

Der Fremde könnte durch Eifersucht und Verlust überhöht werden. Die unheimliche Symbolik wäre dann Ausdruck der seelischen Lage des Zurückgelassenen.


Kritik an der Gemeinschaft

Die Gemeinschaft reagiert mit Gerüchten und moralischen Deutungen. Der Song kann deshalb zeigen, wie eine selbstbestimmte Entscheidung in eine Warn- oder Schauergeschichte verwandelt wird.


Coverversionen

Eine Coverversion interpretiert einen bereits veröffentlichten Song neu. Stimme, Tempo, Instrumentierung und Genre können die Bedeutung verschieben.

Vergleiche die Versionen hinsichtlich Stimme, Tempo, Dynamik, Instrumentierung und Gesamtwirkung.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Auf welchem Album erschien Man in the Long Black Coat? (Oh Mercy) (!Desire) (!Infidels) (!Time Out of Mind)




Wer schrieb und sang den Song? (Bob Dylan) (!Daniel Lanois) (!Mark Lanegan) (!Malcolm Burn)




In welcher Stadt wurde der Song aufgenommen? (New Orleans) (!New York) (!Nashville) (!Chicago)




Welche Gattung passt besonders gut? (Ballade) (!Operette) (!Marsch) (!Sinfonie)




Welches Merkmal prägt die Erzählung? (Mehrdeutigkeit) (!Eindeutigkeit) (!Chronologische Vollständigkeit) (!Allwissende Erklärung)




Welche Funktion haben die Grillengeräusche? (Sie schaffen Atmosphäre) (!Sie ersetzen das Schlagzeug) (!Sie markieren einen Fehler) (!Sie bestimmen die Tonart)




Welcher Ort ist für die Begegnung wichtig? (Ein Tanzsaal) (!Ein Bahnhof) (!Ein Gericht) (!Eine Schule)




Was bleibt ungeklärt? (Das Schicksal der Frau) (!Der Albumtitel) (!Der Autor) (!Das Erscheinungsjahr)




Welche Rolle spielt der Mantel? (Er ist ein Symbol) (!Er nennt den Beruf) (!Er beweist die Schuld) (!Er erklärt die Tonart)




Was kennzeichnet eine gute Interpretation? (Sie belegt ihre These) (!Sie ignoriert Gegenargumente) (!Sie ersetzt Analyse durch Meinung) (!Sie erfindet fehlende Fakten)





Memory

Bob Dylan Autor und Interpret
Daniel Lanois Produzent
Oh Mercy Album
New Orleans Aufnahmeort
Schwarzer Mantel Zentrales Symbol
Tanzsaal Ort der Begegnung
Grillengeräusche Atmosphärisches Element
Ballade Erzählende Liedform





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Umgebungsgeräusch Grillenzirpen
Symbolfigur Mann im schwarzen Mantel
Wendepunkt Begegnung im Tanzsaal
Erzähltechnik Hörensagen
Schlussgestaltung Offenes Ende






Kreuzworträtsel

Dylan Wer schrieb und sang den Song?
Lanois Wie lautet der Nachname des Produzenten?
Ballade Welche erzählende Liedform prägt das Stück?
NewOrleans In welcher Stadt entstand die Aufnahme?
Dobro Welches Resonatorinstrument ist zu hören?
Ambiguitaet Welcher Fachbegriff bezeichnet Mehrdeutigkeit?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

„Man in the Long Black Coat“ erschien auf dem Album

. Der Song wurde in

aufgenommen und von Daniel

produziert. Die Handlung folgt den Grundzügen einer düsteren

. Eine Frau verschwindet mit einem geheimnisvollen

. Ein wichtiger Schauplatz ist ein alter

. Der Mantel funktioniert als vieldeutiges

. Die Erzählung unterscheidet nicht immer deutlich zwischen Beobachtung und

. Naturgeräusche verstärken die bedrückende

. Das Schicksal der Frau bleibt

. Diese Mehrdeutigkeit heißt

.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Stimmungsprotokoll: Notiere fünf Adjektive zur Stimmung und begründe sie mit Hörbeobachtungen.
  2. Symbolcollage: Gestalte eine Collage zu Nacht, Wasser, Wind, Mantel und Tanz.
  3. Handlungsskizze: Stelle die bekannten Ereignisse in sechs Bildern dar.
  4. Klangkarte: Zeichne eine Zeitleiste für Stimme, Instrumente und Geräusche.


Standard

  1. Perspektivwechsel: Schreibe eine Tagebuchseite aus Sicht der verschwundenen Frau.
  2. Figurenprofil: Entwirf zwei gegensätzliche Profile des Fremden.
  3. Coververgleich: Vergleiche Original und Coverversion systematisch.
  4. Podcast: Produziere einen kurzen Beitrag zu zwei Deutungen.


Schwer

  1. Intertextualität: Vergleiche den Song mit einer älteren Ballade.
  2. Gerüchteanalyse: Übertrage Beobachtung, Gerücht und Deutung auf soziale Medien.
  3. Kurzfilm: Entwickle eine filmische Umsetzung ohne vollständigen Liedtext.
  4. Interpretationsdebatte: Diskutiere Todesfigur, Flucht und Projektion als Lesarten.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Zusammenspiel von Musik und Erzählung: Erkläre, wie drei musikalische Mittel die Unsicherheit der Handlung verstärken.
  2. Bewertung einer Deutung: Prüfe die Aussage, die Frau sei ausschließlich ein Opfer.
  3. Transfer auf Nachrichtenkompetenz: Übertrage Beobachtung, Gerücht und Deutung auf einen fiktiven Social-Media-Beitrag.
  4. Symbolvergleich: Vergleiche den schwarzen Mantel mit einem Symbol aus einem anderen Werk.
  5. Gestaltungsentscheidung: Entwirf ein alternatives Klangkonzept und begründe seine Wirkung.
  6. Perspektivkritik: Erkläre, wie eine Erzählung aus Sicht der Frau die Bewertung verändern würde.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis sind wichtig:

  1. Sachkenntnis: Autor, Album, Jahr, Aufnahmeort und Produktion.
  2. Inhaltsverständnis: präzise Zusammenfassung ohne erfundene Gewissheiten.
  3. Erzählanalyse: Unterscheidung von Beobachtung, Gerücht und Interpretation.
  4. Musikanalyse: Beschreibung von Stimme, Instrumentierung, Tempo und Klangraum.
  5. Symbolanalyse: Deutung von Mantel, Maske, Tanzsaal, Wasser und Nacht.
  6. Kontextwissen: Einordnung in Balladentradition und Albumkontext.
  7. Argumentation: Deutungsthese mit Belegen und Gegenargumenten.
  8. Quellenkompetenz: korrekte Kennzeichnung von Zitaten und Medien.

Als Lernprodukt eignen sich eine schriftliche Interpretation, ein Hörvergleich, ein Podcast, ein Kurzfilm oder eine multimediale Präsentation.




OERs zum Thema

Bob Dylan: Man in the Long Black Coat

Bob Dylan: Oh Mercy



Links


aiMOOC-Projekte





Schulfach+

Prüfungsliteratur 2026
Bundesland Bücher Kurzbeschreibung
Baden-Württemberg

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Mittlere Reife

  1. Der Markisenmann - Jan Weiler oder Als die Welt uns gehörte - Liz Kessler
  2. Ein Schatten wie ein Leopard - Myron Levoy oder Pampa Blues - Rolf Lappert

Abitur Dorfrichter-Komödie über Wahrheit/Schuld; Roman über einen Ort und deutsche Geschichte. Mittlere Reife Wahllektüren (Roadtrip-Vater-Sohn / Jugendroman im NS-Kontext / Coming-of-age / Provinzroman).

Bayern

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Lustspiel über Machtmissbrauch und Recht; Roman als Zeitschnitt deutscher Geschichte an einem Haus/Grundstück.

Berlin/Brandenburg

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
  3. Der Biberpelz - Gerhart Hauptmann
  4. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Gerichtskomödie; soziales Drama um Ausbeutung/Armut; Komödie/Satire um Diebstahl und Obrigkeit; Roman über Erinnerungsräume und Umbrüche.

Bremen

Abitur

  1. Nach Mitternacht - Irmgard Keun
  2. Mario und der Zauberer - Thomas Mann
  3. Emilia Galotti - Gotthold Ephraim Lessing oder Miss Sara Sampson - Gotthold Ephraim Lessing

Abitur Roman in der NS-Zeit (Alltag, Anpassung, Angst); Novelle über Verführung/Massenpsychologie; bürgerliche Trauerspiele (Moral, Macht, Stand).

Hamburg

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Das kunstseidene Mädchen - Irmgard Keun

Abitur Justiz-/Machtkritik als Komödie; Großstadtroman der Weimarer Zeit (Rollenbilder, Aufstiegsträume, soziale Realität).

Hessen

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
  3. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
  4. Der Prozess - Franz Kafka

Abitur Gerichtskomödie; Fragmentdrama über Gewalt/Entmenschlichung; Erinnerungsroman über deutsche Brüche; moderner Roman über Schuld, Macht und Bürokratie.

Niedersachsen

Abitur

  1. Der zerbrochene Krug - Heinrich von Kleist
  2. Das kunstseidene Mädchen - Irmgard Keun
  3. Die Marquise von O. - Heinrich von Kleist
  4. Über das Marionettentheater - Heinrich von Kleist

Abitur Schwerpunkt auf Drama/Roman sowie Kleist-Prosatext und Essay (Ehre, Gewalt, Unschuld; Ästhetik/„Anmut“).

Nordrhein-Westfalen

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Komödie über Wahrheit und Autorität; Roman als literarische „Geschichtsschichtung“ an einem Ort.

Saarland

Abitur

  1. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
  2. Furor - Lutz Hübner und Sarah Nemitz
  3. Bahnwärter Thiel - Gerhart Hauptmann

Abitur Erinnerungsroman an einem Ort; zeitgenössisches Drama über Eskalation/Populismus; naturalistische Novelle (Pflicht/Überforderung/Abgrund).

Sachsen (berufliches Gymnasium)

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
  3. Irrungen, Wirrungen - Theodor Fontane
  4. Der gute Mensch von Sezuan - Bertolt Brecht
  5. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
  6. Der Trafikant - Robert Seethaler

Abitur Mischung aus Klassiker-Drama, sozialem Drama, realistischem Roman, epischem Theater und Gegenwarts-/Erinnerungsroman; zusätzlich Coming-of-age im historischen Kontext.

Sachsen-Anhalt

Abitur

  1. (keine fest benannte landesweite Pflichtlektüre veröffentlicht; Themenfelder)

Abitur Schwerpunktsetzung über Themenfelder (u. a. Literatur um 1900; Sprache in politisch-gesellschaftlichen Kontexten), ohne feste Einzeltitel.

Schleswig-Holstein

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Recht/Gerechtigkeit und historische Tiefenschichten eines Ortes – umgesetzt über Drama und Gegenwartsroman.

Thüringen

Abitur

  1. (keine fest benannte landesweite Pflichtlektüre veröffentlicht; Orientierung am gemeinsamen Aufgabenpool)

Abitur In der Praxis häufig Orientierung am gemeinsamen Aufgabenpool; landesweite Einzeltitel je nach Vorgabe/Handreichung nicht einheitlich ausgewiesen.

Mecklenburg-Vorpommern

Abitur

  1. (Quelle aktuell technisch nicht abrufbar; Beteiligung am gemeinsamen Aufgabenpool bekannt)

Abitur Land beteiligt sich am länderübergreifenden Aufgabenpool; konkrete, veröffentlichte Einzeltitel konnten hier nicht ausgelesen werden.

Rheinland-Pfalz

Abitur

  1. (keine landesweit einheitliche Pflichtlektüre; schulische Auswahl)

Abitur Keine landesweite Einheitsliste; Auswahl kann schul-/kursbezogen erfolgen.




aiMOOCs



aiMOOC Projekte












THE MONKEY DANCE




The Monkey DanceaiMOOCs

  1. Trust Me It's True: #Verschwörungstheorie #FakeNews
  2. Gregor Samsa Is You: #Kafka #Verwandlung
  3. Who Owns Who: #Musk #Geld
  4. Lump: #Trump #Manipulation
  5. Filth Like You: #Konsum #Heuchelei
  6. Your Poverty Pisses Me Off: #SozialeUngerechtigkeit #Musk
  7. Hello I'm Pump: #Trump #Kapitalismus
  8. Monkey Dance Party: #Lebensfreude
  9. God Hates You Too: #Religionsfanatiker
  10. You You You: #Klimawandel #Klimaleugner
  11. Monkey Free: #Konformität #Macht #Kontrolle
  12. Pure Blood: #Rassismus
  13. Monkey World: #Chaos #Illusion #Manipulation
  14. Uh Uh Uh Poor You: #Kafka #BerichtAkademie #Doppelmoral
  15. The Monkey Dance Song: #Gesellschaftskritik
  16. Will You Be Mine: #Love
  17. Arbeitsheft
  18. And Thanks for Your Meat: #AntiFactoryFarming #AnimalRights #MeatIndustry


© The Monkey Dance on Spotify, YouTube, Amazon, MOOCit, Deezer, ...



Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen