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Buch - Macbeth - Shakespeare, William

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Deutsche Übersetzung · Lesefassung

Macbeth

Shakespeare, William

Macbeth von Shakespeare, William. Volltext der angegebenen historischen deutschen Übersetzung.

DramaKlasse 9–10 · 11–136 Abschnitte
Historische Illustration zu Macbeth
Historische Illustration zu „Macbeth“ — Werkbezogene Bildquelle; keine belegte Zuordnung zu der hier angezeigten einzelnen Textstelle. · Luc-Olivier Merson · Public domain Bildquelle ↗

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Deutsche Übersetzung: Dorothea Tieck

Hinweise für den Unterricht
  • Historische Sprache und zeitgebundene Wertvorstellungen gemeinsam einordnen. Klassenangaben sind redaktionelle Orientierung.

Behutsam angepasste Schreibweise nach einer begrenzten Wortliste. Mehrdeutige Formen, erfasste Namen, Sprechernamen, Bühnenanweisungen, Überschriften und Anmerkungen bleiben unverändert. Keine vollständige redaktionelle Überarbeitung nach heutiger Rechtschreibung. Für wortgetreue Quellenzitate die Quellfassung wählen.

Deutsch · Abschnitt 2 von 6

Erster Aufzug

1
Erste Szene
Vorlage S. 606
2
Eine Heide. Donner und Blitz.
Vorlage S. 606
3
Drei Hexen treten auf.
Vorlage S. 606
4
ERSTE HEXE.
Vorlage S. 606
5
Wann kommen wir drei uns wieder entgegen,
Vorlage S. 606
6
Im Blitz und Donner, oder im Regen?
Vorlage S. 606
7
ZWEITE HEXE.
Vorlage S. 606
8
Wenn der Wirrwarr stille schweigt,
Vorlage S. 606
9
Wer der Sieger ist, sich zeigt.
Vorlage S. 606
10
DRITTE HEXE.
Vorlage S. 606
11
Das ist, eh' der Tag sich neigt.
Vorlage S. 606
12
ERSTE HEXE.
Vorlage S. 606
13
Wo der Ort?
Vorlage S. 606
14
ZWEITE HEXE.
Vorlage S. 606
15
Die Heide dort.
Vorlage S. 606
16
DRITTE HEXE.
Vorlage S. 606
17
Da wird Macbeth sein. Fort, fort!
Vorlage S. 606
18
Man hört einen Gesang in der Luft.
Vorlage S. 606
19
ERSTE HEXE.
Vorlage S. 606
20
Grau Lieschen, ja! ich komme!
Vorlage S. 606
21
ALLE DREI.
Vorlage S. 606
22
Unke ruft: – Geschwind –
Vorlage S. 606
23
Schön ist hässlich, hässlich schön:
Vorlage S. 606
24
Schwebt durch Dunst und Nebelhöh'n!
Vorlage S. 606
25
Die Hexen verschwinden.
Vorlage S. 606
26
Zweite Szene
Vorlage S. 606
27
Freies Feld bei Fores.
Vorlage S. 606
28
Kriegsgeschrei. Es treten auf der König Duncan, Malcolm, Donalbain, Lenox, Gefolge; ein blutender Krieger kommt ihnen entgegen.
Vorlage S. 606
29
DUNCAN.
Vorlage S. 606
30
Welch blut'ger Mann ist dies? Er kann berichten,
Vorlage S. 606
31
Nach seinem Ansehn scheint's, den neusten Stand
Vorlage S. 606
32
Des Aufruhrs.
Vorlage S. 606
33
MALCOLM.
Vorlage S. 606
34
Dies ist der Kämpfer,
Vorlage S. 606
35
Der mich, als kecker, mutiger Soldat,
Vorlage S. 607
36
Aus meinen Feinden hieb: – Heil, tapfrer Freund!
Vorlage S. 607
37
Dem König gib Bericht vom Handgemenge,
Vorlage S. 607
38
Wie du's verließest.
Vorlage S. 607
39
KRIEGER.
Vorlage S. 607
40
Es stand zweifelhaft;
Vorlage S. 607
41
So wie zwei Schwimmer ringend sich umklammern,
Vorlage S. 607
42
Erdrückend ihre Kunst. Der grause Macdonwald
Vorlage S. 607
43
(Wert, ein Rebell zu sein; ihn so zu stempeln
Vorlage S. 607
44
Umschwärmen, stets sich mehrend, der Natur
Vorlage S. 607
45
Bosheiten ihn) ward von den Westeilanden
Vorlage S. 607
46
Von Kernen unterstützt und Galloglassen;
Vorlage S. 607
47
Und das Glück, dem scheußlichen Gemetzel lächelnd,
Vorlage S. 607
48
Schien des Rebellen Hure: doch umsonst,
Vorlage S. 607
49
Denn Held Macbeth, – wohl ziemt ihm dieser Name,
Vorlage S. 607
50
Das Glück verachtend, mit geschwungnem Stahl,
Vorlage S. 607
51
Der heiß von Blut und Niederlage dampfte,
Vorlage S. 607
52
Er, wie des Krieges Liebling, haut sich Bahn,
Vorlage S. 607
53
Bis er dem Schurken gegenüber steht;
Vorlage S. 607
54
Und nicht eh' schied noch sagt' er Lebewohl,
Vorlage S. 607
55
Bis er vom Nabel auf zum Kinn ihn schlitzte
Vorlage S. 607
56
Und seinen Kopf gepflanzt auf unsre Zinnen.
Vorlage S. 607
57
DUNCAN.
Vorlage S. 607
58
O tapfrer Vetter! würd'ger Edelmann!
Vorlage S. 607
59
KRIEGER.
Vorlage S. 607
60
Wie wenn mit erstem Sonnenlicht zugleich
Vorlage S. 607
61
Schiffbrechende Stürm' und grause Donnerschläge –
Vorlage S. 607
62
So schwillt aus jenem Quell, der Trost verhieß,
Vorlage S. 607
63
Trostlosigkeit. Merk', Schottlands König, merk':
Vorlage S. 607
64
Kaum schlug Gerechtigkeit, mit Mut gestählt,
Vorlage S. 607
65
In schmähl'ge Flucht die leichtgefüßten Kernen,
Vorlage S. 607
66
Als Norwegs Fürst, den Vorteil auserspähend,
Vorlage S. 607
67
Mit noch unblut'ger Wehr und frischen Truppen
Vorlage S. 607
68
Von neuem uns bestürmt.
Vorlage S. 607
69
DUNCAN.
Vorlage S. 607
70
Entmutigte
Vorlage S. 607
71
Das unsre Feldherrn nicht, Macbeth und Banquo?
Vorlage S. 607
72
KRIEGER.
Vorlage S. 607
73
Jawohl! wie Spatzen Adler, Hasen Löwen.
Vorlage S. 607
74
Grad' aus gesagt, muss ich von ihnen melden,
Vorlage S. 607
75
Sie waren wie Kanonen, überladen
Vorlage S. 607
76
Mit doppeltem Gekrach; so stürzten sie,
Vorlage S. 607
77
Die Doppelstreiche doppelnd, auf den Feind:
Vorlage S. 607
78
Ob sie in heißem Blute baden wollten,
Vorlage S. 608
79
Ob auferbaun ein zweites Golgatha,
Vorlage S. 608
80
Ich weiß es nicht –
Vorlage S. 608
81
Doch ich bin matt, die Wunden schrein nach Hülfe.
Vorlage S. 608
82
DUNCAN.
Vorlage S. 608
83
Wie deine Worte zieren dich die Wunden;
Vorlage S. 608
84
Und Ehre strömt aus beiden. Schafft ihm Ärzte!
Vorlage S. 608
85
Der Krieger wird fortgeführt. Rossetritt auf.
Vorlage S. 608
86
Wer nahet hier?
Vorlage S. 608
87
MALCOLM.
Vorlage S. 608
88
Der würd'ge Than von Rosse.
Vorlage S. 608
89
LENOX.
Vorlage S. 608
90
Welch Eilen deutet uns sein Blick! So müsste
Vorlage S. 608
91
Der blicken, der von Wundern melden will.
Vorlage S. 608
92
ROSSE.
Vorlage S. 608
93
Gott schütz' den König!
Vorlage S. 608
94
DUNCAN.
Vorlage S. 608
95
Von wannen, edler Than?
Vorlage S. 608
96
ROSSE.
Vorlage S. 608
97
Von Fife, mein König,
Vorlage S. 608
98
Wo Norwegs Banner schlägt die Luft und fächelt
Vorlage S. 608
99
Kalt unser Volk.
Vorlage S. 608
100
Norwegen selbst, mit fürchterlichen Scharen,
Vorlage S. 608
101
Verstärkt durch den abtrünnigen Verräter,
Vorlage S. 608
102
Den Than von Cawdor, begann den grausen Kampf;
Vorlage S. 608
103
Bis ihm Bellonas Bräut'gam, kampfgefeit,
Vorlage S. 608
104
Entgegenstürmt mit gleicher Überkraft,
Vorlage S. 608
105
Schwert gegen Schwert, Arm gegen dräu'nden Arm,
Vorlage S. 608
106
Und beugt den wilden Trotz: mit einem Wort,
Vorlage S. 608
107
Der Sieg blieb unser: –
Vorlage S. 608
108
DUNCAN.
Vorlage S. 608
109
Großes Glück!
Vorlage S. 608
110
ROSSE.
Vorlage S. 608
111
So dass
Vorlage S. 608
112
Nun Sweno, Norwegs König, Frieden fleht;
Vorlage S. 608
113
Doch wir gestatteten ihm nicht Begräbnis
Vorlage S. 608
114
Der Seinen, bis er auf Sankt Columban
Vorlage S. 608
115
Zehntausend Taler in den Schatz gezahlt.
Vorlage S. 608
116
DUNCAN.
Vorlage S. 608
117
Nicht frevle länger dieser Than von Cawdor
Vorlage S. 608
118
An unsrer Krone Heil! – Fort, künde Tod ihm an;
Vorlage S. 608
119
Mit seiner Würde grüße Macbeth dann!
Vorlage S. 608
120
ROSSE.
Vorlage S. 608
121
Ich eile, Herr, von hinnen.
Vorlage S. 608
122
DUNCAN.
Vorlage S. 608
123
Held Macbeth soll, was der verliert, gewinnen.
Vorlage S. 608
124
Alle ab.
Vorlage S. 608
125
Dritte Szene
Vorlage S. 609
126
Die Heide. Gewitter. Die drei Hexen treten auf.
Vorlage S. 609
127
ERSTE HEXE.
Vorlage S. 609
128
Wo warst du, Schwester?
Vorlage S. 609
129
ZWEITE HEXE.
Vorlage S. 609
130
Schweine gewürgt.
Vorlage S. 609
131
DRITTE HEXE
Vorlage S. 609
132
Schwester, wo du?
Vorlage S. 609
133
ERSTE HEXE.
Vorlage S. 609
134
Kastanien hatt' ein Schifferweib im Schoß,
Vorlage S. 609
135
Und schmatzt', und schmatzt', und schmatzt' –
Vorlage S. 609
136
»Gib mir«, sprach ich:
Vorlage S. 609
137
»Pack' dich, du Hexe!« schrie die garst'ge Vettel.
Vorlage S. 609
138
Ihr Mann ist nach Aleppo, führt den Tiger;
Vorlage S. 609
139
Doch schwimm' ich nach im Sieb, ich kann's,
Vorlage S. 609
140
Wie eine Ratte ohne Schwanz;
Vorlage S. 609
141
Ich tu's, ich tu's, ich tu's.
Vorlage S. 609
142
ZWEITE HEXE.
Vorlage S. 609
143
Geb' dir 'nen Wind.
Vorlage S. 609
144
ERSTE HEXE.
Vorlage S. 609
145
Bist gut gesinnt.
Vorlage S. 609
146
DRITTE HEXE.
Vorlage S. 609
147
Ich den zweiten obendrein.
Vorlage S. 609
148
ERSTE HEXE.
Vorlage S. 609
149
All die andern sind schon mein.
Vorlage S. 609
150
Wo sie wehn, die Küsten kenn' ich.
Vorlage S. 609
151
Jeden Punkt und Zirkel nenn' ich
Vorlage S. 609
152
Auf des Seemanns Karte.
Vorlage S. 609
153
Dürr wie Heu soll er verdorrn,
Vorlage S. 609
154
Und kein Schlaf, durch meinen Zorn,
Vorlage S. 609
155
Tag und Nacht sein Aug' erquickt,
Vorlage S. 609
156
Leb' er wie vom Fluch gedrückt.
Vorlage S. 609
157
Sieben Nächte, neunmal neun,
Vorlage S. 609
158
Siech und elend schrumpf' er ein:
Vorlage S. 609
159
Kann ich nicht sein Schiff zerschmettern,
Vorlage S. 609
160
Sei es doch umstürmt von Wettern.
Vorlage S. 609
161
Schau', was ich hab'!
Vorlage S. 609
162
ZWEITE HEXE.
Vorlage S. 609
163
Weis' her, weis' her!
Vorlage S. 609
164
ERSTE HEXE.
Vorlage S. 609
165
Daum 'nes Lotsen; sinken sah
Vorlage S. 609
166
Ich sein Schiff, dem Land schon nah.
Vorlage S. 609
167
Trommeln hinter der Szene.
Vorlage S. 609
168
DRITTE HEXE.
Vorlage S. 609
169
Trommeln! – Ha!
Vorlage S. 609
170
Macbeth ist da.
Vorlage S. 609
171
ALLE DREI.
Vorlage S. 609
172
Unheilsschwestern, Hand in Hand
Vorlage S. 610
173
Ziehn wir über Meer und Land.
Vorlage S. 610
174
Rundum dreht euch so, rundum:
Vorlage S. 610
Historische Illustration zu Macbeth
Kontextbild zum Werk. Historische Illustration zu „Macbeth“ — Werkbezogene Bildquelle; keine belegte Zuordnung zu der hier angezeigten einzelnen Textstelle. · Gustave Doré · Public domain Bildquelle ↗
175
Dreimal dein und dreimal mein,
Vorlage S. 610
176
Und dreimal noch, so macht es neun –
Vorlage S. 610
177
Halt! – Der Zauber ist gezogen.
Vorlage S. 610
178
Macbeth und Banquo treten auf.
Vorlage S. 610
179
MACBETH.
Vorlage S. 610
180
So schön und hässlich sah ich nie 'nen Tag.
Vorlage S. 610
181
BANQUO.
Vorlage S. 610
182
Wie weit ist's noch nach Fores? – Wer sind diese?
Vorlage S. 610
183
So eingeschrumpft, so wild in ihrer Tracht?
Vorlage S. 610
184
Die nicht Bewohnern unsrer Erde gleichen,
Vorlage S. 610
185
Und doch drauf stehn? Lebt ihr? Wie? seid ihr was,
Vorlage S. 610
186
Das man darf fragen? Ihr scheint mich zu verstehn,
Vorlage S. 610
187
Denn jede legt zugleich den stumpfen Finger
Vorlage S. 610
188
Auf ihren falt'gen Mund: – ihr solltet Weiber sein,
Vorlage S. 610
189
Und doch verbieten eure Bärte mir,
Vorlage S. 610
190
Euch so zu deuten.
Vorlage S. 610
191
MACBETH.
Vorlage S. 610
192
Sprecht, wenn ihr könnt: – Wer seid ihr?
Vorlage S. 610
193
ERSTE HEXE.
Vorlage S. 610
194
Heil dir, Macbeth, Heil, Heil dir, Than von Glamis!
Vorlage S. 610
195
ZWEITE HEXE.
Vorlage S. 610
196
Heil dir, Macbeth, Heil, Heil dir, Than von Cawdor!
Vorlage S. 610
197
DRITTE HEXE.
Vorlage S. 610
198
Heil dir, Macbeth, dir, künft'gem König, Heil!
Vorlage S. 610
199
BANQUO.
Vorlage S. 610
200
Was schreckst du, Mann? erregt dir Furcht, was doch
Vorlage S. 610
201
So lieblich lautet? – In der Wahrheit Namen,
Vorlage S. 610
202
Seid ihr Wahnbilder, oder wirklich das,
Vorlage S. 610
203
Was körperlich ihr scheint? Den edlen Kampffreund
Vorlage S. 610
204
Grüßt ihr mit neuem Erb' und Prophezeiung
Vorlage S. 610
205
Von hoher Würd' und königlicher Hoffnung,
Vorlage S. 610
206
Dass er verzückt da steht; mir sagt ihr nichts:
Vorlage S. 610
207
Wenn ihr durchschauen könnt die Saat der Zeit
Vorlage S. 610
208
Und sagen: dies Korn sproßt und jenes nicht, –
Vorlage S. 610
209
So sprecht zu mir, der nicht erfleht noch fürchtet
Vorlage S. 610
210
Gunst oder Haß von euch!
Vorlage S. 610
211
ERSTE HEXE.
Vorlage S. 610
212
Heil!
Vorlage S. 610
213
ZWEITE HEXE.
Vorlage S. 610
214
Heil!
Vorlage S. 610
215
DRITTE HEXE.
Vorlage S. 610
216
Heil!
Vorlage S. 610
217
ERSTE HEXE.
Vorlage S. 610
218
Kleiner als Macbeth, und größer.
Vorlage S. 610
219
ZWEITE HEXE.
Vorlage S. 610
220
Nicht so beglückt, und doch weit glücklicher.
Vorlage S. 611
221
DRITTE HEXE.
Vorlage S. 611
222
Kön'ge erzeugst du, bist du selbst auch keiner.
Vorlage S. 611
223
So, Heil, Macbeth und Banquo!
Vorlage S. 611
224
ERSTE HEXE.
Vorlage S. 611
225
Banquo und Macbeth, Heil!
Vorlage S. 611
226
MACBETH.
Vorlage S. 611
227
Bleibt, ihr einsilb'gen Sprecher, sagt mir mehr:
Vorlage S. 611
228
Mich macht, so hör' ich, Sinels Tod zum Glamis,
Vorlage S. 611
229
Doch wie zum Cawdor? Der Than von Cawdor lebt
Vorlage S. 611
230
Als ein beglückter Mann; und König sein,
Vorlage S. 611
231
Das steht so wenig im Bereich des Glaubens,
Vorlage S. 611
232
Als Than von Cawdor. Sagt, von wannen euch
Vorlage S. 611
233
Die wunderbare Kunde ward? weshalb
Vorlage S. 611
234
Auf dürrer Heid' ihr unsre Schritte hemmt
Vorlage S. 611
235
Mit so prophet'schem Gruß? – Sprecht, ich beschwör' euch!
Vorlage S. 611
236
Die Hexen verschwinden.
Vorlage S. 611
237
BANQUO.
Vorlage S. 611
238
Die Erd' hat Blasen, wie das Wasser hat,
Vorlage S. 611
239
So waren diese – wohin schwanden sie?
Vorlage S. 611
240
MACBETH.
Vorlage S. 611
241
In Luft, und, was uns Körper schien, zerschmolz
Vorlage S. 611
242
Wie Hauch im Wind. Oh, wären sie noch da!
Vorlage S. 611
243
BANQUO.
Vorlage S. 611
244
War so was wirklich hier, wovon wir sprechen?
Vorlage S. 611
245
Oder aßen wir von jener gift'gen Wurzel,
Vorlage S. 611
246
Die die Vernunft bewältigt?
Vorlage S. 611
247
MACBETH.
Vorlage S. 611
248
Eure Kinder,
Vorlage S. 611
249
Sie werden Kön'ge.
Vorlage S. 611
250
BANQUO.
Vorlage S. 611
251
Ihr sollt König werden.
Vorlage S. 611
252
MACBETH.
Vorlage S. 611
253
Und Than von Cawdor auch; hieß es nicht so?
Vorlage S. 611
254
BANQUO.
Vorlage S. 611
255
Ganz so in Weis' und Worten. Wer kommt da?
Vorlage S. 611
256
Rosse und Angus treten auf.
Vorlage S. 611
257
ROSSE.
Vorlage S. 611
258
Der König hörte hoch erfreut, Macbeth,
Vorlage S. 611
259
Die Kunde deines Siegs; und wenn er liest,
Vorlage S. 611
260
Wie im Rebellenkampf du selbst dich preisgabst,
Vorlage S. 611
261
So stritten in ihm Staunen und Bewund'rung,
Vorlage S. 611
262
Was dir, was ihm gehört. Doch überschauend,
Vorlage S. 611
263
Was noch am selb'gen Tag geschehn, verstummt er;
Vorlage S. 611
264
In Norwegs kühnen Schlachtreih'n sieht er dich,
Vorlage S. 611
265
Vor dem nicht bebend, was du selber schufest,
Vorlage S. 612
266
Abbilder grausen Tods. Wie Wort auf Wort
Vorlage S. 612
267
In schneller Rede, so kam Bot' auf Bote,
Vorlage S. 612
268
Und jeder trug dein Lob, im großen Kampf
Vorlage S. 612
269
Für seinen Thron, und schüttet's vor ihm aus.
Vorlage S. 612
270
ANGUS.
Vorlage S. 612
271
Wir sind gesandt vom königlichen Herrn,
Vorlage S. 612
272
Dir Dank zu bringen; vor sein Angesicht
Vorlage S. 612
273
Dich zu geleiten nur, nicht dir zu lohnen.
Vorlage S. 612
274
ROSSE.
Vorlage S. 612
275
Und als das Handgeld einer größern Ehre
Vorlage S. 612
276
Hieß er, als Than von Cawdor dich zu grüßen:
Vorlage S. 612
277
Heil dir in diesem Titel, würd'ger Than!
Vorlage S. 612
278
Denn er ist dein.
Vorlage S. 612
279
BANQUO.
Vorlage S. 612
280
Wie, spricht der Teufel wahr?
Vorlage S. 612
281
MACBETH.
Vorlage S. 612
282
Der Than von Cawdor lebt: was kleidet Ihr
Vorlage S. 612
283
Mich in erborgten Schmuck?
Vorlage S. 612
284
ANGUS.
Vorlage S. 612
285
Der Than war, lebt noch;
Vorlage S. 612
286
Doch unter schwerem Urteil schwebt das Leben,
Vorlage S. 612
287
Das er verwirkt. Ob er im Bund mit Norweg;
Vorlage S. 612
288
Ob, Rückhalt der Rebellen, er geheim
Vorlage S. 612
289
Sie unterstützte; ob vielleicht mit beiden
Vorlage S. 612
290
Er half zu seines Lands Verderb, – ich weiß nicht;
Vorlage S. 612
291
Doch Hochverrat, gestanden und erwiesen,
Vorlage S. 612
292
Hat ihn gestürzt.
Vorlage S. 612
293
MACBETH.
Vorlage S. 612
294
Glamis und Than von Cawdor:
Vorlage S. 612
295
Das Höchst' ist noch zurück. – Dank Eurer Müh'! –
Vorlage S. 612
296
Hofft Ihr nicht Euren Stamm gekrönt zu sehen,
Vorlage S. 612
297
Da jene, die mich Than von Cawdor nannten,
Vorlage S. 612
298
Nichts Mindres prophezeit?
Vorlage S. 612
299
BANQUO.
Vorlage S. 612
300
Darauf gefußt,
Vorlage S. 612
301
Möcht' es wohl auch zur Krone Euch entflammen,
Vorlage S. 612
302
Jenseits dem Than von Cawdor. Aber seltsam!
Vorlage S. 612
303
Oft, uns in eignes Elend zu verlocken,
Vorlage S. 612
304
Erzählen Wahrheit uns des Dunkels Schergen,
Vorlage S. 612
305
Verlocken uns durch schuldlos Spielwerk, uns
Vorlage S. 612
306
Dem tiefsten Abgrund zu verraten. – Vettern,
Vorlage S. 612
307
Vergönnt ein Wort!
Vorlage S. 612
308
MACBETH.
Vorlage S. 612
309
Zweimal gesprochene Wahrheit,
Vorlage S. 612
310
Als Glücksprologen zum erhabnen Schauspiel
Vorlage S. 612
311
Von kaiserlichem Inhalt. – Freund', ich dank' euch! –
Vorlage S. 613
312
Die Anmahnung von jenseits der Natur
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313
Kann schlimm nicht sein, – kann gut nicht sein: – wenn schlimm –
Vorlage S. 613
314
Was gibt sie mir ein Handgeld des Erfolgs,
Vorlage S. 613
315
Wahrhaft beginnend? Ich bin Than von Cawdor: –
Vorlage S. 613
316
Wenn gut, – warum befängt mich die Versuchung?
Vorlage S. 613
317
Deren entsetzlich Bild aufsträubt mein Haar,
Vorlage S. 613
318
So dass mein festes Herz ganz unnatürlich
Vorlage S. 613
319
An meine Rippen schlägt. – Erlebte Greuel
Vorlage S. 613
320
Sind schwächer als das Grau'n der Einbildung.
Vorlage S. 613
321
Mein Traum, des Mord nur noch ein Hirngespinst,
Vorlage S. 613
322
Erschüttert meine schwache Menschheit so,
Vorlage S. 613
323
Dass jede Lebenskraft in Ahnung schwindet,
Vorlage S. 613
324
Und nichts ist, als was nicht ist.
Vorlage S. 613
325
BANQUO.
Vorlage S. 613
326
Seht den Freund,
Vorlage S. 613
327
Wie er verzückt ist!
Vorlage S. 613
328
MACBETH.
Vorlage S. 613
329
Will das Schicksal mich
Vorlage S. 613
330
Als König, nun, mag mich das Schicksal krönen,
Vorlage S. 613
331
Tu' ich auch nichts.
Vorlage S. 613
332
BANQUO.
Vorlage S. 613
333
Die neue Würde engt ihn,
Vorlage S. 613
334
Wie fremd Gewand sich auch nur durch Gewohnheit
Vorlage S. 613
335
Dem Körper fügt.
Vorlage S. 613
336
MACBETH.
Vorlage S. 613
337
Komme, was kommen mag;
Vorlage S. 613
338
Die Stund' und Zeit durchläuft den rauhsten Tag.
Vorlage S. 613
339
BANQUO.
Vorlage S. 613
340
Edler Macbeth, wir harren Eurer Muße.
Vorlage S. 613
341
MACBETH.
Vorlage S. 613
342
Habt Nachsicht – in vergeßnen Dingen wühlte
Vorlage S. 613
343
Mein dumpfes Hirn. Ihr güt'gen Herrn, eu'r Mühn
Vorlage S. 613
344
Ist eingeschrieben, wo das Blatt ich täglich
Vorlage S. 613
345
Umschlag' und les'. – Entgegen jetzt dem König! –
Vorlage S. 613
346
Denkt dessen, was geschah, und bei mehr Muße,
Vorlage S. 613
347
Wenn ein'ge Zeit es reifte, lasst uns frei
Vorlage S. 613
348
Aus offner Seele reden!
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Historische Darstellung von William Shakespeare
Kontextbild zum Werk. Historische Darstellung von William Shakespeare — Spätere künstlerische Darstellung; kein gesichertes Bildnis aus dem Leben. · Martin Droeshout · Public domain Bildquelle ↗
349
BANQUO.
Vorlage S. 613
350
Herzlich gern.
Vorlage S. 613
351
MACBETH.
Vorlage S. 613
352
Bis dahin still! – Kommt, Freunde!
Vorlage S. 613
353
Alle ab.
Vorlage S. 613
354
Vierte Szene
Vorlage S. 614
355
Feld.
Vorlage S. 614
356
Trompeten. Es treten auf Duncan, Malcolm, Donalbain, Lenox, Gefolge.
Vorlage S. 614
357
DUNCAN.
Vorlage S. 614
358
Ist Cawdor hingerichtet? oder jene,
Vorlage S. 614
359
Die wir beauftragt, noch nicht wieder da?
Vorlage S. 614
360
MALCOLM.
Vorlage S. 614
361
Sie sind noch nicht zurück, mein Oberherr;
Vorlage S. 614
362
Doch sprach ich einen, der ihn sterben sah,
Vorlage S. 614
363
Der sagte mir, er habe den Verrat
Vorlage S. 614
364
Freimütig eingestanden, um Eu'r Hoheit
Vorlage S. 614
365
Verzeihn gefleht und tiefe Reu' gezeigt;
Vorlage S. 614
366
Nichts stand in seinem Leben ihm so gut,
Vorlage S. 614
367
Als wie er es verlassen hat; er starb
Vorlage S. 614
368
Wie einer, der sich auf den Tod geübt,
Vorlage S. 614
369
Und warf das Liebste, was er hatte, von sich,
Vorlage S. 614
370
Als wär's unnützer Tand.
Vorlage S. 614
371
DUNCAN.
Vorlage S. 614
372
Kein Wissen gibt's,
Vorlage S. 614
373
Der Seele Bildung im Gesicht zu lesen;
Vorlage S. 614
374
Es war ein Mann, auf den ich gründete
Vorlage S. 614
375
Ein unbedingt Vertraun. – Würdigster Vetter!
Vorlage S. 614
376
Es treten auf Macbeth, Banquo, Rosse und Angus.
Vorlage S. 614
377
Die Sünde meines Undanks drückte schwer
Vorlage S. 614
378
Mich eben jetzt. Du bist so weit voraus,
Vorlage S. 614
379
Dass der Belohnung schnellste Schwing' erlahmt,
Vorlage S. 614
380
Dich einzuholen. Hätt'st du wen'ger doch verdient,
Vorlage S. 614
381
Dass ich ausgleichen könnte das Verhältnis
Vorlage S. 614
382
Von Dank und Lohn! Nimm das Geständnis an:
Vorlage S. 614
383
Mehr schuld' ich, als mein Alles zahlen kann.
Vorlage S. 614
384
MACBETH.
Vorlage S. 614
385
Dienst, so wie Lehnspflicht, lohnt sich selbst im Tun.
Vorlage S. 614
386
Genug, wenn Eure Hoheit unsre Pflichten
Vorlage S. 614
387
Annehmen will: und unsre Pflichten sind
Vorlage S. 614
388
Die Söhn' und Diener Eures Throns und Staates,
Vorlage S. 614
389
Und tun nur, was sie müssen, tun sie alles,
Vorlage S. 614
390
Was Lieb' und Ehrfurcht heischt.
Vorlage S. 614
391
DUNCAN.
Vorlage S. 614
392
Willkommen hier!
Vorlage S. 615
393
Ich habe dich gepflanzt und will dich pflegen,
Vorlage S. 615
394
Um dein Gedeihn zu fördern. – Edler Banquo,
Vorlage S. 615
395
Nicht minder ist dein Wert, und wird von uns
Vorlage S. 615
396
Nicht minder anerkannt. Lass dich umschließen
Vorlage S. 615
397
Und an mein Herz dich drücken!
Vorlage S. 615
398
BANQUO.
Vorlage S. 615
399
Wachs' ich da,
Vorlage S. 615
400
So ist die Ernte Euer.
Vorlage S. 615
401
DUNCAN.
Vorlage S. 615
402
Meine Wonne,
Vorlage S. 615
403
Üppig im Übermaß, will sich verbergen
Vorlage S. 615
404
In Schmerzenstropfen. – Söhne, Vettern, Thans,
Vorlage S. 615
405
Und ihr, die Nächsten unserm Thron, vernehmt,
Vorlage S. 615
406
An Malcolm, unsern Ältsten, übertragen
Vorlage S. 615
407
Wir unser Thronrecht: Prinz von Cumberland
Vorlage S. 615
408
Heißt er demnach, und solche Ehre soll
Vorlage S. 615
409
Nicht unbegleitet ihm verliehen sein;
Vorlage S. 615
410
Denn Adelszeichen sollen, Sternen gleich,
Vorlage S. 615
411
Auf jeden Würd'gen strahlen. – Fort von hier
Vorlage S. 615
412
Nach Inverneß, und sei uns näher stets!
Vorlage S. 615
413
MACBETH.
Vorlage S. 615
414
Arbeit ist jede Ruh', die Euch nicht dient.
Vorlage S. 615
415
Ich selbst bin Euer Bote und beglücke
Vorlage S. 615
416
Durch Eures Nahens Kunde meine Hausfrau:
Vorlage S. 615
417
So scheid ich demutsvoll.
Vorlage S. 615
418
DUNCAN.
Vorlage S. 615
419
Mein würd'ger Cawdor!
Vorlage S. 615
420
MACBETH
Vorlage S. 615
421
für sich.
Vorlage S. 615
422
Ha! Prinz von Cumberland! – Das ist ein Stein,
Vorlage S. 615
423
Der muss, sonst fall' ich, übersprungen sein,
Vorlage S. 615
424
Weil er mich hemmt. Verbirg dich, Sternenlicht!
Vorlage S. 615
425
Schau' meine schwarzen, tiefen Wünsche nicht!
Vorlage S. 615
426
Sieh, Auge, nicht die Hand; doch lass geschehen,
Vorlage S. 615
427
Was, wenn's geschah, das Auge scheut zu sehen!
Vorlage S. 615
428
Er geht ab.
Vorlage S. 615
429
DUNCAN.
Vorlage S. 615
430
Ja, teurer Banquo, er ist ganz so edel,
Vorlage S. 615
431
Und ihn zu preisen, ist mir eine Labung;
Vorlage S. 615
432
Es ist ein Fest für mich. Lasst uns ihm nach,
Vorlage S. 615
433
Des Lieb' uns vorgeeilt, uns zu begrüßen:
Vorlage S. 615
434
Wer gleicht dem teuren Vetter?
Vorlage S. 615
435
Trompeten. Alle gehn ab.
Vorlage S. 615
436
Fünfte Szene
Vorlage S. 616
437
Inverneß. Zimmer in Macbeths Schloß.
Vorlage S. 616
438
Lady Macbeth tritt auf mit einem Brief.
Vorlage S. 616
439
LADY MACBETH
Vorlage S. 616
440
liest.
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441
»Sie begegneten mir am Tage des Sieges; und ich erfuhr aus den sichersten Proben, dass sie mehr als menschliches Wissen besitzen. Als ich vor Verlangen brannte, sie weiter zu befragen, verschwanden sie und zerflossen in Luft. Indem ich noch, von Erstaunen betäubt, da stand, kamen die Abgesandten des Königs, die mich als Than von Cawdor begrüßten; mit welchem Titel mich kurz vorher diese Zauberschwestern angeredet und mich durch den Gruß: 'Heil dir, dem künft'gen König!' auf die Zukunft verwiesen hatten. Ich habe es für gut gehalten, dir dies zu vertrauen, meine geliebteste Teilnehmerin der Hoheit, auf dass dein Mitgenuß an der Freude dir nicht entzogen werde, wenn du nicht erfahren hättest, welche Hoheit dir verheißen ist. Leg' es an dein Herz und lebe wohl!«
Vorlage S. 616
442
Glamis bist du; und Cawdor; und sollst werden,
Vorlage S. 616
443
Was dir verheißen ward: – Doch fürcht' ich dein Gemüt;
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444
Es ist zu voll von Milch der Menschenliebe,
Vorlage S. 616
445
Das Nächste zu erfassen. Groß möcht'st du sein,
Vorlage S. 616
446
Bist ohne Ehrgeiz nicht; doch fehlt die Bosheit,
Vorlage S. 616
447
Die ihn begleiten muss. Was recht du möchtest,
Vorlage S. 616
448
Das möcht'st du rechtlich; möchtest falsch nicht spielen,
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449
Und unrecht doch gewinnen: möchtest gern
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450
Das haben, großer Glamis, was dir zuruft:
Vorlage S. 616
451
»Dies musst du tun, wenn du es haben willst!« –
Vorlage S. 616
452
Und was du mehr dich scheust zu tun, als dass
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453
Du ungetan es wünschest. Eil' hieher,
Vorlage S. 616
454
Auf dass ich meinen Mut ins Ohr dir gieße,
Vorlage S. 616
455
Und alles weg mit tapfrer Zunge geißle,
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456
Was von dem goldnen Zirkel dich zurückdrängt,
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457
Womit Verhängnis dich und Zaubermacht
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458
Im voraus schon gekrönt zu haben scheint. –
Vorlage S. 616
459
Ein Diener tritt auf.
Vorlage S. 616
460
Was gibt es Neues?
Vorlage S. 616
461
DIENER.
Vorlage S. 616
462
Noch vor Abend kommt
Vorlage S. 617
463
Hierher der König.
Vorlage S. 617
464
LADY MACBETH.
Vorlage S. 617
465
Tolle Rede sprichst du;
Vorlage S. 617
466
Ist nicht dein Herr bei ihm? der, wär' es so,
Vorlage S. 617
467
Der Anstalt wegen es gemeldet hätte.
Vorlage S. 617
468
DIENER.
Vorlage S. 617
469
Verzeiht; es ist doch wahr. Der Than kommt gleich,
Vorlage S. 617
470
Denn ein Kam'rad von mir ritt ihm voraus;
Vorlage S. 617
471
Fast tot von großer Eil', hatt' er kaum Atem,
Vorlage S. 617
472
Die Botschaft zu bestellen.
Vorlage S. 617
473
LADY MACBETH.
Vorlage S. 617
474
Sorgt für ihn,
Vorlage S. 617
475
Er bringt uns große Zeitung.
Vorlage S. 617
476
Der Diener geht ab.
Vorlage S. 617
477
Selbst der Rab' ist heiser,
Vorlage S. 617
478
Der Duncans schicksalsvollen Eingang krächzt
Vorlage S. 617
479
Unter mein Dach. – Kommt, Geister, die ihr lauscht
Vorlage S. 617
480
Auf Mordgedanken, und entweibt mich hier;
Vorlage S. 617
481
Füllt mich von Wirbel bis zur Zeh', randvoll,
Vorlage S. 617
482
Mit wilder Grausamkeit! Verdickt mein Blut;
Vorlage S. 617
483
Sperrt jeden Weg und Eingang dem Erbarmen,
Vorlage S. 617
484
Dass kein anklopfend Mahnen der Natur
Vorlage S. 617
485
Den grimmen Vorsatz lähmt; noch friedlich hemmt
Vorlage S. 617
486
Vom Mord die Hand! Kommt an die Weibesbrust,
Vorlage S. 617
487
Trinkt Galle statt der Milch, ihr Morddämonen,
Vorlage S. 617
488
Wo ihr auch harrt in unsichtbarer Kraft
Vorlage S. 617
489
Auf Unheil der Natur! Komm, schwarze Nacht,
Vorlage S. 617
490
Umwölk' dich mit dem dicksten Dampf der Hölle,
Vorlage S. 617
491
Dass nicht mein scharfes Messer sieht die Wunde,
Vorlage S. 617
492
Die es geschlagen; noch der Himmel,
Vorlage S. 617
493
Durchschauend aus des Dunkels Vorhang, rufe:
Vorlage S. 617
494
Halt! Halt!
Vorlage S. 617
495
Macbeth tritt auf.
Vorlage S. 617
496
O großer Glamis, edler Cawdor!
Vorlage S. 617
497
Größer als beides durch das künft'ge Heil!
Vorlage S. 617
498
Dein Brief hat über das armsel'ge Heut
Vorlage S. 617
499
Mich weit verzückt, und ich empfinde nun
Vorlage S. 617
500
Das Künftige im Jetzt.
Vorlage S. 617
501
MACBETH.
Vorlage S. 617
502
Mein teures Leben,
Vorlage S. 617
503
Duncan kommt heut noch.
Vorlage S. 617
504
LADY MACBETH.
Vorlage S. 617
505
Und wann geht er wieder?
Vorlage S. 618
506
MACBETH.
Vorlage S. 618
507
Morgen, so denkt er –
Vorlage S. 618
508
LADY MACBETH.
Vorlage S. 618
509
Oh, nie soll die Sonne
Vorlage S. 618
510
Den Morgen sehn! Dein Angesicht, mein Than,
Vorlage S. 618
511
Ist wie ein Buch, wo wunderbare Dinge
Vorlage S. 618
512
Geschrieben stehen. – Die Zeit zu täuschen scheine
Vorlage S. 618
513
So wie die Zeit; den Willkomm trag' im Auge,
Vorlage S. 618
514
In Zung' und Hand; blick' harmlos wie die Blume,
Vorlage S. 618
515
Doch sei die Schlange drunter! Wohl versorgt
Vorlage S. 618
516
Muss der sein, der uns naht; und meiner Hand
Vorlage S. 618
517
Vertrau', das große Werk der Nacht zu enden,
Vorlage S. 618
518
Dass alle künft'gen Tag' und Nächt' uns lohne
Vorlage S. 618
519
Allein'ge Königsmacht und Herrscherkrone!
Vorlage S. 618
520
MACBETH.
Vorlage S. 618
521
Wir sprechen noch davon.
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522
LADY MACBETH.
Vorlage S. 618
Historische Illustration zu Macbeth
Kontextbild zum Werk. Historische Illustration zu „Macbeth“ — Werkbezogene Bildquelle; keine belegte Zuordnung zu der hier angezeigten einzelnen Textstelle. · Luc-Olivier Merson · Public domain Bildquelle ↗
523
Blick hell und licht;
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524
Mißtraun erregt verändert Angesicht:
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525
Lass alles andre mir!
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526
Sie gehen ab.
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527
Sechste Szene
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528
Ebendaselbst, vor dem Schloß.
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529
Es treten auf Duncan, Malcolm, Donalbain, Banquo, Macduff, Rosse, Angus, Gefolge.
Vorlage S. 618
530
DUNCAN.
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531
Dies Schloß hat eine angenehme Lage;
Vorlage S. 618
532
Gastlich umfängt die lichte, milde Luft
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533
Die heitern Sinne.
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534
BANQUO.
Vorlage S. 618
535
Dieser Sommergast,
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536
Die Schwalbe, die an Tempeln nistet, zeigt
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537
Durch ihren fleiß'gen Bau, dass Himmelsatem
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538
Hier lieblich haucht; kein Vorsprung, Fries, noch Pfeiler,
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539
Kein Winkel, wo der Vogel nicht gebaut
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540
Sein hängend Bett und Wiege für die Brut:
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541
Wo er am liebsten heckt und wohnt, da fand ich
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542
Am reinsten stets die Luft.
Vorlage S. 618
543
Lady Macbeth tritt auf.
Vorlage S. 618
544
DUNCAN.
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545
Seht! unsre edle Wirtin!
Vorlage S. 619
546
Die Liebe, die uns folgt, wird oft uns lästig;
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547
Doch dankt man ihr als Liebe. Lernt daraus,
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548
Noch Gottes Lohn für Eure Müh' uns geben
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549
Und Dank für Eure Last.
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550
LADY MACBETH.
Vorlage S. 619
551
All unsre Dienste,
Vorlage S. 619
552
Zwiefach in jedem Punkt, und dann verdoppelt,
Vorlage S. 619
553
Wär' nur ein arm und schwaches Tun, verglichen
Vorlage S. 619
554
Der hohen Gunst, womit Eu'r Majestät
Vorlage S. 619
555
Verherrlicht unser Haus. Für früh're Würden,
Vorlage S. 619
556
Wie für die letzte, die die andern krönt,
Vorlage S. 619
557
Bleiben wir im Gebet Euch Knecht und Diener.
Vorlage S. 619
558
DUNCAN.
Vorlage S. 619
559
Wo ist der Than von Cawdor?
Vorlage S. 619
560
Wir folgten auf dem Fuß ihm, denn wir meinten
Vorlage S. 619
561
Ihn anzumelden; doch er reitet schnell;
Vorlage S. 619
562
Und seine Liebe, schärfer als sein Sporn,
Vorlage S. 619
563
Bracht' ihn vor uns hieher. Höchstedle Wirtin,
Vorlage S. 619
564
Wir sind zu Nacht Eu'r Gast.
Vorlage S. 619
565
LADY MACBETH.
Vorlage S. 619
566
Für allezeit
Vorlage S. 619
567
Besitzen Eure Diener nur das Ihre,
Vorlage S. 619
568
Sich selbst und was sie haben, als Verwalter,
Vorlage S. 619
569
Und legen Rechnung ab, nach Eurer Hoheit
Vorlage S. 619
570
Befehl; und geben Euch zurück, was Euer.
Vorlage S. 619
571
DUNCAN.
Vorlage S. 619
572
Reicht mir die Hand; führt mich zu meinem Wirt:
Vorlage S. 619
573
Wir lieben herzlich ihn, und unsre Huld
Vorlage S. 619
574
Wird seiner stets gedenken. Teure Wirtin,
Vorlage S. 619
575
Erlaubt –
Vorlage S. 619
576
Er nimmt ihre Hand und führt sie in das Schloß, die übrigen folgen.
Vorlage S. 619
577
Siebente Szene
Vorlage S. 619
578
Ebendaselbst, Schloßhof.
Vorlage S. 619
579
Hoboen und Fackeln. Ein Vorschneider und mehrere Diener mit Schüsseln gehn über die Bühne; dann kommt Macbeth.
Vorlage S. 619
580
MACBETH.
Vorlage S. 619
581
Wär's abgetan, so wie's getan ist, dann wär's gut,
Vorlage S. 619
582
Man tät' es eilig: – Wenn der Meuchelmord
Vorlage S. 619
583
Aussperren könnt' aus seinem Netz die Folgen
Vorlage S. 619
584
Und nur Gelingen aus der Tiefe zöge:
Vorlage S. 620
585
Dass mit dem Stoß, einmal für immer, alles
Vorlage S. 620
586
Sich abgeschlossen hätte – hier, nur hier –
Vorlage S. 620
587
Auf dieser Schülerbank der Gegenwart –,
Vorlage S. 620
588
So setzt' ich weg mich übers künft'ge Leben. –
Vorlage S. 620
589
Doch immer wird bei solcher Tat uns schon
Vorlage S. 620
590
Vergeltung hier: dass, wie wir ihn gegeben,
Vorlage S. 620
591
Den blut'gen Unterricht, er, kaum gelernt,
Vorlage S. 620
592
Zurückschlägt, zu bestrafen den Erfinder.
Vorlage S. 620
593
Dies Recht, mit unabweislich fester Hand,
Vorlage S. 620
594
Setzt unsern selbstgemischten, gift'gen Kelch
Vorlage S. 620
595
An unsre eignen Lippen. –
Vorlage S. 620
596
Er kommt hieher, zweifach geschirmt: – Zuerst,
Vorlage S. 620
597
Weil ich sein Vetter bin und Untertan,
Vorlage S. 620
598
Beides hemmt stark die Tat; dann, ich – sein Wirt,
Vorlage S. 620
599
Der gegen seinen Mörder schließen müsste
Vorlage S. 620
600
Das Tor, nicht selbst das Messer führen. –
Vorlage S. 620
601
Dann hat auch dieser Duncan seine Würde
Vorlage S. 620
602
So mild getragen, blieb im großen Amt
Vorlage S. 620
603
So rein, dass seine Tugenden, wie Engel
Vorlage S. 620
604
Posaunenzüngig, werden Rache schrein
Vorlage S. 620
605
Dem tiefen Höllengreuel seines Mords;
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606
Die Mitleid, wie ein nacktes, neugebornes Kind,
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607
Auf Sturmwind reitend, oder Himmels Cherubim,
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Zu Roß auf unsichtbaren, luft'gen Rennern,
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609
Blasen die Schreckenstat in jedes Auge,
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Bis Tränenflut den Wind ertränkt. –
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611
Ich habe keinen Stachel,
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612
Die Seiten meines Wollens anzuspornen,
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613
Als einzig Ehrgeiz, der, zum Aufschwung eilend,
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Sich überspringt und jenseits niederfällt: –
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615
Lady Macbeth tritt auf.
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616
Wie nun, was gibt's?
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617
LADY MACBETH.
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618
Er hat fast abgespeist.
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619
Warum hast du den Saal verlassen?
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MACBETH.
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Hat er
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Nach mir gefragt?
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LADY MACBETH.
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624
Weißt du nicht, dass er's tat?
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625
MACBETH.
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626
Wir woll'n nicht weiter gehn in dieser Sache;
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627
Er hat mich jüngst belohnt, und goldne Achtung
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628
Hab' ich von Leuten aller Art gekauft:
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629
Die will getragen sein im neusten Glanz,
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630
Und nicht so plötzlich weggeworfen.
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631
LADY MACBETH.
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632
War
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633
Die Hoffnung trunken, worin du dich hülltest?
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634
Schlief sie seitdem, und ist sie nun erwacht,
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635
So bleich und krank das anzuschauen, was sie
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So fröhlich tat? – Von jetzt an denk' ich
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Von deiner Liebe so. Bist du zu feige,
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638
Derselbe Mann zu sein in Tat und Mut,
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639
Der du in Wünschen bist? Möcht'st du erlangen.
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640
Was du den Schmuck des Lebens schätzen musst,
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641
Und Memme sein in deiner eignen Schätzung?
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642
Muss dir »Ich fürchte« folgen dem »Ich möchte«,
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643
Der armen Katz' im Sprichwort gleich?
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644
MACBETH.
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645
Sei ruhig!
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646
Ich wage alles, was dem Menschen ziemt;
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647
Wer mehr wagt, der ist keiner.
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648
LADY MACBETH.
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649
Welch ein Tier
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650
Hieß dich von deinem Vorsatz mit mir reden?
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651
Als du es wagtest, da warst du ein Mann;
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652
Und mehr sein, als du warst, das machte dich
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653
Nur um so mehr zum Mann. Nicht Zeit, nicht Ort
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654
Traf damals zu, du wolltest beide machen:
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655
Sie machen selbst sich, und ihr hurt'ger Dienst
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656
Macht dich zu nichts. Ich hab' gesäugt und weiß,
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657
Wie süß, das Kind zu lieben, das ich tränke;
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658
Ich hätt', indem es mir entgegen lächelte,
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659
Die Brust gerissen aus den weichen Kiefern
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660
Und ihm den Kopf geschmettert an die Wand,
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661
Hätt' ich's geschworen, wie du dieses schwurst.
Vorlage S. 621
662
MACBETH.
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663
Wenn's uns mißlänge, –
Vorlage S. 621
664
LADY MACBETH.
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665
Uns mißlingen! –
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666
Schraub' deinen Mut nur bis zum Punkt des Halts,
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667
Und es mißlingt uns nicht. Wenn Duncan schläft,
Vorlage S. 621
668
Wozu so mehr des Tages starke Reise
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669
Ihn einlädt, – seine beiden Kämmerlinge
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670
Will ich mit würz'gem Weine so betäuben,
Vorlage S. 622
671
Dass des Gehirnes Wächter, das Gedächtnis,
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672
Ein Dunst sein wird, und der Vernunft Behältnis
Vorlage S. 622
673
Ein Dampfhelm nur: – Wenn nun im vieh'schen Schlaf
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674
Ertränkt ihr Dasein liegt, so wie im Tode,
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675
Was können du und ich dann nicht vollbringen
Vorlage S. 622
676
Am unbewachten Duncan? was nicht schieben
Vorlage S. 622
677
Auf die berauschten Diener, die die Schuld
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678
Des großen Mordes trifft?
Vorlage S. 622
679
MACBETH.
Vorlage S. 622
680
Gebär' mir Söhne nur!
Vorlage S. 622
681
Aus deinem unbezwungnen Stoffe können
Vorlage S. 622
682
Nur Männer sprossen. Wird man es nicht glauben,
Vorlage S. 622
683
Wenn wir mit Blut die zwei Schlaftrunknen färben,
Vorlage S. 622
684
Die Kämmerling', und ihre Dolche brauchen,
Vorlage S. 622
685
Dass sie's getan?
Vorlage S. 622
686
LADY MACBETH.
Vorlage S. 622
687
Wer darf was anders glauben,
Vorlage S. 622
688
Wenn unsers Grames lauter Schrei ertönt
Vorlage S. 622
689
Bei seinem Tode?
Vorlage S. 622
690
MACBETH.
Vorlage S. 622
691
Ich bin fest; gespannt
Vorlage S. 622
692
Zu dieser Schreckenstat ist jeder Nerv.
Vorlage S. 622
693
Komm, täuschen wir mit heiterm Blick die Stunde:
Vorlage S. 622
694
Birg, falscher Schein, des falschen Herzens Kunde!
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695
Sie gehen ab.
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Nach dem Lesen

Dein Blick auf das Kapitel

10er-QuizZitate verstehen · Zusammenhänge erkennen · Lernpunkte sammeln10 Fragen

Eine Antwort ist jeweils richtig. Lies den Textbeleg aufmerksam. Bei einer falschen Antwort kannst du es erneut versuchen.

Angemeldet zählen richtige Antworten für deinen Lernstand. Als Gast übst du ohne Kontopunkte.

Je Frage sind beim ersten Versuch 10 Punkte möglich, danach 5, 3 oder 1. Bereits gelöste Fragen bleiben zum Üben verfügbar.

3. Welchen Zusammenhang kennzeichnet das Wort »Weil« in diesem Textausschnitt? »An unsre eignen Lippen. – Er kommt hieher, zweifach geschirmt: – Zuerst, Weil ich sein Vetter bin und Untertan, Beides hemmt stark die Tat; dann, ich – sein Wirt, Der gegen seinen Mörder schließen müsste Das Tor, nicht selbst das Messer führen. – Dann hat auch dieser Duncan seine Würde So mild getragen, blieb im großen Amt«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗ Textstelle 5 ↗ Textstelle 6 ↗ Textstelle 7 ↗ Textstelle 8 ↗

4. Welche Sprecherangabe gehört im Kapitel zu diesen Worten? »Doch Hochverrat, gestanden und erwiesen, Hat ihn gestürzt.«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗

5. Welche Sprecherangabe gehört im Kapitel zu diesen Worten? »Sie sind noch nicht zurück, mein Oberherr;«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗

6. In welcher Reihenfolge stehen diese drei Ausschnitte im Kapitel? Gemeint ist ihre Reihenfolge im Text, nicht die Zeit der erzählten Ereignisse. A: »Das Glück verachtend, mit geschwungnem Stahl,« B: »Umwölk' dich mit dem dicksten Dampf der Hölle,« C: »Oft, uns in eignes Elend zu verlocken, Erzählen Wahrheit uns des Dunkels Schergen, Verlocken uns durch schuldlos Spielwerk, uns Dem tiefsten Abgrund zu verraten. – Vettern, Vergönnt ein Wort!«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗ Textstelle 5 ↗ Textstelle 6 ↗ Textstelle 7 ↗

7. Wie geht dieser Textausschnitt im Kapitel unmittelbar weiter? Ergänze den genauen Wortlaut. »Sorgt für ihn, Er …«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗ Textstelle 5 ↗ Textstelle 6 ↗ Textstelle 7 ↗ Textstelle 8 ↗

10. Wie geht dieser Textausschnitt im Kapitel unmittelbar weiter? Ergänze den genauen Wortlaut. »Hieß dich von deinem …«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗
Aufgaben zum TextVerstehen, begründen und mit Textstellen arbeiten · ohne Punkte

1. Ordne diese Textstelle in den Zusammenhang ein: »Das Glück verachtend, mit geschwungnem Stahl,«. Was geschieht oder wird hier besprochen? Erkläre in drei bis fünf Sätzen auch, was davor und danach wichtig ist.

Impulse zur Selbstprüfung

Lies die verlinkte Stelle mit ihrer Umgebung. Trenne ausdrücklich Gesagtes von Vermutungen.

  • Situation oder Gedanke verständlich erklärt
  • Mindestens ein passender Textbeleg
  • Eigene Formulierungen statt bloßer Abschrift
Textstelle nachlesen ↗

2. Vergleiche die beiden Ausschnitte: »Das Glück verachtend, mit geschwungnem Stahl,« und »So mild getragen, blieb im großen Amt«. Welche Entwicklung, Gemeinsamkeit oder Spannung erkennst du? Begründe mit beiden Textstellen.

Impulse zur Selbstprüfung

Auch eine gleichbleibende Haltung ist ein mögliches Ergebnis. Erfinde keine Entwicklung, wenn sie sich aus dem Text nicht belegen lässt.

  • Beide Ausschnitte im Zusammenhang gelesen
  • Eine Gemeinsamkeit oder einen Unterschied erläutert
  • Deutung und wörtlichen Beleg unterschieden
Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗

3. Untersuche die sprachliche Wirkung dieses Ausschnitts: »Umwölk' dich mit dem dicksten Dampf der Hölle,«. Wähle ein auffälliges Wort, ein Bild oder eine Formulierung. Erkläre seine Wirkung und begründe eine mögliche andere Lesart.

Impulse zur Selbstprüfung

Es gibt nicht nur eine richtige Interpretation. Prüfe beide Lesarten am Kapitel und benenne, was offen bleibt.

  • Sprachliches Merkmal am Wortlaut benannt
  • Wirkung als begründete Deutung formuliert
  • Alternative Lesart oder Grenze der Deutung erklärt
Textstelle nachlesen ↗
Kreativ schreibenDrei Anregungen in drei Niveaustufen · ohne Punkte

Wähle die Anregung, die zu dir passt. Deine eigene Fassung bleibt klar vom Originaltext getrennt.

Niveau 1 · Einstieg

1. Schreibe zu diesem Textausschnitt 5–8 eigene Sätze: »Wann kommen wir drei uns wieder entgegen,«. Wähle eine Person, einen Gegenstand oder einen Gedanken daraus. Schreibe aus einer neuen Sicht. Satzanfänge helfen: „Ich bemerke …“, „Ich frage mich …“, „Als Nächstes …“.

Impulse zur Selbstprüfung

Mehrere Lösungen sind möglich. Prüfe deinen Text an den Kriterien oder besprich ihn mit anderen. Diese Aufgabe gibt keine automatisch bewerteten Punkte.

  • Übernimm mindestens zwei passende Einzelheiten aus dem Kapitel.
  • Trenne ein wörtliches Zitat deutlich von deinem eigenen Text.
  • Kennzeichne deine Ergänzungen als erfunden.
Textstelle nachlesen ↗

Niveau 2 · Vertiefung

2. Verwandle den folgenden Ausschnitt in einen Brief, Tagebucheintrag oder kurzen Dialog: »Nimm das Geständnis an: Mehr schuld' ich, als mein Alles zahlen kann.«. Entscheide, wer sich an wen richtet. Schreibe etwa 120–180 Wörter. Bei einem Sachtext kann ein lernender Mensch einem anderen die Idee erklären.

Impulse zur Selbstprüfung

Mehrere Lösungen sind möglich. Prüfe deinen Text an den Kriterien oder besprich ihn mit anderen. Diese Aufgabe gibt keine automatisch bewerteten Punkte.

  • Die neue Textform und die gewählte Stimme sind erkennbar.
  • Mindestens zwei Aussagen oder Ereignisse bleiben mit dem Kapitel vereinbar.
  • Ergänze einen kurzen Kommentar: Was hast du übernommen, was bewusst erfunden?
Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗

Niveau 3 · Gestaltung

3. Schreibe ausgehend vom Kapitelende eine alternative Fortsetzung oder eine Szene mit einer Gegenposition: »Birg, falscher Schein, des falschen Herzens Kunde!«. Entwickle etwa 200–300 Wörter. Bei einem Sachtext kannst du ein Streitgespräch über eine These gestalten. Begründe anschließend in 3–5 Sätzen deine Entscheidungen mit zwei kurzen Zitaten aus dem Kapitel.

Impulse zur Selbstprüfung

Mehrere Lösungen sind möglich. Prüfe deinen Text an den Kriterien oder besprich ihn mit anderen. Diese Aufgabe gibt keine automatisch bewerteten Punkte.

  • Die Fortsetzung oder Gegenposition knüpft nachvollziehbar an konkrete Textstellen an.
  • Zwei genaue Zitate begründen die Gestaltung; Schlussfolgerungen werden als eigene Deutung markiert.
  • Der neue Text ist ausdrücklich eine eigene Bearbeitung und wird nicht dem Originalautor zugeschrieben.
Textstelle nachlesen ↗

Ausgabe, Herkunft und Rechte

Autor und namentlich belegte Übersetzung sind nach den geprüften Lebensdaten in Deutschland gemeinfrei. TextGrid und www.editura.de stellen Struktur und Metadaten unter CC BY 3.0 DE bereit.

Macbeth

William Shakespeare: Sämtliche Werke in vier Bänden. Band 4, Herausgegeben von Anselm Schlösser. Berlin: Aufbau, 1975. Shakespeare, William 606- Berlin

Das Werk Macbeth von Shakespeare, William ist eine Abwandlung des Datenbestandes der Digitalen Bibliothek von TextGrid, www.editura.de und wird unter der Creative Commons Lizenz veröffentlicht.

Quelltext und Ausgabe ↗ · CC BY 3.0 DE; underlying texts public domain per source Lizenz

Originalsprache · Englisch

Englischer Originaltext in der digitalen Project-Gutenberg-Ausgabe. Die Vorlage nennt keine historische Druckausgabe. Unterschiedliche Bühnenfassungen, Szenenteilungen und historische Übersetzungen können voneinander abweichen. Keine Behauptung einer Erstfassung oder zeilengetreuen Entsprechung. Wortlaut, Rechtschreibung und Interpunktion dieser Quelle bleiben erhalten; nur HTML-Layout wird in Lesetext übertragen.

William Shakespeare: Macbeth. Project Gutenberg eBook 1533. Originalsprache Englisch; digitale Quelle unverändert archiviert.

Autorschaft und Ausgabe: William Shakespeare

Originaltext und Ausgabe ↗ · Project Gutenberg · Lizenz und Nutzungsbedingungen

Die Fassungen folgen den jeweils angegebenen Quellen; ihre Gliederung kann abweichen.

Welche Änderungen enthält die Lesefassung?

Explizite Wortliste statt allgemeiner Such-und-Ersetz-Regeln. Jede Änderung ist mit Kapitel, Absatz, Quellposition und Regel dokumentiert. Erfasste Namen und bekannte mehrdeutige Formen bleiben ausgespart; dies ist keine automatische vollständige Namenserkennung. Grundlage für s/ss/ß: Amtliches Regelwerk 2024, §§ 2, 5 und 25. Die unveränderte Quellfassung bleibt verfügbar.