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Bauteile beschichten und bekleiden - Ausbaufacharbeiter - LF 6

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Bauteile beschichten und bekleiden - Ausbaufacharbeiter - LF 6

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Einleitung

Eine beschichtete oder bekleidete Fläche muss mehr leisten als gut auszusehen: Sie muss zum Untergrund, zur Nutzung, zu Feuchte- und Wärmebeanspruchungen sowie zu den Vorgaben des Auftrags passen. Du lernst, einen Ausbauauftrag fachlich zu untersuchen, Baustoffe und Konstruktionen auszuwählen, die Ausführung zu planen, sicher zu bearbeiten und die Qualität nachvollziehbar nachzuweisen. Eine Beschichtung ist beispielsweise ein aufgetragener Putz oder Anstrich; eine Bekleidung ist beispielsweise eine befestigte Gipsplatte oder ein keramischer Fliesenbelag. Je nach System kann ein Belag auf Klebemörtel liegen oder eine Bekleidung an einer Unterkonstruktion befestigt werden.

Zielgruppe: Ausbaufacharbeiterinnen und Ausbaufacharbeiter im ersten Ausbildungsjahr. Einordnung: KMK-Lernfeld 6, Zeitrichtwert 60 Unterrichtsstunden. Das Lernfeld führt über Analysieren – Informieren – Planen – Ausführen – Beurteilen – Reflektieren zu beruflicher Handlungskompetenz. Es umfasst horizontale und vertikale Bauteile, wirtschaftliches und ökologisches Handeln, digitale Dokumentation und Teamabsprachen. Die Beispiele gelten für Unterricht und betreute Übungsaufträge; reale Eingriffe in Bauteile, Gefahrstoffarbeiten, Maschinenarbeiten, Abdichtungsarbeiten und Arbeiten an Elektroinstallationen sind ausschließlich nach Gefährdungsbeurteilung, Berechtigung und unter geeigneter fachlicher Aufsicht zulässig. Eine ungefährliche Alternative ist ein trockener Modellaufbau aus Karton, Musterfliesen aus Papier und lösungsmittelfreier Schulfarbe.

Kompetenzziel: Du kannst einen Arbeitsauftrag einschließlich der Leistungen vorheriger Gewerke analysieren, die Eignung von Untergründen beurteilen, einen Verlege- und Arbeitsplan mit Mengenberechnung erstellen, ein sicheres Übungsergebnis herstellen oder simulieren und den Soll-Ist-Vergleich dokumentieren. Die konkrete Anwendung wird mit betrieblichen Ausbildungsplänen, zuständiger Kammer, Landeslehrplan sowie aktuellen technischen Regeln abgeglichen. Dieser freie Lernkurs vermittelt keine amtliche Prüfungszulassung.


Auftrag und Untergrund systematisch untersuchen


Auftragsklärung und Schnittstellen zu Vorgewerken

Beginne mit der Frage: Welche Eigenschaften muss das fertige Bauteil haben? Ermittle Bauteilart, Lage, Nutzung, beanspruchte Flächen, gewünschte Optik, Termine, Zugang, freigegebene Materialien und Schnittstellen. Eine Badezimmerwand benötigt andere Lösungen als eine trockene Trennwand; eine befahrene Bodenfläche andere als ein nur selten benutzter Boden. Unterscheide das Leistungsziel von einer bloßen Materialvorgabe: „hell, abriebfest und eben“ beschreibt Funktionen; „eine bestimmte Farbe“ allein noch keinen vollständigen Aufbau.

Beispiel für ein fiktives Auftragsgespräch: Eine Innenwand soll teilweise einen keramischen Spritzschutz erhalten, darüber einen matten Anstrich. Frage nach Spritzwasser oder dauerhaftem Nassbereich, nach Wandaufbau, Nutzung, Fugen und der Lage der Öffnung. Halte fest, wer den Estrich, die Rohinstallation und den Trockenbau ausgeführt hat. Fertige ein einfaches Aufmaßblatt an: Raumbezeichnung als Fantasiename, Maße, Skizze, Untergrundbefunde, ungeklärte Punkte, Datum und Freigabevermerk. Verwende niemals echte Kunden- oder Beschäftigtendaten in offenen Lernplattformen.


Untergrundprüfung als Entscheidungskette

Ein Untergrund ist die tragende oder aufnehmende Oberfläche für die nächste Schicht. Prüfe ihn vor Beginn systematisch: Sichtbefund auf Verschmutzung, Risse, Ausblühungen, Feuchteflecken und lose Stellen; Festigkeit und Tragfähigkeit durch fachgerecht ausgewählte Prüfungen; Saugverhalten mit freigegebenem Prüfverfahren; Ebenheit und Maßhaltigkeit mit Richtlatte und Messwerkzeugen; Feuchte anhand einer zum Baustoff passenden fachlichen Messmethode. Gegebenenfalls sind Haftzugprüfung, Restfeuchtemessung oder eine besondere Sachverständigenprüfung erforderlich. Ein handgehaltenes Feuchte-Anzeigegerät ist nicht automatisch ein belastbarer Freigabenachweis.

Ein poröser, stark saugender Untergrund kann Bindemittelwasser zu schnell aufnehmen; dadurch werden Haftung, Offenzeit und Festigkeit beeinflusst. Auf dichten Untergründen kann dagegen eine systemgerechte Haftbrücke erforderlich sein. Eine Grundierung ist keine Universallösung: Ihre Eignung, Verdünnung, Trocknung und weitere Verarbeitung ergeben sich aus Systemfreigabe und aktuellem technischem Merkblatt. Verboten sind „Probeversuche“, die bei möglichem Asbest, unbekannten Altanstrichen oder unklaren Schadstoffen Staub freisetzen.

Entscheidungsregel: Ist ein Untergrund nicht hinreichend tragfähig, trocken oder geeignet, wird nicht „darübergearbeitet“. Mangel dokumentieren, verantwortliche Fachkraft informieren, Freigabe und fachgerechte Vorbehandlung abwarten. Beispiel: Eine Wand sandet beim vorsichtigen Wischen. Die richtige Reaktion ist nicht automatisch zweimalige Grundierung, sondern Ursachen- und Systemprüfung.

Knauf: Untergründe vor dem Verfliesen prüfen erläutert beispielhaft Sicht-, Kratz- und Wischprüfungen; verbindlich sind der konkrete Auftrag und aktuelle Herstellerinformationen.


Aufmaß, digitale Dokumentation und Datenschutz

Eine Skizze muss Wandabmessungen, Öffnungen, Außenecken, Durchdringungen, Höhenbezüge und Materialgrenzen zeigen. Fotos eignen sich als ergänzender Soll-Ist-Beleg, ersetzen aber keine Maßangaben. Speichere Messwerte nachvollziehbar mit Einheit, Messverfahren und Datum. Verwende betrieblich freigegebene Systeme mit geregelten Zugriffsrechten, notwendiger Datensparsamkeit und sicheren Freigaben; private Cloud-Konten und ungefragte Fotos von Personen oder Wohnungen gehören nicht in den Ausbildungsnachweis.

Typischer Fehler: Das Türloch wird beim Materialbedarf nicht abgezogen, Anschlüsse werden nicht erfasst oder die Wandmaßangabe wird mit der Fliesengröße verwechselt. Besser: erst nachvollziehbare Maßkette und Flächenskizze, dann Berechnung und Materialbestellung.


Beschichtungsstoffe, Bekleidungen und Unterkonstruktionen


Bindemittel, Mörtel, Putze und Anstriche

Ein Bindemittel verbindet die Bestandteile einer Beschichtung und bestimmt wesentliche Eigenschaften des ausgehärteten Produkts. Mineralische Beispiele sind Gips, Kalk und Zement; hinzu kommen kunstharzgebundene Systeme. Mörtel enthält je nach Rezeptur Bindemittel, Zuschläge und Zusatzstoffe und wird unter anderem für Putze, Ausgleich oder die Fliesenverlegung genutzt. Bei der Auswahl zählen Untergrund, Innen- oder Außenanwendung, Feuchte- und Temperaturbelastung, geforderte Oberfläche, Trocknungsbedingungen, Emissionen sowie die Systemverträglichkeit.

Putz kann Unebenheiten ausgleichen, Flächen gestalten und je nach Aufbau bauphysikalische Aufgaben übernehmen. Ein Anstrich bildet eine vergleichsweise dünne, farbgebende und schützende Schicht. Gipsgebundene Materialien eignen sich nicht für jede Nässebeanspruchung. Zementhaltige Mörtel können alkalisch und hautreizend sein; technische Merkblätter und Sicherheitsdatenblätter bestimmen den sicheren Umgang. Kennwerte wie Verbrauch, Untergrundfeuchte, Verarbeitungszeit, notwendige Schichtdicke und Trocknungszeit gelten nur für das konkret ausgewählte Produkt.

Verputzen einer Wand: Auftrag und Bearbeitung der Oberfläche. Bild: Adrian Pingstone, gemeinfrei; genaue Quelle und Rechte im OER-Abschnitt.

Reibebrett zum Strukturieren und Glätten geeigneter Putzoberflächen. Bild: Huhu, gemeinfrei; Rechte im OER-Abschnitt.

Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes:

Farbroller im Einsatz. Die Aufnahme zeigt eine einfache Beschichtungstechnik, ist jedoch kein alleiniger Nachweis fachgerechter Untergrundvorbereitung. Bild: Oxfordian Kissuth, CC BY-SA 3.0.


Plattenwerkstoffe, keramische Beläge und Bodenaufbauten

Bei der Bekleidung werden Platten oder Beläge auf die Fläche gebracht. Gipskarton- und Gipsfaserplatten dienen zum Beispiel dem Trockenbau, mineralische Bauplatten und zementgebundene Platten je nach System auch anspruchsvolleren Bereichen. Keramische Fliesen unterscheiden sich unter anderem hinsichtlich Wasseraufnahme, Rutschhemmung, Format, Oberflächenbeschaffenheit und Einsatzgebiet. Ein Fliesenkleber ist auf Untergrund, Fliesentyp und Beanspruchung abzustimmen; Fugenmaterial und Randanschlüsse gehören zum selben Planungssystem.

Estrich ist eine Schicht des Bodenaufbaus und kann auf einem Untergrund im Verbund, auf einer Trennschicht oder als schwimmender Estrich auf Dämmschichten liegen. Ein Haftgrund verbessert bei geeigneter Systemauswahl die Verbindung; eine Trennschicht entkoppelt gezielt Schichten; eine Dämmschicht dient beispielsweise Wärme- oder Trittschallzielen. Ein Aufbau wird nicht durch beliebiges Aneinanderreihen guter Einzelprodukte zuverlässig, sondern nur durch die Prüfung der miteinander abgestimmten Schichten und Anschlüsse.

Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes:

Keramische Fliesen als Bekleidung beim Verlegen. Foto: Lahoucine Boukhanchouch, CC BY-SA 4.0.

Datei:TileSpacer.jpg

Ein Abstandhalter veranschaulicht die Gestaltung gleichmäßiger Fugen. Er ersetzt nicht die Prüfung des Verlegeplans oder der Bewegungsfugen. Foto: Etan J. Tal, CC BY-SA 3.0.


Unterkonstruktion und konstruktive Anschlüsse

Eine Unterkonstruktion aus Holz oder Metall stellt die Befestigungsebene für eine Bekleidung bereit. Lastabtragung, Verankerung, Achsabstände, Plattendicke, Fugenversatz, Feuchteschutz und gegebenenfalls Brand- und Schallschutz müssen zur freigegebenen Systemlösung passen. Bei Trockenbauwänden sind Anschlüsse an angrenzende Bauteile und Installationsöffnungen besonders wichtig. Bauteilöffnungen dürfen den Schutzbedarf nicht ungeplant beeinträchtigen.

Teilweise beplankte Trockenbauwand mit sichtbaren Profilen und Installation: ein Anlass, Befestigung und Schnittstellen rechtzeitig zu klären. Foto: Sambach, CC BY-SA 2.5.

Vergleich:

System Eignung nur nach Untergrund- und Nutzungsprüfung Besonders zu klärende Punkte
Putz oder Anstrich Ebenes, geeignetes Beschichtungsbauteil Haftung, Saugverhalten, Schichtdicke, Farbe, Trocknung
Keramischer Belag Beanspruchte Wand- oder Bodenfläche Klebemörtel, Fugen, Untergrund, ggf. Abdichtung
Plattenbekleidung Trockenbau und weitere freigegebene Systeme Unterkonstruktion, Befestigung, Fugen, Schutzanforderungen
Beschichteter Estrich Geeigneter und belegreifer Boden Feuchte, Tragfähigkeit, Ebenheit, Haftung, Beanspruchung


Bauphysik, Gestaltung, Fugen und Abdichtungen


Wärme, Feuchtigkeit und Schall mitdenken

Temperaturänderungen führen zu Längenänderungen von Werkstoffen. Unpassende starre Anschlüsse können Spannungen, Risse und Ablösungen verursachen. Feuchtigkeit kann als flüssiges Wasser oder Wasserdampf einwirken. Eine Bekleidung darf nicht unüberlegt Feuchte in einen schadensträchtigen Aufbau einschließen. Wärme- und Schalldämmung funktionieren als Gesamtbauteil: Dämmstoff allein ersetzt keine sorgfältigen Anschlussdetails. Beim Trockenbau können starre Schallbrücken die Wirkung einer ansonsten geeigneten Konstruktion vermindern.

Wärmedämmung reduziert Wärmeströme, Trittschalldämmung vermindert die Übertragung von Anregungen über den Boden. Wärmebrücken sind Bereiche mit erhöhtem Wärmestrom, etwa ungünstige Anschlüsse. Haftfähigkeit betrifft den Verbund zwischen Schichten, Tragfähigkeit die Aufnahme von Lasten. Beides wird getrennt beurteilt. Die Bauphysik bestimmt Material und Detail: Eine für eine trockene Wand passende Beschichtung ist nicht automatisch für eine Dusche freigegeben.


Abdichtung unter Fliesen und Ausführung von Fugen

Im Nassbereich muss vor dem Fliesenaufbau ein geeignetes Abdichtungskonzept mit Wassereinwirkung, Anschlüssen, Durchdringungen und Übergängen festgelegt werden. Die Normenreihe DIN 18534:2025-10 behandelt Abdichtung von Innenräumen; ihre aktuelle Ausgabe ist entscheidend, nicht eine unbesehen übernommene alte Planung. Flüssig aufzutragende, bahnen- oder plattenförmige Systemlösungen sind zu unterscheiden. Die passende Klasse, Verarbeitung und baurechtliche Eignung bestimmt eine befugte Fachplanung anhand der Situation. Fliesen, Fugenmörtel, wasserabweisender Anstrich und sichtbare Silikonfugen ersetzen keine erforderliche Abdichtung. Die fachgerechte Ausbildung von Dichtbändern, Innen- und Außenecken sowie Durchdringungen ist Teil der gesamten Systemplanung.

Bewegungsfugen ermöglichen die Aufnahme von Bauteilbewegungen; Anschlussfugen berücksichtigen Übergänge zu anderen Bauteilen oder Werkstoffen; Feldbegrenzungsfugen gliedern Flächen. Diese Fugen dürfen nicht einfach überfliest, verspachtelt oder überstrichen werden. Eine Scheinfuge ist nicht dasselbe wie eine konstruktiv erforderliche Bewegungsfuge. Fugenbreiten, Feldgrößen, Überdeckungen und Abdichtungsdetails werden aus aktuellem Regelwerk, freigegebener Konstruktion und Herstellerangaben abgeleitet, nicht pauschal aus diesem Kurs.

DIN: Einführung zur 2025 neu gefassten DIN 18534. Knauf: Beispiel eines Abdichtungssystems mit Verarbeitungshinweisen. Die konkrete Systemfreigabe ist jeweils zu kontrollieren.


Gestaltung und Detailzeichnungen

Gestaltung umfasst Format, Verlegerichtung, Fugenteilung, Übergänge, Putzstruktur, Glanzgrad und Lichtwirkung. Ein Verlegeplan zeigt das Raster, Zuschnitte, Fugen, Randanschlüsse und Aussparungen. Ein Schnitt erläutert den Schichtenaufbau: tragender Untergrund – gegebenenfalls Vorbehandlung – erforderliche Abdichtung – Klebemörtel – Fliesenbelag. Bei Trockenbau lautet ein anderer, beispielhafter Schnitt: Tragprofil – systemgerechte Beplankung – Fugenbehandlung – geeignete Endbeschichtung.

Die Zeichnung erhält Maßstab, Maßketten, Werkstoffbezeichnungen, Legende, Datum und Bearbeitungsstand. Für eine Wand mit einer 2,0 m breiten Fliesenzone kann ein mittig verlegtes Raster optisch ruhiger sein als ein an einer Ecke begonnenes Raster mit schmalem Randstreifen. Typische Fehler: Fugen nicht mitgeplant, notwendige Durchdringungen vergessen, unterschiedliche Dicke von Belag und Putz am Übergang nicht berücksichtigt, Systemunterlagen veraltet.


Arbeitsablauf, Werkzeuge und sicherer Materialeinsatz


Arbeitsvorbereitung und Reihenfolge

Ein geeigneter Ablauf ist: (1) Auftrag und Gefährdungen klären, (2) Maßaufnahme und Vorleistungen kontrollieren, (3) Materialsystem und Details abstimmen, (4) Arbeitsraum sichern, (5) Untergrund prüfen, (6) nach Freigabe vorbereiten, (7) geeignete Beschichtung oder Bekleidung herstellen, (8) Fugen und Anschlüsse systemgerecht ausführen, (9) vorgeschriebene Trocknung und Schutzzeit einhalten, (10) Qualität dokumentieren und Abfälle ordnen. Nicht jeder Arbeitsgang findet bei jedem System statt. Beschichtete und bekleidete Flächen können unterschiedliche Reihenfolgen und Abklebemaßnahmen benötigen.

Zur Werkzeugplanung gehören beispielsweise Maßband, Richtlatte, Wasserwaage, Anreißmittel, geeignete Spachtel oder Kellen, Farbroller, Fliesenkelle, Glättwerkzeug und sichere Transporthilfen. Geräteauswahl und Freigabe obliegen der unterweisenden Fachkraft. Schneid-, Bohr- und Schleifmaschinen dürfen nur mit erforderlicher Unterweisung, geeigneter Staubminderung und Aufsicht eingesetzt werden; Lernende können die Schritte stattdessen an vorgefertigten Papier- oder Korkmustern simulieren.


Verarbeitung und Qualität im Team

Beschichten: Untergrundzustand protokollieren; geeigneten Putz, die Grundierung oder den Anstrich nach Systemhinweis vorbereiten; vereinbarte Oberfläche herstellen; Kanten, Anschlüsse und Trocknungsbedingungen beachten. Ein stärkerer Farbauftrag ersetzt nicht zwingend den vorgesehenen mehrlagigen Systemaufbau. Bekleiden: Flächeneinteilung auftragen; Unterkonstruktion und Befestigungen beziehungsweise Kleberbett nach Freigabe vorbereiten; Platten oder Fliesen verlegen; Rand-, Anschluss- und Bewegungsfugen erhalten; Oberfläche sorgfältig kontrollieren.

Bei Teamarbeit werden Zuständigkeiten für Messung, Materialbereitstellung, Verarbeitung und Zwischenkontrolle festgehalten. Ein Übergabepunkt ist erreicht, wenn der Untergrund für den nächsten Arbeitsschritt nachweislich freigegeben ist. Vereinbart Kontrollpunkte vor dem Verdecken: Nach dem Schließen einer Bekleidung lassen sich etwa Schraubpunkte, Installationen oder Dichtungsanschlüsse nur schwer kontrollieren.


Gesundheitsschutz, Umweltschutz und nachhaltige Entscheidungen

Sicherheitsprinzip: Gefährdungen erkennen, sichere Alternativen wählen, technische Maßnahmen vor organisatorischen und personenbezogenen Schutzmaßnahmen prüfen. Vor dem Bearbeiten alter Beschichtungen, Bodenbeläge, Kleber oder Platten sind Baualter, Schadstoffhinweise und ggf. Asbestverdacht zu klären. Bei Verdacht: Arbeit stoppen, nicht bohren, schleifen, sägen oder selbst Proben entnehmen; zuständige fachkundige Stelle einschalten. Die Gefahrstoffverordnung und TRGS 519 sind zu berücksichtigen. Quarz- und andere mineralische Stäube erfordern wirksame staubarme Verfahren, Absaugung und die auf der Gefährdungsbeurteilung beruhenden Schutzmaßnahmen. Leitern und Gerüste werden nur bestimmungsgemäß und nach Prüfung verwendet. Knieschutz, ergonomischer Materialtransport, Hautschutz und sicherer Umgang mit elektrischen Geräten gehören zur Vorbereitung.

Prüfe Gefahrenkennzeichnung, aktuelles Sicherheitsdatenblatt und Betriebsanweisung; feuchte oder alkalische Produkte können Haut und Augen reizen. Lösemittelarme beziehungsweise emissionsarme geeignete Ersatzprodukte sind zu bevorzugen. Restmengen durch genaues Aufmaß vermeiden; saubere Stoffströme sortieren, wiederverwendbare Reste nur nach Freigabe nutzen und Abfälle nach lokalen Vorgaben entsorgen. Waschwasser mit Farb-, Spachtel- oder Mörtelresten nicht unkontrolliert in Boden oder Kanalisation leiten. Material- und Verpackungsmengen, Reparierbarkeit, Lebensdauer und mögliche Recyclingwege bei der Auswahl abwägen.

BG BAU: DGUV Regel 101-602, Branche Ausbau beschreibt wesentliche Gefährdungen; die Ausgabe 2018 enthält teilweise überholte Verweise, insbesondere gilt die seit 2020 neu gefasste DGUV Vorschrift 38. Für Beschichtungen siehe außerdem DGUV Information 209-014, Stand 07/2026. BG BAU: Asbest beim Bauen im Bestand führt zu aktuellen Hinweisen.


Fachvideos: Ablauf beobachten und kritisch prüfen

Video 1: Vorwand mit Gipskarton bekleiden (deutsch, Probier's – Bau, 2021). Achte auf Reihenfolge, Plattenzuschnitt, Eckausbildung und den Schutz angrenzender Installationen. Die Darstellung elektrischer Dosen berechtigt nicht zum eigenständigen Arbeiten an elektrischen Anlagen.

Video 2: Keramische Fliesen verlegen und verfugen (deutsch, Sopro Bauchemie GmbH, 2012). Beobachte Untergrundvorbereitung, Ausgleich, Belag und Fugengestaltung. Das Video ist älter als die aktuelle DIN 18534:2025-10; sicherheits- und abdichtungstechnische Details sind vor einem realen Auftrag mit aktuellen Vorgaben abzugleichen.

Die Videos sind Anschauungsmaterial. Ihre öffentlich zugänglichen Titel und Beschreibungen wurden geprüft; eine vollständige Prüfung jedes Filmschrittes sowie eine freie Nachnutzungslizenz wird nicht behauptet. Für eine risikoarme Alternative: Arbeitsfolge mit Papierlagen, Fliesenraster auf Millimeterpapier und einem digital gezeichneten Schnitt nachvollziehen.


Berechnen und zeichnen: ein vollständiger Praxisauftrag


Fiktiver Auftrag und prüfbare Annahmen

Lernszenario: In einem trockenen Unterrichtsraum soll eine glatte Übungswand 4,00 m breit und 2,50 m hoch gestaltet werden. Rechts liegt eine Türöffnung von 1,00 m Breite und 2,00 m Höhe. Links ist ein keramisches Mustertafelfeld von 2,00 m Breite und 1,20 m Höhe vorgesehen, ohne Überlappung mit der Öffnung. Der Rest der Wand erhält einen matten, deckenden Anstrich in zwei Lagen. Kein Nassraum, keine vorhandene Schadstoffbelastung und keine Änderung an elektrischen Installationen. Vor der echten Ausführung müssten Untergrund, Produktfreigaben, Brandschutz und Arbeitsschutz durch die verantwortliche Fachkraft bestätigt werden. Für den Unterricht sind auch Pappfliesen und ein farbiger Papierbelag vollständig geeignet.

Schematische Maße: Gesamtbreite 4,00 m; Gesamthöhe 2,50 m. Türöffnung von x = 2,80 m bis x = 3,80 m, vom Boden bis 2,00 m Höhe. Fliesenfeld von x = 0,20 m bis x = 2,20 m, von 0,20 m bis 1,40 m Höhe. Damit überschneiden sich Fliesenfeld und Tür nicht. Im Aufriss 1:20 ergibt sich: 4,00 m entsprechen 20,0 cm, 2,50 m entsprechen 12,5 cm, 1,00 m entsprechen 5,0 cm und 1,20 m entsprechen 6,0 cm auf dem Papier. Verlegebild mit Fugen, Eck- und Randdetails ergänzen. Die Fliesenaufteilung ist vor der Bestellung unter Berücksichtigung realer Plattenmaße und Fugenbreiten zu erproben.


Flächen, Verbrauch und Reserven: vollständig gerechnet

Schritt 1: Bruttofläche der Wand: 4,00 m × 2,50 m = 10,00 m².

Schritt 2: Türöffnung: 1,00 m × 2,00 m = 2,00 m². Netto zu bearbeitende Wandfläche: 10,00 m² − 2,00 m² = 8,00 m².

Schritt 3: Keramisches Feld: 2,00 m × 1,20 m = 2,40 m². Verbleibende Anstrichfläche: 8,00 m² − 2,40 m² = 5,60 m². Die Anstrichfläche enthält weder Türöffnung noch Fliesenfeld.

Schritt 4: Rein für diese Lernaufgabe angenommene 10 % Zusatzmenge für Fliesen: 2,40 m² × 1,10 = 2,64 m². Bei fiktiven Verpackungen zu je 1,00 m²: 2,64 / 1,00 = 2,64, also 3 volle Pakete nach Aufrunden. Dies ist eine Bestellplanung, keine exakte Zuschnittgarantie; Fugen und tatsächliche Schnittverluste werden im Verlegeplan geprüft.

Schritt 5: Angenommener Verbrauch einer Beispiel-Innenfarbe: 0,15 Liter je m² und Lage. Für zwei Lagen: 5,60 m² × 0,15 L/m² × 2 = 1,68 L. Mit 10 % Reserve: 1,68 L × 1,10 = 1,848 L. Bei fiktiver Gebindegröße 2,00 L wird ein Gebinde geplant. Herstellerangaben können einen anderen Verbrauch ergeben.

Schritt 6: Angenommener Klebemörtelverbrauch für das Fliesenfeld: 3,5 kg je m². 2,40 m² × 3,5 kg/m² = 8,40 kg, mit 10 % Zuschlag 9,24 kg. Bei fiktivem 10-kg-Gebinde: ein Gebinde. Der tatsächliche Verbrauch hängt etwa von Zahnung, Untergrund und Fliese ab. Grundierung, Fugenmörtel, Abdichtung oder Ausgleichsmörtel dürfen nicht ohne Datenblatt zu einer beliebigen Pauschale ergänzt werden. Für die trockene Übungswand ist keine Nassraumabdichtung vorgesehen.

Kontrollrechnung: 2,40 m² Fliesen + 5,60 m² Anstrich = 8,00 m² bearbeitete Nettofläche. Der Flächen- und Mengennachweis muss diese Summe wiedergeben.


Materialliste, Arbeitsplan und Qualitätsmerkmale

Position Mengenansatz Zu prüfen
Fliesen für Mustertafelfeld 2,40 m² Nutzfläche, 2,64 m² inklusive Modellreserve, drei Beispielpakete Raster, Zuschnitt, Format und Chargengleichheit
Innenfarbe 1,848 L rechnerischer Bedarf, Beispielgebinde 2 L Deckkraft, geeigneter Untergrund, Wartezeit zwischen Lagen
Klebemörtel 9,24 kg Modellbedarf, Beispielgebinde 10 kg Freigegebenes Klebesystem, Verbrauch laut Datenblatt
Grundierung und gegebenenfalls Ausgleich Nur nach Untergrundprüfung und produktspezifischer Berechnung Verträglichkeit und Trocknung
Fugen- und Anschlussmaterial Aus Fliesenraster, Detailzeichnung und Herstellerunterlagen ermitteln Bewegungsfugen erhalten, Systemdetails beachten
Werkzeuge und Schutzmittel Maß-, Anreiß-, Auftragungs-, Reinigungswerkzeuge; freigegebene PSA Einsatzfreigabe, Gerätezustand, Ergonomie

Arbeitsplan als Übergabe-Checkliste:

  1. Auftrag klären: Anforderungen, technische Schnittstellen, trockene Nutzung und Freigaben schriftlich festhalten.
  2. Aufmessen: Wand, Tür und Fliesenfeld messen, Maße auf dem Aufriss eintragen.
  3. Prüfen: Zustand und Eignung des Untergrunds samt möglicher Mängel protokollieren.
  4. Entscheiden: Belag, Beschichtung, passende Vorbehandlung und fiktive Mengen begründen.
  5. Schützen: Arbeitsplatz absichern, Staub vermeiden, PSA und Entsorgungsweg abstimmen.
  6. Vorbereiten: Freigegebene Vorbehandlung einschließlich Trocknungszeit festlegen.
  7. Einteilen: Maßbezug, Verlegeraster und Fugen sichtbar kennzeichnen; Pappmuster auslegen.
  8. Ausführen oder simulieren: Beschichtung und Mustertafel gemäß Plan und unter fachlicher Aufsicht herstellen.
  9. Kontrollieren: Fläche, Verlauf, Kanten, Fugen, Überdeckungen und Maßangaben prüfen.
  10. Übergeben: Fotofreie Modellskizze oder datenschutzgerechte Detailfotos, Abweichungsliste und Materialrestbilanz abgeben.

Prüfbares Arbeitsergebnis: Eine bemaßte Zeichnung im Maßstab 1:20, die Flächenrechnung, eine begründete Materialliste, ein Ablauf- und Sicherheitsplan sowie ein sauber gestaltetes Musterfeld auf Karton oder ein unter Aufsicht freigegebenes Übungsbauteil. Vereinbarte Projektkriterien (keine pauschalen DIN-Toleranzen): Geometrie und Rechnung ohne Einheitenfehler, durchgängiges Raster im Modell, klar unterscheidbare Oberflächen, nachprüfbare Fugen- und Türlage, nachvollziehbare Restmengen und dokumentierte fachliche Freigaben. Bei Abweichungen Ursache und Korrektur vorschlagen; einen unsicheren Mangel niemals mit einem optischen Trick verdecken.


Bewertungsraster und Reflexion: 100 Punkte

Kriterium Maximalpunkte Nachweis
Auftragsanalyse und Planung 20 Vollständige Anforderungen, passende Maße, geeignete Zeichnung
Sicherheits- und Umweltschutz 20 Gefährdungen erkannt, Aufsicht und Schutzmaßnahmen, Abfall- und Datenschutzkonzept
Material- und Mengenentscheidung 25 Eignung begründet, Nettoflächen und Bestellmengen korrekt, nachvollziehbare Annahmen
Ausführungs- und Oberflächenqualität 20 Saubere Modellfläche, Raster, Anschlüsse, begründeter Soll-Ist-Vergleich
Dokumentation und Nachhaltigkeitsreflexion 15 Prüfprotokoll, Abweichungen, Optimierung, Reststoffbilanz
Summe 100 Kriterien sind ein transparentes Lernraster, keine amtlichen Prüfungsnoten

Reflexionsbeispiel: Ein Farbauftrag wirkt streifig. Nenne mindestens zwei mögliche Ursachen (zum Beispiel Saugunterschiede und ungeeigneter Werkzeug- oder Verarbeitungsablauf), prüfe die dazu passenden Unterlagen und schlage einen sicheren, materialverträglichen Verbesserungsweg vor. Ein Fliesenraster ergibt einen sehr schmalen Randstreifen: Verschiebe oder symmetriere die Einteilung im Plan statt unkontrolliert am Bauteil zu schneiden. Vergleiche Materialbedarf, Zeit, Abfall und Dauerhaftigkeit zweier Lösungen und begründe deine Wahl.


Qualitätssicherung, Fehleranalyse und beruflicher Transfer


Vor-, Zwischen- und Endkontrolle

Eine gute Endkontrolle beginnt vor der Verarbeitung. Prüfe und dokumentiere vorher Untergrund, Maße, Ebenheit, Feuchteprüfung, freigegebenen Systemaufbau und Werkzeugzustand. Prüfe währenddessen Schichtfolge, Trocknungszeiten, Sichtfugen, Ebenheit des Musterfelds, Belaglayout, Dokumentation verdeckter Stellen und die Einhaltung des Schutzkonzepts. Prüfe danach Haftungs- oder Sichtbefunde entsprechend geeignetem Verfahren, gestalterisches Ergebnis, Maßhaltigkeit, Schäden, Sauberkeit und Reststofftrennung. Messverfahren und Grenzwerte müssen zur tatsächlichen Bauteilsituation und zum aktuellen Vertrag beziehungsweise Regelwerk passen.

Das Prüfprotokoll enthält: Prüfkriterium – vereinbarter Sollwert oder Sollzustand – Mess- beziehungsweise Sichtbefund – Entscheidung „erfüllt / nachzubessern / gesperrt“ – Maßnahme – verantwortliche Fachperson. Eine ehrliche Dokumentation trennt Beobachtung von Vermutung: „Riss an Anschluss sichtbar“ ist ein Befund; „durch falsche Beplankung verursacht“ zunächst nur eine zu überprüfende Hypothese.


Typische Fehler und fachgerechte Reaktionen

Befund Mögliche Ursache Gute Reaktion
Abplatzende Beschichtung Nicht tragfähiger Untergrund, Feuchte, falsche Schichtkombination Arbeiten stoppen, Untergrund und System sachgerecht prüfen lassen
Unterschiedlich saugende Wand Heterogene Untergründe und ungeeignete Grundierung Vorbehandlung anhand des Systems planen, Musterfläche nach Freigabe
Hohlliegende Fliesen Untergrund- oder Kleberbettprobleme Mangel protokollieren, Ursache fachlich klären, erforderliche Sanierung freigeben lassen
Risse an Plattenstößen Falsche Fugenbehandlung, Bewegungen oder ungeeignete Konstruktion Aufbau und Anschlüsse prüfen, systemgerechte Überarbeitung planen
Undichte Nassraumanschlüsse Fehlendes oder fehlerhaftes Abdichtungssystem Nutzung und Weiterarbeit sperren, verantwortliche Fachplanung einschalten
Staubentwicklung bei der Bestandssanierung Ungeklärte Schadstoffe oder unzureichende Emissionsminderung Sofort unterbrechen, Bereich sichern, fachkundige Bewertung veranlassen

Transfer: Stelle für eine trockene Innenwand, einen Boden mit Trennschicht und eine spritzwasserbeanspruchte Wand jeweils eine andere, begründete Schichtenfolge gegenüber. Bewerte neben dem Preis auch Haltbarkeit, Reparaturfähigkeit, Feuchteverhalten, Abfall und Sicherheit. Entscheide nie allein nach „so haben wir das immer gemacht“.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Fachwissen prüfen

Welche Information ist vor der Materialauswahl für eine Wandbekleidung besonders wichtig? (Untergrund und zu erwartende Beanspruchung) (!Nur die Lieblingsfarbe der ausführenden Person) (!Allein die Verpackungsgröße des Klebers) (!Nur die Fahrzeit zur Baustelle)




Was bedeutet ein stark absandender Untergrund vor dem Beschichten? (Die Tragfähigkeit und notwendige Vorbehandlung müssen geklärt werden) (!Jede beliebige Farbe kann sofort aufgetragen werden) (!Ein größerer Farbroller behebt die Ursache) (!Der Untergrund ist automatisch wasserundurchlässig)




Welche Funktion erfüllt eine Trennschicht im geeigneten Bodenaufbau? (Sie verhindert den geplanten direkten Verbund zwischen Schichten) (!Sie stellt eine tragende Betonbewehrung dar) (!Sie ersetzt grundsätzlich jede Wärmedämmung) (!Sie dient ausschließlich der Farbgestaltung)




Was ist im Nassbereich fachlich richtig? (Eine erforderliche Abdichtung wird als eigenes geeignetes System geplant) (!Fliesenfugenmörtel ersetzt immer die Abdichtung) (!Eine dekorative Farbschicht ist stets wasserdicht) (!Silikon an der Oberfläche ersetzt jede Verbundabdichtung)




Wie wird bei einer Wand die zu beschichtende Nettofläche berechnet? (Bruttofläche minus nicht zu beschichtende Öffnungen und Felder) (!Nur die Breite der größten Öffnung) (!Bruttofläche plus Türöffnung plus Fliesenfeld) (!Anzahl der Werkzeuge mal Raumhöhe)




Welche Unterlage verdeutlicht die Lage von Randfugen und Zuschnitten? (Ein bemaßter Verlegeplan mit Detailangaben) (!Ein Lieferschein ohne Maße) (!Eine anonyme Farbtabelle) (!Eine reine Stundenliste ohne Skizze)




Was ist bei Asbestverdacht an einer alten Bekleidung geboten? (Arbeit unterbrechen und fachkundige Abklärung veranlassen) (!Die Fläche trocken abschleifen und später reinigen) (!Unbemerkt eine Probe mit der Bohrmaschine entnehmen) (!Den Verdacht ignorieren wenn keine Fasern sichtbar sind)




Was ist ein nachvollziehbarer Qualitätsnachweis? (Ein Soll-Ist-Protokoll mit Messmethode und dokumentierten Abweichungen) (!Ein unbegründetes Lob ohne Messangaben) (!Nur eine Zahl ohne Maßeinheit) (!Eine von der Oberfläche unabhängige Materialwerbung)




Welche Planung reduziert typischerweise Materialverschwendung? (Präzises Aufmaß und realistische Zuschnittplanung) (!Große zufällige Bestellmengen ohne Aufmaß) (!Unsortiertes Vermischen aller Materialreste) (!Weglassen der Einteilung vor dem Verlegen)




Was verbessert den Datenschutz bei der digitalen Auftragsdokumentation? (Fiktive Übungsdaten und aufgabenbezogen beschränkte Zugriffsrechte) (!Freies Hochladen aller Kundenfotos mit Personennamen) (!Teilen betrieblicher Passwörter in Kurskommentaren) (!Übernahme privater Kontaktdaten in öffentliche Skizzen)





Memory

Ordne jeden Begriff seiner fachlich passenden Bedeutung zu. Achte besonders darauf, ob eine Schicht verbindet, trennt oder abdichtet.

Haftgrund Systemabhängige Vorbehandlung zur Verbesserung der Haftung
Trennschicht Geplante Entkopplung zweier Bauteilschichten
Unterkonstruktion Befestigungsebene für eine Plattenbekleidung
Verbundabdichtung Wasserundurchlässige Systemschicht unter einem geeigneten Belag
Bewegungsfuge Konstruktive Fuge zum Aufnehmen von Verformungen
Richtlatte Prüfmittel zum Beurteilen der Ebenheit





Drag-and-drop

Verbinde die Prüf- und Planungsschritte mit der jeweils passenden Funktion.

Ordne den Arbeitsschritt zu. Zweck im Ausbauauftrag
Sichtprüfung Risse und auffällige Verschmutzungen erkennen
Flächenaufmaß Maße von Wand und Öffnungen erfassen
Detailzeichnung Fugen und Materialübergänge festlegen
Materialliste Bestellmengen und benötigte Baustoffe bündeln
Endkontrolle Fertige Oberfläche mit dem Auftrag vergleichen





Kreuzworträtsel

Trage zu jedem Hinweis einen geeigneten Fachbegriff als einzelnes Wort ein.

Untergrund Die Fläche, die vor dem Auftrag einer neuen Schicht auf Eignung geprüft werden muss
Haftgrund Vorbehandlung, die bei passender Systemauswahl die Verbindung zur nächsten Schicht verbessert
Estrich Bodenschicht, die beispielsweise auf einer Trennlage oder einer Dämmung ausgeführt wird
Dichtband Systembestandteil zum Abdichten geeigneter Ecken und Übergänge
Bewegungsfuge Geplante Unterbrechung zum Aufnehmen von Bauteilverformungen
Reibebrett Handwerkzeug zur Bearbeitung bestimmter frischer Putzoberflächen





LearningApps

Suche nach ergänzenden Lernspielen zum Thema und prüfe bei fremden Beiträgen deren Richtigkeit und Aktualität selbst.


Lückentext

Übertrage die Begriffe aus dem Fachteil auf den vollständigen Arbeitsprozess. Jede Lücke enthält einen passenden Begriff.

Vervollständige den Text zu Lernfeld 6.
Vor dem Beschichten muss der Untergrund ausreichend

sein.
Eine Maßaufnahme unterscheidet Bruttofläche und

.
Die Stoffe, die Mörtelbestandteile zusammenhalten, heißen

.
Eine gezielt nicht verbundene Schichtenfolge kann eine

enthalten.
Bei einer Plattenbekleidung übernimmt das Traggerüst die Funktion der

.
Eine technisch erforderliche Fuge für Bauteilverformungen heißt

.
In stark wasserbeanspruchten Bereichen ist ein geeigneter Aufbau zur

zu planen.
Die Feststellung von Abweichungen gehört zur

.
Materialmengen und Abfälle sollen aus Gründen der

minimiert werden.
Für digitale Auftragsfotos gelten die Grundsätze des

.




Offene Aufgaben

Bearbeite vier leichte, vier mittlere und vier anspruchsvolle Aufgaben. Nutze nur ungefährliche Schulmodelle oder Materialien unter ausdrücklicher fachlicher Freigabe. Keine Aufnahmen echter Kunden, Schüler oder Beschäftigter hochladen.


Leicht

  1. Sichtbefund: Beschreibe an einer sauberen Musterplatte fünf Merkmale, die du vor einem Anstrich prüfen würdest. Trenne Beobachtung und Vermutung.
  2. Materialsteckbrief: Vergleiche Gips, Kalk und Zement anhand möglicher Einsatzbereiche, Grenzen und einer erforderlichen Sicherheitsinformation.
  3. Aufriss: Zeichne die Musterwand aus dem Praxisfall mit Tür und Fliesenfeld in einem passenden Maßstab und beschrifte alle Maße.
  4. Schutzkarte: Gestalte ein Merkblatt zu sicherem, staubarmem Arbeiten mit einer eindeutigen Stoppregel bei unbekanntem Altmaterial.


Standard

  1. Mengenermittlung: Berechne für den Praxisfall die drei Nettoflächen und prüfe die Bestellung bei geänderter Farbverbrauchsannahme von 0,18 L je Quadratmeter und Lage.
  2. Papierverlegeplan: Lege ein 2,00 m mal 1,20 m großes Feld als verkleinertes Papierraster an, dokumentiere Fugenbild und Randzuschnitte ohne echte Fliesenschneidarbeiten.
  3. Systemvergleich: Vergleiche zwei freigegebene Plattenkonstruktionen für eine trockene Raumtrennung nach Befestigung, Schallverhalten, Feuchtegrenzen und Wartung.
  4. Reststoffbilanz: Erstelle eine Tabelle mit Soll- und Ist-Materialverbrauch eines simulierten Auftrags und begründe drei realistische Abfallvermeidungsmaßnahmen.


Schwer

  1. Detailprüfung: Entwirf eine schematische Duschwand mit Anschlüssen und begründe, warum ein bloßer Fliesenbelag die fachlich erforderliche Abdichtung nicht ersetzt. Keine praktische Nassraumabdichtung ausführen.
  2. Störfallentscheidung: Entwickle für einen fiktiven Altbau mit Schadstoffverdacht einen rechtssicheren Kommunikations- und Arbeitsstoppablauf, ohne selbst Proben zu entnehmen.
  3. Fehleranalyse: Erstelle einen Soll-Ist-Bericht zu Rissen oder Ablösungen an einer Modellfläche mit Hypothesen, Prüfstrategie, Freigabegrenzen und Verbesserungsplan.
  4. Variantenentscheidung: Vergleiche eine Putzbeschichtung und eine austauschbare Plattenbekleidung anhand von Nutzungsdauer, Arbeitsaufwand, Reparaturfähigkeit, Abfällen und bauphysikalischer Eignung; stelle die Entscheidung im Team vor.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Fallentscheidung: Ein Bauherr wünscht auf unbekanntem feuchtem Untergrund sofort Fliesen. Ordne Prüfungen, Klärungsbedarf, notwendige Freigaben und mögliche Alternativen.
  2. Systembegründung: Erkläre, warum ein für trockenen Innenraum bewährter Gipsputz nicht automatisch in einem regelmäßig durchnässten Bereich geeignet ist.
  3. Plausibilitätskontrolle: Prüfe die Aufrissmaße aus dem Praxisfall und rechne selbst vor, weshalb die beiden Materialflächen zusammen 8,00 Quadratmeter ergeben müssen.
  4. Bauteilvergleich: Vergleiche starre und entkoppelte Anschlüsse einer leichten Wand im Hinblick auf mögliche Schallübertragung und Detailplanung.
  5. Sicherheitsübertragung: Nenne Vorgehen und Verantwortlichkeiten, wenn bei der Vorarbeit eine unbekannte alte Kleberschicht entdeckt wird, die möglicherweise asbesthaltig ist.
  6. Abnahmegespräch: Formuliere drei nachprüfbare Qualitätskriterien und erläutere, wie du einen festgestellten Mangel ohne Schuldzuweisung dokumentierst.


Lernnachweis

Dein Portfolio enthält (a) Auftragsanalyse mit anonymisiertem Arbeitsziel und Befundblatt, (b) bemaßten Aufriss und Detail- oder Schnittzeichnung, (c) vollständige Flächen- und Mengenrechnung mit Einheit und Rechenweg, (d) begründete Materialentscheidung mit Verweis auf geprüfte aktuelle Produktdaten, (e) Arbeitsablauf, Gefährdungsbeurteilung und Entsorgungsplan, (f) sichere Modellfläche oder eine unter Aufsicht freigegebene Übungsfläche, (g) Prüfprotokoll und Soll-Ist-Vergleich sowie (h) eine kurze Reflexion zu Nachhaltigkeit, Wirtschaftlichkeit und möglichen Verbesserungen. Nutze das transparente Raster mit 100 Punkten aus dem Praxisfall. Die bewertende Fachkraft prüft neben dem Ergebnis auch, ob Entscheidungen begründet und Schutzgrenzen eingehalten wurden.

Eine mögliche Abschlusspräsentation dauert fünf Minuten: Ausgangslage zeigen, Plan und Rechnung erklären, zwei Qualitätsbeobachtungen nennen, eine Verbesserung begründen. Bei nicht freigegebener Realpraxis genügt das fachlich vollständige ungefährliche Modell mit dokumentierter Simulation.


OER und Wikipedia

Nachprüfbare Fach- und Rechtsquellen (Stand der Recherche: Oktober 2026):

  1. KMK: Rahmenlehrplan für Ausbauberufe, Lernfeld 6, PDF-Seite 15 – verbindliche Kompetenzorientierung, hier sinngemäß erläutert, nicht als längerer Norm- oder Lehrplantext kopiert.
  2. BIBB: Berufsprofil Ausbaufacharbeiter/in – zweijähriger Ausbildungsberuf mit Schwerpunkten; Verordnung vom 03.06.2024 und Änderung vom 17.12.2024, konsolidierte aktuelle Rechtsfassung über das BIBB verlinkt.
  3. DIN: DIN 18534 zur Abdichtung von Innenräumen – Neufassung Oktober 2025; technische Einzelfestlegungen sind dem lizenzierten aktuellen Normtext zu entnehmen.
  4. DIN Media: ATV DIN 18352 Fliesen- und Plattenarbeiten – Regelwerksübersicht, kein Ersatz für den Normtext; für vertragliche Anwendung die jeweils geltende Ausgabe überprüfen.
  5. BG BAU: DGUV Regel 101-602 Branche Ausbau – Ausgabe 2018 mit ausdrücklichem Warnhinweis zu überholten Vorschriftenverweisen.
  6. BG BAU: DGUV Information 209-014 Lackieren und Beschichten – Ausgabe Juli 2026.
  7. BG BAU: Asbest bei Arbeiten im Bestand – Gesundheitsgefahren und aktuelle Regeln; für Arbeiten sind betriebsspezifische Gefährdungsbeurteilung und Qualifikation nötig.
  8. Knauf: Untergründe prüfen und Knauf: Beispiel der Innenraumabdichtung – Herstellerbeispiele, keine produktübergreifende Freigabe.

Frei verfügbare Überblicksartikel: Putz, Trockenbau, Keramikfliesen und Bauwerksabdichtung. Wikipedia ist ein Einstieg; aktuelle Fachplanung, Gefährdungsbeurteilung und technische Produktdaten haben Vorrang.

Bildquellen und Rechte: Sämtliche folgenden Dateien wurden auf ihren jeweiligen Wikimedia-Commons-Dateiseiten nach Titel, Urheber und Lizenz geprüft; Medien sind mit der Dateiseite verlinkt. CC-BY-SA verlangt Namensnennung, Lizenzverlinkung und bei Bearbeitungen Hinweise auf Änderungen sowie ggf. Weitergabe unter kompatibler Lizenz. In diesem Kurs wurden die Originaldateien nicht verändert.

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File:Tiler.jpg Wikimedia Commons Lahoucine Boukhanchouch CC BY-SA 4.0
File:TileSpacer.jpg Wikimedia Commons Etan J. Tal CC BY-SA 3.0
File:Gypsum wall.jpg Wikimedia Commons Sambach CC BY-SA 2.5

Videos und Nutzungsgrenze: Einbettung zur Anschauung, keine Behauptung einer offenen Nachnutzungslizenz; die Urheberrechte verbleiben bei den jeweiligen Kanälen. Bei zeitlich älteren Medien keine alten Vorschriften ungeprüft übernehmen.

Videolink Geprüfter öffentlich sichtbarer Videotitel Anbieter Nutzungsstatus
YouTube J2aqD93iDnA Vorwand mit Knauf Diamant Gipskarton verkleiden, 12.12.2021 Probier's – Bau YouTube-Nutzungsbedingungen, kein CC-Nachweis
YouTube jSAP9L751Bg Sichere Verlegung von großformatigen Fliesen, 22.08.2012 Sopro Bauchemie GmbH YouTube-Nutzungsbedingungen, kein CC-Nachweis


Verknüpfte Lernbereiche

Fächer- und Berufsbezüge: Fachrechnen (Flächen, Verbrauch, Maßstab), Technisches Zeichnen (Schnitt, Detail, Raster), Werkstoffkunde (Bindemittel, Dämmung, Platten), Bauphysik (Wärme, Feuchte, Schall), Gestaltung (Farbe, Fuge, Struktur), Arbeitssicherheit, Wirtschaftlichkeit sowie Datenkompetenz. Die konkrete zeitliche Einordnung erfolgt nach Landeslehrplan und betrieblichem Ausbildungsplan.


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