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Prüfungsplan und Kompetenzdiagnose - Elektroniker für Geräte und Systeme

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Prüfungsplan und Kompetenzdiagnose - Elektroniker für Geräte und Systeme

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Einleitung

Dieser aiMOOC unterstützt dich dabei, die Prüfungsanforderungen für den Ausbildungsberuf Elektronikerin und Elektroniker für Geräte und Systeme aus amtlichen Quellen zu erschließen, deinen tatsächlichen Kompetenzstand mit nachvollziehbaren Nachweisen einzuschätzen und daraus einen begründeten Lernplan abzuleiten. Alle Diagnosewerte, Messdaten und Personenangaben in diesem Kurs sind synthetisch.

Sicherheitshinweis: Praktische Elektro-, Löt-, Maschinen-, Gefahrstoff- oder Gesundheitsarbeiten dürfen ausschließlich an geeigneten Lernsystemen, nach Gefährdungsbeurteilung und unter qualifizierter Anleitung erfolgen. Dieser Kurs erteilt keine reale Maschinen-, Geräte- oder Anlagenfreigabe. Für verbindliche Prüfungstermine und organisatorische Einzelheiten gilt stets die Mitteilung deiner zuständigen IHK.

Stand der Quellenprüfung für Rechtsgrundlage, Prüfungsstruktur und Medien: 25. Oktober 2026. Da Kammern und Prüfungsdienstleister Termine und Durchführungsdetails ändern können, prüfst du vor jeder konkreten Planung zusätzlich das aktuelle Portal deiner zuständigen IHK.


Ausbildungsordnung und Prüfungsarchitektur erschließen


Geltende Ordnung und Ausbildungsbeginn

Der Beruf gehört zu den industriellen Elektroberufen. Die reguläre Ausbildungsdauer beträgt dreieinhalb Jahre. Für Ausbildungsverhältnisse, die seit dem 1. August 2018 beginnen, ist die seit diesem Datum geltende Neufassung der Verordnung maßgeblich. Für ältere Ausbildungsverhältnisse enthält die Verordnung Übergangsregeln. Deshalb beginnt eine belastbare Prüfungsplanung immer mit drei Fragen:

  1. Ausbildungsvertrag: An welchem Datum begann dein Ausbildungsverhältnis?
  2. Zuständige Stelle: Welche IHK führt deine Prüfung?
  3. Prüfungsordnung: Welche aktuelle Einladung, Terminübersicht und Hilfsmittelliste hat diese IHK für deinen Prüfungstermin veröffentlicht?

Der Beruf besitzt keine frei wählbare Fachrichtung im Sinne einer eigenen Abschlussbezeichnung. Die Verordnung nennt stattdessen betriebliche Einsatzgebiete, zum Beispiel Automotive-Systeme, EMS, informations- und kommunikationstechnische Geräte, medizinische Geräte, Mess- und Prüftechnik sowie Systemkomponenten, Sensoren, Aktoren und Mikrosysteme. Das Einsatzgebiet prägt betriebliche Lerngelegenheiten, verändert aber nicht eigenmächtig die gesetzlich bezeichneten Prüfungsbereiche.


Gestreckte Abschlussprüfung statt Zwischenprüfung

Die Abschlussprüfung besteht aus zwei zeitlich auseinanderfallenden Teilen. Beide Teile zählen zum Gesamtergebnis. Deshalb ist die Aussage „Teil 1 ist nur eine Zwischenprüfung und zählt nicht“ fachlich falsch.

Element Zeitpunkt und Funktion Gewicht am Gesamtergebnis
Teil 1 Vor dem Ende des zweiten Ausbildungsjahres; erfasst Inhalte der ersten 18 Monate und prüft eine komplexe Arbeitsaufgabe mit situativem Gespräch und schriftlichen Aufgaben 40 Prozent
Teil 2 Am Ende der Ausbildung; umfasst Arbeitsauftrag, Systementwurf, Funktions- und Systemanalyse sowie Wirtschafts- und Sozialkunde 60 Prozent

Teil 1 darf nach der Verordnung insgesamt höchstens acht Stunden dauern. Darin sind schriftliche Aufgaben von höchstens 90 Minuten und ein situatives Fachgespräch von höchstens zehn Minuten enthalten. Diese Grenzwerte beschreiben die rechtliche Prüfungsform; deine konkrete Einladung ist für Ort, Termin, Hilfsmittel und Ablauf verbindlich.


Bereiche, Gewichtungen und Bestehenslogik

Innerhalb von Teil 2 gelten folgende Gewichtungen:

Prüfungsbereich in Teil 2 Anteil an Teil 2 Anteil am Gesamtergebnis
Arbeitsauftrag 50 Prozent 30 Prozent
Systementwurf 20 Prozent 12 Prozent
Funktions- und Systemanalyse 20 Prozent 12 Prozent
Wirtschafts- und Sozialkunde 10 Prozent 6 Prozent

Die Umrechnung ist wichtig: 60 Prozent Anteil von Teil 2 multipliziert mit 20 Prozent Anteil eines schriftlichen Bereichs ergibt 12 Prozent Anteil am Gesamtergebnis. Als Rechenmodell gilt:

Gesamtergebnis = 0,40 · Teil 1 + 0,30 · Arbeitsauftrag + 0,12 · Systementwurf + 0,12 · Funktions- und Systemanalyse + 0,06 · Wirtschafts- und Sozialkunde.

Zum Bestehen genügt nicht allein ein rechnerisch ausreichender Mittelwert. Erforderlich sind unter anderem ein mindestens ausreichendes Gesamtergebnis, ein mindestens ausreichendes Ergebnis im Arbeitsauftrag und ein mindestens ausreichendes gemeinsames Ergebnis der drei übrigen Bereiche von Teil 2. In mindestens zwei dieser drei Bereiche muss mindestens „ausreichend“ erreicht werden; keiner darf „ungenügend“ sein. Eine mündliche Ergänzungsprüfung ist nur unter den rechtlich beschriebenen Voraussetzungen möglich und ersetzt keine planmäßige Vorbereitung.


Arbeitsauftrag und Zeitangaben richtig lesen

Beim Arbeitsauftrag sieht die Verordnung zwei Varianten vor. Der Ausbildungsbetrieb wählt die vorgesehene Variante im rechtlich zulässigen Verfahren:

Variante Kernelement Rechtlicher Zeitrahmen
Betrieblicher Auftrag Reale betriebliche Aufgabe, Dokumentation und auftragsbezogenes Fachgespräch Auftrag höchstens 20 Stunden; Fachgespräch höchstens 30 Minuten
Praktische Aufgabe Vom Prüfungsausschuss bereitgestellte Aufgabe mit Vorbereitung, Durchführung, Nachbereitung und begleitendem Fachgespräch Insgesamt höchstens 14 Stunden; darin Durchführung sechs Stunden; Gespräch höchstens 20 Minuten

Für Systementwurf und Funktions- und Systemanalyse nennt die Verordnung jeweils höchstens 120 Minuten, für Wirtschafts- und Sozialkunde höchstens 60 Minuten. Aktuelle IHK- und PAL-Übersichten können innerhalb dieser Obergrenzen konkrete kürzere Bearbeitungszeiten ausweisen; für die Sommerprüfung 2026 wurden beispielsweise 105, 105 und 60 Minuten dargestellt. Übertrage solche Angaben nie ungeprüft auf einen anderen Termin.

Typischer Fehler: Lernende notieren eine Zeit aus einem alten Merkblatt und behandeln sie wie eine dauerhaft geltende Rechtsnorm. Richtig ist die Quellenhierarchie: Verordnung für den rechtlichen Rahmen, aktuelle IHK-Einladung und Prüfungsinformation für die konkrete Durchführung.


Kompetenzdiagnose fachlich durchführen


Kompetenz ist mehr als ein Punktwert

Eine Kompetenz zeigt sich darin, dass du Wissen, Fertigkeiten, Sicherheit, Planung und Begründung in einer beruflichen Situation zusammenführst. Ein einzelnes Quiz kann Fachwissen anzeigen, beweist aber noch nicht, dass du eine Messaufgabe sicher planst, typische Störungen erkennst, Ergebnisse bewertest und fachgerecht dokumentierst.

Eine tragfähige Diagnose verbindet daher mehrere Nachweisarten:

Nachweisart Beobachtbarer Beleg Grenze
Fachtest Begriffe, Zusammenhänge und Rechenwege werden korrekt erklärt Praktische Ausführung bleibt ungemessen
Arbeitsprobe am Lernsystem Vorgehen, Messmittelwahl und Sicherheitsverhalten sind sichtbar Eine einzelne Situation kann zufällig gelingen
Prüfprotokoll Messbedingungen, Sollwerte, Istwerte und Bewertung sind nachvollziehbar Gute Formulierungen ersetzen keine korrekte Messung
Fachgespräch Entscheidungen und Alternativen werden begründet Tagesform kann die Leistung beeinflussen
Lernjournal Entwicklung, Fehlerkorrektur und Transfer werden über Zeit sichtbar Selbsteinschätzung kann verzerrt sein

Die Kombination mehrerer unabhängiger Nachweise heißt Triangulation. Sie erhöht die Aussagekraft, wenn die Nachweise tatsächlich dieselbe Kompetenz aus verschiedenen Perspektiven erfassen.


Kompetenzmatrix mit beobachtbaren Indikatoren

Nutze keine pauschalen Urteile wie „Elektronik kann ich gut“. Formuliere stattdessen beobachtbare Indikatoren. Eine vierstufige Skala kann so aussehen:

Stufe Bedeutung Beispiel für Mess- und Prüftechnik
0 Noch kein belastbarer Nachweis Messgröße, Messpunkt oder Schutzmaßnahme wird nicht sicher bestimmt
1 Mit enger Anleitung Messung gelingt nach vorgegebenem Ablauf, die Begründung bleibt lückenhaft
2 Selbstständig im Standardfall Messmittel, Bereich und Bezugspunkt werden passend gewählt; Ergebnis wird plausibilisiert
3 Selbstständig mit Transfer Abweichungen werden systematisch eingegrenzt, Messunsicherheit und Alternativen werden begründet

Geeignete Kompetenzfelder sind: Arbeitssicherheit, Auftragsanalyse, Schaltungsverständnis, Fertigungs- und Verbindungstechnik, Messtechnik, systematische Fehlersuche, Programmierung und Schnittstellen, Qualitätsprüfung, Dokumentation, Fachkommunikation sowie Wirtschafts- und Sozialkunde.


Diagnosefall planen, durchführen und auswerten

Ein guter Diagnosefall folgt einem transparenten Zyklus:

Phase Leitfrage Ergebnis
Anforderung Welche berufliche Handlung soll gezeigt werden? Beobachtbare Kriterien
Aufgabe Welche synthetische oder sichere Lernsituation fordert diese Handlung heraus? Eindeutiger Arbeitsauftrag
Durchführung Welche Handlungen, Entscheidungen und Messwerte werden dokumentiert? Nachweise statt Eindrücke
Bewertung Wie werden Kriterien und Qualitätsgrenzen angewendet? Begründete Kompetenzstufe
Rückmeldung Was ist bereits belastbar, was ist der nächste Lernschritt? Konkrete Maßnahme
Wiederholung Zeigt ein veränderter Fall denselben Kompetenzzuwachs? Transfernachweis

Gütekriterien: Eine Diagnose soll möglichst valide sein, also die gemeinte Kompetenz erfassen; reliabel sein, also bei vergleichbaren Bedingungen zu stabilen Ergebnissen führen; und fair sein, also klare Anforderungen, angemessene Hilfen und nachvollziehbare Bewertung bieten. Verwende nur notwendige Daten. In Lernportfolios gehören keine vertraulichen Kundendaten, Seriennummern, Schaltpläne mit Geheimhaltungsbedarf oder personenbezogenen Leistungslisten.


Individuellen Prüfungsplan entwickeln


Vom Prüfungstermin rückwärts planen

Ein Prüfungsplan beginnt nicht mit einer beliebigen Stundenzahl, sondern mit dem Zieltermin, den Prüfungsbereichen und deinem diagnostizierten Abstand zum Zielniveau. Plane rückwärts:

  1. Prüfungstermin: Trage nur den von deiner IHK bestätigten Termin ein.
  2. Meilenstein: Setze für jeden Prüfungsbereich mindestens einen vollständigen Probedurchlauf.
  3. Diagnosepunkt: Plane vorher einen Fall, der den aktuellen Stand sichtbar macht.
  4. Lernschleife: Reserviere Zeit für Üben, Rückmeldung, Fehlerkorrektur und erneute Anwendung.
  5. Pufferzeit: Halte Reserven für Krankheit, Materialprobleme und unerwartete Lücken frei.

Eine zweckmäßige Planung enthält kurze, wiederkehrende Einheiten und größere Anwendungssituationen. Verteiltes Wiederholen festigt Wissen; gemischtes Üben verhindert, dass du nur immer gleiche Aufgabentypen erkennst; vollständige Modellfälle verbinden Technik, Planung, Dokumentation und Fachgespräch.


Prioritäten berechnen, ohne Scheingenauigkeit

Ein einfacher Prioritätswert kann drei Faktoren verbinden:

Prioritätswert = Kompetenzlücke · Prüfungsbedeutung · Fehlerrisiko.

Die Kompetenzlücke ist die Differenz zwischen Zielstufe und diagnostizierter Stufe. Die Prüfungsbedeutung kann mit dem Anteil am Gesamtergebnis angenähert werden. Das Fehlerrisiko bewertest du zum Beispiel von eins bis drei. Der Wert ist eine Entscheidungshilfe, keine amtliche Formel.

Beispiel: In der Funktions- und Systemanalyse liegt deine Stufe bei 1, Ziel ist 3. Die Lücke beträgt 2, der Gesamtanteil 12 und das Fehlerrisiko 3. Priorität: 2 · 12 · 3 = 72. Beim Arbeitsauftrag liegt die Lücke bei 1, der Gesamtanteil bei 30 und das Risiko bei 2. Priorität: 1 · 30 · 2 = 60. Damit erhält die Funktions- und Systemanalyse zunächst etwas mehr gezielte Lernzeit; der Arbeitsauftrag bleibt wegen seiner hohen Gewichtung weiterhin regelmäßig im Plan.

Typischer Fehler: Eine Zahl wie 72 wirkt präzise, obwohl Selbsteinschätzung und Risikowert unsicher sind. Prüfe die Rangfolge deshalb mit einer Lehrkraft oder Ausbilderin beziehungsweise einem Ausbilder und passe sie nach neuen Nachweisen an.


Wochenplan als Lernregelkreis

Zeitpunkt Aktivität Nachweis Anpassungsfrage
Montag 25 Minuten Abruftraining zu Schaltungen und Formeln Fehlerliste mit Begründungen Welche Fehlvorstellung tritt wiederholt auf?
Dienstag Sichere Messübung am freigegebenen Lernsystem Messplan und Prüfprotokoll Waren Messpunkte und Bereiche begründet?
Mittwoch Systementwurf oder Funktionsanalyse unter Zeitvorgabe Bearbeitung und Selbstkorrektur Welche Zeitfresser lassen sich vermeiden?
Donnerstag Dokumentation und Fachgespräch zu einem Teilauftrag Zwei-Minuten-Erklärung und Rückfragen Ist die Entscheidung fachlich nachvollziehbar?
Freitag Transferfall mit veränderten Daten Lösung, Vergleich und Reflexion Ist das Können auf eine neue Situation übertragbar?
Wochenende Kurze Auswertung und Planung der Folgewoche Aktualisierte Kompetenzmatrix Welche Maßnahme hat den größten Lerngewinn gebracht?

Ein Lernplan ist damit ein Regelkreis: Soll festlegen → Ist diagnostizieren → Abweichung analysieren → Maßnahme durchführen → Wirkung prüfen → Plan anpassen. Das Diagramm ist zugleich ein Modell für Qualitätsmanagement und technische Regelung.


Fachliche Kernkompetenzen prüfen und trainieren


Schaltungen und Systemfunktionen verstehen

Elektronikerinnen und Elektroniker für Geräte und Systeme betrachten nicht nur einzelne Bauteile, sondern den gesamten Signal- und Energiefluss. Eine zweckmäßige Systemskizze trennt Versorgung, Eingänge, Verarbeitung, Ausgänge, Schnittstellen und Schutzfunktionen. Zu jedem Block notierst du Sollzustand, mögliche Fehlerwirkung und geeigneten Prüfpunkt.

Für Gleichstromkreise bilden Spannung U, Strom I, Widerstand R und Leistung P zentrale Größen:

U = R · I, R = U / I, I = U / R, P = U · I und für einen ohmschen Widerstand auch P = I² · R.

Achte auf Einheiten und Größenordnungen. 0,40 Ampere sind 400 Milliampere. Ein gemessener Spannungsabfall von 0,86 Volt an einem Kontakt bei 0,40 Ampere ergibt R = 0,86 Volt / 0,40 Ampere = 2,15 Ohm. Ob dieser Wert zulässig ist, entscheidet nicht die Rechnung allein, sondern die Spezifikation des Bauteils und der vorgesehene Strompfad.


Messmittel auswählen und Messungen plausibilisieren

Ein Digitalmultimeter eignet sich unter anderem für stationäre Spannungs-, Strom- und Widerstandsmessungen. Ein Oszilloskop macht zeitliche Verläufe, kurze Einbrüche, Überschwingen und Störungen sichtbar. Ein Logikanalysator unterstützt bei digitalen Signalfolgen; Prüfadapter und Testpunkte reduzieren das Risiko unsicherer Kontaktierung.

Fragestellung Geeignetes Mittel Typischer Fehler
Liegt eine stabile Gleichspannung an? Digitalmultimeter mit passendem Messbereich Falscher Bezugspunkt oder ungeeignete Buchse
Tritt ein kurzer Spannungseinbruch auf? Oszilloskop mit geeigneter Bandbreite und Triggerung Nur den langsam aktualisierten Multimeterwert betrachten
Ist eine Leitung im spannungsfreien Zustand durchgängig? Widerstands- oder Durchgangsmessung nach sicherer Freischaltung Widerstand an einem unter Spannung stehenden Stromkreis messen
Entspricht ein Digitalsignal dem Protokoll? Oszilloskop oder Logikanalysator mit zulässiger Beschaltung Massebezug und Pegelgrenzen ignorieren

Vor jeder Messung klärst du Messgröße, erwarteten Bereich, Bezugspunkt, Gerätekategorie, Schutzmaßnahmen und mögliche Rückwirkungen. Nach der Messung prüfst du Plausibilität, Unsicherheit und Wiederholbarkeit. Ein Zahlenwert ohne Messbedingung ist kein vollständiger Befund.


Fertigung, ESD-Schutz und Qualitätsprüfung

Leiterplatten, Steckverbinder, Sensoren und Baugruppen können durch elektrostatische Entladung, thermische Überlastung, mechanische Spannung oder falsche Polarität beschädigt werden. Ein ESD-gerechter Arbeitsplatz umfasst nur dann wirksame Schutzmaßnahmen, wenn Erdung, ableitfähige Flächen, persönliche Ausrüstung und regelmäßige Prüfung zusammenpassen.

Prüfe bei Fertigungs- und Reparaturaufgaben mindestens: richtige Bauteile und Orientierung, Lötstellenqualität, Leiterbahn- und Steckverbinderzustand, mechanische Entlastung, Sauberkeit, Isolationsabstände, Kennzeichnung, Versionsstand, Prüfmittelstatus und dokumentierte Freigabekriterien. Die Sichtprüfung ergänzt elektrische Prüfungen, ersetzt sie aber nicht.


Systematische Fehlersuche und Dokumentation

Eine wirksame Fehlersuche startet mit der reproduzierbaren Fehlerbeschreibung. Danach werden Systemgrenzen, Sollfunktion und Signalfluss geklärt. Hypothesen werden priorisiert und mit möglichst trennscharfen Messungen geprüft. Ändere immer nur so viel, dass Ursache und Wirkung noch zugeordnet werden können.

Schritt Fachfrage Dokumentation
Fehlerbild Wann, wie oft und unter welchen Bedingungen tritt die Abweichung auf? Reproduktionsbedingung
Sollzustand Welche Funktion und Grenzwerte sind spezifiziert? Sollwerte und Quelle
Hypothese Welche Ursache erklärt alle Beobachtungen? Erwartete Messsignatur
Prüfung Welche Messung unterscheidet konkurrierende Ursachen? Messpunkt, Gerät, Einstellung, Wert
Maßnahme Welche sichere Korrektur folgt aus dem Befund? Änderung und Verantwortlichkeit
Wirksamkeit Ist die Funktion unter definierten Bedingungen stabil? Wiederholungszahl und Ergebnis

Häufige Fehler sind wahlloses Austauschen von Bauteilen, fehlender Bezug zu Sollwerten, Messungen ohne Sicherheitsprüfung, das Verwechseln von Korrelation und Ursache sowie eine Freigabe ohne dokumentierten Wirksamkeitsnachweis.


Berufsvideos als Beobachtungsauftrag

Das folgende Video des Max-Planck-Instituts für Chemie zeigt Einblicke in die Ausbildung. Beobachte, welche technischen, organisatorischen und kommunikativen Kompetenzen erkennbar werden. Das Video ist eingebettet; daraus wird keine freie Nachnutzungslizenz abgeleitet.

Das folgende Betriebsvideo gibt weitere Einblicke in typische Tätigkeiten. Vergleiche die dargestellten Aufgaben mit den Kompetenzfeldern deiner Matrix und trenne Werbeaussagen von beobachtbaren beruflichen Handlungen.


Berufstypischer Modellfall mit Bewertungsraster


Auftrag und sichere Lernumgebung

Synthetischer Modellfall: Ein freigegebenes 24-Volt-Gleichspannungs-Lernmodul enthält eine Sensor-Schnittstelle, einen Gleichspannungswandler auf 5 Volt, einen Mikrocontroller und eine simulierte Last. Beim Zuschalten der Last startet der Mikrocontroller gelegentlich neu. Du sollst die Ursache am spannungsbegrenzten Lernsystem unter qualifizierter Aufsicht eingrenzen, eine fachlich begründete Korrektur für den Prüfadapter vorschlagen und einen Wirksamkeitsnachweis dokumentieren.

Der Fall bezieht sich ausdrücklich nicht auf ein reales Kundenprodukt, eine medizinische Anwendung oder eine produktive Maschine. Arbeiten an Netzspannung, geöffneten Energiespeichern oder nicht freigegebenen Geräten sind ausgeschlossen.


Gegebene synthetische Daten

Messung Vor dem Fehler Während des Fehlerereignisses Nach fachgerecht angeleiteter Korrektur
Eingangsspannung des Lernmoduls 24,1 Volt 23,8 Volt 24,0 Volt
5-Volt-Schiene 5,02 Volt kurzzeitig 4,31 Volt für 18 Millisekunden mindestens 4,93 Volt
Spannungsabfall am Steckkontakt bei 0,40 Ampere nicht gezielt gemessen 0,86 Volt 0,03 Volt
Neustarts bei 50 Lastwechseln Fehler sporadisch Fehler reproduzierbar kein Neustart

Eine statische Durchgangsprüfung des Steckkontakts war zunächst unauffällig. Unter Last zeigt sich jedoch ein deutlich erhöhter Spannungsabfall. Das ist ein Hinweis darauf, dass eine Messung ohne realistische Belastung die Ursache verdecken kann.


Rechenweg und Diagnose

Für den auffälligen Kontakt gilt:

R = U / I = 0,86 Volt / 0,40 Ampere = 2,15 Ohm.

Die Verlustleistung am Kontakt beträgt:

P = I² · R = 0,40² Ampere² · 2,15 Ohm = 0,344 Watt.

Nach der angeleiteten Korrektur ergibt sich:

R = 0,03 Volt / 0,40 Ampere = 0,075 Ohm.

Die Eingangsspannung bleibt nahezu stabil, während die 5-Volt-Schiene beim Fehler kurz einbricht. Zusammen mit dem hohen lastabhängigen Spannungsabfall am Steckkontakt stützt dies die Hypothese eines erhöhten Übergangswiderstands im Prüfadapter. Eine rein statische Widerstandsprüfung hatte den dynamischen Fehler nicht sicher sichtbar gemacht.

Nachvollziehbares Ergebnis: Der beschädigte beziehungsweise ungeeignete Steckkontakt des Prüfadapters wird im Rahmen der angeleiteten Lernhandlung ersetzt oder fachgerecht instand gesetzt. Anschließend bleiben die 5 Volt in 50 definierten Lastwechseln oberhalb von 4,93 Volt, und es tritt kein Neustart auf. Damit ist die Hypothese für diesen synthetischen Fall bestätigt. Eine reale Produktfreigabe würde zusätzliche spezifikationsbezogene Prüfungen, Verantwortlichkeiten und dokumentierte Freigabeschritte erfordern.


Bewertungsraster für den Modellfall

Kriterium Punkte Vollständiger Nachweis
Sicherheit und Auftragsgrenze 10 Lernsystem, Gefährdungen, Aufsicht und Ausschlüsse werden korrekt benannt
Anforderungs- und Prüfplanung 15 Sollfunktion, Messpunkte, Geräte und Reihenfolge sind begründet
Messdurchführung und Diagnose 25 Messbedingungen sind dokumentiert; Hypothesen werden trennscharf geprüft
Rechenwege und Einheiten 15 Widerstand und Verlustleistung sind korrekt, nachvollziehbar und plausibilisiert
Korrektur und Wirksamkeitsnachweis 15 Maßnahme folgt aus dem Befund; Vorher-Nachher-Vergleich und 50 Lastwechsel sind ausgewertet
Dokumentation 10 Sollwerte, Istwerte, Abweichungen, Quellen und Ergebnis sind prüfbar dargestellt
Reflexion und Fachkommunikation 10 Grenzen, Alternativerklärungen und nächste Prüfungen werden verständlich erläutert

Orientierung: 90 bis 100 Punkte zeigen einen sehr sicheren, transferfähigen Nachweis; 75 bis 89 Punkte einen belastbaren Standardfall; 60 bis 74 Punkte einen grundsätzlich ausreichenden Nachweis mit gezielten Entwicklungsfeldern; unter 60 Punkten sind zentrale Kompetenzen noch nicht ausreichend belegt. Das Raster ist ein Lerninstrument und keine amtliche IHK-Notenumrechnung.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Prüfungswissen und Diagnosekompetenz

Welche Aussage beschreibt Teil 1 der Abschlussprüfung korrekt? (Teil 1 zählt mit 40 Prozent zum Gesamtergebnis) (!Teil 1 ist eine unbewertete Zwischenprüfung) (!Teil 1 zählt nur bei nicht bestandenem Teil 2) (!Teil 1 ersetzt den Arbeitsauftrag aus Teil 2)



Rückmeldung: Die gestreckte Abschlussprüfung verteilt das Gesamtergebnis auf zwei Teile; Teil 1 ist mit 40 Prozent verbindlich einbezogen.

Welcher Ausbildungsbeginn fällt grundsätzlich unter die seit 1. August 2018 geltende Neufassung? (1. September 2018) (!1. Juli 2018) (!1. Januar 2017) (!1. Juni 2016)



Rückmeldung: Für Verträge ab dem 1. August 2018 ist grundsätzlich die Neufassung maßgeblich; ältere Verträge können Übergangsregeln unterliegen.

Wie bezeichnet die Ausbildungsordnung die betriebliche Spezialisierung dieses Berufs? (Einsatzgebiet) (!Fachrichtung) (!Studienprofil) (!Prüfungsklasse)



Rückmeldung: Die Ordnung nennt Einsatzgebiete. Eine Fachrichtung als veränderte Berufsbezeichnung wird hier nicht ausgewiesen.

Welchen Anteil hat der Arbeitsauftrag am Ergebnis von Teil 2? (50 Prozent) (!40 Prozent) (!30 Prozent) (!20 Prozent)



Rückmeldung: Innerhalb von Teil 2 ist der Arbeitsauftrag mit 50 Prozent gewichtet; am Gesamtergebnis entspricht das 30 Prozent.

Welchen Anteil hat der Systementwurf am Gesamtergebnis? (12 Prozent) (!20 Prozent) (!10 Prozent) (!6 Prozent)



Rückmeldung: Teil 2 zählt 60 Prozent, der Systementwurf davon 20 Prozent. 0,60 mal 0,20 ergibt 0,12 beziehungsweise 12 Prozent.

Welche Diagnose liefert den belastbarsten Kompetenznachweis? (Mehrere passende Nachweise aus Test Arbeitsprobe Protokoll und Fachgespräch) (!Nur die eigene Einschätzung ohne Kriterien) (!Nur ein einmaliger Multiple-Choice-Test) (!Nur die Anwesenheitszeit in der Werkstatt)



Rückmeldung: Triangulation verbindet unterschiedliche, kriterienbezogene Nachweise und vermindert die Schwächen eines einzelnen Instruments.

Welches Messmittel zeigt einen 18 Millisekunden kurzen Spannungseinbruch am zuverlässigsten? (Oszilloskop mit geeigneter Triggerung) (!Lineal mit Millimeterskala) (!Durchgangsprüfer ohne Spannungsverlauf) (!Multimeter im Widerstandsbereich am aktiven Stromkreis)



Rückmeldung: Ein Oszilloskop bildet den zeitlichen Verlauf ab; Messbereich, Bezug und Triggerung müssen zur erwarteten Störung passen.

Welcher Widerstand ergibt sich aus 0,86 Volt Spannungsabfall bei 0,40 Ampere? (2,15 Ohm) (!0,34 Ohm) (!0,47 Ohm) (!3,44 Ohm)



Rückmeldung: Mit R gleich U geteilt durch I ergibt sich 0,86 geteilt durch 0,40 gleich 2,15 Ohm.

Welche Maßnahme verbessert einen individuellen Prüfungsplan am stärksten? (Diagnoseergebnisse regelmäßig in konkrete Lernschleifen übersetzen) (!Jede Woche denselben Plan unverändert wiederholen) (!Nur den Prüfungsbereich mit der kürzesten Bearbeitungszeit üben) (!Schwächen aus der Kompetenzmatrix entfernen)



Rückmeldung: Ein wirksamer Plan reagiert auf neue Nachweise und verbindet Lücke, Prüfungsbedeutung, Risiko, Übung und erneute Kontrolle.

Welche Aussage gilt für praktische Arbeiten in diesem Kurs? (Sie erfolgen nur an geeigneten Lernsystemen unter qualifizierter Anleitung) (!Sie erlauben die Freigabe realer Maschinen ohne weitere Prüfung) (!Sie ersetzen die betriebliche Gefährdungsbeurteilung) (!Sie dürfen ohne Aufsicht an Netzspannung durchgeführt werden)



Rückmeldung: Der Kurs unterstützt Lernen und Diagnose, ersetzt aber weder Fachaufsicht noch Gefährdungsbeurteilung oder formale Freigabeverfahren.


Memory

Gestreckte Abschlussprüfung Zwei zeitlich getrennte Teile zählen gemeinsam zum Gesamtergebnis
Einsatzgebiet Betrieblicher Schwerpunkt ohne neue Fachrichtungsbezeichnung
Kompetenzindikator Beobachtbares Kriterium für eine berufliche Handlung
Prüfprotokoll Nachvollziehbarer Nachweis von Bedingungen Werten und Bewertung
Prioritätswert Verbindung von Kompetenzlücke Prüfungsbedeutung und Fehlerrisiko
Triangulation Kombination mehrerer unabhängiger Nachweisarten





Drag-and-drop

Ordne den Arbeitsschritt der passenden Funktion zu. Funktion
Anforderung analysieren Beobachtbare Kriterien und Sollzustände festlegen
Kompetenz diagnostizieren Abstände zwischen aktuellem Nachweis und Zielniveau bestimmen
Lernmaßnahme planen Inhalt Methode Zeit und Erfolgskriterium auswählen
Gezielt durchführen Schwierige Teilhandlungen bewusst üben und begründen
Wirkung kontrollieren Transferfall auswerten und den Lernplan anpassen





Kreuzworträtsel

Einsatzgebiet Wie heißt der betriebliche Schwerpunkt ohne eigene Fachrichtungsbezeichnung?
Diagnose Wie heißt die kriteriengeleitete Feststellung des aktuellen Kompetenzstands?
Arbeitsauftrag Welcher praktische Prüfungsbereich zählt die Hälfte von Teil zwei?
Systementwurf Welcher schriftliche Bereich prüft die Planung einer technischen Lösung?
Lernplan Wie heißt die zeitlich geordnete Folge begründeter Lernmaßnahmen?
Prüfprotokoll Wie heißt der nachvollziehbare Nachweis von Messbedingungen und Ergebnissen?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.
Die Abschlussprüfung ist als

organisiert. Teil 1 zählt mit

zum Gesamtergebnis. Die betriebliche Spezialisierung heißt

. Ein belastbarer Kompetenznachweis verbindet mehrere Quellen durch

. Der individuelle Plan beginnt mit einer kriterienbezogenen

. Kurze Spannungseinbrüche werden mit einem passend eingestellten

sichtbar. Messwerte sind erst zusammen mit Bedingungen und Sollwerten im

aussagekräftig. Nach jeder Lernschleife wird die Wirkung geprüft und der Plan

.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Quellencheck zur Prüfungsordnung: Erstelle eine Tabelle mit Ausbildungsbeginn, zuständiger IHK, aktueller Rechtsquelle und noch zu prüfenden Termindokumenten; verwende keine personenbezogenen Daten.
  2. Eigene Kompetenzmatrix: Formuliere für sechs Kompetenzfelder je einen beobachtbaren Indikator und ordne ausschließlich deinen eigenen Lernstand mit einer kurzen Begründung ein.
  3. Gewichtungen berechnen: Rechne für drei selbst gewählte Teil-2-Ergebnisse deren Anteil am Gesamtergebnis aus und kontrolliere jeden Rechenschritt mit der Gewichtungstabelle.
  4. Berufsvideo auswerten: Beobachte eines der eingebetteten Videos und notiere vier sichtbare berufliche Handlungen sowie zwei Kompetenzen, die im Video nicht sicher beurteilt werden können.


Standard

  1. Synthetischen Diagnosefall lösen: Werte einen von deiner Lehrkraft bereitgestellten Datensatz zu einer fehlerhaften Baugruppe aus, formuliere zwei konkurrierende Hypothesen und plane eine trennscharfe Messung.
  2. Vierwöchigen Lernplan entwickeln: Plane vier Wochen mit Diagnose, Übung, Rückmeldung und Transferfall; begründe die Zeitanteile durch Kompetenzlücke, Prüfungsbedeutung und Risiko.
  3. Messprotokoll prüfen: Untersuche ein anonymisiertes oder synthetisches Prüfprotokoll auf fehlende Messbedingungen, unklare Sollwerte und unbegründete Freigabeaussagen und verbessere es.
  4. Fachinterview führen: Befrage eine qualifizierte Ausbilderin, einen Ausbilder oder eine Lehrkraft zu typischen Prüfungsfehlern, dokumentiere nur freigegebene allgemeine Aussagen und vergleiche sie mit amtlichen Quellen.


Schwer

  1. Vollständigen Probeauftrag bearbeiten: Bearbeite einen sicheren, freigegebenen Modellauftrag von der Anforderungsanalyse bis zum Fachgespräch und lasse ihn mit dem Bewertungsraster beurteilen.
  2. Kompetenzportfolio auditieren: Ordne fünf eigene, nicht vertrauliche Lernprodukte konkreten Indikatoren zu, benenne Beleglücken und plane für jede Lücke einen neuen Transfernachweis.
  3. Rechtsrahmen und Durchführung vergleichen: Vergleiche die rechtlichen Höchstzeiten mit der aktuellen Information deiner IHK und erkläre, warum ältere Terminblätter nicht ungeprüft übernommen werden dürfen.
  4. Lernplan verteidigen und revidieren: Präsentiere deinen Plan in einem simulierten Fachgespräch, beantworte kritische Rückfragen zu Prioritäten und passe den Plan anschließend anhand der Rückmeldung begründet an.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Prüfungsstruktur begründen: Erkläre anhand der Gewichtungen, warum Teil 1 keine folgenlose Zwischenprüfung ist, und berechne den Gesamtbeitrag eines selbst gewählten Ergebnisses.
  2. Quellenhierarchie anwenden: Entscheide für drei widersprüchliche Angaben aus Verordnung, altem Merkblatt und aktueller IHK-Einladung, welche Quelle für welchen Aspekt maßgeblich ist.
  3. Kompetenzdiagnose bewerten: Beurteile eine Diagnose, die nur aus einem Selbsttest besteht, und entwickle eine validere Kombination aus mindestens drei Nachweisen.
  4. Messstrategie übertragen: Plane für einen neuen synthetischen Fehler mit kurzem Spannungseinbruch eine sichere Messfolge und begründe, warum ein statischer Wert nicht genügt.
  5. Prioritäten reflektieren: Vergleiche zwei Lernfelder mit unterschiedlicher Lücke und Prüfungsbedeutung und begründe eine ausgewogene Zeitverteilung.
  6. Modellfall kritisch prüfen: Nenne zwei alternative Erklärungen für den Neustart im Modellfall und beschreibe Messungen, mit denen sie ausgeschlossen werden können.
  7. Freigabegrenzen erkennen: Formuliere, welche zusätzlichen Nachweise und Verantwortlichkeiten zwischen einem erfolgreichen Lernversuch und einer realen Produkt- oder Maschinenfreigabe fehlen.




Lernnachweis

Ein vollständiger Lernnachweis für diesen Kurs besteht aus miteinander verknüpften Belegen:

Bereich Erwarteter Nachweis Qualitätsmerkmal
Wissen Eigene Darstellung von Prüfungsstruktur, Gewichtungen, Einsatzgebieten und Quellenhierarchie Fachlich korrekt und mit Abrufdatum
Rechnen Nachvollziehbare Umrechnung der Gewichtungen sowie Widerstands- und Leistungsberechnung Formel, Einheiten, Einsetzen, Ergebnis und Plausibilität
Planung Individueller Lernplan mit Diagnosepunkten, Lernschleifen, Puffern und Erfolgskriterien Prioritäten sind begründet und nach neuen Befunden anpassbar
Praktische Kompetenz Sicher bearbeiteter Modellfall oder freigegebene Arbeitsprobe am Lernsystem Vorgehen, Messmittelwahl und Schutzmaßnahmen sind beobachtbar
Dokumentation Prüfprotokoll und Kompetenzportfolio ohne vertrauliche Daten Soll, Ist, Abweichung, Bewertung und Grenzen sind prüfbar
Kommunikation Simuliertes Fachgespräch mit Rückfragen Entscheidungen, Alternativen und Unsicherheiten werden verständlich begründet
Transfer Veränderte Aufgabe, die ohne bloßes Kopieren gelöst wird Methode wird auf neue Daten oder Systembedingungen übertragen

Der Nachweis gilt erst dann als belastbar, wenn die Produkte zusammenpassen: Ein korrektes Rechenergebnis darf nicht auf einer unsicheren Messung beruhen, und eine gute Dokumentation darf keine ungeprüfte Freigabe behaupten.




OER und Wikipedia


Amtliche und fachliche Quellen

Quelle Nutzen für diesen Kurs Prüfhinweis
BIBB-Berufsprofil Elektroniker für Geräte und Systeme Berufsbezeichnung, Dauer, Einsatzgebiete, Rechts- und Rahmenlehrplanverweise Ausbildungsbeginn und verlinkte Fassung prüfen
Verordnung über die Berufsausbildung in den industriellen Elektroberufen Verbindlicher Rechtsrahmen für Struktur, Zeiten, Gewichtungen und Bestehen Konsolidierten Stand und Übergangsregeln beachten
IHK Regensburg: Prüfungsübersicht Beispiel für aktuelle Durchführungsinformationen und konkrete Bearbeitungszeiten Nicht ungeprüft auf eine andere IHK oder Prüfungssaison übertragen
Kultusministerkonferenz: Rahmenlehrpläne Schulische Kompetenzbereiche und Lernfelder Passenden Beruf und aktuelle Fassung auswählen
BERUFENET Tätigkeits- und Berufsorientierung Ergänzende Berufsinformation, keine Prüfungsordnung
ARD alpha: Ich mach's! Berufseinblick mit Untertitel Verfügbarkeit und Rechte beim Anbieter beachten


Medien, Urheber und Rechte

Verwendetes Medium Geprüfte Fundstelle Urheber beziehungsweise Anbieter Rechtehinweis
File:Printed circuit board.jpg Wikimedia Commons Cjp24 CC BY-SA 3.0
File:Ohms law voltage source.svg Wikimedia Commons Omegatron CC BY-SA 3.0 oder auf der Dateiseite ausgewiesene GFDL-Option
File:Resistor Color Code.svg Wikimedia Commons Knarfili CC0 1.0
File:Digital multimeter.jpg Wikimedia Commons Cjp24 CC BY-SA 3.0
File:Soldering workbench.jpg Wikimedia Commons Windell Oskay CC BY 2.0
File:8 Śląski Festiwal Nauki, MCK, Katowice,, 09.12.2024, 1234.jpg Wikimedia Commons Krzysztof Popławski CC BY-SA 4.0
https://www.youtube.com/watch?v=vcBJ2BYpPfY Max-Planck-Institut für Chemie: Film zur Ausbildung Max-Planck-Institut für Chemie und veröffentlichender Kanal Eingebettet; keine freie Lizenz behauptet, Rechte beim Anbieter
https://www.youtube.com/watch?v=yJY1G6zyZEk Baker Hughes Ausbildungsdarstellung Baker Hughes und veröffentlichender Kanal Eingebettet; keine freie Lizenz behauptet, Rechte beim Anbieter

Die Commons-Dateien dürfen nur entsprechend ihrer jeweiligen Lizenzbedingungen weiterverwendet werden. Namensnennung, Lizenzlink und Hinweise auf Bearbeitungen sind dort erforderlich, wo die Lizenz dies verlangt. Die eingebetteten Videos werden nicht als OER ausgegeben.


Wikipedia

Der folgende Artikel dient als ergänzende Orientierung. Rechtsverbindliche Prüfungsangaben werden weiterhin aus Verordnung und zuständiger IHK entnommen.



Verknüpfte Lernbereiche

Prüfungsplanung und Kompetenzdiagnose

  1. Berufsportal: Ausbildung – Elektroniker für Geräte und Systeme
  2. Berufsübersicht Elektroniker/-in
  3. Elektronikfertigung und Baugruppenprüfung – ESD-Schutz im Arbeitsablauf verstehen
  4. Elektronikfertigung und Baugruppenprüfung – Baugruppenfunktion mit Testpunkten prüfen
  5. Elektronikfertigung und Baugruppenprüfung – Bestückungsfehler systematisch lokalisieren
  6. Elektronikfertigung und Baugruppenprüfung – Eine Elektronikbaugruppe qualitätsgesichert übergeben
  7. Elektrische Messtechnik und Schutzmaßnahmen – Messprotokolle kritisch auswerten
  8. Elektrische Messtechnik und Schutzmaßnahmen – Spannungs- Strom- und Widerstandsmessung unterscheiden
  9. Elektrotechnik - Fehlersuche
  10. Elektrotechnische Grundlagen und Gleichstrom – Das Ohmsche Gesetz anwenden
  11. Prüfungsplanung
  12. Kompetenzdiagnostik
  13. Qualitätsmanagement
  14. Arbeitssicherheit

Die verknüpften Bereiche verbinden die amtliche Prüfungsarchitektur mit Schaltungsanalyse, Fertigung, Messtechnik, Fehlersuche, Dokumentation, Kommunikation und selbstreguliertem Lernen. Besonders wichtig ist der Transfer: Du sollst nicht nur bekannte Aufgaben wiederholen, sondern Entscheidungen in einer veränderten beruflichen Situation begründen.


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