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Übersetzungswissenschaft

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Übersetzungswissenschaft

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Einleitung

Wenn du eine Gebrauchsanweisung, einen Roman oder eine mehrsprachige Website übersetzt, überträgst du nicht einfach Wörter. Du triffst Entscheidungen über Bedeutung, Zielgruppe, Textsorte, Kultur und Zweck. Genau solche Entscheidungen untersucht die Übersetzungswissenschaft mit wissenschaftlichen Methoden.

Dieser Kurs richtet sich an Lernende der gymnasialen Oberstufe, Auszubildende in sprachbezogenen Berufen und Studierende im ersten Semester. Du lernst zentrale Theorien kennen, vergleichst Übersetzungen und überprüfst maschinelle Vorschläge. Dabei unterscheidest du den engeren Bereich des Übersetzens fixierter Texte von der umfassenderen Translatologie, die auch das Dolmetschen erforscht.

Pieter Bruegels Turmbau zu Babel als künstlerisches Sinnbild für Sprachenvielfalt; kein historischer Beleg für die Entstehung von Sprachen.
Pieter Bruegels Turmbau zu Babel als künstlerisches Sinnbild für Sprachenvielfalt; kein historischer Beleg für die Entstehung von Sprachen.

Leitfrage: Was macht eine Übersetzung angemessen, wenn sich Ausgangssprache, Zielgruppe und Verwendungszweck unterscheiden?


Gegenstand und Entwicklung der Forschung


Was wird untersucht?

Eine Ausgangssprache ist die Sprache des ursprünglichen Textes, eine Zielsprache die Sprache der Übersetzung. Der Ausgangstext enthält die Mitteilung, während der Zieltext sie für einen anderen Kommunikationszusammenhang gestaltet. Im Unterschied zum bloßen Wörtertausch gehören dabei Kontext, Fachwissen und Erwartungen der Adressaten zur Übersetzungsentscheidung.

Translatologie umfasst drei häufig unterschiedene Zugänge: Die theoretische Forschung formuliert Modelle des Übersetzens; die deskriptive Forschung beschreibt tatsächliche Übersetzungen, Prozesse und gesellschaftliche Wirkungen; die angewandte Forschung befasst sich etwa mit Ausbildung, Werkzeugen, Terminologie und Qualitätsbewertung. Diese Bereiche überschneiden sich in der Praxis.

Mehrsprachige Beschilderung in Macau: Sprache, Leserichtung und Kontext beeinflussen die Verständlichkeit.
Mehrsprachige Beschilderung in Macau: Sprache, Leserichtung und Kontext beeinflussen die Verständlichkeit.


Historischer Überblick

Schon lange vor der Etablierung des Hochschulfachs wurden religiöse, philosophische und amtliche Texte übersetzt. Der Stein von Rosette enthält einen altägyptischen Erlass in zwei Sprachen und drei Schriftsystemen: Hieroglyphen, demotischer Schrift und Griechisch. Er half bei der Entzifferung ägyptischer Schriften; die Abbildung zeigt also zugleich die Bedeutung mehrsprachiger Textzeugnisse.

Stein von Rosette, British Museum: ägyptische und griechische Textfassungen.
Stein von Rosette, British Museum: ägyptische und griechische Textfassungen.

Der Gelehrte Hieronymus steht exemplarisch für die Geschichte der Bibelübersetzung. In der Neuzeit entwickelten sich neue Ansätze zwischen sprachlicher Treue und verständlicher Wiedergabe. James S. Holmes entwarf 1972 mit „The Name and Nature of Translation Studies“ eine einflussreiche Systematik für das eigenständige Forschungsfeld.

Albrecht Dürer: Der heilige Hieronymus im Gehäus, historisches Bildmotiv der Textarbeit.
Albrecht Dürer: Der heilige Hieronymus im Gehäus, historisches Bildmotiv der Textarbeit.


Grundmodelle und Übersetzungstheorien


Äquivalenz und Funktion

Äquivalenz bezeichnet eine begründbare Beziehung zwischen Ausgangs- und Zieltext, nicht notwendigerweise Wortgleichheit. Je nach Modell kann es um Inhalt, Stil, Wirkung oder Textfunktion gehen. Eugene Nida unterschied unter anderem formale und dynamische Äquivalenz; diese Unterscheidung hilft, unterschiedliche Prioritäten sichtbar zu machen.

Beispiel: Die englische Redewendung „Break a leg!“ kann in einem passenden Theaterkontext mit „Hals- und Beinbruch!“ wiedergegeben werden. Eine wortwörtliche Übersetzung würde die beabsichtigte Glückwunschfunktion leicht verfehlen. In anderen Zusammenhängen könnte dieselbe englische Formulierung anders zu verstehen sein.


Skopostheorie: Der Zweck entscheidet mit

Die mit Hans J. Vermeer verbundene Skopostheorie betrachtet Übersetzen als zweckgerichtetes Handeln. Entscheidend sind unter anderem Übersetzungsauftrag, Adressaten, Medium und Gebrauchssituation. Eine Sicherheitswarnung benötigt vor allem eine eindeutige Handlungsanweisung; ein Gedicht kann dagegen Klang und Mehrdeutigkeit besonders gewichten.

Vergleiche: „Keep off the grass“ lässt sich auf einem öffentlichen Schild funktional als „Rasen bitte nicht betreten“ formulieren. Ein Wörterbuch allein liefert noch keine Begründung für Ton und Wortwahl.

Video in englischer Sprache: Einführung in Äquivalenz, Skopos und Polysystemtheorie (Adrian Probst).


Normen, Kultur und Entscheidungen

Gideon Toury untersuchte Übersetzungen als Produkte einer Zielkultur und fragte nach den darin wirksamen Normen. Lawrence Venuti machte besonders auf Strategien aufmerksam, die Fremdheit im Zieltext eher glätten oder sichtbar halten. Diese Begriffe sind Analysewerkzeuge, keine stets eindeutigen Gegensatzpaare.

Video in englischer Sprache: Skopostheorie und ihre Grenzen (Language & Linguistics Online).


Textsorten, Kultur und Verantwortung


Unterschiedliche Textsorten

Eine Fachübersetzung muss zentrale Fachbegriffe präzise verwenden und gegebenenfalls Vorschriften sowie zugelassene Terminologie berücksichtigen. Literaturübersetzung behandelt zusätzlich Erzählstimme, Rhythmus, Metaphern und Mehrdeutigkeit. Bei Lokalisierung werden beispielsweise Oberflächen, Maße, Datumsangaben oder kulturspezifische Bezüge an einen Zielmarkt angepasst. Untertitel müssen neben dem Inhalt auch Lesezeit, Bildbezug und Platz berücksichtigen.

Du solltest deshalb vor dem Übersetzen bestimmen: Wer liest den Text? Wozu? Unter welchen Bedingungen? Eine gelungene Werbezeile ist kein geeignetes Muster für eine medizinische Gebrauchsinformation.


Übersetzen und Dolmetschen

Während schriftliche Ausgangstexte normalerweise mehrfach geprüft und überarbeitet werden können, verarbeitet Dolmetschen gesprochene oder gebärdete Äußerungen unter anderen zeitlichen Bedingungen. Beide Tätigkeiten erfordern sprachliche, kulturelle und fachliche Kompetenz; sie sind nicht austauschbar.

Dolmetschkabine im Europäischen Parlament in Brüssel: ein angrenzendes, aber eigenständiges Praxisfeld.
Dolmetschkabine im Europäischen Parlament in Brüssel: ein angrenzendes, aber eigenständiges Praxisfeld.

Hörimpuls: Die folgende Commons-Aufnahme spricht das englische Wort „translation“ aus. Vergleiche die Form mit dem deutschen Wort „Übersetzung“; Aussprache und Bedeutung sind getrennte Analyseebenen.


Übersetzungsethik und Fairness

Übersetzende tragen Verantwortung für Genauigkeit, Transparenz, Vertraulichkeit und mögliche Folgen. Besonders bei Rechts-, Gesundheits- oder Sicherheitsinformationen ist eine unabhängige fachliche Prüfung wichtig. Unklare Stellen müssen recherchiert und bei Bedarf nachgefragt werden. Kulturelle Anpassungen dürfen die Aussage nicht ohne begründeten Auftrag verfälschen.


Sprachentechnologie, CAT und künstliche Intelligenz


Translation Memory und Terminologie

Ein CAT-Werkzeug (Computer-Assisted Translation) unterstützt Menschen bei der Übersetzung; es ist nicht dasselbe wie automatische maschinelle Übersetzung. Ein Translation Memory speichert bereits geprüfte Ausgangs- und Zieltextsegmente und bietet bei ähnlichen Stellen Treffer an. Eine Terminologiedatenbank dokumentiert Fachbegriffe, Definitionen und bevorzugte Benennungen.

Beispiel für die Arbeit mit einem Translation Memory; gespeicherte Segmente müssen kontextbezogen überprüft werden.
Beispiel für die Arbeit mit einem Translation Memory; gespeicherte Segmente müssen kontextbezogen überprüft werden.


Maschinelle Übersetzung und Postediting

Neuronale maschinelle Übersetzung nutzt gelernte Muster, um wahrscheinliche Zieltextfolgen zu erzeugen. Die Animation zeigt ein Attention-Verfahren in einem älteren Encoder-Decoder-RNN. Sie ist ein Anschauungsmodell und keine Darstellung sämtlicher heutiger Übersetzungsmodelle.

Animation eines Attention-Mechanismus in einem neuronalen Übersetzungsmodell.
Animation eines Attention-Mechanismus in einem neuronalen Übersetzungsmodell.

Beim Postediting prüfst und korrigierst du einen maschinell erzeugten Text: Wurde etwas ausgelassen? Stimmen Zahlen, Namen, Negationen und Fachwörter? Ist der Stil passend? Ein grammatisch flüssiger Satz kann sachlich falsch sein. Lade niemals vertrauliche Texte ohne entsprechende Berechtigung in externe Übersetzungsdienste hoch. Technische Hilfsmittel ersetzen weder die Verantwortung noch die Qualitätssicherung.


Übersetzung als überprüfbarer Arbeitsprozess


Vom Auftrag zur Revision

Ein sinnvoller Arbeitsablauf beginnt mit der Auftragsanalyse: Thema, Zielgruppe, Zweck, Medium, Frist und besondere Vorgaben klären. Es folgen Recherche, Terminologiearbeit und ein erster Zieltext. Danach werden Vollständigkeit, inhaltliche Richtigkeit, Kohärenz, Fachsprache, Stil und Format kontrolliert. Eine zweite Person oder ein begründeter Vergleich alternativer Fassungen kann die Revision verbessern.

Beispiel eines frei formulierten Ausgangssatzes: „Do not operate the device near water.“ Eine passende Warnung lautet: „Betreibe das Gerät nicht in der Nähe von Wasser.“ Für eine formelle Anleitung kann „Das Gerät darf nicht in der Nähe von Wasser betrieben werden“ geeigneter sein. Beide Fassungen müssen im Dokumentkontext geprüft werden.


Wie lässt sich Qualität untersuchen?

Wissenschaftlich untersuchst du die Entscheidung und ihre Begründung. Vergleiche zwei Zieltexte systematisch nach vier Fragen: Ist der Sinn vollständig? Werden Zielgruppe und Textsorte getroffen? Sind kultur- und fachspezifische Ausdrücke angemessen? Lassen sich Abweichungen anhand von Quellen erklären? Eine gute Analyse nennt konkrete Textstellen und unterscheidet Beobachtung von Wertung.


Interaktive Aufgaben


Multiple-Choice-Quiz

Welche Frage gehört zentral zur Übersetzungswissenschaft? (Wie sich Zielgruppe und Zweck auf Übersetzungsentscheidungen auswirken) (!Wie man allein durch Buchstabenanzahl die beste Übersetzung findet) (!Wie man jede Sprache ohne Kontext wortgleich überträgt) (!Wie man Übersetzungen ausschließlich nach Länge ordnet)




Was bezeichnet den Ausgangstext? (Den Text der ursprünglich zu übersetzenden Fassung) (!Den fertigen übersetzten Text) (!Eine automatisch erstellte Stichwortliste) (!Eine Sammlung von Sprachaufnahmen)




Was ist ein Merkmal der Skopostheorie? (Der Verwendungszweck des Zieltexts beeinflusst die Übersetzungsstrategie) (!Die Wörterzahl des Ausgangstexts ist immer entscheidend) (!Alle kulturellen Unterschiede müssen verschwinden) (!Maschinelle Ergebnisse benötigen keine Prüfung)




Welche Aussage zum Stein von Rosette stimmt? (Er enthält zwei Sprachen in drei Schriftsystemen) (!Er enthält drei Sprachen in sechs Schriftsystemen) (!Er wurde mit künstlicher Intelligenz erstellt) (!Er ist eine moderne Terminologiedatenbank)




Was speichert ein Translation Memory typischerweise? (Bereits übersetzte zugeordnete Textsegmente) (!Nur die Aussprache einzelner Wörter) (!Ausschließlich Videodateien) (!Nur ungeprüfte statistische Prognosen)




Was unterscheidet CAT und maschinelle Übersetzung? (CAT unterstützt menschliche Arbeit und kann maschinelle Vorschläge einbinden) (!CAT bedeutet immer eine vollständig automatische Übersetzung) (!CAT verbietet den Einsatz von Terminologiedatenbanken) (!CAT eignet sich ausschließlich für Gedichte)




Welcher Schritt gehört zum Postediting? (Maschinelle Zieltexte auf Inhalt und Terminologie überprüfen) (!Alle maschinellen Texte ungelesen veröffentlichen) (!Fehlerhafte Zahlen unverändert übernehmen) (!Ausgangstexte ohne Erlaubnis öffentlich hochladen)




Worum geht es in der deskriptiven Translationsforschung? (Um die Beschreibung tatsächlich beobachtbarer Übersetzungen und Prozesse) (!Um das Auswendiglernen einer einzigen richtigen Übersetzung) (!Um die Abschaffung sämtlicher Textsorten) (!Um die Festlegung einer Weltsprache)




Welche Übersetzung passt auf einem öffentlichen Schild zu Keep off the grass? (Rasen bitte nicht betreten) (!Gras fernhalten) (!Das Gras soll weggehen) (!Die Wiese ist ein Wörterbuch)




Welche Aussage ist bei vertraulichen Texten angemessen? (Externe Dienste nur mit passender Berechtigung und Datenschutzprüfung nutzen) (!Jede Datei ungefragt in öffentliche Systeme hochladen) (!Vertraulichkeit spielt beim Übersetzen keine Rolle) (!Sprachmodelle garantieren in jedem Fall vollständige Geheimhaltung)





Memory-Spiel

Finde zu jedem Begriff genau eine passende Erklärung.

Ausgangstext Zu übertragende ursprüngliche Textfassung
Zieltext Für die Zielgruppe erstellte übersetzte Fassung
Skopos Zweck des übersetzten Textes
Terminologie Fachsprachlich festgelegte Benennungen
Translation Memory Speicher geprüfter Textsegmentpaare
Postediting Gezielte Überarbeitung maschineller Vorschläge





Drag-and-Drop: Begriff und Anwendung

Ordne jedem hervorgehobenen Konzept den passenden Anwendungsfall zu.

Ordne die Fachbegriffe zu. Passender Anwendungsfall
Adressatenanalyse Sprachstil auf die Leserschaft abstimmen
Terminologierecherche Bezeichnung eines medizinischen Geräts verifizieren
Lokalisierung Datumsformat einer Benutzeroberfläche anpassen
Revision Zieltext anhand des Ausgangstexts kontrollieren
Untertitelung Lesedauer und Bildbezug berücksichtigen





Kreuzworträtsel

Trage jeweils einen einzelnen Fachbegriff ein.

Skopos Wie heißt der in einer funktionalen Übersetzungstheorie zentrale Zweck?
Kohärenz Wie nennt man den sinnvollen Zusammenhang innerhalb eines Textes?
Normen Wie heißen gesellschaftlich geprägte Erwartungen an übliche Übersetzungslösungen?
Korpus Wie heißt eine systematisch zusammengestellte Sammlung auswertbarer Texte?
Register Wie heißt die situationsabhängige sprachliche Ausdrucksweise?
Revision Wie heißt die gezielte abschließende Überprüfung und Überarbeitung eines Zieltexts?





LearningApps

Finde ergänzende interaktive Aufgaben und prüfe, ob sie fachlich zu diesem Kurs passen.


Lückentext

Setze die passenden Fachbegriffe ein.
Der ursprüngliche zu übersetzende Text heißt

.
Die erarbeitete Fassung wird als

bezeichnet.
Der Zweck einer Übersetzung heißt im funktionalen Ansatz

.
Für ein Fachgebiet wichtige Benennungen bilden seine

.
Ein Speicher bereits übersetzter Segmentpaare heißt

.
Die nachträgliche Bearbeitung maschineller Ergebnisse heißt

.
Die situationsabhängige Ausdrucksweise eines Textes ist das

.
Die abschließende Überprüfung einer Übersetzung nennt man

.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Zwei Fassungen vergleichen: Übersetze einen kurzen selbst formulierten englischen Hinweis zweimal und begründe, welche Fassung zu einem öffentlichen Schild passt.
  2. Textsorten entdecken: Sammle drei frei zugängliche Textsorten und beschreibe ihre unterschiedlichen Anforderungen an Übersetzungen.
  3. Kleines Glossar anlegen: Erstelle ein Glossar aus sechs Fachbegriffen mit Definition, Beispielsatz und überprüfbarer Quelle.
  4. Hörvergleich dokumentieren: Höre die verlinkte englische Ausspracheaufnahme und unterscheide Lautform, Schreibweise und Bedeutung im Vergleich zum Deutschen.


Standard

  1. Einen Übersetzungsauftrag planen: Verfasse für eine mehrsprachige Schulwebsite ein Briefing mit Zweck, Zielgruppe, Stil und Qualitätskriterien.
  2. Redewendungen analysieren: Vergleiche drei Redewendungen mit mindestens zwei möglichen Zieltextlösungen und kommentiere kulturelle Auswirkungen.
  3. Untertitel überarbeiten: Formuliere für eine kurze, selbst produzierte oder rechtmäßig nutzbare Sprechsequenz lesbare Untertitel mit sinnvoller Kürzung.
  4. Maschinelle Fehler untersuchen: Prüfe einen eigenen unvertraulichen Beispieltext mithilfe eines zulässigen Werkzeugs und dokumentiere drei Korrekturen.


Schwer

  1. Mini-Forschungsprojekt durchführen: Vergleiche mit transparenten Kriterien fünf Übersetzungen derselben öffentlich nutzbaren Textsorte und fasse Muster vorsichtig zusammen.
  2. Ethische Fallanalyse schreiben: Diskutiere einen fiktiven Fall mit einer fehlerhaften medizinischen Warnung und entwirf einen verantwortlichen Prüfprozess.
  3. Terminologieprojekt entwickeln: Dokumentiere für ein Fachgebiet zehn Begriffe mit Definition, Kontext, Quellen und kontrollierter deutscher Entsprechung.
  4. Übersetzungskritik präsentieren: Analysiere zwei rechtmäßig verwendbare Übersetzungsvarianten nach Sinn, Funktion, Register und kultureller Angemessenheit.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Funktionsvergleich: Begründe anhand einer Sicherheitswarnung, warum eine zweckgerechte Übersetzung nicht zwingend wortwörtlich ist.
  2. Theorievergleich: Erläutere an einem eigenen Beispiel, worin sich Äquivalenzfragen und deskriptive Normenforschung unterscheiden.
  3. Werkzeugentscheidung: Entscheide begründet, wann Terminologiedatenbank, Translation Memory oder maschineller Vorschlag hilfreich sind.
  4. Risikoanalyse: Entwickle Regeln zum Umgang mit vertraulichen Ausgangstexten und mit potenziell gefährlichen Übersetzungsfehlern.
  5. Qualitätsprüfung: Bewerte zwei fiktive Fassungen anhand von Inhaltstreue, Zielgruppe, Textsorte und Revision.
  6. Transfer: Erkläre, warum Dolmetschen und schriftliches Übersetzen unterschiedliche Zeit- und Kontrollbedingungen aufweisen.




Lernnachweis

Wissen: Du kannst Ausgangs- und Zieltext, Skopos, Äquivalenz, Normen, CAT und Postediting unterscheiden und an Beispielen erläutern.

Fertigkeiten: Du kannst Übersetzungsaufträge analysieren, passende Terminologie recherchieren, Zieltexte vergleichen und Fehler systematisch prüfen.

Produkte: Als Nachweis dienen ein kommentierter Übersetzungsvergleich, ein kleines Quellen-Glossar und ein nachvollziehbares Revisionsprotokoll.

Transfer: Du begründest für neue berufliche, literarische oder digitale Situationen, wie Qualität und Verantwortung sichergestellt werden sollen.




OER und Wikipedia

Fachliche Grundlagen und weiterführende Quellen:

Wikimedia-Commons-Medien und geprüfte Lizenzhinweise: Die Dateinamen verweisen auf konkrete Commons-Dateiseiten. Urheberangaben und Lizenzen sind für jedes hier verwendete Medium ausgewiesen. Bei CC-BY- und CC-BY-SA-Werken ist eine Namensnennung mit Lizenzlink nötig; bei Weiterbearbeitungen sind Änderungen kenntlich zu machen und gegebenenfalls Share-Alike-Bedingungen einzuhalten. Die Dateien wurden im Kurs lediglich eingebunden, nicht verändert.

Datei Urheber / Status Quellen- und Lizenznachweis
Pieter Bruegel the Elder - The Tower of Babel - WGA3408.jpg Pieter Bruegel d. Ä.; gemeinfrei Commons-Dateiseite
Multilingual sign in Macau.png Alan Mak; CC BY 2.5 Commons-Dateiseite · Lizenz
Rosetta Stone at the British Museum.jpg BabelStone; CC BY-SA 3.0 Commons-Dateiseite · Lizenz
Saint Jerome in his Study.jpg Albrecht Dürer; gemeinfrei Commons-Dateiseite
Cabine traduction.jpg Séb; CC BY-SA 3.0 Commons-Dateiseite · Lizenz
En-us-translation.ogg Dvortygirl; CC BY-SA 2.5 Commons-Dateiseite · Lizenz
Translation memory operation.png Vchk; CC BY-SA 4.0 Commons-Dateiseite · Lizenz
Attention-animated.gif Numiri; CC BY-SA 4.0 Commons-Dateiseite · Lizenz

YouTube-Videos: Adrian Probst, The Theory of Translation und Language & Linguistics Online, Skopos Theory in Translation Studies sind als externe Plattformvideos eingebettet. Für sie wurde keine freie Wiederveröffentlichungslizenz festgestellt; deshalb werden keine Video-Dateien kopiert oder als OER ausgegeben. Verfügbarkeit und Einbettungsrechte richten sich nach den jeweiligen Plattform- und Rechteinhaberbedingungen.

Wikipedia-Artikel zum Nachlesen:



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