D9 G - Wortarten, Nomen und Wortbildung

D9 G - Wortarten, Nomen und Wortbildung
Einleitung
D9 G - Wortarten, Nomen und Wortbildung ist ein aiMOOC für die 9. Klasse auf G-Niveau. Du sicherst zuerst wichtige Wortarten. Danach arbeitest Du besonders genau mit Nomen und wiederholst Genus, Numerus und Kasus. Anschließend lernst Du, wie neue Wörter durch Zusammensetzungen entstehen und wie Du die Bedeutung langer zusammengesetzter Nomen erschließen kannst.
Wortarten helfen Dir, Wörter nach ihren Eigenschaften zu ordnen. Diese Ordnung ist wichtig für Grammatik, Rechtschreibung, Satzbau und Textverständnis. Besonders Nomen verändern ihre Form oder ihre Begleiter je nach Zahl und Fall. Bei zusammengesetzten Nomen hilft Dir außerdem eine einfache Grundregel: Das letzte Glied ist das Grundwort. Es bestimmt bei Nomen in der Regel das grammatische Geschlecht und zeigt, um welche Art von Sache es sich handelt.

Die Grafik zeigt einen Teil des Wortartensystems: Einige Wortarten sind unflektierbar, sie werden also nicht gebeugt. Andere Wortarten können ihre Form verändern.
Lernziele
Nach diesem aiMOOC kannst Du zentrale Wortarten in einfachen und mittelschweren Sätzen bestimmen. Du kannst Nomen erkennen und ihre Merkmale Genus, Numerus und Kasus sicher benennen. Du kannst außerdem zusammengesetzte Wörter in Bestandteile zerlegen, Bestimmungswort und Grundwort unterscheiden und die Bedeutung einer Zusammensetzung verständlich erklären.
Wortarten sicher erkennen
Eine Wortart ist eine Gruppe von Wörtern mit ähnlichen grammatischen Eigenschaften. Im Deutschunterricht werden häufig folgende Wortarten unterschieden:
| Wortart | Beispiel | Woran kannst Du sie oft erkennen? |
|---|---|---|
| Nomen | Schule, Mut, Freundschaft | bezeichnet Personen, Tiere, Dinge, Begriffe oder Zustände; wird großgeschrieben |
| Verb | lernen, rennen, sein | kann konjugiert werden: ich lerne, du lernst |
| Adjektiv | schnell, freundlich, schwierig | beschreibt Eigenschaften und kann oft gesteigert werden |
| Artikel | der, die, das, ein, eine | begleitet häufig ein Nomen |
| Pronomen | ich, du, er, sie, mein, dieser | steht für ein Nomen oder begleitet es |
| Adverb | heute, dort, deshalb | bezeichnet zum Beispiel Zeit, Ort oder Grund; bleibt meist unverändert |
| Präposition | mit, für, wegen, auf | stellt Beziehungen her und verlangt häufig einen bestimmten Kasus |
| Konjunktion | und, aber, weil, obwohl | verbindet Wörter, Wortgruppen oder Sätze |
| Interjektion | oh, hey, aua | drückt oft Gefühle, Reaktionen oder Laute aus |
| Numerale | zwei, hundert, dritte | bezeichnet Anzahl oder Reihenfolge |
Nicht jede Grammatik ordnet alle Randfälle genau gleich ein. Für den Schulunterricht ist vor allem wichtig, dass Du Wörter nicht nur nach ihrer Bedeutung, sondern auch nach ihrer Form und ihrer Funktion im Satz untersuchst.

Die historische Buchseite zeigt, dass Wortarten schon lange systematisch beschrieben werden. Die Fachbegriffe und Einteilungen haben sich im Laufe der Zeit weiterentwickelt.
Beispiel: Wortarten im Satz
Untersuche den Satz: Die neugierige Schülerin liest heute einen spannenden Artikel.
| Wort | Wortart | Begründung |
|---|---|---|
| Die | Artikel | begleitet das Nomen Schülerin |
| neugierige | Adjektiv | beschreibt die Schülerin |
| Schülerin | Nomen | bezeichnet eine Person und wird großgeschrieben |
| liest | Verb | ist eine gebeugte Form von lesen |
| heute | Adverb | gibt eine Zeit an und verändert seine Form nicht |
| einen | Artikel | begleitet das Nomen Artikel |
| spannenden | Adjektiv | beschreibt den Artikel |
| Artikel | Nomen | bezeichnet hier einen Text |
Mini-Check: Wortarten
| Ordne die Wortart zu. | Wort aus dem Satz |
|---|---|
| Nomen | Fahrrad |
| Verb | fährt |
| Adjektiv | schnell |
| Präposition | durch |
| Konjunktion | weil |
Nomen erkennen
Nomen werden auch Substantive genannt. Sie können Menschen, Tiere, Pflanzen, Dinge, Stoffe, Orte, Gefühle, Vorgänge, Zustände oder abstrakte Begriffe bezeichnen.
Beispiele sind Lehrerin, Hund, Baum, Tisch, Wasser, Berlin, Freude, Bewegung und Gerechtigkeit.
Nomen werden im Deutschen großgeschrieben. Häufig können sie mit einem Artikel verbunden werden: der Tisch, die Idee, das Gespräch. Nicht jedes Nomen steht im Satz tatsächlich mit einem Artikel. Trotzdem kann die Artikelprobe oft beim Erkennen helfen.
Auch Wörter anderer Wortarten können substantiviert werden: das Essen, das Gute, beim Lesen. In diesen Fällen werden sie wie Nomen gebraucht und großgeschrieben.
Genus: das grammatische Geschlecht
Jedes Nomen hat im Deutschen ein grammatisches Geschlecht, das Genus. Es gibt drei Genera:
| Genus | Bestimmter Artikel im Nominativ Singular | Beispiel |
|---|---|---|
| Maskulinum | der | der Ball |
| Femininum | die | die Tasche |
| Neutrum | das | das Fenster |
Das Genus gehört zum Nomen und sollte beim Lernen eines neuen Wortes am besten gleich mitgelernt werden. Das grammatische Geschlecht entspricht nicht automatisch dem natürlichen Geschlecht. Zum Beispiel ist das Mädchen grammatisch ein Neutrum.
Bestimmte Wortendungen geben häufig Hinweise. Nomen auf -ung, -heit, -keit und -schaft sind zum Beispiel in der Regel feminin: die Zeitung, die Freiheit, die Möglichkeit, die Freundschaft. Verkleinerungsformen auf -chen sind Neutra: das Häuschen, das Mädchen.

Die Übersicht verdeutlicht, dass sich die Formen der bestimmten Artikel mit Genus und Kasus verändern.
Mini-Check: Genus
| Genus | Nomen |
|---|---|
| Maskulinum | der Unterricht |
| Femininum | die Prüfung |
| Neutrum | das Ergebnis |
| Femininum | die Freundlichkeit |
| Neutrum | das Büchlein |
Numerus: Singular und Plural
Der Numerus zeigt an, ob ein Nomen in der Einzahl oder Mehrzahl steht.
Singular bedeutet Einzahl: der Schüler, die Aufgabe, das Heft.
Plural bedeutet Mehrzahl: die Schüler, die Aufgaben, die Hefte.
Im Deutschen gibt es verschiedene Arten der Pluralbildung. Deshalb solltest Du den Plural eines neuen Nomens möglichst mitlernen. Häufige Pluralendungen sind -e, -er, -en, -n und -s. Manchmal verändert sich zusätzlich ein Vokal durch Umlaut: der Ball – die Bälle, das Buch – die Bücher.
Es gibt auch Nomen, die überwiegend nur im Singular vorkommen, zum Beispiel der Frieden, und Nomen, die typischerweise nur im Plural vorkommen, zum Beispiel die Eltern.
Kasus: die vier Fälle
Der Kasus zeigt, welche grammatische Rolle eine Nomengruppe im Satz erfüllt. Im Deutschen gibt es vier Fälle.
| Kasus | Frageprobe | Typische Funktion | Beispiel |
|---|---|---|---|
| Nominativ | Wer oder was? | häufig Subjekt | Der Hund schläft. |
| Genitiv | Wessen? | häufig Zugehörigkeit oder Attribut | Das Spielzeug des Hundes ist neu. |
| Dativ | Wem? | häufig Dativobjekt | Ich gebe dem Hund Wasser. |
| Akkusativ | Wen oder was? | häufig Akkusativobjekt | Ich sehe den Hund. |
Die Frageprobe hilft oft, aber sie ist nicht die einzige Möglichkeit. Auch Verben und Präpositionen können einen bestimmten Kasus verlangen. Deshalb solltest Du immer den ganzen Satz betrachten.
Ein Beispiel mit mehreren Fällen:
Die Schülerin gibt dem Lehrer den Ordner ihres Bruders.
| Nomengruppe | Kasus | Erklärung |
|---|---|---|
| Die Schülerin | Nominativ | Wer gibt? |
| dem Lehrer | Dativ | Wem gibt sie etwas? |
| den Ordner | Akkusativ | Was gibt sie? |
| ihres Bruders | Genitiv | Wessen Ordner? |
Mini-Check: Kasusdetektiv
| Kasus | Markierte Nomengruppe |
|---|---|
| Nominativ | Der Bus kommt pünktlich. |
| Akkusativ | Mia verpasst den Bus. |
| Dativ | Sie schreibt ihrer Freundin. |
| Genitiv | Die Farbe des Busses ist auffällig. |
Nomen verändern sich im Satz
Bei Nomen wirken Genus, Numerus und Kasus zusammen. Besonders deutlich siehst Du das häufig am Artikel.
Beispiel mit der Hund:
| Kasus | Singular | Plural |
|---|---|---|
| Nominativ | der Hund | die Hunde |
| Genitiv | des Hundes | der Hunde |
| Dativ | dem Hund | den Hunden |
| Akkusativ | den Hund | die Hunde |
Der Wortstamm des Nomens bleibt oft erkennbar, aber Artikel und Endungen können sich verändern. Im Dativ Plural steht bei vielen Nomen zusätzlich ein -n: mit den Kindern, bei den Freunden, von den Hunden.

Wortbildung
Durch Wortbildung entstehen neue Wörter. Wichtige Möglichkeiten sind unter anderem Zusammensetzung, Ableitung und Konversion. In diesem aiMOOC liegt der Schwerpunkt auf der Zusammensetzung, weil sie im Deutschen besonders produktiv und für das Verstehen langer Wörter sehr nützlich ist.
Bei einer Ableitung wird zum Beispiel ein Wortstamm mit einem Wortbildungselement verbunden: frei → Freiheit, freundlich → Freundlichkeit. Bei einer Konversion wechselt ein Ausdruck seine Wortart ohne sichtbares Ableitungselement, zum Beispiel essen → das Essen.
Zusammensetzungen: Wörter aus Bausteinen
Eine Zusammensetzung entsteht, wenn Wortstämme oder Wörter zu einem neuen Wort verbunden werden. Das Ergebnis nennt man Kompositum.
Beispiele:
Schule + Hof → Schulhof
Sonne + Brille → Sonnenbrille
fahren + Karte → Fahrkarte
rot + Kohl → Rotkohl
Bei einem zusammengesetzten Nomen kannst Du meistens zwei wichtige Teile unterscheiden:
Bestimmungswort + Grundwort
Das Bestimmungswort steht links und grenzt die Bedeutung ein. Das Grundwort steht rechts und bestimmt die Grundbedeutung.
Beispiel: Schulhof
Schul- sagt, um welche Art von Hof es geht.
-hof sagt, dass das gesamte Wort eine Art Hof bezeichnet.
Deshalb bedeutet Schulhof ungefähr: ein Hof, der zu einer Schule gehört.
Die Rechtsregel: Das Grundwort steht rechts
Bei deutschen Nomenkomposita ist das rechte Glied besonders wichtig. Es bestimmt in typischen Fällen das Genus und die grammatischen Eigenschaften des gesamten Nomens.
| Zusammensetzung | Grundwort | Genus des Grundworts | Genus des Kompositums |
|---|---|---|---|
| die Schule + der Hof = der Schulhof | Hof | maskulin | maskulin |
| das Haus + die Tür = die Haustür | Tür | feminin | feminin |
| die Sonne + das Licht = das Sonnenlicht | Licht | neutrum | neutrum |
| der Sport + die Halle = die Sporthalle | Halle | feminin | feminin |
Wenn Du bei einem langen zusammengesetzten Nomen den Artikel bestimmen willst, schaust Du zuerst auf das letzte Glied.
Zusammensetzungen von rechts nach links verstehen
Lange Wörter wirken oft schwierig, werden aber leichter, wenn Du sie von rechts nach links zerlegst.
Beispiel: Schulbusfahrplan
- Das Grundwort ist Plan. Es geht also um eine Art Plan.
- Fahrplan ist ein Plan für Fahrten.
- Busfahrplan ist ein Fahrplan für Busse.
- Schulbusfahrplan ist ein Fahrplan für einen Schulbus.
So kannst Du auch unbekannte Wörter erschließen.
Beispiel: Jugendfußballturnier
Das Grundwort Turnier zeigt, dass es um eine Art Turnier geht. Fußballturnier nennt die Sportart. Jugendfußballturnier grenzt zusätzlich die beteiligte Altersgruppe ein.
Bedeutungsbeziehungen in Komposita
Zwischen Bestimmungswort und Grundwort können unterschiedliche Bedeutungsbeziehungen bestehen.
| Kompositum | Mögliche Bedeutungsbeziehung | Umschreibung |
|---|---|---|
| Apfelsaft | Material oder Inhalt | Saft aus Äpfeln |
| Kinderbuch | Zielgruppe | Buch für Kinder |
| Haustür | Zugehörigkeit | Tür eines Hauses |
| Küchentisch | Ort | Tisch für die Küche |
| Winterjacke | Zeit oder Verwendung | Jacke für den Winter |
| Holzstuhl | Material | Stuhl aus Holz |
Die genaue Bedeutung ergibt sich nicht nur aus der Grammatik, sondern auch aus unserem Weltwissen. Ein Löwenzahn ist zum Beispiel nicht einfach ein Zahn eines Löwen, sondern der Name einer Pflanze. Manche Zusammensetzungen haben also eine feste, lexikalisierte Bedeutung.
Fugenelemente
Zwischen den Teilen einer Zusammensetzung kann ein Fugenelement stehen. Häufig sind zum Beispiel -s-, -n-, -en- oder -er-.
Beispiele sind Geburtstagskuchen, Sonnenbrille, Heldentat und Kinderzimmer.
Das Fugenelement hat meist keine eigene Wortbedeutung. Es verbindet die Bestandteile. Welche Form verwendet wird, lässt sich nicht immer durch eine einfache Regel vorhersagen. Deshalb hilft es, häufige Wörter als Ganzes kennenzulernen.
Zusammenschreibung und Bindestrich
Viele deutsche Zusammensetzungen werden zusammengeschrieben: Fußballplatz, Schulgebäude, Wasserflasche.
Ein Bindestrich kann bei schwer lesbaren oder besonderen Verbindungen die Gliederung verdeutlichen. Bei Verbindungen mit Ziffern und Einzelbuchstaben ist er häufig nötig, zum Beispiel 3-Zimmer-Wohnung oder U-Bahn-Station.

Die historische Grammatikseite zeigt bereits Beispiele für zusammengesetzte Wörter und die Unterscheidung ihrer Bestandteile.
Mini-Check: Komposita zerlegen
| Bestimmungswort | Grundwort |
|---|---|
| Schule | Tasche |
| Regen | Jacke |
| Computer | Spiel |
| Sommer | Ferien |
| Klasse | Zimmer |
Strategien für Klassenarbeiten
Wenn Du Wortarten bestimmen sollst, untersuche zuerst, ob das Wort gebeugt werden kann und welche Aufgabe es im Satz übernimmt. Bei Nomen prüfst Du anschließend Artikel, Großschreibung und typische Nomeneigenschaften.
Wenn Du Genus, Numerus und Kasus bestimmen sollst, gehe in dieser Reihenfolge vor: Bestimme zuerst das Nomen mit seinem Begleiter. Prüfe dann Singular oder Plural. Ermittle anschließend den Fall über Satzfunktion, Frageprobe und gegebenenfalls die regierende Präposition oder das Verb.
Wenn Du ein langes Kompositum verstehen sollst, beginne rechts beim Grundwort. Frage dann: Welche Art von Grundwort ist gemeint? Arbeite Dich Schritt für Schritt nach links.
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Welche Wortart ist Schule? (Nomen) (!Verb) (!Adverb) (!Konjunktion)
Welches Merkmal bezeichnet das grammatische Geschlecht eines Nomens? (Genus) (!Numerus) (!Kasus) (!Tempus)
Welches Wort steht im Plural? (Hefte) (!Heft) (!Tisch) (!Fensterbrett)
Welcher Kasus antwortet typischerweise auf die Frage Wem? (Dativ) (!Nominativ) (!Genitiv) (!Akkusativ)
Welcher Kasus steht in der Wortgruppe den Ball im Satz Ich sehe den Ball? (Akkusativ) (!Nominativ) (!Genitiv) (!Dativ)
Welches Wort ist ein Adjektiv? (freundlich) (!Freund) (!freundet) (!und)
Was ist in dem Wort Haustür das Grundwort? (Tür) (!Haus) (!Haust) (!Hau)
Welches Genus hat das Kompositum Sonnenlicht? (Neutrum) (!Maskulinum) (!Femininum) (!Plural)
Welche Bedeutung passt am besten zu Kinderbuch? (Buch für Kinder) (!Kind aus einem Buch) (!Buch aus Kindern) (!Haus mit Büchern)
Wie erschließt Du ein langes Nomenkompositum am sinnvollsten? (Vom Grundwort rechts ausgehend) (!Nur nach der Wortlänge) (!Nur über den ersten Buchstaben) (!Indem Du alle Artikel weglässt)
Memory
| Nomen | großgeschriebene Wortart für Dinge und Begriffe |
| Genus | grammatisches Geschlecht |
| Numerus | Singular oder Plural |
| Kasus | grammatischer Fall |
| Nominativ | Wer-oder-was-Fall |
| Dativ | Wem-Fall |
| Bestimmungswort | linkes bedeutungseingrenzendes Glied |
| Grundwort | rechtes bedeutungstragendes Glied |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Bedeutung |
|---|---|
| Maskulinum | grammatisches Geschlecht mit der im Nominativ Singular |
| Femininum | grammatisches Geschlecht mit die im Nominativ Singular |
| Neutrum | grammatisches Geschlecht mit das im Nominativ Singular |
| Singular | Einzahl |
| Plural | Mehrzahl |
| Bestimmungswort | grenzt die Bedeutung eines Kompositums ein |
| Grundwort | bestimmt die Grundbedeutung eines Kompositums |
Kreuzworträtsel
| Nomen | Welche Wortart wird im Deutschen großgeschrieben und bezeichnet zum Beispiel Dinge oder Begriffe? |
| Genus | Wie heißt das grammatische Geschlecht eines Nomens? |
| Plural | Wie lautet der Fachbegriff für die Mehrzahl? |
| Dativ | Welcher Fall wird oft mit Wem erfragt? |
| Grundwort | Wie heißt das rechte Glied eines typischen Nomenkompositums? |
| Kompositum | Wie heißt ein Wort, das durch Zusammensetzung entstanden ist? |
LearningApps
Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- Wortarten-Suche: Wähle einen kurzen Zeitungsabschnitt mit etwa fünf Sätzen. Markiere alle Nomen, Verben und Adjektive in drei verschiedenen Kennzeichnungen und begründe bei sechs Wörtern Deine Entscheidung.
- Nomen-Steckbrief: Erstelle für acht Nomen je einen Steckbrief mit Artikel, Genus, Singular und Plural.
- Kasus-Detektiv: Schreibe vier eigene Sätze, in denen dasselbe Nomen einmal im Nominativ, Genitiv, Dativ und Akkusativ vorkommt. Unterstreiche jeweils die Nomengruppe.
- Komposita-Sammlung: Sammle zehn zusammengesetzte Nomen aus Deinem Alltag und trenne jeweils Bestimmungswort und Grundwort.
Standard
- Wortarten im Alltag: Fotografiere oder notiere fünf kurze Texte von Schildern, Verpackungen oder Aushängen. Untersuche darin mindestens vier verschiedene Wortarten.
- Kasus-Erklärkarte: Gestalte eine Lernkarte zu den vier Fällen mit eigenen Beispielsätzen. Erkläre zusätzlich, warum die Frageprobe hilfreich, aber nicht immer ausreichend ist.
- Wortbildungswerkstatt: Bilde aus den Grundwörtern Schule, Haus, Spiel und Zeit jeweils mindestens drei sinnvolle Komposita. Erkläre, wie sich die Bedeutung durch unterschiedliche Bestimmungswörter verändert.
- Bedeutungscheck: Untersuche fünf Komposita wie Kinderbuch, Holzstuhl oder Winterjacke. Formuliere jeweils eine Umschreibung der Beziehung zwischen den Bestandteilen.
Schwer
- Mehrdeutige Zusammensetzungen: Suche drei Komposita, deren Bedeutung ohne Kontext mehrdeutig sein kann. Erkläre mindestens zwei mögliche Deutungen und formuliere passende Beispielsätze.
- Sprachvergleich Wortbildung: Vergleiche fünf deutsche Zusammensetzungen mit entsprechenden Ausdrücken in einer anderen Sprache, die Du kennst. Beschreibe Unterschiede bei Wortstellung und Schreibung.
- Erklärvideo Grammatik: Plane und produziere ein zwei- bis dreiminütiges Erklärvideo, in dem Du Genus, Numerus und Kasus an einem selbst gewählten Nomen erklärst und anschließend ein Kompositum zerlegst.
- Mini-Unterricht: Entwickle eine fünfminütige Lernaktivität für Deine Klasse, in der Mitschülerinnen und Mitschüler ein langes Kompositum von rechts nach links erschließen und seine Bedeutung erklären.


Lernkontrolle
- Wortarten im Kontext: Analysiere den Satz „Die aufmerksame Schülerin erklärt ihrem jüngeren Bruder geduldig die schwierige Aufgabe.“ Bestimme die Wortarten der hervorgehobenen Kernwörter und erkläre, welche Hinweise Dir bei der Entscheidung helfen.
- Kasus und Satzfunktion: Formuliere aus den Wortgruppen die Lehrerin, der Schüler und das Buch zwei verschiedene Sätze, sodass sich die Kasusrollen verändern. Erkläre, wie die Bedeutung durch die neue Satzstruktur verändert wird.
- Fehlerdiagnose Nomen: Ein Lernender schreibt: „Ich helfe den Schüler und sehe dem Lehrer.“ Erkläre die Kasusfehler und verbessere die Sätze. Begründe Deine Korrekturen.
- Kompositum erschließen: Erkläre ohne Wörterbuch die mögliche Bedeutung von „Schulbibliotheksausweis“. Zerlege das Wort schrittweise und begründe, welches Glied Genus und Grundbedeutung bestimmt.
- Bedeutung vergleichen: Vergleiche die Wörter „Holztisch“, „Küchentisch“ und „Schreibtisch“. Erkläre, welche unterschiedlichen Beziehungen zwischen Bestimmungswort und Grundwort vorliegen.
- Transfer Wortbildung: Erfinde zwei verständliche neue Komposita für Gegenstände oder Situationen aus dem Schulalltag. Begründe, warum andere Personen die Bedeutung wahrscheinlich erschließen können.
Lernnachweis
Für einen Lernnachweis zu diesem Thema ist wichtig, dass Du zentrale Wortarten nicht nur auswendig nennen, sondern in Sätzen begründet bestimmen kannst. Du solltest Nomen sicher erkennen und Großschreibung sowie typische Begleiter beachten.
Du solltest bei einem Nomen Genus, Numerus und Kasus bestimmen können. Dabei musst Du zeigen, dass Du die vier Fälle in Satzkontexten unterscheiden und Artikel- oder Endungsformen richtig deuten kannst.
Außerdem solltest Du zusammengesetzte Nomen in Bestimmungswort und Grundwort zerlegen können. Du solltest erklären können, warum das rechte Glied für Genus und Grundbedeutung besonders wichtig ist, und Du solltest unterschiedliche Bedeutungsbeziehungen zwischen den Bestandteilen verständlich umschreiben können.
Ein guter Lernnachweis zeigt auch Transfer: Du kannst unbekannte oder lange Komposita erschließen, eigene Beispiele bilden und grammatische Entscheidungen begründen.
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