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ABI - Binomialkoeffizienten verstehen und nutzen

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ABI - Binomialkoeffizienten verstehen und nutzen




ABI - Binomialkoeffizienten verstehen und nutzen

Mini-Beschreibung: Interpretiere (nk) als Anzahl geeigneter Möglichkeiten und verknüpfe Kombinatorik mit Binomialverteilung. Du arbeitest mit Auswahlmodellen, Baumstrukturen und Ideen aus dem Pascalschen Dreieck.

Zielgruppe: Kursstufe, Mathematik-Abitur Baden-Württemberg, gemeinsamer Kurs für Basisfach und Leistungsfach.


Einleitung

Ein Binomialkoeffizient beantwortet eine Zählfrage:

(nk)

bedeutet die Anzahl der Möglichkeiten, aus n verschiedenen Objekten genau k auszuwählen, wenn die Reihenfolge keine Rolle spielt.

Beispiel:

Aus acht Personen werden drei ausgewählt.

(83)=56

Es gibt also 56 verschiedene Dreiergruppen.

Diese Zählidee wird in der Binomialverteilung entscheidend: Bei genau k Treffern in n unabhängigen Bernoulli-Versuchen gibt (nk) an, wie viele Treffer-Nichttreffer-Folgen genau k Treffer enthalten.


Prüfungsbezug Baden-Württemberg

Für den Abiturjahrgang 2027 gelten die veröffentlichten Vorgaben des Landes Baden-Württemberg. Im Leistungsfach gehört Stochastik zu den Prüfungsbereichen; die schriftliche Prüfung enthält einen Teil ohne und einen Teil mit zugelassenen Hilfsmitteln. Im Basisfach ist Mathematik im regulären Abitur als mündliches Prüfungsfach vorgesehen.

Wichtig: Digitale Modelle, GeoGebra-Applets, Lernapps und KI können beim Üben helfen. Sie sind dadurch nicht automatisch als Prüfungshilfsmittel zugelassen. Für die Prüfung gelten immer der aktuelle Facherlass und die aktuellen Hilfsmittelregelungen.

KI-Regel: Lass Rechenergebnisse und Begründungen mathematisch prüfen. Eine KI-Ausgabe ersetzt keinen Beweis und keine eigene Argumentation.

Offizielle Informationen zum Abitur Baden-Württemberg


Lernziele

Nach diesem aiMOOC kannst Du

  1. Binomialkoeffizient: (nk) als Anzahl von Auswahlen ohne Reihenfolge interpretieren.
  2. Fakultät: (nk)=n!k!(n−k)! sicher verwenden und sinnvoll kürzen.
  3. Pascalsches Dreieck: Binomialkoeffizienten ablesen und die Pascal-Regel verstehen.
  4. Baumdiagramm: erklären, warum bei einer Bernoulli-Kette mehrere Pfade dieselbe Trefferzahl besitzen.
  5. Binomialverteilung: den Faktor (nk) in P(X=k) kombinatorisch deuten.
  6. Modellieren: entscheiden, wann ein Auswahlmodell oder eine Binomialverteilung passt.
  7. Argumentieren: Rechenwege begründen und typische Fehlansätze erkennen.
  8. Abitur: Aufgaben zunächst strukturell analysieren und erst danach ein geeignetes Verfahren wählen.


Vorwissen-Check

1. Fakultät

Berechne 5!.

<details> <summary>Feedback</summary> 5!=5⋅4⋅3⋅2⋅1=120 </details>

2. Reihenfolge

Sind die Auswahlen „Anna, Ben, Cem“ und „Cem, Anna, Ben“ bei einer Dreiergruppe verschieden?

<details> <summary>Feedback</summary> Nein. Bei einer Auswahl ohne Reihenfolge beschreiben beide dieselbe Gruppe. </details>

3. Pfadregel

Ein Pfad eines vierstufigen Bernoulli-Versuchs enthält zwei Treffer und zwei Nichttreffer. Welche Wahrscheinlichkeit besitzt dieser eine Pfad?

<details> <summary>Feedback</summary> p2(1−p)2 </details>

4. Struktur

Wie viele verschiedene Trefferpositionen gibt es bei drei Versuchen und genau einem Treffer?

<details> <summary>Feedback</summary> (31)=3: TNN, NTN, NNT. </details>


Auswahlmodell: Was zählt (nk)?

Stell Dir n unterscheidbare Objekte vor. Du willst genau k davon auswählen.

Wenn die Reihenfolge wichtig wäre, gäbe es

n⋅(n−1)⋅…⋅(n−k+1)

Möglichkeiten.

Jede ungeordnete Auswahl wurde darin aber k!-mal gezählt, weil ihre k Elemente intern vertauscht werden können.

Darum:

(nk)=n!k!(n−k)!

Merksatz: (nk) zählt k-elementige Teilmengen einer n-elementigen Menge.


Interaktives Beispiel: Acht wählen drei

Gesucht:

(83)

Schritt 1: Formel

(83)=8!3!5!

Schritt 2: Kürzen vor dem Ausmultiplizieren

(83)=8⋅7⋅63⋅2⋅1

Schritt 3: Vereinfachen

(83)=8⋅7=56

Deutung: Es gibt 56 verschiedene Dreierauswahlen.

<details> <summary>Denkfrage</summary> Warum ist (85)=(83)? </details>

<details> <summary>Feedback</summary> Wer fünf Personen auswählt, legt gleichzeitig fest, welche drei nicht ausgewählt werden. Auswahl und Komplement sind eindeutig gekoppelt. </details>


Pascal-Idee

Das Pascalsche Dreieck ordnet Binomialkoeffizienten zeilenweise.

Die Randwerte sind immer

(n0)=(nn)=1

und im Inneren gilt die Pascal-Regel:

(nk)=(n−1k−1)+(n−1k)

Warum? Betrachte ein festes Objekt, zum Beispiel Person A. Jede Auswahl von k Personen aus n Personen gehört genau zu einem der beiden Fälle:

  1. A ist dabei: Dann müssen noch k−1 Personen aus den übrigen n−1 gewählt werden.
  2. A ist nicht dabei: Dann werden alle k Personen aus den übrigen n−1 gewählt.

Damit entstehen insgesamt

(n−1k−1)+(n−1k)

Möglichkeiten.


Basisfach und Leistungsfach

Basisfach: Nutze die Pascal-Regel sicher, erkläre sie anschaulich und verbinde sie mit konkreten Auswahlsituationen.

Leistungsfach: Formuliere zusätzlich kombinatorische Begründungen allgemein, vergleiche alternative Herleitungen und nutze Identitäten gezielt in Modellierungs- und Beweisaufgaben.


Vom Baum zur Binomialverteilung

Bei einer Bernoulli-Kette mit n unabhängigen Versuchen und Trefferwahrscheinlichkeit p hat jeder konkrete Pfad mit genau k Treffern die Wahrscheinlichkeit

pk(1−p)n−k.

Aber es gibt mehrere solche Pfade.

Wie viele?

(nk)

Deshalb gilt für X∼B(n,p):

P(X=k)=(nk)pk(1−p)n−k

Struktur der Formel:

Anzahl geeigneter Pfade: (nk)

Wahrscheinlichkeit eines passenden Pfades: pk(1−p)n−k

Gesamtwahrscheinlichkeit: (nk)⋅pk(1−p)n−k


Visuelle Baumidee

Für n=4 und k=2 gibt es

(42)=6

passende Treffer-Nichttreffer-Folgen:

TTNN, TNTN, TNNT, NTTN, NTNT, NNTT.

Jeder dieser Pfade besitzt dieselbe Wahrscheinlichkeit

p2(1−p)2.

Also:

P(X=2)=6p2(1−p)2


Dynamische Binomialverteilung

Verändere in einem dynamischen Modell n und p. Beobachte, wie sich Lage, Breite und Form des Histogramms ändern.

Forscherauftrag: Halte n fest und verändere p. Beschreibe zuerst nur, was Du siehst. Begründe danach Deine Beobachtung mithilfe von

E(X)=np

und

σ=np(1−p).


Interaktive Beispiele


Beispiel 1: Genau drei Treffer

Eine Basketballspielerin trifft einen Freiwurf mit Wahrscheinlichkeit p=0,8. Es werden fünf unabhängige Würfe modelliert.

Gesucht ist die Wahrscheinlichkeit für genau drei Treffer.

Modell:

X∼B(5;0,8)

Anzahl geeigneter Trefferfolgen:

(53)=10

Wahrscheinlichkeit eines passenden Pfades:

0,83⋅0,22

Gesamtwahrscheinlichkeit:

P(X=3)=(53)⋅0,83⋅0,22

P(X=3)=10⋅0,512⋅0,04=0,2048

<details> <summary>Interpretation</summary> Unter dem Modell beträgt die Wahrscheinlichkeit für genau drei Treffer etwa 20,48 %. </details>


Beispiel 2: Auswahl ohne Wahrscheinlichkeit

Aus zehn Büchern werden vier für eine Präsentation ausgewählt.

(104)=10⋅9⋅8⋅74⋅3⋅2⋅1=210

Hier ist keine Binomialwahrscheinlichkeit gefragt. Der Binomialkoeffizient ist nur ein Zählwerkzeug.

<details> <summary>Fehlerwarnung</summary> Nicht jede Aufgabe mit (nk) ist eine Aufgabe zur Binomialverteilung. </details>


Übungen mit Hilfen und Feedback


Übung A: Auswahl verstehen

Aus zwölf Lernenden werden zwei für eine Präsentation ausgewählt. Wie viele Zweiergruppen sind möglich?

<details> <summary>Hilfe</summary> Reihenfolge spielt keine Rolle. Verwende (122). </details>

<details> <summary>Feedback</summary> (122)=12⋅112=66 </details>


Übung B: Pfade zählen

Eine Bernoulli-Kette hat sieben Stufen. Wie viele Pfade enthalten genau vier Treffer?

<details> <summary>Hilfe</summary> Wähle vier Trefferpositionen aus sieben Positionen. </details>

<details> <summary>Feedback</summary> (74)=35 </details>


Übung C: Formel zusammensetzen

Für X∼B(7;0,3): Stelle einen Term für P(X=4) auf.

<details> <summary>Hilfe</summary> Trenne Anzahl passender Pfade und Wahrscheinlichkeit eines Pfades. </details>

<details> <summary>Feedback</summary> P(X=4)=(74)⋅0,34⋅0,73 </details>


Übung D: Leistungsfach-Vertiefung

Begründe kombinatorisch:

(nk)=(nn−k)

<details> <summary>Hilfe</summary> Verbinde jede Auswahl mit ihrem Komplement. </details>

<details> <summary>Feedback</summary> Jede Auswahl von k Elementen legt eindeutig die n−k nicht gewählten Elemente fest und umgekehrt. Deshalb sind beide Mengen von Auswahlmöglichkeiten gleich groß. </details>


Fehleranalyse

Fehler 1:

(83)=8!3!

Analyse: Der Faktor (8−3)!=5! fehlt. Dadurch werden dieselben Dreiergruppen mehrfach gezählt.

Korrekt:

(83)=8!3!5!

Fehler 2:

Bei genau drei Treffern in fünf Versuchen wird nur

p3(1−p)2

gerechnet.

Analyse: Das ist nur ein konkreter Pfad.

Korrekt:

P(X=3)=(53)p3(1−p)2

Fehler 3:

(nk) wird mit einer Wahrscheinlichkeit verwechselt.

Analyse: Der Binomialkoeffizient ist zunächst eine natürliche Zahl. Erst zusammen mit Pfadwahrscheinlichkeiten entsteht eine Wahrscheinlichkeit.

Fehler 4:

Ein Taschenrechnerwert wird ohne Modellbegründung angegeben.

Analyse: Im Abitur zählt nicht nur das Ergebnis. Notiere Zufallsgröße, Parameter, Ereignis und passenden Term.


Selbstkontrolle

  1. Auswahlmodell: Kann ich erklären, warum die Reihenfolge keine Rolle spielt?
  2. Binomialkoeffizient: Kann ich (nk) berechnen und deuten?
  3. Pascalsches Dreieck: Kann ich einen unbekannten Wert rekursiv bestimmen?
  4. Bernoulli-Kette: Kann ich einen einzelnen Pfad von der Gesamtheit passender Pfade unterscheiden?
  5. Binomialverteilung: Kann ich P(X=k) aus Anzahl und Pfadwahrscheinlichkeit aufbauen?
  6. Argumentation: Kann ich mein Verfahren in vollständigen mathematischen Sätzen begründen?
  7. Hilfsmittel: Kann ich eine Aufgabe auch dann strukturieren, wenn kein digitales Werkzeug verfügbar ist?


Transfer


Transfer 1: Qualitätskontrolle

Ein Bauteil ist mit Wahrscheinlichkeit 0,04 fehlerhaft. In einer Stichprobe werden acht Bauteile unabhängig modelliert.

Stelle einen Term für die Wahrscheinlichkeit auf, dass genau zwei fehlerhaft sind.

P(X=2)=(82)⋅0,042⋅0,966

Transferfrage: Welche Modellannahmen sind nötig, damit die Binomialverteilung sinnvoll ist?


Transfer 2: Ausschusswahl

Aus 15 Mitgliedern werden drei Personen in einen Ausschuss gewählt.

Berechne die Anzahl möglicher Ausschüsse:

(153)=455

Transferfrage: Warum wäre 15⋅14⋅13 hier zu groß?


Transfer 3: Binomischer Lehrsatz

Die Binomialkoeffizienten tauchen auch beim Ausmultiplizieren auf:

(a+b)n=∑k=0n(nk)an−kbk

Leistungsfach-Frage: Erkläre, warum der Koeffizient vor an−kbk gerade (nk) ist.


Kompetenzcheck

Basisfach 1: Erkläre ohne Formel, was (114) zählt.

Basisfach 2: Leite aus einer kurzen Baumstruktur für vier Bernoulli-Versuche die Anzahl der Pfade mit zwei Treffern ab.

Basisfach 3: Formuliere zu (63)p3(1−p)3 eine passende Wahrscheinlichkeitssituation.

Leistungsfach 1: Beweise die Pascal-Regel kombinatorisch.

Leistungsfach 2: Zeige algebraisch:

(n−1k−1)+(n−1k)=(nk)

Leistungsfach 3: Vergleiche eine kombinatorische und eine algebraische Begründung. Erläutere, welchen Erkenntnisgewinn beide Darstellungen bieten.


Reflexion

Beantworte für Dich:

  1. Verstehen: Kann ich sagen, was der Binomialkoeffizient zählt, bevor ich rechne?
  2. Darstellen: Welche Darstellung hilft mir am meisten: Auswahlmodell, Baumdiagramm oder Pascalsches Dreieck?
  3. Begründen: An welcher Stelle eines Rechenwegs könnte ich eine Begründung statt nur eines Taschenrechnerwerts geben?
  4. Prüfen: Woran erkenne ich, dass ein Ergebnis für (nk) unmöglich sein kann?
  5. Transfer: Wo taucht dieselbe Struktur außerhalb der Binomialverteilung wieder auf?


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was beschreibt (nk) in einem Auswahlmodell? (Die Anzahl der k-elementigen Auswahlen aus n Elementen ohne Reihenfolge) (!Die Wahrscheinlichkeit für genau k Treffer) (!Die Anzahl aller geordneten Folgen der Länge n) (!Den Erwartungswert einer Binomialverteilung)




Welcher Term ist gleich (83)? (56) (!24) (!120) (!336)




Welche Beziehung gilt für Binomialkoeffizienten? (Binomialkoeffizient n über k ist gleich Binomialkoeffizient n über n minus k) (!Binomialkoeffizient n über k ist immer gleich n mal k) (!Binomialkoeffizient n über k ist immer kleiner als k) (!Binomialkoeffizient n über k ist eine Wahrscheinlichkeit)




Was zählt der Faktor (nk) in der Bernoulli-Formel? (Die Anzahl der Pfade mit genau k Treffern) (!Die Wahrscheinlichkeit eines einzelnen Pfades) (!Die Anzahl der Nichttreffer) (!Die Trefferwahrscheinlichkeit)




Wie lautet die Wahrscheinlichkeit eines konkreten Pfades mit k Treffern in n Versuchen? (p hoch k mal 1 minus p hoch n minus k) (!Binomialkoeffizient n über k) (!n mal p) (!k geteilt durch n)




Wie viele Pfade mit genau zwei Treffern gibt es bei vier Versuchen? (6) (!4) (!8) (!16)




Welche Aussage beschreibt die Pascal-Regel? (Ein innerer Wert ist die Summe der zwei passenden Werte der vorherigen Zeile) (!Jeder Wert ist das Produkt seiner beiden Nachbarn) (!Alle Werte einer Zeile sind gleich) (!Jede Zeile enthält nur Primzahlen)




Wann ist ein Binomialmodell grundsätzlich passend? (Bei einer festen Zahl unabhängiger Bernoulli-Versuche mit konstanter Trefferwahrscheinlichkeit) (!Bei jeder Auswahl ohne Zurücklegen) (!Bei jeder Messreihe mit beliebig vielen Ergebnissen) (!Nur wenn die Trefferwahrscheinlichkeit ein Halb ist)




Welche Größe ist beim Binomialkoeffizienten wichtig? (Die Auswahl ohne Berücksichtigung der Reihenfolge) (!Die Reihenfolge aller ausgewählten Elemente) (!Die Einheit der Messwerte) (!Die Größe des Erwartungswerts)




Warum reicht für genau drei Treffer in fünf Versuchen der Term p3(1−p)2 allein nicht aus? (Weil er nur einen konkreten Trefferpfad beschreibt) (!Weil Wahrscheinlichkeiten nie potenziert werden) (!Weil fünf Versuche keine Bernoulli-Kette bilden können) (!Weil ein Binomialkoeffizient immer kleiner als eins sein muss)





Memory

Binomialkoeffizient Anzahl ungeordneter Auswahlen
Fakultät Produkt natürlicher Zahlen bis zu einer Zahl
Pascalsches Dreieck Rekursive Anordnung von Binomialkoeffizienten
Bernoulli-Pfad Konkrete Treffer-Nichttreffer-Folge
Binomialverteilung Verteilung der Trefferzahl in einer Bernoulli-Kette
Komplementauswahl Auswahl der nicht gewählten Elemente





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Auswahl ohne Reihenfolge Binomialkoeffizient
Produkt bis eins Fakultät
Summe zweier Vorgänger Pascal-Regel
Konkrete Trefferfolge Pfadwahrscheinlichkeit
Anzahl Treffer Binomialverteilte Zufallsgröße




...


Kreuzworträtsel

Fakultät Wie heißt das Produkt einer natürlichen Zahl mit allen kleineren positiven ganzen Zahlen?
Auswahl Welches Grundmodell beschreibt das Bestimmen einer Teilmenge?
Pascal Welcher Name ist mit dem bekannten Zahlendreieck verbunden?
Treffer Wie heißt bei einem Bernoulli-Versuch eines der beiden festgelegten Ergebnisse?
Pfadregel Welche Regel multipliziert Wahrscheinlichkeiten entlang eines Baumweges?
Stochastik Wie heißt das mathematische Gebiet zu Zufall und Wahrscheinlichkeit?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.
Der Binomialkoeffizient (nk) zählt die Anzahl der

aus einer Menge mit n Elementen. Bei der Auswahl spielt die

keine Rolle. Die Fakultätsformel lautet (nk)=n!k!(n−k)! und enthält im Nenner unter anderem die

von k. Im Pascalschen Dreieck entsteht ein innerer Eintrag als

zweier geeigneter Einträge der vorherigen Zeile. In einer Bernoulli-Kette zählt (nk) die Anzahl passender

. Ein konkreter Pfad mit k Treffern besitzt die Wahrscheinlichkeit pk(1−p)n−k. Durch Multiplikation mit der Zahl der passenden Pfade entsteht die

für genau k Treffer.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Auswahlmodell: Fotografiere oder zeichne zwölf Gegenstände und formuliere dazu zwei Auswahlfragen, die mit Binomialkoeffizienten gelöst werden können.
  2. Pascalsches Dreieck: Erstelle die ersten acht Zeilen selbst und markiere symmetrische Werte.
  3. Erklärvideo: Produziere ein kurzes Video, in dem Du (63) ohne Taschenrechner deutest und berechnest.
  4. Baumdiagramm: Zeichne eine vierstufige Bernoulli-Struktur und markiere alle Wege mit genau zwei Treffern.


Standard

  1. Fehleranalyse: Erfinde drei typische Fehler zu Binomialkoeffizienten und schreibe jeweils eine mathematische Korrektur.
  2. Galtonbrett: Nutze ein digitales Galtonbrett, protokolliere Beobachtungen und verknüpfe sie mit Binomialkoeffizienten.
  3. Modellierung: Entwickle eine realistische Situation zu X∼B(12;0,4) und formuliere drei passende Wahrscheinlichkeitsfragen.
  4. Vergleich von Darstellungen: Erkläre dieselbe Aufgabe einmal mit Auswahlmodell, einmal mit Baumidee und einmal mit Bernoulli-Formel.


Schwer

  1. Pascal-Regel: Formuliere einen eigenen kombinatorischen Beweis und visualisiere ihn mit zwei disjunkten Fallgruppen.
  2. Binomischer Lehrsatz: Erkläre, warum Binomialkoeffizienten als Koeffizienten in (a+b)n erscheinen.
  3. Simulation: Entwickle eine Tabellenkalkulations- oder GeoGebra-Simulation und vergleiche relative Häufigkeiten mit theoretischen Binomialwahrscheinlichkeiten.
  4. Abituraufgabe: Entwirf eine mehrteilige Stochastikaufgabe für die Kursstufe mit hilfsmittelfreiem Einstieg, Modellierungsteil, Begründung und Transferaufgabe.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Modellwahl: Eine Situation enthält eine Auswahl und eine Zufallskomponente. Entscheide begründet, an welcher Stelle ein Binomialkoeffizient und an welcher Stelle eine Binomialverteilung benötigt wird.
  2. Darstellungswechsel: Übersetze einen Term der Form (nk)pk(1−p)n−k in eine Baumidee und anschließend in eine konkrete Sachsituation.
  3. Begründung: Erkläre die Pascal-Regel zunächst an einem Beispiel und anschließend allgemein.
  4. Fehlerdiagnose: Analysiere einen Lösungsweg, bei dem der Faktor (nk) fehlt, und beschreibe exakt, welche Fälle dadurch nicht berücksichtigt werden.
  5. Transfer: Begründe den Zusammenhang zwischen der Symmetrie (nk)=(nn−k) und komplementären Auswahlen.
  6. Reflexion: Vergleiche einen Taschenrechnerweg mit einem strukturellen Lösungsweg und bewerte, welcher Teil für eine mathematische Begründung unverzichtbar ist.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis zu diesem Thema ist wichtig:

  1. Begriffsverständnis: (nk) als Anzahl geeigneter Auswahlen erklären.
  2. Rechenkompetenz: Binomialkoeffizienten effizient und fehlerfrei bestimmen.
  3. Strukturverständnis: Pascal-Regel und Symmetrie sinnvoll nutzen.
  4. Stochastische Modellierung: Bernoulli-Ketten erkennen und Parameter korrekt zuordnen.
  5. Begründung: Den Faktor (nk) in der Binomialformel aus der Anzahl passender Pfade erklären.
  6. Darstellungswechsel: Zwischen Auswahlmodell, Baumstruktur, Formel und Histogramm wechseln.
  7. Transfer: Kombinatorische Ideen auf neue Kontexte übertragen.
  8. Prüfungskompetenz: Hilfsmittelregeln beachten und auch ohne digitales Werkzeug tragfähige Ansätze entwickeln.




OERs zum Thema


Verknüpfte Lernbereiche


Folgekurs

Als nächster Lernschritt eignet sich:

  1. ABI - Binomialverteilung sicher anwenden: Einzel-, Intervall- und Gegenwahrscheinlichkeiten modellieren.
  2. ABI - Erwartungswert und Standardabweichung der Binomialverteilung: Verteilungen beschreiben und Histogramme interpretieren.
  3. ABI - Hypothesentests mit der Binomialverteilung: Entscheidungsregeln, Fehlerarten und Signifikanz verstehen.
  4. ABI - Normalverteilung als Modell: Diskrete und stetige Verteilungen vergleichen und Abiturtransfer vorbereiten.


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