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Abschlussprüfung und beruflicher Handlungsauftrag - Automobilkaufmann - 3. Ausbildungsjahr

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Abschlussprüfung und beruflicher Handlungsauftrag - Automobilkaufmann - 3. Ausbildungsjahr

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Einleitung

Du stehst kurz vor dem Abschluss deiner Ausbildung zur Automobilkauffrau oder zum Automobilkaufmann. Jetzt zählt, ob du kaufmännische Entscheidungen im Autohaus nicht nur benennen, sondern in einer konkreten Kundensituation analysieren, planen, begründet bearbeiten, prüfen und dokumentieren kannst. Dieser aiMOOC verbindet die geltende Prüfungsstruktur mit eigenen Übungsfällen, einem vollständig gerechneten Fahrzeugangebot, einem exemplarischen Fachgespräch und Wirtschafts- und Sozialkunde (WiSo). Alle Personen, Firmen und Auftragsdaten der Beispiele sind erfunden. Es handelt sich nicht um Originalprüfungsaufgaben, amtliche Prüfungsunterlagen, eine Prüfungszulassung oder ein zugelassenes Ausbildungsprogramm.

Dein Lernziel: Du entnimmst einem berufstypischen Auftrag die Anforderungen, triffst belegbare Entscheidungen, erstellst einen nachvollziehbaren Arbeitsplan und ein prüfbares Ergebnis, erkennst Fehler und begründest deine Vorgehensweise. Nutze den betrieblichen Ausbildungsplan, den für dein Bundesland geltenden Berufsschullehrplan und die Informationen der tatsächlich für deinen Ausbildungsvertrag zuständigen Kammer. Die Rechts- und Quellenangaben wurden anhand öffentlich zugänglicher Fassungen im Oktober 2026 überprüft; vor einer echten Prüfung gelten die aktuellen Mitteilungen deiner Kammer.


Prüfungsordnung und prüfungsrelevante Handlungskompetenz


Gestreckte Abschlussprüfung und Zuständigkeiten

Grundlage ist die Ausbildung zum Automobilkaufmann nach der Automobilkaufleuteausbildungsverordnung (AutoKflAusbV) vom 28. Februar 2017, deren geltender Wortlaut über das Bundesministerium der Justiz abrufbar ist. Die Ausbildung dauert regulär 36 Monate. Teil 1 der gestreckten Abschlussprüfung soll in der Mitte des zweiten Ausbildungsjahres stattfinden; Teil 2 am Ende der Ausbildung. Teil 1 ist damit keine bloße unverbindliche Zwischenprüfung: Seine Leistung geht in die Abschlussnote ein. Das BIBB ordnet das Berufsprofil dem Zuständigkeitsbereich Industrie und Handel zu. In der Praxis prüfst du die konkret zuständige Stelle anhand deines eingetragenen Ausbildungsverhältnisses, insbesondere bei Betrieben mit unterschiedlichen Kammerzuordnungen. Prüfungstermine, Zulassung, Hilfsmittel, individuelle Nachteilsausgleiche und organisatorische Abläufe klärst du dort, nicht durch Vermutungen aus älteren Schulunterlagen.

Prüfungsbereich Teil Verfahren Prüfungszeit Gewichtung
Warenwirtschafts- und Werkstattprozesse 1 schriftlich, praxisbezogen 90 Minuten 20 %
Fahrzeugvertriebsprozesse und Finanzdienstleistungen 2 schriftlich, praxisbezogen 90 Minuten 25 %
Kaufmännische Unterstützungsprozesse 2 schriftlich, praxisbezogen 90 Minuten 25 %
Kundendienstprozesse 2 fallbezogenes Fachgespräch 20 Minuten Vorbereitung und höchstens 20 Minuten Fachgespräch 20 %
Wirtschafts- und Sozialkunde 2 schriftlich, praxisbezogen 60 Minuten 10 %

Die Übersicht folgt §§ 7–16 AutoKflAusbV und den Prüfungsinformationen mehrerer IHKs. In Kundendienstprozesse stellt der Prüfungsausschuss zwei praxisbezogene Aufgaben; du wählst eine, entwickelst während 20 Minuten Vorbereitungszeit einen Lösungsweg und leitest damit das Fachgespräch ein. Das Fachgespräch dauert höchstens 20 Minuten. Eine IHK-Umsetzungsempfehlung betont, dass dies ein fachliches Gespräch über die Bearbeitung des Falls ist und kein Rollenspiel mit einem Kunden. Eine frei gewählte betriebliche Projektarbeit mit verpflichtender Präsentation ist für diesen Prüfungsbereich nicht das hier geregelte Prüfungsinstrument.

Nach § 16 AutoKflAusbV musst du das Gesamtergebnis von Teil 1 und Teil 2 mindestens mit „ausreichend“, das Ergebnis von Teil 2 mindestens mit „ausreichend“ und mindestens drei der vier Prüfungsbereiche von Teil 2 mindestens mit „ausreichend“ abschließen; in keinem Prüfungsbereich von Teil 2 darf „ungenügend“ stehen. Unter den dort geregelten Voraussetzungen ist eine mündliche Ergänzungsprüfung von etwa 15 Minuten in einem der drei schriftlichen Bereiche von Teil 2 möglich; das schriftliche Ergebnis und die Ergänzung zählen dabei 2:1. Entscheidend ist die aktuelle Verordnung, nicht eine anderslautende Übersicht aus einer früheren Prüfungsordnung.

Verbindliche Nachweise: BIBB-Berufsprofil; AutoKflAusbV, §§ 7–16; IHK-Prüfungsübersicht.


Lernen nach den Prüfungsanforderungen

Für den Fahrzeugvertrieb bearbeitest du Kundenbedarfe, Angebote, Kauf und Finanzierungsformen. In kaufmännischen Unterstützungsprozessen arbeitest du unter anderem mit Kalkulation, Rechnungswesen, Kennzahlen und Personaleinsatz. Im Kundendienst begründest du Organisation, Schnittstellen und Kundenorientierung. In WiSo ordnest du betriebliche Entscheidungen in Rechte, Pflichten und wirtschaftliche Zusammenhänge ein. Wiederhole Teil-1-Wissen zu Teilelogistik und Werkstattprozessen als Grundlage für vollständige Auftragsketten.

Beobachtungsauftrag zum Foto: Welche Tätigkeiten vom Kundenbedarf bis zur Auslieferung müssen Vertrieb, Disposition, Verwaltung und Kundendienst gemeinsam erledigen? Foto: Krio100, CC BY-SA 4.0, Bild- und Lizenznachweis im OER-Abschnitt.

Video zur Wiederholung der Berufsfelder: „Automobilkaufmann: Beruf, Ausbildung & Gehalt!“, Azubiyo/Berufe2Go, 2023. Die dort genannten Entgelte sind keine verbindlichen Tarifsätze für 2026. Für die Prüfung gelten Verordnung und Kammerinformationen, nicht dieses Überblicksvideo.


Beruflichen Handlungsauftrag systematisch bearbeiten


Auftrag klären: Informationen, Ziele und Grenzen

Ein beruflicher Handlungsauftrag ist eine komplexe kaufmännische Situation, etwa die Erstellung eines Fahrzeugangebots mit Finanzierung und Übergabeplanung oder die Organisation einer nachvollziehbaren Reklamationsbearbeitung. Er ist in diesem Kurs eine didaktische Arbeitsform und nicht die Bezeichnung eines zusätzlichen amtlichen Prüfungsbereichs. Kläre zuerst: Wer benötigt welche Leistung? Welche verbindlichen Anforderungen gibt es? Welche Zahlen und Dokumente fehlen? Welche Tätigkeiten liegen in deiner Befugnis? Was muss an Fachabteilungen oder Vorgesetzte eskaliert werden?

Trenne Kundenanforderungen (Budget, Nutzungszweck, Mobilität, Termine), Rahmenbedingungen (Lieferbarkeit, Preisfreigaben, Datenschutz, Zeitfenster), Kennzahlen (Netto- und Bruttopreis, variable Kosten) und Risiken (falsche Zusagen, Sicherheitsmängel, Fristen, fehlende Einwilligungen). Hinterfrage unklare Annahmen und dokumentiere sie. Ein Preisnachlass ist nicht identisch mit einer Bankfreigabe; eine technische Empfehlung ersetzt keinen vom Hersteller vorgesehenen Werkstattcheck.


Arbeitsplan als überprüfbare Prozesskette

Phase Leitfrage Konkretes Arbeitsergebnis Qualitätsprüfung
Analysieren Was will der Kunde wirklich? anonymisierte Bedarfsliste und offene Fragen Budget, Nutzung und Termin korrekt erfasst?
Informieren Was ist verfügbar und zulässig? Produkt- und Quellenvergleich Herstellerangaben, Rechtslage und Lagerbestand aktuell?
Planen Wer erledigt was bis wann? Arbeitsplan mit Verantwortlichkeiten Schnittstellen, Freigaben und Sicherheitsgrenzen klar?
Entscheiden und ausführen Welche Option ist begründet? kalkuliertes Angebot und Kommunikationsentwurf Rechenweg, Alternativen und Freigaben nachvollziehbar?
Kontrollieren Ist das Ergebnis geeignet? Vier-Augen-Prüfung und Soll-Ist-Abgleich Summen, Daten, Preisbasis und Lieferzusage plausibel?
Dokumentieren und auswerten Was wird festgehalten? datensparsame Aktennotiz, Übergabecheckliste und Reflexion keine unnötigen personenbezogenen Daten; Lernpunkte erfasst?

Typische Fehler: Nettobeträge und Bruttopreise mischen; Rabatt auf falsche Bezugsgröße anwenden; Finanzierung als schon bewilligt darstellen; Kundenwunsch mit rechtlich zulässiger Zusage verwechseln; Garantie, gesetzliche Mängelrechte und freiwillige Kulanz gleichsetzen; einen Auftrag ohne Abstimmung an die Werkstatt weitergeben. Bei Gewährleistungsfällen ist § 437 BGB der Ausgangspunkt für gesetzliche Rechte; zusätzliche Garantiezusagen und Kulanz sind davon zu unterscheiden.

Materialfluss und Lagerverwaltung: Übe an der Abbildung die Fragen Verfügbarkeit, Reservierung, Bestand, Nachbestellung und Rückverfolgbarkeit. Foto: Visitor7, CC BY-SA 3.0; Nachweis im OER-Abschnitt.


Durchgerechneter Praxisfall: Fahrzeugangebot und Entscheidung


Ausgangslage und Arbeitsauftrag

Fiktiver Fall A – Neufahrzeug: Das erfundene „Autohaus Lernstadt“ soll einer anonymen Interessentin ein neues Elektrofahrzeug mit Zubehör anbieten. Ihr verfügbares Eigenkapital beträgt 5.331,90 Euro; sie möchte die voraussichtliche Monatsrate nachvollziehen. Das Fahrzeug hat einen Nettolistenpreis von 28.000,00 Euro. Für dieses Modell ist ein Rabatt von 3 % ausschließlich auf den Fahrzeug-Nettopreis intern freigegeben. Das Zubehör kostet 850,00 Euro netto und erhält keinen Rabatt. In dieser bewusst vereinfachten Inlandssituation wird der allgemeine Umsatzsteuersatz von 19 % zugrunde gelegt. Es handelt sich nicht um eine Differenzbesteuerung. Eine Beispielbank bietet bei positiver Bonitätsprüfung ein vollständig amortisierendes Modell mit 36 monatlichen Zahlungen, 6 % gebundenem nominalem Jahreszins, monatlicher Verzinsung von 0,5 %, ohne Gebühren oder Schlussrate und Zahlung am Monatsende an. Es gibt noch keine Kreditzusage.

Dein Handlungsauftrag: Bedürfnisse prüfen, das Angebot korrekt rechnen, den Finanzierungsbedarf herleiten, Wirtschaftlichkeit überschlägig beurteilen und die notwendigen Abstimmungen und Dokumente festlegen. Die Rechnung ist ein eigener Übungsfall und kein verbindliches Verbraucherfinanzierungsangebot; in der realen Beratung müssen unter anderem die einschlägigen Informationspflichten und Angaben zum effektiven Jahreszins geprüft werden.


Vollständiger Rechenweg mit Gegenprobe

Position Rechenweg Ergebnis
Fahrzeugpreis netto Vorgabe 28.000,00 €
Fahrzeugrabatt 28.000,00 € × 0,03 −840,00 €
Fahrzeug nach Rabatt 28.000,00 € − 840,00 € 27.160,00 €
Zubehör netto zusätzlich, ohne Rabatt 850,00 €
Nettoangebot 27.160,00 € + 850,00 € 28.010,00 €
Umsatzsteuer 19 % 28.010,00 € × 0,19 5.321,90 €
Endpreis brutto 28.010,00 € + 5.321,90 € 33.331,90 €
Anzahlung Vorgabe −5.331,90 €
Zu finanzierender Betrag 33.331,90 € − 5.331,90 € 28.000,00 €

Plausibilitätskontrolle: Der rabattierte Fahrzeugpreis ist niedriger als der Listenpreis; das Zubehör erhöht den Nettoumsatz; die Umsatzsteuer wird nur auf die maßgebliche Nettobasis berechnet. Die Summe aus Anzahlung und finanzierter Hauptforderung stimmt mit dem Bruttopreis überein. Prüfe im realen Geschäft stets Steuerfall, Rechnungsausweis und etwaige zusätzliche Leistungen anhand des tatsächlichen Vertrags.

Für die beispielhafte Annuität gilt bei Anfangskapital K, Monatszins i und Anzahl n der Zahlungen: Rate = K × i / (1 − (1 + i) hoch (−n)). Mit K = 28.000,00 €, i = 0,005 und n = 36 folgt eine rechnerische Monatsrate von rund 851,8142 €. Bei centgenauer Monatsbuchung können die ersten 35 Raten jeweils 851,81 € betragen und die Schlussrate aufgrund kumulierter Rundungen auf 851,98 € angepasst werden. Summe aller Zahlungen: 30.665,33 €; davon 2.665,33 € Zinsen bei diesem vereinfachten Runden je Periode. Die erste Monatszinsbelastung beträgt 28.000,00 € × 0,005 = 140,00 €, die erste Tilgung 851,81 € − 140,00 € = 711,81 €, die Restschuld nach der ersten Rate 27.288,19 €. Eine Rate ist nicht der Fahrzeugpreis; die Gesamtkreditkosten sind separat auszuweisen. Diese mathematische Modellrechnung ist keine verbindliche Angabe eines effektiven Jahreszinses nach Preisangabenrecht und ignoriert weitere Bankbedingungen.

Für eine interne Deckungsbeitragsrechnung seien zusätzlich die folgenden rein fiktiven variablen Nettokosten gegeben: Fahrzeugeinstand 25.800,00 €, Zubehöreinkauf 600,00 €, unmittelbar zurechenbare Aufbereitung 450,00 €. Daraus folgt: 28.010,00 € Nettoerlös − (25.800,00 € + 600,00 € + 450,00 €) = 1.160,00 € Deckungsbeitrag. Dieser ist nicht mit Unternehmensgewinn gleichzusetzen, weil unter anderem Fixkosten, Gemeinkosten und weitere fallbezogene Positionen fehlen. Nettoerlöse werden hier mit Nettokosten verglichen, nicht mit 33.331,90 € Bruttoumsatz. Der allgemeine Steuersatz ist in § 12 Abs. 1 UStG nachgewiesen.

Erklärvideo „Deckungsbeitrag berechnen mit einfachem Beispiel“, Studyflix, 2018. Übertrage die Formel auf den fiktiven Fahrzeugverkauf und erkläre, weshalb 1.160,00 Euro nicht schon Gewinn bedeuten.


Arbeitsplan, prüfbares Ergebnis und Erwartungshorizont

Arbeitsplan im Modellfall: (1) Anforderungen und fehlende Angaben dokumentieren; (2) Fahrzeug, Zubehör, Liefertermin und Freigabe prüfen; (3) Nettoangebot, Steuer und Bruttosumme erstellen; (4) Bankkonditionen als unverbindliche Simulation berechnen und Beratungsgrenzen festhalten; (5) Deckungsbeitrag kontrollieren; (6) Alternativen nach transparenten Kriterien erläutern; (7) Vier-Augen-Prüfung, datensparsame Gesprächsnotiz und Übergabepunkte vorbereiten.

Prüfbares Arbeitsergebnis: ein Angebot mit den Positionen 27.160,00 € netto Fahrzeug, 850,00 € netto Zubehör, 5.321,90 € Umsatzsteuer, 33.331,90 € brutto; eine deutlich als Simulation gekennzeichnete Finanzierungsübersicht mit 5.331,90 € Anzahlung und 28.000,00 € Hauptforderung; eine interne Deckungsbeitragsnotiz über 1.160,00 €; eine offene-Punkte-Liste zu Verfügbarkeit, Bonitätsprüfung, Vertrag, Datenschutz, Ladebedarf und Übergabetermin. Angebots- und Kreditfreigabe bleiben bei den dafür zuständigen Personen.

Eigener Erwartungshorizont für diesen Lernfall (nicht amtlich):

Prüfkriterium Punkte Nachweis
Auftrag und Bedürfnisse analysiert 15 Budget, Mobilitätsbedarf, Fragen, Verantwortlichkeiten und Risikogrenzen erfasst
Arbeitsplan und Schnittstellen 15 sinnvolle Reihenfolge, Verantwortliche, Eskalationspunkte, Terminplanung
Kaufpreis mit Rabatt und Steuer 25 korrekte Bezugsgrößen, sämtliche Rechenschritte und Gegenprobe
Finanzierung und Wirtschaftlichkeit 20 Rate mit Annahmen, Zins/Tilgung, Deckungsbeitrag, keine Scheinsicherheit
Kundenschutz, Datenschutz und Sicherheit 15 Freigaben, Datenminimierung, Hersteller- und Hochvolthinweis
Ergebnisprüfung und Reflexion 10 Dokumentation, verständliche Erläuterung, Fehlerkontrolle
Gesamt 100 Lernraster, keine IHK-Bewertung

Selbstcheck: Kontrolliere insbesondere, ob du bei geänderten Rabatt-, Preis- oder Zinssätzen die Berechnung vollständig neu durchführen würdest. Ein gutes Ergebnis legt Voraussetzungen und Unsicherheiten offen statt sie zu verstecken.


Kundendienstprozesse und fallbezogenes Fachgespräch


Fiktiver Kundendienstfall mit Alternativen

Fiktiver Fall B: Bei einem Elektrofahrzeug erscheint kurz nach einem Servicetermin eine Warnmeldung. Der Kunde fordert noch am selben Tag eine Klärung und möchte die Ursache telefonisch wissen. Die Werkstatt ist stark ausgelastet, ein Ersatzfahrzeug ist eventuell verfügbar. Als kaufmännische Fachkraft stellst du keine technische Ferndiagnose. Du erfasst das Anliegen mit minimal nötigen Angaben, beurteilst Dringlichkeit im Rahmen interner Vorgaben, veranlasst die geeignete fachkundige Beurteilung und versprichst keine nicht bestätigten Reparatur- oder Garantieleistungen. Bei sicherheitsrelevanter Warnung gilt: nach Herstellervorgaben handeln lassen, gegebenenfalls Fahrzeug nicht weiter nutzen und fachkundige Stelle hinzuziehen. Keine Hochvoltkomponenten berühren oder öffnen.

Variante A: Ein vereinbarter Rückruf innerhalb des betrieblich zugesagten Zeitfensters mit Werkstattabklärung ist möglich. Variante B: Erreichbarkeit oder Teileverfügbarkeit ist unklar; du organisierst Zwischeninformation, prüfst Mobilitätsalternativen und eskalierst die Frist. Beide Wege benötigen einen klaren Verantwortlichen und eine dokumentierte Rückmeldung.

Werkstatt als Schnittstelle zum kaufmännischen Kundendienst. Bild ist eine Anschauung, keine Sicherheitsunterweisung oder Arbeitsanleitung. Foto: ProjectManhattan, CC BY-SA 3.0; Nachweis im OER-Abschnitt.


Fachgespräch fachlich vorbereiten statt Kundenrollenspiel

Zur Übung erhältst du zwei kurze Ausgangslagen: (A) Warnmeldung nach Wartung mit unsicherem Fertigstellungstermin; (B) wiederholte Reklamation über unklare Kosten einer Serviceleistung. Wähle eine und notiere auf einem Übungsbogen Problem, Ziele, Informationsbedarf, Lösungsweg, betroffene Abteilungen, Risiken, Qualitätssicherung und Nachbereitung. Trainiere eine 20-minütige Vorbereitung und danach ein fachliches Gespräch von höchstens 20 Minuten über deinen Lösungsweg. Die vorbereiteten Antworten sind eigene Lernprodukte, keine Kopie einer Kammeraufgabe. Im Gespräch erläutert die prüfende Person fachliche Gegenfragen, statt einen Kunden zu spielen; die IHK-Umsetzungsempfehlung grenzt das Instrument ausdrücklich vom mündlichen Rollenspiel und von einer Präsentationsprüfung ab.

Mögliche Fachfragen zur Übung:: Welche Informationen benötigst du vor einer verbindlichen Kostenaussage? Wie unterscheidest du Reklamation, Garantie, gesetzliche Mängelrechte und Kulanz? Welche Grenze gilt bei einer HV-Warnung? Was tust du bei Terminüberschreitung? Woran erkennst du einen erfolgreich abgeschlossenen Vorgang? Ordne jede Antwort der Kette Analyse – Planung – Durchführung – Kontrolle zu. Begründe mögliche Alternativen und benenne Schnittstellen zur Werkstatt, Disposition, Buchhaltung und Serviceleitung.

Muster eines guten Lösungswegs, ohne vorgefertigte Quizantwort: „Ich kläre zunächst Warnanzeige, Zeitpunkt, betroffene Leistung und Erreichbarkeit anhand freigegebener Felder. Ich übergebe die technische Beurteilung an qualifizierte Beschäftigte und dokumentiere die Annahme ohne Ferndiagnose. Dann stimme ich Rückmeldung und Mobilitätsoptionen ab, kommuniziere nur geprüfte Aussagen und kontrolliere zum Schluss, ob Kunde und Werkstatt dieselben Informationen erhalten haben.“ Im Fachgespräch müssen Gründe und Alternativen erläutert werden können.


Rückmeldungen und Qualitätsindikatoren

Eine gute Kundeninformation ist korrekt, transparent, verständlich, zeitnah und datensparsam. Nutze eine fiktive Checkliste mit Termin, Status, zugesagtem Rückruf, Kostenfreigabe, Reparaturfreigabe, zuständiger Person und Abschlusskontrolle – niemals echte Kundendaten im veröffentlichten Lernprodukt. Kundenfreundlichkeit bedeutet keine unzutreffende Sofortzusage, sondern zuverlässige Verfahrensinformation. Das Recht bei mangelhaften Kaufgegenständen beginnt mit den Voraussetzungen aus § 437 BGB; im Einzelfall ist der Sachverhalt rechtlich zu prüfen. Eine freiwillige Garantie ist kein Ersatz für gesetzliche Ansprüche.


Wirtschafts- und Sozialkunde, Digitalisierung und Verantwortung


WiSo auf berufliche Entscheidungen anwenden

In Wirtschafts- und Sozialkunde erklärst du wirtschaftliche und gesellschaftliche Zusammenhänge: duale Ausbildung und Rechte/Pflichten aus dem Ausbildungsvertrag, grundlegende Sozialversicherung, betriebliche Mitbestimmung, Wirtschaftskreislauf, Angebot und Nachfrage, Preisbildung, Unternehmensziele und verantwortlichen Umgang mit Ressourcen. Übertrage sie auf den Fall: Ein günstigerer Fahrzeugpreis kann Absatz fördern, senkt aber zunächst den Stückdeckungsbeitrag; ein umweltbezogenes Produktargument muss sachlich belegbar sein. Bei Termin- und Personaleinsatzplanung müssen betriebliche Vorgaben, Arbeitsschutz und rechtliche Grenzen berücksichtigt werden. Der Lernauftrag ersetzt keine individuelle Rechtsberatung.

WiSo-Minifall: Eine Werkstatt möchte aus Kostendruck ungeprüft weniger Zeit für Sicherheitskontrollen vorsehen. Bewerte den Zielkonflikt zwischen Wirtschaftlichkeit, rechtmäßiger Organisation und Gesundheits- bzw. Kundenschutz. Erkläre, weshalb eine kurzfristige Einsparung im Widerspruch zu Haftungsvermeidung, Vertrauen und langfristigem Betriebserfolg stehen kann. Belege deine Entscheidung mit zwei überprüfbaren Kriterien.


Datenschutz, IT und nachhaltige Mobilität

Kundendaten aus CRM-Systemen, Angebotskalkulationen und Serviceaufträgen sind schutzbedürftig. Die DSGVO verlangt unter anderem Zweckbindung, Datenminimierung und eine tragfähige Rechtsgrundlage für die Verarbeitung (Art. 5 und 6). Verwende für Übungen ausschließlich erfundene Datensätze; keine Kennzeichen, FIN, Adressen, Gesundheitsangaben oder echten Preisfreigaben. Kontrolliere Rollenberechtigungen, sichere Übertragung, Speicherfristen und die Korrektheit automatisierter Vorschläge. KI-generierte Kundentexte und Kalkulationen sind vor Nutzung fachlich und datenschutzrechtlich zu prüfen.

Beim Verkauf eines E-Fahrzeugs zählen realistische Informationen zu Reichweite unter Nutzungsbedingungen, Energieverbrauch, Ladeinfrastruktur, Ladeleistung, Batteriegarantie nach tatsächlichen Herstellerbedingungen und Gesamtkosten. Verwechsle keine Werbeaussage mit einer garantierten Eigenschaft. Nachhaltigkeit prüfst du über Energieverbrauch, Nutzungsdauer, Wartung, Reparierbarkeit, Ressourceneinsatz, Teilelogistik, Abfalltrennung und gegebenenfalls nachvollziehbare Lebenszyklusdaten – ohne unbelegte Klimaversprechen.

Anschauungsbild zu Ladeinfrastruktur und Herstellerdaten: Ladeleistung eines Standortfotos ist keine zugesicherte Ladeleistung für jedes Fahrzeug. Foto: Asurnipal, CC BY-SA 4.0; Nachweis im OER-Abschnitt.

Bei HV-Fahrzeugen gilt die DGUV Information 209-093 zur Qualifizierung für Arbeiten an Fahrzeugen mit Hochvoltsystemen. Kaufmännische Auszubildende führen keine unbefugten Arbeiten an elektrischen HV-Komponenten aus. Selbst sicher erscheinende Aufgaben können eine Gefährdungsbeurteilung und passende Qualifikation verlangen. Verwende im Kurs nur Planungsunterlagen, Bildmaterial, modellierte Checklisten und genehmigte Lernsimulationen. Tätigkeiten am realen Fahrzeug erfolgen ausschließlich mit geeigneter Qualifikation und befugter Aufsicht unter aktuellen Hersteller- und Betriebsanweisungen. Auch Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz bei Gefahrstoffen, Fahrzeugbewegungen und Werkstattzugang müssen im Betrieb beachtet werden.


Interaktive Aufgaben

Bearbeite die Übungen zunächst ohne auf externe Unterlagen auszuweichen. Im Quiz ist genau eine Antwort je Frage richtig; kontrolliere danach mit der Lernumgebung und vergleiche die Begründung mit den Fachkapiteln. Die nachfolgenden Spiele verwenden die vom aiMOOC vorgesehenen Aufgabenformate.


Quiz: Prüfungswissen anwenden

Welche Aussage beschreibt den Status von Teil 1 der gestreckten Abschlussprüfung? (Die Leistung wird mit zwanzig Prozent im Gesamtergebnis berücksichtigt) (!Teil 1 ist nur eine freiwillige Zwischenprüfung) (!Teil 1 zählt ausschließlich für das Berufsschulzeugnis) (!Teil 1 ersetzt alle schriftlichen Prüfungen am Ausbildungsende)




Welcher Prüfungsbereich wird als fallbezogenes Fachgespräch geprüft? (Kundendienstprozesse) (!Fahrzeugvertriebsprozesse und Finanzdienstleistungen) (!Kaufmännische Unterstützungsprozesse) (!Wirtschafts- und Sozialkunde)




Wie erfolgt die Aufgabenwahl im fallbezogenen Fachgespräch? (Du wählst eine von zwei vom Prüfungsausschuss bereitgestellten Aufgaben) (!Du reichst verpflichtend ein frei gewähltes Abschlussprojekt ein) (!Du erhältst eine einzige Aufgabe ohne Auswahl) (!Du bestimmst selbst ein beliebiges Prüfungsthema aus dem Betrieb)




Was gehört zur ersten Phase eines komplexen Kundenauftrags? (Bedarf und fehlende Informationen systematisch erfassen) (!Eine verbindliche Zusage ohne Prüfung abgeben) (!Alle Kundendaten vorsorglich öffentlich speichern) (!Bereits vor Bedarfsklärung die Rechnung versenden)




Ein Fahrzeug kostet netto 28000 Euro und erhält drei Prozent Rabatt. Wie hoch ist der rabattierte Nettopreis? (27160 Euro) (!27190 Euro) (!28030 Euro) (!26800 Euro)




Welche Aussage zum Deckungsbeitrag ist richtig? (Er ergibt sich vereinfacht aus Nettoerlösen minus variablen Nettokosten) (!Er ist stets identisch mit dem Jahresüberschuss) (!Er entspricht dem Bruttopreis inklusive Umsatzsteuer) (!Er steigt bei gleichen Kosten durch jeden zusätzlichen Rabatt)




Welche Aussage gilt zur Finanzierungssimulation im Musterfall? (Die berechnete Monatsrate ist noch keine verbindliche Kreditzusage) (!Eine Tabellenkalkulation ersetzt die Bonitätsprüfung der Bank) (!Der nominale Jahreszins ist immer gleich dem gesetzlichen Effektivzins) (!Die Anzahlung gehört zusätzlich zur bereits finanzierten Hauptforderung)




Wie reagierst du kaufmännisch korrekt auf eine ungeklärte Hochvolt-Warnmeldung? (Den Fall sichern und an zuständige qualifizierte Fachkräfte weiterleiten) (!Das Hochvoltgehäuse für eine schnelle Sichtprüfung öffnen) (!Dem Kunden ohne Prüfung die Weiterfahrt verbindlich zusagen) (!Den Fehlercode löschen und den Auftrag ohne Dokumentation schließen)




Welche Anforderung folgt aus dem Grundsatz der Datenminimierung? (Nur für den festgelegten Zweck notwendige personenbezogene Daten verarbeiten) (!Alle verfügbaren Kundendaten für spätere Lernprojekte kopieren) (!Sämtliche Kundenakten auf privaten Geräten speichern) (!Kundenkontakte ohne Rechtsgrundlage an Dritte weitergeben)




Welche Aussage zur Abschlussprüfung nach aktueller Ausbildungsordnung ist zutreffend? (In mindestens drei der vier Prüfungsbereiche von Teil 2 wird mindestens ausreichend benötigt) (!Ein ungenügend in Teil 2 ist bei guter Gesamtnote immer unschädlich) (!Das Fachgespräch wird bei der Gewichtung grundsätzlich nicht berücksichtigt) (!Die schriftliche Wirtschafts- und Sozialkundeprüfung dauert stets neunzig Minuten)





Memory

Finde jeweils den passenden Fachbegriff zur Beschreibung. Jedes Paar steht nur einmal im Spiel.

Annuität Gleichbleibend geplante Darlehenszahlung aus Zins und Tilgung
Deckungsbeitrag Nettoerlös abzüglich variabler Kosten
Datenminimierung Beschränkung personenbezogener Angaben auf das Erforderliche
Fachgespräch Fachliche Erörterung eines ausgewählten Kundendienstfalls
Freigabeprozess Dokumentierter Entscheidungsweg vor verbindlicher Zusage





Drag-and-drop

Ordne jeder Arbeitsphase das passende prüfbare Arbeitsergebnis zu.

Ordne den Begriff dem passenden Ergebnis zu. Arbeitsergebnis
Bedarfsermittlung Dokumentierte Anforderungen und offene Kundenfragen
Kalkulation Kontrollierbare Netto-Brutto-Rechnung mit Rabattbasis
Schnittstellenplanung Festgehaltene Zuständigkeiten zwischen Verkauf und Werkstatt
Qualitätssicherung Abgezeichnete Plausibilitätsprüfung vor der Freigabe
Nachbereitung Datensparsame Ergebnisnotiz mit Verbesserungsmaßnahmen





Kreuzwort

Löse sechs Begriffe aus dem Berufsalltag. Nutze Fachwörter ohne Leerzeichen.

Disposition Planung der Fahrzeug- und Warenbereitstellung
Annuitaet Regelmäßig geplante Rate eines Tilgungsdarlehens
Kundendienst Betriebsbereich für Organisation und Betreuung von Serviceaufträgen
Deckungsbeitrag Unterschied zwischen Nettoerlös und variablen Kosten
Fachgespraech Mündliches Prüfungsinstrument zu einem konkreten Kundendienstfall
Datenschutz Schutz personenbezogener Angaben vor unzulässiger Verarbeitung





LearningApps

Suche über die verknüpfte Plattform nach weiteren Aufgaben zur Abschlussprüfung und zu Kundendienstprozessen. Externe Suchergebnisse sind keine von diesem Kurs geprüften Originalprüfungsaufgaben; überprüfe deren Aktualität selbst.


Lückentext

Fülle jeden Satz mit genau einem passenden Fachbegriff oder Wert.

Vervollständige den fachlichen Zusammenhang.
Die gestreckte Abschlussprüfung der Automobilkaufleute besteht aus

Teilen.
Der Prüfungsbereich Kundendienstprozesse wird durch ein fallbezogenes

geprüft.
Die Vorbereitungszeit auf die ausgewählte Aufgabe beträgt

Minuten.
Ein Rabatt auf den Nettolistenpreis verringert bei sonst gleichen Bedingungen den

.
Der Deckungsbeitrag ist noch nicht identisch mit dem betrieblichen

.
Personenbezogene Daten dürfen nur auf geeigneter

verarbeitet werden.
Bei einer Hochvolt-Warnmeldung organisiert die kaufmännische Kraft die Übergabe an

.
Das Rechenergebnis wird vor einer verbindlichen Zusage durch eine

kontrolliert.




Offene Aufgaben

Erstelle die Ergebnisse mit frei erfundenen Geschäftsdaten. Beurteile eigene Antworten anhand der Arbeitspläne, Belege und Kriterien in den Fachkapiteln.


Leicht

  1. Abschlussprüfung: Zeichne die beiden Prüfungsteile und fünf Prüfungsbereiche als Mindmap; kennzeichne Verfahren, Gewichtung und Prüfungszeiten und belege sie aus der Ausbildungsordnung.
  2. Kundenorientierung: Formuliere fünf sachliche Rückfragen zur Bedarfsermittlung für das fiktive E-Fahrzeug und begründe jede Frage.
  3. Angebot: Erstelle eine gut lesbare Netto-Brutto-Tabelle mit Listenpreis, Rabatt, Zubehör und Umsatzsteuer aus Fall A; kontrolliere die Summe unabhängig.
  4. Datenschutz: Ersetze in einem frei erfundenen Serviceauftrag unnötige Angaben durch datensparsame Platzhalter und erkläre drei Schutzregeln.


Standard

  1. Finanzierung: Baue eine Tabellenkalkulation für den Kreditfall mit Monatszins, Rate, Zins- und Tilgungsanteil; dokumentiere Rundungsannahmen und den Abschlussabgleich.
  2. Kundendienst: Erstelle für Fall B einen sachlichen Ablaufplan mit Informationsbedarf, Verantwortlichen, Rückruf und Qualitätssicherung.
  3. Deckungsbeitrag: Berechne den Deckungsbeitrag erneut, wenn das Zubehör 100 Euro netto günstiger verkauft wird; erläutere Folgen für Kundenpreis und Wirtschaftlichkeit.
  4. Wirtschafts- und Sozialkunde: Erläutere an einem frei erfundenen Konflikt im Arbeitsalltag das Zusammenspiel von wirtschaftlichem Ziel, Beschäftigtenschutz und rechtlichen Pflichten.


Schwer

  1. Fachgespräch: Trainiere ein fachliches Expertengespräch zu einer von zwei selbst verfassten Kundendienstsituationen; dokumentiere Analyse, Begründung, Alternativen und fachliches Feedback ohne Kundenrollenspiel.
  2. Prozessoptimierung: Entwickle ein digitales, datensparsames Formular für ein Service-Übergabeprotokoll und überprüfe Funktion, Rechtekonzept und Fehlereingaben mit Testdaten.
  3. Nachhaltigkeit: Vergleiche zwei fiktive Mobilitätsangebote mit transparenten Kriterien wie Energiebedarf, Nutzungsprofil, Kosten, Ladezugang und Materialverbrauch; unterscheide Daten und Annahmen.
  4. Unternehmenssteuerung: Entwirf eine Entscheidungsvorlage für die Serviceleitung mit Terminengpass, Personaleinsatz, Kostenrisiko und mindestens zwei begründeten Handlungsalternativen.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Prüfungsplanung: Begründe anhand der AutoKflAusbV, weshalb Teil 1 für das Gesamtergebnis relevant bleibt und welche Bestehensanforderungen zusätzlich für Teil 2 gelten.
  2. Prozessanalyse: Erkläre für einen neu erfundenen Fahrzeugauftrag die Übergabepunkte zwischen Beratung, Disposition, Finanzierung, Buchhaltung und Kundendienst mit jeweils einem Qualitätsrisiko.
  3. Kalkulation: Ändere im Beispiel den Fahrzeugrabatt auf vier Prozent und ermittle ohne vorgegebene Musterlösung den neuen Netto- und Bruttopreis sowie die Auswirkung auf den Deckungsbeitrag.
  4. Fachliche Kommunikation: Lege dar, warum das Fachgespräch in Kundendienstprozessen keine nachgespielte Kundenberatung und kein beliebiges freies Projekt ist.
  5. Rechtliche Abwägung: Beurteile, welche Informationen bei einer ungeklärten Werkstattreklamation zugesagt werden dürfen und welche erst nach Prüfung von Anspruch, Vertrag und Sachverhalt.
  6. Verantwortliches Handeln: Entwickle für eine sicherheitskritische E-Fahrzeug-Meldung eine datensparsame und arbeitsschutzgerechte Weiterleitung, ohne technische Handlungen selbst auszuführen.


Lernnachweis

Dein Kompetenzportfolio besteht aus einer anonymen Bedarfsliste, einem mehrstufigen Arbeitsplan, einem vollständig nachrechenbaren Angebot, einer gekennzeichneten Finanzierungssimulation, einem Deckungsbeitragsvergleich, einem Kundendienst-Ablaufplan, einer reflektierten Fachgesprächsübung und einem WiSo-Transfertext. Verwende nur selbst erstellte, synthetische Unterlagen. Für die Bewertung kannst du das 100-Punkte-Lernraster aus dem Praxisfall wiederverwenden: Analyse 15, Planung 15, Rechenweg 25, Wirtschaftlichkeit 20, Verantwortung 15, Kontrolle und Reflexion 10 Punkte. Dokumentiere pro Arbeitsergebnis Quelle, Annahme, Rechenweg bzw. Entscheidung, Test und Verbesserung. Die Punkte sind ausschließlich für das Training und bilden keine amtliche Kammerbewertung ab.

Erfolgreicher Transfer: Du kannst den Fall mit veränderten Zahlen selbst neu berechnen, eine ungesicherte Aussage als solche kennzeichnen, einer fachlichen Rückfrage begründet begegnen, zuständige Stellen bestimmen und einen Geschäftsprozess rechts- und sicherheitsbewusst verbessern. Hole Feedback von Lehrkraft oder befugter Ausbildungsperson ein, ohne sensible Betriebsinformationen zu teilen.




OER und Wikipedia

Die folgenden öffentlich überprüfbaren Quellen dienen als fachliche Ausgangspunkte; amtliche Rechtsquellen haben bei Prüfungsverfahren und Recht Vorrang vor allgemeinen Lexika. Quellenstand der Recherche: Oktober 2026. Wikipedia steht als ergänzendes Nachschlagewerk zur Verfügung, ist aber keine verbindliche Prüfungsordnung.

Bildnachweise und Nutzungsbedingungen (Originaldateinamen und Dateiseiten geprüft, unveränderte Einbettung):

Datei Originalquelle Urheber Lizenz
File:Showroom of the dealership.jpg Wikimedia Commons Krio100 CC BY-SA 4.0
File:Auto Parts Store.jpg Wikimedia Commons Visitor7 CC BY-SA 3.0
File:Car workshop.jpg Wikimedia Commons ProjectManhattan CC BY-SA 3.0
File:Bad Waldsee-MER hypercharger 300-CCS combo 2-HYC 300-01ASD.jpg Wikimedia Commons Asurnipal CC BY-SA 4.0

Für die CC-BY-SA-Bilder gelten Namensnennung, Lizenzverlinkung und bei Bearbeitungen die jeweiligen Kennzeichnungspflichten. Hier werden die Fotos lediglich als Lernabbildungen referenziert und nicht verändert.

Videonachweise:

Video Direktquelle Herausgeber Nutzungsstatus
https://www.youtube.com/watch?v=fNLimt5GLwQ Azubiyo: Berufsvideo, 2023 Azubiyo / Berufe2Go Urheberrechtlich geschützt, als YouTube-Video verlinkt/eingebettet, nicht als OER freigegeben
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Die verknüpften Videos ergänzen bestimmte Teilthemen, ersetzen aber weder Rechtsprüfung noch Unterricht. Alle Quiz- und Fallaufgaben dieses aiMOOC sind eigens formulierte Lernübungen.



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Die Prüfung vernetzt kaufmännisches Rechnen, berufliche Kommunikation, Wirtschaftsrecht, Serviceorganisation, Digitalisierung, Arbeitsschutz, nachhaltige Mobilität und reflektiertes Handeln.


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