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QMT-Prüfsystem in Ehingen – Modulare Prüfpläne für verschiedene Komponenten

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QMT-Prüfsystem in Ehingen – Modulare Prüfpläne für verschiedene Komponenten

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Einleitung

Das Quality Management Tool (QMT) ist laut dem Liebherr-Kundenmagazin UpLoad 01/2026 eine in Ehingen entwickelte Lösung zur automatisierten Kontrolle von Verdrahtung und Funktionen bei der Kranmontage. Liebherr beschreibt modular anpassbare Prüfwagen, die Prüfung elektrischer und zum Teil hydraulischer Komponenten nach Montageschritten sowie die automatische Speicherung von Prüfergebnissen im Qualitätsmanagementsystem. Für LICCON3-Fahrerhäuser nennt der Hersteller als konkretes Beispiel die Kontrolle von 320 Pins in etwa zehn Minuten. Das ist eine belegte Herstellerangabe für diesen Anwendungsfall, kein allgemein gültiger Prüfparameter. Quelle: Liebherr: Qualität auf Knopfdruck, 2026.

In diesem aiMOOC entwickelst du modulare Lehrprüfpläne: Gemeinsam benötigte Prüfungen werden nur einmal beschrieben; komponentenspezifische Prüfungen werden über klar benannte Varianten ergänzt. Du lernst, Versionsstände, Adapter, Freigaben, Anforderungen, Testergebnisse und Sperrgründe nachvollziehbar zu verknüpfen. Zielgruppe sind Auszubildende im 3. Ausbildungsjahr der Richtungen Elektroniker für Geräte und Systeme, Mechatroniker und Fachinformatiker. Die Zuordnung zu Ausbildungsjahr und Berufen ist eine redaktionelle Empfehlung und mit Ausbildungsbetrieb und Berufsschule abzustimmen.

Verbindliche Nachweisgrenze: QMT ist als Eigenentwicklung belegt, aber die interne QMT-Bedienoberfläche, echten Stromlaufpläne, Steuerbefehle, Steckbelegungen, Grenzwerte, Freigabeverfahren und Fehlermeldungen sind hier nicht öffentlich belegt. Alle folgenden Varianten, IDs, Zustände, Tabellen, Signale, Zahlen und Dialogtexte sind frei erfundene, ausdrücklich synthetische Unterrichtsdaten an einem spannungsfreien bzw. rein digitalen Lehrmodell; sie bilden keine originale Liebherr-Konfiguration ab. Du erhältst hier keine Bedienfreigabe. Arbeiten an realen Maschinen, elektrischen Anlagen und Hydraulik erfolgen ausschließlich nach betrieblicher Unterweisung, genehmigten Arbeitsanweisungen und unter qualifizierter Anleitung. Dieser Kurs ist weder ein offizieller Liebherr-Lehrgang noch ein Ersatz für Betriebsanweisungen oder Sicherheitsunterlagen.

Lernziele: Du zerlegst einen Prüfplan in Grundmodul und Varianten; prüfst eine Kompatibilitätsmatrix vor jedem geplanten Ablauf; formulierst Testfälle mit Soll-/Ist-/Status-Feldern; berechnest Wiederverwendungsanteile und Prüfdeckungsgrad richtig; dokumentierst eine negative Prüfung ohne unberechtigte Freigabe; erstellst eine nachvollziehbare Änderungs- und Abnahmeakte.


QMT-Kontext, Qualitätsprinzipien und Sicherheitsgrenzen


Was ist belegt und was ist Lehrmodell?

Liebherr beschreibt eine modulare, softwaregestützte QMT-Eigenentwicklung für unterschiedliche Krankomponenten. Die genannte Veröffentlichung belegt flexible Prüfwagen, eine Anbindung an Qualitätsdokumentation und die Anwendung schon während einzelner Montageschritte. Sie belegt nicht, dass die hier gewählten Dateiformate, Anzeigen, Adaptercodes oder Testalgorithmen bei Liebherr tatsächlich so heißen oder funktionieren. Auch die im Kurs beispielhaft dargestellte CAN-Kommunikation ist kein Nachweis eines konkreten QMT-Busprotokolls. Trenne bei jeder technischen Aussage drei Ebenen: Herstellerbeleg, allgemeines Prüfkonzept und synthetisches Lehrbeispiel.

Geprüftes Commons-Foto einer allgemeinen Elektronik-Prüfvorrichtung; kein Liebherr-QMT.
Geprüftes Commons-Foto einer allgemeinen Elektronik-Prüfvorrichtung; kein Liebherr-QMT.

Das Foto zeigt einen beispielhaften Prüfadapter mit mechanischen Positionier- und Kontaktelementen; gerade solche Schnittstellen erfordern eine eindeutige Zuordnung. Bild: Davidbatet, CC BY-SA 3.0, Quelle und Lizenz im Mediennachweis.


Begriffe und Qualitätsziele

Ein Prüfplan legt Prüfziele, Testobjekte, Testbedingungen, Kriterien, Reihenfolge und Nachweise fest. Ein Testfall besteht aus Vorbedingungen, Eingabe oder Anregung, erwartetem Ergebnis und dokumentiertem tatsächlichem Ergebnis. Rückverfolgbarkeit bedeutet, dass du vom Prüfbericht zur Testfallversion, Komponentenvariante und zugrunde liegenden Anforderung gelangst. Wiederverwendbarkeit heißt, dass eine geprüfte Grunddefinition in mehreren Varianten referenziert wird, ohne blind kopiert zu werden. Trennschärfe verhindert, dass ein zufällig passender Anschluss oder ein ähnlicher Produktname zur falschen Prüfung verleitet.

Die internationale Norm ISO/IEC/IEEE 29119-1:2022 erläutert unter anderem test case, test plan, test coverage und test procedure. Sie ist hier ein allgemeiner Begriffsrahmen, keine Aussage über die tatsächlich bei Liebherr eingesetzten Normen oder Programme. Quelle: ISO: Software testing – General concepts.


Sicherheit vor Prüfgeschwindigkeit

Du arbeitest in diesem Kurs nur mit Papierkarten, Tabellen, digitaler Simulation und spannungsfreien Lehrmodellen; es werden keine realen Steuergeräte angesteuert, keine Prüfadapter an Krane angeschlossen und keine Werte an Originalmaschinen eingestellt. Die fünf Sicherheitsregeln für reale elektrische Arbeiten und die fachlichen Zuständigkeiten werden in DGUV-Information 203-001 und den Hinweisen der BGHM behandelt. Die Anwendung der Regeln an echten Anlagen ist Sache qualifizierter Personen nach den dort geltenden Festlegungen. Die Einhaltung eines Lehrprüfplans ersetzt weder Gefährdungsbeurteilung noch Unterweisung noch Freigabe. BGHM: Elektrische Anlagen und Betriebsmittel.

Merksatz: Ein technisch plausibler Testfall ist noch kein sicherer oder freigegebener Realtest. Bei fehlender Qualifikation, unbekanntem Adapter, unklarem Freigabestatus oder widersprüchlichen Unterlagen lautet die einzig richtige Lehrentscheidung: nicht starten, kennzeichnen und eskalieren.


Modulare Prüfplanarchitektur


Grundmodul plus Variantenmodul

Ein Grundmodul erfasst die Prüfungen, die für alle definierten Lehrkomponenten gleich sind, beispielsweise Identität, Planstand, Zuordnung und Plausibilität der simulierten Selbstdiagnose. Ein Variantenmodul enthält nur die jeweils unterschiedlichen Anforderungen. Zusammen bilden beide einen überprüfbaren Ausführungsplan. Die Wiederverwendung betrifft dabei zunächst die Definition: Die gemeinsamen Prüfungen müssen bei mehreren Komponenten in einer Testkampagne dennoch jeweils erneut ausgeführt werden.

Eigene schematische Darstellung – ausschließlich Unterrichtsarchitektur, keine Abbildung der QMT-Software:

Baustein Inhalt Übergang / Prüffrage
Anforderungsblatt Synthetische Komponentenkennung, Anforderungen, Modellstatus Welche Funktionen sollen belegt werden?
Basismodul B-01 Identität, Version, Adapterpassung, Simulationsbereitschaft Sind alle Vorbedingungen erfüllt?
Variantenwahl Lehrtyp L-A, L-B oder L-C aus Freigabematrix Passt genau dieses Variantenmodul?
Variantenmodul V-A / V-B / V-C Jeweils spezielle Testfälle mit eigenen Sollwerten im Simulationsmodell Welche Anforderungen gelten nur hier?
Ergebnisspeicher Ist, Soll, Status, Zeitpunkt, verantwortliche Rolle, Version Kann der Ablauf rekonstruiert werden?
Fachliche Bewertung Sperren, Nacharbeit, erneuter Test nur nach Entscheidung Darf es am Lehrmodell ein positives Prüfurteil geben?

Die Reihenfolge lautet im eigenen didaktischen Ablauf: Anforderung → Identifizierung → Versions- und Adapterprüfung → Auswahl von Grund- und Variantenmodul → Simulation → Befund → dokumentierte Bewertung. Ein negatives Gate unterbricht die Kette; es darf nicht durch eine grüne Gesamtanzeige eines anderen Moduls überstimmt werden.


Einzigartige Kennungen und Testfallbeschreibung

Ein guter Testfall trägt eine stabile Kennung, eine Anforderungsreferenz, einen eindeutigen Geltungsbereich, die Vorbedingungen, eine sichere Handlung im Lehrmodell, das erwartete Ereignis sowie mögliche Statuswerte. Beispiel für synthetische Struktur:

Feld Unterrichtswert Bedeutung
Test-ID B-01-G03 Gemeinsame Adapterzuordnung
Anforderung REQ-BASE-03 Jede Variante braucht einen passenden Adaptereintrag
Vorbedingung Datensatz in Simulation geladen; keine reale Verbindung Sicherer, reproduzierbarer Startpunkt
Aktion Vergleiche die Kennungen in einer Tabelle Reine Datenprüfung ohne elektrisches Signal
Soll Kompatibilitätsmatrix liefert genau einen gültigen Eintrag Eindeutiges Prüfkriterium
Ist / Status Treffer gefunden / bestanden oder Treffer fehlt / gesperrt Beobachtung getrennt von Bewertung
Nachweis Testfallversion, Zeitstempel, Komponentenkarte, Prüferrolle Rekonstruierbarkeit

Statusvokabular: bestanden bedeutet: Soll und Ist stimmen unter gültigen Vorbedingungen überein. nicht bestanden bedeutet: Test ausgeführt, Kriterium verletzt. gesperrt bedeutet: Vorbedingung oder Berechtigung fehlt. nicht ausgeführt bedeutet: noch keine Beobachtung. Diese vier Zustände dürfen nicht miteinander verwechselt werden.

Beispiel einer Funktionsprüfvorrichtung; nicht QMT, nicht für die beschriebenen Lehrtypen spezifiziert.
Beispiel einer Funktionsprüfvorrichtung; nicht QMT, nicht für die beschriebenen Lehrtypen spezifiziert.

Die Abbildung erklärt das allgemeine Verhältnis von Prüfling, Schnittstelle und Prüfmittel. Eine Prüfaufnahme für einen anderen Prüfling ist keinesfalls automatisch kompatibel. Bild: Davidbatet, CC BY-SA 3.0.


Rechenweg: Pflegeaufwand und Ausführung

Angenommen, es gibt drei synthetische Lehrtypen A, B und C mit vier identischen Grundtests. A benötigt drei Spezialtests, B zwei und C drei. Ohne gemeinsame Definition werden 3 × 4 + 3 + 2 + 3 = 20 Testbeschreibungen individuell gepflegt. Mit wiederverwendetem Basismodul werden 4 + 3 + 2 + 3 = 12 eindeutige Testdefinitionen gepflegt. Der hypothetische Reduktionsanteil beim Definitionsbestand beträgt (20 − 12) / 20 × 100 = 40 %. Bei einer vollständigen Prüfung je Typ bleiben jedoch 20 Testausführungen erforderlich: Grundtests dürfen nicht aufgrund der Wiederverwendung übersprungen werden. Eine reale Zeitersparnis ist damit noch nicht belegt; diese hängt von Erstellung, Pflege, Einrichtung und Wiederholung ab.

Typischer Denkfehler: „40 % weniger Testdefinitionen“ ist nicht dasselbe wie „40 % weniger notwendige Tests“. Dokumentiere die Bezugsgröße jeder Kennzahl.


Varianten, Adapter und Versionsmanagement


Komponentenspezifische Zuordnung

Zwei Bauteile können ähnlich aussehen und trotzdem andere Stecker, Signale, Softwarestände oder Funktionen benötigen. Ein Adapter ist die eindeutig identifizierte Verbindung beziehungsweise Anpassung zwischen einem bestimmten Prüfling und einer festgelegten Prüfumgebung. Ein Versionsstand bezeichnet einen freigegebenen Zustand einer Plan- oder Komponentenbeschreibung; er ist nicht mit dem Datum des letzten Ausdrucks gleichzusetzen.

Vollständig fiktive Kompatibilitätsmatrix für Papier- und Datensimulation:

Lehrkomponente Lehrvariante Soll-Adapterkennung Grundplan Spezialplan Status der Kombination
Meldeeinheit L-A / Revision R2 AD-A-R2 B-01 v1.2 V-A v2.0 didaktisch zugelassen
Tastereinheit L-B / Revision R1 AD-B-R1 B-01 v1.2 V-B v1.1 didaktisch zugelassen
Nachrichtenmodell L-C / Revision R3 AD-C-R3 B-01 v1.2 V-C v2.2 didaktisch zugelassen
Meldeeinheit L-A / Revision R2 AD-A-R1 B-01 v1.2 V-A v2.0 gesperrt: falsche Revision

Alle Bezeichnungen und Zulassungsstatus in dieser Tabelle gelten ausschließlich für das fiktive Lehrszenario. Daraus folgt keine Aussage über reale Steckbarkeit oder Betriebssicherheit.

Allgemeines Beispiel einer Verdrahtung, keine QMT-Steckbelegung.
Allgemeines Beispiel einer Verdrahtung, keine QMT-Steckbelegung.

An einem Kabelbaum erkennst du, warum äußere Ähnlichkeit keine ausreichende Identifikationsmethode ist. Foto: JackApplegarth, CC BY-SA 4.0.


Versionskette, Vier-Augen-Prinzip und Freigabekontrolle

Ein Prüfplan kann eine Hauptversion und kleinere redaktionelle Änderungen erhalten; jede Änderung braucht eine Begründung und festgelegte Verantwortlichkeit. Beispiel eines Lehrverfahrens: Entwurf → fachliche Prüfung → didaktische Freigabe → dokumentierter Einsatz → Änderungssperre beziehungsweise neue Revision. Die tatsächlichen Rollen, Berechtigungen und Signaturverfahren eines Unternehmens sind hier unbekannt.

Prüfe vor der Simulation: Komponentenkennung eindeutig? Revision bekannt? Adapter in genau dieser Matrix freigegeben? Grund- und Spezialplan kompatibel? Prüfkriterien dokumentiert? zuständige Freigaberolle benannt? Ein positives Ergebnis aus einer veralteten Konfiguration kann nicht als Nachweis für eine aktuelle Konfiguration übernommen werden.

Änderung im fiktiven Lehrmodell Folge für Testplan Notwendiger Nachweis
Schreibfehler im Erklärungstext Redaktionelle Version anpassen Änderungsnotiz und Review
Neues simuliertes Ausgangssignal Variantenmodul ergänzen neue Anforderung und Testfall
Anderer Adapterdatensatz Matrixeintrag neu prüfen Kompatibilitätsprüfung und Genehmigung
Änderung der Auswertelogik Betroffene Grund- und Variantenfälle erneut testen dokumentierter Regressionstest

Regressionstest bedeutet hier, dass nach einer Änderung bereits bestehende Funktionen erneut geprüft werden, soweit sie von dieser Änderung betroffen sein können. Eine bloße Versionsnummer ohne Prüfnachweis beweist keine Verträglichkeit.


Einordnung allgemeiner Bussysteme

In Industrieanlagen transportieren Bussysteme strukturierte Nachrichten zwischen Komponenten. Bei der Planung fragst du nach Sender, Empfänger, Nachrichtentyp, erwartetem Zeitpunkt und dokumentierbarem Ergebnis. Die konkrete Beschreibung der QMT-Kommunikation ist aus der Herstellerquelle nicht ableitbar. Das folgende Bild zeigt allgemeine CAN-Pegel als Anschauung, keine zu verwendenden QMT-Signale, Prüfgrenzen oder Betriebsanweisungen.

Lehrabbildung allgemeiner CAN-Signalzustände; nicht als QMT-Parameter verwenden.
Lehrabbildung allgemeiner CAN-Signalzustände; nicht als QMT-Parameter verwenden.

Bild: Plupp, CC BY-SA 3.0. Für die Kursaufgaben werden Busantworten ausschließlich als Zeichenketten in einer Offline-Simulation modelliert.


Testdesign, Nachweisführung und Fehlerdiagnose


Prüfbedingungen und Soll-Ist-Vergleich

Ein Testfall ist nur dann aussagekräftig, wenn die Vorbedingung und das erwartete Resultat vor der Ausführung feststehen. Im rein digitalen Lehrmodell kann beispielsweise die simulierte Taste T1 den Zustand EIN erzeugen. Die Lernsoftware prüft nur, ob eine erwartete Zeichenkette aufgezeichnet wurde; sie gibt keine elektrische Spannung aus. Bei einer anderen Variante wäre EIN möglicherweise kein geeigneter Sollzustand. Eine scheinbar richtige Reaktion kann deshalb zum falschen Plan gehören.

Test-ID Vorbedingung Synthetische Eingabe Erwartete Simulationsantwort Bewertung bei Abweichung
B-01-G01 Datensatz vorhanden Komponentenkarte öffnen Kennung eindeutig gesperrt
B-01-G02 Plan gewählt Versionen tabellarisch vergleichen kompatibler Planstand gesperrt
B-01-G03 Adapterfeld gefüllt Matrix nach Adapterkennung durchsuchen eindeutige gültige Paarung gesperrt
B-01-G04 Offline-Simulator bereit simulierte Bereitschaft abfragen Status BEREIT nicht bestanden
V-A-F01 Lehrtyp A gültig digitalen Meldezustand auf EIN setzen Rückmeldung EIN nicht bestanden
V-B-F01 Lehrtyp B gültig virtuelles Tasterereignis auslösen Ereignis IMPULS nicht bestanden
V-C-F01 Lehrtyp C gültig Datensatz NACHRICHT senden Quittierung OK nicht bestanden

EIN, IMPULS, BEREIT, NACHRICHT und OK sind hier ausschließlich frei erfundene Textwerte für den Unterricht. Keine Zeile ist eine QMT-Fehlermeldung oder reale Signalvorgabe.

Beispielhafte Leiterplatte eines Multimeters; keine reale QMT-Prüfkarte.
Beispielhafte Leiterplatte eines Multimeters; keine reale QMT-Prüfkarte.

Dieses Foto eignet sich zur Diskussion, weshalb eindeutige Baugruppenkennung und Dokumentationsstand vor einer Prüfung wichtig sind. Foto: Cjp24, CC BY-SA 3.0.


Prüfabdeckung berechnen und deuten

Die Anforderungsabdeckung setzt Anforderungen mit mindestens einem gültigen Testfall ins Verhältnis zu allen festgelegten Anforderungen. Beispiel: Von acht synthetischen Anforderungen sind sechs durch gültige, zugeordnete Testfälle abgedeckt. Ergebnis: 6 / 8 × 100 = 75 % Anforderungsabdeckung. Dies ist keine Erfolgsquote: Zwei Anforderungen haben noch keinen nachgewiesenen Testbezug. Ein Test, der zwar vorhanden ist, aber gesperrt oder fehlgeschlagen, darf außerdem nicht als erfolgreich geprüft ausgegeben werden.

Die Ausführungsquote ist eine andere Zahl: Werden von sieben geplanten Schritten sechs tatsächlich ausgeführt und einer aus gutem Grund nicht ausgeführt, ist sie 6 / 7 × 100 ≈ 85,7 %. Sind unter den sechs ausgeführten Schritten fünf bestanden und einer fehlgeschlagen, beträgt die rechnerische Bestehensquote unter ausgeführten Schritten 5 / 6 × 100 ≈ 83,3 %. Weder 85,7 % noch 83,3 % erteilen eine Freigabe; bei einer notwendigen, fehlgeschlagenen Prüfung bleibt das Ergebnis negativ.

Allgemeine Multimeter-Grafik; Messungen an realen Anlagen sind nicht Teil dieser Lektion.
Allgemeine Multimeter-Grafik; Messungen an realen Anlagen sind nicht Teil dieser Lektion.

Abbildung: Inductiveload, gemeinfrei. Die Auswahl realer Messverfahren, Messkategorien und Sicherheitsmaßnahmen liegt außerhalb der hier behandelten Offline-Prüfplanung.


Fehlereingrenzung ohne vorschnelle Reparatur

Ein Fehlbefund kann aus falschem Plan, unpassendem Adapter, unvollständiger Konfiguration, fehlender Simulationsbereitschaft, einem Defekt des Lehrdatensatzes oder einem tatsächlich unerfüllten Sollkriterium stammen. Trenne Prozessfehler von Prüflingsfehler und prüfe zuerst die Versionen und Vorbedingungen. Ein wiederholtes Drücken von „Start“ ohne dokumentierte Ursache macht einen negativen Befund nicht ungültig.

Eigenes Diagnose-Flussbild als Entscheidungsübersicht:

Entscheidung Wenn ja Wenn nein
Identität und Revision eindeutig? Adaptermatrix betrachten sperren und Identität klären
Adapter-/Planpaarung laut Lehrmatrix gültig? Simulationsbereitschaft prüfen sperren, keine Funktionsprüfung
Offline-Testumgebung bereit? Testfall ausführen Umgebung als Fehlerquelle dokumentieren
Soll = Ist beim Testfall? bestanden protokollieren nicht bestanden protokollieren
Alle Pflichtfälle bestanden und alle Lehrfreigaben vorhanden? positives didaktisches Gesamturteil gesperrt oder negatives Gesamturteil

Zur fachlichen Vertiefung kannst du das englischsprachige Video Automating Test Sequences with TestStand von NI Apps (8. Juli 2024) ansehen. Es demonstriert ein anderes, allgemeines Testautomatisierungssystem, nicht die QMT-Oberfläche:


Dokumentation, Freigaben und Pflege im Team


Was gehört in einen belastbaren Prüfbericht?

Ein reproduzierbares Prüfprotokoll enthält Objekt-ID, Variantentyp, Revisionsstand, verwendeten Plan und dessen Revision, Adapterkennung, Modellumgebung, Testfall-ID, Vorbedingung, Sollwert, Istbeobachtung, eindeutigen Status, Zeitpunkt, bearbeitende Rolle, Sperrgrund, Änderungsreferenz und Entscheid. Für Datenschutz und Geheimhaltung dürfen in dieser Übung nur erfundene Datensätze verwendet werden. Ein Verweis auf vertrauliche Liebherr-Unterlagen, echte Seriennummern oder interne Nutzerkonten gehört nicht in den veröffentlichten Kurs.

Beispiel eines rein synthetischen Audit-Trails:

Zeitpunkt in der Lehrsimulation Rolle Ereignis Ergebnis
Übungstag 09:10 Team Testentwurf Plan LP-C v2.3.1 ausgewählt Entwurf eindeutig bezeichnet
Übungstag 09:12 Team Konfiguration Adapter AD-C-R2 statt AD-C-R3 vorgefunden gesperrt, noch kein Funktionstest
Übungstag 09:18 Team Review Korrektur des Adapter-Datensatzes genehmigt neuer Versuch am Offline-Modell erlaubt
Übungstag 09:22 Team Prüfung Testfall C-F02: Quittierung bleibt aus nicht bestanden
Übungstag 09:24 Team Bewertung Folgetest C-F03 nicht ausgeführt negatives Gesamturteil dokumentiert

Alle Zeitpunkte, Rollenkennungen und Werte sind erfunden. Die Tabelle ist ein Lehrbeispiel für Nachvollziehbarkeit, kein echter Datensatz oder Nachweis eines QMT-Dialogs.


Änderungsmanagement und Verantwortung

Die Elektronik-Fachperspektive prüft im Unterricht, ob eine eindeutige Bauteil- und Schnittstellenbeschreibung vorliegt. Die mechatronische Perspektive untersucht den Zusammenhang von Montagezustand, Variantenwahl und Ablauf. Die Informatik-Perspektive prüft Versionsverwaltung, Anforderungszuordnung, automatisierte Testauswertung und Protokollintegrität. Alle Perspektiven müssen dieselben IDs und Begriffe verwenden. Eine fachliche Freigabe im Lehrszenario darf nur eine zuvor bestimmte Lehrrolle dokumentieren; es wird keine reale betriebliche Freigabe simuliert, die zu Maschinenhandlungen berechtigt.

Einen praxisnahen, aber ausdrücklich nicht QMT-bezogenen Überblick zur Sequenzautomatisierung bietet das englischsprachige Video von NI Apps Automate a Sequence of Tests with LabVIEW and TestStand (2. April 2024):

Die NI-Leitlinien zu wartbaren Testsequenzen empfehlen die Trennung produktunabhängiger und produktspezifischer Abläufe. Das lässt sich als allgemeine Entwurfsanalogie für unsere Lehrpläne nutzen; daraus lässt sich kein Einsatz von NI-Software im QMT ableiten.


Typische Fehler mit wirksamer Gegenmaßnahme

Häufiger Fehler Risiko Gegenmaßnahme
Ähnliche Bauform mit gleicher Variante verwechselt falsche Sollwerte Komponentenschlüssel und Revision statt Sichtähnlichkeit prüfen
Adaptercode nur teilweise gelesen falsche Zuordnung vollständige Zeichenfolge gegen versionierte Matrix prüfen
Altes Prüfungsergebnis übernommen Scheinsicherheit neuen Lauf mit aktueller Konfiguration und Nachweis anlegen
Fehler als „nicht ausgeführt“ verschleiert Bericht unvollständig „nicht bestanden“ und „gesperrt“ getrennt speichern
Nur Gesamtquote betrachtet Pflichtfehler übersehen Einzelbefunde und Abbruchregeln vor Gesamtergebnis auswerten
Dokumentation nachträglich still geändert fehlende Auditierbarkeit Änderung mit Revision, Begründung und zuständiger Rolle erfassen
Kurs als Maschinenanweisung verstanden Sicherheitsrisiko betriebliche Anweisung, Unterweisung und qualifizierte Aufsicht sind unverzichtbar


Berufstypischer Modellfall: Komponentenwechsel am Offline-Prüfwagen


Ausgangssituation und Arbeitsauftrag

Ausschließlich erfundener Modellfall: Eine Ausbildungsgruppe plant die Prüfung eines simulierten Nachrichtenmoduls L-C, Revision R3. Der Lehrprüfwagen ist eine Softwareattrappe, die lediglich Tabellenfelder und erfundene Statusmeldungen anzeigt. Es besteht keine Verbindung zu Liebherr-Geräten, Spannungsquellen, Hydraulik oder realer Fertigung. Erforderlich sind die Lehrplanversion LP-C v2.3.1, das gemeinsame Modul B-01 v1.2, das Variantenmodul V-C v2.2 und laut fiktiver Matrix der Adapterdatensatz AD-C-R3. Auf dem Übungsblatt steht jedoch AD-C-R2. Ein zweites Übungsprotokoll enthält nach Korrektur des Datensatzes folgende Beobachtungen: vier Grundfälle bestanden; C-F01 bestanden; bei C-F02 wird die erwartete Zeichenkette QUITTUNG_OK nicht angezeigt; C-F03 wurde aus Abbruchgründen nicht ausgeführt.

Auftrag: Plane die Zuordnung, entscheide über Start oder Sperre, erarbeite eine dokumentierte Auswertung, berechne die Ausführungsquote, formuliere die erforderlichen Klärungen und schreibe ein Gesamturteil. Verwende nur die Daten dieses Modellfalls. Deine Aufgabe ist Prüfplanung und Dokumentation, keine Fehlersuche an echten Bauteilen.


Musterlösung mit nachvollziehbaren Entscheidungen

Schritt A – Vorprüfung: Komponente L-C/R3, Plan LP-C v2.3.1 und Modul V-C v2.2 sind im synthetischen Aufgabenblatt referenziert. Der gefundene Adapterdatensatz AD-C-R2 widerspricht der vorgegebenen Sollkennung AD-C-R3. Deshalb wird vor Beginn gesperrt. Weder ein bestandener Altbericht noch eine ähnliche Bezeichnung hebt diese Sperre auf.

Schritt B – Nach dokumentierter Lehrkorrektur: Eine zuständige fiktive Review-Rolle bestätigt den korrigierten Datensatz AD-C-R3. Erst dann darf im Offline-Lehrmodell der vollständige Prüfdatensatz betrachtet werden. Die vier Grundfälle werden bestanden protokolliert; C-F01 besteht; C-F02 ist nicht bestanden, weil das erwartete Text-Ereignis fehlt; C-F03 ist nicht ausgeführt, nicht etwa bestanden oder nicht bestanden.

Schritt C – Kennzahlen: 4 Grundfälle + 3 Spezialfälle = 7 geplante Prüfungen. Tatsächlich ausgeführt wurden 4 + 2 = 6. Ausführungsquote = 6 / 7 × 100 ≈ 85,7 %. Davon bestanden 4 + 1 = 5, fehlgeschlagen 1; nur bezogen auf die ausgeführten Schritte ist 5 / 6 × 100 ≈ 83,3 % bestanden. Der Abschlussstatus bleibt dennoch nicht bestanden / für die Lehrabnahme gesperrt; beide Quoten sind ausdrücklich keine Freigabeschwellen.

Schritt D – Berichtsauszug:

Feld Synthetischer Eintrag
Objekt Nachrichtenmodell L-C, Revision R3
Planstand LP-C v2.3.1; B-01 v1.2; V-C v2.2
Ausgangsabweichung AD-C-R2 vorgefunden, benötigt AD-C-R3; Vorstart-Sperre
Korrektur dokumentierte Freigabe der Datenkorrektur nur für Offline-Simulation
Testergebnis B-01 G01–G04 bestanden; C-F01 bestanden; C-F02 nicht bestanden; C-F03 nicht ausgeführt
Quantitative Übersicht 7 geplant; 6 ausgeführt; 5 bestanden; 1 nicht bestanden; 1 nicht ausgeführt
Bewertung Lehrabnahme abgelehnt; Befund C-F02 an Review zurückgeben; Ursachenanalyse erforderlich
Grenzen Keine Aussage über reale Liebherr-Teile, Adapter, Software oder Betrieb

Schritt E – Verbesserungsauftrag: Prüfe in einem neuen, versionierten Lehrdatensatz die Soll-Zeichenkette und die Zuständigkeit der Rollen; lege eine Anforderungsreferenz zu C-F02 bei; aktualisiere nur nach nachvollziehbarem Review. Eine erneute Simulation ist ein neuer dokumentierter Lauf und darf den ursprünglichen negativen Befund nicht löschen.


Bewertungsraster für den Modellfall

Kriterium Volle Leistung Punkte
Richtige Identifizierung Objekt, Revision, Planmodule vollständig und korrekt genannt 15
Adapter- und Freigabegate Falsche AD-Revision erkannt und Start konsequent gesperrt 20
Testfallbewertung Soll/Ist sowie bestanden, nicht bestanden, nicht ausgeführt sauber getrennt 20
Rechenweg Geplante und ausgeführte Fälle korrekt gezählt, 85,7 % sachlich eingeordnet 15
Rückverfolgbarkeit Protokoll enthält Plan-/Objektversion, Befunde, Rolle und Änderung 15
Fachliche Entscheidung und Sicherheit Keine Freigabe bei Pflichtfehler; Grenzen des Lehrmodells benannt 15
Gesamt Unterrichtsbewertung, keine betriebliche Abnahme 100

Didaktische Auswertung: 90–100 Punkte = sehr sicher, 75–89 = weitgehend sicher, 60–74 = Übungsbedarf, unter 60 = gezielte Wiederholung. Diese Bereiche sind frei gewählte Unterrichtsraster, keinerlei Hersteller-, Norm- oder Sicherheitsgrenzwerte. Eine unzulässige Realmaschinenfreigabe ist unabhängig von errechneten Punkten immer ein schwerwiegender fachlicher Fehler.


Interaktive Aufgaben


Multiple-Choice-Quiz

Welche Aussage über das veröffentlichte QMT ist durch Liebherr belegt? (Das QMT verwendet modular anpassbare Prüfwagen und dokumentiert Prüfungen automatisch) (!Das QMT hat nachweislich die im Kurs gezeigte Benutzeroberfläche) (!Das QMT nutzt nachweislich die fiktiven Adaptercodes aus dem Kurs) (!Das QMT gibt Lernenden automatisch eine Maschinenbedienfreigabe)




Welche Prüfung gehört besonders gut in das gemeinsame Lehrgrundmodul? (Eindeutige Komponentenkennung prüfen) (!Spezifische Meldung eines einzelnen Bauteiltyps bewerten) (!Hydraulikfunktion eines bestimmten Krantyps bedienen) (!Variantenabhängige Sollzeichenkette als immer gültig übernehmen)




Was geschieht im Lehrmodell bei einer nicht passenden Adapterrevision? (Prüfung sperren und die Abweichung dokumentieren) (!Mit dem nächsten Testfall fortfahren) (!Die Adapterkennung stillschweigend ändern) (!Ein altes Ergebnis als Freigabe verwenden)




Was wird durch ein Variantenmodul abgebildet? (Komponentenspezifische Testfälle und Sollkriterien) (!Nur die für alle Objekte identischen Grundtests) (!Eine allgemeine Erlaubnis zum Arbeiten an Maschinen) (!Ein Ersatz für die aktuelle Anforderungsbeschreibung)




Welche Zahl ist bei drei Typen mit gemeinsam vier Grundtests und acht Spezialtests die Anzahl eindeutiger modularer Definitionen? (Zwölf) (!Zwanzig) (!Acht) (!Vier)




Was bedeutet der Zustand nicht ausgeführt? (Der vorgesehene Test wurde noch nicht beobachtbar durchgeführt) (!Der Test hat einen Fehler nachgewiesen) (!Der Test war auf jeden Fall erfolgreich) (!Der Prüfplan wurde automatisch freigegeben)




Welche Angaben ermöglichen Rückverfolgbarkeit am besten? (Objektkennung Planversion Testfallkennung Soll Ist und dokumentierte Entscheidung) (!Nur ein grünes Gesamtfeld) (!Nur der Name eines Kollegen) (!Nur die Uhrzeit ohne Objektangabe)




Was beschreibt die Rechnung sechs von acht Anforderungen mit Testfallbezug? (Fünfundsiebzig Prozent Anforderungsabdeckung) (!Fünfundsiebzig Prozent fehlerfreie Geräte) (!Fünfundsiebzig Prozent eingesparte Arbeitszeit) (!Hundert Prozent erteilte Betriebserlaubnis)




Welche Schlussfolgerung folgt im Modellfall aus einem fehlgeschlagenen Pflichtfall? (Die didaktische Abnahme bleibt negativ trotz guter Quoten) (!Die anderen bestandenen Tests erteilen eine Freigabe) (!Die fehlende Antwort wird automatisch als bestanden gezählt) (!Die fehlende Antwort beweist einen Defekt einer realen Maschine)




Wie dürfen die Videos zu NI TestStand in diesem Kurs verstanden werden? (Als allgemeine Beispiele der Testautomatisierung ohne QMT Nachweis) (!Als offizielle Dokumentation der Liebherr QMT Software) (!Als Bedienanweisung für reale Krane) (!Als Nachweis der hier fiktiv verwendeten Adapterkennungen)





Memory

Ordne die sechs unterschiedlichen Fachbegriffe ihren Bedeutungen zu.

Basismodul Gemeinsam definierte Prüfungen für alle zugelassenen Lehrvarianten
Variantenmodul Nur für einen bestimmten Lehrtyp geltende Testfälle
Adaptermatrix Versionierte Tabelle der zulässigen Zuordnungen
Revisionskennung Bezeichnet einen eindeutig bestimmten Änderungsstand
Sperrvermerk Dokumentiert eine nicht erfüllte Startvoraussetzung
Anforderungsbezug Verbindet den Testfall mit dem geforderten Verhalten





Drag-and-drop

Ordne jede didaktische Prüfhandlung der richtigen fachlichen Bedeutung zu.

Ordne die passenden Begriffe zu. Bedeutung im Lehrprüfplan
Identifikation Komponentenkarte und Revision eindeutig feststellen
Kompatibilitätskontrolle Adapter und Planstand gegen eine gültige Matrix abgleichen
Simulation Einen freigegebenen Offline-Testfall beobachten
Protokollierung Soll Ist Status und Version nachvollziehbar festhalten
Fachreview Abweichung beurteilen und die weitere Bearbeitung entscheiden





Kreuzworträtsel

Gesucht sind sechs Fachbegriffe; jedes Lösungswort ist ein einzelnes Wort.

Prüfplan Dokument mit Ziel Ablauf und Kriterien einer Prüfung
Adapter Eindeutig zuzuordnende Schnittstelle zwischen Testumgebung und Lehrkomponente
Revision Dokumentierter Änderungsstand eines Plans oder Modells
Freigabe Nach sachlicher Prüfung erteilte formale Zustimmung im zuständigen Rahmen
Grenzwert Vorab definierte Grenze eines messbaren Kriteriums
Rückverfolgung Möglichkeit den Befund zu seinem Ursprung zurückzuführen





LearningApps

Über diese Suchansicht findest du ergänzende Übungen zu modularen Prüfplänen. Es wird keine konkrete LearningApps-App-ID behauptet oder erfunden; prüfe die Eignung gefundener Ergebnisse fachlich.


Lückentext

Ergänze die Fachbegriffe aus dem Kurs.
Ein gemeinsamer Satz wiederverwendbarer Testdefinitionen heißt

. Komponentenspezifische Prüfungen werden in einem

gepflegt. Eine eindeutige Zuordnung von Prüfling und Schnittstelle steht in der

. Der dokumentierte Änderungsstand wird durch eine

gekennzeichnet. Ein nicht erfülltes Startkriterium führt zur

. Der Vergleich zwischen erwartetem und beobachtetem Ergebnis heißt

. Die Verbindung vom Testergebnis zur Anforderung unterstützt die

. Ein noch nicht durchgeführter Schritt erhält den Status

. Eine nach einer Änderung gezielt wiederholte Prüfung heißt

. Für eine reale Maschinenprüfung bleiben betriebliche

und qualifizierte Anleitung erforderlich.



Offene Aufgaben

Bearbeite alle Aufgaben mit erfundenen Daten oder einem vollständig spannungsfreien, beaufsichtigten Lehrmodell. Bei kreativen Produkten darfst du Diagramme, digitale Tabellen, Tonkommentare oder kurze Erklärvideos ohne Personen- oder Betriebsgeheimnisse nutzen.


Leicht

  1. Grundmodul skizzieren: Zeichne vier gemeinsame Testschritte einer fiktiven Prüfplanung und erläutere zu jedem Schritt eine notwendige Vorbedingung.
  2. Zuordnung üben: Erstelle aus der Kursmatrix eine Tabelle mit drei passenden und einer unpassenden Adapterkombination; begründe den Sperrfall.
  3. Statuskarten gestalten: Erstelle vier Karten für bestanden, nicht bestanden, gesperrt und nicht ausgeführt mit je einem selbst erdachten Beispiel.
  4. Beleg und Modell trennen: Formuliere drei durch die Liebherr-Quelle gestützte Sachverhalte und drei ausdrücklich fiktive Lehrannahmen.


Standard

  1. Variantenvergleich: Entwickle zwei Variantenmodule für fiktive Typen und markiere, welche Prüfungen aus einem gemeinsamen Grundmodul übernommen werden.
  2. Änderungsprotokoll: Simuliere eine neue Planrevision nach einer geänderten Anforderung und schreibe eine prüfbare Änderungsnotiz.
  3. Kennzahlen erklären: Berechne für neun Anforderungen mit sieben zugeordneten Testfällen die Anforderungsabdeckung und erkläre, weshalb das keine Erfolgsquote ist.
  4. Prüfbericht erstellen: Gestalte für ein negatives Offline-Testergebnis einen Bericht mit mindestens zehn eindeutig benannten Feldern.


Schwer

  1. Testarchitektur bewerten: Vergleiche drei vollständig ausgeschriebene Variantenpläne mit einer modularen Definition; berechne für eigene begründete Testzahlen den Definitionsaufwand und trenne ihn von Testausführungen.
  2. Fehlerbaum planen: Entwirf einen Entscheidungsbaum für falsch gewählten Adapter, nicht passenden Planstand, fehlende Simulationsbereitschaft und echten Lehrtestfehler.
  3. Regression ableiten: Ändere im fiktiven Grundmodul eine zentrale Auswertungsregel und leite begründet betroffene Spezialmodule sowie Wiederholungsprüfungen ab.
  4. Modellfall präsentieren: Präsentiere den vollständigen Kurs-Modellfall als kommentierte Übersicht mit Gate-Entscheidung, Protokoll, Kennzahlen, Sperrurteil und Verbesserungsauftrag.


Musterlösungen zu den zwölf offenen Aufgaben

  • L1: Vier prüfbare gemeinsame Schritte sind Objektidentität, Planrevision, Adapterzuordnung und Offline-Bereitschaft; jeder Schritt nennt den erforderlichen Datensatz als Vorbedingung.
  • L2: Die drei zulässigen Beispiele sind L-A/R2 mit AD-A-R2, L-B/R1 mit AD-B-R1 und L-C/R3 mit AD-C-R3; L-A/R2 mit AD-A-R1 ist wegen der falschen Revision gesperrt.
  • L3: Bestanden: Textantwort entspricht dem Soll. Nicht bestanden: abweichende Antwort. Gesperrt: Adapter nicht freigegeben. Nicht ausgeführt: Folgeprüfung nach Abbruch fehlt.
  • L4: Belegt sind die QMT-Eigenentwicklung, modulare Prüfwagen und automatische Dokumentation; Lehrannahmen sind B-01 v1.2, AD-C-R3 und die Zeichenkette QUITTUNG_OK.
  • S1: Beide Varianten verweisen auf dieselbe Grunddefinition B-01; beispielhaft ergänzt A drei und B zwei eigene Testfälle mit getrennt dokumentierten Sollwerten.
  • S2: Ein richtiger Eintrag nennt alte und neue Revision, geänderte Anforderung, Grund der Änderung, betroffene Tests, prüfende Rolle und Datum; die neue Revision bleibt bis zum Review nicht freigegeben.
  • S3: 7 / 9 × 100 ≈ 77,8 %; diese Kennzahl zählt Testbezüge und verrät weder, ob die Tests ausgeführt wurden, noch ob sie bestanden sind.
  • S4: Enthalten sein sollen mindestens Objekt, Revision, Planstand, Test-ID, Vorbedingung, Adapter, Soll, Ist, Status, Zeitpunkt, Rolle, Sperrgrund und Änderungsreferenz.
  • H1: Bei drei Varianten mit je vier Grundtests sowie drei, zwei und drei Spezialtests entstehen ohne Wiederverwendung 20 Definitionen, modular 12; weniger Definitionen bedeutet nicht weniger reale Testausführungen.
  • H2: Prüfung der Datenidentität vor Adaptermatrix, dann Revision, dann Offline-Bereitschaft und erst dann Soll-Ist-Test; jede nicht erfüllte Vorbedingung führt zur Sperre beziehungsweise dokumentierten Korrektur.
  • H3: Ist die Grundauswertungsregel gemeinsam genutzt, sind alle betroffenen Varianten mindestens auf die Wirkung der Änderung zu prüfen; Auswahl, Ergebnis und Begründung der Regression gehören in das Änderungsprotokoll.
  • H4: Vorprüfung sperrt wegen AD-C-R2; nach dokumentierter Datenkorrektur sind von sieben Fällen sechs ausgeführt und fünf bestanden, einer fehlgeschlagen und einer offen; Gesamturteil bleibt negativ.




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Lernkontrolle

  1. Begründete Abgrenzung: Warum reicht die korrekte Darstellung eines Anschlusses auf einem Foto nicht für eine Adapterfreigabe? Nenne Identität, Revisionsstand und verantwortliche Freigabe.
  2. Transfer auf neue Lehrkomponente: Eine zusätzliche Variante benötigt zwei eigene Tests. Beschreibe, wie sie an die vorhandenen Grundtests angebunden wird, ohne Prüfungen zu verlieren.
  3. Befundkritik: Ein Bericht zeigt sechs grüne Einträge, aber keine Planversion. Beurteile, ob er rückverfolgbar ist, und gib zwei Korrekturen an.
  4. Testzustände: Ordne den Fall „Adapter fehlt“, den Fall „Textantwort falsch“ und den Fall „Test wegen Sperre nicht gestartet“ verschiedenen Statuswerten zu und begründe.
  5. Rechen- und Entscheidungskompetenz: Berechne bei zwölf geplanten, neun durchgeführten, acht bestandenen und einem fehlgeschlagenen Test die Ausführungsquote; entscheide begründet über das Gesamturteil.
  6. Freigabeverfahren: Eine neue Lehrsoftware-Version ändert die Auswertelogik. Entwirf eine Folge von Review, Regression und Nachweis, ohne eine reale Maschinenfreigabe vorzutäuschen.


Lösungshinweise zur Lernkontrolle

  • Kontrolle 1: Fotos belegen keine Pinbelegung, keine Version und keinen Betriebsfreigabestatus; eine kontrollierte Zuordnung muss aus gültigen Vorgaben stammen.
  • Kontrolle 2: Eine neue Variantenkennung, eindeutige Adaptermatrix und zwei zusätzliche Testfälle referenzieren die bestehenden vier Grundfälle; alle werden pro Objekt ausgeführt.
  • Kontrolle 3: Nein; nachzutragen sind mindestens eindeutige Objekt-/Planversion und Testfallkennungen mit nachvollziehbarer Herkunft. Eine nachträgliche Änderung muss selbst dokumentiert werden.
  • Kontrolle 4: Fehlender Adapter bedeutet gesperrt; falsche beobachtete Textantwort bedeutet nicht bestanden; der wegen Sperre ausgelassene Test ist nicht ausgeführt.
  • Kontrolle 5: Ausführungsquote 9 / 12 × 100 = 75 %; acht bestandene Fälle kompensieren den einen fehlgeschlagenen Pflichtfall nicht.
  • Kontrolle 6: Änderungsanforderung erfassen, fachlich prüfen, Version vergeben, betroffene Tests bestimmen, im Offline-Modell erneut prüfen, Ergebnisse bewerten und dokumentierte Lehrfreigabe nur im zuständigen Rahmen erteilen.


Lernnachweis

Abzugeben sind vier verknüpfte, ausschließlich synthetische Lernprodukte: (1) ein Grund- und Variantenprüfplan mit mindestens zwei Lehrkomponenten, (2) eine versionierte Kompatibilitätsmatrix mit mindestens einem begründet gesperrten Paar, (3) ein vollständiger Offline-Prüfbericht mit mindestens einem negativen Befund und (4) eine maximal dreiminütige Reflexion als Text, Audio oder Video über Wiederverwendung, Sicherheit und Rückverfolgbarkeit. Die Lernprodukte sollen untereinander dieselben Prüf- und Versionskennungen verwenden.

Prüfbare Kompetenzen: Du kannst zwischen belegter QMT-Eigenschaft und erfundener Lehrarchitektur unterscheiden; du identifizierst Varianten zuverlässig; du dokumentierst Vorbedingungen, Soll/Ist und Zustände; du erklärst Kennzahlen anhand des Rechenwegs; du lässt eine negative Pflichtprüfung nicht in einer Durchschnittszahl verschwinden; du erkennst Grenzen deiner Fachzuständigkeit. Lehrkräfte bewerten insbesondere fachliche Begründung, reproduzierbare Dokumentation, Rollenklärung und verantwortliche Sperrentscheidung.

Selbstkontrolle vor Abgabe: Ist die Quellenlage kenntlich? Sind alle Lehrdaten als fiktiv beschriftet? Gibt es eine eindeutige Plan- und Adapterversion? Liegen alle Testfälle als konkrete Bedingungen und Ergebnisse vor? Ist jedes nicht ausgeführte Element erkennbar? Wurden Rechte für Medien nachgewiesen? Ist der Gesamtentscheid mit Einzelbefunden vereinbar?


OER und Wikipedia

Quellenstand: Oktober 2026. Die folgenden Belege wurden nach Titel, Thema beziehungsweise Lizenz auf den angegebenen öffentlichen Seiten geprüft. Sie beschreiben unterschiedliche Systeme und allgemeine Prinzipien; nur die Liebherr-Quelle macht Aussagen zum realen QMT in Ehingen.

Deutscher Wikipedia-Artikel als ergänzende Quelle, nicht als QMT-Dokumentation:


Medienquellen und Rechte

Die folgenden Dateinamen wurden auf den zugehörigen Wikimedia-Commons-Dateiseiten kontrolliert. Die Bilder zeigen allgemeine Elektronik und Prüfkonzepte, kein QMT von Liebherr. Bei CC BY-SA sind Urheber, Lizenz und Lizenzlink für die konkrete Datei zu beachten; es wurden hier keine geschützten Herstellerbilder kopiert.

Eingebettete Datei Geprüfte Quelldatei Urheber Lizenz / Nachweis
File:Electronics Test Fixture.jpg Commons: Test Fixture Davidbatet CC BY-SA 3.0
File:Functional Test Fixture for electroncis.jpg Commons: Functional Test Fixture Davidbatet CC BY-SA 3.0
File:Wiring harness.jpg Commons: Wiring harness JackApplegarth CC BY-SA 4.0
File:Canbus levels.svg Commons: CAN levels Plupp CC BY-SA 3.0
File:Printed circuit board.jpg Commons: PCB Cjp24 CC BY-SA 3.0
File:Handheld DMM.svg Commons: Handheld DMM Inductiveload Gemeinfrei laut Commons-Angabe

Videos, geprüft anhand öffentlich gelisteter YouTube-Videodatensätze:

Video und Quellnachweis Anbieter Inhalt Rechtehinweis
Automating Test Sequences with TestStand NI Apps, veröffentlicht 08.07.2024 Allgemeiner Aufbau automatisierter Testsequenzen Rechte beim Anbieter; eingebettet über YouTube, keine freie OER-Lizenz behauptet
Automate a Sequence of Tests with LabVIEW and TestStand NI Apps, veröffentlicht 02.04.2024 Testfolgen aus Testmodulen Rechte beim Anbieter; eingebettet über YouTube, keine freie OER-Lizenz behauptet

Die selbst erstellten Tabellen, Prozessdarstellungen, Aufgaben und der Modellfall dieses Kurses sind eigenständige Lehrmaterialien mit fiktiven Daten. Bei externer Weiterverwendung beachte die Rechte des jeweiligen Kursbeitrags und aller getrennt ausgewiesenen Medien.


Verknüpfte Lernbereiche

Bildungsnetz: Die fachliche Verbindung zwischen Liebherr-Maschinen und Ausbildung sowie den drei Ausbildungsberufen ist eine redaktionelle Lernempfehlung. Schulische Jahresfolge und betriebliche Umsetzung sind individuell abzustimmen. Die verlinkten Grundlagen erleichtern den Transfer, ersetzen aber weder Lehrplanabgleich noch Unterweisung.


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