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Buch - Perikles - Shakespeare, William

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Deutsche Übersetzung · Lesefassung

Perikles

Shakespeare, William

Perikles von Shakespeare, William. Volltext der angegebenen historischen deutschen Übersetzung.

DramaKlasse 9–10 · 11–136 Abschnitte
Historische Illustration zu Perikles
Historische Illustration zu „Perikles“ — Werkbezogene Bildquelle; keine belegte Zuordnung zu der hier angezeigten einzelnen Textstelle. · Artuš Scheiner · Public domain Bildquelle ↗

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Deutsche Übersetzung: Ludwig Tieck

Hinweise für den Unterricht
  • Historische Sprache und zeitgebundene Wertvorstellungen gemeinsam einordnen. Klassenangaben sind redaktionelle Orientierung.

Behutsam angepasste Schreibweise nach einer begrenzten Wortliste. Mehrdeutige Formen, erfasste Namen, Sprechernamen, Bühnenanweisungen, Überschriften und Anmerkungen bleiben unverändert. Keine vollständige redaktionelle Überarbeitung nach heutiger Rechtschreibung. Für wortgetreue Quellenzitate die Quellfassung wählen.

Deutsch · Abschnitt 2 von 6

Erster Akt

1
Erste Szene
Vorlage S. 302
2
Gower tritt auf als Vorredner.
Vorlage S. 302
3
GOWER.
Vorlage S. 302
4
Zu singen, was Vorzeit vernahm,
Vorlage S. 302
5
Vom Tode der alte Gower kam,
Vorlage S. 302
6
Nahm an menschlich Gebrechlichkeit,
Vorlage S. 302
7
Dass er Euch Aug' und Ohr erfreut;
Vorlage S. 302
8
Dies sang man wohl bei Festgelag,
Vorlage S. 302
9
Quatember und auch Feiertag,
Vorlage S. 302
10
In alten Tagen Mann und Weib
Vorlage S. 302
11
Las dieses auch zum Zeitvertreib;
Vorlage S. 302
12
Vor Hochgemüt flieht so Bekümmernus,
Vorlage S. 302
13
Et bonum quo antiquius eo melius.
Vorlage S. 302
14
Kann Euch, geboren in spätern Tagen,
Vorlage S. 302
15
Bei reiferm Witz mein Reim behagen,
Vorlage S. 302
16
Kann, was ein alter Mann mag singen,
Vorlage S. 302
17
Vergnügen, wie Ihr's wünschet, bringen,
Vorlage S. 302
18
Wünscht' ich mir Leben, dass ich's fein
Vorlage S. 302
19
Verbraucht' um Euch wie Kerzenschein. –
Vorlage S. 302
20
Antiochus, der Große, diese Stadt
Vorlage S. 302
21
Zum Hauptsitz sich erbauet hat,
Vorlage S. 302
22
Die schönst' im ganzen Syrer-Land
Vorlage S. 302
23
(Wie ich es in den Büchern fand).
Vorlage S. 302
24
Der König nahm ein Weib fürwahr,
Vorlage S. 302
25
Sie starb, ein Töchterlein gebar,
Vorlage S. 302
26
Ganz lustsam, schön und rot und weiß,
Vorlage S. 302
27
Geschmückt von Gott mit allem Fleiß.
Vorlage S. 302
28
Davon der Vater ward gerührt,
Vorlage S. 302
29
Und zur Blutschande sie verführt.
Vorlage S. 302
30
Schlimm Kind, und bös'rer Vater, eigen Blut
Vorlage S. 302
31
Zu reizen, dass es also übel tut!
Vorlage S. 303
32
Gewohnheit bald sie dahin bracht,
Vorlage S. 303
33
Dass es nicht Sünde ward geacht't.
Vorlage S. 303
34
Mit Schönheit zog das sünd'ge Weib
Vorlage S. 303
35
Dahin wohl manches Fürsten Leib,
Vorlage S. 303
36
Der sie erwählt zum Bettgenoß
Vorlage S. 303
37
Und zu der Eh'lust Spielgenoß;
Vorlage S. 303
38
D'rum ließ er ein Gesetz nun walten,
Vorlage S. 303
39
Zu schrecken, sie für sich zu halten,
Vorlage S. 303
40
Dass, wer nicht, der sie gehrt zum Weib,
Vorlage S. 303
41
Sein Rätsel riet, verlör' den Leib.
Vorlage S. 303
42
Um sie manch Held gab auf sein Leben,
Vorlage S. 303
43
Wie dort die Häupter Zeugnis geben:
Vorlage S. 303
44
Was noch erfolgt, soll Euch vor Augen leben,
Vorlage S. 303
45
Die können dann am besten Zeugnis geben.
Vorlage S. 303
46
Geht ab.
Vorlage S. 303
47
Zweite Szene
Vorlage S. 303
48
Antiochus, Fürst Perikles und Gefolge.
Vorlage S. 303
49
ANTIOCHUS.
Vorlage S. 303
50
Von Tyrus junger Prinz, du kennst nun ganz
Vorlage S. 303
51
Wie hochgefährlich sei, was du beginnst.
Vorlage S. 303
52
PERIKLES.
Vorlage S. 303
53
Antiochus, mich führt ein solcher Geist,
Vorlage S. 303
54
Von ihrer Schönheit hohem Ruhm entzündet,
Vorlage S. 303
55
Dass Tod mich nicht im Wagestück entsetzt.
Vorlage S. 303
56
ANTIOCHUS.
Vorlage S. 303
57
Musik führ' unsre Tochter her, im Brautgewand,
Vorlage S. 303
58
Geschmückt wie für des hohen Jovis Bett;
Vorlage S. 303
59
Als sie empfangen, bis Lucina herrschte,
Vorlage S. 303
60
Gab ihr Natur die Mitgift, sie zu zieren,
Vorlage S. 303
61
Dass jeglicher Planet zu Rate saß,
Vorlage S. 303
62
Die höchste Trefflichkeit in ihr zu wirken.
Vorlage S. 303
63
Die Tochter des Antiochus kommt.
Vorlage S. 303
64
PERIKLES.
Vorlage S. 303
65
Sie kömmt, wie Frühlingsglanz, die Königin,
Vorlage S. 303
66
Von aller Anmut, ihrem hohen Sinn
Vorlage S. 303
67
Dient jeder Preis, der Menschen herrlich macht:
Vorlage S. 303
68
Im Angesicht, dem Buch der Schönheit, liest
Vorlage S. 303
69
Man nur die feinste Lust, als sei von dort
Vorlage S. 303
70
Der Gram vertilgt auf immer, mürrisch Zürnen
Vorlage S. 304
71
Auf ewig unbekannt dem heitern Blick.
Vorlage S. 304
72
Götter, die ihr in Liebe herrscht, mich schuft,
Vorlage S. 304
73
Die ihr in meiner Brust Begier entzündet,
Vorlage S. 304
74
Die Frucht von jenem Himmelsbaum zu kosten,
Vorlage S. 304
75
Zu sterben im Mißlingen, seid behülflich,
Vorlage S. 304
76
Wie ich als Sohn und Diener euch gehorche,
Vorlage S. 304
77
So schrankenlose Wonne zu umfassen.
Vorlage S. 304
78
ANTIOCHUS.
Vorlage S. 304
79
Fürst Perikles –
Vorlage S. 304
80
PERIKLES.
Vorlage S. 304
81
Der Sohn sein will Antiochus dem Großen.
Vorlage S. 304
82
ANTIOCHUS.
Vorlage S. 304
83
Es steht vor dir der Hesperiden Garten,
Vorlage S. 304
84
Mit goldner Frucht, gefahrvoll zu berühren,
Vorlage S. 304
85
Denn Drachen, Tod dräu'nd, entsetzen dich;
Vorlage S. 304
86
Ihr himmlisch Antlitz reizt dich, anzuschau'n
Vorlage S. 304
87
Zahllose Wonnen, die Verdienst erringt,
Vorlage S. 304
88
Verdienstlos aber, weil dein Aug' im Fürwitz
Vorlage S. 304
89
Dahin gestrebt, stirbt alles mit dem Auge.
Vorlage S. 304
90
Schau dort berühmte Fürsten, einst wie du
Vorlage S. 304
91
Vom Ruf gelockt, sich wagend durch Begier:
Vorlage S. 304
92
Es sagt die stumme Zung', ihr bleicher Schein,
Vorlage S. 304
93
Dass sie, bedeckt allein vom Sternenfeld,
Vorlage S. 304
94
Hier Märt'rer steh'n in Amors Schlacht gefällt;
Vorlage S. 304
95
Mit toten Wangen raten sie Entweichen
Vorlage S. 304
96
Dem Todesnetz, das alle muss erreichen.
Vorlage S. 304
97
PERIKLES.
Vorlage S. 304
98
Antiochus, viel Dank, dass du mich lehrst,
Vorlage S. 304
99
Wie meine schwache Menschheit sich erkennt,
Vorlage S. 304
100
Dass ich bei diesen Schrecknissen bereite
Vorlage S. 304
101
Mich selbst zu dem, was mich, wie sie, betrifft;
Vorlage S. 304
102
An Tod gedenken, heißt im Spiegel schau'n,
Vorlage S. 304
103
Wie Leben Hauch und Irrtum ihm vertrau'n;
Vorlage S. 304
104
Drum an mein Testament; wie Krank' in When
Vorlage S. 304
105
Die Welt erkennen, Himmel vor sich seh'n,
Vorlage S. 304
106
Und nicht, wie sonst, nach Erdenfreuden haschen;
Vorlage S. 304
107
Dir, allen Edlen sei des Friedens Gut,
Vorlage S. 304
108
Den sollte wünschen jedes Fürsten Mut,
Vorlage S. 304
109
Mein Reichtum sei der Erde, die ihn gab,
Vorlage S. 304
110
Doch dir die reine Flamme meiner Liebe.
Vorlage S. 304
111
Bereitet so zu Leben oder Tod,
Vorlage S. 304
112
Erwart' ich nun den Schlag, Antiochus,
Vorlage S. 305
113
Vorsicht verschmähend; lass das Blatt mich lesen.
Vorlage S. 305
114
ANTIOCHUS.
Vorlage S. 305
115
Gelesen, nicht erklärt, ist es beschlossen,
Vorlage S. 305
116
Du hast, wie diese hier, dein Blut vergossen.
Vorlage S. 305
117
DIE TOCHTER.
Vorlage S. 305
118
Was du gesagt, sei dir zum Glück beschert,
Vorlage S. 305
119
Was du gesagt, das wünsch' ich dir zum Heil.
Vorlage S. 305
120
PERIKLES.
Vorlage S. 305
121
Ein kühner Ritter tret' ich in die Schranken,
Vorlage S. 305
122
Von keinem Sinnen sonst mehr Rat erforschend,
Vorlage S. 305
123
Als nur von Mut und Treue.
Vorlage S. 305
124
Liest das Rätsel.
Vorlage S. 305
125
Ich nähre mich, nicht Viper zwar,
Vorlage S. 305
126
Vom Mutterfleisch, die mich gebar;
Vorlage S. 305
127
Den Mann sucht' ich, in dem Bemüh'n
Vorlage S. 305
128
Des Vaters Liebe mir erschien,
Vorlage S. 305
129
Er Vater, Sohn ist und Gemahl,
Vorlage S. 305
130
Ich Mutter, Weib und Kind zumal;
Vorlage S. 305
131
Wie das geschieht, da zwei wir sind,
Vorlage S. 305
132
Wollt Ihr nicht sterben, sagt geschwind.
Vorlage S. 305
133
Das letzt' ist bitt'rer Trank. – Gabt ihr, ihr Mächte!
Vorlage S. 305
134
Des Menschen Tun zu sehn, dem Himmel tausend Augen,
Vorlage S. 305
135
Wie wölken sie nicht immerdar die Blicke?
Vorlage S. 305
136
Ist wahr, was mich im Lesen hier erbleicht? –
Vorlage S. 305
137
Dich liebt' ich, schön Kristall! Nun stirbt der Wille,
Vorlage S. 305
138
Der reiche Schrein ist nur der Gräuel Hülle;
Vorlage S. 305
139
Ja, jetzt empört dagegen sich mein Herz.
Vorlage S. 305
140
Kein Mann von Tugend folgt so schwachem Rat,
Vorlage S. 305
141
Dass, weiß er Sünde drin, dem Tod er naht;
Vorlage S. 305
142
Schön bist du, Laute, und dein Sinn die Saiten,
Vorlage S. 305
143
Du würdest, recht gerührt, Musik ertönen,
Vorlage S. 305
144
Dass Himmelsgötter kämen, dir zu lauschen;
Vorlage S. 305
145
Doch nun, da du gespielt vor deiner Zeit,
Vorlage S. 305
146
Tanzt Hölle nach dem Ton der Heiserkeit.
Vorlage S. 305
147
Fahr' hin, du kümmerst mich nicht mehr.
Vorlage S. 305
148
ANTIOCHUS.
Vorlage S. 305
Historische Illustration zu Perikles
Kontextbild zum Werk. Historische Illustration zu „Perikles“ — Werkbezogene Bildquelle; keine belegte Zuordnung zu der hier angezeigten einzelnen Textstelle. · Urheber unbekannt · Public domain Bildquelle ↗
149
Nicht angerührt, mein Fürst, bei deinem Leben!
Vorlage S. 305
150
Denn das ist ein Artikel unsrer Satzung,
Vorlage S. 305
151
Wie jenes, tödlich. Deine Zeit ist um,
Vorlage S. 305
152
Nun lös' es, oder lass dein Urteil sprechen.
Vorlage S. 305
153
PERIKLES.
Vorlage S. 305
154
Monarch! Ungern hört man die Sünde, gern getan,
Vorlage S. 305
155
Ich schölte Euch zu arg, wenn ich es sagte:
Vorlage S. 305
156
Wer in ein Buch verfasst, was Kön'ge tun,
Vorlage S. 306
157
Verschließt es sichrer wohl, als er es zeigt;
Vorlage S. 306
158
Erzähltes Laster fährt wie Wind dahin,
Vorlage S. 306
159
Bläst Staub in andrer Augen, sich verbreitend;
Vorlage S. 306
160
Doch ist es endlich nur erkauft zu teuer,
Vorlage S. 306
161
Der Hauch verweht, das kranke Aug' sieht freier,
Vorlage S. 306
162
Und scheut die Luft; der blinde Maulwurf hügelt
Vorlage S. 306
163
Gen Himmel, klagt, die Erde sei bedrückt
Vorlage S. 306
164
Von Menschen, dafür stirbt der arme Wurm.
Vorlage S. 306
165
Ein Fürst ist Erdengott, Gesetz wird sein Verbrechen:
Vorlage S. 306
166
Schweift Zeus auch aus, wer wird von ihm als Sünder sprechen?
Vorlage S. 306
167
Genug schon, dass du's weißt, es will sich schicken,
Vorlage S. 306
168
Das, was bekannt verschlimmert, zu ersticken.
Vorlage S. 306
169
Den Leib liebt jeder, der uns Nahrung gibt,
Vorlage S. 306
170
Vergönnt, dass so ihr Haupt die Zunge liebt.
Vorlage S. 306
171
ANTIOCHUS.
Vorlage S. 306
172
O Himmel! Hätt' ich doch dein Haupt! Er fand den Sinn;
Vorlage S. 306
173
Doch will ich mit ihm heucheln. – Junger Fürst,
Vorlage S. 306
174
Obgleich nach unsrer strengen Satzung Kraft,
Vorlage S. 306
175
Da deine Deutung fälschlich ausgefallen,
Vorlage S. 306
176
Wir deine letzte Stunde könnten messen;
Vorlage S. 306
177
Doch Hoffnung, die so schönem Baum entsprießt,
Vorlage S. 306
178
So edlem Stamm, hat anders uns gestimmt;
Vorlage S. 306
179
Wir gönnen Euch noch vierzig Tage Frist,
Vorlage S. 306
180
Entschleiert das Geheimnis in der Zeit,
Vorlage S. 306
181
Die Güte zeigt, dass Ihr als Sohn uns freut;
Vorlage S. 306
182
Bis dahin wird man Euch hier unterhalten,
Vorlage S. 306
183
Wie's Eurer Her' und Eurer Würde ziemt.
Vorlage S. 306
184
Sie gehn ab.
Vorlage S. 306
185
PERIKLES
Vorlage S. 306
186
allein.
Vorlage S. 306
187
Wie Höflichkeit die Sünde gern bedeckte
Vorlage S. 306
188
Dann gleicht dem Heuchler die gescheh'ne Tat,
Vorlage S. 306
189
Der Gutes nichts, als nur den Anschein hat;
Vorlage S. 306
190
Denn wär' es wahr, dass ich hier falsch erklärt,
Vorlage S. 306
191
So hättet Ihr so schändlich nicht befleckt
Vorlage S. 306
192
Die Seelen mit blutschänderischem Greuel;
Vorlage S. 306
193
Wo du nun beides, Vater bist und Sohn,
Vorlage S. 306
194
Dein eigen Kind gottlos in Armen hältst,
Vorlage S. 306
195
(Die Freude, die dem Mann, nicht Vater ziemt)
Vorlage S. 306
196
Und sie sich nährt von ihrer Mutter Fleisch,
Vorlage S. 307
197
Da sie das elterliche Bett entehrt,
Vorlage S. 307
198
Und beide Schlangen gleich, die schöne Blüten
Vorlage S. 307
199
Genießen, und doch tödlich Gift nur brüten.
Vorlage S. 307
200
Fahr' wohl, du Stadt, denn Weisheit lehrt, dass wer
Vorlage S. 307
201
Nicht Taten, dunkler als die Nacht, vermied,
Vorlage S. 307
202
Nichts scheuen wird, dass sie das Licht nicht sieht;
Vorlage S. 307
203
Denn eine Sünde weckt die andre auch,
Vorlage S. 307
204
Mord ist Nachbar der Lust, wie Flamm' und Rauch.
Vorlage S. 307
205
Gift und Verrat sind wohl der Sünde Hände,
Vorlage S. 307
206
Ja, Schilde auch, die Schande abzuhalten:
Vorlage S. 307
207
Um euch zu rein'gen, dient euch wohl mein Tod,
Vorlage S. 307
208
Drum flieh' ich die Gefahr, die mich bedroht.
Vorlage S. 307
209
Geht ab.
Vorlage S. 307
210
Dritte Szene
Vorlage S. 307
211
Antiochus tritt auf.
Vorlage S. 307
212
ANTIOCHUS.
Vorlage S. 307
213
Er fand den Sinn, und drum sind wir gesinnt
Vorlage S. 307
214
Sein Haupt zu haben.
Vorlage S. 307
215
Er soll nicht leben, meine Schande zu posaunen,
Vorlage S. 307
216
Der Welt zu sagen, dass Antiochus
Vorlage S. 307
217
In Sünde lebt so schwarzer Art.
Vorlage S. 307
218
Drum sterbe dieser junge Prinz alsbald,
Vorlage S. 307
219
Denn nur sein Tod ist meiner Ehre Halt. –
Vorlage S. 307
220
Ist niemand draußen?
Vorlage S. 307
221
Thaliard kommt.
Vorlage S. 307
222
THALIARD.
Vorlage S. 307
223
Ruft wohl Eure Hoheit?
Vorlage S. 307
224
ANTIOCHUS.
Vorlage S. 307
225
Thaliard, du bist mein Kämmerer, mein Geist
Vorlage S. 307
226
Vertrautsein Inn'res deiner Schweigsamkeit,
Vorlage S. 307
227
Und deiner Treue halb erhöh' ich dich;
Vorlage S. 307
228
Thaliard, sieh, hier ist Gift, und hier ist Gold,
Vorlage S. 307
229
Ich hasse den von Tyrus, töte ihn.
Vorlage S. 307
230
Ich will nicht, dass du um die Ursach' fragst;
Vorlage S. 307
231
Dir genüge: ich befahl es. Ist's getan?
Vorlage S. 307
232
THALIARD.
Vorlage S. 307
233
Es ist getan, mein König.
Vorlage S. 307
234
ANTIOCHUS.
Vorlage S. 307
235
Nun genug.
Vorlage S. 307
236
Ein Bote kommt.
Vorlage S. 307
237
ANTIOCHUS.
Vorlage S. 307
238
Kühl' deinen Atem, sage deine Eil.
Vorlage S. 308
239
BOTE.
Vorlage S. 308
240
Geflohen ist Prinz Perikles.
Vorlage S. 308
241
ANTIOCHUS.
Vorlage S. 308
242
Wie du
Vorlage S. 308
243
Das Leben liebst, ihm nach! Und wie ein Pfeil
Vorlage S. 308
244
Aus eines guten Schützen Hand das Ziel
Vorlage S. 308
245
Unfehlbar trifft, so kehre du nicht wieder,
Vorlage S. 308
246
Wenn du nicht sagst, Fürst Perikles ist tot.
Vorlage S. 308
247
THALIARD.
Vorlage S. 308
248
Mein Fürst, kommt er mir nah nur auf Pistolenschuß,
Vorlage S. 308
249
Treff ich ihn sicher. Lebet wohl, mein König.
Vorlage S. 308
250
Geht ab.
Vorlage S. 308
251
ANTIOCHUS.
Vorlage S. 308
252
Leb wohl. Bis Perikles nicht mehr am Leben,
Vorlage S. 308
253
Kann meinem Haupt das Herz nicht Hülfe geben.
Vorlage S. 308
254
Geht ab.
Vorlage S. 308
255
Vierte Szene
Vorlage S. 308
256
Perikles, Helicanus, andere Lords.
Vorlage S. 308
257
PERIKLES.
Vorlage S. 308
258
Es stör' uns niemand. –
Vorlage S. 308
259
Wie muss denn diese Wandlung der Gedanken,
Vorlage S. 308
260
Befreundet mit blödäugiger Melancholie,
Vorlage S. 308
261
Ein steter Gast mir sein? Dass keine Stunde,
Vorlage S. 308
262
In Tages frohem Glanz, in stiller Nacht,
Vorlage S. 308
263
(Dem Grab der Sorge) Ruhe mir gewährt?
Vorlage S. 308
264
Hier schmeichelt Lust dem Aug', mein Auge flieht sie;
Vorlage S. 308
265
Dräu'nde Gefahr ist dort zu Antiochien.
Vorlage S. 308
266
Zu kurz scheint wohl sein Arm, mich hier zu treffen;
Vorlage S. 308
267
Doch kann die Lust nicht meinen Geist erfreu'n,
Vorlage S. 308
268
Noch kann die Ferne jenes Trost gewähren;
Vorlage S. 308
269
Natürlich ist's, die Leidenschaft der Seele,
Vorlage S. 308
270
Die anfangs schwanger von Befürchten wird,
Vorlage S. 308
271
Bekommt von Sorge Nahrung dann und Leben;
Vorlage S. 308
272
Erst ist es Furcht, was wohl geschehen möchte,
Vorlage S. 308
273
Nun älter, Sorge, dass es nicht geschieht.
Vorlage S. 308
274
So ist's mit mir. – Antiochus der Große,
Vorlage S. 308
275
Den zu bestreiten ich zu klein nur bin,
Vorlage S. 308
276
Setzt durch in Übermacht, was er nur will,
Vorlage S. 308
277
Er meint, ich spreche, schwör' ich gleich zu schweigen;
Vorlage S. 308
278
Mir frommt nicht, dass ich sag', ich ehre ihn,
Vorlage S. 308
279
Hat er Verdacht, ich möchte ihn entehren;
Vorlage S. 309
280
Was ihn erröten mag, wird es bekannt.
Vorlage S. 309
281
Rät Wegräumung, wodurch es wird bekannt,
Vorlage S. 309
282
Er wird das Land mit Heerskraft überziehn',
Vorlage S. 309
283
Und so gewaltig schau'n im Maß des Krieges,
Vorlage S. 309
284
Dass das Entsetzen allen Mut verscheucht.
Vorlage S. 309
285
Mein Volk besiegt, noch vor dem Widerstand,
Vorlage S. 309
286
Gestraft der Untertan, der nie beleidigt.
Vorlage S. 309
287
Aus Sorg' um sie, aus Mitleid nicht mit mir,
Vorlage S. 309
288
(Der ich den Wipfeln nur der Bäume gleiche,
Vorlage S. 309
289
Die Schirm den Wurzeln sind, durch die sie wachsen)
Vorlage S. 309
290
Mein Leib die Qual, die Seele Angst gewinnt,
Vorlage S. 309
291
Und straft voraus, was er zu strafen sinnt.
Vorlage S. 309
292
ERSTER LORD.
Vorlage S. 309
293
Nur Freud' und Trost sei Eurer heil'gen Brust.
Vorlage S. 309
294
ZWEITER LORD.
Vorlage S. 309
295
Und mache Euer Herz, da Ihr zurück
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296
Uns kommt, vergnügt, erfüllt mit Frieden.
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Historische Illustration zu Perikles
Kontextbild zum Werk. Historische Illustration zu „Perikles“ — Werkbezogene Bildquelle; keine belegte Zuordnung zu der hier angezeigten einzelnen Textstelle. · Urheber unbekannt · Public domain Bildquelle ↗
297
HELICANUS.
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298
Still! Lasst die Zunge der Erfahrung sprechen!
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299
Die kränken nur den König, die ihm schmeicheln,
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300
Denn Schmeicheln facht, ein Blasbalg, an die Sünde;
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301
Das, dem geschmeichelt wird, ist nur ein Funke,
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302
Vom Winde erst bekömmt es Kraft und Glut;
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303
Doch Tadel, der in Demut vorgebracht,
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304
Geziemt dem König; er ist Mensch, kann irren,
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305
Wenn hier Herr Süß mit Frieden Euch gesegnet,
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Es schmeichelt nur, führt Krieg mit Eurem Leben.
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307
Vergebung oder Schlag erwart' ich hie,
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Viel tiefer fall' ich nicht als auf die Knie.
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PERIKLES.
Vorlage S. 309
310
Ihr andern lasst uns, forscht mit Sorgfalt nach,
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311
Was Schiffe hier im Hafen fertig liegen,
Vorlage S. 309
312
Und kommt zurück dann. –
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313
Sie gehn.
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314
Helicanus, du
Vorlage S. 309
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Bewegst uns; was siehst du in unsern Blicken?
Vorlage S. 309
316
HELICANUS.
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Ein Zürnen, hoher Herr.
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318
PERIKLES.
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319
Schreckt solches Dräu'n auf eines Fürsten Stirn,
Vorlage S. 309
320
Wie darf dein Wort solch' Zürnen dort erregen?
Vorlage S. 309
321
HELICANUS.
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322
Wie dürfen Pflanzen auf zum Himmel schau'n,
Vorlage S. 310
323
Von welchem sie doch ihre Nahrung zieh'n?
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324
PERIKLES.
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325
Du weißt, ich kann des Lebens dich berauben.
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326
HELICANUS.
Vorlage S. 310
327
Ich schärfte selbst das Beil, tut denn den Schlag.
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328
PERIKLES.
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329
Steh' auf, ich bitte! Sitz', du bist kein Schmeichler,
Vorlage S. 310
330
Ich danke dir dafür. Beim Himmel, nein!
Vorlage S. 310
331
Nie darf ein Fürst dem Tadler feindlich sein.
Vorlage S. 310
332
Du, so geschickt zum Rat und Fürstendiener,
Vorlage S. 310
333
Des Weisheit dir den Fürsten macht zum Diener,
Vorlage S. 310
334
Was willst du, dass ich tu?
Vorlage S. 310
335
HELICANUS.
Vorlage S. 310
336
Zu tragen solchen Kummer mit Geduld,
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337
Den Ihr nur selbst Euch selbst habt auferlegt.
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338
PERIKLES.
Vorlage S. 310
339
Du sprichst, mein Helicanus, wie ein Arzt,
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340
Du überreichst mir einen solchen Trank,
Vorlage S. 310
341
Den du nur selbst mit Zittern nehmen würdest,
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342
So hör': ich ging nach Antiochia,
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343
Wo, wie du weißt, dem Tode ins Gesicht,
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344
Ich hohe Schönheit zu gewinnen strebte,
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345
Die mir ein solch' Geschlecht gebären möchte,
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346
Das meine Kraft, des Landes Glück vermehrte.
Vorlage S. 310
347
Ihr Antlitz schien mir mehr als wundervoll,
Vorlage S. 310
348
Das andre, (dir ins Ohr) blutschändrisch schwarz;
Vorlage S. 310
349
Dies fand ich aus; der sündenvolle Vater,
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350
Statt schlagen, streichelte; doch, du wirst wissen,
Vorlage S. 310
351
Zeit ist's zu fürchten, wenn Tyrannen küssen;
Vorlage S. 310
352
So groß war diese Furcht, ich floh hierher,
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353
Verhüllt von einer Nacht, die für mich sorgte
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354
Und mir Beschützerin schien; hier bin ich nun,
Vorlage S. 310
355
Bedenke, was geschah, was kommen mag;
Vorlage S. 310
356
Er ist Tyrann, Tyrannen Furchtsamkeit
Vorlage S. 310
357
Vermindert nicht, wächst schneller als die Zeit,
Vorlage S. 310
358
Und wenn er glaubt, (wie er gewißlich glaubt)
Vorlage S. 310
359
Dass ich der Luft, der lauschenden, entdecke,
Vorlage S. 310
360
Wie mancher Fürsten Blut vergossen ward,
Vorlage S. 310
361
Das Lager seiner Gräuel zu verbergen. –
Vorlage S. 310
362
Zu töten diese Furcht, bringt er ein Heer,
Vorlage S. 310
363
Schützt Kränkung vor, die ich ihm angetan;
Vorlage S. 311
364
Dann büßt mein Fehlen, (wenn man es so nennt)
Vorlage S. 311
365
Das Volk im Krieg, der keine Unschuld kennt;
Vorlage S. 311
366
Aus Liebe aller, deren einer du,
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367
Der du mich deshalb tadelst. –
Vorlage S. 311
368
HELICANUS.
Vorlage S. 311
369
Ach! Mein König.
Vorlage S. 311
370
PERIKLES.
Vorlage S. 311
371
Flieht Schlaf dies Auge, Röte von den Wangen,
Vorlage S. 311
372
Bedenk' ich stets mit tausendfält'gen Zweifeln,
Vorlage S. 311
373
Wie ich den Sturm beschwicht'ge, eh' er kommt;
Vorlage S. 311
374
Ich fand nicht Trost, wie ich auch suchte herzlich,
Vorlage S. 311
375
Drum hielt ich's Fürstenmilde; klagen schmerzlich.
Vorlage S. 311
376
HELICANUS.
Vorlage S. 311
377
Da Ihr, mein Fürst, mir Freiheit gebt zu sprechen,
Vorlage S. 311
378
So sprech' ich dreist. Antiochus Ihr fürchtet,
Vorlage S. 311
379
Und nicht mit Unrecht scheut Ihr den Tyrannen,
Vorlage S. 311
380
Der öffentlich mit Krieg, still mit Verrat
Vorlage S. 311
381
Euch nach dem Leben trachten wird.
Vorlage S. 311
382
Drum, eine Zeitlang reiset fort, mein Fürst,
Vorlage S. 311
383
Bis dass sein Zorn und seine Wut vergessen,
Vorlage S. 311
384
Oder Geschick sein Leben ihm zerschneidet.
Vorlage S. 311
385
Gebt andern Händen Euer Reich: wenn meinen,
Vorlage S. 311
386
Soll Licht dem Tage nimmer treuer scheinen.
Vorlage S. 311
387
PERIKLES.
Vorlage S. 311
388
Ich zweifle nicht an deiner Treue;
Vorlage S. 311
389
Doch sollt' er, wenn ich fort, das Reich bedrücken –
Vorlage S. 311
390
HELICANUS.
Vorlage S. 311
391
Dann fließe unser Blut auf dieses Land,
Vorlage S. 311
392
Das uns gebar, das Mutter wir genannt.
Vorlage S. 311
393
PERIKLES.
Vorlage S. 311
394
So wend' ich dir den Rücken, Tyrus, reise
Vorlage S. 311
395
Nach Tharsus, wo ich von dir hören werde,
Vorlage S. 311
396
Und mich dann ganz nach deinen Briefen fügen.
Vorlage S. 311
397
Die Sorg' um meine guten Untertanen
Vorlage S. 311
398
Leg' ich auf dich, des Weisheit Kraft sie trägt.
Vorlage S. 311
399
Dein Wort ist mir genug, schwör keine Eide,
Vorlage S. 311
400
Wer eins nicht achtet, bricht ohn Anstand beide.
Vorlage S. 311
401
So sicher weben wir in unsern Kreisen,
Vorlage S. 311
402
Uns beiden gibt die Zeit dies Zeugnis immer;
Vorlage S. 311
403
Der Diener wie der Fürst strahlt' echten Schimmer.
Vorlage S. 311
404
Sie gehn ab.
Vorlage S. 311
405
Fünfte Szene
Vorlage S. 312
406
Thaliard tritt auf.
Vorlage S. 312
407
THALIARD.
Vorlage S. 312
408
So, dies ist also nun Tyrus, und dies ist der Hof. Hier muss ich den Perikles umbringen, und tu' ich es nicht, so kann ich sicher sein, zu Hause gehängt zu werden; das ist ein schlimmes Ding. – Ich sehe wohl, der war ein kluger Gesell und von ziemlichem Verstande, der, als ihm der König erlaubte, sich eine Gnade auszubitten, ihn ersuchte, ihm keines seiner Geheimnisse zu sagen. Jetzt seh' ich ein, dass er Ursache dazu hatte; denn wenn der König von jemand verlangt, er soll ein Schurke sein, so ist er, kraft seines Eides gezwungen, einer zu werden. – Still, hier kommen die Herren von Tyrus.
Vorlage S. 312
409
Helicanus, Escanes und andere Lords.
Vorlage S. 312
410
HELICANUS.
Vorlage S. 312
411
Nicht nötig, habt Ihr, Freund und Reichsgefährten,
Vorlage S. 312
412
Um Eures Königs Reise mehr zu sorgen,
Vorlage S. 312
413
Die Vollmacht, untersiegelt, mir vertraut,
Vorlage S. 312
414
Sagt deutlich: um zu reisen ging er fort.
Vorlage S. 312
415
THALIARD
Vorlage S. 312
416
beiseit.
Vorlage S. 312
417
Wie? Der König fort?
Vorlage S. 312
418
HELICANUS.
Vorlage S. 312
419
Doch wollt Ihr noch was Näheres erfahren,
Vorlage S. 312
420
Wie, Eurer Liebe gleichsam hinterrücks,
Vorlage S. 312
421
Er von Euch ging, geb' ich Euch Licht hierin:
Vorlage S. 312
422
Zu Antiochia –
Vorlage S. 312
423
THALIARD
Vorlage S. 312
424
beiseit.
Vorlage S. 312
425
Was gibt's von Antiochien?
Vorlage S. 312
426
HELICANUS.
Vorlage S. 312
427
Ward ihm (warum, das weiß ich nicht) erzürnt
Vorlage S. 312
428
Antiochus; er glaubt es wenigstens,
Vorlage S. 312
429
Und was er nun gesündigt oder irrte,
Vorlage S. 312
430
Will er an sich mit herber Trauer strafen;
Vorlage S. 312
431
Er unterzieht sich selbst des Seemanns Müh'n,
Vorlage S. 312
432
Den jeder Augenblick mit Tod bedroht.
Vorlage S. 312
433
THALIARD
Vorlage S. 312
434
beiseit.
Vorlage S. 312
435
Ich sehe wohl,
Vorlage S. 312
436
Ich werde nicht gehängt, wenn ich auch wollte;
Vorlage S. 312
437
Er ist nun fort, vielleicht ist ihm beschieden
Vorlage S. 312
438
Der Tod zur See, den er zu Land vermieden.
Vorlage S. 312
439
Ich zeige mich. – Den Herrn von Tyrus Friede!
Vorlage S. 312
440
HELICANUS.
Vorlage S. 312
441
Gegrüßt, Lord Thaliard, von Antiochus!
Vorlage S. 312
442
THALIARD.
Vorlage S. 312
443
Er sendet mich
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Historische Darstellung von William Shakespeare
Kontextbild zum Werk. Historische Darstellung von William Shakespeare — Spätere künstlerische Darstellung; kein gesichertes Bildnis aus dem Leben. · Martin Droeshout · Public domain Bildquelle ↗
444
Dem Fürsten Perikles mit Botschaft zu,
Vorlage S. 313
445
Doch, als ich landete, erfuhr ich gleich,
Vorlage S. 313
446
Dass er auf unbekannten Reisen sei:
Vorlage S. 313
447
Drum kehr' ich mit der Botschaft gleich zurück.
Vorlage S. 313
448
HELICANUS.
Vorlage S. 313
449
Wir haben keinen Grund, darnach zu forschen,
Vorlage S. 313
450
Denn sie geht unsern Herren an, nicht uns;
Vorlage S. 313
451
Doch bitten wir, bevor Ihr reis't nach Hause,
Vorlage S. 313
452
Seid unser Gast beim freundschaftlichen Schmause.
Vorlage S. 313
453
Sie gehn ab.
Vorlage S. 313
454
Sechste Szene
Vorlage S. 313
455
Cleon tritt auf, Dionysa. Gefolge.
Vorlage S. 313
456
CLEON.
Vorlage S. 313
457
O Dionysa, sollen wir hier ruh'n,
Vorlage S. 313
458
Und mit Erzählungen von fremdem Kummer
Vorlage S. 313
459
Versuchen, unsern eignen zu vergessen?
Vorlage S. 313
460
DIONYSA.
Vorlage S. 313
461
Das hieß', in Feuer blasen, es zu löschen;
Vorlage S. 313
462
Wer Hügel abgräbt, weil sie aufwärts streben,
Vorlage S. 313
463
Wirft um den Berg, ihn höher zu erheben:
Vorlage S. 313
464
So, trau'rnder Gemahl, mit unserm Kummer,
Vorlage S. 313
465
Wenn wir durch Unglücksaugen ihn beschau'n;
Vorlage S. 313
466
Denn höher wächst der Wald, der erst behau'n.
Vorlage S. 313
467
CLEON.
Vorlage S. 313
468
O Dionysa,
Vorlage S. 313
469
Wem Nahrung mangelt, kann er davon schweigen,
Vorlage S. 313
470
Den Hunger wohl verbergen bis zum Tode?
Vorlage S. 313
471
Laut klagt die Zung' und schreit des Wehes Bangen
Vorlage S. 313
472
In Luft, es strömen Tränen von den Wangen;
Vorlage S. 313
473
Doch lauter muss die Zunge Klag' ertönen,
Vorlage S. 313
474
Damit der Himmel aufwacht, wenn er schläft,
Vorlage S. 313
475
Und hülfreich seinen Kreaturen wird:
Vorlage S. 313
476
Drum sprech' ich unser Weh', das längst uns quält,
Vorlage S. 313
477
Mit Tränen hilf, wenn mir die Stimme fehlt.
Vorlage S. 313
478
DIONYSA.
Vorlage S. 313
479
Ich tue, was ich kann.
Vorlage S. 313
480
CLEON.
Vorlage S. 313
481
Tharsus allhier, des Statthalter ich bin,
Vorlage S. 313
482
Sonst von des Überflusses Hand gesegnet,
Vorlage S. 313
483
Des Reichtum selber in den Straßen lag,
Vorlage S. 313
484
Des Türme hochgebaut die Wolken küssten,
Vorlage S. 314
485
Dass jeder Fremde staunte, der es sah;
Vorlage S. 314
486
Des Herrn und Frau'n im bunten Schmuck sich spreizten,
Vorlage S. 314
487
Als spiegle sich zum Putz der ein' im andern;
Vorlage S. 314
488
Ihr Tisch so reich, zur Freude allen Blicken,
Vorlage S. 314
489
Mehr Augenlust, als nährend zu erquicken,
Vorlage S. 314
490
Armut verlacht, so hoch die Hoffart stieg,
Vorlage S. 314
491
Dass man den Namen Hülfe selbst verschwieg.
Vorlage S. 314
492
DIONYSA.
Vorlage S. 314
493
O nur zu wahr!
Vorlage S. 314
494
CLEON.
Vorlage S. 314
495
Doch sieh' des Himmels Macht in unserm Wechsel!
Vorlage S. 314
496
Die Münde, denen Erde, See und Luft
Vorlage S. 314
497
Zu wenig zur Ergetzung bieten konnten,
Vorlage S. 314
498
Wie sie vollauf die Kreaturen gaben,
Vorlage S. 314
499
(Wie Häuser wohl verfallen, nicht gebraucht,)
Vorlage S. 314
500
Verzehren sich, aus Mangel aller Nahrung;
Vorlage S. 314
501
Die Gaumen, die vor zweien Sommern noch
Vorlage S. 314
502
Erfindung brauchten, Leckerheit zu reizen,
Vorlage S. 314
503
Sie würden jetzt am Brot sich freu'n, drum betteln;
Vorlage S. 314
504
Die Mütter, die zur Pflege ihrer Kleinen
Vorlage S. 314
505
Nichts allzu köstlich hielten, machen sich
Vorlage S. 314
506
Bereit, die zarten Liebling' aufzuzehren;
Vorlage S. 314
507
So quält der Zahn des Hungers! Weib und Mann
Vorlage S. 314
508
Zieh'n Lose, wer den andern fristen kann.
Vorlage S. 314
509
Hier weint ein Edler, dort die Frau, hin stürzen andre;
Vorlage S. 314
510
Doch jene, die den Fall gesehen haben,
Vorlage S. 314
511
Sind kaum noch stark genug, sie zu begraben.
Vorlage S. 314
512
Ist dies nicht Wahrheit?
Vorlage S. 314
513
DIONYSA.
Vorlage S. 314
514
Zeugnis ist unsre Wang' und hohles Auge.
Vorlage S. 314
515
CLEON.
Vorlage S. 314
516
Die Städte, die vom Kelch des Überflusses
Vorlage S. 314
517
Und allem Wohlsein nach Gelüsten kosten,
Vorlage S. 314
518
Möcht' ihre Üppigkeit die Tränen seh'n!
Vorlage S. 314
519
Dies Elend kann auch über sie ergeh'n.
Vorlage S. 314
520
Ein Lord kommt.
Vorlage S. 314
521
LORD.
Vorlage S. 314
522
Wo ist der Herr Statthalter?
Vorlage S. 314
523
CLEON.
Vorlage S. 314
524
Hier.
Vorlage S. 314
525
Sprich eilig aus den Kummer, den du bringst,
Vorlage S. 314
526
Denn allzufern ist Trost für uns und Hoffnung.
Vorlage S. 314
527
LORD.
Vorlage S. 314
528
Wir sahen, nahe schon an unsrer Küste,
Vorlage S. 315
529
Ein stattliches Geschwader hieher segeln.
Vorlage S. 315
530
CLEON.
Vorlage S. 315
531
Das war es, was ich glaubte!
Vorlage S. 315
532
Allein kommt nie ein Kummer, er bringt mit
Vorlage S. 315
533
Den Erben, der in seine Rechte tritt:
Vorlage S. 315
534
Und so geschieht es uns; ein Nachbarvolk
Vorlage S. 315
535
Wird unser schweres Elend nun benutzen,
Vorlage S. 315
536
Und bringt in hohlen Schiffen Kriegesvolk,
Vorlage S. 315
537
Uns zu vernichten, die vernichtet sind;
Vorlage S. 315
538
Mich Unglückseligen zu unterwerfen,
Vorlage S. 315
539
Den zu besiegen großen Ruhm nicht schafft.
Vorlage S. 315
540
LORD.
Vorlage S. 315
541
Das ist die kleinste Furcht, denn nach dem Schein
Vorlage S. 315
542
Der weißen Flaggen bringen sie uns Frieden,
Vorlage S. 315
543
Und kommen wohl als Helfer, nicht als Feinde.
Vorlage S. 315
544
CLEON.
Vorlage S. 315
545
Du sprichst wie der, der nicht belehrt genug;
Vorlage S. 315
546
Der schönste Schein birgt meist den schlimmsten Trug,
Vorlage S. 315
547
Doch bringen sie auch, was sie immer mögen,
Vorlage S. 315
548
Was soll uns neue Not?
Vorlage S. 315
549
Wir sind gestorben halb, das ärgst' ist Tod.
Vorlage S. 315
550
Sag' ihrem General, wir warten seiner,
Vorlage S. 315
551
Weshalb, woher er kommt, hier zu vernehmen,
Vorlage S. 315
552
Und was er will.
Vorlage S. 315
553
LORD.
Vorlage S. 315
554
Ich gehe schon.
Vorlage S. 315
555
Geht ab.
Vorlage S. 315
556
CLEON.
Vorlage S. 315
557
Willkommen, bringt er Frieden unserm Land,
Vorlage S. 315
558
Wenn Krieg, sind wir zu schwach zum Widerstand.
Vorlage S. 315
559
Perikles kommt mit Gefolge.
Vorlage S. 315
560
PERIKLES.
Vorlage S. 315
561
Herr Statthalter, (der seid Ihr, wie ich höre)
Vorlage S. 315
562
Nicht sollen unsre Schiff' und ihre Mannschaft
Vorlage S. 315
563
Ein Feuerturm Euch sein, um Euch zu schrecken;
Vorlage S. 315
564
Wir hörten fern bis Tyrus Euer Elend,
Vorlage S. 315
565
Und seh'n den Jammer hier in Euern Straßen:
Vorlage S. 315
566
Nicht sollen reichlicher die Tränen fließen,
Vorlage S. 315
567
Nein, Euern Kummer wollen wir erleichtern:
Vorlage S. 315
568
Und diese unsre Schiffe, die Ihr wohl
Vorlage S. 315
569
Wie der Trojaner Pferd gefüllet meint
Vorlage S. 315
570
Mit blut'ger Feindschaft, drohendem Verderben,
Vorlage S. 315
571
Sie bringen Korn, und, was Euch höchlich not,
Vorlage S. 316
572
Den Halberstorb'nen Leben mit und Brot.
Vorlage S. 316
573
ALLE.
Vorlage S. 316
574
Die Götter Griechenlands beschützen Euch!
Vorlage S. 316
575
Wir wollen für Euch beten.
Vorlage S. 316
576
PERIKLES.
Vorlage S. 316
577
Stehet auf!
Vorlage S. 316
578
Wir suchen nicht Verehrung, sondern Liebe,
Vorlage S. 316
579
Herberg den Schiffen, uns und unsern Leuten.
Vorlage S. 316
580
CLEON.
Vorlage S. 316
581
Wenn einer Euch nicht alle Lieb' erzeigt,
Vorlage S. 316
582
Wenn einer in Gedanken undankbar,
Vorlage S. 316
583
Sein's unsre Weiber, Kinder oder wir,
Vorlage S. 316
584
Den treffe Fluch des Himmels und der Menschen!
Vorlage S. 316
585
Bis dahin, (wie ich hoffe, immerdar)
Vorlage S. 316
586
Seid Ihr mein Fürst, der Stadt und uns willkommen.
Vorlage S. 316
587
PERIKLES.
Vorlage S. 316
588
Wir danken Euch, und bleiben hier als Freund,
Vorlage S. 316
589
Bis unser zorn'ger Stern uns freundlich scheint.
Vorlage S. 316
590
Sie gehn ab.
Vorlage S. 316

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1. Wie geht dieser Textausschnitt im Kapitel unmittelbar weiter? Ergänze den genauen Wortlaut. »Die Welt erkennen, Himmel vor sich seh'n, …«

Eine Antwort ist richtig.

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2. Welches Wort steht an der markierten Stelle? Achte auf die Bedeutung im Zusammenhang und prüfe den genauen Wortlaut. »Dass ich bei diesen […] bereite«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗

3. Welchen Zusammenhang kennzeichnet das Wort »weil« in diesem Textausschnitt? »Wer Hügel abgräbt, weil sie aufwärts streben, Wirft um den Berg, ihn höher zu erheben: So, trau'rnder Gemahl, mit unserm Kummer, Wenn wir durch Unglücksaugen ihn beschau'n;«

Eine Antwort ist richtig.

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4. Welcher Ausschnitt enthält eine ausdrückliche Verneinung oder einen Ausschluss? Achte auf ein ausdrücklich genanntes Signalwort.

Eine Antwort ist richtig.

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5. Welche Sprecherangabe gehört im Kapitel zu diesen Worten? »Noch kann die Ferne jenes Trost gewähren;«

Eine Antwort ist richtig.

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6. In welcher Reihenfolge stehen diese drei Ausschnitte im Kapitel? Gemeint ist ihre Reihenfolge im Text, nicht die Zeit der erzählten Ereignisse. A: »Mit toten Wangen raten sie Entweichen Dem Todesnetz, das alle muss erreichen.« B: »Denn höher wächst der Wald, der erst behau'n.« C: »Die kränken nur den König, die ihm schmeicheln, Denn Schmeicheln facht, ein Blasbalg, an die Sünde;«

Eine Antwort ist richtig.

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7. Wie geht dieser Textausschnitt im Kapitel unmittelbar weiter? Ergänze den genauen Wortlaut. »Gebt andern Händen Euer Reich: wenn meinen, …«

Eine Antwort ist richtig.

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10. Wie geht dieser Textausschnitt im Kapitel unmittelbar weiter? Ergänze den genauen Wortlaut. »Allein kommt nie ein Kummer, er bringt mit Den Erben, der in …«

Eine Antwort ist richtig.

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Aufgaben zum TextVerstehen, begründen und mit Textstellen arbeiten · ohne Punkte

1. Ordne diese Textstelle in den Zusammenhang ein: »Um sie manch Held gab auf sein Leben,«. Was geschieht oder wird hier besprochen? Erkläre in drei bis fünf Sätzen auch, was davor und danach wichtig ist.

Impulse zur Selbstprüfung

Lies die verlinkte Stelle mit ihrer Umgebung. Trenne ausdrücklich Gesagtes von Vermutungen.

  • Situation oder Gedanke verständlich erklärt
  • Mindestens ein passender Textbeleg
  • Eigene Formulierungen statt bloßer Abschrift
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2. Vergleiche die beiden Ausschnitte: »Um sie manch Held gab auf sein Leben,« und »Herberg den Schiffen, uns und unsern Leuten«. Welche Entwicklung, Gemeinsamkeit oder Spannung erkennst du? Begründe mit beiden Textstellen.

Impulse zur Selbstprüfung

Auch eine gleichbleibende Haltung ist ein mögliches Ergebnis. Erfinde keine Entwicklung, wenn sie sich aus dem Text nicht belegen lässt.

  • Beide Ausschnitte im Zusammenhang gelesen
  • Eine Gemeinsamkeit oder einen Unterschied erläutert
  • Deutung und wörtlichen Beleg unterschieden
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3. Untersuche die sprachliche Wirkung dieses Ausschnitts: »Gebt andern Händen Euer Reich: wenn meinen,«. Wähle ein auffälliges Wort, ein Bild oder eine Formulierung. Erkläre seine Wirkung und begründe eine mögliche andere Lesart.

Impulse zur Selbstprüfung

Es gibt nicht nur eine richtige Interpretation. Prüfe beide Lesarten am Kapitel und benenne, was offen bleibt.

  • Sprachliches Merkmal am Wortlaut benannt
  • Wirkung als begründete Deutung formuliert
  • Alternative Lesart oder Grenze der Deutung erklärt
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Kreativ schreibenDrei Anregungen in drei Niveaustufen · ohne Punkte

Wähle die Anregung, die zu dir passt. Deine eigene Fassung bleibt klar vom Originaltext getrennt.

Niveau 1 · Einstieg

1. Schreibe zu diesem Textausschnitt 5–8 eigene Sätze: »Zu singen, was Vorzeit vernahm, Vom Tode der alte Gower kam, Nahm an menschlich Gebrechlichkeit, Dass er Euch Aug' und Ohr erfreut;«. Wähle eine Person, einen Gegenstand oder einen Gedanken daraus. Schreibe aus einer neuen Sicht. Satzanfänge helfen: „Ich bemerke …“, „Ich frage mich …“, „Als Nächstes …“.

Impulse zur Selbstprüfung

Mehrere Lösungen sind möglich. Prüfe deinen Text an den Kriterien oder besprich ihn mit anderen. Diese Aufgabe gibt keine automatisch bewerteten Punkte.

  • Übernimm mindestens zwei passende Einzelheiten aus dem Kapitel.
  • Trenne ein wörtliches Zitat deutlich von deinem eigenen Text.
  • Kennzeichne deine Ergänzungen als erfunden.
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Niveau 2 · Vertiefung

2. Verwandle den folgenden Ausschnitt in einen Brief, Tagebucheintrag oder kurzen Dialog: »Die kränken nur den König, die ihm schmeicheln, Denn Schmeicheln facht, ein Blasbalg, an die Sünde;«. Entscheide, wer sich an wen richtet. Schreibe etwa 120–180 Wörter. Bei einem Sachtext kann ein lernender Mensch einem anderen die Idee erklären.

Impulse zur Selbstprüfung

Mehrere Lösungen sind möglich. Prüfe deinen Text an den Kriterien oder besprich ihn mit anderen. Diese Aufgabe gibt keine automatisch bewerteten Punkte.

  • Die neue Textform und die gewählte Stimme sind erkennbar.
  • Mindestens zwei Aussagen oder Ereignisse bleiben mit dem Kapitel vereinbar.
  • Ergänze einen kurzen Kommentar: Was hast du übernommen, was bewusst erfunden?
Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗

Niveau 3 · Gestaltung

3. Schreibe ausgehend vom Kapitelende eine alternative Fortsetzung oder eine Szene mit einer Gegenposition: »Bis unser zorn'ger Stern uns freundlich scheint.«. Entwickle etwa 200–300 Wörter. Bei einem Sachtext kannst du ein Streitgespräch über eine These gestalten. Begründe anschließend in 3–5 Sätzen deine Entscheidungen mit zwei kurzen Zitaten aus dem Kapitel.

Impulse zur Selbstprüfung

Mehrere Lösungen sind möglich. Prüfe deinen Text an den Kriterien oder besprich ihn mit anderen. Diese Aufgabe gibt keine automatisch bewerteten Punkte.

  • Die Fortsetzung oder Gegenposition knüpft nachvollziehbar an konkrete Textstellen an.
  • Zwei genaue Zitate begründen die Gestaltung; Schlussfolgerungen werden als eigene Deutung markiert.
  • Der neue Text ist ausdrücklich eine eigene Bearbeitung und wird nicht dem Originalautor zugeschrieben.
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Ausgabe, Herkunft und Rechte

Autor und namentlich belegte Übersetzung sind nach den geprüften Lebensdaten in Deutschland gemeinfrei. TextGrid und www.editura.de stellen Struktur und Metadaten unter CC BY 3.0 DE bereit.

Perikles

William Shakespeare: Sämtliche Werke in vier Bänden. Band 2, Herausgegeben von Anselm Schlösser. Berlin: Aufbau, 1975. Shakespeare, William 302- Berlin

Das Werk Perikles von Shakespeare, William ist eine Abwandlung des Datenbestandes der Digitalen Bibliothek von TextGrid, www.editura.de und wird unter der Creative Commons Lizenz veröffentlicht.

Quelltext und Ausgabe ↗ · CC BY 3.0 DE; underlying texts public domain per source Lizenz

Originalsprache · Englisch

Englischer Originaltext in der digitalen Project-Gutenberg-Ausgabe. Die Vorlage nennt keine historische Druckausgabe. Unterschiedliche Bühnenfassungen, Szenenteilungen und historische Übersetzungen können voneinander abweichen. Keine Behauptung einer Erstfassung oder zeilengetreuen Entsprechung. Wortlaut, Rechtschreibung und Interpunktion dieser Quelle bleiben erhalten; nur HTML-Layout wird in Lesetext übertragen.

William Shakespeare: Pericles, Prince of Tyre. Project Gutenberg eBook 1537. Originalsprache Englisch; digitale Quelle unverändert archiviert.

Autorschaft und Ausgabe: William Shakespeare

Originaltext und Ausgabe ↗ · Project Gutenberg · Lizenz und Nutzungsbedingungen

Die Fassungen folgen den jeweils angegebenen Quellen; ihre Gliederung kann abweichen.

Welche Änderungen enthält die Lesefassung?

Explizite Wortliste statt allgemeiner Such-und-Ersetz-Regeln. Jede Änderung ist mit Kapitel, Absatz, Quellposition und Regel dokumentiert. Erfasste Namen und bekannte mehrdeutige Formen bleiben ausgespart; dies ist keine automatische vollständige Namenserkennung. Grundlage für s/ss/ß: Amtliches Regelwerk 2024, §§ 2, 5 und 25. Die unveränderte Quellfassung bleibt verfügbar.