ABI LF - Verteilungen über Erwartungswert und Streuung vergleichen

ABI LF - Verteilungen über Erwartungswert und Streuung vergleichen
ABI LF - Verteilungen über Erwartungswert und Streuung vergleichen
Mini-Beschreibung: Vergleiche diskrete Wahrscheinlichkeitsverteilungen quantitativ und graphisch mithilfe von Erwartungswert, Varianz und Standardabweichung. Du untersuchst insbesondere, warum ein gleicher Erwartungswert nicht dieselbe Verteilung bedeutet.
Zielgruppe: Mathematik Leistungsfach, gymnasiale Oberstufe, Vorbereitung auf das schriftliche Abitur in Baden-Württemberg.
Schwerpunkt: mathematisch begründen, Verteilungen modellieren, geeignete Kennwerte selbst wählen, Rechenwege prüfen und graphische Aussagen quantitativ absichern.
Einleitung
Zwei Zufallsgrößen können im Mittel genau denselben Wert liefern und trotzdem völlig verschiedenes Verhalten zeigen. Der Erwartungswert beschreibt die Lage einer Verteilung. Erst Kenngrößen wie Varianz und Standardabweichung erfassen zusätzlich ihre Streuung.
Das Kernproblem dieses Kurses lautet:
Die Antwort lautet nein. Du wirst dies rechnerisch, graphisch und durch Gegenbeispiele begründen.

Die Abbildung zeigt eine diskrete Wahrscheinlichkeitsverteilung: Wahrscheinlichkeitsmasse liegt nur auf einzelnen möglichen Werten.
Abiturbezug Baden-Württemberg
Für das Mathematik-Leistungsfach im schriftlichen Abitur 2027 werden Kenntnisse zu Standardabweichung und Varianz bei diskreten Wahrscheinlichkeitsverteilungen ausdrücklich vorausgesetzt – sowohl die Berechnung mit Formeln als auch das Verständnis der Kenngrößen.[1]
Im Facherlass 2027 ist die schriftliche Prüfung im Leistungsfach mit 300 Minuten einschließlich Auswahlzeit angegeben. Ein erster Prüfungsteil wird ohne die später ausgegebenen mathematischen Hilfsmittel bearbeitet; nach dessen Abgabe stehen für den weiteren Teil das vorgesehene Formeldokument und der wissenschaftliche Taschenrechner zur Verfügung.[1]
Wichtig: GeoGebra, LearningApps, Videos und andere digitale Werkzeuge in diesem Kurs sind Übungswerkzeuge. Ihre Nutzung hier bedeutet nicht, dass sie in einer Abiturprüfung zugelassen sind. Prüfe immer die Vorgaben für Deinen konkreten Prüfungsjahrgang.
Lernziele
Nach dem Kurs kannst Du
- diskrete Verteilungen aus Tabellen und Diagrammen lesen und mathematisch beschreiben.
- den Erwartungswert mit berechnen und als Lagekennwert interpretieren.
- die Varianz mit sowie mit bestimmen.
- die Standardabweichung mit berechnen und in der Einheit der Zufallsgröße deuten.
- zwei Verteilungen anhand von Lage, Streuung und Graph systematisch vergleichen.
- durch ein Gegenbeispiel beweisen, dass gleicher Erwartungswert nicht gleiche Verteilung bedeutet.
- mehrschrittige Abituraufgaben modellieren, einen passenden Lösungsweg selbst wählen und Begründungen kritisch prüfen.
Vorwissen-Check
Prüfe zunächst ohne Taschenrechner:
- Sind , und zusammen eine mögliche Wahrscheinlichkeitsverteilung?
- Bestimme den Mittelwert der Werte und , wenn beide mit Wahrscheinlichkeit auftreten.
- Welche Einheit besitzt die Standardabweichung, wenn in Euro gemessen wird?
- Was muss für alle Wahrscheinlichkeiten einer diskreten Verteilung gelten?
Lösung und Feedback
- Ja, denn .
- .
- Die Standardabweichung wird ebenfalls in Euro angegeben.
- Es gilt und .
Grundmodell: diskrete Verteilung
Eine diskrete Zufallsgröße nimmt Werte mit Wahrscheinlichkeiten an.

Denkfrage: Zwei Diagramme können ihren Schwerpunkt an derselben Stelle haben. Müssen deshalb auch ihre Balken an denselben Stellen und mit denselben Höhen liegen?
Erwartungswert: Lage als gewichteter Schwerpunkt
Der Erwartungswert ist ein gewichteter Mittelwert:
Jeder mögliche Wert wird mit seiner Wahrscheinlichkeit gewichtet.
Interpretation: Bei sehr vielen Wiederholungen stabilisiert sich der durchschnittliche Wert unter geeigneten Bedingungen in der Nähe von . Der Erwartungswert muss selbst kein möglicher Einzelwert sein.
Varianz: quadratische Streuung um den Erwartungswert
Die Abstände zum Erwartungswert werden quadriert. Dadurch
- heben sich positive und negative Abweichungen nicht gegenseitig auf,
- werden große Abweichungen stärker gewichtet,
- ist .
Die Rechenformel
ist oft schneller.
Standardabweichung: Streuung in der Originaleinheit
Wenn beispielsweise in Euro gemessen wird, besitzt die Einheit Euro², aber wieder Euro.
Datei:Mathematrix Standardabweichung Theorie.webm
Aktiver Medienauftrag: Stoppe das Video vor jeder neuen Formel. Formuliere zuerst selbst, welche Größe als Nächstes benötigt wird, und vergleiche anschließend Deinen Ansatz mit dem gezeigten Rechenweg.
Visueller Rechenweg
Gegeben sei die Verteilung
| 1 | |
| 3 | |
| 5 |
Schritt 1: Erwartungswert
Schritt 2: Abstände
Schritt 3: quadrieren und gewichten
Schritt 4: Standardabweichung
Kontrollrechnung
Damit bestätigen sich beide Varianzformeln gegenseitig.
Warum gleicher Erwartungswert nicht gleiche Verteilung bedeutet
Betrachte zwei Zufallsgrößen:
| Größe | mögliche Werte | Wahrscheinlichkeiten |
|---|---|---|
| 0 und 10 | je | |
| 4 und 6 | je |
Für gilt:
Für gilt:
Also:
aber
und damit sind die Verteilungen offensichtlich verschieden.
Merksatz: Der Erwartungswert beschreibt nur einen Aspekt der Verteilung. Gleiche Lage bedeutet weder gleiche Streuung noch gleiche Form.
Dynamischer Vergleich dreier diskreter Verteilungen
Arbeitsauftrag:
- Vergleiche die drei angezeigten Verteilungen zunächst nur graphisch.
- Ordne sie nach ihrer vermuteten Streuung.
- Berechne danach , und .
- Prüfe, ob Deine graphische Einschätzung quantitativ bestätigt wird.
Leistungsfach-Vertiefung: Auch Erwartungswert und Varianz legen die Verteilung nicht fest
Sogar zwei Verteilungen mit gleichem Erwartungswert und gleicher Varianz können verschieden sein.
Für gelte:
Dann:
Für gelte:
Dann:
und
Trotzdem sind die Verteilungen verschieden, denn beispielsweise gilt
aber
.
Folgerung: Erwartungswert und Varianz sind wichtige Kennwerte, aber keine vollständige Beschreibung einer Verteilung.
Begründung der Verschiebungsformel
Aus der Definition folgt:
Ausmultiplizieren:
Summen aufteilen:
Mit
und
erhält man
also
.
Prüfidee: In einer Begründungsaufgabe reicht das bloße Nennen der Formel nicht aus, wenn die Herleitung verlangt wird. Jeder Übergang muss mathematisch gerechtfertigt sein.
Lineare Transformationen
Für gilt:
Die Addition von verschiebt die Verteilung, verändert aber ihre Streuung nicht. Eine Multiplikation mit skaliert die Abstände; deshalb erscheint in der Varianz .
Beispiel:
Bei , und gilt
und
.
Spezialfall Binomialverteilung
Für
gilt
.

Die Balken einer Binomialverteilung verdeutlichen zugleich Lage und Streuung.
Experimentiere mit den Reglern:
- Halte fest und verändere .
- Beobachte die Lage von .
- Suche bei festem die Werte von , bei denen die Streuung besonders groß wird.
- Begründe Deine Beobachtung über .

Interaktives Beispiel: Zwei Verteilungen mit gleichem Erwartungswert
Gegeben sind
| Wert | ||
|---|---|---|
| 0 | 0 | |
| 2 | 0 | |
| 3 | 0 | |
| 4 | 0 | |
| 6 | 0 |
Auftrag: Vergleiche und vollständig.
Hilfe 1: Erwartungswerte
Hilfe 2: Varianzen Für sind die Abstände zum Erwartungswert .
Für sind die Abstände .
Feedback Beide Verteilungen besitzen . Mit streut stärker als mit . Eine vollständige Vergleichsaussage nennt deshalb mindestens Lage, Streuung und eine graphische oder strukturelle Eigenschaft der Verteilungen.
Interaktives Modell: Glücksrad und Streuung
Forschungsauftrag: Verändere die Wahrscheinlichkeitsverteilung über den Regler. Suche zwei Einstellungen mit möglichst ähnlichem Erwartungswert, aber deutlich verschiedener Standardabweichung. Dokumentiere die Balkenverteilung und begründe den Unterschied.
Erklärvideo und animierter Rechenweg
Das Video behandelt Erwartungswert, Varianz und Standardabweichung diskreter Zufallsgrößen anhand abiturähnlicher Aufgaben.
Videoauftrag: Nutze die Pause-Taste nach jedem Rechenschritt und schreibe zuerst Deinen eigenen nächsten Schritt auf. Prüfe anschließend, ob Formel, Gewichtung und Rundung übereinstimmen.
Datei:Erwartungswert, Varianz und Standardabweichung - diskrete Zufallsgröße.webm
Übungen mit Hilfen und Feedback
Übung 1: Kennwerte berechnen
Eine Zufallsgröße besitzt die Werte mit den Wahrscheinlichkeiten , und .
Berechne , und .
Hilfe Die Verteilung ist symmetrisch um . Beginne deshalb mit .
Feedback
Übung 2: Verteilungen vergleichen
Verteilung besitzt und . Verteilung besitzt und .
Formuliere eine mathematisch präzise Vergleichsaussage.
Feedback Die Erwartungswerte stimmen überein. Die typische Streuung um die gemeinsame Lage ist bei größer. Daraus folgt jedoch noch keine vollständige Aussage über die genaue Form beider Verteilungen.
Übung 3: Verfahren selbst wählen
Für eine diskrete Zufallsgröße sind und gegeben.
Bestimme die Standardabweichung, ohne die ursprüngliche Wahrscheinlichkeitsverteilung erneut auszuwerten.
Feedback Hier ist die Verschiebungsformel effizient:
Übung 4: Binomialmodell
Eine Trefferzahl sei binomialverteilt mit und .
Bestimme Erwartungswert, Varianz und Standardabweichung.
Feedback
Fehleranalyse
Fehler 1: Wahrscheinlichkeiten werden beim Mittelwert nicht gewichtet.
Falsch:
Richtig für eine allgemeine diskrete Verteilung:
Fehler 2: Varianz und Standardabweichung werden verwechselt.
sondern
.
Fehler 3: Aus wird vorschnell oder „gleiche Verteilung“ gefolgert.
Gegenmittel: Prüfe mindestens Streuung und die einzelnen Wahrscheinlichkeiten.
Fehler 4: Beim Vergleich wird nur die Höhe des höchsten Balkens betrachtet.
Gegenmittel: Beziehe Lage der Wahrscheinlichkeitsmasse, Abstände zum Erwartungswert und Wahrscheinlichkeitsgewichte ein.
Fehler 5: Zu frühes Runden verändert Zwischenergebnisse.
Gegenmittel: Rechne möglichst exakt und runde erst das Endergebnis passend zur Aufgabenstellung.
Selbstkontrolle
Markiere erst nach eigener Rechnung:
- ☐ Ich prüfe vor jeder Rechnung, ob die Wahrscheinlichkeiten zusammen ergeben.
- ☐ Ich kann als gewichteten Schwerpunkt erklären.
- ☐ Ich kann Varianz mit der Definitionsformel und der Verschiebungsformel berechnen.
- ☐ Ich kenne den Unterschied zwischen Varianz und Standardabweichung.
- ☐ Ich kann ein Gegenbeispiel zu „gleicher Erwartungswert bedeutet gleiche Verteilung“ angeben.
- ☐ Ich kann graphische Unterschiede mit Kennwerten verbinden.
- ☐ Ich kann entscheiden, welcher Rechenweg in einer mehrschrittigen Aufgabe effizient ist.
Transfer
Ein Unternehmen vergleicht zwei rein fiktive Bonusmodelle. Beide haben einen erwarteten Bonus von Euro. Bei Modell A liegen fast alle möglichen Auszahlungen nahe bei Euro. Modell B zahlt häufig sehr wenig, manchmal aber sehr viel.
Transferfrage: Welche zusätzliche Kennzahl ist für einen quantitativen Risikovergleich sinnvoll und warum?
Eine mögliche Begründung lautet: Die Standardabweichung beschreibt die Streuung in derselben Einheit wie die Auszahlung und erlaubt damit einen unmittelbaren Vergleich der Schwankungsbreite. Für eine vollständige Entscheidung kann dennoch die gesamte Verteilung relevant sein.
Datenschutz: Nutze für eigene Simulationen ausschließlich selbst erzeugte oder vollständig anonymisierte Daten. Personenbezogene Daten sind für diese Lernziele nicht erforderlich.
KI mathematisch prüfen
KI kann Rechenwege vorschlagen, aber sie ersetzt keinen mathematischen Beweis und keine eigene Kontrolle.
Prüfe jede KI-Ausgabe mindestens mit diesen Fragen:
- Stimmen die Wahrscheinlichkeiten und gilt ?
- Wurde jeder Wert mit seiner Wahrscheinlichkeit gewichtet?
- Ist ?
- Stimmen Definitionsformel und überein?
- Wurde die Wurzel zur Standardabweichung korrekt gezogen?
- Folgt die Schlussfolgerung wirklich aus den Kennwerten oder wird zu viel behauptet?
- Ist eine Begründung angegeben, wenn die Aufgabe „begründen“, „zeigen“ oder „beurteilen“ verlangt?
Kompetenzcheck
Bearbeite ohne Hilfen:
- Konstruiere zwei verschiedene diskrete Verteilungen mit .
- Wähle sie so, dass eine Standardabweichung kleiner als und die andere größer als ist.
- Begründe rechnerisch, dass beide denselben Erwartungswert haben.
- Begründe über mindestens eine Wahrscheinlichkeit, warum sie nicht gleich verteilt sind.
- Erkläre, warum selbst und noch keine Gleichheit der Verteilungen beweisen.
Kontrollidee Für die letzte Teilaufgabe genügt ein korrektes Gegenbeispiel. Du kannst etwa eine Zweipunktverteilung und eine Dreipunktverteilung mit gleichem Erwartungswert und gleicher Varianz konstruieren.
Reflexion
Beantworte schriftlich in drei bis fünf Sätzen:
- Welche Information liefert der Erwartungswert zuverlässig?
- Welche Information ergänzt die Standardabweichung?
- Welche Eigenschaften einer Verteilung können trotz gleicher Werte von und verschieden bleiben?
- An welcher Stelle dieses Kurses musstest Du eine Aussage wirklich begründen und nicht nur rechnen?
Folgekurs
Als nächster Schritt bietet sich ABI LF - Binomialverteilungen über Parameter und Sigma-Bereiche untersuchen an. Dort werden die Beziehungen
und
für Parametervergleiche, Sigma-Bereiche und mehrschrittige Abituraufgaben weiter genutzt.
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Was beschreibt der Erwartungswert einer diskreten Zufallsgröße? (Den gewichteten Mittelwert der möglichen Werte) (!Den größten möglichen Wert) (!Immer den häufigsten Einzelwert) (!Die Summe aller möglichen Werte)
Welche Formel kann zur Berechnung der Varianz verwendet werden? (Von E von X Quadrat wird das Quadrat von E von X abgezogen) (!Erwartungswert und Standardabweichung werden addiert) (!Alle Wahrscheinlichkeiten werden quadriert) (!Der Erwartungswert wird durch die Anzahl der Werte geteilt)
Was folgt aus zwei gleichen Erwartungswerten? (Beide Verteilungen haben denselben Lagekennwert) (!Beide Verteilungen sind identisch) (!Beide Standardabweichungen sind gleich) (!Alle Einzelwahrscheinlichkeiten sind gleich)
Wie erhält man die Standardabweichung aus der Varianz? (Durch Ziehen der Quadratwurzel) (!Durch Quadrieren) (!Durch Verdoppeln) (!Durch Division durch den Erwartungswert)
Was bedeutet bei gleichem Erwartungswert eine kleinere Standardabweichung? (Die Wahrscheinlichkeitsmasse liegt typischerweise näher am Erwartungswert) (!Die Verteilung hat zwingend mehr mögliche Werte) (!Der Erwartungswert wird kleiner) (!Alle Wahrscheinlichkeiten werden gleich groß)
Wie lautet der Erwartungswert einer Binomialverteilung mit Parametern n und p? (n mal p) (!n plus p) (!n mal eins minus p) (!p geteilt durch n)
Wie lautet die Standardabweichung einer Binomialverteilung? (Quadratwurzel aus n mal p mal eins minus p) (!n mal p mal eins minus p) (!Quadratwurzel aus n mal p) (!n geteilt durch p)
Welche Bedingung müssen die Wahrscheinlichkeiten einer diskreten Verteilung erfüllen? (Ihre Summe ist eins) (!Ihre Summe ist null) (!Alle Wahrscheinlichkeiten sind gleich) (!Jede Wahrscheinlichkeit ist größer als eins)
Was gilt bei gleichem Erwartungswert und gleicher Varianz zweier Verteilungen? (Die Verteilungen können trotzdem verschieden sein) (!Die Verteilungen müssen identisch sein) (!Alle möglichen Werte müssen gleich sein) (!Beide Verteilungen müssen binomialverteilt sein)
Was gilt für digitale Übungswerkzeuge im Hinblick auf das Abitur? (Sie sind nicht automatisch als Prüfungshilfsmittel zugelassen) (!Jedes im Unterricht verwendete Werkzeug ist automatisch zugelassen) (!GeoGebra ist in jedem Prüfungsteil immer zugelassen) (!Videos dürfen während der Prüfung genutzt werden)
Memory
| Erwartungswert | gewichteter Schwerpunkt |
| Varianz | gewichteter quadratischer Abstand |
| Standardabweichung | Wurzel der Varianz |
| Wahrscheinlichkeitsfunktion | Zuordnung von Wahrscheinlichkeit |
| Binomialverteilung | Modell mit n und p |
| Gleicher Mittelwert | noch keine gleiche Verteilung |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Thema |
|---|---|
| Erwartungswert | Lage der Verteilung |
| Varianz | Streuung in quadrierter Einheit |
| Standardabweichung | Streuung in Originaleinheit |
| Verschiebung | Addition einer Konstanten |
| Streckung | Multiplikation der Zufallsgröße |
Kreuzworträtsel
| Erwartungswert | Welcher Kennwert beschreibt den gewichteten Schwerpunkt einer Verteilung? |
| Varianz | Welche Kenngröße mittelt gewichtete quadratische Abstände? |
| Streuung | Welcher Oberbegriff beschreibt die Verteilung um eine Lage? |
| Zufallsvariable | Wie heißt die Größe, deren Werte vom Zufall abhängen? |
| Quadratabstand | Welche Art Abstand steckt in der Varianzberechnung? |
| Binomialverteilung | Welche diskrete Verteilung wird durch n und p bestimmt? |
LearningApps
Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- Verteilungsdiagramm: Zeichne zwei selbst erfundene diskrete Verteilungen mit demselben Erwartungswert, aber sichtbar unterschiedlicher Streuung.
- Erwartungswert: Erfinde eine Alltagssituation mit drei möglichen Auszahlungen und berechne ihren Erwartungswert.
- Standardabweichung: Erkläre in einer Skizze, warum die Standardabweichung dieselbe Einheit wie die Zufallsgröße besitzt.
- Fehleranalyse: Formuliere eine typische falsche Aussage über den Erwartungswert und widerlege sie mit einem Gegenbeispiel.
Standard
- Varianz: Löse eine selbst entworfene Vierpunktverteilung einmal mit der Definitionsformel und einmal mit der Verschiebungsformel.
- GeoGebra: Nutze ein dynamisches Modell und dokumentiere drei Einstellungen mit gleichem oder ähnlichem Erwartungswert und verschiedener Streuung.
- Binomialverteilung: Untersuche für ein festes n graphisch und rechnerisch, wie sich die Standardabweichung beim Verändern von p entwickelt.
- Modellierung: Entwickle ein fiktives Gewinnspiel mit Erwartungswert null und erkläre, weshalb trotzdem hohe Einzelgewinne und -verluste möglich sein können.
Schwer
- Gegenbeispiel: Konstruiere zwei verschiedene diskrete Verteilungen mit gleichem Erwartungswert und gleicher Varianz und beweise beide Gleichheiten.
- Beweis: Leite vollständig aus der Definition her und kommentiere jeden Umformungsschritt.
- Lineare Transformation: Beweise für eine diskrete Zufallsgröße .
- Abituraufgabe: Entwirf eine mehrschrittige Aufgabe, in der zuerst ein Modell gewählt, dann zwei Verteilungen verglichen und anschließend eine begründete Entscheidung getroffen werden muss.


Lernkontrolle
- Vergleich von Verteilungen: Zwei Verteilungen besitzen denselben Erwartungswert. Entwickle ein Verfahren, mit dem Du entscheidest, welche stärker streut, und begründe die Wahl Deiner Kennzahl.
- Gegenbeispiel: Widerlege die Aussage „Gleicher Erwartungswert bedeutet gleiche Verteilung“ mit einer vollständig angegebenen Wahrscheinlichkeitsverteilung.
- Varianzformel: Erkläre, warum keine neue Definition, sondern eine äquivalente Rechenformel ist.
- Modellkritik: Beurteile, ob Erwartungswert und Standardabweichung allein für jede Entscheidung zwischen zwei Risikomodellen ausreichen.
- Transformation: Eine Zufallsgröße wird durch verändert. Leite ohne Einsetzen konkreter Wahrscheinlichkeiten die Veränderungen von Erwartungswert und Varianz her.
- Binomialverteilung: Zwei Binomialverteilungen haben denselben Erwartungswert. Untersuche, unter welchen Bedingungen ihre Varianzen trotzdem verschieden sein können.
- Graphische Interpretation: Entwirf zwei Balkendiagramme mit gleichem Schwerpunkt und erkläre quantitativ, wodurch sich ihre Streuung unterscheidet.
Lernnachweis
Für einen erfolgreichen Lernnachweis solltest Du zeigen, dass Du
- eine diskrete Wahrscheinlichkeitsverteilung formal korrekt beschreiben kannst.
- Erwartungswert, Varianz und Standardabweichung sicher berechnest.
- zwischen Definitionsformel und effizienter Rechenformel sinnvoll auswählst.
- Diagramme und Kennwerte miteinander verknüpfst.
- gleiche Lage von gleicher Verteilung unterscheidest.
- ein mathematisch korrektes Gegenbeispiel konstruieren kannst.
- mehrschrittige Modellierungsaufgaben nachvollziehbar begründest.
- Rechenwege, digitale Werkzeuge und KI-Ausgaben eigenständig kontrollierst.
- die jeweils gültigen Hilfsmittelregeln Deines Abiturjahrgangs beachtest.
OERs zum Thema
Weitere freie Medien:
Quellen und Medienhinweise
- Der Abiturbezug orientiert sich am Facherlass Baden-Württemberg für die Abiturprüfung 2027.[1]
- Die Datei „Binomial distribution pmf.svg“ auf Wikimedia Commons ist gemeinfrei.
- „Mathematrix Standardabweichung Theorie.webm“ steht auf Wikimedia Commons unter CC BY-SA 4.0.
- Das eingebundene Video zu Erwartungswert, Varianz und Standardabweichung wurde auch auf Wikimedia Commons dokumentiert und dort als aus einer Creative-Commons-Veröffentlichung auf YouTube stammend ausgewiesen.
- Die dynamischen GeoGebra-Materialien dienen zum Üben und Explorieren; ihre Einbindung sagt nichts über eine Zulassung als Prüfungshilfsmittel aus.
Verknüpfte Lernbereiche
aiMOOC-Projekte
MOOCwiki · Deutsch
Nach dem Lernen ist vor dem Lernen
Entdecke direkt den nächsten Lernkurs. Weitere Inhalte erscheinen, wenn Du weiter nach unten scrollst.
Zur MOOCwiki-HauptseiteMediathek
Code entdecken · Spiele & interaktive Welten →Jahresüberblicke · Fächer & Klassen →Mediathek
Mediathek wird aus dem Wiki geladen ...
Keine passenden Inhalte gefunden. Bitte ändere Suche oder Filter.
NEWSLernweltNOAH fragen
