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Rollenwechsel zwischen zwei Spielsystemen als Lernsequenz planen - Fußballtraining

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Rollenwechsel zwischen zwei Spielsystemen als Lernsequenz planen - Fußballtraining

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Ausgangsordnung 4-3-3 als statische Orientierung
Ausgangsordnung 4-3-3 als statische Orientierung

Bildquelle: Wikimedia Commons, Mario Ortegon (Vorlage), Rumpelstilzchen 666 (Vektorfassung), CC BY-SA 4.0. Lernauftrag: Benenne, welche Informationen die Positionspunkte zeigen und welche Aufgaben bei Ballverlust darin noch unsichtbar bleiben.


Einleitung

Du planst als verantwortliche Trainerin oder verantwortlicher Trainer eine überprüfbare Lernsequenz für den situativen Wechsel zwischen zwei beispielhaften Großfeldordnungen: 4-3-3 und 3-4-3. Ziel ist nicht das Auswendiglernen von Zahlen, sondern das abgestimmte Verhalten in Ballbesitz, Defensivverhalten und nach Ballwechseln. Du erstellst eine Rollenmatrix, drei aufeinander aufbauende Szenarien, Übergabekriterien und einen begründeten Plan B. Die Fallpersonen sind erfunden.

Zielgruppe: erfahrene ältere Jugendteams (als Orientierung U17/U19) und Erwachsene; jüngere Gruppen erlernen zunächst vielseitige Aufgaben in kleinen Spielformen, nicht starre Großfeld-Rotationen. Anknüpfung: Positionen im Jugendtraining wechseln - Fußballtraining erklärt die Grundlagen; hier werden zusätzliche Diagnose- und Planungsinstrumente entwickelt. Die Grundordnungen sind Lehrbeispiele, keine universellen Erfolgsrezepte. Alle unten genannten Feldgrößen, Personenzahlen, Zeiten, Pausen und Bewertungsschwellen sind anpassbare Lehrmodelle und keine Belastungsnormen.

Kompetenzziele: Du trennst Nummer, Position, Raum und Aktion; dokumentierst für mindestens eine Mittelfeld-, Außen- und Abwehrrolle die Aufgaben in drei Spielphasen; lässt eine Rollenübergabe unter steigendem Gegnerdruck beobachten; sicherst bei jedem eigenen Vorstoß die Restverteidigung; wertest Fehlversuche ohne Schuldzuweisung aus und überträgst Gelerntes in freies Spiel.


Grundordnung, Rolle und Spielsituation unterscheiden


4-3-3 und 3-4-3 als veränderliche Arbeitsbilder

Beispiel einer 3-4-3-Grundordnung
Beispiel einer 3-4-3-Grundordnung

Bildquelle: Wikimedia Commons, Mario Ortegon (Vorlage), Rumpelstilzchen 666 (Vektorfassung), CC BY-SA 4.0. Lernauftrag: Vergleiche Abwehr- und Mittelfeldlinie mit der 4-3-3-Grafik; skizziere anschließend selbst die Bewegungen, die aus Punkten veränderliche Raumaufgaben machen.

Eine Grundordnung beschreibt zunächst die relative Verteilung der Feldspieler. Eine Spielidee beziehungsweise taktische Ausgestaltung beschreibt das Verhalten bei konkreten Auslösern. Die traditionelle Sechser-Rolle bedeutet einen Aufgabenschwerpunkt vor der Abwehr; die Trikotnummer 6 ist weder vorgeschrieben noch Beleg dafür, wo diese Person gerade steht. Die Bezeichnung Achter steht meist für eine verbindende Mittelfeldrolle; im Spiel darf dieselbe Person Außenräume besetzen, ohne ihre Identität oder Rückennummer zu ändern.

Unser synthetisches Modell verwendet dieselben zehn Feldpersonen:

  • Ordnung A (4-3-3): hinten LV–LIV–RIV–RV; im Mittelfeld L8–6–R8; vorne LA–9–RA.
  • Ordnung B (3-4-3): hinten LV–LIV–RIV; im Mittelfeld L8 als linke Breitenperson, 6 und R8 zentral, RV als rechte Breitenperson; vorne LA–9–RA. Die Flügelstürmenden rücken bei Bedarf etwas in die Halbräume, damit dieselbe Außenbahn nicht doppelt besetzt wird.
  • Die Bezeichnungen LV, RV, L8 usw. sind hier Rollenmarker, keine unveränderlichen Personen- oder Trikotnummern. Im Modell wechselt vor allem der RV nach vorn, der LV sichert enger, der L8 besetzt links mehr Breite; alle kommunizieren die Übergabe.
  • Das 3-4-3 kann im Aufbau asymmetrisch aussehen. Wenn der Gegner die Außenbahn sperrt, darf der RV tief bleiben und A erhalten bleiben; eine vermeintliche B-Ordnung ist niemals Selbstzweck.


Drei Ebenen und vier Entscheidungsmomente

Ebene Leitfrage Beispiel aus der fiktiven Szene
Positionsnummer Welches Etikett benutzen wir zur Absprache? „Rolle 8“ für das linke verbindende Mittelfeld
Raumaufgabe Welcher Raum muss jetzt besetzt, geöffnet oder gesichert werden? L8 hält links Breite, LA zieht in den Halbraum
Tatsächliche Situation Wo liegen Ball, Gegnerdruck, Mitspieler und eigenes Tor? Ball rechts, Gegner stellt den RV zu; L8 bleibt als diagonale Anspielstation
Entscheidung Welches Verhalten schützt den nächsten Pass und den Ballverlust? RV bricht Vorstoß ab; 6 verschiebt; LV und beide Innenverteidigenden sichern

Vier wiederkehrende Momente: gesicherter erster Aufbaupass; gegnerischer Pressingimpuls; Ausführung des Rollenwechsels; unmittelbarer Ballverlust oder Abschluss. Vor jeder Entscheidung werden Spielübersicht, Abstände, offene Passwege und Gegenangriffe geprüft.


Eigene Taktikskizze: dieselben Personen, andere Räume

Skizze A – 4-3-3, eigene Angriffsrichtung nach oben (eigene, frei nutzbare didaktische Textskizze):

Linie Links Mitte Rechts
Angriff ↑ LA breit 9 hoch RA breit
Verbindung L8 halblinks 6 zentral R8 halbrechts
Sicherung LV außen – LIV innen Torwart dahinter RIV innen – RV außen

Skizze B – 3-4-3 nach abgesprochener Übergabe, Angriffsrichtung nach oben:

Linie Links Linkes Zentrum Rechtes Zentrum Rechts
Angriff ↑ LA im Halbraum 9 hoch RA im Halbraum Breite je nach Ballseite
Verbindung L8 hält Breite 6 schließt Passwinkel R8 pendelt absichernd RV bietet Außenpass
Restverteidigung LV rückt ein LIV sichert Zentrum RIV deckt Tiefe 6 oder R8 ergänzen vor der Kette

Skizzenauftrag: Zeichne zwei Pfeile für RV und L8, zwei Schutzräume für die beiden zentralen Mittelfeldrollen und einen gestrichelten Rückweg, falls der Ball verloren geht. Das ist keine geometrisch starre Aufstellung: LA und RA dürfen gemäß Ballseite unterschiedlich breit bleiben.


Rollenmatrix und verbindliche Übergaben


Arbeitsinstrument: neun Phasenvergleiche in drei Rollen

Die folgende Rollenmatrix ist vor dem Training mit dem Team zu besprechen. „Gegen den Ball“ meint geordnetes Verteidigen, „nach Wechsel“ die ersten Entscheidungen nach Gewinn oder Verlust. Die Tabelle vergleicht dieselbe Person in A und B; Beobachtende notieren Raum und Handlung statt nur Nummern.

Rolle / Ordnung Eigener Ballbesitz Gegen gegnerischen Ballbesitz Nach Ballwechsel
L8 – A, linkes Mittelfeld im Halbraum anspielbar, Dreieck mit LV und LA Passweg ins Zentrum schließen und LV unterstützen nach Verlust Rückraum sichern, nach Gewinn diagonal öffnen
L8 – B, linker Außenspielraum Breite anbieten und LA-Einrücken ausgleichen Außenweg zum eigenen Tor aufnehmen, 6 informiert sichern lassen nach Verlust zuerst Weg zum Zentrum sperren oder zur Linie zurück, nach Gewinn freien Außenkanal zeigen
RV – A, rechter Außenverteidiger aus hinterer Linie unterstützen, nicht ohne Absicherung überlaufen rechts in Viererkette Abstände halten bei Verlust Tiefe schützen, bei Gewinn sicher eröffnen
RV – B, rechte Breitenperson höher anbieten, mit RA Innen-Außen-Wechsel vereinbaren gegnerischen Außenspieler aufnehmen; Rückfall in Viererkette auslösen, wenn nötig nach Verlust sofort Rückweg/Passweg priorisieren; bei Gewinn direkte Tiefe nur mit Deckung
LV – A, linker Außenverteidiger breiten Sicherungspass anbieten äußeren Raum der Viererkette decken bei Verlust den offenen Flügel schützen
LV – B, linker Teil der Dreierkette enger an LIV, diagonale Passhilfe; Restverteidigung halten gegen Tiefenläufe nach außen übergeben, falls die Mannschaft zur Viererkette zurückkehrt nach Verlust links rückwärts sichern; nach Gewinn ohne riskanten Vorstoß anschließen

Ergänzung zur Matrix: 6 und R8 legen vor jeder Rotation fest, wer vor der letzten Linie den zentralen Konterkorridor schützt. Absprachen über Verantwortung für einen Gegenspieler gehen vor einer ästhetisch symmetrischen Skizze. Keine einzelne Rolle kann gleichzeitig vorn Breite schaffen und hinten in voller Höhe sichern.


Übergabekarte mit Entscheidungskriterien

Auslöser Sender und Empfänger Beobachtbares Kriterium Plan B
Innenverteidigung hat sicheren Ball, kein akuter Druck RV meldet „breit“, R8 meldet „sichert“, RIV bestätigt RV rückt erst vor, nachdem Passlinie, zentrale Sicherung und Blickkontakt erkennbar sind RV bleibt tief: 4-3-3 fortsetzen
Ball links, L8 bietet außen an LA signalisiert Einrücken, 6 sichert L8-Rücken kein doppelter breiter Besatz und ein diagonaler Rückpassweg sind sichtbar LA hält Breite; L8 bleibt innen
Ballverlust während des Vorrückens ballnahe Person verzögert, RV kehrt zurück, 6 schützt Zentrum Gegner erhält keinen unbedrängten zentralen Tiefenpass 4-3-3 kompakt herstellen, statt blind hoch nachzujagen

Kommunikationsstandard: eine kurze Ansage, eine sichtbare Bewegung und eine Rückbestätigung. Beobachtende markieren „angekündigt – angenommen – abgesichert“. Bleibt eine Bestätigung aus, wird nicht automatisch rotiert. Diese Schwellen sind Lernhilfen, keine offiziellen Spielregeln.


Bildimpuls: neutrale Fläche zur eigenen Analyse

Freies Feld für selbst entwickelte Raum- und Übergabeskizzen
Freies Feld für selbst entwickelte Raum- und Übergabeskizzen

Bildquelle: Wikimedia Commons, Maurizio, CC BY-SA 4.0. Lernauftrag: Markiere in einer Kopie von A zu B die drei Sicherungspersonen, zwei zentrale Rückraumoptionen und den von einem Gegner frei gelassenen Raum; kennzeichne alle Ergänzungen als eigene Bearbeitung und beachte bei einer Veröffentlichung die Lizenzbedingungen.


Lernsequenz: drei Szenarien mit wachsendem Gegnerdruck

Es handelt sich um didaktische Lehrmodelle, nicht um vorgegebene Leistungsnormen. Für erfahrene Gruppen kann eine Einheit etwa drei aufeinanderfolgende Erprobungen mit Reflexionspausen enthalten. Die Zahlen unten werden nach Platz, Können, Tagesform und Betreuung angepasst. Das Weitergehen hängt am beobachteten Verhalten, nicht an einer gewonnenen Partie.


Szenario 1: Raumaufgaben ohne unmittelbaren Zugriff

Druckstufe: niedrig. Zwei Gruppen stellen die Ordnung A auf einem markierten Großfeldabschnitt nach, zunächst mit passiv lenkenden Gegenspielenden. Der Ball wird über LIV oder RIV zirkuliert. RV startet nur nach „R8 sichert“; L8 weitet nach links; LA und RA prüfen, ob Halbräume offen sind. Eine Gegenpartei zeigt eine zulässige Konterspur an, ohne in den ersten Durchgängen aggressiv zu attackieren.

Beobachtung: Können RV, L8 und LV in drei von vier anpassbar festgelegten Aktionen die B-Aufgaben benennen, die Übergabe bestätigen und mindestens einen Rückpassweg offen halten? Übergabe an Szenario 2 erst, wenn das Team einen misslungenen Ablauf erklären und selbst korrigieren kann. Gegenmaßnahme: Gegner blockiert breit angelegten RV; Antwort: Pass auf R8 oder Rückkehr in A statt erzwungener Außenball. Grenze: passive Gegner erzeugen noch keine echte Entscheidungsgeschwindigkeit.


Szenario 2: gezieltes Anlaufen einer Seite

Druckstufe: mittel. Eine verteidigende Gruppe startet nach einem Trainerzeichen mit aktivem, aber begrenztem Anlaufen rechts oder links. B wird nur gewählt, falls die offene Seite und die Sicherung stimmen. Auf der zugestellten Seite muss die Ballperson zwischen sicherem Rückspiel, schneller Verlagerung und Abbruch des Rollenwechsels entscheiden. Die beobachtende Gruppe protokolliert Ballseite, Druckrichtung, Ansage, Annahme und Schutz des Zentrums.

Beobachtung: In einem anpassbaren Muster von fünf Ballfolgen zeigen mindestens vier eine nachvollziehbare gemeinsame Entscheidung, auch wenn sie bewusst in A bleiben; ein Tor ist kein Pflichtkriterium. Übergabe an Szenario 3 bei nachvollziehbarer Wahl von B oder Plan B und nachgewiesener Zuständigkeit im Zentrum. Gegenmaßnahme: Gegner presst hohen RV mit zweiter Person; Antwort: ballferne Verlagerung, LA/R8 als Zwischenstation oder geordneter Rückzug. Grenze: Druck wird hier angekündigt und daher vorhersehbarer als im Spiel.


Szenario 3: offene Gegenwehr und sofortiges Umschalten

Druckstufe: hoch, aber gruppenangemessen. Die Gegner entscheiden selbst über Pressingseite, Umschalten und direkte Tiefe. Der Ball kann jederzeit verloren gehen. Die Mannschaft darf A, B oder eine Übergangsordnung wählen. Nach Torabschluss oder Ballverlust wird weitergespielt; eine Schieds- oder Trainerperson greift für Sicherheit und Fairness ein.

Beobachtung: Eine B-Entscheidung zählt nur als gelungen, wenn ein anspielbarer Zielraum und eine verlässliche Restverteidigung erkennbar waren; eine kluge Nicht-Umstellung zählt ebenfalls als richtige Entscheidung. Ein anpassbares Kriterium sind drei begründete Situationen in vier beobachteten Spielunterbrechungen. Gegenmaßnahme: Gegner kontert hinter RV; sofortiges Verzögern und zentralen Passweg schließen, RV sprintet kontrolliert zurück. Plan B: kompakte A-Ordnung oder kurzzeitige zusätzliche Absicherung, nicht blindes Gegenpressing. Grenze: ein einziges Spiel oder eine Torstatistik belegt noch keinen dauerhaften Lernzuwachs.


Ablaufdiagramm für die Spielfeldentscheidung

Prüfschritt Wenn ja Wenn nein
Gesicherter Ball und Vororientierung vorhanden? Gegnerpositionen prüfen → A halten und Anspielwinkel schaffen
RV-Vorstoß und L8-Breite erzeugen freien Raum? 6/R8 und Abwehr informieren → andere Seite bespielen oder Plan B
Drei hinten und zentrale Absicherung tatsächlich vorhanden? Rollenübergabe bestätigen → B situativ nutzen nicht vorstoßen, A stabilisieren
Ballverlust oder freier gegnerischer Tiefenpass? Passweg schützen, verzögern, RV zurück → neue Ordnung lesen mit sinnvollem Abstand weiter kombinieren

Transferfrage: Wann ist ein nicht ausgeführter Rollenwechsel der bessere Lernerfolg? Antworte mit Ballort, Gegnerreaktion und Restverteidigung.


Drei anpassbare Spielformen für erfahrene Teams

Sicherheits- und Planungsrahmen: Die folgenden Angaben zu Personen, Feldgrößen, Durchgängen und Belastung sind ausschließlich anpassbare Lehrmodelle. Ausführende prüfen Alters- und Leistungsvoraussetzungen, individuelle Befindlichkeit, Wetter, sichere befestigte Tore, passende Schuhe, Schienbeinschutz, nicht gefährliche Ausrüstung und ausreichende qualifizierte Betreuung. Keine Vorgabe zu Kopfballübungen oder maximaler Belastung von Kindern. Jüngere Kinder arbeiten statt mit starren Großfeldrollen mit altersgerechten Kleinspielformen und freien Positionswechseln.


Spielform A: Dreierrest mit Übergaberuf

Ziel: den Wechsel 4-3-3 nach 3-4-3 und die Sicherung bei Ballverlust bewusst koordinieren. Alter/Niveau: U17/U19 oder entsprechend erfahrene Erwachsene. Organisation als Lehrmodell: etwa 8 gegen 6 plus zwei flexible neutrale Anspielstationen in einem Feldabschnitt von beispielsweise 45 × 40 Metern; drei Durchgänge zu etwa vier Minuten mit Gesprächspausen, flexibel anpassbar. Ausgesuchte Rollenspielende verkörpern RV, L8, LV, 6 und R8; nicht die vollständige Großfeldordnung abbilden wollen.

Ablauf: Aufbau ab Innenverteidigung, RV startet nach bestätigter zentraler Sicherung, L8 besetzt den gegenüberliegenden Außenkorridor, Verteidigung versucht nach Ballgewinn ein Kontertor. Coachingfragen: „Wer kann den Gegenpass noch verhindern?“, „Welche Ansage fehlte?“, „Wann bleibt A sinnvoll?“ Variation: zwei statt einer Konterspur, lateraler Gegnerdruck oder mehr Startzeit. Beobachtbar: Ansage, Reaktion, zentraler Schutz, aktiver Abbruch bei Überladung. Grenzen: Überzahl und enge Fläche verändern das reale Abstandsgefühl; bei Überforderung zurück zu niedrigerem Druck und mehr Entscheidungszeit.


Spielform B: Pressing-Ampel mit Gegenplan

Ziel: einen Rollenwechsel nicht mechanisch, sondern vom Drucksignal abhängig wählen. Alter/Niveau: erfahrene ältere Jugend und Erwachsene. Organisation als Lehrmodell: etwa 7 gegen 7 auf rund 50 × 45 Metern mit zwei Torzonen und einem neutralen Aufbaupass; Wechselphasen von ungefähr fünf Minuten, Pause nach Qualitätsbedarf, alle Werte anpassbar.

Ablauf: Verteidigende dürfen ihre Pressingseite frei wählen. Die Angriffsgruppe signalisiert „grün“ für gesicherte Rotation, „gelb“ für unklare Absicherung und „rot“ für Rückkehr in A; das Farbsystem ist nur eine vereinbarte Trainingssprache. Nach Balleroberung läuft das Gegenangriffsspiel unmittelbar weiter. Coachingfragen: „Woran erkennst du gelb statt grün?“, „Was macht der L8, wenn LA bereits breit bleibt?“ Variation: Pressing erst ab Mittellinie oder freie Pressinghöhe, später ohne Farbruf. Beobachtbar: situative Entscheidung, einfache Kommunikation, kein freier gegnerischer Zentralkorridor. Grenzen: Farbcodes können Verzögerungen auslösen; deshalb erst erlernen, dann verkürzen und schließlich weglassen.


Spielform C: Doppelordnung im freien Spiel

Ziel: selbstständiger Transfer mit Restverteidigung und reflektiertem Plan B. Alter/Niveau: fortgeschrittene ältere Jugend oder Erwachsene. Organisation als Lehrmodell: 10 gegen 10 plus Torhüter auf einem geeigneten, sicher begrenzten Großfeld oder angepasstem Spielfeld; zwei Spielphasen etwa sieben Minuten, dazwischen kurze Teamreflexion; alle Angaben flexibel und ohne universellen Belastungsanspruch.

Ablauf: Teams dürfen zwischen A und B wechseln; je Spielphase dokumentieren zwei Beobachtende drei zufällig ausgewählte Ballfolgen ohne Personenbewertung. Ein Treffer zählt normal, aber das Coaching bewertet die Pass- und Schutzentscheidung separat. Coachingfragen: „Welche Gegenspielerbewegung machte B unklug?“, „Woran habt ihr den Rückweg erkannt?“, „Was würdet ihr ohne Trainerhinweis tun?“ Variation: offene Gegnerstrategie, Konterzone markieren, Beobachtendenrolle tauschen. Beobachtbar: eigenständiges Umstellen, Abbruch bei Gefahr, Rollen-Rückübernahme und verbesserte Kommunikation. Grenzen: Teamleistung und Ballqualität beeinflussen Ergebnisse; ein Tor darf eine offene Restverteidigung nicht nachträglich legitimieren.


Videoimpuls 1: Spielnahe Wiederholung statt Schablone

Quelle und Rechte: DFB (Verband), Best-of zur Trainingsphilosophie Deutschland, veröffentlicht 09.05.2025, Rechte am Video verbleiben beim Anbieter; Einbettung ist keine OER-Lizenz und keine Billigung dieses Kurses durch den DFB. Lernauftrag: Notiere zwei Aussagen über wiederholtes Entscheiden in kleinen Spielformen. Übertrage sie kritisch auf die älteren Zielgruppen und nenne eine Grenze für das Lernen komplexer Großfeld-Rollen.


Videoimpuls 2: Trainingsziel und passende Anpassung

Quelle und Rechte: DFB (Verband), Trainingsphilosophie-Update mit Hanno Balitsch, Daniel Stredak und Hannes Wolf, veröffentlicht 10.06.2025; Video nicht als frei lizenziert ausgewiesen, nur über den offiziellen Player nutzen. Lernauftrag: Entwickle aus dem Gedanken eines klaren Trainingsziels eine Beobachtungsfrage für Szenario 2 und diskutiere, warum „mehr Intensität“ nicht mit einer unpassenden Maximalvorgabe gleichzusetzen ist.


Analyse, Modellfall, Reflexion und Transfer


Beobachtungsbogen für Trainerteams

Die UEFA beschreibt Leistungsanalyse als Zusammenspiel von Beobachtung, Expertise und Daten; die folgende einfache Bogenlogik ist eigene didaktische Synthese, keine offizielle UEFA-Norm. Für jeden beobachteten Ausschnitt werden Uhrzeit relativ zur Übung, Ballseite, erkannte Druckform, Rollenentscheidung, Übergabe, zentrale Absicherung und alternativ mögliche Handlung notiert. Keine Klarnamen, Gesichtsaufnahmen oder schulischen Daten nötig.

Ereignis (synthetisch) Druck und Ballort Entscheidung und beobachtbare Folge Lernfrage
02:10 Ball rechts, ein Gegenspieler presst RV RV bleibt tief, R8 öffnet diagonal; geordneter Ballbesitz Wäre ein Vorstoß wirklich besser gewesen?
03:25 Ball links, Gegner verschiebt nach außen L8 bleibt innen, LA hält Breite; 6 schützt Zentrum War eine Rollenübergabe noch nötig?
04:40 Ball im Zentrum, gegnerischer Tiefenlauf startet LV rückt ein; RV verzögert Rückweg; zentraler Pass wird gefährlich Welche Person hätte den Passkanal schließen müssen?

Datenschutz und Persönlichkeitsrechte: Nutze zunächst anonymisierte Strichlisten. Aufnahmen von Minderjährigen nur nach gesonderter rechtlicher Prüfung, nötigen Einwilligungen/Erlaubnissen, begrenztem Zugriff und konkretem Löschkonzept; keine ungeprüften Film-Uploads. Beteilige Spielende freiwillig an Reflexion, ohne öffentliche Fehler-Ranglisten.


Berufspraktischer Modellfall mit nachvollziehbarer Lösung

Ausgangslage (frei erfunden): Trainerin Mira begleitet eine U19-Trainingsgruppe. Beim Aufbau aus A wird der rechte Außenverteidiger in B hochgeschoben, während der L8 links Breite nimmt. Gegen eine tief stehende Formation gelingt ein Seitenwechsel. Ein gegnerisches Team stellt danach mit zwei Personen den rechten Außenraum zu und versucht nach Balleroberung sofort durch das Zentrum zu kontern. In fünf beobachteten Folgen bleiben zweimal 6 und R8 gleichzeitig vor dem Ball; die offene Mitte führt einmal zu einer Großchance. Einige Beteiligte halten B fälschlich für eine Pflichtordnung.

Arbeitsauftrag: a) Ergänze für RV, L8 und LV die Matrix in jeder Spielphase. b) Erkenne den Übergabefehler. c) Plane eine Progression durch Szenario 1 bis 3. d) Formuliere Gegenmaßnahme, Plan B, Beobachtungsindikatoren und verantwortbares Feedback.

Nachvollziehbare Musterlösung: 1. Der RV darf erst höher werden, wenn eine zentrale Sicherung bestätigt ist; L8 hält links nur dann Breite, wenn LA einen anderen Raum öffnet; LV wird enger und deckt den linken Tiefenraum. 2. Die Fehlstelle liegt nicht in „falscher Nummer 6“, sondern darin, dass 6 und R8 denselben Vorwärtsweg wählen und den Gegenpass öffnen. 3. Erst mit passivem Gegner klare Aufgaben ansagen; dann Pressing rechts provozieren und verlagern; zuletzt ohne Ansage Gegnerdruck frei wählen lassen. 4. Gegen die rechte Überladung wird RV nicht erzwungen hoch geschickt, sondern ein Rückpass auf RIV/6 und Seitenwechsel geprüft. Wenn keine zentrale Sicherung zustande kommt, A beibehalten und RV tief lassen. 5. Im Protokoll zählen sichtbare Rückbestätigungen und geschlossene zentrale Konterwege; „zwei Fehlfolgen in fünf“ dient zur Frageformulierung, nicht zur Diagnose über Personen. 6. Feedback: „Welche Passlinie war offen, wer hätte vor dem Ball bleiben sollen und wann brechen wir nächstes Mal ab?“ Alternative vertretbar: 4-2-3-1 oder andere phasenangepasste Staffelung, sofern Aufgaben, Gegnerdruck und Absicherung überzeugend erklärt sind.


Bewertungsraster für Arbeitsprodukte und Spielformen

Eigenes lernorientiertes Raster: 0 = nicht gezeigt, 1 = mit großen Lücken, 2 = überwiegend nachvollziehbar, 3 = präzise und situationsgerecht. Die maximal 18 Punkte sind eine anpassbare didaktische Hilfe, keine Spielerdiagnose und keine amtliche Trainernorm.

Kriterium (je 0 bis 3) Bei hoher Qualität erkennbar
Begriffspräzision Nummer, Raumaufgabe und tatsächliche Szene werden getrennt
Vollständige Rollenmatrix Mittelfeld-, Außen- und Abwehrrolle jeweils in Ballbesitz, dagegen, nach Wechsel
Gegnerdruck und Übergabe drei Druckstufen, Auslöser, Rückbestätigung und prüfbare Übergabekriterien
Gegenmaßnahme und Plan B gegnerisches Verhalten wird antizipiert; Nicht-Umstellung wird begründet
Restverteidigung Tiefenpass und zentrale Sicherung sind vor dem Vorstoß geprüft
Reflexion und Transfer anonymisierte Evidenz, Fehleralternative und Anwendung im freien Spiel

Bewertungsbeispiel: 3 + 2 + 2 + 3 + 1 + 2 = 13 von 18. Daraus folgt keine pauschale Qualifikation der Person; die nächste Lernfrage ist die Verbesserung der zentralen Absicherung. Die Bewertung kann alternativ verbal erfolgen.


Zusätzlicher Bildimpuls: Alternativen statt Formationsdogma

4-2-3-1 als mögliche Vergleichsordnung, nicht als automatische Lösung
4-2-3-1 als mögliche Vergleichsordnung, nicht als automatische Lösung

Bildquelle: Wikimedia Commons, Mario Ortegon (Vorlage) und Rumpelstilzchen 666 (Vektorfassung), CC BY-SA 4.0. Lernauftrag: Vergleiche mögliche zentrale Absicherungen. Erläutere, warum die Darstellung von zwei defensiveren Mittelfeldrollen allein noch nichts darüber sagt, ob im echten Kontermoment jemand den Passweg schließt.


Coachingreflexion und freies Spiel

Vor dem freien Spiel: Vereinbare nur eine Kernfrage („Wann kommt RV sicher nach vorn?“) und ein gemeinsames Rücksignal. Währenddessen: Greife wenig ein, beachte Abstände und entscheide bei Sicherheitsproblemen sofort. Danach: Lass erst Spielerinnen und Spieler eine erfolgreiche und eine unpassende Entscheidung samt Gegnerreaktion rekonstruieren. Die Trainerperson ergänzt beschreibend statt wertend. Nachfolgetermin: Wiederhole eine vergleichbare offene Spielsituation ohne Farben oder Zurufe. Prüfe, ob der Transfer selbstständig gelingt, bevor du die Lernsequenz als abgeschlossen behandelst.

Fehlerkultur: Erzwungene Rotation, doppelte Außenbesetzung, fehlende zentrale Sicherung und zu spätes Rücklaufen sind analysierbare Entscheidungen, keine persönlichen Defizite. Ein langsameres, sichereres A kann gegen hohen Druck taktisch sinnvoller sein als ein riskantes B.


Regeln, Verantwortung und Schutz

Für Trainingsspiele gelten vereinbarte, sichere Trainingsregeln; bei offiziellen Spielen müssen die aktuellen IFAB-Spielregeln 2026/27 und die Durchführungsbestimmungen des jeweils zuständigen Wettbewerbs/Verbands zusätzlich geprüft werden. Vor allem Abseits, Spielunterbrechungen, Zahl und Verfahren der Auswechslungen, Rückwechsel, Spielfeld/Tore und Ausrüstung sind kontextabhängig. Als Beispiel für lokal veränderliche Wettbewerbsregeln ist das offizielle Downloadverzeichnis des Württembergischen Fußballverbands mit Saisonunterlagen 2026/27 verfügbar; das ersetzt keine Prüfung des tatsächlich zuständigen Verbands. Offizielle Übersicht: IFAB 2026/27.

Bei Kinder- und Jugendgruppen gilt Kinderschutz vor Taktik: sichere und verankerte Tore, altersgerechte Bälle und Schienbeinschoner, ungefährliche Ausrüstung, Wetterschutz, ausreichend qualifizierte Aufsicht, angemessene Ansprechpersonen und diskriminierungsfreies Feedback. Aufnahmen und Zitate bedürfen besonderer Sorgfalt bei Datenschutz und Persönlichkeitsrechten. Weder Kopfball- noch Maximalbelastungsempfehlungen für Kinder sind Bestandteil dieses Kurses. Die Modellübungen sind kein Ersatz für Trainerqualifikation, lokales Regelwissen oder verantwortliche Betreuung.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Rollen und Entscheidungen

Was ist im Modell der wichtigste Unterschied zwischen Positionsnummer und Raumaufgabe? (Die Nummer dient als Bezeichnung, die Raumaufgabe hängt von Spielsituation und Absprachen ab) (!Die Nummer bestimmt immer exakt die Laufstrecke) (!Eine Raumaufgabe gilt nur bei ruhendem Ball) (!Die Nummer legt die Formation rechtlich fest)




Welche Verschiebung beschreibt den vereinbarten Übergang in Ordnung B? (RV bietet rechts weiter vorn Breite an und LV sichert enger) (!Beide Innenverteidiger wechseln dauerhaft in den Sturm) (!Der Torwart wird zum zweiten Mittelstürmer) (!Alle Feldspieler bleiben in den exakt selben Räumen)




Welche Bedingung muss vor dem höheren Vorstoß des RV erfüllt sein? (Zentrale und tiefe Absicherung wird erkennbar übernommen) (!Der Gegner hat mindestens drei Treffer erzielt) (!L8 und LA stehen zwingend gleichzeitig außen) (!Das Trikot des RV trägt eine bestimmte Nummer)




Was gilt bei einem freien gegnerischen Tiefenpass nach Ballverlust? (Passweg schützen und Rückwege sowie Zuordnungen sofort ordnen) (!Alle Personen sprinten unabhängig von der Entfernung zum Ball) (!Die eigene Dreierkette bleibt unbeweglich breit) (!Nur die vorderste Angriffsreihe ist zuständig)




Wann ist der Verzicht auf die Rotation taktisch sinnvoll? (Wenn Druck und fehlende Absicherung den Wechsel riskant machen) (!Immer wenn ein Außenpass möglich ist) (!Nur wenn keine Trainerperson anwesend ist) (!Weil 3-4-3 grundsätzlich verboten wäre)




Woran erkennt man eine erfolgreiche Rollenübergabe besonders gut? (Ansage, sichtbare Übernahme und Absicherung passen zusammen) (!Das Wort Wechsel wurde einmal laut gesagt) (!Die Formation sieht auf Papier symmetrisch aus) (!Ein Treffer fiel irgendwann in der Trainingseinheit)




Welchen Zweck hat Szenario 2 der Lernsequenz? (Entscheidungen unter gezielt gesteigertem seitlichem Gegnerdruck vergleichen) (!Den Ball ohne Mitspieler zu jonglieren) (!Ein offizielles Ligaspiel vollständig zu simulieren) (!Die Rollenmatrix ohne jede Gegnerreaktion auswendig zu lernen)




Welche Aussage zur Außenbahn trifft zu? (L8 und LA müssen ihre Breite und Halbraumbesetzung aufeinander abstimmen) (!L8 und LA sollen immer denselben Außenstreifen besetzen) (!Außenbahnen spielen nach Ballverlust keine Rolle) (!Die Ballseite bestimmt allein die Rückennummer)




Warum reicht eine Torzahl zur Evaluation nicht aus? (Sie zeigt weder Übergabequalität noch offene Konterräume eindeutig) (!Weil Tore im Training nicht gezählt werden dürfen) (!Weil jeder Treffer eine schlechte Entscheidung beweist) (!Weil nur die Passzahl eine Formation bestimmt)




Was bedeutet altersgerechter Transfer in diesem Kurs? (Komplexe Großfeldrollen nur mit erfahrenen Älteren üben und bei Jüngeren kleine Spielformen bevorzugen) (!Alle Altersgruppen identisch in Vollfeldformationen trainieren) (!Kinder ohne Betreuung unter Maximaldruck spielen lassen) (!Videoaufnahmen ungefragt zur Bewertung veröffentlichen)





Memory: Begriffe und Bedeutungen

Übergabe bestätigte Übernahme einer Raumverantwortung
Restverteidigung Sicherung gegen Gegenangriffe während des eigenen Angriffs
Halbraum Streifen zwischen Zentrum und äußerer Bahn
Pressingauslöser erkennbare gegnerische Aktion, auf die das Team reagiert
Plan B abgesprochene Alternative bei ungünstigem Druck
Vororientierung Wahrnehmen der Lage vor der nächsten Ballaktion





Drag and Drop: passende Reaktionen zuordnen

Passende Reaktion Spielsituation
RV bleibt tief Druck rechts verhindert sichere Vorwärtsübergabe
L8 öffnet Außenraum LA bewegt sich abgestimmt in den linken Halbraum
Sechser sichert Zentrum Außenperson startet aus der hinteren Linie
LV rückt enger Dreierrest ist in Ordnung B erforderlich
Rückweg wird eingeleitet Gegner startet Tiefenangriff nach Ballgewinn





Kreuzworträtsel

Halbraum Wie heißt der Bereich zwischen Außenspur und Spielfeldmitte?
Pressing Wie nennt man gemeinsames aktives Anlaufen der ballführenden Mannschaft?
Absicherung Welcher Begriff bezeichnet Schutz hinter einer vorstoßenden Person?
Verlagerung Wie heißt die gezielte Fortsetzung des Angriffs auf der anderen Seite?
Rückpass Welche Passrichtung kann bei hohem Druck den Ballbesitz sichern?
Übergabe Wie heißt die bestätigte Abgabe und Annahme einer Raumverantwortung?





LearningApps

Suche ergänzende Aufgaben zum Schwerpunkt und prüfe deren Qualität kritisch; die Suchergebnisse sind keine automatisch geprüften Kursmaterialien.


Lückentext

Ergänze die Aussagen zum situativen Rollenwechsel.
Eine Grundordnung ist ein zunächst

Arbeitsbild der Verteilung auf dem Feld.
Der hohe rechte Außenspieler benötigt eine bestätigte

im Zentrum.
Vor einer Rotation prüft das Team den gegnerischen

auf den Ball.
Wenn LA einrückt, kann L8 links die

übernehmen.
Nach Ballverlust schützt das Team zuerst gefährliche

zum eigenen Tor.
Ein Wechsel ohne geklärte Zuständigkeit wird durch einen

ersetzt.
Die Qualität einer Entscheidung wird in offenen Spielsituationen durch

überprüft.



Offene Aufgaben


Leicht

  1. Grundordnung: Zeichne A und B mit denselben zehn frei erfundenen Rollenkürzeln und kennzeichne zwei Positionsänderungen.
  2. Raumaufteilung: Erkläre anhand von L8 den Unterschied zwischen Zahl, Raumauftrag und Ballort.
  3. Restverteidigung: Markiere für B drei tiefe Sicherungspersonen und den zusätzlichen zentralen Schutz.
  4. Kommunikation: Formuliere eine kurze, respektvolle Drei-Schritt-Ansage für eine Rollenübergabe.

Lösungshinweise Leicht: Zu 1: RV wird zur rechten Breitenperson, LV rückt enger, L8 geht nach links außen; die übrigen Aufgaben werden abgestimmt. Zu 2: „8“ ist ein Rollenetikett, der linke Außenraum ein zeitweiser Auftrag, die aktuelle Aktion durch Gegner und Ball bedingt. Zu 3: LV, LIV und RIV sichern hinten; 6 oder R8 besetzen den zentralen Vorraum. Zu 4: „RV breit“ – „R8 sichert“ – „bestätigt“.


Standard

  1. Spielanalyse: Ergänze die Rollenmatrix für L8, RV und LV in A und B mit je einer passenden Gegenmaßnahme.
  2. Pressing: Entwirf drei gegnerische Drucksignale und die jeweils begründete Wahl zwischen Rotation und Abbruch.
  3. Trainingsplanung: Plane die ersten zwei Szenarien mit Beobachtungsbogen und selbst festgelegten Übergabekriterien.
  4. Videoanalyse: Betrachte einen verifizierten DFB-Videoimpuls und erkläre zwei übertragbare Prinzipien sowie eine Grenze.

Lösungshinweise Standard: Zu 5: Alle drei Phasen und beide Ordnungen einschließlich Sicherung und Gegnerspur erscheinen in der Matrix. Zu 6: freier Passweg kann B ermöglichen, gedoppelter RV spricht für Verlagerung, offenes Zentrum für A. Zu 7: niedriger vor mittlerem Gegnerdruck; Kommunikation und Rückpasswege statt bloße Torzahl zählen. Zu 8: häufige Entscheidungen und Beteiligung sind übertragbar; Kleinspielformen bilden Großfeldabstände nur begrenzt ab.


Schwer

  1. Taktik: Entwirf ein eigenes Ablaufdiagramm mit Auslöser, bestätigter Übergabe, Gegnerreaktion und Plan B.
  2. Beurteilung: Werte die synthetischen fünf Ballfolgen des Modellfalls anhand des sechsteiligen Rasters aus und begründe eine Trainingskorrektur.
  3. Lerntransfer: Entwickle eine freie Spielform ohne Trainerzurufe und vergleiche die selbstständigen Entscheidungen mit Szenario 2.
  4. Sportpädagogik: Entwirf ein datensparsames, altersgerechtes Reflexionsverfahren mit Kinderschutz- und Persönlichkeitsrechtsprüfung.

Lösungshinweise Schwer: Zu 9: B nur bei offenem Raum plus bestätigter Restverteidigung, sonst A und Verlagerung. Zu 10: gemeinsamer Vorstoß von 6 und R8 öffnet Gegenkonter; eine Sicherungsrolle wird verbindlich festgelegt, Bewertung anhand beobachtbarer Ereignisse. Zu 11: gleiche Kernkriterien, weniger Eingriffe, Unterschiede sachlich erklären. Zu 12: anonyme Strichlisten, freiwillige Gespräche, keine ungeprüften Aufnahmen Minderjähriger und klare Verantwortliche.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Rollendifferenzierung: Erkläre an einem eigenen Spielzug, weshalb ein nominaler Achter den äußeren Raum übernehmen darf, ohne seine Spielidentität zu verlieren.
  2. Entscheidungskompetenz: Ein Pressingduo sperrt den RV. Entscheide zwischen Rückpass, Verlagerung und Weiterrotieren; begründe mit Gegenmaßnahmen und Restverteidigung.
  3. Übergabekriterien: Entwickle drei überprüfbare Kriterien, die nicht ausschließlich von erzielten Toren abhängen.
  4. Belastungssteuerung: Passe zwei Lehrmodell-Spielformen an Tagesform, Gruppenstand und verfügbare Betreuung an, ohne starre Belastungsnormen zu behaupten.
  5. Regelkunde: Unterscheide die IFAB-Spielregeln 2026/27 und die vor Ort gültige Wettbewerbsdurchführung bei Auswechslungen, Ausrüstung und Abseits.
  6. Coaching: Formuliere zu einer fehlerhaften Rotation zwei beschreibende Fragen und eine konstruktive mögliche Spielerantwort.
  7. Transfer: Belege mit drei anonymisierten Szenen aus freiem Spiel, ob B freiwillig und verantwortungsvoll gewählt oder zu Recht nicht gewählt wurde.

Erwartungshorizont: Jede Lösung nennt eine konkrete Szene, einen Gegnerreiz, die Zuständigkeit für zentrale und tiefe Sicherung sowie eine tragfähige Alternative. Für die Regelaufgabe ist die tatsächlich geltende Verbandsregel nachzuschlagen, nicht aus einer Modellübung abzuleiten.


Lernnachweis

Als Nachweis führst du eine Mappe oder ein digitales, datensparsames Portfolio: Wissen (Grundordnung, Rolle, Gegnerdruck), Können (Matrix mit drei Rollen und je drei Phasen in A/B), Planungsprodukt (drei Szenarien, drei Spielformen, Ablaufdiagramm, anpassbare Übergabekriterien), Analyse (synthetischer Modellfall mit Lösung und Raster), Transfer (eigenständige Entscheidung im freien Spiel mit Plan B). Eine kurze Selbstreflexion beantwortet: „Welche Rotation war nützlich, welche unterließ ich aus gutem Grund, und wer sicherte den gefährlichen Raum?“ Kein Nachweis verlangt die Speicherung personenbezogener Videodaten.


OER und Wikipedia

Primärquellen zur fachlichen Einordnung:

Medien- und Rechteverzeichnis (Bildverwendungen oben exakt den Dateiseiten zugeordnet; bei Bearbeitung Namensnennung, Link und Lizenz prüfen):

Eingebettetes Medium Exakte Quelle Urheber / Kanal Rechte und Verwendung
File:Association football 4-3-3 formation.svg Commons-Dateiseite Mario Ortegon; SVG Rumpelstilzchen 666 CC BY-SA 4.0
File:Soccer formation 3-4-3.svg Commons-Dateiseite Mario Ortegon; SVG Rumpelstilzchen 666 CC BY-SA 4.0
File:Football pitch.svg Commons-Dateiseite Maurizio CC BY-SA 4.0
File:Association football 4-2-3-1 formation.svg Commons-Dateiseite Mario Ortegon; SVG Rumpelstilzchen 666 CC BY-SA 4.0
zOFoTxnxA7s YouTube-Originalvideo DFB (Verband) nicht als frei lizenziert ausgewiesen; Quellenlink und offizieller Player, Rechte beim Anbieter
f1uHJBM3ANk YouTube-Originalvideo DFB (Verband) nicht als frei lizenziert ausgewiesen; Quellenlink und offizieller Player, Rechte beim Anbieter

Offene Lizenz des neuen Textes: Die hier neu erstellten Rollenmatrizen, Skizzen, Übungen, Szenarien, Fragen und Musterlösungen sind als eigenständige Lehrmaterialien zur Weiterentwicklung bestimmt; fremde Grafiken bleiben unter ihrer jeweiligen Commons-Lizenz. Bei Nachnutzung Rechte der einzelnen Bestandteile prüfen. Videos und Verbands-Webseiten werden nur referenziert, nicht als freie Inhalte ausgegeben.

Nachschlageartikel: Das folgende eingebettete deutschsprachige Wikipedia-Angebot liefert Zusatzwissen, ersetzt aber keine aktuelle Verbandsregel.


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