MCX 1200 und MCX 1400 in Bulle Schweiz – Schruppen und Feinbearbeitung thermisch planen
MCX 1200 und MCX 1400 in Bulle Schweiz – Schruppen und Feinbearbeitung thermisch planen
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Einleitung
Ein Gehäuse kann unmittelbar nach dem Schruppen ein plausibles Maß zeigen und nach dem Abkühlen trotzdem außerhalb der Toleranz liegen. In diesem Kurs lernst du, Wärmeeintrag, Spannungsänderungen und Messbedingungen gemeinsam zu beurteilen. Du entwickelst eine thermisch begründete Prozesskette vom Rohteil bis zum dokumentierten Endmaß.
Zielgruppe: Auszubildende aller Geschlechter im Beruf Zerspanungsmechaniker beziehungsweise Zerspanungsmechanikerin, empfohlen für das dritte Ausbildungsjahr. Berufszuordnung und Jahresfolge sind redaktionelle Lernempfehlungen und mit Betrieb und Berufsschule abzustimmen. Als Grundlagen helfen Ausbildung – Zerspanungsmechaniker und Physikalische Größen und Messgrundlagen.
Lernziele: Du kannst thermische Längenänderungen mit Einheiten berechnen, Temperaturgradienten von gleichmäßiger Erwärmung unterscheiden, Zwischenprüfungen begründen und eine begrenzte Qualitätsentscheidung mit Messunsicherheit formulieren. Plane ungefähr sechs Unterrichtsstunden einschließlich Modellfall; das ist eine didaktische Empfehlung.
Geltungsbereich: Ergänzendes Lernen, kein offizieller Liebherr-Lehrgang und kein Ersatz für Betriebsanweisungen. Reale Maschinenarbeit erfordert betriebliche Unterweisung, qualifizierte Anleitung und die örtlichen Berechtigungen. Alle nachfolgenden Werkstückdaten, Zeiten, Koeffizienten und Prüfgrenzen sind ausdrücklich synthetische Lehrmodelle. Sie sind weder Herstellerparameter noch Bedienfreigaben. Es werden keine vertraulichen Betriebsdaten oder personenbezogenen Schülerdaten verwendet.
Maschinenbezug und thermische Fragestellung
Was die historische Quelle tatsächlich belegt
Der Bericht von BURKHARDT+WEBER, COMPETENCE, Herbst 2017, beschreibt die Großmotorengehäuse-Fertigung bei Liebherr Machines Bulle SA in Bulle, Schweiz. Zur ersten Ausbaustufe gehören eine MCX 1200 und eine MCX 1400. Drei zusätzliche Bearbeitungszentren waren bestellt; sieben waren für den Endausbau geplant. Bestell- und Planzahlen sind kein damaliger Betriebsbestand. Kempten wird als Sitz des Automationspartners genannt, nicht als Standort dieser Gehäusefertigung. Der Uploadpfad mit „2025/03“ ändert das Publikationsdatum nicht.
Die Quelle behandelt kombinierte Vor- und Fertigbearbeitung, prozessintegriertes Messen sowie Vorrichtungen mit geführten Bohrstangen. Daraus folgen sinnvolle Lernfragen, jedoch keine öffentlich belegten Abkühlzeiten, thermischen Korrekturwerte oder konkreten Schnittdaten. Diese Angaben dürfen weder ergänzt noch auf deutsche Liebherr-Werke übertragen werden. Primärquelle: Bericht und Abbildungen, besonders PDF-Seiten 2–4
Medienauftrag zur Primärquelle: Betrachte die Fotos und die Anlagenübersicht im Original-PDF. Markiere in deiner eigenen Skizze Werkstück, Vorrichtung und Transportweg. Die Fotos verbleiben im verlinkten Herstellerdokument; eine freie Bildlizenz ist dort nicht ausgewiesen.
Vom Maschinenmerkmal zur Lernentscheidung
Ein Bearbeitungszentrum vereint mehrere spanende Bearbeitungen und Werkzeugwechsel. Schruppen entfernt überwiegend Aufmaß. Feinbearbeitung stellt die geforderten Maße, Formen und Oberflächen mit einer dafür ausgelegten Bearbeitungsstrategie her. Ein kleiner letzter Span allein garantiert noch keine Genauigkeit.
| Begriff | Bedeutung für deine Planung | Typischer Irrtum |
|---|---|---|
| Wärmeeintrag | Ein Teil der umgesetzten Energie erhöht lokal die Temperatur. | Die gesamte elektrische Maschinenleistung erwärmt ausschließlich das Werkstück. |
| Temperaturzustand | Räumliche Verteilung und zeitlicher Verlauf der Temperaturen. | Ein einzelner Lufttemperaturwert beschreibt das ganze Gehäuse. |
| Maßstabilität | Ein Merkmal bleibt unter definierten Bedingungen ausreichend unverändert. | Eine einmalige Messung beweist Stabilität. |
| Form und Lage | Beispielsweise Ebenheit einer Fläche und Lage einer Bohrungsachse zum Bezug. | Ein richtiger Abstand beweist automatisch eine richtige Lagergasse. |
| Prozessfenster | Dokumentierter Bereich zulässiger Bedingungen eines geprüften Prozesses. | Ein Lehrwert aus diesem Kurs gilt für die reale Maschine. |
Eigenes Wirkungsschema, keine Darstellung einer realen MCX-Regelung: Die vier Einflussgruppen können sich überlagern. Ein Werkzeugkorrekturwert kann deshalb mehrere Ursachen verdecken.
| Einflussgruppe | Wirkweg | Sichtbarer Befund im Lehrmodell |
|---|---|---|
| Werkstücktemperatur | Wärmeausdehnung und Temperaturgradient | Abstand verändert sich oder Fläche krümmt sich. |
| Maschinenzustand | Erwärmung von Struktur, Antrieben oder Spindel | Werkzeuglage relativ zum Werkstück driftet. |
| Spannzustand | Elastische Verformung und veränderte Anlage | Maß verändert sich nach einem definierten Spannwechsel. |
| Werkstoffzustand | Umlagerung vorhandener Eigenspannungen beim Materialabtrag | Form bleibt auch nach Temperaturausgleich verändert. |
Die beiden Maschinenbezeichnungen entscheiden diese Fragen nicht. Vergleiche Prozesse anhand nachgewiesener Bedingungen; leite keine thermische Rangfolge allein aus „1200“ und „1400“ ab. Die Lernnetz-Verbindung findest du unter Liebherr-Maschinen.
Wärmeeintrag und Maßänderung berechnen
Energie, Temperatur und Wärmefluss unterscheiden
Beim Spanen wird mechanische Arbeit unter anderem durch plastische Verformung und Reibung in innere Energie umgesetzt. Wärme gelangt in Span, Werkzeug, Werkstück und Umgebung. Abgeführte Späne transportieren Energie aus dem Bearbeitungsbereich. Kühlung und Schmierung beeinflussen den Prozess; ihre konkrete Anwendung richtet sich nach dem freigegebenen Verfahren.
Temperatur beschreibt einen thermischen Zustand, Wärme eine Energieübertragung aufgrund eines Temperaturunterschieds. Zwei Gehäuse können dieselbe Oberflächentemperatur haben und wegen unterschiedlicher innerer Temperaturverteilungen unterschiedlich reagieren. Hohe Schnittkraft, lange Belastung und die zeitliche Folge der Bearbeitungen sind deshalb gemeinsam zu betrachten. Eine pauschale Verringerung des Vorschubs ist keine verlässlich begründete thermische Verbesserung: Werkzeuggeometrie, Reiben statt Schneiden, Verschleiß und Bearbeitungsdauer wirken mit.
Eigenes Energieschema für die Planung: Keine festen Prozentanteile sind vorgegeben.
| Energiepfad | Mögliche Beobachtung | Was du daraus nicht ableiten darfst |
|---|---|---|
| Spanbildung → warme Späne | Energie wird mit den Spänen abtransportiert. | Einen universellen Wärmeanteil für alle Werkstoffe. |
| Kontaktzone → Werkzeug | Werkzeugtemperatur und Verschleiß können steigen. | Eine zulässige Werkzeugtemperatur ohne Datenblatt. |
| Kontaktzone → Werkstück | Lokale Erwärmung kann räumliche Unterschiede erzeugen. | Eine überall gleiche Gehäusetemperatur. |
| Werkstück → Umgebung | Wärme wird zeitverzögert abgegeben. | Dass eine kalte Oberfläche einen kalten Kern beweist. |
Ein lineares Lehrmodell mit klaren Grenzen

Bildnachweis: MikeRun, Thermal-expansion.svg, CC BY-SA 4.0, unverändert eingebunden.
Für einen gleichmäßig temperierten, frei ausdehnbaren Körper und einen im betrachteten Bereich konstant angenommenen Koeffizienten gilt näherungsweise:
| Zeichen | Bedeutung | Einheit im Kurs |
|---|---|---|
| L₍₂₀₎ | Länge bei der Bezugstemperatur 20 °C | mm |
| Lₜ | Länge bei der Werkstücktemperatur T | mm |
| ΔL | Temperaturbedingte Längendifferenz | mm oder µm |
| α | Linearer Ausdehnungskoeffizient | K⁻¹ |
| ΔT | Temperaturdifferenz gegenüber 20 °C | K |
Eine Temperaturdifferenz von 6 °C entspricht 6 K. Du addierst bei einer Differenz nicht 273,15. Ein Millimeter entspricht 1000 Mikrometern. Die Bezugstemperatur der dimensionalen Messtechnik beträgt grundsätzlich 20 °C; Messungen bei anderen Temperaturen benötigen eine passende Rückführung und Unsicherheitsbetrachtung. NIST: Bezugstemperatur und dimensionale Messungen
Durchgerechnetes Lehrbeispiel: L₍₂₀₎ = 1200 mm, α = 10 · 10⁻⁶ K⁻¹, T = 26 °C. Der Koeffizient ist eine Rechenannahme für ein fiktives Gehäuse, keine Werkstoffangabe von Liebherr.
Damit entspricht 1200,072 mm bei 26 °C im Modell genau 1200,000 mm bei 20 °C. Zeigt das Messsystem stattdessen 1200,082 mm, erhältst du 1200,082 / 1,00006 ≈ 1200,010 mm. Voraussetzung: Das angegebene Messergebnis ist bereits um relevante Geräteeinflüsse bereinigt und noch nicht auf Werkstücktemperatur kompensiert. Eine vorhandene Temperaturkompensation darf nicht ein zweites Mal angewandt werden.
Eigenes Balkendiagramm: Temperaturfehler wächst mit der Messlänge
Berechnete Lehrdaten: α = 10 · 10⁻⁶ K⁻¹ und ΔT = 6 K. Die Balkenlänge ist proportional zu ΔL, mit 1 Pixel pro µm; die Zahlen bleiben die maßgebliche Darstellung. Dies ist keine Maschinenmessung.
| Messlänge | Ausdehnung | Balken ab Null |
|---|---|---|
| 500 mm | 30 µm | |
| 1000 mm | 60 µm | |
| 1200 mm | 72 µm | |
| 2000 mm | 120 µm |
Deutung: Gleiche Temperaturdifferenz und gleicher Werkstoff bedeuten bei doppelter Messlänge den doppelten thermischen Beitrag. Einen langen Bohrungsabstand musst du deshalb anders beurteilen als eine kurze Einzelbohrung.
Erklärvideo: Wärmeausdehnung – thermische Ausdehnung berechnen, Lehrerschmidt, deutsch.
Originalvideo · Verlinkung im Hochschulangebot der LMU. Keine offene Lizenz nachgewiesen; Nutzung über den Originalplayer, keine Übernahme der Videodatei. Beobachtungsauftrag: Schreibe die drei Größen auf, die die Längenänderung bestimmen, und ordne sie dem 1200-mm-Beispiel zu.
Temperaturgradienten und Spannungsänderungen unterscheiden
Ein Mittelwert beschreibt noch keine Form
Ein Temperaturgradient ist eine räumliche Temperaturänderung. Im Kurs betrachten wir ihn vereinfacht über Unterschiede zwischen Messstellen. Bei einem Gehäuse mit dicken Lagerstegen und dünnen Wänden kann die Temperatur ungleichmäßig sein. Verschiedene Bereiche wollen sich unterschiedlich ausdehnen. Weil sie miteinander verbunden sind, entstehen zusätzliche Beanspruchungen und gegebenenfalls Formänderungen.
Lehrbeispiel: Messstellen links, Mitte und rechts zeigen 28, 24 und 20 °C. Ihr Mittelwert ist 24 °C. Dieser Wert macht aus dem Werkstück keinen gleichmäßig warmen Körper. Die Spannweite von 8 K bleibt relevant. Eine einzige skalare Längenkorrektur kann eine mögliche Krümmung nicht beseitigen. Auch drei gleiche Oberflächentemperaturen beweisen ohne geeignetes Messkonzept keine Temperaturgleichheit im gesamten Volumen.

Bildnachweis: MikeRun, Thermal-expansion-volume.svg, CC BY-SA 4.0, unverändert. Die Darstellung beschreibt gleichmäßige Erwärmung; sie bildet keinen Verzug eines realen Gehäuses ab.
Drei Ursachen ähnlicher Maßänderungen
Thermische Verformung verändert sich mit dem Temperaturfeld. Im einfachen elastischen Modell bildet sie sich bei Rückkehr zum ursprünglichen Temperaturzustand zurück. Spannverformung entsteht durch äußere Spann- und Auflagekräfte; ein dünnwandiger Bereich kann während der Bearbeitung anders liegen als im vorgesehenen Prüfzustand. Eigenspannungen bestehen im Werkstoff auch ohne äußere Last. Entfernst du Material, kann sich ihr Gleichgewicht ändern und das Bauteil verzieht sich.
Diese Ursachen sind nicht durch bloßes Anschauen sicher zu trennen. Eine Lagerfläche, die im gespannten Zustand eben erscheint, kann nach einem fachgerecht geplanten Spannwechsel ihre Form verändern. Das einfache Abkühlen ersetzt keine qualifizierte Werkstoffbehandlung zum Spannungsabbau. Eine Wärmebehandlung darf aus diesem Kurs nicht abgeleitet werden.
| Vergleich im synthetischen Versuch | Plausible Ursache | Nächster Erkenntnisschritt |
|---|---|---|
| Maß verändert sich mit gleichmäßiger Temperatur und kehrt zurück. | Thermische Ausdehnung ist wahrscheinlich beteiligt. | Temperatur und Länge gemeinsam dokumentieren. |
| Bei gleicher Temperatur ändert sich das Maß nach definiertem Spannwechsel. | Spannverformung, Anlage oder Bezugswechsel kommen infrage. | Auflage, Spannkonzept und Bezugsdefinition kontrollieren. |
| Nach Abtrag bleibt bei gleichem Temperatur- und Prüfzustand eine Formänderung bestehen. | Eigenspannungsumlagerung ist eine mögliche Ursache. | Weitere Ursachen prüfen und Fertigungsplanung hinzuziehen. |
| Wiederholungen streuen ohne klare Temperaturbeziehung. | Messverfahren, Verschmutzung oder Kontaktprobleme sind möglich. | Messkette überprüfen, bevor Korrekturen erwogen werden. |
Planungsprinzip: Geeignete Abtragsfolgen, möglichst gleichmäßiges Restaufmaß und nachvollziehbare Zwischenzustände können Risiken beherrschbarer machen. „Immer symmetrisch schruppen“ wäre trotzdem zu pauschal: Zugänglichkeit, Bauteilgeometrie, Bezugserhalt und Vorrichtung entscheiden mit. Nutze eine begründete Variante und prüfe sie im vorgesehenen Prozess.
Bohrungen dehnen sich ebenfalls aus

Bildnachweis: MikeRun, Thermal-expansion-aera2.svg, CC BY-SA 4.0, unverändert. Die Schreibweise „aera2“ gehört zum tatsächlichen Dateinamen.
Versuchsfilm der LMU: Volumenänderung von Festkörpern – Metallkugel. Der Hochschulbeitrag enthält den Film, Downloadverweise und didaktische Hinweise. Keine offene Medienlizenz nachgewiesen; hier wird die Originalseite verlinkt. Beobachtungsauftrag: Vergleiche die erwärmte Kugel mit einer gleichmäßig erwärmten Bohrung. Formuliere den Unterschied zwischen dem Erwärmen nur eines Partners und dem Erwärmen beider Partner. Die Aufgabe verlangt eine Videoauswertung, keinen eigenen Brennerversuch.
Schruppen und Feinbearbeitung als Prozesskette planen
Qualitätsbedingungen statt einer pauschalen Wartezeit
Eine Liegezeit kann Temperaturunterschiede verringern. Sie ist jedoch keine universelle Garantie: Masse, Wanddicke, Auflage, Luftströmung und Ausgangszustand beeinflussen den Verlauf. Plane deshalb einen Zustandsnachweis. Er legt fest, welche Messstellen und Zeitreihen benötigt werden und wann eine fachliche Entscheidung möglich ist.
Die thermische Belastung der Maschine ändert sich ebenfalls beim Übergang vom Schruppen zur Feinbearbeitung. Eine stabile Werkstücktemperatur beweist noch keine stabile Lage von Werkzeug und Maschine. Direkte Wegmessung kann bestimmte Antriebsfehler erfassen; sie beseitigt nicht automatisch sämtliche thermischen Fehler des Gesamtsystems. HEIDENHAIN: thermische Einflüsse und wechselnde Bearbeitungsbelastung. Diese allgemeine Quelle belegt keine konkrete Messsystemausstattung der MCX in Bulle.
Eigenes Prozessschema für das Lehrmodell: Jede Zeile ist ein Zustand mit einem nachfolgenden Entscheidungspunkt. „Weiter“ bedeutet hier ausschließlich eine fachliche Entscheidung innerhalb der Lernplanung.
| Zustand | Erforderlicher Nachweis | Wenn der Nachweis fehlt |
|---|---|---|
| Rohteil und Auftrag geprüft | Identität, Zeichnung, Werkstoffannahme und Bezugsflächen stimmen überein. | Auftrag klären. |
| Schruppen geplant | Aufmaß, Abtragsfolge und mögliche thermische Einflüsse sind beschrieben. | Arbeitsplan überarbeiten. |
| Geschruppter Zwischenzustand | Reinigung, reproduzierbare Auflage und Temperaturverlauf sind dokumentiert. | Messung noch nicht als Endmaß interpretieren. |
| Zwischenmessung ausgewertet | Restaufmaß und kritische Formmerkmale sind plausibel. | Ursache klären und Prozess anhalten. |
| Feinbearbeitung geplant | Werkzeugzustand, Maschine, Bezug und Prüfstrategie sind fachlich abgesichert. | Keine unbestätigten Korrekturwerte übernehmen. |
| Endprüfung vorbereitet | Prüfzustand und thermische Bedingungen entsprechen dem Prüfplan. | Konditionieren oder Messkonzept fachlich anpassen. |
| Merkmale bewertet | Messergebnisse, Unsicherheiten und Entscheidungsregel liegen vor. | Ergebnis als ungeklärt kennzeichnen. |
Restaufmaß und thermischen Anteil nicht verwechseln
Aufmaß ist Material, das bei einem späteren Arbeitsschritt entfernt werden soll. Eine thermische Längenänderung ist dagegen kein zusätzlich vorhandenes Material. Beispiel: Ein Außenabstand beträgt bei gleichmäßig 23 °C gemessene 1200,420 mm. Mit dem Lehrkoeffizienten α = 10 · 10⁻⁶ K⁻¹ ergibt sich:
Zum Nennmaß 1200,000 mm fehlen somit insgesamt etwa 0,384 mm Abtrag. Unter der ausdrücklichen Lehrannahme zweier gleichmäßig zu bearbeitender Gegenflächen sind das etwa 0,192 mm je Fläche. Die naive Rechnung 0,420 / 2 = 0,210 mm verwechselt thermische Ausdehnung mit Aufmaß. Der Unterschied beträgt etwa 0,018 mm je Fläche.
Das Ergebnis ist eine geometrische Planungsgröße. Es enthält keine Aussage über Schnitttiefe pro Durchgang, Schnittgeschwindigkeit, Vorschub, zulässige Spannkraft oder Werkzeugkorrektur an der realen Maschine. Bei einer Bohrung ist zusätzlich zu klären, ob ein Aufmaß radial oder am Durchmesser angegeben wird.
Eine hilfreiche Zwischenprüfung
Die Zwischenprüfung beantwortet: Reicht das verbleibende Material für den geplanten Fertigschritt? Sind Bezug und Anlage noch nachvollziehbar? Gibt es bereits Formauffälligkeiten? Ist der Temperaturzustand geeignet, um die Maßwerte sinnvoll zu interpretieren?
Plane Temperatursensoren nur für sicher erreichbare oder vorgesehene Messstellen. Halte Messstelle, Messzeit, Sensor, Kontaktbedingungen und Stabilisierung fest. Ein Infrarotwert an glänzendem Metall kann durch Emissionsgrad und Reflexionen beeinflusst sein; er ist nicht ohne Eignungsnachweis gleichwertig mit einer repräsentativen Materialtemperatur. Sensoren werden nicht während laufender Maschinenbewegungen nachträglich angebracht. Reale Messungen erfolgen ausschließlich nach dem örtlichen sicheren Verfahren.
Typische Fehlentscheidung: „Der erste Messwert ist zu groß, also sofort stärker zustellen.“ Zuerst musst du klären, ob das Teil warm ist, das Messsystem bereits korrigiert, die Auflage verschmutzt oder das Werkstück elastisch verformt ist. Ungezieltes Nachstellen kann mehrere Ursachen überlagern und die spätere Fehlersuche erschweren.
Zwischenmessung und belastbare Endmaße
Temperaturverlauf auswerten
Synthetische Messreihe: Drei zuvor für das Lehrmodell als repräsentativ festgelegte Messstellen A, B und C. Reale Sensororte und Eignungsnachweise wären gesondert festzulegen.
| Zeit nach Schruppen | A | B | C | Räumliche Spannweite |
|---|---|---|---|---|
| 0 min | 28,0 °C | 25,0 °C | 24,0 °C | 4,0 K |
| 20 min | 25,0 °C | 23,8 °C | 23,5 °C | 1,5 K |
| 40 min | 23,1 °C | 23,0 °C | 23,0 °C | 0,1 K |
| 60 min | 23,0 °C | 23,0 °C | 22,9 °C | 0,1 K |
Zwischen 40 und 60 Minuten ändert sich jeder Sensorwert um höchstens 0,1 K. Im Lehrmodell ist damit ein wesentlich besser beschriebener Zwischenzustand erreicht als bei Minute 0. Du darfst daraus keine reale „60-Minuten-Regel“ für MCX-Gehäuse machen. Die 23 °C sind zudem noch nicht die Bezugstemperatur von 20 °C.
Eigene Entscheidungsmatrix: Die Kriterien werden vor der Auswertung festgelegt und gelten nur für diesen Kurs.
| Prüfebene | Synthetisches Kriterium | Ergebnis der Messreihe bei 60 min |
|---|---|---|
| Räumliche Gleichmäßigkeit | Größter Abstand der drei Sensorwerte höchstens 0,2 K | Erfüllt: 0,1 K. |
| Zeitliche Stabilität | Änderung jeder Messstelle höchstens 0,1 K in den letzten 20 min | Erfüllt. |
| Zwischenmaßinterpretation | Koeffizient und Messsystemkorrekturen sind bekannt. | Nur unter den angegebenen Modellannahmen möglich. |
| Endprüfzustand ohne zusätzliche Werkstückkorrektur | Alle Messstellen zwischen 19,5 und 20,5 °C | Nicht erfüllt. |
Auch innerhalb dieses Endprüfbereichs kann ein thermischer Beitrag relevant sein. Ein Temperaturband ersetzt deshalb keine Unsicherheitsbetrachtung. Für eine enge Toleranz können andere Bedingungen erforderlich sein.
Messwert, Korrektur und Unsicherheit
Messabweichung bezeichnet die Differenz zu einem Referenzwert. Messunsicherheit beschreibt den begründet zugeordneten Zweifel am Messergebnis. Sie ist kein nachträglich abzuziehender Fehler. Eine Temperaturkorrektur beseitigt den Zweifel nicht, weil Temperatur, Koeffizient und Messverfahren selbst Unsicherheiten besitzen. NIST: Unsicherheiten bei Messungen außerhalb der Bezugstemperatur
Eine einfache Sensitivitätsrechnung zeigt den Einfluss: Bei 1200 mm und α = 10 · 10⁻⁶ K⁻¹ ergeben 0,2 K Temperaturunsicherheit einen Längenbeitrag von 0,0024 mm = 2,4 µm. Das ist nur ein Beitrag, keine vollständige Messunsicherheit. Erst eine fachliche Zusammenstellung berücksichtigt auch Koeffizient, Geometrie, Messgerät, Antastung, Referenzen und Wiederholungen. Die angegebene Art der Unsicherheit muss zum Rechenverfahren passen.
Eigene Entscheidungsregel des Lehrmodells: Ein betrachtetes Maß gilt als nachgewiesen innerhalb der Grenzen, wenn das gesamte Intervall aus korrigiertem Ergebnis ± angegebener erweiterter Unsicherheit U innerhalb der beiden Grenzmaße liegt. Die Regel dient dem Kurs und ersetzt keine betrieblich vereinbarte Konformitätsregel.
Beispiel: 1200,000 ± 0,030 mm bedeutet Grenzen 1199,970 und 1200,030 mm. Für ein korrigiertes Ergebnis 1200,010 mm mit U = 0,006 mm lautet das Intervall 1200,004 bis 1200,016 mm. Es liegt vollständig innerhalb. Für 1200,027 ± 0,006 mm reicht es bis 1200,033 mm: Der Nachweis ist nach dieser Regel nicht erbracht. Das ist nicht automatisch der Nachweis eines Ausschussteils.
Ein nachvollziehbares Protokoll
| Pflichtangabe im Lehrprotokoll | Zweck |
|---|---|
| Synthetische Teilekennung, Zeichnungsstand, Merkmal und Bezug | Dasselbe Teil und dieselbe Anforderung bleiben identifizierbar. |
| Prozessschritt, Zeitpunkt, Auflage und Spannzustand | Vergleichbare Zustände lassen sich erkennen. |
| Temperaturmessstellen und Zeitreihe | Räumliche und zeitliche Stabilität sind bewertbar. |
| Messmittel, Prüfstatus und angewandte Korrekturen | Doppelte Kompensation und ungeeignete Messmittel fallen auf. |
| Rohwert, korrigierter Wert, Unsicherheit und Grenzmaße | Die Entscheidung kann nachgerechnet werden. |
| Offene Merkmale, Entscheidung und fachlich zuständige Rolle | Ein einzelnes Maß wird nicht zur pauschalen Bauteilfreigabe. |
Form, Lage und Oberfläche werden entsprechend ihrer eigenen Anforderungen geprüft. Eine Oberflächenaufnahme ersetzt keine Rauheitsmessung; ein richtiger Durchmesser beweist keine Koaxialität. Melde widersprüchliche Befunde mit unveränderten Rohdaten an die zuständige Fachperson.
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste dein Wissen
1. Was gehört bei einer thermischen Prozessplanung zwingend zum gemessenen Längenwert? (Der zugehörige Temperaturzustand und der definierte Prüfzustand) (!Nur die Farbe der Werkzeugaufnahme) (!Nur die verstrichene Schichtzeit) (!Ausschließlich die Maschinenbezeichnung)
2. Ein Lehrkörper besitzt 1200 mm Bezugslänge und einen Koeffizienten von zehn Millionstel je Kelvin. Wie groß ist seine Längenänderung bei gleichmäßiger Erwärmung um 6 K? (72 Mikrometer) (!7 Komma 2 Mikrometer) (!720 Mikrometer) (!72 Millimeter)
3. Drei Messstellen zeigen 28, 24 und 20 Grad Celsius. Welche Aussage ist richtig? (Der Mittelwert allein reicht für eine belastbare skalare Maßkorrektur nicht aus) (!Der Mittelwert beweist eine überall gleiche Temperatur) (!Die Form ist wegen des Mittelwertes unverändert) (!Die größte Temperatur darf immer ignoriert werden)
4. Was kann nach Materialabtrag auch bei wiederhergestellter Ausgangstemperatur eine bleibende Formänderung erklären? (Eine Umlagerung vorhandener Eigenspannungen) (!Die bloße Umrechnung von Millimetern in Mikrometer) (!Eine Änderung der Dateibezeichnung) (!Eine unveränderte freie Wärmeausdehnung ohne weitere Einflüsse)
5. Was leistet die Zwischenmessung nach dem Schruppen? (Sie prüft Restaufmaß und relevante Zwischenmerkmale unter dokumentierten Bedingungen) (!Sie ersetzt jede spätere Formprüfung) (!Sie beweist ohne Temperaturdaten automatisch das Endmaß) (!Sie gibt beliebige Schnittdaten für andere Maschinen frei)
6. Was ist vor einer selbst berechneten Temperaturkorrektur zu klären? (Ob das Messsystem den Werkstücktemperaturanteil bereits kompensiert hat) (!Ob sich der Kursname geändert hat) (!Ob eine größere Zahl grundsätzlich besser aussieht) (!Ob eine zusätzliche Korrektur unabhängig vom Messsystem immer nötig ist)
7. Wie verändert sich im idealisierten Modell eine Bohrung bei gleichmäßiger freier Erwärmung eines Körpers mit positivem Ausdehnungskoeffizienten? (Ihr Durchmesser wird größer) (!Ihr Durchmesser wird grundsätzlich kleiner) (!Sie verschwindet unabhängig von der Temperatur) (!Nur Außenmaße ändern sich)
8. Wann ist das Längenmerkmal nach der hier verwendeten Lehrregel nachgewiesen innerhalb seiner Grenzen? (Wenn das gesamte Ergebnisintervall einschließlich Unsicherheit innerhalb der Grenzmaße liegt) (!Wenn nur die gerundete Anzeige das Nennmaß trifft) (!Wenn die Oberflächenfarbe gefällt) (!Wenn ein einziger unkorrigierter Warmwert passt)
9. Weshalb ist eine feste Liegezeit allein kein Temperaturzustandsnachweis? (Weil Ausgangszustand und Wärmeübertragung unterschiedlich sein können) (!Weil Zeit grundsätzlich keinen Einfluss auf Abkühlung hat) (!Weil nach genau einer Minute alle Körper gleich warm sind) (!Weil Messstellen bei großen Gehäusen überflüssig sind)
10. Ein Außenmaß beträgt im Lehrmodell bei 23 Grad Celsius 1200 Komma 420 Millimeter. Die auf 20 Grad Celsius bezogene Länge beträgt etwa 1200 Komma 384 Millimeter. Welches Gesamtaufmaß zum Nennmaß 1200 Millimeter ist richtig? (Etwa 0 Komma 384 Millimeter) (!Etwa 0 Komma 420 Millimeter) (!Etwa 23 Millimeter) (!Etwa 1200 Millimeter)
Memory
| Wärmeausdehnung | Temperaturbedingte Änderung der Abmessungen |
| Eigenspannung | Innere Spannung ohne äußere Belastung |
| Restaufmaß | Für spätere Bearbeitung verbleibendes Material |
| Messunsicherheit | Begründeter Zweifel am zugeordneten Messergebnis |
| Temperaturgradient | Räumliche Änderung der Temperatur |
Drag-and-drop
Ordne jedem Arbeitsschritt seinen entscheidenden Prüfauftrag zu.
| Gesuchter Arbeitsschritt | Prüfauftrag |
|---|---|
| Auftragsprüfung | Zeichnungsstand und Teileidentität abgleichen |
| Schruppplanung | Materialabtrag und verbleibende Reserve festlegen |
| Zustandsbeobachtung | Räumlichen und zeitlichen Temperaturverlauf erfassen |
| Zwischenmessung | Verbleibende Geometrie vor der Feinbearbeitung bewerten |
| Endbewertung | Ergebnisintervall mit den Zeichnungsgrenzen vergleichen |
Kreuzworträtsel
| Schruppen | Welcher Bearbeitungsschritt entfernt überwiegend das grobe Aufmaß? |
| Toleranz | Wie heißt die zulässige Spanne zwischen oberem und unterem Grenzmaß? |
| Gradient | Welcher Begriff beschreibt eine räumliche Änderung einer Größe? |
| Bezug | Woran wird die Lage eines Merkmals geometrisch ausgerichtet? |
| Eigenspannung | Welche innere Spannung besteht auch ohne äußere Belastung? |
| Aufmaß | Welches Material bleibt absichtlich für einen späteren Abtrag stehen? |
LearningApps
Die Suche dient der ergänzenden Auswahl zum Kursthema. Es wird keine bestimmte fremde App oder App-ID behauptet. Der Suchaufruf war bei der redaktionellen Prüfung nicht abrufbar; Ergebnisse können sich ändern. Prüfe mit deiner Lehrkraft die fachliche Eignung, bevor du eine fremde Übung nutzt. Alle geforderten Kernübungen stehen unabhängig davon hier im Kurs bereit.
Lückentext
Offene Aufgaben
Bearbeite zuerst die Aufgabe, anschließend vergleiche mit der Lösungstabelle. Alle Daten sind Lehrdaten; praktische Produkte entstehen als Skizze, Rechnung, Audio, Präsentation oder Simulation. Reale Maschinenversuche sind nicht Teil dieser Aufgaben.
Leicht
- Begriffskarte: Erstelle vier Karten zu Wärmeeintrag, Temperaturzustand, Aufmaß und Maßstabilität. Jede Karte enthält eine eigene Erklärung und ein Gegenbeispiel.
- Einheitenplakat: Gestalte ein kleines Lernplakat, das 0,072 mm in µm und 6 °C Temperaturdifferenz in K umrechnet. Erkläre den häufigen Fehler mit 273,15.
- Video-Kommentar: Schreibe einen gesprochenen Kommentar von ungefähr einer Minute zum verlinkten Metallkugel-Film. Unterscheide Beobachtung, Erklärung und Übertragung auf eine Bohrung.
- Protokollkritik: Verbessere den synthetischen Eintrag „Teil gut, Länge 1200, Maschine warm“. Ergänze mindestens sechs fehlende Angaben als benannte Felder; erfinde keine echten Betriebswerte.
Standard
- Rechenweg dokumentieren: Berechne die Ausdehnung eines gleichmäßig erwärmten Lehrkörpers mit 800 mm Länge, α = 10 · 10⁻⁶ K⁻¹ und ΔT = 5 K. Zeige Einheiten, Ergebnis in mm und µm sowie die Modellgrenzen.
- Aufmaßvergleich: Berechne für 1200,420 mm bei 23 °C das auf 20 °C bezogene Gesamtaufmaß zum Nennmaß 1200,000 mm. Verwende den Lehrkoeffizienten und teile den Abtrag unter der angegebenen Gegenflächen-Annahme auf.
- Temperaturdiagramm erstellen: Zeichne die drei Temperaturkurven der Messreihe über der Zeit. Markiere, ab wann die festgelegten räumlichen und zeitlichen Kriterien erstmals gemeinsam überprüfbar erfüllt sind.
- Planungsgespräch simulieren: Verfasse einen Dialog zwischen Fertigungsplanung und Qualitätssicherung. Die Aussage „Wir schlichten sofort weiter, weil das Teil schon kalt aussieht“ muss fachlich geklärt werden. Verwende nur fiktive Rollen.
Schwer
- Unsicherheitsvergleich: Beurteile die Ergebnisse 1200,010 ± 0,006 mm und 1200,027 ± 0,006 mm bei Grenzen 1199,970 und 1200,030 mm. Entwirf je eine begrenzte Entscheidung und eine passende Folgemaßnahme.
- Ursachenexperiment planen: Entwickle auf Papier einen Vergleichsplan, der Temperatureffekt, Spannverformung und mögliche Eigenspannungsumlagerung möglichst trennt. Benenne Vergleichszustände, kontrollierte Größen und mindestens zwei verbleibende Unsicherheiten.
- Empfindlichkeit untersuchen: Variiere in einer eigenen Rechentabelle die Lehrlängen 500 und 2000 mm sowie die Temperaturabweichungen 0,5 und 2 K. Nutze α = 10 · 10⁻⁶ K⁻¹ und erkläre, welche Kombination die größte Maßänderung erzeugt.
- Lehrvideo entwerfen: Entwickle ein Storyboard mit sechs Bildern zur thermischen Prozesskette. Es muss einen Prüfhalt, eine Zwischenmessung, die fehlende reale Parameterfreigabe und eine auf ein Merkmal begrenzte Endbewertung sichtbar enthalten.
Lösungen und Erwartungshorizont
| Aufgabe | Nachvollziehbare Lösung beziehungsweise Qualitätsmerkmale |
|---|---|
| Leicht 1 | Wärmeeintrag ist Energieübertragung, nicht die abgelesene Temperatur. Temperaturzustand umfasst Ort und Zeit, nicht nur Hallenluft. Aufmaß ist abzutragendes Material, nicht Wärmeausdehnung. Maßstabilität benötigt vergleichbare Wiederholungen, nicht nur einen passenden Einzelwert. |
| Leicht 2 | 0,072 mm · 1000 = 72 µm. 6 °C Differenz = 6 K. Der Offset 273,15 betrifft die Umrechnung eines Temperaturwertes zwischen Skalen und fällt bei einer Differenz heraus. |
| Leicht 3 | Beobachtung und Erklärung sind getrennt. Die erhitzte Kugel verändert ihre Abmessung. Für eine gleichmäßig frei erwärmte Bohrung mit positivem Koeffizienten wächst auch die Öffnung. Der Film belegt keine MCX-Betriebsparameter. Es erfolgt kein eigener Heißversuch. |
| Leicht 4 | Geeignete Felder sind Teilekennung, Zeichnungsstand, Merkmal, Einheit, Bezug, Zeit, Spannzustand, Temperaturen, Messmittel, Korrekturstatus, Unsicherheit und Entscheidungsregel. Unbekanntes wird als unbekannt markiert; „gut“ wird ohne Nachweis gestrichen. |
| Standard 1 | ΔL = 10 · 10⁻⁶ · 800 · 5 mm = 0,040 mm = 40 µm. Voraussetzungen: gleichmäßige Temperatur, freies Ausdehnen, konstanter Lehrkoeffizient und eindeutige Bezugslänge. |
| Standard 2 | 1200,420 / 1,00003 = 1200,383988 mm. Gesamtaufmaß etwa 0,384 mm, je Gegenfläche etwa 0,192 mm. Mit dem Rohwert ergäben sich fälschlich 0,210 mm je Fläche. Die Rechnung ist keine Schnittdatenfreigabe. |
| Standard 3 | Die Kurven laufen zusammen. Erst bei Minute 60 ist gegenüber Minute 40 für alle Messstellen die Änderung von höchstens 0,1 K in 20 min erfüllt; gleichzeitig beträgt die räumliche Spannweite 0,1 K. Minute 40 allein genügt wegen der vorangegangenen stärkeren Änderung noch nicht. |
| Standard 4 | Das Gespräch verlangt Temperaturverlauf, geeignete Messstellen, Restaufmaß, Bezug und Maschinenzustand. Bis zum Nachweis bleibt ein Prüfhalt bestehen. Sichtprüfung und Tastgefühl ersetzen keine belastbare thermische Bewertung. |
| Schwer 1 | Erstes Intervall: 1200,004 bis 1200,016 mm, Nachweis für dieses Maß erbracht. Zweites Intervall: 1200,021 bis 1200,033 mm, Nachweis nicht erbracht. Für das zweite Ergebnis Messbedingungen und Unsicherheit klären; keine automatische Ausschuss- oder Nacharbeitsentscheidung. |
| Schwer 2 | Zunächst wiederholte Messung im gleichen Spannzustand bei dokumentiertem Temperaturausgleich; danach ein fachlich geplantes Prüfen unterschiedlicher Spannzustände bei vergleichbarer Temperatur. Nach einem definierten Materialabtrag gleiche Vergleichsbedingungen wiederherstellen. Ungeklärte Temperatur im Inneren, Bezugswechsel und Messunsicherheit begrenzen die Ursachenfeststellung. Der Plan ist keine Anweisung zum eigenständigen Lösen einer realen Vorrichtung. |
| Schwer 3 | Bei 500 mm entstehen 2,5 µm für 0,5 K und 10 µm für 2 K; bei 2000 mm entstehen 10 µm beziehungsweise 40 µm. Die größte Kombination ist 2000 mm mit 2 K. Vierfache Länge und vierfache Temperaturabweichung ergeben gemeinsam den sechzehnfachen Beitrag gegenüber 500 mm mit 0,5 K. |
| Schwer 4 | Sechs geeignete Bilder: Auftrag prüfen; Schruppen planen; Temperaturverlauf mit Prüfhalt; Zwischenmessung und Aufmaß; Feinbearbeitung nur im freigegebenen realen Verfahren; Endmessung mit Unsicherheit und offenen Zusatzmerkmalen. Eigene Zeichnungen oder korrekt belegte freie Medien verwenden. |


Lernkontrolle
Die folgenden sechs Kontrollen prüfen Zusammenhänge und Transfer zusätzlich zu den interaktiven Aufgaben. Begründe deine Entscheidung jeweils mit mindestens zwei fachlichen Argumenten.
- Warm passend, kalt unpassend: Ein fertig bearbeitetes Lehrteil misst bei gleichmäßigen 26 °C genau 1200,000 mm. Berechne mit α = 10 · 10⁻⁶ K⁻¹ den Bezug auf 20 °C und bewerte Grenzen 1199,970 bis 1200,030 mm zunächst ohne Messunsicherheit.
- Gleicher Mittelwert: Vergleiche die Temperaturverteilungen 24/24/24 °C und 28/24/20 °C. Erkläre, weshalb beide trotz gleichen Mittelwerts unterschiedliche Aussagen erlauben.
- Doppelte Kompensation: Eine Anzeige ist laut Messbericht bereits auf 20 °C bezogen. Eine zweite Person möchte nochmals 72 µm abziehen. Prüfe den Vorschlag und benenne die erforderliche Dokumentation.
- Anlagenwechsel: Eine Lernplanung soll von einem Bearbeitungszentrum auf ein anderes übertragen werden. Nenne vier Prüfbereiche, die trotz identischem Nennmaß neu bestätigt werden müssen.
- Passender Abstand, falsche Form: Ein Außenabstand besteht die Lehrregel, eine Ebenheitsmessung fehlt. Formuliere eine korrekte Aussage für die Übergabe an die Qualitätssicherung.
- Abkühlen und Spannungen: Beurteile den Satz „Nach einer Stunde Wartezeit sind alle Eigenspannungen beseitigt“. Beschreibe, welcher Nachweis stattdessen sinnvoll ist.
Lösungen der zusätzlichen Lernkontrollen
| Kontrolle | Lösung |
|---|---|
| 1 | 1200,000 / 1,00006 ≈ 1199,928 mm. Das liegt bereits ohne Unsicherheitsbetrachtung etwa 0,042 mm unter dem unteren Grenzmaß. Ein Warmwert auf Nennmaß genügt nicht. |
| 2 | Beide Mittelwerte betragen 24 °C. Der erste Datensatz ist an den Messstellen gleichmäßig, der zweite zeigt 8 K Spannweite. Eine einfache Skalierung ist im zweiten Fall nicht durch den Mittelwert gerechtfertigt; Formänderungen und Repräsentativität sind zu prüfen. |
| 3 | Kein erneuter Abzug desselben Anteils. Rohwert, Temperaturwerte, Koeffizient, Gerätekompensation und Ergebnisbezug müssen nachvollziehbar sein. Sonst entsteht durch doppelte Korrektur eine neue Abweichung. |
| 4 | Zum Beispiel tatsächliche Konfiguration und Messkette, thermischer Maschinenzustand, Vorrichtung und Bezug, Werkzeugzustand und Prüfplan. Die Transferentscheidung benötigt konkrete Nachweise, nicht nur einen Modellnamen. |
| 5 | „Das geprüfte Außenmaß erfüllt die hier festgelegte Entscheidungsregel. Eine Bewertung der Ebenheit und weiterer nicht geprüfter Merkmale steht aus; keine Gesamtfreigabe.“ |
| 6 | Zeitablauf allein beweist weder Temperaturausgleich noch Spannungsabbau. Temperatur- und Formverläufe unter definierten Bedingungen dokumentieren. Eine Werkstoffbehandlung kann nur fachlich geplant und autorisiert werden. |
Berufstypischer Modellfall: Gehäuseprozess thermisch begründen
Auftrag: Du erstellst für ein fiktives Gehäuse G-LERN-03 einen Arbeits- und Prüfplan. Das Modell greift die Lernfrage der kombinierten Vor- und Fertigbearbeitung auf. Es beschreibt keinen realen Liebherr-Auftrag und keine tatsächlich praktizierte Zuordnung von Arbeitsschritten zur MCX 1200 oder MCX 1400.
Produkt und Anforderungen: Zwei gegenüberliegende Außenflächen sollen einen Abstand von 1200,000 ± 0,030 mm bezogen auf 20 °C erhalten. Ihr geometrischer Mittelpunkt soll im Lehrmodell erhalten bleiben. Der Werkstoff wird ausschließlich durch den angenommenen Koeffizienten α = 10 · 10⁻⁶ K⁻¹ beschrieben. Der Bezug und die Auflage sind für alle Vergleichsmessungen als reproduzierbar festgelegt. Die reale Werkstoffspezifikation ist damit ausdrücklich nicht ersetzt.
Zusätzliches Formmerkmal: Für eine Bezugsfläche ist im Modell eine Ebenheit von höchstens 0,020 mm vorgegeben. Ein auf dieses Merkmal bezogenes Messergebnis liegt am Ende noch nicht vor. Das ist bewusst ein offener Prüfpunkt.
| Datensatz | Synthetische Daten | Bedeutung |
|---|---|---|
| Direkt nach Schruppen | Temperaturen 28,0 / 25,0 / 24,0 °C | Ungleichmäßiger Zustand; kein belastbares Endmaß. |
| Nach kontrollierter Zwischenphase | Temperaturen gemäß Messreihe bei 60 min; für die Längenrechnung wirksame Temperatur als 23,0 °C modelliert; Außenabstand 1200,420 mm | Zwischenrechnung möglich unter der vereinfachten Annahme repräsentativer Temperatur. |
| Geplante Fertigbearbeitung | Gesamtaufmaß rechnerisch auf beide Gegenflächen verteilen | Noch keine Festlegung von Schnittdaten. |
| Nach Feinbearbeitung und weiterer Konditionierung | Temperaturen 20,4 / 20,5 / 20,4 °C; an jeder Stelle Änderung höchstens 0,1 K in 20 min | Räumliche Spannweite 0,1 K; Endprüfband des Modells erfüllt. |
| Endmessung des Außenabstands | 1200,015 mm; wirksame Werkstücktemperatur für die Lernrechnung 20,4 °C; noch keine Werkstücktemperaturkorrektur enthalten | Messgeräte- und Referenzeinflüsse sind im bereitgestellten Wert bereits berücksichtigt. |
| Unsicherheitsangabe | Erweiterte Unsicherheit U = 0,006 mm für das korrigierte Endergebnis, Erweiterungsfaktor k = 2 | Vom Lehrmodell vorgegeben; enthält die verbleibenden Mess- und Temperaturbeiträge einschließlich der Temperaturmodellierung. |
Arbeitsprodukte: Erstelle einen Ablauf mit Haltepunkten, die Aufmaßrechnung, eine Temperaturbewertung, den korrigierten Endwert und eine Übergabenotiz. Rechne zusätzlich die Durchlaufzeit aus der folgenden Tabelle. Alle Schritte sind für ein einzelnes Teil ausdrücklich nacheinander angeordnet; parallele Arbeit an anderen Teilen wird nicht angerechnet.
| Schritt | Dauer | Ort im Lehrmodell |
|---|---|---|
| Schruppen | 80 min | Bearbeitungszentrum |
| Kontrollierte Zwischenphase | 60 min | Externer sicherer Bereitstellplatz |
| Zwischenmessung | 10 min | Externer Messplatz |
| Feinbearbeitung | 30 min | Bearbeitungszentrum |
| Konditionierung vor Endprüfung | 45 min | Externer Prüfbereich |
| Endmessung und Dokumentation | 15 min | Externer Messplatz |
Die Zeiten beinhalten im vereinfachten Modell die jeweils zugeordneten Handhabungsanteile; weitere Rüst- oder Transportzeiten werden nicht zusätzlich angenommen. Diese Zeitannahmen sind keine Anlagenleistungsdaten.
Musterlösung des Modellfalls
1. Ablauf und Haltepunkte: Auftragsdaten und Bezugsdefinition prüfen; Schruppen planen; danach sicheren, gereinigten und identifizierten Zwischenzustand herstellen. Vor der Zwischeninterpretation räumliche und zeitliche Temperaturbedingungen prüfen. Erst nach plausibler Aufmaß- und Formbewertung die Feinbearbeitung fachlich planen. Nach ihr Konditionierung und eigenständige Endprüfung vorsehen. Fehlende Nachweise führen zum Prüfhalt und zur Klärung mit der zuständigen Fachperson.
2. Früher Temperaturzustand: Die Spannweite nach dem Schruppen beträgt 28,0 − 24,0 = 4,0 K. Eine pauschale Korrektur mit dem Mittelwert wäre nicht ausreichend abgesichert. Nach der Zwischenphase sind die vorgegebenen Gleichmäßigkeits- und Stabilitätskriterien erfüllt. Die verbleibende Abweichung zur Bezugstemperatur muss trotzdem berücksichtigt werden.
3. Aufmaß: 1200,420 / 1,00003 = 1200,383988 mm. Das Gesamtaufmaß beträgt etwa 0,383988 mm; bei der ausdrücklich symmetrischen Verteilung sind es 0,191994 mm je Gegenfläche. Sinnvoll auf 0,192 mm gerundet. Diese Zahl ist eine geometrische Zielreserve, kein direkt einzugebender Werkzeugkorrekturwert.
4. Endprüfbedingungen: Die drei Messstellen liegen im Lehrband 19,5–20,5 °C. Die räumliche Spannweite ist 0,1 K; die zeitliche Bedingung ist nach Vorgabe erfüllt. Der bereitgestellte Unsicherheitswert schließt die vereinfachte Verwendung von 20,4 °C ein. Ohne diese Modellvorgabe müsste die wirksame Temperatur erst fachlich begründet werden.
5. Bezug des Endmaßes: Mit ΔT = 0,4 K folgt:
Die Temperaturkorrektur beträgt rund −0,004800 mm. Erst beim Ergebnis sinnvoll runden; nicht schon den Nenner auf 1,000 kürzen.
6. Entscheidung zum Außenabstand: Das Intervall lautet etwa 1200,0042 bis 1200,0162 mm. Es liegt vollständig zwischen 1199,970 und 1200,030 mm. Der Außenabstand erfüllt damit die Lehrregel. Aus den Daten folgt keine Freigabe der Ebenheit, weiterer Formmerkmale oder des gesamten Gehäuses.
7. Zeitbewertung: 80 + 60 + 10 + 30 + 45 + 15 = 240 min Durchlaufzeit. Die angesetzte Belegung des Bearbeitungszentrums beträgt 80 + 30 = 110 min; die übrigen 130 min sind externe Prozesszeit. Externe Liegezeit entfällt nicht aus der Durchlaufzeit. Für eine Serienplanung wären zusätzlich Paletten, Messplatzkapazität, Transport und erlaubte Überlappungen zu untersuchen.
8. Beispiel einer Übergabenotiz: „Lehrteil G-LERN-03, definierter Bezug und Prüfzustand. Korrigierter Außenabstand 1200,0102 mm bei Bezug 20 °C, U = 0,006 mm mit k = 2. Lehrregel für den Außenabstand erfüllt. Temperaturreihe und Rohwert sind dokumentiert. Ebenheitsnachweis fehlt; Gesamtbewertung offen. Keine realen Maschinenparameter freigegeben.“
Bewertungsraster für den Modellfall
| Kriterium | Punkte | Vollständiger Nachweis |
|---|---|---|
| Fachlicher Geltungsbereich | 4 | Synthetische Daten benannt, Schweizer Fallbezug erhalten, keine reale Bedien- oder Schnittdatenfreigabe behauptet. |
| Prozessfolge und Haltepunkte | 6 | Zwischen- und Endprüfung unterschieden, Temperatur- und Bezugsprüfung eingeplant, Reaktion auf fehlenden Nachweis beschrieben. |
| Temperaturbewertung | 6 | 4,0 K frühe Spannweite erkannt, zeitliche und räumliche Kriterien getrennt, Modellgrenze der wirksamen Temperatur erklärt. |
| Aufmaßrechnung | 6 | Korrekte Rückrechnung, 0,384 mm Gesamtaufmaß und 0,192 mm je Gegenfläche mit Einheiten und Voraussetzungen. |
| Endwert und Unsicherheit | 8 | 1200,0102 mm korrekt berechnet; Intervall gebildet und mit beiden Grenzen verglichen; Unsicherheit nicht als Fehler abgezogen. |
| Durchlaufzeit und Belegung | 4 | 240 min und 110 min unterschieden; keine unbelegte Parallelisierung angerechnet. |
| Übergabe und Nachweisgrenzen | 6 | Rückverfolgbare Notiz, fehlende Ebenheit benannt, Einzelmerkmal klar von Gesamtbewertung getrennt. |
| Gesamt | 40 | Fachlich nachvollziehbare, begrenzte Prozessentscheidung. |
Für teilweise richtige Lösungen werden innerhalb jeder Zeile anteilige Punkte vergeben. Als redaktionelle Lernorientierung gelten 32–40 Punkte als sicher, 24–31 als überwiegend sicher und unter 24 als Anlass zur gezielten Wiederholung. Diese Einteilung ist keine offizielle Prüfungsordnung. Eine behauptete reale Maschinenfreigabe aus Lehrdaten oder eine Gesamtfreigabe trotz offenem Formmerkmal muss unabhängig von der Punktzahl fachlich berichtigt werden.
Lernnachweis
Dein Lernportfolio besteht aus einer kommentierten Prozesskette, einem Temperaturdiagramm, nachvollziehbaren Rechnungen und dem ausgefüllten Bewertungsraster. Die Nachweise müssen zeigen, dass du Wärmeausdehnung, Spannverformung und mögliche Eigenspannungsumlagerung sprachlich und sachlich unterscheiden kannst.
| Kompetenz | Geeigneter Nachweis | Erkennbares Qualitätsmerkmal |
|---|---|---|
| Quellen einordnen | Kurze Quellenkarte zum Fallbezug | Ort, Berichtsdatum und Nachweisgrenzen sind korrekt. |
| Thermisch rechnen | Einheitengeprüfte Rechnung mit Roh- und Bezugswert | Vorzeichen, Bezugstemperatur und Modellannahmen stimmen. |
| Prozess planen | Ablauf mit mindestens zwei begründeten Haltepunkten | Zustandsnachweise ersetzen unbegründete Wartezeitregeln. |
| Prüfdaten interpretieren | Temperaturkurven und Ergebnisintervall | Räumliche Verteilung, Verlauf und Unsicherheit werden gemeinsam betrachtet. |
| Fachlich kommunizieren | Übergabenotiz zum Lehrteil | Erfüllte und offene Merkmale sowie nächste Zuständigkeit bleiben unterscheidbar. |
| Übertragen | Erklärung eines Anlagen- oder Geometriewechsels | Neue Eignungsnachweise werden benannt, ohne nicht belegte Maschinenwerte zu erfinden. |
Ergänze eine kurze Selbstreflexion: Welcher Rohwert hätte dich zunächst zu einer falschen Entscheidung verleitet? Welche zusätzliche Information hat deine Entscheidung verändert? Eine Lehrkraft oder ausbildende Fachperson kann dein Portfolio besprechen; der Kurs selbst erteilt keine Maschinenberechtigung.
OER und Wikipedia
Freie Grundlagen und Weiterlernen
Wikipedia: Wärmeausdehnung ist eine ergänzende deutschsprachige Übersicht. Autorenschaft und Lizenz sind über die Artikel- und Versionsgeschichte nachzuvollziehen. Die fachlichen Rechen- und Prüfentscheidungen dieses Kurses sind eigene Lehrmodelle; die Maschinenhistorie stützt sich auf die gesonderte Primärquelle.
Die drei unten genannten Commons-Grafiken stehen unter CC BY-SA 4.0. Die selbst verfassten Lehrtabellen, Prozessschemata, der Balkenvergleich, Aufgaben und Modelllösungen dieses Kurses können, soweit daran Schutzrechte entstehen, unter CC BY-SA 4.0 weiterverwendet werden; als Herkunft diese Kursseite mit Titel und Versionsstand angeben. Eine solche Freigabe erstreckt sich nicht auf fremde Herstellerunterlagen oder Videos. Frei zugänglich bedeutet nicht automatisch frei lizenziert.
Quellen und Mediennachweise
Recherche- und Abrufstand: 25. Oktober 2026. Historischer Maschinenbezug: Herbst 2017. Spätere allgemeine Lernmedien aktualisieren die historische Bestandsaussage nicht.
| Quelle oder Medium | Autor beziehungsweise Anbieter | Verwendung im Kurs | Rechte und Grenzen |
|---|---|---|---|
| COMPETENCE: Liebherr Machines Bulle SA, Herbst 2017 | BURKHARDT+WEBER; Abbildungen laut Impressum Liebherr und BW | Historischer Fallbezug; verlinkte Fotos und Anlagenübersicht im Original | Herstellerveröffentlichung, keine offene Lizenz nachgewiesen; keine Bildübernahme und keine Parameterfreigabe. |
| Engineering Metrology Toolbox: FAQ | NIST | Bezugstemperatur und Grundfragen dimensionaler Messungen | Öffentliches Fachangebot; hier verlinkt und eigenständig erläutert. |
| Uncertainties in Dimensional Measurements Made at Nonstandard Temperatures, 1994 | Dennis A. Swyt, NIST | Zusammenhang von Temperatur, Koeffizient und Messunsicherheit | Forschungsquelle; keine standortspezifische Unsicherheitsvorgabe. |
| Höhere Genauigkeit für Werkzeugmaschinen | HEIDENHAIN | Allgemeine thermische Maschinenfehler und Belastungswechsel | Hersteller-Fachbeitrag; keine Aussage über installierte Komponenten in Bulle. |
| File:Thermal-expansion.svg | MikeRun | Längenausdehnung, unverändert | CC BY-SA 4.0; Dateiseite als Urheber- und Lizenzbeleg geprüft. |
| File:Thermal-expansion-volume.svg | MikeRun | Räumliche Ausdehnung, unverändert | CC BY-SA 4.0; Dateiseite als Urheber- und Lizenzbeleg geprüft. |
| File:Thermal-expansion-aera2.svg | MikeRun | Öffnung bei gleichmäßiger Erwärmung, unverändert | CC BY-SA 4.0; Dateiseite als Urheber- und Lizenzbeleg geprüft. |
| Wärmeausdehnung – thermische Ausdehnung berechnen | Lehrerschmidt | Deutschsprachiges Erklärvideo mit Beobachtungsauftrag | Originalvideo und LMU-Verlinkung geprüft; keine offene Lizenz nachgewiesen, ausschließlich Originalplayer. |
| Volumenänderung von Festkörpern – Metallkugel | LMU München, Lehrstuhl für Didaktik der Physik | Verlinkter Versuchsfilm mit didaktischer Einordnung | Videoangebot und Downloadverweise auf der Hochschulseite geprüft; keine freie Weiterverwendung behauptet. |
| Wärmeausdehnung | Autorengemeinschaft der Wikipedia | Ergänzende Übersicht als Einbettung und Link | Lizenz- und Versionsangaben auf der Artikelseite beachten; Bildrechte jeweils gesondert. |
| Eigene Schemata, Tabellen, Balkendiagramm und Modellfall | Für diesen aiMOOC erstellte Lehrdarstellungen | Prozessdenken und überprüfbare synthetische Rechnungen | CC BY-SA 4.0, soweit Schutzrechte entstehen; keine Herstellerzeichnung. |
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