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ABI - Digitale Kommunikation analysieren

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ABI - Digitale Kommunikation analysieren




ABI - Digitale Kommunikation analysieren

Mini-Beschreibung: Untersuche Öffentlichkeit, Interaktion, Kürze, Multimodalität, Selbstinszenierung und sprachliche Gestaltung digitaler Kommunikation. Du analysierst rechtssichere Beispiele, vergleichst Medienformen, belegst Deutungen am Material und gestaltest eigene Beiträge.

Zielgruppe: Kursstufe Deutsch, Baden-Württemberg, Abitur 2027; Basisfach und Leistungsfach werden unterschieden.

Grundsatz: KI kann Dich beim Prüfen und Überarbeiten unterstützen. Sie ersetzt weder die eigene Materialerschließung noch die eigene Textarbeit.


Einleitung

Digitale Kommunikation verbindet Sprache, Bild, Ton, Layout und Interaktion. Ein kurzer Post kann gleichzeitig informieren, Beziehungen gestalten, eine Haltung markieren und ein öffentliches Selbstbild erzeugen. Entscheidend ist deshalb nicht nur was gesagt wird, sondern wie, wo, für wen und mit welchen medialen Mitteln.

Dieser aiMOOC nutzt überwiegend fiktive, selbst erstellte Beispiele sowie offen lizenzierte Medien. Personenbezogene Daten sind für die Aufgaben nicht nötig.

Analyseauftrag zum Video: Notiere drei Aussagen darüber, wie soziale Medien Kommunikation verändern. Prüfe anschließend, welche Aussage durch ein konkretes Beispiel im Video belegt wird und welche eher allgemein bleibt.


Abiturbezug Baden-Württemberg 2027

Stand dieses Kurses: September 2026. Maßgeblich sind der aktuelle Facherlass, der Bildungsplan und die konkrete schulische Unterrichts- und Lektüreauswahl. Vorgaben späterer Prüfungsjahrgänge musst Du neu prüfen.

Der Titel „Digitale Kommunikation“ ist im Facherlass 2027 nicht als eigener verbindlicher Prüfungstitel ausgewiesen. Das Thema eignet sich jedoch als kompetenzorientiertes Training für Sprach- und Medienanalyse sowie für den Umgang mit pragmatischen Texten. Im Leistungsfach ist besonders das Themenfeld „Sprache in politisch-gesellschaftlichen Verwendungszusammenhängen“ relevant; der Facherlass nennt dort auch schriftlichen und mündlichen Sprachgebrauch in unterschiedlichen Medien.

Offizielle Grundlage:

  1. Ministerium für Kultus Baden-Württemberg: Termine und Informationen zum Abitur
  2. Facherlass für die Abiturprüfung 2027, Stand 09.09.2025
  3. Bildungspläne Baden-Württemberg


Basisfach und Leistungsfach

Bereich Basisfach Leistungsfach
Training in diesem aiMOOC zentrale Merkmale sicher erkennen, knapp belegen und funktional erklären differenziert analysieren, Wechselwirkungen herausarbeiten, Kriterien begründet anwenden und transferieren
AFB alle drei Anforderungsbereiche; bei Klausuren liegt laut Facherlass der Schwerpunkt auf AFB II, AFB I wird gegenüber AFB III stärker akzentuiert alle drei Anforderungsbereiche; bei Klausuren liegt laut Facherlass der Schwerpunkt auf AFB II, AFB III wird gegenüber AFB I stärker akzentuiert
Prüfungsbezug 2027 Facherlass nennt Klausurformate wie Analyse und Erörterung pragmatischer Texte sowie materialgestütztes Schreiben; das Basisfach kann Gegenstand einer mündlichen Abiturprüfung sein schriftliche Abiturprüfung mit vier Aufgabenbereichen; darunter Analyse/Erörterung pragmatischer Texte und materialgestütztes Schreiben; Bearbeitungszeit laut Facherlass 315 Minuten einschließlich Auswahlzeit


Einstieg

Lies den fiktiven Mini-Feed. Alle Angaben sind erfunden.

Format Fiktiver Beitrag
Öffentlicher Kurzpost „Bus 7 heute wieder 15 Minuten später. 🙃 #Morgenroutine“
Antwort „Quelle?“
Story-Text „Noch 2 Plätze im Workshop – Link im Profil.“
Private Nachricht „7:30 ist mutig 😅 8:00 und ich bringe Quellen mit.“
Sprachnachricht, Transkript „Okay … ich bin gleich da.“ [5 Sekunden; fallende Intonation]

30-Sekunden-Check: Markiere bei jedem Beispiel Adressatenkreis, Kommunikationsziel, auffällige sprachliche Mittel und beteiligte Modi. Formuliere danach eine Hypothese: Welches Beispiel ist am stärksten vom jeweiligen Medium geprägt?

Bildauftrag: Übertrage das dargestellte Rückkopplungsmodell auf eine Kommentarspalte. Was entspricht Nachricht, Kanal, Rückmeldung und möglicher Störung?


Lernziele

Nach dem Kurs kannst Du

  1. Öffentlichkeit und Adressatenbezug digitaler Beiträge materialnah beschreiben.
  2. Interaktion als Folge von Beiträgen, Reaktionen und Anschlusskommunikation analysieren.
  3. sprachliche Kürze als Verdichtung untersuchen, ohne sie pauschal als Sprachmangel zu bewerten.
  4. Multimodalität als Zusammenspiel von Text, Bild, Ton, Layout und Bewegung erklären.
  5. Selbstinszenierung von bloßen Behauptungen über „Authentizität“ unterscheiden.
  6. sprachliche Mittel mit Beleg, Funktion und Kontext verknüpfen.
  7. Aufgaben in AFB I, II und III unterscheiden und passend bearbeiten.
  8. KI-Hilfe transparent, texttreu und überprüfbar einsetzen.


Vorwissen aktivieren

Beantworte zunächst ohne Recherche:

  1. Kommunikationssituation: Wer spricht zu wem, über welchen Kanal und mit welchem Ziel?
  2. Sprachliche Mittel: Nenne je ein Beispiel für Ellipse, Imperativ und wertenden Ausdruck.
  3. Pragmatischer Text: Woran erkennst Du, dass ein Text auf eine konkrete Kommunikationssituation bezogen ist?
  4. Quelle: Welche Angaben brauchst Du, um einen digitalen Beitrag zuverlässig einzuordnen?

Selbstkontrolle: Wenn Du bei zwei oder mehr Punkten unsicher bist, wiederhole zuerst Kommunikationsmodell, Rhetorisches Mittel und Quellenkritik.


Analysemodell: Sechs Perspektiven

Nutze bei jeder Analyse dieselbe Grundbewegung:

Beobachtung → Beleg → Funktion → Wirkungsmöglichkeit → Kontext.

Formuliere Wirkungen vorsichtig: Ein sprachliches Mittel kann im konkreten Zusammenhang Nähe, Distanz, Dringlichkeit oder Ironie erzeugen. Eine Wirkung ist keine automatisch beweisbare Eigenschaft eines einzelnen Zeichens.


Öffentlichkeit

Digitale Beiträge können privat, halböffentlich oder öffentlich angelegt sein. Entscheidend sind nicht nur technische Einstellungen, sondern auch Weiterleitung, Screenshot, Suchbarkeit und ein möglicherweise größerer Adressatenkreis.

Fiktives Beispiel: „Heute 18 Uhr: offene Lesung im Hof. Kommt vorbei! #StadtLesen“

Analyseimpuls: Untersuche, wie Imperativ, Zeitangabe und Hashtag den Adressatenkreis und die Reichweitenorientierung markieren.

Merksatz: Öffentlichkeit ist eine Eigenschaft der Kommunikationssituation, nicht bloß der Wortwahl.


Interaktion

Likes, Antworten, Zitate, Reposts, Abstimmungen und Live-Chats schaffen Anschlusskommunikation. Dabei beeinflusst die technische Oberfläche, welche Reaktionen leicht möglich sind.

Fiktive Folge:

A: „Die Sitzung beginnt um 17 Uhr.“
B: „Online oder vor Ort?“
A: „Vor Ort – Raum 204. Danke für die Nachfrage.“

Analyseimpuls: Zeige, wie B eine Informationslücke sichtbar macht und A den Ausgangsbeitrag präzisiert. Beschreibe Interaktion als Prozess, nicht als Liste einzelner Sätze.


Kürze und Verdichtung

Kurze digitale Texte arbeiten häufig mit Ellipsen, Abkürzungen, Satzfragmenten, Emojis, Links und geteiltem Kontext. Kürze ist nicht automatisch ungrammatisch oder oberflächlich.

Fiktives Beispiel: „Bin 5 min später. Bahn. Sorry!“

Analyseimpuls: Rekonstruiere, welche Informationen unausgesprochen bleiben, aber aus der Situation erschließbar sind. Formuliere danach eine ausführliche Version und vergleiche Wirkung und Effizienz.


Multimodalität

Multimodale Kommunikation kombiniert mehrere Zeichensysteme. Ein Video kann gesprochene Sprache, Musik, Schrift im Bild, Mimik, Schnitt und Bildkomposition gleichzeitig einsetzen.

Mini-Analyse: Ein fiktiver Post zeigt ein leeres Klassenzimmer, darüber steht „Endlich Ruhe 😌“, im Hintergrund läuft langsame Musik. Prüfe, welchen Bedeutungsanteil Bild, Text, Emoji und Ton jeweils beitragen. Frage zusätzlich, ob sich die Gesamtwirkung verändert, wenn nur ein Modus entfernt wird.


Selbstinszenierung

Selbstinszenierung bedeutet die gezielte Auswahl und Gestaltung dessen, was von einer Person sichtbar wird. Dazu gehören Bildausschnitt, Perspektive, Profiltext, Wortwahl, Hashtags, Filter und Auswahl von Situationen.

Fiktiver Profiltext:

„Lerne. Schreibe. Scheitere produktiv. 🎓☕ | Jeden Freitag ein Mini-Essay.“

Analyseimpuls: Untersuche, welches Selbstbild sprachlich konstruiert wird. Vermeide Aussagen über die „wahre Persönlichkeit“ hinter dem Profil, wenn das Material dafür keinen Beleg liefert.


Sprachliche Gestaltung

Achte besonders auf

  1. Adressierung: Du, ihr, wir, direkte Anrede.
  2. Modalität: müssen, können, vielleicht, sicher.
  3. Wertung: positiv oder negativ markierende Wörter.
  4. Syntax: kurze Hauptsätze, Ellipsen, Parallelismen.
  5. Interpunktion: Ausrufezeichen, Gedankenstriche, Auslassungspunkte.
  6. Register: formell, informell, fachsprachlich, alltagssprachlich.
  7. Deixis: hier, jetzt, heute, wir.
  8. Emoji und typografische Hervorhebung als kontextabhängige Zusatzsignale.

Prüfungsregel: Benenne ein Mittel nur, wenn Du anschließend seine Funktion im konkreten Zusammenhang erklären kannst.


Medienlabor


Bild und Oberfläche untersuchen

Aufgabe: Formuliere drei Hypothesen dazu, wie technische Geräteformen Kommunikationsgewohnheiten beeinflussen können. Kennzeichne klar, was Du tatsächlich im Bild beobachtest und was eine weiterführende Hypothese ist.

Vergleich: Welche Informationen kann ein abstraktes Icon schneller vermitteln als ein Foto? Welche Kontextinformationen fehlen dagegen?


Audio untersuchen

Audioexperiment: Sprich den Satz „Das war ja klar“ einmal freundlich-amüsiert und einmal genervt. Notiere Unterschiede bei Tempo, Lautstärke, Akzent und Intonation. Erkläre, warum eine reine Texttranskription einen Teil der Bedeutung verlieren kann.


Emoji und Kontext

Vergleiche:

  1. „Gut gemacht.“
  2. „Gut gemacht 🙂“
  3. „Gut gemacht 🙃“

Aufgabe: Entwickle für jede Variante zwei mögliche Kontexte. Zeige damit, warum die Bedeutung eines Emojis nicht unabhängig von Beziehung, Situation und vorherigem Gespräch feststeht.


Eigenes rechtssicheres Mini-Korpus

Erstelle für die folgenden Aufgaben ein kleines Korpus aus selbst erfundenem Material:

  1. ein öffentlicher Kurzpost mit maximal 180 Zeichen,
  2. eine Antwort darauf,
  3. ein privater Chat mit drei Nachrichten,
  4. eine fünf- bis zehnsekündige selbst eingesprochene Audiodatei,
  5. ein selbst erstelltes Symbolbild oder eine einfache Grafik,
  6. eine kurze Bildunterschrift.

Verwende keine echten Namen, Telefonnummern, privaten Screenshots oder fremden Profilbilder. Wenn Du offene Materialien einsetzt, dokumentiere Quelle und Lizenz.


Analyse-Raster

Schritt Leitfrage Ergebnis
1. Situation Wer kommuniziert mit wem, wo und mit welchem Anlass? knappe Kontextbestimmung
2. Material Welche sprachlichen und medialen Signale sind wirklich zu sehen oder zu hören? präzise Belege
3. Funktion Was leisten diese Signale im Zusammenhang? funktionale Deutung
4. Wechselwirkung Wie beeinflussen sich Text, Bild, Ton, Layout und Reaktionen? multimodale Analyse
5. Einordnung Welche Rolle spielen Öffentlichkeit, Plattform und Adressaten? Kontextualisierung
6. Urteil Welche Deutung ist mit den Belegen am stärksten abgesichert? begründetes Ergebnis


AFB I, II und III


AFB I: Erfassen und Wiedergeben

Erwartung: Relevante Informationen und Merkmale korrekt benennen, geordnet wiedergeben und am Material belegen.

Beispielauftrag: Beschreibe die Kommunikationssituation und nenne drei auffällige sprachliche oder mediale Merkmale des fiktiven Posts.


AFB II: Analysieren und Verknüpfen

Erwartung: Zusammenhänge erklären, Funktionen untersuchen, Belege auswerten und mehrere Beobachtungen aufeinander beziehen.

Beispielauftrag: Analysiere, wie Kürze, Emoji und direkte Anrede gemeinsam die Beziehung zwischen Absender und Adressaten gestalten.


AFB III: Beurteilen und Transferieren

Erwartung: Kriterien entwickeln oder anwenden, Deutungen abwägen, Material übertragen und zu einem begründeten Urteil gelangen.

Beispielauftrag: Beurteile, ob die öffentliche Version einer Nachricht für ihr Kommunikationsziel geeigneter ist als die private Version. Lege Deine Kriterien offen.


KI-Spirale

Arbeite in dieser Reihenfolge:

  1. Aufgabe verstehen: Operator, Material, Ziel und Ausgabeformat klären.
  2. Selbst Material erschließen: markieren, transkribieren, Beobachtungen sammeln.
  3. Eigenen Ansatz entwickeln: Deutungshypothese und Gliederung selbst formulieren.
  4. KI gezielt befragen: nur zu klar benannten Unsicherheiten oder Gegenpositionen.
  5. Unabhängig prüfen: Texttreue, Fakten, Logik und Quellen kontrollieren.
  6. Eigene Lösung verbessern: nur nachvollziehbare Hinweise übernehmen.
  7. KI-Hilfe transparent machen: kurz dokumentieren, wofür die KI genutzt wurde.

Geeignete KI-Frage: „Welche Gegenhypothese wäre zu meiner Deutung denkbar? Nenne nur Punkte, die ich anschließend am Material prüfen kann.“

Ungeeignete Abkürzung: „Schreib mir die komplette Analyse.“

KI-Protokoll:

Schritt Deine Notiz
Eigene Vorarbeit Welche Beobachtungen und Hypothesen hattest Du vor der KI-Nutzung?
KI-Frage Was genau hast Du gefragt?
Prüfung Welche Aussagen hast Du am Material oder an Quellen kontrolliert?
Übernahme Was hast Du begründet übernommen, verändert oder verworfen?


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was beschreibt Öffentlichkeit bei digitaler Kommunikation am treffendsten? (Der mögliche Adressatenkreis und die Zugänglichkeit einer Äußerung) (!Nur die Zahl der verwendeten Wörter) (!Nur die technische Bildschirmgröße) (!Ausschließlich die Absicht des Absenders)




Was bedeutet Multimodalität? (Das Zusammenspiel mehrerer Zeichensysteme wie Text Bild und Ton) (!Die ausschließliche Verwendung kurzer Sätze) (!Das Schreiben in mehreren Sprachen) (!Die Wiederholung derselben Nachricht)




Woran zeigt sich Interaktion besonders deutlich? (An Anschlusskommunikation durch Antworten oder Reaktionen) (!An einer möglichst langen Überschrift) (!An fehlerfreier Rechtschreibung allein) (!An der Dateigröße eines Beitrags)




Wie sollte Kürze in digitaler Kommunikation analysiert werden? (Als mögliche sprachliche Verdichtung im jeweiligen Kontext) (!Immer als Beweis für mangelnde Sprachkompetenz) (!Immer als Zeichen formeller Sprache) (!Nur durch Zählen der Buchstaben)




Welche Funktion kann ein Hashtag übernehmen? (Er kann einen Beitrag thematisch rahmen und auffindbar machen) (!Er macht jede Aussage automatisch wahr) (!Er ersetzt grundsätzlich die Quellenangabe) (!Er verhindert jede öffentliche Reaktion)




Wie sollten Emojis gedeutet werden? (Im Zusammenhang mit Text Situation und Beziehung) (!Mit einer immer festen universellen Bedeutung) (!Unabhängig von vorherigen Nachrichten) (!Nur als dekorative Bilder ohne kommunikative Funktion)




Was ist bei der Analyse von Selbstinszenierung wichtig? (Die sichtbare Auswahl und Gestaltung des Selbstbildes zu untersuchen) (!Aus dem Profil sicher auf die wahre Persönlichkeit zu schließen) (!Jede Selbstdarstellung als Täuschung zu bezeichnen) (!Nur die Anzahl der Bilder zu zählen)




Welche Formulierung verbindet Analyse und Beleg am besten? (Das sprachliche Mittel wird genannt belegt und funktional im Kontext erklärt) (!Das sprachliche Mittel wird nur aufgezählt) (!Die vermutete Absicht wird ohne Materialbezug behauptet) (!Die Wirkung wird als immer identisch dargestellt)




Was steht im Zentrum von AFB II? (Zusammenhänge analysieren und Funktionen erklären) (!Nur Fakten abschreiben) (!Nur eine persönliche Meinung nennen) (!Nur formale Angaben zur Quelle notieren)




Was gehört zur KI-Spirale dieses Kurses? (KI Aussagen unabhängig am Material und an Quellen prüfen) (!Die erste KI Antwort ungeprüft übernehmen) (!Die eigene Materialarbeit überspringen) (!Quellen nur dann prüfen wenn die KI unsicher klingt)





Memory

Öffentlichkeit möglicher erweiterter Adressatenkreis
Interaktion Anschlusskommunikation
Kürze sprachliche Verdichtung
Multimodalität Zusammenspiel mehrerer Zeichensysteme
Selbstinszenierung selektive Selbstdarstellung
Hashtag thematische Rahmung und Auffindbarkeit





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Ellipse Auslassung erschließbarer Satzteile
Imperativ direkte Aufforderung
Emoji kontextabhängiges visuelles Zusatzsignal
Antwortfunktion technische Möglichkeit zur Anschlusskommunikation
Transkription schriftliche Darstellung gesprochener Sprache
Quellenangabe nachvollziehbarer Herkunftsnachweis





Kreuzworträtsel

Multimodalitaet Wie heißt das Zusammenspiel von Text Bild Ton und weiteren Zeichensystemen?
Interaktion Wie heißt wechselseitige Anschlusskommunikation?
Ellipse Wie nennt man die Auslassung erschließbarer Satzteile?
Hashtag Wie heißt ein mit einem Doppelkreuz markiertes Schlagwort?
Inszenierung Wie heißt die gezielte Gestaltung eines sichtbaren Selbstbildes?
Kontext Wie heißt der Zusammenhang in dem eine Äußerung gedeutet wird?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.
Bei digitaler Kommunikation bezeichnet

den möglichen Adressatenkreis und die Zugänglichkeit einer Äußerung. Antworten und Reaktionen erzeugen

. Die Verbindung von Text Bild und Ton heißt

. Sprachliche Verkürzung kann als

funktionieren. Eine gezielt ausgewählte Selbstdarstellung ist eine Form der

. Eine überzeugende Analyse verbindet Beobachtung mit

. Im Anforderungsbereich II werden vor allem

untersucht. KI-Ausgaben müssen unabhängig

werden.




Feedback und Lösungen

Quiz: Die jeweils erste Antwort ist richtig. Prüfe bei Fehlern, ob Du Begriff, Materialbeleg und Funktion verwechselt hast.

Drag and Drop: Kontrolliere nicht nur die Zuordnung, sondern formuliere zu mindestens drei Paaren einen vollständigen Analysesatz.

Lückentext: Öffentlichkeit – Interaktion – Multimodalität – Verdichtung – Selbstinszenierung – Beleg – Zusammenhänge – geprüft.

Muster für einen Analysesatz: „Die Ellipse ‚Bin 5 min später‘ verdichtet die Nachricht, weil Subjekt und Teile des Prädikats aus dem Gesprächskontext erschließbar sind; dadurch bleibt die Mitteilung knapp und handlungsorientiert.“


Hilfestufen

Hilfe 1 – Finden: Unterstreiche zuerst auffällige Wörter, Satzzeichen, Emojis, Bild- oder Tonsignale.

Hilfe 2 – Ordnen: Weise jeden Fund einem Bereich zu: Öffentlichkeit, Interaktion, Kürze, Multimodalität, Selbstinszenierung oder sprachliche Gestaltung.

Hilfe 3 – Erklären: Nutze das Satzmuster: „Das Merkmal … zeigt sich an … und kann im Kontext … bewirken, weil …“


Selbstkontrolle

Setze gedanklich ein Häkchen:

  1. Ich trenne Beobachtung und Deutung.
  2. Ich belege zentrale Aussagen direkt am Material.
  3. Ich erkläre Funktionen statt Stilmittel nur aufzuzählen.
  4. Ich beachte Text, Bild, Ton und Oberfläche gemeinsam.
  5. Ich unterscheide privaten, halböffentlichen und öffentlichen Kontext.
  6. Ich behaupte keine Absicht oder Persönlichkeit ohne Beleg.
  7. Ich kann AFB I, II und III an Operatoren und Anforderungen unterscheiden.
  8. Ich prüfe KI-Aussagen unabhängig.

Wenn weniger als sechs Punkte sicher sind, bearbeite das Analyse-Raster erneut mit einem neuen fiktiven Beispiel.


Transfer

Übertrage dieselbe Information in drei Formate:

Ausgangsinformation: „Der Treffpunkt wurde wegen Regens in Raum 204 verlegt.“

  1. private Chatnachricht an eine vertraute Person,
  2. öffentlicher Informationspost für einen unbekannten Adressatenkreis,
  3. achtsekündige Sprachnachricht.

Vergleiche anschließend Anrede, Explizitheit, Satzbau, Ton und mögliche Rückfragen. Erkläre, welche Veränderungen durch den jeweiligen Kommunikationsraum plausibel werden.


Kompetenzcheck

Kompetenz Sicher Teilweise Noch üben
Kommunikationssituation präzise bestimmen □ □ □
sprachliche Mittel funktional analysieren □ □ □
multimodale Signale verknüpfen □ □ □
Selbstinszenierung materialnah deuten □ □ □
AFB-II-Analyse strukturiert schreiben □ □ □
AFB-III-Urteil mit Kriterien begründen □ □ □
KI-Nutzung prüfen und transparent dokumentieren □ □ □

Basisfach: Ziel ist vor allem eine sichere, klare und belegte Kernanalyse.

Leistungsfach: Ergänze konkurrierende Deutungen, Wechselwirkungen zwischen Modi, präzise Kontextualisierung und stärker ausgearbeitete AFB-III-Anteile.


Abitur-Check

Prüfe vor der Abgabe:

  1. Habe ich Operator und Aufgabenformat genau erfasst?
  2. Ist die Kommunikationssituation knapp und korrekt bestimmt?
  3. Enthält jeder zentrale Analyseabschnitt einen konkreten Beleg?
  4. Erkläre ich Funktionen und Zusammenhänge statt Merkmale nur aufzuzählen?
  5. Formuliere ich Wirkungen als begründete Deutung und nicht als Naturgesetz?
  6. Trenne ich Materialbefund, Schlussfolgerung und Bewertung?
  7. Sind Quellenangaben korrekt und KI-Hilfen überprüft?
  8. Entspricht die Tiefe den Erwartungen meines Basis- oder Leistungsfachs?


Typische Fehler

  1. Stilmittelkatalog: viele Begriffe nennen, aber keine Funktion erklären.
  2. Wirkungsbehauptung: „Das Emoji macht den Text freundlich“, ohne Kontextbeleg.
  3. Intentionsfalle: sichere Absichten des Absenders behaupten, die das Material nicht zeigt.
  4. Sprachdefizit-These: Kürze automatisch als schlechtes Deutsch bewerten.
  5. Pauschalisierung: digitale Kommunikation mit Jugendsprache gleichsetzen.
  6. Modusblindheit: Bild, Ton oder Oberfläche ignorieren.
  7. Quellenfehler: Plattformangaben oder KI-Aussagen ungeprüft übernehmen.
  8. Datenschutzfehler: private Screenshots oder echte Namen unnötig in Lernmaterial übernehmen.


Prüfungstipps

  1. Formuliere vor dem Schreiben eine Deutungshypothese in einem Satz.
  2. Sammle Belege zweispaltig: Merkmal und mögliche Funktion.
  3. Beginne Absätze mit einer analytischen Teilthese, nicht mit einer Nacherzählung.
  4. Verknüpfe bei multimodalen Materialien mindestens zwei Modi miteinander.
  5. Reserviere am Ende Zeit für Logik, Belegtreue, Sprache und Quellenkontrolle.
  6. Im Leistungsfach: prüfe Alternativdeutungen und komplexere Wechselwirkungen.
  7. Im Basisfach: sichere zuerst klare Kernbefunde und nachvollziehbare Belege.


Reflexion

Beantworte kurz:

  1. Welche digitale Kommunikationsform analysierst Du inzwischen differenzierter als zuvor?
  2. Bei welchem Merkmal hast Du Beobachtung und Interpretation zunächst verwechselt?
  3. Welcher Modus – Text, Bild, Ton oder Oberfläche – wird von Dir leicht übersehen?
  4. An welcher Stelle hat KI-Hilfe Deinen eigenen Ansatz verbessert, und wie hast Du sie überprüft?


Folgekurs-Empfehlung

Je nach Trainingsbedarf passen anschließend:

  1. ABI - Pragmatische Texte analysieren für textnahe Analyse und Erörterung.
  2. ABI - Materialgestütztes Schreiben für Quellenarbeit und adressatengerechte Produktion.
  3. ABI - Sprache in politisch-gesellschaftlichen Verwendungszusammenhängen für den vertieften Leistungsfachbezug.
  4. Quellenkritik für Belegprüfung, Herkunft und Zuverlässigkeit digitaler Materialien.


Offene Aufgaben


Leicht

  1. Fiktiver Post: Verfasse einen öffentlichen Kurzpost und markiere drei sprachliche Entscheidungen, die den Adressatenkreis berücksichtigen.
  2. Chat-Umschreiben: Verwandle eine formelle Terminmitteilung in eine private Chatnachricht und erkläre drei Veränderungen.
  3. Emoji-Kontext: Erfinde zwei Situationen, in denen dasselbe Emoji unterschiedlich verstanden werden kann.
  4. Audio-Variation: Sprich denselben Satz mit zwei Intonationen ein und beschreibe die Bedeutungsverschiebung.


Standard

  1. Mini-Korpus: Erstelle sechs fiktive digitale Beiträge und ordne jedem einen Schwerpunkt aus Öffentlichkeit, Interaktion, Kürze, Multimodalität, Selbstinszenierung und Sprachgestaltung zu.
  2. Multimodaler Vergleich: Gestalte dieselbe Information einmal als Text-Bild-Post und einmal als Audio; analysiere anschließend die unterschiedlichen Bedeutungsträger.
  3. Interaktionskette: Entwirf eine Kommentarfolge mit vier Beiträgen und untersuche, wie Rückfragen, Zustimmung und Korrektur den Gesprächsverlauf verändern.
  4. Quellenprüfung: Suche ein offen lizenziertes Bild, dokumentiere Urheber, Lizenz und Fundort und entwickle dazu einen sprachlichen Analyseauftrag.


Schwer

  1. Plattformvergleich: Übertrage denselben fiktiven Inhalt in drei digitale Kommunikationsräume und analysiere, welche sprachlichen Veränderungen durch Publikum und Funktionen plausibel werden.
  2. Selbstinszenierung: Entwirf zwei kontrastierende fiktive Profile derselben erfundenen Person und untersuche, wie Auswahl und Gestaltung unterschiedliche Selbstbilder erzeugen.
  3. AFB-III-Gutachten: Entwickle Kriterien für gelungene öffentliche Krisenkommunikation und beurteile zwei selbst erstellte Kurzbeiträge anhand dieser Kriterien.
  4. KI-Audit: Lass eine KI eine kurze Analyse Deines fiktiven Materials vorschlagen, prüfe jede Aussage am Material, korrigiere Fehler und dokumentiere transparent, welche Hilfe Du übernommen hast.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Transferanalyse: Ein Verein muss kurzfristig eine Veranstaltung absagen. Entwirf eine private Nachricht und einen öffentlichen Post und analysiere, welche Unterschiede sich aus Adressatenkreis und Kommunikationsziel ergeben.
  2. Multimodales Urteil: Beurteile an einem selbst erstellten Beispiel, ob ein Emoji eine Information ergänzt, abschwächt oder widersprüchlich macht. Lege Deine Kriterien offen.
  3. Interaktionsanalyse: Erkläre an einer fiktiven Kommentarfolge, wie eine Rückfrage die Bedeutung des Ausgangsposts verändert oder präzisiert.
  4. Medienwechsel: Übertrage eine Sprachnachricht in einen schriftlichen Post und untersuche, welche prosodischen Informationen verloren gehen und wie sie sprachlich ersetzt werden könnten.
  5. Selbstinszenierungsvergleich: Vergleiche zwei fiktive Profile und entwickle eine begründete Deutung, wie Wortwahl, Bildauswahl und Layout unterschiedliche Rollenbilder erzeugen.
  6. KI-Prüfung: Prüfe eine KI-generierte Beispielanalyse auf Texttreue, logische Sprünge, unbelegte Wirkungsbehauptungen und fehlende Quellen; überarbeite sie danach eigenständig.


Lernnachweis

Für einen überzeugenden Lernnachweis solltest Du zeigen, dass Du

  1. eine digitale Kommunikationssituation präzise beschreiben kannst,
  2. relevante sprachliche und mediale Merkmale mit Belegen auswählst,
  3. Öffentlichkeit, Interaktion, Kürze, Multimodalität und Selbstinszenierung funktional erklärst,
  4. mehrere Modi miteinander verknüpfst,
  5. zwischen Beobachtung, Deutung und Bewertung unterscheidest,
  6. AFB I, II und III adressatengerecht bearbeitest,
  7. im Basisfach sichere Kernanalysen und im Leistungsfach vertiefte Zusammenhänge darstellen kannst,
  8. Quellen und KI-Ausgaben unabhängig prüfst,
  9. fremde Rechte und personenbezogene Daten respektierst,
  10. KI-Hilfe transparent dokumentierst.




OERs zum Thema

Der folgende Wikipedia-Artikel bietet einen frei zugänglichen Einstieg in computervermittelte Kommunikation:


Medienrechte und Quellenpraxis

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Eigene Lernprodukte sollten bevorzugt selbst erstellt oder mit eindeutig dokumentierten offenen Materialien gestaltet werden. Kurze funktionale Zitate erhalten eine Quellenangabe. Geschützte Ganzschriften werden analysierend begleitet, aber nicht vollständig wiedergegeben.


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