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Spleen II - Baudelaire, Charles - Gedichtanalyse

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Spleen II - Baudelaire, Charles - Gedichtanalyse

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Spleen II - Baudelaire, Charles - Gedichtanalyse


Einleitung

Kurzbeschreibung: „Mir ist, als hätte ein Jahrtausend ich geschaut.“ – In 24 Versen beschreibt ein lyrisches Ich bedrückende Erinnerungen, Einsamkeit und quälende Langeweile.

Zielgruppe: Klasse 9–10 und Klasse 11–13

Epoche: Internationale Moderne – Baudelaire als Wegbereiter der modernen Lyrik und des Symbolismus.

Lernziele: Du lernst, Quellen und Übersetzungen zu unterscheiden, Gedichtverse richtig zu zitieren und Form, Klang, Bildsprache und mögliche Bedeutungen zu untersuchen.

Charles Baudelaire, fotografiert von Étienne Carjat, um 1862. Quelle: Wikimedia Commons, gemeinfrei.

Charles Baudelaire (1821–1867) war ein französischer Dichter. Sein Gedicht „Spleen II“ gehört zur Sammlung Les Fleurs du Mal (Die Blumen des Bösen), die erstmals 1857 erschien.

Spleen bedeutet hier eine tiefe Schwermut. Das lyrische Ich fühlt sich von Erinnerungen belastet. Die Zeit scheint nicht zu vergehen.

Für Deine Analyse ist wichtig: Das lyrische Ich ist die Stimme im Gedicht. Es ist nicht automatisch der Autor selbst.


Textgrundlage: Quelle, Lesefassung und Übersetzung


Quellfassung: Das französische Original

Der französische Text beginnt:

„J’ai plus de souvenirs que si j’avais mille ans.“ (V. 1)

Sinngemäß: Ich habe mehr Erinnerungen, als hätte ich tausend Jahre gelebt.

Die vollständige, überprüfte Quellfassung findest Du bei Wikisource:

Französischer Originaltext – Ausgabe von 1861

Wichtig: Für alle französischen Verszitate und Versnummern dieses Kurses verwenden wir die Ausgabe von 1861. Die Ausgaben von 1857 und 1861 weisen einzelne Textunterschiede auf.


Lesefassung: Die deutsche Übersetzung

Die deutsche Anfangszeile lautet:

„Mir ist, als hätte ein Jahrtausend ich geschaut.“ (V. 1)

Sie stammt aus der Übersetzung von Wolf von Kalckreuth, erschienen 1907.

Spleen II – deutsche Lesefassung im TextGrid Repository

Bereits vorhandene Gedichtseite:

Gedicht - Spleen II - Baudelaire, Charles

Nutze die bestehende Textseite zum Lesen. Der Originaltext wird hier nicht als zweite Gedichtseite angelegt.


Übersetzung und Interpretation unterscheiden

Quellfassung: Das französische Gedicht von Baudelaire.

Lesefassung: Ein Text, den Du zum Lesen und Arbeiten nutzt.

Übersetzung: Eine sprachliche Übertragung. Sie kann Wortwahl, Rhythmus und Bilder verändern. Wolf von Kalckreuth und Stefan George haben unterschiedliche deutsche Fassungen geschaffen.

Interpretation: Eine begründete Erklärung, wie das Gedicht verstanden werden kann.

Zitierregel: Kennzeichne immer, aus welcher Fassung Dein Zitat stammt. Die Verszählung läuft jeweils von 1 bis 24.


Hören: Das französische Gedicht

Französische Lesung: Antoine Giet; Aufnahme und Mischung: Aurélien Lebourg; Produktion: Thalie Envolée / Compagnie Artaban. Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0.

Hörauftrag: Höre zunächst ohne mitzulesen. Klingt die Stimme ruhig, traurig, schwer oder wütend? Höre danach erneut und markiere besonders betonte Wörter.


Gedichtanalyse


Inhalt und Aufbau

Das Gedicht umfasst 24 Verse. Du kannst vier gedankliche Schritte erkennen.

  1. Verse 1–5: Das Ich besitzt eine kaum überschaubare Menge an Erinnerungen.
  2. Verse 6–14: Bilder von Grabkammer, Friedhof und altem Zimmer zeigen Verlust und Verfall.
  3. Verse 15–18: Die Tage werden als endlos und lähmend erlebt.
  4. Verse 19–24: Das Ich erscheint zuletzt wie ein vergessener, erstarrter Sphinx.

Diese Einteilung ist eine Lesehilfe. Sie behauptet nicht, dass das Original vier entsprechend getrennte Strophen besitzt.


Lyrisches Sprechen

Textbeleg: „Je suis un cimetière abhorré de la lune“ (V. 8).

Das bedeutet sinngemäß: Ich bin ein Friedhof, den sogar der Mond verabscheut.

Die Stimme sagt nicht nur, dass sie traurig ist. Sie setzt sich selbst mit einem Friedhof gleich.

In V. 19 wendet sie sich mit „tu“ an ein Gegenüber. Das lässt sich als Selbstansprache verstehen.

Deutung: Das Ich erlebt sich als innerlich voller Vergangenheit, aber zugleich einsam und vom Leben entfernt.


Form und Klang

Die französische Fassung verwendet überwiegend Alexandriner. Das sind klassische französische Verse mit zwölf metrischen Silben und einer möglichen Zäsur in der Mitte.

Die Reime stehen als Paarreime hintereinander.

Textbeleg: „ans“ (V. 1) – „bilans“ (V. 2).

Auch die weiteren Verse bilden gereimte Paare. Die Wiederholung von „Je suis“ (V. 8 und V. 11) verbindet zwei düstere Selbstbilder.

Mögliche Wirkung: Die geordnete Form steht im Gegensatz zu den schweren, bedrückenden Gedanken.

Achtung: Für die deutsche Übersetzung musst Du Reim, Silbenzahl und Rhythmus neu untersuchen. Du darfst die französische Form nicht einfach übertragen.


Bildsprache: Erinnerungen und Tod

Textbeleg: „C’est une pyramide, un immense caveau“ (V. 6).

Das Gehirn des Ichs erscheint wie eine Pyramide und eine gewaltige Grabkammer.

Deutung: Die Erinnerungen werden nicht als schöner Schatz dargestellt. Sie wirken wie eine riesige Last. Das Bild des Friedhofs (V. 8) verstärkt diese Wirkung.


Bildsprache: Verfall und Erinnerung

Textbeleg: „Je suis un vieux boudoir plein de roses fanées“ (V. 11).

Das Ich vergleicht sich mit einem alten Zimmer voller welker Rosen.

Welke Rosen. Foto: Carlos Ebert, Wikimedia Commons, CC BY 2.0.

Die Rosen können an Schönheit erinnern, die vergangen ist. Im Gedicht wirkt selbst die Erinnerung daran alt und verbraucht.

Bildfrage: Warum könnten frische Rosen eine ganz andere Wirkung haben?

Zeitraffer einer sich öffnenden Rose: BY-YOUR-⌘, Wikimedia Commons, CC BY 2.0.

Die Animation zeigt das Aufblühen. Das Gedicht spricht dagegen ausdrücklich von welken Rosen. Vergleiche die beiden Vorstellungen von Zeit.


Kunst im Gedicht

Textbeleg: „Où les pastels plaintifs et les pâles Boucher“ (V. 13).

Hier erwähnt das Gedicht alte Pastellbilder und Werke des Malers François Boucher.

François Boucher: Pastorale Szene. Wikimedia Commons, gemeinfrei. Das Bild dient als Beispiel seiner Kunst; das Gedicht bezeichnet kein bestimmtes Gemälde.

Deutung: Auch Kunst und Schönheit erscheinen im Gedicht als Erinnerungen an vergangene Zeiten.


Langeweile und Zeitgefühl

Textbelege: „Rien n’égale en longueur les boiteuses journées“ (V. 15); „L’ennui, fruit de la morne incuriosité“ (V. 17); „Prend les proportions de l’immortalité“ (V. 18).

Die Tage scheinen zu hinken. Die Langeweile wächst im Erleben des Ichs ins Grenzenlose.

Deutung: Hier geht es nicht um tatsächlich unsterbliches Leben. Beschrieben wird ein unerträglich langes Zeitempfinden.


Die Sphinx: Das Schlussbild

Textbeleg: „Un vieux sphinx ignoré du monde insoucieux“ (V. 22).

Die Sphinx ist eine rätselhafte Gestalt. Im Gedicht ist sie alt und von der Welt vergessen.

Große Sphinx von Gizeh. Foto: Hamerani, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0.

Die dargestellte Sphinx ist ein Anschauungsbeispiel, keine im Gedicht eindeutig bestimmte Statue.

Mögliche Deutungen: Das Ich fühlt sich unbeachtet und erstarrt. Es besitzt viele Erinnerungen, hat aber kaum noch Verbindung zur Gegenwart.

Am Ende bleibt jedoch eine Stimme: Die Sphinx singt bei Sonnenuntergang (V. 24). Das könnte zeigen, dass Ausdruck und Dichtung trotz der Einsamkeit möglich bleiben.

Diese zweite Deutung ist eine Möglichkeit, keine feststehende Aussage des Gedichts.


Epochenkontext: Internationale Moderne

Baudelaire gilt als wichtiger Wegbereiter der literarischen Moderne. Seine Gedichte beeinflussten später den Symbolismus und die europäische Lyrik.

Typisch sind starke Gefühle, ungewöhnliche Bilder und die Spannung zwischen äußerer Schönheit und innerer Krise.

Merke: „Spleen II“ entstand im 19. Jahrhundert. Es ist ein Vorläufer der späteren internationalen literarischen Moderne, nicht erst ein Gedicht aus der Zeit um 1900.

Weiterlesen: Moderne, Symbolismus, Lyrik, Metapher.


Videos: Hören und Verstehen

Gedicht als animierte Lesung – Marly Poésie

„Spleen, j’ai plus de souvenirs“; Zeichnungen und Animation: Hermeline Janicot-Tixier; Stimme und Musik: Daniel Sabathié. YouTube, 2024.

Auftrag: Welche Bilder des Videos stehen wirklich im Gedicht? Welche sind gestalterische Ergänzungen?

Französische Gedichtanalyse – Le Bac Français

„Lecture analytique, Baudelaire, Spleen, J'ai plus de souvenirs...“, Le Bac Français, 2017.

Auftrag: Vergleiche eine Aussage des Videos mit einem belegbaren Vers. Die Videos sind zusätzliche Darstellungen und ersetzen die Textquelle nicht.


Gestufte Hilfen

Hilfe 1 – Leicht: Suche zuerst auffällige Wörter: Erinnerungen, Grab, Rosen, Langeweile und Sphinx.

Hilfe 2 – Standard: Formuliere zu jedem Bild einen Satz: „Das Bild von … zeigt …, weil …“.

Hilfe 3 – Schwer: Verbinde zwei Beobachtungen und erkläre ihre Wirkung. Unterscheide dabei Textbeobachtung und eigene Deutung.

Schreibhilfe: „In Vers … heißt es ‚…‘. Dieses Bild lässt sich als … verstehen. Dadurch wirkt das lyrische Ich …“.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Lesequiz: Alle Versangaben beziehen sich auf die französische Quellfassung von 1861.

1. Welches Zeitgefühl zeigt „J’ai plus de souvenirs que si j’avais mille ans“ (V. 1)? (Das Ich fühlt sich von sehr vielen Erinnerungen belastet) (!Das Ich nennt sein tatsächliches Lebensalter) (!Das Ich will tausend Jahre alt werden) (!Das Ich erinnert sich an eine Schulstunde)




2. Was beschreibt der volle Schubladenschrank in V. 2–5? (Die Vielzahl verborgener Erinnerungen) (!Den Besitz eines reichen Kaufmanns) (!Eine geplante Wohnungsrenovierung) (!Eine Sammlung neuer Möbel)




3. Welches Bild steht in „un immense caveau“ (V. 6)? (Eine gewaltige Grabkammer) (!Ein helles Klassenzimmer) (!Eine offene Meeresbucht) (!Ein blühender Garten)




4. Womit setzt sich das Ich in „Je suis un cimetière“ (V. 8) gleich? (Mit einem Friedhof) (!Mit einem König) (!Mit einem Vogel) (!Mit einem Meer)




5. Was bedeutet „roses fanées“ (V. 11)? (Welke Rosen) (!Frische Früchte) (!Junge Bäume) (!Neue Gemälde)




6. Welche Wiederholung verbindet V. 8 und V. 11? (Je suis) (!Je danse) (!Je voyage) (!Je gagne)




7. Welche Wirkung hat „les boiteuses journées“ (V. 15)? (Die Tage erscheinen mühsam und langsam) (!Die Tage vergehen besonders schnell) (!Die Tage werden immer kürzer) (!Die Tage sind voller Freude)




8. Welcher Zustand wird mit „L’ennui“ (V. 17) bezeichnet? (Lähmende Langeweile) (!Plötzliche Begeisterung) (!Stolzer Ehrgeiz) (!Große Erleichterung)




9. Welche Reimform zeigen „ans“ und „bilans“ in V. 1 und V. 2? (Paarreim) (!Kreuzreim) (!Umarmender Reim) (!Reimlosigkeit)




10. Wie erscheint die „Sphinx“ in V. 22–24? (Als vergessene und einsame Gestalt) (!Als siegreicher Herrscher) (!Als lebhafter Tänzer) (!Als jugendlicher Reisender)





Memory

Ordne jedem Begriff die richtige Bedeutung zu.

Spleen Tiefe Schwermut
Ennui Lähmende Langeweile
Paarreim Reimende Nachbarverse
Caveau Grabkammer
Sphinx Rätselhaftes Fabelwesen





Drag and Drop

Verbinde das Bild aus dem Gedicht mit einer möglichen Bedeutung.

Ordne die richtigen Begriffe zu. Mögliche Bedeutung
Schubladenschrank Erinnerungsfülle
Friedhof Verlustgefühl
Welke Rosen Vergänglichkeit
Schneeflocken Last der Jahre
Sphinx Einsamkeit





Kreuzworträtsel

Spleen Welches Wort bezeichnet im Gedicht tiefe Schwermut?
Metapher Wie heißt ein sprachliches Bild ohne ein direktes Vergleichswort?
Kirchhof Mit welchem Ort setzt sich das Ich in der deutschen Übersetzung in Vers acht gleich?
Sphinx Welches rätselhafte Wesen erscheint am Schluss?
Paarreim Wie heißt der Reim zwischen unmittelbar aufeinanderfolgenden Versen?
Baudelaire Wer schrieb das französische Original?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.
Charles Baudelaire schrieb das Originalgedicht auf

.
Die deutsche Fassung mit dem Beginn „Mir ist, als hätte“ stammt von Wolf von

.
Das Gedicht besitzt

Verse.
Die sprechende Stimme bezeichnet man als

Ich.
Im französischen Original finden sich durchgehend

.
Der Ausdruck „cimetière“ bedeutet auf Deutsch

.
Die Rosen in Vers elf sind bereits

.
Das französische Wort „ennui“ bedeutet hier quälende

.
Am Ende des Gedichts erscheint eine

.
Eine gute Interpretation begründet Aussagen mit

.



Offene Aufgaben

Wähle ein Schreibprojekt. Jedes Projekt besteht aus vier kurzen Arbeitsschritten. So kannst Du mit Deinem Niveau beginnen und Dich steigern.


Leicht: Ein Bild erklären

  1. Textbeleg: Wähle ein Bild aus Vers 6, 8, 11 oder 22 und schreibe die französische Textstelle mit Versnummer ab.
  2. Beschreibung: Erkläre in zwei Sätzen, was das Bild wörtlich darstellt.
  3. Bildwirkung: Notiere drei Wörter, die seine Stimmung beschreiben.
  4. Kurzinterpretation: Schreibe vier bis fünf Sätze darüber, was das Bild über das lyrische Ich aussagen könnte.


Standard: Einen Analyseabsatz schreiben

  1. Deutungshypothese: Formuliere eine These zum Verhältnis von Erinnerungen und Langeweile.
  2. Formanalyse: Wähle ein Reimpaar und erkläre, wie die geordnete Form wirkt.
  3. Sprachanalyse: Untersuche die Wiederholung „Je suis“ oder ein anderes nachgewiesenes Stilmittel.
  4. Gedichtinterpretation: Schreibe einen zusammenhängenden Absatz mit mindestens zwei Versbelegen und einer begründeten Deutung.


Schwer: Original und Übersetzung vergleichen

  1. Übersetzungsvergleich: Stelle die erste Zeile des französischen Originals der Kalckreuth-Übersetzung gegenüber.
  2. Sprachvergleich: Untersuche, wie Erinnerung und Zeit in beiden Fassungen sprachlich dargestellt werden.
  3. Literarische Deutung: Vergleiche die Bilder aus V. 8 und V. 22 und entwickle eine eigene Deutung.
  4. Argumentation: Schreibe einen kurzen Vergleichstext und begründe, welche Unterschiede zwischen Original und Übersetzung für die Interpretation wichtig sind.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

Bearbeite mindestens fünf Aufgaben. Nutze genaue Versangaben und unterscheide Beobachtung und Deutung.

  1. Selbstwahrnehmung: Erkläre, wie aus der großen Erinnerungsfülle ein Gefühl von innerer Erstarrung entstehen kann.
  2. Form und Inhalt: Beurteile, ob die regelmäßigen Paarreime eher Ordnung oder Bedrängnis vermitteln. Begründe mit Textbeispielen.
  3. Symbol: Vergleiche die Bilder des Friedhofs und der Sphinx. Welche Gemeinsamkeiten haben sie und worin unterscheiden sie sich?
  4. Übersetzung: Erkläre, warum eine deutsche Gedichtanalyse den Wortlaut einer bestimmten Übersetzung nennen muss.
  5. Transfer: Beschreibe eine heutige Situation, in der Zeit subjektiv besonders langsam vergeht. Vergleiche sie mit V. 15–18, ohne beide Erfahrungen gleichzusetzen.
  6. Mehrdeutigkeit: Untersuche, ob das Singen der Sphinx in V. 24 eine Spur von Hoffnung zulässt oder die Einsamkeit verstärkt.




Lernnachweis

Dein Lernnachweis besteht aus einem kurzen Analyse- oder Vergleichstext.

Wichtig sind:

  1. Eine korrekte Nennung von Autor, Titel, Entstehungskontext und Textfassung.
  2. Eine Beschreibung der Situation des lyrischen Ichs.
  3. Eine Untersuchung von Versform, Reim oder Klang.
  4. Die Deutung von mindestens zwei sprachlichen Bildern mit Verszitaten.
  5. Eine begründete eigene Interpretation, die eine andere mögliche Lesart berücksichtigt.
  6. Eine klare Trennung zwischen Original, Übersetzung und eigener Aussage.




OERs zum Thema

Vorhandene Lernangebote auf MOOCwiki:

Gedicht - Spleen II - Baudelaire, Charles

Gedichtinterpretation

Textanalyse

Moderne Symbolismus und Expressionismus - Literatur verstehen

Überprüfbare Textquellen:

Wikisource – Übersicht der französischen Textausgaben

TextGrid – deutsche Übersetzung von 1907

Wikisource – andere deutsche Übersetzung von Stefan George, 1901

UeLEX – bibliografische Angaben zu Wolf von Kalckreuth

Wikipedia – Autor und Werk:


Quellen, Lizenzen und Mediennachweise

Alle folgenden Dateien stammen von Wikimedia Commons. Die Angaben beziehen sich auf die jeweils geprüften Dateiseiten.

  1. Baudelaire-Porträt: Étienne Carjat, um 1862; gemeinfrei. Commons-Dateiseite
  2. Welke Rosen: Carlos Ebert; CC BY 2.0. Commons-Dateiseite
  3. Pastorale Szene: François Boucher; gemeinfrei. Commons-Dateiseite
  4. Sphinx von Gizeh: Hamerani; CC BY-SA 4.0. Commons-Dateiseite
  5. Rosen-Zeitraffer: BY-YOUR-⌘; CC BY 2.0. Commons-Dateiseite
  6. Französische Tonaufnahme: Thalie Envolée, Antoine Giet, Aurélien Lebourg und Compagnie Artaban; CC BY-SA 3.0 für die Aufnahme. Commons-Dateiseite

Hinweis zu YouTube: Die Videos von Marly Poésie und Le Bac Français werden nur über ihre veröffentlichten YouTube-Links eingebettet. Für sie wird keine Creative-Commons-Lizenz behauptet. Eine Einbettung ist keine Erlaubnis zur freien Weiterverbreitung oder Bearbeitung.

Die französische Quellfassung und die historischen deutschen Übersetzungen werden getrennt nachgewiesen. Modernisierte oder neue Übersetzungen sollten nur mit klarer Herkunfts- und Rechteangabe verwendet werden.


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