Zum Inhalt springen

Buch - Ilias - Homer

Aus MOOCsWiki Staging
Version vom 14. Oktober 2026, 19:48 Uhr von Glanz (Diskussion | Beiträge) (Bücher-Welt: freigegebene Buchausgabe create-only ergänzen [0f6a3d4e75e43939])
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)

← Bücher-Welt

Deutsche Übersetzung · Lesefassung

Ilias

Homer

Ilias von Homer. Volltext der angegebenen historischen deutschen Übersetzung.

EposKlasse 9–10 · 11–1325 Abschnitte
Historische Illustration zu Ilias
Historische Illustration zu „Ilias“ — Werkbezogene Bildquelle; keine belegte Zuordnung zu der hier angezeigten einzelnen Textstelle. · H.-P.Haack · Public domain Bildquelle ↗

Deutsche Übersetzung: Johann Heinrich Voß

Hinweise für den Unterricht
  • Historische Sprache und zeitgebundene Wertvorstellungen gemeinsam einordnen. Klassenangaben sind redaktionelle Orientierung.

Behutsam angepasste Schreibweise nach einer begrenzten Wortliste. Mehrdeutige Formen, erfasste Namen, Sprechernamen, Bühnenanweisungen, Überschriften und Anmerkungen bleiben unverändert. Keine vollständige redaktionelle Überarbeitung nach heutiger Rechtschreibung. Für wortgetreue Quellenzitate die Quellfassung wählen.

Deutsch · Abschnitt 2 von 25

1. Gesang

1
I. Gesang.
Vorlage S. 5
2
Den Priester Chryses zu rächen, dem Agamemnon die Tochter vorenthielt, sendet Apollon den Achaiern eine Pest. Agamemnon zankt mit Achilleus, weil er durch Kalchas die Befreiung der Chryseis fordern ließ, und nimmt ihm sein Ehrengeschenk, des Brises Tochter. Dem zürnenden Achilleus verspricht Thetis Hilfe. Entsendung der Chryseis und Versöhnung Apollons. Der Thetis gewährt Zeus so lange Sieg für die Troer, bis ihr Sohn Genugtuung erhalte. Unwille der Here gegen Zeus. Hephästos besänftigt beide.
Vorlage S. 5
3
Singe den Zorn, o Göttin, des Peleiaden Achilleus,
Vorlage S. 5
4
Ihn, der entbrannt den Achaiern unnennbaren Jammer erregte
Vorlage S. 5
5
Und viel tapfere Seelen der Heldensöhne zum Ais
Vorlage S. 5
6
Sendete, aber sie selbst zum Raub darstellte den Hunden
Vorlage S. 5
7
Und dem Gevögel umher. So ward Zeus' Wille vollendet:
Vorlage S. 5
8
Seit dem Tag, als erst durch bitteren Zank sich entzweiten
Vorlage S. 5
9
Atreus' Sohn, der Herrscher des Volks, und der edle Achilleus.
Vorlage S. 5
10
Wer hat jene der Götter empört zu feindlichem Hader?
Vorlage S. 5
11
Letos Sohn und des Zeus. Denn der, dem Könige zürnend,
Vorlage S. 5
12
Sandte verderbliche Seuche durchs Heer; und es sanken die Völker:
Vorlage S. 5
13
Drum, weil ihm den Chryses beleidiget, seinen Priester,
Vorlage S. 5
14
Atreus' Sohn. Denn er kam zu den rüstigen Schiffen Achaias,
Vorlage S. 5
15
Freizukaufen die Tochter, und bracht unendliche Lösung,
Vorlage S. 5
16
Tragend den Lorbeerschmuck des treffenden Phöbos Apollon
Vorlage S. 5
17
Um den goldenen Stab; und er flehete laut den Achaiern,
Vorlage S. 5
18
Doch den Atreiden vor allen, den zween Feldherren der Völker:
Vorlage S. 5
19
Atreus Söhn und ihr andern, ihr hellumschienten Achaier,
Vorlage S. 5
20
Euch verleihn die Götter, olympischer Höhen Bewohner,
Vorlage S. 5
21
Priamos' Stadt zu vertilgen und wohl nach Hause zu kehren;
Vorlage S. 5
22
Doch mir gebt die Tochter zurück und empfahet die Lösung,
Vorlage S. 5
23
Ehrfurchtsvoll vor Zeus' ferntreffendem Sohn Apollon.
Vorlage S. 5
24
Drauf gebot beifallend das ganze Heer der Achaier,
Vorlage S. 5
25
Ehrend den Priester zu scheun und die köstliche Lösung zu nehmen.
Vorlage S. 5
26
Aber nicht Agamemnon, des Atreus Sohne, gefiel es;
Vorlage S. 5
27
Dieser entsandt ihn mit Schmach und befahl die drohenden Worte:
Vorlage S. 5
28
Dass ich nimmer, o Greis, bei den räumigen Schiffen dich treffe,
Vorlage S. 5
29
Weder anitzt hier zaudernd noch wiederkehrend in Zukunft!
Vorlage S. 5
30
Kaum wohl möchte dir helfen der Stab und der Lorbeer des Gottes!
Vorlage S. 5
31
Jene lös ich dir nicht, bis einst das Alter ihr nahet,
Vorlage S. 5
32
Wann sie in meinem Palast in Argos, fern von der Heimat,
Vorlage S. 5
33
Mir als Weberin dient und meines Bettes Genossin!
Vorlage S. 5
34
Gehe denn, reize mich nicht, dass wohlbehalten du kehrest!
Vorlage S. 5
35
Jener sprach's, doch Chryses erschrak und gehorchte der Rede.
Vorlage S. 5
36
Schweigend ging er am Ufer des weit aufrauschenden Meeres;
Vorlage S. 5
37
Und wie er einsam jetzt hinwandelte, flehte der Alte
Vorlage S. 5
38
Viel zum Herrscher Apollon, dem Sohn der lockigen Leto:
Vorlage S. 5
39
Höre mich, Gott, der du Chrysa mit silbernem Bogen umwandelst
Vorlage S. 5
40
Samt der heiligen Killa und Tenedos mächtig beherrschest.
Vorlage S. 5
41
Smintheus! hab ich dir je den prangenden Tempel gekränzet,
Vorlage S. 5
42
Oder hab ich dir je von erlesenen Farren und Ziegen
Vorlage S. 5
43
Fette Schenkel verbrannt, so gewähre mir dieses Verlangen:
Vorlage S. 5
44
Meine Tränen vergilt mit deinem Geschoß den Achaiern!
Vorlage S. 5
45
Also rief er betend; ihn hörete Phöbos Apollon.
Vorlage S. 5
46
Schnell von den Höhn des Olympos enteilet' er zürnenden Herzens,
Vorlage S. 5
47
Auf der Schulter den Bogen und rings verschlossenen Köcher.
Vorlage S. 5
48
Laut erschollen die Pfeile zugleich an des Zürnenden Schulter,
Vorlage S. 5
49
Als er einher sich bewegt'. Er wandelte düster wie Nachtgraun,
Vorlage S. 5
50
Setzte sich drauf von den Schiffen entfernt und schnellte den Pfeil ab;
Vorlage S. 5
51
Und ein schrecklicher Klang entscholl dem silbernen Bogen.
Vorlage S. 5
52
Nur Maultier' erlegt' er zuerst und hurtige Hunde:
Vorlage S. 5
53
Doch nun gegen sie selbst das herbe Geschoß hinwendend,
Vorlage S. 5
54
Traf er; und rastlos brannten die Totenfeuer in Menge.
Vorlage S. 5
55
Schon neun Tage durchflogen das Heer die Geschosse des Gottes.
Vorlage S. 5
56
Drauf am zehnten berief des Volks Versammlung Achilleus,
Vorlage S. 5
57
Dem in die Seel es legte die lilienarmige Here;
Vorlage S. 5
58
Denn sie sorgt' um der Danaer Volk, die Sterbenden schauend.
Vorlage S. 5
59
Als sie nunmehr sich versammelt und vollgedrängt die Versammlung,
Vorlage S. 5
60
Trat hervor und begann der mutige Renner Achilleus:
Vorlage S. 5
61
Atreus' Sohn, nun denk ich, wir ziehn den vorigen Irrweg
Vorlage S. 5
62
Wieder nach Hause zurück, wofern wir entrinnen dem Tode,
Vorlage S. 5
63
Weil ja zugleich der Krieg und die Pest hinrafft die Achaier.
Vorlage S. 5
64
Aber wohlan, fragt einen der Opferer oder der Seher
Vorlage S. 5
65
Oder auch Traumausleger (auch Träume ja kommen von Zeus her),
Vorlage S. 5
66
Der uns sage, warum so ereiferte Phöbos Apollon,
Vorlage S. 5
67
Ob versäumte Gelübd ihn erzürneten, ob Hekatomben:
Vorlage S. 5
68
Wenn vielleicht der Lämmer Gedüft und erlesener Ziegen
Vorlage S. 5
69
Er zum Opfer begehrt, von uns die Plage zu wenden.
Vorlage S. 5
70
Also redete jener und setzte sich. Wieder erhub sich
Vorlage S. 6
71
Kalchas, der Thestoride, der weiseste Vogelschauer,
Vorlage S. 6
72
Der erkannte, was ist, was sein wird oder zuvor war,
Vorlage S. 6
73
Der auch her vor Troja der Danaer Schiffe geleitet
Vorlage S. 6
74
Durch wahrsagenden Geist, des ihn würdigte Phöbos Apollon;
Vorlage S. 6
75
Dieser begann wohlmeinend und redete vor der Versammlung:
Vorlage S. 6
76
Peleus' Sohn, du gebeutst mir, o Göttlicher, auszudeuten
Vorlage S. 6
77
Diesen Zorn des Apollon, des fernhin treffenden Herrschers.
Vorlage S. 6
78
Gerne will ich's ansagen; doch du verheiße mit Eidschwur,
Vorlage S. 6
79
Dass du gewiss willfährig mit Wort und Händen mir helfest.
Vorlage S. 6
80
Denn leicht möcht erzürnen ein Mann, der mächtigen Ansehns
Vorlage S. 6
81
Argos' Völker beherrscht und dem die Achaier gehorchen.
Vorlage S. 6
82
Stärker ja ist ein König, der zürnt dem geringeren Manne.
Vorlage S. 6
83
Wenn er auch die Galle den selbigen Tag noch zurückhält,
Vorlage S. 6
84
Dennoch laurt ihm beständig der heimliche Groll in dem Busen,
Vorlage S. 6
85
Bis er ihn endlich gekühlt. Drum rede du, willst du mich schützen?
Vorlage S. 6
86
Ihm antwortete drauf der mutige Renner Achilleus:
Vorlage S. 6
87
Sei getrost und erkläre den Götterwink, den du wahrnahmst.
Vorlage S. 6
88
Denn bei Apollon fürwahr, Zeus' Lieblinge, welchem, o Kalchas,
Vorlage S. 6
89
Flehend zuvor, den Achaiern der Götter Rat du enthüllest:
Vorlage S. 6
90
Keiner, solang ich leb und das Licht auf Erden noch schaue,
Vorlage S. 6
91
Soll bei den räumigen Schiffen mit frevelnder Hand dich berühren,
Vorlage S. 6
92
Aller Achaier umher! Und nenntest du selbst Agamemnon,
Vorlage S. 6
93
Der nun mächtig zu sein vor allem Volke sich rühmet.
Vorlage S. 6
94
Jetzo begann er getrost und sprach, der untadlige Seher:
Vorlage S. 6
95
Nicht versäumte Gelübd erzürnten ihn noch Hekatomben,
Vorlage S. 6
96
Sondern er zürnt um den Priester, den also entehrt' Agamemnon,
Vorlage S. 6
97
Nicht die Tochter befreit' und nicht annahm die Erlösung:
Vorlage S. 6
98
Darum gab uns Jammer der Treffende, wird es auch geben.
Vorlage S. 6
99
Nicht wird jener die schreckliche Hand abziehn vom Verderben,
Vorlage S. 6
100
Bis man zurück dem Vater das freudigblickende Mägdlein
Vorlage S. 6
101
Hingibt, frei, ohne Entgelt und mit heiliger Festhekatombe
Vorlage S. 6
102
Heim gen Chrysa entführt. Das möcht ihn vielleicht uns versöhnen.
Vorlage S. 6
103
Also redete jener und setzte sich. Wieder erhub sich
Vorlage S. 6
104
Atreus' Heldensohn, der Völkerfürst Agamemnon,
Vorlage S. 6
105
Zürnend vor Schmerz; es schwoll ihm das finstere Herz von der Galle,
Vorlage S. 6
106
Schwarz umströmt, und den Augen entfunkelte strahlendes Feuer.
Vorlage S. 6
107
Gegen Kalchas zuerst mit drohendem Blicke begann er:
Vorlage S. 7
108
Unglücksseher, der nie auch ein heilsames Wort mir geredet!
Vorlage S. 7
109
Immerdar nur Böses erfreut dein Herz zu verkünden!
Vorlage S. 7
110
Gutes hast du noch nimmer geweissagt oder vollendet!
Vorlage S. 7
111
Jetzt auch meldest du hier als Götterspruch den Achaiern,
Vorlage S. 7
112
Darum habe dem Volk der Treffende Wehe bereitet,
Vorlage S. 7
113
Weil für Chryses' Tochter ich selbst die köstliche Lösung
Vorlage S. 7
114
Anzunehmen verwarf. Denn traun! weit lieber behielt ich
Vorlage S. 7
115
Solche daheim, da ich höher wie Klytämnestra sie achte,
Vorlage S. 7
116
Meiner Jugend Vermählte; denn nicht ist jene geringer,
Vorlage S. 7
117
Weder an Bildung und Wuchs noch an Geist und künstlicher Arbeit.
Vorlage S. 7
118
Dennoch geh ich sie willig zurück, ist solches ja besser.
Vorlage S. 7
119
Lieber mög ich das Volk errettet schaun denn verderbend.
Vorlage S. 7
120
Gleich nur ein Ehrengeschenk bereitet mir, dass ich allein nicht
Vorlage S. 7
121
Ungeehrt der Danaer sei; nie wäre das schicklich!
Vorlage S. 7
122
Denn das seht ihr alle, dass mein Geschenk mir entgehet.
Vorlage S. 7
123
Ihm antwortete drauf der mutige Renner Achilleus:
Vorlage S. 7
124
Atreus' Sohn, ruhmvoller, du Habbegierigster aller,
Vorlage S. 7
125
Welches Geschenk verlangst du vom edlen Volk der Achaier?
Vorlage S. 7
126
Nirgends wissen wir doch des Gemeinsamen vieles verwahret,
Vorlage S. 7
127
Sondern soviel wir aus Städten erbeuteten, wurde geteilet;
Vorlage S. 7
128
Auch nicht ziemt es dem Volke, das einzelne wieder zu sammeln.
Vorlage S. 7
129
Aber entlaß du jetzo dem Gotte sie, und wir Achaier
Vorlage S. 7
130
Wollen sie dreifach ersetzen und vierfach, wenn uns einmal Zeus
Vorlage S. 7
131
Gönnen wird, der Troer befestigte Stadt zu verwüsten.
Vorlage S. 7
132
Gegen ihn rief antwortend der Völkerfürst Agamemnon:
Vorlage S. 7
133
Nicht also, wie tapfer du seist, gottgleicher Achilleus,
Vorlage S. 7
134
Sinn auf Trug! Nie wirst du mich schlau umgehn noch bereden!
Vorlage S. 7
135
Willst du, indes dir bleibt das Geschenk, dass ich selber umsonst hier
Vorlage S. 7
136
Sitze, des meinen beraubt? Und gebietest mir, frei sie zu geben?
Vorlage S. 7
137
Wohl denn, wofern mir ein andres verleihn die edlen Achaier,
Vorlage S. 7
138
Meinem Sinn es erlesend, das mir ein voller Ersatz sei!
Vorlage S. 7
139
Aber verleihn sie es nicht, dann komm ich selber und nehm es,
Vorlage S. 7
140
Deines vielleicht, auch des Ajas Geschenk wohl oder Odysseus'
Vorlage S. 7
141
Führ ich hinweg, und zürnen vielleicht wird, welchem ich nahe!
Vorlage S. 7
142
Doch von solcherlei Dingen ist Zeit zu reden auch künftig.
Vorlage S. 7
143
Auf nun, zieht ein schwärzliches Schiff in die heilige Meerflut,
Vorlage S. 7
144
Sammelt hinein vollzählig die Ruderer, bringt auch Apollons
Vorlage S. 8
145
Hekatomb; und sie selbst, des Chryses rosige Tochter,
Vorlage S. 8
146
Führet hinein. Und Gebieter des Schiffs sei der Könige einer:
Vorlage S. 8
147
Ajas oder der Held Idomeneus oder Odysseus
Vorlage S. 8
148
Oder auch du, Peleide, du schrecklichster unter den Männern,
Vorlage S. 8
149
Dass du den Treffenden uns durch heilige Opfer besänftigst.
Vorlage S. 8
150
Finster schaut' und begann der mutige Renner Achilleus:
Vorlage S. 8
151
Ha, du in Unverschämtheit Gehülleter, sinnend auf Vorteil!
Vorlage S. 8
152
Wie doch gehorcht dir willig noch einer im Heer der Achaier,
Vorlage S. 8
153
Einen Gang dir zu gehn und kühn mit dem Feinde zu kämpfen?
Vorlage S. 8
154
Nicht ja wegen der Troer, der lanzenkundigen, kam ich
Vorlage S. 8
155
Mit hieher in den Streit, sie haben's an mir nicht verschuldet.
Vorlage S. 8
156
Denn nie haben sie mir die Rosse geraubt noch die Rinder,
Vorlage S. 8
157
Nie auch haben in Phthia, dem scholligen Männergefilde,
Vorlage S. 8
158
Meine Frucht sie verletzt, indem viel Raumes uns sondert,
Vorlage S. 8
159
Waldbeschattete Berg und des Meers weitrauschende Wogen.
Vorlage S. 8
160
Dir, schamlosester Mann, dir folgten wir, dass du dich freutest;
Vorlage S. 8
161
Nur Menelaos zu rächen und dich, du Ehrevergeßner,
Vorlage S. 8
162
An den Troern! Das achtest du nichts, noch kümmert dich solches!
Vorlage S. 8
163
Selbst mein Ehrengeschenk, das drohest du mir zu entreißen,
Vorlage S. 8
164
Welches mit Schweiß ich errungen und mir verehrt die Achaier!
Vorlage S. 8
165
Hab ich doch nie ein Geschenk wie das deinige, wann die Achaier
Vorlage S. 8
166
Eine bevölkerte Stadt des troischen Volkes verwüstet,
Vorlage S. 8
167
Sondern die schwerste Last des tobenden Schlachtengetümmels
Vorlage S. 8
168
Trag ich mit meinem Arm: doch kommt zur Teilung es endlich,
Vorlage S. 8
169
Dein ist das größte Geschenk, und ich, mit wenigem fröhlich,
Vorlage S. 8
170
Kehre heim zu den Schiffen, nachdem ich erschlafft von dem Streite.
Vorlage S. 8
171
Doch nun geh ich gen Phthia! Denn weit zuträglicher ist es,
Vorlage S. 8
172
Heim mit den Schiffen zu gehn, den gebogenen! Schwerlich auch wirst du,
Vorlage S. 8
173
Weil du allhier mich entehrst, noch Schätz und Güter dir häufen!
Vorlage S. 8
174
Ihm antwortete drauf der Herrscher des Volks Agamemnon:
Vorlage S. 8
175
Fliehe nur, wenn's dein Herz dir gebeut! Nie werd ich dich wahrlich
Vorlage S. 8
176
Anflehn, meinethalb zu verziehn! Mir bleiben noch andre,
Vorlage S. 8
177
Ehre mir zu erwerben, zumal Zeus' waltende Vorsicht!
Vorlage S. 8
178
Ganz verhaßt mir bist du vor allen beseligten Herrschern;
Vorlage S. 8
179
Stets doch hast du den Zank nur geliebt und die Kämpf und die Schlachten!
Vorlage S. 8
180
Wenn du ein Stärkerer bist, ein Gott hat dir solches verliehen!
Vorlage S. 8
181
Schiffe denn heim, du selbst mit den Deinigen, dass du in Ruhe
Vorlage S. 9
182
Myrmidonen gebietest; denn du bist nichts mir geachtet,
Vorlage S. 9
183
Nichts auch gilt mir dein Pochen! Vielmehr noch droh ich dir also:
Vorlage S. 9
184
Weil mir Chryses' Tochter hinwegnimmt Phöbos Apollon,
Vorlage S. 9
185
Werd ich sie mit eigenem Schiff und eignen Genossen
Vorlage S. 9
186
Senden, allein ich hole die rosige Tochter des Brises
Vorlage S. 9
187
Selbst mir aus deinem Gezelt, dein Ehrengeschenk: dass du lernest,
Vorlage S. 9
188
Wieviel höher ich sei als du, und ein anderer zage,
Vorlage S. 9
189
Gleich sich mir zu wähnen und so mir zu trotzen ins Antlitz!
Vorlage S. 9
190
Jener sprach's; da entbrannte der Peleion, und das Herz ihm
Vorlage S. 9
191
Unter der zottigen Brust ratschlagete wankenden Sinnes,
Vorlage S. 9
192
Ob er, das schneidende Schwert alsbald von der Hüfte sich reißend,
Vorlage S. 9
193
Trennen sie sollt auseinander und niederhaun den Atreiden
Vorlage S. 9
194
Oder stillen den Zorn und die mutige Seele beherrschen.
Vorlage S. 9
195
Als er solches erwog in des Herzens Geist und Empfindung
Vorlage S. 9
196
Und er das große Schwert schon hervorzog, naht' ihm vom Himmel
Vorlage S. 9
197
Pallas Athen, entsandt von der lilienarmigen Here,
Vorlage S. 9
198
Die für beide zugleich in liebender Seele besorgt war.
Vorlage S. 9
199
Hinter ihn trat sie und fasste das bräunliche Haar des Peleiden,
Vorlage S. 9
200
Ihm allein sich enthüllend; der anderen schaute sie keiner.
Vorlage S. 9
201
Staunend zuckte der Held und wandte sich: plötzlich erkannt er
Vorlage S. 9
202
Pallas Athenens Gestalt, und fürchterlich strahlt' ihm ihr Auge.
Vorlage S. 9
203
Und er begann zu jener und sprach die geflügelten Worte:
Vorlage S. 9
204
Warum, o Tochter Zeus', des Ägiserschütterers, kamst du?
Vorlage S. 9
205
Etwa den Frevel zu schaun von Atreus' Sohn Agamemnon?
Vorlage S. 9
Historische Darstellung von Homer
Kontextbild zum Werk. Historische Darstellung von Homer — Spätere künstlerische Darstellung; kein gesichertes Bildnis aus dem Leben. · Manner of Caravaggio · Public domain Bildquelle ↗
206
Aber ich sage dir an, und das wird wahrlich vollendet:
Vorlage S. 9
207
Sein unbändiger Stolz wird einst noch das Leben ihm kosten!
Vorlage S. 9
208
Drauf antwortete Zeus' blauäugige Tochter Athene:
Vorlage S. 9
209
Deinen Zorn zu stillen, gehorchtest du, kam ich vom Himmel;
Vorlage S. 9
210
Denn mich sendete Here, die lilienarmige Göttin,
Vorlage S. 9
211
Die für beide zugleich in liebender Seele besorgt ist.
Vorlage S. 9
212
Aber wohlan, lass fahren den Streit und zücke das Schwert nicht,
Vorlage S. 9
213
Magst du mit Worten ihn doch beleidigen, wie es dir einfällt.
Vorlage S. 9
214
Denn ich sage dir an, und das wird wahrlich vollendet:
Vorlage S. 9
215
Einst wird dir noch dreimal so herrliche Gabe geboten
Vorlage S. 9
216
Wegen der heutigen Schmach. Drum fasse dich nun und gehorch uns.
Vorlage S. 9
217
Ihr antwortete drauf der mutige Renner Achilleus:
Vorlage S. 9
218
Euer Wort, o Göttin, geziemet es wohl zu bewahren,
Vorlage S. 10
219
Welche Wut auch im Herzen sich hebt; denn solches ist besser.
Vorlage S. 10
220
Wer dem Gebot der Götter gehorcht, den hören sie wieder.
Vorlage S. 10
221
Sprach's und hemmte die nervichte Hand an dem silbernen Hefte,
Vorlage S. 10
222
Stieß in die Scheide zurück das große Schwert und verwarf nicht
Vorlage S. 10
223
Athenäens Gebot. Sie wandte sich drauf zum Olympos,
Vorlage S. 10
224
In den Palast des donnernden Zeus, zu den anderen Göttern.
Vorlage S. 10
225
Doch der Peleide begann mit erbitterten Worten von neuem
Vorlage S. 10
226
Gegen des Atreus Sohn, denn noch nicht ruht' er vom Zorne:
Vorlage S. 10
227
Trunkenbold, mit dem hündischen Blick und dem Mute des Hirsches,
Vorlage S. 10
228
Niemals, weder zur Schlacht mit dem Volke zugleich dich zu rüsten
Vorlage S. 10
229
Noch zum Hinterhalte zu gehn mit den Edlen Achaias,
Vorlage S. 10
230
Hast du im Herzen gewagt! das scheinen dir Schrecken des Todes!
Vorlage S. 10
231
Zwar behaglicher ist es, im weiten Heer der Achaier
Vorlage S. 10
232
Ihm sein Geschenk zu entwenden, der dir entgegen nur redet!
Vorlage S. 10
233
Volkverschlingender König! denn nichtigen Menschen gebeutst du!
Vorlage S. 10
234
Oder du hättest, Atreide, das letztemal heute gefrevelt!
Vorlage S. 10
235
Aber ich sage dir an, und mit heiligem Eide beschwör ich's:
Vorlage S. 10
236
Wahrlich, bei diesem Zepter, der niemals Blätter und Zweige
Vorlage S. 10
237
Wieder zeugt, nachdem er den Stamm im Gebirge verlassen,
Vorlage S. 10
238
Nie mehr sproßt er empor, denn ringsum schälte das Erz ihm
Vorlage S. 10
239
Laub und Rinde hinweg, und edele Söhne Achaias
Vorlage S. 10
240
Tragen ihn jetzt in der Hand, die Richtenden, welchen Kronion
Vorlage S. 10
241
Seine Gesetze vertraut: dies sei dir die hohe Beteurung!
Vorlage S. 10
242
Wahrlich, vermisst wird Achilleus hinfort von den Söhnen Achaias
Vorlage S. 10
243
Allzumal; dann suchst du umsonst, wie sehr du dich härmest,
Vorlage S. 10
244
Rettung, wenn sie in Scharen, vom männermordenden Hektor
Vorlage S. 10
245
Niedergestürzt, hinsterben; und tief in der Seele zernagt dich
Vorlage S. 10
246
Zürnender Gram, dass den besten der Danaer nichts du geehret!
Vorlage S. 10
247
Also sprach der Peleid und warf auf die Erde den Zepter,
Vorlage S. 10
248
Rings mit goldenen Buckeln geschmückt; dann setzt' er sich nieder.
Vorlage S. 10
249
Gegen ihn stand der Atreid und wütete. Jetzo erhub sich
Vorlage S. 10
250
Nestor mit holdem Gespräch, der tönende Redner von Pylos,
Vorlage S. 10
251
Dem von der Zung ein Laut wie des Honiges Süße daherfloß.
Vorlage S. 10
252
Diesem waren schon zwei der redenden Menschengeschlechter
Vorlage S. 10
253
Hingewelkt, die vordem ihm zugleich aufwuchsen und lebten,
Vorlage S. 10
254
Dort in der heiligen Pylos; und jetzt das dritte beherrscht' er.
Vorlage S. 10
255
Dieser begann wohlmeinend und redete vor der Versammlung:
Vorlage S. 11
256
Wehe, wie großes Leid dem achaiischen Lande herannaht!
Vorlage S. 11
257
Traun, wohl freun wird sich Priamos des und Priamos' Söhne,
Vorlage S. 11
258
Auch das Volk der Troer wird hoch frohlocken im Herzen,
Vorlage S. 11
259
Wenn sie das alles gehört, wie ihr durch Zank euch ereifert,
Vorlage S. 11
260
Ihr, die ersten Achaier im Rat und die ersten im Kampfe.
Vorlage S. 11
261
Aber gehorcht! ihr beide seid jüngeren Alters, denn ich bin!
Vorlage S. 11
262
Denn schon vormals pflog ich mit stärkeren Männern Gemeinschaft,
Vorlage S. 11
263
Als ihr seid; und dennoch verachteten jene mich nimmer!
Vorlage S. 11
264
Solche Männer ersah ich nicht mehr und ersehe sie schwerlich,
Vorlage S. 11
265
So wie Peirithoos war und der völkerweidende Dryas,
Vorlage S. 11
266
Käneus auch und der Held Exadios, auch Polyphemos,
Vorlage S. 11
267
Oder wie Ägeus' Sohn, der götterähnliche Theseus.
Vorlage S. 11
268
Traun, das waren die stärksten der lebenden Erdebewohner,
Vorlage S. 11
269
Waren selbst die stärksten und kämpften nur wider die stärksten,
Vorlage S. 11
270
Wider die Bergkentauren, und übeten grause Vertilgung.
Vorlage S. 11
271
Seht, und jenen war ich ein Kriegsgenoß, der aus Pylos
Vorlage S. 11
272
Herkam, fern aus dem Apierland; denn sie riefen mich selber;
Vorlage S. 11
273
Und ich kämpfte das Meinige mit. Doch jene vermöchte
Vorlage S. 11
274
Keiner, so viel nun leben des Menschengeschlechts, zu bekämpfen.
Vorlage S. 11
275
Dennoch hörten sie Rat von mir und gehorchten dem Worte.
Vorlage S. 11
276
Aber gehorcht auch ihr; denn Rat zu hören ist besser.
Vorlage S. 11
277
Weder du, wie mächtig du seist, nimm jenem das Mägdlein,
Vorlage S. 11
278
Sondern lass, was ihm einmal zum Dank verliehn die Achaier;
Vorlage S. 11
279
Noch auch du, o Peleid, erhebe dich wider den König
Vorlage S. 11
280
So voll Trotz; denn es ward nie gleicher Ehre ja teilhaft
Vorlage S. 11
281
Ein bezepterter König, den Zeus mit Ruhme verherrlicht.
Vorlage S. 11
282
Wenn du ein Stärkerer bist und Sohn der göttlichen Mutter,
Vorlage S. 11
283
Ist er mächtiger doch, weil mehrerem Volk er gebietet.
Vorlage S. 11
284
Atreus' Sohn, lass fahren den Zorn; und ich selbst will Achilleus
Vorlage S. 11
285
Anflehn, auch sein Herz zu besänftigen, ihn, der die große
Vorlage S. 11
286
Schutzwehr ist dem achaiischen Volk im verderbenden Kriege.
Vorlage S. 11
287
Gegen ihn rief antwortend der Völkerfürst Agamemnon:
Vorlage S. 11
288
Wahrlich, o Greis, du hast wohlziemende Worte geredet.
Vorlage S. 11
289
Aber der Mann will immer den anderen allen zuvor sein;
Vorlage S. 11
290
Allen will er gebieten im Heer und alle beherrschen,
Vorlage S. 11
291
Allen Gesetz' austeilen, die niemand, mein ich, erkennet!
Vorlage S. 11
292
Wenn sie ja Lanzenkund ihm verliehn, die ewigen Götter,
Vorlage S. 12
293
Stellen sie darum ihm frei, auch Schmähungen auszurufen?
Vorlage S. 12
294
Ihm in die Red einfallend, begann der edle Achilleus:
Vorlage S. 12
295
Ja fürwahr, ein Feiger und Nichtiger müsst ich genannt sein,
Vorlage S. 12
296
Wenn ich in allem mich dir demütigte, was du nur aussprichst!
Vorlage S. 12
297
Andern gebeut du solches nach Willkür, aber nur mir nicht
Vorlage S. 12
298
Winke Befehl; ich möchte hinfort dir wenig gehorchen!
Vorlage S. 12
299
Eines verkünd ich dir noch, und du bewahr es im Herzen:
Vorlage S. 12
300
Niemals heb ich die Arme zum Streit auf wegen des Mägdleins,
Vorlage S. 12
301
Weder mit dir noch andern; ihr gabt und nehmet sie wieder.
Vorlage S. 12
302
Aber so viel mir sonst bei dem dunkelen Schiffe sich findet,
Vorlage S. 12
303
Davon nimmst du mir schwerlich das mindeste wider mein Wollen.
Vorlage S. 12
304
Oder wohlan, versuch es! Damit sie alle mit ansehn,
Vorlage S. 12
305
Wie alsbald an der Lanze dein schwarzes Blut mir herabträuft!
Vorlage S. 12
306
Also haderten beide mit widerstrebenden Worten,
Vorlage S. 12
307
Standen dann auf und trennten den Rat bei den Schiffen Achaias.
Vorlage S. 12
308
Peleus' Sohn, zu den Zelten gewandt und schwebenden Schiffen,
Vorlage S. 12
309
Wandelte samt Menötios' Sohn und seinen Genossen.
Vorlage S. 12
310
Doch der Atreid entließ ein hurtiges Schiff in die Meerflut,
Vorlage S. 12
311
Wählete zwanzig hinein der Ruderer, bracht auch Apollons
Vorlage S. 12
312
Hekatomb, und darauf des Chryses rosige Tochter
Vorlage S. 12
313
Führt' er hinein; und Gebieter des Schiffs war der weise Odysseus.
Vorlage S. 12
314
Alle nun eingestiegen, durchsteuerten flüssige Pfade.
Vorlage S. 12
315
Drauf hieß Atreus' Sohn sich entsündigen alle Achaier:
Vorlage S. 12
316
Und sie entsündigten sich und warfen ins Meer die Befleckung,
Vorlage S. 12
317
Opferten dann für Apollon vollkommene Sühnhekatomben
Vorlage S. 12
318
Mutiger Stier' und Ziegen am Strand des verödeten Meeres;
Vorlage S. 12
319
Und hoch wallte der Duft in wirbelndem Rauche gen Himmel.
Vorlage S. 12
320
So war alles im Heere beschäftiget. Doch Agamemnon
Vorlage S. 12
321
Ließ nicht ruhn, was er zankend zuvor gedroht dem Achilleus;
Vorlage S. 12
322
Sondern Talthybios schnell und Eurybates rief er ermahnend,
Vorlage S. 12
323
Die Herold' ihm waren und rasch aufwartende Diener:
Vorlage S. 12
324
Gehet hin zum Gezelte des Peleiaden Achilleus,
Vorlage S. 12
325
Nehmt an der Hand und bringt des Brises rosige Tochter.
Vorlage S. 12
326
Wenn er sie nicht hergäbe, so möcht ich selber sie nehmen,
Vorlage S. 12
327
Hin mit mehreren kommend, was ihm noch schrecklicher sein wird!
Vorlage S. 12
328
Jener sprach's und entließ sie, die drohenden Worte befehlend.
Vorlage S. 12
329
Ungern gingen sie beid am Strand des verödeten Meeres,
Vorlage S. 13
330
Bis sie die Zelt' und Schiffe der Myrmidonen erreichten.
Vorlage S. 13
331
Ihn nun fanden sie dort am Gezelt und dunkelen Schiffe
Vorlage S. 13
332
Sitzend; und traun, nicht wurde des Anblicks fröhlich Achilleus.
Vorlage S. 13
333
Beide, bestürzt vor Scheu und Ehrfurcht gegen den König,
Vorlage S. 13
334
Standen und wageten nichts zu verkündigen oder zu fragen.
Vorlage S. 13
335
Aber er selbst vernahm es in seinem Geist und begann so:
Vorlage S. 13
336
Freude mit euch, Herold', ihr Boten Zeus' und der Menschen!
Vorlage S. 13
337
Nahet euch! Ihr nicht seid mir Verschuldete, nur Agamemnon,
Vorlage S. 13
338
Der euch beide gesandt um Brises' rosige Tochter.
Vorlage S. 13
339
Auf denn, führe heraus das Mägdelein, edler Patroklos,
Vorlage S. 13
340
Und lass jene sie nehmen. Doch sei'n sie selber mir Zeugen
Vorlage S. 13
341
Vor den seligen Göttern und vor den sterblichen Menschen,
Vorlage S. 13
342
Auch vor dem Könige dort, dem Wüterich: wenn man hinfort noch
Vorlage S. 13
343
Meiner Hilfe bedarf, dem schmählichen Jammer zu steuern
Vorlage S. 13
344
Jenes Volks ...! Ha, wahrlich! er tobt in verderblichem Wahnsinn,
Vorlage S. 13
345
Blind im Geiste zugleich vorwärts zu schauen und rückwärts,
Vorlage S. 13
346
Dass bei den Schiffen er sichre das streitende Heer der Achaier!
Vorlage S. 13
347
Jener sprach's; und Patroklos, dem lieben Freunde gehorchend,
Vorlage S. 13
348
Führt' aus dem Zelt und gab des Brises rosige Tochter
Vorlage S. 13
349
Jenen dahin; und sie kehrten zurück zu den Schiffen Achaias.
Vorlage S. 13
350
Ungern ging mit ihnen das Mägdelein. Aber Achilleus,
Vorlage S. 13
351
Weinend, setzte sich schnell, abwärts von den Freunden gesondert,
Vorlage S. 13
352
Hin an des Meeres Gestad und schaut' in das finstre Gewässer.
Vorlage S. 13
353
Vieles zur trauten Mutter nun flehet er, breitend die Hände:
Vorlage S. 13
354
Mutter, dieweil du mich nur für wenige Tage gebarest,
Vorlage S. 13
355
Sollte mir Ehre doch der Olympier jetzo verleihen,
Vorlage S. 13
356
Der hochdonnernde Zeus! Doch er ehret mich nicht auch ein wenig!
Vorlage S. 13
357
Siehe, des Atreus Sohn, der Völkerfürst Agamemnon,
Vorlage S. 13
358
Hat mich entehrt und behält mein Geschenk, das er selber geraubet!
Vorlage S. 13
359
Also sprach er betränt; ihn vernahm die treffliche Mutter,
Vorlage S. 13
360
Sitzend dort in den Tiefen des Meeres beim grauen Erzeuger.
Vorlage S. 13
361
Eilenden Schwungs entstieg sie der finsteren Flut wie ein Nebel,
Vorlage S. 13
362
Und nun setzte sie nahe sich hin vor den Tränenbenetzten,
Vorlage S. 13
363
Streichelt' ihn drauf mit der Hand und redete, also beginnend:
Vorlage S. 13
364
Liebes Kind, was weinst du? und was betrübt dir die Seele?
Vorlage S. 13
365
Sprich, verhehle mir nichts, damit wir es beide wissen.
Vorlage S. 13
366
Doch schwerseufzend begann der mutige Renner Achilleus:
Vorlage S. 14
367
Mutter, du weißt das alles; was soll ich es dir noch erzählen?
Vorlage S. 14
368
Thebe belagerten wir, Eetions heilige Feste,
Vorlage S. 14
369
Und verwüsteten sie und führeten alles von dannen.
Vorlage S. 14
370
Redlich teilten den Raub die tapferen Söhne Achaias,
Vorlage S. 14
371
Und man erkor dem Atreiden des Chryses rosige Tochter.
Vorlage S. 14
372
Chryses darauf, der Priester des treffenden Phöbos Apollon,
Vorlage S. 14
373
Kam zu den rüstigen Schiffen der erzumschirmten Achaier,
Vorlage S. 14
374
Freizukaufen die Tochter, und bracht unendliche Lösung,
Vorlage S. 14
375
Tragend den Lorbeerschmuck des treffenden Phöbos Apollon
Vorlage S. 14
376
Um den goldenen Stab; und er flehete laut den Achaiern,
Vorlage S. 14
377
Doch den Atreiden vor allen, den zween Feldherrn der Völker.
Vorlage S. 14
378
Drauf gebot beifallend das ganze Heer der Achaier,
Vorlage S. 14
379
Ehrend den Priester zu scheun und die köstliche Lösung zu nehmen.
Vorlage S. 14
380
Aber nicht Agamemnon, des Atreus Sohne, gefiel es;
Vorlage S. 14
381
Dieser entsandt ihn mit Schmach und befahl ihm drohende Worte.
Vorlage S. 14
382
Zürnend vernahm es der Greis und wandte sich. Aber Apollon
Vorlage S. 14
383
Hörte des Flehenden Ruf; denn sehr geliebt war ihm jener.
Vorlage S. 14
384
Und nun sandt er sein Todesgeschoß; und die Völker Achaias
Vorlage S. 14
385
Starben in Scharen dahin, da rings die Geschosse des Gottes
Vorlage S. 14
386
Flogen im weiten Heere der Danaer. Siehe, da weissagt'
Vorlage S. 14
387
Uns ein kundiger Seher den heiligen Rat des Apollon.
Vorlage S. 14
388
Eilend riet ich selber zuerst, den Gott zu versöhnen.
Vorlage S. 14
389
Aber der Atreion ereiferte; schnell sich erhebend,
Vorlage S. 14
390
Sprach er ein drohendes Wort, das nun der Vollendung genaht ist.
Vorlage S. 14
391
Jene geleiten im Schiff frohblickende Söhne Achaias
Vorlage S. 14
392
Heim nach Chrysa zurück, auch bringen sie Gaben dem Herrscher.
Vorlage S. 14
393
Doch mir nahmen nur eben die Herold' aus dem Gezelte
Vorlage S. 14
394
Brises' Tochter hinweg, das Ehrengeschenk der Achaier.
Vorlage S. 14
395
Oh, wenn du es vermagst, so hilf dem tapferen Sohne!
Vorlage S. 14
396
Steig empor zum Olympos und flehe Zeus, wenn du jemals
Vorlage S. 14
397
Ihm mit Worten das Herz erfreuetest oder mit Taten.
Vorlage S. 14
398
Denn ich habe ja oft dich selbst im Palaste des Vaters
Vorlage S. 14
399
Rühmen gehört, wie du einst dem schwarzumwölkten Kronion,
Vorlage S. 14
400
Du von den Göttern allein, die schmähliche Kränkung gewendet,
Vorlage S. 14
401
Als vordem ihn zu binden die andern Olympier drohten,
Vorlage S. 14
402
Here und Poseidaon zugleich und Pallas Athene.
Vorlage S. 14
403
Doch du kamst, o Göttin, und lösetest ihn aus den Banden,
Vorlage S. 15
404
Rufend zum hohen Olympos den hundertarmigen Riesen,
Vorlage S. 15
405
Den Briareos nennen die Himmlischen, aber Ägäon
Vorlage S. 15
406
Jeglicher Mensch; denn er raget auch selbst vor dem Vater an Stärke.
Vorlage S. 15
407
Dieser nun saß bei Kronion dem Donnerer, freudigen Trotzes.
Vorlage S. 15
408
Drob erschraken die Götter und scheuten sich, jenen zu fesseln.
Vorlage S. 15
409
Setze nun, des ihn erinnernd, zu jenem dich, faß ihm die Knie auch,
Vorlage S. 15
Historische Illustration zu Ilias
Kontextbild zum Werk. Historische Illustration zu „Ilias“ — Werkbezogene Bildquelle; keine belegte Zuordnung zu der hier angezeigten einzelnen Textstelle. · H.-P.Haack · Public domain Bildquelle ↗
410
Ob es vielleicht ihm gefalle, den Troern Schutz zu gewähren,
Vorlage S. 15
411
Aber zurückzudrängen zum Lager und Meer die Achaier,
Vorlage S. 15
412
Niedergehaun, bis sie alle sich sättigen ihres Gebieters;
Vorlage S. 15
413
Auch er selbst, der Atreide, der Völkerfürst Agamemnon,
Vorlage S. 15
414
Kenne die Schuld, da den besten der Danaer nichts er geehret!
Vorlage S. 15
415
Aber Thetis darauf antwortete, Tränen vergießend:
Vorlage S. 15
416
Wehe mir, dass ich, mein Kind, dich erzog, unselig Geborner!
Vorlage S. 15
417
Möchtest du hier bei den Schiffen doch frei von Tränen und Kränkung
Vorlage S. 15
418
Sitzen, dieweil dein Verhängnis so kurz nur währet, so gar kurz!
Vorlage S. 15
419
Aber zugleich frühwelkend und unglückselig vor allen
Vorlage S. 15
420
Wurdest du! Ja, dich gebar ich dem Jammergeschick im Palaste!
Vorlage S. 15
421
Dies dem Donnerer Zeus zu verkündigen, ob er mich höre,
Vorlage S. 15
422
Geh ich selber hinauf zum schneebedeckten Olympos.
Vorlage S. 15
423
Du indes, an des Meers schnellwandelnden Schiffen dich setzend,
Vorlage S. 15
424
Zürne dem Danaervolk und des Kriegs enthalte dich gänzlich.
Vorlage S. 15
425
Zeus ging gestern zum Mahl der unsträflichen Äthiopen
Vorlage S. 15
426
An des Okeanos Flut, und die Himmlischen folgten ihm alle.
Vorlage S. 15
427
Aber am zwölften Tag dann kehret er heim zum Olympos.
Vorlage S. 15
428
Hierauf steig ich empor zum ehernen Hause Kronions
Vorlage S. 15
429
Und umfaß ihm die Knie; und ich traue mir, ihn zu bewegen.
Vorlage S. 15
430
Als sie solches geredet, enteilte sie. Jener, allein nun,
Vorlage S. 15
431
Zürnt' im Geist und gedachte des schöngegürteten Weibes,
Vorlage S. 15
432
Das man mit Trotz und Gewalt ihm hinwegnahm. Aber Odysseus
Vorlage S. 15
433
Kam und brachte gen Chrysa die heilige Sühnhekatombe.
Vorlage S. 15
434
Als sie nunmehr in des Ports tiefgründige Räume gekommen,
Vorlage S. 15
435
Zogen sie ein die Segel und legten ins schwärzliche Schiff sie;
Vorlage S. 15
436
Lehnten darauf zum Behälter den Mast, an den Tauen ihn senkend,
Vorlage S. 15
437
Eilig hinab und schoben das Schiff mit Rudern zur Anfurt,
Vorlage S. 15
438
Warfen dann Anker hinaus und befestigten Seil' am Gestade.
Vorlage S. 15
439
Aus nun stiegen sie selbst an den wogenden Strand der Gewässer,
Vorlage S. 15
440
Aus auch lud man das Opfer dem treffenden Phöbos Apollon;
Vorlage S. 16
441
Aus auch stieg Chryseis vom meerdurchwallenden Schiffe.
Vorlage S. 16
442
Diese nun führte sogleich zum Altar der weise Odysseus,
Vorlage S. 16
443
Gab in des Vaters Hände sie hin und redete also:
Vorlage S. 16
444
Chryses, mich sandte daher der Völkerfürst Agamemnon,
Vorlage S. 16
445
Dass ich die Tochter dir brächt und die Sühnhekatombe dem Phöbos
Vorlage S. 16
446
Opferte für die Achaier, den Zorn zu versöhnen des Herrschers,
Vorlage S. 16
447
Der nun Argos' Volke so schmerzliches Wehe verhänget.
Vorlage S. 16
448
Sprach's und gab in die Hände sie ihm; und mit Freuden empfing er
Vorlage S. 16
449
Seine geliebte Tochter. Auch ordneten jene des Gottes
Vorlage S. 16
450
Herrliche Sühnhekatombe um den schöngebaueten Altar,
Vorlage S. 16
451
Wuschen darauf sich die Händ' und nahmen sich heilige Gerste.
Vorlage S. 16
452
Aber Chryses betete laut mit erhobenen Händen:
Vorlage S. 16
453
Höre mich, Gott, der du Chrysa mit silbernem Bogen umwandelst
Vorlage S. 16
454
Samt der heiligen Killa, und Tenedos mächtig beherrschest!
Vorlage S. 16
455
So wie schon du zuvor mich höretest, als ich dich anrief,
Vorlage S. 16
456
Wie du Ehre mir gabst und furchtbar schlugst die Achaier,
Vorlage S. 16
457
Also auch nun von neuem gewähre mir dieses Verlangen:
Vorlage S. 16
458
Gib den Danaern nun der schmählichen Plage Genesung!
Vorlage S. 16
459
Also rief er betend; ihn hörete Phöbos Apollon.
Vorlage S. 16
460
Aber nachdem sie gefleht und heilige Gerste gestreuet,
Vorlage S. 16
461
Beugten zurück sie die Häls' und schlachteten, zogen die Häut' ab,
Vorlage S. 16
462
Sonderten dann die Schenkel, umwickelten solche mit Fette
Vorlage S. 16
463
Zwiefach umher und bedeckten sie dann mit Stücken der Glieder.
Vorlage S. 16
464
Jetzo verbrannt es auf Scheitern der Greis, und dunkelen Weines
Vorlage S. 16
465
Sprengt' er darauf; ihn umstanden die Jünglinge, haltend den Fünfzack.
Vorlage S. 16
466
Als sie die Schenkel verbrannt und die Eingeweide gekostet,
Vorlage S. 16
467
Schnitten sie auch das übrige klein und steckten's an Spieße,
Vorlage S. 16
468
Brieten es dann vorsichtig und zogen es alles herunter.
Vorlage S. 16
469
Aber nachdem sie ruhten vom Werk und das Mahl sich bereitet,
Vorlage S. 16
470
Schmausten sie, und nicht mangelt' ihr Herz des gemeinsamen Mahles.
Vorlage S. 16
471
Aber nachdem die Begierde des Tranks und der Speise gestillt war,
Vorlage S. 16
472
Füllten die Jünglinge schnell die Krüge zum Rand mit Getränke,
Vorlage S. 16
473
Wandten von neuem sich rechts und verteileten allen die Becher.
Vorlage S. 16
474
Jene den ganzen Tag versöhnten den Gott mit Gesange,
Vorlage S. 16
475
Schön anstimmend den Päan, die blühenden Männer Achaias,
Vorlage S. 16
476
Preisend des Treffenden Macht; und er hörte freudigen Herzens.
Vorlage S. 16
477
Als die Sonne nunmehr hinsank und das Dunkel heraufzog,
Vorlage S. 17
478
Legten sich jene zur Ruh an den haltenden Seilen des Schiffes.
Vorlage S. 17
479
Als aufdämmernd nun Eos mit Rosenfingern emporstieg,
Vorlage S. 17
480
Jetzo schifften sie heim zum weiten Heer der Achaier.
Vorlage S. 17
481
Günstigen Hauch sandt ihnen der treffende Phöbos Apollon;
Vorlage S. 17
482
Und sie erhuben den Mast und spannten die schimmernden Segel.
Vorlage S. 17
483
Voll nun schwellte der Wind des Segels Mitt, und umher scholl
Vorlage S. 17
484
Laut die purpurne Wog um den Kiel des gleitenden Schiffes;
Vorlage S. 17
485
Und es durchlief die Gewässer, den Weg in Eile vollendend.
Vorlage S. 17
486
Als sie nunmehr hinkamen zum weiten Heer der Achaier,
Vorlage S. 17
487
Zogen das schwärzliche Schiff sie empor an die Feste des Landes,
Vorlage S. 17
488
Hoch auf den kiesigen Sand, und breiteten drunter Gebälk hin;
Vorlage S. 17
489
Selbst dann zerstreuten sie sich ringsher zu Gezelten und Schiffen.
Vorlage S. 17
490
Jener zürnt', an des Meers schnellwandelnden Schiffen sich setzend,
Vorlage S. 17
491
Peleus' göttlicher Sohn, der mutige Renner Achilleus.
Vorlage S. 17
492
Niemals mehr in den Rat, den männerehrenden, ging er,
Vorlage S. 17
493
Niemals mehr in die Schlacht. Doch Gram zernagte das Herz ihm,
Vorlage S. 17
494
Dass er blieb; er verlangte nur Feldgeschrei und Getümmel.
Vorlage S. 17
495
Als nunmehr die zwölfte der Morgenröten emporstieg,
Vorlage S. 17
496
Kehreten heim zum Olympos die ewigwährenden Götter
Vorlage S. 17
497
Alle zugleich; Zeus führte. Doch Thetis vergaß das Geheiß nicht
Vorlage S. 17
498
Ihres Sohns; sie enttauchte der Woge des Meers und erhub sich
Vorlage S. 17
499
Schon in dämmernder Frühe zum Himmel empor und Olympos;
Vorlage S. 17
500
Fand nun den waltenden Zeus abwärts von den anderen sitzend,
Vorlage S. 17
501
Dort auf dem obersten Gipfel des vielgezackten Olympos.
Vorlage S. 17
502
Und sie setzte sich nahe vor ihn, umschlang mit der Linken
Vorlage S. 17
503
Seine Knie und berührt' ihn unter dem Kinn mit der Rechten;
Vorlage S. 17
504
Flehend zugleich begann sie zum herrschenden Zeus Kronion:
Vorlage S. 17
505
Vater Zeus, wenn ich je mit Worten dir oder mit Taten
Vorlage S. 17
506
Frommt' in der Götter Schar, so gewähre mir dieses Verlangen:
Vorlage S. 17
507
Ehre mir meinen Sohn, der frühhinwelkend vor andern
Vorlage S. 17
508
Sterblichen ward! Doch hat ihn der Völkerfürst Agamemnon
Vorlage S. 17
509
Jetzo entehrt und behält sein Geschenk, das er selber geraubet!
Vorlage S. 17
510
Aber o räch ihn du, Olympier, Ordner der Welt, Zeus!
Vorlage S. 17
511
Stärke die Troer nunmehr mit Siegskraft, bis die Achaier
Vorlage S. 17
512
Meinen Sohn mir geehrt und reichliche Ehr ihm vergolten!
Vorlage S. 17
513
Jene sprach's; ihr erwiderte nichts der Wolkenversammler;
Vorlage S. 17
514
Lange saß er und schwieg. Doch Thetis schmiegte sich fest ihm
Vorlage S. 18
515
An die umschlungenen Knie und flehte wieder von neuem:
Vorlage S. 18
516
Unverstellt verheiße mir jetzt und winke Gewährung
Vorlage S. 18
517
Oder verweigere mir's! (nichts scheuest du!) dass ich es wisse,
Vorlage S. 18
518
Ganz sei ich vor allen die ungeehrteste Göttin!
Vorlage S. 18
519
Unmutsvoll nun begann der Herrscher im Donnergewölk Zeus:
Vorlage S. 18
520
Heillos, traun, ist solches, dass du mit Here zu hadern
Vorlage S. 18
521
Mich empörst, wann sie künftig mich reizt durch schmähende Worte.
Vorlage S. 18
522
Zanket sie doch schon so im Kreis der unsterblichen Götter
Vorlage S. 18
523
Stets mit mir und saget, ich helf im Streite den Troern.
Vorlage S. 18
524
Eile denn du jetzt wieder hinweg, dass nicht dich bemerke
Vorlage S. 18
525
Here; doch mir sei die Sorge des übrigen, wie ich's vollende.
Vorlage S. 18
526
Aber wohlan, mit dem Haupte dir wink ich es, dass du vertrauest.
Vorlage S. 18
527
Solches ist ja meiner Verheißungen unter den Göttern
Vorlage S. 18
528
Heiligstes Pfand; denn nie ist wandelbar oder betrüglich,
Vorlage S. 18
529
Noch unvollendet das Wort, das mit winkendem Haupt ich gewähret.
Vorlage S. 18
530
Also sprach und winkte mit schwärzlichen Brauen Kronion;
Vorlage S. 18
531
Und die ambrosischen Locken des Königes wallten ihm vorwärts
Vorlage S. 18
532
Von dem unsterblichen Haupt; es erbebten die Höhn des Olympos.
Vorlage S. 18
533
So ratschlagten sie beid und trennten sich. Siehe, die Göttin
Vorlage S. 18
534
Fuhr in die Tiefe des Meers vom glanzerhellten Olympos,
Vorlage S. 18
535
Zeus dann in seinen Palast. Die Unsterblichen standen empor ihm
Vorlage S. 18
536
Alle vom Sitz, dem Vater entgegenzugehen; und nicht einer
Vorlage S. 18
537
Harrte des Kommenden dort, entgegen ihm traten sie alle.
Vorlage S. 18
538
Er nun nahte dem Thron und setzte sich. Aber nicht achtlos
Vorlage S. 18
539
Hatt es Here bemerkt, wie geheim ratschlagte mit jenem
Vorlage S. 18
540
Nereus' Tochter, des Greises, die silberfüßige Thetis.
Vorlage S. 18
541
Schnell mit kränkender Rede zu Zeus Kronion begann sie:
Vorlage S. 18
542
Wer hat, Schlauer, mit dir der Unsterblichen wieder geratschlagt?
Vorlage S. 18
543
Immer war es dir Freude, von mir hinweg dich entfernend,
Vorlage S. 18
544
Heimlich ersonnenen Rat zu genehmigen! Hast du doch niemals
Vorlage S. 18
545
Mir willfährigen Geistes ein Wort gesagt, was du denkest!
Vorlage S. 18
546
Drauf begann der Vater des Menschengeschlechts und der Götter:
Vorlage S. 18
547
Here, nur nicht alles getraue dir, was ich beschließe,
Vorlage S. 18
548
Einzusehn; schwer würde dir das, auch meiner Gemahlin!
Vorlage S. 18
549
Zwar was dir zu hören vergönnt ist, keiner soll jenes
Vorlage S. 18
550
Früher erkennen denn du, der Unsterblichen oder der Menschen.
Vorlage S. 18
551
Doch was mir von den Göttern entfernt zu beschließen genehm ist,
Vorlage S. 19
552
Solches darfst du mir nicht auskundigen oder erforschen.
Vorlage S. 19
553
Ihm antwortete drauf die hoheitblickende Here:
Vorlage S. 19
554
Welch ein Wort, Kronion, du Schrecklicher, hast du geredet!
Vorlage S. 19
555
Nie doch hab ich zuvor mich erkundiget oder geforschet,
Vorlage S. 19
556
Sondern ganz in Ruhe beschließest du, was dir genehm ist.
Vorlage S. 19
557
Doch nun sorg ich im Herzen und fürchte mich, dass dich beschwatze
Vorlage S. 19
558
Nereus' Tochter, des Greises, die silberfüßige Thetis.
Vorlage S. 19
559
Denn sie saß in der Frühe bei dir und umschlang dir die Knie.
Vorlage S. 19
560
Ihr dann winkend, vermut ich, gelobtest du, dass du Achilleus
Vorlage S. 19
561
Ehren willst und verderben der Danaer viel an den Schiffen.
Vorlage S. 19
562
Gegen sie rief antwortend der Herrscher im Donnergewölk Zeus:
Vorlage S. 19
563
Immer, du Wunderbare, vermutest du, spähest mich immer!
Vorlage S. 19
564
Doch nicht schafft dein Tun dir das mindeste, sondern entfernter
Vorlage S. 19
565
Wirst du im Herzen mir stets, was dir noch schrecklicher sein wird;
Vorlage S. 19
566
Wenn auch jenes geschieht, so wird mir's also gelieben!
Vorlage S. 19
567
Sitze denn ruhig und schweig und gehorche du meinem Gebote!
Vorlage S. 19
568
Kaum wohl schützten dich sonst die Unsterblichen all im Olympos,
Vorlage S. 19
569
Trät ich hinan, ausstreckend zu dir die unnahbaren Hände!
Vorlage S. 19
570
Jener sprach's, da erschrak die hoheitblickende Here;
Vorlage S. 19
571
Schweigend saß sie nunmehr und bezwang die Stürme des Herzens.
Vorlage S. 19
572
Doch rings traurten im Saale die göttlichen Uranionen.
Vorlage S. 19
573
Jetzo begann Hephästos, der kunstberühmte, zu reden,
Vorlage S. 19
574
Seiner Mutter zu Gunst, der lilienarmigen Here:
Vorlage S. 19
575
Heillos, traun, wird solches zuletzt und gar unerträglich,
Vorlage S. 19
576
Wenn ihr beid um Sterbliche nun euch also entzweiet
Vorlage S. 19
577
Und zu Tumult aufreizet die Himmlischen! Nichts ja genießt man
Vorlage S. 19
578
Mehr von der Freude des Mahls; denn es wird je länger, je ärger!
Vorlage S. 19
579
Jetzt ermahn ich die Mutter, wiewohl sie selber Verstand hat,
Vorlage S. 19
580
Unserem Vater zu nahn mit Gefälligkeit, dass er hinfort nicht
Vorlage S. 19
581
Schelte, der Vater Zeus, und uns zerrütte das Gastmahl.
Vorlage S. 19
582
Denn sobald er es wollte, der Donnergott des Olympos,
Vorlage S. 19
583
Schmettert' er uns von den Thronen; denn er ist mächtig vor allen.
Vorlage S. 19
584
Aber wohlan, du wollest mit freundlichen Worten ihm schmeicheln;
Vorlage S. 19
585
Bald wird wieder zu Huld der Olympier uns versöhnt sein.
Vorlage S. 19
586
Jener sprach's und erhub sich und nahm den doppelten Becher.
Vorlage S. 19
587
Reicht' in die Hand der Mutter ihn dar und redete also:
Vorlage S. 19
588
Duld, o teuerste Mutter, und fasse dich, herzlich betrübt zwar!
Vorlage S. 20
589
Dass ich nicht, du Geliebte, mit eigenen Augen es sehe,
Vorlage S. 20
590
Wann er dich straft; dann sucht' ich umsonst, wie sehr ich mich härmte,
Vorlage S. 20
591
Rettung; schwerlich ja mag dem Olympier einer begegnen!
Vorlage S. 20
592
Denn schon einmal vordem, als abzuwehren ich strebte,
Vorlage S. 20
593
Schwang er mich hoch, bei der Ferse gefasst, von der heiligen Schwelle.
Vorlage S. 20
594
Ganz den Tag hinflog ich, und spät mit der sinkenden Sonne
Vorlage S. 20
595
Fiel ich in Lemnos hinab und atmete kaum noch Leben;
Vorlage S. 20
596
Aber der Sintier Volk empfing mich Gefallenen freundlich.
Vorlage S. 20
597
Sprach's; da lächelte sanft die lilienarmige Here.
Vorlage S. 20
598
Lächelnd darauf entnahm sie der Hand des Sohnes den Becher.
Vorlage S. 20
599
Jener schenkte nunmehr auch der übrigen Götterversammlung
Vorlage S. 20
600
Rechts herum, dem Kruge den süßen Nektar entschöpfend.
Vorlage S. 20
601
Doch unermessliches Lachen erscholl den seligen Göttern,
Vorlage S. 20
602
Als sie sahn, wie Hephästos in emsiger Eil umherging.
Vorlage S. 20
603
Also den ganzen Tag bis spät zur sinkenden Sonne
Vorlage S. 20
604
Schmausten sie, und nicht mangelt' ihr Herz des gemeinsamen Mahles,
Vorlage S. 20
605
Nicht des Saitengetöns von der lieblichen Leier Apollons,
Vorlage S. 20
606
Noch des Gesangs der Musen mit hold antwortender Stimme.
Vorlage S. 20
607
Aber nachdem sich gesenkt des Helios leuchtende Fackel,
Vorlage S. 20
608
Gingen sie auszuruhn zur eigenen Wohnung ein jeder,
Vorlage S. 20
609
Dort, wo jedem vordem der hinkende Künstler Hephästos
Vorlage S. 20
610
Bauete seinen Palast mit erfindungsreichem Verstande.
Vorlage S. 20
611
Zeus auch ging zum Lager, der Donnergott des Olympos,
Vorlage S. 20
612
Wo er zuvor ausruhte, wann süßer Schlaf ihm genaht war;
Vorlage S. 20
613
Dorthin stieg er zu ruhn mit der goldenthronenden Here.
Vorlage S. 20

Nach dem Lesen

Dein Blick auf das Kapitel

10er-QuizZitate verstehen · Zusammenhänge erkennen · Lernpunkte sammeln10 Fragen

Eine Antwort ist jeweils richtig. Lies den Textbeleg aufmerksam. Bei einer falschen Antwort kannst du es erneut versuchen.

Angemeldet zählen richtige Antworten für deinen Lernstand. Als Gast übst du ohne Kontopunkte.

Je Frage sind beim ersten Versuch 10 Punkte möglich, danach 5, 3 oder 1. Bereits gelöste Fragen bleiben zum Üben verfügbar.

1. Wie geht dieser Textausschnitt im Kapitel unmittelbar weiter? Ergänze den genauen Wortlaut. »Schon neun Tage durchflogen das …«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗ Textstelle 5 ↗

2. Welches Wort steht an der markierten Stelle? Achte auf die Bedeutung im Zusammenhang und prüfe den genauen Wortlaut. »Wieder erhub sich Atreus' Heldensohn, der […] Agamemnon, Zürnend vor Schmerz; es schwoll ihm das finstere Herz von der Galle, Schwarz umströmt, und den Augen entfunkelte strahlendes Feuer.«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗ Textstelle 5 ↗ Textstelle 6 ↗ Textstelle 7 ↗

3. Welchen Zusammenhang kennzeichnet das Wort »nachdem« in diesem Textausschnitt? »Aber ich sage dir an, und mit heiligem Eide beschwör ich's: Wahrlich, bei diesem Zepter, der niemals Blätter und Zweige Wieder zeugt, nachdem er den Stamm im Gebirge verlassen,«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗

4. Welcher Ausschnitt kennzeichnet eine Aussage ausdrücklich als Möglichkeit oder Vermutung? Achte auf die Formulierung; entscheide nicht, ob die Aussage tatsächlich wahr ist.

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗ Textstelle 5 ↗ Textstelle 6 ↗ Textstelle 7 ↗ Textstelle 8 ↗ Textstelle 9 ↗ Textstelle 10 ↗

5. Was bedeutet »alsbald« in diesem Ausschnitt? »Wie alsbald an der Lanze dein schwarzes Blut mir herabträuft!«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle nachlesen ↗

6. In welcher Reihenfolge stehen diese drei Ausschnitte im Kapitel? Gemeint ist ihre Reihenfolge im Text, nicht die Zeit der erzählten Ereignisse. A: »Keiner, so viel nun leben des Menschengeschlechts, zu bekämpfen.« B: »Wenn er auch die Galle den selbigen Tag noch zurückhält, Dennoch laurt ihm beständig der heimliche Groll in dem Busen, Bis er ihn endlich gekühlt.« C: »Und es durchlief die Gewässer, den Weg in Eile vollendend.«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗ Textstelle 5 ↗

7. Wie geht dieser Textausschnitt im Kapitel unmittelbar weiter? Ergänze den genauen Wortlaut. »Drob erschraken die Götter und …«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗

9. Welchen Zusammenhang kennzeichnet das Wort »nachdem« in diesem Textausschnitt? »Aber nachdem sich gesenkt des Helios leuchtende Fackel, Gingen sie auszuruhn zur eigenen Wohnung ein jeder, Dort, wo jedem vordem der hinkende Künstler Hephästos Bauete seinen Palast mit erfindungsreichem Verstande.«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗

10. Wie geht dieser Textausschnitt im Kapitel unmittelbar weiter? Ergänze den genauen Wortlaut. »Schweigend saß sie nunmehr und …«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗ Textstelle 5 ↗
Aufgaben zum TextVerstehen, begründen und mit Textstellen arbeiten · ohne Punkte

1. Ordne diese Textstelle in den Zusammenhang ein: »und befahl die drohenden Worte«. Was geschieht oder wird hier besprochen? Erkläre in drei bis fünf Sätzen auch, was davor und danach wichtig ist.

Impulse zur Selbstprüfung

Lies die verlinkte Stelle mit ihrer Umgebung. Trenne ausdrücklich Gesagtes von Vermutungen.

  • Situation oder Gedanke verständlich erklärt
  • Mindestens ein passender Textbeleg
  • Eigene Formulierungen statt bloßer Abschrift
Textstelle nachlesen ↗

2. Vergleiche die beiden Ausschnitte: »und befahl die drohenden Worte« und »Bauete seinen Palast mit erfindungsreichem Verstande.«. Welche Entwicklung, Gemeinsamkeit oder Spannung erkennst du? Begründe mit beiden Textstellen.

Impulse zur Selbstprüfung

Auch eine gleichbleibende Haltung ist ein mögliches Ergebnis. Erfinde keine Entwicklung, wenn sie sich aus dem Text nicht belegen lässt.

  • Beide Ausschnitte im Zusammenhang gelesen
  • Eine Gemeinsamkeit oder einen Unterschied erläutert
  • Deutung und wörtlichen Beleg unterschieden
Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗

3. Untersuche die sprachliche Wirkung dieses Ausschnitts: »Weder mit dir noch andern; ihr gabt und nehmet sie wieder.«. Wähle ein auffälliges Wort, ein Bild oder eine Formulierung. Erkläre seine Wirkung und begründe eine mögliche andere Lesart.

Impulse zur Selbstprüfung

Es gibt nicht nur eine richtige Interpretation. Prüfe beide Lesarten am Kapitel und benenne, was offen bleibt.

  • Sprachliches Merkmal am Wortlaut benannt
  • Wirkung als begründete Deutung formuliert
  • Alternative Lesart oder Grenze der Deutung erklärt
Textstelle nachlesen ↗
Kreativ schreibenDrei Anregungen in drei Niveaustufen · ohne Punkte

Wähle die Anregung, die zu dir passt. Deine eigene Fassung bleibt klar vom Originaltext getrennt.

Niveau 1 · Einstieg

1. Schreibe zu diesem Textausschnitt 5–8 eigene Sätze: »Den Priester Chryses zu rächen, dem Agamemnon die Tochter vorenthielt, sendet Apollon den Achaiern eine Pest.«. Wähle eine Person, einen Gegenstand oder einen Gedanken daraus. Schreibe aus einer neuen Sicht. Satzanfänge helfen: „Ich bemerke …“, „Ich frage mich …“, „Als Nächstes …“.

Impulse zur Selbstprüfung

Mehrere Lösungen sind möglich. Prüfe deinen Text an den Kriterien oder besprich ihn mit anderen. Diese Aufgabe gibt keine automatisch bewerteten Punkte.

  • Übernimm mindestens zwei passende Einzelheiten aus dem Kapitel.
  • Trenne ein wörtliches Zitat deutlich von deinem eigenen Text.
  • Kennzeichne deine Ergänzungen als erfunden.
Textstelle nachlesen ↗

Niveau 2 · Vertiefung

2. Verwandle den folgenden Ausschnitt in einen Brief, Tagebucheintrag oder kurzen Dialog: »Und hoch wallte der Duft in wirbelndem Rauche gen Himmel.«. Entscheide, wer sich an wen richtet. Schreibe etwa 120–180 Wörter. Bei einem Sachtext kann ein lernender Mensch einem anderen die Idee erklären.

Impulse zur Selbstprüfung

Mehrere Lösungen sind möglich. Prüfe deinen Text an den Kriterien oder besprich ihn mit anderen. Diese Aufgabe gibt keine automatisch bewerteten Punkte.

  • Die neue Textform und die gewählte Stimme sind erkennbar.
  • Mindestens zwei Aussagen oder Ereignisse bleiben mit dem Kapitel vereinbar.
  • Ergänze einen kurzen Kommentar: Was hast du übernommen, was bewusst erfunden?
Textstelle nachlesen ↗

Niveau 3 · Gestaltung

3. Schreibe ausgehend vom Kapitelende eine alternative Fortsetzung oder eine Szene mit einer Gegenposition: »Dorthin stieg er zu ruhn mit der goldenthronenden Here.«. Entwickle etwa 200–300 Wörter. Bei einem Sachtext kannst du ein Streitgespräch über eine These gestalten. Begründe anschließend in 3–5 Sätzen deine Entscheidungen mit zwei kurzen Zitaten aus dem Kapitel.

Impulse zur Selbstprüfung

Mehrere Lösungen sind möglich. Prüfe deinen Text an den Kriterien oder besprich ihn mit anderen. Diese Aufgabe gibt keine automatisch bewerteten Punkte.

  • Die Fortsetzung oder Gegenposition knüpft nachvollziehbar an konkrete Textstellen an.
  • Zwei genaue Zitate begründen die Gestaltung; Schlussfolgerungen werden als eigene Deutung markiert.
  • Der neue Text ist ausdrücklich eine eigene Bearbeitung und wird nicht dem Originalautor zugeschrieben.
Textstelle nachlesen ↗

Ausgabe, Herkunft und Rechte

Autor und namentlich belegte Übersetzung sind nach den geprüften Lebensdaten in Deutschland gemeinfrei. TextGrid und www.editura.de stellen Struktur und Metadaten unter CC BY 3.0 DE bereit.

Ilias

Homer: Ilias / Odyssee. Übers. v. Johann Heinrich Voß, München: Winkler Verlag, 1976. Homer 5- München

Das Werk Ilias von Homer ist eine Abwandlung des Datenbestandes der Digitalen Bibliothek von TextGrid, www.editura.de und wird unter der Creative Commons Lizenz veröffentlicht.

Quelltext und Ausgabe ↗ · CC BY 3.0 DE; underlying texts public domain per source Lizenz

Originalsprache · Altgriechisch

Vollständiger überlieferter Originaltext der angegebenen Perseus-Edition. Antike Überlieferungslücken und kritische Ergänzungen gehören zur Quellausgabe und sind kenntlich: ⟨Ergänzung⟩, ⟦vom Herausgeber getilgter Text⟧, […] Überlieferungslücke. Anmerkungen der Quellausgabe sind beschriftet. Wortlaut bleibt erhalten; TEI-Markup wird in Lesetext überführt. Keine Gleichsetzung mit einem erhaltenen Autorenmanuskript oder mit der Textgrundlage der deutschen Übersetzung.

Homer; source-edition editors listed separately; Perseus Digital Library, Tufts University. CC BY-SA 4.0.

Autorschaft und Ausgabe: Homer · David B. Monro · Thomas W. Allen · Perseus Digital Library, Tufts University

Originaltext und Ausgabe ↗ · Perseus Digital Library, Tufts University · Lizenz und Nutzungsbedingungen

Homer Homeri Opera David B. Monro Thomas W. Allen Editio Tertia Oxford Clarendon Press 1908-1920 1-2 Scriptorum classicorum bibliotheca Oxoniensis Internet Archive Internet Archive

Die Fassungen folgen den jeweils angegebenen Quellen; ihre Gliederung kann abweichen.

Welche Änderungen enthält die Lesefassung?

Explizite Wortliste statt allgemeiner Such-und-Ersetz-Regeln. Jede Änderung ist mit Kapitel, Absatz, Quellposition und Regel dokumentiert. Erfasste Namen und bekannte mehrdeutige Formen bleiben ausgespart; dies ist keine automatische vollständige Namenserkennung. Grundlage für s/ss/ß: Amtliches Regelwerk 2024, §§ 2, 5 und 25. Die unveränderte Quellfassung bleibt verfügbar.