Zum Inhalt springen

Zusammenleben in der Gesellschaft - Gemeinschaftskunde

Aus MOOCsWiki Staging

Zusammenleben in der Gesellschaft - Gemeinschaftskunde




Einleitung

Menschen leben nicht allein. Sie gehören zu Familien, Freundeskreisen, Schulklassen, Vereinen, Gemeinden und Staaten. Diese Gruppen bilden Teile einer Gesellschaft. Damit das Zusammenleben gelingt, braucht es gemeinsame Werte, verständliche Normen, verbindliche Regeln und die Bereitschaft, Konflikte friedlich zu lösen.

In diesem aiMOOC lernst Du, wie Gemeinschaft entsteht, warum Menschen unterschiedliche Interessen haben und wie demokratische Entscheidungen zustande kommen. Du beschäftigst Dich mit Menschenwürde, Grundrechten, Vielfalt, Diskriminierung, Solidarität, Ehrenamt und politischer Beteiligung. Dabei prüfst Du auch, was Du selbst zu einem respektvollen Zusammenleben beitragen kannst.


Lernziele

  1. Gesellschaft und Gemeinschaft: Du unterscheidest verschiedene Formen des Zusammenlebens.
  2. Werte und Normen: Du erklärst, warum Regeln Orientierung geben und wie sie verändert werden können.
  3. Grundrechte: Du beurteilst Alltagssituationen mit Blick auf Freiheit, Gleichheit und Menschenwürde.
  4. Konfliktlösung: Du entwickelst faire Lösungen für unterschiedliche Interessen.
  5. Demokratische Teilhabe: Du beschreibst Möglichkeiten, in Schule, Gemeinde und Staat mitzubestimmen.
  6. Medienkompetenz: Du reflektierst den Umgang mit Informationen und Sprache im digitalen Raum.


Gesellschaft und Gemeinschaft

Eine Gesellschaft umfasst viele Menschen, Gruppen und Einrichtungen, die in einem gemeinsamen sozialen und politischen Zusammenhang leben. Sie müssen sich nicht persönlich kennen. Trotzdem sind sie durch Regeln, Arbeit, Bildung, Wirtschaft, Medien, Kultur und Politik miteinander verbunden.

Eine Gemeinschaft ist meist enger. Menschen erleben Zugehörigkeit, verfolgen gemeinsame Ziele oder unterstützen einander. Beispiele sind eine Familie, eine Schulklasse, ein Sportverein oder eine Nachbarschaft. Gemeinschaft kann Geborgenheit geben. Sie kann aber auch Druck erzeugen, wenn einzelne Personen ausgeschlossen werden oder sich immer anpassen sollen.

Merke: Ein Mensch gehört gleichzeitig zu mehreren Gruppen. In jeder Gruppe können andere Rollen, Erwartungen und Regeln gelten.


Sozialisation und Rollen

Sozialisation bezeichnet den Prozess, in dem Menschen lernen, wie das Zusammenleben in ihrer Umwelt funktioniert. Du lernst Sprache, Umgangsformen, Werte, Rechte, Pflichten und soziale Rollen. Wichtige Orte der Sozialisation sind Familie, Schule, Freundeskreis, Medien, Ausbildung und Beruf.

Eine soziale Rolle verbindet eine Position mit Erwartungen. Von einer Klassensprecherin wird beispielsweise erwartet, dass sie Anliegen der Klasse vertritt. Rollen sind nicht starr. Sie können ausgehandelt, kritisiert und verändert werden. Niemand sollte auf eine einzige Rolle oder Eigenschaft reduziert werden.


Werte, Normen und Regeln

Werte sind Vorstellungen darüber, was Menschen für wichtig und wünschenswert halten. Dazu gehören Freiheit, Gerechtigkeit, Sicherheit, Respekt, Verantwortung und Solidarität. Werte können sich ergänzen, aber auch miteinander in Spannung geraten. Mehr Freiheit für einzelne Personen kann zum Beispiel die Sicherheit anderer beeinträchtigen.

Normen sind Erwartungen an Verhalten. Eine Norm wie „Lass andere ausreden“ setzt den Wert Respekt im Alltag um. Regeln sind genauer formuliert. Sie können mündlich vereinbart oder schriftlich festgehalten sein, etwa in einer Schulordnung oder einem Gesetz.

Regeln sind dann besonders tragfähig, wenn sie verständlich, verhältnismäßig und für alle nachvollziehbar sind. In einer Demokratie dürfen Regeln kritisiert und auf geregelten Wegen verändert werden. Wer eine Regel ablehnt, ist jedoch nicht automatisch von ihrer Geltung befreit.


Rechte, Pflichten und Verantwortung

Rechte schützen die Freiheit und Würde des Menschen. Pflichten und Verantwortung helfen dabei, dass auch andere ihre Rechte wahrnehmen können. Das Grundgesetz bindet staatliches Handeln an die Menschenwürde und die Grundrechte. Dazu gehören unter anderem die freie Entfaltung der Persönlichkeit, Gleichheit vor dem Gesetz, Glaubensfreiheit, Meinungsfreiheit und Versammlungsfreiheit.

Grundrechte gelten nicht grenzenlos. Die Meinungsfreiheit schützt Kritik und unbequeme Aussagen, aber nicht jede Form von Beleidigung, Bedrohung oder strafbarer Hetze. Bei Konflikten müssen Rechte gegeneinander abgewogen werden. Dafür gibt es Gesetze und unabhängige Gerichte.


Vielfalt und gleichberechtigte Teilhabe

Moderne Gesellschaften sind pluralistisch. Menschen unterscheiden sich beispielsweise in Alter, Herkunft, Religion, Sprache, Geschlecht, Fähigkeiten, Lebensweise, politischer Meinung und sozialer Lage. Vielfalt kann neue Perspektiven, Wissen und Kreativität hervorbringen. Sie kann aber auch zu Missverständnissen führen, wenn Menschen wenig voneinander wissen oder Vorurteile übernehmen.

Integration bedeutet, dass Menschen am gesellschaftlichen Leben teilhaben und gemeinsame Regeln anerkennen können, ohne ihre gesamte Herkunft oder Identität aufgeben zu müssen. Inklusion geht darüber hinaus: Einrichtungen und Strukturen sollen so gestaltet sein, dass unterschiedliche Menschen von Anfang an mitmachen können.

Diskriminierung liegt vor, wenn Menschen wegen zugeschriebener oder tatsächlicher Merkmale benachteiligt werden. Diskriminierung kann offen erfolgen, aber auch in Gewohnheiten, Sprache oder Regeln verborgen sein. Gleichberechtigung bedeutet deshalb nicht immer, alle identisch zu behandeln. Manchmal sind Nachteilsausgleiche nötig, damit faire Teilhabe möglich wird.


Respekt und Toleranz

Toleranz bedeutet, Überzeugungen oder Lebensweisen auszuhalten, die man selbst nicht teilt. Sie verlangt nicht, jede Meinung gutzuheißen. Die Grenze der Toleranz ist erreicht, wenn Menschenwürde, Grundrechte oder die Sicherheit anderer angegriffen werden.

Respekt zeigt sich im Alltag durch Zuhören, sachliche Kritik, faire Sprache und die Bereitschaft, andere Perspektiven zu prüfen. Du kannst eine Aussage ablehnen und trotzdem die Person als gleichwertig behandeln.


Konflikte friedlich lösen

Konflikte entstehen, wenn Bedürfnisse, Interessen, Werte oder Ziele aufeinandertreffen. Sie sind nicht automatisch schlecht. Ein offen und fair bearbeiteter Konflikt kann Probleme sichtbar machen und Verbesserungen anstoßen.

Ein sinnvoller Weg zur Konfliktlösung besteht aus mehreren Schritten: Zuerst wird geklärt, worum es genau geht. Danach beschreiben die Beteiligten ihre Sicht ohne Beleidigungen. Anschließend werden Interessen und Bedürfnisse gesammelt. Darauf folgen Lösungsideen, eine faire Vereinbarung und später eine Überprüfung.

Ein Kompromiss bedeutet, dass alle Seiten auf einen Teil ihrer Forderungen verzichten. Ein Konsens liegt vor, wenn alle einer Lösung zustimmen können. Nicht jeder Konflikt lässt sich allein lösen. Vertrauenspersonen, Klassenrat, Schulsozialarbeit, Mediation, Polizei oder Gerichte können je nach Situation helfen.


Sprache als Werkzeug des Zusammenlebens

Sprache kann verbinden, verletzen, aufklären oder manipulieren. Ich-Botschaften wie „Ich fühle mich übergangen, wenn ich nicht ausreden kann“ beschreiben die eigene Wahrnehmung. Verallgemeinerungen wie „Du machst immer alles falsch“ verschärfen dagegen häufig den Streit.

Im politischen Gespräch ist es wichtig, zwischen einer Person und ihrem Argument zu unterscheiden. Gute Diskussionen prüfen Belege, erklären Begriffe und lassen Gegenargumente zu.


Demokratie und Mitbestimmung

Demokratie ist nicht nur eine Staatsform. Sie ist auch eine Form des Zusammenlebens, in der Menschen gleichberechtigt an Entscheidungen beteiligt werden sollen. Demokratische Verfahren brauchen freie Wahlen, Grundrechte, Gewaltenteilung, Rechtsstaatlichkeit, Öffentlichkeit und die Möglichkeit, Regierungshandeln zu kritisieren.

In der repräsentativen Demokratie wählen Bürgerinnen und Bürger Abgeordnete, die politische Entscheidungen treffen. Daneben gibt es weitere Beteiligungsformen: Petitionen, Demonstrationen, Bürgerinitiativen, Jugendgemeinderäte, Parteien, Verbände und ehrenamtliche Projekte.


Mitbestimmung in der Schule

Demokratie kann im Schulalltag eingeübt werden. Klassensprecherinnen und Klassensprecher, Schülervertretung, Klassenrat, Schulkonferenz oder Projektgruppen ermöglichen Beteiligung. Dabei bedeutet Mitbestimmung nicht, dass jede Person immer ihren Willen bekommt. Entscheidungen müssen Rechte, Zuständigkeiten, Ressourcen und die Interessen anderer berücksichtigen.

Eine faire Abstimmung benötigt eine verständliche Frage, ausreichende Informationen, gleiche Beteiligungschancen und eine klare Auswertung. Minderheiten müssen ihre Rechte behalten, auch wenn die Mehrheit anders entscheidet.


Zivilgesellschaft, Ehrenamt und Solidarität

Zur Zivilgesellschaft gehören freiwillige Zusammenschlüsse außerhalb von Staat, Familie und Unternehmen, etwa Vereine, Hilfsorganisationen, Umweltgruppen, Religionsgemeinschaften und Initiativen. Sie bieten Unterstützung, vertreten Interessen und schaffen Räume für Beteiligung.

Ehrenamt ist freiwilliges Engagement ohne gewöhnliche Bezahlung. Menschen trainieren Jugendmannschaften, helfen bei der Feuerwehr, begleiten ältere Personen, organisieren Kulturveranstaltungen oder schützen die Umwelt. Ehrenamt kann staatliche Aufgaben ergänzen, darf aber notwendige öffentliche Leistungen nicht vollständig ersetzen.

Solidarität bedeutet, Verantwortung füreinander zu übernehmen. Sie zeigt sich in persönlicher Hilfe, aber auch in gemeinsamen Einrichtungen wie Sozialversicherungen und öffentlicher Daseinsvorsorge. Solidarität ist besonders wichtig, wenn Menschen Risiken nicht allein bewältigen können.


Protest, Öffentlichkeit und demokratischer Streit

Menschen dürfen politische Forderungen öffentlich vertreten, sich versammeln und friedlich demonstrieren. Protest macht Probleme sichtbar und kann politische Debatten verändern. Demokratischer Protest respektiert die Rechte anderer und verzichtet auf Gewalt.

Eine lebendige Demokratie braucht Streit über Ziele und Wege. Gleichzeitig benötigt sie gemeinsame Grundlagen: die Anerkennung der Menschenwürde, des Rechtsstaats, freier Wahlen und friedlicher Machtwechsel.


Zusammenleben in der digitalen Gesellschaft

Soziale Netzwerke und Messenger verbinden Menschen schnell. Sie ermöglichen Austausch, politische Information und gemeinsame Aktionen. Gleichzeitig können Falschinformationen, Hassrede, Gruppendruck und die Weitergabe persönlicher Daten das Zusammenleben belasten.

Medienkompetenz bedeutet, Quellen zu prüfen, zwischen Nachricht und Meinung zu unterscheiden, Privatsphäre zu schützen und verantwortungsvoll zu kommunizieren. Vor dem Teilen einer Behauptung solltest Du nach Quelle, Datum, Belegen und möglichen Interessen fragen. Auch im digitalen Raum gelten Rechte und Regeln.


Zusammenfassung

Zusammenleben gelingt, wenn Menschen Rechte achten, Verantwortung übernehmen und Konflikte friedlich bearbeiten. Gesellschaft ist vielfältig und verändert sich. Werte geben Orientierung, Normen übersetzen Werte in Erwartungen und Regeln schaffen Verbindlichkeit. Demokratie ermöglicht Beteiligung, schützt Minderheiten und begrenzt Macht. Du selbst gestaltest Gesellschaft mit: durch Sprache, Entscheidungen, Mediennutzung, Hilfe für andere und politische Beteiligung.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was beschreibt eine Gesellschaft am besten? (Viele Menschen und Gruppen sind durch gemeinsame Strukturen miteinander verbunden) (!Alle Menschen kennen sich persönlich) (!Alle Menschen vertreten dieselbe Meinung) (!Nur Familien gehören zur Gesellschaft)




Was ist ein Wert? (Eine Vorstellung davon, was wichtig und wünschenswert ist) (!Eine immer schriftlich festgehaltene Strafe) (!Eine zufällige Gewohnheit ohne Bedeutung) (!Eine ausschließlich private Hausordnung)




Was ist eine soziale Norm? (Eine Erwartung an das Verhalten von Menschen) (!Ein Gebäude für politische Versammlungen) (!Eine persönliche Fähigkeit ohne sozialen Bezug) (!Ein Wahlergebnis im Parlament)




Wozu dienen Grundrechte? (Sie schützen Freiheit und Würde des Menschen) (!Sie geben der Regierung unbegrenzte Macht) (!Sie gelten nur für gewählte Abgeordnete) (!Sie verbieten jede Kritik am Staat)




Was bedeutet Inklusion? (Strukturen ermöglichen unterschiedlichen Menschen von Anfang an Teilhabe) (!Alle Menschen müssen gleich leben) (!Unterschiede werden grundsätzlich verborgen) (!Nur besonders leistungsstarke Personen dürfen teilnehmen)




Was kennzeichnet einen Kompromiss? (Alle Seiten verzichten auf einen Teil ihrer Forderungen) (!Eine Seite setzt sich vollständig durch) (!Der Konflikt wird ohne Gespräch beendet) (!Die Entscheidung wird zufällig getroffen)




Was gehört zu einer demokratischen Abstimmung? (Eine verständliche Frage und faire Beteiligung) (!Druck auf Personen mit anderer Meinung) (!Geheime Änderung des Ergebnisses) (!Ausschluss aller Minderheiten)




Was ist ein Beispiel für Zivilgesellschaft? (Eine freiwillige Bürgerinitiative) (!Ein Ministerium) (!Ein staatliches Gericht) (!Eine Polizeibehörde)




Was hilft beim Prüfen einer Information im Internet? (Quelle Datum und Belege kontrollieren) (!Nur die Überschrift lesen) (!Die häufigste Behauptung sofort glauben) (!Unbekannte Nachrichten ungeprüft weiterleiten)




Wo liegt eine Grenze der Toleranz? (Wenn Menschenwürde und Rechte anderer angegriffen werden) (!Wenn jemand eine andere Lieblingsfarbe hat) (!Wenn eine sachliche Gegenmeinung geäußert wird) (!Wenn Menschen unterschiedliche Hobbys haben)





Memory

Gesellschaft Zusammenleben vieler Gruppen in gemeinsamen Strukturen
Gemeinschaft Engere Verbundenheit durch Nähe oder gemeinsame Ziele
Sozialisation Lernen von Rollen Werten und Regeln
Solidarität Verantwortung und Unterstützung füreinander
Pluralismus Anerkennung gesellschaftlicher Vielfalt
Kompromiss Gegenseitiges Nachgeben bei einem Konflikt
Ehrenamt Freiwilliges Engagement für andere
Medienkompetenz Informationen kritisch prüfen und verantwortlich nutzen





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Bedeutung
Wert Vorstellung davon was wichtig ist
Norm Erwartung an ein Verhalten
Regel Konkrete verbindliche Vorgabe
Konsens Lösung der alle zustimmen können
Diskriminierung Benachteiligung wegen zugeschriebener Merkmale
Partizipation Beteiligung an Entscheidungen






Kreuzworträtsel

Gesellschaft Wie heißt das Zusammenleben vieler Menschen in gemeinsamen Strukturen?
Normen Wie heißen soziale Erwartungen an Verhalten?
Werte Wie heißen Vorstellungen über Wichtiges und Wünschenswertes?
Kompromiss Wie heißt eine Lösung bei der alle Seiten teilweise nachgeben?
Ehrenamt Wie heißt freiwilliges Engagement für andere?
Demokratie Wie heißt eine politische Ordnung mit Beteiligung des Volkes?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

Eine

verbindet viele Menschen und Gruppen durch gemeinsame Strukturen. Eine engere Form der Zugehörigkeit heißt

. Im Prozess der

lernen Menschen Rollen und Regeln. Vorstellungen über Wichtiges werden als

bezeichnet. Erwartungen an das Verhalten heißen

. Das Grundgesetz schützt die Würde und die

der Menschen. Eine friedliche Einigung durch gegenseitiges Nachgeben heißt

. Die Beteiligung an Entscheidungen wird

genannt. Freiwilliger Einsatz für andere ist ein

. Beim Umgang mit digitalen Informationen ist

notwendig.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Gruppenlandkarte: Zeichne eine Karte Deiner Gruppen und notiere, was Dich mit jeder Gruppe verbindet.
  2. Klassenregeln: Prüfe drei Regeln Deiner Klasse und erkläre, welchen Wert jede Regel schützen soll.
  3. Respekttagebuch: Beobachte einen Schultag lang Beispiele für respektvolle Kommunikation und fasse sie anonym zusammen.
  4. Begriffsposter: Gestalte ein Plakat zu Gesellschaft, Gemeinschaft, Wert, Norm und Regel.


Standard

  1. Konfliktcomic: Entwickle einen Comic, in dem ein Streit durch Zuhören, Ich-Botschaften und einen Kompromiss gelöst wird.
  2. Schülerumfrage: Befrage Deine Klasse anonym zu Mitbestimmungsmöglichkeiten und stelle die Ergebnisse übersichtlich dar.
  3. Mediencheck: Vergleiche zwei Beiträge zum gleichen gesellschaftlichen Thema hinsichtlich Quelle, Sprache und Belegen.
  4. Ehrenamtsinterview: Interviewe eine ehrenamtlich engagierte Person zu Motivation, Aufgaben und Schwierigkeiten.


Schwer

  1. Schulkonferenz-Simulation: Plane eine Debatte über eine neue Schulregel mit Rollen, Argumenten und Abstimmung.
  2. Barrierenanalyse: Untersuche einen Bereich Deiner Schule auf Hindernisse für Teilhabe und entwickle konkrete Verbesserungen.
  3. Gemeindeprojekt: Entwirf ein umsetzbares Projekt für mehr Zusammenhalt in Deiner Gemeinde und erstelle einen Zeitplan.
  4. Demokratievideo: Produziere ein kurzes Erklärvideo darüber, wie Mehrheit, Minderheitenschutz und Grundrechte zusammengehören.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Regelkonflikt beurteilen: Eine Schule verbietet während des gesamten Tages alle privaten Smartphones. Prüfe, welche Werte und Interessen dafür und dagegen sprechen, und formuliere eine verhältnismäßige Lösung.
  2. Mehrheit und Minderheit: Eine Klassenmehrheit möchte eine Mitschülerin von einer Gruppenfahrt ausschließen. Erkläre, warum eine Mehrheitsentscheidung allein nicht genügt, und entwickle ein faires Vorgehen.
  3. Teilhabe verbessern: Analysiere ein Beispiel, in dem formal alle teilnehmen dürfen, praktisch aber nicht alle teilnehmen können. Unterscheide Gleichbehandlung und Chancengerechtigkeit.
  4. Online-Debatte: Beurteile einen zugespitzten Beitrag in einem sozialen Netzwerk. Zeige, wie Meinungsfreiheit, Verantwortung und Schutz vor Beleidigung zusammenwirken.
  5. Konfliktverfahren: Vergleiche Abstimmung, Kompromiss, Konsens und Mediation für einen konkreten Schulkonflikt. Begründe, welches Verfahren am besten passt.
  6. Zivilgesellschaft bewerten: Erkläre an einem selbst gewählten Beispiel, wie freiwilliges Engagement den Staat ergänzen kann und wo seine Grenzen liegen.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis zu diesem Thema solltest Du zeigen, dass Du Zusammenhänge erklären und auf neue Situationen übertragen kannst.

  1. Du unterscheidest Gesellschaft, Gemeinschaft, Gruppe und Institution.
  2. Du erklärst den Zusammenhang zwischen Werten, Normen, Regeln und Gesetzen.
  3. Du wendest Grundrechte auf Konflikte aus Schule und Alltag an.
  4. Du erkennst Diskriminierung und entwickelst Möglichkeiten gleichberechtigter Teilhabe.
  5. Du vergleichst demokratische Entscheidungs- und Konfliktlösungsverfahren.
  6. Du beurteilst Chancen und Risiken digitaler Kommunikation.
  7. Du planst eine eigene Form gesellschaftlicher oder schulischer Beteiligung.




OERs zum Thema



Verknüpfte Lernbereiche


aiMOOC-Projekte





Schulfach+

Prüfungsliteratur 2026
Bundesland Bücher Kurzbeschreibung
Baden-Württemberg

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Mittlere Reife

  1. Der Markisenmann - Jan Weiler oder Als die Welt uns gehörte - Liz Kessler
  2. Ein Schatten wie ein Leopard - Myron Levoy oder Pampa Blues - Rolf Lappert

Abitur Dorfrichter-Komödie über Wahrheit/Schuld; Roman über einen Ort und deutsche Geschichte. Mittlere Reife Wahllektüren (Roadtrip-Vater-Sohn / Jugendroman im NS-Kontext / Coming-of-age / Provinzroman).

Bayern

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Lustspiel über Machtmissbrauch und Recht; Roman als Zeitschnitt deutscher Geschichte an einem Haus/Grundstück.

Berlin/Brandenburg

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
  3. Der Biberpelz - Gerhart Hauptmann
  4. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Gerichtskomödie; soziales Drama um Ausbeutung/Armut; Komödie/Satire um Diebstahl und Obrigkeit; Roman über Erinnerungsräume und Umbrüche.

Bremen

Abitur

  1. Nach Mitternacht - Irmgard Keun
  2. Mario und der Zauberer - Thomas Mann
  3. Emilia Galotti - Gotthold Ephraim Lessing oder Miss Sara Sampson - Gotthold Ephraim Lessing

Abitur Roman in der NS-Zeit (Alltag, Anpassung, Angst); Novelle über Verführung/Massenpsychologie; bürgerliche Trauerspiele (Moral, Macht, Stand).

Hamburg

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Das kunstseidene Mädchen - Irmgard Keun

Abitur Justiz-/Machtkritik als Komödie; Großstadtroman der Weimarer Zeit (Rollenbilder, Aufstiegsträume, soziale Realität).

Hessen

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
  3. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
  4. Der Prozess - Franz Kafka

Abitur Gerichtskomödie; Fragmentdrama über Gewalt/Entmenschlichung; Erinnerungsroman über deutsche Brüche; moderner Roman über Schuld, Macht und Bürokratie.

Niedersachsen

Abitur

  1. Der zerbrochene Krug - Heinrich von Kleist
  2. Das kunstseidene Mädchen - Irmgard Keun
  3. Die Marquise von O. - Heinrich von Kleist
  4. Über das Marionettentheater - Heinrich von Kleist

Abitur Schwerpunkt auf Drama/Roman sowie Kleist-Prosatext und Essay (Ehre, Gewalt, Unschuld; Ästhetik/„Anmut“).

Nordrhein-Westfalen

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Komödie über Wahrheit und Autorität; Roman als literarische „Geschichtsschichtung“ an einem Ort.

Saarland

Abitur

  1. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
  2. Furor - Lutz Hübner und Sarah Nemitz
  3. Bahnwärter Thiel - Gerhart Hauptmann

Abitur Erinnerungsroman an einem Ort; zeitgenössisches Drama über Eskalation/Populismus; naturalistische Novelle (Pflicht/Überforderung/Abgrund).

Sachsen (berufliches Gymnasium)

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
  3. Irrungen, Wirrungen - Theodor Fontane
  4. Der gute Mensch von Sezuan - Bertolt Brecht
  5. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
  6. Der Trafikant - Robert Seethaler

Abitur Mischung aus Klassiker-Drama, sozialem Drama, realistischem Roman, epischem Theater und Gegenwarts-/Erinnerungsroman; zusätzlich Coming-of-age im historischen Kontext.

Sachsen-Anhalt

Abitur

  1. (keine fest benannte landesweite Pflichtlektüre veröffentlicht; Themenfelder)

Abitur Schwerpunktsetzung über Themenfelder (u. a. Literatur um 1900; Sprache in politisch-gesellschaftlichen Kontexten), ohne feste Einzeltitel.

Schleswig-Holstein

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Recht/Gerechtigkeit und historische Tiefenschichten eines Ortes – umgesetzt über Drama und Gegenwartsroman.

Thüringen

Abitur

  1. (keine fest benannte landesweite Pflichtlektüre veröffentlicht; Orientierung am gemeinsamen Aufgabenpool)

Abitur In der Praxis häufig Orientierung am gemeinsamen Aufgabenpool; landesweite Einzeltitel je nach Vorgabe/Handreichung nicht einheitlich ausgewiesen.

Mecklenburg-Vorpommern

Abitur

  1. (Quelle aktuell technisch nicht abrufbar; Beteiligung am gemeinsamen Aufgabenpool bekannt)

Abitur Land beteiligt sich am länderübergreifenden Aufgabenpool; konkrete, veröffentlichte Einzeltitel konnten hier nicht ausgelesen werden.

Rheinland-Pfalz

Abitur

  1. (keine landesweit einheitliche Pflichtlektüre; schulische Auswahl)

Abitur Keine landesweite Einheitsliste; Auswahl kann schul-/kursbezogen erfolgen.




aiMOOCs



aiMOOC Projekte












THE MONKEY DANCE




The Monkey DanceaiMOOCs

  1. Trust Me It's True: #Verschwörungstheorie #FakeNews
  2. Gregor Samsa Is You: #Kafka #Verwandlung
  3. Who Owns Who: #Musk #Geld
  4. Lump: #Trump #Manipulation
  5. Filth Like You: #Konsum #Heuchelei
  6. Your Poverty Pisses Me Off: #SozialeUngerechtigkeit #Musk
  7. Hello I'm Pump: #Trump #Kapitalismus
  8. Monkey Dance Party: #Lebensfreude
  9. God Hates You Too: #Religionsfanatiker
  10. You You You: #Klimawandel #Klimaleugner
  11. Monkey Free: #Konformität #Macht #Kontrolle
  12. Pure Blood: #Rassismus
  13. Monkey World: #Chaos #Illusion #Manipulation
  14. Uh Uh Uh Poor You: #Kafka #BerichtAkademie #Doppelmoral
  15. The Monkey Dance Song: #Gesellschaftskritik
  16. Will You Be Mine: #Love
  17. Arbeitsheft
  18. And Thanks for Your Meat: #AntiFactoryFarming #AnimalRights #MeatIndustry


© The Monkey Dance on Spotify, YouTube, Amazon, MOOCit, Deezer, ...



Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen